- vor 2 Tagen
Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( +22.03.2025)
Drehbuch _ Christa-Maria Bandmann /
Regie - Günter Gräwert
Drehbuch _ Christa-Maria Bandmann /
Regie - Günter Gräwert
Kategorie
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TVTranskript
00:08Musik
00:31Du hast meine besten Jahre gefressen
00:33Was soll denn das, Senta?
00:34Was fragst du noch?
00:35Was fragst du noch?
00:36Weißt du, was mir das alles bedeutet hat?
00:37Du hast unsere Ehe kaputt gemacht
00:39Du bist mein ganzes Leben
00:40Ich lasse es mir nicht mehr länger
00:42Was doch
00:42Lass es mir nicht mehr
00:43Was ist denn Quatsch, Senta?
00:46Nein!
00:48Nein!
00:50Du hysterische Gans, du Blöde!
00:57Und weißt du, was er gesagt hat?
00:58Du hysterische Gans, du Blöde!
01:00Und weißt du, wann er nachts nach Hause gekommen ist?
01:02Na, was heißt nachts?
01:03Morgens um drei
01:03Ja, also wie findest du das?
01:06Drei!
01:20Verzeihung, was kostet denn jetzt Zettelstraum von Arno Schmidt?
01:24Der kostet jetzt einen Blick
01:263.800 Uhr
01:28Guten Morgen, Frau Steinbacher
01:28Guten Morgen, Herr Greifswald
01:31Frau Jablonski wartet in Ihrem Büro
01:34Ah, ja
01:36Kaffee hab ich schon gemacht
01:37Danke, sehr lieb
01:44Guten Morgen, Herr
01:46Ich hab dir was zum Frühstück mitgebracht
01:48Mh, danke
01:51Ärger gehabt?
01:53Jetzt geht sie schon mit dem Papierkorb auf mich los
01:56Ich steh solchen Situationen ganz fremd gegenüber
01:59Ich kann das einfach nicht begreifen
02:01Das muss sich ändern
02:03Lange stehst du das nicht mehr durch
02:06Du, ich bin spät dran
02:07Vergiss nicht, heute Abend halb acht
02:09Müssen wir denn auf diese Vernissage gehen?
02:16Hast du Angst, dass deine Frau da ist?
02:19Wenn Senta uns da zusammen sieht
02:21Die Szene steh ich nicht durch
02:22Vielleicht ist sie ja nicht da
02:23Sie hat gesagt, sie geht hin
02:25Willst du ewig auf sie Rücksicht nehmen?
02:27Ich will nur eins
02:28Endlich geschieden werden
02:35Geh doch bitte allein
02:41Allein
02:42Immer allein
02:44Komm doch bitte mit
02:47Außerdem bist du das deiner Freundin Marion Barry schuldig
02:50Es ist ihre erste Ausstellung hier
02:52Glaub mir
02:54Es gibt keine Szene
02:57Woher willst du das wissen?
03:01Lässt schon sehen?
03:09Bis heute Arbeit
03:15Sie sind der Sohn von Frau
03:17Nein, nur ein Feind der Künstlerin
03:19Merci
03:21Frau Barry
03:23Wie finden Sie neben Ihren zahlreichen Verpflichtungen als Sängerin noch die Zeit zu malen?
03:28Ich nehme sie, ja
03:31Schön, dass Sie gekommen sind
03:33Darf ich dir Marie Jablonski vorstellen?
03:35Ich freue mich, Sie endlich einmal kennenzulernen
03:37Aber eine Frage noch
03:39Ist das Ihre erste Ausstellung jetzt hier in Neuropa?
03:42Oder hatten Sie davor schon eine in Paris?
03:45Ähm, ja, also das war so
03:47Ich wollte mal die Frage
03:48Mich interessiert, dass Sie nicht mehr die Wahrnehmlichkeiten hören
03:51Hallo
03:53Hallo
03:56Hallo
03:59Bitte, bitte
03:59Deine Frau ist auch hier, Georg
04:02Ach, das habe ich befürchtet
04:03Ich habe Sie ganz absichtlich nicht eingeladen
04:05Ist sie allein hier?
04:07Nein
04:07Na, ich sehe schon mit Jundi Thompson
04:09Ich dachte, die wäre in New York
04:11Wer ist denn der Knabe an ihrer Seite?
04:13Ach, ja
04:14Den kenne ich nur auf dem See
04:17Kommen wir
04:19Frau Marie, Ihre erste Ausstellung war, glaube ich, in New York
04:24Ist das nicht märchenhaft?
04:26Diese Farben
04:28Dieses Blau
04:29Diese Weite, nicht?
04:31Danke, danke, danke
04:33Schau mal, wer da ist
04:34Jesus
04:35Also diese Bilder haben eine Ausstrahlung
04:37Das ist sensationell
04:38Findest du nicht auch?
04:39Ja
04:39Hast du gesehen, Sinter?
04:41Mach keinen Ärger
04:43Warum sollte ich, meine Süße?
04:45Also, was meint ihr?
04:46Ich möchte eines dieser Bilder unbedingt mitnehmen
04:48Eines dieses in Bläulich gehaltenen
04:51Joscha, mein Junge
04:52Frag doch mal die Marie
04:53Was dieses Bild hier kostet, ja?
04:54Ich hole Ihnen einen Kontalob
04:55Danke dir
04:56Nein, nein, lassen Sie das, Joscha
04:57Ich mache das schon
04:58Eine Sekunde, meine
05:12Julius?
05:14Komme sofort
05:17Georg Greifswald, du hier
05:21Ja, darf ich euch mit einer
05:23Wann interessierst du dich für fantastischen Realismus?
05:26Schon niemals sind da für meine Bilder
05:28Schon immer
05:32Nicht hinter dir
05:33Vor uns
05:35liegt das Glück
05:41Und dann sagst du, sie interessiert sich nicht für Männer
05:45Männer ist gut
05:47Es ist ein Eintänzer
05:48Mann ist Mann
05:50Du versprühst ja wieder ungeheuer viel Scham
05:53Jedenfalls ist der für deine Frau der Richter
05:55Das sieht man doch
05:56Die ist scharf wie ein Rasiermesser
05:58Ist doch alles Provinztheater
06:02Du bist eifersüchtig
06:04Du bist eifersüchtig
06:04Du bist eifersüchtig
06:05Du bist eifersüchtig
06:25Welches Badeöl möchtest du denn?
06:27Lavendor
06:50Kiesli
06:52Eine verhärtete Frau
06:54Stört dich jetzt?
06:56Sehr
06:57Du lebst mit einem anderen Mann unter dem Dach
06:59Was würdest du sagen, wenn ich mit einer anderen Frau
07:01Das ist doch ganz was anderes
07:03Meine Ehe besteht doch nur noch auf dem Papier
07:05Ach, das behauptest du immer
07:06Wenn es wirklich so ist, kannst du dich auch scheiden lassen
07:09Ich weiß nicht, ob ich das mal lange durchstehe
07:12Ich kümmere mir wie ein Anhängsel vor
07:13Ständig ein anderer Mann im Nacken
07:17Du, bevor du den Föhn da nicht wegnimmst, steig ich nicht in die Wanne
07:20Du willst mich wohl umbringen
07:23Entschuldige, ich dachte, du brauchst ihn
07:24Ich bin doch nicht in der Wanne
07:25Würdest du mich denn heiraten?
07:29Dazu müsstest du dich erst einmal scheiden lassen
07:40Das sind dann zusammen
07:4220.000, Herr Greifswald
07:44Ja, danke
07:44Wenn Sie mir bitte noch die Quittungen betreiben möchten
07:47Ja
07:51So
07:52So
07:57Danke sehr
07:58Ich drück dir die Daumen
08:26Danke
08:27Danke
08:28Ich kann's brauchen
08:33Ich ruf dich dann an, ja?
09:02Danke
09:18Shit
09:37Vielen Dank.
10:07Vielen Dank.
10:27Hast du einen Arzt angerufen?
10:29Er ist tot.
10:31Du, der ging plötzlich los auf mich.
10:33Der wirkte mich.
10:37Hatte der Streit?
10:39Nein.
10:41Ich hatte Todesangst.
10:42Ich bekam keine Luft mehr.
10:43Irgendwie bekomme ich einen Brieföffner zu fassen
10:45und habe zugestoßen.
10:47Aber wenn ich in den Spiegel gefallen habe,
10:49weiß ich auch nicht.
10:51Aber warum?
10:52Ich weiß es nicht!
11:02Und vor zwei Wochen,
11:04am Tag nach der Ausstellung,
11:05hast du doch gesagt, wie glücklich ihr seid.
11:08Dass du dich scheiden lassen willst.
11:10Sag mal, bist du zufällig vorbeigekommen?
11:11Ja, sicher.
11:13Auf einen Schwung.
11:17Sag mal, hast du die Polizei schon benachrichtigt?
11:19Ich bin doch eben erst zu mir gekommen,
11:21wahrscheinlich durch dein Klingeln.
11:46Ein Mann ist getötet worden.
11:48Ja, ich bin in der Wohnung.
11:56Brauchst du nicht ein bisschen viel?
11:59Bin nervös.
12:05Gib mir auch eine.
12:26Zwei Einstiege.
12:27Der zweite mitten ins Herz.
12:29Und so, der Mann muss sofort tot gewesen sein.
12:31Wann, Schätzungsweiler?
12:34Circa einer Stunde.
12:35Also, präziser kann ich dir's im Augenblick nicht sagen.
12:37Wir gehen 19 Uhr.
12:3819.16 Uhr kam der Anruf.
12:40Danke, Doktor.
12:45Nein, in der Fürstenstra...
12:46In der Fürstenstraße ist nur das Antiquariat.
12:49Oh, Sie sind ja doch stärker verletzt.
12:52Und, mein Doktor.
12:53Nein, das ist gar nicht so arg, aber...
12:55Doktor!
12:56Ist meine Angst.
12:58Luft.
13:01Komm, zieh dir doch das bitte noch mal an.
13:03Ja.
13:08Wie gesagt, haben Sie doch mal Glück gehabt.
13:09Kommen Sie mit, ich mach ihm was auf die Wunden.
13:15Was war in der Kugel von Beruf?
13:17Er war in einer Konfektionsfirma beteiligt.
13:19Mehr weiß Frau Geifsoldt nicht.
13:21Sie?
13:22Seine Geliebte.
13:23Verheilertet.
13:25Eifersucht?
13:27Meinst du von ihr aus?
13:29Was mich wundert, dass sie überhaupt eine Chance hatte gegen den Mann.
13:32Er ist doch körperlich gut in Form, wie man sieht.
13:40Waren Sie mit Herrn Kube sehr eng befreundet?
13:43Ja.
13:44Seit vier Monaten.
13:48Ich hab ihn umgebracht.
13:49Ich kann das überhaupt nicht fachen.
13:51Nur, komm, schau.
13:52Frau Geifsoldt, haben Sie Herrn Kube erstochen?
13:55Ich hab...
13:56In Notwehr.
13:58Weil er versucht hat, Sie mit einem Strumpf zu erwürden.
14:01Ja.
14:04Dann erzählen Sie uns jetzt ganz genau den Hergang der Tat.
14:08Jede Einzelheit, bitte.
14:12Eigentlich wollten wir ausgehen.
14:14Aber Julius war zu müde.
14:16So ließ ich ihn schlafen.
14:18Ich ging dann hinüber ins Schlafzimmer,
14:20zog mich leise an.
14:22Bis auf die Strümpfe, die konnte ich nirgends finden.
14:24War es dunkel im Zimmer?
14:27Nein, die kleine Lampe brannte, die auf der Kommode steht.
14:31Ich setzte mich dann vor den Spiegel
14:34und hörte Musik über den Walkman.
14:36Und dann wollte ich mir die Ohrclips anlegen.
14:39Aber Sie hatten doch Kopfhörer auf.
14:41Ja, eben, deshalb hab ich ihn wohl nicht gehört.
14:44Und dann?
14:46Ich nahm mir die Kopfhörer ab.
14:48Und da schlang sich mir etwas um den Hals.
14:52Etwas?
14:52Ja, ich sag erst später, was es war.
14:55Einer meiner Strümpfe, er hing mir dann nach über die Schulter.
14:59Entschuldigen Sie.
14:59Was passierte dann?
15:04Irgendwie schaffte ich es, mich umzudrehen.
15:06Und ich starrte in sein verzerrtes Gesicht.
15:10Aber ich spürte an der Hand den Brieföffner.
15:13Und mit der Linken versuchte ich mir, den Strumpf zu lockern.
15:17Ich kriegte irgendwie den Brieföffner zu fassen.
15:20Und dann hab ich zugestoßen.
15:22Ich war in Panik.
15:23Herr Kommissar, ich bekam keine Luft mehr.
15:24Ja, irgendwie muss er mir dann noch einen Stoß versetzt haben.
15:29Denn ich flog in den Spiegel.
15:32Ich kam erst wieder zu mir, als es klingelte.
15:34Und dann, dann sah ich, dass er tot war.
15:39Woran haben Sie denn gesehen, dass er tot war?
15:46Die Augen, Herr Kommissar.
16:08Die Dame, die klingelte, heißt Judy Thompson.
16:11Ja.
16:11Waren Sie mit ihr verabredet?
16:14Nein.
16:16Sie hat dann übrigens auch die Polizei angerufen.
16:18Ich war gar nicht richtig bei mir.
16:20Wo ist sie jetzt?
16:21Ich weiß es nicht.
16:23Sie ist im Holiday Inn abgestiegen.
16:26Frau Thompson ist abgereist.
16:28Wohin?
16:29Nein, hat sie nicht hinterlassen.
16:32Bitte, wiederhören.
16:34Frau Thompson ist vor zehn Minuten abgereist.
16:37Ziel unbekannt.
16:39Wissen Sie wohin?
16:40Nein, keine Ahnung.
16:42Wie haben Sie eigentlich Herrn Krube kennengelernt?
16:45Nach einer Modenschau.
16:47Die Karte bekam ich von Judy Thompson.
16:50Sie betreut Modeschauen, was den Schmuck anbelangt.
16:53Und nachher waren wir zum Essen verabredet.
17:09Ich hoffe, du hast nichts dagegen.
17:11Ich habe einen Kollegen mitgebracht.
17:12Julius Kube.
17:13Nein, natürlich auch nicht.
17:14Guten Abend.
17:15Na, ihr knufft nämlich auch schon ganz schön in der Lage.
17:17Ach, das war ein toller Erfolg.
17:18Eigentlich war ich enttäuscht.
17:21Ich wäre mit Judy lieber alleine gewesen.
17:24Aber ich wollte nicht unhöflich sein.
17:28Ja, und am nächsten Tag trafen wir uns zufällig in der Stadt wieder.
17:32Und verabredeten uns.
17:35So hat es angefangen.
17:38Eine ganz normale Liebesgeschichte.
17:42Hat es heute Abend irgendeine Auseinandersetzung zwischen Ihnen gegeben?
17:47Nein, Herr Kommissar.
17:50Leo, kommst du mal bitte?
17:51Ja.
18:01Nach Kairo?
18:03Den Zettel fanden wir im Sakko des Toten.
18:05Und hier sind die 3600 Mark, das Geld für den Flug.
18:08Genau abgezahlt.
18:09Auch im Sakko.
18:11Da, ich habe schon.
18:12Rund 5000 Mark.
18:14Das schleppt ja alles so mit sich rum.
18:15Und hier sind noch über 1500 drin.
18:17Alles in allem also etwas über 10.000 Mark.
18:21Danke, Werner.
18:22Das Band von Kube's Anrufbeantworter nehme ich vorsichtshalber mal mit.
18:25Ja, okay.
18:27Ich weiß nicht, ob Sie das verstehen, Herr Kommissar.
18:30Aber der Gedanke, dass ich ihn umgebracht habe, ist...
18:32Frau Greifswald, haben Sie gewusst, dass Herr Kube morgen früh um 8.50 Uhr
18:36über Rom nach Kairo fliegen wollte?
18:38Morgen früh?
18:39Nein, das habe ich nicht gewusst.
18:41Warum nach Kairo?
18:42Es scheint, dass Herr Kube den Maut an Ihnen geplant hat.
18:44Offenbar auch seine Flucht.
18:45Wissen Sie genaueres über seine finanziellen Verhältnisse?
18:49Nein.
18:50Über Geld haben wir nie gesprochen.
18:52Das war auch nie ein Problem.
18:53Eine Frage.
18:55Sie sagten mir vorhin, dass Ihr Mann seit drei Jahren eine Geliebte hat.
18:58Sie selbst hatten seit vier Monaten ein Verhältnis mit Herrn Kube.
19:01Ihr Mann wollte die Scheidung.
19:03Herr Kube wollte auch, dass Sie sich scheiden lassen.
19:07Warum verweigerten Sie diese Scheidung?
19:10Weil mein Mann sich nur scheiden lassen wollte, um seine Geliebte, diese Frau Jablonski, zu heiraten.
19:16Und das wollen Sie verhindern?
19:17Ja.
19:20Ich hänge immer noch sehr an meinem Mann.
19:23Kennen Sie die Geliebte Ihres Mannes oder kannte Herr Kube Sie?
19:26Nein.
19:27Wir sahen Sie nur flüchtig auf einer Ausstellung.
19:29Leo, da ist noch etwas.
19:30Ja.
19:36Hören Sie gerne in einer verschlossenen Kassette?
19:38Mit der Schlürfchen?
19:39In einem Zigaretten, natürlich in einer Schublade.
19:41Fingerabdrücke?
19:42Keine.
19:43Danke, Werner.
19:50Haben Sie das geschrieben?
19:53Ach, der Rate an Julius Kube, 2000 Mark?
19:57Nein, ich habe das nicht geschrieben.
19:59Das ist die Schrift von Frau Jablonski.
20:02Moment, vorhin haben Sie doch gesagt, Sie kennen Frau Jablonski nicht.
20:05Wieso kennen Sie denn Ihre Hartschrift?
20:07Ich habe die Briefe von Frau Jablonski an meinen Mann gelesen.
20:10Glauben Sie mir, ich kenne Ihre Schrift.
20:12Wissen Sie, was über diese erraten?
20:14Nein, keine Ahnung.
20:15Ich wusste nicht mal, dass Frau Jablonski und Julius Kube sich kennen.
20:19Kennen Sie jemanden auf diesen Bildern?
20:21Nein.
20:22Ich habe keine Freunde oder Bekannte von ihm kennengelernt.
20:27Nur die Frau Thompson.
20:28Ja, die kannte ich schon vorher.
20:31Woher haben Sie dieses Foto?
20:33Das lag bei den Papieren von Herrn Kube.
20:35Bei Julius?
20:37Also ich habe ihm dieses Foto nicht gegeben.
20:39Wann dann?
20:40Das weiß ich nicht.
20:40Dieses Foto stand immer auf dem Schreibtisch meines Mannes.
20:44Allerdings, dort habe ich es schon länger nicht mehr gesehen.
20:48Ich möchte Sie bitten, mich aufs Präsidium zu begleiten.
20:51Ich muss Ihre Aussage protokollieren.
21:20Und ich lasse mich behim.
21:38Klappst du bald?
21:40Hallo?
22:08Das kann ich nie, das kann ich nie wieder gut machen.
22:24Zahlen, bitte.
22:2616,30, bitte.
22:28Nimmst du ja die Notwehr-Ablehung?
22:30Warum sollte sie ihren Liebhaber umbringen?
22:33Fest steht jedenfalls, greift halbweise seine Frau loswerden.
22:36Das würde auch das viele Geld in Kubis Taschen erklären.
22:39Hast ja die Kontoauszüge gesehen.
22:42Aus seiner Firmenbeteiligung hat er ja nicht mehr als 2100 im Monat.
22:47Schon eigenartig, wenn das Opfer seinen Mörder umbringt.
22:49Ungewohnt?
22:50Ja, verdammt ungewohnt.
22:54Verkastung.
23:03Verkastung.
23:09Verkastung.
23:17Vielen Dank.
23:44Was ist denn passiert?
23:47Passiert?
23:50Julius Kuppe wollte mich umbringen.
23:52Umbringen?
24:02Erwirken.
24:04Bist du dir da sicher?
24:07Mit einem Strumpf.
24:19Ich habe mich mit aller Kraft gewehrt.
24:22Ich bekam keine Luft mehr.
24:24Es war so grauenhaft.
24:25Ich hatte Todesangst.
24:26Ich weiß nicht mehr, wie.
24:28Aber irgendwie habe ich ihn mit einem Brieföffner erstochen.
24:32Was hast du?
24:34Er ist tot, Gerd.
24:38Oh Gott.
24:44Sehr entsetzlich.
24:47Ich kann nicht mehr.
24:49Bitte, bitte, hilf mir.
24:53Weiß die Polizei?
24:55Sie haben mich die halbe Nacht verhört.
25:04Lass nur, ich geh schon.
25:12Greifswald?
25:13Ich kann nicht schlafen.
25:15Ja, ich spreche gerade mit meiner Frau.
25:19Sie hat offensichtlich jemanden umgebracht.
25:21Was hat sie verhört?
25:28Was ist denn los?
25:30Senta, mach doch keinen Unsinn.
25:32Was?
25:33Was?
25:34Was ist denn?
25:35Ich muss mich um Senta kümmern.
25:37Georg.
25:42Du dich um mich kümmern, dass ich nicht lache.
25:44So eine Unverschämtheit, mitten in der Nacht hier anzurufen.
25:46Das ist doch völlig egal.
25:48Du bleibst jetzt hier, du gehst nicht weg.
25:50Ich gehe.
25:51Es geht nicht einem Dreck an, wohin ich gehe.
25:53Senta, du bleibst hier.
25:54Verstehst du das?
25:55Ich habe ihn umgebracht.
25:56Du hast in Notwehr gehandelt.
25:57In Notwehr?
25:58In Notwehr wäre ich tot.
25:59Und ich?
26:01Senta, du weißt ganz genau.
26:02Aber Senta, du mit deinem unerträglich miesen Benehmen hast mich so weit gebracht.
26:05Du ganz allein.
26:06Du kannst mich doch jetzt nicht verantworten.
26:08Ich kann ihn nicht machen.
26:09Ich habe dich und deine Schlampe.
26:10Jetzt red keinen Unsinn.
26:11Hör mich nicht an, mein Gott.
26:13Was hat dieses Miststück aus dir gemacht?
26:14Sei jetzt vernünftig.
26:15Wie ist los?
26:16Du bist ein Monster, weißt du das?
26:18Du bist ein Monster.
26:26Die Bandrol ist also von Ihrer Bank.
26:29Und Sie sind ganz sicher, dass Sie beide das Geld gezählt und auch abgezeichnet haben?
26:33Da gibt es keinen Zweifel, Herr Kommissar.
26:35Ausgeschlossen.
26:36Können Sie mir auch sagen, wer das Geld in Empfang genommen hat?
26:44Sie wollten den Geschäftsführer sprechen?
26:46Das bin ich, Hartwig.
26:48Johnson, Kriminalpolizei, Mordkommissar.
26:51Es geht um Frau Judy Thompson, die bei Ihnen abgestiegen war und inzwischen leider wieder abgereist ist.
26:55Wir brauchen Sie aber für eine Zeugenaussage in einer Mordsache.
26:59Verstehe.
27:00Sie hat doch sicher von hier aus telefoniert.
27:02Das ließe sich über unseren Hotelcomputer feststellen.
27:05Über die Telefonung, die Sie anwählte, könnten wir nämlich herausfinden, wo sie sich möglicherweise zurzeit aufhält.
27:10Ja, ich bin mit Herrn Greifswald befreundet.
27:14Aber mit dieser Geschichte, die da passiert ist, habe ich nichts zu tun.
27:18Kennen Sie Frau Greifswald?
27:19Nur flüchtig.
27:20Und Herrn Kube?
27:22Ah, den habe ich überhaupt nur einmal gesehen.
27:25Zusammen mit Frau Greifswald auf einer Ausstellung.
27:28Wenn Sie Herrn Kube so gut wie gar nicht kannten, wofür haben Sie ihm dann in den letzten vier Monaten
27:34achtmal 2000 Mark bezahlt?
27:37Ich weiß ja nicht, wovon Sie reden.
27:38Von diesen Ratenzahlungen.
27:42Frau Jablonski, wir ermitteln hier in einer Mordsache.
27:46Ich denke, es war Notwehr.
27:48Herr Kube hat offensichtlich versucht, Frau Greifswald umzubringen.
27:51Da hat sie sich gewehrt und...
27:52Ich weiß wirklich nicht, wer wen umbringen wollte.
27:55Jedenfalls, ich habe mit dieser Sache nichts zu tun.
27:57Aber mit diesen Zahlungen haben Sie zu tun.
28:00Oder wollen Sie bestreiten, dass das Ihre Handschrift ist?
28:03Nein.
28:04Dieses Kuvert, erste Rat an Julius Kube, 2000 Mark, wurde datiert am 3. April.
28:10An diesem Tag haben Herr Kube und Frau Greifswald sich kennengelernt.
28:14Nur sagen Sie mir bitte nicht, das sei ein Zufall.
28:28Herr Greifswald liegt sehr unter seiner häuslichen Situation.
28:32Unsere Beziehung drohte daran, zugrunde zu gehen.
28:37Ich suchte nach einer Lösung.
28:39Und die war Kube?
28:40Ja, natürlich.
28:41Diese Frau musste doch erst von ihrer sexuellen Frustration befreit werden.
28:45Was die Hauptursache war für ihre Rachegefühle und...
28:49Tja, die Weigerung, sich scheiden zu lassen.
28:52Wie kamen Sie auf Kube?
28:53Ich sah die Zeitungsannoncen durch.
28:55Models, Hostess und Cavaliere.
28:58Ja, und da geriet ich an einen Kollegen von Herrn Kube.
29:02Der aber wollte auf meinen Ansinnen, wie er sich ausdrückte, nicht eingehen und empfahl mir Kube.
29:08Und der ging sofort drauf ein?
29:09Ja.
29:11Tja, der war genau der Richtige.
29:14Er ging mit ihr ins Bett, ob sie wollte oder nicht.
29:16Der ging dauernd mit ihr aus.
29:18Ja, sie war glücklich.
29:21Sie wusste ja nicht, dass ich ihr Glück bezahlte.
29:24Wie viel?
29:24Insgesamt 20.000.
29:26Alle zwei Wochen 2.000 Cash.
29:30Schließlich war sie auch bereit, sich scheiden zu lassen.
29:34Aber dann, dann...
29:38Dann plötzlich wieder doch nicht.
29:40Jedenfalls nahmen Sie den Termin bei Ihrer Anwältin nicht wahr.
29:43Und warum?
29:44Ich weiß es nicht.
29:45Also kam Kube so nicht weiter und Sie und Greifswald verloren die Geduld.
29:49Herr Greifswald hat nichts damit zu tun, Herr Kommissar.
29:52Aber finanziell hat ihn Herr Greifswald doch unter die Arme gegriffen.
29:55Ja, er hat mir 10.000 Mark geliehen.
29:59Aber er kannte den Verwendungszweck nicht.
30:04Wie heißt der Kollege von Herrn Kube, an den Sie sich zuerst gewandt haben?
30:16Ja.
30:18Ist die Annonce mit der Telefonnummer?
30:21Sofortservice mit Enrico.
30:24Ja, Frau Jablonski, die Geschichte hat nur einen Schönheitsfehler.
30:27Sie endete nicht mit einer Scheidung, sondern mit einem Toten.
30:30Fest steht, dass Sie Kube bezahlt haben.
30:34Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, Herrn Kube zum Mord angestiftet zu haben.
30:38Ich muss Sie bitten, Herrn Heimann aufs Präsidium zu begleiten.
30:45Herr Greifswald, Sie sind seit drei Jahren mit Frau Jablonski liiert.
30:49Ja, meine Frau zögert unsere Scheidung immer wieder mit allen Mitteln hinaus.
30:53Dadurch ist eine Situation entstanden, die nicht gerade angenehm ist.
30:56Herr Kommissar, tun Sie mir bitte einen Gefallen.
30:59Lassen Sie Frau Jablonski aus dem Spiel, ja?
31:02Sie hat mit alledem nichts, gar nichts zu tun.
31:06Den Gefallen kann ich Ihnen leider nicht tun, weil ich nicht Ihre Ansicht bin.
31:09Wie soll ich das verstehen?
31:10Sie haben vorher gesagt, Sie und Frau Jablonski haben Herrn Kube einmal gesehen und nie mit ihm gesprochen.
31:16Ich wollte mich nur vergewissern. Sprechen wir von derselben Person?
31:23Ja, das ist Herr Kube. Die anderen Personen kenne ich nicht.
31:26Und das ist Herr Kube mit Judy Thompson, eine Freundin meiner Frau.
31:29Was für einen Eindruck kannten Sie von Herrn Kube?
31:32Dazu kann ich als Ehemann nichts sagen.
31:35Es wird einem gleich als Eifersucht ausgelegt.
31:37Er war sicher ganz anders als ich.
31:40Frau Jablonski meinte, er passe sehr gut zu meiner Frau.
31:44Weil Sie ihn besser kannte.
31:46Was soll das heißen? Besser kannte.
31:48Diese Unterlagen beweisen das.
31:51Wir haben sie unter Kubis Papieren gefunden.
31:55Was hätte Frau Jablonski an Herrn Kube in Raten zu zahlen?
31:58Das muss ich Ihnen doch nicht erklären.
32:00Alle 14 Tage war Zahltag. Das haben wir anhand der Daten leicht feststellen können.
32:05Trotzdem brachte Herr Kube ihre Frau nicht dazu, sich scheiden zu lassen.
32:09Das sind doch Unterstellungen!
32:13Hirngespinste!
32:16Bitte, wo ist der Beweis?
32:22Das sind 5000 Mark.
32:24Die fanden wir so in der Mordnacht im Sakko des Toten.
32:29Kommt Ihnen das Bündel bekannt vor?
32:31Ich kann da nichts Auffälliges, Besonderes entdecken.
32:34Diese 5000 Mark gehören zu vier Bündeln, insgesamt 20.000 Mark, die Sie von Ihrer Bank abgehoben haben.
32:42Beide Kassierer haben diese Zeichen hier als die ihrigen wiedererkannt.
32:48Also, wo sind die restlichen 15.000?
32:57Hier.
32:59Das ist der Rest von weiteren 5000.
33:05Sie haben recht.
33:07Ich würde auch sagen, die Zeichen sind die gleichen.
33:10Dann sind wir uns ja einig.
33:11Moment.
33:13Nicht, was das Geld im Sakko von Herrn Kube betrifft.
33:16Wie kommst du denn da hin?
33:17Ich habe keinen Pfennig an Herrn Kube bezahlt.
33:25Vielleicht nicht direkt, sondern durch die freundliche Vermittlung von Frau Jablonski, die auch die Raten zahlte.
33:32Ich habe Ihnen schon gesagt, dass ich davon keine Ahnung habe.
33:36Außerdem, weitere 5000 liegen zu Hause in meinem Schreibtisch.
33:40Aber Sie haben jedenfalls 10.000 Mark direkt Frau Jablonski gegeben.
33:46Woher wissen Sie das?
33:47Das hast du zugegeben.
33:49Oder waren das andere 10.000?
33:51Nein, nein, die waren von den 20.000.
33:54Aber ich bin sicher, ganz sicher, dass sie die nicht an Herrn Kube gezahlt hat.
33:58Noch kann ich es nicht beweisen, aber wir fanden weitere 3.500 Mark abgezählt in einem Kuvert, der Preis für
34:08einen Flug nach Kairo, und 1.500 Mark in seiner Brieftasche.
34:13Weitere Geldquellen, außer einem bescheidenen Einkommen aus einer Firmenbeteiligung, hatte Herr Kube zur Zeit nicht.
34:19Er lebte von Ihnen.
34:20Und das nicht schlecht.
34:23Und das nur, weil er meine Frau dazu bewegen sollte, sich von mir scheiden zu lassen?
34:27Er arbeitete eben mit allen Mitteln.
34:29Und als es ihm trotzdem nicht gelang, seine Auftraggeber zufriedenzustellen?
34:33Ihre Fantasie geht mit Ihnen durch.
34:36Meine Fantasie, lieber Herr Greifswald, liegt an der Kette der Beweise.
34:40Herr Kube ist tot.
34:42Ja.
34:43Meine Frau hat ihn mit einem Brieföffner erstochen.
34:47Weil er versucht hat, Sie mit Ihrem Strumpf zu erdrosseln.
34:51Warum?
34:52Er lebte doch fabelhaft so.
34:53Und wieso hat er plötzlich so viel mehr Geld erhalten, als diese zweiwöchigen Raten?
34:59Geld, das nachweislich von Ihnen stammt.
35:04Herr Greifswald, ich beschuldige Sie der Anstiftung zum Mord.
35:09Sie sind vorläufig festgenommen.
35:11Wir sind auf Kriminalromane nicht spezialisiert, aber...
35:15Hier.
35:15Der Fall Gouffet.
35:17Also, ich habe ein paar Nächte nicht geschlafen.
35:18Frau Steinbacher, Sie können Schluss machen für heute, wenn die Kunden gegangen sind.
35:22Ich muss mit Kommissar Kress aufs Polizeipräsilium.
35:25Sie können natürlich in mein Büro, aber meine Frau hat dort nichts zu suchen.
35:28Ja, ich verlasse mich auf Sie.
35:29Aber Herr Greifswald...
35:30Weil ich weiß, wie es weitergeht, rufe ich Sie an.
35:32Bitte, Herr Kress.
35:33Bitte.
35:39So.
35:40Sie unterschreiben dann bitte.
35:43Hier.
35:44Bitte.
35:47Nehmen Sie Platz.
35:48Ja, danke.
35:58Gerd, wir sind hier.
36:00Ist gut, Leon.
36:01Alles erledigt.
36:02Frau Jablonski wird gerade rübergebracht.
36:04Gut.
36:14Herr Greifswald, mein Mitarbeiter, Herr Heimann.
36:17Guten Tag.
36:17Guten Tag.
36:18Jetzt nicht.
36:19Also, es geht um Folgendes.
36:21Frau Jablonski hat gerade zu Protokoll gegeben, dass sie regelmäßige Zahlungen an Herrn Kube geleistet hat.
36:27Als Gegenleistung versprach Herr Kube, Senta Greifswald zur Scheidung zu bewegen.
36:32Haben Sie dem etwas hinzuzufügen?
36:36Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll.
36:39Ich kann nicht glauben, dass Frau Jablonski...
36:41Das übersteigt mein Vorstellungsvermögen.
36:46Herr Heimann, Herr Heimann, ein Beamter wird Sie ins Sprechzimmer begleiten.
36:55Ja?
36:56Herr Greifswald?
37:00Wir sehen uns dann noch.
37:01Wir sehen uns dann nachher noch.
37:03Bitte, Herr Greifswald.
37:05Ja, danke.
37:09Den haben wir ganz schön verwirrt, was?
37:10Kein Wunder, er muss auf die falsche Beirigung.
37:14Ja?
37:16Das ist die Kassette aus Kubes Anrufbeantworter.
37:19Und das Kuvert fanden wir bei ihm, unter oberhintenem Wäscheschrank.
37:23Die Schriftstüten stimmen mit Kubes Schreibmaschine überein.
37:26Gut.
37:28Was war denn da?
37:29Ach, Gaststättenrechnung, aber vom Feinsten.
37:33Und Sie wissen auch nicht, wo ich Frau Thompson erreichen kann?
37:37Gut, da kann man nichts machen. Danke sehr, wiederhören.
37:43Ihr Espresso, bitte.
37:44Danke sehr.
37:51Agentur Gönnes?
37:52Ja, Tag, mein Name ist Johnson.
37:54Ich hätte gerne mit Frau Judy Thompson gesprochen.
37:56Tut mir leid, Herr Johnson.
37:58Die Judy ist schon unterwegs.
37:59Können Sie mir sagen, wo ich sie finden kann?
38:01Ich, äh, es ist gewissermaßen wichtig.
38:03Ja.
38:03Moment, äh, weißt du, wo die Judy heute ist?
38:06Dies wird im Thema vom Körigsplatz.
38:07Ganzen Tag.
38:08Ja, wir müssen heute noch fertig werden.
38:10Hab schon verstanden, danke sehr.
38:12Wenn Sie mit Herrn Kube ausgingen,
38:13welche Lokale haben Sie da bevorzugt?
38:15Den Glockenbach, das D'Avecchio,
38:17Aubergine, Romagna Antica.
38:19Warum fragen Sie?
38:20Das sind sehr teure Restaurants.
38:22Äh, ja, wir konnten uns das leisten.
38:24Dann haben Sie also diese Rechnung bezahlt.
38:28Nein, wo denken Sie hin?
38:29Das ließ Julius nie zu.
38:31Aber er verdiente doch nicht mehr als 2100 Mark im Monat.
38:362100?
38:37Nein, davon sicher nicht.
38:39Eben.
38:40Muss er also Nebeneinkünfte gehabt haben.
38:42In dunkle Geschäfte war er sicher nicht verwickelt,
38:45wenn Sie das meinen.
38:46Wie erklären Sie sich's dann,
38:47dass er über so unverhältnismäßig viel Geld verfügte?
38:50Ich habe keine Erklärung dafür.
39:00Antiquariat Georg Greifswald Fürstenstraße.
39:04Mein Mann?
39:07Deshalb fragten Sie, wer bezahlte.
39:10Das also war Kubis Großzügigkeit.
39:15Er sollte mich zur Scheidung überreden.
39:17Und wenn ihm das nicht gelingt,
39:19sollte er mich umbringen.
39:20Und mein Mann hat ihn dafür bezahlt.
39:24Henkers Mahlzeiten.
39:26Wenigstens in den feinsten Lokalen von München.
39:31Ja, das sieht ihm ähnlich.
39:34Nein, entschuldigen Sie, Herr Kommissar,
39:36das nehme ich zurück.
39:37Mein Mann hat mir einiges zugemutet,
39:38aber er ist kein Mörder.
39:40Es ehrt Sie, dass Sie Ihren Mann in Schutz nehmen.
39:43Aber wenn niemand Kubis zu einem Mord angestiftet hat,
39:47warum wollte er Sie dann umbringen?
39:49Und wenn er Sie nicht umbringen wollte,
39:52dann bleiben nur noch Sie übrig.
39:54Als seine Mörderin.
39:56Aber Herr Greifs.
39:58Ich möchte damit nur sagen,
40:00dass es nicht darauf ankommt,
40:01gute oder schlechte Noten zu verteilen,
40:03sondern einzig auf die Wahrheit.
40:05Gut, ich werde mich daran halten.
40:08Dazu gehört jetzt aber auch,
40:09dass ich Ihnen sagen muss,
40:10dass Kubis schon einmal versucht hat,
40:11mich umzubringen.
40:13Ich wollte baden.
40:15Er hatte mir ein Bad eingelassen.
40:17Und plötzlich sah ich einen Föhn
40:19auf dem Rand der Badewanne liegen.
40:22Der Stecker war eingesteckt.
40:24Du, bevor du den Föhn da nicht wegnimmst,
40:26steige ich nicht in die Wanne.
40:27Du willst mich wohl umbringen.
40:29Und?
40:30Hat er ihn weggenommen?
40:31Ja, aber er behielt ihn in der Hand
40:33und sah mich so merkwürdig dabei an
40:37und sagte...
40:38Entschuldige, ich dachte,
40:39du brauchst dir immer.
40:40Ich kann ja nur so leichtsinnig sein,
40:42dachte ich damals.
40:43Und so dumm.
40:45Der Gedanke ging mir den ganzen Tag
40:47nicht aus dem Kopf.
40:49Jetzt sehe ich das natürlich anders.
40:51Wann war das?
40:53Vor zwei Wochen.
40:55Sagen Sie, hat Frau Thompson
40:56sich inzwischen bei Ihnen gemeldet?
40:59Nein.
41:00Sie ist eine wichtige Zeugin
41:02und wir wussten nicht mal,
41:03wie sie aussieht.
41:03Sie haben uns ja nicht gesagt,
41:05dass das hier Frau Thompson ist.
41:07Oh, das tut mir leid.
41:08Das muss ich in der Aufregung
41:09übersehen haben.
41:11Frau Thompson hat Ihnen
41:12doch Herrn Kube vorgestellt.
41:14Sie wird Ihnen sicher auch gesagt haben,
41:16dass er ein sogenannter Kavalier ist.
41:20Ein Mann für schöne Stunden,
41:23der sich entsprechend bezahlen lässt.
41:26Nein, das höre ich jetzt das erste Mal.
41:28Das wussten Sie nicht?
41:30Nein, wie sollte ich?
41:32Ich habe nie etwas an ihm bezahlt.
41:36Oder glauben Sie,
41:37ich hätte mit dem Gedanken gespielt,
41:40mich von meinem Mann
41:41seinetwegen scheiden zu lassen,
41:42wenn ich das von ihm gewusst hätte?
41:52Greifswald?
41:53Guten Tag, Johnson, Kriminalpolizei.
41:55Ich hätte bitte gerne
41:55mit Herrn Kress gesprochen.
41:57Einen Moment, bitte.
41:59Für Sie, Herr Kress.
42:00Ja, danke.
42:02Chris?
42:03Ja, Henry, was gibt's?
42:05Lea, wenn du mit Judy Thompson sprechen willst,
42:07hole ich dich ab.
42:08Sie macht gerade Modehafnahmen in der Stadt.
42:12Gut, in 20 Minuten bin ich da.
42:14Danke, Ende.
42:21Richard, die Uhr fehlt.
42:23Augenblick.
42:30Augenblick.
42:32Wo ist nun links?
42:33Ja, mir.
42:38Ula, wir müssten mir nicht die Hände schminken,
42:39die sind viel zu hell.
42:40Ja, okay, mach ich.
42:41Wo du recht hast, hast du recht, Judy, Schatz.
42:44Why don't you answer?
42:46Wo ist nun?
42:47Why don't you answer?
42:51Why don't you answer?
42:57Frau Thompson?
42:58Ja, bitte.
43:00Kriminalpolizei.
43:01Sein Kollege, Herr Johnson.
43:03Wenn Sie wegen der Geschichte mit Kube kommen, ich möchte nichts damit zu tun haben.
43:06Mit einer Mordsache hat niemand gerne zu tun, Frau Thompson.
43:08Das ist ja nicht gegen Sie gerichtet.
43:11Aber Santa, das ist Ihr Problem.
43:14Ist das nicht ein bisschen hart?
43:15Ich wollte ihr ja helfen, aber sie beschimpfte mich nur.
43:17Jetzt soll sie zusehen, wie sie mit der Sache alleine fertig wird.
43:19Wir hatten also Streit.
43:21Ist doch jetzt nicht mehr wichtig.
43:22Och, das ist wichtig.
43:24Was war denn das?
43:25Vor ungefähr zwei Wochen.
43:26Sie erzählte mir, dass sie mit Kube sehr glücklich sei
43:29und sich nun doch entschlossen habe, sich scheiden zu lassen.
43:32Ich hatte da so meine Bedenken.
43:34Was für Bedenken?
43:36Solange ich Kube kenne, liegt er mit reichen Frauen im Bett und lässt sich dafür bezahlen.
43:39Und das haben Sie erzählt?
43:41Tja, sicher.
43:42Sie bestritt natürlich, ihm Geld gegeben zu haben.
43:44Ich sei eifersüchtig und wolle ihr Kube nur madig machen.
43:47Jedenfalls wurde mir das zu viel und ich bin gegangen.
43:49Tag.
43:50Darf ich vorstellen, das ist Herr Kommiss...
43:53Und Herr Johnson.
43:55Kommiss, du Mama, ich brauch mal mein Auto für noch eine Stunde.
43:57Warte, warte, in Augenblick, ich bin gleich fertig. Ich geb dir deine Schlüssel.
44:00Frau Thompson, kennen Sie Frau Jablonski?
44:02Ich hab sie einmal gesehen.
44:04Judi, kommst du mal.
44:06Ja, in Augenblick, ich bin gleich wieder da.
44:10Ihr Auto?
44:12Ja.
44:12Bist du hinter die Luft in der Stuhlstadt?
44:14Einen hab ich auch mal geahnt.
44:16Ja.
44:17Und? Alles okay?
44:23Polizei?
44:24Ja und?
44:24Was wollen die denn?
44:25Nichts Besonderes. Routinefahren über Kugel.
44:27Du lass mich da raus, ja.
44:29Ich spiele dich nicht so auf. Was hast du denn damit zu tun?
44:38Mama, die Schlüssel bitte.
44:39Sie stecken.
44:40Ach, wie oft soll ich dir sagen, dass du es nicht machen sollst?
44:43Aufs die alte Karre klaut auch niemand.
44:50Wissen Sie, dass Kugel am nächsten Morgen nach Kairo fliegen wollte?
44:54Nach Kairo?
44:56Nein.
45:02Auch wenn wir den Kugel am nächsten Morgen.
45:08Eine Star-Class auf holl 신청 mit der Arbeitskollung.
45:10Ich stecke jetzt auf die Ab heav'n hieran.
45:14Tatsächlich?
45:20Ist das nicht so?
45:21Ist das nicht alles gut?
45:22Gut.
45:22Das war ja.
45:23Ich bin sehr leicht.
45:24Darüber bin ich insemb spoilern.
45:24Das war's in grandmaeau.
45:25Ich müsste empire 해न.
45:26Das war's iny Safe.
45:30Dieses Bild stand doch immer auf Ihrem Schreibtisch.
45:34Ja, in einem Silberrahmen.
45:36Seit wann steht es nicht mehr da?
45:38Um ehrlich zu sein, ich habe nicht einmal bemerkt, dass es nicht mehr da stand.
45:42Ich sah nur zufällig den leeren Rahmen in meiner Schreibtischschublade.
45:46Wann?
45:47In der Nacht, als meine Frau...
45:49Als die Sache mit Herrn Kuhbe war.
45:51Ja, dann wissen Sie also auch nicht, wie es in den Besitz von Herrn Kuhbe kam?
45:58Nein, wenn meine Frau es ihm nicht gegeben hat, dann...
46:01Warum soll es ihm ausgerechnet das Bild geben?
46:04Ich meine, sie hatte doch sicher genug andere Fotos von sich, wenn sie ihm schon eins geben wollte.
46:09Ja, natürlich ganz sicher.
46:10Dann ist es also sehr unwahrscheinlich, dass Ihre Frau es ihm gegeben hat.
46:15Bleibt noch Frau Jablonski.
46:17Frau Jablonski hat die ehrliche Wohnung nie betreten.
46:22Danke, Herr Geisler.
46:34Guten Tag, Kriminalpolizei. Mein Name ist Kress.
46:38Herr Garnito?
46:39Äh, ja.
46:41Darf ich einkommen?
46:42Äh, natürlich. Entschuldigung.
46:44Danke.
46:46Wir kennen eine Frau, Marie Jablonski.
46:49Ja, Jablonski.
46:50Bitte nehmen Sie doch Platz, Herr Gengsler.
46:53Wissen Sie, ich bin mir nicht sicher, ob die Namen immer stimmen, die mir genannt werden.
46:57Herr Garnito, ich bin über die Art und Weise Ihrer Tätigkeit neben dir des Fotomodells orientiert.
47:03Ach ja.
47:05Ja, also ich bin ziemlich sicher, dass die Damen mir ihren richtigen Namen nicht verraten.
47:10Deshalb habe ich Ihnen noch ein Foto mitgebracht.
47:15Ja.
47:17Ich erinnere mich an diese Frau.
47:20Sie rief hier an und kam dann ziemlich spät abends vorbei.
47:24Hatte Sie schon am Telefon gesagt, was Sie wollte?
47:26Nein.
47:28Ich war, naja, auf eine Dame eingerichtet, aber sie machte gleich die Musik aus und bat mich, das Licht heller
47:36zu machen.
47:38Und dann zahlte sie ohne, naja, sie meinte, es wäre schließlich ein Zeitverlust für mich.
47:44Und dann machte sie mir folgendes Angebot.
47:49Eine Bekannte von ihr, also ich sollte mich um diese Bekannte kümmern, sehr intensiv, auf große Liebe machen, nicht nur
47:57im Bett, gegen eine feste Summe, Spesen-Exklusive.
48:01Und wer sollte das bezahlen?
48:03Sie. Die Dame dürfe um Gottes Willen nichts davon erfahren.
48:07Warum nicht?
48:08Weil sie eigentlich gegen ihren ursprünglichen Willen sich von ihrem Mann scheiden lassen sollte und da...
48:15Das macht mein Sekretär. Und da habe ich ihr gesagt, dass ich das nicht mache.
48:20Sie haben mir also Kube empfohlen.
48:22Ja.
48:23Warum gerade ihn?
48:25Dem ging es um Geld. Nur um Geld. Und da war ja einiges drin.
48:28Hat Frau Jablonski angedeutet, dass man notfalls auch an andere Maßnahmen denken müsste, wenn man es mit Liebe nicht schafft?
48:35Nein. Aber Sie sehen ja, Kube hat es damit auch nicht geschafft.
48:39Nein, Herr Kommissar, das war nichts für mich.
48:43Aber für Kube war es jedenfalls das Ende.
48:45Das sind Abgründe. Abgründe.
48:48Stell dir mal vor, dein Mann würde dir einen Liebhaber engagieren, der dich umbringen soll.
48:51Erwürgen. Nur damit er seine Freiheit wieder hat.
48:54Nun, was heißt schon Freiheit? Das hat sie sich doch ausgedacht, nicht?
48:56Na, er käme doch gar nicht auf sowas.
48:59Vera, Moment mal, es klingelt, ja? Bleib bitte dran. Moment.
49:08Guten Tag, Frau Greifler.
49:09Tag, Herr Kress. Kommen Sie lang.
49:10Danke. Ich will Sie gar nicht lange aufhalten, ich habe nur eine Bitte.
49:14Ja, Gerd, was kann ich für Sie tun?
49:15Es handelt sich um eine Überprüfung, eine Aussage des Mannes. Dazu müsste ich allerdings einen Blick in seinen Schreibtisch werben.
49:22Aber selbstverständlich, Gerd, ich muss nur schon den Telefonhörer einhängen. Ja, einen Moment, bitte.
49:28Vera, du musst dich gleich zurück, ja? Tschüss.
49:34Ich, ich muss Sie allerdings darauf aufmerksam machen, dass ich keinen Durchsuchungsbefehl habe.
49:39Es hängt also ganz von Ihrem Einverständnis auf.
49:41Selbstverständlich, bitte.
49:42Danke.
49:46Der Schlüssel steckt.
49:47Danke.
50:03Wie gesagt, ich hatte das erst gar nicht bemerkt.
50:16Mein Mann wird mich doch nicht beschuldigen, Geld aus seinem Schreibtisch genommen zu haben.
50:22Keineswegs.
50:23Es geht, wie gesagt, nur um die Überprüfung seiner Angaben.
50:32Hi, Mann. Nein, der ist nicht da. Bei euch. Ja, ist gut, ich sag's ihm. Ich hab keine Ahnung, wann
50:42er... Jetzt ist er da. Okay.
50:47Ah, Kaffee. Wir haben schon gar nichts mehr für dich geweckt. Danke.
50:50Die Spurensicherung möchte, dass du mal rüberkommst. Wegen der Kassette von Kubis Anrufbeantwortung.
50:54Ja, ja, mach ich gleich.
50:56Ich war in der Rechtsmedizin. Kube ist einwandfrei durch die Stiche mit dem Brieföffner getötet worden.
51:01Die Stichkanäle stimmen mit der angegebenen Richtung der Stichführung überein.
51:05Alle Aussagen über den Kampf zwischen Kube und der Greifswald stimmen.
51:08Also keine Widerspruch hier.
51:10Nicht mal Unklarheiten.
51:13Ein gescheiterter Scheidungsversuch. Vielleicht lässt sich der Gesetzgeber da mal was einfallen.
51:17Werden sich aber der Anwälte freuen.
51:19Ich geh rüber.
51:23Passt ihm nicht.
51:25Ich wette, dass es ihm lieber wäre. Stimmte etwas nicht.
51:28Es ist ja auch eine ungewöhnliche Situation.
51:31Jetzt stell dir mal vor, nur wenn der Kube sie tatsächlich umbringen wollte, aus welchen Gründen auch immer,
51:36nur dann ist die Greifswald unschuldig.
51:41Ansonsten ist sie eine Mörderin. Aus welchen Gründen auch immer.
51:46Dazwischen gibt es nichts.
51:53Kein Zweifel. Es ist die Stimme klar zu erkennen.
51:57Ziemlich sicher von einem Rekorder ins Telefon gespielt.
52:00Dann sind die Höhen weg und schon klingt deine Stimme ganz anders.
52:03Ja, ja, die Technik.
52:04Kann ich mal telefonieren?
52:05Nur Dienstgespräche, Leo.
52:07Ach, deshalb ist bei euch dauernd besetzt.
52:09Das ist das Original beim Oskubus Anrufbeantworter.
52:12Ja.
52:13Und das da, das da ist die Entzerrte.
52:16Aha. Danke, Werner.
52:23Chris, Gerd, bestell doch bitte die Frau Thompson für morgen in die Wohnung von Kubel.
52:29Um 9.45 Uhr.
52:31Mach ich.
52:32Und die Greifswald brauchst du gar nicht?
52:34Doch, doch.
52:35Sag ihr doch bitte, sie möchte an Ort und Stelle, müsste sie noch was bestätigen.
52:41Guten Morgen, Frau Greifswald.
52:42Guten Morgen, Herr Chris.
52:44Muss ich da nochmal rein?
52:45Ich hätte gehofft, ich sehe das nie wieder.
52:46Ich hätte es Ihnen gerne erspart, aber leider, bitte.
52:51Danke.
52:54Frau Greifswald, Sie haben zu Protokoll gegeben, dass Sie zur Tatzeit nicht wussten,
53:00dass Herr Kube ein sogenannter Kavalier war, jemand, der sein Geld als Mann für schöne Stunden verdient.
53:08Sie haben das erst durch mich erfahren.
53:10Ja, das ist richtig.
53:11Geh jetzt Sie doch bitte mal nach, ob Henry inzwischen da ist, ja.
53:15Frau Judy Thompson behauptet nun, sie hätte es Ihnen schon vor längerer Zeit gesagt.
53:22Ah, guten Morgen.
53:23Frau Thompson, kommen Sie her.
53:26Sie haben Frau Greifswald vor längerer Zeit darauf aufmerksam gemacht,
53:31dass Herr Kube sein Geld als sogenannter Mann für schöne Stunden verdient.
53:35Ist das richtig?
53:36Ja, weil ich nicht sicher war, ob sie es weiß.
53:39Und ich ihr damit die Enttäuschungen ersparen wollte.
53:43Als sie zum Krach kam, bin ich dann gegangen.
53:47Warum haben Sie mir das nicht gesagt?
53:50Ich habe mich geschämt.
53:52Ich habe nicht bezahlt.
53:55Danke, Frau Thompson.
53:56Sie können schon wieder gehen.
54:01Das war doch der Zeitpunkt, an dem Sie Ihren Entschluss, sich scheiden zu lassen, wieder rückgängig machten.
54:07Ja.
54:08Sie waren misstrauisch geworden, durchsuchten Kubes Schreibtisch, seine Schränke und so weiter und so weiter
54:14und fanden schließlich in dieser Schatulle hier die Umschläge.
54:20Ich kann mir vorstellen, was in einer Frau vorgeht, die herausfindet, dass ihr Liebhaber von der Freundin ihres Mannes engagiert
54:30und bezahlt wurde.
54:33Sie wollten sich rächen.
54:35An allen.
54:37Deshalb haben Sie Kube getötet.
54:39Vorsätzlich.
54:40Das sind Unterstellungen.
54:41Kube wollte mich erwürgen.
54:42Er war ein engagierter Mörder.
54:44Das wollten Sie uns glauben machen.
54:47Deshalb haben Sie 5000 Mark, versehen mit der Banderole der Bank, hier in Kubes Sakkotasche.
54:53Dann hätten meine Mann ja die 5000 fehlen müssen, nicht?
54:56Ja, ja.
54:56Damit er das Geld nicht vermisst, haben Sie von ihm nur die Banderole genommen.
55:00Und die 5000 Mark nahmen Sie aus Ihrer eigenen Tasche.
55:03Nur, nachdem er verhaftet worden war, haben Sie vergessen, das Geld aus seinem Schreibtisch zu nehmen.
55:10Sie haben ja Ihren Fehler nicht einmal bemerkt, als ich gestern bei Ihnen war und es vorzählte.
55:14Es konnte doch nicht gleichzeitig in Kubes Sakkotasche und dem Schreibtisch Ihres Mannes sein.
55:20Oder?
55:22Noch was.
55:23Hier in dieses Kuvert stecken Sie 3600 Mark.
55:28Im Preis für einen Flug nach Kairo.
55:30Samt Flugnummer und Abflugzeit, um eine geplante Flucht Kubes vorzutäuschen.
55:36Haben Sie gesehen, dass ich das getan habe?
55:38Aber ich kann es trotzdem beweisen.
55:40Diesen Flug haben Sie nämlich telefonisch bestellt, als Frau Jablonski.
55:44In der sicher richtigen Annahme, dass sich später niemand mehr genau an eine Telefonstimme erinnern kann.
55:51Es geht aber Ihre Fantasie mit Ihnen durch.
55:54Das ist noch lange kein Beweis dafür, dass ich das Geld und die Daten des Fluges...
55:57Keine Angst, ich halte mich an Beweise.
55:59Denn hier auf dieser Kassette des Anrufbeantworters von Kube fanden wir eine Nachricht des Reisebüros.
56:07Dahin wird Ihre telefonische Flugbestellung bestätigt.
56:10Die Aufnahme ist ziemlich verrauscht.
56:13Aber unsere Spezialisten haben die Stimme wieder deutlich erkennbar gemacht.
56:22ABR Flughafen Riem.
56:24Das Ticket, Herr Kube, für Ihren Flug 875, morgen 8.50 Uhr nach Kairo, liegt für Sie an unserem Flughafenschalter
56:32zum Abholen bereit.
56:33Und das ist nur eindeutig Ihre Stimme.
56:37Frau Greifswald, es war nicht Notwehr. Kube hat Sie ja nicht mal bedroht.
56:43Sie haben den Mord an Kube geplant, ausgeführt und darüber hinaus alles getan, um Ihren Mann und Frau Jablonski in
56:50den Verdacht der Anstiftung zum Mord zu bringen.
56:54Sie sind vorläufig weggenommen. Ich muss Sie bitten, uns aufs Präsidium zu begleiten.
57:13Fress Henry, sorgt doch bitte dafür, dass die Entlassungspapiere für Georg Greifswald und Maria Jablonski umgehend fertig gemacht werden, ja?
57:23Danke.
57:31Einen Augenblick, bitte.
57:42Georg, ich möchte Dich um Verzeihung bitten.
57:52Das, das habe ich nicht gewollt.
57:57Ja, ich weiß.
57:58Georg, bitte, bitte verzeih mir.
58:04Frau Jablonski, Herr Greifswald, würden Sie bitte zu mir rüberkommen?
58:17Ja, ich weiß.
58:18Ja, ich weiß.
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