- vor 6 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00:28Musik
00:00:31Kaput
00:00:34Kaput
00:00:34Get heißes Obwohl verbraut
00:00:38Seemann die Wacht den Streitern anruft
00:00:44Musik
00:01:01Musik
00:01:06Ja, Ei!
00:01:08Musik
00:01:14Ja, Clemens, keine Ahnung, wo ich hier bin
00:01:18Irgendwo in godnesherrlicher Natur
00:01:21Ja
00:01:22Mitten an einem Freistaat Bayern
00:01:24Hallo, äh, äh, halt!
00:01:33Hebet
00:01:39Kbar
00:01:43Himm
00:01:44Kigment
00:01:45Kigment
00:01:47Hände
00:01:47Wongefänen
00:01:50Jamisen
00:01:55Kas
00:01:56Kigment
00:01:56Sophie, du sollst zum Chef?
00:02:00Was will denn der Johann von mir?
00:02:06Herr Schüssler, die Sophie wäre dann hier.
00:02:10Grüß dich, Johann.
00:02:11Grüß dich, Sophie.
00:02:12Setz dich bitte.
00:02:17Was gibt's?
00:02:20Es ist ja so.
00:02:21Die Bank macht Druck.
00:02:23Ich muss rationalisieren, die Kosten drücken.
00:02:26Wo gehobelt wird, da fallen leider auch die Späne.
00:02:29Es tut mir leid, Sophie, aber ich muss dich und noch drei andere entlassen.
00:02:36Aber ich meine, ich hab doch immer gut gearbeitet.
00:02:39Ich hab nie gefehlt, ich war nie krank.
00:02:40Sophie.
00:02:42Sophie, dein Bub, der Micha, arbeitet auch hier.
00:02:45Ich kann nicht zwei aus einer Familie in Lohn und Brot lassen.
00:02:47Verstehst du mich?
00:02:50Woanders bricht der einzige Ernährer weg.
00:02:52Warum geht denn der Joko so schlecht?
00:02:54Hat dich das die Bank nicht gefragt?
00:02:55Langsam, langsam.
00:02:56Weil du, Ebi, glaubst, Becher voll und Deckel drauf und das war's dann.
00:02:59Sophie, jetzt gelangt's.
00:03:01Geh, komm.
00:03:02Der Fisch, der stinkt doch vom Kopf weg.
00:03:14Mich trägt die Sehnsucht vor, denn die blaue Perne unter mir und Meer und über mir Nacht und Sterne.
00:03:31Servus, Sophie.
00:03:33Ach du, der Carlo hat gerade angerufen.
00:03:35Die Kehrprobe ist morgen erst um acht.
00:03:40Was ist denn los?
00:03:43Dein Mann hat mich gerade entlassen.
00:03:50Sag einmal, spinnst du?
00:03:51Schmeißt du meine beste Freundin raus?
00:03:53Was tust denn du da?
00:03:54Du sanierst doch keinen Betrieb, in dem du deine besten Leute feuerst.
00:03:57Was interessiert dich denn der Betrieb?
00:03:58Dich interessiert doch was ganz anderes.
00:04:00Ja, den Hausschlüssel.
00:04:01Ich hab mich ausgesperrt.
00:04:06Ist er das?
00:04:09Warum gehst du nicht hin?
00:04:17Du kannst mich nicht mehr lieben, aber demütigen lasse ich mich von dir nicht.
00:04:20Johann, Eifersucht steht der einfach nicht.
00:04:22Was ist jetzt mit dem Hausschlüssel?
00:04:25Inge, wenn die Lawine abgeht, dann reißt es alles mit.
00:04:28Ich bring ihn zurück.
00:04:30Und ich kriege ihn.
00:04:31Das versprich ich dir.
00:04:32Ich kriege den Kerl, mit dem du umeinander tust.
00:04:36Nicht schauen, arbeiten.
00:04:37Ich kriege den Kerl, mit dem Hausschlüssel.
00:05:03Oh Gott.
00:05:23Aus, hörst du!
00:05:26Wo siehst du denn?
00:05:37Tolle!
00:05:40Mietz, mietz, mietz!
00:05:43Tolle!
00:05:50Micha!
00:05:52Hallo!
00:05:54Mama!
00:05:56Machst du vielleicht einmal die Tür auf?
00:05:58Du, Mama!
00:06:00Ach, hast du geschlafen? Geht's dir nicht gut?
00:06:03Kannst du vielleicht so ungefähr in einer halben Stunde noch einmal kommen?
00:06:07Was spinnst du?
00:06:08Ich hab eingekauft, das Zeug muss in den Eischrank!
00:06:11Ich hab erotischen Besuch!
00:06:12Was hast du?
00:06:13Mama, bitte!
00:06:16Jetzt, Bubi, mach die Tür auf!
00:06:26Was geht, was du, Meier?
00:06:28Ach du, Evie!
00:06:30Seid's jetzt wieder beieinander?
00:06:31Ja, ich denk schon!
00:06:33Für deiner!
00:06:40Mama!
00:06:41Hast du meinen Trainingsanzug mitgewaschen?
00:06:45Tolle!
00:06:46Meinen Trainingsanzug!
00:06:49Hast du ihn im Wäschekorb?
00:06:50Nein!
00:06:51Na?
00:06:51Dann ist er eine gewaschen!
00:06:55Hast du aufgeräumt?
00:06:57Na!
00:07:00Hast du dich endlich um eine eigene Wohnung gekümmert?
00:07:02Mama, isch was!
00:07:09Der Schüssel hat mich gekündigt!
00:07:18Was?
00:07:20Mir geht was rund in meinem Leben!
00:07:23Geh, Mama!
00:07:25Du hast doch immerhin mich!
00:07:30Ja, und eine Wohnung für meinen Geldbeidl, die...
00:07:33Ja, die freut halt nicht vom Himmel!
00:07:36Wir schaffen das schon!
00:07:44Leopold!
00:07:45Grüß dich!
00:07:45Servus, Sophie!
00:07:47Ja?
00:07:48Ist das nicht von deiner Katz?
00:07:50Das ist auf der Straße, direkt vor meiner Tür!
00:08:01Na, endlich!
00:08:02Was hast du denn da wieder angestellt?
00:08:04Clemens!
00:08:04Eben!
00:08:05Eben!
00:08:06Doppel der Handgelenkbruch!
00:08:07Wie schafft man denn sowas?
00:08:10So!
00:08:11Jetzt lass dich erst einmal anschauen!
00:08:13Bisschen Blas!
00:08:14Clemens!
00:08:14Ich fahre eben durch das Dorf!
00:08:15Da kam von rechts eine Katze!
00:08:17Ich reiße das Steuer rum und dann mache das Dusch!
00:08:19So einen dumpfen Schlag!
00:08:21Ja, und ist sie?
00:08:22Ja, und ist sie?
00:08:22Weiß ich nicht!
00:08:23Ich habe um das Auto geguckt und war nicht mehr da!
00:08:25So!
00:08:25Komm!
00:08:26Ich habe nicht allzu viel Zeit!
00:08:28Ich habe heute noch Haushaltssitzung beim Kardinal!
00:08:30Und die sind natürlich ein bisschen eingeschnappt, wenn man dann so spät erscheint!
00:08:32Vielleicht hätte ich doch nicht mit dem Gips fahren sollen!
00:08:35Ich muss die Katze finden!
00:08:36Geh jetzt!
00:08:37Das hat Zeit!
00:08:37Ich zeig dir erstmal alles kümmern!
00:08:39Vielleicht ist sie ja nur verletzt!
00:08:40Die Katzen um sieben leben und unsere weiß-blauen Dach haben mindestens acht!
00:08:44Und?
00:08:44Was sagst du?
00:08:46Na ja, sind halt alte Möbel!
00:08:49Da, schau!
00:08:49Das ist übrigens unser Kardinal!
00:08:51Na ja, wenn du die Wente vielleicht in einem leichten Gate weißeln würdest, hm?
00:08:57Da!
00:08:58Schau her!
00:08:59Dein eigener Haushaltar!
00:09:01Clemens!
00:09:02Wann werden denn hier die Messen gelesen?
00:09:04Ja!
00:09:05Da!
00:09:07Das wäre hier quasi dein pastoraler Fahrplan!
00:09:10Und die Gemeinden Kirchheim, Klingen und Ottach müsstest auch noch mit übernehmen!
00:09:15Also, liturgisch mit betreuen!
00:09:16Das habe ich glaube ich noch nicht erwähnt gehabt, gell?
00:09:19Nö!
00:09:20Hier im Ländlichen haben sie mir halt mit dem Personal ein bisschen knapp!
00:09:23Aber, hier wird wenigstens noch gelebt und gestorben im Einklang mit Gott und der Natur!
00:09:33Muss ich das hier auch mit betreuen?
00:09:49So, besser streicht sie mich gleich, bitte!
00:09:52Mann, Enneton!
00:09:59Die, die werden zum Gott ist das natürlich rausgeräumt!
00:10:03Weißt du, das Dach ist ein bisschen undicht!
00:10:05Ja!
00:10:07Aber der Dachte kann ich schon am Rechnen!
00:10:10Ja!
00:10:10Und schau, da hast du die Maria vom guten Rat!
00:10:17Und da oben die heilige Sophia mit ihren drei Töchtern!
00:10:20Der Fides, das Bess und der Caritas!
00:10:22Und da zwei mit dem Ärzte Michael!
00:10:23Einmal in groß, einmal in klein!
00:10:24Ja!
00:10:25Den haben wir ja im Hamburger Michel auch!
00:10:26Ja!
00:10:30Seien Sie der neue Pfarrer?
00:10:32Nein, das ist er!
00:10:34Dann haben Sie meine Katze zusammengefahren!
00:10:36Beim Herrgottsschnitze vor der Tür!
00:10:37Ja, die ist mir direkt in den Wagen gelaufen!
00:10:40Es tut mir wahnsinnig leid!
00:10:41Mein Name ist Steffensen!
00:10:43Mein Name ist Strohmeier!
00:10:45Und das war die Dorle!
00:10:47Ist sie tot?
00:10:48Entschuldigung, aber das regelt es am besten!
00:10:51Ihr zwei in aller Ruhe unter vier Augen!
00:10:53Ja, ich muss jetzt wirklich weiter!
00:10:54Also, Jens, wir telefonieren!
00:10:56Gell?
00:10:56Frau Strohmeier!
00:10:58Es tut mir wahnsinnig leid, Frau Strohmeier!
00:11:00Warum fahren Sie überhaupt Auto mit dem Gips?
00:11:01Ist das überhaupt erlaubt?
00:11:03Naja, also ich bin gut versichert!
00:11:05Ich komme für alles auf!
00:11:05Dagegen sind Sie nicht versichert, Herr Pfarrer!
00:11:08Dagegen nicht!
00:11:14Oh Gott!
00:11:16Das ist ja schrecklich!
00:11:17Vier Wochen und schon weiße!
00:11:19Und ich kann es nicht aufziehen!
00:11:21Ich muss mir neue Arbeit suchen und mir um meine Zukunft kümmern!
00:11:24Was machen wir jetzt?
00:11:26Wir?
00:11:27Machen überhaupt nichts!
00:11:32So!
00:11:42Tschau, tschau, tschau, tschau!
00:11:44Ja, tschau, Pussi!
00:11:45Tschau!
00:11:49Wer den Wind seht, der wird Sturm ernten!
00:11:52Besser Sturm als Wasser bis zum Hals!
00:11:56Mit wem triffst du denn?
00:11:57Mit der Soffi, der es dank dir jetzt richtig geschissen geht!
00:12:01Da siehst du es einmal!
00:12:01Es gibt durchaus noch Menschen, denen es wesentlich schlechter geht wie dir!
00:12:05Als Johann!
00:12:06Als dir!
00:12:09Und finanzielles Elend ist manchmal leichter zu ertragen als emotionales!
00:12:17Oh Herr!
00:12:19Warum hast du mich hierher geführt?
00:12:21Ich kann doch auch auf Pellworm, mein Lieben, neu justieren!
00:12:25Und kein Mensch ist doch gerecht und tut nur Gutes hier auf Erden!
00:12:29Das hast du selbst gesagt!
00:12:31Der verdammte Herr macht mir noch wahnsinnig!
00:12:35Entschuldige, oh Herr, gib mir die Kraft und ich werde hier das Richtige tun!
00:12:40Na, meine Lieben!
00:12:42Habt ihr Hunger?
00:12:45Ich schaff das nicht!
00:12:50Doch Jens, du schaffst das!
00:12:54Nur keine Panik!
00:12:55Ich pack das hier!
00:12:57Es ist alles nur eine Prüfung Gottes!
00:13:03Und Gottes Wille ist, dass wir es zusammen hinkriegen!
00:13:06So, siehst du!
00:13:09Ja, hallo!
00:13:11Glaubt ihr mir nicht?
00:13:16Ja, ich muss auch mal was essen, ne?
00:13:19Nicht immer nur ihr!
00:13:25Jetzt aber haust ihn aus, ne?
00:13:27Es wäre schön, wenn wir ein bisschen Verstärkung an Bord hätten!
00:13:34Wunderbar!
00:13:34Das ist Perlum!
00:13:35Wirklich!
00:13:36Ex-Talent!
00:13:38Die Hühner haben wir aus Südfrankreich!
00:13:40Von den Jesuiten!
00:13:48Entschuldigung, ich bin jetzt!
00:13:50Ja?
00:13:51Moin, Clemens!
00:13:52Jens hier!
00:13:53Jo!
00:13:54Sag mal, eine Fahrhaushälterin, ne?
00:13:57Muss ich die öffentlich ausschreiben?
00:13:59Du, Jens, das kommt jetzt ein bisschen ungelegen!
00:14:01Wir sind mitten im Perlum!
00:14:03Ja, das ist eine Vertrauensstellung, Jens!
00:14:05Das machst du, wie du willst!
00:14:07Ja, guten Appetit!
00:14:08Wie wird ihr denn bezahlt?
00:14:09Ja, nach BAT!
00:14:10Und wenn's bei dir im Fahrhaus wohnt, muss Gesundheit GZ abliefern!
00:14:14Das ist doch schon klar, gell!
00:14:15Und?
00:14:16Sonst?
00:14:16Alles gut bei euch oben?
00:14:17Alles im Einklang mit Gott und der Krähen der Natur, ihr!
00:14:20Also, dann, gesegneten Tag!
00:14:34Fahrhaus Fischbach?
00:14:36Steffen sind am Apparat?
00:14:38Ja?
00:14:41Ich komm sofort!
00:14:54Kostromajal!
00:14:55Wo finde ich denn die Branghofers?
00:14:57Meinen sie Branghofer?
00:14:58Ja!
00:14:59Wieso?
00:14:59Ist was passiert?
00:15:01Ist was mit der Franzi?
00:15:02Todesfall!
00:15:03Wo finde ich die?
00:15:04Wolltest du uns rüber infahren?
00:15:06Bevor noch mehr Katzen dran klauen müssen!
00:15:08Au!
00:15:09Der zweite Gang springt immer raus!
00:15:11Und bitte schneid es sich!
00:15:12Ah!
00:15:17Mama!
00:15:22Die Anna!
00:15:25Franzi!
00:15:27Mein Beileid!
00:15:29Steffensen, der neue Pfarrer!
00:15:33So einen Tod hat sie sich immer gewünscht!
00:15:48Herr, gib ihr die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihr und lass sie ruhen in Frieden! Amen!
00:16:00Der Schüssel hat sie auf dem Gewissen, weil er uns immer mit dem Milchpreis gedruckt hat!
00:16:05Der Halsabschneider!
00:16:07Das hat die Mama so krank gemacht!
00:16:09Frau Pranghofer, ich hab meine Mutter mit zwölf verloren!
00:16:13Ist es nicht ein Geschenk, wenn man mit einem Menschen, den man liebt, sein ganzes Leben lang teilen darf?
00:16:17Sie sind aber nicht von da!
00:16:19Wie bitte?
00:16:19Sie sind aber nicht aus unserer Gegend!
00:16:22Nein!
00:16:22Mein Vater war Leuchtturmwärter und mit dem Wind konnte ich immer ins Meer spucken!
00:16:32Ging uns her!
00:16:34Mein Gott!
00:16:36Das letzte Jahr erst haben wir ihren Flitz geerdickt!
00:16:39Vorsicht!
00:16:41Danke, Frau Stromheim!
00:16:44Sagen Sie, wissen Sie, wie man hier wie die Toten läutet?
00:16:49Toten läutet?
00:16:52Das muss hier doch irgendwo nicht läuten!
00:16:57Die Leute sind halt einfach so, wie sie denken!
00:17:00Frau Stromheim, es gibt eine mitteleuropäische Leutordnung für katholische Pfarrkirchen!
00:17:06Und das Totengeläut besteht normalerweise aus 33 Schlägen, entsprechend dem Alter Jesu, zusätzlich sieben Schläge für die armen Seelen!
00:17:16Sowas lernt man als Pfarrer!
00:17:17Nee!
00:17:19Sind Sie eigentlich strafversetzt worden nach Fischbach?
00:17:22Hat das was mit Ihrem Gipsamt zu tun?
00:17:24Ich war leider der Katholischen Akademie in Hamburg und ich bin aus freien Stücken hier!
00:17:29Außerdem bin ich für feste Regeln und Prinzipien!
00:17:32Und ich würde hier gerne so läuten, wie die Menschen es gewohnt sind!
00:17:35Warum rufen wir da nicht einfach einen Leopold an? Der ist hier der Messner!
00:17:40Grüß dich Leopold! Hier ist die Sophie!
00:17:43Wir sind gerade in der Sakristei! Wir suchen das Totengeläut!
00:17:46Die Leutordnung!
00:17:48Die Leutordnung!
00:17:49Die Leutordnung!
00:17:50Fragt er!
00:17:52Aha!
00:17:54Ja, warte mal!
00:17:56Schau!
00:17:58Hab schon!
00:18:00Da!
00:18:01Was damit?
00:18:02Ja!
00:18:02Vor vier Wochen hat in die Steuerung von den Glocken der Blitz eingeschlagen!
00:18:06Und jetzt hilft man sich halt damit aus!
00:18:36Das ist die Pikante!
00:18:37Das ist die Pikante!
00:18:53Inge, du weißt das noch, wenn wir im Rothaum oben waren! In der Nacht sind wir aufgekackselt! Fünf Sternschnuppen hab
00:19:04ich dir runtergeholt vom Himmel!
00:19:05Sechs Jahren! Sechs waren es!
00:19:09Sollen wir nicht nochmal aufgehen?
00:19:11Mit deiner Bandscheibe?
00:19:13Oder nach Venedig! Dass wir nochmal nach Venedig fahren!
00:19:17Wenn du gesagt hast, Tauben füttern kann ich auch daheim!
00:19:25Aha!
00:19:28Vibrationsalarm!
00:19:29Das ist ich nicht mitkrieg!
00:19:30Wann gehst du nicht hin?
00:19:36Das ist nicht wichtig!
00:19:38Nicht wichtig, ja?
00:19:40Weil er dich sowieso gleich wieder anvibriert, wenn du allein bist!
00:19:44Allein, Johan, bin ich schon lang!
00:19:47Was willst du eigentlich? Was willst du? Willst du die Scheidung?
00:19:50Die kannst du doch gar nicht leisten!
00:19:52Kann ich mir nicht leisten!
00:19:53Kann ich mir nicht leisten!
00:19:55Sag mal!
00:19:58Inge, wenn du den Ochsen schlachten willst, dann geht das nicht ohne Blut!
00:20:03Und jetzt will ich es wissen! Wer ist es?
00:20:06Johan!
00:20:06Inge, wer?
00:20:07Du tust mir weh!
00:20:09Ich tue dir weh! So ist es jetzt schon, ja?
00:20:11Ich tue dir weh!
00:20:14Ist er hier vom Ort?
00:20:21Das war das Hochzeitsgeschenk von der Tante Liesl!
00:20:24Du bist doch krank!
00:20:32Es tut mir leid, Inge!
00:20:37Was machst du mit mir?
00:20:41Danke, Frau Strohmeyer!
00:20:43Wiedersehen!
00:20:45Darf ich dich noch auf den Tee einladen?
00:20:50Ich, äh...
00:20:51Muss weiter nach meiner Tolle suchen!
00:20:54Außerdem habe ich noch Wäsche in der Waschmaschine!
00:20:59Aber was ich nicht verstehe...
00:21:01Von Hamburg nach Fischbach!
00:21:04Ich meine, sowas macht man doch nicht freiwillig, oder?
00:21:06Mein Freund, Clemens Stölzer,
00:21:09arbeitet im erstbischöflichen Ordinariat in München.
00:21:13Und den kenne ich schon seit dem Priesterseminar.
00:21:17Und als diese Vakanz frei war, hat er mich angerufen,
00:21:19und da habe ich Ja gesagt!
00:21:21Aber der Fisch fühlt sich doch nicht wohl auf dem Berg!
00:21:24Hier in den Bergen ist man Gott näher!
00:21:26Aber was ich Sie fragen wollte ist, äh...
00:21:29Können Sie sich vorstellen, für mich zu arbeiten?
00:21:31Also sozialversichert, Urlaubsgeld natürlich?
00:21:33Ich?
00:21:34Ja!
00:21:35Irgendeiner muss mir doch hier im Haus mal zur Hand gehen mit dem Gips hier!
00:21:38I? Im Pfarrhaus?
00:21:40Ecke!
00:21:41Ich weiß doch nichts vom Himmel!
00:21:43Ja, ich weiß auch nur, dass er sich manchmal in den Pfützen spiegelt!
00:21:46Aber Sie wissen überhaupt nichts von mir!
00:21:48Doch, Sie suchen einen Job und ich habe einen!
00:21:50Auch für jemand ohne TÜV?
00:21:52Ich bin nämlich ausgetreten aus Ihrem Verein!
00:22:02Inge!
00:22:05Was ist denn los?
00:22:09Inge!
00:22:11Ist was mit dem Johann?
00:22:14Entschuldigung, das ist meine Freundin Inge Schüssler!
00:22:17Das ist der neue Pfarrer Herr Steffensen!
00:22:19Mein Gott, Entschuldigung!
00:22:21Tach! Kommen Sie doch rein!
00:22:26So!
00:22:27Der Johann war immer schon ein sauberner Kulieren!
00:22:32Noch ein Taschentuch?
00:22:33Ja!
00:22:34Bitte!
00:22:38Irgendwer Tee zieht sechs Minuten, Frau Strohmeier!
00:22:45Was wirft Ihr Mann denn Ihnen nun vor, Frau Schüssler?
00:22:50Ist er handgreiflich worden?
00:22:52Na, bloß gegen das Hochzeitsgeschirr!
00:22:54Was wirft Ihr mir nicht vor?
00:22:56Ja, ist es um die Molkerei gegangen!
00:22:58Um die Entlassungen!
00:23:00Oder vielleicht das sechste Gebot!
00:23:04Frau Schüssler!
00:23:08Du sollst nicht Ehe brechen!
00:23:10Haben Sie oder Ihr Mann dagegen verstoßen?
00:23:13Meinen Sie das jetzt technisch oder emotional?
00:23:17Wahre Liebe ist nicht teilbar!
00:23:22Nein!
00:23:22Ich hab heute wen kennengelernt!
00:23:24Ja, und hat jemand rausgekriegt, wer das ist?
00:23:26Nein, das darf ich nie erfahren!
00:23:29Es ist jetzt wurscht!
00:23:30Du wohnst jetzt erst einmal bei mir, Inge!
00:23:32Besser nicht!
00:23:32Na, sowieso!
00:23:34Der Micha kann bei mir schlafen, dann kannst du in sein Zimmer!
00:23:36Das passt schon!
00:23:37Nein!
00:23:37Ich find schon was!
00:23:38Du darfst jetzt nicht allein bleiben, Inge!
00:23:41Also heute Nacht bleiben Sie erst einmal hier und morgen sehen wir dann weiter!
00:23:44Und Sie überlegen bitte auch noch mal, ne?
00:23:47Auch ohne TÜV!
00:23:49So!
00:23:50Und jetzt sind die sechs Minuten vorbei und wir trinken!
00:23:53Schicken in unser Tee!
00:23:56Ich hab keinen Schatz nicht mehr!
00:24:00Ja, ich bin ganz allein!
00:24:05Hab ja kein Freund nicht mehr!
00:24:10Was soll jetzt ein Tor?
00:24:13Mit wem hat sie's denn?
00:24:15Sie sagt nix!
00:24:16Kann tun!
00:24:17Die wollten nicht einmal zum Chor!
00:24:19Vielleicht ist ja ihr Golflehrer aus Bad Ochsenried!
00:24:21Ja, oder der Fächerich hier!
00:24:23Fitnessdruck!
00:24:23Das ist doch jetzt auch wurscht!
00:24:24Aber was passiert jetzt mit der Molkerei und mit Fischbach, wenn die zwei auseinandergehen?
00:24:28Ich rede noch einmal mit ihr!
00:24:29Ja, mach das!
00:24:30Stopp!
00:24:31Signore mia!
00:24:31Santo Osvaldo!
00:24:32Per favore!
00:24:33Concentration!
00:24:34Und!
00:24:35Uno, due, tre!
00:24:38Und!
00:24:39Ja, mach das mit mir!
00:24:41Ja, ich bin ganz allein!
00:24:45Und!
00:24:46Ja, mach das rein mit mir!
00:24:49Was soll jetzt sagen!
00:24:53Ja, ja!
00:24:55Ja!
00:24:55Ja!
00:24:56Ja!
00:24:58Ja!
00:24:59Ja!
00:25:00Servus!
00:25:02Chef!
00:25:03Ja!
00:25:04Ja!
00:25:05Ja!
00:25:06Ja!
00:25:07Ja!
00:25:09Ja!
00:25:10Ja!
00:25:11Das hat er jetzt von seiner feinen Apothekerstochter!
00:25:15Na ja, dann...
00:25:16Dann gehen sie halt weiter und dann schlug der Fritze!
00:25:19Ja!
00:25:20Servus!
00:25:21Und du hast was ausgerüttet!
00:25:22Aber ich weiß von nix, gell?
00:25:24Viel Zeit.
00:25:34Das sind die Handy-Verbindungen von deiner Frau.
00:25:39Und die Nummer da hat sie in der letzten Woche 44 mal angerufen.
00:25:44Hallo.
00:25:45Servus.
00:25:46Servus.
00:25:46Guten Abend, die Herren.
00:25:52Servus.
00:25:57Wie gehört die?
00:25:58Nicht einmal die Polizei weiß alles.
00:26:01Jedenfalls aus der Funktion beim Ort.
00:26:05Aus Fischbach.
00:26:08Das ist Fischbach.
00:26:09Und das ist die Funktion für den Handyempfang.
00:26:12Also kommt er aus.
00:26:14Fischbach.
00:26:16Bis.
00:26:19Auf mal.
00:26:21Nur vor.
00:26:26...
00:26:27...
00:26:29...
00:26:30...
00:26:32...
00:26:38Telefon!
00:26:48Hallo? Annemiel, was?
00:26:51Annemiel, du musst lauter reden.
00:26:57Hallo?
00:26:58Versuchen wir es später noch einmal.
00:27:00Ihr gewünschter Gesprächspartner ist zurzeit nicht erreichbar.
00:27:06Will ich mir das bloß vorstellen, dass das einer von da ist?
00:27:15Ebenio, gar nichts machst du.
00:27:20Pronto?
00:27:22Hey! Ja, Tesoro!
00:27:24Du bist schon da?
00:27:26Ich komme gleich.
00:27:28Hallo?
00:27:28Hallo? Was ist mit deinem Bier?
00:27:30Du sag mal, der zahlt ihn jetzt.
00:27:32Na, du bist ja kein es.
00:27:35Es ist kein Mensch, ich bin ja nicht möglich.
00:27:36Nee, das stimmt nicht.
00:27:40Und es stimmt nicht, dass ich es nicht weiss.
00:27:50Nein, das stimmt nicht.
00:28:10Ja.
00:28:19Wir reden hier über das sechste Gebot.
00:28:23Du sollst nicht Ehe brechen.
00:28:26Die Ehe sehen wir heute häufig als Auslaufmodell.
00:28:30Vom Lebensabschnittspartner ist die Rede.
00:28:34Ein Drittel der Ehen werden heute geschieden.
00:28:38In Großstädten sogar die Hälfte.
00:28:42Ja.
00:28:43Nun drückt mir mal eure Krallen, ne?
00:28:45Weil ich will nämlich ein volles Haus.
00:28:47Kann ich ins Bad?
00:28:49Ja, das heiße Wasser klemmt.
00:28:51Links in dem Klo liegt eine Rohrzange.
00:28:54Ah, danke.
00:29:01Grüß Gott, Herr Pfarrer.
00:29:02Ich bin die Schwester von dem Herrgottstitzer, Leopold Huber.
00:29:06Guten Tag, Frau Huber.
00:29:08Nein, verwitwe der Rösler.
00:29:11Ich habe gehört, Sie brauchen eine neue Hauslechterin.
00:29:15Im Prinzip ja.
00:29:17Und ich wollte mich bewerben.
00:29:19Das ist alles sehr schön.
00:29:20Ich habe bloß gleich Gottesdienste.
00:29:21Ich könnte morgen schon anfangen.
00:29:23Mögen soll er Kirche?
00:29:25Was ist das?
00:29:27Eine süddeutsche Spezialität.
00:29:32Ich glaube bloß, die Stelle ist schon vergeben.
00:29:37Aha.
00:29:39Na ja.
00:29:43Grüß dich, Annamil.
00:29:44Na, schau her.
00:29:49Willkommen an Bord.
00:29:50Ich hätte eine Bitte.
00:29:52Ich habe im Moment einen mordsmäßigen Gatsch mit meinem Micha.
00:29:55Und ein bisschen Abstand.
00:29:58Ich meine, Sie haben ja Gott sei Dank ein offenes Haus, oder?
00:30:01Ja.
00:30:02Ach so, Sie wollen hier einziehen?
00:30:05Nur vorübergehend.
00:30:06Und auch wegen der Inge.
00:30:08Ich schlafe dich noch, oder ist sie schon wach?
00:30:10Ja.
00:30:11Bitte.
00:30:13Ich kann auch holen, Kuchen.
00:30:33Dem Gips hat er von einer Rauferei auf der Reeperbahn.
00:30:36Und Zwilling soll er haben auf Ego-Land.
00:30:40Oh Herr, eine Gottlose und eine Ehebrecherin hast du zu mir geführt.
00:30:47Bitte gib mir die Kraft, dass ich diese Aufgabe und Herausforderung in deinem Sinne und Geiste meistern kann.
00:30:56Und führe mich auf den Weg zurück zu dir.
00:31:03Genau so löst sich gerade mein Leben auf.
00:31:07Geh, Inge.
00:31:10Du und dein Mann, ihr wartest ein Traumpaar in der Gegend.
00:31:14Wenn es bei euch geklappt hat, mit den Kindern, wäre mein Erbschaft trotzdem in der Molkerei.
00:31:20Echt?
00:31:21Das habe ich gar nicht gewusst.
00:31:22Nicht?
00:31:23Nein.
00:31:23Siehst du.
00:31:25Und er ging dann auf mit seinem Joghurt und ich ging golfen.
00:31:29Und irgendwann saß man dann da.
00:31:32Er hinter seiner Zeitschrift Bayerisches Niederwild und ich vom englischen Hochadel, meiner Illustrierten.
00:31:37Und dann haben wir uns nur noch angeschwiegen.
00:31:43Ich sag dir, ich will von der Hälfte jeden Euro.
00:31:46Und wenn es ein verdammter Milchladen im Bach untergeht.
00:31:49Und was ist dann mit den Angestellten?
00:31:51Und denen, ihre Familien?
00:31:53Tja, ich muss jetzt an mich denken.
00:31:56Inge.
00:31:58Wenn der Johann dich auszahlen muss, dann geht ja ganz Fischbach pleite.
00:32:03Du kriegst zwar dein Geld, aber die Molkerei muss zumachen und die Leute stehen auf der Straße.
00:32:08So ist das Leben.
00:32:09Musst denn du immer bloß an dich denken?
00:32:11Wenn jeder nur an sich denkt, kommt auch keiner zu kurz.
00:32:14Ja.
00:32:21Sophie, so hab ich das doch nicht gemeint.
00:32:24Geh freilich.
00:32:25Die anderen sind dir doch wurscht.
00:32:28Sag mal, sind die Gottesdienste hier immer so grottenschlecht besucht?
00:32:32Das ganze Dorf hängt doch an eurer Molkerei.
00:32:34Ach so, mein herrlichen Mann.
00:32:36Und dann hat man das ganze Dorf am Bein, oder wie?
00:32:37Darf ich auch mal was?
00:32:38Du weißt ganz genau, wie ich das mein.
00:32:40Lächerlich.
00:32:41Rücksicht.
00:32:41Schleinkariert bist du.
00:32:42Egoistisch bist du.
00:32:43Nein, ich bin überhaupt nicht.
00:32:44Ich bin gar nicht wahr.
00:32:48Leuchtturm, werder Sohn.
00:32:49So, was ist hier los?
00:32:55Ich muss nur ein paar Klamotten aus dem Haus holen, aber ich brauche ja nicht zu fragen,
00:32:59ob du mitkommst.
00:33:00Nein, ich habe noch zu tun.
00:33:04Ich komme mit.
00:33:07Danke.
00:33:10Ach, Frau Strohmeier.
00:33:13Finde ich übrigens super, dass Sie hier aufruhen.
00:33:22Mann, Innetin.
00:33:24Und da wohnen Sie zu zweit ganz allein?
00:33:26Normalerweise so um die Uhrzeit im Wirtshaus.
00:33:29Johann.
00:33:50Sie können doch Ihre Ehe nicht einfach so aufgeben.
00:33:55Achtung.
00:33:57Ich meine, Sie hatten doch auch mal glücklicher gezeigt.
00:34:00Ja, davon werde ich auch nicht jünger.
00:34:02Dann lieber einen klaren Schnitt.
00:34:05Sie sollten uns beeilen.
00:34:06Dann bin ich schon.
00:34:22Ich bin alles weg.
00:34:24Ich bin alles weg.
00:34:26Dann kann ich es wieder machen.
00:34:26Ich bin alles weg.
00:34:37Psst!
00:34:43Johann!
00:34:45Ich, ähm, bin der neue Pfarrer.
00:34:48Das ist der neue Pfarrer?
00:34:50Ich will wissen, ob ein Handy hat und ob's an ist.
00:34:52Spielst du jetzt komplett? Was soll denn das?
00:34:54Ja, ist an.
00:35:08Glück gehabt.
00:35:10Johann!
00:35:13Herr Schüssler, eine Krise ist doch immer ein Anfang.
00:35:17Anfang vom Ende, ja.
00:35:18Herr Schüssler, mein Onkel Hein, der war 35 Jahre auf Makrele und als er eines Tages nach Hause kam,
00:35:23da hatte Trudy seine Frau ein Verhältnis mit so einer Landratin, mit so einem pomadisierten Staubsaugervertreter.
00:35:28Ich will wissen, mit wem sie mich bedrückt.
00:35:31Ihre Frau hat mir erzählt, dass Sie jedes Wochenende immer auf Ihrem Hochsitz verschwinden.
00:35:35Glauben Sie nicht, dass das der Einsamkeit ein bisschen förderlich sein wird? Hm? Darf ich?
00:35:42Die Rache ist mein. Steht in der Bibel.
00:35:44Ja, das hat ja mein Onkel Hein dann auch gesagt.
00:35:46Und, äh, dann hat er der Landratte voll was auf die Mütze gehauen.
00:35:49Und wissen Sie, was dabei rausgekommen ist?
00:35:5415 orientierungslose Staubsauger schwammen in der kalten Nordsee.
00:36:01Johann, lass das Gewehr endlich runter!
00:36:03Drei Schüsse.
00:36:04Wir sind morgen alle in der Presse.
00:36:06Es wäre für beide besser, eine Auszeit zu nehmen und dann sollten Sie gemeinsam reden.
00:36:12Gerne mit mir.
00:36:14Herr Schüssler, ich bin für Sie da.
00:36:27Und wie ist das ausgegangen mit dem Onkel?
00:36:29Naja, er hat sich dann bei Trudy entschuldigt und sie teilt immer noch die Brötchen mit ihm.
00:36:34Also, Sie kriegt die untere Hälfte und Ellen den Deckel.
00:36:36Ah ja.
00:36:54Micha Strommeyer?
00:36:57Ja, hallo.
00:36:59Ja, hallo.
00:37:01Mit wem wollen Sie sprechen?
00:37:23Schiff!
00:37:29Eisel.
00:37:31Eisel.
00:37:34Wo?
00:37:37Beim Schützenfest im Festzeit.
00:37:39Wo ich Schützenkönig geworden bin.
00:37:41Aber warum wollen Sie das alles wissen?
00:37:43Weil dann vielleicht der Schmerz nachlässt.
00:37:46Weiter.
00:37:47Ja.
00:37:50Also, die Inge hat mich da angeschaut.
00:37:53Und dann hab ich sie angeschaut.
00:37:57Und dann hat sie gelächelt.
00:37:59Dann hat sie gelächelt.
00:38:01So.
00:38:04Und dann?
00:38:06Ist da ihr rotes Cabrio gestanden.
00:38:09Und wir sind eingestiegen.
00:38:11Habt Sie Elektrositze unterlassen?
00:38:13Nein.
00:38:14Dann sind wir hierher zu mir gefahren.
00:38:15Von daher.
00:38:16Das war doch nur ein einziges Mal.
00:38:18Nur ein einziges Mal.
00:38:19Und warum hat sie dann 44 Mal angerufen?
00:38:21Weil sie hier ihren scheiß Ohrring verloren hat.
00:38:24Und immer wissen wollt, ob ich ihn schon gefunden hab.
00:38:26Ja, ich hab ihn gefunden.
00:38:34Die Evi hat ihn im Bettkasten gesehen.
00:38:37Jetzt hab ich noch voll den Stress.
00:38:39Der Evi.
00:38:41Mit der Mama, die ab ins Pfauhaus ist.
00:39:02Wie ist die Sophie?
00:39:04Ich muss mit der Inge reden.
00:39:06Muss du.
00:39:07Sie aber nicht mit dir.
00:39:09Das möchte ich gern selber von ihr hören.
00:39:11Die wollte ich nicht einmal sehen, Johann.
00:39:13Das kann schon sein so für ihr.
00:39:16Das da.
00:39:17Das möchtest du vielleicht sehen.
00:39:19Schüge.
00:39:21Hab ich ihr im Urlaub geschenkt.
00:39:23Türkis.
00:39:24Fürs Wasser und ihre Augen.
00:39:27Inge, ich hab deinen Ohrring gefunden.
00:39:29Komm, komm, komm.
00:39:29Schleich dich jetzt.
00:39:30Ja, nicht so schnell.
00:39:32Dieser Ohrring, der interessiert dich vielleicht auch.
00:39:34Du kannst mich zum Beispiel fragen,
00:39:37wo der Ohrring in der Hitze des Gefechts verloren gegangen ist.
00:39:40In einem Bettkasten ist erklingen.
00:39:42Von deinem Micha.
00:39:44In deinem Haus, wo meine Frau mit deinem Sohn in seinem Bett klingen ist.
00:39:49Du schaust.
00:39:51Jetzt weißt du, wie das ist.
00:39:53Wie noch mein Herz rauskästen wird.
00:39:56Du, gib mir.
00:39:59Sag zu ihr.
00:40:02Sag nix.
00:40:26Wenn du willst, kann ich dir das erklären.
00:40:29Mit meinem Buben.
00:40:32Mit dem Sohn von deiner besten Freundin.
00:40:34Der noch nicht einmal sein Zimmer selber aufräumen kann.
00:40:37Ist dir unsere Freundschaft gar nix mehr wert, sag?
00:40:40Ha?
00:40:42Du kommst hierher.
00:40:44Du lässt dich von mir trösten.
00:40:45Ich biete dir sogar an, dass du bei mir wohnen kannst.
00:40:48Und was machst du?
00:40:49Sagst nix.
00:40:51Nichts.
00:40:52Keinen Ton.
00:40:55Überhaupt nix.
00:40:57Sophie, warte mal.
00:40:59Nein, Herr Ranzauer, wir decken das Kirchendach nicht mit Schiefer.
00:41:03Warum, warum?
00:41:04Oh, dass du teuer bist, genau.
00:41:05Ja.
00:41:06Ja, wir hören uns noch.
00:41:08Jo.
00:41:08Tschüss.
00:41:09Frau Strommeyer, was ich noch sagen wollte, bevor ich das vergesse.
00:41:12In aller Herrgottsfrüh, so sagt man hier, ne?
00:41:14Da kriegt hier immer so einen Hahn und da wollte ich wissen, ob wir eventuell eine
00:41:20Lösung für das Problem haben.
00:41:24Inge, wachst jetzt deine Sachen zusammen verschwindst.
00:41:27Wie bitte?
00:41:28Ihr Ohrring ist im Bett von meinem Bubenkling.
00:41:36Ich krieg keine Luft mehr in meiner Nähe.
00:41:41Frau Strommeyer, auch wenn ich die ganzen Details von dieser Situation noch nicht so
00:41:46umreiße, aber Frau Schüssler genießt hier immer noch Gastrecht.
00:41:50Ja.
00:41:51Sie genießt jetzt hier überhaupt nix mehr.
00:41:53Sophie, es tut mir leid.
00:41:55Jetzt wird doch gar nix leicht.
00:41:56Ich hab mich doch entschuldigt.
00:41:58Hallo, hallo, hallo?
00:41:59Flitscherl.
00:42:02Verbohrtes, Muttertier verbohrtes.
00:42:14Sie fühlen sich jetzt verraten.
00:42:17Kann ich gut verstehen.
00:42:18Das tut weh.
00:42:21Ist denn eine Freundschaft heute überhaupt nix mehr wert?
00:42:25Oder haben Sie das schon gewusst und ich war bloß der Depp?
00:42:27Na, äh, nee.
00:42:31In Korinther 2,10.
00:42:33Ach, hören Sie doch auf mit die Korinther.
00:42:36Oder würden Sie mit der Tochter von Ihrem besten Freund was anfangen?
00:42:39Nein.
00:42:41Entschuldigung, aber heute macht doch jeder, was er will.
00:42:45Ich glaube, die Menschen heute wissen immer mehr, was sie wollen, aber nicht, was wirklich
00:42:51für sie wichtig ist.
00:42:52Und die Liebe ist sowieso ein sehr, sehr schwieriges Kapitel.
00:42:56Was wissen Sie denn schon von der Liebe?
00:43:00Frau Strohmeier, ich komme aus Hamburg.
00:43:07Trotzdem, Sie machen die Verkehrsregeln und haben nicht einmal einen Führerschein.
00:43:12Manchmal ist es viel einfacher, sich zu verlieben, als der Liebe zu widerstehen.
00:43:17Und was Frau Schüßler betrifft, verweigern Atheisten den Ertrinkenden eigentlich immer das Rettungsboot?
00:43:24Fragen Sie mich doch lieber, warum ich ausgetreten bin aus Ihrem Verein.
00:43:27Ja, warum wohl?
00:43:31Aus dem gleichen Grund wie alle.
00:43:33Was denn für ein Grund?
00:43:34Naja, weil Sie Ihr Geld lieber woanders verjodeln.
00:43:39Wegen Menschen wie Ihnen regnet es in deutschen Kirchen rein.
00:43:43Aber dann, wenn es eng wird, nicht?
00:43:46Dann kommt ihr alle wieder.
00:44:09Verjodeln.
00:44:14Beim Chef da oben war es doch scheißegal, wie ich hier unten meinen Sohn allein durchbringe. Mit nix.
00:44:22Ja, hier red's euch leichter um, auf der Kanzel.
00:44:25Aber da unten im täglichen Leben, da haut's ihm dann voll ins Gesicht.
00:44:32Hat Michas Vater Sie denn nicht unterstützt?
00:44:36Wenn wir ihn gebraucht hätten, den da oben, da hat er ihm einen Krebs geschickt, am Wolfi.
00:44:44Das war meine große Liebe.
00:44:49Wir sind dann von München wieder hier zurück, nach Fischbach zum, und ich hab ihn dann gepflegt, bis zu seinem
00:44:55Tod.
00:44:57Dabei.
00:44:59Dabei?
00:45:01Dabei waren wir nicht einmal verheiratet.
00:45:06Nur wenn man an sich selber glaubt, dann kriegt man vielleicht ein Stück vom Himmel.
00:45:50Dieses Missvieh.
00:45:55Das wird uns aussperren.
00:45:57Und nicht sterben.
00:46:01Was ist da los?
00:46:02Er ist zuhause, aber er macht nicht auf.
00:46:06Mit dein Bettl hinschmeißen, oder was?
00:46:08Und ich hab das alles auch gewissen.
00:46:10Wie werden meine Mulcher anders los?
00:46:15Ich krieg ja eh nichts mehr dafür.
00:46:16Zeug.
00:46:21Ich würde mir das Viehsteig arm fressen.
00:46:23Die große Leute des Futtertors, die alles waren so kein Scheiß.
00:46:27Von der Scheißenergie ganz zu schweigen.
00:46:41Oh, doch, Herr Ransmeyer.
00:46:43Da ist noch mal richtig Luft drin.
00:46:45Oder soll ich den Auftrag wieder Deutschlandwart ausschreiben lassen?
00:46:48Nee.
00:46:49Da bin ich...
00:46:50Richtig hartnäckig.
00:46:51Ja.
00:46:52Ja.
00:46:52Wiederher.
00:46:54Hallo.
00:46:54Oh.
00:46:55Oh.
00:46:56Grüß Gott.
00:46:57Moin, moin.
00:46:59Wir kennen uns doch nicht.
00:47:00Steffensen, der neue Dorfpfarrer.
00:47:02Ich bin die Sissi.
00:47:04Mhm.
00:47:04Ähm.
00:47:05Ähm.
00:47:06Ist die Frau Schüssler da?
00:47:12Hallo, Sissi.
00:47:13Was gibt's denn?
00:47:20Guten Morgen.
00:47:21Was denn los ist, was mit dem Johann?
00:47:27Äh, ja.
00:47:28Wir sollen ihn alle in Ruhe lassen.
00:47:30Und die Molkerei ist abgesperrt.
00:47:33Was?
00:47:33Ich komme.
00:47:34Ich komme mit.
00:47:35Ja, ich komme nach.
00:47:36Ich gehe noch duschen.
00:47:38Duschen.
00:47:42Duschen.
00:47:46So eine Sauerein.
00:47:49Mischa.
00:47:50Schamst du dich überhaupt nicht?
00:47:51Mama, das war ich nicht.
00:47:53Das meine ich doch nicht.
00:47:54Hast du denn überhaupt keinen Anstand mehr?
00:47:56Mama, das war ich auch nicht.
00:47:58Die Inge war's.
00:47:59Da reden wir noch drüber.
00:48:00Ja?
00:48:01Entschuldigung, Herr Pfarrer, das ist mein Sohn, der Mischa.
00:48:03Moin.
00:48:03Hallo.
00:48:04Aber die Milch, die muss noch vor Arbeit werden.
00:48:06Was machen wir jetzt?
00:48:07Was hast du denn am Handy auch nicht erreicht?
00:48:08Nein, geht nicht ran.
00:48:11Wir brechen das Tor auf.
00:48:13Das ist Haus Friedensbruch.
00:48:18So.
00:48:18Was?
00:48:19Was?
00:48:20Was ist denn da?
00:48:24Was ist denn da?
00:48:27Was ist denn da?
00:48:41Ganz toll, Herr Pfarrer.
00:48:42Ganz toll, Herr Pfarrer.
00:48:44Ja, da auch nicht für. So, ich gehe jetzt zu Schüßler.
00:48:46Ich komme mit.
00:48:47Nee, Sie bleiben hier und warten auf seine Frau.
00:48:49Ich warte überhaupt nichts.
00:48:51Kommen Sie, Sie. Wir gehen jetzt und schauen sein Büro an.
00:48:53Ja.
00:48:55Und dich bleibst immer später vor.
00:49:02Was trödelst denn jetzt da rum?
00:49:04Der Safe.
00:49:07Sag einmal, weißt du, wo er den Schlüssel von dem Safe hat?
00:49:11Wieso?
00:49:11Ja, weil wenn der leer ist, dann wissen wir doch, was geschlagen hat.
00:49:16Aber pscht, gell?
00:49:18Logisch.
00:49:21Halt mal.
00:49:40Nix.
00:49:45Marktanalyse aus München?
00:49:49Ja, sauer.
00:49:52Für die Gott.
00:49:54Hier, unser Milch, unser Joghurt, alles nicht mehr up to date.
00:49:59Das steht da.
00:50:00Ja, Milch ist jetzt nicht einfach Milch, sondern ein Vitalgetränk.
00:50:04Und unser Joghurt-Image ist völlig überholt.
00:50:29Herr Schüßler!
00:50:31Was machen Sie denn da?
00:50:35Hör Sie auf damit!
00:50:41Sieht das die Schuhe Ihrer Frau?
00:50:44Aus für Nenig.
00:50:45Von mir bezahlt.
00:50:48Arsche zu Arsch.
00:50:51Ja, Ihre Frau ist unglücklich.
00:50:54Unglückliche Menschen machen manchmal dumme Dinge.
00:50:57Wenn Sie mir jetzt meine Frau erklären,
00:50:59Sie stehen doch sowieso auf Ihrer Seite.
00:51:00Nein, ich versuche doch nur rauszufinden, was vielleicht schiefläuft in Ihrer Ehe.
00:51:04Fühlen Sie sich von Ihrer Frau im Stich gelassen?
00:51:07Von mir hängt doch alles.
00:51:09Ich muss alles allein entscheiden.
00:51:12Nicht das Album.
00:51:13Das ist doch Ihr ganzes Leben.
00:51:15Das können Sie doch nicht verbrennen.
00:51:16Das sind unsere gesammelten Reiseerinnerungen.
00:51:19Alles für die Katze.
00:51:22Wir müssen dringend frisches Apfelmaterial bestellen.
00:51:25Sonst können wir demnächst die 15.000 Liter Milch gerade in Ausguss schütten.
00:51:30Und jetzt so?
00:51:32Ja, Sie siebste es halt einfach.
00:51:35Ja, ich bin doch nicht geschäftsfähig.
00:51:37Ich brauche doch die Unterschrift vom Chef.
00:51:45Oder die von seiner Frau.
00:51:47Red doch du mal mit ihr.
00:51:49Auf keinen Fall.
00:51:50Vergiss es.
00:51:51Warum denn nicht?
00:51:52Das verstehst du nicht.
00:51:55Na?
00:51:55Wir sind inzwischen aufgetaucht.
00:51:57Unser Held.
00:51:59Nein, also nicht.
00:52:00Frau Schössler, wir bräuchten Ihre Unterschrift.
00:52:03Die Unterschrift für was?
00:52:05Wer ist wir?
00:52:05Ja, wir, die Molkerei.
00:52:07Wir müssen eine Bestellung rausgeben für Milch- und Joghurtbecher.
00:52:10Frisches Apfelmaterial müssen wir bestellen.
00:52:12Unterschreib nichts.
00:52:14Ja, aber warum denn nicht?
00:52:16Bin ich vielleicht noch mit schuld an dem Chaos dann?
00:52:18Na, danke.
00:52:20Kann ich mal allein mit dir reden?
00:52:22Bitte, aber ich unterschreib nichts.
00:52:23Gar nichts.
00:52:24Nicht, nicht.
00:52:24Nein, da verstehst du nicht.
00:52:27Oh, du kotzt mich an.
00:52:32Du hast drei Checkkarten, zwei Autos und ein bequemes Leben, um das dich alle hier beneiden.
00:52:40Was willst du denn jetzt auch noch von meinem Micha?
00:52:42Sag mir das.
00:52:43Sophie, falls du es noch nicht gespannt hast, dein Herzigpuppel wird bald 30, der braucht seine Mama nicht mehr.
00:52:51Wir brauchen deine Unterschrift.
00:52:55Was aus der Molkerei wird, ist mir scheißegal.
00:52:57Ist das dein letztes Wort?
00:52:58Ja.
00:53:00Ja, dann.
00:53:06Und ausgerechnet auch noch bei mir daheim.
00:53:07Das ist am Herrn das Letzte.
00:53:20Inge, reiß dich zusammen.
00:53:24Raff dich auf und hilf mir, die Molkerei zu retten.
00:53:27Du, da hängen Familien dran.
00:53:29Nicht, dass sich nur einer aufhängt aus lauter Verzweiflung.
00:53:32Und dann kannst du dich nämlich nicht mehr im Spiegel anschauen.
00:53:46Donner Lotte.
00:53:48Bildschöne Frau.
00:53:50Vor 14 Jahren.
00:53:52Wo haben Sie sich kennengelernt?
00:53:54In München.
00:53:56Beim Fasching.
00:53:59Ich heiße Balou der Bär.
00:54:02Und sie heiße Jolanda.
00:54:03Die wunderschöne Märchenkönigin.
00:54:06Und dann haben Sie gleich geheiratet?
00:54:09Erstmal waren Ihre Eltern dagegen, weil ich nicht studiert habe.
00:54:14Aber sie hat zu mir gestanden.
00:54:16Wir zwei, hat sie gesagt.
00:54:18Wir zwei, geht bis ans Ende der Welt.
00:54:23Hat sie gesagt.
00:54:27Und jetzt?
00:54:28Jetzt sind wir am Ende der Welt.
00:54:31Jetzt sind wir am Ende der Welt.
00:54:55Und, haben Sie was ausrichten können beim Johann?
00:54:58Ja, wir haben seinen Geländewagen vorgepackt.
00:55:01Und jetzt ist er auf seiner Jachthütte.
00:55:03Er sagt, er ist fertig mit der Welt.
00:55:05Da oben gibt es keinen Gott.
00:55:07Da gibt es bloß lauter Löcher.
00:55:09Ja.
00:55:17Was machen wir denn jetzt?
00:55:20Ich bitte Gott um neue Kraft.
00:55:22Sollten Sie auch mal probieren.
00:55:25Aber Sie können ja mit Maria reden.
00:55:27Weil vielleicht verstehen Sie Frauen ja besser.
00:55:38Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.
00:55:40Der Herr ist mit.
00:55:43Okay, das bringt doch nichts.
00:55:46Stehst da rum und schaust einfach zu,
00:55:48wie ein ganzes Dorf den Bach runtergeht.
00:55:50Wie die Inge uns alle hängen lässt.
00:55:53Mit Ihrer Unterschrift
00:55:54könnten wir wenigstens schon mal das Apfelmaterial bestellen.
00:55:56Verstehst du das?
00:55:59Wir Frauen, wir müssen doch zusammenhalten.
00:56:19Ja, wir fahren müssen zusammenhalten.
00:56:32Ich wollte sagen, es tut mir alles furchtbar leid und mich bei dir entschuldigen und, und ich bin dabei.
00:56:57Frau Hausfischbach-Steffensen, ich habe da gerade eine E-Mail, die eigentlich an den Kardinal adressiert ist.
00:57:04Da beschwert sich ein gewisser Leopold Huber, Herrgottschnitze in der dritten Generation aus Fischbach, dass die Stelle der Pfarrhaushilterin nicht
00:57:12ausgeschrieben war.
00:57:13Ja, warte, ich zitiere.
00:57:15Und dieser gottlosen Sophie Strohmeier statt meiner Schwester Annemiel, einer kundeinständigen Frau im 71. Lebensjahr,
00:57:22diese Vertrauensstellung überlassen wird.
00:57:24Dann ist noch die Rede von einem ländlichen Sodom und Gomorra in einem Dorf vor dem Abgrund und so weiter.
00:57:29Das war alles Tüdelkram, Mensch.
00:57:31Du selbst hast mir doch gesagt, ich kann das machen, wie ich will mit der Bewerbung.
00:57:33Naja, sicher.
00:57:34Aber du weißt doch, nein, da gibt es überall.
00:57:37Die sterben nicht so schnell aus.
00:57:40Aber ja, dann, gell, tapfer bleiben.
00:57:42Du auch, ne?
00:57:42Tschüssing.
00:57:47Weißt du, Inge, wie der Herr Steffensen dich gefragt hat, neulich, wie das sechste Gebot geht?
00:57:53Da haben wir es beide nicht so richtig gewusst.
00:57:57Vielleicht könnte ja die Kirche ein bisschen auf die Molkerei zugehen.
00:58:02Oder umgekehrt.
00:58:05Jetzt komm mal gleich, macht's für.
00:58:23Und ihr seid noch schöner.
00:58:26Grazie.
00:58:27Bis nächste Woche.
00:58:28Alt und Sopran, Entschuldigung mal, können Sie mal da bleiben, bitte?
00:58:31Franzi, du auch, wenigstens zehn Minuten.
00:58:34Weil, äh, die Inge, die will euch nämlich was sagen.
00:58:41Ja, also, ich wollte sagen, das tut mir alles furchtbar leid, wie das so gekommen ist.
00:58:47Und, äh, ja, also, wir Frauen, wir müssen doch zusammenhalten, damit das nicht alles den Bach runter...
00:58:59Ja, aber was soll ich denn machen?
00:59:00Ja, die Jorn ist schuld.
00:59:03Also, auf jeden Fall brauchen wir ganz dringend neues Abfüllmaterial, weil sonst geht überhaupt nichts weiter.
00:59:09Das habe ich schon unterschrieben.
00:59:10Inge!
00:59:13Und für unseren Joghurtbecher.
00:59:15Als erstes brauchen wir einen neuen Slogan, weil Milch tut so gut.
00:59:20Das ist ein alter Hut, oder?
00:59:21Jetzt macht's einmal ein bisschen schneller, ich muss zurück in den Stall.
00:59:24Gut, wenn du mir sagst, wie das zweite Gebot geht.
00:59:27Das zweite Gebot?
00:59:28Ja.
00:59:29Jetzt tut das zweite Gebot.
00:59:32Kennt irgendjemand das zweite Gebot?
00:59:35Ihr seid doch alle katholisch, oder bloß auf dem Papier.
00:59:38Ich kenne bloß das sechste.
00:59:39Das denke ich mir, dass du das kennst.
00:59:41Und das siebte Gebot?
00:59:42Kennt irgendjemand das siebte Gebot?
00:59:46Sekt's das?
00:59:49Ich hab da nämlich eine Idee.
00:59:54Ja, da schrei mir das drauf.
00:59:58Das nicht Ihr Ernst?
01:00:00Freilich!
01:00:01Sie wollen da die zehn Gebote draufschreiben?
01:00:04Nein, nein, auf jeden Becher eins.
01:00:06Also da steht dann da die Geschmacksrichtung und da oben drauf schreiben wir zum Beispiel das dritte Gebot.
01:00:13Und wenn Sie den ganzen Becher ausgelöffelt haben, dann ist da drin die Auflösung.
01:00:20Ja, aber was ist das dann?
01:00:22Äh, äh, äh, katholisch für Anfänger, oder was?
01:00:25Die Menschen sind doch wieder hungrig nach einem Sinn im Leben.
01:00:29Ja, aber doch nicht mit Mango-Geschmack.
01:00:30Die Menschen suchen wieder nach Regeln und Werten.
01:00:33Und heutzutage weiß doch kaum mehr einer, was die zehn Gebote überhaupt sind.
01:00:38Wenn jetzt aber der Becher jeden Morgen so am Frühstückste steht, dann reden wir vielleicht wieder drüber.
01:00:46Und das sagen Sie mir als stramme Gottlose.
01:00:50Bei mir, man muss das auch ein bisschen pragmatisch sehen, oder?
01:00:55Sie haben dann wieder mehr Leute in der Kirche?
01:00:58Und der Molkerei hilft es vielleicht auch wieder auf die Beine.
01:01:03Die Frage ist nur, gibt es da eigentlich ein Copyright?
01:01:08Ich meine von Ihrer Seite.
01:01:14Ein Copyright auf die zehn Gebote.
01:01:22Ja, Jens, das musst du stoppen.
01:01:24Das musst du sofort stoppen.
01:01:25Ein Copyright.
01:01:27Diese Frage will ich jetzt gar nicht erst nach oben ventilieren.
01:01:29Das haben die Frauen von Fischberg hier so beschlossen.
01:01:33Die Frauen, die Frauen, die singen in der Kirche mit, aber die geben doch nicht den Ton an.
01:01:37Ja, wenigstens noch nicht in unserem Verein.
01:01:40Clemens.
01:01:41Und schon gar nicht in Glaubensangelegenheiten.
01:01:42Das geht hier um 29 Arbeitsplätze.
01:01:47Nein, Jens, da geht es um mehr.
01:01:48Da geht es um deine pastorale Autorität.
01:01:51Und die kannst du dir nicht von 15 wild gewordenen Weibern,
01:01:54Entschuldige bitte, diese Formulierung untergraben lassen.
01:01:56Clemens.
01:01:57Da kannst du halt nicht aufs Joghurt schreiben.
01:01:59Du sollst nicht begehren deines nächsten Weibers unter einer Deckel mit dem Kreuz drauf.
01:02:03Und was ist mit dem Engerl?
01:02:06Hallo.
01:02:08Und?
01:02:09Haben Sie gesprochen, Ihren Freund aus München?
01:02:12Tja, tut mir leid.
01:02:13Gibt keine Rückendeckung von oben.
01:02:15Ja, haben die jetzt das Copyright oder haben Sie es nicht?
01:02:17Ja, das ist nicht geklärt.
01:02:19Na also, kein klares Nein.
01:02:22Was heißt das jetzt?
01:02:24Das ist nicht Ihr Problem.
01:02:26Kriegen Sie Schwierigkeiten?
01:02:28Sie müssen tun, was Sie tun müssen.
01:02:30Und ich werde mich dafür gerade machen.
01:02:34Soll ich uns schon eine Pizza auftauchen?
01:02:38Gern.
01:02:40Ich komme gleich.
01:02:56Na, auch eine.
01:02:58Stellen Sie sich vor, wir kriegen die Becher mit dem neuen Aufdruck für 1,9 Cent.
01:03:04Und die Deckel für 0,8 Cent.
01:03:06Und der Tölzer Bote möchte über unseren moralischen Joghurt eine ganze Seite machen.
01:03:11Gratuliere.
01:03:14Sie kriegen aber jetzt nicht Schwierigkeiten wegen uns.
01:03:17Bei Sturm legt sich ein Schiff immer auf die Seite.
01:03:20Und ich bin ja froh, dass Sie sich von meiner Geschäftsladung nicht ins Boxhorn jagen lassen.
01:03:34Herr Steffensen.
01:03:37Ich wollte Ihnen das eigentlich schon die ganzen Tage sagen.
01:03:40Aber mir hat noch nie was im Leben so viel Freude gemacht, wie die Arbeit hier bei Ihnen.
01:03:49Danke.
01:03:52Und ich habe noch nie eine so gottlose Frau wie Sie mit so viel christlicher Nächstenliebe kennengelernt.
01:04:03Wie kommen Sie jetzt eigentlich ausgerechnet hier nach Fischbach?
01:04:11Ich habe mich in Hamburg in eine Frau verliebt.
01:04:16Und ich bin hier, um rauszufinden, was stärker ist.
01:04:20Meine Gefühle zu ihr oder meine Liebe zu Gott.
01:04:27Und sie hat Ihnen den Arm gebrochen?
01:04:29Nee, das war eine kleine Titovide Radde.
01:04:36Das war ein junger Mann mit visuellem Körperschmuck.
01:04:41Und der wollte ihr vom Moped aus die Handtasche klauen.
01:04:44Da hatte ich was dagegen.
01:04:45Und dann hat er mich ein paar Meter mitgenommen.
01:04:46Und dann so, dann bum bum.
01:04:59Musik
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01:06:07Die zehn Gebote fragst du mir.
01:06:10Oder ich kann sie in ein Kleid durchgeben.
01:06:12Ich geh wieder rüber.
01:06:13Ja, ist gut.
01:06:14Ja, passen Sie auf, Herr Scheuermann.
01:06:16Also, erstes Gebot, Erdbeere.
01:06:18Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
01:06:21Zweites Gebot, Mango.
01:06:23Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.
01:06:26Und jetzt in Gottes Namen bitte rechts abbiegen.
01:06:49Marrend, Josef.
01:07:01Na, Gott sei Dank.
01:07:03So ein Lutherfisch, mich so zu unterschränken.
01:07:06Na, aus München.
01:07:09Also Ihre Katze da, ohne links oder rechts schauen einfach.
01:07:12Gestatten.
01:07:12Huber, Herrgott Schnitzer in der dritten Generation.
01:07:17Huber, Huber, Huber.
01:07:19Leopold Huber.
01:07:20Moment, haben Sie nicht...
01:07:21Ja, ich hab schon die privaten Krippenfiguren
01:07:24für den Kardinal Rosenlieb geschnitzt.
01:07:26Ja, und haben Sie nicht auch unlängst dem Herrn Kardinal
01:07:28eine E-Mail geschickt wegen der Pfarrhaushälterin?
01:07:30Ach so, deswegen sind Sie da.
01:07:33Ja, da sollten Sie wissen...
01:07:34Herr Huber.
01:07:35Wissen Sie, die Frau Strohmeier...
01:07:36Herr Huber, jetzt passen Sie mal auf.
01:07:37Wenn Sie ein Problem hier vor Ort haben,
01:07:39warum rennen Sie dann nicht erst einmal selber mit dem Herrn Pfarrer?
01:07:42Zum Beispiel am Sonntag?
01:07:43Nach der Kirche?
01:07:44Statt seine Eminenz, den Herrn Kardinal
01:07:45doch gleich mit einer E-Mail zu bombardieren.
01:07:50Oder gehen Sie am Sonntag vielleicht gar nicht zum Gottesdienst?
01:07:53Doch, doch, freilich.
01:07:54Sonst müssten wir uns einmal ernsthaft überlegen und überprüfen,
01:07:57ob Sie überhaupt als würdig genug erachtet werden können,
01:08:00in Ihrer Profession als Herrgott-Schnitzert überhaupt ausüben zu dürfen.
01:08:03Ohne höhere Lizenz sozusagen.
01:08:05Herr, Herr, Herr, hochwürden.
01:08:07Nein, Herr Scheuermann.
01:08:09Die Schüsselkuh bleibt natürlich auf die Becher.
01:08:12Diese ist drin.
01:08:13Ja, in bayerisch-blau, genau.
01:08:15Und die Zingibote in katholisch-schwarz.
01:08:18Ja, die Anzeige über die ganze Seite, Herr Kinze.
01:08:20Genau, und der Joghurtbecher wie gehabt und oben drauf das Engel.
01:08:23Ja, so wollen wir es haben. Genau.
01:08:25Genau.
01:08:26Das wird ein Riesenerfall.
01:08:28Das musst du unbedingt dem Johann sagen.
01:08:31Weißt du was?
01:08:32Ich hole das Auto und fahre hinauf auf die Jagdhütte.
01:08:38Die kommen gleich.
01:08:51Jens, dir ist offenbar noch immer nicht ganz klar, was du dir da eingehandelt hast.
01:08:55Auf was für eine Zeitpumpe du das ist mit dieser Sophie Stromerherr?
01:08:57Aber Clemens.
01:08:59Jens, diese Frau zeigt seit über 15 Jahren keine Kirchenstörme.
01:09:03Und jetzt halte ich fest, ihr Sohn ist auch noch unehelich.
01:09:07Ja, dass man dieser Herrgott-Schnitzer da noch alles erzählt hat.
01:09:10Na ja, die hat eine Affäre gehabt mit einem verheirateten Mann.
01:09:13Und in München war sie auch noch bei der Bauchdienstdobel dabei.
01:09:17Das weiß ich doch alles, Clemens.
01:09:19Ich weiß auch, dass sie keine Kirchensteuer zahlt.
01:09:24Und da hast du sie trotzdem eingestellt?
01:09:26Ja, bist du jetzt vollends vom Heiligen Geist verlassen?
01:09:29Clemens, die Zeit der Scheiterhaufen ist vorbei.
01:09:32Und jetzt hör mir mal zu.
01:09:34Nein, jetzt hörst du ausnahmsweise einmal mir zu.
01:09:37Ja.
01:09:37Diese Frau ist die höhnste Destruktion.
01:09:40Die zehn Gebote auf Joghurtbecher.
01:09:42Das ist ihre subversive Fantasie.
01:09:44Das sind lokulische Verehrungen.
01:09:46Das ist ja schlimmer wie die sieben Todsünden aus Eislutscher.
01:09:49Clemens.
01:09:49Und wie willst du das dem Kardinal erklären?
01:09:51Dass sie gute Arbeit macht und mich in jeder Hinsicht unterstützt.
01:09:55Jens.
01:09:55Dass sie eine Stütze für die Gemeinde ist.
01:09:57Und sie ist gut zu den Leuten.
01:09:59Ich entlasse sie nicht.
01:10:02Jens.
01:10:02Ist einmal her.
01:10:03Du wirst ja doch nicht allen erstes ein disziplinarrechtliches Verfahren einhandeln, oder?
01:10:07Ist das deine Absicht?
01:10:08Du bist aber weg vom Fenster.
01:10:10Du kannst vielleicht gerade noch als freier Wanderpredig über die Lande ziehen,
01:10:13aber nicht mehr für unseren Verein wohlgemerkt.
01:10:15Jens.
01:10:17Als ein Mann Gottes.
01:10:19Als ein geistliches Gefäß sozusagen.
01:10:22Weißt du doch nur so gut, dass unsere kirchliche Gemeinschaft von zwei Dingen getragen und zusammengehalten wird.
01:10:27Nämlich in erster Linie von der Liebe zu Jesus Christus, unserem Herrn.
01:10:31Und zweitens von der Einsicht in die Notwendigkeit der Dinge.
01:10:38Was schlägst du vor?
01:10:40Naja, das Notwendige.
01:10:42Du musst sie entlassen.
01:10:44Ich soll sie verraten wie Judas.
01:10:46Jetzt, wo ich ihr Vertrauen habe.
01:10:49Jens.
01:10:50Jetzt sag bloß.
01:10:51Du hast doch nicht am Intimidieren ins Paradies geschaut, wie mit deiner hübschen Hamburger Bibliothekarin, oder?
01:10:57Clemens.
01:10:58Na Gott, sei es gedankt.
01:11:01Also Jens, jetzt heißt es stramm bleiben.
01:11:04Und wenn die Strohmeier zurückkommt, dann erledigst du das.
01:11:08Ich meine viel mehr sie.
01:11:10Und zwar in aller Ruhe und elegant.
01:11:29Gerade hat es angefangen, dass es mir solch eine Freude macht.
01:11:36Soll ich vielleicht einmal mit ihm reden?
01:11:39Die machen doch im Himmel keinen Fingerkrumm für mich.
01:11:43Die haben keinen Schutzengel für mich.
01:11:54Johann?
01:11:56Johann?
01:11:59Der muss da sein.
01:12:02Johann?
01:12:04Yes!
01:12:09Verschwind's!
01:12:11Lass mir mal in Ruhe!
01:12:14Johann!
01:12:16Du!
01:12:17Wir haben ein neues Marketingkonzept für deinen Joghurt!
01:12:21Johann, ich will doch gar keinen anderen Mann!
01:12:23Aha!
01:12:25Tut's der Alte plötzlich doch noch!
01:12:27Wir haben Anfragen bis weit hinter München!
01:12:32Probier's!
01:12:33Der liebt dich noch!
01:12:35Du, das neue Becher-Design ist sowas von geil!
01:12:37Die Sein rettet unsere Ehe nicht!
01:12:46Jetzt reicht's!
01:12:47Vorsicht, Inge!
01:12:49Balou!
01:12:50Mein Bärchen!
01:12:52Balou, ich komm jetzt hoch!
01:12:54Ich lieb dich doch!
01:12:58Hör auf damit, Balou!
01:13:02Balou!
01:13:03Mein Bärchen!
01:13:15Bärchen!
01:13:45Ja, endlich.
01:13:47Ist Ihr Freund aus München wieder weg?
01:13:51Ja.
01:13:58Frau Strohmeier.
01:14:03Ich muss mit Ihnen reden.
01:14:05Ich bin müde.
01:14:07Sagen Sie uns morgen.
01:14:09Gute Nacht.
01:14:11Gute Nacht.
01:14:17Gute Nacht.
01:14:30Gute Nacht.
01:14:34Gute Nacht.
01:14:36Gute Nacht.
01:14:57Gute Nacht.
01:15:02Gute Nacht.
01:15:05Gute Nacht.
01:15:06Gute Nacht.
01:15:10Gute Nacht.
01:15:12Gute Nacht.
01:15:19Gute Nacht.
01:15:20Gute Nacht.
01:15:36Gute Nacht.
01:15:37Ach, Leute, alles. Entschuldigung.
01:15:53Mama, wenn die zehn Gebote laufen,
01:15:55dann stellt dich der Schüssel sicher wieder ein.
01:15:57Mir schon. Mir ist es so gut gegangen im Pfarrhaus.
01:16:00Ich habe ein Stück vom Himmel gesehen.
01:16:03Ich gehe nicht mehr zurück in die Molkerei.
01:16:06Ich suche mir jetzt in München eine neue Arbeit
01:16:09und du wärst endlich ein bisschen selbstständig.
01:16:14Irgendwie kein schönes Gefallen.
01:16:16Du machst das schon.
01:16:26Fertig, Bobi. Servus.
01:16:40Frau Strohmeier, Sie können doch nicht einfach weggehen.
01:16:45Wir brauchen Sie doch, um die Molkerei zu retten.
01:16:50Wenn Sie von Bord gehen, dann gehe ich auch.
01:16:54So ein Schmarrn.
01:16:57Was reden Sie denn da?
01:17:02Wie soll ich denn die Kirche ohne Sie vollkriegen?
01:17:04Ich bin doch so gut wie entlassen, oder?
01:17:06Wer hat Ihnen denn den Tünkram eingetüttelt?
01:17:17Wir rühmen dich, wir danken dir,
01:17:22was du für uns getan hast.
01:17:34Du allein der Heilige, du allein der Herr,
01:17:44du allein der Höchste,
01:17:48Ihr seid nur und eh.
01:17:58Ein Bauer trieb ein Pferd und einen Esel.
01:18:01Beide waren gleichmäßig beladen zum Mart.
01:18:05Irgendwann konnte der Esel nicht mehr
01:18:07und bat das Pferd aus der Puste,
01:18:09Ey Pferd, du bist doch viel größer und stärker als ich.
01:18:13Kannst du mir nicht ein bisschen abnehmen?
01:18:14Das Pferd aber schüttelte nur abweisend den Kopf.
01:18:17Keuchend schleppte sich der Esel weiter
01:18:19und brach schließlich vor Erschöpfung Ton zusammen.
01:18:24Jetzt blieb dem Bauern gar nichts mehr anderes übrig,
01:18:26als dem Pferd die ganze Last aufzubürden.
01:18:29Er zog sogar dem Esel noch das Fell ab
01:18:32und lud es dem Pferd obendrauf.
01:18:35Hilf zeitig, wo du helfen kannst.
01:18:40Hilf dem Nachbar löschen,
01:18:42bevor das Feuer auch dein Dach ergreift.
01:18:47Die Frauen aus Fischbach haben in dem christlichen Sinne gehandelt,
01:18:53wie es auch in dem Brief an die Galater im Neuen Testament heißt.
01:18:58Einer trage des anderen Last.
01:19:02So werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
01:19:35Willst du Gott, Frau Spickmüller?
01:19:36Was gibt's denn alles auf der Welt?
01:19:38Ist wieder so ein Problembär aus Tirol rüber marschiert.
01:19:42Ehe, das wird den Ministerpräsidenten überhaupt nicht freuen.
01:19:46Und das ist eins von den neuen moralischen Joghurts aus Fischbach.
01:19:52Heidelbeeren, Molkerer, Schüssler, das vierte Gebot,
01:19:56du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
01:19:59Was denken Sie?
01:20:01Eine gute Idee.
01:20:02Meinen Sie nicht, dass wir in der Umgebung ein bisschen unseriös erscheinen?
01:20:07Herr Kardinal, vorhin hat gerade meine Schwester angerufen aus Garmisch.
01:20:12Da haben alle Schulen das Zehn-Gebote-Joghurt eingeführt.
01:20:16Na wirklich?
01:20:18So kommt unser Glauben in aller Munde.
01:20:20Und was wollen wir mehr?
01:20:22Na, der schmeckt nicht schlecht.
01:20:24Aber wo ist unser Gebot?
01:20:26Auslöffeln.
01:20:27Auslöffeln steht dann unten auf dem Boden.
01:20:36Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
01:20:39Aber wenn ich länger drüber nachdenke,
01:20:42rufen Sie mir doch den Domkapitular Stolzer an.
01:20:46Er soll schnell rüberkommen.
01:20:48Wie nimmst du?
01:20:49Kommens, setzen Sie sich.
01:20:58Sie sind doch für den neuen Pfarrer in Fischbach verantwortlich.
01:21:02Na ja, verantwortlich kann man jetzt nicht gerade sagen.
01:21:05Ich habe ihn halt wegen der Vakanz...
01:21:07Auf Ihr Betreiben hin hat er doch die Stelle erst bekommen, he?
01:21:10Ja, als Vertretung erst mal.
01:21:11Aber ich hatte ja keine Ahnung.
01:21:13Herr Stolzer.
01:21:17So ein Talent lassen wir nicht mehr ziehen in den kalten Norden.
01:21:21Und ich mache Sie persönlich dafür verantwortlich sonst.
01:21:27Wissen Sie was?
01:21:28Ich muss doch am Sonntag nach Bad Ochsenring wegen meinem Rücken.
01:21:31Da fahren wir einfach zusammen in Fischbach vorbei.
01:21:34Bye.
01:21:35Bye.
01:21:50Bye.
01:21:535.
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