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  • vor 4 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00David, wir müssen die Wahrheit rausfinden.
00:02Ich kann ja verstehen, dass du deinen Vater entlasten willst.
00:04Das ist unsere einzige Chance.
00:06Und du glaubst nicht, dass du dich da in irgendwas verrennst?
00:08Ich kenne meinen Vater.
00:10Und ich werde beweisen, dass ich recht habe.
00:12Mein Vater behauptet, dass der Schlüssel im Wagen deiner Mutter gesteckt hat.
00:16Die Polizei sagt, dass das Auto kurzgeschlossen wurde.
00:20Und das bedeutet?
00:21Nur eins von beiden kann stimmen.
00:23Mein Vater ist seitdem bei Toni untergekommen.
00:27Und Toni hat mir das Armband geschenkt.
00:30Und Toni weiß, wie man ein Auto kurzschließt.
00:33Du meinst, dein Vater deckt Toni?
00:36Die Leute erpressen mich.
00:39Wenn ich vor Gericht aussage.
00:42Was dann?
00:44Die sind in der Lage, Luca was anzutun.
00:46Du hast jetzt eine schwere Zeit vor dir.
00:48Wir haben zwei erwachsene Kinder und einen Enkel.
00:51Und es ist mir wichtig, dass du weißt, dass hier ist ein Notfall und...
00:57Und ich bin für dich da.
01:00Familie bedeutet zusammenzuhalten, auch wenn die Sonne gerade mal nicht scheint.
01:03Papa hat uns doch verlassen.
01:05Und uns das Strich und Faden belogen.
01:06Noch ist er nicht verurteilt.
01:09Toni, du musst zur Polizei gehen.
01:10Du kannst meinen Vater entlasten.
01:13Das kann ich nicht.
01:14Warum nicht?
01:17Weil es nicht geht.
01:21Okay, dann mache ich das.
01:24Das wirst du nicht tun.
01:32Das wirst du nicht tun.
02:05Warum gehst du nicht zur Polizei?
02:08Warum bist du so feige und entlastest meinen Vater nicht?
02:12Das hat nichts mit Feigheit zu tun.
02:15Ich muss Luca schützen.
02:17Wieso Luca? Das verstehe ich nicht.
02:20Wenn du zur Polizei gehst, dann sind wir alle dran.
02:24Luca, du, ich, vielleicht sogar die ganze Familie.
02:27Was heißt das?
02:29Es geht nicht nur um Frank und mich.
02:31Sondern?
02:35Ich habe mich mit den falschen Leuten eingelassen.
02:38Und die schrecken vor nichts zurück.
02:42Wenn die Polizei über mich von deren Machenschaften erfährt, dann...
02:45Welche Machenschaften denn?
02:49Setz dich.
02:58Die sind auf Autos spezialisiert.
03:00Die Autos werden geklaut, sie werden umgespritzt und kriegen neue Papiere.
03:03Und dann werden sie verschoben oder verkauft in ganz Europa.
03:07Wenn du da erstmal drin bist, kommst du nicht wieder raus.
03:10Mit denen legt man sich nicht an.
03:12Weiß mein Vater davon?
03:14Bis heute habe ich ihn da rausgehalten, aber jetzt weiß er Bescheid.
03:18Warum?
03:22Toni, warum?
03:27Ich habe versucht, den Leuten zu entkommen.
03:29Deswegen bin ich nach Köln gezogen.
03:32Aber schon in kurzer Zeit haben sie mich gefunden.
03:35Haben mich unter Druck gesetzt und ich hätte keine Chance.
03:38Ich musste wieder mitmachen.
03:44Micha und Jasmin sind nur im Kino.
03:46Sie müssten jeden Augenblick zurück sein.
03:50Kann ich hier auf ihn warten?
03:52Bitte.
03:56Na, meine Kleine?
04:05Was willst du denn von Micha?
04:09Ihnen um Verzeihung bitten?
04:12Er ist nicht besonders gut, auf dich zu sprechen.
04:14Kannst du dir ja denken.
04:16Gabi will auch nichts mehr von mir wissen.
04:20Ich kann es hier verstehen.
04:24Aber da ist noch Benjamin.
04:27Wenn ich mir vorstelle, dass ich ihn nicht mehr sehen darf.
04:31Ihn nie kennenlerne.
04:33Dass ich für meinen eigenen Sohn ein Fremder bleibe.
04:41Wisst ihr Gabi nicht mehr zu ihm?
04:44Gabi hat das Sorge recht.
04:47Und wahrscheinlich muss ich für ein paar Jahre ins Gefängnis.
04:52Ich will Micha nicht auch noch verlieren.
04:56Er soll sich vor seinem Vater nicht schämen müssen.
04:58Wenigstens das nicht.
05:01Was machst du da eigentlich?
05:05Ich muss ein paar Dinge durchrechnen.
05:07Ich werde mich als Schneiderin selbstständig machen.
05:09Ich hatte mir schon Lenas Zimmer als kleines Atelier eingerichtet.
05:13Aber jetzt braucht sie das Zimmer wieder für sich.
05:16Wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann?
05:18Nein, nein.
05:19Ich komme schon klar.
05:20Danke.
05:24Ey, Mama!
05:26Da du es nicht mit warst, der Film war...
05:32Hallo, Micha.
05:35Hallo, Jasmin.
05:36Hallo.
05:38Dein Vater würde gern mit dir sprechen.
05:41Ich habe keinen Vater mehr.
05:49Kennen diese Leute meinen Vater?
05:51Die kennen alle, mit denen ich zu tun habe.
05:55Lena.
05:57Was Sie nicht wissen,
05:59ist, dass ich mit Frank im Porto saß,
06:01als Davids Mutter ums Leben gekommen ist.
06:04Wenn die Polizei das erfährt,
06:06dann nehmen die hier alles auseinander.
06:08Und dann drohen sie aufzufliegen.
06:11Und...
06:28Das haben sie mir geschickt.
06:34Was sie mir damit sagen wollen,
06:36ist, dass...
06:38wenn sie an Lukas Kuscheltier kommen...
06:42dann kommen sie auch an Lukas.
06:45Nein.
06:47Frank wird bei seiner Aussage bleiben,
06:49um uns alle zu schützen.
06:52Ich meine...
06:53eigentlich ist es ja auch die Wahrheit.
06:56Er saß am Steuer.
07:12Dein Vater hat mir richtig leid getan vorhin.
07:16Immerhin hat er den Mut gehabt,
07:17vorbeizukommen.
07:18Du hättest ihr wenigstens anhören können,
07:20was er dir sagen wollte.
07:26Michael, ich rede mit dir.
07:32Er hat alles kaputt gemacht.
07:36Unsere Familie.
07:38Lenas Hochzeit.
07:40Ich weiß, dass es schwer ist.
07:42Und vielleicht kann man das gar nicht verzeihen,
07:44aber...
07:45Aber?
07:47Siehst du, da fällt dir auch nichts mehr ein.
07:51Doch.
07:52Denk mal dran,
07:53dass du selber Vater bist.
07:55Was heißt das?
07:57Du entscheidest nicht mehr für dich allein.
07:59Da ist jetzt auch noch immer.
08:00Und Frank ist ihr Opa.
08:03Von so kleinen Maus gibt es nichts Größeres,
08:05als von Frank zum Lachen gebracht zu werden.
08:08Die weiß auch nicht,
08:09was ihr Opa getan hat.
08:12Aber sie würde ihn total vermissen,
08:13wenn du Frank den Umgang mit dir verbieten würdest.
08:17Ja, das stimmt schon.
08:19Hey, wir sind eine Familie.
08:23Da hält man zusammen.
08:24Auch in schweren Zeiten.
08:26Gerade in schweren Zeiten.
08:41Ja, das stimmt.
09:08Untertitelung. BR 2018
09:34Hallo, hier ist Lena. Hinterlass mir eine Nachricht.
09:37Hallo Lena. Ich bin's, David. Ich...
09:43Sag mal, warum meldest du dich denn nicht? Hast du schon mit Toni gesprochen? Gibt's irgendwelche Neuigkeiten?
09:49Bitte Lena, wenn du das hier hörst, dann ruf mich an, okay?
09:54Egal wie spät es ist.
10:00Weil irgendwann ist das hier alles vorbei.
10:03Und wir werden glücklich sein, Lena. Das weiß ich ganz sicher.
10:07Wir dürfen uns nur nicht von diesen ganzen schrecklichen Dingen aus der Bahn werfen lassen, okay?
10:12Hörst du?
10:12Gut. Ich vermiss dich. Sehr sogar. Bis ganz bald.
10:23Tschüss.
10:41Kannst du auch nicht schlafen?
10:43Nee.
10:50Vielleicht sollten wir Lena die Wahrheit sagen. Sie glaubt uns ohnehin kein Wort.
10:54Lena war heute Abend nochmal da. Und sie hat mir auf den Kopf zugesagt, dass sie glaubt, dass du mich
10:58schützt.
10:59Und dass ich den Wagen geknackt haben muss.
11:03Und?
11:07Ich hab' ihr alles erzählt.
11:10Die ganze Wahrheit.
11:18Irgendwie bin ich erleichtert. Ich muss sie nicht mehr anlügen.
11:24Ich auch.
11:28Frank, ich werd' dir nie vergessen, was du alles für mich tust.
11:31Ich muss sie nicht mehr anlügen, was du alles für mich tust.
12:05Morgen, Lena.
12:06Conny.
12:08Was machst du so früh schon hier?
12:10Vermisst du nichts? Klein, schwarz, praktisch.
12:13Hast du gestern bei uns auf dem Tisch liegen lassen?
12:19Ach, mein Kalender. Danke.
12:22Magst du einen Kaffee?
12:23Gern.
12:24Ich platze vor Neugier.
12:30Hat er bei Treffen im Tango was gebracht?
12:32Ihr wart so plötzlich weg.
12:36David hat mir diese Kiste gegeben.
12:39Ah.
12:40Und was ist da drin?
12:42Alles, was er zum Tod seiner Mutter gesammelt hat.
12:46Mehr war nicht zwischen euch.
12:50Conny, das heißt doch nicht, dass wir uns nicht mehr lieben.
12:54Also, heiratet ihr doch?
12:56Daran ist im Moment nicht zu denken.
12:59Was ist los, Lena?
13:04Conny.
13:06Das, was ich dir jetzt sage, das muss unbedingt unter uns bleiben.
13:11Tony hat damals wirklich den Wagen von Davids Mutter aufgeknackt.
13:14Genauso, wie ich das vermutet habe.
13:17Dein Vater hat das Auto nicht gestohlen. Das ist doch gut.
13:19Nein, Conny.
13:20Mein Vater ist den Wagen gefahren,
13:22nachdem er Tony betrunken hinterm Steuer erwischt hat.
13:24Er wollte den Wagen zurückbringen
13:26und dabei ist Davids Mutter vor's Auto gelaufen.
13:28Warum hat er Tony gedeckt?
13:30Der war immerhin der Auslöser für alles.
13:33Das würde Frank doch entlasten, oder?
13:37Tony wird von einer Autoschieberband erpresst.
13:40Wenn irgendjemand vor Gericht aussagt,
13:42dass Tony den Wagen für einen Hehler geklaut hat, dann...
13:45Lena!
13:46Tony ist selbst schuld, wenn er sich auf solche Leute einlässt.
13:49Ich verstehe nicht, warum Frank und du ihn da raushalten wollt.
13:52Diese Leute können Luca was antun.
13:55Sie bedrohen unsere ganze Familie.
13:58Conny, verstehst du?
13:59Ich habe Angst.
14:00Vor allem um Luca.
14:04David darf niemals rauskriegen, dass Tony mit im Auto gesessen hat.
14:08Er könnte damit nicht leben,
14:09wenn der Schuldige am Tod seiner Mutter nicht zur Rechenschaft gezogen wird.
14:12Aber du liebst David.
14:15Bitte gib ihn nicht auf.
14:17Du musst um eure Liebe kämpfen.
14:19Ich weiß aber auch, wann Schluss ist.
14:21Ich könnte niemals mit David glücklich werden,
14:23wenn Luca oder meiner Familie was passiert.
14:27und ich bin mit David.
14:28Außerdem.
14:29Mein Vater ist und bleibt schuld am Tod von Davids Mutter.
14:32Er hat sie angefahren.
14:35Niemand kann daran was ändern.
14:51Einen wunderschönen guten Morgen.
14:59Hattest du eine ruhige Nacht?
15:00Viel zu ruhig.
15:03Hast du schon gefrühstückt?
15:05Mhm.
15:07Dann schlage ich vor, wir drehen eine Runde durch den Park.
15:10Einverstanden.
15:11Sind wir auch etwas ungestörter.
15:13Hallo, Herr Schubert.
15:15Hallo, Frau Berendt.
15:16Guten Morgen.
15:17Raphael, kann ich irgendetwas für dich tun?
15:19Was wollen Sie?
15:20Wir sind im Aufbruch.
15:21Es ist nicht eilig.
15:22Ich mache nur schnell Ordnung in Ihrem Zimmer.
15:24Dann können wir immer nur...
15:24Sie bleiben, Schwester Linda.
15:26Also, fassen Sie sich kurz.
15:28Ich wollte Ihnen nur meine Hilfe anbieten.
15:30Was denn?
15:32Wollen Sie mich durchs Schloss führen
15:33oder mich in den Park begleiten
15:34oder mich füttern und mir was vorlesen?
15:37Was auch immer.
15:38Es war nur ein Angebot.
15:40Wenn ich nicht da bin,
15:41dann kommt er sicher darauf zurück.
15:43Ich bin absolut in der Lage,
15:44mich allein um meine Angelegenheiten zu kümmern.
15:47Egal, ob ich blind bin oder nicht.
15:49Dann ist es ja gut.
15:51Und hören Sie endlich damit auf,
15:53hier den besorgten Vater zu spielen.
15:56Linda, lassen Sie uns gehen.
16:10Laguna Beach Bar, Inhaber M. Zöller.
16:14War Zöller nicht dieser Typ,
16:15der dich damals fast über den Haufen gefahren hat?
16:17Warum nochmal?
16:20Zöller war der Parkplatzwächter,
16:21der Davids Mutter gefunden hat.
16:23David wollte ihm damals auf den Zahn fühlen.
16:25Er kam ihm komisch vor.
16:26Da ist der Typ durchgedreht.
16:28Und abgehauen, stimmt.
16:30Der weiß irgendwas, Lena.
16:32Vielleicht kann dir dein Vater sogar entlasten.
16:33Das kann er nicht.
16:35Hat sich ins Ausland abgesetzt.
16:36Hier, der lässt sich's richtig gut gehen
16:38mit seiner Bar unter Palmen.
16:39Ja, und?
16:41Der hat sich aus dem Staub gemacht.
16:43Das macht ihn ganz schön verdächtig.
16:44Er ist ins Ausland gegangen,
16:46nachdem er seine Aussage bei der Polizei gemacht hat.
16:48Das ist erlaubt.
16:49Wahrscheinlich hat er ja das schon länger geplant.
16:51Und mit welchem Geld?
16:52Ein Parkplatzwächter verdient bestimmt nicht mehr
16:54als eine Kellnerin.
16:55Und ich kann mir keine Bar unter Palmen leisten.
17:00Du meinst, der hat bei der Polizei
17:01nicht die Wahrheit gesagt?
17:03Und lässt sich das jetzt teuer bezahlen?
17:05Wäre doch eine Möglichkeit.
17:11David hat sich damals schon gewundert,
17:12warum er in so einem schicken Haus gewohnt hat
17:14und dass er so ein dickes Auto gefahren ist.
17:17Wir müssen diesen Zöller finden.
17:19Vielleicht ist er der Schlüssel.
17:22Wie ist David überhaupt an die Karte gekommen?
17:24Er hat damals einen Detektal beauftragt.
17:26Die haben ihn nicht gefunden, nur diese Karte.
17:28Ja, warum sind Sie der Spur nicht nachgegangen?
17:30Sind sie ja.
17:31Aber die Spur hat sich zwischen tausenden
17:32kleinen thailändischen Inseln verloren.
17:35Die Typen waren Profis.
17:36Wenn die den nicht finden...
17:40Mein Vater ist schuldig.
17:43Da können auch wir nichts dran ändern.
17:49Sehe ich dich heute Abend im Tango?
17:51Vielleicht.
17:53Ich ruf dich an.
17:55Bleib tapfer.
17:56Mhm.
17:58Ich bring dich.
18:19Der Mann ist nicht mein Vater.
18:21Schlimm genug, dass er mein Erzeuger ist.
18:23Deswegen hättest du ihn trotzdem nicht so angreifen müssen.
18:26Er meint es doch nur gut.
18:27Ich will mit diesem Mann nichts zu tun haben.
18:30Das wirst du aber zwangsläufig.
18:31Er ist mit deiner Mutter verheiratet.
18:33Und ich finde, wenigstens ihr zuliebe...
18:34Hör auf!
18:36Du kannst das nicht verstehen.
18:37Ich verstehe aber eine ganze Menge von guten Manieren.
18:40Und dazu gehört auch, dass man einem Menschen,
18:42der freundlich auf einen zugeht, mit Freundlichkeit begegnet.
18:45Und die nicht so abkanzelt, wie du das eben mit Herrn Schubert getan hast.
18:48Dieser Mann ist Gärtner.
18:50Er hat sein Leben lang im Dreck gebuddelt und will auf seine alten Tage plötzlich Schlossherr sein.
18:56Gärtner ist ein respektabler Beruf.
18:59Genau wie Krankenschwester.
19:01Ach, das kannst du doch überhaupt nicht vergleichen.
19:07Ich wusste ja gar nicht, dass da so ein kleiner Snob in dir wohnt.
19:11Herr Schubert ist ein gieriger, alter Mann.
19:14Ich weiß nicht, was du an ihm freundlich findest.
19:22Räumung eines Stofflagers.
19:24Ich hab mir die ganzen Angebote im Internet angesehen.
19:27Mit etwas Glück kann ich ein paar Schnäppchen machen.
19:30Ich sag Ihnen, so tolle Stoffe.
19:32Ja, dann lass ich mir sofort etwas von Ihnen nähen.
19:35Ich liebe Ihre Entwürfe.
19:37Danke, Amelie.
19:40Und das, nachdem Sie 30 Jahre nicht mehr in Ihrem Beruf gearbeitet haben.
19:44Also, das beeindruckt mich.
19:48Mich ehrlich gesagt auch ein klein wenig.
19:50Sie sind einfach ein Naturtalent.
19:54Naja, aber so ganz ohne Handwerk geht es nicht.
19:56Ich sag Ihnen, so eine verdeckte Knopflochleiste kann einem ganz schön den Schlaf rauben.
20:00Ah, ich hab Sie beobachtet, wie Sie Lenas Hochzeitskleid gemacht haben.
20:04Also, das war die pure Hingabe.
20:09Frank wird bald verurteilt und muss wahrscheinlich ins Gefängnis.
20:15Ich werde dann wohl allein für die Familie aufkommen müssen.
20:17Mit dem Nähen? Reicht denn das?
20:20Ach, wir kommen schon irgendwie über die Runden.
20:22Ich werde ein Gewerbe anmelden und nähen, was das Zeug hält.
20:27Mein Kundenkreis muss sich noch etwas erweitern, aber da bin ich eigentlich ganz zuversichtlich.
20:31Mut haben Sie ja.
20:32Ja, ich hab ja keine andere Wahl.
20:34Micha macht die Schule zu Ende, Jasmin ihre Lehre im Friseursalon und Lena möchte bald ihre Gesangsausbildung zu Ende machen.
20:44Ach, und dich, mein süßer kleiner Schatz. Dich hab ich natürlich auch nicht vergessen.
20:49Also, wenn ich Ihnen irgendwie helfen kann, Pia.
20:52Danke.
20:55Gott, hat sich das jetzt etwa so angehört?
20:57Nein, nein, überhaupt nicht. Aber ich würde Ihnen schon gerne unter die Arme greifen.
21:03Vielen, vielen Dank. Aber nein, nein, nein. Nein, nein. Das kommt gar nicht in Frage.
21:08Aber ich denke doch nicht an eine Daueralimentation, sondern eher an eine Anschubfinanzierung für den Einkauf im Stafflager.
21:17Ach, Amelie, das ist wirklich so unglaublich freundlich von Ihnen. Aber nein.
21:21Nein, nein, ich habe bereits mit meiner Bank gesprochen und ich bekomme einen Kleinkredit.
21:27Ja, bei der Bank, da zahlen Sie Zinsen, bei mir nicht.
21:30Ah, das wird mein Taxi sein. Also, schlafen Sie noch eine Nacht darüber, wenn Sie wollen, ja?
21:37Das klingt wirklich sehr, sehr verlockend. Ich meine, wenn das Ihr Ernst ist?
21:43Pia, bei mir liegt das Geld auf dem Konto herum. Bei Ihnen ist es viel besser aufgehoben.
21:54Oh Gott, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich...
21:59Danke, Amelie. Danke. Danke. Danke. Vielen Dank.
22:03Entschuldigung.
22:06Entschuldigung.
22:24Ein Polizist am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
22:29Das hast du aber schön gesagt. Das werde ich direkt mal als Ansagetext für unseren AB auf der Wache vorschlagen.
22:34Hm, perfekt.
22:36Weißt du, wo ich gerade bin?
22:37Keine Ahnung. Nicht in Köln?
22:40Nicht in Köln.
22:42Hm, sehr weit weg?
22:44Sehr weit weg.
22:45Schade.
22:46Ich befinde mich gerade im Indischen Ozean. Jedenfalls mit dem Finger auf der Landkarte.
22:51Ein Segel auf meinem schönen neuen Segelboot.
22:53Schön, dass ich dir so eine Freude machen konnte.
22:55Ja, und der Wind steht gut. Deswegen schaffe ich es wahrscheinlich heute Mittag wieder zu Hause zu sein am Rhein.
23:02Und würde dich gerne auf einen kleinen Snack ins Tango einladen. Wie wäre das?
23:06Einladung angenommen.
23:08Zwölf Uhr?
23:09Hm, perfekt.
23:12Du, ich muss jetzt Schluss machen. Ich freue mich auf später, ja?
23:15Ich freue mich auch.
23:28Ich habe mich vorher in dem Ton vergriffen und das tut mir leid.
23:33Komm weiter.
23:34Hör mir doch wenigstens zu, wenn ich mit dir rede.
23:39Ich habe fast 50 Jahre lang Clemens von Ahrensberg für meinen Vater gehalten.
23:44Und erfahre plötzlich, dass meine Mutter einen Hang zum Personal hatte.
23:53Ich verstehe ja, dass es ein Schock für dich war.
23:56Und ich bin auch überhaupt nicht verpflichtet, diesen Schubert in irgendeiner Weise anzuerkennen.
24:01Nein, du bist zu nichts verpflichtet. Aber du könntest ihn wenigstens als Ehemann deiner Mutter respektieren.
24:08Warum denn?
24:12Weil du sie liebst? Oder einfach nur aus Freundlichkeit und Achtung?
24:17Ach, Linda. Gib mir einfach noch ein bisschen Zeit, um mich an Fritz Schubert zu gewöhnen.
24:23Du hast schon sehr viel Zeit gehabt, Raphael.
24:26Mutter?
24:26Ja, ich bin's.
24:28Ach, meine Schicht im Krankenhaus beginnt in einer halben Stunde. Könnte ich das Taxi vielleicht übernehmen?
24:33Ja, aber natürlich. Ich brauche es nicht mehr.
24:38Dann bis morgen.
24:40Herr von Ahrensberg.
24:41Vielen Dank für Ihre Hilfe.
24:43Wiedersehen.
24:44Biederschauen.
24:58Raphael, willst du nicht endlich auf Fritz zugehen?
25:05Er wartet nur auf den ersten Schritt von dir.
25:09Mutter, du hast mich 50 Jahre lang belogen. Was glaubst du, dass das für ein Gefühl ist?
25:13Ja, und was hast du nun vor? Willst du mir das weitere 50 Jahre vorwerfen?
25:19Kannst du nicht wenigstens versuchen, Fritz auf einer sachlichen Ebene zu begegnen?
25:24Und das heißt?
25:25Wir erwarten heute Nachmittag Besuch von einem alten Bekannten.
25:29Es ist Eberin von Krieger.
25:31Dein Vater war mit seinem Vater befreundet.
25:35Willst du uns nicht Gesellschaft leisten?
25:39Wie gesagt, gib mir noch etwas Zeit. Ich werde mich schon irgendwie an deinen Fritz gewöhnen.
25:46Ja, es wird ja auch gar nichts anderes übrig bleiben.
25:49Denn Fritz und ich, wir werden den Rest unseres Lebens gemeinsam verbringen.
25:55Würdest du mich bitte hinein begleiten?
25:57Ja, natürlich.
25:58Komm.
26:17Micha?
26:21Willst du zu mir?
26:22Nein.
26:26Ich brauche Werkzeug. Mein Roller ist kaputt.
26:31Und sonst?
26:35Geht so.
26:40Wie läuft es in der Schule?
26:42So mittel?
26:46Und zu Hause?
26:49Kaum klar.
26:51Auch finanziell.
26:54Mama macht sich selbstständig.
26:57Als Schneiderin.
26:58Respekt.
27:00Sie macht das gut.
27:02Micha.
27:08Ich muss für eine ganze Weile ins Gefängnis.
27:13Ich weiß nicht, für wie lange.
27:15Ich meine, was ich sagen wollte,
27:20mir ist natürlich klar, dass ich diese Strafe verdiene.
27:25Und ich weiß auch,
27:28dass ich euch da,
27:31dass ich euch damit noch einmal allein lasse.
27:36Micha.
27:40Kümmere dich um deine Mutter.
27:43Und pass bitte auf Lena,
27:45Jasmin und Emma auf.
27:49Als ob du das gemacht hättest in letzter Zeit.
27:51Du hast uns doch schon längst verlassen.
27:54Ich wünsche nur,
27:55du hättest besser auf dich selber aufgepasst.
28:16Und warum hast du mich nicht zurückgerufen?
28:20Ich hab dir dreimal auf die Mailbox gesprochen.
28:23Ich hab gestern lange mit meinem Vater geredet.
28:25Und mit Toni.
28:27Und was hat Toni gesagt?
28:29Hat er zugegeben,
28:30dass er den Wagen aufgebrochen hat?
28:32Es ist so, wie du gesagt hast, David.
28:33Ich hab mich da an was verrannt.
28:35Wir müssen uns damit abfinden.
28:37Mein Vater hat den Wagen gefahren
28:38und er ist verantwortlich für den Tod deiner Mutter.
28:50Bis gestern warst du dir noch ziemlich sicher,
28:52dass Toni den Wagen aufgebrochen hat.
28:54Was hat er denn dazu gesagt?
28:55Dass er nichts mit der Sache zu tun hat.
28:57Der Wagen meiner Mutter hat eine Spezialfallregelung,
28:59die nur ein Profi knacken kann.
29:01Du hast selbst gesagt,
29:02dass dein Vater von sowas überhaupt gar keine Ahnung hat.
29:04Der Schlüssel hat gesteckt.
29:06Ich hab keinen Zweifel mehr daran,
29:07dass die beiden die Wahrheit sagen.
29:08Ich habe nach allen Einzelheiten gefragt
29:11und bin immer wieder zum selben Ergebnis gekommen.
29:14Toni muss dabei gewesen sein.
29:16Er hat den Wagen geknackt.
29:17Er war dabei, Lena.
29:18Hör zu, David.
29:19Du verranst dich da an was.
29:20Genauso wie ich.
29:21Mein Vater ist und bleibt schuld am Tod deiner Mutter.
29:24Das wird immer zwischen uns stehen.
29:27Ob wir wollen oder nicht.
29:30Eigentlich sollten wir jetzt gerade vor dem Etat stehen.
29:34Ja.
29:36Und warum bringst du mir diese Kiste wieder zurück?
29:37Ich möchte mit dem Ganzen abschließen.
29:40Endgültig.
29:41Ich will mich nicht mehr damit beschäftigen.
29:49Danke.
29:54Vielen Dank.
29:55Danke.
30:05Hier ist die Suppe.
30:07Hier der Löffel.
30:09Und hier dein Glas.
30:10Danke, Liebling.
30:12Sind wir komplett?
30:13Äh, David fehlt noch.
30:15Er lässt sich entschuldigen.
30:17Heute wäre die Hochzeit gewesen.
30:20Ja, aber umso mehr braucht er uns jetzt.
30:22Zwing ihn nicht, bitte.
30:24Meine Mutter hat noch nie jemanden zu etwas gezwungen.
30:28Bitte entschuldige meine Verspätung.
30:31Schön, dass du doch noch kommst.
30:34Also, dann wünsche ich allseits guten Appetit.
30:38Hat dir, Amelie, von unserem Besuch aus Süddeutschland erzählt, den wir heute Nachmittag erwarten?
30:43Ja, das hat sie.
30:45Wer kommt denn?
30:46Der Sohn eines alten Freundes von Fritz.
30:48Wir haben uns das letzte Mal gesehen, als er noch ganz klein war.
30:51Der kleine Severin hat mir mal beim Rosen schneiden geholfen.
30:54Krieger Senior konnte das anfangs gar nicht verstehen.
30:58Er fand es nicht lustig.
30:59So unmännlich, hat er gesagt.
31:01Der Kleine sollte lieber reiten oder fechten lernen.
31:04Und dann hat der alte von Krieger selber angefangen, Rosen zu züchten.
31:09Dank, Fritz.
31:13Raphael, langweilst du dich mit uns?
31:15Nein, nein, ich habe nur die ganze Nacht nicht geschlafen.
31:19Weil ich mir vorgestellt habe, wie es sein wird, wenn ich bald unser Kind im Arm halte.
31:23Ein wunderschönes Kind.
31:25So wie Vanessa, da bin ich mir sicher.
31:28Allerdings wissen wir noch nicht, ob wir mit dem Baby hier auf dem Schloss wohnen bleiben werden.
31:33Aber hier kann das Baby doch optimal aufwachsen.
31:37Ja, und ich dachte, dass gerade Vanessa es so genießt, hier zu wohnen.
31:40Ja, das tue ich auch immer noch.
31:43Liebster?
31:43Ja, aber mit einem Kind in ganz und gar ländlicher Umgebung sehr einfach zu leben,
31:49gefiele uns als Alternative auch sehr gut.
31:53Ohne den ganzen Luxus, den wir hier haben.
31:56Vanessa, ist das wahr?
31:59Ähm, ja, also wir haben mal darüber nachgedacht,
32:02aber mittlerweile denke ich, dass ich unserem Baby eigentlich nicht den Kreis der Familie vorenthalten möchte.
32:07Das ist sehr richtig.
32:09In letzter Zeit ist so viel geschehen, dass es uns allen gut tun würde.
32:12Ein bisschen auf gesunde Distanz zu gehen, denkt ihr nicht?
32:15Ich würde mir sehr wünschen, dass wir alle einen einvernehmlichen Umgang miteinander pflegen.
32:22So ein kleines Kind kann uns ja vielleicht auch wieder alle ein bisschen näher bringen.
32:27Wir werden sehen.
32:30Obwohl ein Einsiedlerleben auf dem Land stelle ich mir immer noch ganz reizvoll vor.
32:36Findest du nicht, Liebste?
32:39Entschuldigung, es tut mir leid, ich muss mich hinlegen, mir geht's gerade nicht so gut.
32:45Sag mal, Raphael, was sollte das denn?
32:49Was ich nehm, das liebt sich, Mutter.
33:01Das stelle ich mir paradiesisch vor.
33:03An der französischen Atlantikküste runter nach Spanien, Portugal.
33:09Und weiter bis rüber nach Afrika.
33:13Sag mal, darf ich dich was fragen?
33:17Ja, natürlich.
33:18Was ist eigentlich mit Gabi?
33:21Mit Gabi?
33:22Deiner Kollegin. Läuft da noch was zwischen euch?
33:27Wir haben uns ausgesprochen.
33:29Und, äh, empfindest du noch was für sie?
33:34Wir haben beschlossen, Freunde zu bleiben. Gute Freunde, nicht mehr.
33:40Damit kann ich leben.
33:44Fritz, ich bewundere dich, wie ruhig du Raphaels Provokationen erträgst.
33:50Ich habe mich bereits damit abgefunden, dass es zwischen uns beiden keine Annäherung geben wird.
33:57Darüber hinaus weiß ich gar nicht, ob ich das überhaupt noch will.
34:00Ach, Fritz, du wirst sehen.
34:02Irgendwann wird er dich an meiner Seite akzeptieren.
34:05Da wird er wohl keine andere Wahl haben.
34:07Das Gleiche habe ich ihm auch gesagt.
34:09Trotzdem, ich möchte nicht, dass Raphael dich hier nur duldet.
34:15Er bevorzugt das Einsiedlerleben auf dem Lande.
34:18Also, ich weiß überhaupt nicht, was das vorhin sollte.
34:20Er hat ja ganz schön ausgeteilt.
34:23Naja, seine Blindheit macht ihm wohl doch mehr zu schaffen, als wir alle dachten.
34:27Ja, offensichtlich.
34:30Ach, Fritz.
34:33Du musst durchhalten.
34:36Irgendwann wird auch Raphael merken, was für ein wundervoller Mensch du bist.
34:43Ja, vielleicht.
34:46Oh.
34:48Ach, das ist bestimmt Silverin.
34:57Die Herrschaften sind gleich bei Ihnen.
35:00Danke.
35:01Silverin.
35:02Was für eine Überraschung.
35:03Ich hätte dich kaum wiedererkannt.
35:06Dich hat dich auch etwas anders in Erinnerung, Fritz.
35:09Mit Rosen, Schere und Gummistiefeln.
35:11Noch keine weißen Haare auf dem Kopf.
35:13Lang ist es her.
35:15Herzlich willkommen.
35:17Vielen Dank.
35:19Und herzlichen Glückwunsch nachträglich zur Hochzeit.
35:22Dankeschön.
35:25Ja, das ist ursprünglich 14. Jahrhundert, nicht wahr?
35:28Und als Barockschloss wieder aufgebaut nach dem 30-jährigen Krieg, nehme ich an.
35:34Beeindruckendes Kulturdenkmal, Schloss Ahrensberg.
35:37Wie schön, dass Ihre Familie es erhalten konnte.
35:40Entschuldigung, das ist eine Berufskrankheit.
35:42Ich habe mit Immobilien zu tun.
35:44Ach, wie mein verstorbener Mann.
35:46Ja, also, bitte.
35:55München, Stuttgart, Monaco.
35:58Ganz dicker Fisch in der Branche.
36:05Haben Sie Fritz eigentlich noch mal gesehen, nachdem Sie nach Süddeutschland gezogen sind?
36:09Ich erinnere mich an ein Treffen mit Vater und dir, aber das ist auch schon ewig her.
36:13Wie geht's deinem Vater? Weiß er, dass du hier bist?
36:16Er ist vor fünf Jahren gestorben.
36:17Ah, es tut mir leid, ich wusste nicht.
36:19Er hat dir übrigens eine seiner Rosenzüchtungen gewidmet.
36:23Oh, ach, er hat also noch wirklich weitergemacht damit, wie schön.
36:26Ja, leidenschaftlich. Das ist die Fritz Red.
36:29Er war dir so dankbar, dass du ihm das Rosenzüchten nahegebracht hast.
36:33Und wenn sie blühen, bringe ich mal einen Strauß vorbei. Ich bin ja jetzt wieder öfter in Köln.
36:36Oh, Sie wollen zurückziehen, die alte Heimat?
36:39Ja, ich habe geschäftlich hier zu tun.
36:41Zuerst habe ich das von Süddeutschland ausgemacht, aber dann musste ich so oft pendeln,
36:45dass ich beschlossen habe, mich in eine Zweitwohnung zu nehmen.
36:48Ja, prima. Dann werden wir uns vielleicht öfter sehen.
36:51Das will ich doch hoffen.
36:52Ich auch.
36:55Zum Wohl.
36:55Zum Wohl.
37:01Alles klar bei dir?
37:04Magst du reinkommen?
37:15Wie kommst du denn zurecht?
37:21David?
37:23Papa.
37:24Ich weiß.
37:28Wenn ich ihn verteufeln könnte, wenn ich ihn hassen könnte,
37:32hätte dein Leben zerstört, mein Leben.
37:35Hätte mich ja das Herz gebrochen.
37:38Und trotzdem liebe ich ihn.
37:42Mama, das tut so weh.
37:47Ich weiß.
37:49Schau mal, ich bin doch genauso unglücklich wie du und
37:53und ich hoffe, dass der Schmerz irgendwann weniger wird.
37:57Das wird schon wieder, hm?
38:00Doch, ganz bestimmt.
38:01Ich weiß doch, wie sehr ihr beiden euch liebt.
38:06Das ist noch lange nicht vorbei.
38:10Noch lange nicht, hörst du?
38:20Die Fritz-Red.
38:23Eine gelungene Züchtung.
38:24Ja, so wie du.
38:30Ist euer Besuch schon wieder weg?
38:32Ja.
38:33Schade.
38:34Ich dachte, ich leiste euch noch ein bisschen Gesellschaft.
38:37Ja, dann setz dich doch jetzt zu uns.
38:39Ja, aber ich möchte nicht stören.
38:41Aber du störst doch nicht.
38:43Komm.
38:44Magst du mit uns eine Tasse Tee trinken?
38:46Gerne.
38:47So, jetzt bist du gleich.
38:49Hier ist das Sofa.
38:50Danke.
38:52Danke, Fritze.
38:54Bitte schön.
38:56So.
38:58Hier.
38:59Hast du's?
39:00Danke.
39:02Fritz.
39:04Hier bin ich.
39:06Ich habe nachgedacht.
39:10Wir hatten keinen guten Start und das lag hauptsächlich an mir.
39:16Ich habe Clemens immer als meinen Vater angesehen.
39:20Ich habe ihn geliebt und war sehr stolz, sein Sohn zu sein.
39:24Ich verstehe das, Raphael.
39:26Das war bestimmt sehr schwer für dich.
39:29Möglicherweise war ich ungerecht und habe Sie für Dinge verantwortlich gemacht, an denen Sie schuldlos sind.
39:37Fritz.
39:38Ja?
39:39Wenn Sie bereit sind, mir zu verzeihen und all die Gemeinheiten zu vergessen, die ich Ihnen angetan habe,
39:47würde ich mich sehr freuen, wenn wir nochmal von vorne anfangen könnten.
40:05Raphael.
40:07Vater.
40:16Mein Freund, kommt dir diese Karte hier bekannt vor?
40:19Ja, klar.
40:22Die hat der Privatdetektiv, den Vater und ich damals engagiert haben, bei Zöllers Sachen gefunden.
40:26Aber Zöller war zu dem Zeitpunkt schon längst über alle Berge.
40:29Guck mal hinten drauf.
40:30Das ist eine Telefonnummer.
40:31Ich weiß.
40:32Thailand.
40:33Der Detektiv hat da ein paar Mal versucht anzurufen, aber nie jemanden erreicht.
40:36Dann versuchen wir es jetzt einfach nochmal.
40:39Was soll denn das bringen?
40:42Ich meine, willst du die Fragen beantwortet wissen, die dich seit dem Tod deiner Mutter beschäftigen oder nicht?
40:46Natürlich.
40:47Ja, und welche Frage beschäftigt dich momentan am meisten?
40:49Ob es Lenas Vater war oder nicht.
41:02Hallo?
41:04Rechtsanwälte Habermann und Biber, Köln. Guten Tag.
41:07Mal laut.
41:08Laut.
41:09Spreche ich mit Herrn Zöller?
41:11Am Apparat.
41:16Der Fall Julia von Ahrensberg wurde nochmal neu aufgerollt.
41:19Und in diesem Zusammenhang ist ein gewisser Herr Frank Sander von der Polizei als dringend tatverdächtig festgenommen worden.
41:25Was denn?
41:26Sander?
41:27Den Polizisten?
41:30Ha.
41:30Na, da haben Sie aber den Falschen.
41:34Sehen Sie, sehen Sie, deswegen ist es ja so gut, dass wir Sie erreichen.
41:37Sie müssten nämlich nochmal dringend als Zeuge vernommen werden.
41:40Nee, nee.
41:41Ich habe alles gesagt, was ich zu sagen habe.
41:43Herr Zöller.
41:46Mist.
41:48Sie haben den Falschen.
41:50Ey.
41:51Der Typ, der weiß definitiv mehr, als er zugibt.
41:54Sonst hätte er nicht aufgelegt.
41:57David, Lena und du, ihr habt eine neue Chance.
42:05Mein Vater hat gestanden.
42:07Niemand kann daran was ändern, auch du nicht.
42:09Vielleicht doch.
42:11Was wird dann hier gefeiert?
42:12Wir haben uns versühnt.
42:14Wer?
42:15Fritz und ich.
42:17Es wurde gerade für dich abgegeben.
42:19Kein Absender.
42:21Ja.
42:26Eine für Luca, eine für dich und eine für mich.
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