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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:13Wir gehen dann immer nur umkehren.
00:27Da stimmt was nicht.
00:28Gehen wir mal wieder ab.
00:30Nein, jetzt gehen wir.
00:49Sind Sie doch Herr Hofer?
00:50Schön, Herr Griesen.
00:52Kriminalkommissar von Bahnhof.
00:53Ja?
00:54Ihr Nachbar ist tot.
00:55Der Frühwald?
00:56Ja.
00:57Zipfix, schau eh, kein Sinn.
00:59Wie reicht's jetzt?
01:00Komm, schleichen wir uns.
01:01Nein, ich muss noch ein wenig überlegen.
01:04Was musst du da groß überlegen?
01:05Dein Onkel ist tot, der Tresor ist leer und alle zwei sind von oben bis unten angeschissen.
01:10Vielleicht ist dem Schlafzimmer noch was zu.
01:16Schau, geh ist es.
01:21Warte, Sefer.
01:24Komm, leicht wie die Feder.
01:35Hey, Ron.
01:37Du, ich glaub, das hängt schief.
01:38Da kann man nichts machen.
01:40Ja, dann hängst du doch gerade hin.
01:41Na klar, wenig.
01:43Na ja, ist ja noch ein bisschen bis September.
01:45Sind die wenigstens gut?
01:46Na ja, mich bringen sie nicht zum Lachen.
01:47Ja, das würde auch schwer fallen.
01:50Für mich gibt es nur einen großen Komiker.
01:51Karl Valentin.
01:53Karl Valentin, ist der auch aus Bayern?
01:55Du kennst nichts von Valentin.
01:57Nein, kenn ich nichts, das ist eine Sünde.
01:58Hier schon.
01:59Erzähl das bloß nicht eurem Hofer.
02:01Was soll er nicht am Hofer verzeihen?
02:03Frau Stöckl.
02:04Der Hofer hat gerade angerufen.
02:06Es gab einen Mord.
02:07Und warum haben Sie mich da nicht gleich angerufen?
02:10Weil Sie auf meinem Nachhauseweg liegen.
02:11Und ich hab mir gedacht, ich bringe Ihnen die Adresse und eine Wegbeschreibung gleich vorbei,
02:15damit Sie nicht in Österreich landen.
02:17Sie sind ja ein Schatz.
02:19Ich mache raus, Haltfaden bei, ja, Frühwald.
02:25Komm jetzt, gib mir den Küch.
02:27Komm in dreimal die Woche.
02:29Meistens mit dem Bus heute war ich mit dem Fahrrad da.
02:31Ich habe eingekauft und wollte dann die Sachen in den Kühlschrank stellen.
02:36Hier.
02:38So, schau her.
02:39Das haben Sie alles mit dem Fahrrad transportiert.
02:42Ja, ich habe viel Übung dran.
02:45Nicht schlecht.
02:46Nicht mehr Platz.
02:47Ja, und dann habe ich geklingelt, keiner hat aufgemacht.
02:49Dann habe ich selbst aufgeschlossen.
02:51Ich habe Schlüssel, falls Herr Frühwald nicht zu Hause ist.
02:55Ja, und dann lag er dann da.
02:58Und ich habe Sie auf der Wiese arbeiten gesehen und bin zu Ihnen gerannt.
03:03Haben Sie Glück gehabt, dass der Nachbar Polizist ist, gell?
03:07Herr Frühwald hat von Ihnen oft erzählt, wie Sie ihm als Bub Birnen gestohlen haben.
03:14So ist auch ein Rezeter.
03:17Haben Sie sonst irgendwas gesehen?
03:20Nein.
03:24Grüß Gott, Frau Doktorin.
03:26Guten Tag.
03:29Ich werde mal wieder ganz fesch.
03:31Extra für Sie, Frau Doktor.
03:32Die Leiche wäre hinten links ums Eck.
03:34Spuren Sie, wir sind schon fast fertig.
03:37Ah ja, du warst gerade...
03:39Heimodeln.
03:40Grüß dich.
03:42Ich sage nichts dazu.
03:44Danke, Herr Schöp.
03:51Bei uns im Eintreffen haben wir eine Temperatur von 18 Grad bei ihm gemessen.
03:56Die Raumtemperatur lag bei ca. 20 Grad.
03:59Wir haben alles notiert.
04:00Das Opfer heißt Werner Frühwald.
04:02War Bauunternehmer, entdeckt und alleinstehend.
04:06Und offenbar ein Ästhet.
04:08Das Sammeln von diesen Designermöbeln war sein Hobby.
04:12Teures Hobby.
04:13Wer sich so einen S-Chair von Tom Dixon leisten kann.
04:17Den aufgeblasenen Baseballhandschuh finde ich lustig.
04:20Aha.
04:21Paolo Lomazzi, eine Hommage an den Baseballspieler Jody Mantua.
04:25Sie kennen sich aus.
04:26Ich bin schon bald dringesessen, der so ein grabe, kremer Glatz kam.
04:29Nicht Ihre Welt, was?
04:31Nicht wirklich.
04:32Wissen Sie, ich finde das alles ganz nett und lustig.
04:33Aber irgendwie ist mir dann doch lieber, wenn der Stuhl ausschaut wie ein Stuhl und nicht wie ein Fußball als
04:38Hommage von Franz Beckenbauer.
04:44Was machen Sie da?
04:46Ich wollte nur kurz abspülen.
04:48Ich kann nicht einfach so rumstehen.
04:49Und ich wurde ja schließlich bis Ende des Monats bezahlt.
04:52Na ja, jetzt auf.
04:53Sie können wichtige Spuren vernichten.
04:55Ach so.
04:58Kann ich dann gehen?
04:59Ja, eigentlich schon.
05:01Und was ist mit Lebensmitteln?
05:03Sind das auch wichtige Spuren?
05:04Nein, nein.
05:05Weil ich würde die dann gerne mit nach Hause nehmen.
05:08Wäre schade, wenn alles verdirbt.
05:09Ja, vielleicht.
05:10Nehmen Sie es ruhig mit.
05:11Wenn ich irgendwas brauche für ihn, dann melde ich mich.
05:13Ich habe die Nummer jetzt ja.
05:14Also, witterschauen.
05:15Vielen Dank.
05:19Bringen Sie die bitte ins Büro, ja?
05:21Aha.
05:22Ach, Herr Lint.
05:24Eine Frage.
05:25Brauchen Sie mich heute noch?
05:26Haben Sie noch was vor?
05:28Nein.
05:29Danke.
05:31Ach.
05:33Wenn man die zusammenklebt, könnte man auch einen Stuhl draus machen.
05:35Also Marsch ans Finanzamt.
05:37Ah, Herr Lint.
05:38Ja.
05:39Ja, ja, ja.
05:40Viel Spaß.
05:40Danke.
05:42Wie schaut es mit dem Todeszeitpunkt aus?
05:45Schwer zu sagen.
05:47Normalerweise beginnt nach zwei Stunden die Totenstarre und hält bis zu 72 Stunden lang an.
05:53Normalerweise, was ist hier nicht normal?
05:55Sehen Sie doch, wie der Mann da liegt.
05:56Ja, ja.
05:57Sieht aus, als ob er noch im Sterben erstarrt wäre.
06:00Genau.
06:01Es könnte auf eine kataleptische Totenstarre hindeuten.
06:04Ein Sonderfall.
06:05Sie lässt den Menschen genau in der Haltung erstarren, in der er sich in der Sekunde des Todes befunden hat.
06:10Wie kann sowas passieren?
06:11Ein Schlag auf den Hirnstamm.
06:13Dann kommt es zu dieser Totenstarre.
06:15Das heißt, da kann einer aber auch schon 70 Stunden tot sein.
06:18Nein.
06:20Die Leichenflecken sind voll ausgeprägt.
06:22Also sechs Stunden dürfte er mindestens tot sein.
06:24Aber exaktere Angaben kann ich erst nach der Obduktion machen.
06:28Klar.
06:30Danke, Frau Dr.
06:33Warum lässt der Täter die Waffe liegen?
06:35Weil sie so in Panik geraten.
06:37Lässt die Waffe fallen oder den Kopf aus der Form.
06:39Dann suchen wir also einen Mann oder Kopf?
06:46Dieser Fall hat meinen Zeitplan völlig durcheinander gebracht.
06:48Was heißt das?
06:49Dass ich morgen früh noch mehr ran muss.
06:51Ich weiß nicht, was Dr. Hector zu sagen wird.
06:54Wenn der fragt, dann sagen Sie einfach, ich bin schon draußen.
06:56Wo draußen?
06:57Ja, hier draußen.
06:58Ja, was heißt hier?
06:59Hier, Tatort oder Wiese?
07:00Ja, ich darf sogar die Erbsen zählen.
07:02Die paar Meter hin oder her.
07:03Die paar Meter trennen Lüge und Wahrheit.
07:05Das ist immer noch kompliziert.
07:07Ich mache es mir nur nicht ganz so einfach wie Sie.
07:09Bitte, dann gegen das zu.
07:11Verfehlst du mich?
07:12Danke.
07:18Schön.
07:19Wo ist denn schon wieder der Herr Hof?
07:23Der ist draußen.
07:24Wo draußen?
07:25Ach, am Tatort.
07:26Ist doch gut.
07:28Ich wollte Sie so und so unter vier Augen schreiten.
07:32Ja, bitte.
07:45Sie haben doch in Göttingen auch ausgebildet.
07:48Ja, warum?
07:50Ich würde es begrüßen, wenn Sie meine Leute auch auf Vordermann brichten.
07:53Ich habe mir schon ein Gelände fürs Training ausgeguckt.
07:57Also, ich möchte Ihren Vorschlag nicht kritisieren.
08:00Ich finde mich natürlich sehr geehrt, dass Sie dabei an mich denken.
08:02Jetzt reden Sie doch nicht um den heißen Brei herum.
08:08Ich finde es nicht gut, wenn der Neue kommt, dass er hier ist, seine Kollegen durchs Gelände hetzt.
08:11Gerade, dass Sie neu sind, ist gut.
08:13Bestehen noch keine sozialen und psychologischen Abhängigkeiten.
08:16Meinen Sie mir entgehen die Flunkereien von Mohr und Stockl, wenn Sie den Nebenjob-Hofers auf dem Hof decken?
08:22Gott sei Dank sind Sie noch nicht vom Amico-Virus befallen.
08:27Also, was ist?
08:29Ich weiß nicht.
08:33Außerdem werde ich sowieso nicht mehr lange hier sein.
08:36Der Irrtum, dass ich hier gelandet bin, wird sich ja hoffentlich bald aufklären.
08:40Guten Morgen, Herr Dr. Hebt.
08:43Wir sprechen später darüber.
08:51Also, keine Fingerabdrücke auf der ganzen Eisenstamme nicht.
08:54Das habe ich mir gedacht.
08:56Wo ist denn jetzt mein Sessel?
08:59Das Herr Lindh es mir zu verdanken hat, dass er bei uns gelandet ist.
09:04Ich habe nichts gesagt.
09:05Ich weiß, ist schon gut.
09:07Sie haben dicht gehalten und Sie halten es weiterhin so.
09:09Ich schweige wie ein Grab.
09:11Schön, dass ich mich auf Sie verlassen kann.
09:14Dafür verzeihe ich Ihnen auch, dass Ihnen in Bezug auf Herrn Hofer
09:18auch kein Sterbenswörtchen über die Lippen kommt.
09:21Wie meinen Sie jetzt das?
09:23Sie verstehen schon.
09:26Ah, Herr Dr. Hebt.
09:27Ein Brief für Sie.
09:29Für mich?
09:29Ja, aus Minger.
09:31Noch zu.
09:32Diesmal habe ich auch gepasst.
09:33Hat sich wieder in meiner Hauspost verirrt.
09:35Das München.
09:37Danke.
09:38Bitte.
09:39Ist zwings am Lindh, gell?
09:46Und?
09:47Haben Sie ihm die Wahrheit gesagt?
09:50Wie in dem Heft?
09:51Ja.
09:53Ich war schon in der Schule in der Niete.
09:56Sie?
09:56Was das Pätzen angeht.
10:00Ist nicht heute Ihr...
10:02Ja, ja.
10:03Heute Abend.
10:05Herr Mohr, ich glaube, ich bin da auf was gestoßen.
10:09Schau's mal.
10:12Ein gewisser Andreas Späth, ein Dachdeckermeister, hat den Frühwald mit einem Eisenrohr bedroht.
10:21Er?
10:22Und wieso?
10:23Offenbar, weil Frühwald ihm Geld geschuldet hat.
10:26Und dann ist Späth von ihm angezeigt worden wegen Nötigung.
10:31Ich glaube, ich hol den Herrn Hofer mal von seinem Traktor.
10:36Apropos, ich find das ganz buntig, Herr Lindh, dass Sie den Korinian so decken.
10:40Lange mach ich das nicht mehr mit.
10:42Müssen Sie ja gar nicht.
10:44Das nächste Mal ist das Stockel dran.
10:45Womit?
10:46Ja, mit dem Decken.
10:47Wir haben ja nicht ein System.
10:48Ich will's gar nicht wissen.
10:50Geh.
10:51Bei Bayern gehen die Uhren anders rum.
10:58Ich sag's nur einmal.
10:59Dann hau ich dir mal nicht auf am Schädel, lass mir uns der Zeppelin herdrehen.
11:01Hey, hey, hey.
11:02Los, tu's doch, mach's.
11:04Dann kannst du gleich wegen zwei Morde einfahren.
11:06Tu jetzt das Geld her, dann geh auch nicht zur Polizei.
11:09Dann kommen eben wir zu euch.
11:11Hofer, Krippe, Rosenheim, mein Kollege Lindh.
11:13Seid ihr hier spät?
11:15Was wollen Sie?
11:16Erst einmal die Latten weg.
11:17Ich hab mit der Sache nichts zu tun.
11:19Die Latten weg, hab ich gesagt.
11:22So, und was ist mit euch zu?
11:24Die Seppel Brothers.
11:26So scheint's aus.
11:31Also.
11:34Was wollten Sie bei Herrn Späth?
11:36Ja, mein Geld.
11:37Welches Geld?
11:38Ja, dass der Späth meinem Onkel gestohlen hat.
11:41Herr Frühwald war Ihr Onkel?
11:43Ja, genau.
11:43Und als ich heute Morgen in der Zeitung von dem Mord gelesen hab,
11:46da musste ich nur eins und eins zusammenzählen.
11:49Können Sie mir diese Rechnung näher erläutern?
11:51Ja.
11:52Ich wusste ja von meinem Onkel von der Sache mit dem Späth,
11:56dass der seine Schulden mit dem Eisenrohr eintreiben wollte.
12:00Man darf doch rauchen, oder?
12:01Später können Sie rauchen, so viel Sie wollen.
12:04Ja, genau.
12:05Und am Tatort wurde ein Eisenrohr gefunden.
12:08Und woher wussten Sie das?
12:10Ja, es ist doch Bredlbrot in der Zeitung gestanden.
12:12Genau.
12:13Und mein Onkel hat immer sehr viel Bargeld im Tresor aufbewahrt.
12:17Und wie kommen Sie darauf, dass das Ihr Geld ist?
12:19Ja, weil ich bin der einzige Erbe.
12:21Also gehört das über kurz oder lang mir?
12:24Ja?
12:25Also, dass das der Spät war,
12:27das ist für mich so sicher wie das Armin in der Kirche.
12:30Sagen Sie mal, für wir Blöw halten Sie mich eigentlich.
12:33Ganz Rosenheim weiß,
12:34dass ich den Frühwald mit dem Eisenrohr angegangen bin.
12:36Und dann schlag ich den Tod damit.
12:37Und lass das Rohr auch noch liegen.
12:39Da wär ich ja dümmer, wenn die Polizei erlaubt.
12:40Das haben Sie gesagt.
12:42Ich bin ein Bauchdeckermeister und kein Volldepp nicht.
12:44Jetzt kommen Sie wieder runter.
12:46Na ja, da könnte ich mich Stunden mehr raufregen.
12:48Wollen Sie eine kleine Auszeit in der Auslichterungszelle?
12:55Ist doch wahr.
13:00Also, wie war das genau mit den Schulden?
13:04Ich hab für den Frühwald gearbeitet.
13:06Als Subunternehmer.
13:08Aber der Geizhals hat nicht gezahlt.
13:10Weil Ihre Arbeit nicht korrekt war.
13:12Meine Arbeit ist immer korrekt.
13:13Da können Sie gerne jeden in Rosenheim fragen.
13:15Ist schon gut. Weiter.
13:19Mahnbescheid und Klage haben nichts genutzt.
13:22Der Frühwald hat immer neuere Hürden aufgebaut.
13:25Gegenklage.
13:26Wegen angeblicher Arbeitsmängel.
13:30Vergleichswiderruf.
13:32Einholung langwieriger Gutachten und so weiter und so weiter.
13:36Nachdem dann ich meine Angestellten
13:38nimmer mehr hab' zahlen können.
13:40Und ich dann noch wegen Vorenthaltung von Arbeitsentgelt
13:43gerichtlich belangt wurde.
13:44Da ist mir dann der Kragen gekratzt.
13:46Und da haben Sie ihn mit einem Eisenrohr bedroht?
13:49Ja.
13:50Und dann hat er mich verklagt.
13:52Wegen Nötigung.
13:53Und was war das, was der mit mir gemacht hat?
13:55War das etwa eine Kornötigung?
13:56Jetzt kommen Sie wieder runter.
14:01Ich hab dann den ganzen Mist an ein Inkasso-Büro abgeben.
14:05Für teure Prozente.
14:09Wie heißt denn das Inkasso-Büro?
14:13Wolf und Wolf.
14:16Das Inkasso-Büro Wolf und Wolf wird von zwei Brüdern geleitet.
14:20Nein, was ich nicht sagen.
14:22Sieg, wenn Sie mir versuchen kommen, dann können Sie in Zukunft selber surfen.
14:25Entschuldigung.
14:28Hätten ja auch Vater und Sohn sein können.
14:30Oder Schwester und Bruder.
14:32Oder Schwester und Schwester.
14:34Ich hab nichts gesagt.
14:36Also, ein Inkasso-Büro treibt ja bekanntlich Geld ein.
14:40Diese beiden Brüder werden engagiert, um säumigen Zahlern auf die Sprünge zu helfen.
14:44Da manche Leute das mit der Zahlungsmoral nicht so genau die ganze Sache nehmen,
14:49ist deren Durchschlagskraft oft sehr erwünscht.
14:52Also das heißt, bei den Geschäftsleuten sind die sehr beliebt.
14:54Aha.
14:56Sauber recherchiert, Frau Stock.
14:58Internet.
15:00Übrigens, das ist die Adresse.
15:02Taufkirchen bei München.
15:03Ah ja, danke.
15:04Sagen Sie mal, haben die Seppelbrassers was mit dem Mord eigentlich zum Tor?
15:07Wieso interessiert Sie das?
15:09Nein, nicht wirklich.
15:11Sind Sie ein Fan?
15:12Nein, das ist mir viel zu kopfig, was die machen.
15:15Schade.
15:16Ich hab nämlich zwei Freikarten für die Vorstellung heute Nachmittag
15:19und da das bestimmt bayerisch ist, brauch ich eigentlich jemanden, der mir übersetzt.
15:23Vielleicht Ihre Schwester.
15:24Fragen Sie sich halt, die klappt ja jederzeit.
15:28Ich frag Sie mal.
15:29Ciao.
15:31Und nix für ungutverstocklich.
15:34Oh, bin ich blöd.
15:38Aber genau darum geht's doch.
15:40Wir müssen dahin, wo's weh tut.
15:42Verstehst?
15:43Und wenn's aber nicht lustig ist?
15:45Ah, lustig.
15:47Inhalte, mein Lieber.
15:48Verstehst du?
15:49Inhalte.
15:49Wir machen hier Kabarett und kein Kasperltheater.
15:52Wenn aber die Leute nix zum Lachen haben, dann bleiben die beim nächsten Mal daheim.
15:56Verstehst?
15:56Nix da.
15:57Ich mach da kein Kompromiss mehr.
15:59Es ist eh schon peinlich genug, dass ich mich auf Seppl Brothers auf den Namen eingelassen hab.
16:04Es zieht wenigstens eine Bar Touristen rein.
16:07Ja, eine Schande ist das.
16:09So, eine Schande ist das.
16:11Aber ein Einbruch beim eigenen Onkel, das ist keine Schande, was?
16:17Pass mal auf, was du sagst.
16:19Auf Frühwald wurde zweimal eingeschlagen.
16:22Und?
16:23Mit verschiedenen Tatwerkzeugen.
16:26Mit solchen?
16:27Der erste Schlag wurde mit einem eher spitz zulaufenden Gegenstand geführt.
16:32Das war auch der tödliche.
16:35Was heißt, der Schlag mit dem Eisenrohr war gar nicht die Todesursache.
16:39Sieht so aus.
16:40Übrigens war Frühwald zwischen 22 und 24 Stunden lang tot.
16:45Können Sie was über die Tatwaffe sagen?
16:47Also außer, dass die spitz zulaufend war?
16:49Leider nein.
16:51Klingt vielleicht blöd, die Frage.
16:53Aber trotzdem, Frau Doktor, was meine ich, Sie könnten auch eine Frau den Schlag ausgeführt haben?
16:58Mit Sicherheit.
16:59Warum hat man nur das Eisenrohr befunden?
17:01Ich weiß nicht.
17:04Sollte Sie sich vielleicht die Wolfsbrüder vorknöpfen?
17:06Gut, und Sie?
17:08Ich täte mich mit der Haushilterin verabreden.
17:10In der Nähe Ihrer Wiese, schätze ich.
17:12Möglich.
17:13Gut, dass Sie verdrückt haben.
17:14Wiederschauen.
17:16Tschüss.
17:18Weil Sie gerade davon sprechen, der Michael hat mir erzählt, dass Sie dich geholfen haben.
17:23Ich habe nur das wiedergegeben, was Sie gesagt haben.
17:26Also.
17:27Auf jeden Fall danke ich.
17:30Und, was meinst du?
17:32War es da spät?
17:33Ja, fällt dir sonst noch jemand ein?
17:35Die Haushälterin?
17:37Kosnitscher.
17:38Sie ist bei ihm ein- und ausgegangen.
17:40Vielleicht hat sie was gewusst von dem Schwarzgeld im Tresor.
17:43Und dass der Spät ihn mit dem Eisenrohr bedroht hat, das könnte sie auch wissen.
17:48Kosnitscher.
17:49Trotzdem, wir halten uns jetzt bedeckt.
17:51Wir können die nicht auch noch angehen.
17:53Weil am Ende sind wir nämlich im Visier von den Kops.
17:56Und wir haben so auch schon genug Sorgen.
17:59Da kannst du recht haben.
18:02Und wir haben so auch schon genug Sorgen.
18:40Hey, warte mal, Sebastian.
18:42Das ist ein Bulle.
18:43Ihr fackelt ja wirklich nicht lange.
18:58Sorry, Herr Lind.
18:59Aber wir dachten, Sie sind einer von denen.
19:01Von welchen?
19:04Die uns bedrohen.
19:06Einer unserer Schödener hat aufgerüstet und sich ein paar Rosen besorgt, die uns einschüchtern sollen.
19:11Solche Ex-KGB-Typen.
19:15Haben Sie dafür die entsprechenden Papiere?
19:18Absolut.
19:20Wir sind die Guten, Herr Lind. Echt?
19:22Auch wir verhelfen den Menschen zu Ihrem Recht.
19:26Fragt sich nur, wie?
19:27Legal.
19:29Absolut legal.
19:30Die brauchen wir nur zur Schau.
19:32Meist genügt der erste Eindruck, den wir rüberbringen.
19:36Bei Herrn Frühwald haben Sie offenbar einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
19:39Ja, ist eine echt dumme Sache.
19:41Absolut klar, dass Sie da auf uns kommen, aber wir sind seriös, bis auf die Knochen.
19:48Klar.
19:49Wer schlachtet schon die Kuh, die er melken will?
19:51Absolut.
19:52Gut.
19:56Nur, wenn die Kuh dann gemolken ist...
19:58Aber Herr Kommissar, das ist nicht unser Stil.
20:00Ja?
20:02Dann haben Sie bestimmt auch ein Alibi für vorgestern zwischen 18 und 20 Uhr.
20:06Na, ich war hier.
20:08Kann das jemand bezeugen?
20:09Ja, ich.
20:14Mord ist nicht unser Ding.
20:17Das müssen Sie uns schon glauben.
20:24Absolut.
20:25Ja, ich bin anders.
20:30Ich bin reingellter grew.
20:32Ich bin einführbar.
20:58Hallo Herr Hofer, tut mir leid, der Kuchen war nicht fertig.
21:01Und dann habe ich den Bus verpasst, ich muss auf den nächsten warten.
21:04Macht ja nichts, macht gar nichts.
21:05Hätten Sie etwas gesagt, dann hieß Sie abgeholt.
21:09Gezaubernd, schauen Sie aus.
21:11Danke schön.
21:11Volle, das ist ja auch.
21:14Das schaut super aus.
21:19Richtig klasse.
21:23Was haben Sie studiert in Polen, danke.
21:27Kunstgeschichte.
21:28Ach, danke.
21:29Eine Stelle habe ich aber nie gefunden.
21:30Na ja, und Sie auch nicht, oder?
21:33Deswegen putze ich.
21:38Hm, ist ja gut.
21:40Ausgezeichnet.
21:41Danke, Masurik heißt es.
21:43Es wird bei uns zu Ostern gebacken.
21:45Den Rest können Sie haben, wenn Sie wollen.
21:47Danke.
21:48Ich glaube, mit Ihnen als Kirchin würde ich richtig dick werden.
21:52Wie war ich der Frühwald zu Ihnen?
21:54Gut.
21:56Das erstaunt mich.
21:58Ich habe den nur als Kurzbrochen gekannt.
22:00War er auch, aber mich hat er gleich gemocht, weil ich es zu seiner Designersammlung sagen konnte.
22:07Na also, doch nicht umsonst studiert.
22:10Nein, er freute sich wie ein kleines Kind, weil jemand sich in seiner Leidenschaft auskannte.
22:16Wundert mich jetzt auch.
22:19Und gedacht, er hat alles für seine Möbel aufgespart.
22:21Ansonsten war er total geizig.
22:23Bei mir nicht.
22:24Er hat mich sogar zum Essen eingeladen.
22:27Dass ich zuerst natürlich kochen musste.
22:33War er verschossen in Sie?
22:35Hm?
22:35Er hat Ihnen nachgestellt.
22:37Wollte er was von Ihnen?
22:38War er verliebt?
22:38Achso, nein.
22:40Er war immer korrekt.
22:41Er hat mich eher als eins seiner Sammlerstücke betrachtet.
22:45Sie haben aber auch ein verdammt süßes Design.
22:48Entschuldigung.
22:50Danke.
22:52Ja, ähm.
22:55War da viel Geld in Tresor eigentlich bei Ihnen?
22:57Haben Sie da was mitbekommen?
22:59Also wenig war das nicht.
23:01Ich habe reingeschaut, wo es mal offen stand.
23:05Hat der Probleme gehabt?
23:07Feinde?
23:08Haben Sie da was mitbekommen?
23:09Feinde?
23:10Keine Ahnung.
23:12Außer diesem Spät, dem er sein Geld nicht zahlte.
23:15Und dann waren da doch diese Geldeintreiber.
23:19Geldeintreiber?
23:20Haben die mitbekommen?
23:22Darüber hat er mit mir nicht gesprochen.
23:25Aber er wollte sich eine Pistole kaufen.
23:28Das sagt einiges.
23:38Nein, Herr Dr. Heppt.
23:40Das klingt aber gut.
23:42Frau Stockel, wir müssen reden.
23:44Oh, das klingt gar nicht gut.
23:46Tja, ich brauche Ihren Rat.
23:49Was?
23:56Der Brief aus München.
23:59Die Kollegen wollen wissen, ob Herr Lindh jetzt kommt oder nicht.
24:03Herr Lindh hatte sie angeschrieben und auf die irrtümliche Versetzung hingewiesen.
24:07Ja, was ja kein Irrtum war.
24:09Sondern mein Werk, ja.
24:12Jetzt muss ich denen antworten, dass alles in Ordnung ist und Herr Lindh in Rosenheim bleibt.
24:17Ja, klar.
24:18Sie wissen aber schon, was das für Konsequenzen haben kann.
24:21Schließlich kommt Herr Lindh, wie sagt der Hofer immer?
24:25Nicht immer auf der Brennsuppe dahergeschwommen.
24:28Was meinen Sie, wie er reagieren wird, wenn er mehr auf die Schliche kommt?
24:32Sie kennen ihn besser.
24:34Er darf nicht böse sein und alles hinschmeißen.
24:36Nein, das glaube ich nicht.
24:38Sondern?
24:39Er wird sich geschmeichelt fühlen, dass jemand hinter ihm hier ist.
24:43Glauben Sie?
24:44Natürlich wird er Ihnen böse sein.
24:46Das sind wir Frauen auch immer, wenn wir merken, jemand ist hinter uns ja, den wir gern haben.
24:50Man muss das Gesicht wahren.
24:53Interessanter Vergleich.
24:56Na gut, dann schreibe ich denen, dass alles in Ordnung ist.
25:00Ja, und dann kann man nur abwarten und Tee trinken oder besser gesagt, geingesprühen.
25:05Hoffentlich schmeißt er nicht alles hin, wenn er die Wahrheit erfährt.
25:08Herr Dr. Heppt, der Herr Lind ist gern bei uns.
25:11Das weiß er nur noch nicht so genau.
25:13Das ist auch so eine alte Männerkrankheit.
25:16Und wir können wie ihm dann klar machen, dass er gerne bei uns ist?
25:19Gar nicht.
25:20Wir können ihm nur sein Nest bauen.
25:22Reinhocken, das muss er sich schon selber.
25:24Na gut, dann folge ich mal der weiblichen Intuition.
25:28Das war's schon.
25:34Und vielen Dank für Ihren Rat.
25:36Gerne, Herr Dr. Heppt.
25:37Gerne.
25:46Ich hätte gern, dass Sie sich jetzt genau im Raum umschauen.
25:48Schauen Sie sich jedes Detail genau an.
25:52Ich möchte wissen, ob irgendwas fehlt, was mir besinnahmt.
25:56Mhm.
26:19Ja, zwei Sachen fehlen.
26:21Ein kleines Reisebügeleisen aus Belle Epoque-Ära.
26:25Den hat Herr Frühwald als Briefbeschwerer benutzt.
26:27Und das Zweite?
26:29Und das Zweite, das Roulette Ashtoy.
26:32Ein Schleuder-Ascherbecher aus den 50er-Jahren von Nils Kerkerberg.
26:36Ach, Sie meinen so einen, bei dem ein Schwungrat die Asche ins Innere des Bechers befördert.
26:40Du, Gordny.
26:41Da habe ich Schlinger Erinnerungen dran.
26:44Wieso?
26:45Der ist mir einmal beim Putzen runtergefallen, kaputt gegangen.
26:48Ich habe ihn dann heimlich reparieren lassen, Blut und Wasser geschwitzt.
26:52Herr Frühwald hat aber nichts gemerkt.
26:53Na Gott sei Dank.
26:55Die beiden Sachen, der Aschenbecher und das Bügeleisen, die waren vor dem Tod schon frühwald
26:59nur da.
27:00Ja.
27:01Da sind Sie sich ganz sicher.
27:04So sicher, wie Warschau-Polens Hauptstadt ist.
27:07Sonst könnten Sie mir von dem Bügeleisen eine Zeichnung anfertigen.
27:12Mit allen Details.
27:13Ja, wenn möglich.
27:16Darf ich?
27:16Freilich.
27:35Der Hof war fertig.
27:43Da liebst du wieder.
27:45Danke.
27:47Super.
27:48Super.
28:00Dass ihr schon da seid.
28:04Was ist da lustig?
28:05Geh, wir lachen doch nicht wegen dir.
28:07Ach so.
28:08Wir waren gar nicht in der Forst.
28:09Nein, bin spät gekommen und haben uns einfach sausen lassen.
28:12Und warum lacht es dann so?
28:13Weichs dem Scheinwerfer.
28:15Was ist mit dem?
28:16Nein, der von Valentin.
28:18Was ist mit dem Valentin?
28:19Den Karl Valentin.
28:20Kennen Sie den nicht?
28:22Nie gehört.
28:23Wir haben gerade eine CD im Auto von Valentin angehört.
28:26Ja, ich habe sie mir gekauft, weil ich dachte, ich muss mal hören, wie der ist.
28:29Und warum lachen Sie dann so?
28:30Wieso nicht?
28:31Sie verstehen doch eh nichts.
28:32Ja, das stimmt.
28:34Die Schwester hat so ansteckend gelacht.
28:37Sie hat einen kleinen Schläbchen.
28:39So ansteckend.
28:40Komm, jetzt gibt es noch einen kleinen Absacker.
28:43Prost.
28:45Ja, ich habe dann der Frau Dr. Kern die Zeichnung durchgefraxt.
28:48Und?
28:49Ja, sie besorgt sich manchmal ein bisschen essen.
28:51Ist sich aber schon zu 90 Prozent sicher, dass das die Tatwaffe ist.
28:57Das lässt er perfekt schließen.
28:58Genau.
29:00Warum?
29:01Ja, wenn jemand einen Mord plant, dann nimmt er meistens die Waffe mit und besorgt sie sich nicht erst am
29:06Tatort.
29:07Klingt logisch.
29:11Die Wolf-Brüder, kann man die für Sie in Frage?
29:14Ja, absolut. Das sind richtige Schlitzohren. Den traue ich nicht über den Weg.
29:18Was ist mit der Haushälterin?
29:20Also mein Gefühl sagt nein. Also die ist wirklich sehr nett.
29:25Und ihr Verstand?
29:26Mein Verstand sagt, sie ist intelligent, schön, gebildet und arm.
29:31Also mordverdächtig.
29:32Leider.
29:33Also wie ihr so über die Leute redet. Ganz schön abgebrüht.
29:37Warum hilft sie mir dann beim Bügeleisen?
29:39Ja, vielleicht ist sie ja noch abgebrühter.
29:44Was sagen Sie bezüglich des Heppel-Brothers?
29:47Also ich sehe da nichts.
29:48Vielleicht ein bisschen bescheuert, wie der Weichsler sein Erbe eintreibt, aber sonst...
29:52Oh, der Weichsler braucht viel Geld.
29:54Weichsler und Leitner haben im Kulturausschuss eine Förderung für ihr Theater beantragt.
29:59Und die sind praktisch beide und haben auch noch die Auflage gekriegt, einige bauliche Mängel zu beseitigen.
30:06Heppt, der auch im Ausschuss sitzt und von denen gar nichts hält, wollte nichts geben.
30:09Aber ich habe gekämpft. Prost.
30:13Wo war ich dem, Lim?
30:14Bei deinem Kampf.
30:16Genau, bei meinem Kampf.
30:18Weichsler bekommt die Förderung, aber nur unter einer Bedingung.
30:21Er muss einen gewissen Anteil selber beisteuern.
30:24Das war Heppel-Bedingung.
30:25Aber das Geld hat er nicht aufgebracht.
30:27Bis jetzt zumindest nicht.
30:29Aber das ist doch komisch.
30:31Weichsler raubt seinem Onkel das Geld und bedroht dann den spät.
30:34Vielleicht wollte er von sich ablenken.
30:37Also hat er gerade auf sich aufmerksam gemacht.
30:39Stimmt auch wieder. Trotzdem.
30:42Trotzdem, ich weiß, wir sollten dranbleiben.
30:45Das sehe ich auch so.
30:52Tja, sagen Sie, kennen Sie eigentlich den Neffen vom Frühwald, den Roman Weichsler?
30:58Flüchtig.
31:00Was hat der Frühwald von ihm gehalten?
31:03Gar nichts.
31:05Der Herr Frühwald war sehr traditionsbewusst.
31:09Und Weichslers kritisch-satirischer Blick auf Land und Leute gefiel ihm ganz und gar nicht.
31:17Hat der Roman Weichsler den Frühwald um Geld gebeten für sein Theater?
31:23Ja.
31:25Und?
31:25Hat der Frühwald immer Geld gegeben?
31:28Er fand es nahezu als ein Segen, wenn Weichsler seine Bühne schließen muss,
31:32auf der seiner Meinung nach das bayerische Gedankengut auf subversivste Art und Weise untergraben wird.
31:39Das hat ja mitgepasst, oder?
31:44Hallo.
31:45Hallo.
31:46Hallo.
31:49Christian Lind.
31:50Ich bin die Haushälterin.
31:52Ah, die Frau Kosnetzer.
31:53Sie hat mich vorgestern gar nicht bemerkt.
31:55Ich werde sie in der Sofa abbeichten gehen.
32:00Ich glaube, das war's dann für einen Augenblick.
32:02Wenn ich sie noch mal brauche, rufe ich sie an.
32:05Tschüss.
32:06Tschüss.
32:10Tschüss.
32:11Tschüss.
32:15Kann so ein Wesen einen Mord begehen?
32:18Ja.
32:20Theoretisch.
32:23Wir haben schon den grausamen Beruf.
32:25Oh ja.
32:27Ich war übrigens gerade bei der Bank.
32:29Der Weichsler hat sich heute an meinen Kredit bemüht.
32:31Und wissen Sie, wen er als Bürgen angegeben hat?
32:33Frühwald.
32:34Hm?
32:40Wir haben das Geld nicht.
32:43Mach dir keine Hoffnung.
32:44Sollten wir das Geld nicht finden, bist du noch lange nicht aus dem Schneider.
32:47Du musst dir oder so für die Schulden des Onkels gerade stehen.
32:49Spätestens dann, wenn du ärgst.
32:51Absolut.
32:52Sehr gut.
32:54So skurrile Situation.
32:56Ich könnte mir mal in ein Stück einbauen.
32:58Sehr witzig, Willi.
32:59Sehr witzig.
33:03Gröser, wirf doch seine Schäfchen auf.
33:19Ich gehe da lang.
33:19Pssst.
33:34Ist euch kalt?
33:36Hallo.
33:37Entschuldigung.
33:41Michi, komm doch mal schnell zum Fall in dieses Theater.
33:43Es gibt was zum Verhaften.
33:45Und bring ein paar Kollegen mit, gell?
33:56So, wo sind die Patienten?
33:57Na, ist ja das ein paar Kollegen.
33:59Was glaubst du?
34:00Was meinst du?
34:02Geh mal.
34:03Nein, nein, nein.
34:03Dort drüben.
34:04Pass her.
34:04Ich will mich hin.
34:09So, auf geht's.
34:25Und wer soll den ganzen Schein aufräumen?
34:27Können Sie das jetzt haben?
34:54Und wer soll den ganzen Schein aufhören?
35:00Jetzt geben Sie es endlich zu.
35:02Sie haben Ihren Onkel der Schlang.
35:04Sie haben ein Motiv, kein Alibi und Sie waren am Tatort.
35:07Oder wie sonst kommt der Aschenbächer in Ihren Besitz?
35:10Ich hab keine Ahnung, ja?
35:12Meiner ist auf jeden Fall nicht.
35:13Ich rauch ja nicht einmal.
35:15Ich hab eine totale Nikotinallergie.
35:17Geheben Sie sich den Schmarrn für die Bühne auf.
35:21Sagen Sie endlich die Wahrheit.
35:24Oder wollen Sie ein paar Wochen in Untersuchungshaft?
35:26Das ist für kein Zuckerschlecken.
35:29Geh, Stefan?
35:31Also, Sie haben es in der Hand.
35:35Das hört sich vielleicht jetzt saublöd an, ja, aber wir wollten meinen Onkel ausrauben.
35:41Ja, nur ausrauben, okay?
35:43Aber da war schon jemand vor uns da und mein Onkel lag tot am Boden.
35:47Wer ist wir?
35:48Ja, der Leitner und ich halt.
35:51Na, weil es geht ja Ihnen auch was an, dass wir zu Geld kommen.
35:54Also haben Sie den Safe geöffnet?
35:56Na, der war schon offen.
35:58Und Geld war keins drin.
35:59Und dann haben wir auch schon Sie auf dem Traktor gekommen sehen und dann sind wir abgehauen.
36:02Sie, haben Sie mich gesehen?
36:04Ja, Sie und die Haushälterin.
36:06Mhm.
36:08Und wie kommt der Aschenbecher in den Büro?
36:10Ich war vor einem Monat in Istanbul, da habe ich den Aschenbecher gekauft.
36:14Istanbul?
36:15Wo waren Sie vor drei Tagen? Zwischen 18 und 20 Uhr?
36:19Daheim? Allein?
36:23Ich kann Ihnen aber genau sagen, welchen Film ich angeschaut habe.
36:29Keine Zeugen.
36:34Ein massurischer Osterkuh.
36:37Sensationell.
36:38Den hat die Beata gemacht.
36:46Mh, der ist eine Wucht.
36:48Da fragt du es auf dem Kasten.
36:50Redet sich von mir?
36:52Was machst du denn wieder?
36:53Den Hebt abholen. Da wollte ich nur mal schauen, ob ihr auch einmal arbeitet.
36:56Hallo.
36:57Hallo. Sie waren auf einmal weg gestern.
37:00Ja, Sie auch.
37:03Ist der von Mayerbeck?
37:06Der ist von der Beata.
37:08Der Frau Kusnitscher.
37:09Ah, der abgebrühten Haushälterin.
37:12Das ist ein massurischer Osterkuchen.
37:14Genau, der ist wirklich fantastisch. Wollen Sie ein Stück probieren?
37:16Na, danke. Im Augenblick isst man nicht danach.
37:20Ja, Ihr Kuchen ist natürlich auch sehr gut.
37:26Dann stelle ich nicht weiter.
37:28Für die.
37:29Ja.
37:33Das hätten Sie jetzt nicht sagen dürfen.
37:35Ich hab's gemerkt.
37:38Auftrag erledigt.
37:39Aber leider, das Alive von Weichsler ist hip und stichfest.
37:43Danke, Missy.
37:44Mh, ein massurischer Osterkuchen.
37:47Woher weißt du denn du das?
37:49Weil ich mach grad einen Fortbildungskurs, Backen für Männer.
37:52Backen für Männer.
37:54Machst du einen?
37:55Ja, gerne.
37:56Die müssen sich einen Teller von, ihr Mord.
37:59Soll ich zum Dienst? Was haben wir?
38:01Der Weichsler hat ein Alibi, der Leitner kennt's.
38:06Also Fakt ist, dass die beiden erst einen Tag nach dem Mord eingebrochen sein können, weil
38:11sonst hätten sie nicht gewusst, dass sie mit dem Traktor zum Tatort gekommen sind.
38:14Stimmt.
38:15Der Leitner könnte aber den ersten Einbruch auch allein bekommen haben.
38:19Und die Eisenstangen hat er dabei gehabt, um den Verdacht auf den Spätserlenken.
38:23Das ist gut.
38:26Und das könnte natürlich sein.
38:28Er lässt das Eisenrohr liegen, damit Weichsler glaubt, der Spätser ihn zuvor gekommen.
38:32Aber warum bringt er den Frühwald dann mit dem Bügeleisen um?
38:35Affekt.
38:36Dann hat Frühwald sich wahrscheinlich gewehrt.
38:37Und Leitner hat sich reflexartig das gegriffen, was am nächsten lag, das Bügeleisen.
38:42Frühwald tot?
38:43Der Leitner muss den Plan ändern.
38:45Das heißt, er muss jetzt mit Weichsler nochmal einbrechen.
38:47Und so tun, als sei er genauso überrascht wie dieser, den Frühwald tot zu sehen.
38:53Das ist richtig gut.
38:56Ausgezeichnet.
38:57Bei uns im Kurskrecht ist keiner so hin.
39:00Ja, nur wie Beweisen.
39:04Kommt Ihnen der bekannt vor?
39:05Bei Oschenbecher.
39:06Ja.
39:08So.
39:10Liebe Frau Kusnitscher, erzählst du bitte mal, was Sie gemacht haben, nachdem Ihnen der Aschenbeer runtergefallen ist.
39:17Da er leider etwas kaputt gegangen ist, habe ich ihn zum Reparieren gebracht.
39:21Was war denn kaputt?
39:23Die Feder war gebrochen.
39:25Das heißt, man hat eine neue Feder einsetzen müssen.
39:28Ja.
39:29Und diese neue Feder hat sich ein bisschen von der Original-Feder unterschieden.
39:34Ja.
39:35Danke.
39:36Danke.
39:36Jetzt sind wir draußen warten, ja?
39:37Kommt dann raus.
39:41So, Herr Leitner.
39:44Das ist also nicht Ihr Aschenbecher, sondern ein Frühwalter seine.
39:48Wir hören, Herr Leitner.
39:51Wie der Roman mir erzählt hat, dass er seinen Onkel ausrauben will, habe ich meine Chance gesehen, dass ich von
39:56der ganzen Scheiße loskomme.
39:57Was für eine Scheiße.
40:00Das Kabarett ist schlecht gelaufen.
40:02Ich wollte mir mehr Zeit anpassen, mehr Comedy und so.
40:07Der Roman wollte davon natürlich nichts wissen.
40:09Und das Geld wollten Sie allein.
40:13Ich bin eingebrochen, habe mir die Skimaske aufgesetzt, damit der Frühwald mich nicht erkennt und habe gewartet.
40:21Ich wollte ihn nicht umbringen, ich wollte nur, dass er glaubt, dass er spät war's.
40:25Und deshalb haben Sie die Eisenschlange dabei gehabt.
40:28Und Ihr Freund Weichsler sollte das auch glauben.
40:31Das Eisenrohr habe ich in den Gürtel reingesteckt und mit einer Schreckschusspistole habe ich ihn bedroht.
40:38Er hat aber sehr schnell gemerkt, dass das keine echte Pistole ist.
40:43Und?
40:43Ja, dann hat er mich angegriffen.
40:46Es kam zu einem kurzen Kampf.
40:49Dann lag da das Bügeleisen und...
40:53Mei, den Rest wisst ihr ja eh.
40:55Ja, den wisst ihr ja eh.
40:58Kommen Sie.
41:04Eins noch.
41:06Warum haben Sie Ihren Ausstrahl behemmigt genommen?
41:08Mein Vater hat früher genau den gleichen gehabt.
41:12Blöde Sentimentalität.
41:25War er's?
41:26Ja.
41:28Haben Sie mich auch verdächtigt?
41:32Sonst wäre ich ein schlechter Kriminaler.
41:34Ja.
41:35Das Leben ist schon wie ein Masurik-Kuchen, was?
41:38Voller Versuchung.
41:39Da haben Sie recht.
41:41Okay, dann geh ich mal.
41:43Ähm, eins noch.
41:46Im Rahmen der Ermittlungen war ich auch beim Anwalt von Frühwald, um das Testament einzusehen.
41:52Normalerweise dürfte ich Ihnen das gar nicht sagen, aber, na ja, er vermacht Ihnen den Großteil seines Vermögens.
41:58Nein.
42:00Ja, doch.
42:02Herr Hofer, wie kann ich Ihnen danken?
42:06Mir müssen Sie nicht danken.
42:08Obwohl, wenn Sie mir schon so ein Angebot machen, wie wär's mit einem Masurik-Kuchen?
42:13Ja.
42:15Ja.
42:16Ja.
42:16Ja.
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