- vor 5 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Da müssten jetzt 100 Stück drin sein.
00:03Die willst du alle verkaufen?
00:05Ja.
00:06Finger weg von Angeboten, bei denen der Arbeitssuchende in Vorkasse treten soll.
00:11750 Euro, Mama.
00:13Weg.
00:14Ich suche Leute, Karl, die genauso betroffen sind wie ich.
00:17Und dann gehen wir gemeinsam vor Gericht.
00:19Das ist meine Freundin Romy Willnert, die eigens aus Köln angereist ist.
00:23Für diesen Lehrauftrag muss ich nach Shanghai.
00:25Shanghai?
00:26Stefan, ich will, dass du mich nach Shanghai begleitest.
00:30Nur keine falschen Skrupel.
00:34Die Gegenseite ist auch keine, oder?
00:40Du schreibst mir einen Fischerkrug.
00:43Lass mal sehen.
00:43Nein, warte mal.
00:45Wenig Individualität, davon Inspiration, keine Spur.
00:49Zu ängstlich und so.
00:51Willst du mich ruinieren?
00:56Ja.
00:57Zu wunderen.
00:59So many souls around you.
01:01But it never feels like home.
01:04Home is where there's no mistaking.
01:08And I'm a million miles from you.
01:13But if we stay strong,
01:17I know we'll make it through.
01:22Warte mal.
01:32Momentan kann man vor allem nur der Köchin Mut zu mehr Individualität und Originalität wünschen.
01:38Das habe ich nicht geschrieben.
01:40Wer dann?
01:42Du bist doch Julius Stern, oder?
01:44Ja, aber ich habe also...
01:46Ich schreibe als Julius Stern, aber das stammt nicht von mir.
01:49Das ist aber fast wortwörtlich das, was du gestern über mein Probeessen gesagt hast.
01:55Du fällst mir in den Rücken und jetzt bist du auch noch zu feige.
01:59Wenn du mich schon öffentlich kritisieren willst, dann solltest du wenigstens den Mut haben, dazu zu stehen.
02:02Du kannst doch nicht im Ernst...
02:03Gehst du jetzt bitte?
02:04Ich möchte, dass du jetzt gehst!
02:09Geh einfach.
02:19Das war perfekt.
02:27Mein Kompliment, Ihre Julius Stern-Kolumne ist preisverdächtig.
02:30Danke.
02:32Maximilian und diese Aushilfsköchin...
02:34Die meine Geschäftspartnerin ist.
02:36Ja, ja.
02:37Die werden ihre helle Freude daran haben.
02:40Ihre Romanze ist zu Ende, bevor sie richtig angefangen hat.
02:43Ist doch schade.
02:43Und dann wird Maximilian ganz schnell wieder von ihr verschwinden.
02:48Was ist, wenn Maximilian herausfinden, dass wir dahinter stecken?
02:51Wie sollten Sie?
02:52Na ja, der Kreis der Verdächtigen ist nicht so groß.
03:01Das ist Hanna.
03:02Hanna.
03:04Sie müssen hier zur Seite stehen.
03:05Ihrer besten Freundin wird sie doch solch einem Verrat nicht zutrauen.
03:12Sie braucht sie jetzt los.
03:21Und dann nehmen wir uns eine Wohnung mit dem Blick auf den Jansi.
03:25Bumi.
03:26Ich finde das alles wunderschön und interessant, was du da sagst, du noch planst.
03:30Das heißt, du kommst mit?
03:35Nein.
03:39Nein?
03:40Das heißt, doch, ich meine...
03:43Ich könnte mir durchaus vorstellen, mit dir zusammen zu leben, aber...
03:47Ich möchte nicht nach China.
03:50Ach, weißt du, Shanghai ist eigentlich gar nicht China.
03:54Wirklich, das ist eine Weltstadt, da leben 20 Millionen Menschen.
03:57Das ist ein Schmelz-Chiegel wie New York.
04:00Warte, warte, warte, Romy, es geht überhaupt nicht um Shanghai, China, New York, irgendeine Metropole.
04:04Es geht...
04:06Es geht um mich.
04:08Ich bin Anwalt, ich möchte hier leben.
04:11Du hast gerade gesagt, du möchtest...
04:13Oder du könntest es dir vorstellen, mit mir zusammenzuleben.
04:16Bist aber nicht bereit, dich für unsere Beziehung auch nur ein Stück weit zu bewegen.
04:20Das ist nicht fair.
04:22Was hält dich denn hier?
04:24Du bist doch auch nur New York gegangen.
04:27Warum willst du denn unbedingt weggehen?
04:30Ich dachte, das hättest du verstanden.
04:31Stefan, Shanghai ist die Chance für mich.
04:35Lehrauftrag, kreatives Schreiben und dann noch ein Fünf-Jahres-Vertrag.
04:40Du weißt genau, das kann ich nicht ablehnen.
04:45Was hält dich denn hier?
04:47Ich...
04:48Schau dich um.
04:49Ich...
04:49Ist das die junge Frau, von der du gestern so begeistert warst?
04:56Moment, du meinst Hannah?
04:59Ich hab gesehen, wie du sie betrachtet hast.
05:02Eine kleine Umarmung hier, ein Händedrücken da.
05:05Komm, jetzt mach mal einen Punkt.
05:08Läuft das zwischen euch?
05:10Nein.
05:11Schatz, wir sind Freunde, das ist alles.
05:13Ja, Freunde.
05:14Ich bin nicht blind.
05:15Guten Morgen, Frau Kasteloff.
05:28Lina, ich warte seit einer halben Stunde.
05:30Es tut mir leid.
05:31Ich hab eine Stunde Zeit, während David schläft.
05:34Und davon ist die Hälfte schon mal rum.
05:35Dann sollten wir nicht lange diskutieren, sonst ist die andere Hälfte auch vorbei.
05:39Worüber lachen Sie?
05:40Das klang gerade genau wie Caro.
05:42Echt?
05:43Der Satz hätte original von ihr sein können.
05:45Naja, sie sind eben Freundinnen.
05:48Und ich bin etwas übernächtigt.
05:50David hat sehr unruhig geschlafen.
05:51Verbuch's einfach unter gestresste Mutter.
05:53Nein, nein.
05:54Ich hab sie warten lassen.
05:55Verbuchen Sie das unter verwirrter Teenager, der...
05:57Teenager, der...
05:59Ärger hat mit dem Job?
06:02Jungs?
06:05Das kann sowieso nie funktionieren.
06:08Lass mich raten.
06:09Florian?
06:10Wie kommen Sie denn auf den?
06:13Keine Sorge, ich behalt's für mich.
06:15Lena, lass es doch einfach auf dich zukommen.
06:18Wer weiß, was noch alles passiert.
06:20Manchmal erkennt man Liebe erst auf den vierten oder fünften Blick.
06:23Wie bei Ihnen und Jonas?
06:25Mhm.
06:27Nein.
06:30Also gut, ich war mal in Hanna verliebt.
06:32Aber das ist ewig her.
06:34Und das ist bestimmt nicht der Grund, warum ich hierbleiben möchte.
06:36Ja.
06:40Dann liegt es wahrscheinlich daran, dass du unabhängig sein willst.
06:43Du hast Angst davor, dich festzubinden und hast dir deshalb eine Fernbeziehung ausgesucht.
06:47Du bist eine gute Staatsanwältin.
06:52Die stellen auch immer so harte Fragen und lächeln so schön dabei.
06:56Du musst die Wahrheit sagen.
06:57Und nichts als die Wahrheit.
07:01Also gut, ich gestehe.
07:02Ich hab mir dich ausgesucht.
07:08Und gar nicht darüber nachgedacht, dass wir eine Fernbeziehung führen würden.
07:12Und ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht, ob ich darauf eingegangen wäre.
07:17Wieso?
07:17Jetzt fühle ich mich wirklich wie im Zeugenstand.
07:24Also gut, um ehrlich zu sein,
07:27habe ich immer von einer Familie geträumt.
07:31Von einer Frau wie dir.
07:33Von vielen Kindern.
07:36Tja, das kann ja noch werden.
07:38Man munkelt in Shanghai, gibt es eine deutsche Schule.
07:41Ja, davon habe ich auch gehört.
07:42Aber wo wir schon dabei sind,
07:46wie sieht es denn bei dir aus mit deinen Träumen?
07:48Was willst du denn wissen?
07:50Naja, wie stellst du dir dein Leben vor?
07:53Also abseits von deinem Leben als erfolgreiche Dozentin und Kinderbuchautorin.
08:01Auswahl der Gerichte ist klassisch.
08:04Die Speisekarte bietet vor allem das,
08:08was man ohnehin überall bekommt.
08:10Jetzt geh schon ran, Alex.
08:12Überraschungen sucht man hier vergeblich.
08:18Fehlt eine eigene Handschrift.
08:21Wow.
08:23Ziemlich heftig.
08:25Wo steckt die denn?
08:31Und ich habe gedacht,
08:33es hätte einen geschmeckt.
08:36Hat denn Maximilian gestern nichts gesagt?
08:38Doch, vielleicht nicht ganz so krass und direkt,
08:42aber teilweise mit genau demselben Wortlaut.
08:45Dann hat ihm dein Essen also wirklich nicht geschmeckt.
08:49Offensichtlich nicht.
08:51Ich meine, damit kann ich leben.
08:52Auch das, was mir sagt.
08:53Jedenfalls war er ehrlich.
08:54Ja, aber muss er es denn gleich in die ganze Welt hinaus posauen?
08:57Der weiß doch, was für uns davon abhängt.
08:58Meinst du, Maximilian sieht im Fischerkrug eine Konkurrenz?
09:04Ich, ich weiß es nicht.
09:11Vielleicht irre ich mich ja auch, aber
09:12ich meine, ich kenne ihn überhaupt nicht.
09:21Anna.
09:21Ja, ich meine, wir haben uns im Urlaub kennengelernt, ja.
09:25Und dann, als er hergekommen ist,
09:27da haben wir doch fast den ganzen Anfang damit verbracht,
09:28aneinander vorbeizulaufen, oder?
09:30Nein, nein, so stimmt das doch nicht.
09:33Was weiß ich denn von ihm?
09:36Und was sagt er dazu?
09:39Ach, der bestreitet überhaupt,
09:40was über den Fischerkrug geschrieben zu haben.
09:41Mhm.
09:42Und ich meine, es sind seine Worte,
09:44es ist genau seine Kolumne.
09:46Ja, und jetzt?
09:47Ich weiß einfach nicht,
09:48ob ich ihm auch vertrauen kann.
09:51Ich habe immer von einer Familie geträumt.
09:57Von einem Mann wie dir.
09:58Und vielen Kindern.
10:07Warum hast du mich nicht einfach gefragt,
10:08bevor du unterschrieben hast?
10:11Du wusstest, ich könnte Nein sagen.
10:14Tja.
10:16Jetzt hast du mich in der Ecke.
10:17Gute Arbeit, Herr Anwalt.
10:19Also?
10:21Wahrscheinlich gerade deswegen.
10:24Weil ich wusste, du könntest Nein sagen
10:25und ich mir Shanghai auf keinen Fall ausreden lassen wollte.
10:30Hätte ich denn überhaupt eine Chance gehabt,
10:31dir das auszureden?
10:34Hätte ich denn eine Chance,
10:35dich davon zu überzeugen, noch mitzukommen?
10:36Weißt du, ich glaube, wir beide haben das gleiche Problem.
10:50Wir haben beide Angst, uns festzubinden.
10:59Wir können gerne tauschen, Ben,
11:00und du schiebst dir für meine Mutter Galerendienst.
11:04Nee, auf dem Gebiet ist hier auch total tote Hose.
11:07Na, wenn ich es dir sage.
11:10Na ja, vielleicht mit einer Ausnahme.
11:14Ja, bitte, auch hier.
11:15Ist ganz süß.
11:17Total offen und irgendwie cool.
11:22Bist du bescheuert?
11:23Ich bin noch nicht verknallt.
11:24Schon gar nicht in so einem Mäuschen.
11:28Nee, kein Vergleich zu Saint-Tropez.
11:32Ja, das Einzige, worüber du mit dir reden kannst,
11:34sind Horrorfilme.
11:38Ja doch, für zwischendurch ist die vielleicht mal ganz nett,
11:40aber mehr wird da definitiv nicht laufen.
11:43Du musst es ja wissen.
11:48Ciao.
11:57Kann ich mich wirklich geirrt haben?
12:10Nein, das kann nicht sein.
12:13Dazu waren wir uns von Anfang an viel zu vertraut.
12:17Dann hat Maximilian vielleicht recht mit seinem Urteil.
12:21Es sieht nicht schlecht aus.
12:33Es schmeckt auch nicht schlecht.
12:35Aber mehr eben auch nicht.
12:37Das bekommt man tatsächlich überall.
12:40Originell ist was anderes.
12:41Aber warum hat er mir das nicht direkt...
12:45Er hat es mir gesagt.
12:48Deshalb macht es auch keinen Sinn,
12:49dass Maximilian die kritische Kolumne über den Fischer-Gruh geschrieben hat.
12:53Wer war es dann?
12:55Jemand, der wusste, dass Maximilian Julius Stern ist.
12:57Jemand, der mitbekommen hat,
12:58dass Maximilian mein Probeessen beurteilt.
13:01Jemand, der ein Motiv...
13:02Nein, das ist unmöglich.
13:06Das würde sie nicht tun.
13:07Nicht Alex.
13:08Und Maximilian auch nicht.
13:17Eine Nachricht von ihm.
13:18Sie haben eine neue Sprachnachricht.
13:23Hallo, Hannah, ich bin's.
13:25Nur Sophie, ich habe mit dieser Kolumne nichts zu tun.
13:28Und ich werde herausfinden, wer dahinter steckt.
13:31Das ist ein Versprechen.
13:32Bis bald.
13:33Nachricht noch einmal anhören.
13:40Es steht einfach viel zu viel auf dem Spiel.
13:42Ja, und Gitti macht sich natürlich auch schon Sorgen,
13:44was jetzt wird mit der Eröffnung morgen Abend.
13:46Ja, solange die was zu unken hat, geht's ihr gut.
13:50Was soll denn das jetzt wieder heißen?
13:51Das soll heißen, dass Frau Gitti Sommer aus Gewohnheit schwarz sieht.
13:55Hanna geht es bestimmt auch nicht besser.
14:01Was glaubst du, Maximilian, hat diese Kritik im Internet Auswirkungen?
14:06Ja, ich fürchte schon.
14:08Dieser Julius Stern hat ja in der Branche einen Namen.
14:11Dann war das bestimmt ein Konkurrent.
14:14Vielleicht der Wirt vom Ratskeller.
14:17Oder die Leute von der Seemühle.
14:20Mit Verlaub, Herr Wallenberg.
14:21Es hilft doch jetzt niemandem, München.
14:23Hartlose, Verdächtigungen, ausgestreut werden.
14:25Ja, das sehe ich auch so.
14:27Also, wenn wir Mediziner nicht wissen, was einem Patienten fehlt,
14:31dann gehen wir oft nach dem Ausschlussverfahren vor.
14:34Das heißt, man schließt Faktoren aus, die nicht in Frage kommen.
14:37Und was übrig bleibt, ist wahrscheinlich die Lösung.
14:40Tja, dann viel Spaß beim Rätseln, Doktor.
14:42Ich habe noch zu tun.
14:45Aber Sie haben recht.
14:48Sie haben so recht.
14:50Man muss an diese Sache logisch rangehen.
14:52Also, in der Kritik stand, dass das Essen gut war.
14:55Aber wenn ich originell, also mal grob gesagt, ja?
14:58Ja, wirklich grob gesagt.
14:59Ja, genau, das hast du doch gesagt.
15:01Das waren deine Worte nach dem Probeessen zu Hannah.
15:03Wie, das haben Sie gesagt?
15:05Bitte, das Essen war fantastisch.
15:06Ja, ich meinte auch nur, dass...
15:07Woher weiß denn dieser Julius Stern, was Sie gesagt haben?
15:12Die Frage ist eigentlich vielmehr,
15:14woher weiß der, der sich für Julius Stern ausgegeben hat,
15:17was ich zu Hannah gesagt habe?
15:18Lina?
15:29Bist du immer noch sauer wegen gestern Abend?
15:33Lina, was ist schon gut?
15:35Was ist passiert?
15:38Hast du Zoff mit Edith?
15:41Hat mein Vater dich wieder runtergemacht?
15:43Komm, was hat er dir gesagt?
15:45Der kann echt was erleben.
15:48Nein.
15:50Es hat nichts mit der Arbeit zu tun.
15:54Es...
15:54Ja, was ist es denn?
15:57Hey, du kannst es mir sagen.
15:59Ich bin doch deine Freundin.
16:03Caro?
16:04Hm?
16:04Ich schwöre es dir, ich habe das nicht gewollt.
16:08Was ist denn passiert?
16:10Das Allerschlimmste.
16:15Ich...
16:16Ich habe mich in Florian verliebt.
16:29Und sie ist noch im Büro.
16:32Gut, sorgen Sie dafür, dass sie noch da ist, wenn ich komme.
16:34Aber ich muss was mit dir besprechen.
16:36Danke, Marie.
16:43Hallo.
16:45Hi.
16:51Ich...
16:52Du hast...
16:53Du zuerst.
16:59Ich habe deine Nachricht gehört.
17:03Und?
17:04Ich würde dir gerne glauben.
17:10Ich kann es mir einfach nicht erklären.
17:12Es ist deine Kolumne.
17:13Es sind deine wortig.
17:16Ich weiß.
17:18Jemand hat das sehr geschickt eingefädelt.
17:22Jemand?
17:23Jemand, der ein Interesse daran hat, dass wir streiten.
17:26Und dass wir uns misstrauen.
17:28Wer könnte das sein?
17:33Ich habe keine Beweise.
17:35Aber ich werde es herausfinden.
17:39Willst du mir nicht sagen, wer?
17:41Vertraust du mir?
17:41Du hast mir heute Morgen gesagt, dass du mich liebst.
17:59Es gibt keine Liebe ohne Vertrauen.
18:01Herr Wallenberg, jetzt haben Sie 30 Jahre lang diesen Wein gehütet.
18:18Jetzt wollen Sie ihn einfach verkaufen.
18:19Dank Ihrer freundlichen Einmischung, Herr Brinkmann, ist mir jetzt endgültig klar geworden,
18:24dass das Kapitel Gitti Sommer einfach mal abgeschlossen ist.
18:28Ich habe mir 30 Jahre lang falsche Hoffnungen gemacht.
18:31Nie wieder.
18:32Hätte Dr. Schumann nicht geplaudert, dann wäre uns dieses peinliche Frühstück erspart geblieben.
18:41Das wäre auch besser gewesen.
18:42Oh, Gitti.
18:43Ja, so heiß ich.
18:44Oh, Gitti.
18:46Seit wann stehst du denn hier?
18:48Lange genug, um festzustellen, dass dieses sogenannte Frühstück ein abgekartetes Spiel war.
18:53Oh, Gitti.
18:54Ja, ja.
18:56Und ich muss dir sagen, dieses Frühstück ist mir so gar nicht bekommen.
18:59Weißt du, auf solche Gesellschaft kann ich nämlich absolut verzichten.
19:03Gitti.
19:04Ja, so heiße ich immer noch.
19:06Abwechslungreich bist du gar nicht.
19:07Oder merkst du gar nicht mehr, dass du alles zwei-, dreimal sagst.
19:10Herr Brinkmann, dass Sie bei sowas mitmachen.
19:14Ah, guten Tag.
19:15Guten Tag.
19:16Tag, Frau Lenz.
19:17Tag.
19:18Ähm, Herr Brinkmann, ich habe eine Bitte.
19:21Würden Sie diese Handzettel hier im Laden für mich auslegen?
19:25Was ist das?
19:25Ich möchte eine Streitgenossenschaft organisieren.
19:29Ich suche Menschen, die auch Opfer dieser betrügerischen Firma geworden sind.
19:33Ach, ach, was denn für eine Firma?
19:35Ich sollte diese Kopfhörer hier, also Hetzhetz nennt man das, für 19,90 Euro verkaufen,
19:42dabei sind sie nur 50 Cent wert.
19:44Streitgenossenschaft, ähm, ist das so eine Art Selbsthilfegruppe?
19:47Ja, das kann man so sagen.
19:50Mit dem Ziel, diese Gauner zu bestrafen.
19:53Das ist sehr, sehr nobel von Ihnen, Frau Lenz.
19:56Wenn die Leute so dumm sind, auf diese Betrüger reinzufallen.
20:00Gitti, also so pauschal kann man das nicht sagen.
20:04Aha, steckst du auch da drin, ja?
20:06Na, das würde zu dir passen.
20:08Weißt du, Gitti, das sage ich mir auch jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel schaue, wie dumm ich gewesen bin.
20:13Aber manchmal wird man erst durch Schaden klug.
20:20Weißt du noch neulich?
20:21Du hast mir vorgeworfen, ich wäre hinter Florian her.
20:23Ich wollte ihn ja wegnehmen.
20:25Ja, ich kann mich erinnern.
20:27Dabei wollte ich wirklich nichts von ihm.
20:29Tja, damals...
20:31Ich würde deine Freundin doch niemals den Kerl aussparen.
20:33Na, jetzt hast du dich aber nun mal trotzdem in ihn verliebt.
20:35Caro, jetzt hör doch mal auf.
20:37Ich kann doch nichts dafür.
20:38Tja, kannst du dich denn wenigstens erinnern, wann es passiert ist?
20:47Ich glaube, das war an dem Abend mit der Horrormaske, als er mich erschreckt hat.
20:52Da habe ich mich zuerst total gegruselt und dann wollte ich Florian am liebsten nur noch umarmen.
21:00Es ging total plötzlich.
21:01Und gestern bei unserem Videoabend?
21:07Da habe ich gemerkt, dass man sich total gut mit ihm unterhalten kann.
21:11Ja, und dass er eigentlich ganz nett ist.
21:14Dachte ich jedenfalls.
21:18Das heißt also, du könntest dir vorstellen, bei dem...
21:21Ich weiß es doch auch nicht.
21:22Aber es ist auch egal.
21:27Er will nichts Ernstes.
21:30Ich habe es von Anfang an gespürt.
21:32Und seit er mit seinem Freund telefoniert hat, weiß ich es.
21:36Er ist echt das Letzte.
21:39Das Allerletzte.
21:41Und jetzt?
21:43Du musst mir helfen.
21:45Ich will mich nicht in ihn verlieben.
21:48Ja, dann musst du dich eben wieder entlieben.
21:51Das will ich ja.
21:53Und wie?
22:03Okay, warte mal.
22:04Lina ist in Florian verliebt.
22:06Behalts bitte für dich.
22:08Sie hat es mir anvertraut.
22:09Ja, ja, mache ich.
22:12Wobei Florian die Letzte ist, den ich Lina als Freund wünschen würde.
22:15Warum?
22:17Naja, er hatte noch nie irgendwas Festes.
22:20Die Weiber fliegen ihm einfach so zu.
22:21Kann ja sein, aber jetzt hat er sich eben mit Lina verliebt.
22:26Glaube ich nicht.
22:27Warum?
22:28Florian ist genervt, weil Edith ihn mit dem Job bei Castell Cuisine draufgedrückt hat.
22:32Er langweilt sich, er kommt ja nicht weg.
22:34Und dann hat er festgestellt, dass Lina sich nicht für ihn interessiert.
22:39Und jetzt sieht er das rein sportlich.
22:42So in etwa.
22:43Er hat seinen Charme spielen lassen und Lina ist drauf reingefallen.
22:46Woher weißt du das alles?
22:50Er hat es mir erzählt.
22:52Naja, und dann haben wir gewettet.
22:56Gewettet?
22:56Ja, um eine Kiste Bier.
22:59Du hast mit Florian um eine Kiste Bier gewettet, dass er Lina rumkriegt?
23:02Eigentlich war es nur ein Joke.
23:03Sehr witzig.
23:05Jetzt hat Lina sich hier in ihn verliebt.
23:08Weißt du, was das für Auswirkungen hat?
23:09Du musst ihn sofort zurückpfeifen.
23:12Ja, du hast recht.
23:14Mach ich.
23:14Okay.
23:28Ah, Alexandra.
23:29Maximilian, entschuldige du, ich muss leider gleich...
23:31Hat Marie dir nicht gesagt, dass wir sprechen müssen?
23:33Doch, doch, ja.
23:34Ich wusste nur nicht, dass es so dringend ist.
23:36Worum geht's?
23:39Um die Kolumne auf meiner Website.
23:42Auf deiner?
23:44Ich nehme an, dass du weißt, dass ich hier gestern bin.
23:47Ja, klar.
23:48Hanna hat's mir erzählt.
23:50Hätte ich nicht gedacht, dass ausgerechnet du ein Doppelleben führst.
23:53Das scheinen ja einige hier zu tun.
23:55Wie meinst du das?
23:56Ja, es ist etwa kein Doppelleben.
23:58Auf der einen Seite Freundschaft heucheln,
24:00und auf der anderen Seite solche Texte schreiben und veröffentlichen?
24:03Wovon redest du?
24:05Hast du nicht vielleicht die Kritik über den Fischer Krug geschrieben
24:07und sie dann als Kolumne von Julius Stern veröffentlicht?
24:10Was? Warum sollte ich das machen?
24:12Hast du oder hast du nicht?
24:13Ich wüsste nicht, warum.
24:15Hab ich das gerade richtig gehört?
24:17Du bist Julius Stern?
24:20Also das find ich ja wirklich dreist.
24:22Was willst du denn jetzt?
24:23Halt dich da raus.
24:24Das geht dich nichts an.
24:25Ich frag mich, was deine Mutter wohl dazu sagt.
24:26Was ist denn hier los?
24:27Gut, dass du kommst.
24:29Dein Sohn Maximilian führt ein Doppelleben.
24:31Bei uns ist er der Gastro-Unternehmer Maximilian Castellofarber im Netz.
24:35Ist er der unbestechliche Gastro-Kritiker Julius Stern?
24:38Das ist doch Unsinn.
24:39Ich nenne das einen klassischen Interessenkonflikt.
24:42Maximilian?
24:48Maximilian, wir sollten sprechen, und zwar sofort.
24:50Das war gerade wunderschön.
25:17Es war überhaupt schön mit dir.
25:24Romy, das klingt so endgültig.
25:27Wir sind doch beide Realisten.
25:34Dann geht dein Flieger nach Shanghai?
25:36In drei Tagen.
25:38Ich muss mich noch um die Wohnung kümmern, packen oder ganze Papierkram.
25:40Brauchst du Hilfe?
25:43Nee, das schaffe ich schon.
25:46Bleib du mal lieber in deiner neuen, schönen Wohnung.
25:49Hör ich da etwa Ironie in deiner Stimme?
25:52Jeder muss das tun, was für ihn richtig ist.
25:54Das ist gut.
26:10Das ist gut.
26:13Das ist gut.
26:14Wir bleiben in Kontakt, ja?
26:42Ah, Stefan.
26:49Kannst du mir bitte helfen?
26:51Ja.
26:56Zum Bahnhof, bitte.
26:57Was hast du dir eigentlich dabei gedacht?
27:16Was denn?
27:20Dass ich unter Pseudonym die Kolumne schreibe?
27:22Oder dass ich als Julius Stern Missstände im eigenen Unternehmen kritisiere?
27:25Du hast Castell Cuisine in eine unmögliche Situation gebracht.
27:28Hätte ich vielleicht zusehen sollen, wie Oscar hier billigen Fisch aus Aquakultur als Wildfang serviert?
27:33Und damit den Ruf unseres Unternehmens ruiniert?
27:35Nein, du hättest mit mir reden müssen.
27:37Das habe ich, falls du dich erinnerst.
27:40Aber dir war es offensichtlich wichtiger, Oscar den Rücken zu stärken.
27:44Du hast interne Informationen ausgenutzt.
27:46Maximilian, du bist Geschäftsführer.
27:48Und du hättest Castell Cuisine damit ruinieren können.
27:51Ich habe Castell Cuisine vor einer Anzeige wegen Betrugs bewahrt.
27:55Wer weiß denn sonst noch von deinem Doppelleben?
27:57Mein Verleger, die Leute, die mit der Website zu tun haben.
28:01Du, Hanna, Alexandra, Oscar, eventuell Hannas Großmutter und Robert Brinkmann.
28:07Na großartig, das ist ja nur eine halbe Fußballmannschaft.
28:11Für Alexandra und Oscar kann ich natürlich nicht meine Hand ins Feuer legen, aber alle anderen halten dicht.
28:17Bist du dir da so sicher?
28:18Absolut.
28:22Schade.
28:23Ich dachte immer, wir beide vertrauen uns.
28:28Ach komm, Mutter, das tun wir doch auch.
28:36Meine Rolle als Julius Stern, die hat doch nichts mit uns beiden zu tun.
28:39Das ist ein Spiel, was ich jetzt auch offensiv beenden werde.
28:43Ich werde an die Öffentlichkeit treten und erklären, dass ich als Julius Stern diese Kolumne über den Fischer Krug nie geschrieben habe.
28:53Ja, danke nochmal, dass Sie mir aus der Klemme geholfen haben.
28:56Keine Ursache.
28:58Wir sind ein Team und wollen beide, dass Maximilian so schnell wie möglich verschwendet.
29:01Es war eine gute Idee, Frau Kastelhoff mit einzubeziehen.
29:04Das war die einzige Möglichkeit, Maximilian von Ihnen abzulenken.
29:08Soll ich Hanna von seinem Verdacht mir gegenüber erzählen?
29:11Frau Frank, wozu schlafende Hundewecken?
29:13Oh, es kommt jemand.
29:17Alexa, bist du ja. Ich telefoniere seit Stunden hinter dir her.
29:19Entschuldige, bei uns war die Hölle los.
29:21Ja, hier auch.
29:22Hast du Maximilian gesehen?
29:26Kurz, aber der war ziemlich in Eile.
29:30Ich habe ihn auch auf der Straße getroffen.
29:33Ich glaube, er weiß, wer unter seinem Namen die Kolumne veröffentlicht hat.
29:39Unter seinem Namen?
29:40Du glaubst, es war nicht Maximilian, sondern jemand anders?
29:50Es macht keinen Sinn, dass er die Kritik schreibt und es hinterher leugnet.
29:54Aber du warst dir so sicher, dass er es war?
29:56Ja.
30:01Sag mal, was machst du da eigentlich?
30:02Ich probiere neue Gerichte aus.
30:06Schon vergessen, wir wollen morgen den Fischerkrug neu eröffnen.
30:07Aber es war doch alles klar.
30:10Alle waren begeistert.
30:11Ja, nichts ist klar. Das ist alles...
30:13Man hat überhaupt nichts.
30:14Warum lässt du dich von Maximilian so verunsichern?
30:16Wie kommt es, dass du ihm auf einmal überhaupt wieder glaubst?
30:23Ich habe ihn in seine Augen gesehen.
30:27Er hat mich gelogen, das hätte ich gemerkt.
30:28Du hast auch nicht gemerkt, dass dein Vater dir seine Schulden verschwiegen hat.
30:35Oder sein Verhältnis mit dieser Elisabeth.
30:40Hannah.
30:43Gerade die Menschen, die uns am nächsten stehen, können wir oft am schlechtesten einschätzen.
30:51Ja, da hast du recht.
30:54Woher weißt du, was Maximilian vorhat?
30:56Guck mal, der hat sein eigenes Restaurant verrissen.
31:00Da kann es doch gut sein, dass er auch über den Fischerkrug herzieht.
31:02Sie engagiert, was Frau Lenz vorhat?
31:23Wie bitte?
31:25Na ja.
31:27Dass sie sich als Opfer gegen diese Betrügerwande zur Wehr setzt.
31:30Meinen Sie nicht?
31:31Also ich meine, es ist höchste Zeit, dass solchen Betrügern das Handwerk gelegt wird.
31:37Hm, das dachte ich mir.
31:38Wieso, warum?
31:40Na ja, so engagiert, wie Sie vorher Frau Lenz verteidigt haben.
31:43Ach, das hat nichts zu bedeuten, Herr Brinkmann, gar nichts.
31:47Tatsächlich?
31:49Und das hier hat auch nichts zu bedeuten?
31:52Wo haben Sie das her?
31:54Das lag in einer Ihrer Kisten im Lager.
31:56Sie Schnüffler.
32:00Sie sind auch ein Opfer dieser Betrügerwande.
32:02Stimmt das?
32:03Deshalb Ihr Mitgefühl für Frau Lenz.
32:05Ich möchte über diese Sache nicht sprechen.
32:08Basta!
32:08Warum hast du dir dieses Pseudonym überhaupt zugelegt?
32:20Hat sich so ergeben.
32:22Ich habe die Chance dazu bekommen und hatte Lust zu schreiben.
32:25Ich verstehe das nicht.
32:26Du bist Mitinhaber und Haupterbe, eines der größten Gourmiimperien.
32:29Und du bist ein Kastelloff.
32:30Reicht dir das nicht?
32:31Du kannst doch deine Schreiblust auch anderweitig ausleben.
32:35Aber darum geht es doch gar nicht.
32:37Als Julius Stern kann ich mich in Bereichen bewegen, die einem Maximilian Kastelloff weitestgehend verschlossen bleiben.
32:42Es hilft mir, meine Träume nicht zu vergessen und gelegentlich sogar zu leben.
32:46Ich habe nachgedacht.
32:50Vielleicht sollte Julius Stern in Zukunft etwas kürzer treten.
32:56Anstatt ihm mit einer Presseerklärung zu ordnen.
32:58Also für deinen Ruf und für den von Castell Cuisine ist es auf jeden Fall besser, wenn Julius Stern inkognito bleibt.
33:06Ich würde ihn vermissen.
33:11Vor allem nutzt es im Moment niemanden, wenn ich seine Identität lüfte.
33:16Im Gegenteil.
33:17Zumal ich die Kolumne über den Fischer-Crohk habe löschen lassen.
33:22Das war taktisch kein kluger Schlachtzug.
33:25Aber absolut notwendig.
33:27Schließlich geht es um Hannas Ruf.
33:29Um ihre Existenz, ihren Lebenstraum.
33:31Der Ruf und der Lebenstraum der Kastelloffs sollte dir ebenso wichtig sein.
33:34Wir beide haben eine Verantwortung für das Unternehmen.
33:37Das weiß ich.
33:38Herein.
33:41Herr Kastelloff, ich sollte Sie noch an den Termin mit dem Zulieferer erinnern.
33:46Richtig.
33:47Ich komme sofort.
33:48Ich bin hier gerade auf der Internetseite, die mir Bernhard empfohlen hat.
34:08Ah, wo die Handwerkerjobs versteigert werden.
34:11Ja, genau.
34:13Es gibt hier wirklich jede Menge Arbeit.
34:15Maurer und Maler arbeiten, was für Tischler und so weiter und so weiter.
34:19Aber?
34:21Aber?
34:23Aber entweder sind die Baustellen zu weit weg oder zu groß.
34:27Ich kann doch nicht allein das Dach einer Sporthalle decken.
34:29Vielleicht solltest du im Moment wirklich nicht zu hoch hinaus wollen, Karl.
34:35Aber wem sage ich das?
34:38Hat sich bei dir denn schon was getan?
34:40Nein.
34:41Es hat sich noch keiner auf den Aufruf hin gemeldet.
34:43Ja, ich gehe schon.
34:49Die Leute sich nicht trauen oder ob ich die einzige Dumme bin.
34:54Guten Abend.
34:56Herr Wallenberg.
34:58Guten Abend.
34:59Ja, Herr Wallenberg, was verschafft uns denn die späte Ehre?
35:02Ja, also die Sache ist die, ich bin, ich war, also, ja, es geht um diesen Aufruf hier.
35:12Herr Brinkmann möchte Sie also doch nicht auslegen.
35:15Nein, nein, nein, ich meine doch, doch, doch.
35:17Er hat mich sogar gebeten, noch mehr davon zu holen.
35:21Also, er möchte Sie gerne aktiv verteilen.
35:24Also, das heißt, er und ich, wir würden gerne, also, Sie verstehen.
35:28Sehr nett von Ihnen, Herr Wallenberg.
35:31Das heißt, Sie unterstützen meine Initiative?
35:34Mehr als das.
35:36Ich möchte, dass diese Betrüger bestraft werden.
35:42Aber es ist nicht geradezu illegal, Maximilian solch ein Doppelleben durchgehen zu lassen?
35:51Ich meine nur.
35:53Schon erstaunlich gerade, von dir solche Worte zu hören.
35:56Oskar Kastellhoff echauffiert sich über illegale Aktivitäten.
36:00Ganz was Neues.
36:01Dann nimm es doch als einen Beweis für meine erfolgreiche Resozialisierung.
36:05Unterschätze nicht meine Intelligenz, Oskar.
36:06Ich bin alles andere als naiv.
36:08Niemand weiß das besser als ich.
36:10Dann weißt du sicher auch, wie wichtig es mir ist,
36:11dass das Geheimnis um die wahre Identität von Julius Stern gewagt bleibt.
36:15Du glaubst doch nicht, Eva, dass ich damit...
36:16Ich glaube überhaupt nichts.
36:19Aber ich hoffe, du weißt, was dich erwartet,
36:21solltest du mich in dieser Sache hintergehen.
36:25Das würde ich niemals wagen.
36:28Davon gehe ich aus.
36:29Mach dich nicht verrückt, Hannah.
36:43Wir wollen morgen eröffnen
36:45und ich weiß nicht, was ich kochen soll.
36:46Aber es war doch alles klar.
36:48Ach, nichts ist klar. Gar nichts.
36:52Das ist alles nichts.
36:54Mh, lecker.
36:57Total lecker.
36:58Genau wie dein Probeessen gestern.
37:00Ja, aber...
37:01Was?
37:02Wem vertraust du?
37:02Maximilian oder mir?
37:04Unter einer Nase und deinem Gaumen.
37:06Also.
37:07Mach die Augen zu.
37:14Und den Mund auf.
37:15Es ist nicht schlecht.
37:28Genau wie das Essen gestern.
37:30Was erwartest du denn?
37:32Du kannst ja nicht über Nacht das Kochen neu erfinden.
37:34Aber ist die Eröffnung eines Restaurants
37:36für den Koch nicht auch die Chance,
37:37sich selbst neu zu erfinden?
37:39Hannah, wir eröffnen ein Restaurant,
37:41das knapp vor der Pleite stand.
37:42Kurz nachdem dein Vater gestorben ist.
37:44Du verlangst zu viel von dir.
37:46Wir müssen den Fischerkrug bald eröffnen,
37:48damit wir die fälligen Raten bei der Bank bezahlen können.
37:50Wir brauchen Einnahmen.
37:52Ausflüge ins Kreative.
37:53Die kommen später.
37:55Vertrau mir.
37:58Was würde ich eigentlich ohne dich machen?
38:00Den Fischerkrug allein dekorieren?
38:02So, wir müssen die Tische noch eindecken
38:03und da fehlt auch noch was.
38:06Das überlass mal mir.
38:08Ich habe nämlich eine Überraschung
38:09für die beste Freundin der Welt.
38:11Jena, ist in mich verknallt?
38:22Ja.
38:23Hör zu, ich möchte,
38:24dass du diese Angelegenheit klärst.
38:27Bist du sicher?
38:28Ja, natürlich bin ich mir sicher.
38:30Flo, ich will nicht,
38:31dass meine Cousine verletzt wird.
38:33Darum geht's doch nicht.
38:34Bist du sicher,
38:34dass sie in mich verknallt ist?
38:36Wo willst du das wissen?
38:37Spielt doch keine Rolle,
38:38weil ich das weiß.
38:38Du redest mit ihr, okay?
38:41Ja, ja.
38:42Du sagst ihr,
38:42dass du sie nett findest,
38:43aber das war's.
38:46Ich will deine Cousine
38:47doch gar nicht verletzen.
38:49Sag mal,
38:49ähm,
38:50checkst du das nicht?
38:51Ich will,
38:52dass Lina sich bei dir
38:53keine Hoffnungen macht, okay?
38:55Mhm.
38:56Mhm.
38:58Es muss doch eine Möglichkeit geben,
39:00sich Florian aus dem Kopf zu schlagen.
39:01Na ja,
39:02am besten,
39:02du gehst ihn aus dem Weg.
39:03Es ist nur etwas schwierig,
39:06wenn man denselben Arbeitsplatz hat.
39:09Okay,
39:09dann weißt du ja,
39:10was du jetzt zu tun hast.
39:11Na?
39:12Alles klar,
39:12ihr zwei?
39:15Sicher?
39:16Mhm.
39:17Ihr beiden,
39:18ihr schaut aus,
39:19als ob ihr irgendwas
39:20im Schilde führt.
39:20Was,
39:21wir?
39:21Nee.
39:22Aber wo ihr schon hier seid?
39:25Lina,
39:25hast du einen Moment?
39:27Ich,
39:28wir müssen reden.
39:30Nee,
39:30das ist gerade ganz schlecht.
39:32Ach komm,
39:33es dauert nur fünf Minuten.
39:36Nee,
39:36das passt gerade gar nicht.
39:38Ich,
39:39ich wollte nämlich gerade
39:41mit Caro alleine sein.
39:43Ja,
39:43stimmt.
39:46Sorry,
39:46ich weiß jetzt nicht,
39:47was passiert.
39:57Hallo,
39:57Alex,
39:58hör mal.
39:59Maximilian.
40:02Ich,
40:03wir sind da vorhin
40:04unterbrochen worden.
40:05Was du mir davor wirst,
40:06ist völlig absurd.
40:07Hanna will wissen,
40:09wer die Kolumne
40:09über den Fischer Ruck
40:10geschrieben hat.
40:11Und?
40:11Was hat das mit mir zu tun?
40:13Ich will ihr nur helfen.
40:14Du bist ihre beste Freundin.
40:16Ja,
40:17aber das kann jeder
40:18geschrieben haben.
40:19Nein,
40:21das stimmt nicht.
40:23Das kann nur jemand
40:24getan haben,
40:25der mit dem Essen
40:26mit dabei war,
40:28meine Kritik danach
40:29mit angehört hat,
40:30jemand,
40:31der wusste,
40:32dass ich Julius Stern bin
40:33und Zugang zu den Computern
40:34von Castel Cuisine hatte.
40:36Aber das kann nur ich sein.
40:47Alexandra,
40:48ich möchte diesen,
40:48diesen Streit
40:49jetzt beilegen.
40:51Was?
40:52Was?
40:56Ich kann verstehen,
40:57warum du das getan hast.
40:58und ich würde sogar
41:03wetten,
41:03dass es dir jetzt
41:04leid tut.
41:07Ach ja?
41:09Ja.
41:13Weil ich weiß,
41:14wie wichtig dir
41:14eure Freundschaft ist.
41:17Und ich mache dir
41:18einen Vorschlag,
41:18wir müssen das alles
41:19nicht breit treten.
41:21Es kann unter uns bleiben.
41:25Hanna muss nie erfahren,
41:26dass du dahinter steckst.
41:27Und was willst du da noch
41:30von mir?
41:33Dass du es zugibst,
41:34dass du die Kolumne
41:36geschrieben hast,
41:38damit wir einen Punkt
41:39machen können.
41:42Die Sache begraben,
41:43hier und jetzt.
41:49Ja, stimmt,
41:50aber die Probleme
41:50habe ich jetzt an der Backe,
41:51weil Florian denkt,
41:52dass ich auch
41:52vom anderen Ufer bin.
41:53Ich glaube,
41:54ich habe dieses Angebot
41:55jetzt aus Versehen
41:55abgeschickt.
41:56Ja, aber wo ist das Problem?
41:58Ich kann doch nicht
41:58im Alleingang
41:59eine halbe Villa renovieren.
42:00Dieser Schmierfink.
42:02Ihre Kolumne
42:02schlägt erste Wellen,
42:03die Journalie
42:04stürzt sich darauf
42:04wie die Geier.
42:05So war das nicht geplant.
42:06Heute Abend
42:06muss einfach alles
42:07perfekt sein.
42:10Das wird es.
42:11Bei deinen Kochkünsten
42:13habe ich da keine Zweifel.
42:14mit ihm.
42:14Aber her ist
42:16wie der __
42:18hat,
42:19was es?
42:19Ja,
42:19was das Bedeut
42:20ist.
42:21Es geht ja.
42:21Das Bedeut
42:22über ihr habt.
42:23Das Bedeut
42:23ist,
42:24das Bedeut
42:25hat.
42:25Das Bedeut
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