- vor 43 Minuten
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmuth Ashley
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmuth Ashley
Kategorie
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TVTranskript
00:00Musik
00:35Haben Sie gehört, Herr Kubek?
00:36Ja, ich hab's gehört.
00:38Soll ich hochgehen?
00:39Sie will nicht, dass Sie raufkommen. Sie will, dass ich raufkomme.
00:42Es nimmt doch keine Rücksicht darauf, dass ich zu tun habe.
00:47Das ist eine Schikane.
00:50Seine Frau.
00:52Sie ist krank, nicht wahr?
00:54Und es wird nicht besser?
00:55Sie sagt nein, aber er glaubt das nicht.
00:57Er glaubt, dass sie ihn nur quält.
01:00Und vielleicht tut sie das auch.
01:02Anladen.
01:08Was willst du? Ich hab den Laden noch voll von Leuten.
01:12Es ist halb sieben.
01:14Du musst zumachen.
01:16Soll ich die Leute rauswerfen?
01:18Soll ich sagen, gehen Sie jetzt?
01:19Verlassen Sie den Laden?
01:21Das ist die Art, wie man Kunden verliert,
01:23nicht wie man sie gewinnt.
01:25Also was willst du?
01:26Ich möchte einen frisch gepressten Orangensaft.
01:31Einen frisch gepressten Orangensaft.
01:34Der Weg in die Küche ist ganz kurz.
01:36Manchmal gehst du ihn.
01:37Warum jetzt nicht?
01:41Weil meine Beine jetzt keine Lust dazu haben.
01:45Frau Kubik?
01:46Was ist das? Kommen Sie rein.
01:48Kasse, bitte.
01:49Namen Frau Kubik.
01:50Meine Frau möchte einen frisch gepressten Orangensaft.
01:53Würden Sie das bitte machen?
01:54Ja, gerne.
01:55Du hast gehört. Kasse.
02:04So, und es geht wirklich bis Montag.
02:06Ja, auf jeden Fall.
02:08Entschuldigung.
02:16So.
02:18Kann ich noch was für Sie tun?
02:20Was könntest du schon für mich tun?
02:22Ich frage ja nur, ob Sie vielleicht noch einen Wunsch haben.
02:25Sagen Sie meinem Mann, ich möchte, dass er raufkommt.
02:28Gut, ich werde es ihm sagen.
02:31Und gehen Sie nicht so aufreizend.
03:14Na, geht's gleich nach Haus?
03:17Ich nehme Inge erst mal mit zu mir.
03:19Und wie kommt sie da nach Haus?
03:20Doch nicht durch den Park.
03:22Nein, der ist doch nicht mehr sicher.
03:23Mein Bruder fährt sie dann nach Hause.
03:33Gute Nacht, Herr Kubik.
03:34Gute Nacht.
03:35Gute Nacht, Herr Kubik.
03:36Gute Nacht.
03:49Gute Nacht.
04:06Ach, guten Abend, ist das Bild schon fertig?
04:09Ja, es ist gerannt.
04:10Wollen Sie es sehen?
04:10Ich meine, Sie können es auch gleich mitnehmen.
04:11Kommen Sie rein.
04:12Ja, gerne.
04:21Ist das richtig so?
04:23Sehr schön.
04:25Ist Ihre Frau nicht wahr?
04:26Ja, meine Frau.
04:28So sah sie mal aus.
04:32Vor mehr als 20 Jahren.
04:34Wo geht sie hin, die Zeit, nicht wahr?
04:36Jetzt wird Ihrer Frau sicher gefallen.
04:39Meinen Sie?
04:40Das kann sein.
04:41Kann aber auch nicht sein.
04:43Auf jeden Fall wird es eine Überraschung.
04:46Würden Sie es bitte einpacken?
04:53Hallo, Mama.
04:56Abend, Inge.
04:57Morgen, Frau Wagner.
04:59Ja, ich habe Inge mitgebracht, weil Uldrich versprochen hat, sie nach Hause zu fahren.
05:03Sie soll nicht zu Fuß gehen.
05:04Ja, ist gut.
05:05Im Park ist mir da was vorgefallen.
05:07Aber Uldrich ist noch nicht zurück.
05:09Kommt rein.
05:11Nein, wartest du eben hier, bis er kommt.
05:13Ja, gut.
05:14Hat er denn angerufen, dass er später kommt?
05:16Nein, hat er nicht.
05:16Wie, dann ist er sicher gleich da.
05:19Ich muss nämlich noch zum Schwimmen.
05:22Aber du kannst dich hier hinsetzen und ein bisschen Musik hören.
05:24Ja, gut, mache ich.
05:41Los, bei.
05:42Lumpf.
05:52Ah, hallo.
05:53Oh, grüß dich.
05:54Grüß dich.
05:55Einen roten.
05:57Mir mein Bier.
06:00Na, wie waren die Geschäfte heute?
06:04Würdest du dich wundern, wenn ich jetzt nicht jammere?
06:07Ja, da würde ich mich schon wundern.
06:09Also jammer ich, wie es sich gehört.
06:13Aha, du hast eingekauft.
06:15Ja.
06:18Ich habe eingekauft.
06:20Vor mehr als 20 Jahren.
06:23Das ist ein Bild von meiner Frau, so wie sie damals aussah.
06:27Ich habe es rahmen lassen.
06:29Ich schenke es ihr, damit sie weiß, wer sie mal war.
06:35Ist sie immer noch krank?
06:37Was soll ich dir sagen?
06:39Sie ist krank, um mich zu ärgern.
06:44Und, was soll ich sagen, es gelingt dir auch.
06:50Ich wundere mich, wo Ulrich bleibt.
06:52Er wollte ganz pünktlich sein.
06:54Ich glaube, ich gehe jetzt besser.
06:55Bei mir zu Hause machen Sie sich bestimmt schon Sorgen.
06:57Soll ich anrufen?
06:58Ja, das wäre nett.
06:59Sagen Sie meiner Mutter, dass ich losgegangen bin?
07:01Aber du gehst nicht durch den Park.
07:02Da treibt sich irgend so ein Kerl rum, der Frauen belästigt.
07:05Mach bitte den Umweg.
07:07Ja, mache ich.
07:07Auf Wiedersehen.
07:11Darf ich dich noch einladen zu einem Bier?
07:14Trink doch mal einen Roten mit.
07:16Der beruhigt.
07:18Jetzt sag mal, was für einen Eindruck mache ich auf dich?
07:22Muss ich zur Ruhe kommen?
07:27Ja.
07:29Vielleicht ist das gar nicht so falsch.
07:32Habt du meine Frau zu Hause, mit der du nichts mehr anzufangen weißt?
07:36Das stelle ich mir lieber nicht vor.
07:38Das ist ein Unglück.
07:40Was machst du da als Mann?
07:42Das ist doch kein Leben.
07:46Das ist doch die Inge.
07:48Was macht die denn noch so spät?
07:51Das ist das Mädchen aus meinem Laden.
07:53Zahlen.
07:54Mach du das mal für mich.
07:56Warum hast du es auf einmal so eilig?
08:25Zahlen, bitte.
08:26Zahlen, bitte.
08:30Jetzt hat er doch tatsächlich sein Bild vergessen.
08:33Heben Sie es für ihn auf, ja?
08:35Ist okay.
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20:27Herr Kubicki, Inge ist gestern Nacht ermordet worden.
20:40Haben Sie gehört, was ich gesagt habe?
20:43Inge Sanders ist tot.
20:47Sie ist gestern Nacht im Park ermordet worden.
20:55Jemand hat Sie umgebracht.
21:06Ich möchte bitte heute einen Tag freinehmen.
21:09Ja.
21:12Ja, es ist gut.
21:13Was ist denn daran gut?
21:17Sagen Sie, haben Sie überhaupt mitgekriegt, was ich gesagt habe?
21:21Ja, ich habe mitgekriegt, was Sie gesagt haben.
21:25Sie haben gesagt, dass Inge Sanders ermordet worden ist.
21:33Aber Sie verstehen, dass ich heute nicht arbeiten kann, ja?
21:36Ja, natürlich, das verstehe ich.
21:39Das ist in Ordnung.
21:52Der steht da, wie vom Donner gerührt.
22:10Warum bist du noch mal raufgekommen?
22:14Ja, weil ich heute wohl den ganzen Tag im Laden sein muss.
22:23Die Mädchen sind nicht da.
22:26Wieso sind die nicht da?
22:31Inge Sanders ist tot.
22:35Sie ist heute Nacht im Park ermordet worden.
22:45Und Monika nimmt sich einen Tag frei.
22:54Das ist ja eine Nachricht.
22:59Im Park ermordet?
23:02Inge Sanders?
23:08Die Monika soll mal raufkommen.
23:11Nee, sie ist schon wieder gegangen.
23:14Und was hat sie erzählt?
23:16Nichts hat sie erzählt.
23:19Und du hast nicht gefragt?
23:20Nein.
23:31Ein hübsches Mädchen.
23:34Die Inge.
23:37In der Jugend.
23:39Wann sind sie alle hübsch?
23:41Das war ich auch.
23:47Wie fandest du, die Kleine Sanders?
23:52Was heißt, wie ich sie fand?
23:56Na ja, ein hübsches Mädchen, das sich gut bewegte.
24:05Ich habe schon gesehen, wie du diesen Mädchen nachgeschaut hast.
24:28Ja, wir gehen mal wieder in deinen Laden.
24:48Sie wissen ja sicher schon, die Inge ist gestern Nacht umgebracht worden.
24:53Ja, ich weiß.
24:55Ich habe es gerade erfahren.
24:58Was kann ich für sie tun?
25:00Ja, aber ich bin deswegen gekommen, weil ich sie ja gestern noch gesehen habe.
25:04Sie hat mich bedient und hatte nur noch Stunden zu leben.
25:08Ich bin ganz erschüttert.
25:12Tja, und?
25:15Guten Tag, hier ist Frau Kubeck.
25:18Mit wem spreche ich?
25:19Frau Wagner.
25:22Ist das nicht schrecklich, Frau Kubeck mit Inge?
25:25Ja, ich habe es gerade gehört.
25:28Inge, umgebracht.
25:30Wann, wie und von wem?
25:33Aber Monika war doch bei Ihnen.
25:35Ja, sie war hier.
25:36Ja, vielleicht hat sie meinem Mann gesagt, was passiert ist, aber mir erzählt er ja nichts.
25:43Ist die Monika da?
25:45Nein, sie ist jetzt mit ihrem Bruder bei der Polizei.
25:48Ach so.
25:50Ja, dann, äh, ich rufe später nochmal an.
25:53Dankeschön.
25:56So einer war's.
25:59Und was sagen Sie?
26:01Ja, ja, meine Schwester hat recht, so einer war's.
26:02Aha.
26:03Ein Hoferwart.
26:05Ich muss Ihnen jetzt mal was sagen.
26:06Also, ich kenne so einen Hund.
26:10Ja, ich weiß nicht, warum mir das nicht früher eingefallen ist, aber...
26:14Ich arbeite doch an einer Wäscherei.
26:16Und dem Geschäft gegenüber gibt es eine Bilderrahmenwerkstatt.
26:20Und die Leute da, die haben so einen Hund.
26:22Genau so einen.
26:33Willst du mal?
26:34Ja.
26:40Guten Tag.
26:41Guten Tag.
26:44Kriminalpolizei.
26:45Ist Ihr Bruder auch da?
26:47Ja.
26:51Was ist los?
26:52Kriminalpolizei?
26:53Guten Tag.
26:54Guten Tag.
26:55Sie haben noch einen Hund.
26:57Ja, wir haben einen Hund.
27:00Hat er was angestellt?
27:01Können wir den Hund mal sehen?
27:02Ja, natürlich können Sie ihn sehen.
27:04Wo ist sie denn?
27:05Ja, ich glaube, im Hof.
27:08Und warum wollen Sie ihn sehen?
27:09Der Hund muss identifiziert werden.
27:12Also hat er doch was angestellt.
27:15Hörst du Anja mal eben?
27:16Ja.
27:20Also gestern Abend wurde ein Mord vorübt hier ganz in der Nähe im Park.
27:23Ein junges Mädchen wurde ermordet.
27:26Und am Tatort wurde ein Hund gesehen.
27:28Anja.
27:29Anja, komm.
27:30Komm.
27:30Ja, komm.
27:31Komm.
27:32Also die kennen Sie vielleicht.
27:33Sie hat hier gegenüber in der Wäscherei gearbeitet.
27:38Ja, Sie kennen mich doch auch.
27:40Natürlich kenne ich Sie.
27:40Ich habe Sie oft genug gesehen.
27:43Die andere kenne ich auch.
27:45Sie ist ein sehr hübsches Mädchen.
27:48Ermordet?
27:49Ja.
27:54Ja, das ist sie.
27:55Das ist Anja.
27:57Ja, das ist er.
27:59Ein Hund wie dieser soll gestern im Park gesehen worden sein.
28:03Bei der Leiche eines Mädchens, das wir beide kennen.
28:06Sie hat bei Kubeck gearbeitet.
28:08Ja?
28:09Sie ist gestern Abend umgebracht worden.
28:13Und wie?
28:14Sie wurde erwürgt.
28:18Ein Sexualverbrechen?
28:22Eine Vergewaltigung?
28:23Wo war Ihr Hund gestern Abend gegen neun Uhr?
28:27Oh Gott, da fragen Sie mich was.
28:29Anja ist eine Streunerin.
28:31Fragen Sie mal einen Hund, wo er war.
28:33Ja, das dürfte nicht einfach sein.
28:36Na, mein Schatz, Anja, bist du eine Streunerin?
28:40Wenn du mir jetzt was erzählen könntest, was?
28:42Das wäre was.
28:43Ihr Hund?
28:44Äh, meiner.
28:46Aha.
28:46Wie lange haben Sie ihn schon?
28:48Drei Jahre.
28:50Und war einer von Ihnen beiden gestern Abend mit dem Hund unterwegs?
28:53Nein.
28:56Sie auch nicht?
28:57Keiner von uns beiden war gestern mit dem Hund unterwegs.
29:00Nun nehmen Sie doch Ihrem Bruder nicht das Wort aus dem Mund.
29:03Also ich frage Sie noch einmal.
29:05Das gilt auch für Sie.
29:07Ja, das gilt auch für mich.
29:10Ja, also wo waren Sie denn gestern Abend gegen neun Uhr?
29:14In der Werkstatt.
29:16Der Laden wird pünktlich geschlossen, die Werkstatt nicht.
29:18Wir haben im Moment sehr viel zu tun.
29:21Sie arbeiten dann allein, da gibt es natürlich niemand, der bezeugen könnte, dass Sie beide
29:26hier tätig waren, ne?
29:27Wir sind ja froh, dass wir nicht gestört werden.
29:33Was war der Hund?
29:35Da bin ich ganz sicher.
29:36Wir geben der Sache noch nach.
29:38Sagen Sie, ist das die Wäscherei, wo Sie arbeiten?
29:40Da drüben?
29:40Ja.
29:51Guten Tag, die Herren.
29:52Guten Tag.
29:53Guten Tag, wir sind von der Kriminalpolizei.
29:55Ja, ja, ja, ich weiß schon, worum es geht.
29:57Es geht um meine Angestellte, die gestern ermordet worden müssen.
30:02Deswegen sind wir hier.
30:08Am heutigen Tag ist alles durcheinander.
30:10Der Mord, die andere kommt nicht.
30:13Jeder, der in den Laden kommt, will nur über den Mord reden.
30:17Und was wollen Sie jetzt?
30:32Was soll ich Ihnen sagen?
30:34Nichts kann ich Ihnen sagen.
30:37Nettes Mädchen, wie Ihnen, wie Sie heute so sind.
30:42Gut gewachsen.
30:45Und das wissen Sie sehr wohl.
30:47Kein Wunder, wenn jemand glaubt, dass er sich da bedienen kann.
30:53Was willst du denn hier?
30:56Entschuldigung, das ist meine Frau.
30:57Guten Tag, wir sind von der Kriminalpolizei
30:59und untersuchen den Mord an Inge Sanders.
31:03Ja, ich habe schon davon gehört.
31:07Ich habe die Mutter des Mädchens angerufen.
31:12Weshalb sind Sie hier?
31:14Der gestrige Tag, war das eigentlich ein normaler Tag?
31:18Ja, ein ganz normaler Tag.
31:21Was Inge Sanders anbelangt, hat er vielleicht irgendetwas Besonderes?
31:25Nein, nichts Besonderes.
31:28Ich meine, hat sie irgendwelche Verabredungen getroffen?
31:31Vielleicht auch telefonisch?
31:33Mein Mann duldet keine Privatgespräche im Geschäft.
31:37Ja, sie hätte ja auch angerufen werden können.
31:39Ich meine, das kostet ja dann nichts.
31:40Er mag es trotzdem nicht.
31:44Und der Ladenschluss?
31:46Wie üblich.
31:48Gestern, ein paar Minuten später.
31:51Spielt das eine Rolle?
31:53Ja, vielleicht zehn Minuten später.
31:57Die beiden Mädchen sind dann gegangen,
31:59weg nach Hause.
32:01Ich weiß nicht.
32:03Ich kann Ihnen nicht helfen.
32:05Na gut.
32:06Dann entschuldigen Sie bitte die Störung.
32:08Ja, guten Tag.
32:10Ja, guten Tag.
32:19Sie haben dich gar nicht gefragt,
32:21wo du gestern Abend
32:23gegen neun Uhr gewesen bist.
32:27Du kamst ungefähr 20 Minuten nach neun.
32:33Ich weiß es genau,
32:35weil ich auf die Uhr gesehen habe.
32:41Und du warst so,
32:43wie ich dich noch nie gesehen habe.
32:46Du hast mir das Bild aufs Bett geworfen
32:50und bist sofort in der Küche verschwunden.
32:55Du warst außer Fassung.
33:03Bring mich rauf!
33:27Die Sanders hast du immer gern angesehen.
33:54Du warst es doch nicht.
33:58Bist du verrückt?
34:00Ich bring doch keinen Menschen um.
34:03Ich könnte die Polizei anrufen
34:06und ihnen nahe legen,
34:08dich zu fragen,
34:08wann du nach Hause gekommen bist
34:10und wo du gewesen bist.
34:12Lass das.
34:14Du wirst nicht telefonieren.
34:17Ich werde nicht telefonieren.
34:21Nein!
34:22Nein!
34:23Nein!
34:29Dein Geschäft ruft.
34:31Ich bin gestern Abend
34:33wie gewöhnlich
34:34in meinem Lokal gewesen.
34:37Warst du.
34:38Und warum darf das
34:40die Polizei nicht wissen?
34:51Also,
34:53die beiden Brüder vom Rahmgeschäft
34:55leben seit Jahren in München,
34:57haben einen guten Neumund,
34:58keine Vorstrafen
34:59und was den Hund betrifft,
35:01das sind Aussagen von den Nachbarn.
35:02Der Hund läuft oft frei herum,
35:04aber er kennt sich aus
35:05und findet immer wieder nach Haus.
35:07Gerade zurückgekommen.
35:09Hier, der Walkman.
35:12Fingerabdrücke sind keine drauf.
35:15In dem Fall keine brauchbaren.
35:18Die Dinger gibt es ja zu tausend, ne?
35:20Ja.
35:22Dank dir, du.
35:23Vielen Dank.
35:24Noch was für mich?
35:25Nein, nein, danke.
35:25Gut.
35:27Also, was wir wissen ist,
35:28dass dieser Walkman
35:29in Gesandtes nicht gehört.
35:31So etwas besitzt du nicht,
35:32sagt die Mutter
35:33und ihre Freundin sagt das auch.
35:52Nur das.
35:53Nur der langsame Walzer ist drauf.
35:56Sonst nichts.
36:00Büro Derek.
36:02Ja, einen Moment bitte.
36:05Monika Wagner.
36:06Danke.
36:08Entschuldigen Sie,
36:08ich wollte nur wissen,
36:09ob es vielleicht etwas Neues gibt.
36:13Nein, es gibt leider nichts Neues.
36:15Was ist denn mit dem Hund?
36:17Wir wissen doch jetzt,
36:18wem er gehört.
36:19Ja, aber man sagt,
36:21der Hund läuft öfter frei herum.
36:24Aber dass der Hund den Mörder erkennt,
36:25das ist doch sicher.
36:27Ja, das glaube ich auch.
36:29Leider kann er es uns nicht sagen.
36:31Ja, hören Sie,
36:33ich spiele Ihnen jetzt etwas vor,
36:35nicht?
36:35Und Sie sagen mir,
36:36ob Sie mit dieser Melodie
36:38irgendetwas verbinden.
36:44Was ist das?
36:45Es ist auf einem Walkman drauf.
36:49Können Sie was damit anfangen?
36:51Nein, überhaupt nichts.
36:54Na ja.
36:56Vielleicht ist es auch nicht so wichtig,
36:59wenn es irgendetwas Neues gibt.
37:02Sagen Sie es mir dann bitte.
37:05Ich bin so wahnsinnig unglücklich.
37:07Ja, ich werde es Ihnen sagen.
37:31Ich bin doch eigentlich nur gekommen,
37:37um dich was zu fragen.
37:40Sag mal,
37:41hat die Polizei die schon vernommen?
37:45Ja,
37:46sie waren bei mir im Laden.
37:49Du meinst wegen der
37:51Inge Sanders.
37:53Was soll ich denn sonst meinen?
37:55Es wird doch über nichts anderes mehr geredet.
38:00Hast du Ihnen gesagt,
38:03dass wir,
38:04ich meine, wir beide,
38:08gestern Abend,
38:09als wir hier an diesem Tisch saßen,
38:13wahrscheinlich die letzten waren,
38:14die Sie lebendig gesehen haben?
38:17Ja, außer dem Mörder natürlich,
38:18der war der Allerletzte.
38:22Also, ich habe der Polizei gesagt,
38:28dass wir das Mädchen gesehen haben,
38:31als sie da gestern Abend vorüberging.
38:35und dass du dann eilig aufgestanden und hinausgegangen bist,
38:40um dem Mädchen,
38:44naja, das war mein Eindruck,
38:47um ihr nachzugehen.
38:51Das hast du der Polizei gesagt?
38:59Wann?
39:02Ungefähr eine Stunde.
39:13Ach, da bist du ja.
39:15Guten Abend, Herr Kubeck.
39:17Wo waren Sie gestern Abend gegen 21 Uhr?
39:19Du warst hier.
39:21Lass uns doch Ihren Mann antworten.
39:24Dein Freund Hertel hat eine Aussage gemacht.
39:27Also gut.
39:28Herr Hertel hat gesagt,
39:30er sei gestern Abend den ganzen Abend mit Ihnen zusammen gewesen
39:32und wir sind in diesem Lokal,
39:33das Sie jeden Abend besuchen.
39:34Am Fenster sind es anders vorbeigegangen.
39:36Sie standen auf, um ihr nachzugehen.
39:38Um nach Hause zu gehen.
39:40Er war hier.
39:43Bis ihm einfiel,
39:44dass er im Lokal für mich ein Geschenk liegen gelassen hat.
39:48Das Bild da.
39:50Er hat es rahmen lassen.
39:53Eine sehr liebevolle Geste.
39:56Ja.
39:58Also, Herr Kubeck, nochmal.
40:00Sie sind von dem Lokal aus sofort,
40:03und zwar ohne jeden Umweg,
40:05nach Hause gegangen, ja?
40:07Ja, ja.
40:08Sag es lauter.
40:11Würdest du es bitte mir überlassen,
40:12wie laut ich Ja oder Nein sage?
40:16Ich bin sofort nach Hause gegangen.
40:20Mit dem Mord an Inge Sanders
40:21hat er nichts zu tun.
40:24Nichts.
40:25Gar nichts.
40:33Merkwürdige Situation macht sie.
40:35Das ist ja auch ein merkwürdiges Ehepaar.
40:37Du,
40:39gehen wir mal zum Armengeschäft?
41:07Kommen Sie rein.
41:10Wir sind hinten in der Werkstatt.
41:11Aha.
41:20Was machen Sie denn hier?
41:21Wir haben noch darüber gesprochen.
41:23Der Hund muss den Mörder kennen.
41:27Ja, ich bin hier,
41:28weil ich gefragt habe,
41:28ob ich den Hund mal haben kann.
41:30Ja, was wollen Sie denn mit dem Hund?
41:32Sie will mit dem Hund in den Park gehen.
41:35Ich habe ihr gesagt,
41:36dass ich nicht sehr viel davon halte.
41:38Ich nehme an,
41:38Sie sind der gleichen Meinung.
41:40Ja, Sie werden gar nichts tun.
41:41Vor allen Dingen
41:41werden Sie nicht in den Park gehen.
41:43Ich bin ihr das schuldig.
41:45Sie sind ihr das schuldig.
41:46Reden Sie doch keinen Unsinn.
41:48Wollen Sie im Park dem Mörder begegnen?
41:49Dann würde ich wenigstens wissen,
41:51wer es ist.
41:52Und dann wollen Sie laufen,
41:53so schnell Sie können,
41:53oder wie stellen Sie sich das vor?
41:55Ja, genau so stelle ich mir das vor.
41:58Bring den Hund in den Hof.
42:12Fräulein Wagner,
42:13hören wir auf zu diskutieren.
42:14Und gehen Sie jetzt bitte nach Hause.
42:19Gute Nacht.
42:20Sind Sie mit dem Wagen hier?
42:22Nein, ich bin zu Fuß gekommen.
42:23Ich könnte Sie nach Hause fahren.
42:24Danke, ist nötig.
42:38Was halten Sie von dem Mädchen?
42:40Er ist wahrscheinlich
42:40genauso verwundert wie ich.
42:43Nachts allein mit dem Hund im Park.
42:44Das ist doch Wahnsinn.
42:46Wo der Mörder noch frei rumläuft.
42:49Wohnen Sie beide auch hier im Haus?
42:51Ja, im ersten Stock.
42:52Das ist ja schön.
42:54Dann müssen Sie ja gar nicht
42:56durch den Park,
42:57wenn Sie nach Hause gehen.
42:59Nein.
43:01Du bist ihr also nachgegangen?
43:05Nachgegangen, nachgegangen.
43:07Du sagst das selbst.
43:08Ich habe mit dem Mord nichts zu tun.
43:11Ja.
43:13Solange ich sage,
43:14dass du hier warst,
43:17als das Mädchen umgebracht wurde.
43:30Gute Nacht.
43:31Gute Nacht.
43:43Gute Nacht.
43:43Also viel sagen wir die beiden auch nicht.
43:45Na, der eine ist ja auch ziemlich stumm.
43:57Anja, komm her.
43:59Komm zu mir.
44:00Ja.
44:13Achim.
44:14Achim.
44:27Achim.
44:30Lass mich das weiter machen.
44:31Gut.
44:35Achim.
44:49Gute Nacht.
44:51Gute Nacht.
44:53Gute Nacht.
45:28Untertitelung des ZDF, 2020
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48:23Du glaubst ihm?
48:25Ja.
48:31Sag mal, wie wär das, wenn wir diese Musik über einen Radiosender ausstrahlen lassen?
48:38Vielleicht, na ja, es ist, ich weiß, ungewöhnlich, aber vielleicht so mehrmals am Tag und...
48:44Was glaubst du? Bringt es was?
48:47Möglich.
48:48Wir sind mittendrin im laufenden Programm. Wir kommen zu einem Musikwunsch, diesmal nicht der eines Hörers, sondern der Kriminalkolizei.
48:56Ein langsamer Walzer, der mit einem Mordfall zu tun hat. Hören Sie sich den folgenden Titel einmal genau an.
49:17Wo ist Frau Dr. Dörner?
49:18Sie ist auf Ihrem Zimmer.
49:19Danke.
49:31Frau Dr. Dörner?
49:33Ja, bitte.
49:39Bitte schalten Sie mal das Radio ein.
49:42Aber ich arbeite.
49:43Die Kriminalkolizei lässt unseren Walzer spielen.
49:47Wieso Kriminalkolizei?
50:01Diesen langsamen Walzer spielen wir auf Wunsch der Kriminalpolizei.
50:05Das Musikstück befindet sich auf der Kassette eines Walkmans, der neben der Leiche eines jungen Mädchens gefunden wurde.
50:11Aussagen, die mit diesem Gerät, mit dieser Musik zu tun haben, werden von der Kriminalpolizei entgegengenommen.
50:30Unsere Musik.
50:32Neben der Leiche eines jungen Mädchens.
50:34Die Polizei bittet um Aussagen, die mit dieser Musik zu tun haben.
50:48Rufen Sie die Polizei an.
50:54Sie wollen zu Professor Rusknecht, oder?
50:56Ja, das ist richtig.
50:57Da kommt ja schon jemand, der Sie zum Professor bringt.
50:59Guten Tag.
51:00Guten Tag.
51:00Oberinspektor Derrick.
51:01Richtig.
51:02Das ist Inspektor Klein.
51:03Danke.
51:03Ich bin Regine Dörner, Assistentin von Professor Rusknecht.
51:06Bitte kommen Sie bitte.
51:07Danke.
51:15Grüße.
51:16Danke.
51:20Sagen Sie, ist das eine geschlossene Abteilung hier?
51:22Das ist eine geschlossene, aber wir haben auch offene.
51:25Die Klinik ist für jeden zugänglich.
51:30Ich kann Ihnen nicht sagen, wie überrascht ich war.
51:32Wegen der Radiosendung?
51:33Ja.
51:35Ich werde Ihnen jetzt etwas zeigen.
51:36Bitte, Frau Dörner.
51:42Sie sehen hier einen Mörder.
51:45Einen mehrfachen Mörder.
51:47Hilflos ausgeliefert seinen Zwangshandlungen.
51:50Das sind Aufnahmen aus meinem Praxisraum.
51:53So kontrolliere ich mich selber in dem, was ich sage, was ich tue und was der Patient sagt oder tut.
52:05Wie geht es Ihnen heute?
52:12Sagen Sie, wie Sie geschlafen haben.
52:21Das letzte Mal haben Sie von Träumen erzählt.
52:27Wollen wir uns wieder über Ihre Träume unterhalten?
52:44Deutlich zu spüren, dass Sie hinübergehen in einem steuerlosen Zustand.
52:53Es baute sich eine Aggressivität auf.
53:00In meiner Erfahrung sagte es mir, eine unmittelbar bevorstehende Gewalthandlung.
53:25Frau Dörner kam herein.
53:35Sehen Sie nur, wie der Mann steht.
53:38Erst wunderte ich mich.
53:40Ich wollte zu Frau Dörner sagen, holen Sie den Pfleger, der Mann dreht durch.
53:43Aber dann sah ich ihn an und da begriff ich, dass er auf die Musik reagierte.
53:51Es war Radiomusik.
53:55Er reagierte auf die Musik.
53:58Sie übte einen Einfluss aus.
54:01Ich fragte ihn...
54:03Kennen Sie die Musik?
54:08Sie sehen es, er antwortet nicht.
54:10Seine starre Haltung löste sich auf.
54:13Beginnen Sie ins Leben.
54:19Jetzt passen Sie auf.
54:23Sie überwand Ihre Angst.
54:26Ein Mörder, noch dazu ein Frauenmörder.
54:28Beide, die die voreinander stehen.
54:32Therapie mit Musik.
54:38Dieses Beispiel, dieses Erlebnis brachte mich darauf.
54:41Musik, diese Musik, gezielt anzuwenden.
54:46Wenn Sie mich fragen, warum diese Musik...
54:49Dieser langsame Walzer hat sicher keine magische Kraft.
54:52Aber er enthält Harmonie.
54:55Tiefe Ruhe, in der sich Verkrampfungen lösen.
54:58Die Liste der Patienten, mit denen wir mit dieser Musik gearbeitet haben.
55:06Danke.
55:13Bader?
55:14Bader.
55:17Ja, zwei Brüder.
55:19Der eine sehr besorgt um den anderen, der sich mit...
55:22...Waltfantasien quält.
55:28Musik,okesveck Wuðre.
55:33Musik.
55:45Musik.
55:46Musik.
55:59Anja!
56:02Anja!
56:06Si!
56:23Warum hat sie geschrieben?
56:31Warum?
56:34Schreien sie nicht!
56:37Nein!
56:39Nein!
56:39Nein!
57:09Nein!
57:10Nein!
57:13Nein!
57:13Nein!
57:41Explain an
58:12Untertitelung. BR 2018
58:31Untertitelung. BR 2018
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