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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:01Warum hast du mir nicht vertraut?
00:03Ich weiß, dass ich diesen Fehler kein zweites Mal in meinem Leben machen werde.
00:07Gib mir die Chance, es zu beweisen.
00:09Geh nicht.
00:13Es tut mir leid, Simon.
00:18Es ist zu spät.
00:25Waldruh!
00:27Waldruh gleich weit!
00:36Ja, was denn?
00:37Sie haben Luisa die ganze Zeit angefläht, für ihre Liebe zu kämpfen.
00:41Sie haben es doch gehört.
00:42Luisa will mich nicht mehr.
00:44Und jetzt wollen Sie einfach aufgeben?
00:54Hey, what you looking for?
01:00No one has the answer.
01:03They just want more.
01:07Hey, who's gonna make it right?
01:14This could be the first day of my life.
01:22ich bin schon von so.
01:31What you doing?
01:36Oh, nein.
01:40Amen.
01:42Wimicamentein Schneider.
01:42Oh, man.
01:47phảiんです'
01:49Oldツ어야.
01:50Das ist alles.
01:54Frau Maywald, Sie wurden bereits erwartet.
01:57Entschuldigen Sie die Verspätung, Herr Kerstner,
01:59aber ich habe bis eben in der Stadt nach einem Zimmer gesucht.
02:02Sagten Sie nicht am Telefon, dass Sie bereits ein Apartment haben?
02:05Das dachte ich auch.
02:07Aber als ich dort ankam, hat es der Vermieter schon vergeben.
02:10Und deshalb wollte ich so schnell wie möglich was Neues finden.
02:12Mit wenig Erfolg, wie ich sehe.
02:14Leider, aber ich wollte nicht noch später kommen.
02:16Ich kümmere mich morgen um eine Wohnung.
02:17Das brauchen Sie nicht.
02:18Sie können vorläufig ein Zimmer hier im Hotel beziehen.
02:22Wirklich?
02:23Wir haben doch auch etwas davon, wenn Sie in der Nähe sind.
02:26Hier, Zimmer 6. Das wird Ihnen gefallen.
02:30Vielen Dank.
02:34Wissen Sie was, ich bringe schnell mein Gepäck nach oben
02:36und dann kümmern wir uns um die Formalitäten.
02:38Sie können sich gleich bei der Geschäftsleitung melden.
02:40Um Ihr Gepäck kümmert sich unser neuer Hoteldiener.
02:44Sie sind nicht die Einzige, die heute ihren ersten Tag hat.
02:49Bringen Sie das Gepäck von Frau Maywald bitte auf Zimmer 6.
02:53Mit dem größten Vergnügen.
03:07Wann kommt denn dein Kunde?
03:08In ungefähr einer Stunde.
03:10Ja, dann setz dich hin, trinke einen Kaffee, isst was.
03:12Meine Mutter hat noch frischen Kuchen da.
03:14Nein, nein, danke. Ich kriege jetzt wirklich nichts runter.
03:16Danke, jetzt mach dich nicht verrückt.
03:18Du musst das Meeting ja nicht alleine durchziehen.
03:19Der Reichenbach hilft dir doch.
03:20Sebastian, das ist das erste Mal, dass ein Prototyp von mir präsentiert wird.
03:24Und Herr Hagendorf ist einer unserer wichtigsten Kunden.
03:27Und das Design wird ihn umhauen und der Reichenbach wird auch begeistert sein.
03:30Das würde mir ja schon reichen,
03:32wenn Herr Reichenbach mir mal endlich seine Verbesserungswünsche mitteilen würde.
03:35Schon mal dran gedacht, dass er vielleicht gar keine hat?
03:38Ja, und warum sagt er mir das dann nicht?
03:39Ja, weil er Geschäftsführer ist und eine Menge andere Dinge zu tun hat.
03:43Hm?
03:52Nachdem ich vorhin Herrn Reichenbach meinen Teller gebracht habe,
03:55da kam plötzlich aus seinem Büro so ein komisches Geräusch,
03:57das hörte sich fast so an, als sei irgendwas zerbrochen.
03:59Dann ist ja denk was runtergefallen, was kommt vor?
04:01Und wenn es mein Teller war?
04:02Ach komm, wenn der Teller wirklich kaputt wäre,
04:05dann hätte er den Termin doch abgesagt, oder?
04:07Ja, eben.
04:08Vielleicht ist Herr Reichenbach deswegen noch nicht aufgetaucht.
04:24Ich kann es einfach nicht fassen, dass ich dir wieder vertraut habe.
04:27Wie konnte ich glauben, dass du dich wirklich geändert hast?
04:30Wenn es irgendetwas gibt, womit ich das wieder gut machen kann.
04:32Ich will, dass du unsere Ehe sofort animieren lässt.
04:35Und ab sofort werden wir nur noch im Rahmen der Stiftung miteinander zu tun haben.
05:01Und ab sofort werden wir nur noch im Rahmen der Stiftung miteinander zu tun.
05:08Und du hast es geschafft, Simon und mich zu trennen?
05:13Sie ist weg.
05:15Du hast heute genauso viel verloren.
05:21Eine Liebe.
05:24Und eine Schwester.
05:32Tief einatmen, lass die Gedanken fliegen.
05:35Und was siehst du?
05:36Ich sehe Herrn Hagendorf, wie er meinen Teller in der Hand hält.
05:39Das ist gut.
05:40Und weiter?
05:41Er verzieht das Gesicht, weil er meinen Teller so furchtbar findet.
05:44Nee, du musst den Gesichtsaustruck umdeuten.
05:46Er ist nicht entsetzt, sondern er ist fassungslos, weil der Teller so schön ist.
05:49Okay, ja, ich versuch's.
05:51Und weiterhin tief aus und einatmen.
05:58Ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich keine Luft mehr kriege.
06:00Was ist denn?
06:01Oh nein, jetzt hab ich auch noch einen Schluck auf.
06:09Warum bist du hergekommen?
06:11Du bist hier.
06:12Und ohne dich kann ich nicht sein.
06:14Jetzt mach es uns doch nicht noch schwerer, als es schon ist.
06:18Luisa.
06:21Luisa.
06:22Als ich gehört habe, dass du Falkenthal verlassen hast,
06:25da bin ich dir wie ein Wahnsinniger mit dem Auto hinterhergefahren.
06:27Habe deinen Zug eingeholt, mit Engelszungen auf dich eingeredet.
06:31Mich vor allen Leuten zu meinen Fehlern bekannt.
06:34Von wildfremden Menschen ein Bahnticket geschnurrt.
06:38Glaubst du allen Ernstes, dass ich jetzt aufgebe?
06:44Ich hab dir gesagt, dass es zu spät ist.
06:48Ich habe dich betrogen und dir nicht vertraut.
06:52Und das kann ich nicht rückgängig machen.
06:55Aber ich kann dir beweisen, dass ich dazugelernt habe.
06:58Gib uns nicht auf.
07:01Zwischen uns ist etwas kaputt gegangen.
07:06Mein Vertrauen in dich.
07:07Ich hab es verloren.
07:09Gib mir eine Chance, es dir zurückzugeben.
07:12Ich werde dir beweisen, dass ich es bereue
07:13und dass du dich ab jetzt voll und ganz auf mich verlassen kannst.
07:18Bitte.
07:20Fahr zurück nach Falkenthal.
07:24Es gibt nur einen Grund, der mich dazu veranlassen könnte.
07:29Sag mir ins Gesicht, dass du mich nicht mehr liebst.
07:40Manchmal ist Liebe nicht genug.
07:43Doch, Luisa.
07:45Und wenn du daran zweifelst,
07:47dann habe ich genug Liebe und Hoffnung für uns beide.
08:00Hallo Simon, Maike hier.
08:03Störe ich?
08:04Ja, ja.
08:05Nein, nicht wirklich.
08:06Was geht es denn?
08:07Ähm, es geht um die Präsentation heute mit Herrn Hagendorf.
08:09Du bist doch dabei, oder?
08:11Äh, eher nicht.
08:13Was?
08:14Wie, wie, dann bin ich jetzt ganz alleine da?
08:17Wieso, was ist denn mit Henning?
08:19Simon Henning ist kein Grafiker.
08:20Ich weiß, ich bin jetzt Chefdesignerin und eigentlich müsste ich das alleine schaffen, aber...
08:25Könntest du nicht ausnahmsweise mitkommen, bitte?
08:27Maike, ist alles in Ordnung mit dir?
08:30Nein, verdammt.
08:32Weißt du, es hat noch niemand über meine Entwürfe geschaut und Henning ist auch verschwunden und du, du, du...
08:39Ich habe einen neuen Job.
08:40Was?
08:43Das kannst du doch nicht machen.
08:45Hör zu, Maike, das schaffst du auch ohne mich.
08:47Und wenn Herr Hagendorf kommt, dann wirst du ihm ganz einfach sagen, dass du...
08:53Simon?
08:58Sie?
09:00Das kann ja mal nicht wahr sein.
09:09Ich kann es immer noch nicht glauben, dass Luisa Falkenthal tatsächlich verlassen hat.
09:15Ja, hoffentlich nicht für immer.
09:17Simon ist jedenfalls wild entschlossen, sie zurückzuholen.
09:20Dann hat er sich so einfach Urlaub genommen?
09:23Ich fürchte, er ist einfach so losgefahren.
09:27Maike war vollkommen aufgelöst, weil er nicht in der Manufaktur war.
09:30Sie hat heute ihre erste wichtige Präsentation.
09:32Oh, hey, dann hat sie bestimmt Lampenfieber.
09:35Und wo stecken denn jetzt Simon und Luisa eigentlich?
09:39In irgendeinem Hotel, so genau habe ich das nicht rauskriegen können.
09:42Simon war furchtbar aufgeregt.
09:46Also was Luisa in einem Hotel macht, das kann ich mir vorstellen.
09:49Aber Simon, vielleicht ist er der neue Hotelpage.
09:54Simon als Kofferträger, das würde ich gerne sehen.
09:57Naja, dass es zwischen den beiden in der letzten Zeit Probleme gegeben hat, das habe ich schon bemerkt.
10:04Aber dass es so weit geht, das hätte ich nicht gedacht.
10:07Richtig schwierig ist es erst geworden, als Luisa anfing für die Harald-Becker-Stiftung zu arbeiten.
10:12Ja, da hat sich zwischen den beiden sehr vieles verändert.
10:14Na ja, sie war ständig mit Henning zusammen.
10:17Und das hat Simon von Anfang an nicht gefallen.
10:20Also hätten Henning und Nora den beiden nicht zu übel mitgespielt,
10:25dann wäre das alles wahrscheinlich gar nicht passiert.
10:29Was meinst du denn damit?
10:32Na, Henning und Nora haben ausgenutzt,
10:35dass Luisa zu diesem Kreativ-Workshop ohne Simon fahren musste.
10:40Und da haben sie Luisa mit einem Schlafmittel betäubt.
10:43Und anschließend haben sie es so aussehen lassen,
10:46als hätte Luisa Simon mit Henning betrogen.
10:50Wusstest du das denn nicht?
10:53Nein.
11:17Sie finden sich zurecht, Frau Maywald?
11:19Ja, vielen Dank.
11:20Ich habe das Hotel und die Arbeit hier richtig vermisst.
11:23Schön.
11:25Bei dem jungen Mann bin ich mir allerdings nicht so sicher,
11:27dass der die richtige Branche gewählt hat.
11:30Das sind bestimmt nur Anfangsschwierigkeiten.
11:32Er wirkt doch eigentlich ziemlich patent.
11:34So meinen Sie?
11:35Noch ein paar mehr von der Sorte und wir könnten den Laden hier dicht machen.
11:40Wenigstens verdient er sein Geld nicht mit Handwerk.
11:42Da wird er über kurz oder lang verhungert.
11:45Ich werde ihm sagen, er soll sein Trinkgeld sparen für die hartsten Zeiten.
11:49Wahrscheinlich bezahlen die Leute ihn eher dafür,
11:51dass er ihre Koffer in Ruhe lässt und nicht umgekehrt.
11:55Oh, ich kann gar nicht hinsehen.
11:56Haben Sie bitte ein Auge auf den jungen Mann.
12:01Ach, übrigens, heute Nachmittag checkt Claudine Duval ein.
12:07Die Chansonsängerin?
12:09Mhm.
12:10Eingestandermaßen der Schwarm meiner Jugend.
12:14Sie wird sich hier wohl fühlen.
12:16Dafür werde ich sorgen.
12:19Frau Maywald, lassen Sie unseren jungen Freund besser nicht mit Madame allein.
12:40Was kann ich für dich tun?
12:55Also für mich nichts.
12:57Aber dem Herrn dort hast du die Aktentasche geklaut.
12:59Was?
13:02Der gehört gleich zu der Reisendruppe.
13:03Jetzt geht er auch noch.
13:04Kein Problem.
13:05Ich bin locker und entspannt, siehst du?
13:07Und dieses Lächeln ist fest in mein Gesicht betoniert.
13:09Und es gibt nichts, wirklich nichts, was mich aufhalten kann.
13:18Wer ist hier?
13:31Wie kann man nur eine solche Liebe mutwillig zerstören?
13:35Ich weiß es nicht.
13:37Aber seit ich Annabelle kenne, weiß ich, dass Boshaftigkeit keine Grenzen kennt.
13:42Und das gilt wohl auch für ihre Tochter.
13:44Aber ich dachte, Nora wäre jetzt mit Henning zusammen.
13:48Offenbar hat sie aber trotzdem nicht verwunden, dass Simon sich nicht für sie, sondern für Luisa entschieden hat.
13:55Dann hatte sie wahrscheinlich von Anfang an vor, einen Keil zwischen Luisa und Simon zu treiben.
14:00Und sie hat es ja auch erreicht.
14:01Also ohne Henning und Noras Intrige wären die beiden ja immer noch zusammen.
14:05Seine eigene Schwester ein Schlafmittel zu verabreichen.
14:08Ich kann es gar nicht fassen.
14:12Tja.
14:13Sie scheinen von ihrer Mutter gelernt zu haben.
14:16Also von Nora hätte ich ja so etwas erwartet, aber von Herrn Reichenbach?
14:21Also wenn der mir unter die Augen kommt, dem habe ich einiges zu sagen.
14:28Frau Landmann, gibt es noch Kaffee?
14:33Sie kommen genau richtig.
14:35Sie kommen genau richtig.
14:43Sie kommen genau richtig.
15:08Sie kommen genau richtig.
15:40Sie kommen genau richtig.
16:14Ja, Herr Rhein?
16:17Entschuldigen Sie die Störung.
16:18Was wollen Sie?
16:19Ich wollte eigentlich mit Herrn Reichenbach sprechen.
16:21Sieht aus wie Herr Reichenbach.
16:23Ich kann ihn nicht erreichen.
16:25Er hat sein Telefon ausgeschaltet und auf mein Klopfen reagiert er nicht.
16:28Und was soll ich daran ändern?
16:30In einer halben Stunde ist eine ganz wichtige Präsentation mit Herrn Hagendorf.
16:34Simon kommt nicht. Ich habe gerade mit ihm telefoniert.
16:37Was? Sie haben mit ihm gesprochen? Was hat er gesagt?
16:40Dass er nicht kommt und dass er einen neuen Job hat.
16:43Was? Wo denn?
16:45Keine Ahnung. Die Verbindung war ganz schnell zu Ende.
16:50Wissen Sie, ich habe so eine Präsentation noch nicht gemacht.
16:53Und sowohl Henning Reichenbach als auch Simon Becker sind nicht da
16:58und haben mir auch noch kein Feedback für meine Entwürfe gegeben.
17:01Feedback? Hier geht es doch nicht um Ihr Gesellenstück.
17:03Nein, natürlich nicht. Aber es wäre gut, wenn noch mal jemand drüber schaut.
17:07Wollen Sie mal, Frau Hansen, wofür bezahlen wir Sie hier eigentlich?
17:09Ich bin die Chefdesigner.
17:10Ja, dann tun Sie was für Ihr Geld und machen Sie Ihren Job.
17:13Aber Frau van Weyden, legen Sie sich um Gottes Willen mal ein bisschen Make-up auf
17:16und ziehen Sie sich was Ordentliches an.
17:18Das denkt der Hagendorf noch, wir haben unsere Putzfrau ins Meeting geschickt.
17:20Bitte.
17:21Der Mann leitet eine der wichtigsten Hotelketten überhaupt.
17:26Wenn da unsere Chefdesignerin aussieht wie die letzte Landpomeranze,
17:28dann dreht er sich auf einen Absatz um und geht,
17:30ohne sich dem Prototyp überhaupt mal angesehen zu haben.
17:33und nicht für die letzte Landporter.
18:07Das ist das Zimmer meiner Verlobten.
18:19Verteilt die Blumen im ganzen Raum, aber beeilt euch.
18:35Viel Glück. Danke. Alles gut.
18:54Oh, ein Bewunderer.
18:59Aber was sage ich? Ein wahrer Fan?
19:07Mein lieber Junge, das wäre doch nicht nötig gewesen.
19:11Ich bin es ja gewohnt, dass die Männer mir zu Füßen liegen.
19:16Aber normalerweise nach dem Konzert vor meiner Garderobe ins Hotelzimmer hat sich noch keiner gewagt.
19:28Das, äh, ich wusste nicht, ich wollte...
19:31Es brauchte nicht peinlich sein. Ich finde es ausgesprochen charmant.
19:37Und ich mag es, wenn Männer direkt sind.
19:41Ich glaube, das Ganze ist ein Missverständnis. Ist das nicht Zimmer Nummer 6?
19:45Nette Versuch, Kleine. Keine Sorge, ich bin dir ja nicht böse. Aber jetzt, äh, lass dich mal ansehen.
19:57Ah...
20:08Dieses blonde Gift, was bildet die sich eigentlich ein?
20:11Ich wette, du sprichst von Nora.
20:12Ja, ich lasse mich doch von der nicht beleidigen.
20:15Was hat sie denn gesagt?
20:16Sie hat gesagt, dass ich aussehe wie eine Landpomeranze.
20:19Und dass ich mich bei Hagendorf so nicht zeigen lassen kann.
20:22Wie bitte?
20:23Ja.
20:24Und dann hat sie doch gesagt, dass ich mich schminken soll und mir was Vernünftiges anziehen soll.
20:29Warum hast du mir eigentlich nie gesagt, dass ich unmöglich aussehe?
20:32Warum sollte ich denn?
20:33Damit ich mir das nicht von Nora van Weiden anhören muss.
20:36Ich dachte eigentlich, meine Klamotten wären in Ordnung.
20:39Das sind sie doch auch.
20:39Jetzt lasse ich doch von dieser frustrierten Zicke nicht so fertig machen.
20:43Sebastian, jetzt mal ganz ehrlich.
20:45Sehe ich aus wie eine Chefdesignerin.
20:49Ich weiß nicht, Simon hat immer Anzüge an, äh, Mädchen.
20:52Also, glaube ich jedenfalls.
20:53Super.
20:54Soll ich mir jetzt einen Schlips umbinden oder was?
20:57Das ist doch wie ein Kostüm, oder?
20:59Ah.
21:00Du findest also auch, dass ich nicht gut aussehe?
21:02Nee, das habe ich doch gar nicht gesagt.
21:03Ja, und warum kommst du mir dann mit so einem Kostüm?
21:07Du findest also, dass ich nicht gut aussehe, so wie ich jetzt gekleidet bin, ja?
21:10Meike, du siehst immer toll aus.
21:11Danke, das hilft mir jetzt weiter.
21:13Der Hagendorf will dir doch nicht deine Wäsche, sondern er will nur deinen Prototyp, hoffe ich jedenfalls.
21:18Mehr wäre es trotzdem lieber, wenn ich jetzt irgendeinen schicken Fummel hätte.
21:22Aber wo soll ich den jetzt noch herkriegen?
21:26Sorry, Meike, aber ich muss los.
21:28Ich habe einen wichtigen Auftrag.
21:29Tschüss.
21:57Schade, dass ich das verpasst habe.
21:58Ach, vermutlich warst du da gar nicht auf der Welt.
22:01So jung bin ich auch nicht mehr.
22:03Und wem sagst du da, mein Junge?
22:05Bitte freu dich, weil...
22:07Schame.
22:09Nenn mich einfach nur Claudine.
22:16Also gut, Claudine, ich müsste jetzt wirklich langsam mal...
22:20Ach, ein paar Minütchen hast du bestimmt noch.
22:23Der Empfangschef ist ein alter Bewunderer von mir.
22:27Von mir leider nicht.
22:30Herein!
22:32Frau Duval, entschuldigen Sie die Störung.
22:37Unser Empfangschef, Herr Kersten, schickt Ihnen das mit den freundlichsten Grüßen des Hauses.
22:44Oh, ich werde ja hier so verwöhnt.
22:48Frau Duval, jetzt...
22:50Oh, wann bin ich schon beim Du?
22:52Also gut, Claudine.
22:53Und, äh, legen Sie beim Herr Kersten ein gutes Wort für unseren jungen Freund hier ein.
23:01Er hat mir so nett die Zeit vertrieben.
23:04Herr Kersten soll ihm nicht böse sein.
23:07Natürlich.
23:08Wir freuen uns, dass Sie sich Bayern-Bäcker so wohlfühlen.
23:12Löwisa, einen Moment.
23:14Ich kann dir nichts erklären.
23:15Die Blumen, wo das alles ist...
23:16Wunderschön.
23:18Und falls Sie noch einen Wunsch haben, dann lassen Sie es uns wissen.
23:25Herr Reichenbach, wie konnten Sie nur so etwas tun?
23:29Also von Nora hätte ich so etwas ja erwartet, aber von Ihnen...
23:33Ich weiß, Sie haben vollkommen recht.
23:36Ja, ist das alles, was Sie dazu zu sagen haben?
23:39Sie haben die Beziehung zwischen Luisa und Simon zerstört, weil Sie den beiden das Glück nicht gegönnt haben.
23:44Ja, und Ihre Zukunft ruiniert.
23:46Indem Sie behauptet haben, Sie hätten Ihr Hotel verspielt und Ihr ganzes Vermögen außerdem.
23:50Sie wussten doch aber ganz genau, wie viel Luisa dieses Hotel bedeutet hat.
23:55Dass Sie und Simon keine Freunde sind, das wusste ich von Anfang an.
23:58Aber wie konnten Sie Luisa so etwas antun?
24:00Das frage ich mich auch die ganze Zeit.
24:03Mehr haben Sie dazu nicht zu sagen?
24:05Ich... ich habe nie aufgehört, Luisa zu lieben.
24:08Und ich wollte, dass sie zu mir zurückkommt, um jeden Preis.
24:13Was ich Luisa angetan habe, ist unverzeihlich.
24:17Und glauben Sie mir bitte, dass es mir mehr als leid tut.
24:22Ich wollte Luisa nie unglücklich machen.
24:24Sie sollte sich für mich entscheiden und mich lieben.
24:29Dabei hätte ich die ganze Zeit wissen müssen, dass es für sie immer nur Simon gegeben hat.
24:34Aber das wollte ich einfach nicht wahrhaben.
24:42Ich verstehe, dass Sie mich verurteilen.
24:44Aber glauben Sie mir, die größten Vorwürfe mache ich mir selbst.
24:56Ja, bitte?
24:58Hi.
24:59Ach, du bist's.
25:00Da bin ich wieder.
25:01Und?
25:02Ist Herr Reichenbach inzwischen wieder aufgetaucht?
25:03Von wegen.
25:04Ans Telefon geht er auf nicht.
25:06Man könnte glauben, er sei ein Phantom.
25:08Alle drei Minuten klopfe ich an seine Tür.
25:10Und schon mal reingeschaut?
25:11Ach Quatsch, das kann ich doch nicht machen, wenn er nicht hier rein sagt.
25:14Wovor hast du denn Angst, dass er ein Hakt ist?
25:16Das wäre mir völlig Banane.
25:18Hauptsache, der Typ ist da.
25:20Hier.
25:22Was ist das denn?
25:23Etwas, was dir vielleicht helfen könnte.
25:25Mir?
25:27Sagen wir mal so, ich kann dir zwar nicht bei der fachlichen Vorbereitung für deinen Termin helfen, aber...
25:31Aber?
25:32Was die Form angeht, da kann ich etwas beisteuern.
25:34Naja, eigentlich waren das die Worte von Luigi, dem Besitzer der Boutique.
25:37Ach, das ist nicht dein Ernst, oder?
25:40Das ist alles für mich?
25:42Glaubst du, ich mache in so einer Situation Scherze?
25:44Ich hänge an meinem Leben.
25:45Aber das muss doch ein Vermögen gekostet haben.
25:48Ach, ich habe für Luigi neulich ein paar Sonderfahrten gemacht und der war mir noch was schuld.
25:53Wow, das ist...
25:55Das ist perfekt.
25:56Sebastian, das ist...
25:58Wie kann ich dir danken?
25:59Du könntest mich zum Beispiel in Zukunft durchfüttern.
26:02Mit deinem neuen Outfit steht deine Karriere ja jetzt nichts mehr im Wege.
26:05Aber weißt du was?
26:06Jetzt habe ich erst recht ein Problem.
26:08Wieso?
26:09Passen Sie nicht?
26:11Ich weiß nicht, welches ich anziehen soll.
26:27Luigi, ich muss dir was erklären.
26:29Aber warum denn?
26:30Bitte.
26:32Brot steht dir übrigens gar nicht schlecht.
26:37Das Ganze war ein Missverständnis.
26:39Alle Achtung, junger Mann.
26:42Als Hotel-Diener sind Sie natürlich noch ein Anfänger, aber als Gesellschafter haben Sie offensichtlich Erfahrung.
26:48Frau Diweil war sehr angetan.
26:51Mir müssen Sie nichts erklären.
26:53Nein, ich bin auch ein ausgesprochener Bewunderer von heute.
27:05Du scheinst ja verborgene Talente zu haben.
27:08Du kennst mich, ich bin musikalisch wie ein Stück Holz.
27:10Also wenn du sie nicht mit deiner Stimme betört hast, womit dann?
27:15Luisa, diese Frau ist über mich hergefallen.
27:18Ich konnte nichts dagegen tun.
27:20Dabei war alles für dich, die Blumen, die Luftballons.
27:23Sie hat sogar die Pralinen, die eigentlich für dich waren, alle aufgegessen.
27:27Ja, du sahst wirklich sehr komisch aus.
27:29Als wäre es in einem falschen Film.
27:31Aber habt ihr euch ja gut verstanden?
27:33Sie hatte dir sogar das Du angeboten.
27:35Sie tat mir einfach ein bisschen leid.
27:37Offenbar ist es schon eine Weile her, dass ein Fan für sie auf die Knie gefallen ist.
27:42Du bist was?
27:43Ich dachte, es wäre dein Zimmer.
27:45Ich habe mich in der Nummer gehört.
27:47Du wolltest mir den Rosenkavalier geben.
27:51Vor dir steht ein verzweifelter Mann, der alles, aber auch wirklich alles dafür tun würde,
27:55um ein winziges Lächeln von dir zu eraschen.
27:59Du siehst umwerfend aus, Maike.
28:00Ich habe fast das Gefühl, ich muss dich sitzen.
28:02Du findest also, das steht mir, ja?
28:04Allerdings.
28:05Der Reichenbach kann froh sein, wenn der Typ aus München den Teller überhaupt ansieht.
28:08Der müsste mal gleich hier sein.
28:10Die Kunden müssten auch gleich kommen.
28:14Ähm, Entschuldigung.
28:16Könntest du bitte nochmal bei Herrn Reichenbach im Büro anrufen?
28:32Ich glaube fast, er ist gar nicht da.
28:34Vielleicht kommt er da gerade.
28:36Da würden mir auf jeden Fall 3000 Steine vom Herzen fallen.
28:45Der Reichenbach wird gleich kommen.
28:47Und jetzt los, Maike.
28:47Hau sie um.
28:52Na, haben Sie Ärger bekommen?
28:55Nein.
28:56Sie haben doch bei Herrn Kersten ein gutes Wort für mich eingelegt.
28:58Ich habe nicht von Herrn Kersten gesprochen, Kleine.
29:02Frau Duval, ich...
29:03Äh, schon gut.
29:04Ich habe es gemerkt, als das Mädchen hereinkam.
29:08Die Blumen waren gar nicht für mich, stimmt's?
29:13Nein, ich habe mich in der Zimmernummer geirrt.
29:15Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.
29:16Ach, wofür denn?
29:19Es war eine wunderschöne Überraschung, auch wenn sie nicht für mich bestimmt war.
29:26Schön, dass es Ihnen eine Freude gemacht hat.
29:28Ich bin zu alt, um höflich zu sein, mein Junge.
29:31Was genau läuft da zwischen Ihnen und der Empfangswahn?
29:37Das ist eine lange Geschichte.
29:39Wenn Sie sich auf das Mittelteil beschränken, langt es vielleicht für jede Pause.
29:45Und den Waisenrat von einer erfahrenen Frau.
29:50Ich kenne Luisa schon länger.
29:53Eigentlich wollten wir heiraten.
29:56Bis ich es vermasselt habe.
29:58Sie haben Ihre Freundin betrogen.
30:01Ja, mit Ihrer Schwester.
30:05Das ist ein dicker Hund.
30:08Und darum bin ich hier.
30:10Damit Sie mir verzeiht.
30:12Ich verstehe.
30:13Und stellen die Blumen in falschen Zimmern ab.
30:16Sie sind wirklich ein Unglücksrabe.
30:19Ich kann Luisa nicht aufgeben, verstehen Sie?
30:23Und wenn ich sage, dass ich Luisa liebe, dann ist das noch zu wenig.
30:27Sie wollen es ihr also beweisen, verstehe ich.
30:31Ich wünschte, ich könnte irgendein Abenteuer für Sie bestehen.
30:34Diamanten aus einem reißenden Fluss holen.
30:36Edelweiß vom höchsten Berg der Welt pflücken.
30:38Oder die Sterne vom Himmel holen.
30:40Das würde ja zeigen, was sie mir bedeutet.
30:42Ich würde einfach alle Gefahren der Welt auf mich nehmen.
30:44Und jeden Drachen töten, der sich mir in den Weg stellt.
30:47Das ist ein schöner Gedanke.
30:49Aber leider leben wir nicht im Märchen.
30:52Darum werde ich weiter Koffer schleppen.
30:53Und solange auch nur ein Funken Hoffnung besteht,
30:55dass ich Luisa noch nicht ganz verloren habe,
30:58werde ich weiter kämpfen.
31:00So.
31:01Jetzt kennen Sie meine Geschichte.
31:14Herr Reichenbach, was machen Sie denn hier?
31:16Sieht man doch.
31:18Sie sollten doch eine Manufaktur sein.
31:20Heute ist der Hagendorf-Termin.
31:22Ich fühle mich nicht wohl.
31:24Ach so.
31:25Und dann gehen Sie einfach nach Hause.
31:27Genau.
31:27Und gleich lege ich mich ins Bett.
31:28Ich nehme nur noch einen kleinen Schlummer-Tunk.
31:32Dürfte ich mal erfahren,
31:33wer sich hier zum Hagendorf kümmert?
31:35Ich muss Ihnen ja wohl nicht sagen,
31:36wie wichtig dieser Kunde für uns ist.
31:39Nein.
31:39Ich weiß.
31:41Er will seine gesamte Hotelkette neu ausstatten.
31:44Mit unserem Porzellan hoffentlich.
31:47Nora macht das.
31:48Sie ist im Übruch.
31:49Na, wenigstens auf Sie es Verlass.
31:52Wir sprechen uns noch,
31:53wenn Sie wieder nüchtern sind.
31:55Kann man sich nur so gehen lassen.
31:57Ich wäre auch lieber wie Sie.
31:59Kalt wie Eis.
32:01Disziplin ist keine Hexerei.
32:03Man braucht nur einen starken Willen.
32:05Um so zu sein wie Sie,
32:06müsste man sich wohl das Herz aufschneiden.
32:12Wie wäre es mit deiner kleinen Kaffeepause?
32:18Gut.
32:19Gerne.
32:30Danke.
32:30Bitte.
32:42In dem Hotel ist ganz schön viel los.
32:44Hm.
32:47War das schon immer so?
32:51Ja, meistens.
32:57Hast du noch mal bei uns nachgedacht?
33:02Ich denke an nichts anderes, seit du hier aufgetaucht bist.
33:06Und eigentlich bin ich hierher gekommen,
33:07um endlich Abstand zu gewinnen.
33:11Ich weiß.
33:16Glaub mir, ich bin nicht hinter dir hergefahren,
33:18um dir das Leben noch zusätzlich schwer zu machen.
33:21Das weiß ich.
33:24Aber ich fürchte,
33:25du bist trotzdem umsonst gekommen.
33:28Schon vergessen?
33:29Ich bin der Ritter, der hier ist,
33:31um dich zurückzugewinnen.
33:32Und der gibt mich kampflos auf.
33:35Auch nicht, wenn ich dich darum bitte.
33:42Warum?
33:44Hüsa, ich verstehe das nicht.
33:47Warum konntest du Henning verzeihen,
33:48obwohl er dich mehrfach betrogen und belogen hat
33:50und mir nicht?
33:51Weil ich Henning nie so sehr geliebt habe.
33:55Das heißt, du verzeihst mir nicht,
33:56weil du mich liebst.
34:00Das ist keine Frage des Wollens
34:02oder des Verzeihens.
34:05Du hast mir zugetraut,
34:06dass ich dich hintergehe
34:08und eine Affäre mit einem anderen Mann habe,
34:10ohne dir etwas davon zu sagen.
34:14Du hast geglaubt, ich verletze dich,
34:16lasse dich im Ungewissen.
34:18Das kann ich nicht vergessen.
34:23Wenn unsere Liebe nicht stark genug war,
34:25dir Vertrauen in mich zu geben,
34:27wie soll ich weiter an uns glauben?
34:30Vielleicht glaubst du es jetzt nicht.
34:34Aber ich habe die Hoffnung,
34:35dass du das Vertrauen wiederfindest.
34:37Lass mich dir doch helfen.
34:39Diese Sache wird immer zwischen uns stehen.
34:42Wir können nicht einfach weitermachen,
34:43als ob nichts wäre.
34:44Dann fangen wir einfach von vorne an.
34:47Als begegnen wir uns zum ersten Mal.
34:55Du kannst dir nicht vorstellen,
34:57wie gar nicht das würde.
35:00Aber wir können unsere gemeinsame Geschichte
35:01nicht vergessen.
35:10Es tut mir leid.
35:20Das kann ich nicht versuchten.
35:25Laura,
35:26ich dachte, du bist in der Manufaktur.
35:28Ja, da war ich auch.
35:29Aber ich habe es doch nicht mal ausgehalten.
35:33Na, wunderbar.
35:35Mein Geschäftsführer ertränkt sein Selbstmitleid.
35:38In Cognac.
35:39Und meine Tochter als PR-Chefin glaubt,
35:41sie könne die Manufaktur einfach verlassen
35:43wie einen Aerobikus,
35:44wenn sie keine Lust mehr hat.
35:47Wer zum Teufel kümmert sich jetzt um Hagendorf?
35:54Ein Moment, bitte.
35:55Ja, ich bin gleich wieder da.
36:08Bitte entschuldigen Sie,
36:10dass ich einfach herein platze.
36:13Oh nein, mein Teller.
36:18Mist.
36:19Das kann ja wohl nicht wahr sein.
36:26Ich habe mich richtig entschieden.
36:28Wir können nicht einfach von vorne anfangen.
36:31Das Leben ist keine Kreidetafel,
36:32die man mit dem Schwamm einfach sauber wischt,
36:34wenn einem die Vergangenheit nicht passt.
36:40Simon hat mit Nora geschlafen.
36:42Er hat mein Vertrauen zu ihm zerstört.
36:46Das wird immer zwischen uns stehen.
36:51Verzeihung, aber irgendjemand muss ja mal aufrütteln.
36:55Entschuldigen Sie, Frau Dufel.
36:57Was kann ich für Sie tun?
36:59Für mich nichts.
37:01Er für Ihren Freunden,
37:03Hoteldiener Simon, richtig?
37:06Er verzehrt sich nach Ihnen.
37:09Merken Sie das nicht?
37:11Entschuldigung, aber ich glaube, das geht Sie wirklich nichts an.
37:16Stimmt.
37:18Aber stellen Sie sich vor, das ist mir ganz egal.
37:23Ich habe Sie beide beobachtet und ich weiß, wovon ich rede.
37:28Schließlich habe ich mein ganzes Leben lang Geld mit der Liebe verdient.
37:33Bitte?
37:36Ich meine natürlich die Musik über die Liebe.
37:40Und glauben Sie mir, Schmerz und Betrug gehören dazu.
37:47Und wer noch nicht richtig gelitten hat, der hat auch noch nicht richtig geliebt, Frau Maywald.
37:58Und eins sage ich Ihnen, wenn Sie Angst vor den großen Gefühlen haben, gehen Sie dann lieber gleich ins Kloster.
38:08Aber ich kann ja wohl von dem Mann, den ich liebe, erwarten, dass er mich nicht bedrückt, oder?
38:13Erwarten können Sie vieles.
38:15Die Frage ist doch, was Sie tun, wenn es trotzdem passiert.
38:20Nichts, einfach umdrehen und weitergehen.
38:24Und damit machen Sie es sich verdammt leicht.
38:29Ich mache es mir leicht.
38:32Sie haben keine Ahnung.
38:34Mehr als genug.
38:36Und die Details möchten Sie bestimmt nicht hören.
38:40Glauben Sie mir.
38:42Es ist so schwer.
38:43Ich weiß nicht, wie ich mit dem, was passiert ist, umgehen soll.
38:46Und darum tun Sie gar nichts und laufen einfach weg?
38:51Was würden Sie tun?
38:53Wenn er Augen für mich hätte, meinen Sie?
38:56Ich werde nicht lange zögern.
38:59Hören Sie, ich kenne viele Geschichten, aber seine...
39:04Seine war ehrlich.
39:06Und ich bin alt genug, um Ihnen mit Sicherheit sagen zu können.
39:11So jemanden trifft man nur einmal im Leben.
39:24Hallo.
39:25Hallo.
39:26Da bin ich.
39:27Schön, dass du kommst.
39:28Simon hat gesagt, wir sollen all seine Sachen zusammenpacken und er lässt sie nachher abholen.
39:32Vielleicht schenkst du schon mal mit seinen Arbeitsutensilien an.
39:35Hat er denn eine neue Wohnung gefunden?
39:37Na, bisher noch nicht, aber anscheinend ist er auf der Suche.
39:39Und hat er etwas von Luisa erzählt?
39:42Nichts Konkretes, aber mein mütterlicher Instinkt sagt mir, dass es nicht so läuft, wie er es sich wünscht.
39:48Ja, was hat er denn auch erwartet?
39:50Dass Luisa ihm um den Hals fällt?
39:53Nachdem er sie zu Unrecht verdächtigt hat und hinterher noch belogen und betrogen?
39:58Na ja, erwartet hat er es sicher nicht, aber vielleicht gehofft.
40:01Das ist nicht leicht für Luisa.
40:04Für sie ist Vertrauen das Wichtigste in einer Beziehung.
40:09Ich weiß ja, dass Simon einen Fehler gemacht hat.
40:12Aber wenn man liebt, dann verzeiht man doch auch, oder nicht?
40:16Also, da bin ich mir sicher.
40:18Vor allem in diesem Fall.
40:24Sie haben nicht zufällig Herrn Becker gesiegt?
40:27Ach, unser meier Hoteldiener.
40:29Ich würde gerne mal wissen, was der bisher gemacht hat.
40:33Also, ein Hotel hat der vorher jedenfalls noch nie von innen gesehen.
40:37Wieso, was ist denn passiert?
40:39Er hat einen Rekord aufgestellt.
40:41So viele vertauschte Koffer auf den Zimmern hatten wir bisher noch nie.
40:45Das war das reinste Chaos.
40:47Er war bestimmt nur abgelenkt.
40:49Allerdings.
40:51Von Madame Duval.
40:52Er hatte eine ganze Ewigkeit bei ihr auf dem Zimmer verbracht.
40:57Das war doch völlig harmlos.
41:02Selbstverständlich.
41:03Ich wüsste nur zu gerne, wie er das angestellt hat.
41:07Normalerweise empfängt sie ihre Bewunderer nicht auf ihrem Zimmer.
41:10Er hatte wohl einen guten Draht zu ihr.
41:14Schade, dass er mir seinen Trick nicht mehr verraten kann.
41:17Warum?
41:19Ach, Sie wissen doch gar nicht, er ist gar nicht mehr hier.
41:23Wie, er ist nicht mehr hier? Wo ist er denn?
41:25Er hat gekündigt ungefähr vor einer halben Stunde.
41:27Er ist abgereist.
41:35Die Heiratsurkunde von Lissi und Delbrück aus Las Vegas.
41:39Ohne diese Urkunde können die beiden ihre Ehe in Deutschland nicht anerkennen lassen.
41:42Wenn ich herausfinden sollte, dass sie doch irgendwas mit dem Verschwinden meiner Heiratsurkunde tut.
41:46Ja, dann lassen Sie es mich wissen.
41:48Fühlen Sie sich nicht zu sicher.
41:50Ein Seitensprung ist schon schlimm genug, aber ihn dann auch noch verheimlichen.
41:53Ich weiß, ich war pein, aber deshalb bin ich ja hier.
41:55Weil ich mich mit ihr aussprechen will.
41:57Aber das ändert nichts daran, dass das Vertrauen zwischen uns zerstört ist.
42:01Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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