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  • vor 18 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:04Das ist meine Wohnung, verstehen Sie?
00:06Und dieser Wurschtl von Notar hat mir einen Schlüssel wegnommen.
00:08Von meiner Wohnung, die gehört mir schon seit ewig.
00:10So weder von nix.
00:12Weil der Herr Huber seit 100 Jahren da drinnen wohnt
00:14und eine Miete zahlt, die die Bezeichnung nicht wert ist.
00:16Und jetzt stirbt er endlich.
00:18Und was ist?
00:18Die finden keinen Erben, der sein Zeug haben will.
00:21Na, manchmal dauert das halt ein bisschen,
00:23bis so eine Verlassenschaft geklärt ist.
00:25Ein bisschen?
00:26Zwei Monate sind kein bisschen?
00:27Das kann ein halbes Jahr da länger dauern, sagt der Notar.
00:29Ich warte jetzt seit 20 Jahren darauf, dass der Huber auszieht.
00:32Und jetzt ist er endlich.
00:34Aber ich darf die Wohnung nicht ausräumen.
00:36Ich darf sie nicht neu vermieten.
00:37Bis geklärt ist, ob es wirklich niemanden gibt,
00:39den die Sachen klären.
00:40Aber wo gibt's denn sowas?
00:42Nicht einmal betreten darf ich mein Eigentum,
00:43ohne dass der Wurschtl dabei ist.
00:45Ja, dann können wir halt jetzt leider nix machen.
00:47Wollen Sie auch einen Kaffee?
00:48Nein, das Schlotterwerk aus dem Apparat können Sie nur schenken.
00:51Warum können Sie nix machen?
00:52Sie sind doch Privatermittler.
00:54Man steht zumindest draußen auf der Tür.
00:56Sie können doch nachforschen, wer die Sachen von einem Huber ehrt.
00:59Ich will die endlich so vermieten, dass ich auch noch Freitag am Hau.
01:02Ich werde schließlich nicht jünger.
01:04Und irgendwann will man da anfangen, das Leben zu genießen,
01:06ob es vorbei ist, oder?
01:08Hab ich recht, oder hab ich recht?
01:10Hm.
01:11Sie haben recht, das ist wirklich grauslich.
01:12Boah.
01:13Schauen Sie, um einen Hinweis auf einen Erben zu bekommen,
01:16den der Notar möglicherweise übersehen hat,
01:18müssten wir uns in der Wohnung vom Herrn Huber umschauen.
01:21Mhm.
01:21Ja, aber Sie haben mir leider keinen Schlüssel.
01:23Ja bitte.
01:24Glaubst du wirklich, ich lass mich aus meinem Eigentum erspüren?
01:35Ja bitte.
01:40Ja bitte.
01:42Ja bitte.
01:50Ja bitte.
01:53Hörger.
01:56Hörger.
01:56Fünfundachtzig ist er geworden, der Herr Huber.
01:58Aha.
01:59Er war Witwe.
02:00Sein einziger Sohn ist 1993 verunglückt.
02:04Die Wohnung hat er seit 1981 gemietet,
02:07wobei er bis vor zwei Jahren noch ein Haus in Niederösterreich gehabt hat.
02:11Das hat er aber dann verkauft und das Ganze hierher gezogen.
02:13Ganz zur Freude von der Frau Hadlbauer-Kranich.
02:17Hasenauer-Kranich.
02:18Sag ich ja.
02:27Wow.
02:30Was ist denn?
02:31Ziemlicher Indien-Fan, der Herr Huber.
02:35Naja, vielleicht hat der Herr Huber ja in Indien Verwandte oder Erben.
02:40Wenn er sie dort hat, werden wir sie hier nicht finden.
02:42Ja.
02:44Kurmatex. Made in India.
02:46Weißt du, bitte alles so, wie es ist.
02:48Der Notar hat hier sicher alles fotografiert.
02:51Schau, das ist auch Kurmatex.
02:53Oh, schau.
02:54Was ist das?
02:55Echt jetzt? Das sage ich über der Marlene.
02:58Entschuldige, ich habe es nicht gleich erkannt.
03:00Ja, das ist schön.
03:03Gibt es überhaupt Schildkröten in Indien?
03:05Hm?
03:12Ach, scheiße.
03:14Herst.
03:15Ah, Tasche her.
03:17Was ist das?
03:19Ja, wenn ich es lesen könnte.
03:22Wolltest du eine Lesebrille, ne?
03:23Das ist indisch.
03:24Ach so, naja, vielleicht sein Testament.
03:26Auf indisch.
03:28Ja, warum nicht?
03:29Außerdem, woher wüssten wir wissen, dass das indisch ist?
03:31Also deutsch ist es nicht, ne?
03:32Ja.
03:33Was, na glaubst du wirklich, das ganze Indienzeug, das gehört dem Herrn Huber, das passt doch
03:37alles nicht zusammen.
03:38Ja, warum denn nicht?
03:39Weil es indisch ist.
03:42Schau, vielleicht sollten wir lieber seine Freunde und Bekannten finden, die uns was
03:46über ihn erzählen können, ne?
03:47Ja, nein, lass dich nicht aufhalten.
03:55Kurmatex, schau, Kurmatex ist eine österreichische Firma.
03:58Die machen Möbel, Dekorstoffe und produzieren hauptsächlich in Indien.
04:03Ja, aber vielleicht hat ihm das einfach nur alles gut gefallen und er hat eben dort sich
04:07die Stoffe gekauft.
04:08Ja, das ist eh möglich.
04:10Aber schau her, da steht eine Jahreszahl drauf.
04:13Na und?
04:13Naja, das ist schon was Besonderes.
04:16Vielleicht sollten wir einfach in diese Firma fahren und fragen, ob wir auch so was Besonderes
04:20kaufen können.
04:21Und das führt uns dann automatisch zu einem potenziellen Erben.
04:24Was ist eine bessere Idee?
04:25Nein, Angelika.
04:27Du bist nur ausgeborgt.
04:28Du bist wirklich unmöglich.
04:39Kommst du?
04:40Ja.
04:44Herst.
04:45Ja, was hast du es denn so eilig?
04:47Ja.
04:52Was suchst du denn?
04:53Ich check die verstorbene Frau Huber.
04:55Vielleicht hat die ja irgendwelche Verwandte.
04:57Hey.
05:05Süß.
05:05Ähm, nixig.
05:10Ich möchte nur ganz kurz was fragen.
05:12Ja?
05:12Ja.
05:26Hallo.
05:27Ah.
05:28Kann ich helfen?
05:29Ja.
05:30Ich.
05:31Sagen Sie, diese Figur da draußen, wie heißt denn die?
05:34Oder was bedeutet sie?
05:35Das ist die Göttin Kali.
05:37Die Göttin der Zerstörung, aber auch der Erneuerung.
05:39Außerdem sagt man der Kali nach, dass sie Wünsche erfüllen kann.
05:43Wünsche, so.
05:45Gut, dann wünsche ich mir...
05:47Nein, ich bräuchte jemanden, der mir diesen Brief übersetzt.
05:50Sprechen Sie indisch?
05:51Sie meinen Hindi?
05:53Was auch immer da steht.
05:56Das ist Hindi.
05:57Geschirr mit Diva Nagari.
05:59Okay, gut.
06:00Und?
06:01Können Sie mir jemanden empfehlen?
06:04Mein Geliebter.
06:05Wie anders nun alles gekommen ist.
06:08Na wunderbar.
06:08Gut.
06:09Ich bräuchte das natürlich schriftlich.
06:11Was kostet mich das?
06:12Das kommt ganz auf an, wie lange ich dafür brauche.
06:14Naja, es ist ein Liebesbrief, weil es ist so kompliziert, wie es ja nicht sein wird.
06:17Bei solchen Übersetzungen liegt die Koks oft im Detail und...
06:20Ich verstehe, ich verstehe.
06:25Schnell soll es halt gehen.
06:27Okay.
06:2930 Euro?
06:30Gut, super.
06:30Meld mich.
06:31Danke, Wiederschauen.
06:35Uzeile.
06:37Ja, eh gut, Spatzl.
06:40Wie, du glaubst mir nicht.
06:42Naja, es ist mir schon besser gegangen.
06:44Aber auch schon schlechter.
06:46Mit der Mama?
06:47Na gut, gut, gut, gut.
06:50Und bei dir, was gibt's neue Schnecke?
06:52Du kommst wieder nach Wien?
06:54Na, das ist ja großartig.
06:57Uns vorstellen?
06:59Wen denn?
07:11Sie können noch schweigen, Dr. Schnelles, Ihre Zeit.
07:15Aber darum kommen Sie nicht zu mir, oder?
07:17Ja, es ist nur mir so.
07:20Ich frage mich, warum ich mich überhaupt nicht freuen kann.
07:24Worüber?
07:25Meine Tochter.
07:27Ich hab grad mit ihr telefoniert und sie hat mir eröffnet, dass sie sich verlogen will.
07:33Ich mein, ich freu mich ja für Sie.
07:34Sie war total glücklich am Telefon, aber...
07:37Ich kenn den Typen überhaupt nicht.
07:39Ich weiß nicht, ist das der Richtige für Sie?
07:41Und Sie werfen sich jetzt vor, dass Sie deswegen keine Luftsprünge machen?
07:43Nein, aber warum muss denn ständig was passieren in meinem Leben?
07:47Warum denn?
07:49Erklären Sie mir das einmal Sie, Schlammer.
07:51Warum sitzt mein Sohn im Gefängnis?
07:53Warum muss ich mir andere als Kind mit irgendwem verloben?
07:56Mit einem Typen, den ich überhaupt nicht kenn?
08:00Was sagt Ihre Ex-Frau dazu?
08:01Was hat denn das mit der zu tun?
08:03Warum geht's denn ständig um Sie?
08:05Jetzt geht's einmal um mich und meine Tochter.
08:07Sie wissen selbst, dass alles miteinander zu tun hat.
08:10Das geht mir am Arsch.
08:11Dieses Scheißverständnis für jeden Dreck.
08:13Und dieses Dauergrenzen.
08:15Dr. Schnell.
08:16Na, mir reicht's.
08:17Der Psycho-Schass bringt sowieso nix.
08:19Auf Wiederschauen.
08:27Ein Durchbruch.
08:31Na ja, also jedenfalls hab ich mal gedacht, weil der gefällt uns so gut.
08:36Gell, Harald?
08:37Und da hab ich mal gedacht, vielleicht haben Sie noch mehr davon.
08:39Ja.
08:39Also viel, viel, viel, viel, viel mehr.
08:42So großhandelsmäßig.
08:43Verstehen Sie?
08:44Es handelt sich nämlich um eine international anerkannte Hotelkette.
08:48Ich möchte noch nicht sagen, um welche es sich handelt.
08:50Aber könnten wir mit dem Chef reden?
08:52Was?
08:53Einen Moment bitte.
08:55Danke.
08:56Ja, das ist aber nett, oder?
08:57Begrüße Sie.
08:58Bitte kommen Sie lang.
08:59Hallo, Angelika Schnell.
09:00Das ist mein Kollege Harald Franicek.
09:01Guten Tag.
09:02Turetz, angenehm.
09:03Leonard Weiß, mein Schwiegersohn und Nachfolger, wir finden uns mitten im Übergabeprozess.
09:08Schön.
09:09Willkommen.
09:09Danke.
09:10Danke.
09:10Also, was dürfen wir für Sie tun?
09:12Ach so, ja.
09:13Dieser Stoff, es geht um diesen Stoff.
09:15Ja, darf ich?
09:16Oh, sehr gut.
09:17Wenn Sie mögen, der Cheeling First Flush ist auch ein Direktimport von uns.
09:21Bitte schön.
09:22Mh, ja, der riecht ganz wunderbar.
09:24Den müsst ihr unbedingt probieren, Harald.
09:25Ja.
09:26Danke.
09:29Wie viel würden Sie davon brauchen?
09:30Vor allem wann?
09:31Also, der riecht wirklich ganz wunderbar.
09:34Nicht wahr?
09:34Sagen Sie, kennen Sie, oder man muss sagen, kannten Sie einen Felix Huber, wohnhaft in der Waldstraße 93?
09:40Da haben wir nämlich diesen Stoff gefunden.
09:42Waldstraße 93?
09:44Sag mir jetzt gar nichts.
09:45Also, mir schon.
09:46Ich habe dort als Student gewohnt.
09:48Ist aber zehn Jahre her.
09:49Ah.
09:49Aber gemeldet waren Sie nie dort, oder?
09:51Nein.
09:52Der Felix Huber war ein guter Freund von meinem Großvater.
09:54Die Wohnung war so günstig, dass er sie immer behalten hat.
09:57Und wie ich studiert habe, hat er sie mir zu einem Sportpreis überlassen.
10:00Pardon, nur damit ich mich auskenne.
10:02Was soll das hier genau werden?
10:05Ach so, das, ähm...
10:08Also, es ist so, der Herr Huber ist vor zwei Monaten gestorben und wir suchen jetzt einen Erben.
10:13Genau.
10:13Ach so.
10:14Und das hat mit uns genau was zu tun?
10:17Das hat...
10:18Naja, vielleicht wissen Sie ja etwas über Verwandte oder Freunde.
10:24Ich weiß nur, dass sein Sohn früh gestorben ist.
10:27Das hat er nie so richtig verkraftet.
10:29Ich glaube, ich war so ein bisschen so ein Ersatz für ihn.
10:31Guten Tag.
10:32Ah, darf ich vorstellen.
10:33Meine Frau Irina, sie ist Designerin bei KomaTex.
10:36Hallo.
10:36Hallo.
10:37Danke.
10:38Den habe ich aber nicht gemacht.
10:39Wo ist denn der her?
10:40Den habe ich entworfen.
10:43Der ist ja wunderschön.
10:45So habe ich den noch nie gesehen.
10:46Waren Sie schon einmal in der Waldstraße 93?
10:49Da haben wir den Stoff nämlich gefunden.
10:51Ähm...
10:52Meine alte Studentenwohnung.
10:53Ah ja.
10:54Gut, meine Herrschaften.
10:55Da Sie ja ganz offensichtlich nicht vorhaben, irgendetwas zu kaufen, dürfte ich Sie bitten zu gehen.
11:00Ja?
11:00Ja.
11:01Einen Brief haben wir auch in dieser Wohnung gefunden.
11:05Und was steht da drinnen in dem Brief?
11:07Ja, das wissen wir noch nicht.
11:08Er ist auf Hindi.
11:09Das ja, ja.
11:11Mir persönlich reicht es jetzt.
11:12Wer auch immer Sie sind, ich würde Sie herzlich bitten.
11:16Angelika?
11:16Ja.
11:16Gut.
11:19Ah.
11:20Und der Tee.
11:22Der riecht wirklich ganz wunderbar.
11:30Wie schwierige Übersetzung.
11:32Was für ein spezieller Dialekt.
11:35Okay, wie viel?
11:37Was?
11:37Oh, Zeile?
11:39Okay.
11:40Aber heute Abend habe ich den Text, ja?
11:41Du, das stimmt hinten und vorne nicht, das sage ich dir.
11:44Und was jetzt davon genau?
11:45Der Junior designt einen Stoff und seine Frau, die Designerin, hat den noch nie gesehen.
11:49Also bitte.
11:49Aber was ist denn daran so wichtig?
11:51Er hat ein Geheimnis, das ist daran so wichtig.
11:54Kannst du dich bitte beeilen?
11:55Ja, mache ich, Herr.
11:56Warum müssen wir wieder rein da in die Wohnung?
11:59Den Stoff zurückgeben, was hast du gedacht?
12:01So, bitte.
12:01Ja.
12:02Komm.
12:04Geh, halt.
12:04Geh, halt.
12:05Geh, halt.
12:07Geh, halt.
12:09Den Erben haben wir aber noch immer nicht.
12:15Was machst du denn schon wieder?
12:17Ich weiß auch nicht.
12:17Die will einfach irgendwie mit.
12:19Angelika.
12:20Komm.
12:21Bitte.
12:25Kommst du?
12:25Ja.
12:27Ja.
12:30Grüß Gott.
12:33Also so wie die du reinschaut, braucht die keinen Kaffee.
12:36Hm, ich bin ein Speiseopfer.
12:38Das macht man so.
12:39Also, das habe ich einmal irgendwo gelesen.
12:41Ein Speiseopfer.
12:43Darf ich vorstellen?
12:45Kali, Göttin der Zerstörung und der Erneuerung.
12:50Harald Franitschek, furchtloser Privatermittler und Freund.
12:53Na, die wirkte ja wie die Göttin der Grandschirm.
12:56Bin schon so neugierig, was in dem Brief steht.
12:58Na, du solltest lieber neugierig sein darauf, was das Kirchenarchiv hergibt.
13:02Über die Frau Huber, geborene Wiesinger und ihre Familie.
13:06Wie?
13:06Was wäre?
13:07Na, die verstorbene Frau vom verstorbenen Mieter.
13:10Ah, ach so.
13:11Ja, genau.
13:12Ja, aber wieso machst du das nicht?
13:14Weil wir Partner sind.
13:16Arbeitsteilung, ich Standesamt, du Kirchenarchiv.
13:19Ja, aber ich mag keine staubigen Kirchenarchive.
13:22Entschuldigung.
13:25Was ist jetzt?
13:25Haben sie eine Spur?
13:26Weil sie sind ganz schön teuer.
13:27Ist gut.
13:28Das ist doch aus der Wohnung.
13:29Das dürfen sie nicht.
13:31Oder ist dir was wert?
13:33Na, das, ähm, das ist, das ist eine Spur zu den Erben.
13:37Echt?
13:37Wie denn?
13:38Ja, wie denn?
13:40Ach so, das ist, ähm,
13:43das ist der Kömmer dann vom...
13:44Ja?
13:45Ach, das schon, der Herr Weiß.
13:48Hallo, ich, ähm...
13:49Was ist der Herr Weiß?
13:51Das ist Partners Carly.
13:53Mhm.
13:55Die ist aus Sicherheitsgründen da.
13:56Ist das jetzt der Erben?
13:58Nein.
13:59Der Brief.
14:00Kann ich den Brief sehen?
14:01Nein.
14:02Nein.
14:03Aber ich kann Ihnen zeigen, wo ich ihn gefunden habe.
14:13Das ist ja unglaublich.
14:15Hier schaut's noch genauso aus wie damals, als ich mit Padme.
14:19Ja.
14:21Mhm.
14:22Äh, der Brief war jedenfalls da unter dieser Statue, also unter dem Stoff.
14:28Versteckt?
14:28Aber wieso?
14:31Ja.
14:34Schildkröten waren Padmes Lieblingstiere.
14:37Darum habe ich den Stoff damals für sie entworfen.
14:40Verstehe.
14:41Und die Padme, das ist Ihre Freundin, ja?
14:44Ja.
14:44Freundin.
14:48Ach.
14:50Sie war die Liebe meines Lebens.
14:52Ah.
14:53Wir haben uns in Bagalpur kennengelernt.
14:55In unserem indischen Firmensitz.
14:58Ich war für ein halbes Jahr dort, um Webmaschinen zu installieren und die Arbeiter dafür zu schulen.
15:04Hat mir halt für mich übersetzt.
15:11Wir haben uns von Anfang an sehr gemocht und irgendwann ist es nicht passiert.
15:17Ich habe mich in sie verliebt.
15:22Damals war ich aber schon mit Irina verlobt.
15:27Ihr Vater hat die Beziehung sehr gefördert.
15:32Eines Tages kam Padme dann völlig aufgelöst zu mir.
15:37Sie sollte verheiratet werden.
15:41Sie wollte sich lieber umbringen.
15:44Ich habe sie dann mit einem Touristenvisum nach Österreich geholt.
15:48Hierher.
15:50In diese Wohnung.
15:53Und hier waren wir dann zusammen und glücklich.
15:57Allerdings nur für kurze Zeit.
16:00Und dann?
16:04Ich habe meinem Schwiegervater alles gebeichtet,
16:07dass ich Padme liebe,
16:10seine Tochter verlassen und Padme heiraten werde.
16:13Der hat getobt und gedroht, mich umzubringen und zu feiern.
16:17In der Reihenfolge?
16:20Und dann?
16:21Ja, ich musste zu einem Kunden nach Vorarlberg.
16:25Und wie ich zwei Tage später zurückkomme,
16:29ist Padme weg.
16:30Wieso war sie weg?
16:33Wenn ich das nur wüsste.
16:35Ja, und dann?
16:36Da drüben ist ihr Brief gelegen.
16:38Naja, Brief.
16:39Drei knappe Sätze hat sie mir hinterlassen.
16:42Ich habe mich geirrt, Leonhard.
16:44Ich liebe dich nicht.
16:45Und ich habe mich bei allen Göttern schwer versündigt.
16:48Die Familie ist wichtiger als alles.
16:53Danke.
16:54Das ist sie.
16:55Das ist die Einbrecherin.
16:56Schaut.
16:58Ihren Ausweis, bitte.
16:59Ähm, das ist ein Missverständnis.
17:01Ausweis.
17:03Und wer sind Sie?
17:04Das ist Dr. Leo.
17:06Wie geht es dir?
17:07Ich habe ihn schon eh nicht mehr gesehen.
17:09Guten Tag, Frau Frisch.
17:10Danke.
17:11Gut geht es soweit.
17:12Ja.
17:12Ihnen aber auch.
17:13Sie schauen ja aus wie das blünste Leben.
17:14Na, Sie sind vielleicht ein herrlicher Lügner.
17:16Na, man tut, was man kann.
17:18Ja.
17:18Der junge Mann hat nichts mit dem Einbruch zu tun.
17:21Die müssen Sie verhaften.
17:22Kommen Sie für die Aussage am besten gleich mit auf die Wache.
17:24Okay.
17:25Bitte.
17:27Habt ihr einen guten Kaffee?
17:28Hallo.
17:29Grüße.
17:30Hallo.
17:48Also, okay.
17:49Ich tue dir nichts und du tust mir nichts.
17:52Einverstanden?
17:56Herr Duritz.
17:58Was kann ich für Sie tun?
17:59Ich will den Brief.
18:01Was für ein Brief?
18:02Wissen Sie ganz genau, welchen Brief ich meine?
18:04Ah ja, ähm, ja, der Brief ist noch bei der Übersetzung.
18:07Können Sie gerne mir geben?
18:09Ich kann so kurz lesen.
18:10Hören Sie schlecht?
18:11Ich hab ihn nicht.
18:13Halten Sie mich wirklich für so blöd, zu glauben, dass Sie kein Foto oder keine Kopie dieses Briefes angefertigt haben?
18:19Gut, dann machen wir's kurz.
18:20Diese Padme Samuto ist bis eine Hexe.
18:23Die hat meinen Schwiegersohn unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu gebracht, sie nach Österreich zu holen.
18:28Und hier hätte es ihr dann gefallen, meine Firma Kurma-Tex zu erpressen.
18:32Hat uns unterstellt, die indischen Arbeiter, was nicht, schlecht zu behandeln.
18:36Aber nicht mit mir.
18:38Naja, das ist ja alles schön und gut, Herr Duritz.
18:40Aber ich darf Sie jetzt bitten, wiederzugehen.
18:43Was zahlt er Ihnen denn, Ihr Auftraggeber?
18:46Glauben Sie mir's.
18:47Genug.
18:47Nicht viel.
18:48Vorschlag, Sie arbeiten ab jetzt für mich und bekommen das Dreifache.
18:52Gehen Sie jetzt?
18:54Oder muss ich erst die Polizei rufen?
19:11Einmal einbrechen kann ich ja noch irgendwie verstehen, aber dreimal? Was ist mit dir?
19:15Ja, eh, aber was hätte ich machen sollen?
19:17Taxi!
19:17Vielleicht einmal nix.
19:19Ja, du hast ja recht.
19:20Weißt du, Slatko hin oder her, ich lieb meinen Job.
19:23Ich kann dich nicht oft als verdeckte Ermittlerin einsetzen.
19:25Es tut mir so leid, aber ich muss jetzt ganz dringend in diesen Laden, zu diesem Übersetzer.
19:29Angelika!
19:29Wegen diesem Brief, da geht's um Leben und Tod, wirklich.
19:32Ciao!
19:36Ich glaube, ich werde noch wahnsinnig.
19:52Oh Gott.
20:00Hallo, das ist Wienot.
20:01Leider erlaubt der Kosmos keinen Kontakt im...
20:05Wienot?
20:06Hallo?
20:07Stefan, hallo, wie geht's?
20:09Kannst du mal kurz beim Kino-Stand vorbeikommen?
20:11Ja, okay.
20:13Mach ich.
20:18Hey.
20:19Hey.
20:20Hat dich die Katrin angreifen?
20:22Nein, wieso, ist was passiert?
20:24Ja, also nichts Schlimmes oder vielleicht auch.
20:27Okay, was ist los?
20:28Sie will...
20:29Also, sie möchte uns jemanden vorstellen und sie sagt, es ist der Richtige.
20:36Ah, der Giovanni?
20:37Du warst davon?
20:38Ja, nein.
20:39Ich meine, ich hab's ein bisschen befürchtet.
20:41Seit einem halben Jahr höre ich keinen anderen Namen.
20:43So lange hat sie es übrigens noch nie ausgehalten.
20:45Ist sie schwanger?
20:46Nein, also, sie hat nichts gesagt.
20:48Na, wieso hast du das nicht gefragt?
20:50Herrgott, unsere Tochter will sie verloben.
20:53Okay.
20:54Okay, das könnte aber wieder bedeuten, dass sie nicht schwanger ist.
20:57Weil, erinnerst dich, wir haben damals unsere Verlobung abgeblasen, weil ich schwanger war.
21:01Ich rufe die Katrin an, sicher ist sicher.
21:08Gut, stell dir vor, die ist wirklich fanger.
21:11Dann werden wir Großeltern, also...
21:14Bin nicht sicher, ob ich dazu schon bereit bin.
21:16Du?
21:17Nein.
21:19Heb nicht ab.
21:21Ja, hallo.
21:22Das ist eine totale Frechheit.
21:23Wirklich.
21:24Ich zahle Ihnen ein Vermögen und dann stehe ich vor einer verschlossenen Tür.
21:27Echt?
21:29Okay.
21:31Okay, ja, ich komme.
21:32Ja.
21:34Ich muss...
21:36Probierst du es bitte auch nochmal bei der Katrin?
21:38Ja?
21:39Ja.
21:42Gut.
21:48Dann...
22:03Ich habe gesagt, es ist schwer.
22:05Wie schwer?
22:06Naja, 21 Zeilen und 30 Euro, das macht dann...
22:09Das macht auf jeden Fall zu viel.
22:11Die Buchstaben sind so groß geschrieben.
22:12Da am Rand ist ganz viel Platz.
22:14Da, da, was ist das?
22:15Erkenntnis ist etwas sehr Wertvolles.
22:17Ich erkenne gerade, dass ich betrogen werde.
22:20200.
22:21Sie erfahren etwas, was Sie vorher nicht wussten?
22:23500.
22:24Ich erfahre, dass Sie überhaupt kein Mitgefühl haben.
22:27210.
22:28400.
22:29Okay.
22:31100.
22:34Und...
22:3450.
22:36Und eine Mehrwertsteuerrechnung.
22:38Man sind Sie grausam.
22:42Samsara, was heißt denn das eigentlich?
22:45Samsara.
22:47Der unendliche Kreislauf der Wiedergeburt.
22:50Geburt, Leben, Tod.
22:52Geburt, Leben, Tod.
22:53Geburt, Leben, Tod.
22:53Immer wieder.
22:55Bis all unser negatives Karma gereinigt ist und wir endlich frei sind.
22:59Also wie eine göttliche Waschmaschine, ja?
23:01Ja, so ungefähr.
23:02Wollen Sie nicht die Statue kaufen?
23:04Ich mache Ihnen einen sehr guten Preis.
23:05Nein, danke.
23:06Ich habe schon eine.
23:07Und die Mehrwertsteuerrechnung schicken Sie mir bitte zu.
23:11Namaste.
23:18Es tut so weh, mein Liebster.
23:20Und ich verstehe nicht, warum du mir nicht die Wahrheit gesagt hast.
23:23Aber du wirst deine Gründe haben.
23:25Ich liebe dich und darum gehe ich fort.
23:28Ich darf deinem Glück und deiner Familie nicht im Weg stehen.
23:30Das wäre nicht richtig, Padme.
23:31Also der Brief, der klingt total anders als die drei Zeilen, die der Leonhard in der
23:35Wohnung gefunden hat.
23:36Das Ergebnis ist das gleiche.
23:38Sie ist verschwunden.
23:39Aber was hat der alte Duretz damit zu tun?
23:41Ich meine, der ist mir nicht wurscht.
23:42Der führt sich da auf wegen dem Brief.
23:44Das geht ihm da überhaupt nichts an.
23:46Schade, dass kein Datum drauf ist.
23:49Was hat uns eigentlich dieses indische Liebesgesäusel gekostet?
23:53Weniger als erwartet.
23:54Warte, schau mal.
23:54Da schreibt die Padme, du wolltest mich heiraten, hast du gesagt.
23:58Dabei bist du schon verheiratet mit einer Frau, die ein Kind von dir kriegt.
24:01Aber der Leonhard hat mir erzählt, dass er sich von der Irina Duretz eigentlich trennen
24:04wollte.
24:05Na, haben die Duretzweise überhaupt Kinder?
24:06Keine Ahnung, aber ich werde sie fragen.
24:08Nein, das willst du nicht, Angelika, bitte, weil das geht uns eigentlich gar nichts an.
24:11Doch, doch, das werde ich schon.
24:13Was?
24:13Ja, weil ich nämlich das Gefühl habe, dass bei dieser Familie irgendwas im Verborgenen
24:17liegt.
24:17Ja, genau wie bei der Kali unterm Tuch.
24:20Wenn wir nur diese Padme finden würden.
24:23Soll jetzt vielleicht nach Indien fahren, in dieses Ding, wie heißt das?
24:26Bagalpur?
24:26Ja, genau, dorthin.
24:27Und sie dort suchen?
24:28Und wir können sie auch hier suchen.
24:31Angelika, du misch dich hier nur in Familienangelegenheiten ein und sonst gar nichts.
24:35Anstatt, dass wir einen Erben für den Herrn Huber finden.
24:38Aber ich sage dir, das hängt zusammen.
24:40Irgendwie hängt das alles zusammen.
24:42Ja, irgendwie hängt immer alles zusammen.
24:46Ich glaube, ich gehe jetzt lieber schlaufen.
24:50Gute Nacht.
24:52Gute Nacht.
25:15Gute Nacht.
25:45Gute Nacht.
26:03Was?
26:18Ah!
26:50Oh Gott, ich will sagen mal, Angelika, was ist denn da passiert?
26:54Ah, da gefällt offensichtlich jemandem nicht, was wir tun.
26:57Aber dir fehlt nix?
26:58Nein.
26:59Ist bei dir wirklich alles okay?
27:00Ja, schon, aber...
27:02Aber was?
27:03Ja, weißt du, ich glaub, du hast recht.
27:04Wie, ich hab recht?
27:05Hilfst du mir?
27:06Ja.
27:06Ich glaub, wir sollten uns wirklich nur um die Erben vom Herrn Huber kümmern.
27:09Moment, ich werd vernünftig.
27:11Obwohl, schade ist es eigentlich schon.
27:14Wieso?
27:15Na, dann hab ich ganz umsonst herausgefunden, wo die Padme Samutra wohnt.
27:25Sie ist wirklich nicht zurück nach Indien.
27:27Genau, wie es der Leonhard Weiß vermutet hat.
27:30Sondern ist in Österreich geblieben.
27:32Wie das? Sie hat doch nur befristetes Visum gehabt, oder nicht?
27:34Sie hat geheiratet.
27:36Oh, das ist schön.
27:37Und nach etwas über drei Jahren hat sie sich wieder scheiden lassen.
27:40Und wie ist das jetzt rausgefunden?
27:42Heiratsregister.
27:43Weißt du, in dem komischen Bügel, dem für die Privatermittlerprüfung, empfehlen Sie
27:47eine mit Nachdruck, dass man immer zuerst die klassischen Ermittlungsmethoden anwenden
27:52soll.
27:52Das ist aber interessant.
27:53Ja, Heiratsregister, Meldeamt, Kirchenarchiv, Grundbuch.
27:58Das ist spannend.
27:59Ja.
27:59Ja, super.
28:15Guten Tag.
28:16Guten Tag.
28:17Guten Tag.
28:18Ist deine Mama da?
28:19Die Frau Samutra?
28:20Padme Samutra?
28:21Warum?
28:23Wo ist sie denn jetzt?
28:24Bei der Arbeit.
28:26Ah.
28:27Ein schönes T-Shirt hast.
28:29Danke.
28:34Entschuldigen Sie, wir suchen eine Frau Samutra.
28:37Können wir kurz mit ihr sprechen?
28:38Sie ist gleich links in die Küche.
28:40Danke.
28:41Okay.
28:43Ja, ich habe Herrn Weiß gekannt.
28:45Ich glaube, das ist lange her.
28:47Über zehn Jahre.
28:48Entschuldigung.
28:49Bitte.
28:50Was wollen Sie von mir?
28:51Haben Sie den geschrieben?
28:54Ich habe nichts mehr mit dem Leonhard zu tun.
28:57Schickt er sie?
28:58Wer?
28:58Eher der Herr Weiß oder sein Schwiegervater?
29:02Ich habe diesen Brief vor Leonhards Schwiegervater versteckt.
29:05Ich habe gedacht, der Leonhard wird ihn finden, wenn ich weg bin und ...
29:08Ich habe ihn gefunden.
29:10Sie?
29:11Warum haben Sie denn eigentlich zwei verschiedene Briefe geschrieben?
29:15Leonhards Schwiegervater wollte, dass ich nur ein paar Zahlen schreibe.
29:18Aber ich wollte Leonhard so viel sagen, weil ich nicht verstanden habe, warum.
29:23Ich war naiv.
29:24Hatte der alte Herr Duritz bedroht?
29:27Er hätte alles getan, um seine Familie zu beschützen.
29:31Und das habe ich verstanden.
29:33Ich habe das Geld genommen, das er mir gegeben hat, damit ich zurück nach Indien fahre.
29:38Aber zu meiner Familie konnte ich nicht.
29:41Das Geld habe ich später einem Mann bezahlt, damit er mich heiratet.
29:48Sagen Sie, wie alt ist denn eigentlich Ihr Sohn?
29:52Ich war verheiratet.
29:54Nicht glücklich.
29:56Aber wer ist das schon?
29:59Sagen Sie, Leonhard, ich will ihn nie wiedersehen.
30:03Hat mein Herz gebrochen.
30:07Und jetzt?
30:08Stacke, gern. Magst deine?
30:10Nein, danke.
30:11Na ja, der alte Duritz hat Sie angelogen.
30:12Ja, und er preist.
30:14Und um das zu verduschen, will er gleich unser ganzes Büro abfackeln.
30:17Ich wiederhole mich ja nur ungern.
30:18Aber was hat das alles mit einem möglichen Erben von Herrn Buber zu tun?
30:21Oh.
30:35Und um das zu verdienen von Herrn Buber zu nehmen.
30:38Und um das zu verdienen.
30:39Und um das zu verdienen.
30:42Also es ist der Anfang in diesem Jahr, der Brief.
30:44Und um das zu verdienen.
30:47eigentlich. Also falls man nicht perfekt über Nangari lesen und Hindi sprechen kann, so wie
30:50ihr Schwiegervater. Was soll ich denn jetzt? Erst einmal lesen. Oder wollen sie nicht wissen,
30:56was die Liebe ihres Lebens geschrieben hat? Sie will sie übrigens nicht wiedersehen. Sie
31:17und meine Frau in Kinder wartet. Wir waren damals nicht verheiratet und wir haben bis heute keine
31:22Kinder. Ja, das würde ich Ihren Schwiegervater fragen. Warum? So, wir gehen jetzt. Und wenn Ihnen
31:27noch was einfällt zum Herrn Huber, dann melden Sie sich. Ja, kommst du? Rufen Sie mich an, wenn Sie Hilfe
31:33brauchen. Ja, ich bin für Sie jederzeit erreichbar. Jetzt lass ihn doch in Ruhe. Rufen Sie mich an. Das
31:37Siehst du nicht wieder, leider? Ja, wir halten Recht auf die Wahrheit. Das ist furchtbar, aber es ist auch gut.
31:50Ich habe endlich akzeptiert, dass ich meine Ex-Frau immer noch liebe. Aber ich liebe sie falsch. Ich
31:57liebe das, was ich mir wünsche, was sie sein könnte oder sollte für mich. Aber nicht die Frau, die sie
32:02wirklich ist. Ich habe in meinem Leben immer das Gefühl gehabt, mir fehlt irgendwas und das hätte mir
32:10die Angelika geben sollen. Als Partnerin, als Frau, als andere Hälfte. Aber das kann sie gar nicht. So sehr
32:18sie sich auch bemüht hat. Aber das ist nicht sie. Ist das irgendwie verständlich? Ja. Auf jeden Fall. Ich habe
32:30jetzt verstanden, dass nicht sie sich verändern wird, sondern dass ich mich, das heißt, dass ich meine
32:35Haltung zu ihr verändern muss. Ich hätte sie besser so lieben sollen, wie sie wirklich ist.
32:51Das ist Indien und das von der Mama geboren. Mhm.
32:57Leon? Ich bin zu Hause. Hallo Mama. Guten Tag. Was wollen Sie hier? Ich möchte, dass Sie meine Familie in
33:11Ruhe lassen.
33:11Ich habe Ihre Familie immer in Ruhe gelassen. Ja, das glaube ich Ihnen sogar, dass das nicht Sie waren, die
33:16uns diese
33:17Schnüffel auf den Hals gehetzt haben, oder? Gehen Sie. Wir haben nichts mehr mit Ihrer Familie zu tun.
33:22Finden Sie nicht, dass es hoch an der Zeit wäre, ein Versprechen einzulösen?
33:28Das ist das letzte Mal.
33:32Verlassen Sie Wien aber sofort.
33:38Leon, das war jetzt richtig schön, dich kennengelernt zu haben. Sag mal, wo ist eigentlich dein Papa?
33:43In Indien. Er arbeitet dort. Aber bald kommt er uns besuchen. Stimmt's, Mama?
33:50Bitte.
33:57Ich habe nicht mehr viel Geduld.
34:05Jetzt passen Sie mal auf. Sie schneiden da bei uns in die Firma rein und bringen meine beiden Männer total
34:10durcheinander.
34:12Es geht uns gut. Das müssen Sie wissen, sehr gut sogar. Und ich will nicht, dass sich daran was ändert.
34:18Haben Sie das verstanden?
34:20Ja.
34:21Und ich habe von der Affäre meines Mannes gewusst. Ja, wir waren auch damals noch nicht verheiratet.
34:26Und es kommt auch einmal vor, dass ein Europäer dem Indien-Bahn verfällt. Der Reiz.
34:30Des exotischen und...
34:33Aber müssen Sie diese alten Geschichten unbedingt aufwärmen?
34:36Was in Indien passiert ist, das soll auch in Indien bleiben.
34:39Ja, aber wissen Sie, die Frau Samudra war in Wien, in der Studentenwohnung ihres Mannes.
34:44Das ist ein Blödsinn. Wer hat Ihnen das erzählt?
34:46Ihr Mann, Ihr Vater und die Frau Samudra.
34:54Die ist in Wien?
34:55Ja, war in Wien und ist in Wien. Und sie hat ihre Familie auch die ganze Zeit in Ruhe gelassen.
35:00Genauso wie Ihr Vater das damals von ihr verlangt hat.
35:05Mein Vater wollte das?
35:08Nicht der Leonhard?
35:09Der Leonhard wollte sich eigentlich von Ihnen trennen. Er wollte die Frau Samudra heiraten.
35:13Und deswegen hat Ihr Vater der Frau Samudra damals auch erzählt, dass Sie schwanger sind.
35:21Sie lügen.
35:32Na super, jetzt aus der glücklichen Familie zerstört und wir haben immer nur keine Erben.
35:36Das war keine glückliche Familie.
35:37Sagt die Spezialistin für Familienangelegenheiten.
35:40Aber es ist halt die Wahrheit.
35:43Ja.
35:45Ja, Herr Weiß?
35:49Ja, okay. Wenn Sie wollen.
35:53Gut.
35:58Was ist denn jetzt? Worauf warten Sie denn? Warum gehst du denn nicht hin?
36:02Sie ist so schön.
36:05Alles perfekt.
36:06Soll ich Sie holen?
36:07Nein, nicht.
36:11Warte mal.
36:12Warte mal.
36:15Warte mal.
36:17Ist es nicht richtig, dass du hier bist?
36:19Okay, ich kann.
36:20Was denn? Was? Ich will ja nur ganz kurz.
36:23Warum hast du damals nicht mit mir geredet?
36:25Ich wollte nicht noch eine Familie zerstören. Deine Familie.
36:28Aber ich habe dich nicht belogen. Ich war damals nicht verheiratet und ich habe mit Irina keine Kinder.
36:33Aber dein Schwiegevater hat.
36:35Warum hast du mir so misstraut?
36:38Bitte bleib.
36:39Lass mich.
36:43Was denn? Was denn? Warum gehen Sie denn nicht nach?
36:45Ich habe Ihr Leben zerstört.
36:46Aber gar nichts haben Sie. Jetzt gehen Sie hier nach und klären Sie das.
36:53Bravo.
36:54Gut gemacht.
36:58Wie konntest du das tun? Dich hinter meinem Rücken in mein Leben einmischen?
37:02Äh, worum gehst du?
37:03Du hast deiner Freundin gesagt, ich bin schwanger? Schwanger? Ich war noch nie im Leben schwanger.
37:08Ich habe...
37:09Ich habe vor kurzem mit einem Spezialisten gesprochen. Eine Schwangerschaft ist durchaus nicht unmöglich.
37:15Hörst du mir eigentlich zu, Papa? Ich habe mir alle Jahre eingeredet, Leonard liebt mich.
37:19Du hast mir eingeredet, er liebt mich.
37:21Dabei hast du ihn mit der Firma gekauft und die Frau, die er wirklich liebt, hast du mit einer Lüge
37:24vertrieben.
37:25Und sie hat verzichtet. Aus Respekt und aus Liebe.
37:28Ja. Und was hätte ich tun sollen?
37:30Den Mann, den du liebst, mit dieser Schlampe davonziehen lassen?
37:33Liebling, ich wollte dich schützen. Verstehst du? Irina, schützen.
37:35Indem ich einen Mann heirate, der mich nicht liebt.
37:38Du wolltest vor allem dich um deine Firma schützen.
37:41Ist doch deine Firma.
37:42Ha, du bist so ein egoistisches, elendes Arschloch.
37:52Es tut mir so leid, Leonard. Für dich. Und für mich.
38:13Papa!
38:15Hey, bitte. Hey.
38:17Ne, ist Niki. Hey.
38:23Das ist also der junge Mann, der Freund.
38:26Achso, ja, voll.
38:28Papa, das ist Giovanni. Giovanni, das ist mein Vater.
38:31Piacere.
38:32Piacere mio, molto.
38:33Ho già sentito molto su di lei.
38:35Vostra figlia, la stella del mio cuore.
38:39Il suono della mia notte.
38:41La mia notte, ja.
38:42Jetzt muss das mal.
38:44Sprich doch Deutsch.
38:45Italienisch ist ja eh viel schöner.
38:48So, wo ist eigentlich die Mama?
38:50Keine Ahnung, aber ich finde jetzt, na, da kommt's ja schon.
38:54Hey, na endlich.
38:55Hallo, meine Süße, ich hab dich so vermisst.
38:59So, und das ist also dein Giuseppe.
39:01Giovanni.
39:02Sag ich doch, hallo Giovanni.
39:04Piacere, di conoscervi.
39:05Das schon, gut erzogen ist er auch.
39:06Bist du schon an, ne?
39:07Mama.
39:09Hey.
39:10Also, ähm, wir wollen uns gerne verloben in Italien.
39:13Und ich hätte gern, dass ihr beide dabei seid.
39:15Schafft ihr das?
39:17Ähm.
39:19Ja?
39:19Sicher.
39:21Sicher.
39:23Na gut, dann bestellen wir mal ein Prosecco zur Feier des Tages, ne?
39:27Ja.
39:28Ja, super.
39:29Und, ähm...
39:29Herr Ober, könnten wir eine Flasche Prosecco haben, bitte?
39:31Flasche Prosecco, sehr gerne.
39:32Und, äh, wann soll diese Verlobung stattfinden?
39:35Ähm, in drei Wochen.
39:36Ach so, schnell.
39:37So, schnell.
39:38Schnell.
39:39Mama, ich bin nicht schwanger.
39:41Gut, gut, gut, gut.
39:43Und heiraten wir über den Ersten, wenn Jan wieder aus der Gefangenis isste.
39:48Wir haben, oder?
39:49So.
39:57Komm, Leon, wir müssen uns beeilen.
39:59Aber ich will nicht gehen.
40:03Wir müssen aber.
40:05Aber warum?
40:07Mir gefällt's hier.
40:16Mama?
40:17Mama, wer ist das?
40:22Hallo.
40:23Ich heiß Leonhard.
40:25Wie heißt du?
40:26Ich bin der Leon.
40:37Bitte geh nicht.
40:39Deine Familie.
40:44Ihr seid meine Familie.
41:01Zerstörung und Erneuerung.
41:03So schaut's aus, ha?
41:06Muss das sein?
41:08Das hab ich mir gedacht, dass Sie wieder nix hacken.
41:10Was glauben Sie, für was ich Sie eigentlich zahle?
41:12Frau Hasenegger-Kragl, herzlich willkommen.
41:15Krallek.
41:16Hm?
41:16Wo ist denn eigentlich ein netter Kollege?
41:18Bei dem hab ich wenigstens das Gefühl, der macht was.
41:20Ich habe keine Ahnung.
41:22Na, super.
41:23Was ist jetzt mit den Erben?
41:24Weil ich zahle ich keinen einzigen Tag mehr.
41:26Ja, wurscht.
41:27Wie wurscht.
41:28Na, wurscht, wurscht.
41:30Hallo.
41:30Einen schönen guten Tag, meine Damen.
41:33Ja, sag einmal, wo warst denn du?
41:35Na, wo wär ich gewesen sein?
41:36Na, keine Ahnung, wo denn?
41:37Bei der Prüfung.
41:38Bei welcher Prüfung?
41:39Oh, shit.
41:40Nein, nicht shit.
41:4296 von 100 Punkten.
41:43Ich bin jetzt ein offiziell befähigter Privatermittler-Meister.
41:48Bitte sehr.
41:49Na, jetzt hundert mich gar nix mehr.
41:52Gratuliere, bin stolz auf dich.
41:53Danke.
41:55Hallo.
41:56Wir haben, was Sie suchen.
41:58Das Testament vom Herrn Huber.
42:00Moment, danke.
42:01Danke.
42:02Der Notar hat gesagt, es ist okay.
42:04Er hat alles Partner vermacht, weil er niemanden hatte und sie mochte er so gern.
42:08Ja, schau her.
42:09Ja, darum hat er kurz vor seinem Tod einen Brief nach Bagalpur geschickt, weil er geglaubt hat,
42:13sie ist dort.
42:14Der Brief hat zwei Monate gebraucht und ist wieder zurückgekommen.
42:16Meine Familie wollte ihn nicht entgegennehmen.
42:20Mein Gott, ist das romantisch.
42:22Braucht sie vielleicht eine Wohnung zum günstigen Preis?
42:46Hey.
42:46Ja.
42:50Danke, dass du da bist.
42:52Weißt du, ich will dir schon die ganze Zeit was sagen und jetzt, jetzt weiß ich nicht.
43:03Ich hätte die Aussage gegen den Jan nicht ohne dein Einverständnis machen dürfen.
43:09Aber ich hab's tun müssen, es war für mich das einzig Richtige.
43:12Das war falsch, das weiß ich jetzt.
43:15Nicht die Aussage, meine ich, aber wir hätten die Entscheidung gemeinsam treffen müssen.
43:21Als Eltern.
43:24Als...
43:25Als wir.
43:27Wir.
43:28Nur ich...
43:31Ich hab mich damals so wahnsinnig allein gefühlt und ich hab nicht die Kraft gehabt, das auszuhalten.
43:36Ich weiß.
43:44Es tut mir leid, ich hätte dich viel öfter einbinden müssen, bevor ich was entschieden oder geändert oder einfach gemacht
43:50hab.
43:50Du bist einfach, wie du bist.
43:58Und jetzt?
44:02Also glaubst du, dass wir...
44:03Ich mein...
44:07Willst du...
44:08Also wollen wir noch einmal von vorn anfangen?
44:11Lieber nicht.
44:13Was soll das heißen?
44:18Hör auf, was du wollen.
44:20Und schau mal lieber, was kommt.
44:24Hm?
44:28Ja.
44:30Hallo.
44:32Ich you.
44:41Untertitelung des ZDF, 2020
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