- vor 32 Minuten
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Weidenmann
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Weidenmann
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TVTranskript
00:02UNTERTITELUNG
00:32– Guten Tag, Frau Altmann. – Guten Tag.
00:35– Ist mein Bruder da? – Nein, der ist nicht da.
00:38Aber kommen Sie doch mit rein. Ich wollte Sie sowieso mal sprechen.
00:42Wenn er die Miete nicht bezahlt hätte, ich habe das Geld bei mir.
00:45Ach, es geht mir nicht ums Geld. Ich weiß, dass ich es kriege.
00:47Wenn nicht von ihm, dann von Ihnen. Aber...
00:51Sehen Sie sich mal sein Zimmer an.
01:02Dass es kein Zimmer mehr ist. Sagen Sie, was es ist.
01:06Ist das ein Schweinestall? Hören Sie mal.
01:12Ich mag Ihren Bruder. Sagen wir mal so, ich habe ihn gemocht.
01:18Glauben Sie mir, ich habe Verständnis für ihn und für alles, was mit ihm passiert ist.
01:22Aber das kann ich nicht mehr mitmachen. Ich muss ihm das Zimmer kündigen.
01:25Ist es schlimmer geworden? Das sehen Sie doch selbst.
01:34Trinkt er.
01:36So, wie er Geld in der Tasche hat.
01:38Er ist in einer schlimmen Phase, aber da muss er durch und das schafft er auch.
01:42Man muss ihm bloß Zeit lassen.
01:44Tut mir leid, hier kann er nicht bleiben.
01:47Wie gesagt, ich habe ihn mal sehr gemocht, aber er ist ein so völlig anderer geworden.
01:53Er macht sich total kaputt und das will ich nicht mit ansehen.
01:56Ich ziehe hier ein. Ich wohne hier. Ich schlafe hier. Ich sorge für meinen Bruder.
02:02Haben Sie noch eine Couch, die man hier reinstellen kann?
02:03Machen Sie sich keine Illusionen. Sie können ihm nicht helfen.
02:07Aber ich muss es doch versuchen.
02:08Machen Sie sichen.
02:29Machen Sie sich.
02:57Kommen Sie endlich nach Hause.
02:59Keine Sorge, ich gehe schon nicht verloren.
03:04Sie sind betrunken.
03:05Kann sein.
03:24Hallo, Roland.
03:29Was machst denn du hier?
03:32Du musst alles besser.
03:34Ich dachte, es ist vielleicht gut, wenn ich ein paar Tage hier wohne.
03:37Und warum?
03:38Weil du Hilfe brauchst.
03:46Ich bleibe so lange hier, bis du wieder festen Boden unter den Füßen hast.
03:50Wie du weißt, wie es weitergeht, und bis du dich abgefunden hast.
03:54Abgefunden.
03:56Womit denn?
03:58Mit den Beinen da?
04:01Abgefunden damit, dass mich irgendein Besoffene mit dem Auto zusammengefahren hat.
04:05Mich liegen gelassen hat und einfach abgehauen ist.
04:08Abgefunden damit, dass meine Stellung weg ist, meine Arbeit, mein Sport, alles.
04:16Schau mich doch mal an!
04:18Ich bin doch nicht mehr der, der ich mal war.
04:21Und der ich jetzt bin, will ich nicht sein.
04:24Ich kann mich nicht damit abfinden.
04:28Mensch, Roland.
04:32Schön, dass du da bist.
04:36Und was ist mit deinem Büro?
04:40Ich hab drei Wochen Urlaub genommen.
04:43Aber in deinem Urlaub fährst du doch sonst immer nach Italien.
04:46Diesmal eben nicht.
04:49Du hast dir aufgeräumt, hm?
04:53Ich würd gern was trinken.
04:54War da nicht irgendwo noch nur halbwegs volle Flaschen?
04:56Roland.
04:57Fang bloß nicht an, um mir rumzuerziehen.
05:03Vielleicht ist es doch besser, du packst deine Sachen wieder zusammen und gehst nach Hause.
05:06Vor morgen nach Italien.
05:09Du hast bloß einen Tag verloren.
05:18Was ist denn das für eine Pistole?
05:20Lass sie liegen!
05:31Gehört sie dir?
05:33Ja, sie gehört mir.
05:34Und wozu?
05:36Hast du an Selbstmord gedacht?
05:40Ja, hab ich mal, aber das ist vorbei.
05:43Wo hast du sie her?
05:47Ich hab sie mir gekauft.
05:48Sowas kann man sich doch nicht einfach kaufen.
05:50Sagen wir so, sowas kann man sich besorgen.
05:53Du hast doch gar kein Geld.
05:54Hör auf zu fragen.
05:56Ich hab Angst, Roland.
05:57Kannst du sie nicht zurückgeben, dann kriegst du das Geld wieder.
06:00Das geht nicht.
06:01Dann gib sie mir.
06:02Bitte, Roland.
06:02Ich bin dann sicher, dass nichts passiert.
06:04Mir passiert schon nichts.
06:05Keine Sorge.
06:09Wenn es dir hilft.
06:10Ich denk wirklich nicht mehr daran, mich umzubringen.
06:13Komm, jetzt pack deine Sachen und geh.
06:16Hau ab.
06:23Na gut.
06:25Dann bleib da.
06:27Na gut.
06:47Na gut.
06:47Na gut.
06:48Na gut.
06:51Na gut.
06:57Na gut.
07:15Wenn du, kommst du mal her?
07:22Setz dich hier hin.
07:26Wenn du eine Woche wartest, komme ich vielleicht mit nach Bimini.
07:29Ich lade dich ein. Geld spielt dann keine Rolle.
07:33Geld spielt keine Rolle?
07:35Hängt nur davon ab, wie viel ich dafür verlange.
07:38Wieso? Von wem kannst du Geld verlangen?
07:44Das ist eine verrückte Geschichte.
07:46Musst du jetzt was trinken?
07:48Ich war letzte Zeit kein Name mehr zu Hause.
07:51Ich war immer unterwegs.
07:53Ich habe mich betrunken.
07:56Und an so einem Abend, das war ungefähr vor zwei Wochen.
08:11Ich wartete wieder mal, bis ich betrunken war.
08:14Das war der einzige Zustand, in dem ich mich halbwegs wohlgefühlt habe.
08:19Ich konnte nicht bezahlen. Hatte einfach kein Geld mehr.
08:23Bisher hatten sie mir Kredit gegeben.
08:25Die kennen mich dauernd, auch meine Geschichte.
08:28Und ganz sicher hatte man irgendwie mitrecken können.
08:32Aber nicht zu viel.
08:33Schreib mal einmal an.
08:33Jetzt hab ich mir eben drüber ein.
08:35Nein!
08:36Nein!
08:38Nein!
08:39Nein!
08:41Nein!
08:41Nein!
08:42Nein!
08:44Nein!
08:45Nein!
08:46Nein!
08:46Nein!
08:47Nein!
08:48Nein!
08:48Nein!
08:49Nein!
08:49Nein!
08:59Ich habe mich nicht verletzt.
09:15Nein, ich habe mich nicht verletzt.
09:21Hau uns ab, Mann!
09:22Lass mich in Ruhe.
09:24Ich war im Lokal.
09:25Ich habe gesehen, was die mit Ihnen gemacht haben.
09:28Und?
09:28Haben Sie einen Spaß gehabt dabei?
09:29Nein!
09:30Ich habe Sie hier schon ein paar Mal gesehen.
09:32Auch hat man mir Ihre Geschichte erzählt.
09:35Ein Autofahrer, der Sie zusammengefahren hat.
09:37Ich würde mich gern mit Ihnen unterhalten.
09:39Haben Sie einen Moment Zeit?
09:40Ich würde Ihnen erst malen, was Sie machen.
10:07Ich bin ja nicht unterhalten.
10:07Ich bin ja nicht angeklümmend.
10:08Ich bin ja nicht mit Ihnen unterwegs.
10:10Haben Sie finanzielle Schwierigkeiten?
10:11Mann, was für eine Frage stellen Sie da.
10:13Ich habe meine Arbeit verloren. Und zwar für immer.
10:17Ich war Vertreter für einen Verlag.
10:20Ich habe das gern gemacht.
10:22Ich habe gern mit Leuten zu tun gehabt.
10:25Aber jetzt geht das nicht mehr.
10:27Wieso nicht?
10:28Weil ich Leute nicht mehr ausstehen kann.
10:31Ja, das kann ich verstehen.
10:37Ich mag auch Sie nicht.
10:40Was wollen Sie überhaupt von mir?
10:46Ich denke über Sie nach, ob und wie man Ihnen helfen kann.
10:51Hören Sie zu.
10:52Dann mache ich mir selber meine Gedanken drüber.
10:56Wenn Sie nun auf einmal Geld hätten,
11:00sagen wir 20.000,
11:0430.000,
11:0750.000.
11:09Denken Sie mal drüber nach.
11:11Wollen Sie mir ein Geschäft vorschlagen?
11:13Nein, nein.
11:15Das ist nur so eine Überlegung.
11:24Ich würde Sie gern wiedersehen.
11:26Warum?
11:27Mich interessiert, wie es mit Ihnen weitergeht.
11:30Menschliches Interesse.
11:31Nein, nein, nein.
11:35Oder vielleicht doch das.
11:37Ja.
11:39Also, was ist?
11:40Sehen wir uns wieder.
11:42Komm.
12:01Schon am nächsten Tag hat er mich angerufen.
12:03Irgendwie musste er meine Telefonnummer rausbekommen haben.
12:06Ich hatte sie ihm nicht gegeben.
12:08Er fragte, wie es mir ginge und ob wir uns treffen könnten.
12:13In zwei Stunden schlug er vor.
12:15An der Straßenbahn-Endhaltestelle Olympiapark Seed.
12:19Komm.
12:43Wieso treffen uns hier draußen?
12:45Das ist besser, wenn man uns nicht zusammensieht.
12:49Haben Sie mal drüber nachgedacht, was 30.000 oder 50.000 für Sie bedeuten würden?
12:5750.000.
12:58Wir haben heute Nacht davon gesprochen.
13:00Haben Sie das vergessen?
13:04Könnten Sie einen Menschen umbringen?
13:06Klar könnte ich das.
13:10Entschuldigung.
13:11Aber Sie brauchen sich doch nicht zu entschuldigen.
13:27Er hatte mir ein Angebot gemacht.
13:30Und ich habe mich gefragt, ein Angebot jemanden umzubringen.
13:36War ich an den Wahnsinnigen gewartet?
13:47Er hat mich dann am nächsten Tag wieder angerufen.
13:50Ich solle mir ein Taxi nehmen, er würde es bezahlen.
13:58Wer sind Sie eigentlich?
13:59Wie heißen Sie?
14:00Mein Name tut nichts zu sagen.
14:03Dann reden wir doch mal von der Sache.
14:05Sie sollten mir zuerst einmal sagen, ob Sie daran interessiert sind, 50.000 zu verdienen.
14:10Das hängt davon ab, was Sie von mir verlangen.
14:13Fangen wir anders an.
14:14Ein Mensch hat Sie überfahren, hat Sie auf der Straße liegen lassen und ist getürmt.
14:19Vielleicht unter Schockeinwirkung, aber letzten Endes, weil Sie ihm gleichgültig waren.
14:24Frage.
14:26Glauben Sie, dass dieser Mensch Kopfschmerzen hat, wenn er an Sie denkt?
14:29Der kennt Sie ja nicht.
14:30Das hilft ihm.
14:32Ich bin sicher, er hat die ganze Geschichte längst verdrängt.
14:39Was genau wollen Sie von mir?
14:40Ich glaube, Sie haben mich noch nicht ganz begriffen.
14:43Ich wollte Ihnen klar machen, dass Sie absolut unschuldig bleiben.
14:48Da drinnen.
14:49Unschuldig bleiben.
14:50Weil Sie den Mann nicht kennen.
14:53Welchen Mann?
14:54Sie erfahren seinen Namen nicht.
14:56Sie wissen nicht, wer er ist.
14:58Er interessiert Sie so wenig, so wenig, wie es den Autofahrer interessiert hat, wer Sie sind, als er Sie zum
15:04Krüppel gemacht hat.
15:06Soll ich auch jemanden überfahren?
15:08Nein, nein.
15:10Erschießen.
15:13Es ist eine Sache ganz ohne Risiko für Sie.
15:17Wie Sie jetzt aussehen.
15:20Jetzt hat er mir gesagt, was er von mir wollte.
15:24Aber irgendwie hatte ich die Sache noch nicht begriffen.
15:27Er war einfach zu, äh, zu gut gelaunt.
15:3150.000.
15:33Und einen Mann, den Sie nicht kennen.
15:35Und so, dass es für Sie ohne Risiko ist, wie gesagt.
15:41Kommen Sie, gehen wir erst mal was trinken.
16:01Der Mann hat sich den Richtigen ausgesucht.
16:04Gib mir meinen Mantel.
16:10Ich bin ja auch fast umgebracht worden.
16:16Gut, dass du gekommen bist.
16:24Das ist die Pistole, die der Mann meinem Bruder gegeben hat.
16:28Die ist geladen.
16:34Und damit sollten Sie einen Menschen erschießen?
16:37Ja.
16:38Und dafür 50.000 Mark bekommen.
16:43Wer ist der Mann, der Ihnen diese Waffe gegeben hat?
16:47Seinen Namen hat er mir nie gesagt.
16:50Ja, hat ihn jemand mal angesprochen?
16:51Mit seinem Vornamen vielleicht?
16:53Nichts.
16:54Ich weiß auch seinen Vornamen nicht.
16:55Warten Sie mal, Sie sagten doch vorhin,
16:57und er hat sich mehrfach in seinem Wagen nach Hause gefahren.
16:59Was war denn das für ein Wagen?
17:00Vielleicht erinnern Sie sich an das Kennzeichen.
17:03Der Wagen war grau, ein älterer Mercedes.
17:07Auf das Kennzeichen habe ich nicht geachtet.
17:10Wissen Sie, wo der Mann wohnt?
17:12Keine Ahnung.
17:13Und wann haben Sie zum letzten Mal mit ihm gesprochen?
17:17Heute Morgen.
17:18Er hat mich angerufen und wollte mich abholen.
17:22Ich habe gesagt, ja, kommen Sie vorbei.
17:25Und holen Sie sich Ihre Pistole wieder ab.
17:27Und dann ist er natürlich nicht gekommen.
17:29Nein, er ist nicht gekommen.
17:35Ja, Derek.
17:37Nein, noch nicht.
17:39Ihr könnt ja selbst mal bei der Staatsanwaltschaft nachfragen.
17:43Ja, Klein?
17:45Na, hört mal.
17:46Na ja, das Akkelzeichen kann ich euch geben.
17:47Ich habe nichts zu geben, natürlich.
17:49487-99653.
17:51Ist in Ordnung.
17:51Der Sachbearbeiter ist Herr Scheurer.
17:53Servus.
17:56Wen sollten Sie erschießen?
17:58Einen Mann.
17:59Mehr habe ich nicht erfahren.
18:02Mir wurde vorerst nur gesagt, es sei überhaupt kein Risiko dabei.
18:06Er wollte mir heute die Stelle zeigen.
18:09Ja.
18:11Dann sind Sie zu früh zu uns gekommen.
18:14Ich bin froh, dass ich überhaupt zu Ihnen gekommen bin.
18:16Na.
18:17Haben Sie denn den Auftrag wirklich ernsthaft in Erwägung gezogen?
18:23Hören Sie, mir sind in letzter Zeit eine ganze Menge Sachen durch den Kopf gegangen.
18:28Sachen, von denen Sie überhaupt keine Ahnung haben.
18:32Aber jetzt sind wir hier und damit ist ja wohl alles klar.
18:36Ja.
18:37Es interessiert uns natürlich, wer der Auftraggeber ist.
18:40Was dran ist an der Sache.
18:42Immerhin hat er Ihnen ja eine geladene Pistole gegeben.
18:45Wo sind Sie sich eigentlich begegnet?
18:48An welchen Orten?
18:49In Lokalen.
19:11Wollt ihr was trinken?
19:12Oder bist du bloß gekommen, um deine Schulden zu bezahlen?
19:15Nicht nur deshalb.
19:17Ich wollte vor allem sehr gerne.
19:20Ja, das war ein paar Mal hier.
19:32Ist aber in den letzten Tagen nicht mehr aufgetaucht.
19:34Der Name?
19:35Den weiß er nicht.
19:36Er sagt nur, der Mann ist ihm aufgefallen, weil er hier irgendwie nicht so reinpasst.
19:54Ja, wieso?
19:55Ich meine, hat er sich nicht normal verhalten?
20:00Er kommt rein, ganz allein, sitzt da, sagt keinen Ton, hört nur zu, sieht sich um.
20:08Sehen Sie hier jemanden, der nur zuhört und selber keinen Ton sagt?
20:12Aber sonst ist nichts gegen ihn einzuwenden.
20:14Sie meinen nichts gegen seine Trinkehände?
20:17Nein, gar nicht.
20:20So, kommen Sie.
20:22Kommen Sie, wir bringen Sie gleich nach Hause.
20:24Ja, einen Moment.
20:29Harry, so versteckt hat er sich nicht.
20:32Er passte nur nicht rein in den Laden, aber er saß da, er hörte zu, er sah sich um.
20:36Er sucht einen Killer.
20:37Ja, so sieht es offensichtlich aus.
20:40Aber heute werden wir den wohl nicht mehr finden, wenn wir den überhaupt finden, ne?
20:44Bringst du die jungen Leute nach Hause?
20:46Ja, okay.
20:48Äh, Harry, das ist noch etwas.
20:49Wenn wir wirklich recht haben mit der Annahme, dass da jemand einen Killer gesucht hat,
20:54dann ist ein so ein Mann da möglicherweise in Gefahr, weil er ja den Auftraggeber identifizieren kann.
20:59Machst du ihm das klar?
21:00Okay.
21:01In meinem Grunde sind wir auch noch da, oder?
21:02Ja, ich denke schon.
21:12Kommen Sie noch mit drauf?
21:13Kommen Sie.
21:14Wir trinken noch was.
21:15Wie geht's?
21:16Sie sagt, ich werde zum Alkoholiker geworden.
21:18Sie hat recht, aber es macht mir gar nichts aus.
21:21Aber es ist gut, auf einen Trink.
21:39Waren Sie schon mal so richtig am Ende?
21:43Total am Boden zerstört?
21:49Wer war das nicht?
21:51Sie haben sich doch sicher Gedanken gemacht, Sie und Ihr Kollege, darüber, dass mein Bruder bei naher Ja gesagt hätte.
21:58Ja, sicher haben wir das.
22:00Das habe ich nämlich.
22:02Fast hätte ich gesagt, okay, ich mache das.
22:06Aber Sie haben es nicht gemacht, Gott sei Dank.
22:07Das war reiner Zufall.
22:10Weil beinahe hätte ich es gemacht.
22:12Beinahe.
22:14Beinahe ist nicht strafbar.
22:17Bei Nahmörder, die gibt's wie Sand am Meer.
22:23Beinahe.
22:30UNTERTITELUNG
22:55Guten Morgen, Harry.
22:55Morgen, Willi. Sag mal, was machen wir denn hier draußen?
22:57Wir sind um Amtshilfe gebeten worden.
23:00Ein Mann wurde in seinem Boot erschossen.
23:07Harry, grüß dich.
23:09Wer ist denn der Mann?
23:10Rolf Robert Buddha heißt er.
23:22Das ist mein Mitarbeiter, Inspektor Klein.
23:24Guten Morgen.
23:25Herr Steinlechner hat als erster beobachtet,
23:27es war so vor anderthalb Stunden,
23:28wie das Boot da draußen auf dem See manövrieren fähig war.
23:32Es trieb herum, als er jemand an Bord und dann ist.
23:37Kommen Sie, erzählen Sie noch mal, was gewesen ist.
23:39Die Segel haben geflattert und das Boot fuhr immer nur im Kreis.
23:43Ich denke, da stimmt doch was nicht und fahre raus mit unserem Mutterboot.
23:47Und da sehe ich, was passiert ist.
23:49Ich habe dann das Boot in den Schlepp genommen
23:51und hier dann die Wasserwacht informiert.
23:55Waren noch andere Boote draußen?
23:57Sie sehen doch, so früh am Morgen bei dem Wetter.
24:01Sagen Sie, hat jemand den Schuss oder die Schüsse gehört
24:03oder ist jemand das Boot aufgefahren?
24:04Keine.
24:06Ich hätte ja auch nichts gemerkt,
24:08wenn ich nicht zufällig aus dem Bootshaus gekommen wäre,
24:10um eine Tasse Kaffee zu trinken.
24:13Ja, kann man das Boot überhaupt alleine segeln?
24:16Der Drachen ist ein Kielboot.
24:18Lässt sich einhandsegeln.
24:21Herr Budde ist immer allein rausgefahren.
24:23Bei jedem Wetter und jedem Morgen.
24:25Nachdem konnte man die Uhr stellen.
24:27Soll sein Fehler sein Verhältnis gewonnen.
24:28Was wissen Sie von ihm?
24:32Herr Budde ist ein altes Mitglied unseres Jachtclubs.
24:36Geschäftsmann in einer Versandfirma,
24:39die von seinem Vater geerbt hat.
24:42Verheiratet?
24:43Ja, ich habe seine Frau schon verständigt.
24:52Das ist Frau Budde.
25:03Mein Mann ist ermordet worden?
25:07Erschossen?
25:09Von wem?
25:10Wir sind dabei, das zu untersuchen.
25:12Wir sind von der Mordkommission Inspektor Klein.
25:14Mein Name ist Derek.
25:15Es gibt bisher keinen Hinweis auf den Täter.
25:20Wo ist es passiert?
25:23Auf dem See.
25:24In seinem Boot.
25:27Wollen Sie Ihren Mann noch einmal sehen?
25:29Nein, nein.
25:30Ich kann das nicht.
25:34Wo bringen Sie ihn denn jetzt hin?
25:36In die Gerichtsmedizin.
25:38Er wird obduziert.
25:42Kann ich ihn dann vielleicht doch noch mal sehen?
25:44Ja, du, natürlich.
25:46Komm.
25:51Komm.
25:53Komm.
26:20Anna.
26:23Ich habe ihn gesehen.
26:25Er ist tot.
26:33Kommen Sie.
26:34Nehmen Sie eine Tablette.
26:36Sie müssen zur Ruhe kommen.
26:45Polizei, nehme ich an.
26:47Ich bin die Haushälterin.
26:49Bitte gehen Sie da hinein.
26:50Warten Sie einen Augenblick.
26:51Danke sehr.
27:13Was denkst du?
27:16Es kommt nicht alle Tage vor, dass jemand auf diese Art und Weise erschossen wird.
27:20Oder?
27:24Entschuldigen Sie, dass ich Sie aber warten lassen.
27:30Ich bin völlig durcheinander.
27:36Jemand, der etwas nicht glauben kann.
27:41Aber es doch glauben muss.
27:45Aber es irgendwie nicht glauben will.
27:50Entschuldigen Sie, kann ich mal einen Anruf machen?
27:52Ja, natürlich.
28:03Harald, hier ist Ariane.
28:07Du, Ralf ist tot.
28:12Er ist morgen erschossen worden.
28:15In seinem Boot.
28:27Hören Sie?
28:28Mein Name ist Derrick.
28:29Ich bin Kriminalbeamter.
28:31Wie?
28:33Ja, ja, Sie haben richtig gehört.
28:35Herr Budde ist heute Morgen ermordet worden.
28:39Nein, nein.
28:40Es tut mir sehr leid.
28:41Aber ich glaube, sie ist dazu im Moment nicht in der Lage.
28:44Und...
28:48Harald.
28:51Hörst du mir jetzt?
28:54Ich brauch dich.
29:00Hörst du mir jetzt?
29:02Wer kommt denn her?
29:03Gut.
29:05Wer ist der Mann?
29:08Herr Körner.
29:11Harald Körner.
29:41Ach, Ariane.
29:42Um Gottes Willen.
29:44Was ist passiert?
29:46Ich glaube, ich sagte es Ihnen schon.
29:48Herr Budde ist ermordet worden.
29:51Wer hast du dein Medikament genommen?
29:52Ihr Kreislauf ist nicht in Ordnung.
29:55Wie fühlst du dich?
29:57Wie geht es dir?
29:59Anna hat es mir schon gegeben.
30:02Dann leg dich jetzt hin.
30:06Anna.
30:08Anna.
30:20Können wir Ihnen ein paar Fragen stellen, Herr Körner?
30:23Ja, natürlich.
30:24Vielleicht zuerst zu mir?
30:25Ja.
30:27Ich bin Lehrer hier an der Kunstakademie für Grafik und Malerei.
30:32Ich kenne Herrn und Frau Budde seit etwa einem halben Jahr.
30:37Ariane, Frau Budde, ist sehr begabt.
30:42Ich gebe ihr Privatstunden mit großem Erfolg.
30:46Haben Sie Ihr Bild gesehen?
30:49Das hat Sie gemalt.
30:52Sie duzen, Frau Budde?
30:54Ich habe auch ihn gedutzt.
30:56Ich bin mit Frau Budde gelegentlich ins Gebirge gefahren.
30:59Wir haben da gemalt.
31:00Manchmal ist auch Herr Budde mitgekommen.
31:02Da ergab sich die nähere Bekanntschaft schon selbst.
31:06Ich bin mit beiden gut befreundet.
31:08Dann lassen Sie mich mal ganz direkt fragen.
31:11Haben Sie ein Verhältnis mit Frau Budde?
31:14Nein.
31:15Aber nein.
31:16Nein, wirklich nicht.
31:18Nichts, Stefan.
31:20Bei all den Vernehmungen und Aussagen bietet sich nichts an.
31:23Herr Budde war ein freundlicher, netter Herr, überall beliebt.
31:26Ja, doch über Frau Budde wird nur Gutes gesagt.
31:29Sie wird geschildert als warmherzig, aufgeschlossen, mitteilsam.
31:32Niemand, der ihr über Schlechtes nachsagt, die Ehe war gut, harmonisch, wie hier steht.
31:37Und der Altersunterschied hat keine Rolle gespielt.
31:39Es sieht so aus, als habe Frau Budde bei ihrem Mann Schutz gesucht.
31:44Weil sie keine gefestigte Persönlichkeit ist.
31:47Ich habe das ja auch gelesen.
31:48Eine Frau, die angewiesen ist auf Schutz.
31:52Eine Frau, die Hilfe braucht.
31:55Eine Frau, die nicht allein leben kann und die ja wohl auch nicht lange allein leben wird.
32:00Du meinst, äh...
32:02Naja.
32:04Den nächsten Ehemann, den haben wir möglicherweise schon kennengelernt.
32:08Der Zeichenlehrer.
32:10Ja, das ist, das ist gar nicht so abwegig.
32:12Ich meine, da konnte sich ja was ausrechnen.
32:14Dass, wenn erstmal der Mann weg ist, dass ihm die Frau wie von selbst zufallen wird.
32:17Ja, aber der Mann hat ein Alibi.
32:18Er war zur Mordszeit in seiner Kunstakademie oder was immer das ist.
32:23Und hat Unterricht abgehalten.
32:25Ich könnte ja jemandem den Auftrag gegeben haben.
32:47Der, der da jetzt kommt, mit der Rolleunterwahrung, mit dem hellen Hut, ist das der Mann, der Ihnen die Waffe
32:52gegeben hat?
32:54Nein, das ist er nicht.
33:04Aber ich bringe ihn diesen Mann. Der kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben.
33:26Kommen Sie doch bitte näher. Gibt es was Neues? Haben Ihre Ermittlungen irgendetwas ergeben?
33:35Sind Sie zufällig hier?
33:37Nein.
33:39Nein, ich wohne jetzt hier.
33:41Aha. Frau Putter hat mich darum gebeten. Sie wird einfach nicht fertig hier.
33:47Und alles, was auf Sie eingestürzt ist, ich helfe Ihnen, so gut ich kann, sich in der neuen Situation zurechtzufinden.
33:54Guten Tag.
33:56Leider können wir Ihnen nichts Neues berichten.
34:01Herr Körner ist bei Ihnen eingezogen.
34:05Ja. Ich bin ihm wirklich sehr dankbar dafür.
34:09Ich wäre ganz verloren gewesen ohne seine Hilfe.
34:14Keine Spur von dem Mörder meines Mannes?
34:16Nein, keine.
34:18Gibt es noch eine Hoffnung, den Mörder zu finden? Oder haben Sie es mit einem der Fälle zu tun, die
34:23nicht zur Aufklärung kommen?
34:27Wir beide geben eigentlich nicht so schnell auf.
34:34Wenn da ein Plan war, läuft alles wie gewünscht. Sag mal, ist diese Frau so naiv?
34:38Sieht so aus.
34:43Wir müssen den Mann finden, der einen Mörder gesucht hat.
34:59Hallo.
35:00Sie schon wieder.
35:02Und wieder mit derselben Frage. War er hier? Ist er mal wieder aufgetaucht?
35:05Mann, ging mir doch nicht auf den Wecker. Er war nicht da. Ich habe den Typ nicht mehr gesehen.
35:11Schon gut. War ja nur eine Frage.
35:14Wollen wir das nicht aufgeben?
35:16Komm jetzt.
35:33Hallo.
35:37So sieht man sich wieder.
35:39Seit zwei Wochen suche ich Sie.
35:42Seit zwei Wochen suchen Sie mich?
35:45Und wer ist das?
35:47Meine Schwester.
35:50Warum haben Sie sich nie wieder gemeldet? Ich wollte Ihnen die Pistole zurückgeben.
35:53Richtig.
35:55Oh, ich habe das nicht vergessen. Ich wäre schon noch zurückgekommen darauf.
35:59Wo haben Sie sie denn?
36:00Die Polizei hat sie.
36:02Ach du liebes bisschen.
36:05Das habe ich mir fast gedacht.
36:07Ich war mir nicht ganz sicher. Und Sie sich selber wohl auch nicht, oder?
36:11Hier sind Sie.
36:13Ihren Namen will ich wissen. Ihre Adresse.
36:15Das ist doch gar kein Problem.
36:17Habe ich Ihnen meinen Namen nie genannt?
36:30Was ist der Mann?
36:41Sind Sie angemeldet?
36:43Das nicht, aber wir werden ohne jeden Zweifel erwartet.
36:47Bitte.
36:47Danke.
36:54Herr Doktor.
37:02Ich bin schon unterrichtet worden. Weiß mit wem ich es zu tun habe. Herr Derrick?
37:07Ja, das ist Inspektor Klein.
37:09Bitte setzen Sie sich doch.
37:11Danke.
37:14Mordkommission.
37:15Richtig.
37:17Das musste Sie ja auf den Plan rufen, so eine Geschichte.
37:20Die wir natürlich gerne von Ihnen erklärt hätten.
37:22Immerhin haben Sie ja versucht, jemanden zu einem Mord zu gerüten, nicht?
37:27Ist es mir nicht beinahe gelungen?
37:29Ja, glauben Sie mir, er war soweit.
37:32Zunächst hatte er Bedenken, wie jeder sie hat.
37:36Es gibt da eine Schwelle, die überwunden werden muss.
37:38So eine Art moralischer Schutzschicht.
37:41Aber wie stark oder wie schwach ist die?
37:44Ich habe ihm gesagt, Strafe müssen Sie nicht befürchten.
37:48Es gibt kein Risiko für Sie. Gar keins.
37:51Niemand wird auf Sie kommen, weil Sie kein Motiv haben.
37:54Und Sie gewinnen Geld.
37:5750.000. Für Geld sind die meisten Menschen zu allem fähig.
38:02Ich habe Ihnen beinahe soweit, wie gesagt.
38:04Moment mal. Wollen Sie etwa behaupten, dass das, was Sie da unternommen haben, das war...
38:10Wie würden Sie das nennen?
38:12Einen wissenschaftlichen Versuch.
38:14Ich plane eine Veröffentlichung über das Thema, was trennt den Menschen vom Mord.
38:20Nicht viel.
38:22Gerade Sie sind doch in Ihrem Beruf täglich damit konfrontiert.
38:25Frau Hagemann, man muss einem Menschen nur einen Grund geben.
38:29Und mit diesem Grund eine Entschuldigung.
38:32Bitte meine Bücher und meine Schriften, die Herren interessieren sich dafür.
38:35Ja, sofort.
38:36Möglichst eine idealistische Entschuldigung.
38:40Und ich schwöre Ihnen, die meisten holen ohne Zögern den Steinzeitmenschen aus sich heraus.
38:45Wobei ich den Steinzeitmenschen in Schutz nehmen muss.
38:48Der war sicher friedlicher. Der hatte ganz andere Sorgen.
38:52Sind das Themen?
38:52Wir sollen Ihnen also abnehmen, dass Ihr Versuch, einen Menschen zu einem Mord zu überreden,
38:56nichts anderes war als ein wissenschaftliches Experiment?
39:01Das Sie literarisch verwerten wollen?
39:06Bitte, Herr Doktor.
39:08Ich bin Psychologe. Ich arbeite auf diesem Gebiet.
39:11Hier haben Sie verschiedene Titel und verschiedene Themen.
39:14Jetzt soll eine neue Veröffentlichung dazukommen.
39:17Schicksal, Mord und Krankheit.
39:20Hören Sie, Sie haben Roland Weimann eine geladene Pistole gegeben.
39:25Teil des Experiments.
39:27Wem gehört eigentlich diese Pistole?
39:29Die gehört mir.
39:30Sie haben Waffenschein?
39:31Ja, natürlich.
39:32Wieso haben Sie überhaupt eine Waffe?
39:34Hören Sie, ich habe hier eine Praxis für Leute, die einen Psychologen brauchen.
39:39Darunter sind psychisch Kranke.
39:40Und das gehört zu der Grundausrüstung eines Psychologen oder wie ist das?
39:43Das habe ich Ihnen doch gerade erklärt, weshalb ich diese Pistole hatte.
39:47Vielleicht habe ich mich am Rande des gerade noch erlaubten bewegt.
39:52Kennen Sie einen Harald Körner?
39:55Wer soll das sein?
39:57Lehrer, Grafik, Malerei.
39:59Mir ganz unbekannt.
40:00Was ist mit Budde? Kaufmann, Inhaber einer großen Versandfirma.
40:04Tut mir leid, sollte ich den Mann kennen?
40:07Er ist auf seinem Segelboot erschossen worden.
40:13Jetzt verstehe ich.
40:14Sie spielen mit dem Gedanken, dass es sich bei diesem Mord um einen Auftragsmord gehandelt hat.
40:20Ja.
40:21Genau diese Überlegung haben wir.
40:25Sehen Sie jetzt selbst, wie naheliegend das Thema ist, mit dem ich mich beschäftige?
40:31Es ist doch strafbar, was dieser gute Mann macht.
40:33Er durfte die geladene Pistole nicht aus der Hand geben. Was ist das?
40:38Es ist ein Vergehen gegen das Waffengesetz.
40:40Nein, ich meine, dass er jemand zum Mord überreden wollte.
40:43Nein, das ist sicher nicht in Ordnung.
40:45Aber hier, er hat uns eine Erklärung gegeben und gegen die kommen wir nur sehr schwer an.
40:52Wir müssten Ihnen eine Beziehung zu diesem Zeichen, Leo, oder zu dem ermordeten Budde nachweisen.
40:58Vielleicht hat er anstelle von Weimann einen anderen überzeugt, im Sinne seines Experiments, das geglückt ist.
41:09Er hat seine Praxis seit ungefähr zehn Jahren. Sie ist anfänglich ganz gut gelaufen.
41:14Zuletzt allerdings offensichtlich nicht mehr so gut.
41:17Der Kollege Wecker vernachlässigt sie zugunsten von Veröffentlichungen.
41:21Veröffentlichungen, die allerdings sehr umstritten sind.
41:24Es gibt Kritiker, die meinen, er sei selbst ein Fall für die Therapie.
41:28Wofür halten Sie ihn, Professor? Für verrückt?
41:31Ach, wissen Sie, dieses Wort ist in der psychologischen Terminologie nicht so geläufig.
41:38Irgendwo sind wir ja alle ein bisschen verrückt.
41:41Und ein anderer sagt, bei Wecker handelt es sich um eine gespaltene Persönlichkeit. Er schwebt.
41:45Was ist denn, er schwebt?
41:47Er befindet sich sozusagen in einem Schwebezustand. Das bedeutet, ohne oben und unten.
41:54Ihr habt Besuch.
41:58Komm ich gelegen?
42:00Na, sagen wir mal, Sie kommen nicht ganz umgelegen, bitte.
42:10Ich höre natürlich, dass Sie überall Erkundigungen einziehen.
42:15Weswegen kommen Sie?
42:16Ich wollte mir nur meine Pistole wiederholen.
42:20Mit der Weitergabe einer geladenen Waffe haben Sie gegen eindeutige Bestimmungen verstoßen.
42:27Ich sehe ein, dass ich da vielleicht etwas zu weit gegangen bin.
42:32Haben Sie...
42:35Haben Sie einen Moment Zeit?
42:52Wo sind wir hier?
42:54Kennen Sie das Haus?
42:55Nein, nie gesehen.
43:00Sind die Herrschaften zu Hause?
43:02Ja, bitte.
43:03Danke.
43:17Ach, äh...
43:18Guten Tag, Herr Körner.
43:25Guten Tag.
43:26Sie...
43:27Sie kennen sich ja nicht.
43:29Nein, ich kenne das Haus nicht und ich...
43:31kenne diesen Herrn nicht.
43:33Herr Körner?
43:34Mein Name ist Wecker.
43:35Sind wir hier?
43:36Sie haben uns schon mal begegnet?
43:40Nein.
43:42Guten Tag.
43:43Darf ich den Grund Ihres Besuches erfahren?
43:47Ist Frau Budde zu Hause?
43:49Ja, sie ist...
43:51Sie ist da.
43:52Möchten Sie sie sehen? Ich werde sie holen.
43:54Nein, nein.
43:55Gar nicht notwendig. Das mache ich schon.
43:59Ach, äh...
44:00Einen Augenblick.
44:02Können Sie Frau Budde mal her bitten?
44:05Ja.
44:06Gerne.
44:10Geh mal nach nebenan.
44:15Darf ich Ihnen was anbieten?
44:16Nein, danke. Moment nicht.
44:22Guten Tag, Herr Derrick.
44:23Guten Tag.
44:25Guten Tag, Herr Dr. Wecker.
44:27Wie bitte?
44:31Ich...
44:33Ich...
44:35Moment mal.
44:38Ja...
44:40Jetzt erinnere ich mich, Sie...
44:42waren einmal in meiner Praxis.
44:44Stimmt das?
44:45Ja, aber Sie müssen mich doch kennen.
44:48Ich war bei Ihnen in Behandlung.
44:49Ja, ja. Ich sag ja gerade, dass ich anfange, mich zu erinnern.
44:54Äh...
44:55Budde.
44:57Sie fragten mich danach.
44:59Aber der Name war mir entfallen.
45:01Jetzt erinnere ich mich wieder.
45:02Ihr Mann brachte Sie...
45:05zu mir...
45:06bat um eine Analyse und...
45:07wir hatten ein paar Sitzungen.
45:09Aber das ist schon lange her.
45:11Ein Jahr etwa.
45:13Was? Nicht länger? Mir kommt das sehr viel länger vor.
45:15Wie geht es Ihnen?
45:18Sie wissen nicht, dass mein Mann tot ist?
45:20Nein.
45:23Ich...
45:24Das heißt, äh...
45:28Sie...
45:29erzählten mir doch etwas von einem Mann, der in seinem Segelboot ermordet wurde.
45:34Herr Budde?
45:35Ja.
45:37Der Mann, den Sie kennen.
45:42Ich verstehe.
45:44Jetzt verstehe ich.
45:45Sie vermuten da Zusammenhänge.
45:48Aber es gibt keinen Zusammenhang.
45:49Dass ich Frau Budde kenne, das ist rein zufällig.
45:52Warum geht das eigentlich?
45:54Ich weiß nicht.
45:56Warum sind Sie hier?
45:57Machen Sie sich keine Sorgen.
45:58Es betrifft Sie nicht.
45:59Oder nur indirekt.
46:02Wir sind da rein geraten in Vermutungen, die zusammenhängen mit dem Mord an Ihrem Mann.
46:07Ich würde Frau Budde nicht damit belasten.
46:11Jetzt spreche ich als Fachmann zu Ihnen, der die Sensibilität eines Menschen genau kennt, weil sie einmal Gegenstand seiner Untersuchungen
46:19war.
46:20Ja, gut.
46:20Gut.
46:21Also, dann habe ich im Augenblick eigentlich nur eine Frage.
46:24Kennen Sie Herrn Körner?
46:26Nein, ich habe ihn nie gesehen.
46:27Herr Körner, kennen Sie Herrn Wecker?
46:29Nein.
46:31Ach, aber vielleicht sagt man mir jetzt endlich mal, wer ist dieser Mann?
46:35Ist der Arzt?
46:36Ja, er ist Psychologe mit einer Praxis in der Stadt.
46:40Doktor Wecker, den Sie, ich wiederhole das jetzt, nicht kennen.
46:45Den ich nicht kenne?
46:49Das ist natürlich gelogen.
46:51Die beiden kennen sich.
46:53Nehmen wir einmal an, der Nutznießer ist Körner.
46:56Er allein hat ja bisher vom Tod an Budde überhaupt profitiert.
47:00Er saß ja jetzt schon an seinem Schreibtisch.
47:03Gehen Sie noch in Ihre Schule, fragte ich ihn.
47:05Nein, sagte er, ich habe meinen Lehrauftrag in den Nagel gehängt, weil Frau Budde mich gebeten hat, ihr zu helfen.
47:10Und das mache ich jetzt.
47:12Er geht also schnurstracks auf die Ehe zu.
47:14Er nimmt den Platz des Toten.
47:17Sag mal, dieser Wecker, kennt der die Budde?
47:19Er sagte reiner Zufall.
47:21Aber er sagte ja auch, ich verstehe, wenn Sie da Zusammenhänge vermuten.
47:28Also, ich habe den ganzen See abgeklappert.
47:30Kein Bootverleiher will am 14 ein Boot verliehen haben.
47:33Udo, Sie erinnern sich nicht.
47:34Wenn ich ein Foto gehabt hätte...
47:36Wie hast du eins?
47:39Soll das der Mann sein, der das Boot gemietet hat?
47:41Könnte es gewesen sein.
47:43Na ja, mache ich mich morgen früh wieder auf die Socken.
47:46Ja, der macht das.
47:47Wie hat er das gesagt? Sie vermuten da sicher Zusammenhänge provozieren?
47:51Nein, eher neugierig.
47:54Der Mann ist neugierig, Rai. Für den ist alles ein Experiment mit Menschen.
47:59Auch wir gehören dazu.
48:10Wie bist du?
48:11Du möchtest den Anrufum?
48:12कörner.
48:31Ja, bitte.
48:33Ja, Wecker hier.
48:36Hallo, Ingo.
48:39Hallo, Ingo?
48:42Wer ist da?
48:44Hallo.
48:58Und, können wir mal mit Ihnen sprechen?
49:01Schießen Sie los.
49:03Wenn es geht nicht, hier ist es dauernd in der Hand.
49:07Lassen Sie den Ausweis stecken, ich weiß ja, wer Sie sind.
49:10Ist das denn so wichtig?
49:20Also, um was geht es?
49:22Es geht um den Mann, nachdem wir Sie schon mal gefragt haben.
49:25Ach ja, ich weiß, wen Sie meinen.
49:28Im Zusammenhang mit Roland Weimann, die mit der Krücke.
49:31Ja, richtig, nun sehen Sie.
49:33Mit wem hat dieser Mann sonst noch Kontakt gehabt?
49:36Da gibt es irgendjemand, mit dem er häufiger zusammen war, öfters gesprochen hat zum Beispiel.
49:39Öfters geredet.
49:41Häufiger zusammen, was soll ich da sagen?
49:43Er hat mal hier gesessen, mal da, war auch manchmal bei mir an der Bar.
49:47Aber besonderen Kontakt hat er mit niemandem.
49:49Das ist mir nichts aufgefallen.
49:50Wann war er zum letzten Mal hier?
49:55Kommt er noch, kommt er nicht mehr.
49:56Und wenn er nicht mehr kommt, seit wann nicht mehr?
49:58Stefan.
50:08Hallo, guten Abend.
50:10Sie hier?
50:11Sind Sie dienstlich da?
50:12Los, mal wie man es nimmt, so ein Tag im Büro ist immer sehr anstrengend.
50:15Da gehen wir abends noch gerne ein bisschen aus, in ein hübsches Lokal.
50:19Na, das hier, das haben wir ja mehr oder weniger Ihnen zu verdanken.
50:23Ja, ich fühle mich immer ganz wohl hier.
50:27Haben Sie keine anderen Gäste?
50:29Ich bin schon weg.
50:31Erklären Sie ihm, was Sie von mir wollten.
50:36Was wollten Sie denn von ihm?
50:37Wir haben eigentlich nur gefragt, ob Sie hier in diesem Lokal mit irgendjemand anderem noch besonderen Kontakt haben.
50:43Warum haben Sie das gefragt?
50:44Ja, um zu erfahren, ob Sie Ihre Unternehmungen fortgesetzt haben.
50:48Welche Unternehmungen?
50:49Ihre Umfrage.
50:51Ob jemand Ihr Angebot annimmt, gegen Geld, gegen viel Geld, einen Menschen zu erschießen.
50:57Haben Sie denn immer noch nicht eingesehen, dass eine derartige Untersuchung eine große soziologische Bedeutung hat?
51:04Begreifen Sie das nicht.
51:05Na ja, Ihr Fehler, nicht meiner.
51:07Na dann, dann können wir wieder gehen, oder?
51:10Ja.
51:12Na dann, dann können wir wieder gehen.
51:45Ja, was ist denn?
51:47Wieso fahren wir denn nicht?
51:49Komm.
52:08Wieso?
52:10Wieso?
52:25Das ist Ihr Risiko.
52:28Das ist Ihr Risiko.
52:35Hier sind die 50.
52:35Aber wer garantiert mir, dass Sie hinterher nicht noch mehr verlangen?
52:38Das ist Ihr Risiko.
52:43Na, sowas.
52:45Bekommt er jetzt erst das Geld für eine Arbeit,
52:47die er schon vor zwei Wochen erledigt hat?
52:57Möchten Sie da nicht hinterher?
52:58Nein, nein, das muss ich nicht.
53:01Ich bleibe auch viel lieber bei Ihnen.
53:03Kommen Sie.
53:24Nachzählen muss ich wohl nicht.
53:42Ari, so in einer Viertelstunde.
53:56Herr Derrick.
54:05Guten Morgen.
54:06Herr Derrick.
54:07Guten Morgen.
54:08Ich störe Sie wirklich nur sehr ungern beim Frühstück.
54:10Ich muss mich recht entschuldigen, Frau Brügge.
54:13Darf ich Ihnen was anbieten?
54:15Oder haben Sie schon gefrühstückt?
54:17Nein.
54:17Aber ich sehe, Sie trinken Tee, Tastetee vielleicht?
54:20Gerne.
54:20Bitte nehmen Sie doch Platz.
54:21Danke.
54:22Möchten Sie ablegen?
54:23Nein, das lohnt sich gar nicht.
54:24Ich bleibe nicht so lange mit Ihnen.
54:26Anna, bitte noch eine Tasse.
54:28Ja.
54:30Ich freue mich.
54:31Sie haben den Tod Ihres Mannes einigermaßen überwunden.
54:37Nein, natürlich nicht.
54:41Ich habe eine ziemlich schlimme Zeit gehabt.
54:47Und ich weiß gar nicht, was ich ohne die Hilfe von Herrn Körner angefangen hätte.
54:54Danke.
54:55Herr Körner hat Ihnen sehr geholfen, ne?
54:58Ja.
55:00Er hilft Ihnen in allen geschäftlichen Angelegenheiten jetzt.
55:03Ja.
55:05Denken Sie an Heirat?
55:10Was soll diese Frage?
55:12Natürlich haben wir an Heirat gedacht, aber nicht in der nächsten Zeit natürlich.
55:18Irgendwann später vielleicht.
55:20Ist das jetzt von Interesse?
55:22Schauen Sie, wir haben uns natürlich überlegt.
55:25Ich gehe schon.
55:30Ariane Botte?
55:31Könnte ich mal Herrn Derrick sprechen, bitte?
55:33Ja.
55:34Für Sie.
55:35Danke.
55:36Okay.
55:37Vielen Dank.
55:39Ja.
55:42Ja, Arius.
55:44Mhm.
55:46Ja, gut.
55:47Sind auch noch mehr.
55:48Danke.
55:49Ja, also wie gesagt, wir haben uns selbstverständlich überlegt, wer der Nutznießer des Mordes an Ihrem Mann sein könnte.
55:57Der Nutznießer ist der Körner.
56:00Was?
56:05Soll das heißen, dass Sie mich verdächtigen?
56:08Mehr als das.
56:09Wir können beweisen, dass Sie den Mord an Ralf Robert Botte verschuldet haben.
56:27Das ist der Mörder Ihres Mannes, den er für Geld umgebracht hat.
56:32Angestiftet und überredet von diesem Herrn dort, der natürlich auch dafür kassiert hat.
56:38Und Herr Körner hat das Geld beschafft.
56:47Habe ich den Mord an meinen Mann bezahlt?
56:53Habe ich den Mord an meinen Mann bezahlt?
56:55Ariane.
56:56Es ist auf, es ist aus.
56:58Die beiden haben heute Nacht ein umfassendes Geständnis abgelegt.
57:02Mir blüht nichts anderes übrig.
57:04Entschuldige.
57:05Er ist umgekippt.
57:07Hat alles zugegeben.
57:15Was hast du gesagt?
57:17Kein Risiko.
57:21Kommen Sie.
57:26Kommen Sie.
57:29Kommen Sie.
57:39Kommen Sie.
57:42Entschuldige.
57:42Kommen Sie.
57:52Kommen Sie.
57:56Kommen Sie.
58:26Untertitelung des ZDF, 2020
58:56Untertitelung des ZDF, 2020
59:20Untertitelung des ZDF, 2020
59:23Untertitelung des ZDF, 2020
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