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  • vor 3 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Es steht ebenso geschrieben, du sollst nicht lügen.
00:03Sie haben mich unter völlig falschen Voraussetzungen in ihr Haus geholt.
00:09Wenn Sie eine Lüge mit einem Mord gleichsetzen.
00:12Nein, ganz und gar nicht.
00:14Aber wenn ich Ihnen das Gerät überlasse, damit Sie Ihre Ex-Frau überführen,
00:18würde ich billigen, dass Sie einen Mann Gottes instrumentalisieren, um Rache zu üben.
00:24Und das kann ich nicht.
00:26Dann ruhe dich doch aus, wenn es dir nicht gut geht.
00:31Verdammt, Noah, was hast du getan?
00:34Warum denn?
00:36Ich habe dir deinen sehnlichsten Wunsch erfüllt.
00:39Eine gemeinsame Nacht mit Luisa.
00:41Du misst, Chuck.
00:44Das nehme ich mal als Kompliment.
00:50Überraschung!
01:08Du bist, Chuck.
01:42Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:54Luisa
01:58Ich zum Teufen
02:01Ich werde die Sache abbrechen
02:03Es ist besser so, glaub mir
02:04Ich fass es nicht
02:05Dann lass uns wenigstens nochmal anstoßen auf unsere Trennung
02:09Auf unsere Trennung
02:10Ich bin froh, dass es vorbei ist
02:12Ich weiß
02:13Bist du müde?
02:15Dann ruhe dich doch aus
02:17Wenn es dir nicht gut geht
02:20Verdammt, Noah, was hast du getan?
02:22Warum denn?
02:25Ich hab dir deinen sehnlichsten Wunsch erfüllt
02:27Eine gemeinsame Nacht mit Luisa
02:31Das wird dir noch leid tun, Noah
02:39Was zu viel ist, ist zu viel
02:45Ich habe dir nichts mehr
02:46Ich hab dir keine Angst
03:00Ich hab dir Angst, was mir schrekt
03:04Ich hab dir Angst, was mir schreikt
03:14Wo ist Luisa?
03:17Ja, also...
03:19Ja?
03:21Das ist nämlich so...
03:22Wie denn?
03:24Luisa schläft noch und am besten weckt er sie auch nicht.
03:27Also noch nicht, meine ich.
03:29Warum denn nicht?
03:31Darum nicht.
03:38Und jetzt?
04:01Guck mal.
04:02Sie wird wach.
04:07Was macht ihr denn hier?
04:08Du hast doch gesagt, wir malen heute.
04:11Ja, heute aber ist...
04:13Ist denn schon...
04:15Uff!
04:18War wohl lang gestern, was?
04:20Oh Gott, hier seid ihr, Mensch.
04:22Oh, Entschuldigung.
04:24So, Ende der Party.
04:25Abmarsch.
04:26Wir lassen Frau Maywald jetzt mal kurz in Ruhe.
04:28Und dann geht's los, ja?
04:30Entschuldigung.
04:31Ich glaube, ich hab verschlafen.
04:32Ich komm dann gleich.
04:33Ach Gott, man muss ja die Feste feiern, wie sie feiern, ne?
04:36Ja.
04:46Wenn ich nur wüsste, auf welchem Fest ich gestern war.
04:58Und Annabelle ist zusammengebrochen?
05:01Ja.
05:03Sie liegt fiebrig in ihrem Bett, weint und ist offensichtlich mit ihren Kräften am Ende.
05:08Der Arzt meint zwar, es gibt keine organischen Ursachen für ihren Schwächeanfall, aber...
05:13Ja, so ein Nervenzusammenbruch.
05:17Warte mal.
05:18Was ist denn?
05:20Na, nichts.
05:21Ich dachte, ich hätte dein Geräusch gehört.
05:23Hoffentlich ist dieses Versteckspielen bald vorbei.
05:27Ja, hoffentlich.
05:29Weißt du was?
05:30Manchmal komm ich mir vor, als würden wir Räuber und Gendarm spielen.
05:34Ja.
05:35Es wäre nur schön, wenn der Räuber endlich in die Falle tappen würde.
05:42Darf ich?
05:42Oh, Entschuldigung.
05:45Wir kriegen Annabelle.
05:48Und ihren verlogenen kleinen Handlanger auch.
05:52Wenn ich nur wüsste, wohin Delbrück mit Lissi verschwunden ist.
05:56Verstehst du, meine Tochter sitzt in diesem Augenblick irgendwo auf der Welt, händchenhaltend, mit dem Mörder meiner Frau.
06:04Sie werden bald wieder auftauchen, glaub mir.
06:07Was macht dich da so sicher?
06:09Er will nicht Sie, sondern Ihr Geld. So viel steht fest, oder?
06:13Ja, und?
06:14Lissi kommt ohne deine Zustimmung nur zu einem bestimmten Teil an ihr Vermögen rein.
06:18Und dieser Teil wird irgendwann aufgebraucht sein.
06:23Das Ganze ist ein Albtraum.
06:26Delbrück müsste eigentlich mit internationalem Haftbefehl gesucht werden, aber ohne Beweisen.
06:32Hab noch ein bisschen Geduld, Richard.
06:34Diese sogenannte Beichte hat Annabelle sehr zugesetzt.
06:38Und egal, ob sie sich selbst verrät oder nicht,
06:41vielleicht in diesem Zustand wird sie sich früher oder später verraten.
06:59Du willst mit Henning sprechen?
07:01Ja, warum nicht?
07:03Hallo Henning, übrigens Luisa und ich sind wieder zusammen.
07:05Ich weiß, das gefällt dir nicht, darum hast du sie ja auch geheiratet.
07:08Aber so ist das nun mal.
07:10Was ist eigentlich los mit dir?
07:12Mit mir?
07:12Bist du etwa eifersüchtig?
07:14Ja, verdammt, ich bin eifersüchtig.
07:16Auf Henning.
07:17Er weiß, dass du der Mann bist, den ich liebe.
07:19Bin ich das denn?
07:19Natürlich bist du das.
07:33Guten Morgen, Frau Landmann.
07:35Guten Morgen, Herr Adam.
07:37Wie ich sehe, haben Sie schon gepackt.
07:39Das ist gut.
07:41Ist es das wirklich?
07:42Ja, natürlich ist es das.
07:43Sie haben heute Ihren freien Tag und ich werde mich um alles andere kümmern.
07:48Keine Angst, ich habe früher schon für Annabelle gearbeitet.
07:52Ich komme schon mit ihr, klar.
07:53Ja, Sie kommen vielleicht mit ihr, klar, aber ob Sie...
07:56Annabelle wird sich mit mir arrangieren.
08:00So, und jetzt beeilen Sie sich mal, sonst verpassen Sie noch Ihren Zug.
08:03Also, recht vielen Dank.
08:04Ich werde Ihnen das nie vergessen.
08:07Ich werde Sie dran erinnern.
08:08Also jetzt los.
08:10Aber Sie haben ja für zwei Personen gedeckt.
08:13Ja, natürlich.
08:14Für Herrn van Weyden und für Annabelle.
08:16Ich weiß nicht, ob Frau Grafenberg nicht zu schwach ist, um aufzustehen.
08:20Gut.
08:21Dann werde ich Madame das Frühstück auf ihrem Zimmer servieren.
08:24Das ist nicht witzig, Frau Landmann.
08:26Doch, das ist es.
08:27Sie übertreiben nämlich mit Ihrer Fürsorge für diese Frau.
08:30Und das wissen Sie ganz genau.
08:31Also, dann werde ich mal.
08:36Ist irgendetwas nicht in Ordnung?
08:38Das sind ja Rühereier mit Speck.
08:40Ja, das gehört zu einem guten Frühstück dazu.
08:43Aber Frau Grafenberg bekommt von mir immer gekochte Eier.
08:45Sie verabscheut Rühereier mit Speck.
08:47Sie braucht sie ja nicht zu essen.
08:49Meine Chefin ist wirklich im Augenblick nicht so stabil.
08:52Hören Sie, Annabelle wird an ein paar Rühereier nicht sterben.
08:56Das verspreche ich Ihnen.
08:58So, und wenn Sie jetzt nicht sofort verschwinden,
09:01dann müssen Ihre armen Studenten an der Butler-Schule in Wiesbaden
09:04auf Ihren einmaligen Vortrag verzichten.
09:06Und das wollen Sie doch nicht, oder?
09:08Wiesbaden?
09:09Sie wollen doch nicht etwa verreisen, Herr Adam.
09:11Ja, das will er.
09:12Sie haben ihm nämlich freigegeben.
09:14So, habe ich das?
09:16Ja, Sie haben das vielleicht vergessen.
09:17Aber Herr Adam hat heute einen sehr wichtigen Termin.
09:21Es ist gut, Frau Landmann.
09:22Nein, es ist nicht gut.
09:23Sie verpassen noch Ihren Zug, wenn Sie jetzt nicht sofort gehen.
09:26Und dann?
09:27Gehen Sie nur, Herr Adam.
09:29Sie haben sich Ihren freien Tag verdient.
09:31Ich komme schon allein zurecht.
09:40Henning, hättest du das?
09:41Wo? In Luisas Arm, in die du mich gelegt hast?
09:43Ich weiß nicht, wovon du redest.
09:44Hör auf zu lügen, Nora!
09:47Du hast mir was ins Glas gemischt
09:48und mich zu Luisa ins Bett gezerrt,
09:50damit Simon glaubt, wir hätten ihn betogen.
09:51Oh, kurz.
09:52Bitte.
09:53Tu doch nicht so scheinheilig.
09:54Du hast Luisa das Schlafmittel ins Glas gemischt.
09:56Und da habe ich dir klar gesagt, dass ich aussteigen will.
09:58Glaubst du, ich lasse mir so kurz vom Ziel von dir alles kaputt machen?
10:02Du kapierst es noch immer nicht, oder?
10:05Luisa und Simon lieben sich.
10:07Und nichts und niemand wird die beiden jemals auseinanderbringen.
10:10Ja, das sah aber heute Morgen ganz anders aus.
10:12Ach, wie friedlich ihr da gelegen habt.
10:15Ich meine, natürlich muss es für Simon anders ausgesehen haben, klar.
10:18Er war also Mutter?
10:19Ja, natürlich war er dort.
10:20Ich bin ihm sogar nachgefahren, um sicher zu gehen, dass er dort ankommt.
10:24Und wenn er nicht vorbeigekommen wäre,
10:26weißt du, was ich dann getan hätte?
10:28Dann hätte ich ihm diese hier gezeigt.
10:36Oh, bitte!
10:38Du bist wirklich das Allerletzte, Noah!
10:40Was soll denn das?
10:43Es ist Zeit, dass Luisa erfährt, wer ihre Schwester wirklich ist.
10:49Eine infame Lügnerin und kaltblütige Erpresserin.
10:53Du weißt aber schon, dass du da genauso mit drin hängst wie ich, oder?
10:57Ich habe Simon nicht ins Gefängnis gebracht und ihn die Hand brechen lassen.
11:00Das weiß Luisa aber nicht.
11:03Und wenn ich erst mal auspacke,
11:04dir erzähle, wer mich zu diesen ganzen scheußlichen Taten angestiftet hat.
11:09Ich meine, du hast doch am meisten von der Erpressung profitiert.
11:12Luisa hat dich geheiratet.
11:16Na los, schlag zu.
11:20Komm, schlag zu.
11:23Oh Gott, nicht mal das kannst du.
11:25Ich hätte es wissen müssen, dass man mit dir nicht gewinnen kann.
11:28Du bist ein Verlierer, Henning Reichenbach.
11:30Und du wirst es immer bleiben.
11:34Oh, ist das deine Süße?
11:35Die Sehnsucht nach so einer leidenschaftlichen Nacht?
11:38Halt deinen Mund.
11:38Halt deinen verdammten Mund.
11:40Na komm, geh ran.
11:42Sag ihr, dass du ihr das Schlafmittel ins Glas gekickt hast.
11:46Ich bin ja so gespannt, wie sie darauf reagieren wird.
12:11Geht das schon wieder nicht ran?
12:13Wer?
12:14Na, Simon.
12:15Ich habe Simon gar nicht angerufen.
12:16Aber er wollte uns noch Zeugenunterricht geben.
12:19Das stimmt, aber er konnte nicht kommen, weil...
12:21Versteh schon, es ist wegen diesem anderen Typen.
12:25Wegen welchem anderen Typen?
12:26Na, der heute Morgen aus dem Zimmer kam.
12:30Theo?
12:31Ja?
12:32Von was sprichst du eigentlich gerade?
12:33Von dem Typen mit dem offenen Hemd.
12:36Offenes?
12:37Hemd.
12:38Und der kam heute Morgen aus meinem Zimmer?
12:40Warum flüstern wir eigentlich?
12:42Ähm, wir wollen die anderen Kinder ja nicht stören und das Bild soll heute noch fertig werden.
12:46Es muss ihr doch nicht peinlich sein.
12:49Na ja, du und Simon, ihr habt euch gestritten.
12:51Das kommt doch vor.
12:52Und aus Frust hast du da mit deinem Chef rumgeknutscht.
12:55Mit Henning?
12:59Willst du damit sagen, dass der Mann, der heute Morgen aus meinem Zimmer kam, Henning Reichenbach war?
13:14Das ist doch nicht Ihr Ernst, Herr Adam.
13:17Diese Frau macht auf Mitleid und sofort lassen Sie sich davon beeindrucken?
13:21Diese Frau, wie Sie sie nennen, ist meine Chefin.
13:24Und ich arbeite für Sie in guten und in schlechten Tagen.
13:27Ich glaube, Sie verwechseln da etwas.
13:29Sie sind nicht mit Annabelle verheiratet, Sie arbeiten nur für Sie.
13:32Ja, genau das, was Sie sagen, das tue ich.
13:36Sagen Sie, ist es Ihnen denn völlig egal, dass die jungen Studenten jetzt an Ihrer alten Butler-Schule auf Ihren
13:43Vortrag verzichten müssen?
13:45Sie haben doch so viel in diese Rede investiert.
13:49Und bloß, weil Madame unpestlich ist, werfen Sie alles hin?
13:55Gott, lassen Sie nur, ich mach das schon.
13:57Also, wissen Sie, was ich an Ihnen mag?
14:00Ja.
14:01Es gibt einiges, was ich an Ihnen mag.
14:04Es gibt aber auch Dinge, die ich überhaupt nicht leiden kann.
14:07Zum Beispiel, dass Sie sich immer und überall, egal was es sein mag, einmischen müssen.
14:13Ich wollte nur helfen.
14:15Das sehe ich.
14:17Ich sage nur, rühre Eier mit Speck.
14:21Die paar Eier haben niemand geschadet.
14:24Wenn jemand am Boden liegt, soll man nicht noch nachtreten.
14:28Wer liegt denn hier am Boden?
14:30Annabelle hatte einen Nervenzusammenbruch.
14:33Na und?
14:34Wenn man all die Nerven, die mich diese Frau im Laufe meines Lebens gekostet hat, zusammenknoten würde,
14:40dann wäre das eine Wäscheleine von hier bis ans Ende der Welt.
14:52Wenn ich nur wüsste, was gestern Abend passiert ist.
14:55Henning und ich wollten noch kurz feiern.
14:57So viel weiß ich.
14:59Wir haben uns so gefreut, dass der Kreativworkshop für die Kinder endlich starten kann.
15:04Wir wollten anstoßen mit diesem merkwürdigen Kindersekt.
15:07Das weiß ich noch.
15:08Und dann?
15:09Ohne deine Hilfe hätte das alles hier nicht stattgefunden.
15:12Also, dann auf dich und auf die gute Zusammenarbeit.
15:18Warte, jetzt trinkt das nicht.
15:20Warum?
15:21Der Sekt ist scheußlich, stell ihn weg.
15:23Ich darf aber nicht so.
15:24Du solltest mir vertrauen.
15:26Oh.
15:28Also ich finde, das schmeckt ganz gut.
15:40Das sind doch die Dessous, die ich neulich auf Elsas Party gekauft habe.
15:44Wie kommen denn die hierher?
15:45Ich weiß ganz sicher, dass ich sie nicht eingepackt habe.
15:48Wozu sollte ich auch?
15:51Ob in diesem Kindersekt doch Alkohol war?
15:54Aber Henning weiß doch, dass ich nichts vertrage.
16:00Kein Alkohol.
16:02Was ist hier eigentlich los?
16:14Simon, hör zu.
16:15Das Ganze ist so.
16:31Isst du mit uns, Eva?
16:32Nein, ich habe keinen Hunger.
16:35Du möchtest sicher lieber mit Herrn Adam zusammen essen, oder?
16:38Sehr witzig.
16:40Also der Mann ist so ein Sturkopf.
16:42Er macht doch nur seine Arbeit, Eva.
16:44Ach, er lässt sich drangsalieren.
16:48Ich glaube, das ist einfach nur Gewissenhaftigkeit.
16:53Also was du gewissenhaft nennst, ja?
16:56Das nenne ich hörig.
16:58Der Mann hat doch gar keinen eigenen Willen mehr.
17:00Annabelle hier, Annabelle da.
17:01Und nichts ist gut genug für sie.
17:04Eva, ich glaube, du tust dem Unrecht.
17:06Herr Adam ist eben einer von der ganz alten Sorte.
17:09Bin ich auch.
17:10Ich glaube, das sind wir alle.
17:12Ja, und wenn schon.
17:13Aber Herr Adam ist eben anders.
17:16Für ihn ist ihm sein Beruf nicht nur ein Job, sondern, ja, eine Art Berufung.
17:20Und ein guter Butler ist eben ein gewissenhafter Butler.
17:23Also ich finde, er übt seinen Job mit voller Leidenschaft aus.
17:27Leidenschaft?
17:28Dass ich nicht lache.
17:31Der ist so leidenschaftlich wie ein Weidenkätzchen.
17:34Ach, Eva.
17:35Dieser Vortrag...
17:36Das ist ein Seminar in der Butler-Schule.
17:39Ja, genau.
17:40Überleg doch mal.
17:41Heute hätte Adam eigentlich frei gehabt.
17:43Jeder normale Mensch würde sich zurückziehen, seine Freizeit genießen.
17:46Das Wort kennt der Mann doch gar nicht.
17:49Ja, eben.
17:49Und Herr Adam ist eben so veranlagt, dass er an seinem einzigen freien Tag über seine Arbeit sprechen möchte.
17:56Also wenn ihr mich fragt, ist das volle Leidenschaft?
17:59Ja.
18:10Es geht dir nicht gut.
18:12Vielleicht sollte man den Arzt noch einmal rufen.
18:15Herr von Weiden.
18:17Ja, ja, natürlich.
18:18Ja, wenn Sie wollen, überdämmere ich das.
18:20Nein, nein, ich mach das schon.
18:22Danke, Herr Adam.
18:23Sehr gern.
18:30Richard.
18:31Ich bin hier.
18:33Wie geht's dir?
18:36Ich weiß nicht.
18:37Ich schätze nicht so gut.
18:40Ich verstehe das nicht.
18:41Ich habe doch mit dem Arzt gesprochen.
18:45Er sagte...
18:47körperlich bin ich gesund.
18:51Ich mache mir Sorgen um dich.
18:52Mhm.
18:54Ich lebe von dir.
18:56Ich nur wüsste, was dir fehlt.
19:00Es ist zu viel passiert.
19:03Es ist zu viel passiert.
19:04Wahrscheinlich zu viel.
19:07Dass ich wieder ganz gesund werde.
19:11Das darfst du nicht sagen.
19:12Du wirst wieder gesund.
19:13Nein, nein, nein.
19:14Diesmal nicht.
19:16Es gibt kein Zurück.
19:19Was meinst du mit zurück?
19:22Zurück zu dem Punkt.
19:24Wo alles angefangen hat.
19:28Es noch mehrere Möglichkeiten gab.
19:32Aber wenn du mir irgendetwas sagen möchtest, dann...
19:37Richard.
19:39Ja?
19:41Darf ich dich um etwas bitten?
19:43Natürlich.
19:47Bitte schick nach dem Pfarrer.
19:51Ich möchte noch einmal mit ihm sprechen.
19:57Ja.
20:03Noch einen.
20:04Wir haben nicht mal fünf.
20:05Deswegen will ich ja noch einen.
20:08Ich meinte eigentlich die Uhrzeit.
20:09Ich nicht.
20:09Bekomme ich jetzt noch einen?
20:12Dann hattest du also tatsächlich nicht recht.
20:14Natürlich hatte ich recht.
20:16Dieses Schwein hat es die ganze Zeit auf Lüse abgesehen.
20:20Ich kann es einfach nicht verstehen.
20:22Luisa und dieser Henning Reichenbach.
20:24Hätte ich ihr wirklich nicht zugetraut.
20:25Tja.
20:26Da haben wir sie alle wohl ein wenig verkannt.
20:29Wie kannst du nur auf Henning eifersüchtig sein?
20:32Wir sind Freunde.
20:32Nichts als Freunde.
20:33Glaub mir.
20:35Nur Freunde hatten so verdammt wenig an.
20:38Heute Morgen in eurem Hotel.
20:39Das ist nicht mehr unser Hotel.
20:41Und überhaupt, ich will heute von Hotels nichts mehr hören.
20:43Und von Frauen schon gar nicht.
20:45Ach du Scheiße.
20:47Na so wie die strahlt, weiß ich noch nicht,
20:49dass ihr Liebster gerade die Nacht mit deiner Liebsten verbracht hat.
20:51Hallo Simon.
20:52Hi.
20:53Ich hab den Wagen draußen gesehen.
20:55Wolltest du nicht eigentlich sofort losfahren und Luisa im Hotel überraschen?
20:58Ja.
20:59Alles in Ordnung?
21:00Ja, für dich.
21:02Du, ich will eigentlich gar nichts trinken.
21:04Glaub mir, du willst.
21:14Es tut mir leid.
21:22Ich war im Unrecht.
21:24Meinen Sie generell?
21:27Es ist natürlich Ihre Sache, wie Sie Ihre Freizeit verbringen oder was Sie in Ihrer Arbeitszeit tun.
21:33Ich hätte mich nicht einmischen dürfen.
21:36Aber Sie haben es doch gut gemeint.
21:38Vielleicht können Sie Ihren Vortrag ja noch im nächsten Jahr halten.
21:42Falls die Butler-Schule in Wiesbaden noch einmal auf mich zurückgreift.
21:46Ein unzuverlässiger Butler ist kein gutes Vorbild.
21:53Wie geht es denn eigentlich, Annabelle?
21:56Sie hat nach dem Priester schicken lassen.
21:59Das klingt aber gar nicht gut.
22:04Ich werde noch mal nach ihr sehen.
22:06Natürlich.
22:07Hallo zusammen.
22:08Der Kurierdienst Ihres Vertrauens bringt Ihnen die Post direkt bis an die Tür.
22:12Hallo Sebastian.
22:14Was ist denn mit dem los?
22:17Er ist traurig.
22:18Weil sein Vortrag an der Butler-Schule ausfällt.
22:22Wo ist das Problem?
22:23Er müsste nach Wiesbaden.
22:25Aber er will Annabelle nicht so lange allein lassen, weil sie doch krank ist.
22:29Und wo ist das Problem?
22:31Was meinst du?
22:34Räumliche Distanzen sind doch heutzutage kein Problem mehr.
22:37Könntest du mir das vielleicht etwas genauer erklären?
22:41Also, pass auf.
22:43Noch einen, bitte.
22:46Na ja, seid ihr erwachsen.
22:48Und du bist ganz sicher, dass sie nackt waren?
22:51Ja.
22:54Vielleicht war es ja doch ein Missverständnis.
22:55Ja, natürlich.
22:56Luisa war kalt und da ist sie zu Henning ins Bett gekrochen.
22:58Ja, zum Beispiel.
22:59Und haben sich gegenseitig die Füße gewärmt und Geschichten vorgelesen.
23:02Aber das könnte doch sein.
23:04Ich dachte schon, ich wäre verzweifelt.
23:11So, gehe ich jetzt zu Henning.
23:13Ab dann?
23:15Dann bringe ich ihn um.
23:16Okay.
23:16Ich besorge mir jetzt eine Waffe und dann bringe ich ihn um.
23:18Das macht doch keinen Sinn.
23:21Obwohl, vielleicht doch.
23:25Ich wüsste nicht, wie die uns das antun können.
23:30Henning.
23:32Wisst du das zwischen Henning und mir?
23:34Ich dachte wirklich, dass das nur was Reelles.
23:38Bis dem ich nicht weiss, dich konnte ich ja nicht haben.
23:43So ein Arschloch.
23:56Und wie findest du diesen Schmetterling?
23:58Komm, lass uns ein Arschloch.
24:02Theo und die anderen Kinder haben so viel Spaß.
24:06Der Workshop ist ein voller Erfolg.
24:09Und trotzdem würde ich am liebsten loslaufen und alles stehen und liegen lassen.
24:18Wie kann mich Henning ohne ein Wort hier zurücklassen?
24:26Wenn ich nur wüsste, was gestern Nacht passiert ist.
24:41Wenn ich erst mal auspacke,
24:43die erzähle, wer mich zu diesen ganzen schoßlichen Tagen angestiftet hat.
24:48Du hast doch am meisten von der Erpressung profitiert.
24:50Luise hat dich geheiratet.
25:03Und, ist der Priester jetzt bei ihr?
25:05Ja.
25:06Dann ist Annabelle doch in guten Händen.
25:08Das will ich auch.
25:08Und Sie haben etwas Zeit für sich.
25:11In fünf Minuten wäre es soweit gewesen.
25:15Mein Vortrag in der Paddlerschule.
25:17Natürlich.
25:18Aber es hat doch sein Gutes, dass ich absagen musste.
25:20Ja und, was wäre das?
25:21Wissen Sie, ich habe immer so ein schreckliches Lampenfieber,
25:24wenn ich vor so vielen Menschen sprechen muss.
25:26Ach so.
25:27Aber jetzt habe ich wieder ein Jahr Zeit, mich vorzubereiten.
25:31Ich fürchte, so lange können die nicht warten.
25:33Wer?
25:34Ihre Studenten.
25:35Wenn Sie Ihren Vortrag noch halten wollen.
25:37Meinen Vortrag?
25:38Natürlich würde ich ihn gerne, aber ich verstehe Sie nicht.
25:41Dann kommen Sie.
25:41Wir holen Ihre Aufzeichnungen.
25:43Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit.
25:44Na kommen Sie.
25:50Was machst du da, Richard?
25:52Ich bereite das Aufnahmegerät vor.
25:56Annabelle hat den Mord an Helena schon einmal diesem Priester gestanden.
25:59Und?
26:00Was hat es uns gebracht?
26:02Trotzdem will ich vorbereitet sein.
26:08Du hast recht.
26:10Wir sollten das Beichtgeheimnis respektieren.
26:14Es ist immerhin ein gutes Zeichen, dass sie diesen Priester überhaupt noch meines Gutsers bestellt hat.
26:19Vielleicht überzeugt er Sie ja tatsächlich, dass sie die Wahrheit sagen muss, um sich wieder besser zu fühlen.
26:25Bitte helfen Sie mir.
26:27Ich...
26:28Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll.
26:31Es geht mir schlechter und schlechter.
26:35Obwohl der Arzt sagt, dass ich körperlich völlig gesund bin.
26:40Letzte Woche, da konnte ich meinen geliebten Arm sogar wieder bewegen.
26:47Ich dachte, ich kann bald wieder gehen.
26:55Ich bin einfach am Ende.
26:58Sie wissen, warum es Ihnen schlecht geht, Frau Grafenberg.
27:01Wir haben ja schon einige Male darüber gesprochen.
27:05Sie haben Schuld auf sich geladen.
27:07Große Schuld.
27:12Und jetzt will mich Gott dafür bestrafen.
27:14Sie bestrafen sich selbst, weil Sie in Ihrer Verzweiflung den Weg zu Gott verloren haben.
27:26Wie kann ich Ihnen wiederfinden?
27:29Bitte.
27:31Sagen Sie mir, Herr Pfarrer, wie...
27:33Wie kann ich Gott wiederfinden?
27:35Sie allein wissen, was Sie tun müssen.
27:39Nur Einsicht und Reue, wahre Reue vor Gott und den Menschen, kann Ihr Herz wieder öffnen für die Liebe Gottes.
27:48Wenn Sie Ihre Schuld zühnen und Buchse tun, werden Sie auch Ihren Glauben wiederfinden.
27:55Und wenn nicht, was dann?
28:00Vertrauen Sie auf die Kraft Gottes.
28:03Gehen Sie zur Polizei und legen Sie ein Geständnis ab.
28:07Sie werden sehen, Ihre Seele wird befreit sein.
28:11Besser hätten wir es nicht formulieren können, oder?
28:13Danke.
28:14Auf Wiedersehen, Herr Pfarrer.
28:16Nein.
28:18Aber was nutzt uns das?
28:22Annabelle wird niemals ein Geständnis ablegen und dafür ins Gefängnis gehen.
28:25Ich sage dir, lieber stirbt sie.
28:28Vielleicht.
28:30Andererseits, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich das jemals sagen würde, aber...
28:35anscheinend schlägt doch so etwas wie ein Herz in Ihre Brust.
28:38Nein, nein.
28:39Alles, was Annabelle antreibt, ist die nackte Angst, ewig im Dunkel zu wandeln.
28:45Du willst mir sagen, dass es doch so etwas wie die Hölle gibt?
28:51Für dich sicher nicht.
28:53Na, da bin ich ja froh.
28:55Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt.
28:57Oh mein, ich muss los.
28:58Ich bin mit Elsa verabredet, aber bitte ruf mich an, sobald du was Neues weißt, ja?
29:02Ja, mach ich.
29:11Ach du mal, was ist denn für schönes Stimmel?
29:14So, Monsieur Becker, bitte wohnen Sie, glaube ich jedenfalls.
29:18Ja, sieht ganz danach aus.
29:20Dann schaue ich mal, wo ich wohne.
29:22Ich kann dich ja nach Hause bringen, wenn du willst.
29:24Und wer bringt dich denn nach Hause?
29:25Hm, das ist...
29:26Ja, ja, Teufelskreis.
29:28Ja, du kannst ja hierbleiben, wenn du willst.
29:30Hier, bei dir?
29:32Und wenn mich Luisa morgen früh hier findet?
29:34Oh, ich schätze, es gibt einen Mordsärger.
29:36Hallo.
29:37Wenn Henning dann auch noch dahinter kommt.
29:42Nora.
29:43Danke, dass du für mich da warst.
29:45Hey.
29:47Ich hab zu danken.
29:49Ohne dich hätte ich mich bestimmt besinnungslos betrunken.
29:54Ja gut, dann...
29:56...geh ich mal.
29:57Nora.
29:58Können wir noch was trinken?
29:59Ich meine, ein allerletztes Glas.
30:02So ein allerallerallerallerallerallerallerletztes Glas?
30:04Hm.
30:06Ja, gut.
30:09Aber da muss ich wirklich gehen.
30:11Klar.
30:24Ja, ich bereue, was ich hier...
30:25Ja, ich bereue, was ich hier...
30:41getan. Ich bereue es. Aber soll ich wirklich ein öffentliches Geständnis ablegen?
30:57Ich werde dir dann alle meine Sünde vergeben. Ich will dich an Gott, ich will dich an. Bitte, bitte, gib
31:09mir ein Zeichen, gib mir ein Zeichen.
31:18Das habt ihr teuer gemacht. Es ist richtig schön geworden. Ja, das wird einen Endplatz bei uns bekommen. Frau Malbert,
31:25ich muss mich wirklich bei Ihnen bedanken,
31:26in dieser erste Tag des Workshops von voller Aufmerksamkeit. Morgen machen wir weiter. Morgen sehen wir uns im zweiten Teil.
31:33Dann sieht man wieder Zeit. Na gut, bis morgen. Bis dann. Na, wie sagen wir, Kühne? Danke, Luisa. Ich bedanke
31:44mich bei euch.
31:45Das hat ganz viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf morgen. Wie traurig sein. Dieser Mann hat dich
31:54lieb.
31:54Echt, sie ist bestimmt nicht böse. Hm?
32:03Ähm, so.
32:13Tut mir leid, dass ich dich alleingelassen habe.
32:23Ich schätze, die habe ich wohl verdient.
32:24Was hast du gemacht? Was ist heute Nacht zwischen uns passiert?
32:29Nichts, Luisa. Gar nichts.
32:30Jetzt hör auf zu lügen, Henning. Theo hat dich heute Morgen gesehen.
32:33Es ist wirklich nichts passiert.
32:36Es...
32:38Es gab einen Plan.
32:39Wir wollten dich betäuben und es dann so aussehen lassen, als hättest du die Nacht mit mir verbracht.
32:44Was redest du da?
32:45Wer ist wir?
32:46Nora und ich.
32:49Nora und du.
32:53Ihr seid niemals ein Paar gewesen, richtig?
32:55Nein, wir haben nur so getan.
32:56Um Simon und mich auseinander zu bringen.
33:05Bitte nicht.
33:09Bitte sag nicht, dass Simon uns heute gesehen hat.
33:13Es tut mir leid.
33:30Richard, hast du einen Adam irgendwo gesehen?
33:33Nein, leider nicht.
33:35Ich suche ihn nämlich überall.
33:36Kann ich dir irgendwie helfen?
33:38Ähm, nein, ich denke nicht.
33:41Ich glaube, er war vorhin auf dem Weg zu Tobias Becker.
33:44Verstehe. Danke.
33:46Danke.
33:58Und dies zum guten Schluss, meine Herren.
34:02Alles, was Sie tun, sollten Sie aus Leidenschaft für diesen Beruf tun.
34:07Denn nur die Leidenschaft treibt uns immer wieder zu Höchstleistung an und lässt uns am Ende eines langen Tages dankbar
34:15sein.
34:15Also diese Internetübertragung war eine tolle Idee von dir.
34:18Dankbar dafür, dass wir eine Aufgabe haben, die uns erfüllt.
34:22Denn nur, weil wir eine Aufgabe im Leben haben, lebt ein glückliches Leben.
34:28Ich danke Ihnen.
34:29Ich danke Ihnen.
34:34Herzlichen Glückwunsch, Herr.
34:35Das war eine wunderbare Rede.
34:37Sie machen das wie ein alter Internetprofi.
34:39Und glauben Sie, die Studenten haben mich verstanden.
34:42Sonst hätten Sie doch wohl nicht applaudiert, oder?
34:44Also, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
34:45Ich bin beeindruckt.
34:46Nein, ich bin richtig stolz auf Sie.
34:49Danke.
34:49Danke Ihnen allen.
34:50Ich finde, das sollten wir feiern.
34:52Möchten Sie nicht ein Glas Wein mit uns trinken?
34:54Für Sie.
34:58Lass mich raten, Annabelle.
35:00Frau Gartenberg.
35:02Herr Adam, kommen Sie bitte sofort ins Gutshaus.
35:06Ja, wir fahren in die Stadt.
35:08Nein, nicht zum Einkaufen.
35:10Ich weiß, dass die Geschäfte bereits geschlossen haben.
35:13Wir fahren ins Polizeipräsidium.
35:43Frau Grafenberg.
35:44Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf.
35:47Ja, Herr Adam?
35:49Warum machen Sie sich die Mühe
35:50und fahren in Ihrem Zustand ins Präsidium?
35:53Ich weiß zwar nicht, worum es geht.
35:55Es geht mich auch überhaupt nichts an.
35:56Ja, das stimmt.
35:57Es geht Sie nichts an.
35:58Ja, es geht mich nichts an.
35:59Aber wir könnten doch die Herren ins Gutshaus bitten.
36:02Sie würden dann Mühe sparen und Kräfte schon.
36:06Es ist besser so.
36:07Danke für Ihre Zursorge.
36:12Warten Sie, Herr Adam.
36:14Und noch einen kurzen Augenblick.
36:20Sophie, ich bin's, Richard.
36:22Bitte ruf mich zurück.
36:22Es ist wirklich dringend.
36:24Danke.
36:51Hallo, Helena, meine Liebe.
36:54Ich kann dir gar nicht sagen, wie erleichtert ich bin.
36:58Annabelle hat sich endlich entschlossen, zur Polizei zu gehen.
37:01Sie wird gestehen, was sie dir angetan hat und dafür bösen.
37:06Der Kampf ist vorbei.
37:09Ich werde Lissi wieder nach Hause holen.
37:12Und dann wird endlich alles Gutes, verspreche ich dir.
37:22Vorsicht, Frau Grafenberg.
37:32Sehen Sie nur, mein gelähmter Arm.
37:35Ich kann mich abstützen.
37:39Sie können ja gehen.
37:41Das ist ja wie ein Wunder.
37:43Das ist ein Wunder.
37:45Oh mein Gott, ich danke dir.
37:47Gott hat mir ein Zeichen geschickt.
37:49Das Zeichen, auf das ich so lange gewartet habe.
37:53Trotzdem, lassen Sie sich helfen, bitte.
37:55Nein, nicht ins Auto.
37:57Gehen wir zurück ins Gutshaus.
37:59Ganz langsam, Schritt für Schritt.
38:00Aber Sie wollten doch zur Polizei.
38:03Das dachte ich auch, aber jetzt ist doch alles anders.
38:06Ich kann mir nicht gehen.
38:08Jetzt wird alles gut.
38:11Wie konntest du mir das antun?
38:14Ich wollte nicht zurückgeben, Luisa.
38:16Aber ich wollte dir bestimmt nicht wehtun.
38:18Was redest du da?
38:20Du hast mich doch die ganze Zeit angelogen.
38:24Unsere Freundschaft.
38:25Deine Beziehung zu Nora.
38:27Und den Job in der Stiftung habe ich auch nur bekommen, weil...
38:30Ja, ich wollte in deiner Nähe sein.
38:32Aber du brauchtest doch auch einen Job.
38:36Ich war davon überzeugt, noch eine Chance bei dir zu haben.
38:40Und ich habe daran geglaubt, das Richtige zu tun.
38:42Das Richtige?
38:43Indem du mir K.O. tropfend ins Glas getan hast?
38:45Ich habe dich betäubt, ja.
38:47Aber dann wusste ich, dass es falsch ist.
38:49Und was hast du dann gemacht?
38:50Du hast einfach weitergemacht?
38:52Nein, eben nicht. Das war Nora.
38:53Sie wollte einfach nicht aufhören.
38:54Sie hat mich auch betäubt und dann hat sie...
38:56Und dann hat sie dich einfach in mein Bett gestoßen.
38:58Ja, genau so ist es gewesen.
38:59Ich glaube dir kein Wort.
39:00Ich fahre jetzt zu Simon.
39:02Und dann zu Nora.
39:03Und sie wird mir erzählen, was hier wirklich passiert ist.
39:05Ich glaube nicht, dass du das tun wirst.
39:09Es gibt noch etwas, was ich dir sagen muss.
39:11Etwas über Nora.
39:15Stopp, stopp, stopp, stopp.
39:16Ich habe genug.
39:17Ich nicht.
39:19Gibst du doch zu.
39:20Du willst mich nur betrunken machen, um dann später über mich herzufallen.
39:23Klar.
39:23Ja, das war der Plan.
39:27Also hätte ich das damals gewusst, dass du so durchtrieben bist, ja.
39:31Damals?
39:32Ja, als ich dich kennengelernt habe.
39:36Hätte ich das jedenfalls gewusst, dann hätte ich mich bestimmt nicht in dich verliebt.
39:42Hätte, wenn wäre.
39:43Ist ja sowieso alles zu spät.
39:46Ja, das ist es.
39:47Ich meine zu spät.
39:50Was hältst du da dran, wenn wir den Abend einfach beenden?
39:54Ja, du hast recht.
40:01Hey, hey, alles okay?
40:08Was ist mit meiner Schwester?
40:11Diese ganze Sache hier, ich meine Simon eifersüchtig zu machen und euch zu trennen.
40:15Das war unser gemeinsamer Plan.
40:18Und glaub mir, ich schäme mich dafür.
40:21Aber du musst wissen, dass ich mit allem anderen nichts zu tun hatte.
40:24Gar nichts.
40:28Wie mit allem anderen?
40:31Ich habe dich damals geheiratet, weil du Angst um Simon hattest.
40:35Ich meine, Simon war im Gefängnis.
40:37Und dann später dieser Schläger-Tub in seinem Atelier.
40:39Ich wollte dir einfach nur helfen.
40:43Bis zu diesen Tagen hat sich keine Ahnung von dieser Erpressung.
40:47Das musst du mir glauben, Luisa.
40:49Was hat Annabelle's Erpressung mit dieser Sache hier zu tun?
40:53Es war nicht Annabelle, die dich erpresst hat.
40:56Oder besser, sie war es nicht allein.
41:00Du hast dich immer gefragt, welches Interesse Annabelle daran hätte, dich von Simon zu trennen.
41:07Es gab nur eine Person, die wirklich ein Motiv für diese Erpressung hatte.
41:17Ich glaube, ich gehe dann besser.
41:24Ich...
41:43Annabelle, du kannst wieder gehen.
41:45Wie ist das möglich?
41:47Es ist ein Wunder.
41:49Jetzt kommt der Teil, wo du mir eigentlich gratulieren solltest.
41:51Dass ich wenigstens mein Ziel erreicht habe.
41:54Hast du nicht?
41:55Ich habe Luisa alles erzählt.
41:58Dann hast du also mit Nora geschlafen, um Luisa zu bestrafen?
42:01Genau.
42:02Und ich bereue keine Sekunde.
42:03Du musst dir auf jeden Fall anhören, was sie dazu zu sagen hat.
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