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  • vor 15 Minuten
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Günter Gräwert

Kategorie

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TV
Transkript
00:17Untertitelung des ZDF, 2020
00:59Untertitelung des ZDF, 2020
01:29Untertitelung des ZDF, 2020
01:31Untertitelung des ZDF, 2020
02:28Untertitelung des ZDF, 2020
02:49Untertitelung des ZDF, 2020
02:56Untertitelung des ZDF, 2020
03:25Untertitelung des ZDF, 2020
03:54Untertitelung des ZDF, 2020
04:15Untertitelung des ZDF, 2020
04:41Untertitelung des ZDF, 2020
05:08Untertitelung des ZDF, 2020
05:15Untertitelung des ZDF, 2020
06:10Untertitelung des ZDF, 2020
06:10Untertitelung des ZDF, 2020
06:39Untertitelung des ZDF, 2020
06:41Sie waren jetzt gar nicht in Ihrer Wohnung?
06:44Ich war in der Heizung.
06:45Warum?
06:46Wollen Sie mich erst mal sagen, was passiert ist?
06:48Ja, Sie sind später.
06:51Was haben Sie in der Heizung gemacht?
06:55Schlaufe einer Wasserzufuhr, der Weckdarmkessel.
06:58Sind Sie der Hausmeister?
07:01Also, das da, das ist Ihre Wohnung.
07:04Ja.
07:05Ist da jemand drin?
07:07Ich meine, ist da Ihre Frau drin?
07:09Ich habe keine Frau.
07:11Haben Sie Besuch?
07:12Nein.
07:14Es ist also niemand in der Wohnung?
07:15Nein.
07:17Vicky?
07:18Ja?
07:19Pass auf, dass kein Mensch das Haus verlässt.
07:22Niemand.
07:22Unter keinen Umständen.
07:23Ja.
07:24Ja, dann wollen wir mal nachsehen.
07:27Da ist keiner.
07:29Woher wollen Sie das wissen?
07:30Sie waren in der Heizung, die Tür war offen.
07:48Darf ich mir Ihre Schuhe sehen?
07:50Schuhe?
07:51Nein, nein, ich meine, die Schuhe, die Sie anziehen, wenn Sie rausgehen.
07:53Ihre Straßenschuhe.
07:54Ja, da.
07:56Bitte.
08:15Haben Sie die vorhin gerade geputzt?
08:17Warum?
08:19Weil die vor einer Stunde noch dreckig waren.
08:21Die waren nicht dreckig.
08:23Die habe ich mindestens drei Tage nicht angehabt.
08:29Kann ich mal die Halbschule sehen, bitte?
08:32Hier ist niemand.
08:40Ist das Ihr Hut?
08:42Ich trage keine Hüte.
08:44Nie?
08:45Nein.
08:46Ach, na hören Sie mal.
08:48Der würde Ihnen gut passen.
08:50Setzen Sie ihn mal auf.
08:58Nein, nehmen Sie ihn wieder ab.
09:03Könnte es sein, dass Sie diesen Hut schon mal gesehen haben?
09:06Diesen Hut?
09:07Ja.
09:08Vielleicht bei einem der Hausbewohner?
09:11Nein, also nicht, dass es mir aufgefallen wäre, aber ich sehe da auch nicht so genau hin.
09:18Und innerhalb der letzten Stunde ist Ihnen auch nichts aufgefallen im Treppenhaus.
09:21Da haben Sie niemanden gesehen, den Sie nicht kennen.
09:24Nein.
09:26Zuerst habe ich ferngesehen und ein bisschen was gegessen und dann bin ich, wie gesagt, in den Keller.
09:30Aber, wollen Sie mich endlich sagen, was Sie hier suchen?
09:34Ganz hier in der Nähe ist ein junges Mädchen ermordet worden.
09:38Und die Spur des Mörders führt hierher.
09:40In das Haus.
09:43Aber, das ist doch nicht möglich.
10:00Wieso darf ich nicht raus?
10:01Was habe ich mit der Polizei zu tun?
10:04Wer sind Sie?
10:05Wohnen Sie hier?
10:06Wieso muss ich Ihnen meinen Namen nennen?
10:08Erklären Sie mir das.
10:09Ja, wir durchsuchen das Haus aufgrund einer Verhandlung, einer Mordverhandlung.
10:13Klingt ja richtig gefährlich.
10:15Ich heiße Hessler und wohne hier im Haus, im ersten Stock.
10:17Herr Hessler?
10:18Schauen wir nochmal runter.
10:19Ist was passiert?
10:20Dieses Haus war durchsucht im Rahmen einer Mordverhandlung.
10:24Etwa 500 Meter von hier ist ein junges Mädchen ermordet worden.
10:28Dann haben wir uns geflüchtet.
10:29Und wir haben Grund zu der Annahme, hierher, in dieses Haus.
10:34Na, da sind wir im Zentrum des Geschehens.
10:37Ich weiß nichts mehr zu machen.
10:38Gut.
10:41Ja, ich konnte mir gar nicht erklären, was hier los ist.
10:44Aber bitte kommen Sie doch rein.
10:45Sehr freundlich, danke.
10:47Frau Doktor, Sie bleiben besser auf.
10:50Ja, Sie werden das verstehen, Herr Brachter.
10:52Aber mein Kollege muss Sie ein wenig in Ihrer Wohnung umsehen.
10:55Ja, das könnte sich ja jemand versteckt halten.
10:57Ja.
10:59Wie kommen Sie denn gerade auf dieses Haus?
11:01Ja, Suchhund.
11:02Suchhund hat die Spur verfolgt.
11:04Ein Hund?
11:05Ja.
11:05Sehr interessant.
11:10Ja, natürlich, ich habe einen Hundzellbellen hören.
11:13Niemand.
11:14Niemand.
11:15Einen Schrei oder Hilferufe haben Sie nicht gehört?
11:20Nein.
11:21Und der Hund, der konnte die Spur aufnehmen?
11:23Ja, bis zum Gartenzahn.
11:24Aha.
11:26Aha.
11:27Der Mörder ist also dann über den Zaun.
11:29Aber bitte, meine Herren, nehmen Sie doch Platz.
11:32Danke.
11:33Und dann ins Haus?
11:36Ja.
11:38Hier sind die Türen abgeschlossen.
11:40Wird größter Wert draufgelegt.
11:42Hier kann nur ins Haus, wer einen Schlüssel hat.
11:45Jetzt begreife ich.
11:46Der Mörder, der einen Schlüssel hat.
11:48Ja.
11:49Ja, oder es hat ihn jemand reingelassen.
11:51Leben Sie allein in dieser Wohnung?
11:53Ja.
11:54Nicht verheiratet?
11:55Doch, doch, aber ich mache keinen Gebrauch davon.
11:57Ich lebe getrennt von meiner Frau.
11:59Sagen Sie, gibt es irgendjemanden, der bezeugen könnte, wo Sie in der letzten Stunde waren?
12:04Herr Wosnitz hat hier einen Lichtschalter repariert, aber das ist mindestens zwei Stunden her.
12:12Tatsächlich.
12:14Niemand.
12:16Ich bin Kaufmann.
12:17Ich habe gearbeitet.
12:19Ich bin selbstständig.
12:21Was bedeutet, dass man mehr arbeiten muss als andere?
12:24Ja, ja, na, also, ich habe diesen Abend die Wohnung nicht verlassen.
12:29Wollen Sie mal bitte diesen Hut aufsetzen?
12:33Was ist denn das für ein Hut?
12:34Nicht Ihre?
12:36Ich trage Hüte.
12:39Der, der ist mir unbekannt.
12:42Na, setzen Sie ihn doch mal auf.
12:51Diesen Hut hat vermutlich der Mörder verloren.
12:55Ich verbarme mich dagegen.
12:59Sie zwingen mich, den Hut eines Mörders aufzusetzen.
13:02Das können Sie mir nicht zumuten.
13:03Wo kaufen Sie Ihre Hüte?
13:07Muss ich Ihnen was sagen?
13:09Herr Barth, ich stelle auch Fragen, um Personen als Täter auszuschließen.
13:18Entschuldigung.
13:21Immerhin, das Kleidungsstück eines Mörders, da reagiert man etwas unkontrolliert.
13:28Wo ich meine Hüte kaufe, ich kann Ihnen die letzten Rechnungen aussuchen.
13:33Können wir mal Ihre Schuhe sehen, bitte?
13:40Sagen Sie eine Frage, haben Sie sich in der letzten halben Stunde umgezogen?
13:45Ich habe meine Kleidung nicht gewechselt.
13:47Naja, wir werden Ihre Wohnung noch gründlicher durchsuchen.
13:50Hören Sie mich für so blöd, dass ich diese Kleidung in meiner Wohnung lassen würde?
13:54Das werden wir ja sehen.
13:56Harry, schnapp dir ein paar Leute.
13:59Der Staatsanwalt ist gerade heimgekommen.
14:01Ja, und ich gehe jetzt doch weiter.
14:04Das ist eine Zumutung.
14:05Ja.
14:14Flügeltier.
14:18Das Haus wird ja belagert wie eine Festung.
14:20War gar nicht so recht, hier reinzukommen.
14:22Na, rauskommen Sie gar nicht mehr, Herr Dr. Schügel.
14:23Halten Sie diese Maßnahmen für gerechtfertigt?
14:25Nee, ich halte sie für notwendig.
14:28Ich kann nur hoffen, dass man genügend Verständnis dafür aufbringen kann.
14:31Ja, Doktor, ich muss Ihnen die Spur für hierher.
14:34Ja, ja.
14:35Ich habe mit dem Hundeführer gesprochen.
14:37Im Bereich vor der Haustür wird alles schon zweifelhaft.
14:40Und überhaupt, außer der Witterung des Hundes, die er von dem Hut hat, gibt es überhaupt keine Hinweise.
14:45Eben, Doktor, eben.
14:47Ja, aber ob der Hut überhaupt...
14:48Ich meine, sollten wir uns da wirklich auf eine Hundenase verlassen?
14:51Ich meine, reicht das?
14:53Also meine Nase und Ihre Meise, Herr Doktor, die reichen da sicher nicht.
14:56Aber was die Hundeneise angeht, das wird sich herausstellen.
14:59Ich kann nur hoffen, dass Sie hier fündig werden.
15:03Meine Durchsuchungserlaubnis haben Sie ja mitgebracht.
15:05Ich habe Sie noch nicht unterschrieben.
15:08Ihre Zusage habe ich ja.
15:10Auf dem Dach wohnt es niemand.
15:12Auch keiner rausgegläntert.
15:14Alle Fenster zu und eingehängt.
15:16Ja, ist gut. Danke.
15:19Ich bin mal verhagen.
15:22Jetzt sind Sie jetzt dran.
15:24Ja, jetzt sind Sie dran.
15:29So, das ist Staatsanwalt Doktor Schwede.
15:33Den haben Sie auch gleich mitgebracht.
15:35Bitte, die Herren.
15:38Anscheinend haben Sie Ihren Mörder noch nicht gefunden.
15:43Frau Doktor Kolbe,
15:46hier gehört die Wohnung.
15:47Ich habe hier ein Zimmer gemietet.
15:49Wir werden jetzt heimgesucht.
15:51Wie wollen Sie vorgehen?
15:52Wo ist der Zimmer?
15:53Ja, bitte.
16:01Schwede,
16:02ich habe mit dieser Durchsuchung eigentlich nichts zu tun.
16:04Ich müsste nur etwas unterschreiben.
16:07Ja, bitte, kommen Sie doch rein.
16:08Danke, sehr lebenswürdig.
16:15Und was studieren Sie?
16:18Von jedem ein bisschen.
16:20Wie Goethe.
16:21Juristerei bis Theologie.
16:24Das lässt auf einen unentschiedenen Charakter schließen.
16:26Das denken Sie doch.
16:27Was Goethe betrifft wen?
16:30Der ist ja immer die große Ausnahme.
16:33Ich weiß eben nicht, was ich wichtig nehmen soll.
16:36Wissen Sie es?
16:38Ich suche nämlich jemanden, der das weiß.
16:40Das ist alles, was Sie haben.
16:41Wer hat denn den Wunsch?
16:44Solange nehme ich erst mal gar nichts wichtig.
16:48Wollen Sie bitte mal diesen Hut aufsetzen?
16:54Der hat wohl der Mörder verloren.
16:56Vielleicht, dass er über den Zaun geklettert ist.
16:58Möcht ich?
16:59Zum Seher.
17:07Passt.
17:08Halbwegs.
17:09Aber er steht mir nicht.
17:13Ist auch nicht zu verkaufen.
17:17Hilft Ihnen das jetzt weiter?
17:19Darf ich mal?
17:25Jetzt haben Sie mich, wie?
17:27Sorry, die Hüter sind nicht von mir.
17:29Die gehören dem Mann von Frau Dr. Kolbe.
17:31Dem verstorbenen Mann.
17:32Sie können sich ja fragen.
17:33Ein paar Sachen von ihm sind noch in dem Schrank.
17:36Wie haben Sie denn heute hier einen Abend verbracht?
17:39Jetzt werden Sie konkret, wie?
17:40Ja.
17:41Ich war unterwegs.
17:45Mal die, dann die Kneipe.
17:48Irgendwo lange.
17:49Dann durch die Straßen.
17:50Eben, unentschieden.
17:51Ich habe an die Probleme dieser Welt gedacht.
17:53Was ist wichtig?
17:54Alles?
17:55Gar nichts?
17:57Wo Sie vor einer Stunde waren, das wäre wichtig.
17:59Da war ich gerade beim gar nichts angelangt.
18:02Nie hier.
18:03Nichts.
18:04Die Frage ist nur, wo ist man dann?
18:06Keine Sorge.
18:07Wir werden es herausfinden.
18:08Harry, wir lassen alles untersuchen.
18:10Kleidung, Schuhe und so weiter.
18:12Willi!
18:13Komm, los.
18:14Einher.
18:15Ich bin gut wieder.
18:24Ich habe mit Frau Dr. Kolbe gesprochen.
18:27Sie ist Lehrerin, Studienrätin.
18:29Witwe, ihr Mann ist vor einem Jahr gestorben.
18:32Sie machte eine sehr interessante Bemerkung.
18:34Ihr Untermieter
18:37ist erst vor einer halben Stunde nach Hause gekommen.
18:40Haben Sie unterschrieben?
18:42Ja, bitte.
18:43Danke.
18:44Ist sie da drin?
18:45Ja, ihr Wohnzimmer.
18:47Ja, ja.
18:52Ja.
18:58Er ist erst seit einem halben Jahr, mein Untermieter.
19:02Seit mein Mann gestorben ist,
19:04fühle ich mich in der Wohnung schrecklich allein.
19:07Wissen Sie, wann Herr Hessler heute Abend nach Hause gekommen ist?
19:12Vor circa einer halben bis dreiviertel Stunde.
19:15Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Aussage
19:17keine Ungelegenheiten bereite.
19:19Nein, natürlich nicht.
19:21Es geht doch nur um die Wahrheit, Frau Kolbe.
19:24Natürlich.
19:29Ich habe das auch nur gesagt,
19:31weil er ist ein ganz bemerkenswerter junger Mann
19:34mit sehr interessanten Ansichten.
19:36Ja, ja.
19:38Und, äh, entschuldigen Sie bitte,
19:41was für Ansichten sind das?
19:44Ungewöhnliche.
19:45Manchmal denke ich,
19:46er dreht die normalen Ansichten einfach um,
19:48stellt sie auf den Kopf.
19:50Einmal sagt er das sogar.
19:52Er meinte,
19:54die Rückseiten aller Ansichten
19:56sind die eigentlich gültigen in der heutigen Zeit.
19:59Lutz, hilf mir doch mal.
20:15Das ist doch schon was.
20:17Und ganz weit hinten.
20:19Ich würde sagen, versteckt.
20:22Verschlammt.
20:22Die habe ich völlig vergessen.
20:24Müssten die nicht noch nass sein,
20:25wenn der Mörder sie getragen hätte?
20:28Aber ich bin da völliger Laie.
20:29Das lässt sich klären.
20:31Willi, der Bohr.
20:31Ja.
20:33Hätte ich mir auch nicht träumen lassen,
20:34dass mir die Polizei mal die Schuhe putzt.
20:37Das stimmt, Herr Derrick.
20:38Die Hüte gehört meinem Mann.
20:40Herr Hessler hat sie sicher nie getragen.
20:42Jedenfalls habe ich ihn nie mit einem Hut gesehen.
20:45Zwei, drei Anzüge hängen da auch noch im Schrank.
20:48Wissen Sie, ob er eine Freundin hat?
20:50Hier ist er immer allein.
20:51Was er außerhalb der Wohnung macht,
20:53das weiß ich natürlich nicht.
20:55Aber er hat auch nie etwas erwähnt.
20:58Warten Sie bitte einen Moment hier.
21:00Herr Klein.
21:01Ja, was geht es?
21:01Draußen ist einer wickert.
21:02Er sagt, er wohnt hier.
21:03Aha, Moment mal bitte.
21:05Man hat soeben meine Schuhe verhaftet.
21:08Frau Dr. Kolbe.
21:09Herr Wickert, mein Nachbar.
21:10Ich komme gerade nach Hause, alles abgesperrt.
21:13Wissen Sie, was man hier sucht?
21:15Ja, ja, man hat es mir schon gesagt.
21:18Herr Wicker, dürfen wir uns mal in Ihrer Wohnung umsehen, ein bisschen, ja?
21:20Ja, aber bitte sehr.
21:22Danke.
21:23Bitte.
21:30Es tut mir leid.
21:33Haben Sie getrunken?
21:34Ja, ich glaube aber.
21:39Bitte.
21:41Ja, also.
21:47Sie suchen einen Mörder.
21:50Ich auch.
21:51Ich schreibe einen Kriminalromant.
21:56Aber auch noch keinen Mörder.
21:58Ich habe eine ganze Menge Personen, aber meine Auswahl noch nicht getrunken.
22:03Kommen Sie mal vor, Herr Wicker.
22:05Kommen Sie mal.
22:06Drehen Sie mal um.
22:07Umrehen.
22:08Nur umrehen.
22:09Wissen Sie, dass Sie ganz dreckig sind hinten am Mantel?
22:12Und Ihre Schuhe auch?
22:13Ja, ich bin hingefallen auf der Straße im Auto.
22:17Habe sie sich gesehen, bin ausgerutscht.
22:19Ja, wollen Sie sich nicht hinsetzen?
22:21Kommen Sie.
22:22Hier.
22:23So.
22:25Oder vielleicht waren Sie im Englischen Garten und haben diesen Hut hier verloren.
22:30Ist doch Ihr Hut, oder?
22:34Setzen Sie mal auf.
22:37Darf ich?
22:43Sie glauben, ich habe jemanden umgebracht?
22:48Ja.
22:50Ein junges Mädchen.
22:53Sie sind verrückt.
22:55Ich bringe Menschen um, ja.
22:58Aber da, auf dem Papier.
23:00Und nicht die, nicht die Unschuldigen, sondern die, über die man nicht traurig ist.
23:05Das ist ja, was mich beschäftigt.
23:07Eine, eine ganz andere Art von Geschichten bei mir.
23:10Bei mir werden die Verbrecher umgebracht.
23:12Die Verbrecher!
23:15Und von wem?
23:19Sagen Sie uns erst einmal, wo Sie sich betrunken waren.
23:23Wo waren Sie heute Abend?
23:25Herr Wicker, kommen Sie.
23:27Kommen Sie her.
23:37So, und schreiben Sie es auf.
23:40Wenn es geht, Minute für Minute.
23:50Sie sind ja immer noch da.
23:52Schlag ins Wasser, wie?
23:54Nö, nö, also das würde ich nicht sagen.
23:56Aber nichts Greifbares, keine Festnahme.
23:59Nö, nö, also das nicht.
24:01Aber irgendwas in diesem Hause ist nicht in Ordnung.
24:05So, und jetzt stehen Sie davor und bellen, hm?
24:18Gute Nacht.
24:20Gute Nacht.
24:23Und, wie geht's jetzt weiter?
24:25Kommt ganz drauf an, wie unser Mitbewohner Wicker, der Hut, steht.
24:30Die Hausdurchsuchung ist abgeschlossen.
24:32Sie, äh, Sie können sich wieder frei bewegen.
24:35Auch das Haus verlassen?
24:37Auch das.
24:38Der Hut hat es also nicht an den Tag gebracht.
24:41Ich möchte Sie gerne mitnehmen.
24:46Sie wollen mich behaften?
24:48Nein, nur mitnehmen.
24:52Wieso?
24:53Ich möchte Ihnen etwas zeigen.
24:55Sie wollen doch herausfinden, was wichtig ist und was nicht.
24:59Kommen Sie.
25:28Wissen Sie, wer das ist?
25:30Manuela Schröder, eine Prostituierte.
25:34Aha.
25:35Sie wollten mir also eine tote Nutte zeigen?
25:37Nein, einen toten Menschen.
25:38Wollen Sie damit sagen, ein toter Mensch müsste mir mehr leid tun als eine tote Nutte?
25:42Oder umgekehrt?
25:42Das können Sie halten, wie Sie wollen.
25:44Ich wollte Ihnen einen toten Menschen zeigen,
25:46der noch leben würde, wenn ihn ein anderer nicht getötet hätte.
26:06Wo sind wir denn hier?
26:07Hier ist das tote Mädchen gewohnt.
26:16Ich habe schon gehört, dass es Manuela erwischt hat.
26:18So was ist ja schnell rum.
26:19Ich habe mir auch gedacht, dass jemand vorbeikommt von der Polizei.
26:21Nein, wissen Sie, normalerweise bin ich um die Zeit noch auf der Straße.
26:25Das Geschäft geht ja erst so richtig los gegen zwölf.
26:27Ja.
26:29Sie waren befreundet.
26:33Wir wohnen seit zwei Jahren zusammen.
26:35Wir gehen auch zusammen.
26:36Aber nicht immer.
26:37Heute hatte jeder seine Seite.
26:39Ich meine Straßenseite.
26:41Wissen Sie, wir treffen uns immer regelmäßig.
26:44So ungefähr jede Stunde.
26:46Und dann gehen wir in eine Kneipe, um uns aufzuwärmen, wenn es kalt ist.
26:49Und das ist es ja heute.
26:50Okay.
26:52Haben Sie gesehen, dass Manuela angesprochen wurde?
26:55Nein.
26:56Was ist denn vorwiegend Eure Kundschaft?
26:58Sind das Passanten oder Kunden im Auto?
27:02Meistens sind es Kunden im Auto.
27:03Es gibt aber auch welche, die so vorbeikommen.
27:06Sogar angetrunken.
27:12Was ich Sie fragen wollte.
27:14Wissen Sie, wie Manuela umgebracht wurde?
27:21Sie wurde erwürgt.
27:24Mensch, wir haben doch extra nicht viel Geld dabei.
27:27142,60 Mark hat es in Ihrer Tasche.
27:30Was, das war noch da?
27:31Aber wenn jemand sowas nicht wegen Geld tut, wegen was denn dann?
27:36Weswegen denn?
27:39Wem haben wir denn was getan?
27:41Wer sind wir denn, dass man mit uns so umgehen kann?
27:44Können Sie mir das mal sagen?
27:45Wer sind wir denn?
27:47Ich meine, machen wir uns doch nichts vor.
27:49Das sind nun mal Strichmädchen.
27:51Da sentimental zu werden, wäre sicher ganz falsch.
27:55Ich habe mal gelesen, es gibt Menschen, die wie Krankheiten sind.
27:58Ah ja?
28:00Sie wissen nicht zufällig, wo Sie das gelesen haben?
28:03Im Moment nicht, aber ich komme vielleicht noch drauf.
28:06Interessanter Satz wie?
28:08Demnach könnte es Mörder geben, die wie Ärzte sind.
28:12Deren Aufgabe es ist, Krankheiten zu beseitigen.
28:15Halt an.
28:16Harry, halt an.
28:21Raus hier.
28:22Steigen Sie aus.
28:23Raus.
28:25Wie gehen denn bei Ihnen die Denkvorgänge vor sich?
28:28Sollte man nicht jeden Gedanken mal ganz bis zu Ende denken,
28:31oder muss ich mir vorwerfen, dass ich das tue?
28:33Es hat in der Vergangenheit genug Ärzte gegeben, die Mörder waren.
28:36Raus.
29:00Also gehen wir es noch mal durch.
29:04Das Wosnitz, der Hausmeister.
29:08Das sind die Pornokassetten, die einschlägigen Poster.
29:12Also der ist fixiert.
29:15Aber wie weit geht das?
29:17Also der Wasseranschluss im Heizungskeller, der war defekt.
29:19Ich habe mir das ganz genau angesehen.
29:21Der hat dran rumgearbeitet.
29:23Fragt sich nur, wie lange.
29:26Pracht Kaufmann, der keinen Gebrauch von seiner Ehe macht.
29:32Also bis jetzt haben wir keinen Beweis dafür, dass er das Haus verlassen hat.
29:36Dein Kaffee wird kalt.
29:37Wie kalt?
29:39Der war ja gar nicht da.
29:41Der kam ja erst, nachdem der Hund die Fährte aufgenommen hatte.
29:44Fast anderthalb Stunden später.
29:46Ja, das habe ich mir auch gedacht.
29:49Aber, weißt du, vielleicht ist er nur, nur bis zum Haus gegangen.
29:57Gar nicht rein, weißt du, er ging weiter.
30:00Weil, weil jemand in der Tür stand und er nicht gesehen werden wollte.
30:05Tja.
30:07Ist natürlich möglich.
30:11Und unser Student, Herr Hessler?
30:13Ja, ich habe immer geglaubt, aus dem kriege ich was raus.
30:15Ich glaube, der lebt davon, dass er überschätzt wird.
30:18Inklusive von sich selber.
30:20Sag mal, wir haben doch niemanden vergessen.
30:24Nee, wir haben alle.
30:26Frau Dr. Kolbe.
30:30Hat er nicht zwei Zimmer vermietet?
30:32Zwei zu vermieten?
30:33Also eins ist noch frei.
30:35Zwei.
30:51Zwei.
31:08Wer ist da?
31:09Ich komme wegen des möblierten Zimmers.
31:13Hallo?
31:14Ja.
31:15Spreche ich mit Frau Dr. Kolbe?
31:17Kommen Sie heran.
31:27Guten Tag.
31:28Guten Tag.
31:30Woher wissen Sie, dass hier ein Zimmer frei ist?
31:32Es stand hier in der Zeitung.
31:34Ich habe keine Annonce aufgegeben.
31:36Nein, nein, es war keine Annonce.
31:38Es stand da im Zusammenhang mit der Geschichte mit dem Mörder,
31:41der sich in diesem Haus versteckt haben sollte.
31:44Sie wurden da erwähnt.
31:45Ja, ich habe es gelesen.
31:47Wir sind alle auf das Äußerste empört.
31:50Leute stehen vor dem Haus und starren es an.
31:52Es tut mir leid.
31:54Ich suche nur ein Zimmer und ich dachte, ich frage mal.
31:57Haben Sie keine Angst vor diesem Haus?
31:58Ach, hier ist doch niemand gefunden worden.
32:02Bitte.
32:03Danke.
32:07Das gefällt mir.
32:09Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?
32:10Was machen Sie beruflich?
32:12Ich bin Lektorin.
32:13Das heißt, dass ich öfter auch mal zu Hause arbeiten muss.
32:16Deswegen suche ich ein Zimmer, das ruhig ist.
32:18Haben Sie einen Freund?
32:20Nein, aber ein paar gute Bekannte.
32:24Mein Mann ist vor einem Jahr gestorben.
32:26Ich vermiete Zimmer, um nicht ganz einsam zu sein in einer so großen Wohnung.
32:30Ich mag es, wenn hier jemand ein- und ausgeht.
32:32Aber ich möchte nicht, dass hier feste stattfinden.
32:35Daran liegt mir selber nicht.
32:42Allzu gut.
32:44Wir müssen natürlich noch über den Preis sprechen.
32:46Aber könnte ich morgen schon einziehen?
32:56Ah, die neue Unterbieterin.
32:57Ja, ich heiße Silvia Mohr.
32:59Hessler, kommen Sie sich helfen.
33:00Oh, danke.
33:02Na, keine Angst, hier einzuziehen?
33:04Ach, ich bin froh, dass ich ein Zimmer gefunden habe.
33:07Aber vielleicht wohnt der Mörder gleich wegen an.
33:09Oder unten drunter.
33:10Sogar Wundewällen nachts draußen von der Tür.
33:15Ja, da ich gerade im Haus zu tun habe,
33:18wollte ich nicht versäumen, Ihnen die neuesten Pressestimmen zu überreichen.
33:22Wir sind da voll ins Schussfeld geraten.
33:28Die Artikel sind teilweise sogar witzig.
33:31Der Anlass meiner Meinung nach nicht.
33:38Technisch bin ich ein Trottel.
33:41Also, mich erzückt die Hilflosigkeit der Frauen.
33:44Jedenfalls ist kaum zu glauben,
33:46was sie in den zwei Tagen aus dem Zimmer gemacht haben.
33:48Ich gebe zu, es gefällt mir selber.
33:50Stecken Sie mal rein.
33:55Hey.
34:01Na, wunderbar.
34:02Toll.
34:08Darf ich Ihnen was anbieten?
34:16Was denn zum Beispiel?
34:18Kekse.
34:21Bitte nehmen Sie doch Platz.
34:39Mh, vorzüglich.
34:41Sagen Sie mal,
34:42muss ich mich nicht bei den anderen Hausbewohnern vorstellen?
34:46Also,
34:47ich habe das so richtig nie gemacht.
34:50Es ergab sich nach und nach.
34:54Aber es ist keine schlechte Idee,
34:56das sollten Sie tun.
34:58Ach.
34:59Die neue Untermieterin,
35:01Frau Doktor.
35:03Ich habe Sie aber gar nicht gesehen.
35:05Ja, ich wollte mich nur vorstellen.
35:06Sie sind doch der Hausmeister, oder?
35:08Ja, ja.
35:09Kommen Sie rein.
35:10Danke.
35:21Wollen Sie sich setzen?
35:24Warten Sie.
35:28Ich bin ja gar keinen Besuch gewöhnt.
35:31Haben Sie denn keine Verwandten?
35:33Nein.
35:34Das heißt,
35:35die besuchen mich nicht.
35:39Darf ich Ihnen
35:42was habe ich denn?
35:44Mögen Sie ein Bier?
35:45Ach,
35:46machen Sie sich keine Umstände.
35:47Machen Sie sich keine Umstände?
35:48Überhaupt keine.
35:50Ein Bier?
35:52Ich habe sonst nichts Besseres,
35:54wenn ich gewusst hätte,
35:55dass Sie,
35:57was trinken Sie denn gerne?
35:59Sagen Sie ruhig,
36:00was Sie gerne trinken.
36:01Sie können ja runterkommen,
36:02wann Sie wollen.
36:04Ich habe dann alles.
36:08Den,
36:08den Kittel,
36:10den trage ich nur zum Arbeiten.
36:12Aber,
36:14ich vergesse einfach,
36:15ihn auszuziehen.
36:30Also,
36:31ein Bier?
36:31Ja.
36:33Ja.
36:58Darauf sollten wir trinken.
36:59Nein, nein,
37:00das ist nicht gemeint.
37:01Doch, doch, bitte,
37:02ihn zum Platz.
37:02Sie wollten Ihnen vorstellen,
37:03gleich wieder verschwinden.
37:04Nein, nein, nein, nein, nein.
37:06So leicht,
37:07kommen Sie mir nicht weg.
37:09Bleiben Sie ruhig hier.
37:14Ich werde die Flasche Sekt aufmachen.
37:17Für den ersten weiblichen Besuch
37:18in dieser Wohnung.
37:20Seit dem 11. Juni.
37:23Das war der Tag,
37:24an dem meine Frau verschwand.
37:25Verschwand?
37:26So ist es.
37:27Sie hat sich aufgenöst.
37:29In Luft.
37:31Ja, also nicht gerade in Luft.
37:34Ja, aber doch irgendwie,
37:36doch irgendwie
37:37in Luft.
37:39Sie verschwand mit einem Mann
37:40unter Mitnahme einiger Möbel,
37:42woraus hervorgeht,
37:44dass alles ausreichend
37:44organisiert war.
37:49Sie haben eine Mahnvorsicht,
37:51weshalb ich nicht mehr
37:52alle Rasen entschangert.
37:55Dafür
37:55umso mehr Gläser.
37:58Na,
38:00sagen Sie nun ja
38:01zu Champagner?
38:28Ja,
38:32Sie können mir glauben, ich habe einiges mitgemacht.
38:39Mein Verhältnis zu Frauen hat sich grundlegend erschreckend verändert.
38:55Früher war ich Frauen gegenüber immer höflich.
38:58In Europa stand ich selbstverständlich auf, um meiner Dame Platz zu machen.
39:02Ich habe einen Koffer tragen, wie es Frauen immer im Vortritt.
39:06Gott, Gott, Gott, Gott, wie viele dieser Ziegen habe ich in meinem Leben schon aus dem Mantel geholfen.
39:14Na heute, ich brauche bloß etwas an meine Frau zu erinnern.
39:22Na ja, Entschuldigung.
39:25Ich glaube, hier wird etwas zu viel getrunken.
39:27Ich kann Sie sehr gut verstehen. Es tut mir leid.
39:32Was tut Ihnen leid?
39:34Na, dass ich eine Frau bin.
39:37Und unangenehme Erinnerungen in Ihrem Wachrufe.
39:39Nein, nein.
39:42Sie erinnern mich überhaupt nicht an meine Frau.
39:45Ganz im Gegenteil.
39:46Sie ist es ja.
39:49Ich hätte nie gedacht, dass ich hier wieder in meinem Leben mit deiner Frau Schombania trinken würde.
39:54Dabei kriege ich ihn viel billiger.
39:58Na, ist doch egal.
40:00Ich glaube, ich habe schon einen kleinen Schwips.
40:02Darf man das nicht?
40:04So mitten am Tag?
40:07Muss man denn immer warten, bis es dunkel wird.
40:09Wie war sie denn, Ihre Frau?
40:15Blond.
40:17Blond.
40:18Blond.
40:28Blond.
40:29Kalt.
40:30Und berechnet.
40:38Schön, dass Sie pünktig sind.
40:39Wollen Sie einen Kaffee?
40:40Oh ja, gern.
40:41Einen Kaffee für die jungen Damen.
40:44So, die Berichte.
40:46Wie sieht es denn aus?
40:47Na, bisher nichts Konkretes, aber möglich ist alles.
40:50Und das Verrückte ist bei jedem.
40:52Na, Sie werden es ja lesen.
40:54Seien Sie vorsichtig.
40:55Nicht zu neugierig.
40:58Bitteschön.
41:01Sind Sie denn alle durch?
41:02Nee, zu dem Dichter muss ich noch.
41:04Wickert.
41:05Wickert?
41:06Sein Alibi können Sie vergessen, er hat es mir gegeben.
41:09Das war Lyrik mit 38 Prozent Alkohol.
41:12Wie sind Sie denn auf dieses Haus gekommen?
41:14Stand in der Zeitung, was hier passiert ist.
41:15Ja, ist ja nichts passiert.
41:16Na, die Mordsache.
41:17Nee, ist im Eingsten gar nicht mehr.
41:18Aber dieses Haus ist doch durchsucht worden.
41:20Ja, aber Sie haben gesagt, was hier passiert ist.
41:22Hier sind noch ein paar Kriminalbeamte durch die Wohnung gegangen
41:26mit so einem Herrenhut, der seine Form verloren hat.
41:28Aber passiert ist der Mord im Englischen Garten.
41:35Ich habe mir die Stelle angesehen.
41:37Warum haben Sie sich die Stelle angesehen?
41:39Um eine Empfindung zu bekommen dafür, wie nah der Wahnsinn ist
41:46und wie normal er sich gibt,
41:50weil er normal ist.
41:57Jetzt habe ich Sie erschreckt.
41:59Aber was ich gerade gesagt habe, hat Sie nicht erschreckt.
42:02Wissen Sie, was ich glaube?
42:03Ich glaube, man kann Menschen gar nicht erschrecken,
42:06nur ganz kurz, mal für eine Sekunde vielleicht,
42:09aber nicht daran.
42:13Und weil einem nicht geglaubt wird,
42:15wenn vom menschlichen Wahnsinn die Rede ist.
42:20Da.
42:24Ich beschreibe Ihnen.
42:26Ich versuche einzukreisen,
42:29was das Töten in dieser Welt für eine Rolle spielt.
42:32Das Töten.
42:38Ja, alle sind dem Verfallen.
42:45Auch die...
42:46es wissen.
43:00Ist Ihnen nicht gut?
43:04Sie sehen so blass aus.
43:06Ach, das geht vorbei.
43:08Ich bin sehr anfällig, seit mein Mann gestorben ist.
43:11Kommen Sie doch rein.
43:21Sie sind Lehrerin, nicht?
43:24Als mein Mann starb, habe ich den Schuldienst aufgegeben.
43:27Man kann eine Arbeit nur richtig tun.
43:29Wenn man alles andere vergisst,
43:30ich wollte alles andere nicht vergessen.
43:34Hatten Sie schon Abend, Frau?
43:36Abend, die Damen.
43:38Wir haben gerade beschlossen, zusammen zu essen.
43:40Haben Sie Lust?
43:41Ja, das Angebot würde ich nicht ablehnen.
43:44Und wenn ich dafür auf den Nobelpreis verzichten müsste.
43:47Aber Sie müssen den.
43:48Leider nein.
43:52Sie haben ja gestern schon fleißig getippt.
43:54Was redigieren Sie denn?
43:55Äh, ein Buch mit dem Titel Love Story und die Zeit der Nacht.
43:59Donnerwetter, ein Frauenschicksal.
44:01Aber von einem Mann geschrieben.
44:16Na, tut es mir leid, aber ich muss Ihnen auch etwas fragen.
44:20Oh Gott.
44:21An dem Tag, an dem Ihre Freundin erwordet wurde,
44:23da waren wir beide hier auf dieser Straße, Manuela und Sie.
44:26Haben Sie mal Feuer?
44:27Was? Ach so, ja.
44:28Moment.
44:33Ja, aber da hatte ich Sie schon eine ganze Weile nicht gesehen.
44:36So, und jetzt überlegen Sie mal ganz genau.
44:39Sie haben sich getrennt, wo?
44:42Ja, ungefähr hier.
44:43Manuela ist dann da runter und ich da.
44:45Hier?
44:46Ja, aber hier...
44:49Na, hier kann man doch alles übersehen.
44:51Ja, aber ich hatte einen Freier.
44:53Sind Sie nach Hause gefahren?
44:54Nein, wir sind in seinem Auto geblieben.
44:55Ach so, und als Sie wiederkamen?
44:58Da war Manuela nicht mehr da.
45:00Mein Gott, es ist mir kalt.
45:12Ich wollte nur sehen, ob Sie abgeschlossen haben.
45:16Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf, tun Sie es!
45:20Ah!
45:24Hoffentlich habe ich Sie nicht so sehr erschreckt.
45:27Ganz schön, aber was hätten Sie gemacht, wenn ich vor lauter Angst auf Sie losgegangen wäre?
45:31Ich hätte um Gnade gefläht.
45:33Aber unsere Gespräche beim Abendbrot, die haben mich so angeregt, ich konnte einfach nicht anders.
45:40Und nun wünsche ich eine gute Nacht.
45:45Mit der Hoffnung auf Vergebung.
45:47Und der Bitte, die Tür doch lieber abzuschließen, um Schlimmeres zu vermeiden.
45:55Es könnte durchaus sein, dass der Mörder ein Bekannter von Ihnen ist.
46:00Kein Fremder.
46:02Natürlich kam welche öfters wieder.
46:04Manche sogar immer wieder.
46:06Naja.
46:08Vielleicht schauen Sie sich mal ein paar Fotos an.
46:11Könnte ja sein, Sie erkennen einen wieder.
46:14Also, das ist Arno.
46:17Arno Bacht.
46:21Und das ist Wicket.
46:23Paul Wicket.
46:25Wissen Sie, die Namen, die nennen sich doch eh immer anders.
46:28Und dann auch nur Vornamen.
46:33Da vorne ist die Kneipe, in der wir uns immer aufwärmen.
46:35Vielleicht kennt der Frank einen.
46:37Na gut.
46:38Harry, fahren wir mal da hin.
46:39Na gut.
46:51Das war's.
47:10Entschuldigung.
47:11Hallo.
47:12Hallo.
47:13Was waren Sie denn da?
47:14Also die Frage gebe ich glatt zurück.
47:16Eins meiner Lokale.
47:18Aha.
47:18Ergab sich heute so auf meiner Nacht.
47:20Was haben Sie denn da?
47:22Aha.
47:23Also so.
47:25So sah sie lebendig aus.
47:27Und was wollen Sie mit dem Foto?
47:29In dieser Kneipe hier hat sie verkehrt.
47:32Hier?
47:33Ja.
47:34Und wenn das Ihr Stammlokal ist, dann müssten Sie sie eigentlich schon mal gesehen haben.
47:38Ich kann mich nicht erinnern.
47:40Ich denke, sie wäre mir aufgefallen.
47:42Sie war sehr hübsch.
47:46Ist in Ordnung so.
47:50Guten Abend, Sir.
47:51Weiß, Sir.
47:53Frank.
47:58Ihr Mann schon mal gesehen?
48:00Den?
48:01Der ist zum ersten Mal hier.
48:26Was machen Sie denn da?
48:28Ich dachte, ich hätte etwas gehört.
48:30Jetzt haben Sie also doch Angst, was?
48:32Vielleicht ein bisschen.
48:34Aber haben Sie nicht auch Stimmen gehört?
48:35Nein.
48:37Ich bleibe nachts oft lange wach.
48:39Ich schlafe schlecht.
48:41Ich mache mir dann einen Tee.
48:50Tut mir leid.
48:51Ich kenne natürlich auch nur die, die immer wiederkommen.
48:53Tja.
48:55So, ist in Ordnung.
48:56Fahren wir nochmal die Straße runter.
49:10Sie ist nicht mehr da.
49:12Jetzt ist sie endgültig kalt geworden.
49:14Fahr mal in Ihre Wohnung.
49:16Was macht der Hessler hier?
49:24Ich bin doch sehr froh, dass Sie hier eingezogen sind.
49:27Wirklich?
49:29Ja, ich mag junge Leute, die in Ordnung sind.
49:34An die man glauben kann.
49:37Die Zukunft liegt in den Händen von jungen Leuten.
49:40Es hängt von ihnen ab, was passieren wird.
49:44Deshalb sollten Sie in Ordnung sein.
49:49Ja, die Zukunft sollte in Ordnung sein.
49:54Jetzt müssen Sie aber ins Bett.
50:00Dürfen wir reinkommen?
50:01Ja, okay.
50:02Sind Sie schon lange wieder hier?
50:04Ich bin sofort nach Hause.
50:05Hat irgendjemand nicht Ihnen telefoniert?
50:08Nö, aber ich hatte einen Anrufbeantworter.
50:18Ich möchte Sie treffen.
50:20Ich komme morgen früh zu Ihnen.
50:21Um halb zehn seien Sie zu Hause.
50:23Das ist Hessler.
50:24Vielleicht rufe ich auch nochmal an.
50:26Treffen Sie sich auf gar keinen Fall mit ihm.
50:28Hier ist meine Telefonnummer.
50:30Sie können mich jederzeit erreichen.
50:34Wir fahren gleich hin, Harry.
50:35Komm.
51:00Ja, Mimi, hallo.
51:02Wo?
51:03Jetzt?
51:06Wo?
51:11Also, ich weiß nicht.
51:12So einfach für einen blauen?
51:17Achso.
51:20Ja, also, wenn das drin ist.
51:24Okay, okay, okay.
51:27Ich komme.
51:45Wir suchen Hessler.
51:46Ich glaube, der ist nicht da.
51:48Nachsehen.
51:49Komm.
52:08Vielleicht ist er bei Frau Kolbe.
52:10Bei ihr bald noch Licht.
52:11Mir ging es halt nicht so gut.
52:14Dann schauen Sie mal nach, bitte.
52:17Ja.
52:21Frau Kolbe?
52:22Frau Kolbe, ich bin's, Silvia.
52:26Haben wir miteinander telefoniert?
52:28Wir haben miteinander telefoniert.
52:33Wissen Sie, dass ich eben ganz schön Angst gekriegt habe?
52:35Warum denn?
52:37Steig ein.
52:42Es muss was passiert sein.
53:00Das ist ja gar nicht angeschlossen.
53:01Die Polizei ist wieder da.
53:04Die suchen Sie.
53:06Dann habe ich doch eben das getroffen.
53:07Und die Kolbe ist weg.
53:08Wieso weg?
53:09Naja, ungefähr vor einer Stunde.
53:11In Hut und Mantel von Ihrem Mann.
53:13Die letzte Woche.
53:14Sind Sie sicher?
53:16Ja, auf der Treppe war kein Licht, aber...
53:18Haben Sie...
53:20Haben Sie mit Bracht gesprochen?
53:22Ich habe mich nicht getraut.
53:24Bin rauf zu wickert, aber...
53:25Der Ratt knallt voll.
53:27Aber sind Sie hier?
53:29Stimmt es, dass Frau Kolbe nicht da ist?
53:31Ja, stimmt.
53:32Woher wissen Sie das?
53:33Von Herrn Wosnitz.
53:35Ich.
53:37Sie müssen sich sprechen.
53:38Das ist sehr eilig.
53:39Darf ich Herrn Bracht dazu bitten?
53:41Wenn Sie meinen, ja.
53:47Ich wollte die Assistentin schon erzählen.
53:50Meine Assistentin?
53:52Na, Frau Lein Mohn.
53:54Die ist doch bei der Kripo.
53:56Ja.
53:56Sonst sollten Sie mal überprüfen, ob Sie einen Waffenschein haben.
53:59Wenn sie bei der Polizei ist, hat sie einen.
54:04Was passiert?
54:08Also, bei Männern mit Hut läuft bei mir jetzt eine ganze Weile gar nichts mehr.
54:13Überhaupt, die Sache mit Manuela schafft mich ganz schön.
54:19Frauen sind mir sowieso lieber.
54:21Von Natur.
54:26In der Nacht, als der Mord geschah, also an dem Abend, da hat der Wosnitz bei mir im Flur den
54:31Lichtschalter repariert.
54:32Die Tür zum Treppenhaus, die war ein Spalt auf und da kam ein Mann mit einem Hut schnell die Treppe
54:37runter.
54:38Na und?
54:40Ja, ging etwas merkwürdig.
54:42Eckig.
54:42Aber ganz so wie Frau Kolbe.
54:44Und der Hut war der, mit dem Sie dann ankam.
54:47Und als ich nach Hause kam, sah ich, wie hinten jemand über den Zaun klettert.
54:51Ohne Hut, ohne Hut, aber angezogen wie ein Mann.
54:53Ich bin dann leise hinterher und in der Haustür, ja, da erkannte ich Frau Kolbe.
54:59Warum haben Sie das damals nicht ausgesagt?
55:02Wir waren uns alle nicht sicher.
55:04Und die Frau tat uns leid.
55:05Leid? Wieso leid?
55:07Wir haben die Zusammenhänge doch auch erst geahnt, dass das Mädchen tot war.
55:12Ihr Mann schabt an Aids.
55:14Ein Tod, den wir alle Monate lang mit angesehen haben.
55:17Und dann fand sie im Notizbuch ihres Mannes eine ausgeschnittene Anzeige.
55:22Manuela und Mimi.
55:24Die Frau ist darüber fast verrückt geworden.
55:35Gib die Autonummer von der Kolbe an die Zentrale durch.
55:39Das ist dringend.
55:44München, TC5266.
55:46So, Sie rufen Mimi Reiser an.
55:49Hier ist die Telefonnummer.
55:50Sie soll auf gar keinen Fall aus ihrer Wohnung rausgehen.
55:53Und niemanden empfangen.
55:57Niemand!
55:58Den Wagen stoppen und uns sofort benachrichtigen.
56:02Sie kennen doch diese Art Anzeigen.
56:04Manuela und Mimi werden Sie verwöhnen.
56:06Sie war überzeugt, dass das von den beiden hatte.
56:08Sie hat dort angerufen, anonym.
56:10Ich habe auf sie eingeredet wie auf ein kleines Kind.
56:13Sie war nicht von der Idee abzubringen, dass es von den beiden hatte.
56:19Der Mimi Reiser meldet sich niemand.
56:21Ich habe aufs Band gesprochen.
56:21Um Auge, Zahn um Zahn, Tod um Tod!
56:26Sie bleiben hier.
56:28Und Sie melden sich sofort, wenn Frau Kolbe hierher zurückkommt.
56:44Bis jetzt noch nicht, Stefan.
56:46Na gut, dann fahren wir los.
56:48So weißt du was?
56:49Nein, aber ich ahne was.
57:12Warum halten Sie hier?
57:17Mensch, es ist doch hier!
57:18Was ist hier?
57:26Ja!
57:27Aaaaah!
57:35Ja!
57:40Aaaaah!
57:41Aaaaaah!
57:43Aaaaah!
57:51Frau Dr. Kreude, scheinen Sie aus.
58:16Frau Dr. Kreude, scheinen Sie aus.
58:44Frau Dr. Kreude, scheinen Sie aus.
59:23Frau Dr. Kreude, scheinen Sie aus.
59:29Untertitelung des ZDF, 2020
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