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  • vor 2 Tagen
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Alfred Vohrer

Kategorie

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TV
Transkript
00:00Musik
00:30Musik
01:00Musik
01:08Musik
01:30Nacht, tschau. Nacht. Nacht.
01:32Gibt mir noch einen Tringer?
01:34Nee, ich bin müde. Ich geh nach Hause.
01:36Ich komm noch mit.
01:38Ich geh jetzt.
01:40Gute Nacht.
01:42Gutes Geschäft heute?
01:44Es geht.
01:46Nicht gerade überragend.
01:48Aber du bist doch nicht unzufrieden, oder?
01:50Nein, das bin ich nicht.
01:52Dazu hast du auch keinen Grund.
01:54Meiner Meinung nach geht es dir nämlich glänzend.
02:00Was soll denn das Gerede?
02:04Es stört dich doch nicht,
02:06wenn man über dich nachdenkt.
02:08Tust du das?
02:10Schon eine ganze Weile.
02:12Ich studiere dich.
02:14Ich bin immer auf der Suche nach Leuten, von denen man was lernen kann.
02:17Willst du mir nicht sagen, was mit dir los ist?
02:19Nein.
02:20Was nein?
02:21Nicht der Rede wert.
02:23Oder sagen wir mal so, nicht interessant für dich.
02:25Dann halt mich nicht auf. Verschwinde.
02:27Bist du fertig, Joe?
02:29In diesem Moment.
02:31Nimm ihn bloß mit.
02:32Der regt mich auf.
02:33Du regst ihn auf?
02:34Ich weiß auch nicht warum.
02:36Komm, wir gehen.
02:43Schade.
02:45War eigentlich ganz hübsch hier.
02:48Was mache ich ohne Musik?
02:50Hast du ihm gesagt, dass du aufhörst?
02:52Das muss ich ihm nicht sagen.
02:54Oh, schadeh mich nicht.
02:56Das war's.
03:26Hey, was soll denn das? Was machst du denn da?
03:37Schon gut, reg dich nicht auf.
03:39Das ist eine Top-Melodie.
03:41Ich nehme noch ein Ohrvoll mit nach Hause, das ist alles.
03:43Du kannst es abschließen, der Schauplatz ist leer.
04:13Mein Gott, der arme Junge.
04:21Joe, meinst du nicht, dass wir vielleicht...
04:23Frag mich jetzt bitte nicht, ob es richtig ist.
04:24Ich weiß es nicht, ich habe keine Ahnung.
04:27Wo ist das Taxi?
04:28Da kommt es gerade.
04:42Habt ihr ihn gesehen?
04:43Ja, er steht da drüben.
04:45Ich frage mich, ob das nicht alles falsch ist.
04:46Was falsch ist alles oder gar nicht?
04:48Jetzt fahr!
04:48Ich frage mich, ob das nicht alles falsch ist.
04:53Ich frage mich, ob das nicht alles falsch ist.
04:57Ich frage mich, ob das nicht alles falsch ist.
05:01Das war's.
05:31Na, da sagt er ja.
05:35Danke, Maria.
05:36Noch was zu essen?
05:37Danke, wir haben keinen Hunger. Wie spät ist es denn?
05:40Halb zwei, aber die Küche ist noch auf.
05:42Danke.
06:01Die Küche ist noch auf.
06:31Das war's.
07:01Wer sind Sie?
07:17Wo kommen Sie denn her?
07:19Wie sind Sie da reingekommen?
07:22Dann reden Sie doch, Mensch!
07:23Die Küche ist noch auf.
07:53Die Küche ist noch auf.
08:23Die Küche ist noch auf.
08:53Ich bin auf dem Standplatz Jakobinerstraße und bin in die Meisinger 13 gerufen worden.
08:57Das ist eine Diskothek.
08:59Und die hat jetzt zu und da rührt sich keiner.
09:01Ich hab geklingelt und geklopft.
09:03Da haben Sie die Adresse falsch verstanden.
09:04Na, darum geht's nicht.
09:06In dem Lokal ist geschossen worden.
09:08Das meine ich.
09:09Da hat jemand geschossen.
09:11Was mach ich da jetzt?
09:12Lassen Sie mich rein, ich bin angerufen worden.
09:37Der, der da erschossen worden ist, der da erschossen worden ist, ist mein Bruder.
09:39Das tut mir leid für Sie, aber Sie können jetzt nicht rein.
09:41Vorerst nicht.
09:42Wer hat hier was zu sagen?
09:43Ich, mein Name ist Derry, Kriminaloberinspektor.
09:47Was ist passiert?
09:49Wer hat Ihnen erschossen?
09:50Was haben Sie festgesteckt?
09:51Ach, das sind eine ganze Menge Fragen auf einmal.
09:53Moment mal.
09:53Sie sind der Taxifahrer.
09:55Sie haben den Schuss gehört?
09:56Ja, ziemlich deutlich sogar.
09:59Erst hab ich nicht gewusst, dass es ein Schuss ist.
10:01Und dann hab ich's mir aber gedacht und wollte keinen Fehler machen.
10:04Hab die Zentrale angerufen und die hat dann Sie verständigt.
10:08Und ich sag Ihnen, da versteh ich was nicht.
10:09Mein Bruder soll ein Taxi bestellt haben.
10:11Er hat doch einen Wagen.
10:12Warum soll er ein Taxi nehmen?
10:14Warum sollte er nicht?
10:15Da gibt's ja viele Gründe.
10:17Wie ist das Taxi bestellt worden?
10:19Über Telefon am Jakobiner Standplatz.
10:21Wer hat angerufen?
10:21Ein Mann?
10:23Der sagte, Jansson, Meisinger 13, die Diskothek.
10:26Nichts sonst.
10:27Nein, nichts sonst.
10:28Ich brauch ja auch nicht mehr.
10:29Bin gleich losgefahren und war ganz schön sauer.
10:33Ich steh hier vor der Tür und alles zu, alles dunkel.
10:37Ja, und dann hör ich den, dieses Geräusch, den Schuss.
10:41Wenn Sie den Schuss gehört haben, dann müssen Sie den Mörder doch gesehen haben.
10:44Der muss doch rausgekommen sein.
10:46Ja, durch das Fenster, durch das er eingestiegen war.
10:48Und dann ist er durch die Einfahrt raus auf die Straße.
10:51Sie haben ihn nicht gesehen?
10:53Nein.
10:54Die Zentrale hat mir gesagt, ich soll da bleiben und warten, bis die Polizei kommt.
10:57Was ich auch gemacht habe.
10:58Ungern gemacht habe.
11:00Mir war ja klar, dass da womöglich ein Mörder im Haus ist.
11:03Aber ich hab niemanden gesehen.
11:05Den Hof will ich sehen.
11:07Da muss auch der Wagen stehen.
11:15Das ist ein Wagen.
11:16Wo steht er denn?
11:16Warum soll er ein Taxi nehmen?
11:21Deswegen vielleicht.
11:26Er hat einen Platten.
11:27Genau, und er wird auch noch einen Reifen wechseln können.
11:29Vielleicht war ihm das zu mühsam mitten in der Nacht.
11:34Und da ist er rein?
11:35Ja, da ist er rein.
11:37Ach, verzeihen Sie bitte.
11:40Verzeihen Sie mal.
11:41Da ist jemand erschossen worden, habe ich gehört.
11:47Ja, der Besitzer der Diskothek hier.
11:49Haben Sie irgendwas gehört oder gesehen?
11:52Gehört und gesehen.
11:54Was haben Sie gesehen?
11:55Den jungen Mann, wie er einstieg.
11:56Sie haben also jemanden einsteigen sehen durch das Fenster da?
12:02Ja, zufälligerweise.
12:05Ich hörte ein Geräusch.
12:07Und dann ein Scheppern von Glas.
12:09Und dachte, Nanu, dachte ich, schlägt da jemand ein Fenster ein?
12:13Und so war's.
12:14Jemand schlug ein Fenster ein und stieg ein.
12:16Und das haben Sie alles gesehen?
12:19Natürlich habe ich das gesehen, wie er reinstieg und wie er rauskam.
12:23Ein junger Mann, das machte dem gar nichts aus, der hüpfte da raus und rein wie ein Wiesel.
12:27Können Sie den Mann beschreiben?
12:30Bin ich blind? Natürlich kann ich den beschreiben.
12:33Na, dann kommen Sie mal mit rein.
12:38Wie sah der Mann aus, den Sie gesehen haben?
12:41Sofort, sofort.
12:43Kann ich ihn mal sehen?
12:44Wen wollen Sie sehen?
12:47Den Toten.
12:49Ich kenne den Mann ja.
12:51Ich kenne ihn ziemlich gut.
12:52Ich habe mich oft genug beschwert.
12:54Dieser Lärm, wissen Sie, dieser Lärm, den diese Leute Musik nennen.
12:58Er hat mich rausgeworfen.
13:00Mit Worten, die ich nicht wiedergeben kann.
13:02Kein feiner Mann, der da erschossen wurde.
13:05Kann ich ihn mal sehen?
13:08Nein, das können Sie nicht.
13:10Wie sah er aus?
13:12Ja, es war ein junger Mann.
13:13Wie alt etwa?
13:15So alt mag er gewesen sein.
13:17So alt wie der da, ungefähr so alt.
13:19Wie alt sind Sie?
13:2125.
13:22Ja, so alt mag er gewesen sein.
13:25Mittelgroß, schlank, lange blonde Haare.
13:28Dann darf ich fortsetzen.
13:29Das Gesicht schmal, hohe Backenknochen.
13:31Die Gesichtsfarbe ziemlich blass, fast weiß.
13:33Lange, schmale Finger.
13:34Donnerwetter.
13:35Donnerwetter.
13:36Und wen beschreiben Sie da so detailliert?
13:39Seinen Disc-Jockey, Joe.
13:41Joe Mahler.
13:43Der hat mein Bruder bis aufs Blut gehasst.
13:45Was?
13:46Erschossen?
13:48Ist ja unfassbar.
13:49Wie denn?
13:49Wann denn?
13:50Ich?
13:53Ja, selbstverständlich.
13:56Wenn meine Anwesenheit gewünscht wird, ich komme sofort.
13:58In 20 Minuten.
13:59Ich habe das Telefon gehört.
14:06Wer ruft denn da an, so spät in der Nacht?
14:08Die Polizei.
14:10Mein Chef ist gerade ermordet worden.
14:11Was?
14:13Ermordet?
14:14Ja, ich soll mal hinkommen.
14:15Sie werden irgendwas wollen.
14:16Ich habe nicht näher gefahren.
14:17Also deine Mutter und ich haben das nie gut gefunden,
14:19dass du in einer solchen Umgebung arbeitest.
14:21Das ist doch auf sinnlose Weise zeitvertrieben.
14:23Aber Vater, die vertreiben wir uns doch alle irgendwie.
14:27Die eine Art mag besser sein als die andere.
14:29Aber wer weiß das so genau?
14:34Mach dir keine Sorgen.
14:35Die Welt verliert nicht viel an dem Mann.
14:42Guten Abend.
14:43Mein Name ist Mara.
14:44Ich wurde gebeten, herzukommen.
14:46Bitte bleiben Sie stehen und drehen Sie sich mal um.
14:51Nein, da war es nicht.
14:53Sind Sie ganz sicher?
14:54Ich meine, hundertprozentig sicher.
14:55Ich sage doch, da war es nicht und dazu stehe ich.
14:57Sie werden doch nicht bezweifeln, was ich sage.
14:59Aber nein, wenn Sie sagen, dass Sie absolut sicher sind,
15:02dann glauben wir es Ihnen auch.
15:03Ich kann sehr gut Leute voneinander unterscheiden.
15:05Ja, ja, das glauben wir Ihnen.
15:06Jetzt kommen Sie bitte, Herr Winter.
15:07Ich will jetzt mal Ihre Personalien aufnehmen.
15:10Um was geht es denn?
15:11Sie sehen mich ganz erschüttert.
15:13Ich sehe Sie nicht erschüttert.
15:14Was hier passiert ist, das erschüttert Sie doch nicht.
15:18Im Gegenteil.
15:20Mein Bruder tot, das erfüllt Sie doch mit Befriedigung.
15:23Die ich Ihnen ansehe, ich sehe Sie Ihnen an.
15:26Er hat ein bisschen recht.
15:27Freunde waren wir nicht.
15:28Wir waren gegensätzliche Naturen.
15:30Wir wurden es im Laufe der Zeit immer mehr.
15:32Gehasst haben Sie ihn.
15:34Habe ich das?
15:35Ja, das haben Sie.
15:35Leugnen Sie es nicht.
15:36Ich leugne es ja gar nicht.
15:38Sie hören, er leugnen es nicht.
15:43Sagen Sie mal, Sie wollen nicht etwas zur Polizei.
15:45Ich meine, weil Sie da auch Fragen stellen.
15:49Wo waren Sie heute Nacht gegen halb zwei?
15:51Gegen halb zwei wurde er da erschossen?
15:53Mir stellt er auch Fragen.
15:55Ja, wahrscheinlich.
15:56Also, wo waren Sie?
15:57Ich gebe Ihnen gern alle Auskünfte, die Sie brauchen.
15:59Ja, das will ich hoffen.
16:01Um ein Uhr machten wir Schluss.
16:03Müssen wir Schluss machen wegen der Anwohner,
16:05die sich belästigt fühlen.
16:06Ich habe mich von ihm, von Ihrem Bruder, noch verabschiedet.
16:10Ich fragte ihn, wie er sich fühle.
16:11Er sagte glänzend, ausgezeichnet,
16:13wozu ich ihn beglückwünscht habe.
16:15Dann wurde ich von meiner Freundin abgeholt.
16:18Wir verließen beide das Lokal
16:20und waren um Punkt halb zwei in einem anderen Lokal,
16:23in dem wir gut bekannt sind.
16:25Viele Freunde haben, die uns alle gesehen haben,
16:27um halb zwei als...
16:29Wie viele Schüsse sind eigentlich gefallen?
16:33Einer.
16:34Ein einziger.
16:35Ein einziger.
16:37Das Zeug von Kaltblütigkeit.
16:38Ist irgendetwas gestohlen worden?
16:41Nein.
16:42Die Tageseinnahme, das Geld?
16:43Alles vorhanden.
16:46Der Täter wird andere Gründe gehabt haben.
16:48Er muss andere Gründe gehabt haben.
16:49Die Frage ist nur, welche.
16:53Was meinen Sie, er ist der Bruder?
16:54Sie haben ihn genau gekannt,
16:55Sie haben zusammen gewohnt,
16:56Sie haben zusammen gelebt.
16:58Also,
16:59was für Gründe könnte jemand haben,
17:01ihn zu töten?
17:02Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf,
17:06dann untersuchen Sie das Leben mal,
17:07was der Tote geführt hat,
17:08als er noch lebendig war.
17:10Da müssen die Gründe liegen.
17:12Meinen Sie nicht auch?
17:13Das ist doch ein ganz vernünftiger Vorschlag,
17:19den ich da gemacht habe.
17:21Das meinen Sie.
17:21Vorläufig meine ich überhaupt nichts.
17:27Wir mit Ihnen allein sprechen.
17:29Kommen Sie bitte mit.
17:34Na gut, Sie sind Discjockey.
17:37Aber das ist doch nicht Ihr Beruf.
17:39Nein, ich studiere Biologie.
17:42Die Musik ist mein Hobby.
17:44Setzen Sie sich.
17:45Und wie lange sind Sie schon in der Diskothek?
17:47Seit einem Jahr.
17:50Und so lange kennen Sie natürlich auch den Besitzer,
17:52Herrn Jansson.
17:53Ja.
17:54Sie mochten ihn nicht?
17:56Nein,
17:57überhaupt nicht.
18:00Möglicherweise spielt das ja keine Rolle,
18:02ob ein Mensch für die Gemeinschaft von Nutzen ist.
18:05Aber wenn Sie danach fragen würden,
18:07dieser Mensch
18:08hatte keinen Zug.
18:12Sie haben für Ihre Abneigung sicher Gründe.
18:15Braucht man Gründe,
18:16wenn man einen Menschen nicht mag.
18:18Der Mann hatte keinen Charakter,
18:20keine Moral.
18:22Ich will das nicht überbewerten.
18:25Aber ein bisschen davon
18:26sollte man das nicht haben.
18:28Nur ein bisschen.
18:31Kommt man aus?
18:33Ganz ohne?
18:35Nee, möchte ich jetzt nicht philosophieren.
18:39Also,
18:40was werfen Sie ihm vor?
18:42Konkret.
18:42Konkret.
18:46Machen Sie doch den Deckel auf.
19:03Alles gut gelaufen?
19:04Ja.
19:07Das Erste, was Sie sagten, war,
19:09bleiben Sie stehen,
19:10drehen Sie sich um.
19:12Sag mal,
19:13was ist mit dem Mann aus dem Hinterhaus?
19:14Deswegen bin ich ja da.
19:16Der hat Konrad gesehen,
19:17wie er eingestiegen ist.
19:19Und wie er wieder rauskam.
19:20Der hat auch den Schuss gehört.
19:22Hat er eine Beschreibung gegeben?
19:23Ja.
19:25Wo ist Konrad jetzt?
19:27Zu Hause.
19:27Wie fühlt er sich?
19:30Ich weiß es nicht.
19:32Hat ihn nachher noch
19:33irgendjemand gesehen?
19:34Ja, Irrungart.
19:36Du sollst sie zu Hause anrufen.
19:37Immer geht das Telefon.
19:50Wer guckt denn das denn wieder an?
19:52Das werden wir gleich wissen.
19:55Ja, bitte?
19:56Ich will dir nur sagen,
19:57wovon ich überzeugt bin.
19:59Du hast mit dem Mord zu tun.
20:01Ich habe es dir angesehen,
20:02als du da reingekommen bist.
20:03Ich wusste,
20:04der,
20:04der da,
20:04der war es.
20:05Und wenn du es nicht selbst warst,
20:07dann hast du jemanden gefunden,
20:08der es für dich getan hat.
20:09Gib es doch zu.
20:11Was für Unterstellungen.
20:19Sie sind aufgeregt.
20:21Ich tue Ihnen sicher einen Gefallen,
20:22wenn ich Sie nicht ernst nehme.
20:24Ich will wissen,
20:25was du der Polizei gesagt hast.
20:27Gar nichts.
20:30Die Polizei wird das tun,
20:32was ganz normal ist.
20:33Man wird sich um das Leben kümmern,
20:35als er geführt hat.
20:36Das ist doch logisch
20:37und ganz leicht einzusehen.
20:38Ich habe dem Polizisten
20:39allerdings gesagt,
20:41ja,
20:42tun Sie das mal.
20:56Diese Aussagen müssen noch
20:57überprüft werden.
20:58Dank dir.
21:03Worüber denkst du denn nach?
21:06Dieser Disk-Jockey.
21:10Weißt du,
21:10es gibt Leute,
21:11die quasseln und quasseln
21:12und im Nachhinein
21:13verliert jedes Wort
21:14seine Bedeutung.
21:16Da ist es umgekehrt.
21:18Jedes Wort bekommt
21:19seine Bedeutung
21:20erst im Nachhinein.
21:21Und welche?
21:23Das weiß ich nicht.
21:24Aber
21:26irgendetwas
21:28bleibt eben hängen.
21:29Das weiß ich nicht.
21:31Das war's für heute.
22:01Das war's für heute.
22:31Gut, dass du noch mal gekommen bist.
22:33Na, ist doch klar. Ich wollte nur sehen, ob... ist alles in Ordnung?
22:39Alles in Ordnung.
22:40Es ging viel leichter, als ich dachte. Eine Schwelle, über die man musste.
22:50Logisch, wir haben uns ja vorher drüber unterhalten, aber...
22:56Ja, ich...
22:57Ich dachte nicht, dass es so leicht gehen würde.
23:01Irgendwie war es vergleichbar mit... mit einem Traum.
23:08Versteh mich richtig?
23:09Ja, ich versteh dich schon.
23:10Ich meine, die Realität, die verlor sich ein bisschen. Für eine Sekunde.
23:15Da war sie einfach nicht da.
23:20Setz dich doch.
23:21Willst du was trinken?
23:24Nein, danke.
23:25Kein Alkohol. Vor allem du nicht.
23:29Jetzt ist es ja vorbei.
23:32Konrad, es...
23:33Es hat dich jemand gesehen, wie du eingestiegen bist, auch wie du wieder herauskommst.
23:40Hm.
23:41Mit der Beschreibung kann niemand was anfangen, aber wenn der Mann dir gegenüberstehen würde,
23:47würde er vielleicht sagen, der da.
23:50Hm.
23:50Ich habe niemanden gesehen.
23:56Es macht dir niemand einen Vorwurf. Von Zufällen ist man nie sicher.
23:59Hm.
24:01Muss ich irgendwas tun?
24:04Gar nichts musst du tun.
24:08Es darf nur niemand merken, dass du in irgendeiner Verbindung stehst zu mir und zu den anderen.
24:14Du kommst in Quarantäne.
24:16Das klingt, als sei ich krank.
24:18Ein bisschen bist du es ja auch.
24:19Ich bin doch nicht krank.
24:20Nein, aber irgendwo gibt es doch eine Ansteckungsgefahr.
24:25Ach so.
24:26Naja, ich...
24:27Ich verstehe schon.
24:30Aber...
24:31Ich habe alles richtig gemacht.
24:34Ja, Konrad.
24:36Ja.
24:37Ich meine...
24:38Darauf kommt es doch an.
24:40Das war es doch, was wir wollten.
24:41Dass...
24:41Dass alles...
24:42Perfekt über die...
24:44Bühne geht.
24:47Ja?
24:49Ja.
24:49Ich habe...
24:50Ich habe...
24:50Ich habe...
24:51Ich habe...
24:53Hallo!
25:20Ich war bei Ihnen zu Hause. Ihr Vater hat mir gesagt, wo ich Sie finden kann.
25:28Und da habe ich mich einfach hierhergestellt.
25:30Da haben Sie eine Stecknadel mitten im Heuhaufen gefunden.
25:33Das ist mein Beruf.
25:35Das ist Irmgard. Irmgard Schneider.
25:39Sie war es übrigens, die mich gestern Abend abgeholt hat.
25:42Ah ja. Guten Tag von Schneider.
25:44Guten Tag.
25:45Warum warten Sie hier auf mich? Gibt es Neuigkeiten?
25:48Ah, wissen Sie, der Bruder des Toten, der hat eine wilde Anklage gegen Sie losgelassen.
25:53Neuerdings?
25:53Nö, nicht neuerdings.
25:55Wäre auch seltsam.
25:56Warum wäre das seltsam?
25:57Naja, der Mann war doch nicht Herr seiner selbst.
26:01Ich denke mir, der wird doch inzwischen seinen Verstand wiedergefunden haben.
26:04Naja, also seine Vorwürfe waren immerhin ziemlich massiv.
26:08Es geht mir um die Überprüfung Ihres Alibis.
26:11Aha.
26:14Da ist es.
26:15Was studieren Sie, Frau Herrn Schneider? Auch Biologie?
26:19Ja.
26:20Ein schönes Studium?
26:22Es ist Beschäftigung mit dem Leben.
26:25Hört sich gut an. Beschäftigung mit dem Leben.
26:28Was stört Sie daran?
26:30Nichts.
26:32Gar nichts.
26:34Sie haben also Herrn Mahler gestern Abend abgeholt?
26:38Ja, um zehn nach eins.
26:40Das wissen Sie so genau, die Uhrzeit?
26:42Ja.
26:43Haben Sie auf die Uhr gesehen?
26:45Ja.
26:46Und dann sind Sie zusammen weggegangen?
26:48Ja.
26:50Um halb zwei waren wir bei Maria.
26:53Das ist ein Lokal in Schwabing. Es heißt Die Bude.
26:56Und wer ist diese Maria?
26:57Die Wirtin.
27:00Aber es können auch noch andere Leute bezeugen, dass wir um halb zwei in dem Lokal waren.
27:03Wenn Sie die Namen wissen wollen.
27:05Ja, das möchte ich gern.
27:10Sie sind befreundet mit Herrn Mahler?
27:13Ja.
27:16Sind Sie sehr enge Freunde?
27:19Ja.
27:20Gute Freunde.
27:22Ja, dann wissen Sie doch sicher, warum Ihr Freund den Herrn Jansson nicht mochte.
27:27Ich, äh, das, das weiß ich nicht.
27:33Sie haben den Toten doch auch gekannt.
27:35Ja.
27:36Mochten Sie ihn?
27:38Nein.
27:39Nein, nein, den mochte ich nicht.
27:41Ja, warum denn nicht?
27:42Warum tun Sie nicht, was Joe Mahler Ihnen gesagt hat?
27:46Er hat gesagt, überprüfen Sie doch das Leben, das dieser Mann geführt hat.
27:50Wenn wir Sie fragen, dann tun wir das ja.
27:53Dazu möchte ich nichts sagen.
27:54Also hätten Sie was dazu zu sagen?
27:57Ich nicht.
27:57Ich nicht.
27:58Da gibt es genug Leute, die Ihnen dazu etwas sagen können.
28:01Also hören Sie mal...
28:01Moment mal, Harry.
28:05Junger Mann, 25 Jahre alt, mittelgroß, schlank, lange blonde Haare.
28:12Kennen Sie jemanden, auf den diese Beschreibung zutrifft?
28:17Nein.
28:17Keine Erinnerung an ein Gesicht, das Sie kennen.
28:24Nein.
28:27Guten Tag, Frau Vollmer.
28:28Guten Tag, Herr Mahler.
28:29Ist Konrad oben? Kann ich mal hochziehen?
28:31Ja, ja, natürlich.
28:33Nehmen Sie nur.
28:36Ach, bitte einen Moment noch.
28:43Warum ist Konrad nicht zur Universität heute?
28:45Er ist den ganzen Tag in seinem Zimmer oben.
28:49Und sein Essen hat er stehen lassen.
28:53Er hat nichts gegessen heute?
28:56Nein.
28:57Ich frage mich schon, ob er krank ist.
29:00Ist er krank?
29:01Mir sagt er ja nichts.
29:03Nein, ich glaube nicht, dass er krank ist.
29:05Waren Sie mit ihm zusammen gestern?
29:07Ja.
29:09Aber mir kam er ganz normal vor.
29:13Ach, dann ist es die Unruhe.
29:15Die allgemeine Unruhe vor der Prüfung.
29:19Ja.
29:20Sicherlich.
29:26Joe!
29:27Ich habe gehofft, dass du kommst.
29:33Gott sei Dank.
29:35Du mich...
29:36Ich konnte heute Morgen einfach nicht aus dem Haus kennen.
29:40Habt ihr mich vermisst?
29:41Aber ich hatte plötzlich Angst,
29:43Menschen zu sehen oder...
29:47mich ansehen zu lassen.
29:50Du hast nichts gegessen heute?
29:53Nein, ich...
29:57Komisch, was?
30:01Einfach kein Name.
30:04Konrad, ich muss dir was sagen.
30:07Irmgard wurde von der Polizei vernommen.
30:09Es ging um ein Alibi und dabei haben sie ihr auch eine Beschreibung von dir gegeben.
30:15Wollten wissen, ob sie so jemanden kennt.
30:18Und?
30:20Natürlich hat sie gewusst, wen sie da meinten.
30:22Aber sie hat dich gehalten.
30:25Gut.
30:25Meinst du, sie kommen noch dahinter?
30:31Ich glaube nicht.
30:33Ich sag's dir nur,
30:35weil du alles wissen sollst,
30:37was dich betrifft.
30:38Guten Tag.
30:53Guten Tag.
30:54Wo finde ich Herrn Rolf Heckel?
30:56Da kommt er gerade.
31:06Guten Tag, Herr Heckel.
31:07Guten Tag.
31:09Kriminalpolizei werde ich nochmal gebraucht.
31:11Fangen Sie Ihren Dienst jetzt an.
31:13Nein, ich hab Feierabend für heute.
31:15Dann haben Sie ja ein bisschen Zeit.
31:17Kommen Sie.
31:23Wissen Sie, da gibt's eine Sache,
31:26mit der ich nicht zurande komme.
31:28Mit der Sie nicht zurande kommen?
31:31Wohin fahren Sie denn?
31:32In die Diskothek.
31:34Die Diskothek? Aber die hat noch nicht auf.
31:36Die macht erst...
31:36Ja, die macht erst um acht auf, ich weiß.
31:39Also die Sache, mit der ich nicht zurande komme.
31:41Jansson, der dann ermordet wurde, der bestellte ein Taxi.
31:46Weil in seinem Auto ein Reifen zerstochen wurde.
31:49Die Frage ist doch, wer tut das?
31:52Und warum?
31:53Der Mann war nicht sehr beliebt.
31:55Er hat eine Menge Feinde gehabt.
31:58Woher wissen Sie das?
31:59Woher ich das weiß?
32:04Ist das gestern Abend nicht zur Sprache gekommen,
32:07dass der Mann nicht sehr beliebt war?
32:09Sie haben den Toten nicht gekannt.
32:11Nein.
32:12Sie selbst haben die Diskothek nie besucht.
32:15Doch, ich war mal da.
32:18Waren Sie öfter da?
32:19Nein, das wäre zu viel gesagt.
32:22Hin und wieder mal.
32:23Ja, und nun meine Überlegung.
32:28Warum wird der Reifen zerstochen?
32:30Zweifellos doch, aus Absicht.
32:33Aus Absicht, diesen Mann zu ärgern?
32:35Naja, das ist möglich.
32:37Vielleicht aber auch mit der Absicht,
32:38ihn daran zu hindern, wegfahren zu können.
32:40So, dass er ein Taxi nehmen muss.
32:43Aha, ja, ja, ich verstehe.
32:46Aber wer sollte daran interessiert sein,
32:49dass er ein Taxi nehmen muss?
32:51Ja, das ist es ja gerade.
32:52Darauf habe ich noch keine Antwort.
32:54Aber Sie fahren doch Taxi, nicht?
32:55Ja.
32:57Im Nebenberuf?
32:58Ja.
33:00Was machen Sie denn hauptberuflich?
33:03Studiere.
33:05Biologie?
33:06Nein, nein.
33:06Nicht Biologie?
33:07Nein, Geschichte.
33:12Aha.
33:34Sagen Sie, wenn Sie studieren,
33:35dann kennen Sie vielleicht Jo oder Joe Mahler
33:37nicht nur als Disc-Jockey,
33:39auch als Kommiliton?
33:40Nein, nicht direkt.
33:42Ah, keine direkte Bekanntschaft.
33:43Nein.
33:43Das wäre ja auch ein Wunder.
33:44Wie viele Studenten hatten München?
33:46Waren Sie mal 30.000 oder mehr?
33:48Ich weiß es nicht.
33:50Aber manchmal gibt's ja Wunder.
33:53Guten Tag.
33:54Guten Tag.
33:56Ich habe eine Frage an Sie.
33:58Guten Tag.
33:58Dieser Herr ist der Taxifahrer von gestern Nacht.
34:01War er hin und wieder auch mal Gast in diesem Lokal?
34:05Weiß ich nicht.
34:14Kann ich mich nicht erinnern.
34:15So.
34:17Na, danke.
34:20Ja, das wär's.
34:22Es kann durchaus sein,
34:22dass wir uns nochmal unterhalten müssen.
34:24Gut.
34:25Wiedersehen.
34:26Wiederschauen.
34:26Ach, übrigens, Ihr Bruder ist vorbestraft, Herr Jansson.
34:46Ist mir alle schon vorgebetet worden.
34:48Ich habe Ihrem Kollegen schon gesagt.
34:49Ich auch.
34:50Ich habe auch mal gesessen.
34:51Wird einem das immer wieder vorgehalten?
34:52Nein, nein, das nicht.
34:54Aber uns ist die Art der Delikte aufgefallen.
34:56Es handelt sich immer um Betrug, Unterschlagung, betrügerischen Bankrott.
34:59Klassische Delikte, für den der schnell reich werden will und der keine Rücksicht nimmt.
35:03Und was hat das mit diesem Fall zu tun?
35:06Ist der Ermordete schuldig?
35:08Davon kann gar keine Rede sein.
35:10Wir suchen das Motiv.
35:11Und wir suchen es überall.
35:13Tun Sie das.
35:16Aber lassen Sie sich nichts einreden.
35:17Na, wer, wer sollte uns was einreden?
35:19Wer, wer?
35:20Kommt doch nur einer in Frage.
35:21Ja, und warum?
35:22Warum kommt doch er in Frage?
35:23Was wirft Jomala Ihrem Bruder eigentlich vor?
35:26Weiß ich nicht.
35:27Was fragen Sie mich?
35:28Tag.
35:30Störch, mein Name ist Nilow.
35:32Ich bin herbestellt worden.
35:33Nein, nein, kommen Sie nur.
35:34Unser neuer Discjockey.
35:35Tag.
35:36Sie wollen aufmachen heute Abend?
35:38Tag.
35:39Was denn sonst?
35:39Ganz im Sinne meines Bruders.
35:41Seien Sie ganz unbesorgt.
35:43Kommen Sie.
35:44Sind Sie mit der Anlage vertraut?
35:45Sie erlauben doch.
35:48Ich war bei dem zu Hause.
35:49Da ist der totale Reichtum ausgebrochen.
35:52Ganz schöne Karriere für arme Leute,
35:54die Sie vor einem Jahr noch waren.
35:59Ach hier.
36:04Ja?
36:06Wer ist denn da?
36:07Wir haben uns gestern Abend gesehen,
36:09zusammen mit der Polizei.
36:12Guten Tag, Herr Winter.
36:14Guten Tag.
36:14Dürfen wir mal reinkommen?
36:16Wir hätten Sie gerne mal gesprochen.
36:18Ach ja, ja.
36:19Bitte.
36:21Also jetzt muss ich mal nachdenken,
36:23wann ich das letzte Mal Besuch gehabt habe.
36:25Das ist schon lange, lange her.
36:27Aber bitte wollen Sie mich Platz nehmen?
36:30Wollen Sie denn alleine hier?
36:31Wie?
36:32Ja, ja, allein.
36:34Meine Frau ist schon vor Jahren von mir gegangen.
36:36Seitdem bin ich alleine.
36:39Der Herrgott will mich noch nicht.
36:41Ist das das Fenster,
36:42durch das Sie den Täter gesehen haben?
36:43Ja, das ist das Fenster.
36:45Das ist eine ganz schöne Entfernung zum Hof runter.
36:47Und wenn man bedenkt, nachts.
36:49Wie gut sehen Sie denn, Herr Winter?
36:52Alles lässt nach im Alter.
36:53Alles.
36:54Auch die Augen.
36:56Ja, ich möchte Ihnen so gerne etwas anbieten,
36:58aber es tut mir leid, ich habe nichts.
37:00Eine Tasse Kaffee?
37:01Wie wär's denn damit?
37:02Ja.
37:02Es dauert allerdings eine Weile.
37:04Die Küche ist nicht aufgeräumt.
37:05Aber ich helfe Ihnen.
37:07Nach langer Zeit trinke ich meinen Kaffee mal wieder in Gesellschaft.
37:11Und jetzt sage ich Ihnen etwas.
37:13Er schmeckt besser in Gesellschaft.
37:14Alles ist besser in Gesellschaft.
37:16Gehen Sie denn nie aus?
37:18Wohin?
37:19Mit wem?
37:20Auch die Gesellschaft verliert sich im Alter.
37:22Vielleicht dürfen wir Sie mal einladen.
37:24Was?
37:24Sie wollen mich einladen?
37:26Ja, warum denn nicht?
37:27Dann kommen Sie mal raus hier.
37:28Das ist nicht schlecht.
37:29Nicht schlecht.
37:30Fragt sich, ob der Vogel noch fliegen kann.
37:33Das ist gut.
37:34Das ist sehr nett von Ihnen.
37:36Allein ist man nicht mehr unternehmungslustig genug.
37:38Also danke.
37:39Besten Dank.
37:40Ich nehme die Einladung an.
37:42Gerne an.
37:44Aber nur sagen Sie mal,
37:46warum wollten Sie mich eigentlich sprechen?
38:01Warum läufst du auf und ab wie ein Tier?
38:04Ich höre dich.
38:08Sehe an die Decke und frage mich,
38:10wann wird er aufhören, so herumzurennen?
38:13Was tust du?
38:16Was ich tue?
38:17Was tut man, wenn man herumrennt?
38:20Man denkt nach.
38:21Ich denke nach.
38:23Nachdenken ist doch keine Beschäftigung,
38:25die jemanden stören kann.
38:27Worüber denkst du?
38:27Über Gott und die Welt, Mama.
38:29Damit hast du dir zu viel vorgenommen.
38:33Wahrscheinlich, Mama.
38:33Sehr gut möglich.
38:36Ich glaube, du hast recht.
38:44Entschuldige.
38:49Hallo?
38:51Wollt ihr nicht mit reinkommen?
38:52Nein.
38:54Konrad, wir haben den Mann besucht,
38:55der dich gesehen hat.
38:57Aber wir glauben,
38:58der ist ungefährlich.
38:59Er wird dich nicht wiedererkennen.
39:01Ja.
39:02Dann sind wir einen ganzen Schritt weiter.
39:04Dann kann mir ja nichts mehr passieren.
39:06Das will ich nicht sagen.
39:08Dieser Derrick ist überzeugt,
39:10dass Rolf und ich uns kennen.
39:12Wir müssen auf alles gefasst sein.
39:14So.
39:15Guten Abend.
39:32Ich hoffe, wir stören nicht alles so sehr.
39:35Aber keineswegs.
39:36Sie können ganz oft sprechen.
39:37Das sind alles Freunde.
39:38Die wissen, was passiert ist.
39:41Die wissen, was passiert ist?
39:42Ja, Sie haben es gehört, gelesen.
39:46Ich habe es Ihnen erzählt.
39:47Aber ich verstehe,
39:47das sind alles Leute,
39:48die bezeugen können,
39:49dass Sie in der fraglichen Nacht
39:50um halb zwei hier waren.
39:52Ja, genau die sind es.
39:53Keiner mehr, keiner weniger.
39:55Keiner mehr, keiner weniger.
39:56Können wir irgendwo miteinander sprechen?
39:58Ich meine so,
39:59dass man sich auch versteht.
40:01Das muss ja nicht jeder mitkriegen, oder?
40:03Die Maria kann uns das Billardzimmer aufschließen.
40:05Maria?
40:07Darf ich mal die Nachfrage?
40:09Ja, natürlich.
40:10Niemand, der was dagegen hätte.
40:11Gebt ihr mal die Ausweise?
40:12So, nun frage ich mal weiter.
40:15Alle Studenten?
40:16Ja.
40:17Biologie?
40:18Ja, Biologie.
40:19Und Geschichte.
40:20Sie kennen alle die Diskothek?
40:22Sie kennen mich.
40:24Und Sie wissen,
40:24dass ich abends Musik auflege.
40:26Da ist es doch nur logisch,
40:27dass Sie da sind.
40:28Sie reden wohl immer,
40:29wenn Sie nicht gefragt sind.
40:31Kennen Sie auch den Besitzer der Diskothek?
40:33Ja, wir kennen ihn alle.
40:35Er ließ sich ja jeden Abend sehen
40:36in seiner Diskothek.
40:38Ein Wolf, der seine Schäfchen zählt.
40:41Was meinen Sie damit?
40:42Kennen Sie die,
40:43die dahin kommen?
40:45Die meisten sind noch Kinder.
40:46Der Schatz der Nation.
40:48Die meisten.
40:50Untertitelung des ZDF, 2020
41:20Untertitelung des ZDF, 2020
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45:20Entschuldige.
45:22Mann, Mann.
45:26Joe?
45:30Konrad, lass mich nur!
45:32Hab ich einen Menschen gekündigt oder du?
45:42Was hast du denn vor?
45:44Was willst du denn machen?
45:46Wo willst du denn hin?
45:48Ich muss es doch loswerden, Joe!
45:50Ich muss es loswerden!
45:52Begreifst du nicht?
45:54Ich sag's jedem, der mir in die Kirche kommt.
45:56Ich hab einen Menschen umgebracht.
45:58Was sagen Sie dazu?
46:00Was sagen Sie dazu?
46:18Ich...
46:20Ich...
46:22hab einen Menschen...
46:24getötet.
46:26Der Arzt ist bei Ihnen.
46:28Er will ihn ruhig stellen.
46:34Kann ich eine Zigarette haben, bitte?
46:36Ach ja, du...
46:40Der Arzt ist bei Ihnen.
46:42Er will ihn ruhig stellen.
46:48Kann ich eine Zigarette haben, bitte?
46:50das du, äh...
46:52ja?
46:54Ja.
46:56Konrad, das ist ein fabelhafter Junge, dass Sie das wissen.
47:20Er ist in gewisser Weise der Beste von uns, der Wertvollste.
47:26Er hat in seinem Leben nicht einmal etwas Böses getan.
47:29Dazu ist er unfähig, absolut unfähig.
47:34Am besten, Sie fangen von vorne an.
47:37Von vorne? Was ist das von vorne?
47:41Ich will wissen, wie es angefangen hat.
47:49Wissen Sie, das ist so. So sehe ich das.
47:52Eine Diskothek, das ist ein Ort, wo zwei Dinge miteinander verbunden sind.
47:59Musik und Leben.
48:03Keine quälenden Gedanken, keine Sorgen, die gehen weg.
48:07Durch die Füße gehen sie in den Boden.
48:08Musik und Tanz. Das löst. Das befreit. Das ist auch voller Hoffnung.
48:17Es drückt sich etwas aus. Ganz ungewollt. Optimismus.
48:22Die ganz Jungen brauchen das am dringendsten in Glauben, Selbstvertrauen.
48:31Alles das, was man ihnen vielleicht später nimmt.
48:35Und da kommt so ein Kerl und gibt ihnen Heroin.
48:40Ich kann das Mädchen. Ich weiß noch, wie sie zum ersten Mal kam.
49:01Neugierig. Es ist legitim, neugierig zu sein.
49:04Sie fiel mir auf, weil sie ein hinreißendes Lächeln hatte.
49:08Und so ein Scheißkerl gibt ihr Age.
49:12Was ist denn los hier? Wie hängt denn die da?
49:15Siehst du es nicht? Die ist voll. Die hat die Wichs.
49:16Die geht ein.
49:17Die muss Hilfe kriegen.
49:18Wenn es nicht zu spät ist.
49:19Die muss raus hier.
49:20Raus aus dem Wagen wegfallen.
49:21Wir müssen uns nicht leisten, eine Heroin-Torte hier zu haben.
49:24Was war mit an? Mensch, komm.
49:26Und ich sage, die muss zuerst raus hier.
49:27Aus meinem Krankenwagen.
49:28Nicht nötig. Ich fahr sie.
49:30Kriegen sie in meinen Wagen.
49:32Ich fahr mit.
49:33Nicht nötig.
49:34Du musst im Lokal bleiben. Es reicht, wenn einer wegfährt.
49:36Dann sonst irgendjemand. Irmgard, du.
49:38Du hörst doch. Ich mache das alleine.
49:44Nächster Isar ist das nächste Krankenhaus.
49:46Ich weiß, wo das ist.
49:51Ich habe dann angerufen vom Büro aus.
49:54Habe gesagt, dass da jemand kommt mit einem Heroin-Notfall.
49:57Dass sie Bescheid wissen und alles vorbereiten, was nötig ist für eine Intensivbehandlung.
50:03Viel schneller als wir dachten, war er wieder da.
50:11Hast du sie ins Krankenhaus gebracht?
50:12Komm mal mit.
50:19Sie ist mir gestorben.
50:22Im Wagen.
50:23War plötzlich weg.
50:24Ich hörte nichts mehr.
50:26Da habe ich gehalten und wir sehen, dass sie weg war.
50:29Was wollte ich denn machen, Mensch?
50:31Eine Tote im Wagen.
50:33Und dann habe ich sie in den Grünanlagen.
50:35Bei der Brücke.
50:38Im Gewicht habe ich sie abgelegt.
50:42Abgelegt, sagte er.
50:44Abgelegt.
50:46So gut wie weggeworfen.
50:50Draußen in den Grünanlagen, irgendwo bei der Brücke.
50:54Einfach weggeworfen.
50:56Da haben wir sie gesucht, woran er uns hindern wollte.
51:02Er sagte, wozu?
51:05Wozu?
51:14Ich habe sie!
51:15Ich habe sie!
51:26Die lebt ja noch!
51:31Die lebt!
51:33Pass mal mit an!
51:35Er hatte sie lebend weggeworfen.
51:40Wir haben sie in das Krankenhaus gebracht.
51:45Tut mir leid.
51:49Wäre sie zu retten gewesen, eine Stunde früher,
51:52die Chancen wären ungleich besser gewesen.
51:54Entschuldigen Sie mich, bitte.
52:02Er hat das Mädchen auf dem Gewissen.
52:04Zweimal.
52:06Einmal, weil er ihr das Heroin gegeben hat.
52:09Das zweite Mal, direkt, unterlassene Hilfeleistung,
52:12die zum Mord geworden ist.
52:15Aus niedrigster Gesinnung.
52:18Ich stimme Ihnen zu.
52:20Aber Ihre Geschichte ist noch nicht zu Ende.
52:27Nein.
52:31Wir haben uns getroffen, im Billardzimmer.
52:33Sie kennen es, bei Maria.
52:35Wir waren alle wie vor den Kopf geschlagen.
52:39Mord, das war Mord.
52:44Der Kerl hat sie umgebracht, kaltblütig umgebracht,
52:47weil sie ihm egal war.
52:48Sie war ihm so egal wie der Dreck unter seinen Fingernägeln.
52:52Und da kann man nichts machen?
52:53Ach, er wird sich auch Irrtum rausreden.
52:56Aber er hat dir das Heroin verkauft.
52:58Warst du dabei?
52:58Da wird man doch Zeugen finden.
53:00Wer soll denn das bezeugen?
53:01Die, die das Teufel brauchen, die küssen ihm doch die Füße.
53:04Ja, und?
53:05Müssen wir uns damit abfinden?
53:07Mit diesem Dreckskern, die alles nur kaputt machen,
53:11für die alles nur, nur Dreck ist?
53:13Geld ist Geld.
53:14Der denkt doch nur an Geld.
53:16Für den ist Geld doch alles.
53:17Was erwartest du, dass er vielleicht Ideale hat?
53:19Was für Ideale?
53:20Für den gibt's doch keine.
53:22Es kam plötzlich eine irre Diskussion in Gang.
53:25Was Leben wert ist.
53:29Wie viel oder wie wenig.
53:30Und dass es eigentlich immer weniger wert wird.
53:33Und dass man sich doch dagegen zur Wehr setzen muss.
53:35Dass wer dies hin nimmt, sich mitschuldig macht.
53:38Niemand kann sagen, ich habe damit nichts zu tun.
53:40Dass man sich also zur Wehr setzen muss,
53:42gegen miserable Einstellungen dieser Art,
53:43mit denen wir alle nicht vorwärtskommen werden.
53:46Setzen Sie sich.
53:47Und wir müssen doch vorwärtskommen,
54:01wenn alles einen Sinn haben soll.
54:07Und wie wollten Sie sich zur Wehr setzen?
54:09Rolf, der Taxifahrer, hatte plötzlich seine Pistole auf den Tisch gelegt.
54:23Nein, Joe.
54:24Es ist meine Pistole.
54:26Ich mach's.
54:26Warum ausgerechnet du?
54:27Gib mir die Pistole, dann mach ich's.
54:29Ich hab keine Hemmung, den Typ umzubringen.
54:30Wissen Sie, es war ein besonderer Moment.
54:34Wir haben uns alle in Hitze geredet.
54:36Jeder wollte zum Vollstrecker werden.
54:39Niemand, der sich von vornherein ausschließen wollte.
54:41Da sagte ich, gut, wir losen.
54:43Also, ich muss mich selbst jetzt in Hitze geredet.
55:13Das war's.
55:43UNTERTITELUNG
56:13Ich mach's
56:17Geh her!
56:22Ich seh noch, wie sie da liegen
56:26Ich seh sie noch genau vor mir
56:43Geh her!
56:47Es kommt nicht oft vor, dass man Sympathie hat für einen Mörder.
57:17Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
57:47Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
57:49Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
57:51Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
57:53Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
57:57Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
57:59Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
58:03Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
58:05Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
58:09Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
58:11Wir müssen seine Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
58:15Wir müssen ihre Mutter benachrichtigen, wenn sie keinen Anwalt weiß, sag ja.
58:36Untertitelung des ZDF für funk, 2017
59:06Untertitelung des ZDF, 2020
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