- vor 2 Tagen
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Werner Rutger - Siegfried Lowitz (Der Alte)
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Günter Gräwert
Werner Rutger - Siegfried Lowitz (Der Alte)
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Günter Gräwert
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TVTranskript
00:01Musik
00:41Und, was machen wir mit den Bildern?
00:44Ach, verschenken Sie sie, wenn jemand Interesse daran hat.
00:48Ich nehme nur ein paar Bücher mit.
00:50Auch nicht alle.
00:53Nur die noch.
00:55Gerade können Sie abholen, mich sehr gewohnt haben.
00:59Wenn ich eine haben werde, ja.
01:02Ach, behalten Sie das Ding.
01:04Es sagt mir nichts Neues mehr.
01:07Ich werde mich draußen auf eine andere Häusung halten.
01:11Vielleicht besser, vielleicht schlechter, wer weiß.
01:24Nun ist es also soweit.
01:26Ja, es ist soweit.
01:28Ich bin versucht zu sagen, ich verliere Sie ungern.
01:31Sie waren ein Vorbild, die hier strafgefangen haben.
01:35Sie wissen, wohin Sie gehen?
01:38Ihre Frau ist doch...
01:39Meine Frau ist vor zehn Jahren gestorben.
01:42Aber Sie haben einen Sohn.
01:43Ja.
01:45Der hier in München wohnt.
01:47Ja.
01:48Ich nehme an, der holt Sie ab.
01:50Nein.
01:51Der weiß wahrscheinlich gar nicht, dass ich ihn lassen werde.
01:54Das Taxi ist da.
01:56Herr Rutger?
01:59Alles Gute für Ihren Künftigen Nebensweg.
02:13So, entlassen, was?
02:16Ja, es sieht so aus.
02:17Das ist so aus.
02:24Das ist so aus.
02:31Das ist so aus.
02:35Das ist so aus.
02:40Das ist so aus.
02:43Das ist so aus.
02:43Das ist so aus.
02:58Das ist so aus.
03:28Das ist so aus.
03:31Das ist so aus.
03:33Das ist so aus.
03:33Danke schön.
03:36Danke schön.
03:38Danke schön.
03:53Danke schön.
03:55Danke schön.
04:06Danke schön.
04:06Ja, hallo.
04:08Amalia?
04:10Wer ist da?
04:11Rudka.
04:12Warner Rutka.
04:14Dein Schwiegervater.
04:18Ja, ich wurde heute entlassen.
04:21Entlassen? Ja, entlassen.
04:24Ist mein Sohn da?
04:26Nein, er ...
04:28Was haben wir denn?
04:30Er ist in der Schule.
04:34Und ...
04:35Wie geht's euch?
04:37Danke.
04:39Ganz gut.
04:41Was machen die Kinder?
04:43Wie alt sind sie denn jetzt?
04:46Susanne ist 18.
04:49Toni 22.
04:51Wo ist denn Karl jetzt?
04:52Immer noch am Heuss-Gymnasium?
04:54Mhm, ja.
04:56Würdest du bitte meinem Sohn sagen,
04:57dass ich ihn sehen möchte, ja?
05:00Ja.
05:07Entschuldigung.
05:09Danke.
05:12Ja, Maria.
05:16Was?
05:19Was hast du ihm gesagt?
05:24Du hast ihm noch hoffentlich ...
05:25Kommen Sie doch mit, Herr Hinz.
05:27... hoffentlich klargemacht, dass eine Begegnung nicht möglich ist.
05:32Dazu bin ich gar nicht gekommen.
05:34Amalia, es gibt da keine ...
05:35keine Familienbande, auf die er sich berufen kann.
05:38Es ist ein für alle Mal vorbei.
05:39Das ...
05:41Du hast doch daran keinen Zweifel gelassen.
05:43Entschuldige, aber das musst du mit ihm klären.
05:44Wissen die Kinder was davon?
05:47Von dem Anruf?
05:49Toni.
05:51Susanne ist noch in der Schule.
06:03Es möchte sich jemand sprechen, Herr Direktor.
06:06Wer will mich sprechen?
06:07Ein älterer Herr.
06:08Es handelt sich um eine persönliche Sache.
06:12Hat er seinen Namen gesagt?
06:14Nein.
06:15Wo ist der Mann?
06:16Ja, draußen.
06:17Draußen?
06:18Ja.
06:20Ich hab ...
06:20Ich hab jetzt Unterricht.
06:22Sagen Sie dem Mann, dass der ...
06:24dass der Zeitpunkt ganz schlecht gewählt ist.
06:26Warten Sie, warten Sie, warten Sie.
06:30Ich sag Ihnen das selbst.
06:53Ich sag Ihnen das selbst.
06:57Ich will Gott entnehmen.
07:06Hier.
07:09Hier, bitte.
07:22Ich hab schon gehört, dass du ...
07:25entlassen bist.
07:26Amalia hat mich angerufen.
07:28Gerade.
07:31Aber sie hat ja wahrscheinlich nicht ...
07:33nicht ...
07:34nicht ausreichend ...
07:35klargemacht, dass ...
07:38ähm ...
07:39ja ...
07:40ein ...
07:40das ...
07:41das eine ...
07:45also eine Wiederaufnahme familiärer Beziehung
07:47nicht möglich ist.
07:48Für uns das nicht leisten können.
07:50also weder gesellschaftlich noch ...
07:52ähm ...
07:53schon gar nicht, wenn ich an meinem Beruf denke,
07:54das ist ...
07:54ja, ganz ausgeschlossen.
07:56Eine Entscheidung, die du respektieren musst.
08:00Die ich dich ...
08:02die ich dich bitten muss ...
08:03zu respektieren ...
08:06um der Familie willen.
08:10Ach so, ja.
08:13Ich hab jetzt gar keine Zeit hier.
08:14Ich hab Unterricht.
08:14Ich muss zum Unterricht, entschuldige.
08:16Also, was Sie zu verstehen, bitte.
08:21Warum bist du denn so nervös?
08:25Du entschuldige, die Klasse wartet.
08:34Wenigstens steht er nicht vor unserer Haustür.
08:35Hätte ja auch sein können.
08:39Er war in der Schule.
08:40In der Schule?
08:41Hat Vater mit ihm gesprochen?
08:44Er hat es abgelehnt, mit ihm zu sprechen.
08:47So, das ist er.
08:49Die Schlüssel?
08:53Können Sie mir ...
08:54hier bitte noch unterschreiben wollen?
08:59Danke.
09:00Können Sie mir das Modell noch mal kurz erklären,
09:03weil ich bin entlang nicht Auto gefahren.
09:05Wie lange denn?
09:0818 Jahre.
09:10Ach, Sie machen das schon.
09:12Naja, ich muss halt langsam fahren.
09:14Ich habe ja genügend Zeit.
09:17So.
09:18Sie ist ...
09:21Bitte.
09:28So.
09:28Der Rückwärtsgang ist vorne links.
09:30Hier ist der Starter.
09:31Da ist das Licht.
09:32Jetzt befreie ich Sie noch davon.
09:36Das Anschneiden nicht vergessen.
09:37Wo denn?
09:38Nein.
09:39Nein.
09:41Nein.
09:41Das ist das.
09:43Ja.
09:44Das ist das.
09:44Das ist das.
09:45Das ist das.
09:54Das ist das.
09:57Das ist das.
10:02Das ist das.
10:05Direksam.
10:06Das ist das.
10:06Das ist das.
10:08Das ist das.
10:19Das ist das ist das.
10:52Untertitelung des ZDF, 2020
11:00UNTERTITELUNG
11:40Suchen Sie etwas?
11:45Na ja, ich war vor 18 Jahren zum letzten Mal hier.
11:48Vor 18 Jahren? Da gab es die Siedlung doch noch gar nicht.
11:52Nein, nein, da war das hier im Waldrand.
11:55Ja, alles Wald.
11:57Da war der Waldrand.
11:58Das war ganz einsam damals.
12:01Tja, mit der Einsamkeit ist das jetzt vorbei.
12:07Schade.
12:12Schade.
12:32Ja, das will ich dann.
12:33Guten Tag.
12:34Da hätte er sich auch selber holen können.
12:36Na auf dem Kall hat er doch schon.
12:42Röttger?
12:44Ja, hier ist Werner Röttger.
12:46Ich möchte meinen Sohn sprechen.
12:50Ihr.
12:52Er ist es wieder.
12:55Ich will ihn nicht sprechen.
12:57Ich bin nicht da.
12:57Sag ihm, ich sei nicht da.
12:59Herrgott, das ist doch nicht schwer.
12:59Ich bin nicht da.
13:00Sag es ihm doch.
13:01Er wird immer wieder anrufen.
13:04Ich will mit dem Mann nichts mehr zu tun haben.
13:06Begreift das doch.
13:06Sag ihm, ich sei nicht da.
13:08Das kann doch nicht so schwer sein.
13:10Bitte.
13:11Lass mich mit ihm sprechen.
13:20Hallo.
13:21Wer ist da?
13:22Toni hier.
13:24Toni Rutger.
13:25Oh, Toni hier.
13:27Du warst damals vier Jahre alt.
13:30Aber ich will nicht dich, ich will deinen Vater sprechen.
13:33Der kann im Moment nicht an den Apparat kommen.
13:35Aber ich spreche in seinem Namen.
13:38Ich glaube, es ist besser für die Familie, wenn wir uns nicht wieder begegnen.
13:44Solltest du Hilfe brauchen, Geld, dann ließ er sich sicher etwas machen.
13:49Ich brauche keine Hilfe und ich brauche kein Geld.
13:51Ich habe noch Geld.
13:52Ich brauche deinen Vater, um etwas mit ihm zu besprechen, was meine Frau, was seine Mutter angeht,
13:59um ihren Nachlass.
14:01Ich gebe dir jetzt die Adresse meiner Pension und da erwarte ich ihn.
14:04Und zwar noch heute Abend.
14:09Ruze, Straßenlund.
14:18Seine Pension.
14:19Er will noch heute Abend mit dir sprechen.
14:23Kommt nicht in Frage.
14:24Warum hast du mir das nicht gesagt?
14:25Kommt nicht in Frage.
14:26Er will über den Nachlass seiner Frau mit dir sprechen.
14:30Herr Röckner.
14:31Ich will dich in Ruhe lassen.
14:33Hör dir an, was er zu sagen hat.
14:35Seine Mutter ist seit zehn Jahren tot.
14:36Das kannst du ihm nicht abschlagen.
14:39Ich warte hier nicht.
14:57Ja, Herr Rhein?
15:10Na, immer noch nervös?
15:13Nicht ruhiger geworden in all den Jahren?
15:17Was willst du von mir?
15:20Zunächst will ich dich mal ansehen, wie du aussiehst nach so langer Zeit.
15:26Willst dich nicht setzen?
15:28Ach, du, äh...
15:31Ich kann nicht lange bleiben.
15:32Warum denn nicht?
15:35Willst du nicht was trinken?
15:36Ich habe uns eine Flasche Whisky raufkommen lassen und zwei Gläser.
15:41Ja, ich trinke keinen Whisky.
15:44Aber ich darf mir ein Glas Whisky einschenken, ja?
15:47Ja, ja, natürlich.
16:00Geht's dir gut?
16:02Sehr gut.
16:05Was bist du denn jetzt?
16:07Oberstudienrat.
16:10Schulleiter.
16:13Gratuliere.
16:14Danke.
16:16Und angesichts dieser Tatsache bitte ich dich zu verstehen, dass, äh...
16:20Ja?
16:22Weißt du, ich habe jetzt einen Beruf, der auch gesellschaftlich von Bedeutung ist.
16:26Wir sehen jetzt, dass, äh...
16:28Die Familie steht jetzt mehr als zuvor im Licht der Öffentlichkeit.
16:32Wie sieht denn sowas aus?
16:33Das heißt, dass wir darauf angewiesen sind, einen anständigen Eindruck zu machen.
16:39Macht sie denn den nicht?
16:41Du musst verstehen, Vater.
16:44Du passt da nicht rein.
16:47Es liegt nicht in unserem Interesse.
16:49Und es kann ja auch nicht in deinem liegen, wenn man sich...
16:53...erinnert.
16:54Das weiß ich ja.
16:56Das weiß ich.
17:09Deine Mutter ist vor zehn Jahren gestorben.
17:11Na, was dir mitgeteilt wurde.
17:12Ja.
17:13Du hast dir einen Haushalt aufgelöst.
17:16Ja, natürlich.
17:18Ich habe deiner Mutter, bevor ich verhaftet wurde, einen Umschlag gegeben.
17:22So eine Art Testament.
17:24Es sollte erst nach meinem Tode geöffnet werden.
17:26Aber erst dann, diesen Umschlag möchte ich von dir haben.
17:32Umschlag, ein Umschlag, ein Umschlag mit einer Art Testament, sagst du?
17:36Also...
17:37Also er war nicht dabei.
17:39Er war nicht dabei?
17:40Nein, er hätte mir da auffallen müssen.
17:43Ist er nicht aufgefallen?
17:45Nein.
17:46Also wenn es einen solchen Umschlag gab, dann kann Mutter ihn nur selbst verloren haben.
17:49Ich habe ihn jedenfalls nicht gefunden.
17:52Um was hat er sich denn da gehandelt?
17:55Willst du nicht jetzt doch einen Whisky trinken, nach der Anstrengung?
17:58Ich sag doch, ich...
18:00Ich trinke keinen Whisky.
18:02Dann kriegst du dich auf.
18:05Ja, aber ich weiß, kaltblütig warst du nie.
18:08Dann muss man das sein.
18:10Es kommt auf die Situation an.
18:12Gut.
18:13Ich wollte dich nur nach diesem Umschlag fragen.
18:15Du hast ihn nicht.
18:17In Ordnung.
18:19Tja.
18:22Äh, du...
18:23Wirst du in München bleiben?
18:25Das wäre denn nicht angenehm, nicht?
18:27Nein, entschuldige du, also...
18:28Bitte, verstehe das.
18:30Ja.
18:31Kann ich dir leider nicht helfen.
18:33Ich bleibe in München.
18:35Aber du...
18:36Du wirst dich daran halten, also...
18:39Keine Verbindung zu uns.
18:42Ich kann dich nicht mehr sehen.
18:45Raus!
19:06Du bist hier ganz blass.
19:08Was wollte er denn von dir?
19:10Keine Ahnung.
19:12Ich glaube, das weiß er selber nicht.
19:13Ich weiß nicht.
20:00Hallo, allein?
20:02Jetzt nicht mehr.
20:05Guck mal.
20:13Was willst du trinken?
20:16Piccolo?
20:19Carmen, zwei Piccolo.
20:22Nein, ein Piccolo und ein Whisky.
20:34Unter keinen Umständen kommt er hier ins Haus.
20:41Hat er sich verändert?
20:43Gebessert sicher nicht.
20:51Würden Sie mir bitte meinen Schlüssel geben?
20:57Darf ich die Dame mit aufs Zimmer nehmen?
21:00Da hab ich direkt drauf gewartet.
21:01Tun Sie mal, was Sie für gesund halten.
21:03Ja.
21:04Ja.
21:04Ja.
21:07Ja.
21:08Ja.
21:13Ja.
21:20Ja.
21:23Ja.
21:24Ja.
21:28Ja.
21:40Ja.
21:44Ja.
21:45Ja.
21:54Das ist auch nicht mehr wie früher.
21:56Ja.
21:58Ja.
21:58Ja.
22:01Ja.
22:02Ja.
22:04Ja.
22:05Ja.
22:17Ja.
22:20Ja.
22:21Ja.
22:30Ja.
22:32Ja.
22:33Ja.
22:34Ja.
22:37Ja.
22:42Ich interessier mich nur für schöne Gärten.
22:46das ist ein sehr schöner Gart.
22:49Gratuliere ihn.
22:52Ja.
22:54Moment mal.
22:56Stefan.
22:57Kennst du denn Werner Rudger?
22:58Keine Ahnung, wer das ist.
22:59So will ich sprechen.
23:02Derrick?
23:04Ja.
23:05Ich kann verstehen, dass Sie sich nicht an meinen Namen erinnern.
23:08Das ist ja auch 18 Jahre her.
23:11Der Mordfall Reisner.
23:14Der Bahnhofskassenbord.
23:15Ach, ja, ja, jetzt wo Sie das sagen, Sie sind ...
23:21Ja, ich habe den Reißner erschossen. Sie haben den Fall damals aufgeklärt.
23:26Rutger, ja, ja. Ja, in dem Zusammenhang fällt mir auch Ihr Name wieder an.
23:33Ja, ich bin gestern entlassen worden, nach 18 Jahren.
23:37Das ist doch fein für Sie. Und, warum rufen Sie mich an?
23:39Ich hätte Sie gern mal gesprochen, wenn Sie nichts ausmacht.
23:44Aber für Sie ist vielleicht sehr interessant.
23:49Können wir uns im Spielsalon an der Schleißhammer Straße treffen?
23:56Ja, gut, den kenne ich. Warten Sie. Sagen wir um 14 Uhr?
24:0114 Uhr, ja.
24:07Stefan, pass auf. Der Mann kann gefährlich sein.
24:11Rutger.
24:13Der Fall passierte, warte mal, der passierte vor 18 Jahren.
24:16Der Mann, der muss jetzt mindestens ...
24:17So, das ist Ende 60.
24:53Ich suche Herrn Rutger.
24:55Ich bin hier, Rutger.
24:58Guten Tag, Herr Derrick.
25:00Ich habe Sie sofort erkannt.
25:02Ihr Gesicht hat sich mir damals eingebringt.
25:06So, wenn wir nicht die Hand geben wollen.
25:08Guten Tag, Herr Rutger.
25:09Ich stehe Ihnen zur Verfügung. Zehn Minuten.
25:11Das ist manchmal sehr wenig, manchmal sehr viel.
25:15Wollen Sie sich setzen?
25:22Ja.
25:24Möchten Sie was trinken?
25:27Ein Bier.
25:33Ich mache Ihnen nichts vor.
25:35Ich habe immer gewusst, wer ich bin.
25:38Und dass ich auch bleibe, wer ich bin.
25:41Ein Krimineller.
25:43Kommen Sie mal zur Sache.
25:45Ja.
25:46Haben Sie die Fakten noch im Kopf?
25:50Ich habe sie sogar noch mal nachgelesen.
25:52Sehr gut.
25:54Sie wissen, dass ich den Geldschrank aufschweißte.
25:57Beim Schweißen entstand durch Funkenflug Feuer,
25:59was den Wächter alarmierte, den ich dann erschoss.
26:03Ich entkam mit der Beute.
26:06Das Geld verbrannte nicht.
26:10Ich entkam mit ungefähr einer Million Bargeld.
26:14Drei Tage später haben sie mich verhaftet.
26:17Aber einen Tag vorher, da habe ich das Geld in einen Metallkoffer getan.
26:22Und den habe ich vergraben.
26:24Wird es jetzt interessant?
26:26Ja.
26:27Ja.
26:29Es ist zwar alles teurer geworden inzwischen,
26:31aber mit einer Million kann man auch sehr gut leben.
26:34Oh ja.
26:36Ich habe den Koffer vergraben,
26:40neben meinem Baum am Waldrand.
26:42Nur, den Waldrand gibt es jetzt nicht mehr.
26:46Da ist eine Siedlung entstanden.
26:48Und der Baum, von dem ich spreche,
26:51der steht im Garten eines Hauses.
26:55Ich kann doch nicht da hingehen und klingeln und kann sagen,
26:59würden Sie mir erlauben, dass ich in Ihrem Garten da
27:01neben dem Baum ein Loch puddle und etwas raushole,
27:04was Ihnen nicht gehörte, bei mir auch nicht?
27:06Kaum.
27:07Ja.
27:08Also, ich gebe die Million zurück.
27:13Wie finden Sie das?
27:29Das ist das Haus.
27:38Das heißt, das Haus gab es damals noch nicht,
27:41aber die beiden Eichen da, die kenne ich.
27:44Und die rechte Eiche ist es.
27:48Sind Sie sich da ganz sicher?
27:49Ja.
27:50Ich habe zwei Buchstaben in die Rinde geschnitten
27:53und ein Herz drüber.
27:55Was für Buchstaben?
27:56Meine.
27:57Ein W und ein R.
27:59Dann wollen wir mal sehen.
28:11Guten Tag, sind Sie Frau Boke?
28:13Ja.
28:14Wir sind Kriminalbeamte.
28:15Wollen Sie unseren Ausweis sehen?
28:18Kriminalbeamte?
28:19Ihr Mann ist nicht zu Hause?
28:20Nein, der ist im Amt.
28:22Worum geht es denn?
28:24Ja, äh, dürfen wir mal in Ihren Garten?
28:29Ja, bitte.
28:49Ja.
28:50Marianne?
28:51Ja?
28:52Wer ist da gekommen?
28:56Die Kriminalpolizei.
28:57Sie wollen unseren Garten ansehen.
28:59Und unseren Garten ansehen?
29:02Wozu?
29:05Was haben die da zu suchen?
29:09Marianne!
29:10Hier ist der Baum, sehen Sie?
29:11Hier ist das W.
29:12Hier ist das R.
29:13Da ist das Herz.
29:14Und hier sechs Schritte nach hier.
29:19So.
29:20Da ist die Stelle.
29:23Hallo!
29:28Herr Doktor, Ihre Frau Mutter ist am Telefon.
29:31Entschuldigung.
29:36Und dann fehlen noch die Unterschriften für das Chemische Institut.
29:39Ja, vielen Dank, dass Sie mich erinnern.
29:41Ich erlebe die Besten.
29:53Ja, Mama?
29:55Da sind Leute von der Polizei.
29:57Ja.
29:59Ja.
30:01Ich habe Ihnen gesagt, das ist ohne deine Einwilligung unmöglich.
30:05Warum denn?
30:05Die wollen den Garten umgraben.
30:07Aus welchem Grunde?
30:11Was haben Sie gesagt?
30:13Was suchen Sie?
30:17Moment, Moment.
30:18Aber nicht auf dem Rasen.
30:21Ich...
30:23Ich komme sofort.
30:24Ich will selbst mit dem Leute sprechen.
30:26Ist gut, meine Junge.
30:30Ja.
30:31Ja, ich verstehe.
30:32So viel habe ich jetzt mitgekriegt.
30:35Etwas soll hier vergraben sein.
30:38Geld.
30:39Das ist ein Brautüberfall.
30:41Dass jemand in meinem Garten vergraben hat.
30:44Nein, nicht in Ihrem Garten.
30:46Neben diesem Baum.
30:47Ihren Garten gab es damals noch gar nicht.
30:50Aha.
30:51Das ist ja eine ganz andere Sache.
30:53Ja, da war hier Wald.
30:55Überall Wald.
30:56Und im Wald stand dieser Baum.
31:00Wer sind Sie?
31:02Ich bin der Mann, der das Geld vergraben hat.
31:03Neben diesem Baum.
31:04In einem Metallkoffer.
31:06Was?
31:08Ja, er hat seine Strafe abgesessen.
31:10Er war 18 Jahre im Gefängnis.
31:11Das ist Herr Rutger.
31:14Weswegen?
31:15Wegen Raub und Mord.
31:17Wegen Raub und Mord?
31:21Sie müssen zugeben, dass es zumindest sehr ungewöhnlich ist.
31:26Da kommt jemand zu Ihnen.
31:28Ein Raubmörder.
31:29Entschuldigung.
31:31Und zwingt Sie, Ihren Garten umzugraben.
31:35Kann ich da Nein sagen?
31:37Wollen Sie Nein sagen?
31:40Das kann ich voll schlecht.
31:43Also, dann...
31:45...bitte.
31:47Danke.
31:48Na ja, da steht ja der Wahrheitsfindung mal wieder nichts im Wege.
32:04Unglaublich.
32:06Unser Garten wird verwüstet, weil ein Raubmörder vor 18 Jahren dort seine Beute vergraben haben will.
32:14Ist denn der Mann selbst dabei?
32:18Da steht er neben.
32:20Als sei es das Normalste von der Welt.
32:32Kein Metallkoffer. Nicht zu finden.
32:34Sie haben sich nicht in der Stelle geirrt?
32:35Nein, das ist die Stelle.
32:38Es ist genauso sicher, wie dass der Koffer nicht mehr da ist.
32:43Tja, ich glaube, wir können das Loch wieder zumachen, ne?
32:46Genau.
32:55Wann ist denn das Haus gebaut worden?
32:57Vor zwölf Jahren.
32:59Und Sie selbst, Sie waren der Bauherr?
33:02Ja, ich habe den Bauplatz übernommen.
33:05Er wurde mir angeboten.
33:10Ist an der Stelle, wo der Baum steht, an der bezeichneten Stelle dort,
33:13ist das schon mal gegraben worden?
33:17Nicht, dass ich wüsste.
33:19Ich meine, dort ist doch der Garten angelegt worden.
33:20Rasen gesät.
33:22Was wollen Sie wissen?
33:23Ob da jemand einen Metallkoffer ausgegraben hat?
33:26Ja, genau.
33:27Der Gärtner vielleicht.
33:29Machen Sie sich doch nicht lächerlich.
33:31Da hat niemand gegraben.
33:33Sie auch nicht.
33:37Was wollen Sie damit sagen?
33:39Dass Sie möglicherweise den Koffer gefunden haben.
33:42Er enthielt immer eine Million Bargeld.
33:46Muss ich mir das bieten lassen?
33:50Oh, entschuldigen Sie.
33:52Ich scheine sehr wirklich erschreckt zu haben.
33:54Das war nicht meine Absicht.
33:56Verzeihen Sie bitte.
33:57Aber gern.
33:59Ich weiß es zu schätzen, dass Sie nicht das ganze Haus abtragen ließen.
34:03Wegen Ihres Koffers.
34:05Jetzt denken Sie sicher, ich lüge. Ich will mich interessant machen.
34:09Das könnte doch sein. Ich bin mir nicht im Klaren darüber.
34:12Ich habe diesen Herrn Burke verdächtigt, den Koffer gefunden und die Million behalten zu haben.
34:17Ist das so abwegig?
34:20Ich habe da wirklich eine Million vergraben.
34:23Wohin ist sie verschwunden?
34:28Sollte man nicht sicherheitshalber mal die finanziellen Verhältnisse von Herrn Burke überprüfen?
34:34Ist aber nicht so einfach.
34:36Das würde ihn aber von jedem Verdacht befreien, wenn man feststellen könnte, dass in den letzten zehn Jahren keine große
34:42Vermehrung seines Vermögens stattgefunden hat.
34:46Oder?
34:50Na, gibt's was Neues aus den alten Akten?
34:52Nichts vom Belang, nein.
35:09Derrick, kann ich bitte Herrn Rutger sprechen?
35:12Ja, danke.
35:17Ja, danke.
35:31Na, Burke.
35:34Derrick.
35:36Ah, der Herr Oberinspektor.
35:40Der Herr Oberinspektor Derrick.
35:42Hören Sie, Herr Rutger, ich habe mir Ihre Akten noch einmal ganz sorgfältig durchgesehen.
35:47Sie erzählen mir da wilde Geschichten.
35:49Alles spricht dafür, dass das Geld verbrannt ist.
35:54Sind Sie noch da?
35:58Hallo?
36:00Na ja, ich bin ja ein Idiot, dass mir das jetzt erst einfällt. Ich kann Ihnen ja beweisen, dass ich
36:07keine wilden Geschichten erzähle. Ich habe ja einen Zeugen.
36:11Einen Zeugen?
36:13Ja, mein Sohn. Das ist ein irgendeiner Mann. Der ist, äh, was hat er mir gesagt, wo er ist? Der
36:21ist, äh, Schulleiter, Oberstudienrat.
36:24Ja, und? Was hat das mit dem Koffer zu tun?
36:28Ich habe den Ort, wo ich den Koffer vergaben habe, in einem Brief beschrieben, den ich meiner Frau zu aufbewahren
36:35gegeben habe. So in einem Kuvert, wie ein Testament. Meine Frau ist aber vor zehn Jahren gestorben.
36:43Mein Sohn hat den Haushalt aufgelöst. Er musste den Brief gefunden haben. Die Mutter hat ihm doch sicher davon erzählt.
36:49Hat er gesagt, dass er ihn gefunden hat?
36:51Ja, er sagte nein. Aber wenn Sie ihn fragen? Wenn die Polizei ihn fragen?
37:03Ja, mein Vater machte mir schon eine Andeutung. Er sprach von einem Testament.
37:10Ich kenne so einen Brief nicht. Nie gesehen. Unbekannt. Ganz unbekannt.
37:20Wenn Sie das bitte hinübertragen wollen.
37:24Ja, mehr kann ich dazu nicht sagen.
37:27Ihr Vater sagt in diesem Brief, da sei die Rede von einem Metallkoffer gewesen.
37:33Und in dem Koffer war die Beute von einem Raubüberfall?
37:37Bargeld. Bargeld in Höhe von, warten Sie mal, so etwa eine Million.
37:41Und in diesem Brief habe er auch ganz genau beschrieben, wo der Koffer vergaben sei.
37:46Herr Sie, ich bin schon genug gestraft, dass ich einen Vater habe, der ein Verbrecher ist.
37:50In was will er mich jetzt hineinziehen?
37:52Ich erkläre Ihnen in aller Form.
37:54Ein Brief, in der Art, wie Sie ihn mir beschrieben haben, ist mir unbekannt.
38:05Warum war er denn so aufgeregt?
38:07Auf jeden Fall hatte er Angst, dass die Aktivitäten seines Vaters die Vergangenheit darauf beschwören.
38:12Ja, vielleicht hat er auch nicht die Wahrheit gesagt.
38:14Kann auch sein. Ich jedenfalls bin gespannt, was sein Vater jetzt sagt.
38:19Was soll er denn sagen? Der wird bei seiner Behauptung bleiben.
38:25Und beweisen. Kann keiner was.
38:28Verlass dich drauf. Dem fällt was ein.
38:39Wir wollen Sie gar nicht stören, aber da Sie in Ihrer Fraktion hinterlassen haben, wo man Sie finden kann, dann...
38:44Ja, das habe ich doch nur ihr deswegen getan.
38:47Wer soll mich denn sonst suchen?
38:48Oh, das ist schön, dass Sie gekommen sind.
38:52Ja, hier halte ich mich so ab und zu auf, ne?
38:57Das ist eine Art Heimat.
39:00Wissen Sie, das spielt keine Rolle, wo ich bin.
39:03Wollen wir uns nicht sagen?
39:04Gerne.
39:21Ich weiß genau, was mein Sohn ihm gesagt hat.
39:25Ja, was? Zwei Bier.
39:27Er weiß nichts von dem Brief.
39:30Richtig, genau das hat er gesagt.
39:32Wissen Sie, ich habe die ganze Sache so mal für mich durchgedacht.
39:38Also vor zehn Jahren starb meine Frau.
39:40Der Brief, wo ich den Ort beschrieben habe, wo der Metallkurve vergraben liegt, der fiel in die Hände meines Sohnes.
39:49Und vor neun Jahren kaufte mein Sohn das Haus, in dem er jetzt wohnt.
39:56Ich gebe Ihnen nur eine Information.
40:00Dass Ihr Sohn vor neun Jahren ein Haus gekauft hat, vielleicht mit Geld, das ihm nicht gehört hat?
40:10Der Gedanke drängt sich Ihnen auf, wie er sich mir aufgedrängt hat.
40:15Moment mal, wollen Sie damit sagen, dass möglicherweise Ihr Sohn den Koffer ausgegraben hat, auf diesem Grundstück von dem Bibliotheksdirektor?
40:23Vielleicht mit ihm zusammen.
40:32Stellen Sie sich doch mal vor, mein Sohn sucht den Baum, aber die Gegend hat sich verändert, da stehen jetzt
40:39Häuser.
40:40Und der Baum, der gewisse Baum sein soll, der steht im Garten eines Hauses.
40:45Na, was tut er? Kann man sich nicht Folgendes vorstellen?
40:48Er klingelt, er wird eingelassen. Er stellt sich vor, ich bin der und der.
40:53Bedenken Sie doch, Leute von gleichem Niveau, von gleicher Bildung.
40:57Mein Sohn stellt dann fest, im Garten, das ist der Baum.
41:02Die Kennzeichen dann im Buchstaben. Na? Können Sie die Geschichte weitererzählen?
41:07Na, ich könnte schon, aber Sie haben sicher Ihre eigene Version.
41:10Ja. Er hat dem Mann die Sache erzählt. Und gemeinsam haben Sie nach dem Koffer gegraben, nachts, um überhaupt festzustellen,
41:21ob es den noch gibt.
41:23Und da war er, der Koffer, und Sie haben ihn aufgemacht und sahen es, was da seit acht Jahren liegt.
41:31Was niemand gehört, was man vergessen hat.
41:36Ja.
41:36Ach, einen Moment mal, mein Herr.
41:47Da bist du ja. Ich hab dich gestern Abend gesucht. Wo warst du denn?
41:53Er könnte recht haben.
41:55Wie dem auch sein. Er hat von Anfang an nur ein Ziel. Er will seinen Sohn treffen. Er will ihn
42:02fertig machen.
42:13Wir haben Besuch.
42:15Besuch?
42:16Mein Vater.
42:18Nein. Kriminalbeamte.
42:21Kriminalbeamte.
42:22Was wollen die denn? Was haben Sie gesagt?
42:27Meine Herren. Guten Tag.
42:30Guten Tag.
42:30Ja, guten Tag.
42:32Darf ich fragen, worum es geht? Hat man Ihnen schon etwas angeboten?
42:34Danke, das ist sehr liebeswürdig. Aber es geht nur um eine kurze Auskunft, dann sind Sie schon wieder los.
42:40Bitte.
42:41Herr Rutger, wann, wann haben Sie dieses Haus gekauft?
42:48Ja, ist das von Wichtigkeit, wann ich dieses Haus gekauft habe?
42:53Vor einigen Jahren.
42:54Vor neun Jahren etwa?
42:58Es kann etwa neun Jahre her sein. Ja, so ungefähr.
43:02Ja, können Sie uns sagen, wie Sie das Haus gekauft? Ich meine, wie Sie es bezahlt haben.
43:08Muss ich diese Frage beantworten?
43:10Sie könnten mit einer Antwort, können Sie etwas aus der Welt schaffen.
43:13Was könnte ich aus der Welt schaffen?
43:15Ein Verdacht, den Ihr Vater geäußert hat.
43:20Also, welchen Verdacht hat mein Vater geäußert?
43:23Also, er verdächtigt Sie, den Geldkoffer ausgegraben zu haben und mit dem Geld, mit einem Teil des Geldes, das Haus
43:31hier bezahlt zu haben.
43:32Welchen Wert besitzt eigentlich für Sie die Aussage eines Mannes, der ein Krimineller ist, ein Mann?
43:37Ein Mörder. Ein Raubmörder.
43:40Genügt Ihnen das, um hier herzukommen und dann einzudringen? Ja, wozu sehe ich, dass Sie dringen hier ein? Hier!
43:46Stell mir unglaubliche Fragen, unglaubliche, die ich nicht beantworte.
43:49Ich wiederhole, die ich nicht beantworten werde. Das muss ich nicht.
43:54Nein, nein. Das müssen Sie nicht.
43:57Gut. Dieses Recht nehme ich in Anspruch.
44:03Gib mal das Telefon.
44:06Aber nur statt.
44:08Wer denkt Sie, ich will noch ein Honolulu telefonieren, Mensch?
44:32Karl. Karl, Telefon.
44:42Rutger.
44:44Hallo.
44:47Du?
44:48Ja, die Polizei war heute bei dir. Sie haben dich gefragt, womit du dein Haus bezahlt hast. Leg nicht auf.
44:57Das würdest du bereuen.
44:59Du hast die Antwort verweigert. Warum?
45:02Weil's die Polizei nichts angeht. Und dich geht's auch nichts an!
45:07Ach du denkst, du kannst die Geschichte für dich behalten. Das ist ein Irrtum. Ich geb's an die Presse.
45:15Das ist eine Geschichte, die Journalisten sehr gern hören.
45:18Mord, Verbrechen, Koffer vor Geld, ehrenwerte Leute, alter Mann aus dem Knast.
45:29Und der Oberstudienrat und die Millionen. Das ist eine Headline, was?
45:41Es gibt eine Menge Leute, die denken, sie sind besser als wir. Als wir beide. Aber das ist ein Irrtum.
45:48Sie sind nicht besser. Sie haben nur mehr Glück. Und man erwischt sie seltener.
45:54Das ist ein Irrtum.
45:58Oh nein!
46:18Bucke?
46:21Wer?
46:23Herr Utka?
46:25Was ist denn los?
46:29Bitte?
46:31Kommen Sie mir jetzt bloß nicht mit dem Koffer.
46:34Den Koffer gibt es nicht. Basta.
46:38Niemand, niemand kann uns das Gegenteil beweisen.
46:41Also verlieren Sie nicht die Nerven.
46:47Jetzt?
46:48Ja, jetzt!
46:50Ich komm jetzt vorbei.
46:53Vielleicht gibt es nur einen Ausweg.
46:55Ja.
47:00Morgen, hoi.
47:01Morgen, Stefan.
47:03Du, Herr Ruttgart angerufen, der Studienrat, ob er und Herr Burke morgen einen Termin haben können. Sie hätten eine Erklärung
47:08abzugeben.
47:09Beide gleichzeitig?
47:10Tja, merkwürdigerweise.
47:12Wir sind also morgen um 16 Uhr mit Ihnen verabredet.
47:15Interessant.
47:16Tja.
47:17Denn vielleicht hatte der Herr Vater doch keinen so schlechten Riecher.
47:21Abwarten.
47:23Der lässt dir ausrichten, dass er die Geschichte an die Presse weitergeben will.
47:28Der will ihn umbringen.
47:30Der will seinen Sohn umbringen.
47:33Ich geh zu ihm.
47:38Du isst doch was.
47:40Du isst ja gar nichts.
47:42Ich hab keinen Hunger.
47:48Da ist jemand von der Polizei.
47:50Ich hab gesagt, ich weiß nicht, ob Sie da sind.
47:52Na ja, auf den warte ich doch.
47:54Der möchte bitte reinkommen.
47:57Hallo, guten Morgen.
47:58Guten Tag.
47:59Grüß Gott.
48:00Jetzt störe ich Sie beim Frühstuhl.
48:01Aber nein, ganz im Gegenteil.
48:03Was halten Sie von der Idee mit den Journalisten?
48:07Würdest Sie uns bitte mal einen Moment allein lassen, ja?
48:14Aber geh nicht weg.
48:20Bitte.
48:25Tja.
48:28Herr Rutger, was wollen Sie eigentlich damit erreichen?
48:33Dass die Wahrheit ans Licht kommt.
48:35Ich bin kriminell.
48:37Das ist eine Eigenschaft, die ich mit vielen Menschen gemeinsam habe.
48:40Aber mein Sohn will mich nicht mehr sehen.
48:42Der hat den Verkehr mit mir abgebrochen,
48:44weil er zu den Leuten gehört, die die Moral gepachtet haben.
48:47Aber jetzt werde ich klarstellen, wer er ist.
48:49Der ist nämlich auch kriminell, der Herr Oberstudienrat.
48:52Herr Rutger, ich habe mit dem Staatsanwalt gesprochen.
48:56Wir bekommen die Möglichkeit, uns über die finanziellen Verhältnisse
48:59Ihres Sohnes und Burkes genau zu informieren.
49:04Also, wir brauchen die Presse gar nicht.
49:07Ich habe es aber schon informiert.
49:12Weißt du, das ist so?
49:13Ich habe sie heute Nacht durchtelefoniert.
49:17Sie wollen ihn umbringen?
49:19Nein!
49:20Ich will eine Lüge umbringen!
49:24Ja, bitte.
49:28Guten Tag.
49:29Na, bitte kommen Sie doch heran.
49:33Wollen Sie sich setzen?
49:34Danke.
49:37Haben Sie Lust auf einen Kaffee?
49:38Danke, sehr liebeswürdig.
49:40Aber ich glaube, wir sind schon aufgeregt genug.
49:43Ja, das kann ich verstehen.
49:44Na, setzen Sie sich doch.
49:45Ja, bitte sehr.
49:46Dankeschön.
49:47Entschuldigung.
49:52Ja, was führt Sie zu mir, mein Herr?
49:56Ja, es ist vielleicht ein bisschen spät, aber...
49:58Für die Wahrheit?
50:01Wenn Sie so wollen, ja.
50:03Und?
50:04Was ist die Wahrheit?
50:09Ich habe den besagten Umschlag damals im Nachlass meiner Mutter gefunden.
50:12Ich fühlte mich verpflichtet, der Sache nachzugehen.
50:17Vor zehn Jahren kam Herr Dr. Rutger, gerade Oberstudienrat geworden, zu mir.
50:24Er stellte sich vor, er erzählte mir die ganze Geschichte von seinem Vater.
50:28Er sagte, das Geld, wenn es tatsächlich da wäre, müsse es zurückgegeben werden.
50:36Die Beschreibung des Baumes träfe auf denen in meinem Garten zu.
50:40Wir gingen in den Garten.
50:42Die Angaben des Briefes, die eingeschnittenen Initialen betreffend, stimmten.
50:47Wir fanden den Koffer, wir brachten ihn ins Haus, säuberten ihn, er lag ja acht Jahre unter der Erde, und
50:55machten ihn auf.
51:00Im Brief war die Rede von etwa einer Million.
51:04Es waren aber nur hunderttausend drin.
51:07Begreifen Sie.
51:08In dem Koffer waren nur hunderttausend drin.
51:11Keine Million.
51:14Ich sagte, wollen Sie hunderttausend zurückgeben, wenn in dem Brief von einer Million die Rede ist?
51:20Den Brief kann man ja nicht verschwinden lassen.
51:22Sie müssten ja erklären, woher Sie wussten, wo dieser Koffer zu finden ist.
51:27Und in dem Brief steht nun mal drin, eine Million.
51:31Es wurde uns klar, dass wir in Teufelsküche kommen würden.
51:35Wenn man in aller Öffentlichkeit darüber spekulieren würde, ob es war es, was wir sagten, ob wir nicht doch den
51:40Restbetrag unterschlagen hätten.
51:41Der Gedanke war mir unerträglich.
51:43Ich war gerade, wie Herr Burke sagt, Oberstudienrat geworden.
51:46Ich musste auf meinen Ruf bedacht sein.
51:48Mehr als ein anderer.
51:50Eben. Wegen meines Vaters.
51:52Wir stellten uns auf den Standpunkt, es gibt keinen Koffer.
51:56Das Loch in der Erde wird zugemacht und im wahrsten Sinne des Wortes wuchs Gras darüber.
52:02Wo ist der Koffer?
52:04Ach so, ja, hier.
52:07Entschuldigung.
52:17Danke, wir haben beide nachgezählt.
52:19Wollen Sie?
52:19Ja, danke.
52:21Wir haben beide nachgezählt, es sind genau 120.000 Mark.
52:47Wir haben beide unterschrieben, wie sich das gehört.
52:50Sie können nachzählen. Da fehlt nicht eine Marke.
52:55Ja.
53:02Hallo.
53:04Hallo.
53:05Also.
53:05Also.
53:07Der Koffer ist nach dem Tod Ihrer Frau gefunden worden.
53:13Ja?
53:14Ja.
53:15Von meinem Sohn in Herrn Burke, nicht?
53:18Und er war unter Garantie leer.
53:20Nein, der Koffer war nicht leer.
53:23Nicht?
53:24Es waren 120.000 Mark drin.
53:28Und das andere?
53:31120.000 Mark.
53:33Von diesem Koffer waren vermutlich niemals mehr als 120.000 Mark.
53:40Ihre Million, das ist eine Fiktion.
53:42Um Ihren Sohn in Schwierigkeiten zu bringen.
53:45Das glauben Sie.
53:47120.000 Mark.
53:50Gezählt, quittiert, mit Unterschriften von Herrn Burke und Ihrem Sohn.
53:53Ja, die versichern nicht einen Pfennig entnommen zu haben, nicht?
53:57So ist es.
53:57Nein, so ist es nicht.
53:59Ich weiß ja, wie viel in dem Koffer war.
54:04Ach so.
54:06Dann zum letzten Mal, wie viel?
54:08Auch wenn es Ihnen nicht passt.
54:10Es war rund eine Million, ich hab's ja gezählt.
54:15Aber...
54:17Vielleicht sollte ich mich darüber freuen, wie gut die Söhne von den Verbrechen ihrer Väter leben können, nicht?
54:22Und wie hoch geachtet.
54:24Wie schön für sie, dass sich nichts beweisen lässt.
54:33Stefan, das Gutachten, das du angefordert hast, ist eingetroffen.
54:36Na und?
54:37Das wird dich umhauen.
54:38Die vor zehn Jahren gegenseitig ausgestellte Bestätigung über den Inhalt des Koffers wurde erst gestern geschrieben.
54:44Sag mal, woher weißt du das?
54:47Ich war bei der Bank.
54:49Der größte Teil der Geldscheine, der war vor 18 Jahren noch gar nicht im Umlauf.
54:54Sag mal, dann...
54:56Da wär dieses Märchen mit den 100.000 gar keine schlechte Idee.
54:59Ich mein, wenn's eine Million war, dann hätten sich die Herren mit 10% Verlust von dem Verdacht freigekauft.
55:05Ruf mal den Rutger, den Sohn und den Burkan. Sie sollen um 16 Uhr mal vorbeikommen.
55:28Na du, woher wissen Sie, dass ich hier bin?
55:31Weil ich Sie schon überall vergeblich gesucht habe.
55:34So, wo brennt's denn?
55:35Also, ich möchte Sie gerne mit Herrn Burke und mit Ihrem Sohn konfrontieren.
55:39Ja, ja. Um mich dazu zu bringen, zu bestätigen, dass nur 100.000 in dem Koffer drin waren.
55:44Nein. Diese Behauptung hat Sie als unwahre herausgestellt.
55:49Tatsächlich.
55:50Tatsächlich.
55:53Darf ich Sie also bitten?
55:55Um 16 Uhr bei mir im Präsidium?
55:59Ach, wissen Sie was, wenn Sie wollen, können Sie gleich mitkommen.
56:02Ja, ohne Handschellen fahr ich gern mit der Polizei.
56:26Ja, Beric?
56:28Ja, ja, ich hab's doch nach dem Rutger gesucht.
56:36Was?
56:39Bei einer halben Stunde?
56:41Ja, ich hab ihn mittags erreicht.
56:43Er klang sehr aufgeregt, sagte aber dann für 16 Uhr zu.
56:49Unfallstelle Starring-Geräusch.
56:50In der Straße unter Führung.
56:51Ja, ich komme sofort.
57:20Ja.
57:36Keine Bremsspur.
57:38Laut Zeugenaussagen ist er bewusst auf die Mauer zugefahren.
57:43Also wahrscheinlich Selbstmauer.
57:55Haben Sie das gewollt, Herr Rutger?
57:59Nein.
58:01Das war seine Entscheidung.
58:32winners Пока.ULB
58:37not Untertitelung
58:48fürFL
58:50Now for sure
58:52I get the message
58:55Hear a knock at the door
58:57Oh no
59:02Lying eyes
59:09Do you know it
59:11All alone
59:13Hide away your feelings
59:16Let the world come and go
59:18Oh no
59:22You're lying
59:24I
59:28Lying eyes
59:33Lying eyes
59:35Have given you away
59:38I know what I see
59:42How you're feeling
59:44Lying eyes
59:55How you're feeling
59:56Are you
59:56Lying eyes
59:56Lying eyes
59:56Untertitelung des ZDF, 2020
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