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  • vor 6 Wochen
Mitten in der Nacht wird Alexander Stollbach mit einem Brieföffner erstochen. Buchhalter Peter Grashoff verrät Kommissar Siska, dass sein Chef einen größeren Geldbetrag abgehoben hatte. Ist Raubmord das Tatmotiv? Und welche Rolle spielen Grashoffs Schwester Sonja und ihr Mann? Der Hauptkommissar und seine beiden Kollegen geraten immer mehr in einen Strudel von Täuschungen. (Text: Premiere)

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Transkript
00:08Musik
00:42Wo sind Sie?
00:44Im hinteren Raum.
01:00So, da geht's hin.
01:04Venedig.
01:04Ja, ja.
01:05Schau hier.
01:06Das ist unser Hotel.
01:08Ich kenn das selbst nicht, aber man sagt, da hat man den besten Blick über die ganze Laguna.
01:12Ingo, ist das nicht ein bisschen voreilig?
01:15Ist dann nur ein Wochenende anklärt.
01:17Unser erstes Gemeinsames.
01:22Wart ihr schon beim Händchen halten oder gibt's das erst zum Nachtisch?
01:25Alexa, na?
01:27Was willst du?
01:30Einfach nur mal wissen, wie mein Nachfolger aussieht.
01:35Ja, das hat sich dann ja hiermit erledigt.
01:37Schönen guten Abend.
01:43Venedig.
01:45Was dagegen?
01:46Warum sollte ich?
01:48Mit mir wär's Paris gewesen.
01:50Wir würden dann wirklich gern bestellen.
01:54Ich wünsche euch noch einen unvergesslichen Abend.
02:07Es bleibt dabei.
02:09Geht klar.
02:23Hier können Sie nicht parken. Hier ist Halteverbot. Bitte fahren Sie weiter.
02:33Schönen guten Abend, Herr Stolbach.
02:34Guten Abend.
02:36Hallo.
02:37Schönen Abend noch.
02:40Vielen Dank.
02:43Ich bin froh.
02:45Ich bin froh.
02:47Ich bin froh.
02:49Ich bin froh.
02:51Ich bin froh.
02:52Ich bin froh.
03:00Ja, sowas.
03:01Dich gibt's noch?
03:03Sagen Sie's noch....
03:05Bring mir mal ne Flasche, aber eine von den richtigen.
03:08Wird gemacht.
03:10Wir machen Platz hier, komm, los.
03:14Herzlichen.
03:16Flaschen-Shamoos.
03:35Also abgemacht, ja? Übermorgen Venedig.
03:38Ja.
03:40Ich bin sehr glücklich, weißt du das?
03:43Ich auch.
03:55Gute Nacht.
04:13Ich bin sehr glücklich, ich bin sehr glücklich.
04:19Ich bin sehr glücklich, ich bin sehr glücklich.
04:27Wie schon.
04:38Alles für den Lieblingsgast.
04:51Hier brauchst du wieder Geld, was?
04:53Wenn du welches übrig hast.
04:56Wäre doch schade, wenn es nur so rumliegt.
05:08Das war's für den Lieblingsgast.
05:38Das war's für den Lieblingsgast.
06:17Das war's für den Lieblingsgast.
06:36Das war's für den Lieblingsgast.
06:47Das war's für den Lieblingsgast.
07:01Heute nicht.
07:10Du gehst schon?
07:11Ich muss nur ins Büro.
07:13Um die Zeit?
07:14Die Arbeit schläft nie.
07:21Das war's für den Lieblingsgast.
07:22Das war's für den Lieblingsgast.
07:26Das war's für den Lieblingsgast.
07:52Das war's für den Lieblingsgast.
07:55Das war's für den Lieblingsgast.
08:16Ich schläft euch nicht ein.
08:19Na ja, hatte gewettet, dass du das sagen würdest.
08:22Ich hatte gewettet, du sagst, Geburtstag hab ich nicht.
08:25Ja, ja, Geburtstag hab ich nicht.
08:27Ja, das hätte ich mir auch denken können.
08:30Das wird sicher etwas sein, was ich gar nicht brauchen kann.
08:33Doch, also da waren wir beide uns ausnahmsweise mal einig, Hane.
08:36Hä?
08:38Hey.
08:40Ein Jogginganzel, Babyblau.
08:42Ja, schön, ne?
08:43Die Größe müsste stimmen.
08:45Der Post?
08:45Du, ich seh' Sie schon elfen gleich über die Maximilianstraße, Joggenhane.
08:50Herzlichen Glückwunsch, übrigens.
08:53Ja, Siska?
08:56Ja.
08:57Gut, wir kommen sofort.
09:00Kennt einer von Ihnen eine Firma namens Stolbach Werkzeugbau?
09:03Nein.
09:04Der Inhaber wurde ermordet aufgefunden von seinem Buchhalter im Büro mit Messer in der Brust.
09:08Also, Schluss mit lustig.
09:09Komm an die Arbeit.
09:27Nein, nein, also heute wird auf keinen Fall gearbeitet.
09:30Wär ja auch wirklich schlechter als die.
09:32Sind Sie der Zuständige?
09:34Ja.
09:35Hauptkommissar Siska, wer sind Sie?
09:36Peter Grassoff.
09:37Der Buchhalter?
09:38Ja.
09:39Er arbeitet hier im Büro, ist ja kein allzu großer Betrieb.
09:41Und Sie haben Ihren Chefdote aufgefunden?
09:43Ja, vor einer halben Stunde ist das erste Mal, dass er vor mir da war.
09:47Sagen Sie, die Eingangstür war die auf, als Sie kamen?
09:51Nein, nein.
09:52Die war ordentlich im Schloss alles, ganz wie sich's gehört.
09:57Abgesehen davon natürlich.
10:04Morgen.
10:04Tag.
10:05Morgen, Siska.
10:06Haben Sie irgendetwas angefasst?
10:08Das hieß ich für überflüssig, ich fand der Anblick sprach für sich.
10:10Ziemlich schmal, die Waffe, hm?
10:12Das ist eigentlich sein Brieföffner.
10:14Er hat immer gern damit gespielt.
10:16Und, lässt sich schon was zum Zeitpunkt sagen?
10:18Es ist nicht lange her.
10:20Ich würde sagen, gerade mal fünf, sechs Stunden.
10:22Also erst nach Mitternacht.
10:24Kam Ihr Chef öfter mal so spät ins Büro?
10:26Ja, das ist mir neu.
10:28Ich kann nur sagen, wir sind gestern zur gleichen Zeit hier aus dem Büro so gegen 18 Uhr.
10:32War der Computer an, als Sie ihn fanden?
10:34Ja.
10:35Abdrücke auf der Tastatur?
10:37Nein.
10:37Nicht mal seine eigenen?
10:39Nein.
10:39Dann hat jemand abgewischt.
10:44Was sind denn das für Löcher hier an der Tür?
10:47Ach das.
10:48Hat sich sogar gegeben im Laufe der Zeit.
10:51Wie gesagt, er hat gern damit gespielt.
10:54Wer hat denn nicht geworfen?
10:56Es war seine liebste Beschäftigung.
10:58Es war ratsam, kräftig anzuklopfen, bevor man hier reinging.
11:02Wie liefen die Geschäfte?
11:05Passabe.
11:07Unsere Ware entspricht nicht dem gehobenen Anspruch, aber sie findet ihren Abnehmer.
11:10Unterm Strich sind wir im Plus.
11:12Befand sich eigentlich Bargeld in den Büro?
11:14Allerdings, soweit habe ich noch gar nicht nachgedacht.
11:17Gestern Nachmittag ging er zur Bank und hinterher kriegte ich mit, wie er da Geld reinlegte.
11:21Einen größeren Betrag?
11:23So, genau.
11:24Ließ er mich das nun wirklich nicht sehen, aber auf jeden Fall waren es Scheine.
11:27Gebündelt, zwei Finger dick.
11:29Wäre schön, wenn man da mal reingucken könnte.
11:31Zahlenschluss.
11:32Hat er die Kombination irgendwo hier hinterlegt?
11:35Nein, die hat er am Kopf.
11:37Und da bleibt sie jetzt wohl auch drin.
11:39Von diesem Computer wurden Dateien gelöscht.
11:41Letzte Nacht exakt 11.
11:44Zeitpunkt 1.27 Uhr.
11:46Gelöscht?
11:47Unwiderruflich?
11:48Es gibt Möglichkeiten.
11:50Restaurierung der Festplatte zum Beispiel.
11:53Also, ich könnte vielleicht...
11:55Nein, Hane, bitte nicht. Überlassen Sie das den Fachkräften, ja?
11:58Und den da, den lassen wir öffnen.
12:01Ist das hier sein Wohnungsschlüssel?
12:04Ja.
12:05Lebt er eigentlich allein?
12:08Ja.
12:09Hane?
12:13Der war in seinem Wagen.
12:15Er hat letzte Nacht falsch geparkt.
12:18Na ja, da wissen wir doch schon mal, dass um 23 Uhr die Hecklerstraße war.
12:22So leicht möchte man es öfter haben, hm?
12:24Hecklerstraße?
12:25Ja, sagt Ihnen das was?
12:26Club Femina.
12:28Ein Nachtclub?
12:29Ja, er ging da gern mal hin.
12:31Seine Vorstellung von Unterhaltung war noch recht unbedarft.
12:33Unbedarft.
12:36Kommen Sie rein.
12:39Um was geht's denn?
12:40Das dauert nicht lange. Nur ein paar Fragen zu einem Gast der letzte Nacht hier war.
12:44Toll, das waren ja höchstens ein paar hundert.
12:46Wir meinen einen Stammgast. Alexander Stolbach.
12:49Und was ist mit ihm?
12:51Er ist tot.
12:54Zu schnell gefahren?
12:55Kein Unfall. Ein Mord.
12:58Wie und wo?
13:00Moment, Moment. Lassen Sie uns doch erst mal ein paar Fragen stellen. Klar?
13:04Gut.
13:05Kam er alleine hierher?
13:06Ja.
13:07Ist er auch allein wieder gegangen?
13:09Ja.
13:10Haben Sie mit ihm gesprochen?
13:12Nur das übliche Hallo und Ciao.
13:14Hat sonst irgendjemand mit ihm gesprochen?
13:17Niemand.
13:17Wann hat er den Laden hier wieder verlassen?
13:20Das weiß ich nicht.
13:21Also er war allein hier und hat mit niemand gesprochen.
13:25Ja gut, dann müssen wir noch andere Gäste finden, die vielleicht noch mehr wissen.
13:28Ja, das wird ziemlich Wirbel machen.
13:30Oh ja.
13:31Ich denke, Dagmar ist mal kurz bei ihm gesessen.
13:33Wer ist Dagmar?
13:34Dagmar Schroth, die Dame vom Aushangfoto.
13:37Mit der klassischen Ausbildung.
13:38Ja sehen Sie, die würden wir jetzt zum Beispiel gerne mal sprechen.
13:41Wo können wir sie finden?
13:42Hier.
13:43Gut.
13:44Aber doch nicht jetzt gleich.
13:46Doch, jetzt gleich. Gibt's ein Problem?
13:48Ich muss sie wecken.
14:25Wer sind Sie?
14:28Guten Tag.
14:29Was wollen Sie?
14:31Polizei.
14:32Ich habe alle Papiere, was Sie brauchen.
14:34Nur heute nicht dabei.
14:37Darum geht's nicht.
14:38Ich komme wegen dem Mann, der hier wohnt, Herrn Stolberg.
14:42Der ist nicht da.
14:43Ich weiß, er liegt in seiner Firma.
14:45Er liegt?
14:46Er wurde letzte Nacht ermordet.
14:48Ach.
14:50Deswegen lag heute kein Geld da.
14:52Was?
14:53Wie bitte?
14:54Ich komme zweimal in der Woche.
14:57Geld liegt immer auf dem Tisch.
14:59Ich mache meine Arbeit, nehme das Geld und gehe wieder.
15:05Und fertig.
15:06Und heute morgen war kein Geld da, weil er letzte Nacht nicht hier war.
15:10Ich verstehe.
15:11Ja, schön Sie hier zu treffen, Frau.
15:14Malczik.
15:15Viktoria Malczik.
15:17Viktoria.
15:18Sie kannten Herrn Stolberg ja sicher ein bisschen besser.
15:21Nur seine Hände.
15:23Und das hat mir geniegt.
15:25Aber Sie können mir sicher sagen, was für eine Art Mensch er war.
15:30Was für ein Mensch?
15:33Das ist einfach.
15:35Er war widerwärtig.
15:38Widerwärtig.
15:41Ach, Sie kennen das Wort gar nicht?
15:43Doch, doch. Ich kenne das Wort.
15:46So, so. Tot ist er.
15:49Sachen gibt's.
15:50Das klingt ja nicht gerade erschüttert.
15:53Erschütterung.
15:54Das von meinem ersten Café.
15:55Sie machen mir Spaß.
15:57Sie kannten Herrn Stolberg näher?
15:59Wie kommen Sie denn darauf?
16:01Ja, Sie haben sich letzte Nacht zu ihm gesetzt.
16:04Ich setze mich öfter mal zu Leuten.
16:05Das gehört zu meinem Beruf.
16:06Aber Sie wussten schon, wer er war und was er machte.
16:09Er war ja nicht zum ersten Mal hier.
16:11Worüber haben Sie sich denn mit ihm unterhalten?
16:14Wir haben uns nicht unterhalten.
16:15Ah, nee. Sie auch nicht. Ist nicht wahr, oder?
16:17Ihm war nicht nach reden.
16:19War ihm denn noch was anderem?
16:22Nach was anderem. Das hätte ich gemerkt.
16:26Ich hatte das Gefühl, er wollte sich eher ablenken.
16:29Ärger im Geschäft vielleicht.
16:31Sonst wäre er ja hinterher nicht nochmal ins Büro gefahren.
16:35Er hat Ihnen gesagt, dass er nochmal ins Büro wollte?
16:40Nicht mir. Ihm.
16:45Milch und Zucker.
16:47Moment, Chef.
16:49Sie haben also nicht nur Hallo und Schau zueinander gesagt?
16:52Ja, also ein bisschen Smalltalk.
16:55Nun tun Sie mal nicht so, als ob das von Belang wäre.
16:58Herr Esser, das bedeutet, dass Sie wussten, wo er sich hinterher aufgehalten hat.
17:02Und der Personenkreis, der das wusste, der war ja wohl ziemlich begrenzt.
17:07Also, Herr Esser. Und das ist schon von Belang.
17:12Ich denke, wir werden uns wiedersehen.
17:22Ich habe nicht gerne für ihn gearbeitet. Aber ich kann mir das nicht aussuchen.
17:27Die Angelegenheit war für mich einfach.
17:30Stolmach rein.
17:32Malte Graus.
17:33Fertig.
17:34Keine Probleme.
17:35Aber Anke.
17:36Viele Probleme.
17:38Anke, wer ist das?
17:39Seine Freundin.
17:41Wer hat eine Freundin?
17:42Gewesene Freundin.
17:43Gott sei Dank.
17:44Sie ist weg.
17:46Er hat Ihnen immer nur wehgetan.
17:49Und deshalb ist sie weg.
17:50Wann?
17:52Vor zwei, drei, vier Wochen vielleicht.
17:56Anke.
17:57Kennen Sie ja Nachnamen.
18:00Weiß nicht.
18:01Aber steht bestimmt auf dem Tisch in seinem Adressenbuch.
18:10Nur, was ich noch fragen möchte.
18:12Wie hat man ihn denn eigentlich umgebracht?
18:17Er wurde erstochen.
18:19Erstochen?
18:21Dann war es Leidenschaft.
18:25Leidenschaft?
18:26Das ist einfach.
18:28Erschießen, das ist was Kaltes.
18:30Aber Erstechen, das ist Leidenschaft.
18:35Frau Malczyk.
18:38Na bestimmt.
18:39Hier, schauen Sie mal.
18:41Anke Gärtner.
18:42Er hat Sie ausgestrichen.
18:44Wo? Hier.
18:45Na ja, gut.
18:46Aber dahinter hat er sich dann doch fein säuberlich die neue Anschrift notiert.
18:49Ein Mann der starken Gefühlerbe.
18:51Das wussten wir ja schon.
18:53Weidenfeldstraße 5, das kommt mit ins Programm.
18:55Also die Wiederherstellung des Computers dauert noch, aber der Safe konnte schon mal geöffnet werden.
18:59Und? Lea?
19:00Lea.
19:02Ich habe bei seiner Bank nachgefragt. Stolbach hat gestern Nachmittag 20.000 abgehoben in bar.
19:06Ja, also verschwand das Geld im Laufe der letzten Nacht.
19:10Und noch was Interessantes.
19:12Laut Spurensicherung wurden in einem Raum bei drei Gegenständen die Fingerabdrücke abgewischt.
19:16An der Tastatur, an der Tatwaffe und an der Türklinke.
19:21Nicht am Safe.
19:22Da waren noch alle Abdrücke erhalten und die stammten ausschließlich von Stolbach selbst.
19:26Logischerweise heißt das, dass der Stolbach persönlich die 20.000 herausgeholt und den Safe wieder zugemacht hat.
19:34Gut, bevor wir jetzt weiter so tatenlos hier rumsitzen, fahren wir schon mal zu seiner Ex.
19:39So, Hane und Sie probieren endlich mal diesen Jogginganzug an, bevor die Umtauschfrist abläuft.
19:44Ja, ja, ja, unbedingt. Später. Ich fahre jetzt besser nochmal in die Firma und sichte den Schriftverkehr.
20:04Was ist passiert?
20:06Ich dachte, wenn jemand das weiß, dann Sie.
20:10Ich weiß nichts.
20:12Was ist passiert?
20:14Ich habe ihn gefunden.
20:17Heute früh. Erstochen.
20:19Das ist alles, was ich Ihnen sagen kann.
20:22Wirklich?
20:24Wirklich.
20:28Wirklich!
20:33Wirklich!
20:35Wirklich!
20:46Wirklich!
20:49Wirklich!
20:49Wirklich!
20:52Wirklich!
21:03Ich sehe niemanden, der Gärtner heißt.
21:05Dafür sehe ich jemanden, der Anke heißt.
21:08Guten Tag!
21:10Guten Tag!
21:11Anke Gärtner.
21:12Ja, das bin ich. Und wer sind Sie?
21:15Es ist Gagripo München, mein Kollege Bender. Ist das Ihre Wohnadresse?
21:19Ja, ich schlafe im Hinterzimmer als Übergangslösung.
21:22Ich bin vor ein paar Wochen woanders ausgezogen.
21:24Das ist uns bekannt. Sie waren mit Alexander Stolbach befreundet, nicht wahr?
21:28Ja, schon. Aber über seine Geschäfte, da weiß ich nichts.
21:32Die interessieren uns auch nicht. Alexander Stolbach wurde letzte Nacht ermordet.
21:40Von wem denn?
21:41Ja, das versuchen wir rauszufinden.
21:43Tja, da weiß ich aber nicht, warum Sie zu mir kommen. Ich habe den Kontakt längst abgebrochen.
21:47Ja, ein paar Wochen sind nicht längst.
21:50So oder so, es war vorbei. Also, was wollen Sie?
21:53Die üblichen Fragen stellen.
21:55Zum Beispiel?
21:56Ja, wie haben Sie ihn denn kennengelernt?
21:58Das war in einer unserer anderen Filialen. Ich habe dort ausgeholfen und er war Kunde.
22:02Und Sie gingen ein Verhältnis mit ihm an?
22:04Ja, wenn Sie es so nennen wollen. Ich bin auf ihn reingefallen.
22:08Inwiefern reingefallen?
22:09Ich war dumm und er gab sich so charmant.
22:12Er hat gesagt, ich sei so anders als all die Leute, die er sonst noch kennt.
22:15Und er wolle alles für mich tun.
22:18Und wieso soll ich irgendwo Miete zahlen, wo er doch so eine schöne Wohnung hat?
22:22Also bin ich bei ihm eingezogen. Ich dachte, er wollte mich als Freundin.
22:26Und, das wollte er nicht?
22:28Nein, er wollte mich als Eigentum. Als eine Art Spielzeug.
22:33Wissen Sie, Alexander war völlig unfähig, auf andere Menschen einzugehen.
22:37Seine Vorstellung war, er gibt ihnen Geld und dafür gehören sie ihm.
22:41Er hat mich mit Geschenken eingedeckt.
22:43Aber dafür wollte er mir kein Recht mehr lassen auf mein eigenes Leben.
22:46Goldener Käfig.
22:47Ja.
22:48Meine Freiheit war mir lieber.
22:50Ich hielt es gerade mal ein Vierteljahr aus.
22:51Dann war mir klar, dass ich das nicht ertrage.
22:54Sind Sie im Streit auseinandergegangen?
22:57Ich bin heimlich gegangen und habe ihm nur einen Brief dagelassen.
23:01Tja, es tut mir leid, dass ich Ihnen weiter nicht helfen kann.
23:05Wie gesagt, seine ganzen Geschäfte waren mir fremd.
23:10Sie scheinen davon auszugehen, dass sein Tod etwas mit seinen Geschäften zu tun hat.
23:15Warum?
23:16Naja, seine Firma kam mir ziemlich schäbig vor.
23:19Und trotzdem hat er immer Geld.
23:20Ich fand das seltsam.
23:22Ja, wir auch.
23:24Ach, können Sie mir noch Ihre Nummer geben?
23:25Für alle Fälle.
23:27Ach ja, ich kann sie mir nie merken.
23:30Hier, schreiben Sie es ab.
23:31Oh, ganz neues Modell.
23:34Mit Digitalkamera.
23:37Auch so ein Geschenk von Ihnen?
23:38Natürlich.
23:39Wird ich es bloß bei ihm liegen lassen.
23:42Was war es dann?
23:43Eine Frage noch.
23:45Haben Sie ihn nach der Trennung noch mal getroffen?
23:49Gestern Abend.
23:49Ach, und wo?
23:52In einem Lokal.
23:53Ich war da mit meinem jetzigen Freund.
23:55Alexander kam vorbei, grüßte kurz und ging dann wieder.
23:58Wie heißt das Lokal?
23:59Wie heißt Ihr Freund?
24:01Es kann doch nicht so wichtig sein.
24:04Es kann aber auch nicht schaden.
24:08Gut, schaden kann es mit Sicherheit nicht.
24:10Aber wollen Sie da wirklich gleich heute noch reden?
24:11Ja, ist mir lieber so.
24:13Da können wir es abhaken.
24:14Haben Sie einen Namen notiert?
24:16Ingo Stalitz.
24:18Naja, ist kein großer Unweg.
24:20Ja, Hane?
24:20Ich sichtige hier gerade Stolbachs private Papiere.
24:24Ja, und war es vom Belang dabei?
24:25Ich denke schon.
24:27Diese Dame aus dem Nachtclub, die ihn nicht näher kannte, heißt die Dagmar Schoth?
24:32Ja, richtig.
24:33Also dafür, dass sie ihn nicht näher kannte, hat sie ganz schön viel Geld von ihm gekriegt.
24:37Ach, und das lässt sich belegen?
24:38Ja, Stolbach hat Mehrfachzahlungen an Sie geleistet in einer Höhe von 5.000, 6.000, 7.000.
24:44Die letzte vor ein paar Monaten.
24:46Na prima, dann weiß ich ja, wo mein Feuerabend bleibt.
24:49Danke, Hane, bis später.
24:50So, wir müssen uns trennen.
24:52Sie gehen zum Stalitz und ich muss mal zu dem Nachtclub fahren.
24:54Oh, andersrum wär's mir lieber.
24:57Ja, das kann ich mir denken.
24:58Aber glauben Sie mir, so werden Sie mit Sicherheit weniger abgelenkt.
25:03Dann viel Spaß.
25:05Danke, Ihnen auch.
25:19Wollt ihr zu mir?
25:21Herr Starnitz?
25:22Ja?
25:23Bender, Kripo München.
25:25Ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen.
25:28Ja, worum geht's?
25:29Vielleicht besser nicht in Ihrem Treffenhaus.
25:33Ja.
25:40Sie sind befreundet mit Anke Gärtner?
25:43Ja.
25:44Sie wissen, dass Sie vorher einen abendem Freund hatte?
25:47Ja, diesen Alexander, ja, Alexander Stolbach.
25:51Sie kennen ihn?
25:53Nein.
25:54Nein?
25:55Nein.
25:56Ihre Freundin sagt, Sie hätten ihn gestern gesehen.
25:59Ja, also kennen, ja, das war ein oberflächlicher Eindruck, ja?
26:04Ja, was für einen Eindruck hatten Sie denn von ihm?
26:07Ja, eigentlich war er mir, er war mir unsympathisch.
26:10Ich meine, ich wusste auch eine Menge über ihn von Anke.
26:12Warum fragen Sie?
26:15Er wurde letzte Nacht ermordet.
26:18Aha.
26:20Auch ein Glas Wasser?
26:22Danke, nein.
26:24Ja, also, ich habe da jetzt keinen persönlichen Bezug gemacht.
26:26Er war ein Fremder und jetzt lebt er eben nicht mehr.
26:29Sie haben Frau Gärtner erst kennengelernt, als sie sich von Herrn Stolbach getrennt hatte?
26:34Ja.
26:35Wie?
26:36Sie kam zu mir ins Geschäft.
26:38Möbel aus schöner Wohnen, ich machte Beratung und Verkauf.
26:40Anke brauchte dringend ein neues Bett.
26:42Und Kundendienst war gerade keiner da, da habe ich sie geliefert.
26:46Sie erzählte mir, warum sie ausgezogen war und warum sie das Bett brauchte.
26:50Und da ergab sich dann mehr draus.
26:53Ja.
26:54Sind jetzt richtig viel zu sagen.
26:57Aber wir wollen erstmal nichts überstürzen.
26:59Ich meine, ich verstehe, dass sie erstmal wieder Luft holen muss.
27:02Das heißt wohl, Sie haben die letzte Nacht nicht gemeinsam verbracht?
27:06Nein.
27:09Was haben Sie denn letzte Nacht noch so gemacht?
27:12Also nach dem Essen fuhr ich Ankerheim und dann kam ich gleich hierher.
27:16Und wie viel Uhr war das?
27:18Gegen elf.
27:20Und den Rest der Nacht waren Sie dann hier?
27:23Ja.
27:24Tja.
27:25Das wär's dann.
27:27Danke.
27:31Was ist das?
27:32Bitte?
27:34Na, die Kette.
27:34Sie wurde rausgerissen.
27:36Die Splitter sind frisch.
27:37Ach so, äh.
27:38Das war heute früh, als ich aus dem Haus ging.
27:40Ich hab mit voller Wucht die Tür aufgerissen und völlig vergessen, dass die Kette noch vorgelegt war.
27:44Ach so.
27:49Ich würde das nicht schaffen.
27:51Mein Gott, das war so ein billiges Ding.
27:55Man könnte fast meinen, da hat jemand die Tür eingetreten.
27:58Von außen.
27:59Mit Gewalt.
28:01Ja, ich sag das nur, falls Sie sich Ihre Geschichte nochmal überlegen wollen.
28:07Polizisten sind von Natur aus misstrauisch, was?
28:10Meistens haben Sie auch Grund dazu.
28:21Guten Abend.
28:26Ah, sind Sie diesmal privat hier?
28:29Nee, nee, fangen Sie auf.
28:30Die Preise kann ich mir nicht leisten hier.
28:32Sagen Sie, wie ist der Start des Hauses zu sprechen?
28:34Ah, das ist jetzt schlecht.
28:35Sie bereitet sich gerade auf Ihren ersten Auftritt vor und braucht Ihre volle Konzentration.
28:39Na, das ist doch wunderbar.
28:41Würde ich gerne mal ausnutzen, dass Sie voll konzentriert ist.
28:43Wo ist sie denn?
28:45Kommen Sie mit.
28:55Besuch für dich.
28:57Abend.
28:58Sie schon wieder?
28:59Ja, ich kann mich kurz fassen.
29:00Ich hätte Sie gerne mit dabei.
29:02Ich denke mal, Sie beiden haben keine Geheimnisse von Ihnen.
29:04Woher denn?
29:05Ja, sehen Sie.
29:07Sie bleiben dabei, dass Sie Alexander Stollbach nicht mehr kannten?
29:10Natürlich bleibe ich dabei.
29:13Frau Schroth, wir wissen Bescheid über seine Zahlungen an Sie.
29:16Ah ja.
29:17Das waren, ich würde mal sagen, Anerkennungshonorare.
29:21Anerkennung? Wofür?
29:23Du lieber Himmel.
29:25Raten Sie mal.
29:26Dafür, dass er mir immer wieder Gesellschaft geleistet hat.
29:29Hier darf man dann auftreten.
29:31Mit Nähe kennen hat sowas nun wirklich nichts zu tun.
29:33In solchen Fällen denkt man einfach an die Rente und macht die Augen zu.
29:36Na gut, aber 5, 6, 7 Tauten finde ich reichlich hochgegriffen für ein bisschen Gesellschaft.
29:40Finden Sie nicht?
29:42Das war auch mehr als ein bisschen Gesellschaft.
29:44Du bist dran.
29:46Na schön.
29:47Stollbach hat der Club gefallen und er hat hier öfter mal große Feste gefeiert mit allem Zubehör.
29:53Die Zahlungen ließ er dann über Dagmar laufen.
29:56Ach so.
29:57Und warum wurden die Zahlungen dann eingestellt?
30:00Das wissen Sie doch garantiert schon längst.
30:02Ich will es aber von Ihnen hören.
30:05Er hat jemanden kennengelernt.
30:07Eine Ziegenheims Anke.
30:08Die hat ihn voll beansprucht.
30:10Und seitdem war er nicht mehr hier?
30:11Doch, einmal.
30:13Allein?
30:14Mit ihr.
30:15Er wollte Sie vorzeigen.
30:16Einmal und nie wieder?
30:18Na ja, Sie waren nicht der Typ für hier.
30:21Sie war die verklemmte Sorte Marke zarte Unschuld.
30:24Das haben wir derzeit nicht im Programm.
30:25Na ja, so, jetzt entschuldigen Sie mich.
30:29Alles klar, schönen Abend hier.
30:37Sie beliefern öfter das Ausland.
30:39Sehe ich das richtig?
30:40Der inländische Markt ist dicht.
30:43Die Kundschaft hier hat einen überzogenen Anspruch an die Qualität.
30:48Dieses Halsweh, das hatten Sie heute Morgen noch nicht?
30:50Das hat sich so ergeben.
30:52Es wäre besser, ich gehe heim was kurgeln.
30:55Nehmen Sie erst mal eine Pastille.
30:57Ich habe nämlich noch ein paar Fragen an Sie.
31:00Ihr Chef erhielt öfter Zahlungen von einer französischen Firma aus Toulouse.
31:05In ziemlicher Höhe, ohne nähere Angaben.
31:08Wissen Sie etwas darüber?
31:10Muss ich erst mal sehen.
31:12Dann schauen Sie mal.
31:14Ich habe Zeit.
31:18Was ist das?
31:19Das ist einer von den Maschinen aller eins.
31:20Ich denke, wir sind ja allein.
31:29Wo kommt der Schlüssel her?
31:31Der steckt da immer.
31:32Moment.
31:33Da gibt es nichts zu holen.
31:35Ach, sie.
31:50Was ist das für eine Maschine?
31:53Schreifmaschine!
31:58Das ist ja ein Leerlauf.
31:59Das macht doch gar keinen Sinn.
32:10Nein!
32:12Verdammt nochmal!
32:13Nein!
32:14Herr Ritz!
32:15So alt und noch so ein Idiot!
32:17Gibt es nur einen anderen Ausgang?
32:19Ja, es ist alle zu.
32:42Hier, mein Bericht.
32:43Danke.
32:47Aerodynamisch.
32:48Ich hatte ja wirklich gehofft, dass er das Ding heute noch anweiht.
32:51Und, ist es in Ordnung?
32:52Sie können sich ja erstaunlich kurz fassen.
32:55Ja, die Geschichte mit der kaputten Türkette ist ein bisschen merkwürdig, aber...
32:58Ich denke, wir brauchen mit den beiden keine Zeit zu verschwenden.
33:00Sie sind nur ein harmloses, verliebtes Pärchen.
33:03Ja, auf Harmlosigkeit gebe ich nicht viel.
33:04Aber was den beiden zugutekommt, ich sehe kein Motiv.
33:08Die Herrschaften vom Nachtclub hingegen.
33:11Die wussten, wo er sich aufhielt.
33:12Die wussten, dass er Geld hatte.
33:14Und ich möchte wetten, dass sie welches brauchen.
33:16Über seine Geschäfte wissen wir auch noch viel zu wenig.
33:19Siska?
33:21Ja.
33:22Ja, ganz ruhig, Hane.
33:23Wir sind sofort da.
33:25Der Hane.
33:26Wir müssen ihn da irgendwo rausholen.
33:35Ich sehe den Schlüssel noch außen in der Tür.
33:37Und lasse ihn stecken.
33:39Mein Gott, was bin ich für ein Idiot.
33:40Ja, so bringt jeder Geburtstag eine neue Erkenntnis.
33:43Schon was gefunden?
33:43Nein, überhaupt nichts.
33:45Das Gelände ist nicht besonders gesichert.
33:47Was wollte der hier?
33:48Gute Frage.
33:49Den Ramsch hier drin möchte ich nicht mal geschenkt.
33:54Herr Grashof.
33:58Wenn es etwas zu sagen gibt, dann doch jetzt.
34:00Finden Sie nicht?
34:07Halle 4, Privatbereich vom Chef.
34:09Kommen Sie.
34:25Das ist ja die reinste Fahrzeugschau hier.
34:27Ja, aber ohne Einwilligung der Besitzer.
34:29Das ist ja ein richtiger Frisiersalon.
34:32Mit allen Schikanern.
34:34Das ist ja unglaublich.
34:38Sagen Sie, Sie wollen doch nicht allen Ernstes behaupten.
34:40Sie haben hier von der ganzen Sache nichts mitbekommen.
34:42Am Rande.
34:42Nur ganz am Rande.
34:43Ihr Chef wird das alles ja wohl kaum alleine durchgezogen haben.
34:45Na ja.
34:47Es gab da noch jemand.
34:48Einen Mann.
34:49Ach, einen Mann.
34:51Könnten Sie vielleicht ein bisschen ins Detail gehen?
34:53Würden Sie ihn zum Beispiel wiedererkennen?
34:56Ja.
34:58Es ist ja schon mal was.
35:11Bis morgen.
35:13Bis morgen.
35:16Das hat er wirklich schön gesagt.
35:19Herr Kommissar.
35:21Was?
35:22Dass wir zwei keine Geheimnisse haben.
35:25Und er hat ja so recht damit.
35:27Oder?
35:29Oder was?
35:30Hast du nicht vielleicht was anzumerken zu gestern bei mir?
35:34Nein, habe ich nicht.
35:36Man kann ganz schön reinfallen, wenn man eigene Wege geht.
35:40Man kann aber auch ganz schön reinfallen, wenn man die gleichen Wege geht wie du.
35:48Das sehe ich nicht so.
35:50Wir werden es sehen.
35:53Hm.
35:58Nein.
35:58Nein.
36:01Nein.
36:02Nein.
36:12Nein.
36:13Nein.
36:28Hallo?
36:38Was wollen Sie denn hier?
36:40Sagt bloß, dass schon geschlafen, Schätzchen.
36:46Hier, das ist Marcel Krug.
36:48Ist der Mann, der die Autos frisiert?
36:50Ja, der Buchhalter ist sich ganz sicher.
36:53Mehrfach vorbestraft, wegen Autogiebstahls.
36:56Kein wirklich großer Fisch, denke ich.
36:58Einmal in Verbindung mit Körperverletzungen.
37:00Eher so der typische Handlanger.
37:02Das war also das Geheimnis von Stolbers Wohlstand.
37:04Er verschob gestohlene Luxusautos.
37:06Nach Frankreich.
37:07Damit erklärt sich doch einiges.
37:09Jede Wette, dass er es war, der sie da letzte Nacht eingesperrt hat?
37:13Und das Einschalten dieser Maschinen, das war doch nur ein Ablenkungsmanöver,
37:16damit er wenigstens mit einem dieser Autos türmen konnte.
37:19Ja, den sollten wir uns doch mal vornehmen, oder?
37:21Ja, die Adresse haben wir, ne?
37:23Das ist eine Siedlung ab Stadtrand.
37:32Ich weiß, ich dürfte dich nicht allein lassen.
37:34Aber ich muss.
37:37Ich werde den Arzt verständigen, dass ich nicht da bin.
37:41Und was soll ich sagen, wenn man nach dir fragt?
37:44Sag, ich bin unterwegs.
37:46Das ist alles, was ich wissen muss?
37:47Mehr wissen macht im Augenblick nur Ärger.
37:50Der Kühlschrank ist voll.
37:53Ich rufe dich an.
37:56Versprochen.
38:05Ich muss jetzt.
38:07Wirklich.
38:09Ich muss los.
38:10Verstehe ich.
38:18Ich komm schon zurecht.
38:21Es liegt ein bisschen Geld auf dem Tisch.
38:32Hast Du nicht hier 這érique schon.
38:51Vielleicht bist du günstig.
38:52Ich merch.
38:52grocery zu dir genommen und dein Ablenkungsgericht.
38:52Es ist so ähnlich wie wenn du mal vierdenziehst,
39:10Was ist das?
39:25Alle hier, Achtung, ich kippe Fandung Deutsch.
40:00Achtung Deutsch.
40:37Untertitelung des ZDF, 2020
41:21Untertitelung des ZDF, 2020
41:23Immerhin ist er kein Unmensch. Ihr bleibt alle drin!
41:27Besser gesagt, er war kein Unmensch.
41:34Ja, Siska hier. Ich brauch die Feuerwehrpolizei und Notarzt.
41:39Die eulenschwanger Straße bei Sauerlach in der Nähe.
41:45Der arme Marcel.
41:54Er hat immer versucht, besonders gefährlich zu sein.
41:56Aber das war er nicht. Das war er überhaupt nicht.
42:01Er hat so eine Fassade, wissen Sie?
42:04Er wollte nur, dass man ihn in Ruhe lässt.
42:06Dass er an seinen Autos rumbasteln kann.
42:08Ja.
42:10Es tut uns sehr leid um Ihren Bruder, Herr Krug.
42:13Es tut uns wirklich sehr leid.
42:17Ich habe ja gewusst, dass irgendwas nicht sauber ist in seiner Arbeit.
42:21Worin bestand die eigentlich?
42:24Autos irgendwo abholen, an den Autos irgendwas verändern
42:27und die Autos dann irgendwo hinbringen.
42:31Gestohlene Autos.
42:34Er hat ja keine Arbeit gefunden mit seinen Vorstrafen.
42:38Er war immer der Ansicht, er müsste für mich sorgen.
42:42Ihr Bruder hatte eine Menge Bargeld bei sich.
42:4515.000.
42:46Mit den 5.000, die er hier ließ, macht das 20.000.
42:49Woher er hatte, hat das Geld?
42:52Ich weiß es nicht.
42:55Aber Sie hören sich so an, als wüssten Sie es schon?
42:57Ja, wir haben da so eine Vermutung.
43:01Wo wollte Ihr Bruder hin?
43:03Zu den Männern, denen er immer die Autos brachte.
43:06Er hatte gehofft, die könnten ihm weiterhelfen.
43:09Das hat er Ihnen gesagt?
43:11Nein.
43:12Ich habe ihn laut genug telefonieren hören.
43:16Mit Französisch teilt er sich immer etwas schwer.
43:20Herr Krug, können wir noch etwas für Sie tun?
43:23Nein, danke.
43:24Ich bin gewohnt, allein zurechtzukommen.
43:35Also, wir sollten da jetzt auch nichts durcheinander bringen.
43:38Ich denke, die Autoschieberei, die flog zwar auf, weil der Mord passiert ist, aber doch nur als Begleiteffekt.
43:42Der wahre Grund für den Mord ist doch ein anderer.
43:45Aber Krug muss irgendwas damit zu tun haben.
43:46Ja, er hatte das Geld aus Stolbachs Zell.
43:48Ihr habt es geschafft? Sehr gut.
43:50Ich sage es ungern, aber ihr seid doch schneller als ich.
43:53Und?
43:54Ja?
43:56Ja gut, ich gebe es weiter.
43:58Die gelöschten Dateien von Stolbachs Computer, die sind wieder hergestellt.
44:03Und der Techniker meint, wir sollten dringend vorbeikommen.
44:05Das ist doch wunderbar. Bis gleich.
44:09Es waren insgesamt elf gelöschte Dateien. Allesamt Bilddateien.
44:13Also Fotos.
44:14Genau.
44:15Sie wurden vorgestern Nacht aufgenommen mit einer digitalen Kamera und eine Stunde später eingespeist in den Computer.
44:21Was zeigen Sie?
44:22Alle das Gleiche, nur aus unterschiedlichem Abstand.
44:29Also ich komme da nicht mit. Wieso sollte jemand sowas löschen wollen?
44:32Ich denke, ich weiß, was das ist.
44:35Ich glaube, ich habe sowas schon mal gesehen in der Gerichtsmedizin.
44:38Genau. Das ist das Nächste. Das Nächste. Das Nächste.
44:45Unbekannter Mann, unbekannter Tatort. Und es muss vorgestern gewesen sein.
44:49Nein, nein, nein. Ich kenne den Mann. Das ist Ingo Starnitz.
44:55Du hast den neuen Freund von der Anke Gärtner?
44:57Ja. Ich war doch erst gestern da und habe mit ihm gesprochen.
45:01Das ist ja unmöglich. Wenn er gestern gelebt hat, dann kann er vorgestern nicht tot gewesen sein.
45:06Unmöglich oder nicht, wir haben einen Vorteil, den wir sonst nie haben.
45:09Wir können mit der Leiche reden.
45:12Danke.
45:19Herr Starnitz, hallo.
45:22Diesmal habe ich noch jemanden mitgebracht.
45:24Hauptkommissar Siska.
45:25Ja, was kann ich für Sie tun?
45:27Guten Tag.
45:29Können Sie uns das hier erklären?
45:35Wo haben Sie die her?
45:37Aus dem Computer von Alexander Sturbach.
45:41Ja, also...
45:44Es war vorgestern Nacht. Ich war gerade heimgekommen, weil es klopfte. Ich machte die Tür auf.
45:50Bei vorgelegter Kette.
45:51Ja. Und draußen stand ein Mann, so ein harter, brutaler Typ.
45:56Ja, wir kennen den Mann.
45:58Er trat sofort die Tür ein, bevor ich irgendwas sagen konnte und stand bei mir in der Wohnung.
46:03Was wollte er?
46:04Er war es denn wohl, mich umbringen.
46:06Das hat er dann ja auch getan.
46:07Wie man sieht.
46:10Er sagte mir, Stolbach hätte ihn geschickt.
46:15Ja, Alexander Stolbach wollte, wollte mich tot sehen.
46:20So, dieser Mann wollte den Mord nicht begehen, aber er wollte das Geld kaschieren.
46:24Also bot er mir an, den Tod nur vorzutäuschen.
46:26Und darauf haben Sie sich eingelassen?
46:28Ja, hören Sie mal, ich meine, er stellte mich vor, die Wahl entweder er bringt mich wirklich um oder er
46:31bringt mich nicht wirklich um.
46:32Wie hätten Sie sich da entschieden?
46:34Und dann hat er Ihnen die Schusswunde auf die Stirn gemalt?
46:37Ja, mit Filzstift.
46:40Ich musste mich auf den Boden legen und er machte diese Fotos.
46:43Aber Stolbach hätte doch früher oder später bemerkt, dass man ihn betrogen hat.
46:48Was hätte er schon dagegen tun können?
46:50Haben Sie Ihre Freundin davon erzählt?
46:52Ja, ich rief sie an.
46:54Wann?
46:55Gestern Vormittag.
46:57Und Sie beide haben es uns einfach verschwiegen.
47:00Das mussten wir doch, ich meine, zu unserer Sicherheit.
47:02Dieser Mann weiß, wo wir wohnen.
47:03Was denken Sie, was der macht, wenn wir reden?
47:06Was das betrifft, kann ich Sie beruhigen.
47:08Der Mann ist tot.
47:17Bizarre Geschichte, aber es macht Sinn.
47:19Stolbach heuert Krug als Killer an.
47:22Krug legt ihn rein und zeigt ihm die getörgten Fotos.
47:24Stolbach zahlt ihn aus, deshalb hätte Krug das Geld dabei.
47:27So weit alles klar.
47:28Wer hat denn die Fotos von dem Computer gelöscht?
47:31Stolbach selbst natürlich.
47:32Er wollte die Fotos sehen, aber nicht behalten.
47:34Das hätte nie gegen ihn verwendet werden können.
47:36Das glaube ich nicht.
47:37Er hat doch keinen Grund gehabt, seine eigenen Fingerabdrücke von dieser Tastatur abzurischen.
47:42Eins ist damit auf jeden Fall klar.
47:43Die Ermittlungen in den Nachtclub hätten wir uns sparen können.
47:46Stolbach ist doch vorgestern nur aus einem einzigen Rund dahin gefahren.
47:49Er ging davon aus, dass der Maut passieren würde,
47:51weil er sich für die Tat seit ein Alibi verschaffen.
47:54Die Leute dort haben mit dem Fall überhaupt nichts zu tun.
47:57Was ist?
47:58Teilen Sie meine Ansicht.
48:00Seit zwei Sekunden nicht mehr.
48:14Ich gehe mir die Hände waschen.
48:16Jetzt?
48:16Ja.
48:17Ich meine, ich brauche...
48:18Nein.
48:19Aber entschuldige mal.
48:20Nein.
48:22Und zwar brauche ich das bis heute Abend, Schiedssel.
48:23Oh.
48:25Entschuldige, und da scheine ich mich ja total verlaufen zu haben.
48:28Ich könnte mir vorstellen, dass ich jetzt fürchterlich störe.
48:33Aber trotzdem würde mich schon interessieren, woher Sie beide sich kennen.
48:38Dumme Frage.
48:39Ich lebe davon, dass ich Leute kenne.
48:42Privat, beruflich?
48:43Beruflich ist es privat bei mir.
48:45Das wissen Sie doch.
48:46Seit wann kennen Sie sich denn schon?
48:49Seit Jahren.
48:51Praktisch, seit er gesellschaftsfähig ist.
48:53Er mag es manchmal wild, wenn Sie mich verstehen.
48:57Woanders kriegt er das ja nicht.
49:00Stimmt es?
49:05Tja.
49:07Warum sind Sie denn hier?
49:10Ich wollte ihm Hallo sagen, um mich beraten lassen.
49:14Beraten?
49:14Ja.
49:15Ich brauche eine neue Matratze.
49:17Diese Dinger sind immer so schrecklich schnell ausgeleiert.
49:20Haben Sie dem noch etwas hinzuzufügen?
49:23Nein.
49:24Sie können mir viele erzählen.
49:26Aber nicht, dass das hier ein Zufall ist.
49:28Und Sie können mir viel beweisen.
49:30Aber nicht, dass es keiner ist.
49:39Wir sind noch nicht fertig, Schätzchen.
49:43Also jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr.
49:45Aber dafür fange ich jetzt langsam an, zu begreifen.
49:48Der Hane muss her, und zwar sofort.
49:50Wieso, Hane?
49:58Ja, Hane?
49:59Ja, wir brauchen Sie am Möbelhaus schöner wohnen.
50:02Wozu?
50:03Ingo Starnitz.
50:04Da ist man den Verzug, das spüre ich.
50:05Und Sie sind der Einzige von uns, den er noch nicht kennt.
50:08Ich soll ihn beschatten?
50:09Genau.
50:10Sie wissen doch, wie der aussieht von den Fotos.
50:12So, und jetzt stellen Sie sich den einfach mal lebend vor.
50:15Alles klar?
50:16Bis dann.
50:18So.
50:19Und wir beide fahren jetzt nochmal zu diesem Nachtclub.
50:25Ach, Sie schon wieder.
50:26Ja, genau.
50:27Wir müssen dann nochmal auf etwas zurückkommen, was wir gestern schon mal angesprochen haben.
50:30Auf was?
50:31Wir haben jede Menge angesprochen.
50:33Auf den Wirbel, den wir verursachen müssen.
50:35Ja, es führt jetzt leider nichts mehr drumherum.
50:37Wir müssen Angestellte befragen, Gäste ausfindig machen, die Presse um Mitarbeit bitten.
50:42Ja, und wenn die erst mal mit drin hängt, ne?
50:44Tja, soviel zum Negativen.
50:47Und wo bleibt das Positive?
50:49Das Positive, all das lässt sich natürlich vermeiden durch eine einzige klare Auskunft Ihrerseits.
51:12Jetzt kommt gleich jemand zu Ihnen, ja?
51:25Frau Schroth, die saß ja die ganze Zeit mit dem Stolbach zusammen, bevor ihr hier wegging.
51:28Ja.
51:29Was machte sie anschließend?
51:30Sie hatte noch einen Auftritt.
51:33Und danach?
51:35Na ja, Stolbach war immer ein guter Kunde.
51:38Ich fand schade, dass er wegging, ohne dass er das ganze Programm geboten bekam.
51:43Und Sie wussten ja, dass er nochmal in sein Büro fuhr.
51:45Also haben Sie ihm die Frau Schroth hinterher geschickt, nicht wahr?
51:48Sollte sie noch mehr Geld aus ihm rausholen?
51:50Na ja, ich muss zusehen, wo ich bleibe.
51:52Der Fluch des freien Unternehmers.
51:54Aber Frau Schroth kamen unverrichtete Dinge wieder zurück?
51:57Ja.
51:59Und was erzählte sie Ihnen?
52:02Dass niemand dort war, als sie hinkam.
52:04Wäre es denkbar, dass sie sie angelogen hat?
52:07Denkbar?
52:09Ich würde sagen, denkbarer geht's gar nicht.
52:13Und wohin jetzt?
52:14Das liegt doch wohl auf der Hand, oder?
52:33So.
52:34Und Sie möchten Ihr Konto wirklich auflösen?
52:36Ja, ja.
52:37Waren Sie nicht zufrieden mit uns?
52:39Doch, dass Sie da mit nichts sind.
52:54Wo ist Antje Beate?
52:55Keine Ahnung.
52:57Ist nicht da.
52:57Wo ist denn Ihr Zimmer?
52:58Äh, die Treppe runter.
53:062.000, 4.000, 6.000, 507.000, 508.000, 200, 400, 600, 800, 900, 9.000, 2, 4, 6,
53:168, 10.000.
53:32Alles leer, ausgeflogen.
53:35Ja, aber wohin, wohin?
53:39Hade, ja?
53:40Die verlassen gerade die Sparkasse.
53:41Darf ich's mir doch.
53:42Bleiben Sie dran, ja?
53:43Komm.
53:47Servus.
53:47Hi.
53:50Ach, noch ein Zufall.
53:53Was sonst?
53:53Du musst Sie leider enttäuschen.
53:54Anke Gärtner und Ugo Stein,
53:56jetzt waren zwar gerade bei der Bank
53:57und haben Geld abgeholt,
53:58aber ich fürchte nicht für Sie.
53:59Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
54:01Sie wollten die beiden dann fressen.
54:02Ich?
54:03Womit denn?
54:04Kann man sich ja denken.
54:05Denken heißt nichts wissen.
54:06Wir wissen, dass Sie vorgestern Nacht
54:08noch zur Firma Stolbach gefahren sind.
54:10Und wir können uns denken,
54:11was Sie dort gesehen haben.
54:12Den Mord an Alexander Stolbach.
54:14Wir haben jetzt leider keine Zeit mehr,
54:15uns um Sie zu kümmern.
54:16Aber wir sehen uns wieder.
54:17Das verspreche ich Ihnen.
54:31Entschuldigung.
54:34Darf ich?
54:37Nach Venedig.
54:38Nach Venedig.
54:40Und was dann?
54:44Ihr Handy hat vorgestern Nacht geklingelt,
54:46nicht wahr?
54:48Und dann haben Sie Fotos geschickt bekommen.
54:50Schreckliche Fotos.
54:52Von einem Toten.
55:00Ich habe gesehen, woher Sie kamen.
55:02Das ist ein Bürocomputer von Alexander Stolbach.
55:05Und da sind Sie dann noch gleich hingefahren?
55:08Er war noch da.
55:10Und es ging ihm so gut wie noch nie.
55:13Er hat gesagt,
55:15so geht es jedem, der sich mit mir anlegt.
55:18Ich war völlig verzweifelt.
55:21Und er hat gelacht.
55:23Er hat seine Freude dran gehabt.
55:25Dann lag da dieser Brieföffner.
55:28Ich habe nichts mehr gedacht.
55:31Ich habe einfach...
55:34Ich hatte gerade noch genug verstanden,
55:36die Dateien zu löschen
55:37und meine Fingerabdrücke wegzuwischen.
55:40Und als Ihr Freund Sie dann gestern Vormittag anrief,
55:42begriffen Sie, dass er noch lebte.
55:44Und als dann auch noch Frau Schrot bei Ihnen aufgetaucht ist,
55:46die den Mord gesehen hat
55:47und sie damit erpressen wollte,
55:49da dachten Sie nur noch an Flucht.
55:58Ich wollte Ihr alles ersparen.
56:02Nichts habe ich Ihr erspart.
56:04Frau Gärtner,
56:06ich nehme Sie fest
56:07wegen des dringenden Verdachts des Mordes
56:09an Alexander Stolbach.
56:14Kommen Sie.
56:15Kommen Sie.
56:17Kommen Sie.
56:19Kommen Sie.
56:45Kommen Sie.
57:14Kommen Sie.
57:27Kommen Sie.

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