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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:02Ich war nie schwanger.
00:04Was? Aber du hast doch das Kind bei dem Unfall mit Frederik verloren.
00:08Nein.
00:10Nein, es gab nie ein Kind.
00:14Nichts.
00:15Ich kann noch nicht mal schwanger werden.
00:19Ich hab einfach nur so getan.
00:21Ich hab so getan, weil ich wollte, dass Daniel Julia verlässt und zu mir zurückkommt.
00:26Ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll.
00:29Aber ich befürchte, Marie steht vor einem erneuten Zusammenbruch.
00:34Sie scheint mit ihrer Fehlgeburt einfach nicht klarzukommen.
00:38Aha. Und wie kommst du darauf?
00:42Sie behauptet doch tatsächlich, niemals schwanger gewesen zu sein.
00:46Stell dir vor, sie meint, es hätte nie ein Baby gegeben.
01:00Hey, what you lookin' for?
01:05No one has the answer.
01:08They just want more.
01:12Hey, who's gonna make it right?
01:28Ich wusste gar nicht, wie ich reagieren sollte, als sie damit anfing.
01:31Ich konnte es kaum glauben, aber es ist wahr.
01:37Ich weiß.
01:38Ach.
01:39Sie hat es dir gegenüber auch schon behauptet?
01:44Charlotte, das tut mir so leid.
01:46Es muss ja furchtbar für dich sein, deine Schwester so zu erleben.
01:50Ja.
01:52Aber ich hatte das Gefühl, dass sie es ernst meint.
01:56Du glaubst die Geschichte?
01:58Annabelle, ich weiß nicht.
02:00Auf jeden Fall wirkte sie nicht so, als ob sie gleich durchdreht.
02:03Aber die ganzen letzten Monate, das kann doch kein Theater gewesen sein.
02:08Der Mutterpass, die Ultraschallbilder.
02:10Du hast die Sachen doch auch gesehen.
02:12Ja, aber Marie hat gesagt, dass die Sachen gefälscht waren.
02:15Von dem Arzt, der ihr die ganze Zeit über geholfen hat.
02:20Mal angenommen, das stimmt.
02:21Kannst du dir vorstellen, dass deine Schwester uns allen vortäuscht, ein Kind verloren zu haben?
02:30Es ist schwer, ich weiß.
02:32Aber wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen.
02:35Die Fehlgeburt hat Marie völlig aus der Bahn geworfen.
02:38Sie braucht dringend Hilfe.
02:59Hallo?
03:01Hallo?
03:02Alle ausgeflogen.
03:14Hallo, Frederik.
03:15Hi.
03:16Wolltest du zu mir?
03:17Ja.
03:18Ich hatte Julia versprochen, dir den Bildband zurückzubringen.
03:21Den hat sie aus Versehen mitgenommen.
03:22Ich habe mich schon gewundert, wo der ist.
03:28Das heißt wohl, Julia bleibt bei ihrer Kündigung.
03:31Es schaut so aus, ja.
03:32Schade.
03:35Aber der Bildband ist ja wohl nicht der Grund, dass du vorbeigekommen bist.
03:39Nein.
03:40Ich war bei Daniel, um ihm mitzuteilen, dass ich meinen Urlaub beenden werde.
03:43Und?
03:44Und? Wie hat er reagiert?
03:47Er ist mir nicht voll Freude auf den Hals gefallen, wie du dir vorstellen kannst.
03:51Aber du willst es trotzdem machen?
03:53Ja.
03:54Vater wollte, dass wir zusammen die meiner Faktur leiten.
03:57Ich weiß.
03:58Aber meinst du, das funktioniert noch?
04:00Zwischen euch ist einiges passiert.
04:03Ich habe es nicht vergessen.
04:05Ich mache mir immer noch schreckliche Vorwürfe.
04:07Wegen Maries Sturz.
04:09Aber das rechtfertigt deines Verhalten in der Sache a la Tresco nicht.
04:12Nein.
04:14Er hat sich bei der Giftfarbenintrige von Mutter alles andere als korrekt verhalten.
04:18Er hat nichts gegen Annabelle unternommen.
04:20Obwohl er wusste, dass sie die ganze Sache nur eingefädelt hat, um mich reinzulegen.
04:23Das sehe ich genauso.
04:24Sonst hätte ich die ganze Sache ja nicht aufgedeckt.
04:28Trotzdem.
04:30Ich habe Angst, dass die Manufaktur zu einem Schlachtfeld wird.
04:35Mach dir keine Sorgen.
04:37Ich werde mit deiner keinen Krieg beginnen.
04:40Aber ich möchte den Posten hier, der mir zusteht.
04:56Andreas, isst du morgens zum Frühstück lieber Müsli oder Brötchen?
05:02Müsli.
05:03Müsli.
05:05Okay.
05:06Früchte-Müsli oder eher Schokolade?
05:09Mit Früchten.
05:11Mit Früchten.
05:12Sag mal, warum bist du denn das Wissen?
05:15Na ja.
05:18Saft.
05:19Saft oder Wasser, oder soll ich gleich beides besorgen?
05:21Na ja, meinst du, das ist wirklich...
05:23Das ist wirklich lieb gemeint von dir, aber...
05:26Du musst nicht für mich mit einkaufen.
05:28Aber wir sind doch jetzt eine WG.
05:31Ja, aber da kann doch trotzdem immer noch jeder für sich selbst sorgen.
05:34Außerdem ist doch noch gar nicht klar, wann ich überhaupt zu dir ziehe.
05:37Na ja, ich dachte an heute Abend.
05:40Ach so.
05:42Wenn's dir recht ist.
05:44Oder ist dir das jetzt so schnell?
05:46Nein.
05:48Ich bin einfach nur so beeindruckt, wie entschlossen du bist.
05:53Aber ich, äh...
05:54Gut, dann schau ich heute noch mal bei meiner Wohnung vorbei, hol ein paar Sachen und dann
05:58komme ich zu dir.
05:59Oh ja, und ich bereite ein tolles Willkommensessen vor.
06:03Oder ist dir das jetzt auch zu entschlossen?
06:05Nein, das finde ich eine super Idee.
06:08Aber ich darf dann den, den Wein besorgen.
06:10Oh ja, das kannst du machen.
06:12Da kannst du auch ganz egoistisch auswählen.
06:15Ach, du darfst ja gar keinen Wein trinken.
06:19Vielleicht gibt's ja einen alkoholfreien.
06:21Oh nein, oh nein, alkoholfreier Wein.
06:23Ich sage dir, meine beste Freundin Annika hat das während der Schwangerschaft probiert
06:27und das ist, glaube ich, das Schlimmste, was es gibt.
06:30Na ja, dann vielleicht doch Traubensaft.
06:33Oh, gerne.
06:35Traubensaft ist gut.
06:37Du, Silke, ich wollte dir noch sagen, dass ich sehr froh bin, dass du nicht sauer bist
06:42auf mich.
06:43Wegen des Weins?
06:44Ach.
06:45Nein, weil, äh, ich hab vielleicht auf den Heiratsantrag nicht so reagiert, wie du's dir
06:51vorgestellt hast.
06:52Und ich weiß auch, dass du dann viel bessere Karten gegen Jörg in der Hand hättest.
06:57Das ist schon in Ordnung.
06:58Ich hab dich wohl ein bisschen zu sehr überrumpelt.
07:03Ach, das, das wird schon.
07:06Was sagt Daniel eigentlich dazu?
07:09Er weiß nichts davon.
07:11Ich glaube, das sollte auch so bleiben.
07:14Aber er ist ihr Verlobter.
07:16Danke.
07:19Der immer noch sehr unter dem Verlust des Kindes leidet.
07:22Was meinst du, wie er sich fühlt, wenn er davon erfährt?
07:25Marie erzählt überall herum, es hätte nie eine Schwangerschaft gegeben.
07:31Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen überrascht.
07:34Ja, ich hätte gedacht, dass du sofort zu Daniel gehst und ihn informierst.
07:39Immerhin warst du diejenige, die sich so sehr dafür eingesetzt hat, dass die beiden ein
07:43Paar werden und bleiben.
07:45Du hast recht.
07:46Ich hatte mir so sehr gewünscht, dass die beiden ein glückliches Paar werden.
07:51Aber jetzt befürchte ich, dass es nicht mehr geht.
07:56Tatsächlich?
07:58Ja, ich weiß, das kommt ein wenig plötzlich.
08:02Ja, allerdings.
08:06Aber die beiden haben in letzter Zeit so viel durchgemacht.
08:10Vielleicht brauchen sie einfach etwas Abstand und Ruhe.
08:13Vor allem Marie.
08:16Was soll man jetzt tun?
08:18Einfach abwarten?
08:20Ich weiß es auch nicht.
08:22Das Wichtigste ist, dass niemand davon erfährt.
08:25Auch nicht Daniel.
08:27Toll.
08:28Ich habe Marie gesagt, dass sie mit Daniel sprechen soll.
08:31Das solltest du ja sofort ausreden.
08:36Überleg doch mal.
08:38Wie werden die Leute auf diese Geschichte reagieren?
08:40Was werden sie denken?
08:43Ja, wahrscheinlich genau dasselbe wie wir.
08:45Eben.
08:46Und Marie
08:48kann das in ihrem Zustand überhaupt nicht gebrauchen,
08:51wenn alle Leute glauben, sie sei verrückt.
09:01Patricia, entschuldige die Störung.
09:03Kein Problem.
09:05Was gibt's?
09:06Ich habe hier die Skizzen für die Falkenthaler Klassiker.
09:09Mir sind da noch ein paar Dinge aufgefallen.
09:10Es wäre gut, wenn du sie korrigierst, bevor sie in den Brand gehen.
09:12Ja, klar.
09:13Gut.
09:13Mache ich gleich.
09:16Ich habe gehört,
09:18Frederik war vorhin bei dir.
09:20Ja.
09:24Daniel.
09:27Er hat ein Recht darauf, hier zu arbeiten.
09:30Es tut mir leid, das sehe ich anders.
09:32Ich habe einfach keine Lust, ihn hier um mich herum zu haben.
09:34Es reicht mir schon, dass ich ihm dauernd in der Villa begegne.
09:36Er gehört immer noch zur Familie.
09:38Er ist unser Onkel.
09:39Patricia, diese Diskussion führt zu nichts.
09:41Ich werde meine Meinung nicht ändern.
09:43Und was ist mit Großvaters letzten Willen?
09:45Du weißt ganz genau, dass Frederik sein Nachfolger werden sollte.
09:49Und jetzt willst du ihm nicht mehr erlauben,
09:50in der Manufaktur zu arbeiten.
09:52Und dass er mein Kind umgebracht hat, das ist in Ordnung.
09:54Daniel, bitte.
09:56Es tut mir leid, Patricia.
09:59Ich kann das nicht einfach vergessen.
10:17Was ist denn los? Hast du noch mal mit Marie gesprochen?
10:19Nein, aber Annabelle war gerade bei uns in der WG.
10:23Was?
10:25Annabelle Grafenberg in der WG?
10:27Ja.
10:28Und was wollte die?
10:32Marie hat Annabelle auch erzählt,
10:34dass sie angeblich niemals schwanger war.
10:36Das ist doch gut.
10:37Es ist gut, wenn Marie auch anfängt,
10:39den anderen die Wahrheit zu erzählen.
10:40Dann wissen bestimmt auch bald Julia und Frederik Bescheid.
10:44Das hoffe ich nicht.
10:47Was?
10:49Charlie, du hast doch selbst gesagt,
10:50dass Marie jetzt die Wahrheit sagen muss.
10:53Ja, aber vielleicht ist es überhaupt nicht die Wahrheit.
10:56Vielleicht hat sich Marie das mit der vorgetäuschten Schwangerschaft
10:58nur ausgedacht.
11:00Du meinst, sie hat sich ausgedacht,
11:01dass sie sich ausgedacht hat, schwanger zu sein?
11:03Ja.
11:05Das ist doch verrückt.
11:06Warum sollte sie das machen?
11:09Weil sie mit der Fehlgeburt nicht klarkommt.
11:12Das glaubt zumindest Annabelle.
11:15Du meinst, Marie hat so eine Art Traum.
11:17Ja.
11:19Ich meine, das kann doch sein.
11:20Die Fehlgeburt war so ein Schock für sie.
11:23Ja, schon.
11:24Aber Annabelle Grafenberg kann das genauso gut alles erfunden haben.
11:29Ja, daran habe ich auch schon gedacht.
11:32Aber wieso sollte sie sowas machen?
11:34Wieso sollte Marie lügen?
11:36Sie lügt ja nicht wirklich.
11:38Sie will einfach nur nicht wahrhaben, was sie nicht ertragen kann.
11:43Du meinst, die Fehlgeburt hat sie so aus der Bahn geworfen,
11:46dass sie jetzt alles verdrängen will?
11:48Ja.
11:50Mann, und außerdem ist es überhaupt nicht Marie.
11:52Marie, so ein krasses Ding durchzuziehen
11:54und uns alle Monate lang zu belügen,
11:56das schafft sie überhaupt nicht.
11:58Mann, ich weiß doch auch nicht.
12:07Süße, ich muss wieder rein.
12:09Okay, geht nicht.
12:27So, Frau Mertens, ich bin dann weg.
12:28Wenn etwas ist, ich bin übers Handy zu erreichen.
12:30Ja, Herr Grafenberg, könnten Sie gleich noch den Brief an Seibert und Co. unterschreiben?
12:33Der muss heute nur raus.
12:35Ja.
12:36Mit Stift.
12:37Ah, Entschuldigung.
12:38Danke.
12:40Kann ich ihn heute noch wegschicken.
12:41Sehr gut.
12:42Danke Ihnen.
12:43Tschüss.
12:54Tschüss.
12:55Daniel?
12:56Du bist noch hier?
12:58Du weißt doch warum.
13:00Hast du über unser Gespräch von vorhin nachgedacht?
13:02Da gibt es nichts nachzudenken.
13:04Bei allem Verständnis für deine Wut auf mich.
13:07Mir steht ein Posten der Manufaktur zu.
13:09Tja, du hast mir vorhin ja auch klar zu verstehen gegeben,
13:12dass du einen verantwortungsvollen Posten möchtest.
13:13Den gibt es hier im Moment aber leider nicht.
13:15Hör doch auf mit diesen kindischen Spielereien.
13:17Ich weiß ganz genau, dass du einen neuen Personalschef suchst.
13:20Und wenn schon?
13:23Muss ich erst vor Gericht gehen?
13:25Dir ist doch bewusst, dass ich genügend Firmenanteil in Besitzung,
13:27mich hier reinzuklagen.
13:28Warum fällt dir das ausgerechnet jetzt ein?
13:31Wird dir den Urlaub zu langweilig?
13:33Die Beurlaubung sollte Ruhe und Abstand bringen.
13:36Du wirst, du kannst nicht ewig weitergehen.
13:38Ich habe wirklich geglaubt, dass du bereust,
13:40was mit Marie und meinem Kind passiert ist.
13:42Das tue ich auch.
13:44Das weißt du ganz genau.
13:46Aber das hat hiermit nichts zu tun.
13:47Oh doch.
13:49Es hat nämlich was mit Anstand zu tun.
13:50Wenn du den hättest, wüsstest du, warum ich dich nicht hier haben will.
13:56Aber bitte.
13:57Du willst arbeiten?
13:59Einverstanden.
14:00Du bist Personalschef.
14:02Aber dass eins klar ist.
14:04Du wirst keine Entscheidung treffen, ohne sie vorher mit mir abzusprechen.
14:07Und wenn es sich um den Praktikanten in der Poststelle handelt.
14:10Wie du bist.
14:37Wie du bist.
14:43Hast du schon mit Daniel gesprochen?
14:45Nein.
14:46Riechst du?
14:47Mhm.
14:48Ich habe ihn heute noch gar nicht gesehen.
14:55Marie?
14:58Brauchst du Hilfe?
15:00Um mit Daniel zu reden, oder?
15:03Nein, ich meine prinzipiell, damit es dir besser geht.
15:06Ich denke, es wird mir besser gehen, wenn ich mit ihm geredet habe.
15:10Das war doch auch deine Meinung, oder?
15:13Ja, aber vielleicht habe ich mich ja auch geirrt.
15:18Ja, vielleicht ist es besser, wenn du Daniel erst mal nichts sagst.
15:24Warum?
15:27Er hat so viel durchgemacht in der letzten Zeit.
15:30Die ganze Sache mit dem Erbe, Werners Tod.
15:33Wenn du ihm jetzt auch noch sagst, dass du niemals schwanger warst, dann...
15:37Du meinst, er würde es im Moment nicht verkraften, oder?
15:43Aber der... der richtige Zeitpunkt kommt doch nie, und du hast selbst gesagt, dass ich die Konsequenzen selbst tragen muss.
15:49Ja, aber das habe ich auf dich bezogen. Ich habe nicht daran gedacht, wie schwer das für Daniel sein kann.
15:55Aber ich kann ihn doch nicht jetzt immer weiter anhügen.
16:01Ich weiß gar nicht, wie lange ich das überhaupt noch durchhalte.
16:04Vielleicht, vielleicht ist es ja auch ganz gut, wenn du erst mal für eine Weile verreist.
16:18Hallo, Ründi. Darf ich dich um einen Gefallen bitten?
16:22Kommt drauf an.
16:26Bist du los? Bist du nicht so gut drauf?
16:28Mir geht's gut.
16:32Ja, ich mache mir nur Sorgen um eine Freundin.
16:36Oh, wenn du Hilfe brauchst, sag's mir, ja?
16:38Das ist ganz lieb, Silke, aber es geht schon.
16:41Also, um was für einen Gefallen handelt es sich?
16:43Andreas und ich, wir haben ja beschlossen, zusammenzuziehen.
16:46Und ich muss umräumen, Platz schaffen, verstehst du?
16:49Tim und Kolja haben auch schon so gesagt.
16:52Ach so. Ja klar, da bin ich dabei.
16:55Weißt du schon, wann das sein wird?
16:57Heute Abend?
16:58Also, ich muss noch was einkaufen und dann danach?
17:01Ja, ich wollte heute Abend sowieso in die WG.
17:04Dann kommen Tim, Kolja und ich dann einfach vorbei, wenn du zu Hause bist.
17:07Oh ja, das ist so lieb von dir.
17:10Ist kein Problem.
17:11Wir sind ja auch froh, dass wir Jörg endlich los sind.
17:13Dafür könnt ihr mir wirklich einen Orden verleihen,
17:15dass ich den aus seiner Wohnung rausgeekelt hab.
17:17Ja, aber sag mal, dass du und Andreas das hier zusammenziehen wollt,
17:20das wusste ich überhaupt nicht.
17:21Ja, das war auch eher eine spontane Idee.
17:25Wie seid ihr denn darauf gekommen?
17:28Tja, also, ich hab ihn gefragt, ob wir nicht heiraten wollen und dann...
17:34Du hast Andreas einen Heiratsantrag gemacht?
17:37Ja.
17:38Es ist nämlich so, wenn wir beide verheiratet sind,
17:41dann hat Jörg überhaupt keine Chancen auf Sorgerecht.
17:44Ach so.
17:45Ja.
17:46Aber Andreas will nicht.
17:47Nee, jetzt erst mal nicht.
17:49Also, wir ziehen ja jetzt erst mal zusammen
17:51und schauen, wie es mit uns beiden klappt.
17:56Ist es nicht in Ordnung?
17:57Keine gute Idee?
18:00Doch.
18:00Doch, im Gegenteil.
18:02Ich find das sehr gut.
18:03Es spricht absolut nichts dagegen, zusammenzuziehen.
18:06Man muss sich nur gut verstehen.
18:07Egal, ob als Freunde, so wie ihr, oder als Paar.
18:10Hm?
18:12Hm?
18:13Hm?
18:21Ah, Tobias.
18:23Schön, dass du da bist.
18:24Herr Birgit, was gibt's?
18:26Brauchst du Hilfe drüben in der Wohnung?
18:28Nein, ich wollte ein kleines Dankeschön vorbeibringen.
18:31Dafür, dass du so schnell und unkompliziert geholfen hast.
18:33Ist doch nicht nötig.
18:35Die Waffeln von gestern waren doch Dankeschön genug.
18:37Na, nur lass mal.
18:38Ich weiß schon, was ich dir und deinen Kindern zu verdanken hab.
18:41Sei mal nicht so bescheiden.
18:43Danke.
18:44Na, der Empfang von Lilly war ja nicht gerade nett.
18:47Sie war enttäuscht.
18:50Sie hat also mit dir gesprochen?
18:51Ja, ja.
18:52Sie hat sich entschuldigt und es ist wirklich alles in Ordnung.
18:55Na, hör mal.
18:56Du warst wirklich in einer Notsituation und Lilly hatte sich Flauseln in den Kopf gesetzt.
19:02Also so gesehen bin ich ganz froh, dass du einen Strich durch die Rechnung gemacht hast.
19:08Hast du ein Problem mit dem?
19:09Nee, überhaupt nicht.
19:11Ich glaube nur nicht, dass die beiden sich damit einen Gefallen getan hätten.
19:14Ja, ich hatte auch das Gefühl, dass Tim froh ist, in seine WG-Wohnung zurück zu können.
19:26Soll ich dir helfen?
19:28Also so weit kommt's noch.
19:29Das ist meine Küche und mein Abwasch.
19:32Du hast in der Ferienwohnung dann ein eigener.
19:34Schönen Tag noch.
19:36Tschüss.
19:45Warst du bei Marie?
19:47Ja.
19:49Und wie geht es ihr?
19:50Sie macht eigentlich den Eindruck, als ob's ihr ganz gut geht.
19:54Hm.
19:54Aber sie behauptet weiterhin, niemals schwanger gewesen zu sein.
20:00Ja.
20:01Sie ist fest davon überzeugt.
20:04Aber ich verstehe das nicht.
20:06Ich meine, sie kann es doch nicht einfach alles so vergessen haben.
20:08Sie hat sich so auf das Kind gefreut.
20:11Alleine wenn ich daran denke, wie wir beide zusammen die Wiege hergerichtet haben.
20:16Ja, wahrscheinlich ist das der Grund.
20:18Sie will sich nicht damit auseinandersetzen, dass sie ihr Kind verloren hat.
20:24Aber wie kann das sein?
20:27Ich hab so ne Angst um sie.
20:30Und deshalb müssen wir etwas tun.
20:32Wir müssen ihr helfen.
20:34Ja.
20:36Ich hab mir auch schon was überlegt.
20:39Ich, ähm, glaube, dass Marie hier so schnell wie möglich weg muss.
20:43Hier erinnert sie alles an das Baby.
20:45Ja, wahrscheinlich hast du recht.
20:47Ja.
20:49Und ich hab Marie auch schon gefragt.
20:52Sie ist sich zwar noch nicht sicher, ob sie verreisen will, aber ich hoffe, dass sie in den nächsten Tagen
20:56einsieht, dass es besser für sie ist.
20:59Eine Reise?
21:01Ich bin mir sicher, dass du es gut meinst.
21:03Aber ich glaube, du unterschätzt die Situation.
21:07Deine Schwester ist krank.
21:08Sie braucht professionelle Hilfe.
21:12Du willst sie wieder ins Sanatorium schicken.
21:16Vor Maries letztem Zusammenbruch.
21:20Wolltest du, dass sie in die Klinik kommt, aber wir haben die Situation völlig unterschätzt und nicht auf dich gehört.
21:26Das darf dieses Mal nicht passieren.
21:28Ich glaube, dass sie einfach noch raus muss.
21:31Ich verstehe ja, dass du die Hoffnung nicht aufgeben willst.
21:34Aber wir müssen einen erneuten Zusammenbruch verhindern.
21:39Ich glaube, dass es ihr in einer anderen Umgebung ganz schnell wieder besser geht.
21:46Ein Reiserecht bestimmt.
21:54Weißt du denn schon, wann du nachher zu mir kommen wirst?
21:57So in anderthalb Stunden?
21:58Ich hole nur das Nötigste.
22:00Und natürlich hole ich den besten Traubensaft ins Klinik.
22:04Und meinen Wein.
22:06Hol dir am besten den weißen.
22:07Weil es gibt Gemüseauflauf mit Zucchini, Zwiebeln, Champignons, Auberginen.
22:14Du magst keinen Gemüseauflauf?
22:18Na ja, Champignons und Zwiebeln finde ich ja ganz in Ordnung, aber...
22:23Der Rest nicht.
22:25Doch, hätte ich vorher fragen sollen.
22:28Das ist doch kein Problem.
22:30Dann haben wir eben unterschiedliche Geschmäcker.
22:33Ich wollte aber, dass unser erster Abend in der WG ein ganz besonderer wird.
22:37Das wird er auch.
22:38Wir werden uns schon arrangieren.
22:40Das Wichtigste ist doch, dass wir uns gut verstehen.
22:42Auch wenn wir nicht immer das gleiche Essen mögen.
22:45Wofür war der denn?
22:48Ach, ich finde, dass du ein ganz toller Freund bist.
22:52Ja, und dass du mir so viel Gutes getan hast in letzter Zeit.
22:56Aber das würde ich doch gerne machen.
22:58Und das werde ich auch weiterhin tun.
23:01Wir werden dem Gericht schon zeigen, dass wir dem Kleinen ein schönes Zuhause bieten können.
23:05Und den, Georg, macht dir keine Sorgen.
23:07Mit dem können wir es auch ohne Trauschein aufnehmen.
23:23Hallo, Marie.
23:24Hallo.
23:27Willst du auch ein bisschen Tee?
23:28Ich mache gerade frisch.
23:29Ja, gern.
23:33Wie geht's dir denn heute?
23:35Besser.
23:38Ich bin richtig froh, dass wir beide wieder miteinander reden können.
23:43Und ich bin jederzeit für dich da.
23:47Ist schon komisch.
23:49Ich hatte wirklich Angst, wie alle hier auf meinen Einzug reagieren.
23:52Ich meine, bei Annabelle war es ja klar, aber bei dir war ich mir nicht so sicher.
23:56Keine Sorge.
23:58Das, was ich gestern gesagt habe, habe ich ernst gemeint.
24:00Ich freue mich, dass du hier bist.
24:02Danke.
24:06Daniel.
24:08Hallo, ihr beiden.
24:11So bist du ja schon zurück.
24:13Ich wollte sowieso zu Hause weiterarbeiten.
24:16Geht's dir gut?
24:17Ich habe mir gestern Sorgen um dich gemacht.
24:21Entschuldige, ich brauchte einfach ein bisschen Zeit für mich.
24:25Daran hat Charlotte keinen Zweifel gelassen.
24:28Es tut mir leid, ich weiß, dass das nicht in Ordnung war.
24:30Hast du denn jetzt Zeit zu reden?
24:32Ich glaube, wir haben einiges zu klären.
24:35Ich lasse euch beiden dann besser mal alleine.
24:37Das ist nicht nötig.
24:38Ich wollte das Gespräch sowieso umführen.
24:40Einverstanden?
24:42Klar.
25:30und dann einfach mal alleine.
25:41Na, langweilen Sie sich schon? So ganz ohne Arbeit
25:44Selbst wenn das so wäre, was geht Sie das an?
25:47Warum sind Sie denn schon wieder so unfreundlich?
25:50Mach mir doch nur Sorgen um Ihre Zukunft
25:54Haben Sie es denn schon mal bei der Volkshochschule versucht?
25:57Ich habe gehört, Sie haben tolle Kurse für frustrierte Hausfrauen
26:00Können Sie doch einen leiten
26:02Dafür dürfte Ihr Talent doch ausreichen
26:04Wissen Sie was, Frau Grafenberg?
26:07Ihre Sticheleien und Beleidigungen fangen wirklich an mich zu langweilen
26:10Meine Liebe, für irgendetwas muss Ihr Einzug doch hier gut sein
26:17Ach Eva, gut, dass Sie kommen
26:18Haben Sie Marie gesehen?
26:20Nein, draußen ist sie jedenfalls nicht
26:22Ich habe Marie gerade erst gesehen
26:24Ach wirklich?
26:25Ja, Daniel und Sie sind für ein paar Minuten nach oben gegangen
26:28Daniel ist schon zu Hause?
26:31Offensichtlich hatten die beiden was Dringendes zu besprechen
26:33Unter vier Augen
26:35Was ist denn?
26:36Geht es Ihnen nicht gut?
26:37Sie wirken plötzlich so angespannt
26:53Was war das denn?
26:55Erst macht es Annabelle Grafenbeck Spaß, mich zu provozieren
26:58und kaum erfährt sie, dass Daniel früher nach Hause gekommen ist, rennt sie wie von der Tarantel gestochen davon
27:04Warum macht es Sie so nervös, wenn Daniel und Marie in Ruhe miteinander reden wollen?
27:08Ich wollte doch nur mit dir reden, Marie
27:10Und dann werde ich von Charlotte abserviert
27:11Warum?
27:12Es tut mir leid
27:14Das wollte ich nicht
27:15Kann es vielleicht sein, dass du mein Gespräch mit Mutter mitbekommen hast?
27:20Das darfst du nicht zu ernst nehmen
27:21Was sie gesagt hat, ist natürlich falsch
27:23Aber daran liegt es nicht
27:26Zumindest, nicht nur
27:28Hat es was damit zu tun, was du mir nach ihrem Besuch sagen wolltest?
27:33Marie, wir müssen offen sein
27:35Ich merke doch, dass dich etwas belastet
27:41Oh, entschuldigt, ich dachte Marisa allein
27:43Wir haben etwas Dringendes zu besprechen, oder?
27:45Tatsächlich
27:47Ich wollte dich stören, aber ich hatte nur eine Frage an Marie
27:50Das hat bestimmt bis nachher Zeit
27:52Würdest du uns jetzt bitte alleine lassen?
27:55Vielleicht sollten wir unser Gespräch doch besser nachher fortsetzen
28:00Ich fass es nicht
28:01Ich bin unten, wenn du mich brauchst
28:11Dann begreifst du endlich, dass du dir selbst am meisten schadest
28:14Wenn du Daniel die Wahrheit sagst
28:16Jetzt hör auf damit
28:18Ich lasse mich nicht mehr von dir rumkommandieren
28:21Na gut
28:22Du musst ja wissen, was du tust
28:25Aber sag am Ende nicht, ich hätte dich nicht gewarnt
28:43Eva, ich weiß, dass ich mich gestern dir gegenüber am Ton vergriffen habe
28:48Es tut mir leid
28:51Aber weißt du, ich verstehe Marie einfach nicht mehr
28:54Ich bemühe mich nach Kräften, unsere Beziehung aufrecht zu erhalten
28:57Und sie scheint das überhaupt nicht mehr wirklich zu interessieren
29:00Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, dass sie mir aus dem Weg geht und mir irgendetwas verheimlicht
29:08Vielleicht bemühst du dich einfach zu sehr
29:11Vielleicht fühlt sie sich dadurch unter Druck gesetzt
29:15Ihr beide habt einen großen Verlust zu verarbeiten
29:19Und offensichtlich tut das jeder auf seine Art und Weise
29:25Aber meinst du nicht, dass es gerade jetzt für uns beide wichtig ist, dass wir zusammenhalten?
29:30Ich weiß nicht, ob du auf meinen Rat hören willst
29:33Doch
29:34Natürlich, Eva
29:37Akzeptiere, dass sie anders mit dem Verlust umgeht als du
29:41Ansonsten läufst du Gefahr, dass die Kluft zwischen euch noch viel größer wird
29:52Daniel, ich habe deine Änderungswünsche ver...
29:55Frederik, du bist ja noch da
29:56Ja
29:57Und wo ist Daniel?
29:59Ich glaube, der ist nach Hause gegangen
30:01Aha
30:03Weiß er, dass du hier in seinem Büro bist?
30:05Davon gehe ich aus
30:10Das heißt, er hat eingewilligt
30:13Wenn du damit meinst, was die Arbeit betrifft, ja, das hat er
30:17Das hätte ich nicht gedacht, dass ihr euch so schnell einig werdet
30:21Einig werden ist was anderes
30:23Das war kein schönes Gespräch
30:24Das kann ich mir vorstellen
30:28Aber es freut mich, dass du wieder da bist, wirklich
30:33Wirst du ihn dann wieder in der Geschäftsleitung unterstützen?
30:37Ich übernehme ihn den Posten eines Personalschefs
30:39Darauf hat er sich eingelassen?
30:41Unter der Bedingung, dass ich alle Entscheidungen mit ihm abspreche
30:44Na, da ist ja der Ärger vorprogrammiert
30:47Nicht von meiner Seite
30:50Du willst dich darauf einlassen?
30:53Ich möchte ihm zeigen, dass ich ihn ernst nehme
30:55Und dass ich ihn als Chef respektiere
30:58Na dann
31:00Viel Glück
31:02Hoffentlich lässt sich dieser
31:04Heere Entschluss auch in die Tat umsetzen
31:16Ist das zu glauben?
31:18Silke hat doch tatsächlich mehr Krempel fürs Badezimmer als ich
31:22Habt ihr gesehen, was in dieser weißen Plastiktüte drin
31:24So alte Tuschkästen noch aus der Grundschule
31:27So ein Zeug hebt die Frau auf
31:29Aber kein Sessel
31:30Ich bin doch froh, dass die Sachen so leicht waren
31:32Ich habe schon viel härtere Umzüge hinter mir
31:34Ja klar, du Held
31:41Was ist das?
31:42Sieht aus wie eine Nachricht von Charlie für dich
31:48Ich fass es nicht
31:49Silke macht Andreas einen Heiratsantrag
31:52Ja, ich kann das verstehen
31:55Vom Gericht steht sie dann besser da
31:56Immerhin kann sie beweisen, dass sie dem Kippe eine Intakte
31:59Glaub es nicht
31:59Was denn?
32:02Sie ist weg
32:04Wie weg?
32:06Sorry, dass ich mich nicht von dir persönlich verabschiede
32:08Aber ich muss dringend für ein paar Tage weg
32:10Marie geht es nicht gut
32:11Wann ich zurückkomme, weiß ich noch nicht
32:13Wow
32:14Also eins muss man Charlie lassen
32:17Langweilig wird es mit ihr bestimmt nicht
32:20Ich habe gestern schon gemerkt, dass sie sich Sorgen um ihre Schwester macht
32:22Aber mir sagt sie ja nie was
32:24Weißt du was?
32:27Keu, ich habe keine Ahnung
32:29Also wahrscheinlich ist es immer noch wegen Maries Baby, oder?
32:32Natürlich geht es um ihr Baby
32:34Aber warum sagt sie mir nichts darüber?
32:37Sie hat es dir ja irgendwie gesagt
32:39Ich meine, immerhin hat sie dir diesen Brief geschrieben
32:41Na toll, ich muss weg und weiß nicht, wann ich wiederkomme
32:43Was soll ich denn damit anfangen?
32:46Charlie wollte bestimmt nicht, dass du dich aufregst
32:49Ich bin ihr Freund
32:50Warum hält sie mich aus allem raus?
32:52Sie weiß, dass sie sich auf mich verlassen kann
33:15Guten Abend, Charlotte
33:17Wie ich sehe, verlierst du ja keine Zeit
33:19Marie muss auch so schnell wie möglich weg von hier
33:21Da stimme ich dir natürlich zu
33:26Annabelle
33:26Ich weiß, dass du denkst, dass eine Reise nicht reicht
33:29Ich habe doch nur Angst, dass die Situation ernster ist, als du wahrhaben willst
33:34Und ich glaube, dass wir die Sache noch schlimmer machen, wenn wir sie jetzt in ein Sanatorium schicken
33:38Ja, wahrscheinlich hast du recht
33:40Ich mache mir nur so schreckliche Sorgen um sie
33:44Ist Marie oben?
33:46Ja, ich glaube schon
33:47Wollen wir nachsehen?
33:49Ich gehe schon mal vor
34:11Marie?
34:16Ich habe mich wohl geirrt
34:18Vielleicht ist sie ja spazieren gegangen
34:25Ach, wie ungeschickt von mir
34:32Ist das in Ordnung?
34:34Ja, ja, ich bin an Maries Tasche gekommen
34:36Und da ist sie runtergefallen
34:44Was hast du denn da?
34:47Psychopharmaka
34:48Marie ist Tabletten
34:51Das heißt wohl, sie nimmt sie wieder
34:56Dann geht sie also schlechter, als ich dachte
34:59Oh, Charlotte, das tut mir wirklich leid
35:02Ich hätte so sehr gehofft, dass du recht hast, aber
35:06Offensichtlich haben wir uns da beide was vorgemacht
35:16Du bist bei dem Gespräch dabei sein sollen
35:18Daniel war so verladen
35:19Bist du dir sicher, dass es wirklich so eine gute Idee ist, zum jetzigen Zeitpunkt in die Manufaktur zurückzukehren?
35:25Es wird nicht leicht
35:27Daniel wird dir weiterhin zeigen, dass du feinunerwünscht bist
35:32Ich darf mich ja schon nicht provozieren lassen
35:38Julia, ich muss das tun
35:40Ich weiß
35:41Für deinen Vater
35:43Ja
35:44Ich muss Annabelle stoppen, das bin ich ihm schuldig
35:46Deshalb muss ich so schnell wie möglich die Manufaktur zurück
35:49Es reicht nicht aus, wenn ich sie nur in der Villa im Auge behalte
35:53Ich hatte heute übrigens
35:56eine merkwürdige Begegnung mit ihr
35:58Was hat sie gemacht?
36:00Na ja
36:01Erst hat sie ihre üblichen Beleidigungsfloskeln von sich gegeben, aber
36:05Das ist es nicht
36:08Sie wollte eigentlich zu Marie
36:10Und als ich ihr sagte, dass Marie und Daniel ein Gespräch unter vier Augen führen
36:13Dann wurde sie regelrecht panisch
36:16Wieso das denn?
36:17Das ist es ja, ich weiß es nicht
36:19Aber es schien, als hätte sie Angst davor, dass Marie Daniel irgendwas erzählt, was er ihrer Meinung gar nicht wissen
36:24darf
36:43Es ist eine Schande, dass ein Gast in unserem Hause so einsam ist
36:49Darum geht es doch jetzt nicht, eine Schulde hinzufinden
36:52Wir müssen uns um Marie kümmern
36:56Wieso müsst ihr euch um Marie kümmern?
36:57Ach Charlotte, da bist du ja irgendwo
37:01Was ist dann los?
37:05Charlotte
37:07Deine Schwester hatte einen schweren Zusammenbruch
37:11Sie ist jetzt im Krankenhaus
37:46Und wie ist es denn in der Höhle des Löwen?
37:49Na ja
37:51Nicht anders, als ich es erwartet hätte
37:54Annabelle Gravenberg macht es dir nicht gerade leicht
37:57Nein
37:58Aber ich kann damit leben
38:00Wow, das muss die wahre Liebe sein
38:03Ja komm, nicht jeder zieht für seinen Freund mit einer Person wie Annabelle Gravenberg zusammen
38:08Lilly
38:10Papa, ich meine doch nur
38:13Ich bin sehr stolz auf dich
38:15Und wie läuft es mit Daniel?
38:17Und mit Marie?
38:20Marie hat auf meinen Einzug eigentlich sehr positiv reagiert
38:24Marie ist noch da?
38:27Natürlich ist Marie noch da
38:31Aber Daniel hat nicht so gut reagiert wie Marie, ne?
38:35Nicht wirklich
38:36Aber ihr wisst ja, wie er im Moment auf Friedrich zu sprechen ist
38:39Gab es Streit?
38:42Aber die beiden haben Probleme
38:45Die Sache mit dem Baby macht ihn immer noch zu schaffen
38:47Und unser Einzug
38:49Verbessert die Situation nicht gerade
38:52Aber da müsst ihr euch wirklich überhaupt keine Vorwürfe machen
38:56Ich meine, das Ganze war ein Unfall, oder?
39:00Da habt ihr nichts mehr zu tun
39:11Hey, Charlotte, was machst du hier?
39:13Ich muss dringend mit dir reden
39:17Was ist denn los?
39:19Wegen unserer Reise?
39:21Ja und nein
39:24Was heißt das?
39:26Marie, ich mache mir sehr große Sorgen um dich
39:30Das tut mir leid, das wollte ich nicht
39:32Aber ich wusste einfach nicht, an wen ich mich wenden soll
39:35Hey, hör auf, mir was vorzumachen
39:36Ich weiß, wie schlecht es dir geht
39:41Ich habe deine Tabletten gefunden
39:44Was denn für Tabletten?
39:46Deine Psychopharmaka
39:49Marie, ich weiß, dass du vor einem neuen Zusammenbruch stehst
39:52Du brauchst dringend ärztliche Hilfe
39:54Und deswegen habe ich mit Dr. Grünberg aus dem Sanatorium gesprochen
39:58Und sie würden dich ab morgen wieder aufnehmen
40:00Und das tut mir leid, das geht alles
40:04Vielen Dank.
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