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  • vor 5 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Na, nun machen Sie sich doch nicht lächerlich, Delbrück.
00:02Alles, was Sie wollen, ist das Geld meiner Tochter.
00:05Aber klar.
00:06Ich habe mich über Sie kundig gemacht.
00:08Sie leben weit über Ihrer Verhältnisse.
00:10Da kommt Ihnen natürlich Lissi mit Ihrem großzügigen Erbe genau recht.
00:15Das ist eine absolut infame Unterstellung von Ihrer Seite.
00:17Hört Sie zu!
00:19Sparen Sie sich das einfach.
00:21Das hier dürfte reichen, um ein Jahr lang dreimal täglich im Lanzino essen gehen zu können.
00:26Nehmen Sie das Geld und verschwinden Sie aus meinem Leben.
00:28Und aus dem Leben meiner Tochter.
00:31Sie, ich kann ja verstehen, dass du wütend auf mich bist.
00:34Aber irgendwann wirst du begreifen, dass ich nicht anders handeln konnte.
00:38Du wirst mir sogar dankbar dafür sein.
00:40Dankbar? Wofür?
00:43Dafür, dass du dem Mann, den ich liebe, Geld geboten hast, der mir der mich verlässt?
00:47In der Regel greife ich nicht zu solchen Mitteln, aber in diesem Fall konnte ich nicht anders.
00:51Siehst du, mir geht es da genauso. Ich konnte auch nicht anders.
00:56Morgen, Chérie. Du hast gut geschlafen?
00:59Mhm.
01:00Ja, du.
01:07Ja, du.
01:09was du 준ern?
01:12No one hat the answer.
01:16They just want more.
01:20Hey,
01:22who's gonna make it right?
01:36Guten Morgen, Herr von Weiden.
01:38Ich hoffe, es stört Sie nicht, dass ich Ihren Bademantel trage, aber es ging nicht anders.
01:46Was macht dieser Mann in meinem Haus?
01:48Dieser Mann hat die Nacht mit mir verbracht.
01:51Ich verstehe. Sie waren mein Geld und meine Tochter.
01:54Falls du auf deinen Bestechungsversuch anspielst, er hat den Scheck zerrissen.
02:00Und? Warst du beeindruckt?
02:02Papa, es reicht. Jan ist ein Ehrenmann. Ich will, dass du aufhörst, ihn zu beleidigen.
02:08Ein Ehrenmann.
02:09Hören Sie, Herr von Weiden. Tut mir leid.
02:10Lassen Sie uns bitte allein.
02:12Ja, natürlich.
02:15Ich glaube, es ist besser, wenn ich gehe.
02:16Bleib hier.
02:18Lissi, sprich einfach mit deinem Vater. Ich packe meine Sachen zusammen.
02:21Du bleibst.
02:24Wir müssen reden.
02:26Wozu?
02:27Du hast Jan schon verurteilt, bevor du ihn überhaupt kennengelernt hast.
02:30Lissi, bitte.
02:32Ich habe eine gewisse Lebenserfahrung.
02:34Ich wäre nicht da, wo ich heute bin, wenn ich nicht Menschen ganz schnell einschätzen könnte.
02:40Und glaube mir, dieser Mann ist eiskalt.
02:43Eiskalt?
02:44So, so.
02:45Und wie nennst du das, wenn dein Vater den Freund seiner Tochter besticht, damit er sie verlässt?
02:50Ist das mitfühlend?
03:02Jetzt denk doch mal nach.
03:03Könnte man denn dieses blöde Pilotprojekt für die armen Waisenkinder noch stattfinden lassen?
03:08Wenn Luisa hören könnte, beliebevoll du mich für ihre Stiftung engagierst.
03:11Also dieser Kreativ-Workshop dauert mindestens zwei Tage.
03:16Die können wir euch natürlich wunderbar über Nacht wegschicken.
03:19Simon eifersüchtig machen.
03:20Was will sie denn endgültig trennen, nachdem sie sich gestern schon so gestritten haben?
03:24Wie gesagt, sie sind wieder versöhnt.
03:25Naja, bis zum nächsten Mal.
03:28Wenn du meinst.
03:29Och komm, ein bisschen mehr Euphorie wäre angebracht.
03:32Leidenschaft, verstehst du?
03:33Und funktioniert der Plan auch mal?
03:35Ja, das Hotel ist ideal.
03:37Es steht leer, aber kann bewirtschaftet werden.
03:39Und für die Kinder ist es ein einziger Abenteuerspielplatz.
03:42Das ist eine ganz tolle Idee von dir.
03:43Es war deine Idee?
03:45Es war unsere Idee.
03:46Okay.
03:47Und es haben ja nicht nur die Kinder was davon.
03:49Ach.
03:50Wenn du den Workshop als Kunstlehrer begleitest, dann fahren wir gemeinsam ins Hotel.
03:53Ein kleiner Arbeitsausflug sozusagen.
03:55Die Idee ist toll.
03:57Sie hat nur einen Haken.
03:59Welchen?
03:59Der neue Hotelbesitzer muss zustimmen, dass eine Horde Kids in seiner wertvollen Immobilie rumtobt.
04:04Und ich bezweifle, dass er da mitspielt.
04:05Das wird er.
04:06Und was macht dich da so sicher?
04:07Weil er ein guter Freund von Henning ist.
04:09Und weil Henning uns etwas schuldet.
04:12Naja, wenn er das Hotel nicht verspielt hätte, dann würde es uns immer noch gehören.
04:16Wenn dir noch was einfällt, ich bin in meinem Büro.
04:18Alles klar.
04:28Reichenbach?
04:32Verstehe.
04:33Schade.
04:35Versuchen Sie es weiter.
04:37Notfalls gehen Sie mit dem Preis runter.
04:39Ich will dieses Hotel loswerden.
04:42Ich weiß, aber ich habe ja meine Gründe.
04:44Und halten Sie bitte meinen Namen daraus.
04:47Es soll möglichst niemand wissen, dass ich dieses Hotel noch besitze.
04:51Du glaubst, dass Henning das Hotel immer noch gehört.
04:53Das würde ich mir niemals erlauben.
04:55Nachher heißt es noch, ich werde einem lieben Freund gegenüber misstrauisch.
05:03Herr Delbrück.
05:05Ich möchte, dass eins zwischen uns klar ist.
05:07Das war das letzte Mal, dass ich Sie in diesem Haus gesehen habe.
05:10Da habe ich ja wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden.
05:12Es ist mein Haus und ich bestimme, wer hier ein- und ausgeht.
05:15Ach so.
05:16Na, wenn das so ist, dann gehe ich auch.
05:18Bissi, du bist nicht gemeint.
05:19Wenn er gehen soll, dann gehe ich mit.
05:21Wir können eigentlich auch bei dir schlafen, oder?
05:23Lass uns gehen.
05:24Genau, lass uns gehen.
05:27Was ist denn bloß in Lissi gefahren?
05:31Dieser Delbrück ist ein widerwärtiger Mensch.
05:33Wie kann er sich nur mit so einem einlassen?
05:38Wenn Delbrück bei dir im Gutshaus tagtäglich aus- und eingeht,
05:42dann wird er auf Annabelle treffen
05:43und dann müssen sie sich wohl oder übel zueinander verhalten.
05:46Ja.
05:47Und du meinst, die beiden würden sich dann irgendwann auch verraten?
05:52Delbrück hat den Mord an Helena in Annabelles Auftrag ausgeführt.
05:55Die beiden können nicht so tun, als wäre nie etwas passiert.
06:09Hallo, Elsa.
06:10Hey.
06:11Kannst du mir ein Cappuccino machen?
06:13Klar.
06:17Und?
06:18Hast du mit Lissi nochmal gesprochen?
06:20Wieso?
06:21Ach so, wegen gestern.
06:24Ihr wart sicherlich sehr erstaunt,
06:26dass ihr Richard bei mir in der Wohnung gesehen habt, oder?
06:29Naja, wo die ganze Welt weiß,
06:30dass ihr beide euch zerstritten habt.
06:33Ja.
06:34Im Gegensatz zu ihm glaube ich nach wie vor,
06:36dass Annabelle für Helenas Tod verantwortlich ist.
06:39Das heißt, ihr habt euch nicht wieder versöhnt?
06:41Nein.
06:42Es ging wirklich nur um Lissi.
06:43Er macht sich große Sorgen
06:44und ich soll sie zur Vernunft bringen.
06:47Ah.
06:47Und deshalb erzählst du ihr auch,
06:49dass du mit Delbrück mal was gehabt hast.
06:51Elsa, ich habe nicht damit angefangen.
06:53Es war Jan.
06:54Und er ist nicht gut für Lissi.
06:55Darüber sind wir uns doch einig, oder?
06:56Natürlich.
06:57Und das rechtfertigt, dass du Lissi anlügst.
07:00Was soll ich denn tun?
07:00Sie glaubt doch niemanden mehr.
07:03Entschuldige bitte.
07:05Hallo?
07:06Ich bin's.
07:09Was gibt's denn?
07:11Wir müssen reiten.
07:13Können wir uns bei dir treffen?
07:15Ja, klar. Wann denn?
07:17Am besten jetzt gleich.
07:18Geht das?
07:19In Ordnung.
07:20Bis gleich.
07:23Elsa, tut mir leid.
07:24Ich muss los.
07:25Du bist doch gerade erst gekommen.
07:34Ja, bitte.
07:38Hallo, Luisa.
07:39Hallo, Henning.
07:42Rat dir mal, was mir heute Morgen eingefallen ist.
07:44Was denn?
07:45Die Lösung.
07:46Welche Lösung?
07:47Für unser Problem.
07:48Wir halten den Kreativworkshop der Stiftung in unserem Hotel ab.
07:52Also ich meine in dem Hotel, das uns mal gehört hat.
07:54Das geht nicht.
07:55Warum nicht?
07:57Weil das Hotel leer steht.
07:58Da kannst du keine Kinder unterbringen.
08:00Eben, das Hotel steht leer.
08:01Keine Gäste, die wir stören können.
08:03Und wie willst du die Kinder bekochen?
08:04Das Hotel ist nicht bewirtschaftet.
08:06Ich organisiere ein Catering.
08:07Überlass das mir mal.
08:09Ich weiß nicht.
08:10Du machst Jürgen Klausner sicher nicht mit.
08:12Und da wären wir auch schon bei dir.
08:16Du wirst nämlich Herrn Klausner bitten,
08:17uns das Hotel für die zwei Tage,
08:19die der Workshop dauert, zur Verfügung zu stellen.
08:21Aber wie soll ich das machen?
08:22Ihr seid befreundet?
08:24Na ja, befreundet.
08:25Wir sind Geschäftsfreunde,
08:27ehemalige Geschäftsfreunde.
08:28Dann musst du ihr Freundschaft eben wieder auffrischen.
08:30Ich kann dir nichts versprechen.
08:31Doch.
08:32Du wirst mir was versprechen.
08:33Dass Herr Klausner Ja sagt,
08:35das bist du mir schuldig.
08:37Ich weiß, aber...
08:38Wenn du das Hotel nicht verspielt hättest,
08:39müssen wir jetzt nicht bei diesem Mann betteln.
08:41Also streng dich an.
08:43Okay.
08:45Danke.
08:46Und ruf mich an,
08:47wenn er Ja gesagt hat.
08:48Dann kann ich mit der Organisation beginnen.
08:51Theo wird sich freuen.
08:55Mist.
09:02Wenn ich daran denke,
09:03dass dieser Mistker jetzt gerade mit meiner Tochter
09:07herumzieht,
09:08ich könnte ihm den Hals umdrehen.
09:10Ich kann verstehen,
09:11dass du wütend bist, Richard.
09:13Aber...
09:14Darf ich ganz ehrlich sein?
09:16Ja?
09:17Es war keine gute Idee,
09:19Ja ein Hausverbot zu erteilen.
09:20Das war überhaupt gar keine Idee.
09:22Das war das Einzige,
09:23was ich tun konnte.
09:24Aber wenn wir wirklich Annabelle überführen wollen,
09:26dann müssen wir nicht nur sie,
09:27sondern auch Delbrück in Sicherheit wiegen.
09:29Der Mann,
09:30der meine Frau Helena umgebracht hat,
09:31schläft jetzt mit meiner Tochter.
09:33Wie sollte ich denn deiner Meinung nach
09:34darauf reagieren?
09:36Du solltest zumindest darauf achten,
09:38ihn nicht misstrauisch zu machen.
09:40Ach, Quatsch!
09:41Nimm doch Platz.
09:41Ja, danke.
09:43Der Kerl glaubt,
09:44dass ich ihn nicht leiden kann.
09:46Es fällt schon schwer genug,
09:47mich bei Annabelle zu verstellen.
09:52Wann kommt denn dieser Pfarrer?
09:54Ich hab ihn für heute Nachmittag eingeladen.
09:58Und ich glaub das wenigstens.
10:00Wenn wir erst einmal
10:01Annabelles Beichte aufgezeichnet haben,
10:03dann kann ich...
10:05Dann kann ich Lisse
10:06die ganze Wahrheit über Delbrück sagen.
10:10Weißt du was?
10:12Hä?
10:12Ich red einfach nochmal mit Lissi.
10:14Vielleicht kann ich sie ja doch überzeugen,
10:16wie gefährlich Jan ist,
10:17ohne ihr die ganze Wahrheit sagen zu müssen.
10:21Versuch's.
10:25Danke.
10:26Schon gut.
10:28Kümmer du dich einfach um den Pfarrer.
10:30Mach ich.
10:34Was ist denn los?
10:36Wir haben ein Problem.
10:37Noch eins.
10:38Luisa will das Pilotprojekt
10:40in unserem Hotel stattfinden lassen.
10:42Ja, das ist doch eine super Idee.
10:43Könnte von mir sein.
10:44Wo ist denn das Problem?
10:45Wo das Problem ist?
10:47Du weißt doch,
10:48Klaus,
10:48den wir als unseren neuen Hotelbesitzer
10:50Jürgen Klausner ausgegeben haben,
10:51ist nicht gerade zuverlässig ertrinkt.
10:54Ja, nur und?
10:56Erinnerst du dich an das letzte Mal,
10:57als Simon und Luisa Klausner getroffen haben?
10:59Sie wären uns beinahe auf die Schliche gekommen.
11:01Nein, dir.
11:02Dir wären sie auf die Schliche gekommen,
11:03mein Lieber.
11:04Die Nummer mit dem Hotel war einzig
11:05und allein deine Idee.
11:06Ich muss Luisa erzählen,
11:07dass er da nicht mitmacht.
11:08Hoffentlich versucht sie nicht selber,
11:10ihn zu erreichen.
11:10Mein Gott,
11:11setz dich doch erst mal hin.
11:12Du hyperventilierst ja gleich.
11:14Ich bin wirklich froh,
11:15dass wenigstens einer von uns
11:16seinen Spaß hat.
11:17Ich auch.
11:19Und was sollen wir
11:20deiner Meinung nach jetzt anstellen?
11:22Na, mit Luisa ins Hotel fahren natürlich.
11:23Das ist die Gelegenheit.
11:25Um aufzufliegen.
11:25Ach Quatsch, aufliegen.
11:28Du erzählst einfach,
11:29dass dieser Klausner
11:29einen Rückfall erlitten hat.
11:31Und dann?
11:32Ja, dann wurde er
11:33zur Entziehungskur eingeliefert
11:34und hat dich gebeten,
11:35so lange auf sein Hotel aufzupassen.
11:36Was du natürlich machst, klar.
11:38Jetzt bist du verantwortlich
11:39und niemand ruft mehr den Klausner an.
11:41Das könnte funktionieren.
11:43War's das?
11:44Ja, danke.
11:47Warte mal.
11:50Wenn wir schon die Gelegenheit haben,
11:51dich und Luisa
11:52für eine Nacht zusammenzubringen,
11:54dann sollten wir auch
11:54das Bestmögliche draus machen.
11:57Das Bestmögliche?
11:57Was meinst du?
12:04Ich muss mich echt bei dir entschuldigen.
12:05Mein Vater benimmt sich
12:06wie ein Vollidiot.
12:07Du, ist schon in Ordnung.
12:08Es tut mir wirklich lacht.
12:10Frühstück.
12:11Danke.
12:12Danke.
12:14Erst biete dir dir Geld an,
12:15damit du verschwindest
12:16und dann schmeißt du dich raus
12:17wie ein Teenager.
12:18Das ist echt nicht zu fassen.
12:20Vielleicht machen wir beide
12:21auch einen Fehler?
12:23Ach ja? Inwiefern?
12:25Wir sollten uns mehr bemühen,
12:27zu verstehen,
12:27was in deinem Vater vorgeht.
12:29Was soll denn in ihm vorgehen?
12:30Er hasst dich.
12:32Er muss doch einen Grund dafür haben.
12:33Ja, er denkt, du nutzt mich aus.
12:35Ist das so abwegig?
12:40Ist dir eigentlich schon mal aufgefallen,
12:41dass zwischen uns
12:42ein gewisser Altersunterschied besteht?
12:45Nö, gar nicht.
12:47Aber deinem Vater vielleicht.
12:49Vielleicht denkt dein Vater,
12:51dass in unserer Beziehung,
12:54wie soll ich das sagen,
12:55dass ich der Überlegene Rär bin?
12:59Bist du aber gar nicht.
13:00Nee, das weiß doch dein Vater nicht.
13:02Schatz, es ist süß,
13:03dass du dir so viele Gedanken machst,
13:04aber...
13:04Ich werde mal mit ihm darüber reden.
13:06Meinst du, es bringt was?
13:07Natürlich, wir sind doch erwachsen.
13:10Ja, wir schon.
13:17Das ist nicht dein Ernst.
13:19Wieso?
13:19Der Plan ist genial.
13:20Er ist irrsinnig.
13:22Oh Gott,
13:22es wäre doch nicht das erste Mal,
13:23dass ein Mann seine Frau
13:24in den Arm eines anderen ertappt.
13:25Das funktioniert nie.
13:27Du bist so ein Pessimist.
13:28Ach ja?
13:29Dann erklär mir doch mal,
13:30wie willst du dafür sorgen,
13:31dass Simon genau dann auftaucht,
13:33wenn Luisa in meinen Arm liegt?
13:35Ja gut,
13:36das ist knifflig.
13:37Eine echte Herausforderung.
13:39Er darf auf keinen Fall
13:40mit Luisa zusammen anreisen.
13:41Wir müssen es irgendwie schaffen,
13:43dass er nachkommt.
13:45Ja,
13:45das könnte klappen.
13:47Was rede ich da überhaupt?
13:49Ich tue ja schon so,
13:50als würde ich mir die Sache
13:51ernsthaft überlegen.
13:52Das solltest du auch.
13:54Jetzt stell dir doch mal vor,
13:57du mit Luisa,
13:58im Bett,
14:00eng umschlungen,
14:01nackt.
14:02Nachdem ich ihr K.O.-Topfen
14:03verabreicht habe.
14:04Nein,
14:04ein starkes Schlafmittel
14:05reicht auch.
14:08Findest du nicht selber,
14:08das geht ein bisschen zu weit?
14:10Aber wieso denn?
14:11Du musst einfach nur
14:12mit der Dosierung aufpassen.
14:36Ja?
14:41– Richard! – Hallo, Annabelle.
14:44– Bitte setz dich doch.
14:46– Ich wollte nur kurz noch dir sehen. Wie geht's dir?
14:49– Wie geht es dir? Das mit Lissi heute Morgen tut mir leid. Eine wirklich unangenehme Situation.
14:55Aber wenn ich das sagen darf, du hast völlig richtig gehandelt.
14:59– Was hast du eigentlich gegen Delbrück?
15:01– Ich weiß nicht, dieser Mensch ist mir nicht ganz geheuer. Er hat sowas Kaltes, Psychopathisches.
15:08– Übertreibst du jetzt nicht ein bisschen? Ich meine, er ist sicherlich zu alt für Sie, aber...
15:11– Du solltest auf jeden Fall dafür sorgen, dass er sich von Lissi fernhält.
15:15– Glaub mir, das werde ich.
15:17– Gut.
15:19– Ach, ähm, übrigens habe ich Pfarrer Lehmann heute Nachmittag zu einem Kaffee eingeladen.
15:23– Oh, wie schön. Du wolltest dich ja wieder mal mit ihm austauschen.
15:27– Ja, ich glaube, es würde mir gut tun, mal mit jemandem zu reden.
15:31Naja, du weißt ja, ich denke immer noch sehr oft an Helena und an ihren Tod.
15:35– Ja, das verstehe ich. Dann werde ich euch besser allein lassen.
15:40– Nein, nein, nein, nein, nein. Das ist nicht nötig. Also wirklich nicht.
15:44Vielleicht kommst du doch einfach dazu. Also im Gegenteil, ich würde mich freuen, wenn du dabei wärst.
15:49– Danke, Richard. Ich weiß dein Vertrauen zu schätzen.
15:54– Fein.
15:57– Und? Wie sieht es aus?
16:00– Gute Nachrichten. Klausner hat Ja gesagt.
16:02– Wirklich?
16:03– Ich kann dir sagen, das war ein hartes Stück Arbeit.
16:06– Danke. Ist jedenfalls eine tolle Idee, die armen Kinder in eurem ehemaligen Hotel unterzubringen.
16:10– So arm sind die gar nicht. Theo und die anderen Kinder sind mehr als begabt. Deshalb fördern wir sie
16:15auch.
16:15– Ja, natürlich.
16:17– Und du sagst deinem Freund Herrn Klausner bitte, dass es wirklich sehr nett von ihm ist.
16:22– Weißt du was? Ich sag's ihm einfach selbst. Wie ist seine Nummer?
16:24– Warte, ich glaube, du solltest ihn jetzt nicht anrufen.
16:27– Warum nicht?
16:27– Er hat einen Rückfall erlitten und ist jetzt in einer Klinik.
16:32– Er trinkt wieder. Oh Gott, der Ärmste.
16:35– Sie haben ihn in die geschlossene Abteilung gelegt. Ich musste die Stationsschwester ganz schön bearbeiten, bis sie mich zu
16:41ihm durchgestellt hat.
16:42– Verstehe.
16:44– Es gibt leider auch eine Bedingung für die Nutzung des Hotels.
16:48– Und die wäre?
16:51– Klausner will, dass ich dabei bin und für ihn nach dem Rechten sehe.
16:55– Das ist doch kein Problem, dann fährst du eben mit.
16:58– Du reist aber schon einen Tag früher an, oder?
17:00– Ja, die Heimleiterin und ich, wir sehen uns die Räumlichkeiten an, bereiten alles vor.
17:04Und am nächsten Tag kommen die Kinder mit im Bus.
17:06– Und dann würden wir also gemeinsam im Hotel übernachten?
17:09– Moment mal, ich weiß nicht, ob ich damit einverstanden bin.
17:12– Und bevor ich's vergesse, Simon kommt auch mit.
17:15– Simon?
17:16– Als Kunstherzieher. Also einen besseren finden wir nicht.
17:20– Stimmt.
17:21– Ja, klar. Gute Idee.
17:24– Nehmen Sie Platz. Ich sage Herrn von beiden Bescheid, dass Sie da sind.
17:28– Danke.
17:28– Käpt'n.
17:49– Was wollen Sie denn noch? Muss ich das Personal erst anweisen, Sie nicht mehr hereinzulassen?
17:54– Herr von beiden.
17:56– Ich weiß, dass Sie mich nicht sehen wollen.
17:58– Ich weiß auch, dass Sie nicht wollen, dass ich mich mit Ihrer Tochter treffe.
18:03– Aber Lissi und ich, wir sind nun mal zusammen.
18:05– Und ich finde, wir sollten darüber reden wie zwei erwachsene Menschen.
18:09– Ich wüsste nicht, was es da noch zu reden gibt. Also.
18:12– Herr von beiden, ich aber schon.
18:16– Ich möchte einfach gern wissen, was Sie für ein Problem mit mir haben.
18:19– Ich habe Ihnen meine Gründe schon genannt.
18:22– Aber das Alter kann es doch nicht sein. Und dass ich nicht an Ihrem Geld interessiert
18:26bin, das haben Sie doch mitbekommen mittlerweile. Also was ist es denn, bitte?
18:31– Sie glauben nicht mehr ernst, dass ich Ihnen darauf antworte, oder?
18:33– Doch. Das glaube ich. Ich möchte gern wissen, warum Sie mich immer wie ein Verbrecher behandeln.
18:38– Delbrück hat den Mord an Helena in Annabels Auftrag ausgeführt.
18:42– Ja, hören Sie, für Sie ist doch das alles nur ein Spiel. Aber nicht für meine Tochter.
18:47Ich habe einfach Angst, dass Sie meiner Tochter das Herz brechen. Punkt.
18:52– Sie verschweigen mir auch was.
18:55– Wie bitte?
18:56– Nun, wenn das hier ein Verhör wäre, dann würde ich denken, Sie belügen mich.
19:01Die Frage ist doch nur, warum sollten Sie das denn tun?
19:05– Ja, eben. Warum sollte ich?
19:10– Ich liebe Lissy. Und Lissy liebt mich. Und wenn Sie Ihre Tochter nicht verlieren möchten,
19:17dann sollten Sie sich mit dieser Situation hier endlich mal arrangieren.
19:21– Hören Sie, warten, warten Sie. Vielleicht war ich ja mit meinem Urteil doch etwas voreilig vorhin.
19:32Ich meine, ich kenne Sie ja eigentlich kaum.
19:35– Das ist wahr.
19:37– Sie wissen ja, meine Frau ist kürzlich gestorben und vielleicht bin ich deshalb etwas ängstlich, was meine Tochter betrifft.
19:45– Das war gewiss nicht leicht für Sie.
19:50– Herr von Weiden, was halten Sie davon, wenn wir uns mal treffen?
19:54– Zu dritt. Sie, Ihre Tochter und ich.
19:58– Lassen Sie uns zusammen essen gehen. Das wäre doch schon mal ein Anfang.
20:03– Heute Nachmittag im Lanzino?
20:05– Ich zahle selbstverständlich.
20:08– Ja, warum nicht?
20:10– Ja, warum nicht?
20:18– Theo wird Augen machen.
20:20– Toll, dass wir noch was anderes gefunden haben für euren Workshop.
20:22– Du meinst, für unseren Workshop.
20:25– Weißt du noch, wie wir das Hotel entdeckt haben?
20:27– Ja, natürlich.
20:28– Es hat geregnet und wir haben uns verirrt.
20:30– Und als dann Herr Adam noch aus der Dunkelheit aufgetaucht ist,
20:32dachten wir, er nimmt uns mit in sein Spuk. Schloss.
20:35– Und am nächsten Morgen sind wir in der wunderschönen Hochzeitssuite aufgewacht.
20:39– Ja, aber damals stand noch nicht die Polizei in der Tür.
20:42– Was hat man so dabei gedacht, dass wir da neulich eingebrochen sind?
20:45– Ja, schließlich war es mal unser Hotel.
20:47– Die Betonung liegt auf Espar.
20:50Wir haben schon eine Menge miteinander durchgestanden.
20:54– Ja.
20:55– Aber das Schlimmste war Anna, der ist Erpressung.
20:58Also, wenn das nicht gewesen wäre, ich hätte Henning nicht geheiratet.
21:00– Ja, das hätte ich an deiner Stelle jetzt auch behauptet.
21:03– Du warst so verzweifelt und wütend.
21:05Und ich konnte dir nicht sagen, warum ich es getan habe.
21:07– Dabei hattest du einen guten Grund.
21:09Sonst hätte Annabelle mir vermutlich noch die andere Hand geboren.
21:12– Ich verstehe bis heute nicht, warum die Frau mich so hasst.
21:14– Lass uns die Vergangenheit vergessen. Es ist viel passiert.
21:17Und wir haben beide Fehler gemacht.
21:19Gut, vor allem ich.
21:21Aber morgen Abend werden wir in unserer Hochzeitssuite sein
21:25und haben einen ganzen Abend für uns, bevor Theo und die anderen Zwerge uns auflauern.
21:29– Ist noch ganz schön lange hin bis morgen Abend.
21:31– Ja, leider.
21:32– Ich fürchte zu lange, um nicht zu streiten.
21:34– Wenn du unbedingt streiten willst.
21:37– Mhm.
21:38– Aber wir müssen ja auch nicht immer reden.
21:40– Jetzt, wo du es sagst.
21:53– Weißt du, wer heute Morgen da war?
21:55– Na?
21:55– Sophie.
21:57– Und hat sie schon mit Lissi gesprochen?
21:58– Das habe ich sie auch gefragt.
22:00– Na, und was hat sie gesagt?
22:01– Sie wusste im ersten Moment gar nicht, wovon ich rede.
22:04– Hä? Das verstehe ich nicht. Richard van Weiden war doch gestern extra deswegen bei ihr.
22:07– Ja, vielleicht hat Sophie aber auch Richard van Weiden zu sich ins Loft eingeladen.
22:12– Wegen Lissi?
22:13– Ach, Lissi hat damit bestimmt nichts zu tun.
22:14Ich glaube eher, dass sie versucht, Richard auf ihre Seite zu ziehen.
22:18– Warum sollte sie das denn machen?
22:19– Na, um einen Verbündeten gegen Delbrück zu haben.
22:22– Ach, jetzt hör aber auf, Miss Marple.
22:24Richard hat uns doch gesagt, warum er bei Sophie war.
22:26– Ja, weil Sophie Lissi eine ehemalige Beziehung zu Delbrück vorgockeln soll.
22:30Aber Richard würde sich darauf doch nie im Leben einlassen.
22:33– Ich kennst ihn besser als ich.
22:34– Na, nie im Leben.
22:37– Warum interessiert dich das denn eigentlich so?
22:39Ich meine, es ist doch Sophies Sache, ob sie sich mit Richard trifft.
22:43– Na, ich mach mir halt Sorgen um Sophie.
22:45Und außerdem habe ich Hagen was versprochen. Schon vergessen?
22:47– Nein, natürlich nicht.
22:48Aber Sophie ist erwachsen und ich glaube nicht, dass wir uns so besorgen.
22:52– Konrad, es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn man anfängt, seine Freunde zu belügen.
22:55– Bei Hagen hat das damals auch so angefangen.
23:07– Könnten Sie die Reinzeichnung bitte auf den Server legen?
23:10– Klar.
23:10– Danke. Dann kann ich daran weiterarbeiten.
23:12– Mhm.
23:13– Hi.
23:14– Hallo.
23:15– Na, seid ihr schon fleißig am Arbeiten?
23:18– Mhm.
23:19– Und, wie macht sich deine Azubi als neue Chefin?
23:22Ich hoffe, sie nimmt dich nicht zu hart ran.
23:23– Bisher macht sie es ganz souverän.
23:25– Hast du gehört?
23:26Dein ehemaliger Chef findet, dass du meine gute Vorgesetzte bist.
23:28– Sebastian, lass das bitte. Das ist nicht witzig.
23:30– Also, ich finde es schon. Wenn das Absurde der Situation mir nicht ein bisschen Spaß
23:34machen würde, glauben Sie, ich würde es machen.
23:37– Wissen Sie, Sie waren gestern so abwesend und da dachte ich, Sie hätten vielleicht
23:40was gegen mich.
23:43– Keine Angst. Das hatte ganz bestimmt nichts mit Ihnen zu tun.
23:46– Gut.
23:47– Findet ihr das nicht ein bisschen komisch, dass ihr euch siezt? Wollt ihr euch nicht duzen?
23:50– Naja, eigentlich ist es wirklich ein bisschen komisch, aber wir stehen ja im Arbeitsverhältnis.
23:54– Ach, ich bestehe gar nicht darauf, dass meine Angestellten mich siezen.
23:57– Na, dann duzen wir uns doch.
23:59– Leute, wir haben ein Problem.
24:01– Na dann, viel Spaß noch. Tschüss.
24:03– Das Quartalstreffen der Einkäufer findet schon in einer Woche statt.
24:06– Was, aber die Mappe ist noch nicht fertig.
24:08– Weiß ich, das ist ja das Problem. Simon, am besten du machst dich da gleich mal dran.
24:11– Es wird ziemlich eng, außer dann bin ich mit Luisa morgen für das Stiftungsprojekt verabreden.
24:14– Tut mir leid, dann wirst du das absagen müssen.
24:16– Das kann doch nicht dein Ernst sein.
24:17– Was soll ich denn machen? Die Mappe muss doch fertig werden. Und Frau Hansen, nichts für ungut,
24:21aber das bekommt sie nicht alleine hin.
24:24– Tut mir leid.
24:25– Ja, dann einen schönen Tag noch.
24:28– Mist.
24:34– Wie läuft's mit dem Abitur? Ist es eine stressige Zeit gerade, oder?
24:38– Ja, sehr stressig. Ich hab's ein bisschen schleifen lassen.
24:42– Wegen Jan?
24:43– Mhm, wegen Jan.
24:48– Pass auf, Sophie. Ich hab mich hier mit dir getroffen, weil du mir was Wichtiges über Jan mitteilen wolltest.
24:53Wenn du jetzt wieder anfängst, schlecht von ihm zu reden, kann mir's gleich lassen.
24:57– Also, gib mir einfach die Chance, dir zu erklären, wer wirklich ist.
25:01– Bitte?
25:04– Es ist nicht so einfach.
25:06– Weißt du, mein Vater hat ihm sogar schon Geld angeboten, damit er mich in Ruhe lässt.
25:11Ich bin also die Vorbehalte meinem Freund gegenüber reichlich gewöhnt.
25:14– Richard hat ihm Geld geboten.
25:16– Lass uns nicht davon sprechen.
25:19– Erstaunlich, dass er es nicht angenommen hat.
25:21– Sophie, es reicht!
25:22Wenn er so furchtbar ist, warum warst du dann mit ihm zusammen?
25:25Oder schaffst du's einfach nicht, den Mann zu suchen, der zu dir passt?
25:28– Es ist nicht so leicht, ihn zu durchschauen.
25:31Es dauert eine Zeit, bis man draufkommt, dass er zwei Gesichter hat.
25:34– Ach so.
25:35Jan hat das zweite Gesicht?
25:38Aufregend.
25:40– Ja, aufregend ist er, zweifelsohne.
25:42Und es ist nicht leicht, von ihm loszukommen.
25:46Er gibt einem das Gefühl von gesteigertem Leben, nicht wahr?
25:51– Warum hast du dich dann von ihm getrennt?
25:54– Weil…
25:55– Ja?
25:58– Er hat mich geschlagen.
26:02– Er hat was?
26:04– Dich geschlagen?
26:06– Ich war nicht die Erste und ich werde auch nicht die Letzte sein.
26:10Jan ist gefährlich und ich bitte dich, pass auf dich auf.
26:17– Du, du denkst dir das alles nur aus.
26:21– Nein, natürlich nicht, du musst mir glauben.
26:22– Ich fass es nicht, Sophie.
26:24Weil du ihn auch liebst, erzählst du mir diese Lügengeschichte?
26:26– Nein, bitte, das ist doch alles…
26:27– Weil er dich nicht will, soll er keine haben, oder was?
26:30– Nein, bitte, das ist alles gleich.
26:31– Das ist sowas von gemein und hinterhältlich, Sophie.
26:33Das hätte ich ihr niemals zugetraut.
26:35– Lissi, Lissi, bitte.
26:48– Na, das kann ja lustig werden.
26:51Von der alten Mappe können wir höchstens zwei Drittel des Fotomaterials benutzen.
26:55Das Layout muss noch angepasst werden, dann auch Lito und Druckkontrolle.
27:00Das Pilotprojekt kann ich auf jeden Fall vergessen.
27:02– Was denn für ein Projekt?
27:04– Luisa legt ein Förderprogramm für kreativ begabte Heimkinder auf.
27:07Und sie wollte mich als Kunstlehrer dabei haben.
27:10– Klingt interessant.
27:11– Ja, und rate mal, wo es stattfinden soll.
27:13In unserem ehemaligen Hotel.
27:16– Schön.
27:21– Und, hast du viel zu tun in den nächsten Tagen?
27:23– Ja, ich sitze gerade an den Entwürfen für die neue japanische Linie.
27:27– Aber die kommt doch erst im Herbst raus.
27:29Du hast ja noch jede Menge Zeit.
27:30– Ja, ich weiß, ich fange immer gern rechtzeitig an.
27:32Ich hasse es, unter Zeitdruck kreativ sein zu müssen.
27:36– Früher oder später wirst du dich daran gewöhnen müssen.
27:38Meine Arbeiten sind unter Zeitdruck immer super geworden.
27:48– Meike, ich muss dir was gestehen.
27:54– Luisa und ich, wir haben uns von diesem Pilotprojekt sehr viel versprochen.
27:58– Also, nicht nur für die Kinder, wenn du verstehst, was ich meine.
28:02– Die Sache ist auch sehr wichtig für uns und unsere Beziehung.
28:08– Gut. Ich kümmere mich um die Mappe.
28:11– Danke. Du bist dein Schatz.
28:13– Ich hoffe nur, Nora van Weiden sieht das auch so.
28:17– Mach dir darum keine Sorgen. Sie weiß einfach nur noch nicht, was in dir drin steckt.
28:20Und, wenn ich zurück bin, werde ich mich mit voller Kraft dahinter klemmen.
28:24– Zu zweit schaffen wir den Auftrag sowieso ganz locker.
28:26– Hoffentlich.
28:28– Du bist sicher, dass ich dich alleine lassen kann?
28:30– Ja, klar.
28:30– Danke.
28:45– Hi.
28:46– Hey. Was ist denn los?
28:52– Ich musste kurz mit dir reden. Ich komme gerade von Sophie.
28:57Ich sehe nicht vollständig, was sie da gerade abgezogen hat.
28:59– Ja, klar. Bei Sophie kann ich mir einiges vorstellen.
29:03– Eure Beziehung muss erschrecklich gewesen sein.
29:05– Sagt sie das?
29:07– Stimmt's denn?
29:08– Naja. Die besten Freunde waren wir nicht nach unserer Trennung, nein.
29:13– Ich glaube, das wäre untertrieben. Sie hasst dich.
29:19– Was sagt sie denn?
29:21– Och. Ehrlich gesagt, das ist toller Quatsch, dass ich deswegen jetzt hier mit dir reden will.
29:28– Alles.
29:29– Komm, Elise. Wir haben uns jetzt hier getroffen. Raus mit der Sprache. Worum geht's?
29:32– Das ist ja nicht blöd.
29:34– Bitte.
29:38– Sie sagt, dass du sie... Sie behauptet, dass du sie geschlagen hast.
29:46– Ich habe ihr natürlich kein Wort geglaubt.
29:49– Ich muss sie ganz schön verletzt haben.
29:53– Was hast du denn gemacht?
29:55– Nein, nichts Besonderes. Ich habe sie nur spüren lassen, dass mir mein Job wichtiger ist als die Beziehung.
30:05– Diesmal ist es was anderes, Lissi.
30:10– Ich habe mit deinem Vater gesprochen.
30:12– Wirklich?
30:13– Ja.
30:13– Und?
30:17– Wir treffen uns im Lenzino.
30:18– Echt?
30:19– Ich glaube, diesmal gibt er mir wirklich noch eine Chance.
30:34– Hey.
30:39– Na, wie schaut's aus? Wollten wir heute Abend ins Kino gehen?
30:42– Nein, das geht leider nicht. Ich habe keine Zeit. Viel zu tun.
30:44– Dann lass doch Simon machen.
30:46– Sehr witzig.
30:47– Das ist mein Ernst? Du bist deine Chefin und lass uns nur für dich arbeiten.
30:50– Von wegen, Chefin. Der hat mir gerade seinen Auftrag aufs Auge gedrückt.
30:54– Echt?
30:54– Ja, echt. Ich weiß überhaupt nicht, wie er das geschafft hat.
30:58– Tja, scheinbar, als könntest du noch einiges von ihm lernen.
31:00– Am liebsten würde ich ihm das Projekt wieder zurückgeben.
31:03Ich habe Angst, dass ich die Produkten aber nicht rechtzeitig fertig kriege.
31:08– Und warum sprichst du nicht mit ihm?
31:09– Weil er es schaffen würde.
31:11– Verstehe. Und du willst dann beweisen, dass du es auch schaffen kannst?
31:13– Ja, ich finde, als Chefin muss man mindestens genau das können, was die Angestellten haben.
31:17– Seit wann kann ein Chef so viel wie seine Angestellten?
31:20– Das Einzige, was ein Chef braucht, ist eine große Klappe und die Skrupellosigkeit, seine Leute auszunutzen.
31:24Und da liegen deine wahren Defizite.
31:26– Ich behalte den Auftrag.
31:29Wenn Simon dieses Pilotprojekt nicht hätte, dann würde der das schaffen.
31:33Dann schaffe ich das auch.
31:38– Theo, natürlich kommt Simon mit. Er wird mit euch malen und zeichnen.
31:43– Also ein bisschen Geduld musst du schon noch haben.
31:46– Wir fahren morgen schon mal vor und ihr kommt dann übermorgen mit dem Boss nach.
31:49– Da habt ihr genug Zeit zum Malen und Spielen.
31:54– Ja, wir freuen uns auch schon.
31:56– Gut, Theo. Bis dann.
31:59– Und?
32:00– Er freut sich ein Loch in den Bauch.
32:02– Da geht's ihm wie mir. Ein Glück ist Maike eingesprochen.
32:04– Einen Glück hast du sie gefragt.
32:09– Lass dich nicht stören.
32:11– Ich suche nur diese eine Mappe.
32:15– Sag mal, Simon, müsstest du nicht eigentlich auch was tun, wenn du den Termin einhalten willst?
32:18– Keine Angst, die Produktmappe wird rechtzeitig fertig werden.
32:20– Maike hat die Verantwortung dafür übernommen und ich kann jetzt mit Luisa das Projekt machen.
32:25– Wir fahren morgen.
32:26– Maike Hansen, glaubst du, dass sie das schafft?
32:29– Soll das ein Witz sein? Sie ist die Chefdesignerin.
32:31– Ja, klar. Na gut, wenn du meinst. Dann wünsche ich euch viel Spaß.
32:36– Danke. – Danke.
32:36– Wo waren wir stehen, die Lieben?
32:46– Ich schaff das nicht.
32:49– Frau Hansen?
32:50– Ja?
32:51– Ich habe gehört, dass Sie den Auftrag von Herrn Becker übernommen haben.
32:53– Ja, ich hoffe, dass...
32:54– Folgendes, bevor die Produktmappe rausgeht, würde ich Sie gerne nochmal der Geschäftsleitung zur Abnahme vorlegen.
32:58– Ja, natürlich.
32:59– Schaffen Sie es auch, einen Tag früher fertig zu werden?
33:01– Ich weiß, es ist ein bisschen knapp, aber Herr Reichenbach hat danach keine Zeit mehr.
33:04– Das ist schon sehr...
33:05– Schaffen Sie es schon.
33:06– Sie ist doch jetzt Chefdesignerin.
33:16– Ich habe dir doch gesagt, dass er gefährlich ist.
33:19– Ja, das reicht. Ich habe Delbrück unterschätzt.
33:22– Ahnt er irgendwas?
33:23– Ich glaube nicht. Er wurde kurz misstrauisch, als ich ihm nicht sagen konnte, was ich gegen ihn habe, aber...
33:28– Und? Was hast du dann gemacht?
33:30– Ich habe einen gelenkt. Was sollte ich sonst tun? Ich gehe nachher mit ihm und Lizzie essen.
33:34– Mir kraut schon jetzt davor. – Du schaffst es schon.
33:37– Ich hasse dieses ständige Lügen.
33:40– Frag mich mal. Aber wenn wir Annabelle und Jan überführen wollen, dann müssen wir alle belügen.
33:49– Entschuldige bitte ich. Ich muss Schluss machen.
33:54– Richard.
33:56– Ja.
33:59– Du belügst uns auch?
34:08– Was ist denn hier los?
34:10– Sophie und Richard sind gar nicht zerstritten. Sie tun nur so.
34:15– Warum?
34:18– Annabelle.
34:20– Wir wollen Sie in Sicherheit wiegen.
34:23Ich bin eine Feindin für Sie, weil ich weiß, dass sie den Mord an Helen einen Auftrag gegeben hat.
34:29Richard tut nur so, als ob er mir nicht glauben würde und wir hoffen, dass sie Vertrauen zu ihm fasst
34:34und sich früher oder später verrät.
34:40– Ach, das klappt doch hier alles überhaupt nicht.
34:45– Hallo, Maike.
34:46– Simon, gut, dass du da bist.
34:47– Warum?
34:48– Nora van Weiden will die Mappe jetzt einen Tag früher haben.
34:51– Oh, das wird knapp.
34:52– Ja, ich weiß.
34:53– Aber prinzipiell ist es noch zu schaffen. Ich meine, wir müssen ja nicht jedes Foto perfekt bearbeiten. Und das
34:57Layout können wir ja auch erst so lassen.
34:58– Aber das ist meine erste Aufgabe als Chefdesignerin und da kann ich keinen Kompromiss abgeben.
35:03– Also was machen wir? Schaffst du es oder schaffst du es nicht?
35:06– Nein, nicht so schnell. Mir fehlt deine Erfahrung.
35:11– Also gut. Das ist ja eh meine Aufgabe.
35:15– Jetzt bin ich deine Chefin und kann deinen Job nicht erledigen. Ich hätte diese Stelle nicht annehmen dürfen.
35:21– Das ist doch Unsinn. Der Termin ist auch schwer für mich zu erledigen.
35:25– Wenn du willst, kannst du mir ja ein bisschen über die Schulter gucken und etwas lernen.
35:30– Gerne.
35:33– Danke, Simon.
35:35– Jetzt hör auf. Ich hab zu dir.
35:41– Schön, dass du gekommen bist, Papa.
35:44– Du weißt, wie wichtig du mir bist.
35:48– Ist dir eigentlich bewusst, dass dir hier ein Starpolizist gegenüber sitzt?
35:52– Ich war heute bei ihm. Sein ganzer Schrank steht voller Auszeichnungen.
35:55– Tatsächlich?
35:57– Ja, ich bin ja auch schon eine Weile bei der Polizei.
36:01– Wofür sind Sie denn ausgezeichnet worden?
36:03– Hm, zum Beispiel bester Schütze Handfeuerwaffen, Landespolizeimeisterschaft vor sechs Jahren?
36:09– Naja. Ich interessiere mich nicht für Waffen. Aber Sie als Polizist müssen natürlich damit umgehen können.
36:16– Ja, selbstverständlich. Aber wir bei der Polizei, wir versuchen natürlich den Schusswaffengebrauch so weit wie möglich einzuschreiben.
36:24– Und wenn das nicht wirklich ist?
36:27– Also, toi toi toi, bis jetzt war ich ja noch nicht in der Situation.
36:35– Ich habe Helena heute eine frische Blume ans Grab gebracht.
36:38– Entschuldige, Lissi, ich möchte hier nicht über Helena sprechen.
36:40– Warum?
36:42– Weißt du, es gibt Dinge, die...
36:46Ich glaube nicht, dass ich mich dafür rechtfertigen muss.
36:49– Papa, was soll das?
36:50– Was soll was?
36:51– Wir machen das Ganze hier nur für dich.
36:54– Ach ja?
36:55– Ich fände es ganz schön, wenn du den Mann kennenlernst, mit dem ich zusammen bin.
36:59Aber wenn du nicht willst, gut, dann nicht.
37:02– Entschuldige, ich bemühe mich doch.
37:04– Mhm.
37:05– Ich kenne Herrn Delbrück nur noch zu wenig, um mit ihm über meine verstorbene Frau zu reden.
37:09– Du, Lissi, ich finde, dein Vater hat recht mit dir.
37:12– Hör doch auf. Gib's doch zu. Du kannst ihn nicht ausstehen.
37:14– Ach, Lissi, bitte, bitte.
37:16– Weißt du was? Es ist mir scheißegal.
37:19Wenn ich deinen Segen nicht habe, ich werde trotzdem mit Jan will.
37:21– Komm, lass uns gehen. Ich habe genug in diesem Theater.
37:23– Lissi, bitte übertreib doch jetzt nicht.
37:24– Gut, gehe ich alleine.
37:27– Entschuldigung sehr für beide.
37:38– Alles klar, die Sache läuft.
37:41– Simon bleibt zu Hause?
37:43– Mhm, davon können wir wohl ausgehen, ja.
37:47– Du musst nur am Donnerstag die neue Produktmappe abnehmen.
37:51– Wie?
37:52– Tu einfach so, als würde dich diese Mappe brennend interessieren.
37:55– Simon wird nämlich mit dieser kleinen Frau Hansen auf den Termin hinarbeiten.
37:59– Doch morgen Abend, oh Wunder, wird er dann erfahren, von wem auch immer, dass das Ganze doch noch einen
38:05Tag länger Zeit hat.
38:05– Und was glaubst du, wird er dann wohl gleich machen?
38:08– Sofort ins Hotel fahren.
38:09– Wo du mit der halbnackten Luise auf ihn warten wirst.
38:11– Ach, du bist in deinem Element, was?
38:14– Hm, irgendwie schon.
38:16– Ich bin ganz erhitzt.
38:17– Das ist das Jagdfieber.
38:19– Willst du wirklich?
38:21– Vielleicht werde ich auch krank.
38:23– Fühl mal, Henning.
38:26– Ach, du bist krank, Nora.
38:28– Sehr krank sogar.
38:29– Du musst nämlich mal als Kompliment.
38:31– Was ist denn los?
38:32Hast du Migräne, oder was?
38:34– Wir sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren, findest du nicht?
38:37– Mach ich doch gerade.
38:40– Wir wollen Simon und Luisa auseinanderbringen.
38:44Schon vergessen?
38:45– Wie könnte ich das?
38:46Morgen ist es endlich soweit.
38:48Aber was spricht dagegen, wenn wir unseren letzten gemeinsamen Abend als Paar noch ein bisschen feiern?
38:57– Michael schafft es wirklich nicht alleine.
38:59– Wenn nicht, steht sie als Chefdesignerin ziemlich blamierter.
39:01Und das will ich ihr nicht zumuten.
39:03– Das verstehe ich.
39:05Schade.
39:06– Es wird sich eine andere Gelegenheit ergeben.
39:09Schließlich findet der Kreativ-Workshop für Kinder ja bald regelmäßig statt.
39:12– Wenn das Pilotprojekt überhaupt funktioniert.
39:15– Na, das wird es auch ohne mich.
39:16– Ja, vielleicht.
39:18Aber ohne dich wird es nur halb so schön.
39:22Ist doch schon ein seltsamer Zufall.
39:25Jetzt könnten wir mal zusammen an einem Projekt arbeiten, und wer kommt uns in letzter Sekunde dazwischen?
39:30Nora.
39:32– Na, ein Glück, dass ich das nicht gesagt habe, sonst würde es wieder heißen, ich wäre misstrauisch.
39:35– Und ich meine das ja auch gar nicht ernst.
39:37– Natürlich nicht.
39:38– Wobei, einen Moment habe ich mir schon überlegt, ob du das vielleicht zusammen mit Nora eingefädelt hast.
39:43– Du meinst, damit ich mit ihr alleine sein kann, während du mit Henning in dem Hotel bist?
39:46– Genau.
39:48– Du solltest dir lieber mal ein Beispiel an mir nehmen, ich bin nämlich nicht die Spur eifersüchtig.
39:51– Tatsächlich?
39:52– Nein, und das, obwohl du gleich mehrere Tage mit Henning in unserem Traumhotel verbringen wirst.
39:56– Keine Angst, ich werde mich nachts einfach totstellen.
40:00– Das wird ihn nicht davon abhalten, glaub mir, dir nachzulaufen.
40:04– Ah, du Blödmann.
40:05– Wir werden bald jede Menge Förderkurse in der Manufaktur abgeben.
40:08– Ja, das werden wir.
40:13– Sind wir eigentlich böse Menschen, Henning?
40:15– Ich nicht, du schon.
40:17– Ich bin gerne böse.
40:19– Falls es bedeutet, so viel Spaß zu haben wie eben.
40:21– Ach, in Zukunft wirst du dir deinen Spaß bei Simon holen müssen.
40:25– Wenn ich Simon erstmal wieder habe, bin ich sowieso wunschlos glücklich.
40:29Aber trotzdem werden mir unsere konspirativen Treffen ein wenig fehlen.
40:34– Wir hören endlich auf zu lügen, Nora.
40:37Ich weiß, für dich wird was hart.
40:40– Tu doch nicht so, als wärst du der Heilige von uns beiden.
40:43Wessen Idee war es bitte den beiden vorzuspielen, dass wir ein Paar sind?
40:46– Stimmt, das war allerdings ein Geniesteich von mir.
40:49– Die arme Luisa hat sich sofort Sorgen um ihren Henning gemacht.
40:52Gerade noch so unsterblich in sie verliebt.
40:54Und jetzt in so jemanden wie mich?
40:57Und das nach deinem wirklich gut gespielten Nervenzusammenbruch.
41:00– Du meinst nicht, dass ich da etwas übertrieben habe?
41:02– Nein.
41:05Obwohl, als sie uns in Flagranti erwischt haben, hast du schon ein bisschen übertrieben.
41:08– Ja, aber nur, weil du darauf stehst.
41:10– Stimmt.
41:11Und dann haben sie dir auch noch geglaubt,
41:14dass du einfach mal so ihr Hotel verspielt hast und den Kaufpreis noch dazu?
41:17Nicht schlecht, das war wirklich Oskar-Reif.
41:19– Wenn ich es recht bedenke, sollte ich mit so einer Anfängerin wie dir gar nicht zusammenarbeiten.
41:25– Anfängerin?
41:26Du hast ja keine Ahnung, wie es in der Liga zugeht, in der ich spiele.
41:30– Ach ja?
41:30– Wer glaubst du ist dafür verantwortlich, dass Luisa und du geheiratet haben?
41:37– Deine Mutter hat Luisa erpresst.
41:40Dachte ich wenigstens.
41:43– Jetzt sage ich das du.
41:45– Du hast die ganze Zeit hinter dieser dreckigen Erpressung gesteckt?
41:53– Sie haben Luisa also gezwungen, mich zu heiraten?
41:56– Hörst du, Vivi?
41:57– Wie kommen sie denn auf diese Idee?
41:59– Warum haben sie Luisa das angetan?
42:01– Genau in dem Moment, in dem Simon und ich zusammenarbeiten könnten, ziehst du diesen
42:05Auftrag aus der Tasche.
42:06– Was du dir wieder für einen Schwachsinn zusammenreißt?
42:07– Was? Tu nicht so. Du hast oft genug dafür gesorgt, dass Simon und ich nicht zusammen sein können.
42:11– Er wollte sie sogar heiraten.
42:12– Das konnte ich doch nicht zulassen.
42:13– Deshalb habe ich dir den Auftrag geteilt, sie umbringen zu lassen.
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