- vor 8 Stunden
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KurzfilmeTranskript
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00:58Musik
01:18Ah, das wisst ihr.
01:24Entschuldige, die Stadt war voll wegen der Messe.
01:26Marie, ich sag's dir.
01:28Heute der Ladebrumme.
01:30Stimmt.
01:32Marie, du bist manchmal so... also nicht gerade fröhlich, ne?
01:38Alles gut, Upa.
01:54Ey, Xaver! Alles gut?
02:00Warten wir schon mal auf den Feldern?
02:02Der Kollege sagt, es ist der Sojajoghurt. Ich bin da ganz offen. Ich finde, es ist die Mandelmilch.
02:12Was darfst du denn für Sie sagen? Einmal mitschicken. Was darfst du für Sie sagen?
02:26Tillmann! Tillmann!
02:29Xaver! Was ist?
02:31Du weißt genau, was ist. Du beklaust mich. Du hast alles von mir. Du warst 17, als du bei uns
02:39in der Küche angefangen hast. Wie konntest du nur so...
02:42Ich kann doch nichts dafür, dass dein Laden nicht mehr läuft. Glaub mir, ich habe damit nichts zu tun.
02:45Wir waren deine Familie. Du hast uns verraten.
02:49Ganz bestimmt nicht. Vielleicht haben die Leute einfach keinen Bock mehr auf dein XXL.
02:53Ich sag dir eins. Du verschwindest. Sonst...
02:57Sonst was?
03:05Was war denn das?
03:07Keine Ahnung. Ich habe einfach keine Ahnung.
03:11Ich habe nicht.
03:40Ich habe kein Leben lang.
03:54Ich bin's, der Xaver.
03:59Du hast mich hierher gelockt. Das hätte ich mir erdecken können.
04:03Du glaubst, du kriegst mich so? Du kapierst nichts. Gar nichts.
04:06Wir sind schneller weg, als du denkst, hörst du? Und dann hast du nichts, wenn du hast. Nichts.
04:32Du bist gestern nach spät nach Hause gekommen, Opa.
04:34Ja, ich war hier.
04:38Wo warst du?
04:39Versuch das.
04:44Gut, wie immer.
04:46Ich verstehe das nicht. Ich bin doch der Festivalsieger. Ich bin der Beste.
04:54Bist du auch?
04:54Meine Portionen sind größer. Warum läuft der Laden immer?
04:59Opa.
05:07Sind Sie Xaver Gottlob?
05:09Opa, stimmt das? Sagen wir, ob das stimmt.
05:12Nein, natürlich. Marie, bitte, also gut gehen die Küche und guck, dass sich abend brennen. Ich bin gleich wieder da.
05:16Komm.
05:23Gegen Herrn Xaver Gottlob, geboren am 28. August 1945, ergeht Haftbefehl. Der Beschuldigte wird dringend verdächtigt, Herrn Tilman Brügge, geboren
05:32am 13. März 1988, vorsätzlich ermordet zu haben.
05:44Echt, darum geht es? Diese kalte Pampe, die jedes Kind zusammenmanschen kann?
05:47Ja, das ist wirklich verrückt, ja. Das grüne Soße in Frankfurt immer noch so ein ernstes Thema ist.
05:53Was hat das jetzt mit uns zu tun? Mein Vater war bei dem alten Stammgast und seine Enkelin hat mich
05:59angerufen und beauftragt. Hast du Milch?
06:01Hast du welche mitgebracht?
06:03Nee.
06:04Also.
06:06Das heißt, die Kanzlei ist jetzt gerettet, ja?
06:09Na ja.
06:09Sag, was du brauchst. Das kleine oder das große Leo rundumsaugnospaket?
06:13Kein Zucker für mich, danke.
06:14Ich meine, dann schießt du nicht, bezahlst du mich. Also theoretisch zumindest jetzt, wo endlich Geld fließt.
06:21Eine SMS von Gabi, die will mich sehen.
06:25Willst du sie auch sehen?
06:28Weiß ich nicht. Ähm.
06:31Ich meine, sie hat gerade ihren Vater verloren und sie ist meine Noch-Ehefrau, ja?
06:41Hand aufs Herz.
06:43Willst du sie zurückhaben?
06:46Ich meine, was sie will, ist ja wohl klar, oder?
06:48Was denn?
06:48Sie will den kleinen, braven Benni, der zu ihr zurückkriegt und ihr alles vergibt.
06:52Ich meine, ich verstehe dich ja.
06:54Ja? Dass du endlich mal wieder eine Frau brauchst und alles.
06:57Aber Gabi, muss das sein?
06:59Willst du wirklich alles wieder von vorne anfangen?
07:02Das mit den Frauen, das könntest du auch anders lösen.
07:05Du könntest im Puff gehen.
07:09Es geht nicht nur um Gabi, es geht auch um Nina, es geht um die Kanzlei.
07:16Davon abgesehen, übernimm du erstmal Verantwortung für eine Familie und dann reden wir an der Stelle weiter, ja?
07:33Haben Sie schon gewählt?
07:35Ja.
07:36Nee.
07:39Die grüne Soße ist ja gut.
07:41Beste in Frankfurt.
07:42Ja, das steht hier.
07:45Überall.
07:47Ähm, das ist ja alles mit grüner Soße, ja?
07:52Ähm, wissen Sie, ich mag eben nicht so Mayonnaise wegen...
07:57Achso, nee, nee, nee.
07:58Bei uns ist da keine Mayonnaise drin.
08:00Schmand und saure Sahne.
08:01Sauere Sahne?
08:02Dann gibt's noch die Variante mit Joghurt.
08:04Ist leichter.
08:04Ist leichter.
08:17Ihr Vater liebte grüne Soße.
08:21Mein Vater, ja, der hat ganz viel davon gegessen.
08:25War übrigens sein Lieblingsplatz.
08:27Von Ihrem Vater, wo Sie gerade sitzen.
08:34Die sind ihm wie aus dem Gesicht geschnitten.
08:37Man muss ja stolz auf Sie gewesen sein, dass Sie auch Strafverteidiger geworden sind.
08:42Marie, ähm, wegen Ihrem Großvater.
08:45Sie müssen ihm helfen.
08:47Eingesperrt sein, das wird er nicht überleben.
08:50Also, grüne Soße.
08:53Wann zum Trinken?
08:56Viel Wasser, bitte.
09:08Wissen Sie, was das Besondere am Strafrecht ist?
09:11Es gibt genau eine Person, die parteiisch sein darf.
09:14Das bin ich.
09:16Ich bin immer auf Ihrer Seite.
09:19Herr Gottlob, es gibt zwei Probleme.
09:21Sie haben kein Alibi.
09:23Und es gibt einen Augenzeugen, der gehört hat, wie Sie das Opfer bedroht haben.
09:27Du verschwindest sonst.
09:30Bekommst natürlich einen komischen Beigeschmack, wenn die Person kurz darauf tot aufgefunden wird.
09:36Ich meinte, du verschwindest, sonst erstatte ich Anzeige.
09:40Er hatte keine Konzession.
09:41Doch, hatte er.
09:42Erst seit kurzem.
09:44Warum ging es eigentlich in Ihrem Streit?
09:46Um grüne Soße.
09:47Und?
09:48Was und? Nix und.
09:49Es ging nur um grüne Soße?
09:51Sie sind Ihrem Vater wirklich wie aus dem Gesicht geschnitten.
09:54Danke.
09:55Er war bestimmt sehr stolz, dass Sie Strafverteidiger geworden sind.
09:59Herr Gottlob, ich weiß, dass Ihr Laden schlecht läuft.
10:01Ich weiß, dass Sie kurz vor der Pleite stehen.
10:03Und ich weiß, dass Herr Tillmann Brügge, Ihr Ex-Azubi, sehr, sehr erfolgreich war.
10:08Das hatte alles von mir.
10:11Was hatten Sie?
10:13Bitte?
10:13Zu essen.
10:14War's gut.
10:15Hat sich die Marie gut um Sie gekümmert?
10:17Sie will das Restaurant bald übernehmen.
10:19So wie ich von meinem Vater.
10:20Das Grisos, fünf Generationen Gottlobs.
10:23Die Staatsanwaltschaft versucht herauszufinden, ob Sie ein Tatmotiv hatten.
10:27Wissen Sie, was grüne Soße ist?
10:28Sieben Kräuter.
10:30Boric, Kerbel, Kresse, Schnittlauch, Sauerampfer, Petersilie und Pimpinelle.
10:35Jedes Kraut darf maximal 30 Prozent der Gesamtmenge betragen.
10:39Und mindestens 80 Prozent der Kräuter müssen von den Feldern in Oberrat stammen.
10:42Die Kräuter werden sehr fein gewiegt und mit saurer Sahne und Schmand und hatgekochtem Eigelb angerührt.
10:48Und mit Essig, Öl, Zitrone, Salz und Pfeffer aufgeschlagen.
10:52Keine Mandelmilch.
10:53Ich hab gehört, dass Tillmann Brügge das Festival gewonnen hat.
10:55Moment, da wurde disqualifiziert.
10:57Wege der Mandelmilch.
10:58Aber seine grüne Soße hat anscheinend besser geschmeckt.
11:01Das war keine grüne Soße.
11:08Ihr Mandant hat sein Recht zu schweigen sehr wörtlich genommen.
11:10Immerhin hat mein Mandant angegeben, zur Tatzeit nicht am Tatort gewesen zu sein.
11:15Tillmann Brügge nicht erschossen zu haben.
11:17Es gibt keine Tatwaffe und kein Zeugen.
11:19Das Einzige, was Sie gegen meinen Mandanten in der Hand haben, ist eine leere Drohung,
11:24die er Tillmann Brügge gegenüber geäußert hat.
11:26Ja?
11:27Frau Staatsanwältin, ich beantrage Haftprüfung.
11:31Es ist mir ehrlich gesagt unter uns ein Rätsel, wie Sie aufgrund dieser dünnen und mageren Faktenlage
11:37meinen Mandanten in U-Auf bringen konnten.
11:41Sind Sie fertig?
11:44Ja.
11:44Setzen Sie sich doch erstmal.
11:51Schauen Sie sich das doch mal an.
11:54Das ist Tillmann Brügge in der Nacht, seine Ermordung.
11:59Okay.
12:02Mein Mandant war am Tatort.
12:05Das ist jetzt natürlich ungünstig für mich.
12:11Ha!
12:12Da!
12:13Er geht wieder.
12:15Was glauben Sie, war in dem Koffer?
12:17Frau Staatsanwältin?
12:18Ich glaube gar nichts.
12:19Ich weiß, dass Sie es nicht wissen.
12:21Was würde ich mitnehmen zu einem nächtlichen Treffen?
12:24Schmutzige Wäsche?
12:25Vielleicht Geld, damit der unliebsame Konkurrent verschwindet.
12:28Dieser aber hat abgelehnt.
12:29Und warten Sie mal.
12:31Das dauert nur einen kurzen Augenblick.
12:3738 Sekunden, nachdem Ihr Mandant aus dem Bild ist.
12:40Nur 38 Sekunden.
12:4438 Sekunden, das ist eine relativ lange Zeit.
12:48In den 38 Sekunden kann mein Mandant zum Auto und weggefahren sein.
12:54Oder er ist zum Auto gegangen, hat das Gewehr geholt und geschossen.
12:56Also so lange ist in 38 Sekunden auch wieder nicht, dass er zum Auto läuft, wieder den ganzen Weg zurück
13:02und ihn dann aus relativer Nähe erschießt.
13:04Ach, und Rage, durchaus denkbar.
13:06Mein Mandant ist über 70.
13:08Aber zumindest muss er den Schuss gehört haben.
13:10Aber er ist weder zurückgekommen und hat geholfen, noch hat er die Polizei alarmiert.
13:13Frau Staatsanwältin, die Einzige, die hier den Schuss nicht gehört hat.
13:16Vorsicht, ja?
13:20Ich habe allerdings noch was für Sie.
13:22Und zwar den Bericht der KPU.
13:25Die hat nämlich was an Ihrem Mandanten gefunden.
13:27Schmauchspuren.
13:29Schmauchspuren?
13:30Ihr Großvater sagt nicht viel.
13:32Und wenn er was sagt, dann ist es meistens nicht die Wahrheit.
13:34Es ist wirklich schwer, ihm zu helfen.
13:38Für den Schützenverein.
13:40Was ist damit?
13:41Er ist Mitglied im Schützenverein.
13:42Da gab es vor zwei Tagen ein Fest.
13:44Da hat er mitgeschossen.
13:45Deswegen die Schmauchspuren?
13:46Ja.
13:47Danke.
13:48Sagen Sie noch was anderes.
13:50Ihr Großvater war am Tatort kurz bevor es passierte.
13:55Mit einem Koffer.
13:56Den wollte er Tillmann übergeben.
13:58Ein Koffer?
14:00Die Staatsanwaltschaft vermutet mit viel Geld drin.
14:03Wir sind pleite.
14:07Eine letzte Frage noch.
14:10Schauen Sie mal.
14:17Ist das die Schrift Ihres Großvaters?
14:22Ähm, ja.
14:24Haben Sie eine Ahnung, wer R-Punkt sein könnte?
14:31Nein.
14:34Ein komischer Ort, um sich um Mitternacht zu verabreden, ja?
14:37Ja.
14:37Ich wohne schon ewig hier und habe mit diesem Denkmal noch nie was gehört.
14:42Du?
14:43Nee, ich auch nicht.
14:45Die ganzen Felder hier, ja?
14:47Die gehören einem Kräuterbauer namens Josef Haller.
14:51Der beliefert nicht nur Tillmann, sondern auch Xaver.
14:54Der beliefert sowieso die ganze Frankfurter Gastronomie, die die echte grüne Soße erstellen.
14:59Es kommt alles von hier.
15:00Zeig mir die Nachricht nochmal.
15:01Den Zettel?
15:02Ja.
15:03Ja, kommt.
15:04Hier, schau.
15:05Bitte.
15:09Also R-Punkt muss auf jeden Fall jemand sein, der so wichtig ist für Tillmann Brügge,
15:13dass der um Mitternacht hierher kommt, um sich zu treffen.
15:15Und das wusste Xaver und dann hat er diese Nachricht geschrieben.
15:19Um Tillmann in die Irre zu führen.
15:21Ja.
15:24Also da ist die Kamera.
15:27Wo stand jetzt Tillmann?
15:30Äh, war ziemlich genau hier, wo ich jetzt stehe, ja?
15:34Und er ist von da erschossen worden?
15:36Genau, von da kam der Schuss, ja.
15:38Wusste Xaver von der Kamera?
15:39Naja, denke mal, die ist zu sehen, ja?
15:42Und du hast erzählt, dass auf dem Video zu sehen war, wie Xaver in diese Richtung gegangen ist,
15:45aus der später dann der Schuss kam.
15:47Genau, völlig richtig.
15:51Was ist mit der Waffe?
15:52War ein Jagdgewehr, glatter Durchschuss.
15:55Projektil wurde nie gefunden, kann nicht zugeordnet werden, ja?
15:59Aber ich meine, man darf nicht vergessen, jeder Bauer hier hat zwei, drei von diesen Gewehren im Schrank stehen, ja?
16:04Da ist eine zweite Kamera.
16:07Was?
16:08Hier, im Vogelhaus.
16:09Das kann nicht sein.
16:10Die muss den Schützen direkt erwischt haben.
16:13Aber in den Akten steht nichts von der zweiten Kamera, da war keine, da ist keine.
16:17Du weißt, wie in den Akten steht, heißt ja nicht, dass es nicht gibt.
16:19Guck, zweite Kamera.
16:21Ja, Wahnsinn.
16:24Hallo?
16:29Ist hier jemand?
16:36Die fressen uns die Ernte weg.
16:39Sind die Kameras da hinten von Ihnen?
16:41Ja.
16:42Haben Sie die wegen der Hasen installiert?
16:44Nein, wegen Xaver Gottlob.
16:48Papa, wir haben Besuch.
16:51Ich will nicht gestört werden.
16:54Entschuldigung, Papa.
16:57Wie warst du schon?
16:59Zwei.
17:00Zwei?
17:01Aber du bist sowas von blöd, der Birne, ja?
17:04Die Fischer fressen uns hier die Existenz weg.
17:06Zwei ist keine Zahl, zwei ist scheiße.
17:08Komm.
17:10Ja, geh.
17:10Hau ab.
17:11Mach weiter.
17:11Hau ab.
17:18Ja.
17:19Hornberg.
17:21Das ist Herr Oswald.
17:23Ich bin der Anwalt von Xaver Gottlob.
17:27Ja, ich auch.
17:29Xaver kann mich mal am Arschlecken.
17:33Ja, als dann die Diebstähle in meinem Heer wurden, hab ich dann die Kameras angebracht.
17:45Hier, ja.
17:47Herr Max Haber.
17:49Eckenweise Kräuter.
17:50Ich meine, ich hab den Mann nur 20 Jahre lang geliefert und dann so eine Scheiße hier.
17:54Und die Anzeige erstattet?
17:56Nee.
17:57Er hat mich angebettelt, dass ich das sein lasse.
18:00Ja, und dann hat er mir ja noch von seinen finanziellen Schwierigkeiten erzählt.
18:04Ja, und dann stand er vor einem Monat mit so einem Körper voller Geld vor der Tür.
18:08Was wollte er?
18:10Wollte mich bestechen.
18:11Dass ich Zillmann Brücke nicht mehr belieferte.
18:13Und?
18:14Na, wie und?
18:15Was wollten Sie von mir?
18:17Hier.
18:19Ich hatte noch einen draufgesetzt, ne?
18:22Frostschutzmittel.
18:23Ich wollte meine ganze Ernte vernichten.
18:24Und damit Zillmann keine Ware mehr bekommt.
18:30Und wo ist da jetzt die Aufzeichnung von der Kamerasenfuhler?
18:36Die will hier.
18:37Ja, die wäre da. Und wo ist die?
18:39Die gibt's nicht.
18:40Und warum?
18:42War die Kamera kaputt.
18:45Gibt's denn eine Aufzeichnung aus der Mordnacht für der Kamera?
18:48Ja, war die schon kaputt?
18:50Ja, war die schon kaputt.
18:51Ist ja praktisch, ne?
18:52Also für den Mörder.
18:53Weiß die Polizei davon?
18:55Natürlich weiß die Polizei davon.
18:58Ich will hier in meinem Haus keine Andeutungen hören, ja?
19:01Ich meine, ich hab mit Abstand meinen besten Kunden verloren.
19:04Schlafer wusste von den Kameras.
19:06Er wusste, dass der Streit gefilmt wird.
19:08Ja, aber sag mal, er kann doch nicht wissen,
19:10dass die zweite Kamera kaputt war.
19:12Was denn ja?
19:16Warte mal.
19:18Die Glocken, ja?
19:20Ja.
19:21Die Leute noch auch um Mitternacht.
19:22Die Glocken, ja?
19:38Die Glocken, ja?
20:00Zugegeben, auf eine sehr dynamische Art und Weise habe ich bewiesen, dass man den Tatort verlassen kann, lange bevor der
20:08Schuss fiel.
20:10Völlig unabhängig davon steht in der Nähe des Tatorts eine Kirche und das Glockenwerk der Kirche ist so aufgebaut, dass
20:17jeder Schlag lauter ist als der davor und der letzte Schlag, der zwölfte, fiel zeitgleich 38 Sekunden nach Mitternacht mit
20:30dem Schuss.
20:31Selbst wenn mein Mandant noch am Tatort gewesen wäre, hätte er den Schuss gar nicht hören können.
20:36Ja, genau so war es.
20:42Deswegen konnte er auch keine Hilfe rufen.
20:45Mein Mandant hat von dem Mord erfahren, als er von der Polizei etwas vorschnell und übereifrig festgenommen wurde.
20:55Ja, so ist es.
20:58Und was ist mit den Schmachspuren?
21:00Die sind leider vor Gericht nicht verwertbar.
21:03Mein Mandant ist Mitglied in einem Schützenverein und hat nachweislich zwei Tage vor der Tat geschossen.
21:10Warum haben Sie das nicht schon viel früher ausgesagt?
21:13Frau Staatsanwältin, Sie bezichtigen meinen Mandanten des Mordes und haben nichts in der Hand.
21:18Keine Tatwaffe und seine Anwesenheit am Tatort zur Tatzeit können Sie nicht nachweisen.
21:24Aber er hat ein Motiv.
21:25Und das wäre?
21:26Er fühlte sich in seiner geschäftlichen Existenz durch Timmernbrügge bedroht.
21:30Frau Staatsanwältin, die Tötungsabsicht, die Sie meinem Mandanten unterstellen, können Sie mit nichts beweisen.
21:37Beweisen kann ich allerdings, dass mein Mandant diese Tötungsabsicht gar nicht gehabt haben konnte.
21:42Er wusste von den zwei Kameras, er wusste, dass beide Kameras aufzeichnen.
21:48Was er allerdings nicht wissen konnte, war, dass die zweite Kamera in dieser Nacht nichts aufgezeichnet hat.
21:55Woher wollen Sie das wissen?
21:57Ich empfehle Ihnen einen Ausflug zum Biolandwirt Haller im Grüngürtel Frankfurts.
22:04Wenn Sie freundlich genug fragen, wird er Ihnen sicher die ein oder andere Frage auch beantworten.
22:11Haben Sie weitere Beweise?
22:15Wir ermitteln doch.
22:18Im Augenblick muss ich Herrn Hornberg recht geben.
22:21Und sehe dringend den Tatverdacht nicht als gegeben an.
22:26Herr Gottlob wird aus der Untersuchungshaft entlassen.
22:31Berücksichtigen Sie bitte die Auflagen.
22:33Sie dürfen die Stadt nicht verlassen und haben sich wöchentlich bei einer Polizeistelle zu melden.
22:38Ja, mache ich.
22:42Okay, Punkt Sieg für Sie.
22:44Nette Einfälle, das mit den Glocken Ihres Vaters würde ich.
22:46Danke.
22:47Aber mit diesen lächerlichen Videospielereien wird der Mandant nicht davon kommen.
22:51Ich mache meinen Job und Sie machen Ihren Job.
22:53Wobei, im Moment mache eigentlich nur ich meinen Job, ja.
22:56Egal, welche Leichen der Mandant im Keller hat, ich werde sie finden.
22:59Und sein Lügengebilde wird wie ein Kartenhaus zusammenfallen.
23:01Dafür werde ich schon sorgen.
23:11Marie, komm doch mal her zu mir.
23:15Komm.
23:18So.
23:21Auf Benni.
23:24Auf sein Vater und auf meine Marie.
23:29Und jetzt, schauen Sie mal.
23:38Wie der Vater, so der Sohn.
23:43Und deshalb Ehrengast auf Lebenszeit.
23:48Grüne Soße jederzeit.
23:53Was ist denn los?
23:55Entschuldigen Sie, ist doch kein Grund zu feiern.
23:57Das ist ein süßes Grund. Sie.
24:01Sie sind doch längst nicht aus dem Schneider.
24:04Wissen Sie, was die Staatsanwaltschaft jetzt macht?
24:05Die nimmt sich jede Zeugenaussage nochmal vor.
24:08Jedes Beweisstück.
24:09Die wird Ihr komplettes Leben umkrempeln.
24:12Ihr Vater wäre sehr stolz auf Sie.
24:13Diese Taktik, das Thema immer dann zu wechseln, wenn es Ihnen gerade zu brenzlig wird,
24:18die wird Ihnen irgendwann nochmal gehörig auf die Füße fallen.
24:24Sie müssen mir nicht die Wahrheit sagen, aber Sie sollten.
24:27In Ihrem Interesse und dem Interesse von Marie.
24:54Sie müssen mir nicht die Wahrheit sagen,
25:01Sie glauben, er ist schuldig, oder?
25:05Seine Geschichte weist riesige Lücken auf.
25:21Sie müssen es ihm irgendwann sagen.
25:24Was denn?
25:25Dass das hier nicht Ihr Leben ist.
25:28Dass Sie mehr wollen als grüne Soße.
25:53Danke, dass du so schnell gekommen bist.
25:55Was gibt es so dringend?
25:56R-Punkt, ja?
25:58Trifft sich heute Abend mit Xaver.
26:00Dann bleibe ich an Xaver dran.
26:01Danke.
26:02Was machst du?
26:03Ich bin verabredet.
26:04Mit wem?
26:06Geht die nichts an?
26:07Mit Gabi.
26:09Quatsch.
26:11Pass bloß auf, die war gerade an die Hohen, bis sie dich genau da hat, wo sie dich haben will.
26:14Und dann fängt das ganze Drama wieder von vorne an.
26:17Und bei wem kommst du dich ausheulen?
26:18Da hast die Finger von der Frau.
26:20Die ist wie ihr Vater, die will dich nur manipulieren.
26:22Du bist eifersüchtig.
26:24Ich bin überhaupt nicht eifersüchtig.
26:25Ich will dich nur nicht an die dunkle Seite verlieren.
26:28Nele würde jetzt sagen, wir zanken uns schon wie ein altes Ehepaar.
26:30Ja, recht tatsächlich.
26:31Wann kommt nie wieder?
26:32In ein paar Wochen.
26:35Halt mich auf dem Laufenden, ja?
26:37Und treibst nicht zu viel.
26:38Ja.
26:40Ja.
26:42Ja.
26:43Ja.
26:44Ja.
26:45Ja.
26:45Ja.
26:48Ja.
26:51Ja.
27:02Moment.
27:09Moment.
27:18Hallo.
27:19Hi.
27:19Komm rein.
27:25Magst du mir deinen Mantel geben?
27:28Ja, ich dachte, wir würden ausgehen.
27:30Ähm, ich habe gekocht.
27:33Uff, jetzt.
27:35Also, so.
27:37So.
27:40Ja?
27:40Ich wollte dich eigentlich einladen.
27:43Du kannst gerne den Einkauf übernehmen, ja?
27:45Komm mal rein.
27:48Magst du einen Schluckrotwein?
27:49Mhm.
27:56Hier.
27:57Danke.
28:02Zum Wohl.
28:03Zum Wohl.
28:09Schau mal hier.
28:12Du hast dir ja so viel Mühe gegeben.
28:14Ja.
28:16Speckblänchen, die magst du doch so gerne.
28:18Ich bin jetzt vegan.
28:25Ich habe noch Kartoffelstampf, aber da ist auch Milch und Butter drin.
28:33Vielleicht die Bohnen?
28:37Ja.
28:39Ja.
28:46Ja.
28:57Musik
29:25Musik
29:30Musik
29:30Musik
29:30Musik
29:30Musik
29:30?
29:31?
29:39?
29:40?
29:40?
29:41?
29:47?
30:00Ich seh dir, was machst du?
30:04Ist ja gar nichts los heute.
30:05Es geht erst ab Mitternacht so richtig los.
30:08Ach so.
30:09Was darf's denn sein?
30:11Ähm, was habt ihr für Gin?
30:13Oh, dann muss ich mal kurz nachgucken, ja?
30:15Ja.
30:34Also, ich hab hier einmal den Deutschen und...
30:36Den hier, vielen Dank.
30:39Alles klar. Einen Moment, ja?
30:46Danni, du bist immer so gut zu mir.
30:49Danke, Rainer.
30:54Prost.
31:02Schau mal, ich hab in Frankfurt jetzt acht gut gehende Restaurants in bester Lage.
31:07Dazu zwei fette Clubs.
31:09Kannst du mir mal erklären, warum's bei dir überhaupt nicht läuft?
31:14Wir müssen unser Geschäft rückgängig machen.
31:16Bitte, Rainer, lass mir meinen Laden.
31:19Ich sag mal, schau mal, so geht das nicht.
31:21Ich erklär's dir mal.
31:22Zum Beispiel deine Schnitzel.
31:24Was nimmst du dafür?
31:2518 Euro?
31:2612,50.
31:2812,50.
31:29Ja.
31:31Was macht das?
31:3210 Euro, bitte.
31:36Meine Mutter.
31:37Du machst mit jedem deiner Monsterschnitzel Verlust.
31:41Und soll ich dir was sagen?
31:43Das machst du schon seit Jahren.
31:44Wie oft musste ich dir schon mit nem Kredit helfen?
31:47Aber ich zahle dir das Geld doch zurück.
31:49Welches denn?
31:50Wie 250.000?
31:52Damit kannst du vielleicht die Zinsen bezahlen, aber doch keine Schulden tilgen.
31:57Und außerdem, dein Restaurant macht doch weiterhin Schulden.
32:00Du hast doch bei einer oder bei zwei Banken Hypotheken auf die Immobilie aufgenommen.
32:06Dazu kommen noch die Außenstände von deinem Lieferanten und die alten Schulden bei mir.
32:11Du hast mir für die 250.000 als Sicherheit ein Vorkaufsrecht eingeräumt.
32:18Wenn ich jetzt deine Hypotheken bediene und deine Schulden begleiche, dann gehört deine Grisos mir.
32:24Und soll ich dir was sagen?
32:26Zu nem ziemlich geringen Preis.
32:29Und da freuen wir uns.
32:31Gastronomie, das ist nicht nur Kochen.
32:34Das ist ganz viel Rechnen.
32:37Die 250 Riesen, die hättest du nicht nehmen sollen.
32:42Ich hab das doch nur wegen der Marie gemacht.
32:45Das alte Lied von Liebe und Facharzt.
32:49Es war gut, dass du vorbeigekommen bist, weißt du.
32:52Aber das wird alles wieder. Das kriegst du hin.
32:55Also, mach's gut, Xaver.
32:56Hey!
33:02Hey!
33:10Benny, könnten wir nicht alles, was war, als eine Art Auszeit betrachten?
33:15Auszeit hört sich dann, als wär nie was gewesen.
33:18Es tut mir leid, ich mein das nicht so.
33:21Ist nicht einfach, alles zu vergessen?
33:25Wir könnten versuchen, wieder eine Familie zu sein.
33:34Ich möchte mit dir einen kleinen Ausflug machen.
33:37Jetzt?
33:38Jetzt.
34:02Unterfreund, Gastronomie, das ist eben nicht nur Kochen.
34:05Das ist ganz viel Rechnen.
34:07Du hättest die 250 Riesen nicht nehmen sollen.
34:11Ich hab das doch nur wegen der Marie gemacht.
34:14Das läuft irgendwas, wovon wir keine Ahnung haben.
34:17Und der Typ, mit dem Xaver da spricht, der heißt Rainer Fitz.
34:20Das ist ein Investor.
34:21Der hat ein paar gut gehende Restaurants und ein paar fette Immobilien.
34:24Die Geschäfte, die der macht, sind ein bisschen windig.
34:26Also alles legal, aber selten fair.
34:28Und der hat da einen Xaver, wie du gerade gehört hast, so richtig bei den Eiern.
34:34Hast du das gehört?
34:36Was ist denn mit dem Haus? Benni, hallo.
34:38Hast du das gehört?
34:40Ja, ja, klar.
34:41Und was ist los?
34:44Gabi hat mir ein Angebot gemacht. Beruflich wie privat.
34:48Beruflich?
34:49Ich soll die Kanzlei übernehmen.
34:51Und? Du hast Ja gesagt.
34:53Nicht ganz.
34:55Das heißt nicht ganz.
34:56Ich hab gesagt, ich überleg's mir.
34:58Was gibt's denn da zu überlegen?
35:00Unsere gesamten finanziellen Probleme werden vom Tisch.
35:02Du könntest mich endlich bezahlen.
35:03Und Ja, wenn du mich fragst, Gabi, ist das notwendige Übel?
35:08So, und jetzt machst du mal auf.
35:10Du gehst jetzt zu Marie und fragst, was sie weiß.
35:12Sie weiß mehr, als sie zugibt.
35:13Komm.
35:40Sind Sie alleine?
35:42Opa ist gleich da
35:45Lassen Sie uns doch mal rausgehen
35:48Bisschen an die frische Luft
35:51Ja
35:53Mein Vater kannte Rainer aus der Gastronomie
35:57Er hat ihn irgendwann zu Opa geschleppt
35:59Und es anfing nicht mehr so gut zu laufen
36:03Fitz gab ihrem Großvater 250.000 Euro
36:09Was wollte er damit?
36:16Er hat es für Sie getan, oder?
36:29Tillmann und ich, wir waren ein Paar
36:32Tillmann wollte die Stadt verlassen
36:33Was anderes machen
36:35Wir wollten nach Barcelona
36:39Aber dann hat mein Opa Wind davon bekommen
36:42Er hat eine Buchungsbestätigung gefunden
36:44Mit Tillmanns Namen drauf und meinen
36:48So hat er erfahren, dass wir ein Paar sind
36:51Wie hat Ihr Großvater reagiert?
36:53Er wollte, dass Tillmann die Stadt verlässt
36:55Und zwar ohne mich
36:58Was ist das?
37:34Hele, ich brauche mir deine Rechenkünste.
37:43Aufwachen, du Schlafmütze!
37:44Ich dachte, du wolltest schnell kommen.
37:46Mit dem Taxi vielleicht.
37:47Ich bin hierher geflogen, ja?
37:50Warum ich dich hergebeten habe?
37:51Schau dir bitte nochmal die Felder an und die Gewächshäuser.
37:53Was siehst du?
37:57Was ich sehe?
38:00Felder und Gewächshäuser.
38:01Ja.
38:03Alles in allem aber ziemlich überschaubar, oder?
38:06Ja.
38:08Schätz mal, was die hier ernten, wenn Hauptsaison so eine ganz Frankfurt grüne Soße ist.
38:14Keine Ahnung.
38:15Ich sag dir mal Folgendes.
38:17Die Ernte, die die hier haben, reicht niemals aus, um die gesamte Nachfrage zu decken.
38:21Okay.
38:23Weißt du das oder ist das eine Vermutung?
38:25Niel hat das berechnet.
38:27Kilopreise, Umsatz, Gewinn, Fläche.
38:30Ergebnis?
38:31Es geht einfach nicht auf.
38:33Okay.
38:35Ja, total interessant, ja.
38:38Aber inwiefern hilft es unserem Fall?
38:40Das weiß ich auch noch nicht genau.
38:42Aber ich werde das rausfinden.
38:44Wenn man weiß, was ich heute rausgefunden habe.
38:46Was?
38:47Marie und Tillmann hatten ein Verhältnis.
38:50Und an dem Tag, als Tillmann umgebracht wurde, hat Xaver davon erfahren.
38:56Reicht das als Motiv?
39:03Okay.
39:30So, jetzt sind die alle und die Zigarette auch aus ihr Sehensmittel hier.
39:34Hände aus den Taschen, wird gearbeitet.
39:37Oh, ey.
40:04Sprechen Sie Deutsch immer fünf in eine Kiste.
40:11Und mehr davon.
40:15Ja genau, wenn es nicht klar ist, darf gerannt werden.
40:18Ne, ne, ne.
40:18Hier einfach schnauern, wo das mein Gang geht, darf nicht laufen.
40:30Willigware aus Marokko wird im Betrieb von Josef Haller auf Bio umetikettiert.
40:37Was soll ich jetzt damit?
40:39Ein Verfahren wegen Betrugs eröffnen?
40:41Nehmen wir einmal an, Tilman Brügge hat davon erfahren.
40:44Und Josef Haller gedroht, alles aufliegen zu lassen.
40:47Wäre das nicht ein Tatmotiv?
40:51Ich habe Ihren Rat befolgt in einen Ausflug gemacht.
40:54Herr Haller war so freundlich und hat mir ein paar sehr interessante Aufnahmen überlassen.
40:58Und ich denke, Ihrem Mandanten ist durchaus mehr mit einem psychologischen Gutachten geholfen,
41:04als mit nächtlichen Hausfriedensbrüchen.
41:07Was meinen Sie?
41:22Haller hat ein Alibi für die Tatnacht.
41:2520 Leute, Stammtisch, die Polizei hat es überprüft.
41:28Und die Strauß hat gerade die Videos gesehen, wie Xaver wie ein Irrer auf diesen Feldern herumhüpft
41:33und Froschschutzmittel versprüht. Und zwar völlig unbeeindruckt von der Tatsache,
41:37ob dort Kameras sind oder nicht. Und weißt du, was das Schlimme ist?
41:40Ich habe Xaver in die Scheiße reingeritten, weil ich die Strauß zu Haller geschickt habe.
41:44Shit, Herdwürmchen.
41:45Wichtiger ist, dass Haller was verbirgt.
41:47Das war mehr, als wir bisher dachten.
41:51Leo.
41:52Was?
41:53Haller hat ein Alibi. Und Xaver wirkt wie ein Psychopath, dank mir.
41:58Jetzt mal Hand aufs Herz. Meinst du, er war es?
42:01Nein, er ist mein Mandant.
42:03Haben wir uns eigentlich je gefragt, wer dieser Thema in Brügge war.
42:26Hey.
42:29Was machst du da?
42:31Nix, gar nix.
42:33Ich glaube nicht von Toten.
42:35Ich glaube auch noch von Arschlöchern.
42:36Wieso war Tilman Brügge ein Arschloch?
42:38Das meine ich überhaupt nicht. Ich meine...
42:39Ich meine diesen Arsch, der Tilman seinen Laden verkaufte vor einem Monat.
42:43Welchen Arsch?
42:44Na, dieser komische Schleimer, dieser...
42:47Fitz.
42:48Rainer Fitz.
42:50Rainer Fitz?
42:54Pass mal auf, ich mach mir einen Vorschlag. Die beiden darfst du behalten und dafür kriege ich ein paar Informationen,
42:58okay?
43:04Puh, ich kann nicht mehr. So einen Riesenschitzel habe ich ja noch nie gegessen.
43:09Vor allem hat es viel grüne Soße, ja?
43:12Papa, kommst du zurück zu uns?
43:18Ich weiß es nicht.
43:19Du fängst jetzt aber nicht an zu heulen, oder?
43:21Keine Chance.
43:23Weißt du eigentlich, wer da oben hängt?
43:26Wieso hängt ihr da?
43:27Gute Frage.
43:29Keine Ahnung.
43:31Jetzt hab ich gar keinen Opa mehr.
43:33Dafür hast du aber doch Schnitzel.
43:37Entschuldige.
43:41Hier ist noch ein bisschen...
43:43Hallo, Leo.
43:45Benni, folgendes.
43:46Der Kollege von Tilman Brügge hat Maries Version der Geschichte bestätigt, dass sie und Tilman ein Paar waren.
43:52Allerdings muss Tilman ein ziemlicher Frauenheld gewesen sein. Der hatte diverse Beibergeschieden am Laufen.
43:56Und eins von den Mädchen muss ziemlich verrückt gewesen sein.
43:59Hat ihn ein paar Mal aufgelauert, hat ihn bedroht, hat behauptet, dass sie von ihm schwanger sei.
44:04Haben wir Namen, Alter, irgendwas?
44:06Kann der mir nicht sagen.
44:07Ah ja, und Barcelona. Marie und Tilman wollten da wirklich hin.
44:11Auf Dauer.
44:12Wollten sein Geschäft aufmachen.
44:14Der wahre Hammer kommt jetzt erst.
44:16Tilman hat vor einem Monat seinen Wagen verkauft.
44:19Und rate mal an wen.
44:20Keine Ahnung, an wen?
44:21An unseren Freund Fitz.
44:22Was?
44:24Tilman hat seinen Laden verkauft an Rainer Fitz?
44:40Keine Ahnung, du hast Tilman's Laden aufgekauft.
44:45Du willst Griebe-Sauce machen.
44:47Du willst denn nichts?
44:49Du willst die Frankengasse 4, die kriegst du.
44:53Aber fünf Generationen, Gott lobst, wirst du nicht platt machen.
44:56Nur über meine Leiche.
44:57Ich mach weiter, hörst du?
44:58Ich mach weiter!
45:07Xaver, mein Freund.
45:08Schön, dich zu sehen.
45:10Was machst du denn hier?
45:16Ich habe heute Morgen meine Tochter in den Kindergarten gebracht.
45:18Und dort war ein kleiner Junge, der einen anderen Jungen mit einem Kochlöffel traktierte,
45:21bis ihm dieser ein Liter Milch über den Kopf goss.
45:23Am Ende heute ein Beide.
45:25Dann bin ich zur Arbeit, in dem festen Glauben, dass die Menschheit noch entwicklungsfähig ist.
45:30Doch was erwartet mich hier?
45:32Die Fortsetzung des Kindergartens, meine Herren.
45:37Der will mich ruinieren.
45:38Und jetzt zeigt er mich auch noch an.
45:40Sie wittern doch überall Leute, die Sie ruinieren wollen, Herr Gottlob.
45:42Er hat sogar den Laden von Tillmann gekauft.
45:44Nur um mich zu ärgern.
45:45Nur um dich zu ärgern, klar.
45:47Hier bitte sehr, der wahre Besitzer von Grisos.
45:50Aber Grisos kann der nicht machen.
45:53Das ist ein abgekabeltes Spiel.
45:55Sie sind alle gegen mich. Alle.
45:59Frau Staatsanwältin, dürfte ich bitte mit meinem Mandanten unter vier Augen sprechen?
46:04Sehr gerne, Sir.
46:05Herr Witz, kommen Sie.
46:15Ich sage mal, dieser Zirkus muss aufhören.
46:18Werden Sie endlich erwachsen.
46:20Sonst muss ich meinen Mandat niederlegen.
46:28Das Denkmal war so eine Idee.
46:32Hier vorne die Felder, dahinter Frankfurt mit der Wolke Kratzer.
46:38Tradition gegen Kulturlosigkeit.
46:40Verstehen Sie?
46:41Ich war mir sicher, dass Tillmann kommen würde.
46:44Ich wusste, dass Rheinland Tillmann sich kennen.
46:46Aber dass Tillmann auch noch an den verkauft.
46:50Tillmann wollte Ihr Geld nicht.
46:53Er sagte, liebe Marie, Sie würden weggehen, egal was ich machen würde.
47:02Dann bin ich zu meinem Auto und bin weggefahren.
47:05Den Schuss haben Sie gehört?
47:11Ich dachte, wenn es ihn erwischt hat, dann bin ich alle meine Probleme los.
47:16Ich war sehr glücklich.
47:18Bis mir einfiel, dass die Bauern dort oft Jagd auf Hase machen.
47:24Bei dem Gedanke bekam ich komischerweise Hunger.
47:28Warum haben Sie mir das nicht schon die ganze Zeit erzählt?
47:31Das konnte ich nicht, Benni.
47:34Das konnte ich nicht.
47:35Ich habe alles verscherbelt.
47:37Das ganze Erbe.
47:39Nur um nicht pleite zu gehen.
47:41Oder um den Freund, meine Enkelin loszuwerden.
47:45Das ist nicht gerade liebevoll von einem Großvater, oder?
47:50Glauben Sie, Marie hätte mir jemals verzeihen können,
47:55wenn sie das gewusst hätte?
47:59Xaver wurde verhaftet.
48:01Körperverletzung.
48:02Die werden Anklage erheben.
48:04Führt keinen Weg dran vorbei.
48:07Dann müssen wir einen Alternativtäter präsentieren.
48:09Was ist denn mit der Verrückten, die Tillmann bedroht hat?
48:14Ja, das ist eine Spur.
48:16Nadel im Heu auf.
48:19Weißt du, mit einer Großkanzlei.
48:21Was wir für Möglichkeiten hätten.
48:24Super-Nerds, die wir alles in der Luft zerreißen,
48:27was uns die Gegenpartei vor die Füße wirft.
48:29Meine Rede.
48:31Das einzige Problem, was ich dabei hätte, ist,
48:33dass Gabi dann meine Gehaltschecks ausstellt.
48:38Und wenn ich's nicht mache?
48:40Haust du dann beim nächsten Fingerjucken wieder ab
48:42und lässt mich hier mit meinen zahlungsunfähigen Mandanten alleine?
48:51Du bist echt ein Arsch.
49:01Ich hab gleich den großen Termin in der Kanzlei.
49:08Benni, du musst machen, was du für das Richtige hältst.
49:16Meine Herren, Sie erinnern sich sicher noch an meinen Mann Benjamin Hornberg.
49:22Benni, ich möchte dich im Namen aller Anwesenden herzlich willkommen heißen.
49:27Bitte.
49:29Vielen Dank.
49:35Die Königsdisziplin während des Studiums,
49:38ach, während meiner Kindheit,
49:41während meiner Jugend,
49:43bedingt durch meinen Vater in den großen Hornberg.
49:47Die Königsdisziplin war für mich immer das Wirtschaftsrecht
49:50und wahrscheinlich war es auch eines vom Schwersten.
49:54Und als mir die Leitung dieser Kanzlei angetragen wurde
49:59nach den tragischen Umständen,
50:04da hat es mich mit Stolz erfüllt.
50:06Mit Stolz, heute hier stehen zu dürfen
50:09und mit Stolz, einer von Ihnen sein zu dürfen.
50:12Und wenn ich Sie mir so ansehe,
50:15dann sehe ich die Besten, die es gibt.
50:17Sie sind das jeweils Beste in Ihrem Fach.
50:21Wenn jemand im Unrecht ist,
50:23dann kann er nur hoffen, von einem von Ihnen vertreten zu werden.
50:26Gnade ihm Gott oder Gnade ihm diese Kanzlei.
50:29Dazwischen gibt es nichts.
50:31Das pflegten wir früher hier jedenfalls zu sagen.
50:36Und wenn ich Sie mir so anschaue, dann...
50:44Ich...
50:47Ich sehe Menschen, die mit ihrer Brillanz völligen Unsinn treiben.
50:54Ich sehe Menschen, die Konzerne vertreten
50:56und den sogenannten kleinen Mann in den Abgrund reißen.
50:59Sie verkaufen sich und ihre Ideale für den minimalsten Vorteil.
51:03Sie verkaufen sich, wenn der Bono stimmt.
51:08Im vergangenen Jahr, meine verehrten Herren,
51:12bin ich zu Ihrer Gegenpartei geworden.
51:17Ich habe gelernt, was es heißt, wenn Menschen in Not sind.
51:21Ich habe gelernt, was es bedeutet, wenn Menschen Hoffnungen haben
51:24und an Konzernen scheitern und verzweifeln.
51:28Ich bin froh, Ihr Gegner zu sein.
51:34Sie können mich alle mal am Arsch lecken.
51:38Ich finde das nämlich zum Kotzen.
51:42Wir sehen uns vor Gericht.
51:45Entschuldigen Sie, meine Herren.
51:48Benni?
51:49Ich bin froh, ich bin froh, ich bin froh.
52:14Ich bin froh, ich bin froh.
52:18Ich bin froh, ich bin froh.
52:22Ich bin froh, ich bin froh.
52:51Untertitelung des ZDF, 2020
53:06Ich wusste, dass es ein Fehler war, dass mein Papa euch hier reingelassen hat. Raus!
53:16Löschen alleine reicht nicht.
53:18Jenny, Schatz, was machst du da schon wieder?
53:20Ich bin niemandes Schatz.
53:36Leo?
53:38Leo?
53:42Leo?
53:44Leo?
53:45Leo?
54:03Leo?
54:05Jenny, Jenny, bis jetzt ist alles gut gegangen, aber das können wir nicht machen.
54:08Aber es geht schnell!
54:11Papa, du musst jetzt Papa sein, wir müssen ihn irgendwie töten.
54:14Jenny, Jenny, lass uns nachdenken, nicht verstoßen.
54:16Wir müssen ihn töten!
54:17Aber nicht so, nicht erschießen!
54:21Wir werden einfach ganz, ganz hart einschlummern.
54:24Merken Sie gar nicht.
54:27Jenny hat so Medikamente, so Antidepressiva oder so, irgendwie sowas.
54:33Wir haben hier Chemie auf dem Hof, wird von Ihrem Körper gar nichts übrig bleiben.
54:40Das ist wie Asch ins Meer.
54:47Wissen Sie, Tillmann hat mich geliebt, vergöttert. Wir wollten ein Kind zusammen.
54:53Wie hättest du ihm einmal begegnet?
54:57Sagst du was nicht? Er hat mich geliebt.
55:02Warum hast du ihn dann umgebracht?
55:04Er stand da am Mitternacht am Tor und hat mich Marie genannt. Er hat mich Marie genannt.
55:09Du bist doch krank im Kopf, du bist krank im Kopf!
55:13Gib das wieder her!
55:16Papa, wir müssen ihn töten.
55:26Jenny, Jenny, Jenny! Jenny, mach das weg! Jenny, nein!
55:30Ich bin unbewaffnet, Jennifer.
55:33Ich tue nichts.
55:36Was würde denn Tillmann sagen, wenn er Sie so sehen könnte?
55:43Wollen Sie sich das mal überlegen?
55:52Ich tue Ihnen nichts.
55:56Jennifer, machen Sie das nicht.
55:59Machen Sie nicht doch alles schlimmer.
56:04Sherpa.
56:09Jennifer?
56:11Jennifer?
56:14Oh, oh, oh.
56:46Sag mal, wie bist denn du eigentlich auf diese Jenny gekommen?
56:53Oh, vielen Dank.
56:55Tschüss.
56:57Wollte wissen, was mit dieser zweiten Kamera wirklich los war?
57:00Da wurde mir plötzlich alles klar.
57:03An Schattengewächs, auch Aufmerksamkeit.
57:05Wusstest du gar nicht, dass in dir ein kleiner Botaniker steckt?
57:08Ich auch nicht.
57:11Sag mal, kannst du eigentlich schon wieder was essen oder musst du dich den ganzen Tag von Gin Tonic ernähren?
57:17Ich habe einen Riesenhunger.
57:19Das trifft dich aber gut.
57:20Guten Tag, meine Herren.
57:24Herr Gottlob, darf ich Ihnen vorstellen? Leo Oswald.
57:28Sehr erfreut.
57:30Ihnen habe ich viel zu verdanken.
57:31Nicht der Rede wert. Was macht eigentlich Marie?
57:34Ach, die ist jetzt in Berlin und das ist gut so.
57:37Und Sie backen jetzt Pizza?
57:39Ich? Niemals.
57:41Schnitzel-Lieferservice.
57:43Gottlob.
57:44Ohne grüne Soße?
57:46Kommst du nicht zur grünen Soße, kommt die grüne Soße zu dir.
57:52Die beste von allen, aber ohne Mantelmilch.
57:55Die beste von allen, aber ohne.ANEwn
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