- vor 2 Tagen
Kategorie
đș
TVTranskript
00:00Musik
00:43Und?
00:44Mir geht es gut.
00:45Das sah vorhin aber ganz anders aus.
00:48So.
00:49Ich bin jetzt schnell in der Notaufnahme.
00:51Frau Kruse braucht nur ihr bitte.
00:53Schwester Arsum?
00:54Ich hab jetzt Feierabend.
00:55Philipp kommt heute Abend vom Kongress.
00:57Ihr habt euch unendlich lange nicht gesehen.
00:59Fast 72 Stunden.
01:01Wenn man sich liebt, ist das eine Ewigkeit.
01:03Da sage einer, die Ehe seit der Tod der Romantik.
01:06Ich kĂŒmmere mich um Frau Kruse.
01:08Ja, danke.
01:10Ich habe seit zwei Wochen keine Materialverbrauchslisten mehr bekommen.
01:13Und ich habe seit zwei Wochen nicht dein einziges Mal pĂŒnktlich Feierabend gemacht.
01:16Das bringt eine verantwortungsvolle TĂ€tigkeit nun mal mit sich.
01:19Selbst die einer Oberschwester. Lassen Sie sich das eine Warnung sein.
01:22Ăber einen Mangel an Ăberstunden kann ich mich auch nicht beklagen.
01:25Wir brauchen dringend Ersatz fĂŒr Sebastian.
01:28Wann wird die freie Stelle endlich besetzt?
01:30Das soll wahrscheinlich heiĂen, dass ich daran schuld bin,
01:32dass Sie es nicht schaffen, Ihre ArbeitsablÀufe zu optimieren.
01:34Meine sind optimiert.
01:35TschĂŒss.
01:36TschĂŒss.
01:37Bis morgen.
01:39TschĂŒss.
01:40Na, so schlimm kann ja die Ăberbelastung nicht sein,
01:42wenn Sie Ihre Leute auf die Minute genau gehen lassen können.
01:46Gehen Sie zur Seite.
01:47Geht das nicht ein bisschen vorsichtiger? Mutti ist doch kein Kartoffelsack.
01:50Sie geben sich MĂŒhe.
01:51MĂŒhe allein reicht eben nicht.
01:52Ich weiĂ schon, warum ich das machen wollte.
01:54Moment.
01:56Luise Brenner, 73 Jahre alt.
01:57Seit heute Morgen 40 Grad Fieber axial.
02:00Erhöhte Atemfrequenz.
02:01Stechende Schmerzen hinter dem Brustbein.
02:03Guten Tag, ich bin Dr. Heilmann.
02:04Das ist mein Sohn.
02:05Hans-Peter Brenner.
02:06Psst, Mutti.
02:07Reden streng dich doch an.
02:09Ist ja schön, wenn sich die Söhne um ihre MĂŒtter kĂŒmmern.
02:11In den Schockraum.
02:12Unterbesserung.
02:13Bis spÀter.
02:17Entschuldigung.
02:17BespÀt, Oberschwester.
02:19Ich weiĂ, Sie sind unterbesetzt, aber so geht es nicht.
02:293, 1, 2, Moment.
02:35So, ist es besser.
02:37Vorsicht ist die Mutter des Glashauses.
02:391, 2, 3.
02:40Okay.
02:43Danke, Kollegen.
02:49Wann haben die Beschwerden angefangen?
02:50Akut gestern.
02:52Meine Mutter leidet seit fast 20 Jahren an Rheumatoide Arthritis.
02:56Sie hatte auch gerade einen Schub, daher auch das Fieber.
02:58Sie sagten vorhin ein stechender Schmerz hinter dem Brustbein.
03:02Wo genau?
03:02Wie etwa?
03:04Genau.
03:06Und wenn Sie husten oder tief einatmen, werden die Schmerzen da stÀrker?
03:11Ich rede ĂŒbrigens mit Ihrer Mutter.
03:13Ja, das hat Hans-Peter mich auch schon gefragt.
03:16Sie werden stÀrker.
03:17Vermuten Sie auch eine Pericarditis?
03:19Was ist das?
03:19Eine HerzbeutelentzĂŒndung.
03:21Hört sich gefÀhrlicher an, als es ist.
03:23Sind Sie Arzt?
03:24Ich habe mal vier Semester Medizin studiert.
03:27Also nicht mal ein halber Mediziner.
03:28Lassen Sie mich bitte meine Arbeit machen.
03:30Keine ReibegerÀusche.
03:32Wahrscheinlich keine Pericarditis, Mutti.
03:34Sehr gut.
03:35Wir machen Ultraschall.
03:36Und Sie warten jetzt bitte drauĂen.
03:38Ich lasse meine Mutter in einer solchen Situation nicht gerne alleine.
03:41Ich schaff das schon, Hans-Peter.
03:43Ihre Mutter ist bei uns in den besten HĂ€nden.
03:46Und wenn wir hier fertig sind, dann sag ich ihr Bescheid.
03:49Mein Sohn geht allen Ărzten auf die Nerven.
03:51Aber nur, weil er sich um mich sorgt.
03:53Ohne ihn hÀtte ich oft nicht gewusst, wie es weitergehen soll.
04:05Ich komme gleich.
04:16Endlich.
04:17Schön, dass du wieder da bist.
04:19Ich habe dich total vermisst.
04:21Hallo.
04:23Ist was?
04:25Was soll denn sein?
04:27Ich habe drei harte Tage hinter mir.
04:30Komm erst mal richtig an.
04:31Ich habe Kuchen gebacken.
04:33Möchtest du ein StĂŒck?
04:34Ich muss in die Klinik.
04:37Aber du bist doch gerade erst wiedergekommen.
04:40Ich habe noch einen Marktdienst.
04:44Du weiĂt doch, wie das ist.
04:46Dann wird jemand krank und dann...
04:47Ach Mann.
04:50Ich muss los.
04:51So spÀt ist es doch noch gar nicht.
04:54Ich war drei Tage nicht da.
04:56Da ist die Ăbergabe aufwendiger.
04:59Das weiĂt du doch.
05:00Bis morgen.
05:03Philipp?
05:05Ja?
05:09Ich liebe dich.
05:22Na, haben die SanitÀter sich vergessen?
05:25Nein, ich bin in Bereitschaft.
05:27Und lagen Sie mit Ihrer Diagnose richtig?
05:30Sie nehmen mich doch auch nicht fĂŒr voll.
05:33Ich bin es eben gewohnt, dass Ărzte Diagnosen stellen.
05:37Wenn alles gut gegangen wÀre,
05:39dann hÀtte ich jetzt auch so eine Jacke an
05:40oder so einen schönen weiĂen Kittel wie Ihr Kollege.
05:43Wenn Muttis Rheuma nicht gewesen wÀre,
05:45das Zeug dazu hÀtte ich gehabt.
05:48Sicher.
05:50So, es ist eine Pedicarditis.
05:52War auf dem Ultraschall deutlich zu erkennen.
05:55Wir werden das medikamentös wahrscheinlich in den Griff bekommen.
05:57Ihre Mutter muss nur noch ein paar Tage hier bleiben.
05:59NatĂŒrlich, ich...
06:01Es tut mir leid, dass ich...
06:03Ich halte mich mal wieder ĂŒbers Ziel hinaus.
06:06Vergaloppiert, fĂŒrchte ich.
06:10Mutti!
06:11Geht es dir?
06:13Ein bisschen besser.
06:15Die sind dir sehr nett.
06:23Komischer Kauz.
06:25Mhm.
06:27Na, welche neuen Erkenntnisse haben Sie uns denn vom Kongress mitgebracht?
06:31Einige.
06:35So genau wollte ich es gar nicht wissen.
06:38Bin gerade erst angekommen.
06:39Deshalb frage ich ja, da sind die EindrĂŒcke noch frisch.
06:41Bei so viel Begeisterung hÀtten Sie sich den Kongress allerdings sparen können.
06:45Das haben Sie zum GlĂŒck nicht zu entscheiden.
06:47Was machst du denn hier?
06:48Ich bin Arzt, schon vergessen?
06:50Ich dachte nur, dass du nach dem Kongress frei hast.
06:52Ah, so hat sich so auf dich gefreut.
06:54Dr. Brantano, ich wollte mich noch bei Ihnen bedanken,
06:56dass Sie den Nachtdienst mit mir getauscht haben.
06:57Das wÀre schon die zweite Doppelschicht gewesen in dieser Woche.
07:00TschĂŒss.
07:01FĂ€ngt der Nachtdienst nicht erst in zwei Stunden an?
07:04Da will wohl jemand nicht nach Hause.
07:06Geschenkt.
07:12Ich mach das schon.
07:19Wir haben noch ein zweites GieĂen im Schrank.
07:22Das werde ich brauchen.
07:27Da fehlt der Bezug.
07:29Den bringe ich gleich.
07:34Was machen Sie denn da?
07:35Wenn es um Mutti geht, ĂŒberlasse ich nichts dem Zufall.
07:39Er meint das nicht so.
07:42Ich mach das schon seit ein paar Jahren.
07:46Und?
07:47Alles in Ordnung.
07:49Danke.
07:50Wenn Sie noch etwas brauchen, klingeln Sie einfach.
07:52Ich bin sowieso noch eine Weile da.
07:55Den Bezug nicht vergessen.
07:56Hans-Peter.
07:58Schwester, nichts fĂŒr Ungut.
08:13Wieso bist du nicht zu Hause?
08:16Philipp, was ist los?
08:18Echt?
08:19Hör mal.
08:21Valentin wartet unten im Auto.
08:22Also.
08:26Asu freut sich riesig, dass du endlich wieder zurĂŒck bist.
08:28Und du machst freiwillig Nachtdienst?
08:30Gehst du eh aus dem Weg?
08:33Gut, wie du willst.
08:36Noah.
08:38War auch da.
08:41Die Famulantin?
08:44Sie ist jetzt wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Freiburg und hat diesen Kongress mit vorbereitet.
08:49Und ihr...
08:50Philipp, du bist ein Idiot.
08:53Wir waren zusammen auf einem Bankett.
08:57Wir haben getanzt und dann...
09:01Ich konnte nicht anders.
09:04Ich muss es auch so sagen.
09:06Ăberleg dir gut, was du aufs Spiel setzt.
09:08Elena.
09:09Ich bin verliebt.
09:10Wenn mir Nora egal wĂ€re, könnte sie es vielleicht fĂŒr mich behalten, aber...
09:15Aber so?
09:24Willst du dich etwa von Asu trennen?
09:26Nein.
09:29Ich weiĂ nicht.
09:30Keine Ahnung.
09:32Ich weiĂ nur, ich kann nicht so weitermachen.
09:33Als ob nichts wÀre.
09:36Schwester Yvonne muss morgen schon wieder eine Doppelschicht machen.
09:39Wie lange brauchst du noch?
09:40Guten Abend.
09:42Guten Abend.
09:43Herr Brenner?
09:43Schwester Yvonne hat versprochen, einen Kissenbezug vorbeizubringen.
09:46Ja, der liegt da.
09:48Entschuldigung, aber wir haben im Augenblick einfach zu wenig Personal.
09:51Ich werde mit Frau Markert reden.
09:55Ach, könnte ich eine Tasse haben?
09:56Kaffee?
09:57Ja, gerne.
09:58Wenn Sie sich das antun wollen, der ist von heute Nachmittag.
10:00Danke.
10:00Gernot, fÀhrst du schon mal vor?
10:04Na gut.
10:07Wiedersehen.
10:07Wiedersehen.
10:10Ich liebe diesen bitteren, etwas abgestangenen Kaffee, den es vermutlich in allen Schwesternzimmern
10:15dieser Welt gibt.
10:18Bitter wie die Nacht.
10:19Es heiĂt schwarz wie die Nacht.
10:21NatĂŒrlich.
10:22Was habe ich gesagt?
10:23Ach, nicht wichtig.
10:24Was machen Sie eigentlich beruflich?
10:25Sind Sie Pfleger?
10:26Volltreffer.
10:26Und wo?
10:27Ăberall.
10:28In den letzten zwölf Jahren war ich an acht HÀusern.
10:31Aber nicht, dass Sie glauben, ich wĂ€re ĂŒberall rausgeflogen.
10:34Ich bin immer freiwillig gegangen.
10:36Vermutlich, weil Sie sich mit den ChefÀrzten angelegt haben.
10:39Nein.
10:40Wegen Muttis Rheuma.
10:41Bei ihr sind fast alle Gelenke betroffen.
10:43Und wenn sie dann noch einen Schub hat, Sie wissen doch, wie das ist.
10:46Und wegen Ihrer Mutter haben Sie jedes Mal gekĂŒndigt?
10:49Sie kann sich doch dann nicht selbst versorgen.
10:51Was soll ich denn machen?
10:51Ich habe immer schnell wieder eine neue Stelle bekommen.
10:55In letzter Zeit allerdings nicht.
10:57Na ja, mobile Pflegedienste suchen immer Personal.
10:59Ich gehöre an ein Krankenhaus.
11:01Ich muss die Luft der Medizin schnuppern.
11:03Mir wÀre der Waldluft manchmal lieber.
11:09Bei uns wÀre gerade eine Stelle frei.
11:12Danke.
11:13Vor zwei Wochen hĂ€tte ich Sie dafĂŒr unarmt.
11:15Aber im Augenblick, Sie sehen ja, wie es meiner Mutter geht.
11:19Wenn Sie es sich noch ĂŒberlegen wollen, dritter Stock, Frau Marquardt.
11:21Das kann ich Mutti nicht antun.
11:34Guten Morgen, Mutti.
11:36Morgen.
11:40Danke.
11:40Vielen Dank, aber ich wasche meine Mutter.
11:45Warum lÀsst die Schwester Eva nicht ihre Arbeit machen?
11:47Sie hat doch genug zu tun.
11:49So viel, dass sie die HĂ€lfte vergisst.
11:51Bitte?
11:52Ja, auf den Kopfkissenbezug wĂŒrde meine Mutter jetzt noch warten,
11:55wenn ich ihn nicht selbst geholt hÀtte.
11:57Entschuldigung.
11:58Das ist doch nur eine Kleinigkeit.
12:00In einer Klinik sind auch Kleinigkeiten von existenzieller Wichtigkeit.
12:04Jedenfalls, bevor das hier in Schlamperei ausartet,
12:07mache ich das lieber selbst.
12:08Bitte?
12:10Ganz wie Sie wollen.
12:14Reicht es?
12:18So machst du dir keine Freunde.
12:22Und in Anbetracht dessen, dass die hier an der Klinik eine Stelle frei haben,
12:26ich kriege auch was mit.
12:28Solange du so krank bist, kommt das sowieso nicht in Frage.
12:31Vielleicht, wenn wir diesen Schub und die HerzbeutelentzĂŒndung hinter uns haben.
12:35Hans-Peter, du wirst auch nicht jĂŒnger.
12:41Herr Brenner, Sie warten bitte in der Cafeteria.
12:45Ich gebe Ihnen nach der Untersuchung Bescheid.
12:47Verstehe.
12:47Ist klar.
12:55Wie war die Nacht?
12:58Es tut furchtbar weh.
13:00Die Gelenke?
13:01Ja.
13:02Schlimmer als gestern.
13:04Luft kriege ich auch immer schwerer.
13:06Wir machen noch einen Ultraschall und sehen uns Ihr Herz genauer an.
13:14Morgen.
13:18Warum bist du nicht einfach zu mir ins Bett gekommen?
13:20Ich wollte dich nicht wecken.
13:21Vielleicht wÀre ich gerne von dir geweckt worden.
13:25Haben wir nicht einfach rĂŒber?
13:28Nicht.
13:29Du musst doch gleich zum Dienst.
13:32Wirklich?
13:32AuĂerdem bin ich zu mĂŒde.
13:33Aber wir haben noch ein paar Minuten.
13:37Wirklich?
13:42Ich muss da ins Bett.
13:43Sag ich doch.
13:46Alleine.
13:53Wollen wir nicht wenigstens einen Kaffee miteinander trinken?
13:58Ist alles in Ordnung?
14:03Klar.
14:06Schlaf gut.
14:13Zu mir war Herr Brenner bisher immer sehr nett.
14:16Ich habe ihn nicht provoziert.
14:18Habe ich auch gar nicht gesagt.
14:19Hörte sich aber fast so an.
14:21Bringen Sie die Probe ins Labor?
14:23Mache ich.
14:23Herr Brenner ist wegen seiner Mutter etwas angespannt.
14:27Ich denke, er gehört zu den Menschen, die sich hilflos fĂŒhlen, wenn sie nur daneben stehen können.
14:33Aber davon mal abgesehen, die wollen der hinterste Arbeit ab.
14:36Bevor ich wirklich nicht scharf bin.
14:38Er ist ein eifriger und fleiĂiger Mensch. Positive Eigenschaften.
14:43Und wenn man diesen Eifer jetzt in die richtigen Bahnen lenken wĂŒrde...
14:47Wohl nicht etwa vor...
14:48Warum nicht?
14:50Morgen.
14:51Morgen.
14:52Frau Brenner bekommt von jetzt an dreimal tÀtig Tetrakombin.
14:55Es hat ihren Peppicaterguss gebildet.
14:58Ich hoffe, wir kommen um eine OP herum.
15:00Sie möchte ĂŒbrigens nicht, dass ihr Sohn von ihrem schlechten Zustand erfĂ€hrt.
15:07Wie soll ich denn aufgrund dieses OP-Berichts eine Abrechnung machen?
15:11Erstens, das Datum fehlt.
15:13Haben Sie wirklich keine anderen Probleme?
15:15Doch. Bei Position 2 und 3 sind die SchlĂŒsselnummern falsch.
15:19Ja.
15:21Guten Tag, Frau Marquardt.
15:22Ich habe gehört, dass die Klinik einen examinierten Krankenpfleger sucht.
15:26Da habe ich gedacht, dass ich die Gelegenheit beim Schopfe ziehen sollte.
15:29Schopfe packen.
15:30Ach, Dr. Stein. Guten Tag.
15:32Hallo.
15:32Das ist Herr Brenner, der Sohn einer Patientin.
15:36Ich möchte mich bewerben.
15:37Schriftlich, bitte.
15:38Das habe ich mir gedacht.
15:42Bitte sehr.
15:43Nun mal nicht so schnell mit den jungen Hunden.
15:45Pferden.
15:46Stimmt. Wir sind fertig, oder?
15:48Morgen frĂŒh, Herr Dr. Stein.
15:53Wer hat denn was von Hinsetzen gesagt?
15:55Naja, ist auch schon egal.
15:59Ich habe ja schon in vielen Kliniken gearbeitet.
16:02Aber eine so junge und attraktive Verwaltungschefin ist mir ja noch nie begegnet, wenn ich das mal so sagen darf.
16:09Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
16:10Nein, ich, natĂŒrlich nicht.
16:14Ehrlich.
16:15Gut, dann nehme ich das mal als Kompliment.
16:17Das sollte es auch sein.
16:19Die Arbeitslosigkeiten zwischendurch. Ich musste meine kranke Mutter pflegen.
16:23Nicht gerade ein Pluspunkt. Und das abgebrochene Medizinstudium?
16:27Bestandenes Physikum. Sie sehen, ich bin qualifiziert.
16:31Ăberqualifiziert, wĂŒrde ich sagen.
16:32Verstehe. Die dummen Bauern ernten die Kartoffeln.
16:37Lassen Sie es mal hier. Ich kann Ihnen zwar nichts versprechen, aber ich will sehen, was ich fĂŒr Sie tun
16:41kann.
16:49Haben Sie momentan ein hormonelles Problem?
16:51Reden Sie mit mir.
16:55Da sich hier zur Zeit keine andere Frau befindet und dieses Problem der weiblichen Natur geschuldet ist, meine ich wohl
17:01Sie.
17:02Sie haben also nicht mal eine Ausrede dafĂŒr, dass sich die Patienten ĂŒber Sie beschweren.
17:05Um wen geht es?
17:06Offenbar um mich.
17:07Frau Niemeyer.
17:08Diese blöde Ziege.
17:09Ist meine Patientin.
17:10Sie sind aber kein Spitzenrestaurant.
17:12Vegetarisches Essen sollte auch fĂŒr die Sachsenklinik kein Problem sein.
17:15Wenn Frau Niemeyer rechtzeitig Bescheid gesagt hÀtte, nicht.
17:18Ach, und deswegen bekommt sie jetzt gar nichts zu essen. Eine seltsame Logik.
17:22Der ich nicht bereit bin zu folgen.
17:23Ich werde mich darum kĂŒmmern.
17:24Ein sehr guter Vorschlag.
17:25Wenn ich auch einen machen dĂŒrfte, lassen Sie Ihre privaten Probleme zu Hause.
17:29In diesem Zustand sind Sie fĂŒr ein Krankenhaus umtragbar.
17:33Du bist aber auch wirklich mies drauf.
17:41ScheiĂe.
17:43Irgendwas stimmt mit Philipp nicht.
17:45Vielleicht war er gestern Abend einfach nur ein bisschen mĂŒde.
17:47Ich hatte ja auch noch Nachtdienst.
17:49Da sinkt die Laune sowieso bis auf den Nullpunkt.
17:51Und dann hat die Ehefrau auch noch Erwartungen.
17:53Hey!
17:55Manchmal passt es einfach nicht.
17:57Das hat doch nichts zu sagen.
17:59Also?
17:59Dann findet die groĂe Wiedersehensfeier eben heute Abend statt.
18:06Kreisen, kreisen, kreisen.
18:08Ach komm Mutti, noch einmal.
18:09Gleich hast du es hinter dir.
18:11Und kreisen, kreisen.
18:15Entschuldigung, aber du bekommst doch immer noch nicht richtig Luft.
18:18Soll ich mal mit Dr. Heilmann reden?
18:20Ich habe Schmerzen in den Ellenbogen.
18:22Da kann auch der Doktor nichts machen.
18:25Was ist jetzt mit dem Vorschlag von der Oberschwester?
18:29Hast du darĂŒber nachgedacht?
18:32Ja.
18:33Und?
18:33Jetzt lass dir doch nicht jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen.
18:37Jetzt zieh deine Mutter an.
18:40Ich war vorhin in der Verwaltung und habe meine Bewerbungsunterlagen abgegeben.
18:45Ist doch gut.
18:46Kam schon eine Reaktion?
18:49Naja.
18:49Ich meine, so schnell werden die sich ja nicht entscheiden, aber...
18:52Frau Marquardt hat genauso reagiert wie die anderen in der letzten Zeit.
18:56Die wissen eben nicht, wie gut du bist.
18:59Ich kann mir jedenfalls keinen besseren Pfleger vorstellen.
19:04Habe ich mir eine Mittagspause gekauft.
19:07Aber heute Abend?
19:08Und?
19:09Wie findest du es?
19:10Klasse, sowas solltest du hÀufiger tragen.
19:13Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Schwester auch so verheiratet ist?
19:17Entschuldigung.
19:18Wer von Ihnen beiden macht die Ăbergabe?
19:20Ich.
19:20Der Patient mit der Unterschenkelfraktur bekommt noch Fiebermolen.
19:24Kurz vorm Schlafen.
19:25Wie weit bist du?
19:26Meinetwegen können wir los.
19:29Modenschau?
19:29Das ist ja sehr schick.
19:31Dr. Brentan ist wirklich zu beneiden.
19:34Lass das bloĂ nicht, Pia.
19:36Dein Pfiff hat man auf der ganzen Station gehört.
19:39Viele Wut-Augen machen.
19:41Der Abend wird wunderschön.
19:42Keine Zeit.
19:47Ich bin total nervös.
20:05Ich bleibe bei Wasser. Ich habe Hintergrunddienst. Sag mal die Muscheln. Sind die wirklich frisch?
20:12Lass das bloĂ, Charlotte, nicht hören.
20:15Der Brenner hat sich heute bei Sarah Marquardt vorgestellt.
20:18Wer?
20:19Hans-Peter Brenner.
20:21Der Sohn der Perikarditis-Patientin.
20:24Mitte 40, etwas schulig, aber offenbar sehr versiert.
20:28Ein abgebrochener Mediziner.
20:29Na und?
20:30Wie qualifiziert er, desto besser?
20:33AuĂerdem, ein Mann in gesetztem Alter?
20:36Das ist doch bestimmt eine Bereicherung fĂŒr unser Pflegepersonal, oder?
20:38Er ist nicht dein Typ.
20:40Isst du mal deine Muscheln?
20:41Na, den Job kriegt er sowieso nicht.
20:43Die Marquardt setzt doch keinen examinierten Pfleger auf Sebastians Stelle.
20:46Wenn sie ihn zum gleichen Preis kriegen kann? Warum nicht?
20:49Kriegt sie aber nicht.
20:50Ihr kennt doch die Marquardt. Die verhandelt wie auf dem tĂŒrkischen Bazar.
20:54Was macht man dann, wenn man einen Teppich haben, aber nicht viel dafĂŒr zahlen will?
20:57Ich war noch nicht im Orient.
20:59Man redet ihn schlecht.
21:01Sie wird ihm so lange seine UnzulÀnglichkeiten vorhalten, bis er froh ist, dass er aber auch noch einen Job bekommt.
21:06Da wird so ein abgebrochenes Medizinstudium gleich mal zum Makel und er ist sein Alter.
21:10Vielleicht hÀttest du OP-Managerin bleiben sollen.
21:13Du hast ja dieses Denken noch voll drauf.
21:16Unsere Freundschaft wÀre ruiniert.
21:19Halma?
21:20Ja, Oberschwester, ich komme.
21:23Ihr könnt euch meine Muscheln teilen.
21:25Oh.
21:26Danke.
21:31Schick mal rĂŒber diesen Gut.
21:34Kannst du alle haben.
21:38Frau Brenner hat stark gesperrt zu der Atemnot.
21:40SauerstoffsÀttigung?
21:4288 Prozent.
21:43Das ist nicht dramatisch.
21:44Können Sie nicht was fĂŒr meinen Hans-Peter tun?
21:49Atmen Sie bitte ruhig und gleichmĂ€Ăig.
21:51Unsere Verwaltungsdirektorin lÀsst sich im Personalfrang leider nicht reinreden.
21:55Von mir auch nicht, da hat die Oberschwester recht.
21:58Der Perikarderguss hat sich vergröĂert.
22:00Es ist so, wenn der Erguss sich nicht zurĂŒckbildet, mĂŒssen wir punktieren.
22:04Das ist doch eine schwere Operation.
22:06Nein, wir gehen mit einer Nadel in den Herzbeutel und saugen die FlĂŒssigkeit ab.
22:09Die Oberschwester gibt Ihnen noch was gegen die Schmerzen.
22:14Wir sehen uns morgen frĂŒh.
22:20Mein Hans-Peter dreht sich seit Jahren alles um mich.
22:26Und jetzt steht er vor dem Nichts.
22:29Keine Arbeit, keine Perspektive.
22:32Ihr Sohn findet bestimmt etwas.
22:39Philipp?
22:46Philipp?
22:50Hallo.
22:52Ich hatte gehofft, du kochst was.
22:54Und eingekauft hast wahrscheinlich auch nicht.
22:56Macht nichts, gehen wir was essen.
22:58Wir haben nÀmlich was zu feiern.
23:01Eigentlich wollte ich es dir gestern schon zeigen.
23:06Nora war auf dem Kongress.
23:07Und?
23:15Du hast.
23:17Wir mĂŒssen vernĂŒnftig darĂŒber reden.
23:20Renn jetzt bitte nicht weg.
23:22Wir können das Thema nicht totschweigen.
23:24Sch organised.
23:29Wir kommen die Zeit.
23:31Mach die TĂŒr auf.
23:36CheckŃŃ,biliam.
23:43Mach die TĂŒr.
23:44ë mussredein.
23:46Mach sich das Tage.
23:47Mach die TĂŒr auf.
23:50Mach die TĂŒr auf.
23:51Mach die TĂŒr auf.
23:53Mach die TĂŒr auf!
24:08Herr Brenner.
24:10Guten Morgen.
24:12Wie schaffen Sie es jeden Tag aufs Neue so elegant auszusehen?
24:15Das ist eine meiner leichtesten Ăbungen.
24:18Ich habe mir das mit Ihrer Bewerbung noch mal durch den Kopf gehen lassen.
24:21Wir kommen nicht zusammen.
24:22Es ist vor allem eine finanzielle Frage.
24:23Eigentlich kann ich die freie Stelle nur mit einem Hilfspfleger besetzen.
24:27Sie wollen, dass ich fĂŒr weniger Geld arbeite.
24:30Ich kann mir vorstellen, dass das fĂŒr Sie nicht in Frage kommt bei Ihrer Qualifikation.
24:33Eigentlich nicht.
24:34Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass es fĂŒr Sie schwer wird, etwas AdĂ€quates zu finden.
24:43Na dann wĂŒnsche ich Ihnen alles Gute.
24:58Sie sind wirklich ein harter Brocken.
25:00Was haben Sie gesagt?
25:02Sie wissen, wie man pokert.
25:06Dr. Heimann kommt sofort.
25:09Ich habe die Stelle.
25:11NĂ€chste Woche fange ich hier an.
25:13GlĂŒckwunsch.
25:14Ich habe ein paar Wagen.
25:15Mit Sie.
25:18Wir brauchen einen Arzt.
25:20Triff mich nicht ab.
25:22Es hat sich wahrscheinlich ein Perikaderguss gebildet.
25:24Es muss eine sofortige Entlastungsfraktion durchgefĂŒhrt werden.
25:27Entschuldigung.
25:29Wir mĂŒssen pompieren.
25:31Bereiten Sie Frau Brenner wĂŒrde fĂŒr den Eingriff vor.
25:34Es wird alles wieder gut.
25:38Ich hĂ€tte Sie nicht alleine lassen dĂŒrfen.
25:41Sie verlÀsst sich doch auf mich.
25:42HÀtte Ihre Anwesenheit irgendwas geÀndert?
25:45Herr Brenner.
26:00Seit wann weiĂt du denn, dass du schwanger bist?
26:04Seit vorgestern.
26:05Ich habe das schon geahnt.
26:07So oft wie dir in der letzten Zeit ĂŒbel war.
26:13Warum hat er sich in diese Nora verliebt?
26:18Wir waren doch glĂŒcklich.
26:19Dachte ich jedenfalls.
26:22Aber das war wohl ein HĂŒtter.
26:24Ich weiĂ, dass einem sowas den Boden unter den FĂŒĂen wegzieht.
26:27Aber es gibt kein Aber.
26:33Chirurgische Station Schwester Yvonne.
26:36Hallo, Dr. Brentano.
26:38Nein.
26:39Also ist nicht hier.
26:41Ja, irgendwo auf der Station.
26:44Sage ich ihr.
26:44Wiedersehen.
26:47Kannst nicht ewig vor ihm weggrennen.
26:49Rede mit ihm.
26:50Wozu?
26:54Du musst ihm doch die Chance geben,
26:55zu erklÀren, was da passiert.
26:57Was soll er mir denn erklÀren?
27:13Herr Brenner.
27:16Ich komme gleich zu Ihnen raus.
27:17Wie ist es gelaufen?
27:19Sehr gut.
27:20Es geht Ihrer Mutter schon viel besser.
27:21Sie hat auch die Narkose gut ĂŒberstanden.
27:24Mutti.
27:26Ihre Mutter braucht jetzt viel Ruhe.
27:28Herr Brenner, bitte.
27:29Kommen Sie.
27:54Du hast jedes Recht der Welt sauer auf mich zu sein, aber lass uns bitte miteinander reden.
27:58Du wiederholst dich.
27:59Das hÀtte dir genauso passieren können.
28:01Liebst du mich noch?
28:02Ja, natĂŒrlich.
28:02Aber sie liebst du auch?
28:04Ja.
28:07Irgendwie schon.
28:11Ich werde, dass du ausziehst.
28:12Heute noch.
28:18Der Professor hÀtte gerne einen Termin mit Ihnen und der Oberschwester wegen der freien Stelle im Pflegedienst.
28:24Macht die Oberschwester den Professor Druck, hm?
28:26Dabei ist doch alles lÀngst geregelt.
28:28Ich habe genau den richtigen Mann fĂŒr uns gefunden.
28:31Aha.
28:31Das können Sie Professor Simoni gleich mitgeben.
28:33Danke.
28:35Oh, das flieĂt sich aber gut.
28:40Ja, in Personalangelegenheiten ist es irgendwie im richtigen Leben.
28:43Man muss Geduld haben und abwarten können.
28:45Dann kommt schon der Richtige.
28:46Ja, aber wie wir beide wissen, kann es dafĂŒr auf einmal zu spĂ€t sein und man bekommt gar keinen mehr
28:51ab.
28:51Naja, da habe ich ja wohl noch etwas mehr Zeit als Sie.
28:54Entschuldigung, ich muss mit Ihnen reden.
28:56Das trifft sich ja gut.
28:57Frau Gregolai, darf ich Ihnen vorstellen, das ist Herr Brenner, unser neuer Mitarbeiter.
29:00Freut mich.
29:03Ich kann die Stelle nicht annehmen.
29:05Darf ich?
29:05Vielleicht komme ich spĂ€ter auf Ihr Angebot zurĂŒck.
29:08Auf Wiedersehen.
29:09Wie spÀter?
29:10Wenn Sie jetzt weggehen, dann brauchen Sie nicht wiederzukommen.
29:16Herr Brenner?
29:18Herr Brenner?
29:22Das ist ja wohl nicht zu fassen.
29:24Tja, also, wie gesagt, der Chef hÀtte gerne einen Termin.
29:28Wie wÀre es denn mit morgen vormittag?
29:32Was hast du erwartet?
29:34Dass Arno das versteht?
29:35Ich konnte sie nicht belĂŒgen.
29:37Du hÀttest sagen können, dass das mit Nora vorbei ist.
29:39Ja, aber das ist ja auch nicht die Wahrheit.
29:43WeiĂt du eigentlich, was du willst?
29:46Eine Ărztin auf dem Kongress?
29:49In ein paar Tagen hat das hier sowieso die Runde gemacht.
29:53Wir reden spÀter weiter.
29:57Tissue Engineering war doch das Thema des Kongresses.
30:00Und das Spezialgebiet unserer kleinen Formulantin.
30:02Sie heiĂt Nora Steffens.
30:04Tja, da denkt man, man ist glĂŒcklich und plötzlich steht die Versuchung vor einem.
30:11Emotionale Treue auf Lebenszeit ist eine LĂŒge.
30:13Und was sagt uns das?
30:15Sie mĂŒssen trotz allem PrioritĂ€ten setzen, Philipp.
30:21Dazu bin ich momentan nicht in der Lage.
30:26Sie hat mich rausgeschmissen.
30:28Ich dachte immer, Sie beide fĂŒhren eine Musterehe.
30:31Haben Sie sich wohl geehrt?
30:32Hören Sie jetzt bitte auf den Rat eines weisen Mannes.
30:36KĂ€mpfen Sie um Ihre Beziehung.
30:38Machen Sie nicht denselben Fehler.
30:43Wie andere.
30:50Und bleiben Sie bitte nicht zu lange.
30:53Du siehst ja wieder richtig gut aus.
30:56Weil du die Stelle bekommen hast.
30:58Darum.
31:00Diesmal wirst du nicht alles hinschmeiĂen, auch wenn es mir wieder mal schlechter geht.
31:04Dann holen wir einen mobilen Pflegedienst.
31:06Im Endeffekt ist das auch billiger.
31:09Was ist denn los?
31:11Das mĂŒssen Sie beide untereinander klĂ€ren.
31:15Du hast die Stelle doch.
31:17Oder?
31:18Ich habe abgelehnt.
31:19Du brauchst mich doch jetzt.
31:21Wie soll denn das gehen, wenn du aus dem Krankenhaus entlassen wirst?
31:23Bei anderen funktioniert es doch auch.
31:25Die schieben ihre Eltern auch in ein Pflegereim ab.
31:31Geben Sie her.
31:31Ich mache das schon.
31:34Ich möchte, dass die Krankenschwester das macht.
31:36Ich bin eine Patientin wie jeder andere auch.
31:41Geh bitte.
31:47Deine Jacke.
32:10Hörst du mir einen Moment zu?
32:12Bitte.
32:22Nora ist mir seit diesem Kuss nicht mehr aus dem Kopf gegangen.
32:25Und als ich sie auf dem Kongress wieder getroffen habe, da...
32:27Wozu erzÀhlst du mir das?
32:29Weil ich mit dir zusammen sein will.
32:32Ich verstehe das alles nicht.
32:34Ich dachte, wir wĂ€ren glĂŒcklich.
32:38Das stimmt ja auch.
32:40Dass man sich in jemanden verliebt.
32:43Obwohl man in einer glĂŒcklichen Beziehung lebt.
32:45Das kann passieren.
32:48Jedem.
32:49Wir mĂŒssen uns die Wahrheit sagen.
32:51Und sie auch aushalten können, wenn wir zusammenbleiben wollen.
32:54Es wÀre mir lieber gewesen, du hÀttest zu viel getrunken und kannst dich an nichts mehr erinnern.
32:57Asu, ich liebe dich.
33:03Ich hoffe, du kannst mir verzeihen.
33:05Ich wollte dich nicht verletzen.
33:08Mir ist alles taub.
33:09Ich fĂŒhle nichts mehr.
33:12Soll ich wirklich auszupfen?
33:19Nein.
33:25Darf ich reinkommen?
33:28Ich lasse mich nicht so einfach wegschicken.
33:30Wir mĂŒssen das jetzt klĂ€ren.
33:33Ich will doch nur, dass es dir gut geht.
33:35Was muss denn noch passieren, damit du dein eigenes Leben lebst?
33:39Muss ich erst sterben?
33:41Nein.
33:41Begreifst du eigentlich nicht, dass du gerade deine letzte Chance verspielst, eine gute Stelle zu bekommen?
33:47Daran möchte ich nicht, Schulz.
33:49Mutti.
33:53Mutti, ganz ruhig durchatmen.
33:55Ganz ruhig.
33:56Was ist passiert?
33:57Sie braucht Sauerstoff.
33:58Na, machen Sie schon!
34:00Ich hole einen Arzt.
34:01Ich bin gleich zurĂŒck.
34:03Frau Brenner?
34:06Sie sagen sich doch nach Heimann Bescheid.
34:08Er muss sofort kommen.
34:09Eine Herzbeutel-Tamponade.
34:12Was machen Sie denn da?
34:14Ich brauche Lack und Mehl.
34:15Sie können sich das doch nicht einfach nehmen.
34:17Wir brauchen eine Reanimationswahl.
34:18Herr Brenner!
34:28Ihre Mutter hat kaum noch Pulsen.
34:31HerzstĂŒckstand.
34:32Hier, ziehen Sie acht Milliliter davon auf.
34:33Sind Sie sicher?
34:35Los!
34:36Meine Mutter hat keine Zeit mehr.
34:39Mutti, komm schon.
34:40Komm schon!
34:41Was ist das?
34:42Lackonil, acht Milliliter.
34:47Ich ĂŒbernehme.
34:49Nein!
34:50Du schaffst es!
34:51Du schaffst es!
34:53Los!
34:55Sinus-Rhythmus!
34:59Oberschwester, sagen Sie mit dem OP Bescheid, dass wir mit einer Herzbeutel-Tamponade kommen.
35:08Er hat seiner Mutter das Leben gerettet, das muss man mal sagen.
35:12Der Perikaterguss ist ziemlich groĂ.
35:14Sieht nicht gut aus.
35:15Wir mĂŒssen den Herzbeutel fenstern, sonst fĂŒllt sich das immer wieder.
35:19Wie geht's ihr?
35:20Sie ist stabil.
35:22Wir haben's gleich.
35:23Woher kommt das Blut?
35:24Wahrscheinlich eine Interkostalarterie.
35:27Saugen, ich seh nichts.
35:29Sie wird Radikat.
35:30Wir mĂŒssen auch machen.
35:32Licht!
35:35Hast du genug Konserven?
35:37Lassen Sie noch drei Konserven nachkreuzen.
35:40Sie fÀllt weiter in Druck.
35:42Beeilt euch, sonst bleibt sie uns auf dem Tisch.
36:03Hi.
36:05Stehst du schon lange da?
36:06Eine Minute.
36:07Ich geh schnell unter die Dusche, okay?
36:11Ich bin froh, dass meine Koffer nicht doch an der TĂŒr stehen.
36:16Philipp?
36:17Ich.
36:18Was hÀltst du davon, wenn wir tanzen gehen?
36:20Klar, gute Idee.
36:23Philipp.
36:25Der war heute in der Post.
36:28Ich.
36:30Entschuldige.
36:38Jetzt waren ihr, oder?
36:43Sie will nach Leipzig ziehen.
36:49Und jetzt?
37:04Ich werde ihr klar machen, dass sie sich den Umzug sparen kann.
37:18Das dauert schon viel zu lange.
37:20Soll ich Ihnen ein Tee machen?
37:21Eine operative Fensterung des Herzbeutels.
37:24Minimalinvasiv.
37:25Eine Stunde maximal.
37:26Was ist da passiert?
37:29Ich.
37:29Bitte.
37:31Meinetwegen.
37:33Hat es Komplikationen gegeben?
37:35Sie hat viel Blut verloren.
37:37Wir mussten offen operieren.
37:38Aber der Eingriff war erfolgreich.
37:40Sie liegt jetzt auf der ETS.
37:41Im Moment können Sie nicht zu ihr.
37:43Kann ich Sie wenigstens sehen?
37:45Klar.
37:47Kommen Sie.
37:59Sie wissen, dass Sie nicht reingehen dĂŒrfen.
38:03Ich bin deinem Schwesternzimmer.
38:05Sie will nicht mehr, dass ich Sie pflege.
38:07Was ist falsch daran, wenn ein Sohn sich um seine Mutter kĂŒmmert?
38:11Sollte doch selbstverstÀndlich sein in dieser Welt.
38:13Ihre Mutter will nur, dass es Ihnen gut geht.
38:15Mir geht es doch gut.
38:17Ich habe eine Aufgabe.
38:19Und sie weiĂ, was in Ihnen steckt.
38:21Ich glaube, sie fĂŒhlt sich dafĂŒr verantwortlich, dass Sie nichts draus machen.
38:27Und deshalb brennt er seine zusĂ€tzliche Belastung fĂŒr Ihre Mutter.
38:30Sie meine, ich hÀtte Arzt werden sollen.
38:32Mit eigener Praxis.
38:34Einer Frau, einem Hund, Kindern.
38:36Und dafĂŒr Mutti einem Heim- oder Pflegedienst ĂŒberlassen sollen.
38:41Ja, es geht mich auch einig, kann ich sagen.
38:44Mutti hat nie irgendetwas verlangt.
38:45Also muss sie sich auch nicht schuldig fĂŒhlen.
38:48Mein Leben, meine Verantwortung.
38:49Eine Mutter ist immer verantwortlich fĂŒr ihren Sohn.
38:52Und ein Sohn fĂŒr seine Mutter.
39:08Paul hat sich scheiden lassen.
39:10Paul?
39:12Mein Bruder.
39:14Dein Bruder?
39:17Ich weiĂ, der als Tierpfleger in Berlin arbeitet.
39:21Manchmal hörst du mir also doch zu.
39:23Jahrelang ist Funkstille und plötzlich habe ich einen fĂŒnfseitigen Brief im Kasten.
39:27Meiner Schwiegerin habe ich mich sowieso nie verstanden.
39:29Der ganze Streit.
39:30Entschuldige.
39:42Kommen Sie rein.
39:44Ihre Mutter hat die Nacht gut ĂŒberstanden.
39:46Die EntzĂŒndungswerte sind zurĂŒckgegangen.
39:48Die Perikarditis klingt langsam ab.
39:50So wie es aussieht, ist sie bald wieder auf den Beinen.
39:52Da bist du dem Tod ja nochmal vom Besen gesprungen.
39:55Du hast mir das Leben gerettet.
39:57Schade, dass Sie sich gegen die Stelle in unserer Klinik entschieden haben.
40:01Obwohl das uns bestimmt viel Ărger erspart.
40:04Vielleicht war es wirklich ein Fehler.
40:06Nicht vielleicht.
40:08Ich glaube, da ist nichts mehr zu machen.
40:10Unsere Verwaltungsstattung regt sich schnell auf, aber auch schnell wieder ab.
40:13Ich habe schon mal vorgefĂŒhlt.
40:15Wenn Sie sich ein bisschen MĂŒhe geben.
40:17Darauf wartest du noch.
40:18Bist du sicher?
40:19Wovon reden wir die ganze Zeit?
40:24Viel GlĂŒck.
40:26Hans-Peter.
40:29Danke.
40:33Also wenn Hans-Peter die Stelle wirklich bekommt,
40:36Sie werden das nicht bereuen.
40:38Wollen wir es mal hoffen.
40:44Das wird an meiner Entscheidung auch nichts Àndern.
40:47Ich meine es wirklich ernst, Nora.
40:51Asu ist schwanger.
40:52Verstehst du?
40:53Es tut mir leid.
40:58Nein.
41:00Auch das nicht.
41:01Mach's gut.
41:08Sie hat mich angerufen.
41:11Schon gut.
41:13Nicht.
41:18Wenigstens ist jetzt alles geklÀrt.
41:22Nora ist keine Frau, die einfach so aufkippt.
41:24Also ich liebe dich.
41:28Bist du dir sicher?
41:29Ja.
41:31Und wenn ich nicht schwanger wÀre,
41:32wie hÀttest du dich dann entschieden?
41:35Genauso.
41:40Philipp.
41:51Es ist aus.
42:03Ja?
42:04Guten Morgen.
42:06Ich möchte doch an der Sachsen-Klinik als Pfleger anfangen.
42:09Also Sie glauben doch wohl nicht im Ernst,
42:11dass ich mich noch einmal auf so ein Theater einlasse.
42:13Aber der Chefarzt meinte, Sie hÀtten...
42:14Dr. Heilmann hat mit den Einstellungen im Pflegedienst
42:18wirklich ĂŒberhaupt nichts zu tun.
42:20Das kann doch nicht wahr sein.
42:21Die ChefÀrzte nehmen sich viel zu wichtig.
42:24Ganz recht.
42:25Dabei ist die wahre Schaltstelle der Klinik die Verwaltung.
42:28Ich sage das nicht, um Ihnen den Mund mit Honig einzureiben.
42:32Weshalb dann?
42:33Ich bin Ihr Mann.
42:34Also beruflich gesehen.
42:35Na, das sind ja groĂe Worte fĂŒr einen Hilfspfleger.
42:39Das war ein Angebot.
42:40Aber wir haben uns doch geeinigt,
42:42dass Sie mich als Pfleger bezahlen.
42:44Ăberspannen Sie den Bogen nicht.
42:46Pfleger war gestern.
42:47Heute kann ich Ihnen nur noch die Stelle
42:49eines Hilfspflegers anbieten.
42:53Dann eben nicht.
43:00Also gut.
43:03Oh, Entschuldigung.
43:04Ich wusste nicht, dass Sie Besuch haben.
43:05Kommen Sie bitte gleich noch einmal zu mir in mein BĂŒro.
43:07Es geht um die freie Stelle.
43:08Das ist nicht nötig.
43:10Darf ich Ihnen Herrn Brenner vorstellen?
43:12Er wird nÀchste Woche bei uns als Hilfspfleger anfangen.
43:15Das ist Professor Simoni, der Chef unserer Klinik.
43:17Ah, der Wunschkandidat der Oberschwester.
43:20Aber in einem halben Jahr reden wir noch mal ĂŒber mein Gehalt.
43:25Willkommen im Team.
Kommentare