- vor 2 Tagen
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Theodor Grädler
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Theodor Grädler
Kategorie
📺
TVTranskript
00:01Musik
00:37Musik
01:12Sie wollen zu uns?
01:13Ich bin verabredet mit Dr. Kolbe.
01:16Mein Mann ist noch im Amt. Wie spät haben wir?
01:19Es ist kurz nach fünf. Im Amt ist er nicht mehr.
01:23Und Sie wollen ihn hier treffen?
01:25Er hat gesagt, erwarten Sie zu Hause auf mich.
01:28Dann kommen Sie herein.
01:55Darf ich Sie nach Ihrem Namen fragen?
01:58Mein Name ist Laconda.
02:03Haben Sie beruflich mit meinem Mann zu tun?
02:06Er ist jetzt Oberstaatsanwalt, ich will?
02:08Ja.
02:09Ich hatte mit ihm zu tun, als er noch Staatsanwalt war.
02:12Aber dass ich heute hier bin, ist mehr eine private Sache.
02:16Dann kommen Sie doch weiter.
02:18Danke.
02:21Bitte nehmen Sie doch Platz.
02:23Danke, sehr, sehr gerne.
02:30Einen Moment, bitte.
02:49Frau Doppler, kann ich mit meinem Mann sprechen?
02:52Ihr Mann hat das Büro schon verlassen.
02:54Ihr Mann hat das Büro schon verlassen.
02:54Er ist auf dem Weg nach Hause.
02:56Hat er Ihnen gesagt, dass er hier eine Verabredung hat?
02:58Nein, das hat er nicht gesagt.
03:02Ich glaube, ich höre seinen Wagen vorfahren.
03:05Danke vielmals.
03:12Oh, bitte behalten Sie doch Platz.
03:25Na, ein Mann ist da.
03:26Er sagt, er sei mit dir verabredet.
03:28Wer ist da?
03:29Ich bin mit niemandem verabredet.
03:31Was ist das für ein Mann?
03:32Jünger, älter, hat er seinen Namen gesagt?
03:34Ja, ich habe ihn danach gefragt.
03:35Na und, wie heißt der Mann?
03:37Laconda.
03:41Laconda?
03:42Den Namen kenne ich, Moment mal.
03:45Ja, Rudolf Laconda.
03:48Der Mann hat, wie lange ist das hier, 15 Jahre bestimmt,
03:53er hat seine Frau umgebracht.
03:55Ich war damals der Vertreter der Anklage
03:57und hielt eines meiner ersten Plädoyers mit großem Erfolg.
04:00Ich wurde von allen Seiten beglückwünscht.
04:02Das war wirklich eine glänzende Leistung.
04:04Und der Mann ist hier?
04:06Er wartet im Wohnzimmer.
04:08Ich hätte lebenslang gefordert.
04:09Und die hat er bekommen.
04:11Aber lebenslang sitzt keiner mehr.
04:13Ein Thema, über das ich einmal einen Artikel geschrieben habe.
04:16Ein Ermordeter bleibt ein Leben lang tot.
04:18Aber ein Mörder bleibt nicht ein Leben lang ein Mörder.
04:21Da finden langsam Verwandlungen statt,
04:22bis hin zum Ehrenmann.
04:24Und so ein Ehrenmann ist jetzt in unserem Haus.
04:27Hast du keine Angst?
04:30Angst, wovor?
04:31Vielleicht will er dich erschießen.
04:32Was ist denn bei dir los?
04:48Ja.
04:51La Conda.
04:53Rudolf La Conda.
04:56Ja.
04:57Ich erinnere mich.
05:01Sie haben Ihre Frau umgebracht
05:04und wurden verurteilt.
05:07Nun sind Sie hier.
05:10Das bedeutet, man hat Sie herausgelassen.
05:13Habe ich noch irgendetwas mit Ihnen zu schaffen?
05:16Ja.
05:17Was?
05:23Kommen Sie mit in mein Zimmer.
05:32Machen Sie es kurz.
05:34Viel Zeit habe ich nicht.
05:35Ich habe wirklich keine Ahnung, was ich für Sie tun kann.
05:40Ihr Plädoyer.
05:42Mein Plädoyer?
05:43Was ist damit?
05:46Es waren Sätze darin, die ich nicht vergessen habe.
05:49Ich habe Sie gehört und immer wieder gehört und von Jahr zu Jahr wurden Sie lauter, bis ich Sie nicht
05:56mehr aus meinem Kopf vertreiben konnte.
05:59Sie waren wie schwarze Vögel im Kopf.
06:04Wovon reden Sie eigentlich?
06:06Von Sätzen in Ihrem Plädoyer, aus denen hervorgehen...
06:09Was ging aus Ihnen hervor?
06:10Dass Sie keine Ahnung hatten.
06:12Nicht die geringste.
06:13Überhaupt keine.
06:15Sie haben eine Rede gehalten, eine Anklage erhoben, von einer Sache, von der Sie überhaupt nichts verstanden.
06:21Was für Sätze haben Sie denn so sehr gestört, dass Sie Ihnen wie schwarze Vögel im Schädel sitzen?
06:28Die Worte kalt, grausam, gefühllos.
06:35Sind Sie gekommen, um mir das zu sagen?
06:38Ja, dass niemand über einen anderen urteilen soll, der nicht weiß, was Schmerzen sind.
06:43Was für Schmerzen meinen Sie?
06:44Die haben zugefügt werden. So oft und so sehr, dass man ihnen einfach ausgeliefert ist.
06:49Sie haben diese Welt der Schmerzen nie kennengelernt.
06:52Sonst hätten Sie dieses Plädoyer nicht gehalten.
06:54Die Worte nie gebraucht.
06:56Kalt, grausam, gefühllos.
06:59Können Sie mir sagen, was ich damit anfangen soll?
07:02Was wollen Sie von mir?
07:04Ich werde dafür sorgen, dass Sie diese Schmerzen kennenlernen.
07:10Ihnen das zu sagen.
07:12Deswegen bin ich hier.
07:14Sagen Sie, haben Sie Ihren Verstand noch beisammen?
07:20Verstehe ich das richtig?
07:22Soll es eine Drohung sein?
07:24Raus!
07:44Was war mit dem Mann?
07:45Was wollte er?
07:48Eine komische Geschichte.
07:52Ein entlassener Mörder war nach 15 Jahren mit meinem Plädoyer nicht einverstanden.
07:58Der Grundlage seiner Verurteilung.
08:01Drei Worte haben ihn irritiert.
08:03So sehr, dass sie ihm, wie er fast auf eine poetische Weise sagte, wie schwarze Vögel im Kopf saßen und
08:10sich in 15 Jahren nicht hätten vertreiben lassen.
08:11Was für drei Worte?
08:14Die Worte kalt, grausam, gefühllos.
08:18Der Mann hat seine Frau umgebracht mit, wenn ich mich recht erinnere, mit 30, 40 Messerstichen.
08:24Und er erzählt mir jetzt etwas von einer Welt der Schmerzen, die ich nie kennengelernt hätte, was er für einen
08:28Fehler hält, sodass er sie mir sozusagen versprochen hat.
08:31Eine Welt der Schmerzen.
08:36Eine ganz deutliche Drohung.
08:39Unglaublich.
08:40Eine Frechheit.
08:51Hallo, Herr Derby.
08:53Herr Köhler und Herr Wurzlanzmann.
08:56Gut, dass ich Sie treffe. Haben Sie einen Moment für mich Zeit?
08:58Moment Zeit, natürlich.
09:00Ich wollte Sie schon anrufen. Sie hatten doch auch mit dem Mordfall La Conda zu tun. Sie erinnern sich?
09:05La Conda, ja, natürlich erinnern wir mich. Das ist aber ziemlich lange her.
09:0815 Jahre. Kommen Sie einen Augenblick in mein Büro, bitte.
09:14Bitte nehmen Sie Platz.
09:16Er hat mich aufgesucht. Zu Hause. In La Conda.
09:22Ist er wieder raus?
09:23Ja.
09:26Jetzt werden Sie mich fragen, was er bei mir gewollt hat.
09:35Also, Sehnsucht wird er wohl kaum nach Ihnen gealtert.
09:38Wissen Sie, dass Sie mich jetzt sehr irritieren?
09:40Wie, warum das?
09:42Es hört sich an, als hätte ich diesen Mann schlechter behandelt, als er es verdient hat.
09:44Aber nein, nein, nein, das wollte ich gar nicht sagen.
09:47Herr Derby, darf ich Sie fragen, war irgendetwas an meinem Plädoyer damals nicht in Ordnung?
09:54Moment mal, ich soll mich an ein Plädoyer erinnern, das Sie vor 15 Jahren gehalten haben?
09:59Es war kaum möglich.
10:00Nun, es war ein sehr gutes Plädoyer. Nach Aufbau, Inhalt und logischen Schlussfolgerungen.
10:06Es ist intern veröffentlicht worden. Wurde fast ein Lehrbeispiel.
10:10Ja, ja, jetzt kommt mir eine gewisse Erinnerung, ja.
10:13La Conda sucht mich auf, um, ja, warum? Weil ich in meinem Plädoyer die Worte kalt, grausam, gefühllos gebraucht habe.
10:21Und das regt Ihnen noch auf?
10:22Ja. Und zwar so sehr, dass er plötzlich bei mir zu Hause aufkreuzt und Drohungen ausschlüsst.
10:29Drohungen?
10:29Ja. Er sagte zu mir, dass ich, was seinen Fall betreffe, keine Ahnung gehabt hätte, dass er, ich muss jetzt
10:39überlegen, weil das, was er sagte, sehr sonderbar, fast komisch war, dass er in einer Welt der Schmerzen gelebt hätte,
10:47dass er die Beziehung zu Schmerzen verloren hätte, zu seinen eigenen und auch zu denen, die er anderen zugefügt hat.
10:54Na, wohl auch eine Art, 40 Messerstiche zu erklären.
10:56Ja. Aber wo liegt die Drohung?
11:00Er meinte, es würde mir gut tun, die Welt der Schmerzen ebenfalls kennenzulernen. Wozu er mir verhelfen würde. Eine Drohung,
11:08Derrick. Ganz zweifellos eine Drohung. Deswegen erzähle ich Ihnen das und frage Sie, was ich davon halten soll.
11:14Nichts. Nichts. Bis jetzt.
11:17Sie meinen, es muss erst etwas passieren?
11:19Herr Oberstaatsanwalt, Sie kennen unser Dilemma am besten. Es ist noch nichts passiert, also können wir auch nichts tun.
11:28Gut. Sie sind der Erste, der erfährt, wenn was passiert.
11:32Das Plädoyer, ich erinnere mich daran, es war ziemlich erbarmungslos.
11:39Er wollte nichts anderes als ein tadelloses Plädoyer abliefern und das hat er getan.
11:44Kümmerst du dich mal um Laconda, wo er jetzt ist, was er so macht?
11:48Gut, mach ich.
11:53Ich bin gleich soweit, Frau Bobler.
12:00Büro Dr. Kolbe?
12:03Ihre Frau, Herr Doktor.
12:07Ja, Ingeborg?
12:08Ich wollte nur sagen, ich war jetzt los.
12:10Ich habe dich doch so gebeten, diese Schule heute nicht zu besuchen. Warum hältst du dich nicht daran?
12:14Hast du Angst um mich?
12:16Dieser Mann ist ein kaltblütiger Mörder. Er hat mich bedroht. Uns bedroht. Ich muss das leider ernst nehmen.
12:21Was soll mir denn passieren? Ich bin in der Schule doch nicht allein. Ich lasse mir den Abend. Einmal in
12:29der Woche. Nicht nehmen.
12:30Diese Schule zu besuchen ist sowieso Unsinn. Eine Marotte. Ich muss dir das mal sagen.
12:34Ich bitte dich, Ingeborg. Ich erwarte, dass du zu Hause bleibst.
12:44Meine Frau besucht ein Abendseminar. Malunterricht für Frauen, die zu viel Zeit haben. Ein Lehrer dabei, der gleichzeitig so etwas
12:51wie ein Psychologe ist.
12:52Sage mir, was du malst, ich sage dir, wer du bist.
12:55Ja, sowas ist doch sehr schön, sehr interessant.
12:57Interessant, interessant. Habe ich nicht gesagt, dass Laconda mich aufgesucht und bedroht hat?
13:01Aber Herr Doktor, sowas kennen wir doch. Die schwätzen doch alle und es steckt nichts dahinter.
13:06Hat der Sie nervös gemacht?
13:09Ja, das hat er. Und das hat etwas zu tun mit 40 Messerstichen.
13:28Sehr gut. Sie bevorzugen Blau. Die Farbe Blau. Ist Ihnen das schon aufgefallen?
13:36Nein, aber Sie haben recht.
13:39Das ist ein Ausdruck von Sehnsucht nach Schönem. Hellem.
13:45Man könnte daraus schließen, zu viel Grau in Ihrem Leben.
13:51Ist das nicht eine ziemlich einfache Ausdeutung?
13:54Sie sagen einfach, aber meinen Sie nicht primitiv?
13:57Dann würde ich Ihnen nicht widersprechen.
13:59Das Primitive, der Urzustand. Haben Sie keine Angst davor?
14:06Sind das nicht Erfahrungen, Empfindungen, die ernst zu nehmen, wir leider vergessen haben?
14:15Kein Blau. Wie Sie sehen, bei mir gehen alle Farben durcheinander.
14:19Ja, Sie haben Vögel gemalt. Das Leichte, das Schwebende.
14:24Fliegen können. Fliehen können.
14:29Der ist Ihnen zu schwer.
14:31Könnte sein, Sie haben unerfüllte Träume,
14:35denen Sie auf diese Weise Flügel verleihen.
14:40Aber ich habe kein Grau in meinem Leben.
15:01Um Gottes Witz, ich habe meine Vögel vergessen.
15:04Gehen Sie schon, ich hole Sie.
15:36Ich habe meine Vögel gemalt.
15:50Gehen Sie, ich hole Sie.
15:54Hallo!
15:55Hallo!
15:57Die Tür ist zu.
15:59Ich will raus.
16:02Entschuldigung.
16:04Ich wusste nicht, dass doch jemand im Hause ist.
16:16Ich habe meine Vögel gemalt.
16:17Gute Nacht.
16:17Dankeschön. Gute Nacht.
16:36Einen wunderschönen guten Abend.
16:48Einen wunderschönen guten Abend.
17:04Einen wunderschönen guten Abend.
17:22Einen wunderschönen guten Abend.
17:49Einen wunderschönen guten Abend.
18:00Einen wunderschönen guten Abend.
18:19Einen wunderschönen guten Abend.
18:24Einen wunderschönen guten Abend.
18:46Einen wunderschönen guten Abend.
18:49Einen wunderschönen guten Abend.
19:16Einen wunderschönen guten Abend.
19:46Einen wunderschönen guten Abend.
20:12Einen wunderschönen guten Abend.
20:23Einen wunderschönen guten Abend.
20:40Einen wunderschönen guten Abend.
20:57Einen wunderschönen guten Abend.
20:59Einen wunderschönen guten Abend.
21:21Einen wunderschönen guten Abend.
21:24Einen wunderschönen guten Abend.
21:28Einen wunderschönen guten Abend.
21:40Einen wunderschönen guten Abend.
21:44Einen wunderschönen guten Abend.
21:52Diesem Mann verdanke ich mein Leben.
21:54Dass du aber auf Spiegel gesetzt hast.
21:55Und, entschuldigen Sie, natürlich bedanke ich mich bei Ihnen.
22:01Darf ich Ihnen was zu trinken bringen?
22:02Vielleicht sollten Sie doch noch einen Arzt rufen.
22:04Ja, natürlich.
22:08Also, ich habe mich erkundigt.
22:09Es handelt sich da um ein besonderes Parteienüberfall.
22:12Gott sei Dank ist noch mal alles gut gegangen,
22:14weil ein Passant eingegriffen hat.
22:16Ehe sehr gut genug, halt total.
22:18Mit drei Leuten hat er es aufgenommen.
22:19Und einem konnte er das Messer aus der Hand schlagen.
22:23Das ist es.
22:25Das ist ein Fahndungsmittel.
22:27Haben Sie die Fahndung übernommen?
22:28Nein, nein, das Messer geht wieder zurück.
22:30Entschuldigen Sie bitte, Dr. Kohl.
22:32Aber es handelt sich hier um einen Überfall, nicht um einen Mordfall.
22:35Aber der es noch werden kann.
22:36Sehen Sie das nicht? So müssen Sie das sehen.
22:38Das war kein gewöhnlicher Straßenraub.
22:40Ihre Handtasche hat niemanden interessiert.
22:41Ja, das ist richtig. Das spricht auch für Ihre Ahnung.
22:44Also gut, wir werden uns Laconda mal ansehen.
22:53Sie wissen, woran ich denke, Derek.
22:55An 40 Messerstiche.
22:57An 50 MesserACH
23:24An 50 Messerach
23:28La Conda?
23:29Herr Oberstaatsanwalt?
23:31Was machen Sie hier?
23:34Ich wollte der Verhandlung beiwollen.
23:37Wozu?
23:38Warum?
23:40Was interessiert Sie daran?
23:42Sie interessieren mich.
23:45Die ganzen Jahre habe ich Ihre Stimme im Ohr gehabt.
23:49Ich will Sie wieder hören.
23:52La Conda, was wollen Sie von mir?
23:58Ich werde Ihnen das Handwerk legen.
24:00Verlassen Sie sich drauf.
24:09Der Rick, er geht mir nach.
24:12La Conda verfolgt mich.
24:13Er wollte an einer Verhandlung teilnehmen, um eine Stimme zu hören,
24:16die er seit 15 Jahren nicht nach dem Gedächtnis verliert.
24:19Der Mann will mich umbringen.
24:21Haben Sie ihn auf den Überfall auf Ihre Frau hineingesprochen?
24:24Nein, das habe ich nicht.
24:24Aber ich habe ihm angesehen, dass er darauf gewartet hat.
24:28Der Rick, Sie müssen jetzt etwas tun.
24:42Frau Doppler.
24:43Herr Doktor?
24:45Können Sie mir mein Plädoyer noch mal raussuchen?
24:47Das von damals meine ich.
24:52Du hast dich erkundigt nach seinem Verhalten während der Haftzeiten.
24:56Ja.
24:58Hat sich nichts zu Schulden kommen lassen.
25:00Erwähnt wurde, dass er sehr viel gelesen hat.
25:04Sag mal, was will dieser Mann eigentlich?
25:06Er hat seine Frau umgebracht.
25:08Und die 40 Messerstiche sind eine Tatsache.
25:11Oder siehst du das anders?
25:12Es geht um die Anklage.
25:15Um den, der die Anklage vertreten muss.
25:17Um den Anklagenden an sich.
25:19Um das Problem.
25:29Ja, bitte?
25:31Ich bin's.
25:32Ihr Retter in der Not.
25:34Ich wollte mich erkundigen, wie es Ihnen geht.
25:36Danke, gut.
25:37Sehr viel besser als gestern.
25:39Aber ich habe tatsächlich ein paar blaue Flecken.
25:42Habe ich das richtig verstanden gestern Abend?
25:45Sie dürfen das Haus nicht verlassen.
25:47Mein Mann sagt, es sei zu gefährlich.
25:49Auch dann, wenn jemand bei Ihnen ist,
25:51der weiß, wie man Ihnen die Feinde vom Leib hält.
25:53Ich stehe nämlich für Ihre Haustür.
25:55Ach.
26:20Kommen Sie herein.
26:21Wollen Sie nicht zu mir einsteigen?
26:23Wir fahren ein bisschen rum.
26:25Ich befreie Sie aus Ihrem Gefängnis.
26:28Okay.
26:29Einen Moment.
26:30Ich bin's.
26:58Wie sieht es aus?
26:59Na ja.
27:01Darf ich?
27:05Tut das noch weh?
27:07Nein.
27:08Es tut nicht mehr weh.
27:10Ich möchte gerne mit Ihnen über etwas reden.
27:13Worüber?
27:14Was es mit dem Attentat auf sich hat
27:16und was Sie damit zu tun haben.
27:18Das hat mich echt beunruhigt.
27:21Hätten Sie was dagegen,
27:22wenn wir das bei mir zu Hause tun?
27:25Nein.
27:26Gut.
27:27Steigen Sie ein.
27:48Entschuldigen Sie.
27:49Es war's unaufgeräumt hier.
27:50Aber ich lebe allein.
27:52Und wer allein lebt,
27:53hat für sowas keine Zeit.
27:56Nein.
27:57Keine Geduld?
28:00Ihr Mann hat Ihnen nicht verboten,
28:01Alkohol zu trinken?
28:02Nein, das hat er nicht.
28:04Gut.
28:06Dann mach ich uns einen Trink.
28:09Ich verstehe was davon.
28:12Ich bin Barkeker.
28:15Etwas mit Rum und Früchten.
28:17Wie in der Bar der Erfolg des Monats.
28:19Mögen Sie?
28:20Ja.
28:21Nichts dagegen.
28:23Wunderbar.
28:23Bitte, nehmen Sie Platz.
28:39Und was ist mit dem Attentat?
28:41Sie wissen nicht, wer mein Mann ist.
28:43Nein.
28:44Was ist er?
28:46Oberstaatsanwalt.
28:48Das ist ein Beruf, den man vorzeigen kann.
28:53Den wahrscheinlich eine Menge Respekt einbringt.
28:56Auch von mir.
28:59Ihr Mann sagte Attentat.
29:02Er hat vor 15 Jahren die Anklage vertreten gegen einen Mörder.
29:08Der Mann ist jetzt raus aus dem Gefängnis.
29:11Er hat meinen Mann besucht und ihn bedroht.
29:15Wieso bedroht? War unschuldig?
29:17Nein, unschuldig war er nie.
29:19Aber er fühlt sich trotzdem falsch behandelt durch das Plädoyer, das mein Mann gehalten hat.
29:26Ein Verrückter wahrscheinlich, hm?
29:28Kann sein.
29:30Ich weiß es nicht.
29:33Er hat jedenfalls meinen Mann sehr beunruhigt.
29:37Und er glaubt, der Überfall auf mich gestern war...
29:40Ein Attentat.
29:41Aber das wird es doch nur sein, wenn man gegen ihn selber losgeht.
29:45Was glauben Sie denn?
29:47Ich weiß es nicht.
29:50Er könnte natürlich recht haben.
29:53Wissen Sie, was das bedeuten würde?
29:57Dass Sie auch weiterhin in Gefahr sind.
30:01Kleinen Moment bitte.
30:02Hier.
30:02Nehmen Sie schon.
30:07Hallo?
30:09Ja.
30:10Ja, die Unterlagen habe ich nebenan.
30:12Ich stelle kurz durch, ja?
30:13Nicht auflegen.
30:17Trinken Sie noch nicht?
30:18Ich möchte mit Ihnen anstoßen.
30:20Kleinen Augenblick.
30:31Ja, was gibt's?
30:33Ich will noch fragen, wie weit du bist.
30:36Sie ist bei mir.
30:37Ich hab sie in der Wohnung.
30:46Und jetzt trinken wir.
30:51Auf ihr Wohl.
30:59Und jetzt sagen Sie mir, warum Sie Ihr Mann so schlecht behandelt.
31:03Aber nein, nein.
31:05Er behandelt mich nicht schlecht.
31:06Er ist...
31:07Ich will Ihnen sagen, was mir missfallen hat.
31:11Was ist das?
31:12Was hast du da?
31:13Wie siehst du aus?
31:16Das ist es, was mir missfallen hat.
31:44Oh, Inspektor Derrick.
31:45Ja.
31:46Guten Tag, Herr Kunde.
31:48Ja.
31:48Kommen Sie herein.
31:49Danke sehr.
31:53Ich habe damit gerechnet, dass Sie mich sprechen wollen.
31:56Nicht damit, dass Sie mich aufsuchen.
31:58Aber nun sind Sie hier und ich freue mich darüber.
32:00Bitte schön.
32:01Ich soll Ihnen wirklich glauben, dass Sie sich freuen?
32:04Es ist so.
32:06Ja.
32:12Der Oberstaatsanwalt, nicht, ja?
32:13Ja.
32:16Er sagt, Sie verfolgen ihn, Sie bedrohen ihn.
32:19Ist er unruhig geworden?
32:21Ja.
32:22Aber das haben Sie ja gewollt.
32:24Ja.
32:25Das wollte ich.
32:28Dieser Mann stand da und sagte, kalt, grausam, gefühllos.
32:31Und ich dachte nur, vorvoll redet er, Mann.
32:35Ja, ich weiß.
32:37Ich habe ihn in Ihrem Fall ja ermittelt.
32:38Ich habe Sie auch festgenommen.
32:40Habe ich Ihnen Schwierigkeiten gemacht?
32:42Habe ich versucht zu lügen?
32:44Habe ich gesagt, ich war es nicht?
32:46Nein, das haben Sie nicht getan.
32:51Da lag sie.
32:54War tot.
32:57Und ich war es auch.
32:59Auch das weiß ich.
33:01Ihre Frau hat Sie betrogen, nicht einmal mehrmals.
33:04Es war eine wahre Freude, Sie zu betrügen.
33:07Es hat wirklich eine große Lust daran, Ihnen Qualen zu bereiten.
33:10Ich weiß das alles.
33:12Ja.
33:14Das waren Schmerzen, die dieser Mann nie gekannt hat.
33:19Und jetzt soll er Sie kennenlernen.
33:31Seine Frau ist überfallen worden.
33:35Sie waren 15 Jahre im Gefängnis.
33:38Sie haben Beziehungen aufgebaut mit Leuten aus der Kriminell-Szene.
33:41Nein, dieser Überfall auf die Frau Ihres frühen Staatsanwalts.
33:47War das Ihre Idee?
33:52Wie hat mein Staatsanwalt denn darauf reagiert?
33:56Mit Entsetzen, mit Angst.
34:00Aber das würden Sie ja gern, nicht?
34:02Ich höre alles gern, was diesen Mann seine Fassung verlieren lässt.
34:06Er ist dabei, Sie zu verlieren.
34:10Reicht das nicht, Lagonda?
34:15Haben Sie meine Frau angerufen?
34:17Ja, aber sie meldet sich nicht.
34:21Meldet sich nicht?
34:23Aber sie muss zu Hause sein.
34:27Ich habe ihr verboten, das Haus zu verlassen.
34:49Sie meldet sich nicht.
34:52Nicht da.
34:54Wieso ist sie nicht da?
34:56Sie kann doch das Haus nicht verlassen.
34:59Ich hätte doch erlebt, was passiert ist.
35:01Ich habe es ihr ausdrücklich verboten.
35:14Ja, Herr Oberstaatsanwalt?
35:16Nein, Herr Derk ist nicht da.
35:18Ich muss Ihnen sprechen.
35:19Unbedingt.
35:20Ich sage es auch Ihnen.
35:21Meine Frau ist nicht zu Hause.
35:23Ich bin ungeheuer beunruhigt.
35:45Ich danke Ihnen.
35:48Es hat mir gut getan, mit Ihnen zusammen zu sein.
35:52Ich habe tagsüber immer Zeit.
35:53Rufen Sie mich an.
35:55Oder ich rufe Sie an, wenn ich sterbe.
35:58Ach, Sie dürfen.
36:05Es ist schon besser geworden.
36:09Sie haben also mit Laconda gesprochen.
36:11Was sagte er?
36:12Sie haben ihm doch den Kopf zugesagt,
36:14wovon ich fest überzeugt bin,
36:15dass er hinter dem Überfall steckt.
36:16Er, ganz allein, haben Sie ihm das gesagt?
36:19Er hat es nicht zugegeben.
36:20Es ist nicht zu beweisen.
36:22Aber ich bin überzeugt davon,
36:23dass Laconda sich etwas vorgenommen hat.
36:25Sich etwas vorgenommen hat?
36:28Was denn?
36:29Ich weiß es nicht.
36:32Welchen Eindruck macht denn Laconda auf dich?
36:36Laconda ist ein Mann,
36:37der besessen ist von einer fixen Idee,
36:39die ihm so im Schädel sitzt,
36:41dass habe er gar keine andere Aufgabe mehr im Leben
36:43als seinen Staatsanwalt zu vernichten.
36:48Sag mal, nimmst du ihn ernst?
36:50Ja.
36:53Was ist denn nur mit diesem Mann los?
36:55Er regt sich darüber auf,
36:56dass er verurteilt worden ist.
36:59Das Urteil hat er akzeptiert.
37:01Was hat er denn nicht akzeptiert?
37:03Das Plädoyer.
37:04Das Plädoyer hat er gehört,
37:06aber nicht begriffen.
37:08Du selbst hast es ja erwärmungslos genannt.
37:10Das war es nicht.
37:11Das war jedenfalls nicht so gemeint.
37:12Auf gar keinen Fall.
37:13Schau mal, es war an sich,
37:14es war ein Kunstwerk in sich.
37:16Es war,
37:17ja, mit verbalen Feinheiten
37:19und rhetorisch gesehen,
37:20war es eigentlich ein Meisterwerk.
37:22Aber er saß da mit offenem Mund
37:24und begriff nichts, gar nichts.
37:28Ja, was machen wir?
37:29Das heißt, was machst du?
37:32Tja, wir müssen einen Weg finden.
37:34Da konnte er daran zhindern,
37:35das zu tun,
37:37was er sich vorgenommen hat.
37:54Wer ist da?
37:55Ich bin's, mach auf.
38:02Du warst nicht zu Hause.
38:03Wo warst du?
38:05Ich hatte dich gebeten,
38:06das Haus nicht zu verlassen.
38:08Warum hast du es getan?
38:09Ich erwarte eine Auskunft
38:10und keine Ausflüchte.
38:11Also.
38:12Der Mann,
38:12der mir das Leben gerettet hat,
38:14hat mich angerufen.
38:16Angerufen?
38:16Wozu?
38:17Er wollte sich erkundigen,
38:18wie es mir geht.
38:19Das hat er doch gestern schon gesehen.
38:20Wir haben uns bedankt oder nicht?
38:21Hat der Mann Unkosten gehabt?
38:22Er wollte nur sein Mitgefühl zeigen.
38:24Gut,
38:24aber ich habe dich gefragt,
38:25warum du nicht zu Hause warst.
38:26Er stand mit seinem Auto vor der Tür
38:28und hat mich abgeholt.
38:29Dich abgeholt?
38:30Ich war mit ihm in seiner Wohnung.
38:32Du warst mit ihm in seiner Wohnung?
38:35Er wollte wissen,
38:36was es auf sich hat mit dem Attentat.
38:38Du hast dieses Wort gestern gebraucht
38:40und es hat ihn beschäftigt.
38:41Du kannst so einem wildfremden Menschen
38:42nicht in die Wohnung folgen.
38:43Was ist das für ein Mann,
38:44der tagsüber Zeit hat?
38:45Hat der Mann keinen Beruf?
38:47Er arbeitet abends.
38:48Er ist Barkeeper.
38:49Barkeeper?
38:50Wir haben unseren Dank abgestattet,
38:52mehr müssen wir nicht tun.
38:53Keinen Umgang neben diesem Mann.
38:54Hast du mich verstanden?
38:56Ich habe dich gehört,
38:58aber nicht verstanden.
38:59Also.
39:05Was ist das?
39:06Das war meine letzte Arbeit in der Schule.
39:07Warum ist das da so dreckig?
39:09Es lag mit mir zusammen auf der Erde.
39:11Wieso machst du da Vögel?
39:12Was hat das zu bedeuten?
39:14Das Leichte,
39:15das Schwebende,
39:17fliegen können,
39:18fliehen können.
39:19Das ist doch wirklich kein Kunstwerk.
39:34oder wolltest du das aufheben?
39:38Herr Derrick,
39:39Sie wollten mich sprechen?
39:40Ja, setzen Sie sich.
39:50Na ja, das Büro kennen Sie ja,
39:52hat sich nicht verändert.
39:53Wird es wohl auch nicht mehr.
39:55Ich habe hier schlimme Stunden erlebt.
39:58Alles in mir war kaputt.
40:00Völlig kaputt.
40:02Ich erinnere mich.
40:06Wissen Sie,
40:06was die Welt mir damals bedeutet hat?
40:08Die war nicht mehr vorhanden.
40:11Die normale Welt,
40:12die gab es für mich nicht mehr.
40:15Es gab nur noch die,
40:17in der ich war
40:17und von der die anderen
40:20keine Ahnung kam.
40:23Haben Sie im Moment Zeit?
40:26Wieso?
40:27Weil ich möchte Sie anladen.
40:28Sie wollen mich einladen?
40:30Trinken wir mehr zusammen.
40:33Jetzt überraschen Sie mich aber.
40:42Danke sehr.
40:46Derrick,
40:47was wollen Sie von mir?
40:48Ich will wissen,
40:49was aus Ihnen geworden ist.
40:54Ich bin immer noch
40:55in einer anderen Welt,
40:58mit der Sie zwar zu tun haben,
41:00die aber nicht die Ihre ist.
41:03Mehr werden Sie von mir nicht erfahren.
41:05Aber ich habe schon was erfahren.
41:07Was haben Sie denn erfahren?
41:10Laconda,
41:10Sie waren vielleicht nicht kriminell,
41:13aber Sie sind es geworden.
41:17ich brauche Ihr Bier nicht.
41:43Ich brauche Ihr Bier nicht.
41:44Ich habe ja nicht zu Hause.よし
41:46du, du, du, du, du, du, so. Ich
41:56bin ja ganz schön. Das
41:58sind die, die bei der Bar spielen. Ich
42:00probiere Sie ja aus. Wollen
42:01Sie welche mitnehmen?
42:02Aber nein, nein, Gottes Willen, was würde mein Mann sagen?
42:07Er mag keine Musik.
42:09Er sagt, Musik stört ihn.
42:12Bei der Abfassung seiner Plädoyers?
42:15Ich weiß nicht, warum, aber ich mag ihre Musik.
42:21Kleinen Moment.
42:36Ja?
42:38Wie weit hast du sie?
42:50Ach, du bist schon da?
42:53Du warst wieder nicht da.
42:57Dreimal, nein, viermal habe ich angerufen.
43:01Anrufen lassen.
43:03Du warst nicht da.
43:06Kannst du mir sagen, wo du warst?
43:09Richard ist der Mann, der mir das Leben gerettet hat.
43:12Ist sowas wie ein Freund geworden.
43:14Ein Freund geworden?
43:17Was soll das heißen?
43:28Sag mal, bedrückst du mich?
43:33Wie kommst du darauf?
43:36Ich habe nur einen netten Nachmittag verbracht.
43:38Du betrückst mich.
43:40Wenn du mich betrückst, dann...
43:43Erich!
44:00Sie sind hartnäckig, Derek.
44:03Ich möchte mich entschuldigen, das Bierglas.
44:06Eine spontane Handlung.
44:07Ich muss mich vielleicht auch entschuldigen.
44:09Ich habe zu Ihnen gesagt...
44:10Ich habe nicht vergessen, was Sie sagten.
44:13Sie halten mich für kriminell.
44:15Sind Sie es nicht?
44:18Ich weiß nicht, was ich bin.
44:22Jetzt spendiere ich Ihnen ein Bier.
44:24Setzen Sie sich doch.
44:40Sie können das Glas auf den Boden werfen oder stehen lassen.
44:46Und nun sagen Sie mir, weswegen Sie mich nicht in Ruhe lassen.
44:58Das Plädoyer.
45:00Das Plädoyer.
45:04Was ich getan habe und das Plädoyer, das dieser Mann gehalten hat,
45:09sind zwei verschiedene Dinge.
45:13Auf der einen Seite war ich ein Mensch,
45:16der völlig aus dem Gleichgewicht geraten war.
45:21Ein Opfer meiner Gefühle.
45:25Hilflos.
45:27Tieferletzt.
45:30Ich liebte meine Frau, an die ich angekettet war.
45:39Ich habe umgebracht, was ich liebte.
45:48Mit einem Messerstich habe ich Sie getötet, mit allen anderen mich.
45:54Mich.
46:02Und da sagt der Mann diese Worte.
46:05Kalt, grausam, gefühllos.
46:09Redet einen Text, der mit mir nichts zu tun hat.
46:12Nichts.
46:13Nichts.
46:15Er vertritt das Gesetz.
46:17Was ist denn das für ein Gesetz?
46:20Muss ein Staatsanwalt mich denn verachten?
46:22Darf er mir seine Verachtung zeigen?
46:25Dieser Mann hatte keine Ahnung von mir, meiner Tat, meinen Gefühlen, meinen Schmerzen.
46:30Er hatte nur seine Karriere im Kopf.
46:33Und das zahle ich im Heim.
46:36Und das zahle ich im Heim.
46:38Harry, gib mir mal den Oberstaatsanwalt.
46:40Und dann lass mal die Prozessakten raussuchen gegen Laconda.
46:56Ja.
46:56Kolbe?
46:57Ja, ja, Herr Derrick.
47:00Sagen Sie, hat sich Laconda schon bei Ihnen gemeldet?
47:02Nein, ich höre und sehe nichts von dem Mann.
47:05Gott sei Dank.
47:06Also, ich habe ihn besucht, ich habe mit ihm gesprochen.
47:09Und? Ist der Mann vernünftig geworden?
47:11Ja, also, über das, was vernünftig ist, da hat er so seine eigenen Ansichten.
47:15Doktor, ich frage Sie noch einmal.
47:17Von Laconda haben Sie nichts mehr gehört?
47:20Nein, absolut nichts.
47:22Und ich gebe zu, ich bin ganz erleichtert.
47:24Danke, Derrick, dass Sie sich meine Sorgen gemacht haben.
47:28Keine Ursachen.
47:32Etwas passiert, von dem wir keine Ahnung haben, verdammt.
47:38So, die alten Laconda.
47:41So, Frau Doppler?
47:58Frau Doppler?
48:00Herr Doktor?
48:07Rufen Sie mal meine Frau an.
48:20Frau Kolbe, Frau Doppler hier.
48:23Ihr Mann möchte Sie sprechen.
48:27Ingeborg?
48:29Ich finde vor, dass du zu Hause bist.
48:31Du, ich wollte dir nur sagen, dass ich heute später nach Hause komme.
48:36Tut mir leid.
48:38Ja, bis dann.
48:45Na, jedenfalls war sie zu Hause.
48:48Na, irgendwas gefunden?
48:50Ja, hier steht etwas, was mir vollkommen empfangen war.
48:54Warte mal, der Herr Lackhorn hatte einen Sohn, der war damals 17 Jahre alt,
48:57hat bei dem Prozess für seinen Vater ausgesagt
49:00und da war dann noch ein Verwandter, der ebenfalls in dem Prozess für Lackhorn da ausgesagt hat.
49:04Und der hat den Sohn, nachdem das Strafmaß bekannt wurde, dass Lackhorn da lebenslänglich ins Gefängnis muss,
49:10der hat den Sohn adoptiert.
49:12Und dieser Mann hieß Wenck.
49:15Wo ist der Sohn geblieben?
49:17Der muss jetzt über 30 sein.
49:20Weißt du, wer Wenck heißt?
49:22Wenck heißt der junge Mann, der Frau Kolbe geholfen hat,
49:25drei Leute in die Flucht geschlagen hat
49:27und einem Messerstecher das Messer weggenommen hat.
49:32Der Überfall war inszeniert.
49:58Der Überfall war inszeniert.
50:09Ingeborg!
50:13Ingeborg!
50:16Ingeborg!
50:31Wenn in der Schule
50:33Vögel malen
50:47Vögel
50:48Vorsteigen
50:49Vielen Dank.
51:23Vielen Dank.
52:06Vielen Dank.
52:18Vielen Dank.
52:59Vielen Dank.
53:28Vielen Dank.
53:32Schon am zweiten Tag? Geht sie zurück zu ihrem Mann?
53:38Nein.
53:40Na, dann ist hier alles in Ordnung.
53:42Von mir aus gesehen.
53:44Und jetzt gehe ich zur Kolbe.
53:47Haben Sie was dagegen?
53:48Ich kann Sie nicht daran hindern.
53:55Okay.
54:01Okay.
54:11Okay.
54:13Okay.
54:15Okay.
54:33Kalt, grausam, gefühllos.
54:41Jetzt waren Sie es.
54:48Kalt, grausam, gefühllos.
55:39Wie fühlen Sie sich jetzt?
55:42Besser?
55:46Ich sage Ihnen etwas aus meiner Erfahrung.
55:50Niemand kennt einen Täter wirklich genau.
55:53Kein Richter, kein Staatsanwalt.
55:55Unbestreitbar bleibt nur eins.
55:57Die Tat.
55:59Und was immer Sie jetzt denken oder fühlen mögen,
56:02Sie bleiben, was Sie sind.
56:05Ein Mörder.
56:13Ja.
56:19Ja.
56:25Musik
57:00Musik
57:33Musik
57:52Musik
Kommentare