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  • vor 4 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Was bisher geschah.
00:03Und heute in der alten Fabrik.
00:06Habt ihr euch geküsst?
00:09Ich frage mich, ob ich mich vielleicht doch verliebt habe.
00:12Ihr seid verliebt.
00:15Okay, vielleicht bin ich ein ganz kleines bisschen verliebt.
00:22Darf ich euch mit Frau Fuchs und Herrn Winterkorn von Deutschland und seine Dynastien bekannt machen?
00:26Sie werden in den nächsten zwei Tagen unsere Familie porträtieren.
00:30Ihr veranstaltet hier diesen Fernsehquatsch. Dabei geht es manchmal total dreckig.
00:34Wie soll sie denn gesund werden, wenn sie so tut, als wäre nichts?
00:37Wir wurden beobachtet.
00:38Von wem?
00:40Alisa Lenz.
00:41Von der Front ist Verlass.
00:42Alisa Lenz ist entlassen noch, bevor sie ihren ersten Wochenwohnen abwohnen kann.
00:46Das ist gut.
00:46Wir heiraten. In zwei Monaten heiraten wir.
00:51Packen Sie Ihre Sachen und sehen Sie zu, dass Sie wegkommen, Frau Lenz.
00:54Lassen Sie mich los!
00:55Sie folgen meinen Anweis.
00:57Au!
01:00Auf!
01:01Auf!
01:02Auf!
01:03Auf!
01:04Auf!
01:05Auf!
01:06Auf!
01:07Auf!
01:08Auf!
01:09Auf!
01:10Auf!
01:11Auf!
01:12Auf!
01:13Auf!
01:14Auf!
01:15Auf!
01:16Auf!
01:17Auf!
01:18Auf!
01:19Auf!
01:20Auf!
01:21Auf!
01:22Auf!
01:23Auf!
01:24Auf!
01:25Auf!
01:26Auf!
01:27Auf!
01:28Auf!
01:29Auf!
01:30Auf!
01:31Auf!
01:32Auf!
01:33Auf!
01:34Auf!
01:35Auf!
01:36Auf!
01:37Auf!
01:38Auf!
01:39Auf!
01:40Auf!
01:41Auf!
01:42Auf!
01:43Auf!
01:44Auf!
01:45Herr Kastellhoff!
01:46Sind Sie jetzt völlig verrückt geworden, Herr Hund!
01:48Nein, ich dachte nur...
01:50Dass Sie erst Frau Lenz oder mich angreifen können!
01:52Ich habe sie doch gar nicht erkannt!
01:54Frau Lenz haben Sie sehr wohl erkannt!
01:56Ja, sie hat sich meinen Anweisungen widersetzt und...
01:58Ach, dann werden Sie neuerdings handgreiflich!
02:00Nein, es ist ja nur...
02:01Das wird Konsequenzen haben!
02:02Herr Kastellhoff!
02:03Ich arbeite seit über 20 Jahren in dieser Firma!
02:04Gehen Sie mir aus den Augen!
02:05Ich wollte doch nur...
02:06Sofort!
02:07Hast du dir wehgetan?
02:08Nein, ich bin okay!
02:09Hey!
02:10Das ist ja voll krass!
02:11Ich wollte doch nur...
02:12Sofort!
02:18Hast du dir wehgetan?
02:19Nein, ich bin okay!
02:29Jetzt ist es ja vorbei!
02:41Tamara, Sie glauben, Ihre Mutter ist gesundheitlich nicht zu den Dreharbeiten in der Lage.
02:48Darf ich fragen, wieso?
02:49Entschuldigen Sie bitte, aber das ist privat.
02:52Herr Kastellhoff, ich möchte nicht riskieren, dass es Ihrer Frau schlechter geht wegen uns.
02:57Hören Sie vor kurzem.
02:58Meine Mama hatte vor kurzem eine Panikattacke.
03:00Und ich glaube nicht, dass es ihr gut tut, hier einen auf heile Welt zu machen.
03:03Tamara, bitte!
03:04Könnte man vielleicht sagen, das sind die Schattenseiten einer vom Erfolg verwöhnten Familie.
03:13Ich würde es begrüßen, wenn Sie sich auf das Thema Ihrer Reportage konzentrieren würden.
03:18Das Porträt unserer Familie als einflussreiche Unternehmer.
03:21Natürlich, Herr Kastellhoff.
03:23Aber gehören die Schattenseiten nicht ebenso dazu?
03:26Die Gesundheit meiner Familie wird hier nicht diskutiert.
03:29Im Übrigen müssen Sie sich keine Sorgen machen, meiner Frau geht es wieder gut.
03:32Dann kann ich meinem Mann nur zustimmen.
03:41Entschuldigen Sie, können wir wieder eine kurze Pause machen.
03:44Selbstverständlich.
03:53Tamara, was ist denn plötzlich in dich gefahren? Musste das jetzt wirklich sein?
03:56Ich habe nur die Wahrheit gesagt.
03:57Die einzige, die hier Lilianas Nerven schadet, bist du. Bis eben war noch alles in Ordnung.
04:01Mama ist auf Beruhigungstabletten. Klingt das für dich in Ordnung?
04:04Du weißt doch ganz genau, dass deine Mutter seit einem Bootsunfall angeschlagen ist.
04:07Alles, was sie sich wünscht, ist, dass hier wieder Normalität einkehrt.
04:10Normalität mit einem Fernsehteam im Haus.
04:12Ich hätte das Interview abgesagt, wenn es ihre Gesundheit nicht zugelassen hätte.
04:15Nur weil sie keine Kopfschmerzen mehr hat, heißt das nicht, dass sie okay ist.
04:18Tamara, ich weiß doch, dass du dir Sorgen machst.
04:23Glaubst du wirklich, du kannst den Zustand deiner Mutter besser einschätzen als alle anderen?
04:27Unseren Hausarzt eingeschlossen.
04:29Paul macht, was du willst. Und das ist Verdrängung statt Aufarbeitung.
04:32Das ist nicht wahr.
04:34Eine Gesprächstherapie ist eine von möglichen Optionen, falls es deiner Mutter wieder schlechter gehen sollte.
04:43Darüber sind Liliana und ich uns einig.
04:46Tamara, du weißt doch, wie wichtig diese Reportage für sie ist.
04:55Sie möchte damit für ihre Stiftungsarbeit werben.
04:59Bitte komm, tu ihr den Gefallen und tanz jetzt nicht aus der Reihe.
05:07Vielleicht hätte sie Caro nicht aus dem Interview ausschließen sollen.
05:10Die wäre sicher weniger angeheckt.
05:12Was hältst du davon, wenn wir Caro heute Nachmittag zum zweiten Teil des Interviews wieder einladen?
05:22Haben Sie Kinder?
05:24Nein.
05:25Kinder sind zwar manchmal ein bisschen anstrengend, aber sie helfen einem, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
05:31Für Mama ist Caro nicht standesgemäß. Ich glaube nicht, dass sie ihre Meinung ändert.
05:34Aber es liegt vielleicht nicht am Stand, sondern daran, dass deine Freundin Caro sich wenig freundschaftlich verhalten hat.
05:41Als du verunglückt bist, hat sie gelogen und sich als Retterin aufgespielt.
05:45Ja, aber sie weiß, dass das ein Fehler war und sie hat sich entschuldigt.
05:47Ah ja. Also gut, gut, gut. Ich werde noch einmal mit deiner Mutter sprechen.
05:51Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Caro heute Nachmittag dabei sein kann.
05:54Vorausgesetzt, du hältst dich jetzt ein bisschen zurück vor der Kamera.
05:59Ich gebe mein Bestes.
06:02Schön.
06:03Er war der Meinung, ich hätte an der Schleifmaschine nichts zu suchen.
06:08Es ist noch lange kein Grund, grob zu werden. Und dich zu kündigen ist lächerlich. Aber ich regle das.
06:13Danke, dass du mir geholfen hast.
06:16Immer wieder gern.
06:17Tja, dann fahre ich erst mal nach Hause.
06:22Meinst du, du kannst fahren?
06:23Na klar. Und wirst du mit dir?
06:24Du blutest ja.
06:25Tja.
06:26Tja.
06:27Tja.
06:28Tja.
06:29Tja.
06:30Tja.
06:31Tja.
06:32Tja.
06:33Tja.
06:34Tja.
06:35Tja.
06:36Tja.
06:37Tja.
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06:39Tja.
06:40Tja.
06:41Tja.
06:42Tja.
06:43Tja.
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06:58Tja.
06:59Tja.
07:00Tja.
07:01Tja.
07:02Tja.
07:03Tja.
07:04Schön, dass du schon da bist.
07:19Hast du auf mich gewartet?
07:23Gewartet?
07:25Ich wollte dich doch abholen.
07:26Schon vergessen?
07:27Wir haben gleich den Termin für die Fernsehreportage.
07:30Ja, dann lass uns losfahren.
07:31Ja.
07:34Was hast du denn da?
07:36Nichts Warterschlimmes.
07:38Erzähl ich dir unterwegs.
07:41Na gut.
07:42Natürlich kann sie dafür gekündigt werden.
08:06Arbeitsrechtlich gesehen...
08:07Ich bitte dich, arbeitsrechtlich?
08:09Sie hat nichts getan, womit sie der Firma in irgendeiner Weise geschadet hat.
08:12Im Gegenteil.
08:13Im Gegenteil?
08:14Man sollte sich unseren Produktionsleiter Bernhard Hund mal ein bisschen genauer ansehen.
08:18Sie scheint ziemlich eigenmächtig zu handeln.
08:20Ich bitte dich, der Mann hat einfach nur seine Arbeit gemacht.
08:23Aber offenbar siehst du das nicht, weil die Kleine dich mal wieder um den Finger wickelt.
08:30Die Kleine, wie du sie nennst.
08:36Mitarbeiterin wie jeder andere auch.
08:38Christian, sie ist Lagerhilfe und macht Bodengänge.
08:41Na und, darf sie deshalb so von Hund behandelt werden?
08:45Nein, aber du musst ihn auch nicht gleich verprügeln.
08:49Ich bin mal gespannt, wie Oskar das sieht.
08:52Oskar?
08:52Warum sollte ihn interessieren, was eine kleine Lagerhilfe macht?
08:56Ihn sollte interessieren, was ein Mitarbeiter macht.
09:00Hast du vielleicht schon mit Hund gesprochen?
09:03Nein, warum?
09:05Er ist einer Mitarbeiterin gegenüber handgreiflich geworden
09:07und hat eigenmächtig eine Kündigung ausgesprochen, wegen einer Lappalie.
09:12Welche Mitarbeiterin?
09:13Alisa Lenz.
09:15Sie hat, statt ihren Job zu machen, plötzlich die Glasschleiferin in sich entdeckt
09:19und sich einer firmeneigenen Maschine bedient.
09:21Das war in ihrer Mittagspause.
09:24Und die Maschine ist von uns seit Jahren nicht genutzt worden.
09:29Also ich frage mich ehrlich gesagt, woher dein Produktionsleiter die Freiheit nimmt,
09:32sich derart über seine Kompetenzen hinwegzusetzen.
09:35Du meinst wohl unser Produktionsleiter.
09:38Ich werde mir Hund mal vorklassen, okay?
09:40Das hoffe ich.
09:51Deine Mutter hat Essen vorbereitet.
09:55Sie muss bei den Kastellofs heute Mittag ein Fernsehteam mit verpflegen.
09:59Danke.
10:01Bernhard Hund ist als Produktionsleiter zwar nicht immer leicht,
10:05aber dass er handgreiflich wird, habe ich noch nie von ihm gehört.
10:09Mir kam das so vor, als ob er nur nach einem Grund gesucht hat, mich anzugreifen.
10:12Aber warum?
10:15Vielleicht verspricht er sich davon, schneller befördert zu werden.
10:20Er wartet schon sehr lange drauf.
10:24Komm, lass uns essen.
10:25Also, das dürfte nach hinten losgegangen sein.
10:28Was ist passiert?
10:31Christian hat ihn in die Schranken gewiesen.
10:36Hat er dich vor Hund gewarnt?
10:39Soll ich mal mit ihm reden?
10:41Nein, ich riegele das schon.
10:42Ich habe überhaupt nichts Schlimmes getan.
10:45Ich habe bloß ein paar Schliffe an einem alten Stück Glasabfall ausprobiert.
10:48Du hast an der alten Maschine etwas geschliffen?
10:51Ja.
10:53Ich habe mich daran erinnert, wie ich mit Papa an so einer ähnlichen Maschine saß als kleines Mädchen.
10:57Und plötzlich ging alles wie ganz von allein.
11:02Und hat dich das nicht zu sehr an ihn erinnert?
11:05Erinnert schon, aber ich habe mich ihm auf einmal wieder sehr nah gefühlt.
11:14Darf ich mal sehen, was du geschliffen hast?
11:16Mhm.
11:20Oh.
11:21Ich muss es verloren haben, als Hund mich angegriffen hat.
11:23So.
11:27Danke.
11:29Guten Appetit.
11:32Also ich finde es toll, dass deine Mutter sich doch noch unentschieden hat.
11:35Glaub mir, das hat sie nicht freiwillig getan.
11:38Sie hat bloß Angst, dass ich noch mehr Wahrheiten über diese Familie erzähle.
11:41Du bist sozusagen das geringere Übel.
11:44Damit kann ich leben.
11:46Ach komm, du wirst das ja heute schon verstehen.
11:48Okay, Uli?
11:49Alles klar.
11:50Oh, danke, danke schön.
11:54So.
11:58Herr Kestelhoff, wie weit ist die Übergabe des Staffelstabes an Ihren Nachfolger schon gedient?
12:04Mein Sohn Christian, der erst vor kurzem aus Kanada zurückgekehrt ist, teilt sich zur Zeit mit meinem Bruder Oskar die Geschäftsleitung.
12:12Beide sind im Prinzip bereit und vor allem in der Lage, meine Aufgaben in einigen Jahren zu übernehmen.
12:18Wer von den beiden meinen tatsächlich ein Nachfolger wird nun, das wird die Zeit weisen.
12:24Man sagt, in jeder erfolgreichen Familie steht hinter einem starken Mann auch eine starke Frau.
12:30Ist das bei Ihnen genauso?
12:31Ja, und warum auch nicht?
12:34Sowohl mein Bruder als auch mein Sohn können sich auf die Unterstützung ihrer Lebensgefährtin voll und ganz verlassen.
12:40Mein Sohn Christian ist verlobt mit Ellen Burg.
12:44Sie leitet unsere juristische Abteilung.
12:46Interessant dabei ist, dass die beiden wirklich alles verbindet, außer etwas Rechtskräftiges.
12:52Aber ich bin sicher, das wird sich bei Zeiten ändern.
12:55Wie ist es mit Ihrer Tochter, Frau Kestelhoff?
12:57Will Sie später auch in die Firma einsteigen?
13:00Also erstmal muss sie ihr Abitur machen.
13:03Aber natürlich, wenn sie dann den Wunsch hat, steht ihr die Firma selbstverständlich offen.
13:07Ich habe nie einen Unterschied zwischen Christian und Tamara gemacht, wenn Sie darauf anspielen.
13:12Ich habe beide mit der gleichen Freude erzogen und...
13:14Ich hoffe, ich habe meine Aufgabe erfüllt.
13:19Danke.
13:20Hier schneiden wir.
13:23Vielen lieben Dank Ihnen allen.
13:25Ich würde jetzt ganz gerne noch ein paar Außenaufnahmen machen.
13:27Ja, selbstverständlich. Warum nicht?
13:30Warum hat dein Bruder nur über Ellen gesprochen?
13:32Mich hat er gar nicht mehr erwähnt.
13:34Tut mir leid.
13:35Du bist leider mit dem falschen Mann verheiratet.
13:41Mama?
13:41Wie geht es noch? Oder soll ich Frau Fuchs sagen, es reicht?
13:45Danke, mein Schatz.
13:46Es geht schon.
13:55Meinst du, ich bin auch drauf?
13:57Klar.
13:58Siehst du, wie komisch sich meine Mama verhält.
14:00Deine Mutter verhält sich immer komisch.
14:03Nein.
14:04Ja.
14:06Ich meine, guck doch mal, wie sie sich am Papa...
14:08Tamara, warte doch bitte. Es wird noch eine Aufnahme mit der ganzen Familie gemacht.
14:13Und wo?
14:14Am See?
14:15Ich bitte dich, Tamara.
14:17Wir haben doch etwas vereinbart.
14:19Ausgezeichnet.
14:20So eine wunderschöne Kulisse.
14:23Nein, das Ufer ist nicht sehr gut befestigt.
14:26Und es ist sicher auch zu nass da unten.
14:28Nur ein ganz kurzer Schuss und dann schwenken wir aufs Anwesen.
14:32Natürlich, gerne.
14:33Ja.
14:33Okay.
14:34Wenn ich die ganze Familie einfach mal hier rüber bitten dürfte, ganz herrlicher Hintergrund,
14:45hier drüben aufstellen.
14:48Uli, was sagst du?
14:50Bitte?
14:51Ja.
14:51Einmal rüber.
14:53Wieso?
14:53Dankeschön.
14:54Ja?
14:55Tauschen.
14:55Schöne festbilden.
14:57Genau.
14:58Uli, komm ran.
15:04Uli, komm ran.
15:34Danke, das war's.
15:40Vielen Dank.
15:41Sehr schön.
15:42Danke.
15:42Danke.
15:42Danke.
15:43Ja.
15:48Tamara?
15:51Darf ich Sie was fragen?
15:53Ja.
15:53Hätten Sie Lust, mir ein Interview zu geben?
15:55Ja.
15:56Wozu?
15:57Zum Beispiel über die Beziehung zu Ihrer Mutter.
15:59Danke, kein Redebedarf.
16:00Aber ich hatte vielleicht Redebedarf.
16:01Ich könnte doch was über...
16:01Hast du nicht?
16:02Hund, bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.
16:28Oskar Kastelhoff.
16:31Hund, rufen Sie mich sofort zurück.
16:46So, das sind die Bestelllisten.
16:48Probleme?
16:52Bernhard?
16:52Schatz, was ist denn?
17:04Sag mal, hast du Christian gesehen?
17:06Zuletzt unten am See.
17:06Geht's dir nicht gut?
17:09Doch, doch.
17:11Die Arbeit mit dem Fernsehtim ist nur sehr anstrengend.
17:14Aber bislang hat ja alles ganz gut geklappt.
17:16Sag mal, ihr habt doch gleich dieses Interview, ne?
17:19Christian und ich?
17:20Hm?
17:21Ich glaube in einer Stunde?
17:22Ach ja, hier steht's.
17:24Du, ähm...
17:25Ludwig hat mir erzählt, euer Hochzeitstermin steht fest?
17:29Ja, heute in zwei Monaten.
17:33Oh, ähm...
17:35Das freut mich für euch.
17:37Und wann wollt ihr das offiziell bekannt geben?
17:40Haben wir noch nicht besprochen.
17:41Sag mal, dann wär das doch die Gelegenheit.
17:46Christian!
17:47Wissen ihr zufällig, wo Oskar steckt?
17:49Ach, jetzt denkt doch nicht immer ans Geschäft.
17:52Ich hatte gerade eine fabelhafte Idee.
17:54Ihr habt doch gleich euer Interview.
17:56Ja.
17:57Was hältst du davon, wenn ihr da euren Hochzeitstermin bekannt gebt?
18:01Vor der Kamera?
18:03Warum denn nicht?
18:05Ist doch besser als eine Pressemitteilung.
18:07Ja, muss man das deshalb gleich vor der gesamten Fernsehnation verkünden?
18:10Ich finde, Liliana hat völlig recht.
18:13Wann hat man schon mal die Gelegenheit, das so offiziell zu machen?
18:19Wieso ist Hund so durchgedreht, als ich an der Schleifmaschine saß?
18:28Ich versteh's nicht.
18:29Aber mehr noch hat mich Christians Eingreifen überrascht.
18:32Er wollte sich für mich prügeln.
18:34Unsinn.
18:35Das hätte er für jeden anderen auch gemacht.
18:37Er hat einfach nur aus Loyalität einer Mitarbeiterin geholfen.
18:40Das ist alles.
18:41Und dass er mich dann getröstet hat?
18:43Das muss alles gar nichts mit mir zu tun haben.
18:46Und wenn es doch mit mir zu tun hat?
18:49Herr Kastellow, Kanada, das sind rund zehn Flugstunden von Deutschland?
18:56Da haben Sie beide sich sicher nicht oft gesehen.
18:58Das stimmt.
19:00Aber wir haben sehr viel telefoniert und unsere Termine so gelegt, dass wir uns regelmäßig sehen konnten.
19:05Dennoch eine entbehrungsreiche Zeit, oder?
19:07Ja.
19:08Es gab Nächte, da lag ich wach und hab die Wochen und Tage gezählt, bis wir endlich wieder zusammen sind.
19:14Eine Beziehung auf so große Distanz aufrechtzuerhalten ist auch eine Prüfung für die Liebe.
19:18Ja.
19:20Wie haben Sie das empfunden?
19:23Genauso.
19:23Und wie ich sehe, hat die Liebe die Prüfung bestanden.
19:28Mit Bravour, würde ich sagen.
19:30Oder?
19:30Ja.
19:33Jetzt, wo Christian wieder hier ist, haben wir uns auch auf einen Hochzeitstermin geeinigt.
19:40Das ist ja wunderbar.
19:43Heute in zwei Monaten ist es soweit.
19:45Glückwunsch.
19:47Danke.
19:55Alles in allem ist es noch ganz gut gelaufen.
19:57Ja.
19:58Bis auf Damaras kleine Show-Einlage.
20:01Wir dürfen nicht vergessen, Frau Fuchs noch zu sagen, dass wir den fertigen Beitrag sehen wollen.
20:04Nicht, dass es so gesendet wird.
20:09Dass sie doch ausgerechnet den See vorschlagen musste.
20:12Sie hat genau gemerkt, dass es mir nicht so gut ging, wie ich vorgegeben habe und wollte uns provozieren.
20:17Wie geht es dir jetzt?
20:19Ziemlich erledigt.
20:21Hast du wieder Kopfschmerzen?
20:23Nein, aber ich wünsche dir, diese Unruhe würde endlich aufhören.
20:29Ich lasse Paul gleich morgen früh kommen.
20:31Er kann auch nichts anderes tun, als mir Ruhe zu verordnen und Tabletten zu verschreiben.
20:38Was würdest du denn stattdessen vorschlagen?
20:42Du denkst doch, dass ein Gespräch mit einem Psychologen nicht helfen würde.
20:49Liliana, als deine Eltern damals bei dem Segelunfall starben, hast du einen tiefen, tiefen Schock erlitten.
20:57Vielleicht hat die Tatsache, dass Tamara beinahe ertrunken wäre, dich daran erinnert.
21:00Du weißt doch, was Pauls Vater, der alte Dr. Hartmann, damals schon gesagt hat.
21:07Vergessen kann auch ein Segen sein, Liliana.
21:12Deine Panikattacke war eine ernste Warnung.
21:15Davon musst du dich erst einmal erholen.
21:18Komm, versuch nach vorne zu schauen.
21:20Konzentrier dich auf deine Arbeit, bei der Stiftung und auf deine Familie.
21:27Wir sind alle für dich da.
21:31Ich verstehe einfach nicht, warum mein Vater so zumacht, wenn es um Mama geht.
21:35Es müsste doch auch in seinem Interesse sein, dass deine Mutter wieder gesund wird.
21:38Eben.
21:39Es sei denn, er verheimlicht mir was.
21:43Was soll das sein?
21:44Ach, keine Ahnung.
21:47Vielleicht solltest du einfach nochmal euren Arzt fragen.
21:50Paul.
21:51Aus dem kriege ich gar nichts mehr raus.
21:53Gehst du noch zu anderen Ärzten?
21:54Nein.
21:56Seit ich denken kann, sind die Hartmanns unsere Hausärzte.
21:59Zuerst Pauls Vater Gustav, jetzt Paul.
22:02Lebt Pauls Vater noch?
22:04Ja.
22:05Aber er praktiziert nicht mehr.
22:07Er forscht irgendwo im Ausland und arbeitet als Gastdozent.
22:11Paul kümmert sich allein um die Praxis.
22:13Aber dann sind die alten Krankenakten deiner Mutter doch noch dort.
22:16Vielleicht gibt es ja da drin Hinweise, warum deine Mama diese Panikattacken hat.
22:21Schkaru, das ist es.
22:23Du willst doch nicht etwa...
22:37Gewehrloch.
22:50Zu spät.
22:51Mona, ich wollte eigentlich nichts mehr.
22:57Der geht aufs Haus, Karamir.
22:58Du liest mich viel zu oft ein.
23:00Nein, ich baue nur vor.
23:02Wenn du eines Tages als Kristallschleiferin reich und berühmt bist, dann lädst du mich ein.
23:07Ich hab die alte Schleifmaschine nur mal ausprobiert.
23:09Und wenn ich den Job nicht mehr habe, ist es damit auch vorbei.
23:12Meinst du damit, zu dem Job einfach aufgeben?
23:18Ach, einerseits will ich nicht so einfach aufgeben, aber andererseits bin ich auch froh, wenn ich diesem Hund nicht mehr über den Weg laufen muss.
23:27Also ich bin für einerseits.
23:28Nein?
23:29Nicht aufgeben.
23:30Sonst hat der Typ doch gewonnen.
23:32Und du hast selber gesagt, Christian ist auf deiner Seite.
23:35Ja, das stimmt.
23:36Mama Mia, dich hat's erwischt, ja?
23:40Ich weiß nicht, was du meinst.
23:41Aber wenn du dich sehen könntest.
23:43Jedes Mal, wenn der Name Christian fällt, ist es so, als hätte jemand das Licht in deinen Augen angeknipst.
23:48Ja, dagegen bin ich wohl nachtlos.
23:51Dabei versuche ich wirklich, wirklich mir nicht allzu große Hoffnung zu machen.
23:56Ja, jawohl.
24:06Ja, ich weiß nicht.
24:36Okay, ich taufe dich auf den Namen Isabel.
24:53Isabel.
24:57Eine kleine Schramme.
25:06Verdammt, Oskar, es war dein Job, dich um Melissa Lenz zu kümmern.
25:24Hast du Hohenbeauftragte, sie anzugreifen?
25:26Ganz bestimmt nicht.
25:27Großartig.
25:28Sie weiß über uns Bescheid und jetzt spielt sich Christian auch noch als ihr Beschützer auf.
25:31Die Lenz hat bisher nicht ausgepackt, dass sie uns zusammen gesehen hat und ich glaube auch nicht, dass sie es noch tun wird.
25:35Mir wäre es lieber, sie hätte auch gar nicht erst die Möglichkeit dazu.
25:38Kannst du hier nicht einfach kündigen?
25:39Wenn ich ihr jetzt kündige, geht Christian erst recht auf die Barrikaden.
25:42Pass besser auf, dass er nicht Hund kündigt.
25:45Er will ihn im Auge behalten.
25:46Das ist gar keine schlechte Idee.
25:51Was?
25:52Hund zu kündigen?
25:54Wozu?
25:56Ludwigs Erwartungen an Christian sind groß.
25:58Er wird auch bestehen, dass der Vorfall Konsequenzen hat.
26:00Und Christian muss erst noch beweisen, dass er das Zeug zum Geschäftsführer hat.
26:05Dann bist du dein Produktionsleiter los.
26:08Willst du das?
26:08Ach, Hund ist kein Problem, den stelle ich einfach nach ein paar Wochen wieder ein.
26:12Aber die Lenz, die hat sich doch auch etwas zu Schulden kommen lassen.
26:17Das sieht Christian anders.
26:19Du bist Justiziarin, du findest schon etwas, wogegen sie verstoßen hat.
26:23Dann sitzt Christian nämlich in der Klemme.
26:26Er kann nicht Hund bestrafen und die Lenz verschonen.
26:30Er muss sie auch entlassen.
26:34Klingt, als könnte es funktionieren.
26:38Ich hoffe nur, du unterschätzt Christians Engagement für die gute Frau Lenz nicht.
26:52Guten Morgen.
26:54Guten Morgen, Herr.
26:56Tut mir leid, ich weiß, wir haben uns schon vorgestellt, aber ich weiß einfach noch nicht alle Namen.
27:00Ich bin Karl Lenz.
27:01Richtig, der Leiter der Endkontrolle und Alisas Vater.
27:05Richtig, ja.
27:06Sie hat mir schon viel von Ihnen erzählt.
27:07Sie mir auch von Ihnen.
27:09Tatsächlich?
27:11Ja, zum Beispiel, dass Sie sich für sie eingesetzt haben.
27:14Vielen Dank.
27:15Ach, das war doch selbstverständlich.
27:18Entschuldigen Sie, wenn ich frage, aber...
27:21Wird die Sache noch Konsequenzen für Sie haben?
27:24Es wird dazu später ein klärendes Gespräch geben.
27:28Oh, was haben Sie denn da?
27:30Ach, das lag neben der Schleifmaschine.
27:32Schauen Sie mal, der Schliff.
27:34Darf ich?
27:35Ja.
27:35Das muss das Stück von Alisa sein.
27:40Sie hat mir erzählt, dass sie gestern hier geschliffen hat.
27:44Aber ich dachte, sie ist Feinoptikerin.
27:46Das hier sieht mehr aus wie die Arbeit eines Kastallschleifers.
27:48Nun ja, als Kind saß sie häufig bei ihrem Vater auf dem Schoß und hat ihm zugesehen.
27:53Dabei wird sie sich wohl einiges abgeschaut haben.
27:56Er ist bei einem Verkehrsunfall ans Leben gekommen, richtig?
28:00Ja.
28:00Es war eine schlimme Zeit für Sie.
28:04Ich hoffe nur, die Arbeit an der Maschine reißt keine alten Wunden bei ihr auf.
28:07Findet ihr über mich?
28:12Ja, das hier hast du offenbar liegen lassen.
28:15Ach, das Beweisstück, dass ich hier unbefugt gearbeitet habe.
28:19Allerdings ein sehr schönes.
28:22Und ein sehr teures, wenn ich daran denke, was für Ärger es mir gebracht hat.
28:26Jetzt mach dir mal keine Sorgen.
28:28Die Angelegenheit wird später mit Herrn Hund in meinem Onkel in seinem Büro geklärt.
28:34Und warum gehen Sie dann nicht ans Telefon?
28:38Ich hab es nicht gehört.
28:40Entschuld.
28:41Wissen Sie eigentlich, was Sie mir da eingebrockt haben?
28:43Und wie kommen Sie dazu, handgreiflich zu werden?
28:46Ich sollte dafür sorgen...
28:47Sie sollten dafür sorgen, einen Kündigungsgrund zu finden für Alisa Lenz.
28:50Aber doch nicht so.
28:52Und erst recht nicht, sollten Sie sich dabei erwischen lassen.
28:54Sie hat sich gewehrt.
28:55Und Sie wollten uns...
28:57...werden Sie trotzdem belangen können.
29:03Es tut mir leid, das zu sagen, aber Sie haben nicht nur Ihren Kündigungsgrund verschafft,
29:08sondern auch sich selbst.
29:12Frau Hund!
29:14Verkommen Sie doch rein.
29:15Entschuldigen Sie.
29:15Ist das der Kaffee, den ich schon vor zehn Minuten bestellt habe?
29:17Ja, die Espressomaschine war kaputt und dann...
29:19Im Ausreden sind Sie beiden wohl nie verlegen.
29:22Es geht weiter.
29:27Bei dem Termin nachher geht es um meine Glaubwürdigkeit.
29:38Ich würde mich also dafür stark machen müssen,
29:42Sie frischlos zu entlassen.
29:43Hallo, Paul.
29:57Hallo.
29:58Warst du bei meiner Mutter?
29:59Sie hat das Fernsehinterview gut überstanden und brauche jetzt nur ein bisschen Ruhe.
30:03Tschüss.
30:03Tschüss.
30:04Au!
30:09Was hast du?
30:10Ach, nichts.
30:13Ich bin vor ein paar Tagen mit dem Fahrrad zusammengestoßen.
30:15Ist nicht schlimm.
30:16Kann ich mal sehen?
30:18Ja.
30:18Also entzündet ist es nicht.
30:27Es wird in ein paar Tagen verheilt sein.
30:30Wann war deine letzte Tetanus-Impfung?
30:33Vielleicht vor elf, zwölf Jahren.
30:36Oh, diese Impfung sollte eigentlich alle zehn Jahre wiederholt werden.
30:39Oh, oh.
30:42Kannst du das vielleicht gleich machen?
30:43Klar kann ich das.
30:45Ich habe aber keinen Impfstoff dabei.
30:46Ach so.
30:47Aber bestimmt in der Praxis.
30:50Ja, komm mal mit.
30:51Du bist ja schließlich so eine Art Notfall.
30:54Caro, ist es okay, wenn ich mal kurz in die Praxis fahre?
30:57Oder willst du mitkommen?
30:58Oh, was sein muss.
31:07Entschuldigung, ich bin zu spät.
31:08Ich habe den Vorfall noch einmal arbeitsrechtlich geprüft.
31:14Sowohl Herr Hund als auch Frau Lenz haben sich in hohem Maße betriebsschädigend verhalten.
31:18Ich fürchte, das wird Konsequenzen haben müssen.
31:20Für beide.
31:21Das ist absurd.
31:23Wir können gerne Ludwig hinzuziehen, wenn du meinst, dass du dir noch nicht gewachsen bist.
31:27Nein, wir finden deine Lösung.
31:29Was wäre arbeitsrechtlich vertretbar?
31:32Nun, Herr Hund hat Frau Lenz tätlich angegriffen.
31:34Das ist ein klarer Kündigungsgrund.
31:36Frau Lenz ist noch in der Probezeit und ich glaube nicht, dass sie unter diesen Umständen übernommen werden kann.
31:41Bitte.
31:42Ich zahle noch mein Haus ab.
31:45Wie siehst du das?
31:47Ich sehe das ganz genauso.
31:51Deshalb schlage ich vor, dass Sie sich entschuldigen.
31:53Das ist das Mindeste.
31:59Nicht bei mir.
32:00Nein.
32:06Und du meinst, damit ist es getan?
32:17Hast du nicht selbst gesagt, Herr Hund leistet unverzichtbare Dienste?
32:20Ja.
32:21Aber in Anbetracht der Sachlage...
32:22Wie können wir ihn dann kündigen?
32:25Herr Hund, Sie können gehen.
32:26Diesmal belassen wir es bei einer Abmahnung.
32:27Was dich angeht, damit sowas nicht nochmal passieren kann, erteile ich dir hiermit ausdrücklich die Erlaubnis, die Maschine außerhalb deiner Arbeitszeiten zu benutzen.
32:48Damit wäre die Sache für mich vom Tisch.
32:50Was meint ihr?
32:50Möchte deine Freundin mit reinkommen?
33:01Nee, ich warte draußen.
33:03Ich kann keine Spritzen sehen.
33:07Du, das geht jetzt ganz fix.
33:10Ich verspreche auch, dass es eine ganz kleine Spritze wird.
33:13Du kannst meinen Oberarm freimachen.
33:16Entschuldige.
33:19Sagst du es, Dr. Hartmann?
33:20Wo?
33:24Gut.
33:25Bleiben Sie ganz ruhig.
33:28Ja, ich bin sofort bei Ihnen.
33:32Zwei Häuser weiter ist eine Frau gestürzt.
33:34Ich muss dich ein paar Minuten alleine lassen. Ist das okay?
33:36Ja, ja, kein Problem.
33:37Bis gleich.
33:38Bis gleich.
33:46Ich glaube, ich klinge ziemlich glaubwürdig.
33:48Ich bezweifle, dass Ludwig von deiner Entscheidung begeistert sein wird.
34:00Das diskutiere ich gerne mit ihm aus.
34:02Aber ich werde nicht zulassen, dass zwei gute Mitarbeiter wegen eines solchen zwischenfalls auf die Straße gesetzt werden.
34:06Sehen wir uns zum Mittagessen zu Hause?
34:10Ja, gut.
34:11Bis nachher.
34:12Was für ein genialer Plan.
34:25Hast du gesehen, wie er sie verteidigt hat?
34:27Ähm, ja, Ellen.
34:29Ich war die ganze Zeit dabei.
34:30Du scheinst vergessen zu haben, was hier alles auf dem Spiel steht.
34:33Nein, habe ich nicht.
34:36Stell dir nur mal vor, Ludwig erfährt, mit wem du eine Affäre hast.
34:40Äh, Harttest.
34:41Dann setzt du mich, uns vermutlich vor die Tür und wir können das Geschäft mit T-Land und die ganze schöne Zukunft vergessen.
34:48Na, da scheint dich ja nichts sonderlich zu beunruhigen.
34:50Doch.
34:51Aber während du deiner Eifersucht freien Lauf lässt, dann gehe ich lieber darüber nach, was zu tun ist.
34:56Ich?
34:57Eifersüchtig?
34:58Ich bitte dich.
35:00Schau dich doch an.
35:01Oh, Oskar, wenn hier jemand eifersüchtig ist, dann ja wohl du.
35:06Und zwar auf Christian.
35:08Er hat sich durchgesetzt und du konntest nichts dagegen tun.
35:11Und als wäre das nicht alles schon genug, hat er auch noch eine Frau, die du...
35:16Die ich was?
35:20Als Christian noch in Kanada war, hast du dich aber anders angehört.
35:23Ja.
35:25Aber jetzt werden wir heiraten.
35:28Du bist dir ja sehr sicher.
35:29Oskar, es kann doch nicht so schwierig sein, diese Alisa Lenz rauszuwerfen.
35:34Du hast ja selbst gesehen, dass sie praktisch unkündbar ist.
35:39Dann muss man es eben geschickter anstellen.
35:45Ich habe auch schon eine Idee, wie...
35:51Hier.
35:54Das ist sie.
35:57Hier ist aber auch eine.
35:58Guck mal, die sieht viel älter aus als die.
36:00Das scheint wie von Pauls Vater zu sein.
36:02Wir nehmen die.
36:04Wie, wir nehmen die jetzt einfach so mit?
36:05Ja, Mensch.
36:06Paul kommt gleich zurück.
36:07Wir haben nicht die Zeit, alles durchzulesen.
36:09Mach dir keine Sorgen.
36:10Wir bringen die schon irgendwie wieder zurück.
36:11Ah, du bist noch da.
36:12Wie ich sehe, hast du dir die Gesellschaft geholt?
36:21Ja, mir war langweilig.
36:23Und, was ist mit der Frau?
36:24Nichts.
36:25Es gab gar keine Frau.
36:27Wahrscheinlich nur nochmal Streich.
36:29Oh.
36:30Na, vielen Dank.
36:32Moment, wo willst du hin?
36:33Du bekommst da noch deine Tetanussspritze.
36:34Wie, du meinst, das ist tatsächlich notwendig?
36:39Naja, wenn die letzte Impfung schon über zehn Jahre her ist.
36:42Du, vielleicht habe ich mich da auch geirrt und es ist sieben oder acht Jahre her.
36:46Ich schau nochmal in meinen Impfpass rein.
36:48Du brauchst wirklich keine Angst zu haben.
36:49Es ist nur ein ganz kleiner Peks.
36:51Wenn du schon mal hier bist, bekommst du auch die Spritze.
36:54Sicher ist sicher.
36:55Ja, wie schon gesagt, also ich kann ja keine Spritzen sehen.
37:21Um ein Haar wäre ich meinen Job wieder los gewesen.
37:23Das ist schon das zweite Mal, dass Christian sich für mich eingesetzt hat.
37:28Hör auf, dir darauf etwas einzubilden.
37:30Hund hat er genauso vor der Kündigung bewahrt.
37:33Es war einfach vernünftig, so zu entscheiden.
37:34Auf so einen Feinoptikerplatz hatte ich mich beworben, als ich nach Schönroda kam.
37:54Jetzt liefere ich Pakete aus, um wenigstens meine Schulden zu bezahlen.
37:57Sie hat mich wirklich wieder eingestellt?
38:02Wie lange kennen wir uns jetzt?
38:05Halbe Ewigkeit.
38:06Und habe ich Sie in all den Jahren jemals im Stich gelassen?
38:09Bernhard.
38:10Nein, Herr Kostelhoff.
38:12Ich Sie aber auch nicht.
38:13Mal abgesehen von gestern.
38:15Ich wollte Ihnen nur einen Gefallen tun.
38:19Kommt ja nicht an, dass die Lenz so kreizbürstig ist und nicht mehr.
38:22Wie finden Sie meine Idee?
38:23Ja, großartig.
38:24Zwei Fliegen mit einer Klappe.
38:26Ich spreche nur in meinem Büro weiter.
38:27Muss ja nicht jeder mitkriegen.
38:28Oh Gott, hier sind deine Fußabdrücke.
38:39Das ist süß.
38:41So krieg.
38:43Ja.
38:46Hier ist sogar ein Protokoll von deiner Geburt.
38:49Ja?
38:50Oh ja, scheint ja alles breitgelaufen zu sein.
38:53Das ist ja komisch.
38:55Was?
38:55Na, schau mal hier bei frühere Geburten.
38:59Da ist bei Erstgeburt Nein angekreuzt.
39:04Das bedeutet doch, dass...
39:06Dass meine Mutter vor mir schon mal ein Kind geboren hat?
39:08Ja.
39:25Habe ich unseren Jahrestag vergessen?
39:30Nein.
39:34Hallo.
39:35Hey.
39:42Mach auf.
39:43Das sind unsere Eheringe.
39:51Gefallen sie dir?
39:52Schön.
39:54Wirklich schön.
39:57Ich will nur mal sehen, wie ihr sich an meiner Hand macht.
39:59Und?
40:11Das sieht wunderschön aus.
40:16Dann kann ja nichts mehr schief gehen.
40:17Ich habe mir Ihre Akte noch einmal angesehen.
40:40Ganz ohne Zweifel sind Sie hochqualifiziert.
40:43Um nicht zu sagen, überqualifiziert.
40:45Nur manchmal gibt es in dem Betätigungsfeld, das man anstrebt, keine freien Stellen.
40:51Oder der Lohn ist, gemessen an der Qualifikation, nicht adäquat.
40:57Wenn ich recht informiert bin, könnten Sie ein wenig mehr Geld gut gebrauchen.
41:03Jetzt sehen Sie mich doch nicht so an.
41:05Ich will Ihnen helfen, wieder in Ihrem erlernten Beruf zu arbeiten.
41:08Und warum sollten ausgerechnet Sie das tun?
41:12Weil ich nicht mit ansehen kann, wie Ihr Talent brachliegt.
41:17Ich biete Ihnen also an, wieder in Ihrem Beruf zu arbeiten.
41:20Als Feinoptikerin.
41:23Nächste Woche können Sie anfangen.
41:26Wirklich?
41:28Gerade wollten Sie mich noch entlassen und jetzt plötzlich befördern Sie mich?
41:31Nicht direkt befördern.
41:35Die Stelle, von der ich spreche, ist nicht hier bei uns frei.
41:38Sondern bei einem großen, sehr renommierten Unternehmen.
41:43Beim Meermann.
41:44In Eisenach.
41:45Ich vermute, dass er sich mittlerweile mit ihr heimlich trifft.
41:52Er scheint wirklich Gefallen gefunden zu haben, in unserer kleinen Lagerhilfe.
41:56Oskar Kastelhoff sagt, er möchte mein Talent nicht verkümmern lassen.
41:59Aber eigentlich will er mich nur losheben, weil ich über ihn und Ellen Buch Bescheid weiß.
42:02Jetzt?
42:03Wie?
42:04Wozu gibt es Hotels?
42:06Dein Unfall auf dem See hat deine Mutter sehr mitgenommen.
42:08Daher die Panikattacke.
42:09Das ist doch wohl mehr als verständlich.
42:11Verständlich, weil sie schon einmal ein Kind verloren hat?
42:15Verständlich, weil sie schon einmal ein Kind verloren hat.
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