- vor 4 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00Ich möchte, dass eins zwischen uns klar ist.
00:02Das war das letzte Mal, dass ich Sie in diesem Haus gesehen habe.
00:04Da habe ich ja wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden.
00:06Das ist mein Haus und ich bestimme, wer hier ein- und ausgeht.
00:09Ach so. Na, wenn das so ist, dann gehe ich auch.
00:12Bissi, du bist nicht gemeint.
00:13Wenn er gehen soll, dann gehe ich mit.
00:16Wir können eigentlich auch bei dir schlafen, oder?
00:18Lass uns gehen.
00:18Genau, lass uns gehen.
00:22Was ist denn bloß in Lissi gefahren?
00:25Dieser Dellbrück ist ein widerwärtiger Mensch.
00:27Wie kann er sich nur mit so einem einlassen?
00:33Wer glaubst, du ist dafür verantwortlich, dass Luisa und du geheiratet haben?
00:40Deine Mutter hat Luisa erpresst.
00:42Dachte ich wenigstens.
00:45Jetzt sei nicht, dass du...
00:48Du hast die ganze Zeit hinter dieser dreckigen Erpressung gesteckt.
00:58Hey, what you looking for?
01:03No one has the answer.
01:07They just want more.
01:11Hey, who's gonna make it right?
01:17This could be the first day of my life.
01:28Du steckst hinter der Erpressung.
01:30Sag mir, dass das nicht wahr ist, Noah.
01:32Aber Henning, ist das denn noch wichtig?
01:35Du hast Luisa gezwungen, ihre Liebe zu Simon zu leugnen und mich zu heiraten.
01:39Nein, genau genommen wusste ich nur von der Erpressung.
01:41Durchgeführt hat sie meine Mutter.
01:43Wirklich.
01:44Du musst mir glauben.
01:45Weil welche Mittel hätte ich denn, Luisa zu erpressen?
01:47Simon wurde die Hand gebrochen.
01:49Damit habe ich nichts zu tun.
01:51Du hast Annabelle angestiftet, Luisa zu erpressen.
01:54Warum sollte meine Mutter für mich so etwas tun?
01:56Du kennst sie doch.
01:57Ja, und du bist der einzige Mensch, an dem mir was liegt.
02:00Annabelle hasst Luisa.
02:02Und auch Simon.
02:03Sie ist ganz von alleine.
02:04Annabelle kann deine Schwester nicht leiden, das stimmt.
02:06Aber was hätte sie davon, Simon und Luisa zu trennen?
02:09Was weiß ich denn?
02:10Vielleicht hat sie Spaß daran gehabt und...
02:12Schluss jetzt!
02:14Du sagst mir endlich die Wahrheit!
02:17Ansonsten wird Luisa alles von mir erfahren.
02:24Ich muss jetzt weitermachen.
02:26Und ich muss den Workshop vorbereiten.
02:27Dann sehen wir uns heute Abend zu Hause.
02:32Du machst dir immer noch Gedanken wegen Nora.
02:35Jetzt mal ehrlich, das ist doch schon merkwürdig.
02:37Dass ausgerechnet jetzt dieser Auftrag reinschneit und Nora so eilig damit hat.
02:41Nora kann ausnahmsweise nichts dafür.
02:43Sie hat die schlechten Nachrichten überbracht.
02:45Die Einkäufer haben ihr Quartalstreffen vorgezogen.
02:47Deshalb muss die Produktmappe eine Woche früher als geplant abgegeben werden.
02:51Trotzdem ist es schade.
02:52Ich hatte mich schon darauf gefreut, mal wieder eine Nacht mit dir in unserem Hotel zu verbringen.
02:56Ich mich auch.
02:58Hört trotzdem auf, dich zu ärgern.
02:59Du brauchst die Kraft und Energie für den Workshop.
03:02Schließlich ist das euer Pilotprojekt und soll den Interessenverband Deutscher Heimkinder davon überzeugen,
03:07dass die Harald-Becker-Stiftung sinnvolle Förderungsmöglichkeiten für kreativ begabte Heimkinder anbietet.
03:12Das wird schon klappen.
03:14Ich muss mich wirklich ranhalten.
03:16Das Hotel stand die ganze Zeit leer.
03:17Wir müssen das alles vorbereiten.
03:19Übermorgen kommen schon die Kinder.
03:21Ich hätte deine Hilfe schon gut brauchen können.
03:23Henning unterstützt dich bestimmt genauso gut.
03:26Hey, ich habe kein Problem, dass du mit Henning fährst.
03:28Wirklich nicht.
03:30Das brauchst du auch nicht.
03:31Obwohl ich ihn natürlich umbringen könnte bei dem Gedanken, dass er mit dir in unserem Hotel ist und nicht ich.
03:41Eventuell könnte ich ja nachkommen.
03:43Ich meine, wenn ich Maike überreden kann, mit mir die Arbeit zu teilen.
03:46Geht das?
03:47Ja, ich muss es nur mit dir absprechen.
03:49Na dann.
03:49Dann gehe ich jetzt los mit Maike sprechen.
04:01Richard von beiden und du, ihr habt also nur so getanes, wenn ihr zerstritten wärt.
04:05Du hast uns die ganze Zeit angelogen.
04:07Elsa, bitte verstehe doch, wir hatten keine andere Wahl.
04:10Ach nein?
04:11Wie wäre es denn zum Beispiel damit, wir können alle belügen, außer meine zwei engen Freunde?
04:15Das habe ich überlegt, aber...
04:17Ah, verstehe.
04:18Konrad und ich, wir können natürlich nicht so richtig dicht halten.
04:20Nein, jetzt hör doch mal zu.
04:22Wir dachten einfach, je mehr Leute von diesem Plan erfahren, desto schwieriger wird es, ihn geheim zu halten.
04:29Annabelle weiß, dass ich sie für die Auftraggeberin von Helenas Mord halte.
04:32Und nur wenn sie glaubt, dass Richard und ich zerstritten sind, kann er ihr eine Annäherung vorspielen.
04:39Und je länger sie im Gutshaus ist, desto eher besteht die Chance, dass sie sich irgendwann verrät oder von selbst
04:44gesteht.
04:45Du glaubst, das funktioniert?
04:46Es muss einfach.
04:49Für Richard war es natürlich besonders schwer.
04:52Für dich war es ja sicher auch nicht leicht, mit niemandem offen reden zu können, außer mit Richard.
04:57Konrad und ich, wir würden nie irgendjemand auch nur ein Sterbenswörtchen verraten.
05:01Wir werden dich auf jeden Fall unterstützen, so gut wir können.
05:04Schließlich wollen wir ja auch nicht, dass Annabelle Grafenberg ohne Strafe davonkommt.
05:09Ich danke euch.
05:11Bitte, glaub mir doch, ich habe mit der Erpressung nichts zu tun.
05:15Annabelle konnte meinen Liebeskummer nicht mit ansehen und hat mir Hilfe angeboten.
05:18Eine schöne Hilfe, deine Schwester zu erpressen.
05:23Ich habe darüber gar nicht nachgedacht, verstehst du?
05:26Ich war zutiefst unglücklich.
05:27Alles, was ich wollte, war Simon.
05:29Deshalb schickst du ihn in den Knast.
05:31Den Mann, den du angeblich so sehr liebst.
05:33Das war meine Mutter.
05:34Ich wollte das nicht.
05:35Niemals.
05:36Du hast dein Leben riskiert.
05:38Nein, ich...
05:39Ja, und was ist mit dir?
05:41Dir warst du auch nicht Unrecht, Luisa zu heiraten.
05:43Was soll das werden?
05:45Willst du mir etwas Schuld zuschieben?
05:46Nee, natürlich...
05:47Oh, bitte.
05:48Lass uns doch diesen elenden Streit bellen.
05:51Im Grunde wollen wir beide doch dasselbe.
05:53Du willst eine neue Chance bei Luisa und ich bei Simon.
05:56Wir sind nur noch einen winzigen Schritt davon entfernt.
05:59Guck mal.
06:00Ich habe dafür gesorgt, dass Simon nicht zum Workshop mitfahren kann.
06:04Du bist morgen ganz allein mit Luisa im Hotel.
06:07Alles, was du tun musst, ist ihr dieses Schlafmittel geben.
06:10Und wenn Simon danach kommt, wenn ihr euch zusammensieht, im Bett, nackt...
06:15Hör auf.
06:17Du ekelst mich an.
06:19Bleib jetzt hier!
06:20Was ist denn jetzt mit unserem Plan?
06:33Irgendwann musste ja sowas passieren.
06:35Ich kann nur hoffen, dass Herr Landmann und Elsa sich nicht aus Versehen verplaudern.
06:40Nein, das glaube ich nicht.
06:41Die beiden wissen doch, was auf dem Spiel steht.
06:44Sie haben sogar gesagt, dass sie uns helfen wollen.
06:46Danke.
06:47Wir müssen Annabelle überführen, bevor noch andere Leute misstrauisch werden.
06:51Und bevor meine Tochter diesen Mörder endgültig verfällt.
06:55Du wolltest ja in Delbrück doch eine Versöhnung vorspielen.
06:57Was ist denn daraus geworden?
06:59Ja, leider wurde unser gemeinsamer Restaurantbesuch zu einem Desaster.
07:03Lissi hat mich relativ schnell durchschaut.
07:06Du bist einfach zu ehrlich, um auf Dauer überzeugend lügen zu können.
07:11Jedenfalls glaubt sie mir nicht mehr, dass ich Delbrück auch nur noch dulden würde.
07:15Und sie nimmt es mir übel.
07:17Wir müssen den Druck auf Annabelle erhöhen.
07:19Wenn sie einknickt, dann fällt Delbrück mit ihr.
07:22Ja.
07:23Ich setze ziemlich große Hoffnung auf diesen Pfarrer.
07:28Ich meine, Annabelle war ja schon fast so weit, sich ihm anzuvertrauen.
07:31Du hast ihn für heute Nachmittag eingeladen?
07:33Ja, zu einem Besuch am Kutshaus.
07:35Wo geistlicher Beistand auch bitter vonnöten ist.
07:38Ich kann nur hoffen, dass Annabelle diese Chance nutzt.
07:42Und hoffentlich schaffst du es, die Beichte aufzuzeichnen.
07:45Das Aufnahmegerät ist jedenfalls noch installiert.
07:49Es wird funktionieren.
07:52Es muss einfach.
07:55Ansonsten weiß ich auch nicht mehr, was wir machen können.
08:13Ja, bitte?
08:15Herr Reitenbach?
08:18Ist etwas passiert?
08:23Sie haben Luisa also gezwungen, mich zu heiraten?
08:28Was? Wie kommen Sie denn auf diese Idee?
08:31Die Heuchelei können Sie sich sparen.
08:33Ich weiß es von Nora.
08:36Also?
08:40Es ging mir damals nicht so gut.
08:42Sie erinnern sich?
08:44Der Einbruch in der Manufaktur, bei dem ich verletzt wurde.
08:47Kurz darauf der Schlaganfall.
08:49Und das rechtfertigt, das Leben anderer zu zerstören.
08:51Nein, natürlich nicht.
08:53Heute weiß ich, dass das ein Fehler war.
08:55Und das...
08:55Ich möchte nur wissen, warum?
08:57Warum haben Sie Luisa das angetan?
09:02Nora.
09:03Sie hat mich bedrängt.
09:09Die Erpressung war also Noras Idee?
09:13Ich hätte mich niemals darauf einlassen dürfen.
09:16Aber Nora ist meine Tochter.
09:17Sie ist labil.
09:18Und damals glaubte ich...
09:19Danke.
09:21Danke.
09:23Mehr wollte ich gar nicht wissen.
09:24Erreich mich.
09:25So wagen Sie doch.
09:26Es tut mir leid.
09:37Hast du Henning gesehen?
09:38Nein.
09:40Und wenn du mich jetzt entschuldigst,
09:41ich bin ziemlich knapp dran.
09:42Dank deiner Intervention.
09:46Muss ich das jetzt verstehen?
09:48Eigentlich sollte mir Simon bei der Vorbereitung helfen.
09:50Aber dazu hat er jetzt ja keine Zeit mehr.
09:52Ja, und was habe ich damit zu tun?
09:54Es ist doch schon merkwürdig.
09:55Genau in dem Moment,
09:57in dem Simon und ich zusammenarbeiten könnten,
09:59ziehst du diesen Auftrag aus der Tasche.
10:01Oh Gott, was du dir wieder für einen Schwachsinn zusammenrattest.
10:03Das tut nicht so.
10:04Du hast oft genug dafür gesorgt,
10:05dass Simon und ich nicht zusammen sein können.
10:06Als ich noch in ihn verliebt war.
10:08Vielleicht.
10:09Aber jetzt habe ich Henning.
10:10Und ehrlich gesagt,
10:11wäre es mir sogar lieber,
10:12wenn Simon mitkäme.
10:14Wer weiß, auf welche Ideen du kommst,
10:15wenn du mit Henning allein bist.
10:18Ja.
10:19Ja.
10:39Bitte schön.
10:40Danke.
10:41Danke, Katharina.
10:44Ja, vielen Dank, Herr Pfarrer,
10:45dass Sie sich Zeit für uns nehmen.
10:47Ich bitte Sie.
10:48Gibt es eine angenehmere Art,
10:50seine Gemeinde kennenzulernen?
10:52Ja, ich muss gestehen,
10:54ich bin kein sonderlich religiöser Mensch.
10:56Ich gehe nicht so oft in die Kirche.
10:58Wir sind keine Buchhalter,
11:00die ihre Aufmerksamkeit
11:01nach der Zahl der Kirchenbesuche verteilen.
11:03Was mein Mann,
11:05was Herr von Weiden sagen will,
11:09er hat noch nie so dringend Trost gebraucht.
11:12Deshalb bin ich ja hier.
11:14Ja.
11:16Es fällt mir immer noch schwer,
11:17über meine Frau zu reden.
11:20Ihr Unfalltot an unserem Hochzeitstag,
11:22das war der größte Schock,
11:24das größte Unglück in meinem Leben.
11:28So dachte ich zumindest,
11:30bis ich herausstellte,
11:32dass dieser Unfall gar kein Unfall war,
11:34sondern ein Attentat,
11:34ein Mord.
11:37Das macht es für mich natürlich noch sinnloser.
11:39Bitte, Richard,
11:40wir können auch über etwas anderes reden.
11:47Ich vermisse Helena so sehr.
11:53Entschuldigen Sie mich,
11:54einen Augenblick, entschuldigen Sie mich.
11:55Aber natürlich keine Ursache,
11:56Herr von Weiden.
12:04Geht es Ihnen nicht gut,
12:05Frau Grafenberg?
12:06Doch, doch,
12:07es geht schon.
12:09Der Tod von Frau Bernstein
12:11macht auch Ihnen sehr zu schaffen.
12:13Das habe ich schon bemerkt,
12:14als wir uns neulich auf dem Friedhof getroffen haben.
12:17Ja, das stimmt.
12:23Sieht so aus,
12:24als könnte es klappen.
12:27Ja, bis später.
12:31Ich bin auch für Sie da,
12:33weil Sie reden wollen.
12:39Ja, das...
12:40das würde ich sehr gern.
12:43Könnten wir uns nach Ihrem Gespräch
12:45mit Herrn von Weiden
12:46in meinem Zimmer treffe?
12:49Aber gern.
13:08Ich bin nicht zu sprechen.
13:11Nein, für niemanden.
13:13Ich bin nicht da.
13:18Du liebst sie doch, oder?
13:20Dann zeig ich es ihr auch.
13:22Simon wird noch eine ganze Weile
13:23im Gefängnis sitzen.
13:24Ich bin nicht darauf aus,
13:25irgendeine Situation auszunutzen.
13:26Dann schierst du dein Glück
13:27aber selbst im Weg.
13:29Jenny, sei doch nicht so dumm.
13:31Das ist deine Chance.
13:32Du hast doch selbst gesagt,
13:33dass ich dir immer noch viel bedeute.
13:35Und mir geht es genauso.
13:38Henning, musst du mich heiraten?
13:40Wieso erzählt Noah mir,
13:41dass du heimlich mit Simon zusammen bist?
13:43Nora hat die Wahrheit gesagt.
13:53Und das soll das Ende
13:54unserer Beziehung gewesen sein?
13:57Und?
13:58Wissen Sie?
14:00Noch nichts.
14:00Normalerweise spreche ich nicht
14:01über meine Gefühle.
14:02Was ist denn überhaupt geschafft,
14:03dass die beiden sich
14:04so schnell zurückziehen?
14:05Fällt mir schwer.
14:05Riechser wollte doch auch
14:06mit ihr sprechen.
14:07Ich habe eine kleine
14:08emotionale Schwäche vorgetauscht.
14:10Aber möglicherweise erleichtert
14:11das Reden Sie.
14:12Aber ich möchte Sie
14:13zu nichts drängen.
14:14Ich mache mir Sorgen um Richard.
14:17Und ich mache mir Vorwürfe.
14:20Vorwürfe?
14:22Ich habe Schuld auf mich geladen.
14:25Ich habe Richard
14:26sehr unglücklich gemacht.
14:29In vieler Hinsicht.
14:31In vieler Hinsicht.
14:35Vielleicht sollten wir jetzt
14:36zuerst dem Punkt zuwenden,
14:39über den Sie am leichtesten
14:40reden können.
14:43Ja.
14:45Nun, ähm...
14:49Es geht um Lissy,
14:52Richards Tochter.
14:53Sie hat sich mit dem falschen Mann
14:56zusammengetan.
14:58Nicht nur Gottes Wege
15:00sind unergründlich,
15:01sondern auch die Wege der Liebe.
15:03Ja, im Prinzip gebe ich Ihnen recht,
15:07aber...
15:08ähm...
15:09nicht in diesem Fall.
15:13Dieser Mann liebte Lissy nicht.
15:15Er handelt aus reinem Eigennutz.
15:17Sie kennen den Mann also?
15:20Ne, leider.
15:22Er...
15:23Er ist skrupellos,
15:25geldgierig
15:26und eiskalt.
15:29Ach.
15:30Und warum glauben Sie,
15:31dass gerade Sie
15:32eine besondere Verantwortung
15:34dabei haben?
15:35Nun, ähm...
15:38Durch mich
15:39ist er mit der Familie
15:40in Kontakt gekommen
15:41und
15:42auf Lissy und
15:44ihre Abschaft
15:46aufmerksam geworden.
15:47Aha.
15:49Warum haben Sie ihn denn
15:50in die Familie eingeführt,
15:52trotz Ihrer schlechten Meinung
15:53von ihm?
15:57Nun, äh...
15:58Darüber will ich...
16:01Nein, darüber kann ich nicht reden.
16:04Ja, aber warum denn nicht?
16:05Es wird niemals gestehen.
16:07Ich, äh...
16:08Dieser Frau siegt immer
16:09die Berechnung über das Gewissen.
16:10Pst, warte mal.
16:11Ich glaube...
16:12...über meine persönlichen
16:13Probleme zu sprechen.
16:16Aber...
16:16Trotzdem vielen Dank, Herr Pfarrer.
16:19Hören Sie,
16:20ein Gespräch wie dieses
16:21ist so etwas wie eine Beichte.
16:24Egal, was Sie mir erzählen,
16:25es bleibt unter uns.
16:27Vielleicht
16:28nicht ganz so unter uns.
16:31Aber kein anderer Sterblicher
16:32wird dir an Bord davon erfahren.
16:34Wenn Sie also
16:35das Gespräch fortsetzen...
16:37Nein, nein.
16:38Danke, aber...
16:39Das wird nicht nötig sein.
16:44Nichts.
16:45Nicht das Geringste.
16:48Na ja, immerhin hat Annabelle bewiesen,
16:50dass sie doch so etwas
16:51wie ein Gewissen besitzt.
16:52Ja, und?
16:54Solange sie nicht gesteht,
16:55kommen wir keinen Schritt weiter.
16:56Sie war kurz davor.
17:00Kurz davor.
17:01Sie war kurz davor, also gut.
17:04Obwohl ich nur noch
17:05geringe Hoffnung habe,
17:06werde ich dafür sorgen,
17:07dass sie...
17:08...mit dem Pfarrer
17:09in Kontakt bleibt.
17:11Gut.
17:13Früher oder später
17:14wird sie einknicken.
17:16Verlass dich drauf.
17:18Hoffentlich.
17:31Ach, Lissi.
17:33Jetzt entspann dich doch mal.
17:34Ich kann mich nicht entspannen.
17:36Ich weiß gar nicht,
17:36wie du so ruhig bleiben kannst.
17:38Mein Vater benimmt sich unmöglich.
17:41Wieso will ich da
17:42zu so einem Versöhnungsessen ein,
17:43wenn er es überhaupt
17:43nicht ernst meint?
17:46Vielleicht ist es schwierig für ihn,
17:48wenn seine schönste
17:49und liebste Tochter
17:50mit einem Mann zusammen ist,
17:51der fast doppelt so alt ist
17:52wie sie selbst.
17:53Aber er gibt dir ja noch nicht
17:54mal eine Chance.
17:55Er will dich gar nicht kennenlernen.
17:57Vielleicht braucht er einfach
17:58nur ein bisschen Zeit.
17:59Komm.
18:06Weißt du,
18:06ich möchte doch mit dir zusammen sein
18:08und nicht mit ihm.
18:10Ich finde es trotzdem schrecklich,
18:12dass er dich ablehnt.
18:14Ich hoffe,
18:15dass wenigstens Maika und Sebastian
18:16nicht so blöd reagieren.
18:18mit Sicherheit nicht.
18:20Weißt du,
18:21Väter sind ja ihren Töchtern
18:22gegenüber ganz oft überbehütend.
18:25Wie weißt du,
18:26wenn wir uns heute Abend
18:27mit den beiden treffen?
18:29Gute Idee.
18:32Andererseits.
18:34Meine Freizeit ist knapp,
18:36das weißt du.
18:37Und ich verbringe meine Zeit
18:38doch lieber mit dir alleine.
18:40Das können wir doch immer noch.
18:50Annabelle Grafenberg hier.
18:52Ja, ja, ich dachte,
18:53Sie wollten sich nicht mehr melden.
18:55Ich muss Sie sprechen.
18:56Was gibt's denn so Drängendes?
18:58Das sage ich Ihnen dann persönlich.
18:59Wir treffen uns in einer Stunde
19:01im Park an der gewohnten Stelle.
19:02Ja, okay.
19:06Ärger?
19:07Nein, nein.
19:08Nichts Schlimmes.
19:09Nur was Dienstliches.
19:11Ich muss noch mal kurz weg.
19:12Und wird das nichts mit heute Abend?
19:13Doch, doch.
19:15Es dauert nicht lange
19:16und dann treffen wir uns
19:16mit deinen Freunden, ja?
19:20Ich späte.
19:45Es bleibt merkwürdig.
19:47Ich will Simon in den ersten Workshop
19:49für die Stiftung einbeziehen,
19:50da behäuft Nora einen mit Aufträgen.
19:52Will sie meine Arbeit boykottieren
19:53oder will sie verhindern,
19:54dass Simon Zeit mit mir verbringt?
19:57Selbst wenn.
19:58Es gelingt ihr sowieso nicht.
20:00Simon und ich haben den ganzen Abend
20:02noch für uns.
20:03Und die Nacht natürlich auch.
20:06Ich würde sagen, das war's.
20:08Und ich dachte schon,
20:09wir werden heute nicht mehr fertig.
20:11Danke, dass du mir geholfen hast.
20:13Ich hätte es sonst niemals
20:14an einem Tag geschafft.
20:15Ich hab zu danken.
20:17Ich hab sehr viel gelernt.
20:18Und?
20:19Was machst du heute Abend?
20:20Ach, Lissi wollte uns irgendwie
20:22ihren neuen Freund vorführen.
20:23Aha.
20:25Und du?
20:25Triffst du dich mit Luisa?
20:26Ja, wir wollten.
20:28Hallo, Nora.
20:29Seid ihr schon fertig?
20:30Ja, morgen früh
20:31liegt alles auf deinem Tisch.
20:32Ist das die Mappe?
20:33Mhm.
20:37Schön.
20:39Habt ihr auch daran gedacht,
20:40die wichtigsten älteren Serien
20:42mit aufzunehmen?
20:43Oder von Wanny die Rede?
20:45Ja, das Wasserlilien-Design zum Beispiel.
20:47Das gehört absolut in die Präsentation.
20:51Hier und das hier,
20:52das geht gar nicht.
20:54Aber das ist aus unserer aktuellen Fertigung.
20:56Ja, das mag ja sein,
20:57aber wenn man es so derart
20:58Hausbacken präsentiert wie hier,
20:59das interessiert keinen Menschen.
21:00Nora, diese Präsentation hat bis jetzt
21:02schon ziemlich viele Kunden überzeugt.
21:04Bis jetzt vielleicht?
21:05Wenn wir das neu machen müssen,
21:06sitzen wir alleine da
21:07eine halbe Nacht.
21:08Es tut mir leid.
21:09Ich muss alles bis spätestens
21:10übermorgen komplett haben.
21:13Beim Einkäufertreffen
21:14sind diesmal Manufaktoren
21:15aus aller Welt vertreten.
21:16Da können wir uns
21:16keine halben Sachen erlauben.
21:22So ein Mist.
21:26Naja, wenn wir jetzt
21:27sowieso länger arbeiten müssen,
21:28dann können wir auch gleich
21:30die ganze Nacht durcharbeiten.
21:31Und dann werden wir vielleicht
21:33doch noch rechtzeitig fertig
21:34und dann kannst du mit Luisa
21:35morgen früh mitfahren.
21:36Danke, Meike.
21:38Denkst du, dass es zu schaffen?
21:39Ja.
21:41Und die Idee.
21:49Hallo.
21:50Hallo, Luisa.
21:52Ich warte schon auf dich.
21:53Wo bleibst du denn?
21:56Ich, ähm...
21:57Nora hat uns mit einem
21:58Riesenhaufen Zusatzmaterial
21:59eingedeckt.
22:00Natürlich alles bis gestern
22:01zu erledigen.
22:03Ja, und wann kommst du jetzt?
22:06Wir versuchen alles
22:07in einer konzentrierten Nacht
22:08zu stimmen.
22:09Wollt ihr nicht lieber
22:10morgen früh weitermachen?
22:11Dann hätten wir heute Nacht
22:12noch ein paar Stunden für uns.
22:14Dann könnte ich aber nicht
22:15mit zu deinem Workshop kommen.
22:17Und wenn du die Nacht
22:18durcharbeitest,
22:19dann könntest du das?
22:20Eventuell.
22:21Wir versuchen es.
22:25Also gut,
22:26das lohnt sich doch mal,
22:27auf einen gemeinsamen
22:28Abend zu verzichten.
22:30Ich liebe dich.
22:32Ich dich auch.
22:39Tja,
22:41dann freue ich mich also
22:42auf einen netten Abend
22:42mit mir allein.
22:57Ich kenne auch kein Patentrezept
22:59gegen Trauer.
23:00Ich denke,
23:01wir müssen akzeptieren,
23:02dass Schmerz und Verlust
23:04Teile unseres Lebens sind.
23:07Frau Grafenberg hat.
23:08Vielen Dank, Herr Pfarrer.
23:09Ihre Worte sind wirklich
23:10sehr tröstlich für mich.
23:12Ich hätte noch eine Bitte
23:13meiner Ex-Frau betreffend.
23:15Wissen Sie,
23:16ich habe mich sehr gefreut,
23:17dass Annabelle
23:18zu Ihnen Vertrauen gefasst hat.
23:20Und bestimmt wäre
23:21ein weiteres Gespräch
23:22sehr gut für Sie.
23:23Guten Tag.
23:24Guten Tag.
23:25Das hatte ich Frau Grafenberg
23:26angeboten,
23:27aber ich glaube nicht,
23:28dass sie darauf
23:28zurückkommen wird.
23:31Vielleicht melden Sie sich bei ihr?
23:33Das ist nicht meine Art,
23:35ihr meine
23:36seelsorgerischen Dienste
23:37aufzudrängen.
23:38Gut,
23:39verstehen Sie mich nicht falsch,
23:40aber haben Sie nicht bemerkt,
23:41unter welchem Druck
23:42meine Ex-Frau stand?
23:43Mir sagt sie nichts mehr.
23:45Immerhin habe ich
23:45eine andere Frau geheiratet
23:47und ich trauere jetzt um sie.
23:49Ja,
23:50ich hatte auch den Eindruck,
23:51dass Frau Grafenberg
23:51Sorgen hat.
23:53Allerdings hat sie mir
23:54auch zu verstehen gegeben,
23:55dass sie
23:57nicht darüber sprechen möchte
23:58und das,
23:59das muss ich akzeptieren.
24:01Ja,
24:01nur wissen Sie,
24:02ich habe einfach Angst,
24:03dass Annabelle
24:03an ihrem Kummer zerbricht.
24:05Sie sitzt immer noch
24:06im Rollstuhl,
24:07obwohl die Ärzte
24:08anfänglich
24:09eine sehr optimistische
24:10Prognose gestellt haben.
24:11Ach,
24:12Sie glauben,
24:12die Heilung stagniert
24:13aufgrund der
24:14psychischen Belastung?
24:15Ja,
24:16sicher,
24:16das ist doch fatal.
24:18Also zusätzlich
24:18zu den Sorgen,
24:19die meine Ex-Frau
24:20jetzt schon quälen,
24:21leidet sie noch darunter,
24:22dass sie immer noch
24:22an den Rollstuhl gefesselt ist.
24:24Hochwürden,
24:24ich,
24:27Sie können sie jetzt
24:28nicht allein lassen.
24:29Nehmen Sie sich ihre an,
24:30ich bitte Sie von Herzen.
24:33Na gut,
24:34also ich werde,
24:34ich werde noch mal
24:36Kontakt aufnehmen
24:36zu Frau Grafenberge.
24:38Sie dürfen nur
24:39keine Wunder erwarten,
24:40also die zu vollbringen,
24:41liegt nichts in meiner Macht,
24:43leider.
24:44Oder,
24:45Gott sei Dank.
24:50Danke.
25:04Na,
25:04was gibt's denn so Dringendes,
25:06dass Sie mich unbedingt
25:07freiwillig sehen möchten?
25:09Lassen Sie Ihre Finger
25:10von Lissi.
25:11Mhm.
25:12Wer verlangt das denn?
25:14Etwa die Frau,
25:15die Lissis zweite Mutter
25:16ermorden ließ?
25:17Ich weiß,
25:18ich habe Fehler gemacht.
25:19Aber jetzt geht es mir
25:20um Lissis Wohl.
25:21Lassen Sie das Mädchen
25:22in Ruhe.
25:23Das Mädchen ist erwachsen,
25:24es kann alleine entscheiden.
25:26Außerdem ist sie
25:27jetzt zu mir gekommen.
25:28Dann schicken Sie sie weg.
25:29Ja, warum sollte ich denn?
25:31Sie liebt mich.
25:33Außerdem muss ich auch
25:34ein bisschen an mich
25:34selber denken,
25:35Sie sind mir als
25:35Einkommensquelle
25:37abhandengekommen.
25:37Oder haben Sie vielleicht
25:38einen neuen Auftrag für mich?
25:39Irgendeinen Wort.
25:39Wie soll's denn diesmal sein?
25:41Ich mach übrigens auch
25:41Sterbehilfe.
25:43Überspannen Sie den Bogen nicht.
25:44Ja, was ist denn dann?
25:45Ich habe Sie noch nie
25:46um etwas gebeten,
25:47aber jetzt tue ich es.
25:48Verschwinden Sie von hier.
25:49Bitte!
25:51Warum soll ich denn?
25:54Obwohl.
25:56Mhm.
25:56Eine Reise.
25:57Ist eine gute Idee.
25:59Was haben Sie vor?
26:00Danke für den Tipp.
26:01Super.
26:02Delbrück!
26:04Delbrück!
26:05Delbrück!
26:14Delbrück!
26:34Hier.
26:36Danke.
26:37Bitte.
26:39Wer könnte mal anrufen?
26:41Langsam.
26:42Warum soll es dir besser gehen
26:43als mir?
26:44Du weißt wenigstens,
26:45wo Maike steckt. Das hilft mir doch wahnsinnig.
26:47Ausgerechnet, wenn ich mal einen Abend frei habe,
26:48muss ich eine Nachtschicht schieben.
26:51Machst du viele Überstunden?
26:52Tja, der ganze
26:54Quereidienst hängt gerade an mir.
26:56Es tut mir leid, Sebastian.
26:58Aber mir geht gerade alles trotternd rüber.
27:02Es wird
27:02wieder anders versprochen.
27:04Hast du immer noch Ärger zu Hause?
27:06Und wie. Außerdem
27:08versuche ich so viel Zeit wie möglich mit Jan zu verbringen.
27:11Lässt er dich eigentlich auch
27:12zu lange warten? Na ja, bei seinem
27:14Job kommt das mal vor.
27:16Selten. Er ist ein toller Mann.
27:19Wenn du meinst,
27:21findest du nicht, er ist ein bisschen
27:23jung für dich? Ey, wenn du anfängst
27:24wie mein Vater, dann hau ich sofort ab. Nee, nee, ich bin auf deiner Seite.
27:26Wenn du meinst, dass der Kommissar das Richtige ist.
27:28Jan!
27:31Da bist du ja endlich.
27:32Ja, ich hab doch gesagt, ich hab was Dienstliches
27:35zu tun. Warum hast du nicht angerufen?
27:36Es ging nicht anders und ich hab mir
27:38noch eine Kleinigkeit ausgedacht für dich, um mich
27:40zu entschuldigen. Was denn?
27:42Sag ich nicht, Überraschung.
27:43Oh. Hi. Wie geht's?
27:46Guten Abend.
27:47Äh, lass uns nach Hause gehen, ja?
27:49Und was ist denn mit Sebastian?
27:51Entschuldigung, ich bin wirklich totmüde.
27:54Ich mag dir noch die kleine Überraschung geben.
27:56Schon okay, geht ruhig.
27:58Ich gewähre mich langsam dran, versetzt zu werden.
28:00Tut mir leid.
28:02Grüß Michael schön, ja?
28:03Ja. Ciao.
28:04Was hast du denn für mich?
28:07Ja.
28:17Wo warst du?
28:23Komm schon, Henning.
28:27Morgen landen wir unseren finalen Coup.
28:30Und dann sind Luise und Simon die längste Zeit zusammen gewesen.
28:36Hey.
28:40Du willst sie doch noch haben, oder?
28:42Lass das.
28:45Bist du jetzt immer noch sauer wegen dieser läppischen, uralten Fehler?
28:50Ich bin raus aus dem Spiel.
28:53Weil ich mich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen kann, wenn ich weitermache.
28:56Warum gibst du jetzt auf, so kurz vorm Ziel?
28:59Ist es nicht vollkommen egal, wer hier wen erpresst hat?
29:02Mir nicht.
29:03Ich mache keine gemeinsame Sache mit jemandem, der so skrupellos ist wie du.
29:09Ja gut.
29:11Dann geh zu Luisa.
29:13Wenn du plötzlich so ein Moralapostel bist.
29:15Gestehe ihr alles.
29:16Wahrscheinlich ist es das einzige Richtige.
29:18Und weißt du, wie sie darauf reagieren wird?
29:19Ich kann es dir sagen.
29:20Sie wird dich hassen.
29:21Und dabei hättest du eine so gute Chance für ihn, ihr wieder geliebt zu werden.
29:29Es geht um meinen Ex-Mann.
29:31Er will Helena heiraten.
29:33Dazu wird es aber nicht kommen.
29:35Weil sie Helena Bernstein töten will.
29:38Ich soll Helena Bernstein töten.
29:39Wissen Sie eigentlich, was Sie da sagen?
29:41Tun Sie es, bevor sie Richard das Ja-Wort geben kann.
29:43Wie haben Sie sich denn das traurige Ereignis vorgestellt?
29:46Es müssen nach einem Unfall aussehen.
29:47Den Rest überlasse ich Ihrer Fantasie.
29:50Die Bremsen des Brautwagens werden versagen.
29:53Sehr tragisch.
29:54Sie sind sich nicht mehr sicher, dass es das Ganze wert war.
29:56Sie sollen verschwinden.
29:57Seien Sie vorsichtig.
29:59Ihre Skrupel können Sie sich nicht mehr leisten und schon gar nicht bei Ihrem Gesundheitszustand.
30:03Aber möglicherweise erleichtert das Reden Sie.
30:06Aber ich möchte Sie zu nichts drängen.
30:16Annabelle Grafenberg?
30:18Guten Abend, Frau Grafenberg.
30:20Pfarrer Lehmann hier.
30:21Ich hoffe, ich störe Sie nicht.
30:23Herr Pfarrer?
30:24Nein, natürlich nicht.
30:26Ich hatte heute Nachmittag den Eindruck, dass Sie eine schwere Last mit sich herumtragen.
30:32Unser Gespräch hat mir sehr geholfen.
30:35Vielen Dank nochmal.
30:37Frau Grafenberg?
30:39Ja, ich bin noch da.
30:41Wenn ich Ihnen helfen kann.
30:43Wenn Sie etwas loswerden wollen.
30:46Ich bin für Sie da, wann immer Sie wollen.
30:53Morgen früh?
30:56Gut, ich komme zu Ihnen.
30:59Danke.
31:00Koch.
31:04Ich bin noch da.
31:10Danke.
31:19Danke.
31:19Ja, ja, ja, ja.
31:48Na, hast du schon die ganze Zeit hier gelegen?
31:50Ich bin wo eingeschlafen. Wie viel Uhr ist es denn?
31:54Es ist schon morgen.
31:56Na, habt ihr wirklich die ganze Nacht durchgearbeitet?
31:59Ist ihr Produktmappe fertig geworden?
32:02Wir haben es leider nicht geschafft.
32:05Hm. Dann hättest du gestern Abend heimkommen sollen.
32:09Ich hätte gehofft, dass ich dich heute zu unserem Hotel begleiten kann.
32:12Das tut mir leid.
32:13Und jetzt sind wir beide unausgeschlafen.
32:15Wären wir das nicht sowieso?
32:17Wir haben nicht mal Zeit, uns richtig zu verabschieden.
32:19Aber wir haben jetzt Zeit.
32:21Nein, ich muss noch was für den Workshop tun.
32:24Aber zuerst muss ich noch duschen.
32:27Na, wenigstens. Das können wir doch zusammen erledigen.
32:39Guten Morgen, Herr Pfarrer.
32:41So früh schon unterwegs?
32:43Herr van Weiden, der Herr richtet sich nicht nach Arbeitszeiten.
32:46Wie könnte ich als sein Diener es da anders halten?
32:49Wollen Sie zu uns?
32:50Ja, zu Frau Grafenberg.
32:52Ich habe Sie gestern Abend noch angerufen.
32:54Sie hatten recht.
32:56Ihre Ex-Frau sucht Beistand und Hilfe.
32:59Ich bin sehr froh, dass Sie sich meine Bitte zu Herzen genommen haben.
33:03Ähm, ich müssen Sie entschuldigen.
33:05Katharina wird Sie entfangen.
33:06Ja, schönen Tag.
33:15Sophie?
33:17Ich bin's.
33:19Gute Nachrichten.
33:20Der Pfarrer ist auf dem Weg zu Annabelle.
33:24Ja, das hoffe ich auch.
33:25Also drück uns die Daumen.
33:26Ich melde mich.
33:28Tschüss.
33:28Tschüss.
33:39Ja, bitte.
33:42Luisa, gut, dass du kommst.
33:43Ich muss dringend mit dir reden.
33:45Das trifft sich gut.
33:46Ich wollte auch mit dir sprechen.
33:47Also der größte Teil der Mahlutensilien ist schon auf dem Weg zum Hotel.
33:50Den Rest nehmen wir nachher mit.
33:51Die Kinder kommen morgen am späten Vormittag mit dem Bus.
33:54Das heißt, wir haben in Ruhe Zeit, alles vorzubereiten.
33:57Es gibt noch ein anderes Problem.
33:58Ach, du machst dir Sorgen wegen Simon, weil wir jetzt keinen Zeichenlehrer haben?
34:01Ja, aber ich...
34:03Ich habe schon mit einem Kunstlehrer aus der Volkshochschule telefoniert.
34:05Er wird Simon ersetzen.
34:07Henning, danke für alles.
34:09Ohne dich wäre ich aufgeschmissen.
34:11Gerade jetzt, wo Simon nicht kann.
34:12Das tue ich gern, Luisa.
34:14Ähm, ist noch was? Hast du ein Problem?
34:19Nein, nein, ich...
34:20Ich bin nur noch nicht dazugekommen, meine Sachen zu packen.
34:23Na, das ist doch kein Problem.
34:24Reicht, wenn wir in zwei Stunden fahren.
34:40Also, ich kann es mir trotzdem nicht vorstellen.
34:42Annabelle Karfenberg ist doch viel zu gerissen, um zu gestehen.
34:44Und dann noch mit Pfarrer, seit wann ist die denn religiös?
34:47Immerhin hat sie den Pfarrer selbst ins Gutshaus bestellt, um mit ihm zu sprechen.
34:51Und zwar unter vier Augen.
34:53Und Richard von beiden hört die beiden jetzt heimlich ab?
34:56Ich hoffe nur, es klappt diesmal.
34:58Es muss einfach klappen.
35:01Ich verspreche Ihnen nicht, dass ich Ihre Probleme sofort lösen kann.
35:05Aber allein das darüber reden, wird sie erleichtern.
35:11Das fehlt mir schwer, wie Sie wissen.
35:15Ich sehe aber auch, dass der Tod von Helena Bernstein und die Sorge um Lissi van Weiden sie sehr belasten.
35:23Teilen Sie Ihre Sorgen mit mir, bevor Sie daran zerbrechen.
35:28Wenn es nur um meine eigenen Sorgen ginge.
35:32Gott, der Herr, ist uns gnädig.
35:34Er vergibt uns, wenn wir bereit sind zu wahrer Reue.
35:45Gilt das Leichtgeheimnis in jedem Fall?
35:49Egal, was ich Ihnen erzähle?
35:53Nichts und niemand kann mich dazu zwingen, darüber zu reden.
36:05Gott, der Herr, der unser Herz erleuchtet,
36:17schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden
36:20und seiner Barmherzigkeit.
36:37Ich habe Helena Bernstein...
36:47Helena und ich, wir waren Rivalinnen.
36:49Rivalinnen.
36:50Wir konnten uns nicht ausstehen.
36:54Es...
36:55Es war unfassbar für mich, dass Richard sie vorzog.
37:04Das...
37:04Das konnte ich einfach nicht aushalten.
37:08Er wollte sie sogar heiraten.
37:14Er war die Liebe meines Lebens.
37:18Das konnte ich doch nicht zulassen.
37:20Ich war außer mir.
37:22Ich war...
37:22Ich war krank vor Eifersucht.
37:26Ich...
37:26Ich wollte einfach nur, dass sie verschwindet.
37:34Deshalb habe ich...
37:37den Auftrag erteilt,
37:40sie umbringen zu lassen.
38:03Nützt denn so ein illegaler Mitschnitt überhaupt irgendwas?
38:06Ich meine, vor Gericht?
38:06Na ja, als Beweismittel wird das natürlich nicht zugelassen.
38:10Aber es reicht dafür,
38:12dass die Ermittlungen neu aufgenommen werden.
38:14Richard hat mit einem befreundeten Richter gesprochen
38:16und der hat ihm versprochen...
38:19Das ist er.
38:20Das ist Richard.
38:22Hallo, Richard?
38:23Richard?
38:25Richard?
38:28Richard?
38:29Richard?
38:30Richard?
38:32Richard?
38:34Richard?
38:35Richard?
38:38Annabelle?
38:39Sie hat den Mord an Helena gestanden
38:41und Richard hat alles aufgezeichnet.
38:52Und?
38:53Hast du Luise alles gestanden?
38:55Geht's dir jetzt besser?
38:57Wir bleiben bei unserem Plan.
39:00Ich wusste, dass du vernünftig werden würdest.
39:03Aber ab jetzt spielen wir nur noch nach meinen Regeln.
39:05Und das heißt?
39:07Du tust nichts, was wir nicht vorher abgesprochen haben.
39:10Außerdem ist es unser letzter Versuch,
39:12Simon und Luisa auseinanderzubringen.
39:14Na sowieso.
39:15Denn diesmal werden wir Erfolg haben.
39:17Danach lasse ich mich auf keine Kommenturen mehr mit dir ein.
39:20Unsere Wege trennen sich.
39:22Das kann mir recht sein.
39:24Denn wenn ich Simon erstmal wiederhabe,
39:26kann ich auf deine Gesellschaft gut verzichten.
39:28Bereuen Sie, was Sie getan haben.
39:31Es tut mir schrecklich leid,
39:33was ich einem Ex-Mann angetan habe.
39:38Frau Grafenberg,
39:40ich kann Ihnen keine Absolution erteilen.
39:44dafür ist die Schuld zu groß,
39:46die Sie auf sich geladen haben.
39:50Ich bin froh,
39:52dass ich mich Ihnen anvertrauen konnte.
39:56Um Ihres Gewissens
39:57und Ihres Seelenheils willen
39:58rate ich Ihnen,
40:00ehrlich zu bereuen.
40:04Das tue ich.
40:06Verhalten Sie sich dementsprechend.
40:09Gehen Sie zur Polizei.
40:10Sie haben mir versprochen,
40:12dass Sie niemandem etwas erzählen werden.
40:14Ihre Beichte wird diesen Raum nicht verlassen.
40:19Sagen Sie, Frau Grafenberg,
40:23wusste Herr von Weiden,
40:26wie sehr Frau Bernstein und Sie sich gehasst haben.
40:29Das war kein Geheimnis.
40:33Er hat Ihre Erzfeindin über alles geliebt
40:36und lässt Sie trotzdem hier wohnen?
40:41Das hat mich auch gewundert.
40:45Wahrscheinlich war es wegen meines Gesundheitszustandes.
40:50Ja, nicht.
40:51Wir standen uns mal sehr nah.
41:05Noch mal, gehen Sie zur Polizei.
41:15Helena und ich,
41:16wir waren Rivalinnen.
41:17Wir konnten uns nicht ausstehen.
41:24Das war mein Verdacht, also richtig.
41:29Was tun Sie hier?
41:31Das Weichgeheimnis gilt überall
41:33und für jeden.
41:34Selbst wie eine Mörderin.
41:36Entschuldigung, Herr Mörder.
41:40Geben Sie mir das Karät zurück.
41:43Ich werde das für Sie löschen.
41:50Ich will, dass du dich voll und ganz
41:51auf das Projekt konzentrieren kannst
41:53und weißt, dass zwischen uns alles gut ist.
41:55Keine Eifersucht.
41:56Sobald Simon euch im Bett erwischt hat,
41:59gehen die beide getritte Wege.
42:00Du hast keine Ahnung,
42:01worauf du dich einlässt.
42:02Was willst du von mir?
42:04Vertrau mir einfach.
42:05Können wir los,
42:05wir passen den Flieger.
42:06Papa, du machst einen Fehler.
42:08Sie sollten sich besser rausholen,
42:10statt sich jetzt mit Sachen zu belasten,
42:11die sie überhaupt gar nichts angehen.
42:13Kleiner Tipp,
42:14das Gesünde.
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