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  • vor 6 Stunden

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00:06Musik
00:00:45Yesterday, all my troubles seem so far away.
00:00:55Hallo?
00:00:59Nein, der Pfarrer Steffensen ist gerade drüben in der Kirche bei der Beichte.
00:01:02Kann ich was ausrichten?
00:01:05Hallo?
00:01:07Ich kann Sie so schlecht verstehen.
00:01:09Hallo?
00:01:13Hallo?
00:01:24Hallo?
00:01:45Hallo?
00:01:49Hallo?
00:01:50Hallo?
00:01:51Hallo?
00:02:01Hallo?
00:02:02Hallo?
00:02:05Hallo?
00:02:14Hallo?
00:02:16Hallo?
00:02:18Hallo?
00:02:21Hallo?
00:02:31Hallo?
00:02:44Hallo?
00:02:47Hallo?
00:02:51Hallo?
00:02:54Hallo?
00:02:55Hallo?
00:02:58Hallo?
00:03:00Hallo?
00:03:03Hallo?
00:03:27Hallo?
00:03:30Hallo?
00:03:39Ja, hallo?
00:03:42Ciao?
00:03:46Bror New Klicks
00:03:48Hab' dir realfallen heller ...
00:03:59terminology zum benefits ...
00:04:19Das gibt's ja auf keinem Schiff.
00:04:25Du bist also der Emil.
00:04:31Frau Strohmeier!
00:04:35Frau Strohmeier!
00:04:38Was gibt's denn?
00:04:41Was haben Sie denn da?
00:04:48Ja, mei.
00:04:51Was ist denn das für ein liebes Buzerl?
00:04:54Ja, wo kommst denn du her?
00:04:56Und ich dachte, sowas gibt's nur bei uns in Hamburg.
00:05:00Sowas?
00:05:01Ja.
00:05:02Ja, die hat gesächselt.
00:05:05Vielleicht war die gar nicht katholisch.
00:05:07Gesächselt?
00:05:07Ja, sie wär arbeitslos und mit dem Emil, das geht nicht mehr.
00:05:11Und ich dachte, das wär so'n Ehestreit.
00:05:14Und dann schwuppdiwupp war die weg.
00:05:16Hey, Herr Strohmeier nicht so toll, Mensch!
00:05:19Jetzt schauen Sie mal, ob da Milch drin ist.
00:05:22Eine Anfangsmilch oder sowas.
00:05:25Nee.
00:05:26Hier sind so'n paar Lappen.
00:05:28Was sind denn hier?
00:05:29Das sind Spuktücher.
00:05:32Mhm.
00:05:33Alte Schokolade.
00:05:36Ach, das geht da an Anfangsmilch.
00:05:39Ah!
00:05:41Fläschchen.
00:05:42Jetzt mach ich dich erst einmal fertig.
00:05:44Und dann kriegst du eine saubere Brotzeit.
00:05:46Jawoll!
00:05:47Mein sehr Süß.
00:05:49Genau wie mein Micha.
00:05:52Ja!
00:05:53Da hat aber einer einen Bärenhunger.
00:05:56Langsam.
00:05:57Nicht so schnell, Emil.
00:06:00Mein Gott.
00:06:02Welche Mutter macht denn sowas?
00:06:04Bloß eine, die wieder ein noch ausweist.
00:06:07Was für kleine Fingerchen.
00:06:09Vielleicht war nicht bloß die Mutter vom Emil arbeitslos.
00:06:12Vielleicht hat sie der Vater sitzen lassen.
00:06:13Frau Strohmeier.
00:06:15Warum die ausgerechnet das Baby bei uns hier abgelegt hat.
00:06:18Ja, warum? Warum? Warum ist die Banane krumm?
00:06:21So, ich muss noch mal die Predigt vorbereiten außerdem.
00:06:24Der Glaser kommt nachher immer wegen der kaputten Kirchenfenster.
00:06:27Und wenn die Mutter auch nicht aus Fischbach ist,
00:06:30vielleicht ist der Rabenvater von hier.
00:06:32Frau Strohmeier, was die Zukunft von dem Lütten angeht,
00:06:35da habe ich ganz genaue Vorstellungen.
00:06:38Mhm.
00:06:39Du bleibst jetzt erst einmal da.
00:06:40Bei uns.
00:06:41Ja?
00:06:42Hey!
00:06:42Wie war das eben?
00:06:45Wir finden deine Eltern schon.
00:06:48Ja.
00:06:49Mein Kind.
00:06:56Ein Findelkind.
00:06:57Da schau her.
00:06:58Gibt's so was überhaupt noch?
00:06:59Ja, die Mutter?
00:07:00Weg.
00:07:01Ja.
00:07:02Kein Abschiedsbrief oder sonstige Nachricht?
00:07:05Nee, nix.
00:07:07Was soll ich denn jetzt machen?
00:07:08Ja, warte mal.
00:07:09Pass auf.
00:07:09Was machen wir denn da?
00:07:11Wie alt ist es denn?
00:07:12Naja, das ist so ganz klein, das Ding.
00:07:14So, so, so.
00:07:16So, so.
00:07:16Ja, so ganz lüttes Ding.
00:07:18So, sag ran.
00:07:19Was machen wir nun?
00:07:20Hm?
00:07:21Oder hatten wir Findelkind im Pista-Seminar?
00:07:24Ja, Jens, du musst du erst einmal ja zwar am besten
00:07:26sofort die für zuständigen Behörden informieren.
00:07:29Ja, wen?
00:07:30Die Polizei?
00:07:31Ja, zum Beispiel.
00:07:32Oder das Ding.
00:07:33Wie heißt's gleich wieder?
00:07:34Das Jugendamt.
00:07:35Ja, wunderbar.
00:07:36Das ist mir echt eine große Hilfe.
00:07:38Ja.
00:07:39Bitte.
00:07:39Servus.
00:07:46Jugendamt.
00:07:53Also, als erstes müssen wir den Emil einmal der Gemeinde zeigen.
00:07:59Wie bitte?
00:08:00Ja, im Gottesdienst.
00:08:02Wir brauchen doch einen Hinweis.
00:08:03Auf wen?
00:08:04Ja, auf wen?
00:08:04Auf wen?
00:08:05Auf seine Eltern natürlich.
00:08:07Oh ja, du armer.
00:08:09Was bauchl weh, hm?
00:08:12Frau Strom, ja.
00:08:13Also, erstens müssen wir die Mutter und den Vater finden,
00:08:16weil die brauchen unsere Hilfe.
00:08:18Und zweitens braucht der Emil wieder seine richtigen Eltern.
00:08:21Frau Strohmeier, dieses hier ist ein Pfarrhaus.
00:08:25Und dieses Baby gehört nicht hierher.
00:08:28So, das sagen Sie jetzt nochmal.
00:08:29Und das sagen Sie dem Emil jetzt mitten ins Gesicht.
00:08:39Wenn solche Zauderer wie Sie im Alten Testament rumgekupft waren,
00:08:43dann war der kleine Moses in seinem Körper glatt verhungert.
00:08:45Frau Strohmeier.
00:08:48Und noch was, Herr Steffensen.
00:08:50Ist doch grausam mit dem armen Wurm.
00:08:54Was ist denn das für eine Welt, wo die Leute die Babys einfach in der Kirche ablegen?
00:08:58Wo die einen weder ein noch auswissen
00:08:59und die anderen wissen gar nicht wohin mit ihrem ganzen Geld.
00:09:05Ich hole noch ein paar Windeln.
00:09:07Ja, ja.
00:09:08So ist sie, ne?
00:09:09Die Frau Strohmeier will immer die ganze Welt retten.
00:09:13Dabei können Sie den paar Krabben holen.
00:09:19Das passt doch wieder wunderbar zu unserem Fischkopf, Pfarrer, oder?
00:09:23Weißt du, das langsam merkt er der Preis.
00:09:26Vielleicht hat er unser Pfarrer schon Hummels aufgenommen.
00:09:29Ach, schwein.
00:09:29Wenn unser Dorf irgendwas damit zu tun hat.
00:09:31Aber erst einmal alle verdächtigen.
00:09:33Wenn er mal über Fischbach kommt und irgendeiner unter uns, ich sag das,
00:09:36der hat hier gewaltig.
00:09:38Ich fand doch nicht so einen großen Visitor.
00:09:40Und wo hat sie das Baby hingestellt?
00:09:43Weiß ich nicht.
00:09:48Sie schaffen das schon?
00:09:51Ja.
00:09:57Eine Trage des anderen Last.
00:10:02So werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
00:10:06So steht es im Neuen Testament.
00:10:09Dieser kleine Erdenbürger wurde gestern hier in unserer Kirche abgegeben.
00:10:16Siehst du?
00:10:16Weit mehr.
00:10:17Sieht los in eine lockerte Kugel.
00:10:19Wahrscheinlich ist an der Mutter was ganz Schlimmes passiert.
00:10:23Aber warum gibt sie es gerade bei uns ab?
00:10:26Ist sie zufällig in Fischbach vorbeigekommen?
00:10:28Das ist so ungerecht.
00:10:31Oder stammt der Vater vielleicht hier aus Fischbach?
00:10:34Ein Mann, der die junge Mutter gnadenlos im Stich gelassen hat.
00:10:45Ein Mensch, den wir vielleicht alle kennen.
00:10:50Der vielleicht sogar hier unter uns weilt.
00:10:55Gott reicht jedem die Hand.
00:10:59Auf dir, mein Kleiner.
00:11:04Aber wer diese Suppe eingebrockt hat, der löffelt sie auch alleine wieder aus.
00:11:10Wer irgendwas weiß, kommt bitte nach der Messe zu mir.
00:11:16Weil der Heimathafen von diesem Lütten hier, das sind die Arme seiner Eltern.
00:11:24Amen.
00:11:29Ja, und mein Name, ne?
00:11:30Tschüss.
00:11:30Tschüss.
00:11:31Tschüss, tschüss, tschüss.
00:11:32Ah, Herr Pfarrer, sehen wir Sie noch einmal?
00:11:34Ja, auf der Heimathafen, genau.
00:11:36Ja, da haben Sie was davon und da haben wir was davon, gell?
00:11:39Ja, genau, genau.
00:11:40Willkommen, Herr Pfarrer.
00:11:41Willkommen, Herr Pfarrer.
00:11:41Willkommen, Herr Pfarrer.
00:11:42Hat sich schon jemand gemeldet?
00:11:43Nein.
00:11:44Willkommen, tschüss, tschüss.
00:11:46Hält auch die Augen wieder auf.
00:11:47Das ist gut, Herr Pfarrer.
00:11:49Das haben Sie gut gesagt, Herr Pfarrer.
00:11:51Ganz großartig.
00:11:53Ich pass auf.
00:11:54Ich versprich's Ihnen nicht.
00:11:55Sehr gut.
00:11:55Ich pass auf.
00:11:56Sehr gut.
00:11:58Sehr gut, Herr Pfarrer.
00:11:59Das ist schon ein starkes Stück.
00:12:00Ja, das kann man sagen.
00:12:01Da bin ich ja mal gespannt, von wem das Kind ist.
00:12:03Ja, das werden wir schon mal sehen.
00:12:05Huber, wart!
00:12:06Mein Gott, früher hat's doch so ein Findelkind nur woanders gegeben.
00:12:10Oder du hast davon in der Zeitung gelesen.
00:12:12Aber bei uns, früher, hat's da auch keinen Hamburger als Pfarrer gegeben.
00:12:17Jetzt weiter.
00:12:19Weißt du, ob der nicht vielleicht strafversetzt ist, wegen dem schreienden Dilemma?
00:12:24Aber uns, der Verdächtigen?
00:12:27Ja, unser Herrgutschnitzer.
00:12:29Weißt du, Leo, du schnitzt eindeutig zu viel an unserem Gekreuzigten.
00:12:33Da siehst du überall nur das Unheil.
00:12:35Du, der Brandstätter-Alois, der hat doch die letzte Woche zweimal Lugger gelegt.
00:12:41Aha.
00:12:42Obwohl doch seine Frau, die Hedwig, eine schwere Diabetes hat.
00:12:45Also, das ist doch komisch.
00:12:46Ja, das ist gut.
00:12:47Ich denk drüber nach.
00:12:5637.
00:13:03So, da haben wir jetzt mal Eisbär.
00:13:05Ich esse.
00:13:08Du kommst doch voll rum, Franzi aus Hebamme.
00:13:12Ist dir nicht eine junge Frau aufgefallen, so um die 20?
00:13:15Sechseln tut's.
00:13:16Nein.
00:13:20Toni, da holen wir dich.
00:13:24Er lernt's nicht.
00:13:26Grüß Gott.
00:13:27Grüß Gott.
00:13:29So.
00:13:33Ich nehme auch ganz vertraumliche Hinweise an.
00:13:36Ganz in die Häube.
00:13:37So.
00:13:38Dankeschön.
00:13:39Prost.
00:13:40Prost.
00:13:41Prost.
00:13:41Prost.
00:13:42Wie hat's denn so ausgeschaut, dem Mutter?
00:13:45Ja, haben Sie rein gar nix von der gesehen?
00:13:48Naja, sie war ja nur ganz kurz im Beichtstuhl.
00:13:50Herr Huber, Sie stützen doch mal draußen vor Ihrer Werkstatt.
00:13:53Ist Ihnen da gestern um 14 Uhr nix aufgefallen?
00:13:56Mir?
00:13:58Nix weiter.
00:13:59Was hätte jetzt mir da auffallen sollen?
00:14:01Hä?
00:14:02Ja, und eine hiesige ist die Rabenmutter sowieso nicht.
00:14:05Naja, eine Schwangere wäre ja aufgefallen.
00:14:07Toni, bei einer breit gebauten Kuh sieht man's manchmal auch erst kurz vor dem Wurf.
00:14:12Die Franz.
00:14:15Bringst mir gleich noch eine.
00:14:16Ja.
00:14:19Pumperl gesund, unser kleines Buzerl.
00:14:24Sag einmal, Franz, du kennst doch Gott und die Welt.
00:14:27Du, die Welt weiß nix und für Gott ist doch unser Pfarrer zuständig.
00:14:32Und du, Toni, da redest du auch voll mit den Leuten, oder?
00:14:36Entschuldigung.
00:14:41Ich küsse dich.
00:14:45Die Kati, übernimmst du mal da kurz?
00:14:48Ich bin auf einem Viertelstand weg.
00:14:49Ich hab drin was zu tun.
00:14:50Entschuldigung.
00:14:51Hey Toni, ich hab dich was gefragt.
00:14:53Ich hab dich.
00:15:00Hi.
00:15:09Ich hab dich, warum?
00:15:12Yann was ich!
00:15:14Ich hab dich.
00:15:22Wenn du vorst.
00:15:31Ich muss aber eigentlich die Haxen in den Ofen schirmen
00:15:34Und ich habe heute ein super Gefühl
00:15:41Schau
00:15:42Aha
00:15:47Ja, ich habe noch zwei Krankenbesuche
00:15:49Dann die Messe in Wiesenburg
00:15:51Elternabend
00:15:52Und der liebe Gott möchte ja auch noch mal ab und zu mit mir reden
00:16:01Frau Strohmeier
00:16:02Also, hier kommt dann das Bettchen hin
00:16:05Haben Sie noch was rausgefunden?
00:16:07Nein
00:16:08Und da habe ich gedacht, machen wir einen Wickeltisch raus
00:16:11Helfen Sie mir mal bitte
00:16:12Frau Strohmeier
00:16:14Der Ort weiß nichts oder will nichts wissen
00:16:16Und ich bin Pfarrer und kein Kommissar
00:16:20Frau May, müssen wir uns heute was einfallen lassen?
00:16:23Das müssen wir nicht
00:16:24Ich möchte mich gerne in diesem Raum auf meine Predigten vorbereiten
00:16:28Babys darf er auch mal schreien
00:16:29Ja, meinetwegen
00:16:30Aber wir sind verpflichtet
00:16:33Innerhalb von 24 Stunden
00:16:35Das den Behörden zu melden
00:16:36Wer sagt Ihnen das?
00:16:38Ja, alle
00:16:38Die Gesetze
00:16:39Das bischöfliche Ordinariat
00:16:41Wie meinen Sie das jetzt?
00:16:44Wollen Sie den E-Mail wirklich ausliefern?
00:16:48Frau Strohmeier
00:16:49Damit er bloß rumgeschubst wird
00:16:50Da draußen fühlt sich doch keiner zuständig für ihn
00:16:53Da draußen warten hunderte von Eltern auf ein Adoptivkind
00:16:58Auch für die machen wir das
00:17:01Ah
00:17:04Ein Informant
00:17:12Grüß Gott, Herr Pfarrer
00:17:13Ja, alles frisch gewaschen
00:17:15Das Kerl ist von meiner Schwester
00:17:17Den habe ich auf der Kirchweil geschossen
00:17:20Bitteschön, Herr Pfarrer
00:17:21Und wenn Sie Hilfe brauchen, gell?
00:17:23Sie wissen ich
00:17:25Alles Gute, Herr Pfarrer
00:17:28Oh, oh mein, ja
00:17:29Herr Steffensen, ich bin jetzt auf der Spur
00:17:32Beweis Nummer eins
00:17:33Diese Baby-Tragetasche
00:17:34Die ist aus dem Kinderladen Bad Ochsenried
00:17:37Da ist sogar noch die Schuld drin
00:17:40Was ist denn das?
00:17:42Spenden
00:17:43Um Gottes willen
00:17:45Auf jeden Fall dieser blaue Schrampler
00:17:48Bad Ochsenried
00:17:49Es interessiert mich nicht
00:17:51Das Schäpperl da aus dem Rössler Kinderladen Bad Ochsenried
00:17:54Alle Indizien führen da hin
00:17:57Wir finden bestimmt da die Mutter
00:18:16Ich brauch meine Ruhe
00:18:22Drehuhr, Doddy
00:18:24Ja, was ist denn?
00:18:29Ich bin doch schon da
00:18:32Komm, mein Spurzell ist ja gut
00:18:38Wird alles wieder gut
00:18:42Alles wieder gut
00:18:58Wie können Sie als christlicher Mensch
00:19:01Einen so unchristlichen Kostenvorschlag
00:19:04Für ein Kirchenfenster machen?
00:19:06Lehen Sie doch nochmal in sich
00:19:09Der Herrwecken helfen
00:19:10Ja
00:19:20Tja, Frau Strohmeier
00:19:23Früher gab es hier mal Frühstück
00:19:25Jetzt gibt es hier nur noch Katerfrühstück
00:19:55Das ist hier nur noch Katerfrühstück
00:19:57Das ist hier nur noch Katerfrühstück
00:19:57Jetzt können wir der Frau Strohmeier
00:19:59Doch mal eine Mütze schlafen
00:20:00NICHT
00:20:00Na, wun, wun someone
00:20:08There's plenty of gold
00:20:10So I am too
00:20:12On the beams
00:20:13Of The Kraminto
00:20:17Ik have
00:20:18Mund haben
00:20:19Wo der FEER muster sein
00:20:21To my home
00:20:23To my home
00:20:25They must
00:20:38Ich geh schon.
00:20:42Grüße Gott, Siegepfeifer mit einem Abendblatt.
00:20:44Herr Steffensen.
00:20:45Nein, kein Bedarf.
00:20:47Okay, es bleibt doch mal da.
00:20:49Herr Steffensen, haben wir denn schon Hinweise auf die Mutter?
00:20:54Was ist denn los?
00:20:55Presse.
00:20:56Wer klopft, dem wird er aufgeladen.
00:20:58Ehrlich, hm?
00:20:59Nein, Frau Strohmeier, wir machen die Tür nicht auf.
00:21:02Ich habe heute noch zwei Krankenbesuche und alle Hände voll zu tun.
00:21:05Wir helfen Ihnen doch, die Mutter zu finden.
00:21:08Frau Strohmeier!
00:21:10Ah, Herr Steffensen, mit zur Baby im Pfarrerherz.
00:21:13Nicht kaum heimlich, auch ein bisschen den Boden gestalten.
00:21:18Herr Steffensen, Sie sind doch Vorbild für die Menschheit.
00:21:22Ihre bedingungslose Hilfsbereitschaft.
00:21:25Und die Kirche kann Hoffnungsträger wie Sie da heutzutage noch allzu gut brauchen.
00:21:30Schleimer.
00:21:31Vertrauen Sie doch mal.
00:21:32Aber er hat recht.
00:21:33Die Mutter hat das Baby uns anvertraut.
00:21:35Warum soll die Welt das nicht erfahren?
00:21:37Wo wir doch die Eltern suchen.
00:21:38Wir sind da auf Ihrer Seite.
00:21:40Sie hat uns ausgewählt.
00:21:41Und warum?
00:21:42Weil sie weiß, dass wir uns um ihn kümmern.
00:21:44Und weil wir nicht so herzlos sind wie dem Zimmer 111, dritten Stock im Jugendamt.
00:21:52Ganz Bayern, sag ich dir, wird weinen mit ihrem Baby.
00:21:55Das ist ein Vögelkettmensch.
00:21:56Aber wenn ich aufs Titel bleibe, gell?
00:21:58Ja, einen besseren Titel gibt es gar nicht.
00:22:00Jetzt kommen Sie mal vor, da ein bisschen ins Licht.
00:22:01Da, Sie auch.
00:22:02Und die Eier, die tun wir jetzt mal weg.
00:22:04Und den Arm, die tun wir jetzt mal da so ein bisschen.
00:22:06Ja, so.
00:22:08Hey, das ist meine Haushälterin und nicht meine Verlobte.
00:22:11Ein bisschen vom Baby und den Blick zu ihrem Hürden.
00:22:14Ja, und jetzt brauchen wir eine Lächeln.
00:22:16Eine süße Lächeln für den Bischof.
00:22:18Ja, und noch ein bisschen himmlischer.
00:22:20Noch ein bisschen himmlischer.
00:22:21Doch, Strohmeier, nun freuen Sie doch nicht auf diesen Heinz-Dattelheim.
00:22:23Noch ein bisschen himmlischer jetzt.
00:22:37Frau Weidinger, rufen Sie mir doch bitte mal geschwind den Domkapitel der Stölzer.
00:22:41Ja.
00:22:44Ah, Herr Stölzer, kommen Sie.
00:22:47Möchten Sie einen Kaffee?
00:22:49Nein, danke.
00:22:51Kann ich Ihnen sonst was anbieten?
00:22:53Einen Apfel?
00:22:55Danke.
00:22:55Dann nehmen Sie Platz.
00:23:00Sie haben ja sicher auch von diesem Findelkind gelesen.
00:23:04Ja, traurig.
00:23:06Aber auch wieder schön, dass es überhaupt das Licht der Welt erblickt hat.
00:23:11Ja, das freut uns sehr sogar.
00:23:12Wo die jungen Menschen heute doch gern immer nur an sich denken.
00:23:15Ja, sicher.
00:23:16Also an die christliche Fortpflanzung in einer eigenen Familie.
00:23:20Herr Stölzer, auf Ihr Betreiben hin wurde doch dieser Pfarrer Steffensen da unten unserer Diözese einverleibt, nicht wahr?
00:23:28Ja, schon.
00:23:30Verraten Sie mir, was ist das für ein Mensch?
00:23:33Ja, wie soll ich das am besten ausdrücken?
00:23:36Wir haben zusammen das Priesterseminar gedrückt.
00:23:40Der Jens, das ist einer, wie soll ich sagen, das ist ein Mann mit Handschlagqualität.
00:23:48Mit Handschlagqualität.
00:23:54Ich habe es gelesen, aber dem Baby geht es wenigstens gut.
00:23:59Ja, habe ich auch mit der Leichterung gelesen.
00:24:01Aber Herr Stölzer, dass hinter diesem Baby vielleicht ein schwacher Moment pro Domusua steckt, das schließen Sie aus?
00:24:12Ja, aber der Jens, ich meine, der Pfarrer Steffensen, der ist ja erst kurze Zeit bei uns im Amt. Das
00:24:19wäre ja schon rein technisch nicht gut möglich.
00:24:21Naja, eine unbequeme Wahrheit, die reist doch manchmal hinterher, nicht wahr?
00:24:25Ja, sonst traut man ja heutzutage Angst zu.
00:24:29Ja, leider, aber der Jens, wie soll ich sagen, dem Jens, den hat kein Sturm hier gebeugt.
00:24:36Der ist aus einem Stück geschnitzt und der würde so einen schwachen Moment pro Domusua, den ich übrigens in toter
00:24:41Ausschlüsse sicher offenen Augs ins Gesicht blicken.
00:24:46Also, dann schauen Sie mal da unten nach, damit dieses Baby umgehend in die verantwortlichen Hände kommt.
00:24:51Ich werde mich sofort darum kümmern.
00:24:52Und sowas will ich nie wieder neben meinem Frühstücksei.
00:25:00Ach, Herr Stölzer.
00:25:02Ja.
00:25:04Wie lange arbeiten Sie eigentlich schon hier für uns?
00:25:07Ach, 24 Jahre.
00:25:10Ja, schön. Dann wollen Sie Ihr Jubiläum doch sicher auch hier in München begehen, nicht wahr?
00:25:30Jens, Jens, Jens, Jens, Jens.
00:25:33Kave, Sie überschreiten die zulässige Höchstgeschwindigkeit.
00:25:36Ich kenne die Höchstgeschwindigkeit.
00:25:40Kave, Ihr Schutzengel verabschiedet sich gerade.
00:25:55Kave, Sie monetary-wurzige Höchstgeschwindigkeit.
00:26:00Tony, hilfst du mir mal bitte?
00:26:13Und wenn für uns einfach kein Nachwuchs vorgesehen war?
00:26:16Ach, Toni, wir müssen Geduld haben.
00:26:21Ich bin noch erst 30.
00:26:26Holt!
00:26:27Sofie!
00:26:28Holt!
00:26:29Holt!
00:26:29Rese, was ist denn los?
00:26:30Grüß dich!
00:26:31Wie geht's denn unserem E-Mail?
00:26:34Alles bestens.
00:26:36Ich muss nach Bad Ochsenried.
00:26:38Ich wollte dir doch bloß sagen, dass ich neilich den Luger antun.
00:26:43Sie, mir pressiert es leider ein bisschen.
00:26:45Pass auf!
00:26:46Ja, ist das.
00:26:47Ich sag dir so ein anderes Mal.
00:26:52Schon wieder ein Münchner Nummer.
00:27:06Ich bin's.
00:27:08Ich bin's.
00:27:11Ich bin's.
00:27:14Ich bin's.
00:27:17Ich bin's.
00:27:17Ja.
00:27:18Ah!
00:27:26Servus, grüß dich!
00:27:28Servus!
00:27:29Servus!
00:27:30Strafel!
00:27:33So.
00:27:36Nimm mal die Beinchen hoch, bitte.
00:27:39So.
00:27:40So.
00:27:40Jetzt muss ich mir jetzt gucken.
00:27:41Das kommt dann da unter.
00:27:43Jawohl.
00:27:44So.
00:27:44Das kommt wieder dazwischen.
00:27:47Nee.
00:27:48Laut Zeichen.
00:27:49Warum?
00:27:49Das ist so.
00:27:50Warum?
00:27:51Ja.
00:27:52Genau.
00:27:53So.
00:27:53Weil das darf am Bündchen nicht zu eng sein.
00:27:56Also sag ich mal, bist du es von allen guten Geistern verlassen?
00:27:59Du als Pfarrer.
00:28:00Wieso machen das nicht die Stromer?
00:28:02Wie sagt der Jens?
00:28:03In München brennt der Hut.
00:28:04Du bringst mich da bei Bischof in ernsthafte Kalamitäten.
00:28:08Und wer weiß, am Ende noch nach Hintertupfing.
00:28:10Ja.
00:28:11So.
00:28:12Linke Seite.
00:28:13Ich hab dir doch am Telefon ausdrücklich gesagt, was du in dieser Sache zu tun und zu
00:28:17lassen hast.
00:28:18Und jetzt kommt die rechte Seite für den kleinen Emil, ne?
00:28:22Na, da schau her.
00:28:23Einen Namen hat er also auch schon.
00:28:25Mhm.
00:28:27Und was zum Himmel hat das Jesu Kind aus der Weihnachtsgeppe da hier in der Küche zu
00:28:31suchen?
00:28:33Naja, ich musste ja irgendwo mit den Windeln üben.
00:28:41So.
00:28:42Und jetzt schau dir mal bitte was hier an.
00:28:44Da.
00:28:45Gleich hier auf der Seite eins haben wir dich so sitzt.
00:28:47Zumindest nach außen hinaus.
00:28:49Glückliche Familie.
00:28:50Du.
00:28:50Diese Frau Strohmeyer, von der ich dich von allen Anfang an schon gewarnt hab.
00:28:54Und dieser, wie ist der gleich wieder?
00:28:56Dieser Emil.
00:28:57Als Titelfoto.
00:28:5818,5 auf 16 Zentimeter.
00:29:00Ich hab's nachgemessen.
00:29:01Und dann hier.
00:29:03Allerdings erst drei Seiten später.
00:29:05Kommt dann erst unser Bischof.
00:29:07Bei der Einwahrung vom wunderbaren Sankt Bonifazio da in Giesmering.
00:29:11Drei Seiten später.
00:29:13Verstehst?
00:29:13Und das Ganze nur 9,5 auf 11 Zentimeter.
00:29:17Weißt du, Jens.
00:29:18Sowas unterkriegt nicht nur die Hierarchie.
00:29:20Das tut auch weh.
00:29:21Allen voran ein Bischof, der grad neu bei uns im Amt ist.
00:29:24Von der ganzen Misere um die zölibatäre Diskussion, die uns momentan wieder aus dem Boulevard
00:29:28um die Ohren flickert zu schweigen.
00:29:32Ja, du lieber Himmel.
00:29:33Was ist denn da draußen los?
00:29:35Ach, die?
00:29:36Ja, die sitzen da schon seit heute Morgen.
00:29:38Die machen nur ihren Job.
00:29:41Jens, ich muss in Ruhe mit dir reden.
00:29:58Sag, Jens, muss ich mir da jetzt vielleicht weitergehende Gedanken machen.
00:30:05Ich mein, du bist doch damals aus Hamburg weg, wegen dieser Frau Beate.
00:30:09Diese Frau Beate war schon 48 und ich glaube damit auf der sicheren Seite.
00:30:16Naja, da hat der Heilige Geist, was das betrifft, schon ganz andere Sachen hingekriegt.
00:30:20Wie wir hinlänglich aus der Schrift wissen.
00:30:22Denk doch nur an den Abraham, seine Frau, die Sarah.
00:30:25Die war schon fast 100, bis den Isa gekriegt hat.
00:30:28Aber die Elisabeth, die Cousine von der Maria.
00:30:31Die war schon weit über die 60, bis mit Johannes dem Täufer schwanger war.
00:30:34Und die Maria, da hat es gar keine Mama gebraucht.
00:30:37Da ist deine Argumentation mit der sicheren Seite geradezu lächerlich dagegen.
00:30:43Clemens, ich segle treu auf der Seite des Herrn.
00:30:47Naja, dein Wort in Gottes Ohr.
00:30:49Psst!
00:30:51Sag einmal, Jens, wie soll denn das hier weitergehen?
00:30:54Wir machen schon 250 Gramm die Woche.
00:30:58Naja, ein hübsches Kerl genies er ja.
00:31:02Aber bei den liebevollen Nonnen im Kloster Magdal war er vielleicht genauso gut aufgehoben.
00:31:07Clemens!
00:31:08Jens!
00:31:11Deine bewundernswerte und aufopfernde Kinder und Nächstenliebe in allen Ehren.
00:31:15Aber das Baby muss weg von da.
00:31:17Clemens!
00:31:18Da ist ja wie schon viel Ruhe im Karton.
00:31:21Ruhe im Karton!
00:31:24War bei unserem Verein schon immer der falsche Weg.
00:31:26Dieses Kind geht nur einen Weg.
00:31:28Entweder zu seiner Mutter oder zu seinem Vater.
00:31:33Jugendamt Scheurer, grüß Gott.
00:31:35Ja, grüße Sie.
00:31:36Domkapitola Stölzer hier.
00:31:38Frau Scheurer, ich komme gerade von diesem Pfarrhausbaby da.
00:31:41Wir müssen die Angelegenheit dringendst in trockenen Windeln kriegen.
00:31:45Natürlich in trockenen Tüchern.
00:31:48Ja.
00:31:49Auch gegen den örtlichen Widerstand.
00:31:51Und so standen sie auf der Klippe des Lebens,
00:31:55als er in einer großen Situation zu ihr...
00:32:02Setzen Sie sich erstmal hin.
00:32:04Immerhin Tee.
00:32:05Ich habe alles abfiebert.
00:32:06Geschäfte, Krankenhaus, sogar auf alle Spielplätze war ich.
00:32:09Nix.
00:32:12Irgendwo.
00:32:12Müssen wir doch eine Spur von deiner Mama finden.
00:32:17Irgendwas übersehen mehr.
00:32:19So.
00:32:22Vorsicht, heiß.
00:32:24Kandis ist schon drin.
00:32:26Bitte schön.
00:32:27Vielen Dank.
00:32:28Nur noch umrühren.
00:32:34Da waren doch auch diese Schokoladen-Dings drin.
00:32:38Diese...
00:32:38Maikäfer.
00:32:39Marienkäfer, genau.
00:32:40Ja.
00:32:41Haben Sie die alle aufgehessen?
00:32:42Ja.
00:32:43Einer ist noch da.
00:32:46Sowas liegt doch in meinem Hotelzimmer auf dem Kissen.
00:32:48Mhm.
00:32:49Wir rufen jetzt alle Hotels in der Umgebung.
00:32:51Frau Strohmeier.
00:32:53Frau Strohmeier.
00:32:54Frau Strohmeier.
00:33:06In so einem Golfhotel, da steigen doch nur reiche Leute ab.
00:33:10Und wer schält denen die Kartoffeln?
00:33:13Nein, tut mir leid.
00:33:15Wir haben hier so kleine Schokoladen-Täfelchen für unsere Kiste.
00:33:19Keine Käfer.
00:33:21Wollen Sie eins?
00:33:22Na.
00:33:22Na, danke.
00:33:25Ah, hier.
00:33:26Ah, Entschuldigung.
00:33:27Nehmen Sie doch bitte Platz.
00:33:29Ja, ich...
00:33:30Das ist nicht meine...
00:33:34Ja, und äh...
00:33:37Sie hat das Baby einfach bei Ihnen ausgesetzt.
00:33:40Naja, einfach ist was anderes, ne?
00:33:42Schrecklich.
00:33:43Dass Menschen sowas tun.
00:33:45Herr Kaiser, hatten Sie in letzter Zeit eine schwangere Mitarbeiterin?
00:33:51Nicht, dass ich wüsste.
00:33:53Haben Sie in der letzten Zeit vielleicht eine junge Frau entlassen?
00:33:56So Mitte 20?
00:34:00Sehen Sie, wir haben hier 125 feste Mitarbeiter.
00:34:04Sie sind der größte Arbeitgeber in der Region.
00:34:08Schätzungsweise beschäftigen wir nochmal bis zu 50 Aushilfskräfte während der Hochsaison.
00:34:14Da habe ich beim besten Willen keinen Blick aufs personelle Detail.
00:34:20Es tut mir wirklich leid, dass ich Ihnen da jetzt nicht weiterhelfen kann.
00:34:27Was ist es denn?
00:34:28Puppe dann, Mädchen?
00:34:29Puppe, Puppe, Puppe, Puppe, Puppe.
00:34:33Puppe, Puppe, Puppe, Puppe, Puppe.
00:34:34Entschuldigung.
00:34:36Ich glaub dem kein Wort.
00:34:37Nee, das war überhaupt so ein unsympathischer Mensch.
00:34:40Ja.
00:34:40Darüber müssen wir lang.
00:34:41Nein, wir sind doch von links gekommen.
00:34:49Ach, Entschuldigung. Können Sie uns sehen, wie wir hier wieder rauskommen?
00:34:55Ja, da lang.
00:34:57So geht doch.
00:34:58Hm.
00:35:03Entschuldigung, Sie haben gerade so geschaut.
00:35:11Kennen Sie das Baby?
00:35:14Steffensen.
00:35:14Moment einmal.
00:35:16Ja, ach, wegen der Glasfäße, ja, ja, ja, ja.
00:35:19Jetzt warten Sie heute.
00:35:20Bitte.
00:35:23Entschuldigung.
00:35:28Wir suchen die Mutter von dem Baby.
00:35:30Sie hat es in Fischbach in der Kirche abgeben.
00:35:33Wissen Sie was davon?
00:35:35Nein.
00:35:36Dann schauen wir mal, ne? Gut. Wiederhören.
00:35:39Hallo.
00:35:41Gehen Sie jetzt bitte.
00:35:43Das ist schon ein Ding. Kommen Sie auch aus Hamburg?
00:35:46Nee, aus Storde.
00:35:48Ja, mein Name ist Steffensen. Ich bin der Pfarrer aus Fischbach.
00:35:53Strohmeier, ich bin die Pfarrhaushälterin.
00:35:57Gefällt es Ihnen hier in die Berg?
00:35:59Ach, die Berge kann ich ab.
00:36:02Aber nicht das Hotel.
00:36:05Haben Sie die immer, die...
00:36:08die Schokoladenkäfer?
00:36:10Hm, den schon, ja.
00:36:14Was gefällt Ihnen da nicht am Hotel?
00:36:16Ein Halsabschneider.
00:36:20Zehn Euro die Stunde locken Sie dann hier.
00:36:23Darf ich...
00:36:23Zehn Euro?
00:36:25In der Stunde?
00:36:26Das ist doch nicht schlecht.
00:36:27Ja, nicht, wenn man dafür vier Zimmer putzen muss.
00:36:29Ja, und wie viel schafft man in der Stunde?
00:36:32Zwei.
00:36:33Na, hat man nur noch die Hälfte. Fünf Euro oder noch weniger.
00:36:36Das ist doch eine sauergeil.
00:36:37Korrekt.
00:36:38Nächste Woche bin ich ja weg.
00:36:40Jetzt schauen Sie sich den nochmal an.
00:36:42Das ist der Emil.
00:36:45Wir wollen doch seiner Mama bloß helfen.
00:36:48Mensch, Emil.
00:36:50Sie kennen seine Mutter, oder?
00:36:52Wo ist denn die?
00:36:55In München neue Arbeit suchen.
00:37:00Wissen Sie, warum sie gefeuert wurde?
00:37:01Warum?
00:37:02Weil sie ein Fischbrötchen mitgenommen hat, was den Müll sollte.
00:37:06Das gibt es ja noch nicht.
00:37:08Doch in Wirklichkeit wollten sie Sandy nur loswerden mit ihrem Baby.
00:37:11Zwei Tage hat die nur geweint.
00:37:13Sie müssen es verstehen, die wusste nicht mehr, wo sie hin soll.
00:37:15Kein Kontakt zu den Eltern, dann dieser Arsch aus Fischbach.
00:37:19Der Vater ist aus Fischbach.
00:37:22Kennen Sie seinen Namen?
00:37:24Haben Sie ein Foto von dieser Sandy?
00:37:26Nein.
00:37:27Wie ist denn Ihr Name?
00:37:29Nele Hussmann.
00:37:30Ich meine, der von der Sandy.
00:37:32Manzel, aber ich bin auch echt.
00:37:34Ihr seid ganz kurz im Hier.
00:37:37Pfarrhaus Fischbach.
00:37:38Das steht auch im Telefonbuch.
00:37:40Falls Ihnen noch was einfällt.
00:37:41Danke, gell?
00:37:42Wir haben auch Fax.
00:37:45Gott segne Sie.
00:37:51Sandy?
00:37:52Der Pfarrer war gerade hier.
00:37:54Nein, natürlich nicht.
00:37:57Wie geht es hier denn?
00:38:00Weißt du, wen ich gesehen habe?
00:38:02Den Emil.
00:38:04Den geht es gut.
00:38:19Frau Stromau.
00:38:20Wir können doch nicht ganz München auf den Kopf stellen, Mensch.
00:38:24Vielleicht ist sie auch schon ganz woanders.
00:38:27Und wenn der Golfheini, dieser Kaiser, die Sandy geschwängert hat und dieser Arsch aus Fischbach gar nicht der Vater ist?
00:38:35Frau Stromau, Herr Gittel, Gittel, Gittel, Gittel, Gittel, Gittel.
00:38:39So, einmal Wurstsalat.
00:38:40Danke.
00:38:41Einmal Nursalat.
00:38:43Gordon, darf es noch zwei Helle sein?
00:38:46Ja, gern.
00:38:47Äh, ein halber.
00:38:50Ein halber.
00:38:51Halber.
00:38:53Was mir die ganze Zeit im Kopf rumspuckt.
00:38:56Angenommen, der Vater ist doch von mir.
00:38:59Zwei Hexen.
00:39:00Warum lassen wir nicht von allen Männern ein Gentest machen?
00:39:04So wie im Krimi.
00:39:05Dann war die Geschichte doch erledigt.
00:39:08Also im Gentest macht doch keiner freiwillig mit.
00:39:11Vor allen Dingen, wer soll das bezahlen?
00:39:13Mein Klingelbottel?
00:39:15Nee, nee, nee, nee.
00:39:16Hast du die Hexen denn gehört?
00:39:28So.
00:39:29Die Hexen.
00:39:32Na, Doni, ich hab doch Würstchen.
00:39:34Zweimal.
00:39:38Mit Sauerkraut und Brokkertoffeln.
00:39:41Entschuldigung.
00:39:44Habt ihr das gerade mitgekriegt?
00:39:46Wir wollen doch tatsächlich einen Gentest machen.
00:39:48Mit allen Männern von da.
00:39:50Also mich zwingt da keiner.
00:39:52Herr Steffen.
00:39:54Lass uns halt einmal beim Bischof beschweren.
00:39:57Würstchen mit Graut, kommt gleich.
00:40:01Ich krieg mal ein Obst.
00:40:02Ja.
00:40:08Ja.
00:40:09Nein, mein Fehler.
00:40:10Doch zweimal Würstchen.
00:40:11Du, uns geht's Weißbier aus.
00:40:13Du bestellst den falschen Senf.
00:40:14Würstchen statt Haxen.
00:40:15Was ist denn los mit dir, Toni?
00:40:18Bei dir geht ja auch regelmäßig was schief.
00:40:22Vielleicht liegt's ja doch an dir.
00:40:24Schön weiß.
00:40:27Was?
00:40:48Heilige Maria, Vaterunser und alle Apostel, die mich gerade hören können.
00:40:55Ich will die Leonie lieben.
00:40:57Ich will immer für Sie da sein, mit oder ohne Erben.
00:41:01Ich will dieser Kirche da an Weihnachten, an Ostern und an Pfingsten eine Spende abtrucken,
00:41:09dass gerade so kracht.
00:41:11Aber bitte schön, lasst mich nicht der Vater von dem Buam sein.
00:41:17Amen.
00:41:26Amen.
00:41:26Geh!
00:42:00Vielleicht schlafen sie noch
00:42:01Aber der hat doch heute schon frühmals gehabt
00:42:05Ach, grüß Gott Frau Stömer
00:42:06Guten Morgen
00:42:07Darf ich vorstellen, das ist die Frau Scheurer aus Bad Ochsenried
00:42:11Vom Jugendamt
00:42:13Vom
00:42:15Wir
00:42:16würden gern das Baby abholen
00:42:18Grüß Sie
00:42:19Der Herr Stölzer war ja schon mal da und hat glaube ich alles mit dem Herrn Steffensen besprochen, oder?
00:42:25Ach so
00:42:27Sie haben alles mit ihm
00:42:31Jetzt, Moment, einmal
00:42:35Ja, so gut wie
00:42:38Herr Steffensen
00:42:42So kenne ich das aus dem Morgen, genau
00:42:44Gerade Menschen, gerade Preise
00:42:46Und so ein Kostenvoranschlag, nicht?
00:42:49Wenn er vom ganzen Herzen kommt, wird im Himmel ja auch sehr, sehr gut angenommen
00:42:53Okay, Herr Kugel, ja
00:42:54Tschüss, tschüss, tschüss
00:42:57Da draußen steht der Stölzer und das Jugendamt
00:43:00Die wollen ein E-Mail mitnehmen
00:43:01Ja, aber was hat...
00:43:03Es wäre alles mit ihnen abgesprochen
00:43:05Ich habe da nichts eingetütet, Frau Strohmeier
00:43:17Ah, moin Clemens
00:43:19Servus, grüß dich
00:43:20Du, entschuldige bitte den Überfall
00:43:22Das ist die Frau Scheurer vom Jugendamt in Bad Ochsenried
00:43:25Grüße Sie
00:43:26Besten Dank für Ihr wundervolles Engagement
00:43:28Obwohl Sie uns natürlich direkt hätten informieren müssen
00:43:31Habe ich es dir nicht immer gesagt?
00:43:33Wir wollten nur eventuelle Schwierigkeiten für die Mutter vermeiden
00:43:36Na ja, ist ja schön und gut, aber leider kennen wir es ja gar nicht
00:43:40Wer sagt denn das?
00:43:42Ja, wer sagt denn das?
00:43:44Was?
00:43:45Wir haben inzwischen erfolgsversprechende Kontakte mit der Mutter
00:43:50Ja, äh, ziemlich erfolgsversprechend
00:43:53Und auch mit dem Vater
00:43:54Ja, wir, ähm, also ich, ähm, sind ganz vorsichtig optimistisch
00:44:00Äh, eher sehr optimistisch
00:44:01Dass das Kind wieder zu seinen Eltern kommt
00:44:04Ja, genau
00:44:05Ja, wieso weiß ich da nichts davon?
00:44:07Ja, genau
00:44:08Und von Amts wegen muss ich natürlich auch mit der Mutter bzw. dem Vater sprechen
00:44:12Ja, natürlich, aber, äh, dieses, äh, zarte Pflänzchen namens Vertrauen
00:44:18Und die priesterliche Verschwiegenheit
00:44:20Die ich der jungen Mutter natürlich zugesichert habe, äh, ein Mann, ein Wort, äh, gilt das nicht hier, Bayern?
00:44:27Eine Frau, ein Wörterbuch, ich kenne die Sprecher
00:44:29Ich bestehe darauf, dass...
00:44:32Herr Steffensen, Sie müssen doch unbedingt zu Ihrem Krankenbesuch kommen
00:44:35Ja, natürlich, servus, servus, servus
00:44:37Und Sie beide, Sie wissen ja, wie es rausgeht, gell?
00:44:39Also, schönen Tag noch, auf Wiedersehen
00:44:49Oh, Herr, also, das war doch nun wirklich nur eine kleine taktische Notlüge im Dienste der Nächstenliebe
00:44:57Du warst doch auch immer für die Schwachen und für die Verzweifelten
00:45:03Soll ich jetzt den kleinen Emil wie Judas an das Jugendamt verraten?
00:45:13Vaterunser, der du bist im Himmel
00:45:16Toni
00:45:23Kann ich irgendwas für dich tun?
00:45:27Möchtest du beichten?
00:45:30Reden wird schon lange
00:45:35Gemeinsam mit Jesus Christus werden wir einen Weg finden
00:45:45Also, bei der Leonie und mir hat es ja bis jetzt noch nicht geklappt
00:45:48Klappt?
00:45:50Äh, geklappt
00:45:51Mit dem Kinderkrieg
00:45:53Und deswegen sind wir nach München zu so einem Babypapst gegangen
00:45:56Und der hat uns ausgerechnet, wann wir miteinander...
00:46:00Schlagsollen
00:46:01Ja, genau
00:46:02Merci
00:46:04Sollen
00:46:04Ja, und das haben wir dann auch gemacht
00:46:06Streng nach Stundenplan
00:46:09Seit über einem Jahr
00:46:10Verstehen Sie?
00:46:13Äh, äh, nee
00:46:14Ich mach der Leonie
00:46:16Überhaupt keinen Vorwurf
00:46:17Ja, es war eine gemeinsame Entscheidung
00:46:19Ja
00:46:19Aber
00:46:21Also, ja, der ganze Druck und
00:46:24Von Spaß möchte ich jetzt auch nicht, also
00:46:27Es war halt schon eher Pflicht
00:46:32Und dann habe ich auf der Kirche
00:46:33Weil die Cindy kennengelernt
00:47:00Schauen Sie, Herr Pfarrer
00:47:02Wenn Sie das ganze Jahr das gleiche fressen
00:47:03Ist es sehr verlockend, wenn es einmal was anderes gibt
00:47:07Statt Fleischwurst war so eine Paprikasalami
00:47:09Mensch, Toni, du bist verheiratet
00:47:12Ja, das habe ich ja nicht gesagt
00:47:14Ja, das habe ich ja nicht gesagt
00:47:14Sechs Wochen später hat es mir dann angerufen
00:47:26Ja, Toni
00:47:28Ich bin schwanger
00:47:38Ich habe doch nur einmal vom Baum der Erkenntnis genascht
00:47:44Versuchung
00:47:45Ja, und dann, der Leonie glaubt es nicht
00:47:46Das ist ungerecht
00:47:48Ja, und dann?
00:47:50Ich habe ihr Geld angeboten
00:47:52Aber sie wollte das Kind behalten
00:47:54Toni
00:47:56Erst begehst du einen Ehebruch
00:47:57Und dann bietest du der jungen Mutter auch noch Geld
00:47:58Für den Schwangerschaftsabbruch an
00:48:00Ich weiß ja
00:48:02Aber haben mir doch alle hinterher geschaut
00:48:03Weil es so rassig war
00:48:05Herr Pfarrer, die Leonie darf das nie erfahren
00:48:11Und vielleicht ist das Kind ja gar nicht von mir
00:48:15So
00:48:16Von der Sache wissen jetzt nur drei
00:48:19Der Allmächtige
00:48:21Cindy
00:48:23Und ein Vaterschaftstest
00:48:28Toni
00:48:29Ich will von dir eine Locke in einem verschlossenen Umschlag
00:48:33Und das schicken wir dann mit dem Schnuller zusammen
00:48:35Nach München in ein Labor
00:48:43Tausend Küsse
00:48:44Und das ist unerfassend Künft
00:48:50Und dann, der hat sich für den Schatten
00:49:09Und dann, der das ist nicht
00:49:09Wie soll ich dir
00:49:30Ja, jetzt sind wir daheim.
00:49:33Hey, was ist denn los?
00:49:35Entschuldigung, der will mal durch vielleicht.
00:49:38Hört mal auf.
00:49:40Wann ist los? Ruhe, setz dich an.
00:49:42Wie geht's los, Edi?
00:49:44Komm, was tun wir?
00:49:46Komm mal her.
00:49:48Ist die Mutter schon entdeckt?
00:49:49Ihr seht's alle, dem Emil geht es gut.
00:49:53Im Dorf hört man, der Pfarrer Steffensen wäre vielleicht der Vater.
00:49:58Kümmert sich deshalb das Jugendamt nicht um den Fall.
00:50:01Ja, sag mal, spinnt ihr jetzt alle, oder was?
00:50:04Wir arbeiten vertrauensvoll mit allen zuständigen Stellen zusammen.
00:50:08Und mit bischöflicher Rückendeckung.
00:50:10So, danke, das war's.
00:50:12Servus.
00:50:13Gibt's kein Interview noch?
00:50:14Wiederschauen, nein?
00:50:15Lass mich los, das war's jetzt.
00:50:18Gehen wir, gehen wir, gehen wir.
00:50:19Würden Sie das Baby mit dem Pfarrer großziehen?
00:50:22Für Zeit.
00:50:26Grüß dich, das hoffe ich.
00:50:28Der Pfarrer ist nicht da, gell.
00:50:30Nein.
00:50:30Kannst du ihm das bitte geben?
00:50:32Er weiß dann schon Bescheid.
00:50:36Dankeschön, ja.
00:50:37Für dich.
00:50:40Für dich, Toni.
00:50:43Für dich, Toni.
00:50:59Für dich, Toni.
00:51:01Für dich, Toni.
00:51:03Für dich,____ saber, von den Haaren,
00:51:33Leonie,
00:51:35warum machen Männer sowas?
00:51:39Mit Herzblut wünschen sich die zwei
00:51:41ein Baby. Und dann macht er doch nicht
00:51:43mit der anderen rum. Also wirklich.
00:51:45Wir brauchen handfeste Beweise.
00:51:48Sie wissen doch gar nicht, wie das ist.
00:51:50Als Mutter ganz
00:51:51auf sich gestellt.
00:51:53Da verzweifelt man mehr als einmal.
00:51:56Ja, ich war
00:51:57ja noch nicht so oft Mutter.
00:51:59Eben. Aber so sind es
00:52:01die Männer. Wollen bloß
00:52:03ihren Spaß haben, aber keine Verantwortung übernehmen.
00:52:05Und dann machen sie sich aus dem Staub.
00:52:10Und die,
00:52:13die geeignet
00:52:13waren als Vater,
00:52:18die kriegen dann keine Lizenz
00:52:19von denen da oben.
00:52:25Telefon.
00:52:30Frau aus Fischbach-Strohmeier,
00:52:32Grüß Gott.
00:52:33Wer ist da?
00:52:34Ja, Nelo Hussmann hier vom Golfhotel.
00:52:38Mir ist da noch was eingefallen.
00:52:39Die,
00:52:39die Sandy, die hat so ein paar Mal
00:52:41Modell gestanden bei so einem Schnitzer,
00:52:43so einem Holzschnitzer.
00:52:45Ah,
00:52:46das ist ja interessant.
00:52:47Aus Fischbach kommt er.
00:52:49Sie hat ziemlich gut bezahlt.
00:52:56Grüß dich,
00:52:57Grüß dich, Leopold.
00:52:58Servus, Sophie.
00:53:00Du,
00:53:00ich
00:53:00brauche dir ein Geschenk.
00:53:03Eine Skulptur
00:53:07von einer jungen Frau.
00:53:10Sakral oder
00:53:11eher weltlich?
00:53:12Eher weltlich.
00:53:14Weltlich habe ich
00:53:15Frauen ab 125.
00:53:17und als Akt
00:53:18geht's los
00:53:18mit 150.
00:53:19Eher ein Akt?
00:53:21Hast vielleicht
00:53:22einen,
00:53:24der wird die Sandy ausschalten.
00:53:30Leopold,
00:53:30ich glaube,
00:53:31mit zwei
00:53:31wir müssen reden.
00:53:33Wir müssen gar nichts.
00:53:38Verschwind!
00:53:42Oder ich hau
00:53:43hier alles
00:53:43kurz und klein.
00:53:45Na,
00:53:45hör auf!
00:53:48Du kannst
00:53:49von der Wahrheit
00:53:50nicht davonhalten.
00:54:11Ich war noch mit
00:54:11dem Toni
00:54:12auf der Kirchwelle
00:54:12letztes Jahr.
00:54:14Und da habe ich
00:54:15die Sandy
00:54:15kennengelernt.
00:54:18Ein paar Tage später
00:54:19habe ich sie dann gefragt,
00:54:20ob sie mir
00:54:20ein Modell stehen will.
00:54:21Und sie hat das Geld
00:54:22doch brauchen können.
00:54:23Und?
00:54:25Beim dritten Mal
00:54:27haben wir was getrunken.
00:54:29Ja,
00:54:30ein bisschen kräftig
00:54:31über den Durst halt.
00:54:32Ja und?
00:54:33Weiter?
00:54:36Am nächsten Morgen
00:54:37bin ich aufgewacht
00:54:38und konnte mich
00:54:39an nichts erinnern.
00:54:40Den Käfer da
00:54:41hat sie mir auch noch
00:54:42auf die Werkbank gestellt.
00:54:45Und dann ist es
00:54:45nicht mehr gekommen.
00:54:46Es ist nicht mehr
00:54:46ans Handy gegangen.
00:54:48Nichts.
00:54:50Glaubst du,
00:54:51ich bin der Vater
00:54:52von dem Buam Sofi?
00:54:53Leopold.
00:54:57Du holst jetzt sofort
00:54:58ein Briefkuvert
00:54:59und eine Schere.
00:55:16schon die dritte Titelseite.
00:55:18Pfarrhausbaby hier,
00:55:19Pfarrhausbaby da.
00:55:20Für was haben wir denn
00:55:21hier eine gut besetzte
00:55:22in der Pressestelle?
00:55:23Na ja,
00:55:23das ist das Sommerloch.
00:55:25Da stürzen sich die Medien
00:55:26halt auf alles,
00:55:27was sich noch rührt.
00:55:28Wie ich aus der Presse entnehme,
00:55:30ist der der Pfarrer Steffensen
00:55:31mit den Eltern im Gespräch.
00:55:33Aber gleichzeitig
00:55:33erreicht uns hier
00:55:34ein Schreiben
00:55:35von einem Dr. Richter,
00:55:36Anwalt hier in München,
00:55:38im Auftrag von Herrn Kaiser,
00:55:39seines Zeichens Direktor
00:55:40des Golfhotels
00:55:41in Bad Ochsenried.
00:55:42Nach Aussage hat dort
00:55:43ihr Mann mit Handschlagqualität
00:55:45samt seiner Haushälterin
00:55:46unbefugt im Hotel rumgeschnüffelt.
00:55:48Auf der Suche nach der Mutter.
00:55:49Stölzer, erfolglos.
00:55:50Helfen Sie mir bitte
00:55:51auf die Sprenge, Herr Stölzer.
00:55:53Ich bin da momentan
00:55:54auch überfragt.
00:55:54Und dann erklären Sie mir noch,
00:55:56wieso eine niederschwellig
00:55:57pastorale Angestellte
00:55:59wie diese Frau...
00:56:00Stromeyer.
00:56:01Stromeyer, der Presse
00:56:02eigenmächtig Interviews gibt
00:56:04und hier von
00:56:05bischöflicher Rückendeckung spricht.
00:56:07Was ist da los da unten?
00:56:10Ich werde der Sache
00:56:12sofort nachgehen im Minutes.
00:56:13Herr Stölzer,
00:56:14viele Wege führen nach Rom,
00:56:16aber einige auch
00:56:16blitzschnell nach Hintertupfing.
00:56:19Und zeigen Sie
00:56:20diesem Steffensen
00:56:21endlich mal
00:56:22unsere Instrumente.
00:56:40Was wollen der schon wieder?
00:56:43Grüß Gott.
00:56:44Entschuldigung, aber
00:56:45der Herr Steffensen
00:56:46ist leider gerade
00:56:48unterwegs.
00:56:48So, ist er das?
00:56:50Ja.
00:56:52Jetzt?
00:56:54Herr Stölzer,
00:56:56es tut mir leid, aber...
00:56:58Frau Stromer,
00:56:59Sie lassen uns bitte
00:56:59am besten allein, ja?
00:57:06So, und du sag mir
00:57:07es bitte offen und ehrlich.
00:57:09Du hast doch nicht
00:57:09die leiseste Ahnung,
00:57:10wer die Mutter ist
00:57:11oder wo sich der Vater herumteilt.
00:57:12Es gibt gewisse Hinweise,
00:57:14die Frau Strohmeier heraus...
00:57:16Ja, was die Frau Strohmeier?
00:57:16Die Frau Strohmeier?
00:57:17Du lügst,
00:57:18ist einfach schamlos
00:57:19deinem besten Freund
00:57:20mitten ins Gesicht.
00:57:21Jetzt.
00:57:22Was haben Sie
00:57:23unserem Priesterseminar
00:57:24eingebläut?
00:57:25Unsere christliche Gemeinschaft
00:57:26wird getragen
00:57:27und zusammengehalten
00:57:27von zwei Dingen,
00:57:29nämlich von der Liebe
00:57:30zu unserem Herrn Jesus Christus
00:57:31und von der Einsicht
00:57:33in die Notwendigkeit
00:57:34der Dinge.
00:57:36Emil ist kein Ding.
00:57:37Er ist ja nicht kindisch.
00:57:38Du weißt genau,
00:57:38wovon ich rede.
00:57:39Der Emil ist eine Behinderung
00:57:41für deinen Dienst
00:57:41und du hast als Priester
00:57:42weiß Gott ganz andere Aufgaben
00:57:44als diesen Wohnebogen
00:57:45dazu füttern, zu wickeln
00:57:46und den Hintern abzuwischen.
00:57:47Was du dem geringsten
00:57:48meiner Brüder tust.
00:57:49Ja, ich weiß.
00:57:51Nächstenliebe
00:57:51ist unser Auftrag.
00:57:53Ja, aber was,
00:57:54bitte schön,
00:57:54steht denn von deiner praktizierten
00:57:56Nächstenliebe in der Presse?
00:57:57Nichts.
00:57:57Kein einziges Wort.
00:57:58Kein einziges.
00:57:59So laut.
00:58:01Die stochen doch viel lieber
00:58:02im sensationellen Herum.
00:58:03Die fischen doch viel lieber
00:58:05in den trüben Gewässern
00:58:06des Spekulativen
00:58:07als an der reinen Quelle
00:58:08der christlichen Wahrheiten.
00:58:09So, ich glaube,
00:58:10Emil ist jetzt satt.
00:58:11Nee, der muss an die Luft.
00:58:15Gehen jetzt ein bisschen ausfahren.
00:58:17Können Sie mitkommen.
00:58:24Mein Gott,
00:58:25das wird doch heutzutage,
00:58:26was sich nur die Gelegenheit bietet,
00:58:28auf unserer Kirche herumgetrampelt.
00:58:30Dass aber die christlichen Werte,
00:58:31die Blaubhause
00:58:32für unser menschliches Miteinander,
00:58:34für das gesellschaftliche Ganze
00:58:35überhaupt sind,
00:58:36darüber redet natürlich kein Mensch.
00:58:38Clemens.
00:58:40Sag doch einfach,
00:58:41was du willst.
00:58:42Ja, jetzt merkst du denn das nicht?
00:58:43Die machen doch mit dem Baby
00:58:44Stimmung gegen uns,
00:58:45die Medien.
00:58:46Wir müssen doch raus
00:58:47aus der Schusslinie,
00:58:48verstehst du?
00:58:50Na ja,
00:58:51einen gesunden Schlaf hat er ja.
00:58:53Ja.
00:58:54Soll ich dich vielleicht?
00:58:55Nein.
00:58:57Du hast nicht einen Schirm dabei.
00:58:59Die Sonne scheint ihm doch mitten ins Gesicht.
00:59:00Rund.
00:59:02Und.
00:59:05Jens,
00:59:06es tut mir leid,
00:59:07aber ich habe noch eine schlechte Nachricht für dich.
00:59:13Frau Bischof,
00:59:15das ist eine Frist von exakt drei Tagen,
00:59:18um den Emil im Kloster Matthal abzugeben
00:59:20oder innerhalb dieser drei Tage
00:59:21ein verbindliches Elternteil zu finden.
00:59:25Sonst sehe ich offengestanden schwarz für dich.
00:59:27Ist das ein Ultimatum?
00:59:29Nein,
00:59:30nur die Androhung einer Strafversetzung.
00:59:32Und jetzt bitte glaub mir,
00:59:33die Luft in unseren Kirchenarchiven
00:59:35kann sehr staubig sein,
00:59:36verdammt staubig sogar.
00:59:38Das macht mir nichts Ausklimmendes.
00:59:40Wie du meinst.
00:59:41Aber wie gesagt,
00:59:43drei Tage,
00:59:44verbindliches Elternteil
00:59:45oder Kloster.
00:59:57Gentest München,
00:59:58Laborauswertung.
01:00:27Was schaust?
01:00:32Vielleicht ist es ja besser,
01:00:33dass unsere Eltern
01:00:34das ganze Elend da nicht weggehen.
01:00:37Mensch, Toni,
01:00:38was ist denn?
01:00:39Red halt mit mir.
01:00:44Mach ich was falsch?
01:00:48Weißt du noch letztes Jahr,
01:00:51wo dir so schlecht gewesen ist?
01:00:52Am Kirchweil.
01:00:59Da bin ich mit dem Fuchs Franz
01:01:00und mit dem Hubert Leo
01:01:02ein Lohn zum Tanz gegangen.
01:01:16Magst du einen Schnapps?
01:01:21Brauche ich die.
01:01:32Ich komme gleich.
01:01:35Ich komme gleich.
01:01:41Ja.
01:01:46Wer war's denn?
01:01:48Das war der Zauber.
01:01:53Die haben da irgendein Problem
01:01:54in der Kirche.
01:01:55Wie wollen wir es doch mal ziehen?
01:01:56In der Kirche?
01:02:09Wir gehen besser rein.
01:02:15Was für ein Shitwetter, Mensch.
01:02:23Wir haben
01:02:24einen Fax aus München gekriegt.
01:02:29Oh, Herr Bitschön,
01:02:30lass mich nicht der Vater sein.
01:02:33Leider doch.
01:02:34Zu 99,4 Prozent Wahrscheinlichkeit.
01:02:41Ja, ja, ja.
01:02:45Schrei nur,
01:02:46dann Adana aus
01:02:47in die Welt.
01:02:49Ja.
01:02:51Ja.
01:03:02Alles wiedergut.
01:03:06Ja.
01:03:07Ja, ja.
01:03:08Ja, meine Liebe.
01:03:10Ja.
01:03:12Ja.
01:03:14Ja, ja.
01:03:20Ja, ja.
01:03:27Toni, als in tiefster Nacht und bei Sturm die Jünger völlig verzweifelt waren,
01:03:36da kam Jesus über das Wasser gewandelt.
01:03:41Guck mal, wer da gewandelt kommt.
01:03:47Toni?
01:03:53Das ist Dein Sohn.
01:03:57Komm.
01:04:17Warte.
01:04:20Und um die Nasen rum schackt es schon aus wie du.
01:04:48Leone.
01:05:01Leonie, Leonie, jetzt mach halt auf, Leonie, Leonie, jetzt.
01:05:39Leonie, Leonie, ja, ich hab das alles nicht wollen, reiß meinen Kopf ab, ja, gut,
01:05:50aber bitteschön, gib mir noch eine Chance.
01:05:52Wer ist sie?
01:05:54Das ist doch jetzt völlig wurscht.
01:06:03Leonie, jetzt wird's unmöglich Autofahren.
01:06:08Was?
01:06:12Leonie!
01:06:15Leonie, jetzt, warte halt!
01:06:28Leonie, jetzt, lass uns halt reden!
01:06:30Oh, warte!
01:06:31Leonie!
01:06:35Ui!
01:06:36Das sind die Marischmache.
01:06:48Leonie, jetzt, warte halt!
01:06:50Hau auf!
01:06:54Leonie!
01:06:59Leonie!
01:07:05Jetzt hör mir halt zu!
01:07:08Du darfst bald reden!
01:07:10Leonie, es ist doch kindisch!
01:07:15Leonie!
01:07:16Nicht da lang, spitzst du!
01:07:21Leonie!
01:07:25Leonie!
01:07:26Klang mich nicht an!
01:07:28Ja, ich weiß, ich hab einen Fehler gemacht.
01:07:31Tut dir was weh?
01:07:34Leonie, ich hab das nicht mehr gepackt,
01:07:36auch bei uns mit dem Kinderkring.
01:07:37Ja, immer diese Hoffnung,
01:07:38und dann wird's doch wieder nix.
01:07:40Das hab ich fertig gemacht.
01:07:43Außerdem war's nur ein einziges Mal.
01:07:45Ich schwör's.
01:07:47Ein einziges Mal.
01:07:50Dann gleich schwanger!
01:07:54Herr Steffensen,
01:07:55wir dürfen ja jetzt nicht die Nerven verlieren.
01:07:57Wir haben doch noch zwei Tage.
01:07:59Was haben wir denn?
01:08:01Eine ruinierte Ehe,
01:08:02ich werd strafversetzt,
01:08:04und die Mutter haben wir immer noch nicht gefunden.
01:08:07Jetzt nehmen wir es als Beispiel an Ihrem Chef.
01:08:10Wir haben die ganzen Leute
01:08:11nichts zum Beißen gehabt haben,
01:08:12damals vor der Brotvermärkung.
01:08:14Frau Strohmeier!
01:08:15Ja, da hat Ihr Chef auch nicht rumgejammert.
01:08:16Da hat er die Ärmel hochkrempelt,
01:08:19und dann hat's Brot und Fisch im Überfluss gegeben.
01:08:23Prost!
01:08:24Prost!
01:08:32Frau Strohmeier, ich bin doch nur Jens,
01:08:34der Sohn vom Leuchthurmwerder.
01:08:37Ich hab keine Wunder in der Tasche.
01:08:40Das Schicksal kann man nicht bezwingen.
01:08:43Das Schicksal?
01:08:44Das Schicksal hat die Sendy nicht gefeuert,
01:08:47sondern so ein depperter Hoteldirektor.
01:08:50Wegen einer Fischseme.
01:09:02Fieber hat er nicht?
01:09:04Ja, das Leben ist auch manchmal zum Schreiten.
01:09:07Boahle, warum schläfst du denn nicht?
01:09:11Ja.
01:09:12So eine Spieluhr könnten wir gut gebrauchen.
01:09:14Geh.
01:09:15Die brauchen wir nicht.
01:09:18Ja, ja, ja.
01:09:21Oh ja.
01:09:22Oh ja.
01:09:24Ja.
01:09:25Ja.
01:09:34Wir finden schon eine Lösung.
01:09:36Ich rede morgen mit der Leonie und Sie vielleicht noch mal mit dem Doni.
01:09:40Herr Steffensen, wer kämpft, kann verlieren.
01:09:43Aber wer nicht kämpft, der hat schon verloren.
01:09:45Also.
01:09:47Kennen Sie das?
01:09:48Ja.
01:09:50Lali, du.
01:09:52Nur der Mann im Mund schaut zu.
01:09:57Wenn die kleinen Bibis schlafen,
01:10:03Tom schlaf auch du.
01:10:07Lali, du.
01:10:10Vor dem Bettchen stehen zwei Schuhe, die sind ganz genau so müde, müde wie du.
01:10:23Musik
01:10:33Lobe den Herrn, den mächtigen König der Gehren.
01:10:43Lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
01:11:00Loli, die Stühle sind ja noch hochgestellt.
01:11:02Die Kuppel hinten. Das wird doch nichts passiert sein, oder?
01:11:07Wie seht's? Komisch.
01:11:09Alter ohne Wirtschaft, das ist ja wie da von der Kirche.
01:11:16Stehen die da alle rum?
01:11:19Was ist denn da los?
01:11:20Sophie!
01:11:22Da drin rührt sich kein Mucks.
01:11:24Hinten ist die Tür eingeschlagen, es ist alles voller Glas.
01:11:27So, ihr bleibt jetzt alle mal hier.
01:11:33Sofie, habt ihr schon was an dem Test?
01:11:36Was auch immer da in deiner Werkstatt passiert ist, Leopold, du kannst dem Herrgut dankbar sein.
01:11:42Frau Strohmeier, nun kommen Sie doch mal!
01:11:48Nehmen Sie doch.
01:12:05Tony?
01:12:08Hallo?
01:12:14Tony?
01:12:15Tony?
01:12:28Nix.
01:12:31Vielleicht ist die letzte Nummer noch gespeichert.
01:12:34Ja?
01:12:39Strohmeier?
01:12:40Ja, mit wem spreche ich denn bitte?
01:12:44Tony?
01:12:47Leonie?
01:13:03Na, Tony?
01:13:05Was ist denn du?
01:13:12Das war's.
01:13:15Das ist aus.
01:13:16Sie ist weg.
01:13:17Natürlich ist das jetzt eine harte Prüfung, aber...
01:13:19Tony, wenn ihr euch wirklich liebt, und davon gehe ich jetzt mal aus, ne?
01:13:25Nach Ebbe kommt immer Flut.
01:13:32Das gibt's doch nicht.
01:13:34Herr Stölzer!
01:13:36Dieser Wagen fährt mit dem Segen des Herrn, aber Benzin nachfüllen tut er nicht.
01:13:50Und?
01:13:51Na, Funkloch.
01:14:12Entschuldigung, könnten Sie uns zwei, den Herrn Bischof und mich, vielleicht bis nach Fischbach mitnehmen?
01:14:18Jens?
01:14:19Du, der Bischof und ich, wir kommen gerade vom Kloster Matter.
01:14:22Sag mal, warum ist denn der Emil noch nicht da?
01:14:25Ja, du weißt aber schon, dass heute ein Ultimatum abläuft.
01:14:28Oder?
01:14:28So, bitteschön.
01:14:29Ganz gut.
01:14:32Ähm, Clemens, es gibt ja noch ein paar Probleme weltlicher Natur.
01:14:39Jetzt der Chef ist außer sich.
01:14:41Du, mach zu, wenn der Emil noch bei euch im Pfarrhaus ist oder sein sollte, dann beruhig ihn.
01:14:46Nein, ich mein den Bischof.
01:14:48Ja, es ist alles auf dem Weg, verstehst du?
01:14:49Ich sag dir, es rollen heute noch zwei Köpfe.
01:14:52Und welche, das brauche ich dafür nicht zu sagen.
01:14:54Ja, ist mir klar.
01:14:56Ja, wunderbar.
01:14:57Ja, wir haben da gerade so eine Autopanne.
01:14:59Wir sind jetzt mit einem Trakthaufen weg zu dir.
01:15:01Hierher?
01:15:02Ja, wir dürften so.
01:15:03Das ausschaut, in einer halben Stunde bei dir sind.
01:15:06Du, mach zu, und mit einem Schinkenspeck hauchdünn aufgeschnitten für so ein paar Gewürzgurken.
01:15:11Mach's mir überglücklich.
01:15:12Nein, ich mein den Bischof, sag das nicht, der Strohmeier.
01:15:15Gell?
01:15:16Hauchdünn, ja?
01:15:18Schinkenspeck hauchdünn.
01:15:21Ah, Bespeckt, Herr Pfarrer.
01:15:24Ja, mein Onkel hatte mal ne Kneipe auf Pellvorm.
01:15:27Du gehst jetzt da rein und redest mit dir und laufst nimmer weg.
01:15:29Frau Strohmeier!
01:15:30Mach's gut.
01:15:30Frau Strohmeier!
01:15:32Ja!
01:15:35So, Sie bitten Ihren Chef jetzt um Beistand.
01:15:39Dass die zwei wieder wie vernünftige Leib miteinander reden.
01:15:42Ja, den Beistand können wir auch gut gebrauchen.
01:15:45Der Bischof ist gleich da.
01:15:47Oh.
01:15:48Ja.
01:15:59Wo warst du?
01:16:00Bei meiner Mama.
01:16:03Und, wer ist es?
01:16:05Kenne ich Sie?
01:16:06Leonie, das ist doch jetzt völlig...
01:16:12Vom Golfhotel jemand.
01:16:14Wer?
01:16:16Erzähl mal, Madl.
01:16:19Und wo hast du es kennengelernt?
01:16:23Auf der Kirchweih.
01:16:29Auf der Kirchweih.
01:16:31Und was ist, wenn wir es doch mit dem Emil versuchen?
01:16:35Du, mit einem Kind versucht man nix.
01:16:38Dann könnten wir endlich einmal aufhören mit diesem ganzen Babypapst-Schmarrn.
01:16:42Die reden noch.
01:16:44Ja, Gott sei denn.
01:16:45Wie stellst du denn das vor?
01:16:46Ich brauch den doch bloß anzuschauen und seh immer deinen Betrug.
01:16:57Pastoral dringenden Fällen.
01:17:00Ja, ist doch ein dringender Fall.
01:17:01Geht doch mal los.
01:17:10Sandy.
01:17:12Sandy.
01:17:14Sag mal.
01:17:15Ich weiß rein gar nichts mehr.
01:17:16Haben wir ja eigentlich...
01:17:19Waren wir ja eigentlich intim.
01:17:21Ne, also das wüsste ich.
01:17:22Du hast ein bisschen viel getrunken, aber das war nett.
01:17:46Was willst du denn da?
01:17:48Wo willst du denn hin?
01:17:49Ach, lass mich.
01:17:50Du, so geht das heute auch nicht, gell.
01:17:51Das Kind da beim Pfarrer ablegen und dann, und dann müsstest du es wieder mitnehmen, gell.
01:17:54Das ist auch immer noch mein Sohn.
01:17:56Ach so.
01:17:56Du wolltest ihn doch gar nicht.
01:17:57Du, der Emil bleibt da.
01:17:59Ja?
01:17:59Jetzt gib her.
01:18:00Komm.
01:18:00Du hast nicht das Recht, Emil wegzunehmen, okay?
01:18:03Also lass mich schon endlich in Ruhe.
01:18:05Jetzt, wo willst denn du hin?
01:18:06Sandy?
01:18:07Ja.
01:18:08Die mag den Emil mitnehmen.
01:18:09Sag mal.
01:18:09Das ist jetzt hier abgefrühstückt.
01:18:12Jetzt hier nach Hamburg zusammen.
01:18:14Hamburg.
01:18:15Nur bei meiner Hamburg.
01:18:18Neun Monate war's dir doch scheißegal.
01:18:20Das ist mein Baby.
01:18:22Wo willst jetzt beide den Emil?
01:18:23Ja?
01:18:25So, jetzt ist hier mal ne Ruhe.
01:18:27Und was sagt die Leonie?
01:18:31Also, da gibt's bloß einen Ausweg.
01:18:33Genau.
01:18:34Wir gehen da jetzt alle rein, setzen uns an einen Tisch und erst wenn wir ne Lösung gefunden haben,
01:18:39dann stehen wir wieder auf.
01:18:40Rein.
01:18:41Ich bin in Pastoral dringenden Fällen im Gasthof Geiger erreichbar.
01:18:44Das ist...
01:18:45Kennen Sie den Weg zu diesem Gasthof?
01:18:47Ja, natürlich.
01:18:48Ich verstehe das nicht.
01:18:49Ist das die Seelsorge der Zukunft?
01:18:51Die Babys im Pfarrhaus.
01:18:52Geistliche auf Standby in der Kneipe.
01:18:56Ja.
01:19:00Ich weiß nicht.
01:19:01Ja.
01:19:02Ich weiß nicht.
01:19:17Ja.
01:19:18Schaut wie es ihr passt.
01:19:18Jetzt auf einmal machst du einen auf guten Vorder.
01:19:23Leonie.
01:19:24Jetzt komm her.
01:19:28Jetzt komm.
01:19:30Jetzt komm.
01:19:30Sitz dich her zu uns.
01:19:38Schaut, das ist die Sandy.
01:19:40Das ist die Mutter von Emil.
01:19:42Das ist die Leonie.
01:19:44Die Frau von Toni.
01:19:46Und?
01:19:47Haben Sie schon einen neuen Job?
01:19:48Ja.
01:19:50Nee.
01:19:52Ich will mit Nele...
01:19:53Wir wollen zusammen in Hamburg eine neue Arbeit suchen.
01:19:56Und haben da auch schon was in Aussicht.
01:19:58In Aussicht?
01:19:59Das ist doch keine Zukunft für Emil.
01:20:01Doni, bitte.
01:20:03Leonie, schau, da hätten wir jetzt ein Baby.
01:20:05Ohne Stress.
01:20:07Andere Leute haben noch ein Kind adoptiert, ziehen das auf und sind glücklich.
01:20:11Wo war er denn?
01:20:12Als Emil auf die Welt kam und ich Angst um ihn hatte bei der Geburt.
01:20:16Ich lag alleine da.
01:20:17Und wo war sie dann, als er die ganze Nacht geschrien hat?
01:20:20Also mit gegenseitigen Vorwürfen kann man da sowieso nicht weiter.
01:20:26Sie, hochwirken.
01:20:30Der Bischof ist draußen.
01:20:32Und noch einer.
01:20:37Darf ich vorschlagen?
01:20:38Pfarrer Steffensen, bitte.
01:20:42Grüß Gott.
01:20:45Ja, äh, äh, Entschuldigung.
01:20:47Wir hatten hier gerade einen Notfall.
01:20:50Was geht hier eigentlich vor?
01:20:51Sie haben bis heute Zeit, die Angelegenheit zu klären.
01:20:54Und jetzt sagen Sie mir bitte, warum das Baby noch nicht in den verantwortungsvollen Händen von Kloster Mattal ist.
01:20:59Die Wege des Herrn sind manchmal unberechenbar.
01:21:04Bitte nehmen Sie doch Platz.
01:21:07Opa!
01:21:09Hochwirken?
01:21:10Da geht's Gott.
01:21:11So.
01:21:13So.
01:21:14Jetzt habe ich hier erstmal einen Spießbraten, bitte schön.
01:21:18Und jetzt versuche ich mal Ihnen die Situation zu erklären.
01:21:21Am Anfang stand das Fischbrötchen.
01:21:26Also, halt noch mal fest.
01:21:28Die Sandy sucht sich mit der Nele in Hamburg eine Wohnung.
01:21:31Ja.
01:21:32Ja.
01:21:33Sie mag ihn, Emil.
01:21:34Wir teilen uns die Miete.
01:21:35Und er wird's gut haben bei mir.
01:21:37Ja, und du, Toni, hast über ein Jahr keine Verantwortung gezeigt.
01:21:41Ein Urteil kann ich da im besten Willen nicht fällen, weil eine Gerechtigkeit gibt's in dem Fall sowieso nicht.
01:21:46Aber, aber, Toni, die Sandy ist die Mutter.
01:21:51Die liebt ihn.
01:21:53Und der Emil braucht sie.
01:21:55Das siehst du doch selber.
01:21:56Das ist besser so.
01:22:04Uns interessiert kein Stibitzes Fischbrötchen in einem Golfhotel.
01:22:07Jens, wir wollen jetzt eigentlich nur wissen, ob mit deinem Babyteil, mit diesem Pfarrhaus, Emil, alles oder etwas oder gar
01:22:15nichts geregelt ist.
01:22:16Wenn ich ganz ehrlich bin, dann...
01:22:24Also dieses...
01:22:25Das Fischbrötchen war ja nur ein Vorwand für die Kündigung.
01:22:29Aber eine junge Mutter mit Baby, ich meine, das kostet ja dem Hotel viel zu viel Ausfallzeit.
01:22:36Und da kann man ja mal leider wieder sehen, dass unser alter Kirchenlehrer Augustinus recht hatte mit seinem Satz
01:22:44Reiche, denen die Gerechtigkeit fehlt, sind nichts anderes als räuberbar.
01:23:04Verzeih mir.
01:23:08Jens, jetzt zeig uns doch einfach, ob oder wie oder wen überhaupt.
01:23:12Ja oder nein?
01:23:16Jens, ja oder nein?
01:23:19Da kommt die Antwort.
01:23:21Das ist Sandy, die Mutter von dem Baby und Frau Strohmeier, meine Haushälterin.
01:23:27Grüß Gott.
01:23:27Grüß Gott.
01:23:29Ja, na, du hast ja schon richtige Fußballerbeinchen.
01:23:34Und Sie haben ja doch eine Menge durchgemacht.
01:23:37Ja, und ohne die beiden hätte ich nicht gewusst, was ich machen sollte.
01:23:41Ja, wenn die Kirche gebraucht wird, dann ist sie für die Menschen da.
01:23:45Darf ich Ihnen vielleicht was anbieten?
01:23:47Wenn Sie mich so fragen, ein Brot mit Schinkenspeck.
01:23:50Hauchdüng geschnitten.
01:23:50Ja, mit Gürkchen.
01:23:52Ja, und ein frisch gezapftes Bier.
01:23:54Oh, Heube.
01:23:54Ja.
01:23:56Herr Schelzer, da fällt mir ein, ich treffe ja nächste Woche den Herrn Ministerpräsidenten
01:24:01bei seinem 60.
01:24:03Und da wollen wir doch mal sehen, ob wir nicht den Wildwuchs in diesem Golfhotel ein bisschen
01:24:08stutzen können.
01:24:09Sie erinnern mich daran?
01:24:10Gerne.
01:24:10Ja.
01:24:36Ja.
01:24:38Ja.
01:24:45Das freut mich so für Euch.
01:24:46Ja, und ganz ohne Babypapst, gell?
01:24:49Du, und wenn irgendwas ist, wir sind immer da offen, Emil.
01:24:52Danke.
01:25:00Danke, mein Sohn.
01:25:03Emil, ich taufe dich im Namen des Vaters.
01:25:10des Sohnes und des Heiligen Geistes.
01:25:37Tschüss.
01:25:38Tschüss.
01:25:40Tschüss.
01:25:43Ja, wo ist er?
01:25:44Tschüss.
01:25:44Ja, wo ist er?
01:25:44Ein ganzer Braver ist er, gell?
01:25:46Ja, Füttel.
01:25:48Ah, ah, ah!
01:25:54Halt!
01:25:54Halt!
01:25:55Halt!
01:25:58Halt!
01:25:59Das war der Bischof.
01:26:00Gute Nachricht.
01:26:02Der Ministerpräsident hat durchgesetzt, dass kurz im Golfhotel wird das der Mindestlohn
01:26:06gezahlt, der Chef hat das entlassen und die Hotelkette hat sich bereit erklärt, eine Summe
01:26:10von 25.000 Euro für den karitativen Zweck zu stiften. Ist doch was, oder?
01:26:14Super!
01:26:15Halt!
01:26:22Und?
01:26:23Wir hätten sie jetzt auch gern Richtung Norden fahren.
01:26:26Ach, wissen Sie, gern Norden, da würde mir dann doch was fehlen.
01:26:28Was denn?
01:26:32Ihr Schiff hat Klavier.
01:26:35Ach so.
01:26:36Die Quetschen.
01:26:47Junge, alle wieder, alle wieder wieder nach Haus.
01:26:54Junge, alle wieder, nie wieder wieder.
01:27:01Psst!
01:27:02Ich war...
01:27:03Das war er.
01:27:04Wer?
01:27:05Der Pupp, unser Emil.
01:27:09Okay, das ist doch ein Storle.
01:27:16Ich mach mir Sorgen, Sorgen um dich. Denk auch an morgen, denk auch an mich.
01:27:30Junge, komm bald wieder, bald wieder nach Haus.
01:27:38Junge, fahr die Wiener, die Wiener hinaus.
01:27:45Wohin die Seefahrt mich im Leben trieb.
01:27:48Ich weiß noch heute, was mir Mutter schrieb.
01:27:52In jedem Hafen kam ein Brief.
01:27:55An Bon, Bon, Bon, Bon, Bon.
01:27:59Und immer schrieb sie, bleibt nicht so lange.
01:28:03Ich hab ja noch nie mit Frau.
01:28:03Ich bin dran.
01:28:04Ohen.
01:28:05Es war mir schon mal bei mir zusammen.
01:28:05Du hast Angst vor mir.
01:28:06Ich bin dran.
01:28:06Ich hab ja noch nicht.
01:28:07Ich bin dran.
01:28:07Und wenn du ganz n'll.
01:28:07Und du kannst du kannst.
01:28:09Wiener.
01:28:10Ich bin dran.
01:28:11Du bist all das raus.
01:28:12Wiener.
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