- vor 17 Stunden
Hauptkommissar Berghammer - Ottfried Fischer /
Drehbuch - Franz Xaver Sengmüller /
Regie - Walter Bannert
Drehbuch - Franz Xaver Sengmüller /
Regie - Walter Bannert
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TVTranskript
00:00:07Musik
00:00:45Also, Prost!
00:00:54Hoffentlich kommt der nicht ohne seine Monika.
00:01:00Sagt bloß, dass die Monika daheim lassen.
00:01:02Die hat auch von mir Kopf hin gekriegt.
00:01:04Ach, Scheiße.
00:01:06Komm, aber trinken kostet ja trotzdem was.
00:01:08Ich will eine Tabletten aus der Apotheke geholt,
00:01:10aber die haben mir auch nicht geholfen.
00:01:12Macht nix, dann tanzen wir beide.
00:01:14Ich mag nix.
00:01:15Nun gehst du zum Tanzen.
00:01:17In dem Fall, gehen wir tanzen.
00:01:19Ja, komm, gehen wir auch.
00:01:21Was ist denn mit mir?
00:01:23Ich bleib wieder alleine sitzen, oder was?
00:01:25Na, dann kommt aber Freude.
00:01:36Wiederschauen.
00:01:37Wiederschauen.
00:01:37Wiederschauen.
00:01:37Schönen Abend, Frau Berghammer.
00:01:39Mama, ich find das nicht.
00:01:40Wo flacht denn das umeinander?
00:01:42Benno, geh einmal her.
00:01:43Hello.
00:01:45Bang, bang, bang.
00:01:46Hello.
00:01:49Mama, wo ist denn das Fernsehen?
00:01:51Fernsehprogramm, ich weiß nicht, was heute kommt.
00:01:52Du hast doch gesagt, jetzt geh einmal her.
00:01:55Oh Gott, sag, was willst du denn die ganze Zeit?
00:01:57Ja, mach mir mal den Reißverschluss zu.
00:02:00Mama, das geht irgendwie nicht.
00:02:01Du hast immer nur eine Talie wie ein Reh,
00:02:03aber Maegrip ist auch nicht gerade geworden.
00:02:05Also, weißt du, das musst du ausgerechnet du sagen.
00:02:07Das Ding hab ich doch schon seit 15 Jahren nicht mehr angehabt.
00:02:10Ja, dann passt es.
00:02:11Kannst du jetzt wirklich sagen,
00:02:12wo mein Fernsehprogramm umeinander flackt?
00:02:14Fernsehprogramm, Fernsehprogramm.
00:02:15Jetzt ist Fasching.
00:02:16Einer, der jetzt nicht aus dem Bau geht,
00:02:18der trifft nie eine.
00:02:20Mama, eine, die im Fasching hergeht,
00:02:22die geht erstens das ganze Jahr her
00:02:23und zweitens taugt's eh nix.
00:02:25Also, jetzt mach einmal.
00:02:26Du sagst es so einfach nicht.
00:02:28Ja, jetzt streng dich an.
00:02:29Mama, das geht irgendwie nicht.
00:02:30Ja, nicht mit Gewalt.
00:02:32Das Grüßen.
00:02:33Und, was zieg ich jetzt an?
00:02:35Ist doch wurscht, auf dem Seniorenbau geht's doch eh um nix mehr.
00:02:37Ja, das sagst du.
00:02:52Danke.
00:02:54Ja, sag einmal.
00:02:56Warst du dabei?
00:02:57Wie die Monika hat die Tabletten gemacht?
00:02:59Wie meinst du jetzt das?
00:03:00Ja, ob du das gesehen hast?
00:03:02Warum möchtest du denn das wissen?
00:03:03Weil normalerweise eine Frau nur dann Migräne hat,
00:03:05wenn sie eigentlich was anderes vorhat.
00:03:07Jetzt lass ihn doch endlich in Ruhe mit deinen saudungen Sprüchen.
00:03:11Ich möchte ja wissen, ob's wirklich zuhause ist.
00:03:14Ruf's doch an.
00:03:16Wett mir, dass der Vogel rausgeflogen ist.
00:03:18Ja, wett mir.
00:03:19Ich sag dir, sie liegt im Bett und schläft.
00:03:21Die Wetttür ist verloren.
00:03:31Das geht so.
00:03:38Wo fass denn du den ganzen Saal?
00:03:41Halt!
00:03:42Da bleiben.
00:03:44Soll ich mir leid kommen?
00:03:45Ach so früh?
00:03:46Ja, ja.
00:03:47Wir haben zwar denselben Schneider, aber noch lange nicht dieselbe Dame.
00:03:50Merken Sie sich das?
00:03:51Kameraden.
00:03:52Keine Ursache.
00:03:53Du bist der Kameraden.
00:03:54Was bist denn du?
00:03:55Du bist der BDM-Arabant.
00:03:57Du schämt dich.
00:04:04Du bist der Kameraden.
00:04:05Du bist der Kameraden.
00:04:06Soll ich das Wasser mal verrunder?
00:04:25Du bist der Kameraden.
00:04:26Ja, ich bin sehr freundlich.
00:04:28Schau mich im Batsch!
00:04:29Häh, was ich dann ist, Herr Kuhle!
00:04:37Mensch, wo bleibst du denn? Ich such dich überall.
00:04:41Nix da, heut wird nicht telefoniert. Deine Großmutter kann zum Morgen.
00:04:44Jetzt doch auf mit den Schmarrn.
00:04:46Soll ich die mal aus der Hand lesen?
00:04:47Ja, ja, vielleicht spart, aber jetzt muss ich telefonieren.
00:04:49Fasse dich kurz, deine Lebenslinie ist nicht grad alleine.
00:04:52Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein,
00:04:54nein.
00:05:07Was ist denn jetzt schon wieder?
00:05:17Das machen die doch mit Absicht!
00:05:22Natürlich!
00:05:23Ich bin jetzt schon wieder.
00:05:24Ja!
00:05:45Ich bin jetzt schon wieder.
00:05:47Ich bin jetzt nicht mehr so offen.
00:05:47Ja, ich bin jetzt schon wieder offen.
00:05:49Ein Bier krieg ich, bitteschön.
00:06:38Du schau her, was ich da im Speicher gefunden hab.
00:06:42Mama, jetzt los, mach mal endlich meinen Frieden mit deinem forschen.
00:06:45Die nardische Zeit geht mir so auf den Nerven, das kann ich überhaupt nicht sagen.
00:06:47Das ist der Zylinder, den der Papa aufgehabt hat als Zirkusdirektor.
00:06:51Das war sein Lieblingskostüm.
00:06:53Ja, an das kann ich mich Gott sei Dank nicht mehr erinnern.
00:06:55Weißt du, ein ganz kleiner Bub hast?
00:06:57Mei, da hat er viel Fäsche ausgeschaut.
00:07:00Weißt du was, das würd dir vielleicht auch stehen.
00:07:02Zirkusdirektor, da brauchst du nur mehr einen Frack und einen Peitschen.
00:07:05Zylinder hast du schon.
00:07:06Mama, das tut weh.
00:07:08Ich kann nicht gewusst, dass du so einen großen Kopf hast.
00:07:10Und außerdem ist der Zirkusdirektor vollkommen out.
00:07:12Wenn du heut mit einer Peitschen gehst, dann bist du Sado Maso.
00:07:15Sado was?
00:07:16Ja.
00:07:17Weißt du was, bei den drei Musketieren, da ist da auch einer dabei, der gut beieinander war.
00:07:21Mama, wie stellst du dir das vor, soll ich als drei Musketiere gehen, oder wie?
00:07:24Ja, dann gehst du halt als Kaiser Nero.
00:07:26Das ist der erste Vorschlag, den mir jetzt gefällt.
00:07:28Könnte nämlich Dates anzünden, anfangen alle mit der Kurverwaltung und dann gleich rüber ins Kommissariat.
00:07:32Ich will doch bloß, dass du überhaupt einmal irgendwo hingehst.
00:07:36Also gut, ich geh.
00:07:37Wirklich?
00:07:38Ja, ins Bett gelangt eh, wenn du zum Seniorenfaschen zum Relat hinter gehst.
00:07:41Lass mich vorbei.
00:07:42Danke.
00:07:44Weißt du was?
00:07:45Du wachst einmal auf und dann merkst, dass du das Beste im Leben versammt hast.
00:08:04Auf, kommst du da.
00:08:05Schaut mal auf, kommst du da.
00:08:11Schaut mal auf, kommst du da.
00:08:28Wir begrüßen das Prinzenpaar, Prinz George den Niederlichen und seine Prinzessin
00:08:35Kathi, die erste aus dem Märkchenwald.
00:08:38Musik, einen Tisch!
00:08:47Einmal!
00:08:49Amüsieren!
00:08:49Komm, geh weiter!
00:08:51Spinn dich aus, ich muss nachdenken.
00:08:53Hast du Monika erreicht?
00:08:54Geh, lass mir mal Ruhe.
00:08:57Herrschaftszeiten!
00:08:57Glaubst du, dir kann auch keiner mehr helfen?
00:09:02Fahrter, Humpi!
00:09:30Ich krieg noch ein Bier.
00:09:33Kommst du?
00:09:34Kommst du?
00:09:34Kommst du?
00:09:34Kommst du?
00:09:37Kommst du?
00:09:38Kommst du?
00:09:42Kommst du?
00:09:44Kommst du?
00:09:45Kann ich noch ein Bier?
00:09:45Kommst du?
00:10:04Kommst du?
00:10:06Ah!
00:10:07Ah!
00:10:16Der Adler, das hat er doch seine Soleika gefunden.
00:10:19Na komm, geh mal in die Bahn.
00:10:24Gehst denn hin?
00:10:26Ja, wo will ich denn hingehen?
00:10:27Nach Engelheim zum Forschingsball.
00:10:28Um drei in der Früh?
00:10:30Mama, manchmal wacht man auf im Leben und merkt, dass man das Wichtigste versäumt hat.
00:10:33Bitte.
00:10:39Es könnte etwa um die Zeit geschehen sein, als das Prinzenpaar seine Show abgezogen hat.
00:10:43Es wurde auch erklären, warum es keine Augenzeugen gibt.
00:10:47Du, schau mal, wie ist das passiert, Tatlaufe und so weiter?
00:10:51Ja, dem winzigen Einstich nach muss das eine Art lange Stricknadel gewesen sein.
00:10:55So durchbohrt er das Herz und kam an der Brustseite wieder raus.
00:10:58Also etwa 30 Zentimeter lang.
00:11:00Aha, also in meiner laienhaften Art ausgedrückt hat ihm der Täter quasi von hinten einen Herzkatheter gesetzt, kann man sagen.
00:11:06Ja, so kann man das sagen.
00:11:08Also offenbar hat der Mann völlig ahnungslos an der Bar gesessen, weil es einer Täter von hinten angriff.
00:11:13Na ja, ich brauch ihn jetzt eigentlich nicht mehr. Von mir aus könntest du ihn wegbringen lassen.
00:11:16Alles gut.
00:11:17Wer hat ihn denn gefunden, Sabrina?
00:11:18Der Arbeitskollege, ein gewisser Herr Darlinger.
00:11:20Ich bring dich hin.
00:11:21Weiter, komm, lass ihn wegbringen.
00:11:39Herr Darlinger, das ist der Kollege Berghammer.
00:11:42Ja, ist gut.
00:11:43Ja, ist gut.
00:11:43Ich hätte ein paar Fragen an Sie.
00:11:45Wann haben Sie denn Ihren Kollegen den Netztal das letzte Mal lebendig gesehen?
00:11:48Ja, wie er da mit dieser Haremsdame getanzt hat.
00:11:51Zuerst war er ja ganz allein hier rumgestanden, aber dann hat er doch jemanden aufgerissen.
00:11:55Oder Sie ihn.
00:11:56Aber gekannt haben Sie die Dame nicht?
00:11:57Ich hab sie bloß beim Tanzen gesehen.
00:11:59Hast du den Schleier vor dem Gesicht gehabt?
00:12:01Aber seine Frau war's nicht, da bin ich ganz sicher.
00:12:04Und wo war die?
00:12:05Daheim.
00:12:07Angeblich hat sie Migräne gehabt.
00:12:08Wieso angeblich?
00:12:10Ja.
00:12:11Oder was Besseres vorgehabt, ich hab keine Ahnung.
00:12:14Da bleibt immer ein Bier.
00:12:16Ich brauche jetzt ein Bier, Entschuldigung.
00:12:17Herr Darlinger.
00:12:18War nicht gut in die Halle, oder?
00:12:20Der Arnold, der hat versucht mit dir zu telefonieren, aber ich glaube, er hat sich nicht erreicht,
00:12:25weil er so einen letzten Zug hat.
00:12:26Ja, aber später hat er sich dann doch mit dieser Haremsdame sehr vergnügt.
00:12:30Das hat mich auch sehr gewundert, weil er eigentlich nicht der Typ ist, der sich amüsiert.
00:12:34Da ist seine Frau, die Monika hat, der sich aus einem anderen Holz geschnitzt.
00:12:37Der Eins ist für mich, Bitteschön.
00:12:39Ein Vergnügen nicht abgeneigt, oder wie soll ich das verstehen?
00:12:41Ein flotter Käfer halt, ne?
00:12:43Eine, die bei den Männern Chancen hat und das weidlich ausnützt.
00:12:46Eine von der Sorte, die der Hafer erst dann sticht, wenn sie verheiratet sind.
00:12:49Ist die Frau Netzthaler schon benachrichtigt?
00:12:51Noch nicht.
00:12:52Und wo wir den Herrn Darlinger finden, wissen wir?
00:12:53Ja.
00:12:54Gut, dann haben Sie mich eigentlich, wenn wir Sie brauchen können, wir sind zurück.
00:12:57Gut.
00:12:57Wieder Zeit.
00:12:59Gute Nacht.
00:12:59Tschüss.
00:13:01Sag mal, fährst du mich nach Hause?
00:13:02Ich würde mich gerne umziehen und abschminken.
00:13:04Und dann setzen wir die Witwe ins Bild.
00:13:05Und mir, das kannst du so lassen.
00:13:07Das ist für jemand anderen reserviert.
00:13:09Da mag ich es überhaupt nicht.
00:13:10Fahr mit dem Pfeiffer.
00:13:11Der mag es.
00:13:12Pfeiffer?
00:13:13Ja?
00:13:14Sabrina, was ist?
00:13:15Fahren Sie mich nach Hause?
00:13:17Aber mit dem größten Vergnügen.
00:13:19Anfassen verboten.
00:13:24Hallo!
00:13:25Hallo!
00:13:28Hallo!
00:13:30Hallo!
00:13:31Hallo!
00:13:33Hallo!
00:13:33Hallo!
00:13:33Hallo!
00:13:33Hallo!
00:13:34Na, wo ist sie jetzt?
00:13:35Was haben die gemacht?
00:13:36Jetzt müssen sie aber mal entscheiden.
00:13:37Haben die pieselt, haben die randaliert, haben sie ihre Blumen zerstört oder was?
00:13:40Ja, alles zusammen.
00:13:42Die haben gegen meine schönen Rosen gepieselt, dann haben sie die ausgerissen.
00:13:46Haben sie Beweise dafür?
00:13:47Na, proben Sie sich doch mal diese schrägen Typen an. Ist das nicht Beweis genug?
00:13:50Nein, das war ich nicht.
00:13:51Das sage ich Ihnen überhaupt.
00:13:52Ich bin nicht deswegen nach Bayern gezogen und habe mir dieses schöne Haus gekauft,
00:13:55damit solche Typen mein Beet zertrampeln.
00:13:59Wo ist denn? Wo ist denn?
00:14:01Soll ich vielleicht da vorbeifahren und eine Urinprobe machen oder was?
00:14:04Das ist doch Ihre Sache, wie Sie es ermitteln.
00:14:06Ja.
00:14:07Sie müssen sie doch gelernt haben.
00:14:08Ich frage mich wirklich, wozu Sie bezahlt werden, wenn Sie überhaupt keine Ahnung haben.
00:14:12Ja.
00:14:13Ja.
00:14:13Jetzt fangen wir mal ganz von vorne an.
00:14:15Also, wo ist das gewesen?
00:14:17Ja, du liebe Sie, haben Sie jetzt überhaupt nicht zugehört?
00:14:19Was ist denn los?
00:14:19Soll ich jetzt alles nochmal von vorne erzählen?
00:14:21Soll ich jetzt alles nochmal von vorne erzählen?
00:14:21Ich sag mal, ja, Ruhe da.
00:14:22Ich lass mich aus meinem Kommissariat keine Räumehöhle machen.
00:14:24Was soll das?
00:14:24Und was haben Sie für den Hut auffeifen?
00:14:26Aber Fasching ist von den Kollegen war keiner da und jetzt bin ich da Pfeifest immer da.
00:14:29Ich muss den Schmarrn da aufnehmen.
00:14:30Was heißt hier Schmarrn?
00:14:31Sie nehmen mich wohl überhaupt nicht ernst.
00:14:32Jetzt ist der Ruhe.
00:14:32Der Pfeif ist der Nagel weg.
00:14:33Jetzt suchen Sie einen anderen Raum.
00:14:34Hören wir den jetzt gerade.
00:14:35Also, geh mal.
00:14:36Fasching, ich halte es nicht mehr raus.
00:14:38Aber das sag ich Ihnen, wenn Sie mir jetzt nicht Wort für Wort alles aufschreiben.
00:14:41Ich habe keine Lust, alles 24 Mal zu sagen.
00:14:45Der Pfeif hat auch schon an auf Fasching.
00:14:46Wir sind nicht mehr zum aushalten.
00:14:47Der Hut steht Ihnen.
00:14:49Wie der Depp schaut er aus.
00:14:51Gehen wir?
00:14:51Sabrina, warum sollten Sie mir jetzt wieder als Erstes zu der Netzthaler gehen?
00:14:54Wieso mir?
00:14:55Weil die erste Reaktion eines Betroffenen immer die aussagekräftigste ist.
00:14:59Er kauft ja doch mit dem Mord nichts zu tun.
00:15:01Woher sollen wir das wissen?
00:15:02Überleg doch einmal, wer einen Mord begehen will.
00:15:03Der schaut doch, dass er möglichst unauffällig ist und täuscht in der Migräne vor,
00:15:06dem eh keiner glaubt.
00:15:07Vielleicht hängt sie doch mit drin.
00:15:09Ich will ja aber das mit dem Mann jetzt nicht sagen müssen.
00:15:12Du wirst dich diesmal nicht drücken.
00:15:14Wir gehen.
00:15:14Außerdem hat der Dallinger gesagt, sie sei keine Sibine.
00:15:17Vielleicht ist sie blond, dann gefällt sie dir.
00:15:19Ja.
00:15:21Hör auf.
00:15:34Grüß Gott.
00:15:35Können Sie uns bitte sagen, wo wir die Frau Netzthaler finden?
00:15:37Ja, da drüben.
00:15:38Aber mit der habe ich nichts zu tun.
00:15:40Die geht mich nichts an.
00:15:41Hast du eins mit dir zerstritten oder wie?
00:15:43Nein, aber die hat jetzt plötzlich auch einen Flohmarkt aufgemacht.
00:15:46Und ich bin hier schon 30 Jahre und mich kriegen sie hier nicht weg.
00:15:50Schauen wir mal rüber.
00:15:51Dankeschön.
00:15:51Bitteschön.
00:16:05Morgen.
00:16:06Morgen.
00:16:06Hallo.
00:16:06Können Sie Ihnen was helfen?
00:16:07Frau Netzthaler?
00:16:09Ja?
00:16:11Lorenz.
00:16:12Kripo Tölz.
00:16:13Das ist der Kollege Berghammer.
00:16:14Alles gut.
00:16:16Frau Netzthaler, es geht um Ihren Mann.
00:16:18Mein Mann?
00:16:20Mein Mann?
00:16:20Ist mit meinem Mann was passiert?
00:16:21Nicht so, da stellst du es einfach mal hin.
00:16:24Ihr Mann ist heute Nacht ermordet worden.
00:16:28Das kann nicht sein.
00:16:29Mein Mann war gestern mit Kollegen auf einem Faschingsball.
00:16:32Ja.
00:16:33Genau da ist es passiert.
00:16:34Vielleicht ist es eine Verwechslung.
00:16:36Nein, sie haben ja selber gesagt, er ist mit Kollegen unterwegs gewesen.
00:16:39Und die kennen den Mann ja, die werden den kaum verwechseln.
00:16:45Ich bin echt auf Lust mitgegangen.
00:16:48Aber ich habe heute Nacht solche Kopfschmerzen gekriegt.
00:16:51Hatte Ihr Mann Feinde?
00:16:53Mein Mann war der sanfteste, friedlichste Mensch, den man sich vorstellen kann.
00:17:03Laut Zeugenaussage hat Ihr Mann kurz vor seinem Tod mit einer Haremsdame getanzt.
00:17:06Kennen Sie sie?
00:17:07Eine Arbeitskollegin war es nicht.
00:17:10Wahrscheinlich eine Ballbekanntschaft.
00:17:12Ich habe zum Arnold gesagt, er soll sich amüsieren.
00:17:15Er ist immer sehr schüchtern und zurückhaltend.
00:17:17Seien Sie nicht eifersüchtig, wenn er sich mit anderen Damen da amüsiert?
00:17:21Der Arnold ist treu.
00:17:24Vielleicht war er jemand im Weg.
00:17:27Haben Ihnen seine Kollegen irgendwelche Geschichten über mich erzählt?
00:17:30Einer ließ durchblicken, dass Sie es mit der ehelichen Treue nicht so genau nehmen.
00:17:33Das muss doch jetzt nicht sein.
00:17:35Ich kann mir schon denken, wer das war.
00:17:37Frau Netztaler, hat Ihr Mann sich vom Ball aus einmal angerufen?
00:17:41Das weiß ich nicht.
00:17:42Ah, Sie waren also nicht zu Hause?
00:17:44Ich war zu Hause. Ich habe eine Schlaftablette genommen wegen der Kopfschmerzen.
00:17:47Können Sie von dem Zeug hier eigentlich leben?
00:17:50Ich arbeite in einem Fitnesscenter.
00:17:52Ah, ja.
00:17:56Jetzt haben wir jetzt ein Pflegelchen mit Dir umgehen können.
00:17:59Sie hat doch gerade erfahren, dass sie ein Mann ermordet worden ist.
00:18:01Hör mal doch auf, das ist eine ganz durchtriebene.
00:18:03Komm, wenn Sie doch nicht ein bisschen fescher ausschauen,
00:18:04ist doch normal, dass die Leitblätter herreden.
00:18:06Nur weil sie blondes und Engelsgesicht ziehen hat, ist bei der alles erlaubt, oder was?
00:18:09Schmarrn, ich seh, das ist doch objektiv.
00:18:10Mit was?
00:18:12Also objektiv gesehen, ich habe jetzt Hunger.
00:18:14Ja, dann isst man halt was.
00:18:15Gut.
00:18:18Ach so, ein Stein.
00:18:20Ein Stein auf vier Rädern, oder was?
00:18:22Plötzlich war er da.
00:18:23Ihr weiß auch nicht, wo er hergekommen ist.
00:18:25Tja, ist ein Pech aber auch.
00:18:27Ihr war voll nett betrunken, gell?
00:18:28Reg dich ab. Ich gehe nicht zur Polizei.
00:18:31War ein bisschen fertig mit dem Wagen.
00:18:33Ohne Rechnung? Morgen.
00:18:35Danke.
00:18:51Na sowas. Schon wieder Sehnsucht nach mir?
00:18:55Hast du irgendwem erzählt, dass ich gestern Nacht bei dir war?
00:18:58Der wahre Kavalier Denise und schweigt. Und wer rauf?
00:19:06Hör zu.
00:19:09Wenn dich irgendwer fragt...
00:19:11Ich war gestern die ganze Nacht daheim.
00:19:13Mit Kopfschmerzen. In meinem Bett.
00:19:16In meinem Ehebett.
00:19:18Was ist denn los?
00:19:21Solange du nichts anderes behauptest,
00:19:23kann mir keiner das Gegenteil beweisen.
00:19:27Oh, verschaffen wir eins!
00:19:29Oh, komm!
00:19:30Oh, komm!
00:19:35Schaut dich mal die ganze Geldfust aufreißen?
00:19:37So, du bist doch eh wiegenteuer.
00:19:38Da habt ihr alle Tomaten aufgekommen.
00:19:39Ich bin nicht am Essen.
00:19:41Ah, habe die Ehre, Frau Doktor.
00:19:42Guten Tag, Herr Berghammer.
00:19:44Sehen Sie so lieb, wir kommen gleich in mein Büro, ja?
00:19:46Na ja.
00:19:46Frau Doktor, wir hätten eine kleine Brotzeit vorbereitet.
00:19:49Da wären Sie auch ekel an.
00:19:50Danke, aber jetzt nicht.
00:19:51Vielleicht später.
00:19:52Wir verlieren zu viel Zeit.
00:19:54Ich kauf sie eine Stunde lang ein und dann darf sie auf einmal pressieren.
00:19:56Was sagst du denn da jetzt?
00:19:58Frau Lorenz, haben Sie irgendwo einen Bügel für mich?
00:20:00Ähm, ja, da.
00:20:02Ja, Frau Doktor, ja, dann, wenn Sie jetzt gegen uns ein ganzes Ganze.
00:20:06Wie ein sauberer Fummel.
00:20:07Ich bin zur Presseball in München eingeladen und sitze am Tisch des Ministers.
00:20:11Respekt.
00:20:12Wobei wir schon beim Thema sind.
00:20:14Voraussichtlich wird der Mord in dem Wirtshaus überregionale Beachtung finden.
00:20:18Ein Erstochener im Karnevalsgetümmel schließe ich nicht alltäglich.
00:20:22Was folgt da aus, Herr Beckham?
00:20:23Ja, was schließe ich auch raus?
00:20:25Dass sich der Minister natürlich nach dem Stand der Ermittlungen erkundigen wird.
00:20:28Was auf dem Forschungsball?
00:20:29Mhm.
00:20:31Und es wäre äußerst erfreulich, wenn ich ihm sagen könnte, der Täter ist gefasst
00:20:34und der Fall ist so gut wie abgeschlossen.
00:20:35So schnell?
00:20:36Wir haben nicht einmal einen Vorschlag, wie die Tatwaffe ausschaut.
00:20:39Sie haben schon ganz andere Sachen geschafft.
00:20:41Und nach Lage der Dinge handelt es sich hier um ein emotionales Motiv.
00:20:45Also entweder es war die Ehefrau des Ermordeten oder ihr Liebhaber oder beide zusammen.
00:20:48Eine vierte Möglichkeit schließe ich auch.
00:20:50Ja, aber Moment, dazu müssten wir erstmal den Liebhaber finden.
00:20:53Das kann doch nicht so schwer sein.
00:20:55Ja, Frau Doktor, vielleicht fragt Sie den Minister gar nicht, wenn er ein tolles Dekolleté sieht.
00:20:59Jetzt sind Sie alber.
00:21:02Wie?
00:21:05Aber vielleicht könnten wir uns ja nochmal mit dem Herrn Daginger unterhalten, ein Freund des Opfers.
00:21:09Ich meine, immerhin war er es, der uns auf die noch nicht bewiesene Untreue von Frau Netzthaler hingewiesen hat.
00:21:14Ja, das ist durchaus möglich, dass er mehr weiß, als er uns gesagt hat.
00:21:17Sagen Sie mal, Frau Lorenzen, halten Sie das auch für ein bisschen gewagt?
00:21:30Was heißt das jetzt von der Theorie mit den drei Möglichkeiten?
00:21:33Ja, das scheint ziemlich logisch zu sein, oder?
00:21:37Das finde ich eben nicht, weil es macht sich nicht einer die Mühe oder geht das Risiko ein, dass einer
00:21:40auf den Faschungsball, der sticht, weil er noch drei Möglichkeiten hat.
00:21:43Weißt du, für eine vierte?
00:21:45Auf Anhieb auch nicht, aber vielleicht haben wir bloß was übersehen.
00:21:47Ich meine, Kriminalität ist facettenreich.
00:21:48Ja, ich weiß es mir ja.
00:21:49Sag mal, du bist doch von hier. Weißt du, wo wir hin müssen?
00:21:51Ich war schon lange nicht mehr da.
00:21:53Oh Gott.
00:21:54Das heißt, eigentlich war ich noch nie da.
00:22:05Morgen, Herr Daginger.
00:22:06Ja.
00:22:07Herr Berghammer.
00:22:09Frau Lorenz.
00:22:11Aufräumarbeiten, oder?
00:22:12Ja, das ist ja gut.
00:22:12Waschen.
00:22:14Kann ich Ihnen helfen?
00:22:15Ich würde gerne einen Blick auf den Schreibtisch von den Letztaler werden.
00:22:18Ja.
00:22:18Ja, selbstverständlich, kein Problem.
00:22:20Ich zeig's Ihnen.
00:22:23Schau'n, das ist der Schreibtisch da.
00:22:25Ah ja.
00:22:25Ja.
00:22:26Ich bring Sie hin.
00:22:27Sie sind nötig, Herr Daginger, der Orientierung sind.
00:22:29Meine Kollegin ist über jeden Zweifel erhaben.
00:22:31Also, Sie schafft...
00:22:31Seid er nicht.
00:22:34Herr Daginger, ich hätte ein paar Fragen an Sie.
00:22:36Streit vertraut euch.
00:22:38Wenn Sie so wollen, von Mann zu Mann.
00:22:40Ich mach die Tür zu.
00:22:42Okay.
00:22:49So, Herr Daginger, Sie haben mir angedeutet, dass, wie soll ich sagen, diese Frau Netztaler
00:22:55eher ein bisschen abenteuerlustig ist.
00:22:58Vornehm ausgedrückt, ja.
00:22:59Hat Ihnen das Ihr Mann erzählt, oder wissen Sie das aufgrund eigener Beobachtungen?
00:23:02Ich weiß es, Herr Kommissar.
00:23:04Und zwar aus eigener Erfahrung.
00:23:06Ah, erzähl'n's.
00:23:15Entschuldigung, hat dir irgendjemand was angefasst?
00:23:17Ich hab nichts angefasst.
00:23:20Das war beim letzten Weihnachtsfest hier im Betrieb.
00:23:23Ja, die meisten, die nehmen ihre Ehefrauen mit, ne?
00:23:26Und, naja, nach diesem üblichen Nikolaus-Krampf, wir waren alle schon ein bisschen blau,
00:23:32da ist sie halt ein bisschen getanzt worden.
00:23:34Ich hab mir nichts dabei gedacht, wie ich die Monika aufgefordert hab.
00:23:38Aber ich sag's einer, die hat sich an mich gepresst.
00:23:44Na ja.
00:23:45Und später, da hat sie mich dann gefragt, ob ich nicht weiß, wo man hier irgendwo ungestört sein könnte, ne?
00:23:51Na ja, da hab ich sie hier in mein Büro gebracht.
00:23:54Na ja.
00:23:56Und dann haben wir da, auf diesem Schreibtisch.
00:24:06Ich sag's Ihnen, Herr Kommissar, diese Frau, die ist begabt.
00:24:25Schon bald wird der Tod über dich kommen wie ein Dieb in der Nacht.
00:24:30Dann wird deine ruchlose Seele in der ewigen Finsternis schmachten und wo noch Heulen und Zähne klappern ist.
00:24:46Hey, Pfeifer, was soll das mit diesem narrenhaften Outfit das ganze Büro jetzt endgültig verschandeln, oder wie?
00:24:52Geben Sie Ihnen keine Mühe, Herr Bergkamer. Die tollen Tage fordern Ihren Tribut, auch von Ihnen.
00:24:57Wenn Sie der Tribut sind, können die Tage so toll nicht sein. Und das da, das kommt weg, weil das
00:25:02ist mein Platz da und das da vorne auch da.
00:25:03Na, das hängt schon bei der Sabrina.
00:25:05Nächstes Jahr im Fasching mache ich Urlaub irgendwo, wo es keinen Fasching gibt.
00:25:08Wann so nach Köln, da ist es gar nicht mehr.
00:25:13Wie sieht's hier denn aus?
00:25:15Ah, Herr Prelat, Sie schickt den Himmel, der nahende Bote der Fastenzeit.
00:25:19Grüß Sie Gott, mein lieber Bergkamer.
00:25:21Herr Prelat, haben wir einen Schmerz?
00:25:23So weit ist es ja. Dem Herrgott sei es gedankt noch nicht, Frau Staatsanwältin.
00:25:29Sie können doch sicher dem Herrn Bergkamer die ganze Angelegenheit prägnanter schildern, als ich es als ein Laie zu tun
00:25:37vermag.
00:25:38Der Herr Prelat wird seit einigen Wochen von einem anonymen Briefschreiber bedroht.
00:25:42Hier, ich habe sie noch nicht angefasst.
00:25:45Einige Briefe hat man in Tölz direkt in den Briefkasten geworfen
00:25:48und einige hat man zu ihm nach Hause gebracht und unter die Tür durchgeschoben.
00:25:52Du Knecht des Bösen, wirst bald in der Hölle schmoren.
00:25:57Ich habe gehört jetzt vor einigen Wochen, warum kommen Sie eigentlich erst heut?
00:26:01Ja, meine erste Reaktion war natürlich, richtet nicht, auf dass ihr nicht selbst gerichtet werdet.
00:26:07Und ich habe für diese arme, verwirrte Seele gebetet.
00:26:10Und zu welcher verdammenswerten, sterblichen Hülle diese arme, verwirrte Seele gehört?
00:26:14Haben Sie keine Ahnung.
00:26:15Ja, nicht die mindeste.
00:26:16Wie heißt es so trefflich im Johannesevangelium?
00:26:20Jeder, der Böses tut, hasst das Licht.
00:26:23Und er kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
00:26:27Aber wer die Wahrheit tut, geht in das Licht, auf das offenbar wird, dass es die guten Taten Gottes sind.
00:26:34Berghammer.
00:26:35Nein, nein, nein, lassen Sie nur.
00:26:36Es ist immer wieder die reine Freude, wie viele Schätze des Glaubens unser lieber Berghammer aus seiner Ministrantenzeit in seinem
00:26:44Herzen bewahrt hat.
00:26:45Ja, das ist wahr.
00:26:47Ja, aber ich störe sicher. Ich behindere die Ermittlungen.
00:26:51Herr Prelat, wir werden uns mit Nachdruck um diese Angelegenheit kümmern.
00:26:55Gott segne Sie, Frau Dr. Zeller. Auf Wiedersehen.
00:26:58Auf Wiedersehen.
00:26:58Äh, Herr Prelat. Ja?
00:27:00Moment da.
00:27:01Eines würde mich noch interessieren.
00:27:03Äh, eine Frage hätte ich noch.
00:27:06Was hat Sie denn dann doch bewogen, hierher zu uns zu kommen?
00:27:10Die Hartnäckigkeit dieses Briefverschreibers, mein lieber Herr Berghammer.
00:27:14Stellen Sie sich doch mal vor, wenn er jetzt plötzlich seinen Drohungen Taten folgen lässt.
00:27:20Übrigens, grüßen Sie mich, Ihre liebe Frau Mutter, recht schön.
00:27:24Ich rechne fest mit Ihrem Erscheinen bei unserem Faschingsfeste, Seniorenfasching.
00:27:29Gott grüße Sie, meine Herren.
00:27:31Richte aus, Herr Prelat. Führt Deiner.
00:27:38Frau Doktor?
00:27:40Frau Doktor, was soll ich denn mit dem Brief?
00:27:42Ich meine, ich muss mich doch um den Fall Netztaler kümmern.
00:27:44Ich hab' keine Zeit dazu.
00:27:46Das machen wir später.
00:27:47Wir dürfen jedenfalls nicht außer Acht lassen, dass der Prelat wichtige Kontakte zu großen politischen Persönlichkeiten hat.
00:27:52Also, Untätigkeit können wir hier nicht walten lassen.
00:27:54Ja, gut, aber außer diesen Machwerken hab' ich überhaupt keine Anhaltspunkte.
00:27:58Was soll ich da anfangen? Aber wie soll ich das gehen?
00:28:00Das kriegen Sie schon hin.
00:28:01Und ich werde in der Zwischenzeit mit Frau Lorenz an dem Mordfall Netztaler zusammenarbeiten.
00:28:07Der für Sie anscheinend schon halb gelöst ist, oder?
00:28:09Ja, also, so schwierig zu lösen, wie Sie ihn hinstellen, ist er bestimmt gleich.
00:28:12Frau Doktor, da bin ich jetzt wirklich anderer Meinung.
00:28:15Ich hab' Ihnen doch schon gesagt, dass sowas für mich keine Bedeutung hat.
00:28:18Ich bin halt der Typ, der ab und zu Abwechslung braucht.
00:28:21Und Ihren Mann hat es nicht gestört?
00:28:23Erstens hat er es selten mitgekriegt und zweitens hat er meine Art toleriert.
00:28:26Ja, wie er sich wirklich gefühlt hat, das werden wir wohl nie erfahren.
00:28:29Übrigens war ich vorher bei Ihnen zu Hause. Wieso arbeiten Sie heute?
00:28:33Ich hab's in meiner Wohnung nicht mehr ausgehalten.
00:28:38Ich bleib lieber morgen zu Hause, wenn alles in der Zeitung steht.
00:28:44Äh, Frau Netztaler, muss ich leider noch was fragen.
00:28:48Würden Sie mir die Namen der Männer verraten, mit denen Sie in den letzten Monaten ein Verhältnis hatten, ähm, beziehungsweise
00:28:55immer noch haben?
00:28:57Sie tun ja grad so, als wäre ich Nymphomanin.
00:29:00Naja, eben das eine.
00:29:02Wozu brauchen Sie denn Namen?
00:29:04Naja, es kann doch sein, dass einer der Herren mit dem Mord zu tun hat.
00:29:07Wenn es Ihren Mann schon nicht gestört hat, was Sie treiben, dann vielleicht doch eins Ihrer Verhältnisse, dass Sie immer
00:29:11noch verheiratet waren.
00:29:13Bei einem Seitensprung zählt nur der Augenblick.
00:29:16Wem sagen Sie das?
00:29:26Also gut, in der letzten Zeit war da nur der Schorsch.
00:29:30Hat er auch einen Nachnamen?
00:29:31Er ist der Faschingsprinz.
00:29:32Ah, Schorsch, der Liederliche.
00:29:34Er hat mich gefragt, ob ich Lust hab, seine Prinzessin zu sein, aber die wollten keine, die verheiratet ist.
00:29:39Das war's dann auch schon.
00:29:40Nicht so ganz, oder?
00:29:42Auf der Weihnachtsfeier zum Beispiel, Herr Dallinger.
00:29:44Wir waren betrunken.
00:29:46Das ist nicht der Rede wert.
00:29:48Das ist es meistens.
00:30:22Wir haben doch ausgemacht, dass du eine Zeit lang nicht hierher kommst.
00:30:25Wieso?
00:30:25Ich bin Kunde hier.
00:30:28Bei dir daheim falle ich viel mehr auf.
00:30:31Und das Telefonieren gewöhnst du dir in der nächsten Zeit besser ganz ab.
00:30:35Womöglich überwachen die deine Gespräche.
00:30:37Meine Gespräche?
00:30:38Ja.
00:30:39Glaubst du, die verdächtigen mich?
00:30:41Garantiert.
00:30:42Motiv?
00:30:43Du wolltest dich vom Arnold befreien.
00:30:45Und warum hab ich mich dann nicht von ihm scheiden lassen?
00:30:47Keine Ahnung.
00:30:48Sag du's mir.
00:30:50Er hat sich ziemlich lang hingezogen.
00:30:52Dein Mann hätte sich mit allen Mitteln dagegen gewehrt.
00:30:55So einen Typ wirst du nie wieder los.
00:30:57Ich wollte ihn ja gar nicht loswerden.
00:30:59Das kannst du jetzt leicht behaupten, nachdem du ihn los bist.
00:31:01Bist du deswegen da?
00:31:07Ich wollte dich fragen, ob's nicht gescheiter wär.
00:31:09Du würdest denen die Wahrheit sagen.
00:31:11Über uns, wo du gewesen bist und so weiter.
00:31:13Wieso?
00:31:14Du kannst dich auf den momentanen Schock rausreden.
00:31:17Allerdings, wenn du gegenüber der Kripo bei deiner Story geblieben bist.
00:31:22Es ist zu spät.
00:31:26Oder hast du denen doch schon von mir erzählt?
00:31:28Nein.
00:31:30Die glauben, ich war die ganze Nacht daheim.
00:31:33Du weißt, dass du ein schlechtes Gewissen hast.
00:31:38Was hat der Arnold schon gehabt, was einem anderen in die Augen stechen könnte?
00:31:44Dich.
00:31:55Ja, ich weiß gar nicht, wo er so lange bleibt.
00:31:57Jetzt ist er schon 16 Stunden unterwegs.
00:32:00Um die Zeit ist er sonst immer daheim.
00:32:03Das macht ja nichts.
00:32:04Ich gebe Ihnen meine Visitenkarte.
00:32:08Moment.
00:32:12Ich bin den ganzen Abend bei mir zu Hause.
00:32:15Ja, danke.
00:32:15Da kann er mich jederzeit anrufen.
00:32:17Danke schön.
00:32:18Danke schön.
00:32:18Wiedersehen.
00:32:18Bitte schön.
00:32:20Bitte schön.
00:32:22Danke schön.
00:32:36Danke schön.
00:32:41Danke schön.
00:32:42Danke schön.
00:32:55Danke schön.
00:32:56Danke schön.
00:33:34Danke schön.
00:33:37Danke schön.
00:34:06Und was geht's denn hier noch?
00:34:08Herr Notar, sind Sie der Einzige, der den Brief gekriegt hat?
00:34:09Na ja, soll ich meine Nachbarn fragen?
00:34:13Man hängt doch sowas nicht an die große Glocke.
00:34:15Bitte setzen Sie ihn hin.
00:34:16Ja.
00:34:16Wissen Sie, was mich wundert, Herr Notar?
00:34:18Dass Sie erst jetzt kommen?
00:34:19Sie hätten doch schon vor ein paar Wochen eine Anzeige machen können.
00:34:21Na ja, das war so ein Zufall, nicht?
00:34:22Heute Morgen auf dem Weg zum Registergericht, da habe ich im Autorat den Bericht über diesen
00:34:26Mord in Egelheim gehört und ich war nämlich auch auf dem Ball.
00:34:29Bitte setzen Sie ihn hin.
00:34:31Ach, und ist Ihnen da was besonders aufgefallen?
00:34:33Na ja, das Eigenartige war, dass der Mann, der ermordete, wie war der Name?
00:34:38Ein Netztaler, Arnold Netztaler.
00:34:40Ja genau, der hat das selbe Kostüm an gehabt oder das gleiche Kostüm an gehabt wie ich.
00:34:46Der war halt scheich verkleidet.
00:34:48Wir haben sogar die selbe Sonnenbrille auf gehabt.
00:34:50Wir haben uns getroffen und dann habe ich gelacht und gesagt, nein, wir haben halt denselben
00:34:56Schneider.
00:34:56Dann hat er auch gelacht und dann habe ich ihn aber nicht mehr gesehen.
00:34:59Sonst waren Sie da mit der Haarems-Tamie unterwegs?
00:35:02Ja, eine Bekannte von mir, aber die weiß nichts von den Tropbriefen, die hat nichts damit
00:35:06zu tun.
00:35:06Dann handelt es aber allein zu dem Zeitpunkt.
00:35:08Na ja, soweit man das auf dem Fachschutzball sagen kann, glaube ich auch.
00:35:11Könnten Sie sich vorstellen, dass es da um eine Verwechslung handelt?
00:35:13Dass es der Täter vielleicht eigentlich auf Sie abgesehen hat?
00:35:15Ja.
00:35:17Ja, unmöglich ist es nicht, oder?
00:35:31So, da warte ich wieder.
00:35:33Ah, wann ist denn euer Seniorenball im Pfarrheim?
00:35:36Das ist doch kein richtiger Ball.
00:35:38Das ist mehr so ein gemütlicher Kaffeeklatsch, verstehst du, am Nachmittag.
00:35:42Und wer ein Kostüm anziehen will, der zieht es halt an.
00:35:46Jetzt habe ich es weiter gemacht.
00:35:47Ja, das passt schon, aber jetzt weiß ich noch nicht, wann er ist.
00:35:51Morgen.
00:35:52Und ich weiß nicht, warum du gestern Nacht plötzlich abgekauft bist und bist erst am Nachmittag
00:35:57wiedergekommen, dann bist du sofort wieder weg.
00:35:59Und ich habe den ganzen Nachmittag den Notar da sitzen gehabt.
00:36:03Ja, vielleicht kommt das daher, weil gestern auf dem Faschungsball in Eglheim ein Mord geschenkt ist.
00:36:06Was?
00:36:07Ein Mord?
00:36:08An einem Ball?
00:36:09Das hat es er noch nie gegeben.
00:36:10Ja, nie, ist nicht immer, Mama.
00:36:12Ja, und was hat er da?
00:36:13Der sagt auch, was hat der da mit's getan gehabt?
00:36:15Das will ich schon wissen.
00:36:17Was ist denn jetzt mit der Nahrung?
00:36:19Ich habe gemeint, du hast keinen Hunger.
00:36:21So was ändert sich doch.
00:36:22Das kann ich nicht schmecken.
00:36:25Nimmst du einen Tomatenfisch.
00:36:43Ja, ja, jetzt steht's bis da her mit dem Fasching.
00:36:47Da ist er her.
00:36:48Aber der Schnipsler hat wieder zugeschlagen.
00:36:50Und der Notar hat dieselben Brief gekriegt wie der Brillat.
00:36:52Sag mal.
00:36:55Ist doch absolut der gleiche Täter, oder?
00:36:57Doch, der Stiel ist identisch.
00:36:59Ja, das ist jetzt kriminalistisch korrekt ausgedrückt von dir.
00:37:01Danke.
00:37:02Sie sagen, ich kann Ihnen nichts beweisen.
00:37:03Dann weiß ich nicht, warum Sie noch hier sind.
00:37:05Also gehen Sie.
00:37:06Ich bin gestresst genug.
00:37:08Na, gehen wir halt.
00:37:15Wer ist denn das?
00:37:18Seine Toilität schorst der Dritte.
00:37:20Der Liederliche mit seinem Haaren.
00:37:24Fasching.
00:37:25Er hat eine Anzeige wegen Körperverletzung durch Karlauer, oder was?
00:37:28Er hat letzten Herbst eine Affäre mit dieser Monika Netzteiler gehabt.
00:37:32Die Dame scheint ihre Netze sehr oft ausgeworfen zu haben.
00:37:34Was soll es rausfinden, Frau Doktor?
00:37:36Das weiß die ganze Stadt nur Sie nicht.
00:37:38Soll ich mich jetzt um den Fall alleine kümmern?
00:37:40Sie haben doch gesagt, Sie kümmern Sie um den Fall.
00:37:42Ah ja, weil Sie sich um die Drohbriefe des Prelaten kümmern.
00:37:46Wie weit sind Sie eigentlich damit?
00:37:47Ähm, der Notar Schmitzeder hat übrigens auch welche bekommen.
00:37:51Was?
00:37:52Der Mechanismus sitzt wohl wieder für die Leiche im Keller.
00:37:55Ja, da sitzen Sie hier noch rum, da unternehmen Sie doch was.
00:38:11Schau, wenn man den Wissenkreis hat.
00:38:13Grüß Gott.
00:38:15Ich kann mir schon vorstellen, dass man eher einen Vermögen der Notar umbringt,
00:38:17als so einen E-Werker-Angestellten.
00:38:20Aber interessant ist das schon, dass die alle zwei, der Schmitglieder und der Prelat,
00:38:25aus dem Auto blieb, um keinem Wort zu verwandeln.
00:38:27Na ja, dann auf Sie mit Gebrüll.
00:38:28Wir werden jetzt hier noch wieder jubeln.
00:38:29Ciao.
00:38:34Da müssen wir doch einen hinhängen, hier oben.
00:38:40Hallo.
00:38:42Ah, grüße Gott, Herr Bergammer.
00:38:44Und Sie haben auch Ihre nette Kollegin aus Norddeutschland mitgebracht.
00:38:47Ich weiß sogar den Namen.
00:38:49Frau Vincenz.
00:38:50Ich komme aus Berlin und heiße Lorenz.
00:38:53Oh, knapp daneben ist auch vorbei, aber Gott grüße Sie trotzdem.
00:38:57Ach Sie, Herr Bergammer, sind mir gegrüßt.
00:38:59Sagen Sie, gibt es schon Neuigkeiten in unserer Angelegenheit?
00:39:03Nichts Greifbares leider, Herr Prelat.
00:39:04Das ist unser Problem momentan.
00:39:06Aber Sie geben sich ja wirklich größte Mühe für diese Veranstaltung.
00:39:10Der reine und makellose Dienst an Gott, dem Vater, besteht darin,
00:39:16die Witwen und Waisen zu trösten, so schreibt uns der heilige Jakobus.
00:39:19Sie waren doch mal in der kirchlichen Vermögensverwaltung tätig.
00:39:23Oh ja, das ist schon einige Zeit her.
00:39:26Ich bin jetzt auf eigenem Wunsch mehr karitativ-pastoral tätig.
00:39:31Wie sagt doch unser lieber Herr Jesus zutreffend,
00:39:33niemand kann zwei Herren dienen und so könnt ihr auch nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
00:39:40Darf ich Ihnen ein Stück Kuchen anbieten?
00:39:42Oh ja, danke.
00:39:46Herr Prelat, wir sind eigentlich da, weil wir von Ihnen wissen wollen, ob Sie den Notar Schmidtseder kennen.
00:39:50Aber natürlich.
00:39:51Herr Doktor Schmidtseder ist ein sehr angesehenes Mitglied unserer Gemeinde.
00:39:55Aber warum fragen Sie?
00:39:56Der Doktor Schmidtseder hat die gleichen Drohbrief gekriegt wie Sie.
00:39:59Ach, wahrscheinlich.
00:40:02Vielleicht können wir uns im Nebenzimmer darüber unterhalten.
00:40:05Ja.
00:40:06Die Briefe stammen von einer Person.
00:40:08Das heißt, der Herr Notar und Sie haben denselben Feind.
00:40:12Ja, und jetzt würde uns interessieren, Herr Prelat, welche geheimnisvolle tödliche Verbindung
00:40:15zwischen Ihnen und dem Herrn Notar besteht.
00:40:19Ja, wieso?
00:40:19Ich weiß gar nicht, was Sie meinen.
00:40:21Es gibt keine Geheimnisse.
00:40:23Hatten Sie geschäftlich miteinander zu tun?
00:40:26Die Kollegin meint von Amts wegen, Herr Prelat.
00:40:29Früher einmal ja.
00:40:30Das war, wenn es galt, Grundstücke und Liegenschaften des Bistums zu verkaufen und zu verbriefen.
00:40:36Aber das waren alles ganz legale Geschäfte.
00:40:38Also, ich wüsste nicht, wer und warum man uns da derartig bedrohen sollte.
00:40:44Na ja, da mag man noch so ein guter Mensch sein und eine edle Gesinnung haben.
00:40:49Feinde hat man immer.
00:40:50Ich wollte, ich hätte die Weisheit, Ihnen diese Frage zu beantworten, Frau Lorenz.
00:40:56Aber vielleicht war es ja auch nur ein Faschingsscherz.
00:41:00Faschingsscherz?
00:41:01Glaube ich weniger, Herr Prelat.
00:41:03Immerhin wäre der Notar heute Nacht fast ein Mordanschlag zum Opfer gefallen.
00:41:10Jesu Barmherzigkeit.
00:41:11Ja, das war auf dem Maskenball, aber der Täter hat sein Opfer verwechselt und hat den Falschen erstochen.
00:41:18Ja, und Sie sind sich sicher, dass der Briefeschreiber auch der Täter ist?
00:41:23Davon müssen wir momentan auskennen.
00:41:24Ja, dann bin ja ich auch in schwerer Gefahr.
00:41:26Tja, dann müssen Sie beten und Sicherheitsvorkehrungen treffen.
00:41:30Das ist ja entsetzlich.
00:41:31Bitte, Herr Prelat.
00:41:41Nicht so ängstlich, meine Damen.
00:41:43Nicht so ängstlich.
00:41:47Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass ich hinter diesen weihvollen Sprüchen des Herrn Hinter eine riesensauerei verwerb.
00:41:52Das sind die Schlimmsten, die in den Namen Jesus liegen anfangen.
00:41:55Irgendwas verbindet den Notar und den Prelaten.
00:41:57Ich möchte bloß wissen, wie wir mal gespannt, wie der Notar jetzt reagiert, wenn wir zu einem wegnehmen.
00:42:01Meine Lieben, meine Lieben, bitte, bitte.
00:42:04Ich möchte das ändern.
00:42:05Dieser große Tisch, das erinnert mich zu sehr an das letzte Abendmahl.
00:42:10Das bedrückt mich.
00:42:11Ich möchte doch, dass wir einzelne Tische nehmen.
00:42:14Ja, denn das Wichtigste ist doch die Heiterkeit und die Fröhlichkeit an diesem Abend.
00:42:21Ich bin ein.
00:42:44Ich bin ein.
00:42:45Ich will dein Schauspieler.
00:42:48Äh, Lorenz Krippot-Holst, der Kollege Berghammer. Können Sie uns vielleicht weiterhelfen?
00:42:52Ja, das sind Sie bei mir gerade richtig. Das ist nämlich mein Chef.
00:42:54Ach, Eva Lachner. Haben Sie einen Termin?
00:42:56Das gerade nicht.
00:42:57Na, wir brauchen darüber an.
00:42:58Ähm, was geht's denn?
00:42:59Das würden wir ihm gerne persönlich sagen.
00:43:01Also gut, dann kommen Sie einfach mit.
00:43:02Danke.
00:43:12Hier sind die Entwürfe für die Allbach GmbH.
00:43:14Um was geht's da?
00:43:15Na, schau rein, dann weißt du's.
00:43:17Da sagt jemand, ob er schützt, jeder Bescheid.
00:43:21Zwei Herrschaften von der Polizei sind da.
00:43:27Aha.
00:43:27Guten Tag, meine Kollegin, die Frau Lorenz.
00:43:30Ja, Frau Menden.
00:43:31Bitte gehen Sie in mein Büro rein.
00:43:33Der Text ist jetzt in Ordnung.
00:43:35Vereinbaren Sie einen Termin mit den Beteiligten, gell?
00:43:37Und Frau Lachner?
00:43:38Ja.
00:43:40Nicht vor Aschermittro, wenn Sie es einrichten müssen, gell?
00:43:43Zu mein Bestes.
00:43:49So, gibt's was Neues?
00:43:51So gesehen, ja.
00:43:53Haben Sie den Täter?
00:43:54Nein, leider noch nicht.
00:43:56Ja, was ist denn das Neue, was Sie mir mitzuteilen haben?
00:43:58Herr Prilat hinterher bekommt die gleichen Drohbriefe wie Sie.
00:44:01Na, das gibt's doch nicht.
00:44:03Doch, und jetzt darf man gerne von Ihnen wissen, was Sie und der Prilat für einen gemeinsamen
00:44:06Feind um, ob Sie sich das vorstellen könnten, wie das sein könnte.
00:44:08Der Herr Prilat hat nämlich keinen einzigen Feind.
00:44:11Ja, ich hatte früher mal in kirchlichen Vermögen Angelegenheiten mit dem Herrn Prilaten
00:44:15zu tun, bitteschön.
00:44:17Aber inzwischen kümmert er sich ja nur noch um Wipfen und Waisen, wie ich gehört habe.
00:44:21Mhm.
00:44:22Sie haben also keine Ahnung, wer der Absender dieser anonymen Briefe sein könnte?
00:44:26Keine Ahnung, ist mir ein Rätsel.
00:44:27Wer entleert denn bei Ihnen die Briefkästen?
00:44:29Habe ich das vergessen zu erwähnen?
00:44:31Die Briefe sind zu mir privat nach Hause gekommen.
00:44:33Ah, dann weiß ja Ihre Frau Bescheid.
00:44:35Nein, die fährt zur Zeit in St. Mogelski.
00:44:37Wir haben uns vor einem halben Jahr getrennt.
00:44:39Sie wohnen alleine?
00:44:41Nein, mit meiner Sekretärin.
00:44:43Frau Lachner?
00:44:44Nein, die andere.
00:44:45Frau Gerblinger.
00:44:46Die Jüngere?
00:44:49Ja.
00:44:50Wäre es nicht möglich, dass unter diesen Umständen der Absender Ihre Frau ist?
00:44:54Nein.
00:44:55Die lebt sehr gut auf meine Kosten.
00:44:57Trotzdem, ich finde...
00:44:58Schauen Sie, Frau Lorenz, nach 18 Ehejahren ist jede Frau auf ihrem Mann sauer.
00:45:02Mein Recht sich auf finanzielle Art und die Drohbriefe beschreibt der Anwalt leider nicht anonym.
00:45:07Ihrer Meinung nach kann man es also ausschließen, dass Ihre Frau sich die Zeit vertreibt mit dem Aushacken von Mordplänen,
00:45:13oder?
00:45:13Ich schließe es nicht aus, dass er sich momentan mit ihrem Schielehrer die Zeit vertreibt.
00:45:17Mit anderen Worten, Sie haben keine Ahnung, wer der Absender dieser anonymen Briefe ist.
00:45:20Und auch nicht, wer das Opfer auf diesem Faschungsrat verwechselt haben könnte.
00:45:24Keine Ahnung.
00:45:25Ja, dann würde ich sagen, haben Sie mich doch mal. Packen wir es, oder? Viertere hinunter.
00:45:29Wiedersehen, Frau Lorenz. Servus, Herr Berghammer.
00:45:36Wiedersehen.
00:45:38Wiedersehen.
00:45:46Waren Sie wegen dem Mord am Faschungsball bei dir?
00:45:49Ja.
00:45:51Und? Gibt es was Neues, irgendeine Spur?
00:45:54Nein.
00:45:56Ich kriege jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke.
00:45:59Stell dir vor, der Mörder hätte dich nicht mit dem Opfer verwechselt.
00:46:01Ja. Was soll mir denn passieren? Du warst ja die ganze Zeit bei mir.
00:46:08Aber wenn es eine Verwechslung war, musst du den Mörder gewusst haben, dass du ins Ölscheich gehst.
00:46:11Ja.
00:46:13Wer hat denn davon gewusst?
00:46:16Du und deine Kollegen da draußen, meine Mutter, die Haushälterin, mein Stammtisch, der Rotary-Club, praktisch ganz tölz.
00:46:38Notariat Schmid-Seder-Lachner am Apparat?
00:46:41Ja, Eva Lachner.
00:46:43Was wollen Sie?
00:46:46Na, das kann ich nicht machen. Na, ausgeschlossen.
00:46:49Na, wie stellen Sie mir denn das vor?
00:46:53Also gut, ja, ich komme. Ich bin in zehn Minuten dort.
00:47:02Grüß Gott.
00:47:03Grüß Gott, ich bin der Tobias Schöpplein. Ich habe Sie angerufen.
00:47:06Nicht, dass Sie gekommen sind.
00:47:10Gehen wir rein.
00:47:17Eigentlich hätte ich gar nicht herkommen sollen.
00:47:19Frau Lachner, Sie sind meine letzte Hoffnung.
00:47:21Ich fall meinem Chef nicht in den Rücken, das kommt überhaupt nicht in Frage.
00:47:23Und warum sind Sie denn überhaupt herkommen?
00:47:25Weil ich Ihnen das persönlich sagen wollte.
00:47:27Jetzt hören Sie mal her. Meine Großmutter ist über den Tisch gezogen worden und das wissen Sie ganz genau.
00:47:31Rechtlich gesehen war alles in Ordnung, Herr Schöpplein.
00:47:33Ach, das ist ja wunderbar und das können Sie mit Ihrem Gewissen vereinbaren.
00:47:35Das lassen Sie meine Sorge sein, Herr Schöpplein.
00:47:37Ich halte mich eben an die altbewährte Volksweisheit.
00:47:40Beiß nicht die Hand, die dich hüttert.
00:47:42Und dafür haben Sie doch Verständnis.
00:47:43Heutzutage muss jeder sehen, wo er bleibt.
00:47:45Prima. Und das ist Ihr letztes Wort.
00:47:47Ja. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, Herr Schöpplein.
00:47:49Es tut mir wirklich leid für Sie. Wiederschauen.
00:47:55Nochmals vielen Dank, dass Sie sich so spontan gebeten haben.
00:47:57Gern geschehen. Aber Sie sagen doch nie mal etwas, oder?
00:48:00Nein, da können Sie ganz beruhigt sein.
00:48:02Wiederschauen.
00:48:02Auf Wiederschauen.
00:48:05Das war doch die Frau Barmitz-Reiter, oder?
00:48:07Ja, woher kennen Sie die Frau?
00:48:09Wohne in den Netztalers.
00:48:10Aber seitdem die den Flohmarkt haben, wollen sie die alte Dame los sein.
00:48:13Was wollte sie denn?
00:48:14Sie hat die Frau Netztaler in der Tatnacht um drei Uhr früh aus dem Taxi steigen sehen.
00:48:18Dann war die gar in dem Bett, wie es uns erzählt hat.
00:48:20Jedenfalls nicht in ihrem eigenen.
00:48:21Also wir sollten die Frau Netztaler mit der neuen Situation konfrontieren.
00:48:27Herr Berghammer, haben Sie was dagegen, wenn ich das mit der Frau Lorenz übernehme?
00:48:32Ja.
00:48:32Ja.
00:48:33Na, ich meine, vielleicht ist die Dame bei Frauen gesprächiger.
00:48:36Ja, vielleicht überhaupt nichts.
00:48:37Ich bin froh mit jeder Entlastung.
00:48:38Ich halte hier die Stellung, will schon Gutes klingen.
00:48:40Ich bin selber sauf, froh, dass ich im Vorschein nicht raus muss.
00:48:42Bitte, meine Damen, machen Sie.
00:48:43Also gut.
00:49:03Hallo.
00:49:04Grüß Gott.
00:49:06Grüß Gott.
00:49:06Grüß Gott.
00:49:07Da, die Blonde, das ist sie.
00:49:11Ach, Herr Dallinger.
00:49:13Arbeitskollege des Opfers hat die Leiche gefunden.
00:49:16Dallinger?
00:49:18Hat bei der letzten Weihnachtsfeier Frau Netztaler vernascht.
00:49:21Oder Sie ihn.
00:49:22Scheint aber seit damals eine Unglade gefallen zu sein.
00:49:25Sicherlich ist jetzt der Ihr Favorit, mit dem Sie die letzte Tatnacht verbracht hat.
00:49:40Ah, Herr Dallinger.
00:49:41Kein Glück gehabt, oder?
00:49:42Ah, lass es mir doch weiter.
00:49:56Idiot.
00:50:02Herr Frau Netztaler.
00:50:03Guten Tag.
00:50:04Entschuldigung, dass wir Sie stören.
00:50:05Das ist Frau Dr. Zornow, die zuständige Staatsanwältin.
00:50:07Guten Tag.
00:50:09Können wir Sie kurz sprechen?
00:50:10Komm, ins Rhein.
00:50:16Worüber wollen Sie denn mit mir reden?
00:50:18Bitte?
00:50:19Worüber Sie mit mir reden möchten?
00:50:22Frau Netztaler, gegenteilig zu Ihrer bisherigen Aussage glauben wir, dass Sie in der Tatnacht nicht
00:50:28zu Hause waren.
00:50:29Ein Arbeitskollege Ihres Mannes hat ausgesagt, dass Ihr Mann Sie in dieser Nacht hat versucht
00:50:32zu erreichen.
00:50:33Und danach wäre er sehr deprimiert gewesen.
00:50:35Und wir möchten gerne wissen, wieso.
00:50:37Eine logische Erklärung wäre, dass hier niemand rangegangen ist.
00:50:40Und dass Sie Ihre Migräne nur vorgetäuscht haben, um sich anderswo zu amüsieren.
00:50:44Wie kommen Sie denn da drauf?
00:50:46Ich habe eine Schlaftablette genommen.
00:50:48Woher sollte er denn das wissen?
00:50:49Nein, das konnte er nicht wissen.
00:50:51Sie haben also die ganze Nacht hier in diesem Haus verbracht?
00:50:54Natürlich.
00:50:55Eine Zeugin hat Sie mit dem Taxi um drei Uhr nachts nach Hause kommen sehen in der Tatnacht.
00:51:00Ich kann mir schon denken, wenn es war.
00:51:02Stimmt es oder stimmt es nicht?
00:51:03Es stimmt nicht.
00:51:07Seit wir hier den Flohmarkt betreiben, macht sie ständig Anzeigen gegen uns.
00:51:15Glauben Sie ihr?
00:51:16Nein.
00:51:17Aber diese Aussage Ihrer Nachbarin, der Frau Barmesreiter, ist zu wenig, um eine Hausdurchsuchung
00:51:21beim Untersuchungsrichter zu beantragen.
00:51:23Also brauchen wir den Taxifahrer, um es hieb- und stichfest zu machen?
00:51:27Ja, ich denke ja.
00:51:29Er ist die, ja, der ist die erste.
00:51:31Halt, halt, halt, halt, nix da, nix da, das ist beschlagen, um den zeig ein anderes Taxi.
00:51:35Also ist doch frei.
00:51:36Nein, nix ist frei, nimmst euch das da.
00:51:38Seien Sie die Relatoren?
00:51:39Ja, warum?
00:51:40Ich habe ja bei Ihrer Zentrale herausgefunden, dass Sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag,
00:51:44also in der Früh am Sonntag um drei, eine Frau zum Staubacher Hof gebracht haben.
00:51:47Und warum ist das wichtig?
00:51:49Wichtig, wichtig, ich muss das aufnehmen.
00:51:50Jetzt, in der Nacht?
00:51:51Weil in der Nacht, soll ich morgen in der Früh oder nachmittag wiederkommen oder was?
00:52:29Applaus
00:52:39Vielen Dank.
00:53:00Haben Sie eigentlich schon daran gedacht, dass man in seinem irdischen Dasein danach prachten muss, sich bei Zeiten einem Platz
00:53:07im Himmelreich zu erwerben?
00:53:09Freilich, mit Schätzen, die um diesseits nicht viel gelten, im Jenseits aber dafür umso mehr ins Gewicht fallen, wird Ihre
00:53:18Pension eigentlich genug ab?
00:53:22Ich kann nicht klagen.
00:53:42Ich möchte Sie auf keinen Fall zu etwas überreden, was Sie dann später vielleicht bereuen.
00:53:49Aber Sie sollten doch den einen oder anderen Gedanken darauf verwenden, ob Sie nicht Ihr kleines Häuschen der Mutterkirche vermachen.
00:53:57Ja, das pressiert ja nicht. Außerdem war der Bennu wahrscheinlich wenig begeistert.
00:54:02Naja, der braucht das ja vielleicht gar nicht zu erfahren.
00:54:05Schauen Sie, unser Heiland hat uns in diesen Dingen das Schweigen anempfohlen.
00:54:11Wenn du Gutes tust, so spricht der Evangelist, dann soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut.
00:54:19Das Gute, das tue im Verborgenen.
00:54:22Denn dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir entgelten.
00:54:28Keine Panik, keine Panik, bitte bleiben Sie sitzen.
00:54:32Das ist nur eine ausgefallene Sicherung.
00:54:34Davon lassen wir uns die Freude nicht vermiesen.
00:54:37Und wie heißt es so schön bei einem Dichterwort?
00:54:40Im Dunkeln ist gut munkelig.
00:54:42Eine Moment.
00:55:11Ich bin der
00:55:12Herr Prilat?
00:55:24Herr Prilat?
00:55:29Herr Prilat?
00:55:38Das war ein saudummer Scherz.
00:55:44Ah, Sie kommen wie gerufen. Leuchten Sie mir doch bitte gleich einmal da her.
00:55:48Ein Ende ist nur noch eine Frage der Zeit.
00:55:52Schon bald wirst du einen grausamen Tod erleiden
00:55:55und mit all den anderen Fräflern im ewigen Höllenfeuer und Gnade winseln.
00:56:01Aber wir beide wissen, dass dir das nichts nützen wird.
00:56:06Denn du bist falsch und böse.
00:56:16Und muss ich auch wandeln in finsterer Schlucht? Ich fürchte kein Unheil.
00:56:20Meine Jesu Barmherzigkeit!
00:56:23Was machen Sie denn da? Lassen Sie den Mann in Ruhe!
00:56:26Was freut Ihnen denn? Ey, lassen Sie den Mann los!
00:56:29Was hat denn der? Der spinnt ja total!
00:56:32Frau Berghammer, Sie schickt den Himmel.
00:56:35Sie haben soeben meinem Diener der Kirche Christi das Leben gerettet.
00:56:39Ja, dann habe ich mir vielleicht jetzt auf diese Weise meinen Platz im Himmel verdient.
00:56:44Und kann, wenn es einmal so weit ist, meinen Sohn, meinen Häusl verschreiben, wie es ist gehört.
00:56:49Ja.
00:56:52Was für ein Segen, Herr Berghammer, dass Sie so schnell zur Stelle waren.
00:56:56Darf ich Ihnen einen Cognac anbieten, liebe Frau Berghammer?
00:56:59Danke. Ich habe den Kerl gleich verdrehen.
00:57:02Benno, den musst du unbedingt schnappen.
00:57:04Ja, Mama.
00:57:05Herr Prillat, Sie können sich überhaupt nicht vorstellen, wer das gewesen sein könnte.
00:57:08Die Maske, die Dunkelheit, die Aufregung.
00:57:12Dass Sie die Stimme vielleicht irgendwo herkennen.
00:57:13Oh, wüsste nicht wo.
00:57:17Wissen Sie, was mich wundert, Herr Prillat?
00:57:18Dass Sie überhaupt keine göttliche Eingebung haben.
00:57:22Also Sprich am Verdacht, wer es auf Sie abgesehen haben könnte.
00:57:25Also ich versichere Ihnen, dass ich mir Tag und Nacht den Kopf zermarterre.
00:57:30Aber ich bin mir keiner Schuld bewusst.
00:57:32Das Einzige, was ich jetzt mit absoluter Gewissheit weiß, ist, dass ich in großer Gefahr schwebe.
00:57:38Wenn Ihre Frau Mutter nicht gewesen wäre.
00:57:40Na, Benno, dann hättest du jetzt zwei Morde zum Aufklären.
00:57:45Und nicht nur das.
00:57:47Prost.
00:57:50Was willst du denn so starten, Mama?
00:57:51Holt dich doch schon langsam ein, oder wie?
00:57:54Nein, ich denke bloß nach.
00:57:56Worüber? Du hast doch richtig reagiert.
00:57:57Du hast erst einem Prillat das Leben gerät und dann hast du mich angerufen.
00:58:00Nein.
00:58:01Über das, was mir der Prillat vorher gesagt hat.
00:58:06Wieso hat er einen unsittlichen Antrag gemacht?
00:58:08Geschmarrer.
00:58:10Dass ich der Kirch meine Pension vermach, hat er mir einreden wollen. Testamentarisch.
00:58:16Was war er denn mit unserem Häusl?
00:58:18Ja, ich könnte mir ein schönes Plätzchen im Himmel sichern, hat er gemeint.
00:58:24Weil da oben, da gelten nur die ganz guten Werke.
00:58:28Und die 20 Pfennigen, die ich jeden Sonntag seit Ewigkeit in den Klingelbeutel schmeiß,
00:58:32das wäre ein bisschen zu wenig.
00:58:33Und was ist mit der ganzen Kirchenstadt, die du deinen Lebtag gezahlt hast?
00:58:36Ja, ein gutes Werk.
00:58:37Muss weh tun.
00:58:39Sonst gilt's nix.
00:58:40Das muss zum Schreien weh tun.
00:58:43Sag mal, was fällt dem Prillat?
00:58:44Das spinnt der.
00:58:45Na ja, dir wäre es ja total wurscht, wo ich einmal hinkomme, wenn ich über ein Jahr dann bin.
00:58:49Na, Mama, nur bis da an der Isar.
00:58:51Aber langsam werden mir die Zusammenhänge klar.
00:58:53Der Prillat hinter, die ganzen alten Leut, die Häuser, die Grundstücke, die Verbindung zu dem Notar.
00:58:58Und der Notar Schmitz, der sitzt jetzt wahrscheinlich in seinem Büro.
00:59:01Und der Tod, der wartet vor seiner Tür.
00:59:03Ich muss dahin, mich pressiert.
00:59:05Ja, hoffentlich warte ich nicht auf dich.
00:59:07Weil, bevor ich den in meinen Häusl vermach, sind die so.
00:59:21Ist da jemand?
00:59:22Hallo?
00:59:28Ah, Frau Lachner.
00:59:30Herr Berghammer, was wollen denn Sie noch so spät?
00:59:32Ich hab nur Lüch gesehen und da hab ich gedacht, dass ich vielleicht den Herrn Notar hier antreffe noch.
00:59:35Den Herrn Notar?
00:59:36Der ist schon vor einer Stunde her angefahren.
00:59:38Aha, und die Kollegin, wo ist die?
00:59:41Die Tina Gerblinger, meinen Sie?
00:59:43Ja.
00:59:44Die ist mitgefahren.
00:59:45Das ist ja die Höhe.
00:59:47Die zwei machen sich anscheinend einen schönen Abend und sich hier mehr Überstunden.
00:59:49Wie gibt's denn sowas?
00:59:50Herr May, jetzt ist halt so.
00:59:53Außerdem haben wir im Moment wahnsinnig viel Arbeit.
00:59:56Ja, vielleicht können wir eh Sie auch helfen.
00:59:59Ich brauch dann vielleicht manchen Herrn Schmid, sie dann nicht mehr zu behelligen.
01:00:02Wenn es in meiner Macht steht.
01:00:04Ja, es war bloß eine kleine Auskunft.
01:00:06Sofern es nichts Vertrauliches ist.
01:00:08Frau Lachner, schauen Sie mich an, mir können Sie doch alles verzeihen, oder?
01:00:11Sie sind gut.
01:00:13Also gehen wir rüber.
01:00:14Wissen Sie, was ein Wohltat ist, wenn einmal in einem Büro keine Konfette und keine Luftschlangen
01:00:17übereinander hängen?
01:00:19Für ein Notariat wäre das auch sehr unpassend.
01:00:22Äh, Luftschlangen passen doch nirgends.
01:00:23Ich bin froh, weil dieser Faschung wieder vorbei ist.
01:00:25Sagen Sie mal, Frau Lachner, sind Sie auch so ein Faschungsmuffel wie ich?
01:00:28Ja, Sie sagen es.
01:00:29Dann passen wir eigentlich gut zusammen.
01:00:31Das sage ich eh schon die ganze Zeit.
01:00:33Nein, Frau Lachner, was mich so interessieren darf.
01:00:36Hierher kommen da bestimmt auch oft Leute, also ältere Menschen, die ihr Vermögen, ihren
01:00:40Grund, ihre Häuser der Kirche vermachen wollen oder die Testamente wegläubigen lassen
01:00:43wollen, wo eben diese Dinge an die Kirche überschrieben werden, oder?
01:00:46Ja, natürlich.
01:00:47Selbstverständlich darf ich keinen Namen nennen.
01:00:49Ja, das ist vollkommen klar.
01:00:50Und dann gibt es wahrscheinlich auch welche, die das anfechten, zum Beispiel.
01:00:53Welche, die um ihr Vermögen gebracht worden sind oder so nahe Verwandte zum Beispiel.
01:00:57Ja, da müsst ihr sich aber an einen Anwalt wenden.
01:00:59Ein Notar arbeitet absolut umparteiisch und neutral.
01:01:01Ja, das steht ja vollkommen außer Zweifel.
01:01:04Aber was mich interessieren darf, solche Leute, was ist da so Ihr Eindruck, die alles
01:01:09der Kirche vermachen, wissen die überhaupt, was die tun?
01:01:11Also ich habe mich in einzelnen Fällen tatsächlich gefragt, ob so betagte Herrschaften wirklich
01:01:15immer wissen, was sie tun.
01:01:17Es ist aber nicht Aufgabe eines Notars, sie umzustimmen.
01:01:20Nein, das ist vollkommen klar.
01:01:21Aber das hat mich schon gedacht.
01:01:22Sagen Sie mal, irgendein so eklatanter Fall in letzter Zeit ist Ihnen da nicht vor Augen.
01:01:26Herr Berghammer, ich darf ja Ihnen das eigentlich gar nicht sagen.
01:01:29Ja, wenn Sie mir versprechen, dass das Gespräch wirklich unter uns bleibt.
01:01:32Ja, selbstverständlich, das ist doch vollkommen klar.
01:01:36Ist doch klar, Frau Lachner, wir zwei sind doch quasi, wie sagt man, im Dienst in der
01:01:40Rechtspflege tätig.
01:01:41Das ist vollkommen vertraulich.
01:01:43Das ist ja sowas wie eine Amtshilfe.
01:01:44Also gut, es war einmal eine ältere Dame bei uns, bei der ich wirklich meine Zweifel
01:01:49gehabt habe, ob sie die, nein, wie sagt man, bei uns, die Tragweite ihrer Handlungsweise
01:01:54noch erkennen konnte.
01:01:55Aha.
01:01:56Und wenn Sie mir jetzt noch Namen und Adresse sagen könnten?
01:01:59Also Herr Berghammer, das kann ich wirklich nicht.
01:02:01Da lachen wir mit Faschingsmuffeln, müssen noch ein bisschen zusammenhalten, oder?
01:02:04Also eher, da kann man wirklich nichts abschlagen.
01:02:10Und wie heißt's?
01:02:13Schöpplein.
01:02:14Dürfen wir es hin.
01:02:25Frau Doktor, Sie schauen uns unternehmungslustig ein aus.
01:02:28Haben wir uns das Rest jetzt vor?
01:02:29Das kann man wohl sagen.
01:02:30Halten Sie uns die Daumen.
01:02:31Und was geht's?
01:02:32Frau Lorenz wird Ihnen alles Wichtige mitteilen.
01:02:34Ah ja, dann gutes Gelingen.
01:02:46Da muss man doch irgendwas machen können.
01:02:48Ja, versuchen Sie es doch mal mit Humor.
01:02:50Ja, Humor, Sie sind gut.
01:02:51Wissen Sie, was eine Trachtenkrawatte kostet?
01:02:54Wissen Sie das?
01:02:54Guter Mann, warum tragen Sie dann so ein teures Stück während der Weiberfasnacht?
01:02:59Weiberfasnacht gibt es bei uns überhaupt nicht.
01:03:01Bei uns ist das ein unsinniger Donnerstag.
01:03:03Und wo bitte ist der Unterschied?
01:03:05Der Unterschied besteht in dem, liebe Frau, dass bei uns in Bayern Krawatten überhaupt nicht abgeschnitten werden dürfen, indem das
01:03:14nämlich kein bayerisches Brauchtum ist.
01:03:16Guter Mann, ich bin aus Berlin.
01:03:18Ja, selbst um was geht es jetzt durch?
01:03:19Ein Krawattenmord.
01:03:20Können Sie mir helfen, Herr Kriminalrat?
01:03:22Freude, da haben wir einen Spezialisten dafür.
01:03:24Pfeiffer!
01:03:25Ja?
01:03:25Kommen Sie mal her.
01:03:26Ich kann jetzt nicht.
01:03:28Was heißt Sie, die können nicht?
01:03:29Pfeiffer, jetzt kommen Sie her.
01:03:31Wir haben hier einen Fall von Sachbeschädigung und grobem Umfug.
01:03:34Da kommen Sie.
01:03:35Da schauen Sie her, ermitteln Sie den Täter, bevor wir noch mehr Geschädigte haben.
01:03:39Ja.
01:03:40Meiner Meinung nach handelt es sich um eine Täterin.
01:03:43Aha.
01:03:44Endlich jemand, der ein Kompetenz schenzt.
01:03:46Ja, was sage ich denn die ganze Zeit so?
01:03:48Und jetzt sucht Sie ein Büro und löst Sie im Fall.
01:03:49Nein, das können Sie noch als Tarnung.
01:03:51So, und jetzt rausgehen.
01:03:52Wir haben hier ja jede Menge Arbeit.
01:03:53Ja, Sabrina.
01:03:55Als Rosenresli.
01:03:56Das finde ich rosig.
01:03:58Was ist mit unserer Staatsanwälte, die da so ein Glanz in die Augen gehabt hat, als
01:04:01ob es einem Durchsuchungs- und Hauptbefehl zugleich erwirkt hätte?
01:04:04Vorletzteres.
01:04:04Also ein Durchsuchungsbefehl für die Wohnung von Frau Netztaler, einen für die Werkstatt
01:04:09und für die Privaträumer eines gewissen Max Rödel.
01:04:11Wer ist das?
01:04:12Das ist der Herr, mit dem sich Frau Netztaler während der Mordnacht verlustiert hat.
01:04:15Wir haben übrigens einen Taxifahrer als Zeugen.
01:04:17Den hat Pfeiffer aufgerissen.
01:04:18Der Pfeiffer wächst ja zu hoch vor dem Heran in der nahrischen Zeit.
01:04:21Ja, ja.
01:04:22Frau Dr. Zörner hofft wohl, in einer dieser beiden Wohnungen die ominöse Tatwaffe zu finden.
01:04:26Um morgen auf dem Presseball in München dem Innenminister Vollzug melden zu können.
01:04:30So nach dem Motto, der Fall ist gelöst.
01:04:31Das kann ich mir schon genau vorstellen, wie das läuft.
01:04:33Könntest du ihr das nicht?
01:04:34Ich vermisse einfach ein Motiv.
01:04:36Der, den sie da in Eglheim umgebracht haben, das ist ein gutmütiger Lapp.
01:04:41Der hat keinem was da.
01:04:42Der war vollkommen harmlos.
01:04:43Du glaubst also immer noch, dass es eigentlich der Notar gemeint war?
01:04:46Ja, das ist doch wesentlich plausibler.
01:04:48Übrigens habe ich jetzt eine Adresse, die uns ein bisschen weiterbringen könnte in Sachen anonymer Briefe.
01:04:52Warst du schon da?
01:04:52Nein, ich war auf Dickwart Rosenrot.
01:05:00Na, was gefunden?
01:05:01Ich werde mal umgekehrt.
01:05:06Bitte alles ausschwärmen.
01:05:08Das gesamte Gelände untersuchen.
01:05:10Aber gründlich bitte, ja?
01:05:15Gründlich.
01:05:22Gibt's was?
01:05:23Pass nur auf, dass nichts wegkommt.
01:05:25Okay, gut.
01:05:26Und?
01:05:27Haben Sie schon was Verdächtiges gefunden?
01:05:28Schauen Sie sich das Chaos an.
01:05:30Wir suchen die Nadel im Heuhaufen.
01:05:43Ich dachte immer, Hunde die Bällen beißen nicht.
01:05:46Demnach kann der anonyme Briefeschreiber nichts mit dem Mord zu tun haben.
01:05:49Jedenfalls haben der Notar und der Prälat die gleichen Träger am Stecken, weil sonst würde ich nicht die gleichen Rohbriefe
01:05:54kriegen.
01:05:54Wenn du jemanden ins Jensatz befordern willst, benachrichtigst du ihn vorher?
01:05:58Ja gut, das macht das auch spannender.
01:06:01Hallo!
01:06:02Suchen Sie wen?
01:06:03Machen Sie zu mir?
01:06:04Ja, grüß Sie.
01:06:07Berghammer mein Name.
01:06:08Das ist meine Kollegin, die Frau Lorenz von der Kriminalpolizei Bad Tölz.
01:06:12Wir suchen die Frau Schöpplein.
01:06:14Ist die da?
01:06:15Ja, die Frau Schöpplein ist da.
01:06:17Meine Oma ist praktisch immer da.
01:06:19Haben Sie jetzt die Herrschaften letztendlich doch zu einer Anzeige entschlossen?
01:06:22Das finde ich gut.
01:06:22Wollen Sie mir gleich die Handschellen anlegen?
01:06:24Nein, nein, nichts.
01:06:24Handschellen gibt es nicht auf Antrag.
01:06:26Sie sind außerdem noch der Enkel von der Frau Schöpplein, oder?
01:06:28Ja, korrekt.
01:06:29Tobias Schöpplein, Student der Betriebswirtschaft, leider schon im 18. Semester.
01:06:33Dafür gibt es in Bayern Handschellen?
01:06:35Nein, nein, trotz Regelschutinzeit.
01:06:36Noch nicht.
01:06:37Ich warte in Gottes Ohren.
01:06:38Dann kommen Sie mal mit.
01:06:38Ich zeige Ihnen was.
01:06:45So, bitteschön.
01:06:46Das ist meine derzeitige Lieblingsbeschäftigung.
01:06:48Sind Sie jetzt zu wen?
01:06:49Dann verraten Sie uns doch sicherlich auch, weshalb Sie diese Briefe dem Herrn Notar und dem Herrn Prelat geschrieben haben.
01:06:54Und weshalb Sie zusätzlich im Keller vom Pfarrheim den Herrn Prelaten förmlich zu Tode erschreckt haben.
01:06:58Weil die sich unser Haus ohne jede Gegenleistung unter den Nagel gerissen haben, deswegen.
01:07:02Aber erstatten Sie dann keine Anzeige?
01:07:05Anzeige, Anzeige.
01:07:05So simpel ist das auch nicht.
01:07:07Ich war ja damals gar nicht da.
01:07:09Ich war in Amerika.
01:07:10Das ist jetzt schon über ein Jahr her.
01:07:12Auf jeden Fall.
01:07:13Vor ein paar Wochen bin ich zum Grundbuchamt gegangen und habe mir einen Auszug besorgt.
01:07:18Dabei habe ich erfahren, dass meiner Oma praktisch nichts mehr gehört.
01:07:21Ja klar, ich bin zum Anwalt.
01:07:23Ich habe sogar den ganzen Sachverhalt einer hiesigen Lokalreporterin erzählt.
01:07:26Aber die wollen halt einen Beweis haben.
01:07:28Die wollen den Beweis, dass meine Oma zu dem damaligen Zeitpunkt nicht zurechnungsfähig war.
01:07:33Und den Beweis habe ich nicht.
01:07:34Ja, was gut ist, das Wort von so einem ewigen Studenten gegen das von zwei solchen Rationen wie einem Notar
01:07:38und einem Prälaten.
01:07:39Ja, genau.
01:07:40Ich habe sogar die Sekretäre vom Schmitzeder angerufen, ob sie mir nicht helfen wollen.
01:07:44Welche denn?
01:07:45Ja, die Frau Lachner.
01:07:46Aber die hält ja immer noch Eis an zu ihrem Chef.
01:07:48Und Sie glauben wirklich, dass Ihre Großmutter durch Ihre Drohbriefe das Haus zurückerhält?
01:07:53Das weiß ich auch nicht.
01:07:54Auf jeden Fall, Sie werden mich jetzt verhaften.
01:07:56Dann gibt es eine Gerichtsverhandlung und damit die entsprechende Presseberichte.
01:07:59Damit hat die Öffentlichkeit die Chance, von diesen Praktiken zu erfahren.
01:08:04Ja, und wo gehen wir jetzt hin?
01:08:07Zu meiner Oma, mit der wollten Sie doch reden, oder?
01:08:09Ja, das stimmt.
01:08:15Und Füße abkratzen, putzen muss ich nämlich auch noch.
01:08:18Gut, für die Füße.
01:08:19Ich muss doch nicht putzen.
01:08:21So, bitteschön.
01:08:23Hast du einen Kaffee, Oma?
01:08:24Gut.
01:08:25Du, entschuldige.
01:08:27So, die Herrschaften wollen sich kurz mit dir unterhalten.
01:08:30Guten Tag, Frau Schöpplein.
01:08:32Ja, grüß Gott.
01:08:33Wollen Sie mich jetzt abholen?
01:08:35Nein, Frau Schöpplein, wir wollen Sie bloß fragen, wie es Ihnen geht.
01:08:38Gut, sehr gut.
01:08:39Gut, ich bin pumperlgesund.
01:08:41Fein, ähm, Frau Schöpplein, können Sie sich denken, weshalb wir hier sind?
01:08:45Ja, freilich.
01:08:46Warum sind wir denn da, Frau Schöpplein?
01:08:48Ja, weil, äh, ich übergebe Ihnen alles und, äh, damit ich in den Himmel komme.
01:08:56Ah, ja.
01:08:56Frau Schöpplein, können Sie uns sagen, welcher Tag heute ist?
01:09:00Ja, Donnerstag.
01:09:04Oder Montag.
01:09:07Ist heute Samstag.
01:09:08Ja, gut, Frau Schöpplein, das wissen oft die jungen Leute nicht einmal, was für
01:09:11Wochentag das ist, aber was für Jahr, dass wir schreiben, das wissen Sie schon, oder?
01:09:14Ja, freilich.
01:09:16Und, sagst du es uns, Oma?
01:09:221965. Oder? Scheinbar schon 68.
01:09:27Nein, da müssen wir noch ein paar drauflegen.
01:09:28Habe ich jetzt was Falsches gesagt?
01:09:30Nein, nein, Oma, das passt schon.
01:09:33Oh.
01:09:34So, jetzt können Sie sich vielleicht vorstellen, was damals abgelaufen ist im Notariat.
01:09:38Meine Oma antwortet praktisch aber jede Frage mit Ja.
01:09:40Na, der Schmitz hat ja bei seiner notariellen Amtshandlung bloß die richtigen Fragen stehen
01:09:43brauchen, oder?
01:09:44Na klar, geht es Ihnen gut, Frau Schöpplein?
01:09:46Wissen Sie, wo Sie sind, Frau Schöpplein?
01:09:48Haben Sie es jetzt verstanden, was ich Ihnen vorgelesen habe, Frau Schöpplein?
01:09:51Und so weiter und so weiter.
01:09:52Im Gegenzug hat er sich eine Vorkaufsrechteiterung genossen.
01:09:55Ja, aber sogar ein amtlicher Gutachter würde bei Ihrer Großmutter feststellen, dass sie nicht ganz
01:09:59zurechnungsfähig ist.
01:10:00Ja, heute schon, oder vor einem Monat, aber vor einem Jahr, da steht jetzt Aussage gegen
01:10:04Aussage.
01:10:05Sagen Sie mal, wissen Sie, was das ganze Haus ungefähr wert ist?
01:10:07Denen geht es ja gar nicht einmal um das Haus, aber das ist ein Seegrundstück, sowas
01:10:11kann man gar nicht kaufen.
01:10:12Das kann man nur erben.
01:10:14Ja, so wie Sie.
01:10:14Ja, oder eben nicht.
01:10:16Die Faszinierende sind da und stellen Kümmerferhäuser rein.
01:10:19So läuft das.
01:10:20Und Sie wollen ihn immer noch verhaften.
01:10:22Nein, nein, außer Sie geben uns dieses Faschingskostüm, was Sie auf dem Ball in Egelheim
01:10:25angehabt haben.
01:10:26Wovon erinnst du denn jetzt?
01:10:27Sie waren sicherlich nicht als tot verkleidet, das wäre ja viel zu auffällig gewesen.
01:10:30Ich verstehe Sie jetzt nicht.
01:10:31Sie haben doch bestimmt von diesem Mord auf diesem Faschingsfall in Egelheim in der
01:10:34Zeitung gelesen.
01:10:35Ja klar, was haben Sie das mit mir jetzt tun?
01:10:37Nein, wir haben ganz klare Hinweise darauf, dass der Mörder oder der Täter es auf den
01:10:40Notar Schmissi da abgesehen hat.
01:10:41Das ist doch ein Wahnsinn, was soll denn ich für ein Motiv für einen Mord haben?
01:10:45Ja, Rache ist doch ein nettes Motiv, oder?
01:10:47Eigentlich schon, wo waren Sie zu dem Zeitpunkt von dem Faschingsfall?
01:10:49Da, wo ich immer war.
01:10:51Ich gehe schon seit Wochen nicht mehr aus.
01:10:52Ich sitze daheim und schreibe an meiner Diplomarbeit.
01:10:54Und die Einzige, die das bestätigen kann, ist natürlich Ihre Großmutter.
01:10:57Jetzt hören Sie mal her, ich habe kein anderes Faschingskostüm, geschweige denn irgendeine Waffe.
01:11:03Wenn Sie mir nicht glauben, dann können Sie das ganze Haus durchsuchen, vom Speicher bis
01:11:05zum Keller, das ist mir wurscht.
01:11:06Ich gebe Ihnen ja gerne Erlaubnis.
01:11:29Haben Sie was gefunden?
01:11:30Bis jetzt noch nichts.
01:11:35Und Sie, haben Sie da oben was gefunden?
01:11:37Nein.
01:11:38Tut mir leid.
01:11:39Wir haben oben auch nichts gefunden.
01:11:45Sind Sie jetzt bald fertig?
01:11:47Wieso haben Sie es denn so eilig, Herr Rödel?
01:11:50Sie haben keinen einzigen Beweis gegen uns.
01:11:52Warum haben Sie eigentlich nicht von Anfang an die Wahrheit gesagt?
01:11:55Ich habe mich geschämt.
01:11:56Wir waren beide 15 Kilometer vom Tatort entfernt.
01:11:59Wie oft soll ich das noch sagen?
01:12:00Dafür habe ich wiederum keine Beweise.
01:12:02Ebenso gut hätte doch einer von Ihnen kostümiert ins Wirtshaus fahren können und diesen
01:12:06Arnold-Netztaler erstechen können, während sich die übrigen Ballgäste auf das Prinzenpark
01:12:11konzentrieren.
01:12:11Sie sagen uns ums Verrecken nicht, warum wir auf eine so hirnverbrannte Idee hätten kommen
01:12:15sollen!
01:12:15Was brüllen Sie hier eigentlich herum?
01:12:18Sie sind doch ein Liebespaar.
01:12:19Stört da nicht jeder Dritte?
01:12:21Vor allen Dingen, wenn es sich um einen gehörnten Ehemann handelt.
01:12:25Ist gut, Schwester.
01:12:26Hallo.
01:12:30Danke, Schwester.
01:12:31Ah, Herr Prelat.
01:12:32Haben wir es wieder erholt?
01:12:33Schmeckt das Bier schon wieder?
01:12:34Mit Gottes Hilfe, Herr Berghammer, mit Gottes Hilfe.
01:12:37Ich grüße Sie.
01:12:38Grüße Gott, Frau Lorenz.
01:12:40Tag, Herr Prelat.
01:12:41Leider kommen Sie zur Umzeit.
01:12:43Die Schwester hat mich gerade zum Mittagstisch gerufen.
01:12:45Es wird sonst kalt, aber ich lasse Ihnen gerne ein Gedeck auflegen.
01:12:48Wir hätten noch ein paar Fragen an Sie, Herr Prelat.
01:12:51Sind Sie in Ihren Ermittlungen schon weitergekommen?
01:12:53Mit Gottes Hilfe, Herr Prelat, mit Gottes Hilfe ja.
01:12:56Kennen Sie eine gewisse Frau Schöpplein?
01:12:58Schöpplein, Schöpplein, ja.
01:13:00Also, kennen das wäre jetzt übertrieben, aber die arme Frau hat mich vor gut einem Jahr
01:13:05um geistlichen Beistand gebeten, den ich ihr gerne nach bestem Wissen und Gewissen
01:13:10zuteilwerden ließ.
01:13:12Das Los des Alters ist gar oft die Einsamkeit.
01:13:15Ja, so einsam ist sie auch wieder nicht.
01:13:17Ihr Enkel kümmert sich um Sie.
01:13:19Ein Enkel, so.
01:13:20Ja, ich habe die Frau Schöpplein nun ein paar Wochen nicht gesehen, aber das mit dem
01:13:24Enkel, das ist mir neu.
01:13:25Bitte, Frau Lorenz, Herr Berghammer, bitte.
01:13:28Danke, Herr Prelat.
01:13:30Sagen Sie mal, wissen Sie eigentlich, dass die Frau Schöpplein ein ganzes Vermögen,
01:13:33ihr Haus und so weiter, alles der Kirche vermacht hat?
01:13:35So hat sie das.
01:13:36Nun, sie deutete mir diesen Herzenswunsch tatsächlich an.
01:13:41Ist leider ein Einzelfall, der viel zu selten geschieht.
01:13:44Unsere heilige Mutter Kirche hat heutzutage verzweifelten und Hilfesuchenden zu unterstützen
01:13:52und zu versorgen.
01:13:54Die Welt ist, Sie werden mir da sicher recht geben, Herr Berghammer, ein Jammertal.
01:13:58Das kommt daher, Herr Prelat, weil jeder jammert, nicht?
01:14:01Es kann also keine Rede davon sein, dass Sie Frau Schöpplein in irgendeiner Weise beeinflusst
01:14:05haben.
01:14:06Behauptet das, dieser Enkel ist eine böse Gesinnung.
01:14:12Sind Sie diese gottgefällige und barmherzige Tat der Frau Schöpplein, wird ja dereinst im
01:14:18Jenseits vergolten werden.
01:14:20Wie heißt das so schön in der Bergpredigt?
01:14:23Selig sind die Barmherzigen, denn Sie werden Erbarmen finden.
01:14:27Ah, verstehe, Herr Prelat, das Auge des Herrn macht das Vieh fett.
01:14:31Diese Stelle kenne ich nicht.
01:14:33Berghammer 1, die Erste.
01:14:39Ja?
01:14:40Ich grüße Sie, mein lieber Erbin.
01:14:41Ja, was ist denn los?
01:14:42Was gibt es denn so drängend?
01:14:43Die Polizei hat jetzt den Drohbriefschreiber ermittelt.
01:14:47Na Gott sei Dank, dann kann ich endlich wieder ruhiger schlafen.
01:14:49Das glaube ich jetzt wieder weniger.
01:14:51Wieso nicht?
01:14:51Für was denn?
01:14:52Der Drohbriefschreiber ist nämlich nicht identisch mit dem Mörder.
01:14:57Ja, bei was denn dann?
01:14:58Das wissen Sie natürlich noch nicht.
01:15:00Apropos, Sie können sich doch sicher an die Sache Schöpplein erinnern.
01:15:04Na ja, ist die endlich gestorben?
01:15:07Nein, eben nicht.
01:15:08Sie lebt.
01:15:10Ja, warum haben Sie mir denn nicht schon längst erzählt, dass Sie auch solche Briefe bekommen haben?
01:15:14Ja, wollte ich Sie auch fragen.
01:15:16Nein, nein, bitte.
01:15:17Aber nachdem man ja den Absender der Briefe inzwischen ausfindig gemacht hat,
01:15:22da ist der ganze Spuk ja ohnehin zu Ende.
01:15:24Was ausfindig gemacht?
01:15:26Was steht denn da dahinter?
01:15:28Ich wollte das vorher am Telefon nicht erzählen.
01:15:31Und es ist auch noch nicht offiziell.
01:15:33Aber nach dem, was der Kommissar angedeutet hat, kann man sich den Sachverhalt zusammenreimen.
01:15:38Ich sage nur Schöpplein.
01:15:41Geh, die eute Frau, da traue ich sowas nie zu.
01:15:44Ja, ihr nicht, aber Ihrem Enkel, ein Student.
01:15:47Was ist ein Student?
01:15:49Den haben Sie ja nie erwähnt.
01:15:51Wusste ich ja auch nicht.
01:15:52Die Frage ist jetzt nur, was kann er legal gegen uns unternehmen?
01:15:56Ja, nichts.
01:15:57Sonst ist er da nichts getan.
01:16:00Nein, nein, keine Sorge, Herr Präleit.
01:16:02Ich habe dafür gesagt, dass alles rechtmäßig über die Bühne geht.
01:16:04Und der Student kann die eute Frau ja ruhig unter Vormerschaft stellen.
01:16:08Rückwirken geht sowas niemals.
01:16:09Trotzdem plädiere ich dafür, dass wir beide unsere Anzeigen zurückziehen.
01:16:14Betrachten wir doch diese Briefeschreiberei als einen harmlosen Scherz in jährischer Zeit.
01:16:19Eine öffentliche Diskussion über unsere Tätigkeit muss unbedingt vermieden werden.
01:16:24Und der Student soll sich damit abfinden, dass er leer ausgeht, ne?
01:16:32Servus.
01:16:35Frau Gerblinger, komm uns bitte mal in den Büro.
01:16:37Frau Lachner, stell uns bitte keine Anrufe mehr durch.
01:16:39Ich bin sozusagen schon im Faschingsbau, ja?
01:16:47Sag mal, was ist denn los?
01:16:49Warum bist du denn so gut drauf?
01:16:50Haben Sie den Mord aufgeklärt, oder was?
01:16:52Nein, aber den Schreiber der Drohbriefe haben Sie gefunden.
01:16:55Ein dummer Faschingscherz.
01:16:56Willst du auch einen?
01:16:57Ja, gerne.
01:16:59So.
01:17:00Und jetzt gehen wir auf den letzten und schönsten Ball der Saison.
01:17:05Wir haben doch überhaupt keine gescheiten Kostüme mehr.
01:17:07Natürlich immer welche.
01:17:08Sag bloß, du willst als Ölscheich gehen.
01:17:10Natürlich, und du gehst als Haremsdame.
01:17:12Prost.
01:17:12Also Sie gehen davon aus, dass der Schöpplein auf dem Faschingsfest war,
01:17:15um sich an dem Notar zu rächen?
01:17:17Immerhin hat er Ihnen nur mein riesiges Vermögen gebracht.
01:17:19Aber der Schöpplein ist überhaupt nicht der Typ dazu,
01:17:21sich so einen verzwickten Mordplan auszudenken.
01:17:23Im Gegenteil, wie der den Prelaten erschreckt hat,
01:17:25das war ganz ein makaberer Faschingscherz.
01:17:27Aber der ganze Fasching ist für mich ein makaberer Scherz.
01:17:29Tut mir leid.
01:17:30Also, wie dem auch ist, ich muss jetzt zum Friseur.
01:17:35Mein Gott, hier sitzt ja noch schlimmer.
01:17:37Aber egal, das war der Kollege Pfeiffer.
01:17:39Also, wenn der einmal losliegt, dann ist er nicht mehr zu bremsend.
01:17:42Service vom Pfeiffer für die Staatsanwaltschaft. Verstehen Sie?
01:17:45Danke. Na, Gott sei Dank ist hier nur einmal im Jahr Karneval.
01:17:48Ist Ihnen doch klar, wo wir stehen?
01:17:50Wir drehen uns mit unseren Ermittlungen im Kreise.
01:17:52Ich weiß wirklich nicht, wie ich das dem Minister heute Abend
01:17:54beim Presseball beibringen soll.
01:17:55Auf Politikerart.
01:17:57Kompetenz vortäuschen, Zuversicht ausstrahlen.
01:17:58Mit ein paar Versprechungen, gar niemand, die man nicht halten muss.
01:18:00Das kennen Sie, die Politiker.
01:18:03Herr Böckermann, ich hätte gern, Sie würden heute in meine Haut stecken.
01:18:06Nein, Frau Doktor, so viel Haut haben Sie nicht.
01:18:09Also, ich muss jetzt zum Friseur.
01:18:10Wir gehen so lange zum Notar und konfrontieren mit dem Namen Schöpplein.
01:18:13Mal schauen, wie er reagiert.
01:18:14Also, mir ist alles recht. Hauptsache, Sie unternehmen etwas.
01:18:17Und wenn Sie mich dringend erreichen wollen, auf meinem Handy.
01:18:20Hast du Ihre Handynummer?
01:18:21Nein.
01:18:22Ich schon.
01:18:34Hallo.
01:18:36Christiana, wir müssen mit dem Notar Schmitz wieder reden.
01:18:39Er zieht sich um. Wir wollen auf ein Kostüm, weil wie Sie sehen.
01:18:41Ihr nehmt jetzt Hardems-Dame?
01:18:43Ja. Das wird nicht lange dauern.
01:18:45Moment.
01:18:48Erwilder sind die Herrschaften von der Kripo.
01:18:50Ah, die Frau Lorenz, Herr Berghammer.
01:18:53Christiana.
01:18:54Sag doch mal, du bist ja noch gar nicht fertig. Wir müssen weg.
01:18:57Beeil dich, komm. Was ist denn los mit dir?
01:18:59Ja, ich mach das schon.
01:19:01Dann bitte nimm uns doch Platz.
01:19:03Danke.
01:19:03Darf ich Ihnen was zu trinken anbieten?
01:19:05Nein, danke schön, lieber Nese.
01:19:07Sehr freundlich.
01:19:08Wenn Sie wegen der anonymen Briefe kommen, ich weiß Bescheid.
01:19:12Der Prälat hinterher hat mir von seinem Gespräch mit Ihnen berichtet.
01:19:15Das habe ich eigentlich nicht anders erwartet.
01:19:16Wie sehen Sie die Sache?
01:19:17Die Wut und der Zorn des Herrn Schöpplern ist absolut verständlich.
01:19:21Seine Großmutter vermacht alles der katholischen Kirche und er geht leer aus.
01:19:24Und Sie haben nicht registriert, in welch geistiger Verfassung die alte Dame war.
01:19:28Oder wollten Sie es nicht merken, aufgrund Ihres Vorkaufsrechts?
01:19:31Wissen Sie, gnädige Frau, ich bin kein Arzt.
01:19:35Aber die Frau war damals vollkommen normal.
01:19:37Dass der Herr Schöpplern das bestreitet, ist sein gutes Recht.
01:19:40Aber es würde ihm nichts nützen.
01:19:42Sagen Sie mal, Herr Notar, sind in Ihrem Notariat im Laufe der letzten Jahre ähnlich gelagerte Fälle vorbekommen?
01:19:49Herr Bergkamer, da habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt.
01:19:54Es gibt keine falsche Öpplein.
01:19:56Ja, dann schauen wir, was die Frau Lachner dazu sagt.
01:19:58Die Sekretärin, die werde ich nämlich morgen einmal befragen.
01:20:01Vielleicht kann die ein gewisses Licht in dieses Dunkel dieser Verbriefung bringen.
01:20:05Die Frau Lachner, die zählt doch nicht.
01:20:07Die ist doch gegen mich voreingenommen.
01:20:09Und weshalb?
01:20:10Weil ich Ihre Vorherrschaft in meinem Büro letztes Jahr beendet habe.
01:20:15Sagen Sie mir, ist das so wichtig?
01:20:17Ich muss mich noch fertig machen.
01:20:20Herr Dr. Schmitz, ich rate dringend davon ab, dass Sie auf diesen Forschungsball heute gehen.
01:20:25Der Mörder läuft immerhin noch frei umeinander.
01:20:26Sie sind gut, da könnte ich ja gar nicht mehr ab, die Straße.
01:20:30Außerdem ist das höchst unwahrscheinlich, dass zweimal der gleiche Mordanschlag passiert.
01:20:34Genau so könnte der Mörder auch denken.
01:20:36Ja, schauen Sie, das ist der größte Ball mit den schönsten Masken.
01:20:41Da treffe ich viele meiner Mandanten.
01:20:44Da macht man gute Geschäfte, da kann ich nicht wegbleiben.
01:20:47Mama, wo ist denn das Forschungskostüm?
01:20:49Mama, das Forschungskostüm brauche ich.
01:20:51Was für was?
01:20:52Ja, da der den Zirkusdirektor fragt, den der Papi mal gezogen hat.
01:20:55Für die?
01:20:56Ja.
01:20:56Willst du auf den Forschung gehen?
01:20:57Nein, das freut mich aber.
01:20:59Siegst, jetzt gehst du doch auf den Forschung.
01:21:01Ich habe mir das gleich gedrängt.
01:21:03Ich hole das gleich.
01:21:04Mit wem Gästen?
01:21:05Mama, jetzt kriegen wir das.
01:21:06Pressiert.
01:21:12Ja, der Berg haben wir da.
01:21:14Jetzt passen Sie auf, jetzt zieh ich sofort die Kabelkostüme an.
01:21:18Und dann treffen wir uns in eine Viertelstunde beim Latourner.
01:21:20Ja, Pfeife, in eine Viertelstunde.
01:21:24So.
01:21:27So.
01:21:29Und dann?
01:21:30Ja.
01:21:32Ja, ich bin ein.
01:21:33Ja, ich bin.
01:21:39Da.
01:21:42Ja.
01:21:44Ja.
01:21:46Ja, ich bin.
01:21:49Ja.
01:21:51Ja.
01:21:53Ja.
01:21:53Ja.
01:21:54Ja.
01:21:55Ja.
01:21:56Ja.
01:21:56Ja.
01:21:56Ja.
01:22:13Herr Pfeiffer, schon was Verdächtiges entdeckt, alles ruhig, alles unter Kontrolle, im Westen
01:22:21nichts Neues.
01:22:38Herr Pfeiffer, schon was Verdächtiges entdeckt, alles unter Kontrolle.
01:23:18Ja, Herr Pfeiffer.
01:23:34Hey, Pfeifer, was machen Sie denn da?
01:23:36Beobachten wir sonst.
01:23:37Wo ist der Scheich?
01:23:39Tanzen.
01:23:39Ja, warum sind Sie denn in der Nähe?
01:23:41Beim Tanzen ist noch keiner rumgekommen.
01:23:42Weil Sie das so genau wissen.
01:23:44Was soll denn da noch passieren?
01:23:46Sie glauben doch nicht im Ernst, dass der Mörder heute herkommt,
01:23:48um sein Werk zu vollenden.
01:23:50Pfeifer, was Sie glauben, ist meine Sache.
01:23:52Und jetzt gehen Sie auf Ihren Posten.
01:23:53Das bleibt da.
01:23:54Für mich ein Schnaps.
01:23:56Oh, ich wickst du.
01:23:56Ruhe, meine Damen und Herren, bitte.
01:23:59Ruhe.
01:24:00Wir kommen zum Höhepunkt des heutigen Abends.
01:24:03Darf die Leute dort Platz machen.
01:24:12Musik, eine Dusch.
01:24:22Davidson, eine Dusch.
01:24:23Applaus
01:24:28Musik, eine renew beste heating.
01:24:48was können sie machen bis sie schwarz werden kugelsichere weste sie sind verhaftet
01:25:03die frau lachner anstellen anliegen gerechte vorlesen soll es abführen na tanzen sollen sie mit ihr was
01:25:14denn nun ich habe eine sehr schöne nachricht für sie
01:25:30weitergehen herrschaften hier gibt es nichts zum schauen
01:25:39der frau doktor sie schauen ja zauberhaft aus mit dem innenminister zeigen die abschieberei
01:25:43vergehen solche augen wieder machen auf dem pressefall wenn es ist es handelt sich um eine
01:25:48täterin bitte sie nehmen es platz wir sind dort mitten im geständnis das ist die frau lachner
01:25:52das ist ihre zukünftige staatsanwältin habe jetzt eine zuständige frau lachner bitte fahren sie
01:25:56fort fünf jahre lang war ich seine eva und dann ist eine jüngere erschienen und ich wurde wieder
01:26:02zur frau lachner wegen der neuen lässt er sich bestimmt scheiden zeigt sich ja überall mit
01:26:07ihr sein tod wäre für niemander großer verlust gewesen hiermit verhafte ich sie wegen mordes
01:26:13an arnold netztaler apfjörn
01:26:17komm uns bitte zum münden
01:26:24sie haben gute arbeit geleistet sie glauben gar nicht wie erleichtert ich bin ich würde sie am
01:26:29liebsten alle beide umarmen
01:26:32wollen sie jetzt wirklich noch zum presseball gehen ich muss ich werde erwartet und mit diesem
01:26:36resultat kann ich mich überall sehen lassen das sehe ich auch vorher muss ich noch immer freudentänzchen
01:26:40bitten darf ich bitten frau lachner
01:26:56warum sich
01:27:04herr berghammer
01:27:06sie hier ich dachte die angelegenheit hätte sich erledigt nachdem ich meine anzeige zurückgezogen
01:27:12habe ich kann man diesen heiligen aschermittwoch als unwissendes mittel des kirchenvolkes mir
01:27:16geht dieser jakobus vers nicht mehr aus dem kopf den sie damals zitiert haben sie meinen sicher
01:27:20die stelle ein reiner und makelloser dienst vor gott dem vater besteht darin die witwen und
01:27:27weisen zu trösten genau und besteht darin soll nämlich nachgelesen das geht nämlich weiter und
01:27:32besteht darin dass sie sich vor der befleckung durch die welt bewahrt was wollen sie damit
01:27:38andeuten sie haben der witwe schäpplein so lange zugesetzt bis sie ihre häuschen überschrieben hat
01:27:45zugesetzt diese arme frau die war geistig völlig verwirrt hat überhaupt nicht mehr gewusst was sie
01:27:51tut er auch dem briefträger das haus überschrieben die hat es aber von ihr nicht verlangt im gegensatz
01:27:55zu ihr ich mache das doch nicht aus eigennutz denken sie doch an die vielen bedürftigen und
01:28:03notleidenden die werden ganz schön schauen die notleidenden und bedürftigen wenn das plötzlich
01:28:06in der zeitung steht also kleine indiskretion ist sowas veröffentlicht sowas passiert nun kann man
01:28:10nicht sehr viel leid es wäre natürlich der guten sache nicht ähnlich dazu geben das heisel
01:28:15besser wieder zurück an die frau schäpplein und ihren rechtmäßigen erben oder meinen sie
01:28:21na ja heute ist ja sowieso aschermittwoch ein tag der einkehr und besinnung apropos aschermittwoch man
01:28:28trifft sich ja heute abend traditionell zum fisch essen im hotel zum goldenen kalb wenn sie wollen dann
01:28:33reserviere ich ihnen einen platz am tisch der honoration ich selbst werde auch da sein
01:28:37herr prilat kennen sie markus kapitel 12 vers 39 und 40 ist mir jetzt nicht so parat sie wollen beim
01:28:44fest mal immer die besten plätze und dabei nehmen sie den witwen ihre häuser weg worte des evangelisten
01:28:49markus gelobt jesus christus herr prilat
01:28:52ja
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