Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 1 Woche

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Über einen Job, der nicht mal annähernd adäquat zu der Stelle passt, die ich gerade verloren habe?
00:03Was soll das sein? Ein Almosen von Henning?
00:05Okay. Du bist also doch sauer auf mich.
00:08Nein, bin ich nicht. Ich bin arbeitslos.
00:10Woran du mir die Schuld gibst.
00:11Das hab ich nicht gesagt.
00:12Aber gedacht.
00:13Sag mir nicht, was ich denke.
00:15Kann ich dieser Frau wirklich vorspielen, dass ich mich ihr in irgendeiner Weise verbunden fühle?
00:25Oder gibt es noch einen anderen Weg?
00:28Warum nicht einfach Schluss machen?
00:30Dass wohl irgendwas Hagen begonnen hat.
00:32Sie einfach töten.
00:41Ich wusste, dass du glaubst.
00:43Ich wusste, dass du mich nicht aufgehst.
00:47Du bist meine Rettung.
00:52Ich wusste, dass du mich nicht aufgehst.
00:58Ich wusste, dass du mich nicht aufgehst.
01:12Ich wusste, dass du mich nicht aufgehst.
01:40Ich wusste, dass du mich nicht aufgehst.
01:40Warte, warte. Ich helfe dir.
01:42Du darfst dich nicht überanstrengen.
01:43Ja.
01:45Ja, ja.
01:46So ist es besser.
01:59Ja, das war schon mal ein guter Anfang.
02:18Ich wusste, dass du mich nicht aufgehst.
02:19Ich wusste, dass du mich nicht aufgehst.
02:20Ich weiß nicht, wovon du redest.
02:26Ich wusste es.
02:28Was denn?
02:36Ich wünschte, wir würden uns immer nur über so weltbewegende Sachen wie das letzte Stück Schokolade streiten.
02:41Es tut mir leid.
02:43Ich hätte mir den Wecker stellen sollen.
02:45Nein, ich hätte dich wecken müssen.
02:47So wie ich es versprochen hatte.
02:48Dann hätte Richard van Weiden dir auch noch weitere Aufträge gegeben.
02:52Ich würde dann einen anderen Job finden.
02:53Aber die Restaurierung der Engel hat ja so viel Spaß gemacht.
02:56Das war eine echte Herausforderung.
02:58Die Flüge waren so fein strukturiert, wenn man da nicht ganz vorsichtig...
03:02Na egal, ich würde etwas anderes finden.
03:03Aber ich will nicht, dass du den erstbesten Job annimmst.
03:06Oh, du willst mich also aushalten.
03:08Jetzt mal im Ernst.
03:10Ich möchte, dass du etwas findest, was dich fordert und dir Spaß macht.
03:13Und ich verdiene genug Geld in der Stiftung.
03:16Habe ich dir schon mal gesagt, dass ich dich liebe?
03:19Lass mich mal überlegen.
03:21Heute noch nicht.
03:23Ich liebe dich.
03:27Ich dich auch.
03:32Kein Job der Welt ist es wert, dass wir uns darüber streiten.
03:36Da kannst du ja richtig vernünftig sein.
03:41Was willst du davon, wenn wir heute Abend Job und Jobsuche sich selbst überlassen und es uns gemütlich machen?
03:48Du meinst...
03:48Wir könnten was kochen.
03:52Und leise Musik.
03:55Kommen wir schon auf der Couch.
04:10Hörst du heute noch was vor?
04:11Nee, ich gehe ins Bett.
04:13Warum bist du denn so gereizt?
04:15Ist dir der Gedenkgottesdienst für Helena etwa doch nahegegangen?
04:19Eher die Anwesenheit meiner Mutter.
04:21Richard hat Annabelle anscheinend gern um sich.
04:23Ich hätte nicht gedacht, dass er sie einlädt.
04:25Wie jetzt?
04:25Du denkst an irgendwas und es hat nichts mit Luisa zu tun?
04:28Da war er schon wieder, dieser feine und zufriedene Zwischentum.
04:31Nenn mir einen Grund, warum ich zufrieden sein sollte.
04:34Du bist die PR-Chefin der Manufaktur.
04:36Und du hast einen wahnsinnig attraktiven Freund.
04:38Oh Gott, erinnere mich nicht daran.
04:41Du hast doch gesagt, Simon steht auf Frauen, die einen Job haben.
04:45Simon steht vor allem auf Luisa.
04:47Doch.
04:47Er hat gerade seine Beschäftigung verloren durch ihre Schuld, weil sie ihn über die ganze
04:51Arbeit einfach vergessen hat.
04:52Aber das war Zufall, Henning.
04:54Keine Taktik.
04:56Simon war vor allem blöd genug, sich auf Luisa zu verlassen, anstatt sich einen Wecker zu stellen.
05:00Eben, plötzlich hat sie nicht nur Augen für Simon, weil sie arbeitet.
05:03Und zwar mit mir.
05:04Ja, und was ist mit mir?
05:06Ich bekomme Simon genauso wenig zu sehen wie vorher.
05:08Toll.
05:09Was halt, dass ich mir irgendwas ausdenke, sonst trennen die beiden sich ja nie.
05:12Nora überstürzte Aktionen bringen uns auch nicht weit.
05:14Deine Taktik allerdings auch nicht.
05:17Luisa wird sich immer mehr in die Stiftungsarbeit hineinhängen und Simons Alversucht wächst.
05:22Und wenn die beiden sich dann streiten, dann bist du an seiner Seite, um ihn zu trösten.
05:26Und ich an ihr.
05:27Vertraue mir einfach.
05:33Seit wann ist denn der Akku an deinem Rollstuhl kaputt?
05:37Gestern war noch alles in Ordnung.
05:39Bestimmt habe ich nur vergessen, ihn aufzuladen.
05:43Sag mir Bescheid, wenn du etwas brauchst, einen Techniker oder so, ja?
05:46Danke.
05:47Ich werde Herrn Adam bitten, sich darum zu kümmern.
05:53Es tut mir leid, dass du dich gestern bei der Trauerfeier nicht willkommen gefühlt hast.
05:58Ich hätte mich mehr um dich kümmern müssen.
06:01Schon gut, Richard.
06:03Es ist einfach...
06:05Helena ist nur...
06:08Es ist alles noch ein bisschen schwierig. Entschuldige.
06:10Das verstehe ich.
06:12Die Gedenkfeier hat dich aufgewühlt.
06:16Ich habe es sehr bewundert, dass du Sophie Nowaks Anwesenheit hingenommen hast.
06:23Es war bestimmt nicht leicht für dich, jemanden auf der Feier zu erdulden, den du so sehr ablehnst.
06:32Da hast du recht.
06:36Es ist nur, Sophie und Helena haben sich sehr nahe gestanden lassen.
06:41Trotzdem habe ich deine Geste sehr bewundert.
06:47Macht es dir etwas aus, wenn ich dich direkt nach Hause bringe?
06:49Das ist sehr nett von dir.
06:51Ich habe gleich noch einen Termin mit meinem Physiotherapeuten.
06:56Du arbeitest hart an dir, Herr Aspekt.
07:00Seit ich wieder im Gutshaus bin, fühle ich mich mit meiner Krankheit nicht so allein.
07:05Vielleicht kann ich mich ja bald wieder richtig bewegen.
07:09Die Hoffnung darauf gibt mir Kraft.
07:13Ich bin sicher, die Schritte vorhin waren nur der Anfang.
07:27Also wenn wir unserem Sohn mal erzählen, wie viel Spaß Mami und Papi beim Kindermachen hatten, dann wird er sich
07:31freuen.
07:31Tochter von Rat, unserer Tochter.
07:33Und auch nur, solange sie nicht denken kann.
07:35Sonst findet sie nämlich noch heraus, was ihre Eltern für Trottel sind.
07:38Wieso?
07:38Also meine Theorie von der Enthaltsamkeit vor der künstlichen Befruchtung macht ja durchaus Sinn.
07:42Ja, Leistungsbordler brauchen auch eine lange Ruhepause vor ihren Wettkämpfen.
07:46Naja, und ich meine, im Wald gibt es auch Ruhephasen, zum Beispiel den Winterschlag.
07:51Konrad, es ist gerade kein Winter und du bist kein Bär.
07:54Und ich möchte dich nur vorsichtig daran erinnern, wie der Arzt sich gerade angeguckt hat, als du ihm deine Theorie
07:58erklärt hast.
07:59Ja klar, der war überrascht. Der hat bestimmt nicht viele Patienten, die mitdenken.
08:02Na, beim nächsten Mal gehen wir einfach gleich zum Arzt, bevor du wieder auf so komische Ideen kommst.
08:05Kann es sein, dass du dich über mich lustig machst?
08:08Nein.
08:09Okay, Frau Besserwisserin, ab jetzt übernehmen Sie die Führung.
08:12Sehr gute Entscheidung. Frauen sind sowieso die besseren Bestimmer.
08:14Ich liebe es, wenn du autoritär wirst.
08:17Küss mich.
08:20Und jetzt?
08:22Ich schlage vor, jetzt gehen wir nach Hause und machen es uns gemütlich.
08:26Übung macht den Meister, ne?
08:28Alte Försterregeln.
08:30Aber vorher muss ich noch was essen. Ich weiß auch schon was, die Muschelschokolade von deiner Mutter.
08:34Du brauchst doch nicht etwa eine Aphrodisie, Herr Kumpf?
08:36Nein.
08:37Aber?
08:38Die ist länger.
08:50Jetzt lassen Sie doch Ihr dämliches Gehandeln. Das macht mich ganz nervös.
08:55Äh, die Mobilisierung soll Sie nur auf das Aufstehen vorbereiten, gnädige Frau.
09:01Sind Sie jetzt auch schon Therapeut?
09:03Natürlich nicht.
09:03Dann verschonen Sie mich mit Ihren klugen Ratschlägen.
09:07Für ihn hat es doch auch geklappt.
09:13Lassen Sie sich viel Zeit.
09:17Konzentrieren Sie sich nur auf Ihre Beine.
09:25Hier weht gerade ein eiskalter Wind durch Ihren Arbeitsvertrag.
09:29Ich habe Sie doch ausdrücklich gebeten, mich in Ruhe zu lassen.
09:32Ich versuche, meine Arbeit zu machen.
09:33Wozu Sie offenbar nicht in der Lage sind.
09:36Frau Grafenberg, meinen Sie wirklich?
09:38Vorhin, im Gegenwart meines Ex-Mannes, habe ich mich auch selbst bewegen können.
09:42Und zwar ohne fremde Hilfe.
09:45Der Herr möchte gehen.
09:47Sehr wohl, Frau Grafenberg.
09:58Verdammt, Rieche.
10:02Ich schaffe es einfach nicht ohne dich.
10:18Ich schaffe es einfach nicht ohne dich.
10:30Auf dich, Maike.
10:31Unseren herzlichen Glückwunsch.
10:32Ich hatte eben den besten Lehrer.
10:35Luisa managt erfolgreich die Harald-Becker-Stiftung und Maike revolutioniert den Porzellanmarkt.
10:41Jungs, ihr habt tolle Frauen.
10:43Hauptsache, der Mann ist gesund und die Frau hat Arbeit.
10:45Hey.
10:47Die Konkurrenz kann sich warm anziehen, wenn sie sich gegen deine Designs durchsetzen muss.
10:50Was machst du da eigentlich?
10:52Das nennt man kochen, du Schlauberger.
10:54Ja, wir machen es uns heute auch gemütlich, aber ich bestelle Pizza.
10:57Das sieht dir ähnlich.
10:58Dafür kommt das Unterhaltungsprogramm von mir, und zwar allein.
11:02Apropos Unterhaltungsprogramm.
11:04Wollen wir heute Abend ins Kino gehen?
11:06Gute Idee.
11:07Heute ist diese romantische Komödie angelaufen, von dem ich dir erzählt habe.
11:10Actionfilm.
11:12Hallo, Henning.
11:13Was gibt es?
11:15Freu dich nicht zu früh.
11:16Das blüht dir auf, wenn Maike jetzt Karriere macht.
11:18Aber du kennst das Projekt.
11:20Dann geh alleine hin.
11:21Ich habe heute Abend wirklich keine Zeit.
11:24Warum geht's denn?
11:26Der Vertreter des Interessenverbandes für Kinderheime hat kurzfristig Zeit.
11:30Aber ich habe Henning gesagt, er soll alleine hin.
11:31Quatsch, das ist wichtig gehen.
11:32Ich koche hier so lange weiter.
11:34Meinst du wirklich?
11:35Willst du etwa riskieren, dass Henning alles vergeigt?
11:37Die Stiftung ist dein Job.
11:40Also Henning, ich komme doch.
11:42Aber ich sage dir eins, ich habe nicht lange Zeit.
11:45Gut.
11:49Und bis zum Abendessen bin ich wieder da.
11:51Versprochen.
11:52Ich freue mich drauf.
12:09Sie hat ihre ersten Schritte gemacht.
12:11In deine Arme, Richard.
12:12Ja, ja.
12:13Sie beginnt mir zu vertrauen.
12:15Es ist, als ob ich ihr Zuversicht gebe.
12:17Und das ist genau das, was wir brauchen.
12:20Ja, wenn ich sie weiter in Sicherheit wiege,
12:22dann verrät sie sich vielleicht über die Wandse in ihrem Zimmer.
12:25Ist die Wandse denn noch in diesem Blumenstrauß?
12:27Ja, ja, keine Sorge.
12:28Ich habe nachgesehen.
12:29Die Blumen sind noch frisch.
12:30Gut.
12:31Wir werden es schaffen, Richard.
12:33Ja, aber zu welchem Preis?
12:36Ich sitze bei Helenas Gedenkfeier mit ihrer Mörderin an einem Tisch.
12:40Ich musste mich so konzentrieren, mir nichts anmerken zu lassen.
12:43Ich konnte kaum an Helena denken.
12:45Ich wünschte wirklich, es gäbe einen anderen Weg.
12:47Was ist denn mit Delbrück?
12:49Ich bin an einem Ex-Kollegen von der Polizei dran, aber noch will er nicht reden.
12:55Also gut, solange du keine heiße Spur hast, führt unser Weg weiter über Annabelle.
13:00Ich bin sicher, dass sie Delbrück mit sich reißt, wenn sie fällt.
13:03Nein, Richard.
13:04Das reicht mir nicht.
13:06Tom ist wegen Delbrück verurteilt worden.
13:09Mein Bruder war unschuldig.
13:10Es war Delbrück.
13:11Er hat ihm die Korruption in die Schuhe geschoben und dafür wird er bezahlen.
13:15Wenn Delbrück erstmal wegen Mordverdacht sitzt,
13:17dann werden seine Ex-Kollegen vielleicht eher bereit sein zu reden.
13:20Versprich mir bitte, dass du vorsichtig bist.
13:22Du kennst Annabelle.
13:24Ja.
13:25Es wäre sicherer, wenn du ihr Vertrauen weiterhin aufbauen würdest.
13:31Sophie, ich kann dieser Frau nicht vorspielen, dass ich sie liebe.
13:35Ich habe ja nicht mal bei der Gedenkfeier geschafft, sie in Schutz zu nehmen.
13:38Aber...
13:38Ich werde es nicht tun, Sophie.
13:41Ich habe einen guten Einfluss auf Ihre Genesung und das kann ich ausnutzen einmal.
13:46Mehr nicht.
13:49Herr Adam, geben Sie mir sofort meinen Kartoffelschäler wieder.
13:52Seien Sie doch nicht so starrköpfig.
13:54Dieser Schäler ist viel besser.
13:56Dieser Schäler ist ein Blender.
13:58Der ist stumpf wie ein Besenstiel.
13:59Aber er schont Ihr Handgelenk.
14:01Dann nehmen Sie ihn doch.
14:02Meine Handgelenke sind in Ordnung.
14:04Na, Herr Adam, Sie trauen sich ja was meiner Mutter, Ihren Kartoffelschäler zu klauen.
14:07Ja, der Kartoffelschäler einer Köchin ist nämlich ihr Heiligtum.
14:10Seit wann bist du denn Köchin?
14:12Dieser Schäler ist ein Gesundheitsrisiko.
14:15Er hat schon Rostflecken.
14:17Das kontaminiert die Speisen.
14:18Wenn das so ist, dann dürfen Sie ihn behalten.
14:21Aber nur, wenn Sie mir versprechen, dass Sie damit die Suppe von Annabelle täglich umrühren.
14:26Könnten wir dich ganz kurz mal unterbrechen?
14:28Nee, auch sehr lang.
14:29Also im Augenblick ist das hier in der Küche viel zu eng für mich.
14:33Eva, wir wollten dich eigentlich nur schnell nach dem Rezept fragen von der Nachspeise, die du neulich zu uns mitgebracht
14:37hast.
14:38Ach, ja, ich verstehe.
14:40Äh, hol ich euch.
14:41Hol ich euch.
14:44Soll ich mal?
14:44Nein, nein, ich versuche den Rost zu entfernen.
14:51Was war das denn?
14:53Das lässt sich bestimmt wieder reparieren.
15:05Oh, Annabelle.
15:07Störe ich?
15:07Überhaupt nicht.
15:08Möchtest du auch eine Tasse Tee?
15:10Gern.
15:13War deine Therapie erfolgreich?
15:16Danke, alles bestens.
15:18Nett, dass du fragst.
15:19Der Therapeut war bestimmt stolz auf dich wegen deiner Fortschritte.
15:25Stimmt's?
15:27Ist alles in Ordnung?
15:29Warum fragst du?
15:30Du wirkst so bedrückt.
15:32Du kennst mich eben doch sehr gut.
15:36Vorhin bei der Therapie, mein Bein, ich, ich konnte es nicht bewegen.
15:42Ja, und das muss doch nichts heißen.
15:44Bestimmt hast du dich am Bootstieg einfach überanstrengt.
15:47Schau, du hast deine ersten Schritte wieder gemacht.
15:50Deine Muskeln müssen sich erst an die neue Belastung wieder gewöhnen.
15:52Ja, nein, nein, daran liegt es nicht.
15:55Entschuldige, ich wollte dir nicht so nah dran.
15:56Das tust du nicht, im Gegenteil.
15:59Nach der Trauerfeier, als ich zum Bootstieg fuhr
16:05und ich wegen des leeren Akkus Hilfe brauchte,
16:08da habe ich mir inständig gewünscht, dass du kommst.
16:12Und ich bin gekommen.
16:14Ja.
16:16Nur deshalb konnte ich wieder aufstehen.
16:20Weil du da warst.
16:25Ich will auch in Zukunft für dich da sein.
16:28Und wenn du das willst,
16:31dann werde ich dir ab jetzt helfen.
16:33Damit du noch schneller wieder gesund wirst.
16:50Das ist die Liste der Kinderheime,
16:51die wir für eine erste Förderung
16:53im Bereich der Kunst der Erziehung vorgesehen haben.
16:55Wir sind sehr dankbar,
16:57dass der Interessenverband Deutsche Kinderheime
16:58uns berät hervorragend.
17:01Entschuldigen Sie.
17:04Was ist denn?
17:05Hey, wo steckst du?
17:06Noch im Büro, es dauert noch ein bisschen.
17:08Ah, falsche Antwort.
17:10Du müsstest sagen, dass du dich gerade auf dem Weg machst.
17:12Sobald wir fertig sind, versprochen.
17:15Soll ich vorbeikommen und diesem Verbandsfuzzi Beine machen?
17:18Das klingt verlockend, aber es dauert nicht mehr lang.
17:21Na gut, dann werde ich weiter im Internet surfen.
17:23Und sobald du hier bist,
17:24werde ich den absoluten Mega-Job an Land gezogen haben.
17:27Sehr gut, das feiern wir.
17:29Ich liebe dich.
17:30Ich dich auch.
17:33Entschuldigung.
17:36Deine Liste trifft auf Herrn Vorbecks breite Zustimmung, Luisa.
17:39Offensichtlich hast du die richtigen Häuser ausgesucht.
17:41Dann sind Sie also auch der Meinung,
17:43dass die Gelder bei diesen Einrichtungen am besten investiert sind?
17:46Absolut, Sie haben gute Arbeit geleistet.
17:49Äh, Moment.
17:50Es gibt doch noch was zu besprechen, oder?
17:53Luisa, warum stellst du Herrn Vorbeck
17:54nicht auch die anderen Projekte vor?
17:56Es soll ja nicht bei Kunst der Erziehung bleiben.
17:59Das sind bisher nur grobe Vorüberlegungen.
18:02Die sind noch gar nicht ausgereift.
18:03Na, umso besser.
18:05Dann kann uns Herr Vorbeck gleich seine Meinung dazu sagen
18:07und du weißt, ob du in die richtige Richtung denkst.
18:09Also, das würde ich mir gerne anhören.
18:11Natürlich nur, wenn du noch Zeit hast.
18:14Na, selbstverständlich.
18:15Ich freue mich über Ihr Interesse, Herr Vorbeck.
18:23So.
18:25Wozu soll das Handtuch gut sein?
18:27Das wirst du gleich sehen.
18:28Warte.
18:32Wie ist das?
18:33Sehr bequem.
18:34Gut.
18:35Jetzt versuch, das Handtuch hin und her zu schieben.
18:38Ich kann meinen Arm noch nicht strecken.
18:41Das Einzige, was funktioniert,
18:43ist das Kneten dieses verdammten Balls.
18:45Versuch es einfach.
18:46Okay?
18:47Ganz langsam.
18:48Konzentrier dich auf die Bewegung.
18:51So, als würdest du den Tisch abwischen wollen.
18:53Dafür sind nun wirklich andere zuständig.
18:57Okay.
18:59Gut.
19:01Vielleicht funktioniert ja das hier besser.
19:04Warte.
19:08Du warst doch schon immer eine Meisterin
19:10im Zuspielen von Bällen.
19:11Das stimmt.
19:13Vielleicht kann ich hier jetzt mal was Gutes damit bewirken.
19:16Ja.
19:17Dann mal zu.
19:21Ja.
19:22Ja, ja.
19:23Ganz locker.
19:24Du schaffst das.
19:27Gut.
19:32Sehr gut.
19:33Das ist ja unglaublich.
19:36Sieh noch, ich kann es.
19:40Du hast recht.
19:41Alles, was ich mir vornehme, kann ich auch.
19:46Es tut mir sehr leid, aber...
19:49Sie wird es nicht schaffen.
19:52Wollen Sie den hier anwesenden Richard van Weyden
19:55zu ihrem angetrauten Manne nehmen?
19:58Ihn lieben und ehren
20:00in guten wie in schlechten Tagen
20:02auf immer und ewig?
20:05Ja.
20:06Ja.
20:07Ja.
20:08Ich will.
20:09Ich will.
20:10Wir sehen uns wieder.
20:14Du musst nur fest daran glauben.
20:19Das werde ich.
20:21Jeden Tag.
20:22Jede Minute.
20:23Du hast recht.
20:24Alles, was ich mir vornehme, kann ich auch...
20:29Richard, ist alles in Ordnung?
20:32Ja.
20:33Ich habe es vergessen.
20:38Ich habe es vergessen.
20:40Aber ich habe es geschafft.
20:48Ich bin 카fer.
20:49Nein?
20:50Ja.
21:16Na, schon in Stimmung?
21:19Ja, dich meinte ich jetzt nicht.
21:20Komm, ausziehen ist später.
21:22Na, wie heißt das Wort mit den zwei Tee?
21:24Flott, und jetzt gib die Schüssel.
21:27Ich hab bestanden.
21:30Gesellenprüfung.
21:30Sie hat die Festnote abgeräumt.
21:32Juhu.
21:34Ich wusste, dass du's schaffst.
21:36Super.
21:37Ich hab auch was vorbereitet, damit wir deine Gesellenprüfung so richtig gebührend feiern können.
21:43Das scheint ja ein geheimes Geschenk zu sein.
21:45Schade eigentlich.
21:46Was, das ist ja der Hammer.
21:48Das wollte ich immer mal schon machen.
21:49Äh, was denn?
21:50Davon wirst du erst erfahren, wenn's wieder vorbei ist.
21:53Oje, an deiner Stelle hätte ich jetzt Angst.
21:55Ey, nichts damit, Freund. Der ist für uns.
21:57Wir geben euch auch was für eine Pizza ab.
21:59Ah.
22:01Sehr reizend.
22:02Ey, wir hatten einen Deal.
22:03Genau.
22:04Wir kriegen was von der Pizza und überlassen euch dafür die Wohnung.
22:06Richtig.
22:07Richtig.
22:08Barne, komm.
22:12Vielen Dank für Ihre Beratung, Herr Vorbeck.
22:15Ohne Sie wäre es der Harald-Becker-Stiftung nicht möglich gewesen, das Geld so zielgerichtet einzusetzen.
22:19Dann schlage ich vor, wir besprechen jetzt die konkrete Verteilung der Mittel.
22:24Mit diesem Thema würde ich gerne noch etwas warten.
22:26Äh, aber ich habe bereits alles zusammengestellt.
22:29Es ist schon spät.
22:30Ich würde sagen, wir verschieben alles weiter auf ein nächstes Treffen.
22:33Das halte ich für eine gute Idee.
22:35Aber ich dachte, wir kümmern uns gleich um alles.
22:36Umso schneller können wir mit der Förderung beginnen.
22:39Herr Vorbeck hat uns so viele nützliche Anregungen gegeben,
22:41die möchte ich gerne in unsere Projektvorschläge einarbeiten.
22:45Vielen Dank für die viele Zeit, die Sie sich genommen haben.
22:47Das war uns sehr hilfreich.
22:48Es war mir ein Vergnügen. Auf Wiedersehen.
22:50Wiedersehen.
22:50Auf Wiedersehen.
22:54Wiedersehen. Ich werde mich dann wegen der Pressefotos bei Ihnen melden.
22:57Okay, danke.
22:58Tschüss.
22:59Das lief doch sehr gut, oder?
23:01Ach ja? Was meinst du, das Gespräch oder Luisas Rausschmiss?
23:04Herr Vorbeck wollte das Gespräch auch beenden. Das war doch offensichtlich.
23:08Hast du mal auf die Uhr gesehen?
23:09Wer arbeitet, muss flexibel sein, Luisa. Ich dachte, das wüsstest du.
23:12Ihr wollt doch euren Feierabend auch lieber zu zweit genießen,
23:15als mit mir hier in der Manufaktur zu rocken, oder?
23:18Wir haben eine Menge erreicht.
23:20Stimmt. Und ohne eure Verzögerungstaktik
23:23wären wir auch nach der Hälfte der Zeit fertig gewesen.
23:26Schönen Abend.
23:29Den werde ich haben.
23:31Heute Nacht schläfst du auf dem Sofa.
23:48Hallo, Richard.
23:49Hallo, Sophie.
23:50Was ist denn passiert?
23:51Ich habe einen Riesenfehler gemacht. Einen Riesenfehler.
23:55Willst du mich nicht erst mal setzen? Soll ich dir was zu trinken machen?
23:57Nein, danke. Ich brauche einfach nur jemanden, mit dem ich reden kann.
24:03Stell dir vor, ich habe Annabelle bei ihrer Genesung geholfen.
24:07Sie glaubt tatsächlich, dass sie ihre Fortschritte allein meiner Gegenwart verdankt.
24:12Aber Richard, das klingt doch erst mal ganz gut, finde ich.
24:15Und das Schlimme ist, wahrscheinlich hat sie recht.
24:17Sie hat mit meiner Hilfe eine Bewegung geschafft, die ihr vorher nicht gelungen ist.
24:23Wie stolz sie war auf das, was sie erreicht hat.
24:29Wahrscheinlich hat sie den gleichen Ausdruck im Gesicht gehabt, als sie von Helenas Tot erfahren hat.
24:34Ja, und dann habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten.
24:36Ich bin buchstäblich aus dem Zimmer gerannt.
24:38Ich hatte plötzlich Helenas Gesicht vor mir.
24:41Hast du noch mitbekommen, wie sie reagiert hat?
24:43Wahrscheinlich irritiert.
24:45Im schlimmsten Fall habe ich ihr Misstrauen geweckt.
24:48Dann wäre alles umsonst, was wir bisher erreicht haben.
24:50Ja, entschuldige, aber ich konnte einfach nicht mehr klar denken.
24:53Ich kann dich nur zu gut verstehen, Richard.
24:56Trotzdem sollten wir uns jetzt überlegen, wie wir sie am besten in Sicherheit wiegen.
24:59Ja, ich weiß.
25:00Annabelle hatte in der letzten Zeit mehrfach Anlass, irritiert zu sein.
25:04Meine Anwesenheit bei der Trauerfeier?
25:06Die Tatsache, dass du sie vor den anderen Gästen nicht in Schutz genommen hast?
25:11Ich darf auf keinen Fall meine Glaubwürdigkeit bei ihr verlieren.
25:16Okay.
25:17Wenn ich Annabelle das nächste Mal treffe, dann werde ich eine Auseinandersetzung provozieren.
25:22Dann hegt sie wenigstens keinen Zweifel mehr daran, dass wir beide uns überworfen haben.
25:26Das ist gut. Das ist sehr gut.
25:28Und ich werde mir etwas einfallen lassen, was mein Verhalten erklärt.
25:32So etwas darf mir auf keinen Fall noch einmal passieren.
25:37Ja, aber dann hättest du was tun müssen, um sie aufzuhalten.
25:39Du warst ebenfalls herzig dazu eingeladen, einen Beitrag zu leisten, der den Abend verlängert.
25:48Ah, du bist es.
25:52Oh.
25:53Offenbar verspürt mein Vater keinen großen Wunsch, mit dir den Abend zu verbringen.
25:57Ich habe ihn auch gar nicht erwartet.
25:59Wahrscheinlich muss er sich noch von der Übelkeit erholen, die deine Anwesenheit auf der Trauerfeier in ihm ausgelöst hat.
26:05Dein Vater hat mich ausdrücklich gebeten, am Gedenkgottesdienst teilzunehmen.
26:09Das war eine versöhnliche Geste.
26:11Das glaubst du doch nicht im Ernst.
26:13Richard hasst dich aus tiefstem Herzen.
26:16Und ich bin mir sicher, dass er dich hier im Haus nur duldet, um sich an deinem Unglück zu weiden.
26:20Im Gegenteil. Er hilft mir sogar bei meiner Reha.
26:22Ihm ist sehr daran gelegen, dass sich unser Verhältnis normalisiert.
26:26Du hast seine Frau umgebracht.
26:29Ich glaube nicht, dass es eine stabile Basis für Normalität ist.
26:37Vielleicht freut dich das ja.
26:39Aber deine Worte verletzen mich tatsächlich.
26:44Krieg dich wieder ein, ja?
26:46Der Sturz von der Treppe hat dich vielleicht ein bisschen erschreckt,
26:48aber noch lange kein menschliches Wesen aus dir gemacht.
26:51Ich habe mich verändert.
26:53Auch wenn du das nicht glaubst.
26:54Warum sollte ich?
27:00Und sei doch froh, dass ich dich durchschaue.
27:03Gibt es wenigstens eine Person hier im Haus, zu der du mal ehrlich sein kannst.
27:21Mach dein Hemd zu. Oder soll ich Albträume kriegen?
27:24Ich kann mich an einen Moment erinnern, wo du den Anblick alles andere als abschreckend fandest.
27:29Ich war verwirrt.
27:30Passiert mir bestimmt nicht nochmal.
27:34Auch einen Schluck?
27:36Willst du mich gefügig machen?
27:38Das hatte ich bisher auch nicht nötig.
27:41Jetzt vielleicht schon.
27:42Will doch sonst niemand den Abend mit uns verbringen.
27:50Soviel zu unserem romantischen Abend.
27:54Ich hatte gehofft, ich bekomme Job und Privatleben besser unter einen Hut.
28:02Simon ist bestimmt enttäuscht.
28:05Ich hoffe so sehr, dass er bald Arbeit findet.
28:08Etwas, das ihn glücklich macht.
28:16Fast schon gemütlich, oder?
28:19Erschreckend.
28:20Abgesehen davon, dass wir eigentlich lieber woanders wären.
28:24Das kommt noch früh genug.
28:29Mach dir die Vorstellung eigentlich gar nichts aus, dass Simon und Luisa hier zusammen sind?
28:37Manchmal habe ich das Gefühl, dass du sie gar nicht richtig liebst.
28:40Was glaubst du eigentlich, warum ich das, als ich es auf mich nehme?
28:44Das tägliche Zusammensein mit Luisa ertrage, ihre Freundschaft, ohne ihr wirklich nahe sein zu können.
28:49Ich kann an nichts anderes denken, als an sie.
28:52Und wenn du nicht ständig um dich selbst kreisen würdest, dann wüsstest du das auch.
29:01Wow.
29:02Gut, dass wir das geklärt haben.
29:08Luisa, was machst du denn hier?
29:13Schon viel zu spät. Ich bin gerade erst gekommen.
29:16Hast du lange gearbeitet, hm?
29:19Ich konnte nicht früher weg.
29:21Na ja, wenn ich der Verwandsfuzzi gewesen wäre, hätte ich dich auch nicht früher gehen lassen.
29:25Aber ich hätte den Abend so gern mit dir verbracht.
29:27Das können wir doch immer noch.
29:30Dann machen wir es uns jetzt gemütlich.
29:32Hast du noch Hunger?
29:34Ja, aber nicht auf das Essen.
29:36Es darf einfach nicht schief gehen.
29:40Immerhin seid ihr noch verheiratet.
29:41Auf dem Papier.
29:43Luisas Arbeit in der Stiftung ist die einzige Chance, die wir haben, Noah.
29:47Ja.
29:49Dann ist jetzt aber auch mal Schluss mit Kindergeburtstag.
29:51Bei den beiden muss es endlich mal richtig krachen.
29:53Jetzt liege ich ja noch ewig mit dem falschen Kerl im Bett.
29:57Aber entschuldige, es war nicht so gemeint.
30:01Immerhin haben wir Luisa heute Abend richtig schön lange in der Manufaktur aufgehalten.
30:05Bestimmt gibt es bei den beiden einen schönen Streit.
30:08Ich sag's dir, heute Abend haben wir beides viel besser.
30:12Simon und Luisa.
30:25Das war ein wunderschöner Film.
30:27Mann, ich hab die ganze Zeit auf die Explosionen gewartet.
30:30Und was ist passiert?
30:32Du bist ein elender Lügner.
30:34Ich hab genau gesehen, wie du dir die Tränen verdrückt hast, als die zwei endlich zueinander gefunden haben.
30:39Ich?
30:40Niemals.
30:40Doch.
30:42Sag mal, wir waren lange nicht mehr auf dem Hausboot.
30:45Findest du nicht, wir sollten mal nach dem Rechten sehen?
30:48Der eben, wie nachlässig von uns.
30:50Mhm.
30:57Das ist...
31:02Das verstehe ich nicht.
31:04Der Schlüssel vom Haus wurde wie vom Erdboden verschluckt.
31:07Dann könnten wir doch einbrechen.
31:09Das wäre doch sehr romantisch.
31:11Das ist ja eine ausgezeichnete.
31:15Hallo, ihr beiden.
31:16Dann...
31:17Sag mal, womit schält ihr eigentlich Kartoffeln?
31:19Ist das eine Fangfrage?
31:20Nein.
31:21Ach, wahrscheinlich mit diesem ollen Ding hier.
31:24Funktioniert aber ausgezeichnet.
31:26Ich weiß.
31:26Ich hatte auch mal so einen, bevor Adam ihn kaputt gemacht hat.
31:31Angeblich wollte Herr Adam ihn nur vom Rost befreien.
31:34Aber dieser Mensch hat ja wirklich zwei linke Hände.
31:37Darf ich mir den ausleihen?
31:39Ist mein Lieblingsschäler.
31:41Ich weiß.
31:43Jeder Mensch hat einen Lieblingsschäler.
31:44Außer Herr Adam, dieser Ignorant.
31:48Aber Eva, weißt du, wo der Schlüssel vom Hausboot ist?
31:52Oh, das...
31:55Ich habe gehofft, du hast nichts dagegen.
31:58Ah, gegen was?
31:59Na ja, ich habe ihn ausgeliehen.
32:01Also an zwei Bedürftige, die dringend mal einen Abend allein verbringen wollten.
32:08Und du bist ja nie auf dem Hausboot.
32:10Wie auch, wenn der Schlüssel nicht da ist?
32:12Ach, Tobias, das tut mir leid.
32:15Entschuldige.
32:16Also das nächste Mal frage ich.
32:18Schönen Abend noch.
32:19Ich glaube, du solltest Miete nehmen.
32:21Ich glaube auch.
32:32Oh, Konrad, jetzt hast du es aber eilig.
32:34Und mein Nachttisch?
32:36Dein Nachttisch, den können wir noch zum Nachttisch essen.
32:38Warni, weggucken.
32:41Warni, weggucken.
33:10Sag doch was, ich helfe dir.
33:15Es stört mich, dass ich immer noch auf fremde Hilfe angewiesen bin.
33:18Ja, aber das mache ich doch gern.
33:20Außerdem machst du Riesenfortschritte.
33:22Riesenfortschritte, das ist wohl etwas übertrieben.
33:24Das ist ja gestern selbst gesehen.
33:26Aber ich habe gleich noch einen Termin mit meinem Physiotherapeuten in seiner Praxis.
33:32Ach, ich dachte, er kommt hier zu dir ins Gutshaus.
33:35Reizstromtherapie, das ist nur in der Praxis möglich.
33:37Ah ja, verstehe.
33:41Ich möchte mich gerne bei dir entschuldigen.
33:44Ich bin gestern sehr überstürzt gegangen.
33:46Nein, du musst dich nicht bei mir entschuldigen.
33:49Es war sehr nett von dir, dass du mir überhaupt helfen wolltest.
33:52Ja, das will ich auch immer noch.
33:54Wenn es dir unangenehm ist, mir bei der Therapie zuzusehen...
33:57Nein, nein, das ist es nicht, Annabelle.
33:59Es tut mir leid, wenn du es so aufgefasst hast.
34:01Du musst mir nichts erklären.
34:03Das möchte ich aber gerne.
34:06Ich habe dich gestern sehr bewundert.
34:10Ich meine...
34:11Ich kenne dich ja nun schon eine ganze Weile.
34:14Du bist immer so stolz und unerschütterlich.
34:18Dich so hilflos zu sehen, das ging einfach über meine Kräfte.
34:21Es tut mir leid.
34:24Ich finde, du erträgst dein...
34:26...dein Schicksal sehr, sehr tapfer.
34:28Du hast jede Unterstützung verdient.
34:51Guten Morgen.
34:52Guten Morgen.
34:55Oh, Frühstück am Bett.
34:58Und ein ganz besonderes dazu.
35:01Kaltes Ratatouille mit klebrigem Reis und Rosmarin und Filet.
35:06Ich glaube, du hast es eher mit einer alten Schuhsohle verwechselt.
35:08Gestern war es noch butterzart und rosig.
35:10Leider wurde es nicht rechtzeitig verzerrt.
35:13Du hast recht. Also her mit der Strafe.
35:16Ist der Kaffee auch kalt?
35:18Das wollte ich dir dann doch nicht antun.
35:28Hm, schmeckt ganz gut.
35:30Sollten wir öfter tun.
35:32Kalt essen.
35:33Stimmt.
35:33Warmes Essen ist gnadenlos überbewertet.
35:36Aber jetzt erzähl doch mal, wie ist es gestern Abend gelaufen?
35:38Habt ihr was erreicht?
35:39Herr Vorbeck meinte, wir sind auf einem guten Weg.
35:41Die Kinderheime haben ja meistens kein Geld für Musik- und Kunstunterricht.
35:45Kinder sollen alle Seiten an sich entdecken.
35:47Nicht nur die, für die gerade Geld da ist.
35:48Obwohl ich Kunst natürlich für reine Zeitverschwendung halte.
35:54Und was hast du gestern Abend gemacht?
35:56Ich habe ein paar alte Kontakte aktiviert und meinen alten Professor in Hamburg angerufen.
36:01Vielleicht gibt es ja irgendeine Ausschreibung, auf die ich mich bewerben kann.
36:05Also wer dir keinen Auftrag gibt, der ist entweder blind oder versteht nichts von Kunst.
36:10Einen Vorteil hat es ja, dass ich im Moment nichts festes habe.
36:13Du kannst jetzt jeden Abend für mich kochen.
36:15Und ich kann dich zur Arbeit bringen, wenn du willst.
36:18Dann bleibst du auch gleich in der Firma und passt auf, dass ich rechtzeitig reiere.
36:21Das war der Sinn der Sache.
36:22So kann ich dich den ganzen Tag im Auge behalten.
36:25Das ist doch meine Überwachung, mit der ich leben kann.
36:28Mhm.
36:48Ich versichere Ihnen, dass niemand von unserem Termin erfahren wird.
36:53Ja, ich weiß, wie wichtig das ist.
36:55Meinem Bruder ist mit Delburg genau dasselbe passiert.
36:59Gut.
36:59Also dann bis später.
37:01Danke.
37:07Guten Tag, Frau Grafenberg.
37:09Was für eine nette Überraschung.
37:11Frau Nowak, im Moment habe ich das Gefühl, wir laufen uns ständig über den Weg.
37:16Jedenfalls laufe ich.
37:18Und, wie schreitet die Genesung voran?
37:20Danke der Nachfrage, aber ich wüsste nicht, was Sie das angeht.
37:23Sie haben recht.
37:25Ich treffe mich mit meinen Gegnern auch gerne auf Augenhöhe.
37:29Ach, Herr Adam, ich glaube, ich habe meinen Hals durch den Wagen liegen gelassen.
37:33Würden Sie so gut sein an meinen Nachsehen?
37:35Würde Sie gern verkaufen.
37:44Und, wie fühlt man sich, wenn man die Trauerfeuer der Frau besucht hat, die man ermorden ließ?
37:49Meine Güte, Sie klingen schon wie Hagen.
37:52Vergessen Sie nicht, ich war dabei, als Sie Hagen gestanden haben, dass Sie für Helenas Tod verantwortlich sind.
37:57Nur leider glaubt Ihnen niemand.
37:59Woran mag das wohl liegen?
38:01Ah ja, Sie haben keine Beweise.
38:05Ich bin nicht so dumm und verblendet wie Richard.
38:09Es wird ihm noch leid tun, dass er ihretwegen seine Freunde verraten hat.
38:13Der arme Hagen muss ihn sehr getroffen haben, dass Richard mit ihm gebrochen hat.
38:17Und mit Ihnen auch.
38:19Eines schönen Tages werde ich Sie dranbekommen, Frau Grafenberg.
38:23Wollen Sie mir drohen?
38:24Nein.
38:26Nehmen Sie es als Versprechen.
38:37Also, wenn wir uns jetzt immer ein ruhiges Plätzchen suchen müssen, dann werden die nächsten Wochen aber ganz schön anstrengend.
38:42Vielleicht können wir eine Verabredung mit Sebastian und Maike treffen.
38:45Oder wir überreden Tobias, dass er uns das Hausboot vermietet. Das Plätschern der Wellen, das war doch romantisch.
38:49Ach nee, ich glaube, auf Dauer werde ich davon seekrank.
38:51So fester Fußboden ist mir dann schon lieber.
38:55Ein Seemann bist du nicht.
38:57Dafür habe ich auch nicht in jedem Hafen eine andere gebraucht.
39:00Genau genommen hast du gar keine.
39:02Aber wenn der Nachwuchs da ist, können wir darüber nochmal reden.
39:06Äh, apropos Nachwuchs.
39:09Meinst du, unser Nachtisch hat die letzte Nacht überlebt?
39:11Klar.
39:12Soll ich ihn mal holen?
39:13Ja.
39:15Nein.
39:17Bani.
39:20Wo ist denn der jetzt schon wieder?
39:24Abgehauen.
39:24Mit unserem Aphrodisiakum im Bauch.
39:35Wie lange ist Annabelle denn bei der Therapie?
39:37Ich fühle mich einfach nie wohl, wenn wir uns hier treffen.
39:40Keine Sorge, sie ist erst mittags wieder zurück.
39:43Willst du was trinken?
39:44Nein, danke.
39:46Ja, wie ist es denn gelaufen?
39:49Gut.
39:50Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mir meinen Auftritt abgekauft hat.
39:53Das ist gut.
39:54Ich habe mich heute Morgen bei ihr entschuldigt,
39:56dass ich gestern so überstürzt das Zimmer verlassen habe.
39:59War sie misstrauisch?
40:01Nein, er verletzt.
40:02Sie dachte, ich ertrage nicht, ihr bei der Therapie zuzusehen.
40:06Wenn sie wüsste, wie recht sie damit hat.
40:10Eine Unverschämtheit von dem Therapeuten, mich einfach zu versetzen,
40:14dass man sich heutzutage alles bieten lassen muss.
40:16Sie haben ihn aber auch ziemlich angefahren, wenn ich das so sagen darf.
40:20Ich kann ja wohl erwarten, dass er seinen Job vernünftig macht.
40:23Dafür bezahle ich ihn anständig.
40:25Soll ich einen neuen Termin für Sie vereinbaren?
40:27Allerdings.
40:28Und zwar mit einem anderen Therapeuten.
40:30Ja.
40:31Und, gibt es was Neues von Delbrück?
40:33Ja.
40:34Ich treffe mich nachher mit einem Ex-Kollegen von der Polizei.
40:37Sehr gut.
40:38Was glaubst du, wird er reden?
40:41Bin ich mir ziemlich sicher.
40:42Zumindest war er sehr darauf bedacht,
40:44dass niemand von unserem Treffen erfährt.
40:47Je früher wir Annabelle und Delbrück überführen können,
40:49desto besser.
40:50Ich ertrage diese Frau keine Sekunde länger in meinem Haus.
40:54Hauptsache, sie schafft keinen Verdacht, wir.
40:56Wir dürfen uns jetzt einfach keinen Fehler erlauben.
40:58Das werden wir nicht, Sophie.
40:59Das werden wir nicht.
41:17Ich liebe dich und ich will, dass du glücklich bist.
41:19Ich will, dass du etwas machst, das dich weiterbringt.
41:22Und dabei will ich dich unterstützen und dir nicht im Weg stehen.
41:24Das tust du nicht.
41:25Aber wenn ich diesen Job annehme,
41:27dann werden wir uns kaum noch sehen.
41:28Wir schaffen das.
41:30Also, ich fürchte, es gibt nur noch eine Möglichkeit,
41:32ihr Vertrauen wieder zurückzugewinnen.
Kommentare