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  • vor 1 Woche

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Kurzfilme
Transkript
00:00Was wäre denn nötig, um es wieder aufzunehmen?
00:03Ja, da müssten schon neue, handfeste Beweise auftauchen.
00:06Ich kenne jemanden, der ein Geständnis des wahren Täters gehört hat.
00:10Da steht Aussage gegen Aussage.
00:12Und womöglich müssten Sie mit einer Anklage wegen Verleumdung rechnen.
00:17Was ist denn mit einer Tonbandaufzeichnung, auf der der Täter sein Verbrechen gesteht?
00:24Angesichts der Schwere des Verbrechens würde ich eine solche Tonbandaufnahme als Beweismittel zulassen.
00:31Auch wenn sie ohne Wissen des Täters entstanden ist?
00:35Auch dann.
00:36Haben Sie eine Ahnung, wo der Einbrecher jetzt sein könnte?
00:38Ich habe vorhin Geräusche in Frau Grafenbergs Büro gehört.
00:42Das ist auch der Safe.
00:44Sie bleiben hier.
00:52Wahnsinn.
00:53Wahnsinn.
00:59Wahnsinn.
01:16Das war's.
01:29To be the first day of my life.
01:59Das haben sich gemerkt, dass ein Kind fehlt.
02:01Ich hab mich versteckt.
02:04Und warum?
02:05Ich wollte malen.
02:07Aber das kannst du doch bei euch auch.
02:09Aber da gibt's nicht so tolle Farben.
02:10Nur Wasserfarben und so ein Kinderkram.
02:14Verstehe.
02:16Und willst du mir jetzt auch noch verraten, wie du heißt?
02:18Theo.
02:19Ich bin Luisa.
02:21Und das ist Simon.
02:22Hallo.
02:24Also dein Bild ist wirklich schön.
02:26Aber ich fürchte, wir müssen dich jetzt zurückbringen, bevor sich jemand's Ordnung nicht macht.
02:30Kann ich nicht noch ein bisschen hierbleiben?
02:32Das geht leider nicht.
02:34Aber ich bin noch nicht fertig.
02:36Aber deine Freunde vermissen dich bestimmt schon.
02:41Na, was machen wir jetzt?
02:44Wir haben keine andere Wahl.
02:45Ich muss die Heimleiterin anrufen.
02:46Sie suchen ihn bestimmt schon.
02:48Ich werd's mal bei der Auskunft probieren.
02:55Im Chefbüro ist niemand.
02:57Wir haben unseren Einbrecher gefunden.
03:00Er ist ein wahrer Künstler.
03:02Stimmt's?
03:22Hallo, Richard.
03:23Hallo.
03:24Hab ich schon was verpasst?
03:25Nein.
03:26Der Brück ist gerade erst angekommen.
03:28Gott, hoffentlich merkt er nicht, dass wir in Annabelle's Zimmer diese Wanze installiert haben.
03:31Nein, nein.
03:32Sie ist sicher in den Blumen versteckt, die ich Annabelle geschenkt habe.
03:34Nein, das Gerät schon.
03:36Das Gerät schaltet sich automatisch ein, sobald die Wanze im Raum ein Geräusch empfängt.
03:51Musik?
03:52Ja.
03:53Annabelle hört neuerdings Musik.
03:55Ich wusste gar nicht, dass sie sich daraus etwas macht.
03:58Seit sie aus dem Krankenhaus zurück ist, ist sie sanft wie ein Lamm.
04:01Oh Gott, bitte lass, dass sie mit Delbrück über den Wagen spricht, den er in ihrem Auftrag manipuliert hat.
04:06Dann hätten wir endlich etwas gegen sie in der Hand und könnten ihr die Schuld an Helenas Tod nachweisen.
04:13Kommissar Delbrück wünscht, Sie zu sprechen.
04:16Delbrück?
04:16Was will er?
04:18Das hat er nicht gesagt.
04:19Ich will ihn nicht sehen.
04:21Schicken Sie ihn weg.
04:22Er sagte, es sei dringend.
04:25Und ich sagte, dass Sie ihn wegschicken sollen.
04:28Wie Sie wünschen.
04:30Das darf doch wohl nicht wahr sein.
04:34Offenbar will Sie nicht mehr mit Delbrück reden.
04:41Ich bedauere, Frau Grafenberg ist nicht zu sprechen.
04:46Wieso?
04:47Schläft Sie etwa doch schon?
04:48Sie wünscht, Sie nicht zu sprechen.
04:50Ja, es dauert nicht lange.
04:51Ich habe nur ein paar Fragen.
04:52Haben Sie eine richterliche Anweisung?
04:55Wenn nicht, dann alarmiere ich Ihre Kollegen.
05:03Stellen Sie Frau Grafenberg schöne Grüße.
05:05Sie kann sich nicht ewig vor mir verstecken.
05:12Hallo.
05:13Ach, haben Sie meinen Anruf bekommen, ja?
05:16Welchen Anruf?
05:17Ich habe ihn doch wegen Annabelle auf Band gesprochen.
05:19Sind Sie nicht ihretwegen hier?
05:21Ihre Stiefmutter empfängt mich nicht.
05:23Schönen Abend allerseits.
05:31Was soll das heißen?
05:32Annabelle empfängt Kommissar Delbrück nicht.
05:34Frau Grafenberg ist leider indisponiert.
05:39Indisponiert.
05:40Das wollen wir doch mal sehen.
05:41Frau Van Weiden, ich muss doch Sie erbitten.
05:43Ich lasse Sie von der Frau da nicht mit dem Verkaufen.
05:50Ich fasse es nicht.
05:52Ich fasse es nicht.
05:56Das war die Gelegenheit, die beiden zu überführen.
05:58Richard, es war unser erster Versuch.
06:01Wir werden die beiden schon noch drankriegen.
06:03Wie denn?
06:05Annabelle sich feigert, mit Delbrück zu reden.
06:07Wir müssen uns eben ein wenig gedulden.
06:11Lass gut reden.
06:14Annabelle hat meine Frau umgebracht.
06:15Und ich muss so tun, als wüsste ich nichts davon.
06:17Ja, mehr noch.
06:18Ich muss sie vor allen anderen verteidigen.
06:20Ich weiß, wie schwer das ist,
06:21aber ich sehe im Moment keine andere Möglichkeit,
06:24an Annabelle ranzukommen.
06:29Ich habe Hagen gehen lassen,
06:31um Annabelle und Delbrück zu überführen.
06:37Du hast recht.
06:37Wir haben es beide nicht leicht.
06:39Entschuldige.
06:41Lissi, was willst du?
06:43Ich weiß, warum du nicht mit Delbrück reden willst.
06:45Du versuchst, dich hier vor deinen Verbrechen zu verkriechen.
06:48Ich will nur endlich Frieden finden.
06:50Ist das so schwer zu verstehen?
06:52Ausgerechnet hier willst du Frieden finden?
06:54Wo alle wissen, dass du Victoria umgebracht hast?
06:58Und jetzt willst du uns glauben machen,
07:00dass du nichts mit Helenas Tod zu tun hast.
07:02Sie provoziert sie.
07:04Was soll ich jetzt tun?
07:05Wenn Annabelle glaubt, dass Lissi auf der Spur ist,
07:08wird es gefährlich.
07:10Ich muss sie sofort herausholen.
07:12Du bist wütend auf mich, weil...
07:14Wütend?
07:15Ich hasse dich, Annabelle.
07:17Ich hasse dich für das,
07:18was du Victoria und Helena angetan hast.
07:20Und ich hasse dich dafür,
07:22dass du die Anständigkeit meines Vaters gnadenlos ausnutzt.
07:24Was ist denn hier los?
07:26Papa schmeißt sie endlich raus.
07:27Sie hat in diesem Haus nichts mehr verloren.
07:29Das entscheide immer noch ich.
07:31Ach ja.
07:33Ich vergaß, dass sie diese Mörderin wichtiger ist
07:35als der Rest der Familie.
07:36Lissi, warte. Warte, warte, bitte.
07:37Lass mich los.
07:37Bitte.
07:39Helenas Tod war ein Unglück.
07:40Ein ehemaliger Angestellter aus der Manufaktur
07:43wollte sich an Annabelle rächen
07:44und hat ihren Wagen manipuliert.
07:46Dafür sitzt er jetzt im Gefängnis.
07:47Wach endlich auf, Papa.
07:50Wenn jemand für Helenas Unfall im Gefängnis sitzen sollte,
07:52dann Annabelle.
07:57Du machst mich wahnsinnig mit deiner Leserei.
08:00Versuch's doch auch mal.
08:02Besser als DVDs und man braucht keine Steckdose.
08:04Soll ich es dir beibringen?
08:05Steht da auch drin, wie wir mit Luisa und Simon weiterkommen?
08:08Warum denn so schlecht gelaunt?
08:09Es läuft doch alles nach Plan.
08:11Luisa wird die ganze Nacht arbeiten.
08:13Simon auch.
08:14Die beiden sehen sich kaum noch.
08:15Ganz anders als wir.
08:16Der Plan war aber, dass du die ganze Nacht mit Luisa zusammenarbeitest.
08:20Ich konnte schlecht unsere Tarnung verraten
08:22und dich alleine nach Hause gehen lassen.
08:23Kaum zu glauben, wie clever du bist.
08:25Du bist es jedenfalls nicht.
08:27Wenn Luisa die Stiftungsaufsicht nicht überzeugt,
08:30ist sie dank dir wieder arbeitslos.
08:32Du hast doch selbst gesagt, was für ein fleißiges Bähnchen sie ist.
08:35Deshalb musstest du ja trotzdem nicht gleich die Aufsicht auf den Hals hetzen.
08:39Wir wollen Simons Eifersucht wecken,
08:41nicht Luisa fertig machen.
08:43Aber sie wird das schon schaffen.
08:45Weck dich doch nicht so auf.
08:47So, ich bin jetzt müde.
08:48Lass uns schlafen.
08:49Wer sagt, dass ich schlafen will?
08:51Ich.
08:51Mach das Licht aus.
08:54Nur wenn du dafür heute auf dem Boden schläfst.
08:56Sag mal, hast du durch das vieler Lesen den Bezug zur Realität verloren?
09:00Ich habe gestern auf dem Boden geschlafen.
09:01Ja, das wirst du heute auch wieder tun.
09:03Und morgen auch.
09:04Du bist hier Gast in meinem Zimmer.
09:06Klar?
09:07So.
09:08Gute Nacht.
09:09Und anfassen ist nicht.
09:20Hereinspaziert.
09:23Ist das zu glauben?
09:24In die Uhrzeit ist im Kinderheim keiner mehr zu erreichen.
09:26Immerhin haben wir auf das Band gesprochen,
09:28dass Theo bei uns überwacht wird.
09:29Aber nicht, dass wir noch Ärger bekommen.
09:31Und wenn?
09:32Siehst du nicht, wie müde er ist?
09:34Wir bringen ihn morgen früh zurück.
09:36Toll.
09:37Hast du den gemacht?
09:38Nein, den habe ich nur restauriert.
09:40Aber ich mache solche Figuren auch selbst.
09:42Das will ich auch können.
09:43Bringst du mir das bei?
09:44Aber ganz bestimmt nicht mehr heute Abend.
09:46Dir fallen ja schon die Augen zu.
09:48Ich bin doch kein Baby mehr.
09:49Dann kannst du mir ja helfen, das Bett aufzubauen.
09:54Da habe ich früher öfter drauf geschlafen.
09:58Achtung.
10:01Voila.
10:02Meinst du, das geht?
10:03Na klar.
10:04Probier mal aus.
10:08Super.
10:10Und?
10:11Hast du noch Hunger?
10:13Höchstens auf ein paar Chips.
10:14Ja, klar.
10:15Vergiss es.
10:16Ein Glas Milch kannst du haben.
10:19Zeigst du mir, wie man so eine Figur macht?
10:22Ja, aber wenn, dann morgen.
10:24Jetzt wird erst mal geschlafen.
10:26Ich kann das schon allein.
10:28Okay.
10:33Eigentlich muss ich heute ja noch die Figuren fertig bekommen.
10:36Ich bin in meinem Konzept für die Stiftung auch noch nicht fertig.
10:38Ich?
10:43Bitte?
10:48Und?
10:49Ist das warm genug?
10:52Brauchst du noch was?
10:53Im Heim kriegen wir immer noch etwas vorgelesen.
10:57Ich fürchte, mit dem Arbeiten wird das heute nichts mehr.
11:06Und?
11:07Weißt du, eine gute Geschichte.
11:12Lissi wird sich mit der Zeit schon an die neue Situation gewöhnen.
11:15Gute Nacht.
11:16Richard.
11:17Ja?
11:18Ich kann dir gar nicht sagen, wie leid mir das tut.
11:21Das muss es nicht.
11:23Es war meine Entscheidung, dass du im Gutshaus bleiben darfst.
11:26Aber jetzt hasst dich deine eigene Tochter.
11:29Lissi hasst mich nicht.
11:31Sie ist nur enttäuscht von mir.
11:32Du hast recht.
11:33Sie hasst mich.
11:35Du nimmst sehr viel auf dich, damit ich hierbleiben kann.
11:40Schon gut.
11:41Bitte warte, Richard.
11:43Ich weiß, wie schwer es dir fällt, mich gegen Lissi zu verteidigen.
11:52Ich bin dir sehr dankbar.
11:56Gute Nacht.
12:22Ich bin dir sehr dankbar.
12:44Blödes Teil.
12:46Vom Fluchen funktioniert der Salzstreuer auch nicht besser.
12:50Willst du jetzt wirklich jede Mahlzeit hier in der Küche einnehmen?
12:54Wieso? Störe ich dich?
12:56Nein.
12:57Aber ich denke, es kränkt deinen Vater, wenn du nicht mit den anderen am Tisch sitzt.
13:03Er ist doch selber schuld.
13:05Er hat Annabelle zurück ins Haus geholt.
13:07Ich verstehe ja, dass du wütend bist.
13:09Ich bin auch sauer, dass sie hier ist.
13:10Aber dann sollte wenigstens der Rest der Familie zusammenhalten.
13:14Eva, welche Familie denn?
13:16Annabelle hat so einen Kahlschlag gemacht.
13:19Vielleicht bin ich die Nächste.
13:24Guten Morgen, Frau Landmann.
13:25Guten Morgen.
13:26Annabelle hätte gerne einen Kaffee.
13:28Den sollte Herr Adam machen.
13:30Den sollte nicht Herr Adam machen, den machen Sie.
13:32Herr Adam serviert bei Tisch.
13:40Wozu hat sie einen Butler, wenn die Arbeit dann doch an mir hängen bleibt?
13:46Tja, blöd.
13:50Andererseits ist es doch die Gelegenheit, sie loszuwerden, Eva.
13:54Was meinst du?
13:55Hast du nicht irgendwelche giftigen Pflanzen in deinem Kräutergarten?
13:58Das ist doch nicht dein Ernst.
14:01Von mir erfährt keiner was, Eva.
14:03Ehrenwort.
14:04Also, das fehlte mir noch.
14:06Ich mache mir nicht an Annabelle die Hände schmutzig.
14:09Danke.
14:20So.
14:21Und gleich bringen wir dich zurück.
14:23Kann ich nicht noch bei euch bleiben?
14:25Das geht leider nicht.
14:27Ich habe gerade mit der Leiterin des Heims, Frau Weidner, gesprochen.
14:30Und sie hat sich sehr gefreut, dass wir dich gefunden haben.
14:34Aber Simon wollte mir doch noch zeigen, wie man Engel macht.
14:37Ähm.
14:39Das holen wir einfach ein andermal nach.
14:41Jetzt muss ich erst mal diese alten Figuren fertig bekommen.
14:43Ich kann dir doch dabei helfen.
14:45Weißt du was?
14:46Du kannst mich in ein paar Tagen in der Manufaktur besuchen.
14:49Dann schenke ich dir neue Farben.
14:50Für dein Bild.
14:53Das freut dich nicht?
14:54Ich darf jetzt bestimmt längere Zeit nicht raus.
14:57Das erlaubt Frau Weidner nicht.
14:59Jetzt pass mal auf, Theo.
15:01Wir bringen dich zurück und sprechen mit Frau Weidner.
15:05Außerdem können wir dich besuchen, solange du uns nicht besuchen kannst.
15:08Ja, genau.
15:09Ihr kommt bestimmt?
15:10Nein.
15:11Indianer Ehrenwort.
15:12Versprochen.
15:13Und dann bringen wir auch die neuen Farben mit.
15:14Super.
15:21Danke, Herr Adam.
15:22Sehr gerne.
15:30Was ist?
15:31Ach, ich habe keine Lust mehr auf Kaffee.
15:36Entschuldige.
15:41Du, Salz.
15:42Wahrscheinlich hat Frau Landmann nur die Gefäße verwechselt.
15:45Die liebe alte Frau Landmann ist doch immer wieder für eine Überraschung gut.
15:48Ach, Liebling, manchmal bist du so einfach zufriedenzustellen.
15:51Das ist doch lächerlich.
15:52Was meinst du?
15:53Ich glaube nicht, dass Frau Landmann schon jemals in ihrem Leben Zucker und Salz verwechselt hat.
15:56Ich würde mal ein Wörtchen mit dir reden.
15:58Nein, bitte nicht, Richard.
15:59Ich möchte meinetwegen keinen Streit.
16:01Warum bist du denn überhaupt noch hier?
16:02Bitte!
16:03Ich möchte einfach nur in aller Seelenruhe frühstücken.
16:07Ist das möglich?
16:11Ich möchte einfach nur in aller Seelenruhe frühstücken.
16:12Was ist mit deinem Arm?
16:13Du kannst ja einen Arm bewegen.
16:16Ja, seit gestern, nachdem du mir die Blumen gebracht hast.
16:20Na, wie schön.
16:21Dann bist du ja bald gesund und kannst gehen.
16:22Ja, aber das ist ja fantastisch.
16:24Ich hoffe, deine Genesung schreitet weiter so gut voran.
16:27Ja, das hoffe ich auch, Richard.
16:41Schmeckt Frau Grafenberg mein Kaffee etwa nicht mehr?
16:44Ich muss sagen, ich bin etwas enttäuscht von Ihnen.
16:48Wollen Sie damit etwa andeuten, dass mein Kaffee schlechter ist als Ihrer?
16:52Ich hatte immer den Eindruck, dass Sie ein gewisses Niveau nie unterschreiten würden.
16:57Also hören Sie, so schlecht kann der Kaffee doch gar nicht sein.
17:04Was ist das denn?
17:06Als ob Sie das nicht wüssten.
17:08Moment mal.
17:09Wollen Sie damit vielleicht andeuten, dass ich Salz in den Kaffee von Frau Grafenberg geschüttet habe?
17:14Ich habe ja Verständnis dafür, dass die Anwesenheit von Frau Grafenberg hier nach all dem, was gewesen ist, problematisch wird.
17:24Problematisch?
17:25Das ist doch aber lange keine Rechtfertigung für einen Sabotageakt, den ich gelinde gesagt nur als kindisch bezeichnen kann.
17:33Also Herr Adam, ich finde es gelinde gesagt, unverschämt, dass Sie nicht einmal die Möglichkeit einer Verwechslung in Betracht ziehen.
17:42Das habe ich durchaus.
17:43Aber sieht dies etwa nach einer Verwechslung aus?
17:51Herr Adam, wissen Sie was?
17:54Sie enttäuschen mich.
17:56Sie zählen einfach eins und eins zusammen und dann glauben Sie, Sie wissen alles.
18:01Aber eins und eins ist noch lange nicht immer zwei.
18:04Und jetzt verschwinden Sie aus meiner Küche.
18:08Ich habe zu tun.
18:20Ich schätze, das hat ihr ordentlichen Appetit verdorben.
18:25Was ist?
18:26Naja, das ist eigentlich ein bisschen...
18:29Kindisch, oder?
18:31Ich hätte lieber zu Herrn Carly in den Kaffee gemischt, aber dann würde ich nicht mehr hier mit euch sitzen.
18:36Meinst du wirklich, dass sich Annabelle durch solche Aktionen vertreiben lässt?
18:38Ist doch gar nicht mehr nötig.
18:40Wozu habe ich meinen guten Freund, Kommissar Delbrück?
18:43Ich habe das Gefühl, dass er mit ihr noch lange nicht fertig ist.
18:47Lissi, für die Polizei ist der Täter gefasst.
18:49Er hat gestanden und sitzt in Untersuchungshaft.
18:51Ach ja, und warum will er unbedingt mit ihr sprechen?
18:53Keine Ahnung.
18:54Weil sie schuldig ist, ist doch klar.
18:55Und er ist der Einzige, der das rausfinden kann.
18:58Meiner Meinung nach solltest du ihn lieber fragen, ob er mit ihr ins Kino geht,
19:00statt nun ständig mit Annabelle zu nerven.
19:02Abwarten, Freundchen.
19:05Da ist er ja.
19:06Herr Kommissar, hier.
19:09Na dann, man sieht sich.
19:13Bitte, setzen Sie sich.
19:16So.
19:18Was haben Sie denn dringend, dass auf dem Herzen es sei, als Sie mit mir sprechen wollen?
19:22Ich möchte Ihnen helfen.
19:24Mir?
19:26Wobei?
19:27Sagen Sie mir erst, worüber Sie gestern mit meiner ehemaligen Stiefmutter Annabelle sprechen wollten.
19:32Tut mir leid, nein, nein.
19:33Das ist ein Dienstgeheim, um Sie.
19:35Es ging um Helena, stimmt's?
19:37Warum wollen Sie das wissen?
19:39Weil ich Ihnen dabei helfen könnte, mit ihr zu reden.
19:42Ach ja, und wie?
19:43Schließlich wohne ich im selben Haus.
19:48Da bin ich immer gespannt.
19:50Erzählen Sie.
19:51Frühstück?
19:53Frühstück?
19:54Frühstück?
19:55Frühstück?
19:56Frühstück?
20:02Kommst du jetzt erst?
20:04Ja, ich hatte noch was zu erledigen.
20:06Morgen, Luisa.
20:07Du weißt aber schon, dass heute die Leute von der Stiftungsaufsicht kommen.
20:10Was soll das?
20:11Natürlich hat sie das nicht vergessen.
20:12Hast du die Präsentation schon fertig?
20:15Nein, ich wollte das eigentlich gestern Abend machen, aber ich musste mich um Theo kümmern.
20:18Um wen?
20:19Einen kleinen Jungen.
20:21Simon und ich haben ihn gerade zurück ins Kinderheim gebracht.
20:24Sag mal, spinnst du?
20:25Wenn du die Kommission heute nicht überzeugst, dass unsere Stiftung sinnvolle Arbeit macht,
20:28dann können wir sie auflösen.
20:30Und du spielst mit Kindern?
20:31Unsere Stiftung?
20:33Deine Stiftung, Nora.
20:34Und das Problem ist, sie macht keine sinnvolle Arbeit, weil du dich nie darum gekümmert hast.
20:37Entschuldige bitte, ich habe genug andere Arbeit zu tun.
20:39Dann mach deine Arbeit mal.
20:41Gestern solltest du auf die Kinder aufpassen.
20:42Und wenn dir Theo nicht weggelaufen wäre, dann hätten Simon und ich uns nicht die ganze Nacht um ihn kümmern
20:46müssen.
20:47Und jetzt entschuldigt mich, ich habe noch genug zu tun.
21:07Sophie.
21:09Danke.
21:11Danke, dass du gekommen bist.
21:12Du klangst nicht gut am Telefon.
21:14Was ist los?
21:16Sophie, ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte.
21:18Vielleicht dauert es gar nicht mehr so lange.
21:22Für mich ist jede Minute mit Annabelle die Hölle.
21:26Und ihr geht es dabei zusehends besser.
21:28Sie kann sogar schon ihren gelähmten Arm bewegen.
21:30Ich weiß, du hast von uns beiden definitiv den schwierigeren Part.
21:34Ich kann meinen Hass auf Annabelle offen zeigen.
21:37Und du musst ihr tagtäglich vorspielen, dass du nicht weißt, was sie getan hat.
21:42Du weißt nicht, wer das ist.
21:45Morgens mit ihr frühstücken zu müssen.
21:47Sie vor den anderen zu verteidigen und dabei genau zu wissen, was die anderen nur ahnen, dass sie die Mörderin
21:52meiner Frau ist.
21:52Wir werden sie nicht davon kommen lassen, Richard.
21:56Ich kann das nicht so gut verstehen.
21:59Ich an ihrer Stelle würde mich auch hassen.
22:02Bitte, warte noch ein paar Tage, okay?
22:06Was ist, wenn Annabelle sich weiterhin weigert, mit Delbrück zu sprechen?
22:09Das ist im Moment unsere einzige Hoffnung.
22:13Ist denn das Aufnahmegerät noch aktiv?
22:14Ja, ja, das schaltet sich ein, sobald was im Zimmer zu hören ist.
22:19Aber mal ehrlich, Sophie.
22:20Seit gestern Abend stehen unsere Chancen schlecht.
22:23Denkst du daran aufzugeben?
22:29Ich will nicht riskieren, dass meine Familie daran zerbricht, dass wir uns an Annabelle reichen wollen.
22:33Richard, bitte gib nicht auf.
22:35Noch nicht.
22:36Ich kenne Delbrück.
22:38Früher oder später wird er mit Annabelle sprechen.
22:49Und, bist du fertig geworden?
22:51Nicht wirklich.
22:53Wir hatten einen Überraschungsgast.
22:55Theo.
22:56Ein ziemlich begabter junger Mann.
22:58Ach, ein alter Studienkollege von Simon, ja?
23:01Nein, eher ein ganz neuer Freund.
23:03Er gehörte zu der Kindergruppe, die gestern da war.
23:06Er hat sich heimlich in der Designabteilung versteckt.
23:09Weil er malen wollte.
23:12Das ist ja wirklich eine Überraschung.
23:15Im Kinderheim haben wir niemanden erreicht.
23:17Deshalb durfte er bei uns im Atelier schlafen.
23:19Also, beziehungsweise, wir durften ihm eine Gute-Nacht-Geschichte nach der anderen erzählen.
23:22Dann bist du heute ziemlich müde, oder?
23:24Ach, es geht.
23:28Na, jetzt hänge ich mit dem Konzept für die Stiftungsaufsicht hinterher.
23:33Marianne, wenn ich ganz ehrlich bin, ich zweifle langsam an dem Sinn der Stiftung.
23:41Luisa, wenn dir das alles zu viel wird, das könnte ich gut verstehen, dann, dann, gib die Sache doch auf.
23:47Nein, im Gegenteil.
23:48Ich habe einfach festgestellt, dass es in unserem Segment große Stiftungen gibt.
23:53Die haben eigene Leute, um die geförderten Wissenschaftler zu betreuen.
23:56Das könnten wir ja niemals leisten.
23:58Du meinst also, ihr könnt mit den Großen nicht mithalten?
24:01Ich kann nicht mal dafür sorgen, dass das Geld da ankommt, wo es ankommen soll.
24:05Und jetzt muss ich die Stiftungsaufsicht von etwas überzeugen, wovon ich selbst nicht überzeugt bin.
24:09Hallo, Luisa.
24:12Was machst du denn hier?
24:14Lass mich raten, du bist Theo, richtig?
24:17Ich dachte mir, ich hol mir die Farben am besten gleich selbst. Du hast es doch versprochen.
24:21Weiß jemand, dass du hier bist?
24:23Weil du doch bestimmt nicht so viel Zeit hast, mich zu besuchen.
24:27Oh, ich schätze, das heißt nein.
24:30Ach, Theo.
24:33Ich geh jetzt lieber, bevor uns jemand zusammen sieht.
24:36Ich gebe dir Bescheid, sobald sich was Neues tut.
24:37Ich gebe dir Bescheid.
24:51Ich gebe dir Bescheid.
25:01Sie können kommen.
25:05Ich gebe dir.
25:08Und Sie sind sicher, dass Ihre Stiefmutter da ist, ja?
25:11Wo soll sie sein, beim Jocken?
25:13Der Butler?
25:14Den kümmer ich mich. Gehen Sie hoch und reden mit Annabelle.
25:19Der Brück müsste Sie irgendwie dazu gebracht haben, ihn reinzulassen.
25:21Das ist unsere Chance, Richard.
25:23Ja, schnell in die Bibliothek.
25:34Wollen Sie den Tee nicht lieber vorkosten?
25:37Ich meine, es könnte doch wieder Salz drin sein.
25:39Das würden Sie doch kein zweites Mal tun.
25:42Oder?
25:48Vielleicht ist er auch vergiftet.
25:51Also sagen Sie mal, würden Sie mir das wirklich zutrauen?
25:55Ich hatte Ihnen auch nicht zugetraut, dass Sie Frau Grafenbergs Kaffee versalzen.
25:59Woher wollen Sie denn wissen, dass ich das war?
26:02Na, schon wieder am Streiten?
26:03Ach, Herr Adam unterstellt mir, dass ich Frau Grafenberg sabotiere.
26:07Wenn ich das wirklich wollte, dann hätte ich nicht nur die Suppe versalzen.
26:11Den Kaffee, bitte.
26:12Das war bildlich gemeint, Herr Adam.
26:14Bitte, wenn Sie es nicht gewesen sind.
26:16Wer war es denn dann?
26:18Ich.
26:20Sie?
26:21Ja.
26:22Überrascht?
26:23Ja, sehr.
26:24Ich schätze, dann ist jetzt eine Entschuldigung fällig.
26:28Allerdings.
26:30Ich höre.
26:32Nicht von mir, von Ihnen, Herr Adam.
26:34Ich soll mich bei Ihnen...
26:36Nicht bei mir, bei Frau Landmann.
26:42Es tut mir leid, Frau Landmann.
26:44Ich habe Sie wohl zu Unrecht verdächtig.
26:46Das haben Sie allerdings.
26:48Halt, wo wollen Sie denn hin?
26:50Ich muss Frau Grafenberg den Tee bringen.
26:52Ah, Tee ist ein sehr gutes Stichwort.
26:54Ich bin Ihnen wirklich einen Versöhnungstee schuldig, und zwar jetzt.
26:56Bitte.
26:57Setzen Sie sich, Herr Adam.
26:59Bitte.
27:03Wie trinken Sie Ihren Tee denn ganz gerne?
27:05Mit Milch?
27:06Zucker?
27:08Hm?
27:10Weiß nicht.
27:11Ich weiß so wenig von Ihnen, Herr Adam.
27:12Erzählen Sie doch mal ein bisschen aus Ihrem Leben.
27:15Aber...
27:18Frau Grafenberg, wartet.
27:19Ach, Herr Adam.
27:21Probieren Sie.
27:23Es schmeckt gut.
27:26Meinen Sie wirklich?
27:27Ja.
27:28Frau Landmann?
27:39Hoffentlich sind wir nicht schon zu spät.
27:48Sie ist offenbar in Ihrem Zimmer.
27:57Dellenbrück, was machen Sie denn hier?
27:59Ich wusste, wir sehen uns wieder.
28:01Verschwinden Sie sofort.
28:03Keine Angst.
28:05Es dauert nicht lange.
28:06Herr Adam?
28:07Ja, rufen Sie doch.
28:09Herr Adam?
28:09Ja, noch mal lauter.
28:11Ich furchte nur, Herr Adam wird Sie nicht hören.
28:12Der ist nämlich gerade beschäftigt.
28:15Was wollen Sie denn von mir?
28:19Was ist jetzt los?
28:22Der Brück hat die Musik laut gemacht.
28:25Vielleicht kann man das irgendwie rausfiltern.
28:27Pst.
28:28Ich will, dass Sie von mir verschwinden.
28:30Was wollen Sie denn noch im Falkental?
28:32Es geht Sie nichts an.
28:34Es geht mir sehr wohl was an.
28:35Sie haben einen Mord auf dem Gewissen.
28:37Und je weiter Sie vom Tatort entfernt sind,
28:40umso besser ist das für Sie.
28:41Das lassen Sie sich einfach von einem erfahrenen Bullen sagen.
28:44Wo ich lebe, ist meine Sache.
28:46Ist nicht Ihre Sache.
28:47Ich hänge damit drin.
28:49Ich habe die Bremsen von Helena Bernsteins Wagen manipuliert
28:52in Ihrem Auftrag.
28:53Und ich habe keine Lust, ins Gefängnis zu gehen,
28:55nur weil Sie mal wieder Ihre sentimentale Ader entdecken.
29:00Ich verstehe kein Wort.
29:02Du?
29:04Nichts. Gar nichts.
29:19Da sitzt ja der kleine Ausreißer.
29:22Mensch, Theo.
29:24Was machst du denn für Sachen?
29:26Luisa hat gesagt, ich kann Sie besuchen, wann ich will.
29:29Also so habe ich das nicht gemeint.
29:31Ja?
29:32Wie haben Sie es denn gemeint?
29:33Ich dachte natürlich, dass Sie mit einer Betreuungsperson kommen.
29:37Bei über 200 Kindern.
29:38Das können wir uns leider nicht leisten.
29:41Tut mir leid, wenn ich ihm diesen Führungsohr gesetzt habe.
29:44Ich hatte einfach das Gefühl, dass er ein bisschen Aufmerksamkeit braucht.
29:47Tö.
29:48Welches Heimkind braucht die nicht?
29:49Ich erlebe sowas jeden Tag.
29:52So.
29:52Komm.
29:53Theo.
29:53Wir gehen jetzt nach Hause.
29:55Ich bin mit meinem Bild noch nicht fertig.
29:56Das kannst du doch auch zu Hause fertig machen.
29:58Bei uns gibt es nicht die tollen Farben.
30:02Also wegen mir kann er sehr gerne hierbleiben.
30:04Ich finde jemanden, der auf ihn aufpasst.
30:06Ich kann da leider keine Ausnahme machen.
30:08Die anderen Kinder würden es dann auch wollen.
30:10Vielleicht steckt dahinter eine besondere Begabung.
30:14Wissen Sie, ich sage das wirklich nicht gerne.
30:16Aber auf besondere Begabungen können wir bei so vielen Kindern leider keine Rücksicht nehmen.
30:21Komm, Theo.
30:23Wir gehen jetzt nach Hause, ja?
30:24Aber beim Bild ist noch nicht fertig.
30:26Komm, sag auf Wiedersehen zu Frau Maywald.
30:31Hier, das ist für dich, Luisa.
30:35Danke.
30:36Tschüss.
30:36Tschüss.
30:39Wiedersehen.
30:40Wiedersehen.
30:51Wow, das Gesellenstück wird die Prüfer umhauen.
30:53Ach, ich brauche niemanden umhauen.
30:55Hauptsache, ich bestehe die Prüfung.
30:56Und das wirst du, da bin ich mir sicher.
30:58Ich bin mir eigentlich auch sicher.
31:00Wie schaffst du das eigentlich, vor so einer wichtigen Prüfung so verdammt cool zu bleiben?
31:03Ich werde schon längst am Durchdrehen.
31:05Das Gesellenstück ist super und die Theorie werde ich auch bestehen.
31:09Dann steht einem entspannten Abend ja nichts mehr im Wege.
31:11Hm.
31:17Frau Hansen, ich wollte Ihnen noch alles Gute für die Prüfung morgen wünschen.
31:22Vielen Dank.
31:23Sie wissen ja, dass ich viel von Ihnen halte.
31:26Machen Sie mir keine Schande.
31:27Ach, keine Sorge, ich werde die Prüfung auf jeden Fall bestehen.
31:30Also, ein bisschen mehr als einfach nur bestehen sollten Sie schon.
31:33Schließlich ist hier noch ein Posten als Chefdesigner frei.
31:37Habe ich das jetzt richtig verstanden?
31:38Sie wollen mich als Chefdesignerin vorschlagen.
31:41Seit Simon Becker gekündigt hat, ist die Stelle vakant.
31:45Wenn Sie die Prüfung mit Auszeichnung bestehen, sehe ich keinen Grund, Ihnen die Stelle nicht zu geben.
31:50Ja, dann werde ich wohl mein Bestes geben.
31:53Das hoffe ich.
31:55Einen schönen Abend noch.
31:56Danke.
31:57Ebenfalls.
32:00Hier will ich zur Chefdesignerin machen, das ist ja Wahnsinn.
32:03Ja, Wahnsinn ist das.
32:03Was ist denn, freust du dich gar nicht?
32:05Doch, aber dann muss ich jetzt die Prüfung mit Auszeichnung bestehen.
32:07Na und, das schaffst du doch.
32:09Ja und was, wenn nicht?
32:11Sag nicht, dass du jetzt doch bei mir bekommst.
32:17Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, um mich auf die Stiftungsprüfung vorzubereiten.
32:21Ich will doch, dass Simons Vater in guter Erinnerung bleibt.
32:24Das ist das Mindeste, was ich für Harald und seine Familie tun kann.
32:28Aber Nora hat sich über das Stiftungsziel überhaupt keine Gedanken gemacht.
32:32Das ist alles mit heißer Nadel gestreckt.
32:36Genau wie mein Vortrag, den ich gleich vor der Kommission halten muss.
32:40Wie soll ich sie davon überzeugen, dass die Stiftung gute Arbeit leistet,
32:43wenn sich bisher dort nur das Geld angehäuft hat?
32:46Ich werde mich um Kopf und Kragen reden.
32:52Hey, die Leute von der Stiftungsaufsicht sind da. Bist du soweit?
32:55Nein.
32:56Was?
32:56Aber ich komme trotzdem.
32:57Und werde mein Bestes geben.
33:00Und solange du nur noch Witze machen kannst, ist ja alles in Ordnung.
33:02Na komm, wart nicht ewig.
33:12Vergessen Sie Ihren Ex-Mann.
33:14Vergessen Sie das Gutshaus.
33:16Vergessen Sie Ihr ganzes bisheriges Leben.
33:18Es ist vorbei.
33:19Gehen Sie irgendwo hin und fangen Sie neu an.
33:21Wer sind Sie, mein Lebensberater?
33:23Ich weiß selbst, was ich zu tun habe.
33:25Das wissen Sie nicht.
33:26So brauche ich eine Entscheidungshilfe.
33:29Wollen Sie mir etwas drohen?
33:31Ich bin geschworen.
33:34Jetzt hören Sie mir mal zu.
33:36Ich bin glücklich, Sie reden noch.
33:37Was ich Ihnen jetzt sage, werde ich nicht wiederholen.
33:41Sie mögen mich für sentimental halten, aber das ist mir egal.
33:44Ich habe erkannt, was wirklich wichtig ist im Leben.
33:48Falkenthal ist meine Heimat.
33:50Hier gehöre ich hin.
33:52Zu Ihrem Ex-Mann, der sich von Ihnen hat scheiden lassen, als Sie im Koma lagen.
33:56Natürlich.
33:57Bitte sag es.
33:58Wenn Sie so sehr gehasst haben, dass Sie...
33:59Schluss jetzt.
34:00Das ist Vergangenheit.
34:01Er hat mich aufgenommen.
34:03Das ist alles, was zählt.
34:04Heul, heul, heul.
34:05Mir kommen die Tränen.
34:06Jetzt verschwinden Sie.
34:07Ich will Sie nie wiedersehen.
34:09Sie machen einen Fehler.
34:11Nein, nein, Sie machen einen Fehler.
34:13Sie haben überhaupt kein Recht, hier zu sein.
34:16Heute war das letzte Mal, dass wir miteinander geredet haben.
34:20Ist das bei Ihnen angekommen?
34:21Ja, natürlich.
34:23Ich wünsche Ihnen noch ein langes, gesundes Leben.
34:25Das kann nicht sein.
34:29Das war's.
34:34Vielleicht...
34:35Telefoniert Sie noch mal mit Delbrück.
34:37Wir könnten das Telefon abhören.
34:38Es ist vorbei.
34:41Man muss wissen, wann man verloren hat.
34:48Das Problem bleibt, dass es für uns als kleine Stiftung schwierig, eigentlich unmöglich ist,
34:56die Qualität wissenschaftlicher Arbeit in weit entfernten Ländern zu beurteilen,
35:01deren Infrastruktur und Bildungssystem unterentwickelt ist.
35:08Ich bin gefragt worden, warum noch keine Gelder aus dem Stiftungsvermögen geflossen sind.
35:14Und genau das ist einer der Gründe dafür.
35:18Der andere Grund ist, dass ich nicht die geringste Ahnung habe, wie ich daran etwas ändern soll.
35:23Schwere ich bis unmöglich?
35:24Habe ich das gerade richtig verstanden, dass Sie das Stiftungsziel in Frage stellt?
35:27Hört sich so an.
35:28Ist sie verrückt geworden?
35:30Nein, ich fürchte, sie versucht, bei der Wahrheit zu bleiben.
35:48Deshalb haben wir beschlossen, das Problem frontal anzugehen.
35:53Nachdem sich herausgestellt hat, dass sich das Ziel unserer Stiftung nur unter großem Verlust an Zeit und Mitteln realisieren lässt,
36:01warum es beibehalten?
36:03Warum sich nicht ein neues Ziel setzen, das genauso wichtig, aber viel schneller und effektiver zu erreichen ist?
36:10Herr Adam, Sie haben also Ihr ganzes Leben lang geschuftet für andere Menschen, ohne sich selbst mal etwas zu gönnen.
36:15Das klingt so negativ, wenn Sie das sagen. Mir war es immer eine Freude.
36:19Tja, ich habe auch immer für andere Leute gearbeitet und es hat mir immer Spaß gemacht.
36:23Das ist eine Frage der Einstellung.
36:25Ich habe Spaß an meiner Arbeit.
36:28Also ich habe am meisten Spaß, wenn ich nicht arbeite. Vielleicht sollten Sie das auch mal probieren, Herr Adam.
36:33Also ich muss jetzt leider wieder an meiner Arbeit. Vielen Dank für den Versöhnungstee.
36:38Gern geschehen.
36:42Wo wollen Sie denn hin?
36:43Ich will endlich Frau Grafenberg ihren Tee bringen.
36:46Aber Sie haben mir noch gar nicht erzählt, was Sie in Ihrer Freizeit so tun.
36:49Aber dazu habe ich nun wirklich keine Zeit.
36:52Wer weiß, wann sich das nächste Mal die Gelegenheit bietet, dass wir uns so nett unterhalten.
36:55Was machen Sie denn hier?
36:57Ich habe mit Ihrer Dienstherrin gesprochen.
37:00Deshalb haben Sie mich so lange aufgehalten.
37:05Ja, es tut mir leid, Herr Adam. Es war wirklich nötig.
37:11Vielen Dank.
37:12Entschuldigung.
37:16Und, haben Sie Sie zum Reden gebracht?
37:19Naja, wir haben uns unterhalten.
37:21Ja, hat sie irgendetwas gesagt, womit Sie Sie überführen können?
37:26Überführen? Davon war nicht die Rede, nein.
37:28Aber deshalb wollen Sie doch mit ihr sprechen.
37:30Ja, ich wollte gucken, ob es ihr gut geht oder ob sie hier im Haus vielleicht unter Druck gesetzt wird.
37:35Und?
37:37Hören Sie mal zu.
37:39Ihre Stiefmutter, das ist eine verdammt starke Frau.
37:42Die weiß ganz genau, dass sie hier verdächtigt wird und trotzdem nimmt sie sie alle in Schutz.
37:46Das ist doch ein ganz übler Trick.
37:47Nein, Sie haben sich da an was verrannt.
37:50Glauben Sie mir, Frau Grafenberg hat nichts mit dem Tod von Helena Bernstein zu tun.
37:54Das kann jetzt nicht Ihr Ernst sein.
37:56Doch.
37:57Tun Sie mir Ihren Gefallen, ja?
37:58Sie passen in Zukunft besser auf sich auf, dann passiert Ihnen nichts mehr.
38:03Und Sie akzeptieren endlich, dass Ihre Stiefmutter unschuldig ist.
38:07Versprechen Sie mir das?
38:11Auf Wiedersehen.
38:23Die Förderung begabter Menschen kann gar nicht früh genug beginnen.
38:27Es gibt allerdings eine Gruppe von Kindern, bei denen es besonders schwierig ist, Begabungen zu erkennen.
38:34Weil es niemanden gibt, der sich so intensiv um sie kümmert, wie es normalerweise Eltern tun.
38:39Ich spreche von Kindern, die in einem Heim aufwachsen.
38:44Und natürlich sind Begabungen elternloser Kinder nicht seltener als unter Kindern, die in einer Familie aufwachsen.
38:53Die Harald-Becker-Stiftung will in Zukunft für Heimkinder das tun, was sonst die Aufgabe der Eltern gewesen wäre.
39:01Ihre Begabungen mit allen Mitteln fördern.
39:17Wir waren so nah dran.
39:19Waren wir nicht.
39:20Natürlich waren wir das.
39:22Der Brück hätte nur weiterreden müssen.
39:23Hat er aber nicht.
39:25Weil Annabelle es nicht wollte.
39:27Gut, dann werden wir uns eben etwas Neues einfallen lassen.
39:30Es ist vorbei, Sophie.
39:33Tut mir leid, aber ich ertrage diese Frau nicht länger in meinem Haus.
39:36Ihr Tee, Frau Gaffenberg.
39:38Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung.
39:41Danke, Herr Adam.
39:43Sie hatten einen ungebetenen Gast?
39:45Ja, den hatte ich.
39:48Es tut mir leid, dass das mir entgangen war.
39:51Machen Sie sich keine Sorgen.
39:53Kommissar Delbrück wird mich nicht mehr belästigen.
39:56Das freut mich sehr.
40:01Danke.
40:01Ihre Heilung macht erstaunliche Fortschritte, wenn ich das bemerken darf.
40:07Ja, es ist wahrscheinlich das Gutshaus.
40:10Die gewohnte Umgebung.
40:12Das Gefühl der Sicherheit.
40:14Ich gebe ihr noch ein, zwei Tage, das Gutshaus zu verlassen.
40:17Sie können ja zurück in Ihr Hotelzimmer.
40:18Was rede ich da?
40:19Der wahre Grund, warum es mir besser geht, ist Herr von beiden.
40:23Warte mal, hör doch zu.
40:24Ich bin ihm unendlich dankbar, dass er mich wieder aufgenommen hat.
40:30Ich glaube hier kein Wort.
40:32Er muss gespürt haben, wie sehr ich ihn brauche.
40:36Seit er sich um mich kümmert, fühle ich, wie meine Kraft zurückkehrt.
40:40Das freut mich sehr für Sie, Frau Gaffenberg.
40:45Ich glaube, Sie meint es ernst.
40:48Wer kann das schon bei Annabelle sagen?
40:51Gut.
40:53Dann lass sie lügen.
40:56Aber solange sie glaubt, dass sie ihren Arm wieder bewegen kann, weil du in ihrer Nähe bist, müssen wir das
41:01ausnutzen.
41:05Entschuldige.
41:06Meinst du gerade, ich soll Annabelle weiter den treu sorgenden Ex-Karten vorspielen?
41:09Wenn sie sich in Sicherheit wiegt, dann wird sie irgendwann einen Fehler machen und sich verraten.
41:14Das ist dein Ernst, nicht?
41:17Ich soll Annabelle weiter vorspielen, dass ich sie wieder in den Familienkreis aufnehme?
41:21Richard, ich weiß, es ist viel verlangt, aber willst du, dass sie mit dem Mord an Helena einfach so davonkommt?
41:25Natürlich nicht!
41:26Wir haben es gerade gehört.
41:29Annabelle vertraut dir wieder.
41:31Schaffst du es, ihr weiterhin etwas vorzuspielen, Richard?
41:34Schaffst du es, ihr vorzuspielen, dass du sie wieder liebst?
41:42Und was sagt Delbrück?
41:44Dass Selenas Tod ein Unfall war und dass der Schuldige im Gefängnis sitzt.
41:48Das heißt aber noch lange nicht, dass Annabelle nicht an einer Reihe von anderen Dingen schuld ist.
41:51Ich würde dich bitten, deinen Kampf gegen Annabelle sein zu lassen.
41:54Mir wurde klar, dass es ein viel besseres Stiftungsziel gibt.
41:57Theo?
41:58Ja, Theo und alle anderen Kinder, um die sich niemand kümmert.
42:01Das ist ja wirklich herzreißend.
42:02Auch Kinder in einem Waisenhause haben es verdient, sich auszuprobieren und ihre Talente zu entdecken.
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