- vor 4 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:01Was bisher geschah.
00:03Schlaf gut.
00:07Ja, du auch, Alisa.
00:10Kann es sein, dass du heute Nacht noch telefoniert hast?
00:12Ich habe auf den Rückruf eines Gutachters gewartet.
00:30Du willst ja nicht, dass ich es dir beibringe.
00:33Wann hast du denn Zeit?
00:35Oskar, wenn wir jetzt nicht schnell handeln, dann wird er sie umkippen und ist nicht mehr zu retten.
00:40Das klingt nach einer kostengünstigen Alternative.
00:42Hier haben wir mit Tamara und Liliana einmal gepiknickt.
00:45Der richtig.
00:46Der Umschlag, was ist mit dem Umschlag?
00:48Das ist interessant.
00:55Liliana Kastelhoff kann nicht die Mutter von Alisa und Jonas sein.
00:58Wie ist dann dieser O-Ring in den Safe von den Kastellos gekommen, Karl?
01:01Ein Gentest.
01:03So ganz einfach, siehst du?
01:04Na du, wo sind denn unsere Gläser?
01:06Und jetzt erzählen Sie mir bitte mal ganz genau, warum Sie in der Vergangenheit meiner Frau herumschnüffelten.
01:15To walk these streets without you
01:17I hate being on my own
01:20So many souls around you
01:23But it never feels like home
01:26Home is where there's no mistake in
01:31And I'm a million miles from you
01:36But if we stay strong
01:40I know we'll make it through
01:45Herr Spilker muss mich missverstanden haben
01:51Ich habe nicht in der Vergangenheit Ihrer Frau herumgeschnüffelt
01:55Aber Sie schnüffeln in unseren Schränken herum
01:57Nein, mir war da etwas heruntergefallen
02:00Ah ja
02:01Und dann haben Sie Herrn Spilker in ein äußerst indiskretes Gespräch über die Privatangelegenheiten meiner Familie verwickelt
02:08Ich wollte
02:09Sie wollte, dass Sie hier die Kiste mit den Erinnerungsstücken Ihrer Frau prüren
02:12Frau Lenz
02:13Meine Familie und ich haben Ihnen großes Vertrauen entgegengebracht
02:18Und ich muss sagen, dass Sie mich zutiefst enttäuscht haben
02:21Es tut mir leid, Herr Kostak
02:26Es wird aber ganz sicher nicht wieder vorkommen
02:30Davon gehe ich aus
02:31Ansonsten sehe ich keine Möglichkeit, Sie hier weiterhin zu beschäftigen
02:36Kann ich, kann ich jetzt bitte gehen?
02:57So schnell wie möglich heiraten
02:59Da legst du ein ziemliches Tempo vor
03:01Naja, du kannst nicht gerade sagen, dass es überraschend kommt
03:05Nach fast zehn Jahren
03:06Ähm, ich, äh
03:09Ich würde dich auch erraten
03:10Aber findest du nicht, dass wir das ein bisschen langsamer angehen sollten?
03:14Christian
03:14Ich liebe dich über alles
03:17Außerdem standen wir vor ein paar Wochen schon so gut wie vorm Altar
03:21Du bist vor ein paar Tagen operiert worden
03:23Du bist heute das erste Mal hier
03:25Also, so eine Hochzeit ist ja sehr anstrengend
03:27Ich glaube, im Moment würde nichts mehr zu meiner Heilung beitragen
03:31Wir wollten doch noch mal ganz von vorn anfangen
03:35Und ich denke, das sollten wir mit der Hochzeit besiegeln
03:38Wir haben schon viel zu lang damit gewartet
03:40Was meinst du?
03:44Dass ich dir
03:45Einfach keinen Wunsch abschlagen kann
03:49Und sofort mit den Vorbereitungen für das Aufgebot anfangen sollte
03:51Hallo?
04:03Hallo?
04:03Hallo?
04:03Hallo?
04:04Hallo?
04:04Hallo?
04:04Hallo?
04:04Hallo?
04:04Hallo?
04:04Hallo?
04:04Hallo?
04:04Hallo?
04:05Hallo?
04:06Mama?
04:06Mama?
04:06Mama Francesca soll mir nur noch eine einzige Geschichte vorlesen
04:10Sie hat ja schon zwei vorgelesen
04:12Jetzt ab in die Falle
04:12Du hast früher genauso ein Theater gemacht, Mona
04:15Mama?
04:15Und sie hat immer unter der Bettdecke gelesen mit der Taschenlampe
04:20Echt?
04:21Sowas hast du gemacht?
04:22Davon hast du mir nie erzählt
04:24Weil Nonna sich das auch nur ausgedacht hat
04:26So, jetzt keine Diskussion
04:27Wer ist hier der Chef?
04:28Andiamo, Piccolina
04:30Madres Naturata
04:32Hast du das gehört?
04:36Sie nennt mich eine Rabenmutter
04:38Ausgerechnet mich?
04:39Mona, Mütter mischen sich immer ein, ob du willst oder nicht
04:42Du wirst es bestimmt nicht anders machen, wenn Emilia groß ist
04:45Meinst du, ich werde mal wie meine Mutter?
04:47Oh Gott, die arme Emilia
04:49Dann wird sie auch versuchen, dich zu verstehen
04:51So wie ich gerade versuche, meine Mutter zu verstehen
04:53Auch wenn's manchmal ganz schön schwerfällt
04:54Meine Mutter hat heute ohne mich zu fragen
04:56Die Briefe von meinem heimlichen Verehrer gelesen
04:58Ach, dann weiß sie jetzt, dass ihr gar kein Paar seid, du und Robert
05:02Sie glaubt, die Briefe sind von Robert
05:04Und sie würde jetzt am liebsten das Aufgebot bestellen
05:06Aber das geht, wenn du mich fragst, doch ein bisschen zu weit
05:08Glaub mir, das ist noch nichts gegen meine Mutter
05:11Sie denkt jetzt, das Ende unserer Mutter-Tochter-Beziehung ist gekommen
05:15Weil ich mich mit Frau Kastelhoffs Hilfe selbstständig mache
05:17Deine Mutter ist eifersüchtig auf Frau Kastelhoff?
05:19Pff, das ist ja schräg
05:21Naja, ich konnte sie ein bisschen beruhigen
05:23Aber eins ist auf jeden Fall klar
05:25Egal wie alt wir sind, für unsere Mütter sind wir immer die kleinen Kinder, die beschützt werden müssen
05:29Sie haben da ihren Ohrring verloren
05:35Ich sollte besser auf meine Sachen aufpassen
05:37Merkwürdig, ich habe das Gefühl, ihn schon mal gesehen zu haben
05:41Wahrscheinlich an mir
05:43Wie tragen Sie eigentlich diesen Ohrring?
05:45Wie tragen Sie eigentlich diesen Ohrring?
05:47Gudrun, ich sehe an Ihnen gar keine Ohrlöcher
05:49Ist das Ihr Ohrring, Frau Lenz?
05:55Woher haben Sie ihn dann?
05:59Ich weiß, dass es anders aussieht
06:05Aber ich wollte ihn nicht stehlen
06:07Das heißt, Sie haben diesen Ohrring hier im Haus an sich genommen?
06:11Wenn Sie vorziehen zu schweigen, Frau Lenz
06:19Muss ich Sie leider bitten, mein Haus bis auf weiteres nicht mehr zu betreten
06:27Und ich werde nicht dumm hinkönnen, mir weitere Schritte gegen Sie zu überlegen
06:42Meinst du wirklich, wir sollten so groß heiraten?
06:44Das war doch das, was du immer wolltest
06:46Du meinst die drei großen P's
06:48Presse, Promis, Pferdekutsche
06:51Ja, stimmt
06:52Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich schon bereit dazu bin
06:56Wir könnten noch in einer Villa heiraten
06:58Hast genug Platz
06:59Es ist vergleichsweise intim
07:00Und du hättest eine gewohnte Umgebung
07:03Ja, klingt hervorragend
07:06Es könnte trotzdem ziemlich anstrengend werden, meinst du, du schaffst das?
07:11Mit dir an meiner Seite schaffe ich alles
07:14Aber auch wenn es eine kleinere Hochzeit wird, gibt es immer noch eine Menge vorzubereiten
07:23Ich spekuliere auf Danas Hilfe
07:25Das ist eine gute Idee
07:26Und wir könnten Liliana fragen, ob sie die Gästeliste übernimmt
07:29Apropos Gästeliste
07:37Was machen wir denn mit Paul?
07:39Tja, wird wie geplant, man traut zugebleiben
07:41Warum?
07:44Naja, jetzt ist er ja kein Single mehr und wenn wir ihn einladen
07:48Ich glaub nicht, dass Alisa mitkommen würde
07:50Gut
07:51Wie du meinst
07:56Du musst dich ein bisschen mehr strecken, Tamara
08:13Schön die Beine lang machen
08:15Ich werd bei dieser Übung ein Zentimeter länger pro Minute, sieht man das nicht?
08:18Wenn das so ist, kannst du ja gleich mal ein paar Züge durch den Pool machen
08:23Ohne meine Ente?
08:25Keine Sorge, ich bin ja da
08:27Dir kann also nichts passieren
08:31Also gut
08:35Schön abstoßen
08:36Abschlüssen
08:44Eins
08:45Zwei
08:46Und drei
08:52Ruhig
08:53Ruhiger
08:55Schön die Arme lang
08:56Genau
08:57Richtig strecken
09:00Super Tamara
09:02Und ruhig
09:03Genau
09:04Du hast es geschafft
09:07Sehr schön
09:09Lass
09:11Denk an die Ente
09:13Lass
09:14Und noch mal so
09:16Lass
09:19Sehr schön
09:32Blöd Mann
09:33Wollen wir nicht noch Pause machen?
09:34Nein
09:35Wollen wir nicht noch Pause machen?
09:36Nein
09:38Nein
09:43Aber kam dir das denn nicht komisch vor, dass ausgerechnet Herr Spilker dir die Kiste holen wollte?
09:50Ja, ich hätte mir denken können, dass er gleich zu Herrn Castellow rennt
09:54Hättest du nicht warten können bis morgen, wie wir es besprochen haben
09:58Dann haben wir das Ergebnis des Gentests
10:00Versteh doch Karl
10:02Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen
10:04Komisch war nur, dass Herr Castellow den Ohrring gar nicht erkannt hat
10:08Was? Er bewahrt ein Schmuckstück in seinem Safe auf, das er gar nicht kennt?
10:12Ach, das gibt doch alles keinen Sinn
10:13Es gibt doch alles keinen Sinn
10:16Spekulieren nützt nichts, wir müssen das Ergebnis des Tests abwarten
10:20Bringst dich nur in Teufels Küche mit deinen Nachforschungen
10:23Meinst du, Herr Castellow zeigt mich jetzt bei der Polizei an?
10:27Ich weiß nicht
10:31Du solltest zu ihm gehen und ihm alles sagen, was du weißt
10:34Das kann ich nicht
10:36Aber Gudrun, er glaubt, du hättest ihn bestohlen
10:38Das ist eine ernste Sache
10:40Ja, aber wenn ich jetzt in die Villa gehe und ihm alles erzähle
10:43Dann erfährt er alles
10:45Und wenn Frau Castellow die leibliche Mutter von Alisa und Jonas ist
10:48Falls sie die leibliche Mutter von Alisa und Jonas sein sollte, erfährt das sowieso
10:54Wir würden es ihm doch sagen, Gudrun
10:57Herrn Castellow und unseren Kindern
10:59Würden wir doch, oder?
11:01Was ist nur plötzlich in diese Frau Lenz gefahren? So kenne ich sie überhaupt nicht
11:14Frau Lenz würde niemals stehen
11:17Da muss etwas anderes dahinter stecken
11:19Ja, das glaube ich auch
11:21Und ich werde das Gefühl nicht los, dass dieser U-Ring der Schlüssel zu allem ist
11:26Aber wem gehört er?
11:27Zweifel aus jemandem, der hier in diesem Hause wohnt
11:32Also kommen nur Dana, Tamara, Theresa und ihre Frau in Frage
11:37Den Schmuck meiner Frau kenne ich, sie besitzt so ein Stück nicht
11:41Tamara und Dana, nein, sie haben einen anderen Geschmack
11:46Und Theresa trägt nie Schmuck, sie scheidet damit auch aus
11:48Das ist doch alles sehr, sehr rätselhaft
11:51Am meisten unruhigt mich, dass hier im Hause wieder herumgeschnüffelt wird
11:56Tamara und diese Lassleins haben ja auch schon den Bootsunfall ihrer Frau auf Teneriffa unter die Lupe genommen
12:00Aber außer ein paar Unstimmigkeiten in dem Zeitungsartikel haben sie Gott sei Dank nichts gefunden
12:06Wer weiß, wie lange wir die Wahrheit noch verschweigen können
12:11Ich habe Tamara verboten, weiter in alten Geschichten herumzuwühlen
12:14Außerdem ist sie zur Zeit ganz gut mit ihrem Schwimmunterricht abgedenkt
12:19Und Frau Lenz?
12:21Wollen Sie gut drum Lenz tatsächlich damit einschüchtern, indem Sie mit einer Anzeige drohen?
12:26Ach, ich hoffe, das wird nicht nötig sein
12:28Wenn ich nur wüsste, wo ich den schon mal gesehen habe
12:36So einen Kristall werde ich auch noch schleifen, ganz sicher
12:40Schon wegen Vater
12:42Dazu solltest du allerdings erst einmal deinen neuen Arbeitsplatz einrichten, Alisa
12:46Das hat großen Spaß gemacht, mit Liliana die Halle auszuräumen
12:51Wenn unsere Zusammenarbeit so weitergeht
12:54Zum Glück hat Gudrun inzwischen auch eingesehen, dass sich da eine echte berufliche Perspektive für mich auftut
13:00Aber mit Müttern und Töchtern ist das so eine Sache
13:04Wenn ich mir Mona und ihre Mutter ansehe, auch nicht einfach
13:09Ob ich auch mal so werde?
13:11Aber dazu müsste ich erst einmal eine Tochter haben
13:14Anisa, das kann doch jetzt wohl nicht das Thema sein
13:19Überleg dir lieber einen Namen für eure Firma
13:21Sehr gut, gleich hast du es geschafft
13:32Ich fühle mich, als wäre ich einmal durch den Ärmelkanal geschwommen
13:36Du kannst stolz auf dich sein
13:38Ich habe einen tollen Lehrer
13:40Ach Quatsch, ich habe doch gar nichts gemacht
13:42Ich habe noch vor ein paar Tagen mit kleinen Kindern im Nichtschwimmerkurs gesessen
13:43Die Zwerge haben mir die ganze Zeit gesagt, dass sie besser sind als ich
13:47Die haben sich eben gefreut, dass sie dir was voraus hatten, obwohl du älter warst
13:49Jetzt sehen die aber ganz schön alt aus gegen mich, ne?
13:50Komm
13:52Ich freu dich, jetzt brauchst du mich nie wieder von der Trinken zu retten
13:53Ich bleibe aber trotzdem in deiner Nähe
13:54Nur so zur Sicherheit
13:55Arschbombe
13:56Arschbombe
13:58Arschbombe
13:59Ja
14:00Ah
14:01Ach
14:02Ach
14:03Ach
14:04Ach
14:06Föhn, ich habe mich nie wieder von der Trinken zu retten
14:08Ich bleibe aber trotzdem in deiner Nähe
14:10Nur so zur Sicherheit
14:12Arschbombe
14:14Ja
14:15Ach
14:16Ach
14:17Ach
14:18Ach
14:19Ach
14:20Ach
14:21Ach
14:23Ach
14:24Ach
14:27Hey, stell ich.
14:33Nee, ich würde eh gerade duschen.
14:35Tschüss.
14:36Ciao.
14:38Tamara, warte.
14:42Hey, es tut mir leid.
14:45Ja, ist schon gut. Vergiss es.
14:57Dana, ich bin wieder zurück.
15:00Oskar, so früh habe ich dich noch gar nicht erwartet.
15:02Wie war es in London?
15:04Hektisch und verregnet, wie immer.
15:06Mistest du aus?
15:08Ich habe mir ein paar alte Zeitschriften von früher angeschaut mit Fotostrecken von mir.
15:12Hör auf.
15:13Das war eine Phase in deinem Leben und die ist eben vorbei.
15:16Ich hätte nie gedacht, dass ich mit Mitte 30 zum alten Eisen gehöre und keine Shootings mehr bekomme.
15:24Hallo, Ellen.
15:25Hallo.
15:26Ich hoffe, ich störe nicht.
15:27Überhaupt nicht. Was gibt's Neues?
15:30Christian und ich haben den Hochzeitstermin vorgezogen.
15:33Er bestellt morgen das Aufgebot.
15:35So kurz nach deiner OP?
15:37Du lässt ja wirklich nichts anbrennen.
15:40Ich finde es toll, dass du dich da schon traust.
15:42Ach, weißt du, warum sollen wir noch länger warten?
15:44Aber ich brauche deine Hilfe, Dana.
15:46Wir wollen die Hochzeit so bald wie möglich hier in der Villa feiern.
15:48Wenn alles klappt, schon in drei, vier Tagen.
15:51Okay.
15:52Kein Thema.
15:53Ich rufe sofort meinen Stylisten an.
15:54Der muss einen Termin für dich freimachen.
15:56Dann bestelle ich den Schneider.
15:58Es ist zwar schon spät, aber Monsieur Pierre macht für mich immer eine Ausnahme.
16:01Du kommst doch nicht her, um über deine Hochzeit zu plaudern.
16:07Stimmt.
16:08Was willst du wirklich?
16:10Ich weiß nicht, wie es in London war.
16:12Die Sache läuft an.
16:16Die nächste Charge unserer Linsen nach Nord-Ovambo kann in Kürze rausgehen.
16:19Was sagt die Linz?
16:21Die Leute von Charleston Ganga waren sehr zufrieden mit unserer ersten Lieferung.
16:25Die mit unseren Linsen ausgerüsteten Zielfernrohre sind wesentlich präziser und vor allem robuster
16:30als alles, was die bisher an den Fingern hatten.
16:33Was haben die eigentlich mit den ganzen Waffen vor?
16:35Wir liefern insgesamt 10.000 Stück.
16:37Na, erst mal.
16:39Dann kann man eine ganze Armee ausrüsten.
16:42Tja.
16:43Hauptsache sie zahlen.
16:45Und das tun sie.
16:47Und du kannst ihr ein wunderschönes Hochzeitskleid leisten.
16:49Du kannst auch nicht schlafen.
17:04Karl, seit Alisa und Jonas zu uns kamen, ist es mir nie in den Sinn gekommen,
17:09dass eines Tages jemand kommen könnte und sie uns wegnimmt.
17:14Niemand will und wird sie uns wegnehmen, Gudrun.
17:16Aber sie haben auch ein Recht darauf zu erfahren, dass ihre leibliche Mutter womöglich noch lebt.
17:24Ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt.
17:29Wichtiger ist erst einmal, wie wir aus der Sache mit Herrn Kastilow wieder rauskommen.
17:33Ist mir mittlerweile völlig egal.
17:36Wenn du jetzt deinen Job verlierst, dann steht uns das Wasser bis zum Hals.
17:40Wie sollen wir die Raten fürs Haus bezahlen? Wir haben keine Reserven mehr.
17:43Unsere Lebensversicherung haben wir gerade für Alisas Schulden aufgelöst.
17:47Es tut mir leid, Karl. Ich habe diesen Ohrring nun einmal mitgenommen.
17:53Ich bin mir sicher, Herr Kastilow lässt mit sich reden.
17:58Aber dafür müssten wir ihm die Wahrheit sagen.
18:02Sobald wir morgen das Ergebnis des Gentests haben, gehen wir zu ihm und erklären alles.
18:05Was meinst du?
18:08Gudrun.
18:10Es ist doch immer noch möglich, dass wir uns täuschen.
18:13Und Liliana Kastilow ist nicht Vera Himmela.
18:15Ich wäre doch möglich.
18:17Dann wäre die ganze Aufregung umsonst.
18:21Komm her.
18:24Mama.
18:25Hallo, mein Schatz.
18:31Liliana.
18:32Du warst lange weg. Ich habe auf dich gewartet.
18:35Ich habe mit Alisa die Fabrik auf Vordermann gebracht.
18:38Das war ein schönes Stück Arbeit.
18:39Hoffentlich hast du dich nicht übernommen.
18:42Ich werde den Muskelkater meines Lebens haben, aber es hat sich gelohnt.
18:46Alisa hat so tolle Ideen, was dieses Schmuckatelier betrifft.
18:50Mit ihrer Kreativität und meinen geschäftlichen Kontakten muss es einfach ein Erfolg werden.
18:54Und wenn sie mal nicht weiter weiß, dann schaut sie einfach den Kristallanhänger ihres Vaters an.
19:01Und schon sprüht sie wieder vor Ideen und ihre Augen funkeln.
19:06Das muss ein richtiger Wunderanhänger sein.
19:11Die hier hast du vermisst.
19:17Ludwig, ist alles in Ordnung?
19:22Ja.
19:24Es ist alles in Ordnung.
19:29Es ist nichts.
19:39Dieser Kristallanhänger, den Alisa Lenz trägt, der ist von ihrem Vater, sagst du?
19:44Ja, es waren ursprünglich mal zwei Ohrringe, die Alisas Mutter gehörten.
19:50Sag mal, fährst du nachher in die alte Fabrik?
20:12Ja, ich denke schon, es gibt viel zu tun.
20:16Ich wollte vielleicht mal vorbeischauen und Frau Lenz als Pächterin begrüßen.
20:21Heißt das, dass du deinen Widerstand gegen unser Projekt aufgibst?
20:25Wenn du so große Stücke auf Alisa Lenz hältst, ich meine, das ist doch wohl Grund genug, sich die Dame mal etwas näher anzuschauen, gewissermaßen unter einem ganz neuen Blickwinkel.
20:38Also, wenn du willst, kannst du ja richtig nett sein.
20:43Erwarte aber nicht, dass ich ihr gleich um den Hals falle.
20:45Ein Cappuccio.
20:54Danke.
20:58Auch einen Kaffee vor der Schule.
21:00Hallo Tamara.
21:02Ja, Kaffee.
21:03Ich habe heute noch nicht richtig gefrühstückt.
21:04Die Stimmung war zu Hause ein bisschen komisch.
21:06Ah, das kenne ich.
21:07Wenn Oskar mal wieder Ärger mit Christian hat.
21:11Hallo.
21:11Hallo Tamara.
21:12Milch Kaffee?
21:13Ja.
21:15Hast du heute Training?
21:16Ja, und ich muss die Mathe-Klausel noch vorbereiten.
21:19Ah, okay.
21:20Machst du keine Zeit?
21:21Ja.
21:21Ich meine, nein.
21:22Warum fragst du?
21:24Ich dachte nur wegen Schwimmen und so.
21:25Wir wurden ja gestern je unterbrochen.
21:28Ja, klar.
21:30Also, Mathe habe ich eigentlich schon am Wochenende fertig gemacht und so kurz vorher hilft es meistens auch nichts.
21:35Mit der Gartzo.
21:36Dein Cappuccino wird galt.
21:38Ja, klar.
21:41Doch, das ist Salz.
21:43Ja, so Mist.
21:46Bambini, verlieb dich über beiden Ohren.
21:49Hey, Roberto, genau wie du, wenn meine Mona in der Nähe ist.
21:52Mama, bitte.
21:53Ist doch weis.
21:54Seht doch, was hier in der Luft liegt.
21:56Und das ist Amore.
21:57Ja.
21:57Mama und Papa waren irgendwie komisch.
22:13Ob sie Streit hatten und es nicht zeigen wollten?
22:15Außerdem ist Mama immer noch gereizt, weil ich eng mit Deliane zusammenarbeite und mich selbstständig mache, statt mir eine sichere Festanstellung zu suchen.
22:24Aber ich habe mir nur mal vorgenommen, in die Fußstapfen meines Vaters zu treten.
22:28Ich ziehe das jetzt durch.
22:33Ob es ihr passt oder nicht.
22:35Aber sie kriegt sich bestimmt wieder ein.
22:38Wenn das Schmuckatelier erstmal läuft und sie sehen kann, was ich aus meinem Leben mache.
22:41Das Kleid sieht fantastisch an dir aus, Ellen.
22:48Naja, immer um die Hüfte sitzt es nicht so gut.
22:53Was soll das?
22:53Nehmen Sie Ihre Finger!
22:54Papa, Papa.
22:56Ich wollte nur...
22:59Verzeih.
23:01Das Kleid, ähm, Monsieur Pierre, Sie haben mir doch was im Vintage-Stil versprochen.
23:07Etwas elegantes, figurbetontes, hochgeschlossen.
23:09Hochgeschlossen.
23:10Moment.
23:14Wie gefällt Ihnen dieses?
23:20Ja, schon deutlich besser.
23:22Hochgeschlossen liegt jetzt voll im Trend, nicht wahr, Monsieur Pierre?
23:24Oui, Madame.
23:27Die Zeit der tiefdekolletierten Kleider ist für mich wohl auch vorbei.
23:30Ellen, du hast doch viel mehr zu bieten als ein schönes Dekolleté.
23:35Ich hätte es trotzdem gern zurück.
23:36Vergiss nicht, du hast eine wunderschöne Figur.
23:42Ich hingegen werde mittlerweile von Kindern vom Markt gedrängt, mit denen man an der Oberweite
23:46nicht erkennen kann, was vorne und hinten ist.
23:47Morgen, Christian.
23:57Oscar, wie war es mit Thielen in London?
24:00Glänzend.
24:00Seine Mediziner-Burse mit unseren Hinsen mehr als zufrieden.
24:04Aber viel wichtiger, wie läuft es denn mit deinen Hochzeitsvorbereitungen?
24:08Sie gehen in großen Schritten voran, dank Dana.
24:10Sie legt sich mächtig ins Zeug.
24:11Besser ist es.
24:12Wenn du das alles planen würdest, müsste Ellen ihre Hochzeitsreise mit dir wahrscheinlich
24:16auf dem Tandem antreten.
24:18Das wäre ein langer Weg auf diese Schellen.
24:21Ah, ich verstehe.
24:23Offenbar ist die Romantik in den Flitterwochen dann doch wichtiger als die Luftverschmutzung
24:26durch den Flugverkehr.
24:27Das lässt ja hoffen, dass wir in Zukunft Diskussionen erspart bleiben um Nachhaltigkeit und
24:34umweltfreundliche Produktion.
24:36Von meiner Seite auf jeden Fall.
24:38Vorerst.
24:39Dann hat dein Vater dir also endlich klargemacht, dass im Augenblick Wichtigeres auf dem Programm
24:44steht?
24:44Natürlich.
24:45Die Renaturierung des Sees.
24:47Was?
24:49Seit wann das denn?
24:51Seit ich mit ihm am See war.
24:52Er hat sich selbst ein Bild davon gemacht, was wir alles verlieren, wenn wir den See nicht
24:55von den Giftstoffen befreien.
24:56Das ist doch lächerlich.
24:57Mein Bruder hat sich noch nie für diesen Tümpel interessiert.
24:59Falsch, Oskar.
25:01Du hast dich noch nie dafür interessiert.
25:02Vater hingegen freut sich schon sehr darauf, eines Tages seine Enkelkinder an diesem See
25:06spielen zu sehen.
25:07Hast du bei ihm ein bisschen auf die Tränendrüse gedrückt, ja?
25:10Wusste ich gar nicht.
25:12Als wir zum See gefahren sind, hat er sich sofort daran erinnert, dass er dich mal mit
25:14dem Kopf über in die Enden kurz getaucht hat.
25:18Und einen Ort, mit dem man so viel Positives verbindet, den redet man doch einfach gerne
25:23ab, oder?
25:26Guten Morgen, Alisa.
25:37Na, sind Sie schon fleißig?
25:39Ja, ich mach grad die Aufteilung der Arbeitsbereiche.
25:41Unser Vermieter interessiert sich auch für den Fortgang unseres Unternehmens.
25:44Also, um ehrlich zu sein, mich hat die reine Neugierde hergetrieben.
25:49Da habe ich Sie ja schon ein ordentliches Stück Arbeit geleistet, Frau Lenz.
25:52Jetzt sieht man erst mal, wie groß der Raum ist.
25:53Ja, deshalb möchte ich Ihnen auch zur Werkstatt und zum Verkaufsraum zugleich machen.
25:57Und dann können die Kunden direkt sehen, wie unsere Produkte entstehen.
26:00Frau Lenz hat sich das sehr gut ausgedacht.
26:02Wir beginnen mit Schmuckstücken und Anhängern, die man an einem Lederband tragen kann.
26:05So sparen wir zunächst die Kosten für einen Goldschmied.
26:08Goldschmied?
26:09Ja.
26:10Manche Schmuckstücke wie Ringe oder Broschen brauchen Fassung, so wie diese Anhänger hier.
26:13Sehen Sie?
26:13Dann ist das sicher der berühmte Talisman, den Ihr Vater angefertigt hat.
26:20Ja, für meine Mutter.
26:21Das ist das Schmuckstück, das Christian damals für Ellen erworben hat.
26:24Es wurde Alisa gestohlen und dann an das Antiquitätengeschäft von Herrn Brinkmann verkauft.
26:29Ja, ja, ich erinnere mich.
26:32Entschuldigt mich.
26:34Das ist der Makler.
26:36Ich muss ihn eben absagen.
26:39Hallo, Herr Reichert.
26:40Ja, ich wollte mich gerade bei Ihnen...
26:41Sie sagten, Ihre Mutter ist damals verunglückt.
26:44Ja, aber vor 20 Jahren, als ich mit meiner Familie noch auf Gomera gelebt habe.
26:49Man hat ein paar Tage später ihr Boot gefunden, aber es war nur noch dieser O-Ring drin.
26:54Ja, schrecklich.
26:57Sagen Sie, wo wurde denn das Boot damals gefunden?
27:00Vor Teneriffa.
27:02Und seitdem hat sich jede Spur meiner Mutter verloren.
27:04Eigentlich geht's dir doch darum.
27:13Du willst dich vor deinem Vater als sauberer Filius präsentieren, den man gerne im Chefsessel sieht.
27:17Ludwig wird denjenigen von uns beiden als seinen Nachfolger bestimmen, der sich im Sinne der Firma verhält.
27:21Und das ist der, der Geschäfte an Land zieht.
27:23So wie meine Deals mit Sampec Photographics oder Tealand Medical.
27:26Darauf kommt das an bei Kassel of Optik.
27:28Das wird er dann entscheiden, wenn es soweit ist.
27:30Glaub ja nicht, dass du mich herausdrängen kannst mit deiner rauschenden Hochzeit oder deinem grünen Umweltbewusstsein.
27:36Oscar, ich hatte eigentlich gehofft, dass wir beide an einem Strang ziehen würden.
27:39Du bist es, der sich ja selbst ins Ausschießt.
27:41Wir werden noch sehen, wenn sich...
27:42Merkst du es eigentlich nicht?
27:44Ludwig hat sich für die Rettung des Sees ausgesprochen.
27:47Entweder du kommst damit klar, oder du lässt dich von der Geschäftsleitung überstimmen.
27:51Das ist deine Sache.
27:52Kommen Sie rein.
28:05Hier können wir besser überlegen, wie wir die ersten Aufträge akquirieren werden.
28:09Hallo.
28:09Hallo, Töns.
28:11Also eine Werbekampagne mit Flyern und Anzeigen und dergleichen halte ich für verfrühend.
28:18Ich denke, dass es sowieso einige Wochen dauern wird, bis erste Kunden auf uns aufmerksam werden.
28:22Wir müssen gezielt auf Einzelne zugehen und durch sorgfältig geplante Aktionen versuchen, auf uns aufmerksam zu machen.
28:30Ja.
28:31Ich bin ein Tor für einen, hier ist das Licht tatsächlich besser.
28:34Aber pass auf beim Treppensteigen.
28:37Ich hatte mal ein Shooting für Hochzeitskleide, da habe ich mich fürchterlich in der Schleppe verheddert.
28:41Die Dinge sind echte Stolperfallen.
28:44Ellen, du bist hier?
28:47Ist das dein Hochzeitskleid?
28:49Ja.
28:51Christian und ich haben beschlossen, sobald wie möglich zu heiraten.
28:54Und, ähm...
28:55Daran helfen wir bei der Auswahl des Kleides.
28:58Hallo.
28:59Das Kleid steht Ihnen wirklich sehr gut.
29:01Finde ich auch.
29:02Es ist erst letzte Woche bei einer Show in Paris vorgestellt worden.
29:05Es ist ein absolutes Unikat.
29:07Aber meiner Meinung nach fehlt noch irgendwas, oder?
29:12Vielleicht der Bräutigam?
29:14Nein, es braucht noch etwas mehr Glamour.
29:17Etwas Prachtvolles, Glänzendes.
29:19Vielleicht ein paar Applikationen oder eine Brosche oder sowas.
29:22Ja, ich hab's.
29:24Ein Funkeln.
29:26Kristallsteine.
29:27Dafür sind Sie doch Expertin.
29:28Was meinen Sie?
29:29Ist das möglich?
29:31Ähm...
29:32Ja, es würde dem Kleid auf jeden Fall mehr Glanz verleihen und seine Einzigartigkeit unterstreichen.
29:39Könnte das nicht dein erster Auftrag für unser Schmuckatelier sein?
29:42Ja.
29:43Und du müsstest es nirgendwo einschicken und könntest es nach deinen Wünschen anfertigen lassen.
29:46Ich glaube, ich verzichte lieber ganz auf das Kleid.
29:51Das ist Ihre Entscheidung.
29:53Natürlich, Ellen.
29:54Mach, wie du möchtest.
29:55Ihr findet bestimmt eine andere Lösung.
29:58Ja.
29:59Ich denke auch.
30:05Tut mir leid.
30:06Das war sehr unbedacht von mir.
30:09Nein.
30:09Die Idee war gut.
30:10Nur passt die Vorgeschichte von Ellen und mir nicht so ganz dazu.
30:16Ellen treibt die Hochzeit voran.
30:37Wieso auch nicht?
30:39Sie in dem Kleid zu sehen, hat mir weniger ausgemacht, als ich dachte.
30:42Aber, dass ich die Applikation für ihr Brautkleid mache, so weit kommt es noch.
30:48Und wohl.
30:50Wäre das nicht so eine sorgfältig ausgewählte Einzelaktion, von der Liliana gesprochen hat?
31:01Eine bessere Werbung für das Schmuckatelier lässt sich kaum vorstellen.
31:05Damit hätte ich einem großen Publikum zeigen können, was ich kann.
31:08Wenn ich so einen Auftrag bekäme, ich würde das Kleid selbst möglichst schlicht halten.
31:19Gerade klassischer Schnitt.
31:21Und dann mit Kristallen unterschiedlicher Größe Akzente setzen.
31:25Wir haben sogar einen Kurierdienstbeauftragter vom Gen-Labor.
31:48Karl, was machen wir, wenn herauskommt, dass Alisa und Jonas Frau Kastelhoffs Kinder sind?
31:53Dann freuen wir uns für die beiden, dass ihre leibliche Mutter doch noch lebt.
32:03Sag mal, erinnerst du dich noch an den Campingurlaub, den wir ja damals in Bayern gemacht haben?
32:08Dafür haben wir auf unseren heißen Sinten Strandurlaub auf Mallorca verzichtet.
32:11Zwei Wochen Zelten mit Lagerfeuer.
32:14Die Kinder waren außer sich vor Freude.
32:15Du hast Jonas gezeigt, wie man Feuer macht und hast versucht, ihm das Angeln beizubreiten.
32:19Ja, aber er wollte die Fische immer nur füttern und Alisa hat den einzigen Fisch, den ich gefangen habe, sofort wieder freigelassen.
32:25Und Lars, Lars hat so viel Lärm gemacht, dass die Fische sowieso weg waren.
32:28Die drei haben unter einer Decke gesteckt. Die wollten nicht, dass den Fischen etwas passiert.
32:31Ich will die beiden nicht verlieren, Karl.
32:36Alisa und Jonas werden immer unsere Kinder bleiben.
32:38Weil wir sie großgezogen haben.
32:43Weil wir sie lieben.
32:46Wir haben es nicht nötig, ihnen die Wahrheit vorzuenthalten.
32:48Wir haben es nicht nötig, sondern wir haben es nicht nötig, sondern wir haben es nicht nötig.
33:18Aufgrund der errechneten Wahrscheinlichkeit von 99,9999% gilt die biologische Mutterschaft der Probanden A gegenüber den Probanden B und C.
33:48als praktisch erwiesen.
33:50Erwiesen.
34:18Wie schön.
34:26Du warst die eine Hälfte, ich die andere?
34:29Und dann mal bei mir zusammen sind.
34:30Hallo.
34:40Hallo Schatz, stimme ich dich?
34:41Das ist ja eine Gedankenübertragung. Ich wollte dich gerade anrufen.
34:45Wie war die Anprobe mit Dana?
34:46Super.
34:47Ich habe direkt ein Kleid gefunden, in dem ich mich richtig wohl fühle.
34:50Dana will es noch ein bisschen verzieren und damit es noch schöner wird.
34:54Das klingt ja, als hätte sie alles fest im Griff.
34:57Naja, fast alles.
34:59Sie fragt sich nämlich, was mit deinem Jungusen in Abschied ist.
35:02Ich habe nichts, wovon ich mich verabschieden müsste.
35:04Ich habe den Sinn von diesen Veranstaltungen noch nie verstanden.
35:07Komm Christian, das ist doch lustig.
35:10Man trifft sich mit seinen Kumpels, trinkt was, spielt Poker, macht schmutzige Witze.
35:15Du hast den Striptease vergessen.
35:18Ah, den hatte Dana, glaube ich, noch gar nicht eingeplant.
35:21Aber du kannst sie gerne danach fragen.
35:23Wir sind nämlich gleich mit ihrem Country Club verabredet.
35:25Wozu?
35:26Um das Catering zu besprechen.
35:29Ja, ich meine, wir feiern zwar im Haus deiner Eltern,
35:31aber das Essen lassen wir doch wohl von Profis zubereiten und nicht von Gudrun Lenz.
35:39Kass der Lauf.
35:42Bitte kommt sie rein.
35:45Bitte.
35:46Danke sehr.
35:49Guten Tag, Frau Lenz.
35:50Guten Tag, Herr Kastelow.
35:53Ich, ich wollte mich auch schon bei Ihnen melden.
35:55Sie sind sicher wegen meiner Kündigung hier.
35:57Nein.
35:59Es gibt zuvor etwas, was ich dringend mit Ihnen besprechen muss.
36:04Bitte.
36:05Danke sehr.
36:15Frau Lenz, können Sie mir bitte sagen, wie und wo genau Sie diesen Ohrring gefunden haben?
36:21Bitte, es ist äußerst wichtig.
36:27Ich habe ihn in Ihrem Wohnzimmer auf dem Fußboden gefunden, als Sie Ihren Schwächeanfall hatten.
36:34Er muss aus dem Umschlag gefallen sein, den ich für Sie in den Safe legen sollte.
36:37Ja, das hatte ich befürchtet.
36:42Meine Frau sagt, Sie hätten diesen Ohrring im ersten Moment gar nicht erkannt.
36:48Heißt das, Sie hatten keine Ahnung, dass er in Ihrem Besitz ist?
36:50Nein, ich wusste es nicht.
36:51Dann gestatten Sie uns doch bitte, Ihre Frau nach der Herkunft dieses Ohrrings zu befragen.
36:58Er hat für uns eine sehr persönliche Bedeutung.
37:01Herr Lenz, Frau Lenz, es, auch wenn ich es wollte, ich kann Ihnen das nicht gestatten.
37:10Es, es besteht der begründete Verdacht, Verdacht sage ich, dass,
37:16dass meine Frau des Lianer
37:21etwas mit der verschwundenen Mutter ihrer Kinder zu tun hat.
37:28Wie gesagt, das steht nicht fest.
37:30Tatsache allerdings ist,
37:33dass meine Frau oft eine Riffa gewesen sein muss, als Alisas Mutter verschwandte.
37:38Alles andere ist reine Spekulation.
37:43Ich fürchte, das ist so nicht richtig, Herr Kastelow.
37:46Ich habe ein bisschen herumtelefoniert und schon mal
38:16einen Termin mit einem zuverlässigen Malerbetrieb gemacht.
38:19Wir können also anfangen, die Halle umgehend zu renovieren.
38:21Super, danke schön.
38:24Ich habe in der Zwischenzeit an neuen Entwürfen
38:25für unsere Eröffnungskollektion gearbeitet.
38:28Großartig.
38:28Dann können wir ja, sobald das Schmuckatelier fertig ist,
38:30anfangen zu produzieren.
38:33Darf ich?
38:34Ja.
38:34Ist es Elens Hochzeitskleid?
38:41Das ist nur eine grobe Skizze.
38:45Wunderschön.
38:46Wie kommt es, dass Sie es doch gezeichnet haben?
38:48Weil Sie recht hatten.
38:51Die Hochzeit ist ein großes gesellschaftliches Ereignis.
38:54Und das Kleid mit unseren Applikationen wäre ein tolles erstes Stück,
38:57um auf unser Schmuckatelier aufmerksam zu machen.
39:00Nur, dass es eine Zeit gab, in der Sie sich vorstellen konnten,
39:03selbst die Braut zu sein.
39:04Das ist mit Christian und mir, ist lange vorbei.
39:08Und ich gönne es ihm und Ellen wirklich,
39:10dass die beiden glücklich werden miteinander.
39:12Aber es wäre doch ein Jammer,
39:14sich diese tolle Möglichkeit der Werbung entgehen zu lassen.
39:17Also, wenn Frau Wookes möchte,
39:20ich bin bereit, die Kristalle für ihr Kleid anzufertigen.
39:28Liliana ist also die Mutter von...
39:32...Alissa und Jonas.
39:34Ich hatte immer gehofft,
39:38dass es eine andere Erklärung geben würde.
39:41Ich auch.
39:45Und ich bitte Sie jetzt nur um eins, Herr Kastelhoff.
39:49Kündigen Sie mich.
39:50Zeigen Sie mich wegen Diebstahl sein, aber...
39:53Aber bitte...
39:54Bitte sagen Sie den Kindern nicht,
39:58dass Ihre leibliche Mutter noch lebt.
40:00Gudrun, tu das nicht.
40:02Sie haben ein Recht, es zu erfahren.
40:03Warum?
40:05Anscheinend hält es Frau Kastelhoff auch nicht für Nötiges zu erzählen.
40:09Sie wird Ihre Gründe haben, damit noch zu warten.
40:11Worauf?
40:12Vielleicht hat sie ein schlechtes Gewissen,
40:14weil sie die Kleinen damals im Stich gelassen hat...
40:16Sie haben noch überhaupt keine Ahnung.
40:22Entschuldigen Sie bitte.
40:25Meine Frau hat sehr Schweres durchgemacht.
40:29Und es ist keinem gedient,
40:32Sie daran zu erinnern, was damals geschehen ist.
40:38Ihre Kinder haben eine Familie und sind glücklich.
40:41Meine Frau genauso.
40:46Sie wollen Ihre Frau belügen.
40:48Ich will sie beschützen.
40:52Und darum...
40:54werden Sie beide und ich dafür sorgen,
40:59dass niemand...
41:01jemals etwas von diesem Kind es erfährt.
41:03haben Sie mich verstanden?
41:15Sind Sie wirklich sicher,
41:16dass Sie an Ellens Hochzeitskleid arbeiten wollen?
41:18Sie sind meine erste Kundin
41:19und ich möchte den Auftrag gerne
41:21zu Ihrer Zufriedenheit erfüllen.
41:22Ich schaff es einfach nicht,
41:23ohne weiter anzulügen.
41:24Du schreibst die Briefe.
41:25Bist du ja sicher,
41:25dass du Ellens wirklich heiraten willst?
41:27Glaubst du nicht allen Ernstes,
41:28ich hätte ein Verhältnis mit Ellens?
41:29Wovon redest du denn, verdammt nochmal?
41:31Davon, dass du nicht ehrlich bist?
41:33Ganz zu schweigen von Ellens!
41:34Sie können dadurch ihre Kinder verlieren.
41:36Aber die Salenz und Liliana
41:38werden nicht erfahren,
41:39dass sie Mutter und Tochter sind.
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