- vor 2 Tagen
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Weidenmann
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Weidenmann
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TVTranskript
00:09Musik
00:22Guten Morgen, hintergeben die Zeit und alle Münchner Tageszeitungen, die Süddeutsch sind.
00:27Gelüblich.
00:29Danke.
01:14Und? Was hast du gemacht?
01:17Ich habe Zeitungen geholt, wegen der Anzeigen. Ich denke, ich fahre mal nach München. Ein paar Adressen aufsuchen.
01:26Da sind ein paar Stellenangebote drunter, die für mich sehr interessant sind.
01:37Frühstück habe ich dir schon gemacht. Steht alles auf dem Tisch.
02:05Setz dich doch.
02:11Ich denke, ich nehme den ersten Zug. Soll ich dir ein Brot machen?
02:18Ich habe keinen Appetit.
02:19Du isst viel zu wenig in der letzten Zeit. Ich glaube, ich bleibe am besten über Nacht.
02:30Dann bin ich morgen früh der Erste, wenn die Zeitungen herauskommen.
02:38Ja, mach das nur.
02:41Ich verspreche mir eine ganze Menge davon.
02:46Irgendwann, weißt du, habe ich sicher auch wieder Glück.
02:50Ach was. Du bist über das Alter raus.
02:54Na, hör mal. Anfang 50. Das ist doch kein Alter für einen Mann.
02:59Wirst du mir die Hoffnung noch nehmen?
03:02Wirst du das wirklich?
03:05Ich meine, du gehst an der Realität vorbei. Aber fahr ruhig nach München.
03:11Nur, ich mache mir keine Illusionen mehr.
03:32Du hast dich wieder hingelegt.
03:34Fährst du jetzt?
03:36Ja.
03:40Ich muss dir etwas sagen.
03:46Wir haben im Moment eine schwierige Zeit miteinander, wir beide.
03:50Im Moment? Seit einem Jahr?
03:53Ich will sagen, es ist nicht leicht für uns.
03:56Für uns beide nicht.
03:57Wir haben uns irgendwie verlaufen.
04:01Amelie, ich weiß nicht mehr, wo es lang geht.
04:04Wir dürfen uns nicht verlieren.
04:08Oder ist uns das schon passiert?
04:15Bring uns da raus.
04:17Ich schwöre dir, ich kann nicht mehr lange.
04:19Wenn du uns da nicht rausbringst, dann geh ich.
04:22Aber ich will das nicht.
04:25Fahr nach München.
04:26Ruf mich an.
04:27Sag, dass alles in Ordnung ist.
04:29Ja, ich mache das.
04:31Ich mache es.
04:37Ich werde bestimmt Erfolg haben.
04:39Ich spüre das irgendwie.
04:40Und dann rufe ich dich an, ja?
04:44Ich habe es.
04:53Ich hoffe, ich mache dir, ich kommen.
04:57Ich mache es genauso.
04:59Ich habe es jetzt.
05:00Ich möchte dich nicht auf den Wegstehen.
05:03Es ist echt hart.
05:05Ich bin zwar!
05:08Ich bin ja...
05:11Ich bin ja...
05:11Und das war ich.
05:12Ich kann mich nicht auf das.
05:40Untertitelung. BR 2018
05:44Verzeihen Sie, ich suche die Hellmannstraße und die Langefeldstraße.
05:49Weiß ich nicht.
05:50Haben Sie eine Stadtplan? Kann ich da mal reinschauen?
05:53Reinschauen? Wir können Sie nur kaufen. Wenn Sie reinschauen, dass Sie gebraucht sind. Gebrauchte Sachen verkaufe ich nicht.
05:58Natürlich. Was kostet der?
06:0010,80 Mark.
06:37Sie wünschen?
06:40Guten Morgen. Ich komme wegen Ihrer Anzeige hier.
06:44Sie wollen Ihre Unterlagen abgeben?
06:46Nein, nein. Ich wollte mich vorstellen. Aber meine Unterlagen können Sie sehen. Ich kann Sie zeigen. Ich meine, persönlich vorzeigen.
06:54Nein. Sie können Sie gerne hier lassen, wenn Sie wollen.
06:57Alle Bewerbungen werden gesammelt, sodass man sie sich in Ruhe anschauen und sich dann entscheiden kann.
07:03Ich habe aber keine Kopien. Ich dachte, ein persönlicher Eindruck wäre auch entscheidend.
07:08Die Herren sind im Moment nicht im Haus. Und soweit ich weiß, wird da auch eine jüngere Kraft gesucht.
07:20Ich vide er butcher noch etwas weiter.
07:23Ich hoffe, ich sehe.
07:39Nachdem man sich in Ruhe anschaut hat.ch
07:50Musik
08:11Guten Tag
08:13Guten Tag
08:15Wollen Sie was verkaufen?
08:16Nein, nein
08:17Das heißt ja, wenn Sie mich kaufen wollen
08:20Ich beziehe mich da auf Ihre Anzeige
08:23Entschuldigung
08:25Ich suche da einen Speditionskaufmann
08:27Ja, wissen Sie, ich habe überlegt, was das eigentlich ist
08:31Speditionskaufmann, aber
08:32Kaufmann ist Kaufmann und
08:34Ich bin ein Guter
08:37Wenn ich Ihnen meine Papiere zeigen darf
08:40Ihre Papiere können Sie gleich wieder einstecken
08:42Die will ich gar nicht sehen
08:45Sehe mir Sie an
08:47Und ich weiß, dass Sie nicht hier reinpassen
08:56Musik
09:07Musik
09:07Musik
09:08Musik
09:08Musik
09:11Musik
09:27Hallo?
09:29Moment!
09:35Ja, bitte?
09:36Kann ich ein Zimmer bekommen?
09:38Wollen Sie sich bitte eintragen?
09:40Ach, eine Frage vorher. Was kostet es?
09:44Ab wie viel ist es Ihnen zu teuer?
09:47Wenn es danach geht, dürfte es gar nichts kosten.
09:50Schön, 60 Mark. Ich bin 20 runtergegangen. Bad und Toilette sind im Gang rechts hinten.
09:58Danke.
10:19Danke.
10:21Danke.
10:22Danke.
10:27Danke.
10:32Danke.
10:35Danke.
10:54Das ist ein Lüttchen.
11:08Hör mal ein bisschen hin, ich hab nicht so viel Zeit.
11:11Nicht ganz so schnell, immer erst an die Kasse.
11:31Bitte.
11:58Hör mal ein bisschen, ich hab nicht so viel Zeit.
12:30Sollte
12:39Ist das hier das einzige Badezimmer?
12:42Ich glaube, ja.
12:44Die Zimmer sind ja billig.
12:46Wahrscheinlich deswegen.
12:48Ja?
12:49Mein Zimmer ist nicht gerade billig.
12:52Hat sie auch eine Mädel da draufgeschleppt?
12:54Nein, ich bin doch Geschäftsreise sozusagen.
12:57Reisender.
12:58Weißt du?
13:00Ich suche eine Stellung.
13:02Wieso, haben Sie keine?
13:04Ich habe schon seit einem Jahr keine.
13:07Können Sie nichts?
13:10Ein ausgebildeter Kaufmann mit besten Zeugnissen, aber alles umsonst.
13:15Hängen Sie sich nicht auf.
13:17Und hier kein heißes Wasser.
13:19Nicht mal Zahnbrottsgräser.
13:22Wissen Sie, ich kann eigentlich jeder abschleppen,
13:26der einigermaßen gut aussieht.
13:28Und danach finde ich mich zum Kotzen.
13:33Ich frage mich ernsthaft, wo ich mein Verstand gelassen habe.
13:47Hör mal, spinnst du?
13:49Hör auf, du tust mir weh!
13:51Hör auf, du tust mir weh!
13:52Hör auf!
13:52Hör auf!
13:54Hör auf!
14:01Hör auf!
14:07Hör auf!
14:14Hör auf!
14:37Was ist denn mit dem Mädchen im Neon-Zimmer los?
15:00Bist du nicht da? Ja, ich glaube.
15:07Scheiß Alkohol. Sie wird mich beklauen, Drecksuch.
15:15Als ich vorhin hier drin war.
15:19Wie komme ich denn jetzt hier wieder raus?
15:23Unten hat mich niemand gesehen.
15:28Aber Sie haben mich gesehen.
15:30Ja, ich habe Sie gesehen.
15:33Erzählen Sie mir mal zu.
15:35Ich will nicht in den Knast gehen.
15:38Ich schwöre Ihnen, ich habe sie erwischt, wie sie meine Brieftasche in der Hand hatte.
15:42Ich habe Ihnen mal geknallt und Sie ist blöde hingefallen.
15:48Das Ganze war irgendwie ein Unfall.
15:52Ich hatte Sie ja schon bezahlt.
15:57Meinen Sie, wir könnten uns irgendwie arrangieren?
16:04Arrangieren?
16:06Oder wollen Sie die Polizei rufen?
16:10Arrangieren? Wie meinen Sie das?
16:12Wenn Sie quatschen, dann bin ich dran.
16:19Ah, jetzt habe ich begreifen.
16:23Ich habe Sie vorhin vom Fenster aus gesehen.
16:27Sie fahren ein sehr teures Auto.
16:31Das geht Ihnen sehr gut.
16:35Bis auf das Problem jetzt mit dem toten Mädchen.
16:42Sie wollen, dass ich den Mund halte?
16:45Ja, natürlich will ich das.
16:47Ich bin ja darauf angewiesen.
16:50Sie müssen mir nicht erst erklären, worauf ich angewiesen bin.
16:54Sie sagen, es hat Sie niemand gesehen?
16:57Nein, niemand.
17:00Dann gehen Sie jetzt in Ihr Zimmer zurück.
17:05Wieso soll ich noch mal in das Zimmer?
17:08Packen Sie alles zusammen, was Ihnen gehört.
17:11Schakett, Schuhe und so weiter.
17:14Und dann versuchen wir beide hier wegzukommen, ohne dass man uns sieht.
17:19Ich hole Sie, was ich Ihnen sage, schon mal.
17:23Was ich jetzt so?
17:24Ich mach mich noch mal.
17:26Okay.
17:50Los anziehen.
17:53Ja.
18:07Wir haben nichts getrunken, weil etwas anderes wohlhört.
18:15Die Tür, höchstens die Türklinke.
18:22Hallo?
18:29Komm hier wieder.
18:31Komm hier wieder.
18:33Schst!
18:51Warten Sie hier.
18:52Ja.
19:02Ja.
19:05Ja.
19:06Ja.
19:06Ja.
19:07Ja.
19:09Ja.
19:09Ja.
19:10Ja.
19:39Ja.
19:41Ja.
19:52Ja.
20:02Ja.
20:04Ja.
20:04Ja.
20:04Ja.
20:19Wir müssen uns absprechen.
20:21In aller Ruhe, wissen Sie?
20:24Und zwar in einer Kneipe, in der Sie nicht bekannt sind und die nicht so weit weg ist.
20:42Sie sind jetzt in einer beschissenen Lage.
20:46Aber das ist für mich nichts Neues. So was kenne ich auch.
20:51Wo haben Sie das Mädchen aufgegabelt?
20:55Warum fragen Sie?
20:57Weil ich wissen muss, ob ich der Einzige bin, der weiß, dass Sie jemanden umgebracht haben.
21:03Hat Sie jemand zusammen mit dem Mädchen gesehen?
21:07Ich habe sie in einer Bar kennengelernt.
21:11Und da haben Sie sie angesprochen?
21:13Nein, dort nicht. Sie ging raus und ich bin hier nach.
21:17Ich dachte, es würde vielleicht Spaß machen mit ihr.
21:23Sie haben sie also auf der Straße angesprochen?
21:25Ja.
21:27Es ist uns auch sicher niemand begegnet.
21:30Und in der Pension?
21:32Es hat uns keiner gesehen, glauben Sie mir.
21:35Keiner außer mir.
21:38Ich bin auch in einer beschissenen Situation.
21:42Sie wollen Geld?
21:45Ich meine, darüber könnte man doch reden. Das wäre kein Problem.
21:51Schön, wenn man das sagen kann. Geld ist kein Problem.
21:55Ich brauche eine neue Stellung.
21:59Wenn Sie mir eine neue Stellung verschaffen, halte ich den Mund.
22:09Fahre uns weiter.
22:16Fahre uns weiter.
22:34So, ich habe die Papiere.
22:36Gartner Andrea.
22:38Beruf, da steht zwar Fotomodell, aber der Quartier unten sagt,
22:41Ihr Geld hat Sie liegen verdient.
22:42Ja, Sie haben Kundenempfangen.
22:44Na, so machen wir mal den Freier.
22:51Tja, das Ganze ist wohl eine Absteige hier, was?
22:54Ja, eine Pension.
22:56Wir vermieten Zimmer.
22:59Und verlangen kein polizeiliches Führungszeugnis.
23:01Und wollen auch nicht wissen, wie jemand sein Geld verdient.
23:03Wenn er nur das Zimmer bezahlen kann.
23:05Aber bei der Dame von Zimmer 18 wussten Sie, wie sehr Geld verdient, oder?
23:09Ja, irgendwie habe ich das mitgekriegt.
23:11Aber eine Absteige sind wir nicht.
23:14Haben Sie das Mädchen heute Abend gesehen?
23:16Ja, so gegen sie.
23:17Sie war noch hell, als sie losging.
23:20Sie wippt ihr vorbei.
23:22Die Hand hoch.
23:23Tschüss.
23:24Wissen Sie, wir haben uns ganz gut vertragen.
23:26Sie sah hübsch aus.
23:26Aber irgendwie ein armes Ding.
23:30Ja, und später haben Sie sie nicht mehr gesehen.
23:33Nein.
23:35Ja, jetzt sagen Sie uns mal, wer hier alles wohnt.
23:39Sie erpressen mich.
23:40Das sehe ich nicht so.
23:42Wir leben in einer Leistungsgesellschaft.
23:45Leistung und Gegenleistung.
23:47Damit haben wir es hier zu tun.
23:52Ich selbst kann Ihnen keine Stellung besorgen.
23:55Ich habe keinerlei Beziehungen.
23:59Aber ich könnte mit meiner Mutter sprechen.
24:02Aber dazu müsste ich ja alles sagen.
24:05Nein, das geht nicht.
24:06Das kann ich nicht.
24:09Darauf kann ich keine Rücksicht nehmen.
24:11Das ist Ihre Sache.
24:13Ich nehme auf gar nichts mehr Rücksicht.
24:31Ich wohne hier allein mit meiner Mutter.
24:53Ihre Mutter ist schon schlafen gegangen.
24:55Danke, Maria.
24:57Sie können dann auch ins Bett gehen.
24:58Warten Sie.
25:22Komm rein.
25:23Ich habe dich schon gehört.
25:30Was ist los?
25:32Was ist passiert?
25:40Komm her, komm.
25:42Ich sehe es dir doch an.
25:45Was ist?
25:48Ein Unfall?
25:50Irgendwie war es das.
25:52Ja.
25:54Ja, Mama.
25:56Ein Unfall.
26:19Mama, du musst mir helfen.
26:21Bitte.
26:24Dieser Mann ist unten.
26:27Ja.
26:29Geh zu ihm.
26:31Ich komme gleich.
26:40Ich komme gleich.
26:43Sie kommen gleich herunter.
26:47Gut.
26:52Wollen Sie was trinken?
26:57Nein, lieber nicht.
27:04Stellen Sie sich gleich darauf ein.
27:07Sie wird es Ihnen nicht leicht machen.
27:34Sie wird es Ihnen nicht leicht machen.
27:39Sie sind es also.
27:42Mach mir ein Whisky.
27:44Wie heißen Sie?
27:46Sassner.
27:47Sie kommen aus...
27:49Aus Wasserburg.
27:50Heute Morgen, um mir hier eine neue Stellung zu suchen.
27:53Sie sind arbeitslos.
27:54Seit einem Jahr.
27:58Haben Sie Familie?
28:00Eine Frau.
28:05Ich kann nicht nach Hause kommen, ohne ihr sagen zu können...
28:09Ich arbeite wieder.
28:10Ich verdiene wieder Geld.
28:16Sehe ich das richtig?
28:18Sie sind in einer...
28:21In einer verzweifelten Situation.
28:25Sie sehen das richtig.
28:28Durchaus.
28:34Mein Sohn ist ein Dummkopf.
28:37Aber ich habe nur ihn.
28:39Und ich liebe ihn.
28:44Ein böses Geschäft, das wir miteinander haben.
28:48Sie schweigen.
28:50Und ich bezahle Sie für Ihr Schweigen.
28:53Ich will kein Geld.
28:56Regen Sie sich nicht auf.
28:57Ich habe schon begriffen, was Sie wollen.
29:01Sie werden Ihre Stellung bekommen.
29:04Ich werde dafür sorgen.
29:06Aber was ich wissen muss, ist...
29:10Wie stark sind Sie eigentlich?
29:14Sie sind für die Polizei...
29:17Die übrigens...
29:19Schon längst in dieser Pension sein wird...
29:22Ein wichtiger Zeuge.
29:27Oder sogar...
29:29Ein Verdächtiger.
29:31Sind Sie sich darüber im Klaren, dass man Sie auch verdächtigen kann?
29:39Mein Sohn ist ein Dummkopf, wie gesagt.
29:42Aber vielleicht sind Sie auch einer.
29:45Einer, der mit Realitäten nicht umgehen kann.
29:50Wie standfest sind Sie eigentlich?
29:52Wie kaltschneuzig?
29:54Wie geistesgegenwärtig?
29:56Können Sie verhören, standhalten?
29:59Kann durchaus sein, dass die Polizei Sie bereits erwartet.
30:02Sie wartet übrigens bestimmt schon auf Sie.
30:07Ein böses Geschäft, das wir miteinander haben.
30:14Ich fahre Sie jetzt zurück.
30:20Wenn die Polizei Sie verhört,
30:22versuchen Sie, die Übersicht zu behalten.
30:26Man wird Sie fragen, wo Sie während der Mordzeit waren.
30:30Was werden Sie antworten?
30:33Ich kenne mich nicht aus in München.
30:36Den Bahnhof kenne ich.
30:39Ja, ich könnte sagen, ich war im Bahnhofsrestaurant.
30:42Nein, nein.
30:43Das ist nicht gut.
30:45Man würde mit Ihnen dorthin gehen.
30:47Zeigen Sie uns den Tisch, an dem Sie gesessen haben.
30:49Wer hat Sie bedient?
30:50Was haben Sie gegessen?
30:51Was haben Sie getrunken?
30:52Und schon wäre alles aus.
30:55Nein.
30:56Sagen Sie ganz einfach,
30:59Sie sind ziellos in München herumgelaufen.
31:02Das ist zwar auch nicht besonders gut,
31:04aber bleiben Sie ruhig dabei.
31:07Sagen Sie,
31:09Sie hatten kein Geld,
31:10um noch irgendein Lokal aufzusuchen.
31:14Sie haben doch keins.
31:18Viel habe ich nicht mehr.
31:22Ich kann Sie nicht vorfahren.
31:25Ich werde Sie dort an der nächsten Ecke schon aussteigen lassen.
31:28Ja.
31:30Machen Sie keine Fehler.
31:35Entschuldigen Sie.
31:38Sie können nicht hier rein.
31:40Ich habe ein Zimmer hier.
31:47Ah ja, und die Zimmerschlüssel sind zugleich auch Hausschlüssel.
31:49Ja.
31:50Da kommt er.
31:53Herr Sassner?
31:55Ja, was ist denn passiert?
31:56Momentchen mal bitte.
31:57Rufst du mir nach Sie hier mal an?
31:58In Ordnung.
31:59Sie haben Zimmer 17?
32:00Ja.
32:01Kriminalpolizei.
32:02Willst du bitte mitkommen?
32:09Was ist denn hier los?
32:10Was machen Sie denn hier?
32:16Glauben Sie, ich hätte das Mädchen umgebracht?
32:20Wer ist das, ne?
32:25Woher wissen Sie, dass jemand umgebracht wurde?
32:28Und dass es sich um eine Frau handelt?
32:31Wo waren Sie die letzten zwei Stunden?
32:41Danke.
32:47Na, wie sieht's aus?
32:50Tja, er ist verwirrt und nervös.
32:52Hast du ihn dir richtig vorgenommen?
32:54Und den Mord auf den Kopf zugesagt?
32:56Ja, genau, wie besprochen.
32:58Ja, aber nervös sein, das reicht mir nicht.
33:00Was ist das für ein Mann?
33:02Ja, also, viel kann ich noch nicht dazu sagen.
33:04Er wohnte in Wasserburg, ist heute früh nach München gekommen.
33:06Auf Stellungssuche hier sind so Anzeigen, die er sich angekreuzt hat.
33:09Was für eine Stellungssuche denn da?
33:11Diplomkaufmann.
33:12Also, von Papieren her eher ein tüchtiger Mann, aber bürgerlicher Typ.
33:16Das heißt ja nichts.
33:18Ja, eben.
33:19Aber er hat gewusst, dass hier ein Mädchen ermordet wurde.
33:23Woher weiß er das?
33:28So, ich habe hier so ziemlich alles, was Sie ausgesagt haben.
33:33Name, Adresse und so weiter und so weiter.
33:36Wenn das alles schon dasteht, was wollen Sie noch?
33:39Ihre Leute haben mir Fragen gestellt, als hätten Sie einen Idioten vor sich.
33:43Naja, Sie sind arbeitslos, ne?
33:47Steht das nicht da?
33:50Das muss doch auch dastehen.
33:53Und warum ich nach München gekommen bin?
33:57Stellungssuche ist ein harter Job, wissen Sie?
33:59Da geht Ihre Seele zu Fuß.
34:00Oh, das ist aber ein wirklich hübscher Ausdruck.
34:03Da geht einem alles Mögliche im Kopf rum.
34:08Glauben Sie wirklich, da interessiert mich noch irgendeine Frau?
34:12Das wäre ein billiger Ausweg.
34:14Brauche ich nicht.
34:17Dass das Mädchen, das da ermordet worden ist, eine Prostituierte war das.
34:23Das hat Ihnen aber niemand gesagt.
34:26Das haben doch sogar die Leute gewusst, die vor dem Hotel standen.
34:31Mhm.
34:32Gut, also kommen Sie morgen ins Präsidium.
34:34Wir werden Ihre Aussage zu Protokoll nehmen.
34:36Das müssen Sie unterschreiben.
34:37Morgen habe ich was vor.
34:40Anzeigen abklappern.
34:41Nein, Sie kommen morgen ins Präsidium.
34:43Das ist eine offizielle Vorladung.
34:46Aber schlafen darf ich hier noch, ja?
34:48Oder haben Sie was dagegen?
34:51Gute Nacht.
34:59Ziellos herumgelaufen, richtig schön höher.
35:00Ja, das ist zu blöd.
35:01Das kann richtig sein, kann falsch sein.
35:19Na, die haben Sie ja gestern ganz schön in der Mangel gehabt.
35:22Ja, das haben die.
35:24Aber da sind Sie an den Falschen geraten.
35:28Hm.
35:29Übrigens, der Kaffee ist gut.
35:30Der ist stark.
35:31Den kann ich gebrauchen.
35:33Sagen Sie, können Sie mir ein Taxi besorgen?
35:35Taxi?
35:36Klar kann ich das.
35:54Mama, das da ist da.
35:57Wenigstens haben Sie ihn noch nicht eingesperrt.
36:00Ja.
36:15Und?
36:21Sie sehen mich an, als ob Sie nur eins wissen wollten.
36:25Ob alles in Ordnung ist.
36:30Es ist alles in Ordnung.
36:34Aber geschlafen haben wir wohl beide nicht gut, was?
36:38Es ist alles in Ordnung.
36:39Kommen Sie rein.
36:51Warum kommen Sie hierher?
36:52Alles in Ordnung, sagt er.
36:55Ich würde es gern von ihm selbst hören.
36:59Also, warum?
37:01Darf ich mich setzen?
37:04Sie haben recht gehabt.
37:08Man wollte mir den Mord anhängen.
37:10Die war noch nicht zimperlich.
37:13Wollte mich überrumpeln.
37:15Aber ich habe es durchgestanden.
37:19Ich bin Sie auch nicht gewesen.
37:21Und was ist...
37:23Was ist mit meinem Sohn?
37:26Ihren Sohn hat niemand gesehen.
37:28Keiner kann ihn beschreiben.
37:32Ich glaube, der ist raus aus der Gefahrenzone.
37:37Völlig raus.
37:42Sie haben Ihre Stellung.
37:49Ein Bekannter von mir stellt Sie ein.
37:52Sie können nächste Woche anfangen.
38:04Kann ich mal telefonieren?
38:06Ich bin da drüben.
38:26Ja?
38:28Amelie, ich bin's.
38:31Du, ich habe eine Nachricht.
38:33Diesmal eine sehr gute.
38:37Ich habe eine neue Stellung gefunden.
38:40Großartig.
38:41Das ist ja großartig.
38:42Was für eine Stellung ist es denn?
38:44Wann fängst du an?
38:46Montag.
38:47Nächsten Montag.
38:50Ich wollte nur sagen,
38:51ich komme erst morgen zurück.
38:53Morgen Abend.
38:56Nein, das kann ich dir jetzt nicht sagen.
38:58Nicht am Telefon.
39:01Ja.
39:03Also dann.
39:05Und, äh...
39:06Amelie.
39:09Ich liebe dich.
39:12Vergiss das nicht, ja?
39:15Ja.
39:21Ich danke Ihnen.
39:25Warten wir es erst mal ab.
39:28Ist die Polizei denn fertig mit Ihnen?
39:30Ich muss heute noch mal hin.
39:32Jetzt.
39:35Aber...
39:35Uns kann ja nichts mehr passieren.
39:39Ja, Mama, er hat recht.
39:41Uns kann nichts mehr passieren.
39:58Wir sind zu weit.
40:02Ja.
40:04Danke.
40:06Guten Morgen, Herr Sassner.
40:08Guten Morgen.
40:09Ich soll etwas unterschreiben?
40:11Ja, ja.
40:11Ihre Aussagen.
40:15Nehmen Sie Platz.
40:17Danke.
40:20So.
40:23Ja, jetzt lesen Sie sich das bitte mal ganz genau durch
40:26und unterschreiben Sie.
40:27Ja, das mache ich.
40:29Sie lassen mich aber nicht mehr an die Wand drücken, ja?
40:32Oh, entschuldigen Sie, warum wäre grob zu Ihnen?
40:35Das tut mir leid, aber immerhin.
40:37Sie standen unter Mordverdacht, nicht?
40:39Ja, das wär's dann.
40:43Ja, das kann ich sehr gut verstehen.
40:45Zufrieden?
40:47Sie sind heute ganz gut drauf, was?
40:49Ja, einigermaßen.
40:51Schon, weil ich das da los bin.
40:53Naja, das kann ich sehr gut verstehen.
40:54Gestern, da sagten Sie noch, meine Seele geht zu Fuß.
40:57Das, äh, hab ich mir gemerkt.
40:59Das ist ein rückiger Ausdruck.
41:01Heute, da hat Ihre Seele Flügel, nicht?
41:06Ja, sehr wichtig.
41:08Na gut, wir werden vielleicht noch die eine oder andere Frage an Sie haben.
41:12Also, wir müssen natürlich wissen, wo wir Sie erreichen können.
41:14Bleiben Sie in München?
41:15Ja, natürlich bleibe ich in München, ja.
41:17In der Pension, da?
41:19Nein, da nicht. Da ganz bestimmt nicht.
41:21Na gut, dann sagen Sie uns, wo wir Sie erreichen können.
41:25Also, kann ich gehen?
41:26Sie können gehen, ja.
41:36Ja, dann, schönen Tag noch, nicht?
41:39Ja.
41:41Was ist mit dem passiert?
41:44Ist das?
41:46Das ist ein ganz anderer Moment.
41:50Moment mal.
41:51Wir haben doch seine Telefonnummer von Wasserburg.
41:53Ich ruf mal seine Frau an.
42:03Bist du es noch mal?
42:04Du hast aufgelegt.
42:05Ich wollte dich noch so viel fragen.
42:07Frau Sassner?
42:09Ja, wer ist denn da?
42:12Mein Name ist Derek.
42:13Ich habe gerade mit Ihrem Mann gesprochen.
42:16Wie können Sie uns sagen, wo ich ihn erreichen kann?
42:18Meinen Mann?
42:20Ja, das weiß ich selbst nicht.
42:21Er hat mich heute Morgen angerufen, dass er eine Stellung gefunden hat.
42:25Haben Sie etwas damit zu tun?
42:28Ja, ja, in gewisser Weise.
42:30Ich danke Ihnen, Frau Sassner.
42:32Ich rufe Sie dann noch einmal an, ja?
42:35Danke.
42:37Ach, der hat eine Stellung gefunden.
42:40Wie spät ist es jetzt?
42:42Elf.
42:43Dann hat er in zwei, drei Stunden eher weniger,
42:46hat er eine Stellung gefunden und erzählt es uns nicht.
42:51Ich rufe ihn mal in der Pension an.
43:04Nein, sein Koffer ist noch da.
43:09Wir kriegen nichts zu tun, was?
43:13Wenn Sie wegen Nummer 17 kommen,
43:15vor fünf Minuten hat er seinen Koffer abgeholt und ist weg.
43:17Hat er gesagt, wohin?
43:19Hat er nicht.
43:20Ist er abgeholt worden?
43:22Nein, nein.
43:22Ich habe ihm ein Taxi gerufen.
43:24Ein Taxi?
43:25Der fährt nur noch ein Taxi durch die Gegend.
43:28Sie haben doch das Taxi bestellt, wahrscheinlich telefonisch.
43:31Dann rufen Sie mal an.
43:32Ich will wissen, wo Ihnen das Taxi fährt.
43:36587, kommen.
43:39587.
43:41Wohin fahren Sie, 587?
43:43Wohnzimmer 5, dann ist was.
43:45Da war eine Anfrage.
43:46Danke.
43:47Danke.
43:50Das ist eine Anfrage gewesen.
43:52Wieso eine Anfrage?
43:53Was weiß ich?
43:56Können Sie da mal nachfragen?
44:00587 für Zentrale.
44:02587, kommen.
44:04Ihr wolltet wissen, wohin ich fahre.
44:06Warum?
44:07Hat sich erledigt.
44:08Braucht Sie mich zu interessieren.
44:09Richtig.
44:13Sie haben es gehört?
44:14Ja, ich habe es gehört.
44:17Wissen Sie, es geht nämlich keinem was an, wohin ich fahre.
44:20Ich gehe nicht.
44:30Ich gehe nicht.
44:32Was hat sich...
44:33Was hat mich?
44:36Ich gehe nicht.
44:37Das war's.
44:42Ich gehe nicht.
44:44Ich gehe nicht.
44:44Das war's.
44:49Das war's.
44:50Das war's.
44:52Bei der Polizei ist alles bestens gelaufen.
44:55Von da aus droht keine Gefahr.
44:58Und aus der Pension bin ich auch rausgezogen.
45:01Ich hätte ja keine Nacht mehr ruhig schlafen können.
45:03Sie werden sich sofort ein anderes Hotel suchen.
45:07Eines, das Sie sich gerade noch leisten können.
45:11Ich kann mir gar keins mehr leisten.
45:14Ich werde Ihnen Geld geben. Eine kleine Summe.
45:18Sie dürfen keinen Aufwand treiben, verstehen Sie?
45:22Sie suchen immer noch eine Stellung.
45:25Und noch etwas.
45:29Vergessen Sie dieses Haus.
45:31Vergessen Sie mich.
45:33Vergessen Sie meinen Sohn.
45:38Ja, aber ich muss Ihnen noch etwas sagen.
45:41Ich bin mit einem Funktaxi gekommen
45:43und während der Fahrt hat die Zentrale den Fahrer gefragt, wohin er fährt.
45:47Er hat es Ihnen gesagt. Er wusste ja, wohin ich will.
45:52Setzen Sie sich doch.
45:57Die Polizei ist vielleicht klüger, als Sie sich vorgestellt haben.
46:02Mama?
46:03Jetzt nicht.
46:05Welche Firmen haben Sie gestern aufgesucht?
46:07Nennen Sie mir die Adressen.
46:09Sagen Sie, mit wem Sie gesprochen haben.
46:11Bertel, du fährst Herrn Sassner dann in die Stadt zurück
46:14und wartest auf mich im Büro.
46:17Also, wo waren Sie gestern?
46:21Böchner.
46:36Ich bin mit dem Rabbot.
46:37Es ist alles gut.
46:41Ich habe mich gerade in die Stadt.
46:42Ich habe diese N원�zeit.
46:43Ich habe nachher Hohen.
46:44Ich habe mich gerade mal gelandet.
46:44Ich habe mich gerade auf dem Schwanes Kισko.
46:46Ich habe mich gerade auf dem Schwanes.
46:48Ich habe mich gerade auf das Glas.
47:00Zwei Herren von der Kriminalpolizei sind da.
47:04Guten Tag.
47:05Guten Tag, guten Tag.
47:07Maria, dieser Brief müsste noch zur Post, ja?
47:11Und noch etwas.
47:12Entschuldigen Sie bitte.
47:18Maria, rufen Sie sofort meinen Sohn in der Firma an, ja?
47:22Er soll nicht vorabends nach Hause kommen.
47:31Entschuldigen Sie bitte, wir mussten noch etwas bestellen, bevor die Geschäfte schließen.
47:35Bitte nehmen Sie doch Platz.
47:37Danke sehr.
47:38Das ist der Klein, mein Name ist Derek.
47:41Mordkommission.
47:45Mordkommission.
47:48Worum geht es?
47:50Kennen Sie Herrn Sassner?
47:53Ja.
47:55Das ist dieser Mann, der aus Wasserburg nach München gekommen ist, um sich hier eine Stellung zu suchen.
48:01Woher, woher kennen Sie ihn eigentlich?
48:04Ich traf ihn in so einem großen Bürogebäude.
48:08Er dachte, ich kenne mich da aus und fragte mich nach einer Firma.
48:13Er hatte so eine Anzeige in der Hand.
48:17Er machte einen sehr unglücklichen und verwirrten Eindruck.
48:21Also habe ich mich ein bisschen mit ihm unterhalten.
48:26Er hat mir sofort sein ganzes Leben erzählt.
48:28Seine Probleme und...
48:31Naja, Sie kennen das ja.
48:33Er hat mir leid getan.
48:37Also habe ich ihm gesagt, besuchen Sie mich doch mal.
48:40Vielleicht kann ich Ihnen helfen.
48:42Was, er war hier?
48:43Hier in Ihrem Haus?
48:45Ja, schon heute Morgen.
48:48Dabei erzählte er mir, was in dieser Pension passiert ist.
48:54Ein Mord oder ein Unfall?
48:58War Herr Sassner nicht schon heute Morgen auch bei Ihnen?
49:05Woher wissen Sie das?
49:06Er war danach noch einmal hier.
49:09Ich konnte ihm helfen.
49:11Ein Bekannter von mir.
49:13Dr. Reis.
49:15Werkzeugmaschinen.
49:16Der wird ihn einstellen.
49:20Kann ich Ihnen sonst irgendwie helfen?
49:24Sagen Sie, dieses Foto da auf der Kommode, ist das Ihr Sohn?
49:31Ja.
49:32Naja, in der Pension, in der Sassner wohnte,
49:35da ist eine Prostituierte durch eine Misshandlung umgekommen.
49:39Und da war...
49:39Das hat die...
49:40Sassner hat Ihnen das längst erzählt, nicht wahr?
49:42Das Ganze hat ihn natürlich sehr erschüttert.
49:47Das passiert schließlich im Zimmer nebenan.
49:50Ja.
49:51Und dann war es ein junges Mädchen.
49:53Naja, Prostituierte...
49:55Ein Mensch ist umgekommen.
49:57Das ist immer schlimm.
50:01Weißt du, sie ist sicher eine ganz interessante Frau.
50:04Sehr willensstark.
50:05Aber sie hat diesen Willen ganz nach innen gekehrt,
50:09wie in einer Verteidigungshaltung.
50:10Ja, aber Verteidigungshaltung...
50:13Heute schon fast normal.
50:15Steffen, hier steht,
50:16die Frau Holzinger lebt allein zusammen mit ihrem Sohn.
50:19Und der ist vorbestraft.
50:32Berthold,
50:33der Kommissar möchte dich gerne kennenlernen.
50:36Guten Tag.
50:37Guten Tag.
50:38Warum er dich sprechen will, das weiß ich nicht.
50:41Du bist sicher genauso neugierig wie ich.
50:44Ja?
50:44Worum geht es?
50:48Sassner.
50:49Kennen Sie Herrn Sassner?
50:54Das...
50:55Das ist doch der Mann, dem meine Mutter geholfen hat.
50:58Sie hat ihn in der Stadt getroffen, als er...
51:01Ja, wie war das noch?
51:03Du hast ihn in einem Bürogebäude getroffen.
51:05Er fragte dich was.
51:08Was fragt er...
51:08Der Kommissar weiß bescheid.
51:10Ich habe ihm schon alles erzählt.
51:12Noch irgendwas, womit ich ihm helfen kann?
51:14Nein, danke.
51:16Dann kann ich ja wieder gehen.
51:17Sie können gehen.
51:20Wiedersehen.
51:26Wir kennen den Strafregisterauszug Ihres Sohnes.
51:30Kennen Sie ihn auch?
51:32Ja, ich kenne ihn auch.
51:35Ein Unfall mit seinem Wagen.
51:38Vor ungefähr einem halben Jahr.
51:41Mit Fahrerflucht.
51:44Und in Begleitung einer Prostituierten.
51:52Und was soll das bedeuten?
51:54Nee, ja, zunächst einmal, dass Ihr Sohn mit Prostituierten verkehrt.
52:00Wenn Sie Ihren Sohn beschreiben müssten, wie würden Sie ihn schildern?
52:07Manchmal vielleicht etwas unbeherrscht.
52:11Aber das sind viele Menschen.
52:14Mhm.
52:16Verdächtigen Sie meinen Sohn.
52:17Aber ich bitte Sie.
52:19Ein Mord ist immer das Ende einer Geschichte.
52:22Wir müssen jetzt diesen Mord aufklären.
52:24Das ist bitter genug.
52:25Aber wir müssen auch die richtige Geschichte finden.
52:27Es werden ja so viele Geschichten angeboten.
52:30Jetzt muss man wissen, wie war es denn nun eigentlich?
52:32War es so oder war es so?
52:36Sie bemühen Ihre Fantasie.
52:38Oh, ja, die bemühe ich, ja.
52:41Und was sagt Ihnen Ihre Fantasie?
52:43Dass Ihr Sohn eine Prostituierte besucht hat.
52:46In einer Pension?
52:48In einer Pension.
52:50Er hat sie misshandelt.
52:51Er hat sie getötet.
52:56Und weiter?
52:58Na, hier im Nebenzimmer wohnte ja Herr Sassner, nicht wahr?
53:00Er wurde Zeuge oder sogar wurde er Mitwisser dieser Tat.
53:05Und Ihr Sohn?
53:07Ja, der erkaufte sich sein Schweigen.
53:09Das haben Sie ja übrigens auch getan.
53:11Sie haben ihm eine Stellung besorgt.
53:13Ja, das muss eine gute Stellung gewesen sein.
53:16Der war selten so fröhlich.
53:18Aber von heute auf morgen war das ein ganz anderer Mensch.
53:22Das ist wirklich eine fantastische Geschichte.
53:26Aber ich frage mich jetzt, was geht Ihnen vor, die man zur Mitwisserin gemacht hat?
53:32Und auf diese Weise an dem Mord immerhin doch ein bisschen beteiligt hat?
53:39Ja, ja, natürlich.
53:40Sie nehmen das auf sich.
53:42Das ist klar.
53:44Weil Ihr Sohn der Mörder ist.
53:50Ist Ihre Geschichte zu Ende?
53:52Ja, meine Geschichte ist zu Ende.
53:55Ich verabschiede mich.
54:04Dorthin, bitte.
54:05Danke.
54:07Ja, okay.
54:08Auch nichts, das genau passiert.
54:20So, wir nehmen jetzt Ihre Fingerabdrücke.
54:23Was, meine Fingerabdrücke?
54:25Treten Sie bitte einen Schritt zurück und geben Sie mir Ihre rechte Hand.
54:49Sie kennen doch Herrn Holzinger.
54:51Herr Sassner, wir wollen von Ihnen wissen, wann und wo Sie ihn kennengelernt haben.
54:55Wir haben eine Menge Abdrücke, die wir jetzt mit Ihren Abdrücken vergleichen werden.
55:10Ich habe es Ihnen gesagt.
55:11Ich habe Herrn Holzinger nur einmal gesehen.
55:14Zu Hause bei seiner Mutter.
55:15Das haben Sie gesagt.
55:18Aber es stimmt nicht.
55:22Sie können sich abwischen.
55:38Wir haben Abdrücke gefunden.
55:41Nein, nein, nein, nein.
55:43Nicht im Mordzimmer.
55:44Da war alles säuberlich weggewischt.
55:45Da war ja gar nichts mehr zu finden.
55:48Aber Sie haben etwas vergessen.
55:50Das Badezimmer.
55:57Sie haben gesagt, Sie waren nie in dieser Pension.
56:00Im Badezimmer wurden Fingerabdrücke gefunden.
56:03Und wenn diese Fingerabdrücke mit den Nieren übereinstimmen,
56:07dann kann ich zu Ihnen sagen,
56:08Sie waren in der Mordnacht in dieser Pension,
56:10in der die Prostituierte umgebracht wurde.
56:26Das stimmt mit den linken Daumen überein.
56:33Die Abdrücke aus dem Badezimmer sind mit Ihnen identisch.
56:38Sie waren in der Mordnacht in der Pension
56:40und Sie haben das Mädchen umgebracht.
56:43Ich nehme Sie fest.
56:48Herr Sassner, ich beschuldige Sie der Erpressung
56:51und der wissentlichen Falschaussage.
56:55Meine Frau,
56:59ich habe doch nur meine Chance gesucht.
57:01Ich habe doch nur meine Chance gesucht.
57:34Ich habe doch nur meine Chance gesucht.
57:39Meine Frau ist etwas schluss large,
57:4734 Euro und Münch noch einmal auf dem Kohlwerbbergen.
57:47world mit Ihnen etwas Falschaussage.
57:54Mit der Wisserschöne?
58:02Bis zum nächsten Mal.
58:26Bis zum nächsten Mal.
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