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  • vor 4 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Was bisher geschah
00:30Bei jedem fehlen acht bis zehn kristalle ich könnte morgen anfangen vergessen sie unsere abmachung wenn sie über dinge nicht schweigen die nur uns beide und ellenburg etwas angehen
00:38Sitzt ihr vater schneller auf der straße als die praxis zulassung sagen können
00:43Ein paar tage vor dem brand sollte ein brandschutztermin stattfinden
00:48Ich habe den termin verschoben weil ich an dem tag keine zeit hatte alles was du durchgemacht hast
00:54Das ist alles meine schuld
01:00Haus bitte
01:02Verzeih mir
01:30A million miles from here
01:33But if we stay strong
01:37I know we'll make it through
01:42Ich habe überlebt weil du mich gerettet hast
02:00Du darfst dich jetzt nicht in selbst vorwürfen verlieren es war ein unfall
02:09Aber der gedanke dass du mich bis an dein lebensende hassen könntest weil ich für diesen brand in der fabrik verantwortlich bin
02:14Das führt doch zu nichts
02:19Habst die letzten wochen kaum ertragen dir die augen zu schauen
02:23Und zu fühlen wie du leidest
02:27Du warst bei mir
02:29Und du bist es jetzt
02:31Nur das zählt
02:33Ich will es für einen neuanfang machen Ellen
02:41Auch vor deinem unfall ist viel passiert
02:45Es war nicht mehr so wie früher zwischen uns
02:48Naja daran bin ich auch nicht ganz unschuldig
02:50Ich weiß wie sehr ich dir weh getan habe meine beziehung mit
02:54Das ist vorbei
03:01Wir haben eine zweite chance bekommen
03:07Und die sollten wir nutzen
03:09Du hast recht
03:12Keine geheimnisse mehr
03:16Wir müssen einander vollkommen vertrauen können
03:19Hallo
03:24Ich muss dir auch was beichten
03:29Als du dich von mir getrennt hast
03:39Ich hab mich so allein gefühlt
03:45Und dann war ich auch noch schwanger von dir
03:48Naja
03:50Und da hab ich was getan
03:54Auf das ich nicht sehr stolz bin
03:56Ich hab Alisas Arbeitsplatz verwüstet
04:01Und die Schleifmaschine kaputt gemacht
04:03Darum war ich in der Nacht in der alten Fabrik
04:08Ellen
04:08Ich war außer mir vor Verzweiflung
04:11Weil sie alles hatte was ich jemals wollte
04:13Ich wusste einfach nicht wie ich damit fertig werden sollte
04:19Ellen
04:24Und du bist dir wirklich sicher dass du das schaffst?
04:40Also wie gesagt es sind 15 Kronleuchter
04:42Und bei jedem fehlen 8 bis 10 Kristallteile
04:45Das macht insgesamt über 100 Kristalle die du schleifen musst
04:48Glaub mir Robert
04:50Ich kann es kaum erwarten damit anzufangen
04:51Das ist doch was ganz anderes als die Linsen
04:53Die ich bei den Kastellofs geschliffen habe
04:55Dann hab ich ja Glück gehabt
04:56Dass dein Vertrag da ausgelaufen ist
04:58Naja wie du ja mitbekommen hast
05:01Bin ich eigentlich gefeuert worden
05:02Was ist denn da überhaupt passiert?
05:05Ach das ist
05:06Eine lange und nicht sehr erfreuliche Geschichte
05:08Erzähl es mir mal wenn du Zeit und Lust hast
05:10Bleibt es trotzdem bei unserer Vereinbarung?
05:12Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
05:16Ich würde sagen bis morgen
05:17Partner
05:17Bis morgen
05:19Tschüss
05:22Tschüss
05:27Mein erster Auftrag
05:31Vielleicht wird das ja sogar der erste Schritt in die Selbstständigkeit
05:35Jedenfalls bin ich jetzt mein eigener Herr
05:38Vorläufig
05:39Und mit dem Verdienst werde ich ein paar Wochen
05:42Vielleicht sogar Monate auskommen
05:43Und kann sogar die nächsten Kreditraten bezahlen
05:46Gar nicht so schlecht dafür
05:48Dass ich gerade noch nicht wusste
05:49Wie ich in Zukunft meine Miete zahlen soll
05:51Sieht ganz so aus
05:55Als ob es tatsächlich ein Leben nach Kastell auf Optik geben kann
05:58Und nach Christian
06:01Warum denn auch nicht?
06:03Er hat doch unsere Freundschaft ganz offiziell beendet
06:07Spätestens als er meinen Aufhebungsvertrag und das Entlassungszeugnis unterschrieben hat
06:11Aber eigentlich schon viel früher
06:14Als sein Vater und sein Onkel mich als Diebe beschimpft haben und er mich nicht verteidigt hat
06:19Das ist vorbei
06:22Und ich bin jetzt frei
06:24Und ich kann endlich das tun, was ich mir immer gewünscht habe
06:27Entschuldige die Verspätung, Ludwig
06:42Ich hatte noch etwas Dringendes zu erledigen
06:44Alles in Ordnung?
06:46Ja, ja, nur leichte Kopfschmerzen
06:47Und alle sowas gibt's
06:49Ich will dir etwas zeigen
06:50Und ich bin sehr gespannt auf deine Meinung
06:52Herr Kastelloff
06:56Herr Direktor?
06:57Herr Rund?
06:58Wir haben eben die letzte Testreihe unserer Mikroskoplinse abgeschlossen
07:02Und die Ergebnisse übertreffen noch unsere Erwartungen
07:05Absolute Farbbrillanz und Kontrasttiefe
07:09Höchste Detailauflösung selbst bei feinsten Strukturen
07:14Und dabei eine kaum wahrnehmbare Bildfeldwölbung
07:19Und das bei fast 70% weniger Gewicht
07:21An der kratzfesten Oberfläche
07:23Und einer Temperaturbeständigkeit zwischen minus 50 und plus 500 Grad Celsius
07:29Diese Linse ist einzigartig und konkurrenzlos
07:32Der Prototyp für T-Land Medical
07:34Frisch aus der Produktion
07:36Oscar, das ist viel früher, als ich erwartet habe
07:38Du bist gut
07:39T-Land sitzt mir seit Wochen im Nacken
07:41Der will eigentlich Ergebnisse sehen
07:42Naja, wir mussten das Angebot für Sandpack noch kurzfristig anschieben
07:45Außerdem braucht die Entwicklung einer Linse dieser Qualität eben ihre Zeit
07:49Ja, und der Brand in der alten Fabrik hat trotz allem letztlich doch die Arbeit von allen Abteilungen beeinträchtigt
07:53Naja, ich weiß
07:54Das war alles, Herr Hund
07:56Und solche Linsen werden also demnächst in die Labors in aller Welt gehen
08:03Und nicht nur dorthin
08:04Sie werden mit Montgomery T-Lands Hilfe die Medizintechnik und Forschung revolutionieren
08:09Oscar, das ist unglaublich
08:12Das ist unglaublich
08:14Was für eine Abbildungsgenauigkeit und Lichtstärke
08:18Das hat es in dieser Größe noch nicht gegeben
08:21Auch nicht in der Qualität und Robustheit
08:23Auf dieser Linse kannst du mit Nagelstiefeln herumtrampeln
08:26Das macht ja nichts aus
08:27Kleine Demonstration
08:28Nein, nein, nein, danke
08:29Du kannst stolz auf uns sein
08:31Oscar, vor ein paar Wochen hätte ich es kaum für möglich gehalten
08:34Dass wir dieses Projekt mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln überhaupt aus dem Boden stampfen können
08:38Du kannst stolz auf dich sein
08:44Da fehlt ein Bett
08:54Ja, Papa
08:56Du hast das Zimmer jetzt für dich alleine
08:58Das Bett soll da wieder hin
09:00Das geht nicht, Papa
09:02Du wohnst jetzt in einem Einzelzimmer
09:04Aber wenn du lieber mit zwei oder drei Menschen zusammenleben möchtest
09:08Du könntest in ein anderes Heim umziehen
09:10Ich will nicht umziehen
09:12Aber ein anderes Heim wäre vielleicht auch nicht so teuer
09:15Du hast doch die Praxis
09:17Krank werden die Leute immer
09:19Die Praxis wirft schon lange nicht mehr genug ab
09:22Was glaubst du, wer das hier alles bezahlt?
09:24Was redest du denn da?
09:28Ich habe meine Miete immer selbst bezahlt
09:30Nein, dieses wunderschöne Appartement bezahlt seit neuestem Oskar Kastelhoff
09:34Ihr erpresst mich, Papa
09:37Das hört sich aber gar nicht schön an
09:40Gar nicht schön, mein Junge
09:41Worüber habt ihr denn gestritten?
09:43Oskar war der Vater von Ellens Kind
09:45Und solange ich das nicht weitererzähle, bezahlt er weiter das Pflegeheim für dich
09:49Er ist deine Mutter davon, mein Junge?
09:53Papa, du musst mir dein Vermögen überschreiben, verstehst du?
09:57Sonst sind wir weiterhin abhängig von Oskar Kastelhoff
09:59Sieht das denn wirklich so schlimm aus, Junge?
10:02Er weiß, dass ich die Praxis nicht weiterführen darf
10:04Weil ich kein Facharzt bin und keine Zulassung für die Praxis habe
10:06Und dass ich deine Unterschrift fälsche, dich hier verstecke
10:10Wenn er mich anzeigt, dann verlieren wir alles
10:12Dann bin ich vorbestraft und du sitzt auf der Straße
10:15Und deshalb muss ich meinen besten Freund weiter belügen
10:19Darf ihm nicht sagen, dass seine Verlobte ihn betrogen hat
10:22Und dass er um ein Kind traue, das nicht von ihm war
10:25Ich verstehe
10:26Das ist wirklich sehr schlimm
10:28Aber ich kann nichts für Sie tun, die Praxis ist schon geschlossen
10:33Kommen Sie morgen wieder
10:35Warten, dann freuen wir uns zu Tieland über den weiteren Ablauf
10:50Sobald ich einen genauen Produktionsplan erstellt habe
10:52Wir müssen auch endlich besprechen, wie wir mit der alten Fabrik weiterverfahren wollen
10:56Ja, sicher, natürlich
10:57Wenn wir mit der Produktion der Mikrolinse begehen, brauchen wir unbedingt mehr Kapazität
11:01Ja, darum haben wir auch mit Karl Enzo den Betriebsrat ein neues Schichtsystem vereinbart
11:04Das können wir aber nur voll nutzen, Ludwig
11:06Wenn wir neue Maschinen anschaffen und ausbauen
11:08Ja, sicher, aber darüber reden wir noch
11:09Sag mal, hast du eine Kopfschmerz-Tablette?
11:13Nein, soll Frau Hund dir eine bringen?
11:15Nein, nein, ich will sowieso bald nach Hause fahren
11:16Wir sind dann soweit fertig
11:18Allerdings
11:19Mehr gute Botschaften habe ich heute nicht für dich
11:21Also, das ist ja wohl kaum zu erwarten, Oskar
11:23Ich muss dir einfach noch mal gratulieren
11:25Und du hast recht
11:27Damit werden wir die Forschung revolutionieren
11:31Also
11:32Rechner die Forschung, Bruderherz
11:45So
12:00Untertitelung. BR 2018
12:30Hey Paul, du warst bei Ellen?
12:54Und du?
12:55Ich brauchte ein bisschen frische Luft.
12:57Und wie geht's dir?
12:58Ja, sehr gut.
12:59Die Brandmunden sind wirklich wunderbar verhalten.
13:02Hast du nochmal mit Professor Wagner gesprochen?
13:04Ja, er hat die Fotos gesehen und will jetzt definitiv nächste Woche operieren.
13:08Er sieht beste Chancen, dass die Narben durch den Eingriff drastisch reduziert werden.
13:11Das ist gut.
13:12Du weißt ja, wie sehr sie die Narben belasten.
13:14Dafür war sie heute aber wirklich auffallend gut gelaunt.
13:18Hab ich irgendwas verpasst?
13:19Wir haben uns ausgesprochen.
13:22Ich hab ihr gesagt, dass ich für den Brand verantwortlich bin.
13:24Du meinst, dass du den Termin für die Brandschutzprüfung verschoben hast.
13:28Das ist doch dasselbe.
13:31Ellen war großartig, sehr gefasst.
13:34Und sie hat mir keine Schuld daran gegeben, was passiert ist.
13:37Na, das freut mich für dich.
13:40Außerdem hat sie mir noch gesagt, warum sie überhaupt in der Fabrik war.
13:44Ach.
13:44Wegen Alisa.
13:48Nach unserer Trennung war sie sehr eifersüchtig und wollte sich an Alisa rächen.
13:52Sie hat die Schleifmaschine und mehrere Glasobjekte von Alisa zerstört.
13:57Sie muss außer sich gewesen sein.
13:58Verstehe.
14:00Aber ich kann es ihr nicht mal verdenken.
14:02Ich meine, ich hab mich von ihr getrennt, obwohl ich wusste, dass sie von mir schwanger war.
14:06Lass mal schon schlimm für sie gewesen sein.
14:08Und dann hat sie noch bei dem Brand unser Baby verloren.
14:12Trotzdem hat sie mir verziehen.
14:14Das klingt ja nach der ganz großen Versöhnung.
14:17Uns beide verbindet immer noch sehr viel.
14:20Wir haben eine zweite Chance verdient, Ellen und ich.
14:23Zwischen dir und Ellen ist so viel passiert, bevor sie verunglückt ist.
14:27Glaubst du wirklich, dass du immer noch vertrauen kannst?
14:29Paul, wir wollten heiraten.
14:32Ich hab ihr all die Jahre vertraut. Warum sollte ich das plötzlich ändern?
14:35Christian.
14:37Und du bist auch noch da, Paul.
14:39Ja.
14:40Aber ich muss jetzt wirklich noch in die Praxis.
14:42Wir sehen uns.
14:44Was machst du denn hier?
14:46Ich wollte mir nur eine Flasche Wasser holen.
14:49Die hättest du ja doch gebracht.
14:51Schatz, du tust schon so viel für mich.
14:54Und das tue ich gern.
14:56Ja.
14:58Komm, ich bring dich hoch.
14:59Kannst du nicht anklopfen?
15:13Wozu?
15:14Es gibt ja nichts, was ich nicht schon mal gesehen hätte.
15:17Und da du jetzt weißt, dass Christian für deinen Unfall verantwortlich ist,
15:20hab ich nicht ernsthaft mit Herrenbesuch gerechnet.
15:22Das solltest du ab jetzt aber.
15:27Er hat mir alles gesagt.
15:29Und ich hab ihn verziehen.
15:31Wie großmütig von dir.
15:33Er war dir bestimmt so dankbar, dass er dich nie wieder verlassen wird.
15:36Ach, weißt du,
15:37damit kann ich leben.
15:41Was willst du?
15:42Dass du deinen entzückenden Hintern aus dem Bett schwingst.
15:45Auf dich wartet Arbeit.
15:46Die Linse kann ab morgen produziert werden.
15:48Sie ist sensationell.
15:49Und sie passt perfekt.
15:51Sowohl auf T-Lands Labormikroskop,
15:53als auch auf das Zielfernrohr.
15:54Aber
15:54wir haben die Zusatzverträge mit T-Land immer noch nicht unter Dach und Fach.
15:58Sag mal, Oskar, siehst du eigentlich nicht, wie ich aussehe?
16:01Außerdem hab ich dir bereits gesagt,
16:03dass ich mich noch lange nicht in der Lage fühle, zu arbeiten.
16:06Ich dachte, du freust dich über eine kleine Abwechslung.
16:12Niemand ist so vertraut mit der Materie wie du.
16:17Achso.
16:19Was du also eigentlich sagen willst, ist,
16:21du kannst nicht noch jemanden in das illegale Waffengeschäft einweihen.
16:26Frag mich in ein paar Wochen nochmal, Oskar.
16:28Meine Antwort für heute kennst du.
16:29Ey, was soll das hier werden?
16:32Es ist sicher nicht ganz einfach für dich,
16:34mit den Folgen deines Unfalls umzugehen,
16:35aber willst du deswegen jetzt geschäftlich
16:37nur noch in der zweiten Liga spielen?
16:39Raus, Oskar. Sofort.
16:44T-Land?
16:45Montgomery.
16:46Hier ist Oskar Kastelhoff.
16:47Ich hab gute Nachrichten.
16:48Das würde Zeit.
16:50Gerade haben wir alle Tests abgeschlossen.
16:52Die Linse kann ab morgen produziert werden.
16:55Meine Abnehmer hätten eine weitere Verzögerung
16:57auch nicht akzeptiert.
16:57Ich bin Geschäftsfrau Montgomery.
17:00Auf mein Wort können Sie sich verlassen.
17:02Das bin ich auch.
17:03Und nachdem Sie mir den Brand in Ihrer Firma verschwiegen haben,
17:06verstehen Sie sicher, dass ich vorsichtig geworden bin.
17:09Wir produzieren wieder unter normalen Bedingungen.
17:12Nachhaltige Schäden sind keine entstanden.
17:15Gut.
17:16Dann erwarte ich Sie und Alan mit der ersten Lieferung in Genf.
17:19Meine Abnehmer sind schon sehr gespannt.
17:21Im Prinzip ist das kein Problem.
17:23Ich fürchte nur, dass es Alan im Moment nicht einrichten kann.
17:26Ich freu mich schon, Alan wiederzusehen.
17:28Richten Sie ihr das bitte aus.
17:31Gern, aber...
17:32Ich hoffe, er hat verstanden, dass er mit mir nicht rechnen kann.
17:41Im Gegenteil.
17:43Er erwartet uns beide in Genf.
17:45Oh, da bist du ja endlich, mein Schatz.
17:56Es gab heute so viel zu tun und ich hätte für morgen noch was vorzubereiten.
18:00Ja, aber ruf mich doch das nächste Mal an, dann kann ich dich abholen.
18:03Hab das nicht so gern, wenn du so spät noch allein unterwegs bist.
18:06Ich bin eine starke und äußerst wehrhafte Frau.
18:08Das war mir ziemlich besorgte, wenn du mich fragst.
18:13Irgendwas vorgefallen bei der Arbeit?
18:16Eigentlich nicht, bis auf...
18:19Ich habe etwas gesehen.
18:21Also genauer, jemanden.
18:23Christian.
18:24Christian Kastelhoff, wer Ellenburg geküsst hat.
18:27Ach.
18:29Dann sind die beiden also wieder ein Paar.
18:32Es sieht ganz danach aus.
18:35Ich glaube, es ist besser, wenn Alisa erst mal nichts davon erfährt.
18:37Sie hat gerade die Trennung hinter sich und ihren Job verloren.
18:41Weil Jonas mal wieder handeln muss, bevor er nachdenkt.
18:44Als ob unsere Tochter jemals stehen würde.
18:46Das ist eine solche Unverschämtheit, dass...
18:48Ach, Karl.
18:50Jonas hat die Sache doch längst geklärt.
18:53Christian Kastelhoff glaubt ihr trotzdem nicht.
18:56Dabei sollte er es wirklich besser wissen.
18:58Vielleicht ist es ja gar nicht so verkehrt, wenn sie erfährt, dass er wieder mit Frau Bog zusammen ist.
19:02Möglicherweise kommt sie dann schneller über ihn hinweg.
19:04Es würde sie nur unnötig verletzen und das möchte ich ihr bitte ersparen.
19:09Willst du sie anlügen?
19:11Ich sage ihr einfach nicht, was ich gesehen habe.
19:15Na ja, du musst wissen, was du tust.
19:18Aber ich hatte das trotzdem für einen Fehler.
19:21Dann übernehme ich dafür die volle Verantwortung.
19:23Oskar, ich kann und ich werde mit dir nicht nach Genf fahren.
19:27Das ist mein letztes Wort.
19:28Nein, zu leicht.
19:29Ich hätte da noch einiges zu sagen.
19:31Willst du mich vielleicht so im Rollstuhl zum Meeting fahren?
19:34Du sollst da doch nichts vorturnen.
19:37T-Land hat von dem Brand in der alten Fabrik erfahren, der ist irgendwie verunsichert.
19:41Er muss sehen, dass wir immer noch an einem Strang ziehen.
19:42Ja, dann schreibe ich ihm eben eine Mail.
19:45Mehr kannst du von mir nicht verlangen.
19:47Ellen, ich muss dich als Juristin dabei haben.
19:50Ich kann nicht. Akzeptiere das einfach.
19:54T-Lands Abnehmer sind in Genf. Die wollen sehen, worauf sie sich einlassen.
19:57Ja, dann vermittle du ihnen doch die Sicherheit, die sie brauchen.
20:00Indem ich ihnen erkläre, dass meine Partnerin einfach abgesprungen ist?
20:03Oskar, alles, was ich will, ist ein bisschen Zeit.
20:07Die haben wir aber nicht.
20:13Wie lange willst du dich hier noch vergraben?
20:15Fang endlich wieder an zu leben, verdammt.
20:18Ich will einfach nur gesund werden.
20:21Ist das zu viel verlangt?
20:24Wir wollen hier kein stinknormales Geschäft durchziehen.
20:27Du weißt selbst, wie kompliziert das war, überhaupt so weit zu kommen.
20:32Oskar, wenn ich mich jetzt nicht schone,
20:35dann werden meine Narben nie heilen.
20:36Weißt du, was das bedeutet?
20:39Das werden diese Spezialisten schon wieder hinkriegen.
20:42Aber wir haben nur jetzt die Chance, auf so einfache Weise so viel Geld zu verdienen.
20:52Gib mir doch einfach ein paar Wochen.
20:56Jetzt beginnen wir mit der Produktion der Linsen für T-Land-Medica.
21:00Und nur jetzt haben wir die Chance, die Linsen für die Zielfernrohre unbemerkt mitzuproduzieren.
21:04Außerdem, wenn wir schon mal in Genf sind, dein Professor sitzt doch auch in der Schweiz.
21:12Äh, T-Land hat seine Abnehmer im Nacken.
21:18Und wer einen Umsturz in Afrika plant, der ist bestimmt auch sonst nichts hinverläuft.
21:22Im Moment habe ich nur vor einer Sache Angst.
21:29Dass ich durch diesen Unfall bis an mein Lebensende gezeichnet bin.
21:31Ah, danke, Theresa.
21:55Bitte schön.
21:56Hast du schon wieder Kopfschmerzen?
21:58Ach, halb so wild.
21:59Erzähl lieber von deinem Schwimmunterricht.
22:03Hast du Fortschritte?
22:05Also, für den Freischwimmer reicht es noch nicht.
22:08Das wird schon noch, mein Schatz.
22:11Was denn? Ich habe versprochen, es zu akzeptieren.
22:14Und das tue ich auch.
22:15Ja, das finde ich auch gut, aber ist mal ein bisschen ungewohnt.
22:18Du siehst, auch Mütter sind lernfähig.
22:21Christian, ich habe noch was mit dir zu besprechen.
22:22Tut mir leid, ich habe einen Termin.
22:25Guten Morgen, alle zusammen.
22:26Oskar, ich habe gerade eine Mail von Montgomery Thiel hinterhalten.
22:31Ich wusste gar nicht, dass er zur Zeit in der Schweiz ist.
22:33Er will sein neues Mikroskop präsentieren und sich persönlich um den Transport der Linsen kümmern.
22:37Ich überlege, ihn in Genf zu treffen und bei der Präsentation dabei zu sein.
22:41Außerdem wäre es auch nett, ihn persönlich kennenzulernen.
22:43Vielleicht sind deine ständigen Kopfschmerzen ein Zeichen dafür, dass du etwas kürzer treten solltest.
22:47Der Meinung bin ich auch, Ludwig.
22:49Ich wollte dir einfach etwas Arbeit abnehmen, Oskar.
22:52Du hast schon so viel Energie in dieses Projekt gesteckt.
22:55Dann lass mich auch die Früchte ernten.
22:57Oh, das ist aber eine hübsche Umschreibung dafür, dass du dir die ganze Arbeit aufbürdest.
23:00Ich tue das gern.
23:02Mir ist in erster Linie wichtig, dass es dir bald wieder besser geht.
23:05Also, hör auf deine Frau.
23:07Schon dich.
23:07Ein hervorragender Vorschlag.
23:10Danke, Oskar.
23:12Ich weiß dein Angebot zu schätzen.
23:22Und wenn die Kristalle fertig geschliffen sind, dann hängen wir sie wieder an die Lampe.
23:25Und die verkauft Robert dann für ganz viel Geld und gibt dir die Hälfte davon ab.
23:29Naja, vielleicht nicht ganz die Hälfte.
23:31Piccola, sei so, lieben, hol deinen Ranzen. Die Schule fängt gleich an.
23:34Mach ich. Aber guck mal, was Alisa alles Tolles kann.
23:37Der hier sieht aus wie ein großer Regentropfen.
23:41Quebello. Und wie der glitzert im Licht.
23:44Ist doch mal was ganz anderes als diese langweiligen Linsen bei Castell auf Opticke.
23:47Ich bin so froh, dass Robert mir den Auftrag gegeben hat.
23:50Jetzt kann ich endlich wieder das machen, was mir wirklich Spaß bringt.
23:54Ja, so siehst du auch aus.
23:55Und wenn ich meinen Job nicht verloren hätte, dann wäre ich überhaupt niemals auf die Idee gekommen, dass...
23:59Dann hat der Christian ja eigentlich einen Gefallen getan mit der Kündigung.
24:03Entschuldigung, so habe ich das nicht gemeint.
24:04Ach Quatsch, ist schon in Ordnung.
24:06Versteh mich nicht falsch. Du bist bestimmt eine super Feinoptikerin.
24:09Aber das hier, das Schleifen von Kristallen, ist deine Berufung.
24:14Ja. Und die Arbeit hilft mir auch, den Kopf frei zu bekommen.
24:17Fertig, wir können los.
24:20Bicola, du bist ja schneller als der Blitz.
24:24Ach, was ich noch vergessen habe. Du kannst dir doch deine Arbeitszeit jetzt frei einteilen, hm?
24:29Großmarkt.
24:29Ich beeil mich auch versprochen.
24:31Aber nur, wenn du mir ein Croissant für mein zweites Frühstück mitbringst.
24:34Na, das ist gerade noch so drin.
24:36Danke.
24:36Danke.
24:36Ach, Horst.
25:02Morgen, Frau Gäste.
25:03Sind Sie wieder zurück von den Kanaren? Sie haben uns gefehlt.
25:08Setzen Sie sich doch.
25:09Ich freue mich auch wieder hier zu sein, Frau Gäste.
25:12Wann sind Sie denn zurückgekommen?
25:13Bis dann Abend.
25:16Aber es war schon zu spät, um mich bei Ihnen zu melden.
25:20Ich hoffe, das Wetter auf den Kanaren war besser als hier.
25:23Davon habe ich nicht viel mitbekommen.
25:26Die meiste Zeit habe ich in den Archiven der örtlichen Zeitungen verbracht.
25:30Danke.
25:32Und haben Sie noch etwas Neues herausgefunden über meine Vergangenheit?
25:35Leider nicht sehr viel.
25:39Immerhin konnte ich mit einiger Mühe den Fotografen ausfindig machen,
25:42der seinerzeit die Bilder zu dem Zeitungsartikel gemacht hat.
25:44Über den Bootsunfall?
25:46Er konnte sich zwar an keine Details mehr erinnern,
25:49dazu ist das alles viel zu lange her,
25:50aber er hatte die Negative der Fotos aufbewahrt.
25:57Sehen Sie, ich denke, es gibt eine einfache Erklärung dafür,
26:00warum der Rote Ball neulich bei Ihnen eine so starke Reaktion hervorgerufen hat.
26:06Die Yacht Ihrer Eltern.
26:11Diese Fotos hier haben mich zum Hersteller des Bootes geführt.
26:15Sehen Sie?
26:18Dieser Hersteller hat mir erklärt,
26:20dass dieses Modell grundsätzlich mit hellroten Fennern ausgerüstet war.
26:25Und die kann man leicht mit einem Ball verwechseln.
26:33Mit einem roten Ball,
26:34der in Ihrem Traum auf dem Wasser getrieben ist.
26:39Ja, Sie haben recht, so kann es gewesen sein.
26:42Wahrscheinlich haben Sie auch darum so heftig reagiert,
26:43dass das kleine Mädchen auf die Straße gelaufen ist.
26:46Ihr roter Ball sah genauso aus wie diese Fennner.
26:51Dabei haben Sie sich unbewusst
26:53wieder an den Bootsunfall erinnert.
27:00Vielen Dank, Kors, dass Sie sich so viel Mühe gemacht haben.
27:03Das habe ich gerne getan, Frau Kastelhoff.
27:07Ach, übrigens,
27:09ich habe meinem Mann erzählt,
27:12dass ich Sie mit Nachforschung über meine Vergangenheit beauftragt habe.
27:16Ich wollte nicht mehr lügen.
27:18Das macht alles nur noch schlimmer.
27:20Sie haben vollkommen recht.
27:37Sag mal,
27:37du fühlst dich hier wirklich wie zu Hause, oder?
27:40Ich bin hier zu Hause.
27:41Aber keine Sorge,
27:42solange du hier wohnst, werde ich nicht wieder einziehen.
27:44Was soll das werden?
27:48Wart's ab.
28:03Rollkragen.
28:04Kaschmir.
28:05Und jetzt zieh dich an.
28:07In ein paar Minuten haben wir eine Verabredung.
28:09Mit T-Land.
28:10Online.
28:11Ich habe dir doch gesagt,
28:12dass ich noch nicht arbeiten will.
28:14Komm schon, Ellen.
28:15Und daran hat sich seit gestern nichts geändert.
28:17Habe ich dir etwa ein Flugticket in die Hand gedrückt?
28:19T-Land hierher eingeladen
28:21oder dich mit Äther betäubt
28:22und in die Schweiz entführt?
28:23Das würdest du nicht wagen.
28:25Stell mich lieber nicht auf die Probe.
28:26Du weißt,
28:27was für mich von diesem Geschäft abhängt.
28:28Oscar!
28:29Ich habe etwas ganz Besonderes für dich ausgedacht, Ellen.
28:32Weil ich nämlich auf gar keinen Fall will,
28:34dass du dir diesen Deal durch die Lappen gehen lässt.
28:37Du meinst wohl eher dich selbst.
28:38Das ist in diesem Fall dasselbe.
28:44Oscar, ich fühle mich dem einfach noch nicht gewachsen.
28:47Und daran ändert auch ein Rollkragenpullover nichts.
28:53Ellen,
28:54du kannst dich hier nicht ewig verstecken.
28:56Und Narben haben wir alle.
29:00Mehr oder weniger sichtbar.
29:04Und ich dachte eigentlich,
29:05ich hätte schon alles an dir gesehen.
29:08Da habe ich wohl was verpasst.
29:12Er wird deine Verletzung nicht sehen.
29:13Ich verspreche es dir.
29:14Machst du mir noch zwei Kaffee und ein Ohrsaft?
29:27Na klar, die Klackau.
29:32Kommst du sonst noch was?
29:34Ein Cappuccino to go, bitte.
29:36Das darf doch nicht wahr sein.
29:37Hat dir heute nichts zu tun?
29:38Ich hatte gerade einen Termin um die Ecke und dachte,
29:43ich nehme was mit.
29:44Klar, warum auch nicht.
29:45Es ist ja schließlich ein Café hier.
29:48Also ein öffentliches Café.
29:50Ist bei Castellow in der Kantine die Kaffeemaschine kaputt?
29:53Oder warum muss er ausgerechnet dann hier reinlatschen,
29:55wenn ich zufällig gerade aushelfe?
29:58Ich wusste nicht, dass du jetzt hier...
30:00Also, das tut mir leid.
30:03Was?
30:03Dass wir uns hier über den Weg laufen
30:05oder dass ausgerechnet ich dir deinen Kaffee mache?
30:07Dass du jetzt damit dein Geld verdienen musst.
30:10Von wegen.
30:11Ich habe auch anderes zu tun.
30:13Die Kündigung habe ich längst weggesteckt.
30:15Und die Trennung von dir sowieso.
30:16Du brauchst mich also nicht so mitleidig anzusehen.
30:18Ja.
30:19Mona vertraut mir sogar ihre Kasse an,
30:21obwohl ich ja in dem Ruf stehe,
30:22dass ich öfter mal lange Finger mache.
30:23Ach, Alisa.
30:25Ich habe niemals geglaubt,
30:26dass du sowas machen würdest.
30:28Aber ich konnte meinen Vater und Oskar nicht umstimmen.
30:30Ist ja auch egal.
30:32Nein, ist es nicht.
30:34Ich wollte nicht, dass du gehst,
30:35aber ich hatte keine andere Wahl.
30:36Ja, danke, gut, Gina.
30:42Alisa, ich...
30:43Wacht, 2,50 Euro.
30:45Kann ich sonst noch was für dich tun?
30:48Nein, ich...
30:50Ich glaube, das war's.
30:53Dann, schönen Tag noch.
30:56Und sie hat nicht nachgefragt,
31:10ob der Fotograf vielleicht noch etwas wissen könnte?
31:12Nein.
31:14Und sie hat mir die Geschichte mit den Fändern
31:15ohne zu zögern geglaubt.
31:16Ja, das war auch eine gute Idee.
31:19Ich bin sehr froh,
31:20dass Sie meine Frau von einigen
31:21ihrer quälenden Fragen erlösen konnten.
31:23Ja, sie hat mir erzählt,
31:26dass es ihr in letzter Zeit wieder besser geht.
31:27Sie hat Tamara sogar erlaubt,
31:29Schwimmunterricht zu nehmen.
31:30Vor ein paar Jahren wäre das undenkbar gewesen.
31:33Trotzdem.
31:35Trotzdem tauchen immer wieder
31:36Schlaglichter aus ihrer Vergangenheit auf.
31:40Ich wünschte so,
31:40dass ich meine Frau
31:41ein für alle Mal darum befreien könnte.
31:43Vielleicht wären diese Erinnerungen
31:47weniger bedrohlich,
31:49wenn Ihre Frau die Wahrheit über sich wüsste.
31:51Welche Wahrheit?
31:53Dass sie ein schweres Trauma erlitten hat
31:55und ihre gesamte Vergangenheit
31:57in einem tiefen schwarzen Loch verschwunden ist?
31:59Nein, Austin, nein.
32:02Iliana führt seit 20 Jahren ein Leben.
32:05Und sie lebt in einer Familie,
32:07wo sie sich sicher fühlt.
32:09Soll ich ihr das wirklich nehmen?
32:12Und sie mit einer Geschichte verunsichern,
32:14deren Ausgang von uns niemand ahnt?
32:17Ich verstehe ja,
32:17dass Sie sich Sorgen machen
32:18über Ihre Frau, Herr Kastellhoff.
32:20Ich muss Sie unter allen Umständen schützen, Austin.
32:23Und ich hoffe,
32:25dass ich mich dabei auch weiterhin
32:27auf Sie verlassen kann.
32:30Aber ja, natürlich.
32:31Verdammt.
32:57Ellen, wo bleibst du?
33:01Montgomery, hallo.
33:08Oscar, was soll dieses Theater?
33:12Ich dachte, es wäre nett,
33:13wenn wir uns mal wieder
33:13von Angesicht zu Angesicht
33:14unterhalten würden.
33:18Aus diesem Grund hatte ich erwartet,
33:20dass Sie in Genf erscheinen,
33:21Sie und Ellen.
33:23Was ist nun?
33:24Wir haben im Moment
33:25so viel in der Firma zu tun.
33:27Die Produktion Ihrer Mikroskoplinsen
33:29erfordert meine unbedingte Anwesenheit.
33:31Aber wenn Sie Ihr neues Mikroskop vorstellen,
33:33bin ich selbstverständlich dabei.
33:35Lassen Sie mich in Frieden
33:36mit den Mikroskopen, Oscar.
33:37Sie wissen genau, worum es geht.
33:39Ich muss die Linsen
33:40für die Zielfernrohr haben.
33:43Und, Montgomery,
33:44vielleicht sollten wir das nicht so,
33:45also quasi in aller Öffentlichkeit,
33:47diskutieren.
33:48Halten Sie mich
33:48für einen Anfänger, Oscar.
33:50Die Leistung ist natürlich abhörsicher.
33:52Ach so.
33:55Ja.
33:57Ich sehe da eigentlich
33:57kein Problem mit der Lieferung.
33:59Die Produktion Ihrer Linsen
34:00hat, wie Sie wissen,
34:01bereits begonnen.
34:02Ihre erste Charge
34:03werden Sie ganz offiziell
34:04zum vertraglich vereinbarten Termin erhalten.
34:06Und was ist mit den anderen Linsen?
34:09Die werden wir aus der laufenden,
34:10regulären Produktion entnehmen
34:11und an Sie weiterleiten.
34:13Davon war ich ausgegangen.
34:15Aber was mit den entsprechenden Papieren?
34:19Ausfuhrgenehmigung
34:19und Bedenklichkeitserklärung.
34:22Alles in Arbeit.
34:23Ellen kümmert sich darum.
34:25Da, genau das
34:26will ich von ihr selbst hören, Oscar.
34:28Ihnen glaube ich
34:29nämlich gar kein Wort mehr.
34:32Aber Mr. T-Land, Montgomery.
34:35Sie wollen aber
34:36einem hohen Level
34:37mitspielen, Oscar.
34:38Dann gewöhnen Sie sich
34:39gefälligst an die Regeln.
34:41Natürlich, das tue ich.
34:43Und ich versichere Ihnen.
34:44Ich gebe Ihnen
34:4430 Minuten Zeit, Oscar.
34:47Dann will ich das Gesicht
34:48von Ellen Burg
34:48auf dem Bildschirm sehen.
34:49Haben Sie mich verstanden?
35:05Störe ich dich?
35:06Nein, ähm, komm noch rein.
35:09Ich hab hier etwas für dich.
35:12Du warst heute
35:12nach dem Frühstück
35:13so schnell weg,
35:13da konnte ich's dir
35:14nicht mehr in die Hand drücken.
35:15Ich hatte einen Termin.
35:16Worum geht's denn?
35:17Das sind Unterlagen
35:18für unsere Augenklinik
35:20in Somalia,
35:20die unsere Stiftung finanziert.
35:22Ich hätte gerne,
35:23dass du mal
35:23einen Blick drauf wirfst.
35:25Probleme mit dem Steuerberater?
35:27Nein.
35:29Eher die Frage,
35:30ob dir irgendetwas
35:31zu alternativer
35:31Energiegewinnung einfällt.
35:33Die Stromversorgung
35:34müsste dringend
35:35auf den neuesten Stand
35:35gebracht werden.
35:36Da kann ich mich
35:37ja mal richtig austoben.
35:39Danke, Leilgiana.
35:40Außerdem
35:41hätte ich noch
35:42ein privates Anliegen.
35:43Dann danke,
35:45dass du's heute
35:45nicht beim Essen
35:46vor Oskar erwähnt hast.
35:48Es geht um Ellen.
35:51Ludwig
35:52hat angedeutet,
35:53dass ihr euch
35:53wieder näher gekommen seid.
35:57Ellen braucht mich.
36:00Und
36:01nach allem,
36:02was passiert ist,
36:02hab ich überlegt,
36:03ob ich
36:03die Entscheidung
36:05mit der Trennung
36:06nicht etwas zu vorallig
36:06getroffen habe.
36:08Aber ich hatte den Eindruck,
36:10dass du dir
36:10mit deiner Entscheidung
36:11sehr sicher warst.
36:12Du meinst,
36:13was Alisa angeht?
36:15Und dass du dir
36:16mit Ellen
36:16keine gemeinsame Zukunft
36:17mehr vorstellen konntest.
36:20Es hat sich
36:21vieles verändert.
36:23Du sprichst
36:24von Ellens Unfall?
36:27Ellen ist nicht mehr
36:28sie selbst.
36:29Sie braucht mich jetzt.
36:33Christian,
36:34Liebe
36:35hat nichts mit
36:37Verantwortungsgefühl
36:38zu tun,
36:39sondern mit dem Herzen.
36:42aber damit
36:45trifft man nicht
36:46immer die richtigen
36:47Entscheidungen.
36:50Ellen und ich
36:50haben eine zweite Chance
36:52verdient.
36:52ist eigentlich zum Essen
37:05gedacht.
37:06Ach so, ja,
37:06Entschuldige.
37:07Was ist denn passiert?
37:09Musstest du Caros Vater
37:10einen Kaffee verkaufen?
37:11Schlimmer.
37:12Christian.
37:13Ui.
37:14Gott sei Dank hat er ihn
37:15mitgenommen und dich hier getrunken.
37:16Und?
37:17Ich fühle mich,
37:18als wäre ich vom Bus
37:18überfahren.
37:19Sie sehen sich auch so aus?
37:20Wie ich dich kenne,
37:21hast du dir sicherlich
37:22vor ihm nichts anmerken lassen.
37:23Natürlich nicht.
37:24Ich war gefasst,
37:27beherrscht
37:27und von neutraler Höflichkeit.
37:29Klingt so,
37:30als hättest du ihm
37:31den Kaffee übers Hemd gegossen.
37:32Okay,
37:33ich habe ganz kurz
37:33darüber nachgedacht,
37:35als er mich
37:35mitleidig gefragt hat,
37:37ob ich jetzt mit Kellnern
37:38mein Geld verdienen müsste.
37:41Also meine Zustimmung
37:42hättest du gehabt.
37:43Alisa,
37:45es geht vorbei.
37:47Vielleicht nicht heute
37:47und nicht morgen,
37:48aber irgendwann ganz bestimmt.
37:52Ich wünschte nur,
37:52dass es bis dahin
37:53nicht so verdammt wehtun würde.
38:06Ellen,
38:07wo bleibst du denn?
38:08Ich warte schon eine halbe Stunde.
38:09T-Land ruft euch wieder an.
38:10Täusche ich mich, Oskar,
38:33oder stehen Sie immer noch
38:34allein im Zimmer?
38:35Ellen muss jeden Moment da sein.
38:37Und bis sie kommt,
38:37habe ich eine kleine Vorführung
38:38für Sie vorbereitet.
38:40Hier ist das Meisterstück.
38:42Klein,
38:43gestochen scharf
38:44und bei richtigen Gebrauch
38:46absolut tödlich.
38:48Im Moment interessiert mich
38:49nur eines, Oskar.
38:50Wo ist Ellen?
38:53Ich will endlich die Wahrheit wissen,
38:54Oskar,
38:55was ist mit ihr?
38:59Montgomery, hören Sie,
39:01wir waren doch immer
39:02ganz offen zueinander.
39:02Wenn hier irgendetwas
39:04schief läuft, Oskar,
39:05beende ich dieses Projekt
39:06auf der Stelle.
39:07Dann bekommen Sie
39:08keinen Cent.
39:10Ich kann mir die Ware
39:11auch woanders besorgen.
39:13Sicher.
39:15Aber ob Sie woanders
39:16auch Kastellow-Qualität bekommen?
39:18Ein paar Abstriche
39:19kann ich in Kauf nehmen.
39:21Ich müsste dann allerdings
39:22auch den offiziellen Vertrag
39:24über die Mikroskoplinse
39:25aufkündigen.
39:25Und ich weiß nicht,
39:27ob Ihre Firma
39:28so einen Ausfall überlebt.
39:31Und ich weiß nicht,
39:32was Ihre Abnehmer dazu sagen,
39:33wenn Sie plötzlich
39:34mit anderen Geschäftspartnern
39:35auftauchen.
39:36So was ist bei einem
39:37illegalen Waffengeschäft
39:38doch immer ein erhebliches Risiko.
39:41Auch da gibt es
39:42Mittel und Wege.
39:43Und wer setzt Ihnen
39:44Verträge und Ausfuhrpapiere auf,
39:46die auch einer
39:46intensiveren Prüfung standhalten?
39:50Und, Montgomery,
39:52seid im Brand.
39:53Ellen ist.
40:03Montgomery.
40:05Schön, Sie zu sehen.
40:06Hallo, Ellen.
40:07Wie geht es Ihnen?
40:10Viel zu tun.
40:12Und ich sagte schon,
40:13Sie sind gar nicht mehr im Geschäft.
40:15Ich bitte Sie.
40:17Sehe ich so aus,
40:18als würde ich mir
40:18diesen Deal entgehen lassen?
40:23Und bis wann musst du
40:30den Kronleuchter
40:30für Robert restauriert haben?
40:31Wir haben uns
40:32auf keinen festen Termin geeinigt,
40:33so viel ich halt schaffe.
40:34Aber ich komme
40:35unheimlich gut voran.
40:36Man sieht ja auch an,
40:37wie viel Spaß
40:37die Arbeit macht, mein Schatz.
40:39Vielleicht sollte ich
40:39Christian für den Rauswurf
40:40dankbar sein.
40:41Immerhin bin ich
40:42mit dem Kristallenschleifen
40:43doch viel dichter
40:43an dem, was ich eigentlich will.
40:45Sag mal,
40:45was ist eigentlich mit Kohle?
40:47Naja, es ist natürlich
40:48keine Alternative
40:49zu einem richtigen Job.
40:50Aber Robert zahlt nicht schlecht.
40:51Und ich gucke ja auch weiter,
40:52was ich sonst noch machen könnte.
40:53Na, du suchst wenigstens.
40:58Ich gehe dann mal.
40:59Tschüss.
41:03Musste das jetzt sein, Karl?
41:06Die Wahrheit hat
41:06noch niemandem geschadet.
41:08Es kommt immer
41:08auf den richtigen Zeitpunkt an.
41:11Nein, Gudrun.
41:12Für bestimmte Dinge
41:13gibt es keinen richtigen Zeitpunkt.
41:14Da kommt es hauptsächlich darauf an,
41:16die Karten offen
41:16auf den Tisch zu legen.
41:18Nicht jetzt.
41:19Habe ich was verpasst?
41:21Nein.
41:22Doch.
41:22Alisa.
41:27Ich freue mich,
41:28dass du dein Leben
41:29in die Hand nimmst
41:30und das Beste
41:31aus dieser vertrackten Situation machst.
41:33Okay.
41:35Nutzt ja nichts,
41:35der Vergangenheit nachzuhängen.
41:37Und was willst du mir damit sagen?
41:40Dass Christian es nicht wert ist,
41:41wenn du auch nur
41:42einen weiteren Gedanken
41:43an ihn verschwendest.
41:43Karl,
41:44kann mir mal jemand sagen,
41:45worum es hier überhaupt geht?
41:47Und Christian Kastelhoff.
41:50Er ist wieder
41:50mit Ellen Bock zusammen.
41:59Den habe ich dir mitgebracht.
42:00Damit jemand auf dich aufpasst,
42:02auch wenn ich mal nicht gleich zur Stelle bin.
42:03Das Gedicht ist wirklich nicht von dir.
42:05Das sage ich dir die ganze Zeit.
42:07Robert,
42:07ich wollte dich in Monaten
42:08niemals verletzen.
42:08Ehrlich.
42:09Das hast du aber getan.
42:10Ich will nicht nur
42:10meine Wohnung zurück,
42:12sondern mein gesamtes Leben.
42:15Meine Mama hat gesehen,
42:16wie die beiden sich geküsst haben.
42:17Christian hätte es mir ruhig
42:18mal selbst sagen können.
42:19Das ist doch sowas von
42:20feige, ist das doch.
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