- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:09Musik
00:15Schatz, bleib mal stehen und schau zu mir her.
00:18Bitte lächeln.
00:25Passt du?
00:26Ja, ja, passt.
00:37Wow.
00:56Da schießt noch einer.
01:05Auf meinen bisherigen Stellvertreter, der lange genug im Verborgenen geblüht hat und
01:12nun meine Nachfolge antreten darf.
01:14Dr. Maximilian Hebt, ich begrüße Sie als neuen Polizeidirektor von Rosenheim.
01:23Mögen Sie mit derselben festen Hand und manchmal auch eisernen Faust das Regiment in diesem
01:30Hause hier führen.
01:33Ich selber habe ja nun Zeit, mich endlich den Dingen widmen zu können, an denen mich nicht
01:39nur die Verbrecher in dieser Stadt gehindert haben.
01:43Allen voran, mein geliebten Durchwandern unserer herrlichen Alpen.
01:51Ja, Prost.
01:53Prost.
01:54Prost.
02:02So, das muss ich aber gehen.
02:06Schließlich zahlt niemand einem Pensionär Überstunden.
02:12Danke.
02:17Frau Stockel.
02:20Herr Mohr.
02:23Herr Balsasar.
02:25Machen Sie es gut, Herr Hofer.
02:27Ich werde mich bemühen.
02:29Machen Sie es den Knopf zu.
02:31Jawohl.
02:38Ihr Reich?
02:55Moa?
02:56Als erstes hängen Sie mir mal bitte die Bilder ab.
02:59Und für Siehofer habe ich eine gute Nachricht.
03:03Ich habe einen Nachfolger für Herrn Satori gefunden.
03:05Er kommt aus Göttingen und wird heute eintreffen.
03:08Ein guter Mann.
03:10Dann ist es ja gut.
03:22Weißt du, wo Göttingen ist?
03:24Ja, irgendwo da oben heute.
03:28Ich finde es nicht.
03:30Mich würde mal interessieren, warum der Hebt gerade einen aus Göttingen geholt hat.
03:35Oh nein.
03:36Vielleicht wollte er einen haben, der nächste Trinne mit dem bayerischen Amiga-Sampf.
03:39Meinst du?
03:40Puh.
03:42Wo ist jetzt Göttingen?
03:45Vielleicht wollte er aber auch einen haben, der am Hof einmal ordentlich auf die Finger
03:49schaut.
03:49Meinst du?
03:50Ja, der war doch in letzter Zeit nur noch in seinem Kurstall.
03:53Ja, mei.
03:54Was soll er denn machen?
03:55Wenn die Schwester die ganze Zeit im Gemeinderat um den Turm wuselt.
03:59Einer muss doch die Arbeit machen am Hof.
04:01Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
04:03Herr Krutzin, wo ist denn das scheiß Göttingen?
04:06Psst.
04:07Ja, wir kommen.
04:10Was gibt's?
04:11Da ist einer aus der Kesselwand gefallen.
04:14Ein Unfall.
04:15Ja, so genau haben sie das noch nicht ermittelt.
04:16Ja.
04:17Dann schicken sie den Neuen raus, dann hat er gleich was zu tun.
04:20Wie muss los?
04:21Ja, aber der kennt sich doch da überhaupt nicht aus.
04:23Dann soll er den Michi mitnehmen.
04:24Ja, ja.
04:25Der Michi, der findet ja nicht einmal Göttingen.
04:33Das ist ein Video von einem Bergsteiger, der ist abgestürzt.
04:41Es hat gerade jemand vorbeigebracht.
04:43Wo ist denn der Herr Hofer?
04:45Der Herr Hofer?
04:46Der Herr Hofer, der ist kurz einmal...
04:50Ja.
04:51Und die Frau Stockel, wo ist die?
04:55Niemand ist da.
04:55Ja, Herr Lindh, das wird alles bald besser.
04:58Im Übrigen, das ist Ihr Schreibtisch.
05:00Und Herr Mohr wird Ihnen dann Ihre Büroschlüssel geben und das alles.
05:04Danke.
05:12Tja, Christian Lindh.
05:14Ich bin der Michi... Michael Mohr.
05:17Freut mich sehr.
05:19Schauen wir uns das Video nochmal an?
05:20Ja, los.
05:22Bitte.
05:23Nein, nein, süß.
05:33Absperren.
05:35Den ganzen Berg.
05:37Wissen Sie, was das kostet?
05:38Überall wird gespart.
05:40Sogar der Kaffee aus unserer Kantine ist schon ganz durchsichtig.
05:43Dann kommen Sie daher und wollen den ganzen Polizeiapparat mobilisieren.
05:47Nur weil ein Bergstärkeabend gestürzt ist.
05:50Und wenn dabei nichts herauskommt, dann stehe ich da mit heruntergelassenen Hosen.
05:55Wer hält den Kopf hin?
05:57Das gleich an meinem ersten Arbeitstag.
06:00Vielleicht könnten wir den Ball ein wenig flacher halten.
06:04Herr Mohr, müssen Sie bitte mal das Video reinschieben.
06:15Das war ja ein Schuss.
06:17Absperren!
06:18Ist ja völlig übergeschnappt.
06:21Ach so.
06:23Da schau her.
06:25Das ist natürlich ganz was anderes.
06:27Ja gut, ich bin schon unterwegs.
06:29Wir sehen uns dort, gell.
06:30Servus, bitte.
06:35Grüß dich.
06:35Servus.
06:36Also, der Tutel heißt Harry Ernstberge.
06:40Er war von Beruf Koch und hat mit seiner Frau einen Catering-Service gehabt.
06:43Schön.
06:44Okay.
06:45Wo ist denn der Neue?
06:46Da, dahinten.
06:48Sie haben es ja ganz schön krachen lassen, Sie am Einstand.
06:50Fehlt nur nicht mehr an das SEK.
06:53Hofer, Fabinian, mein Name.
06:54Grüß Gott.
06:55Christian Lind.
06:57Die Leiche ist schon geborgen, kommt in die Gerichtsmedizin.
07:00Super.
07:02Haben Sie schon mal so eine Wand gesehen?
07:03Oder so eine?
07:05Waren schon mal in den Berg?
07:06Wissen Sie, für uns Bayern ist so eine Wand praktisch gar nichts.
07:09Bei uns kann jeder klettern wie ein Gemsburg.
07:12Du, wie ich sage, machst du heute wieder hochklettern?
07:14Nein, du, ich war ja gerade das letzte Woche dran, gell.
07:16Stimmt, da bin ich dran.
07:19Oder wollen Sie, Herr Kollege?
07:20Haben Sie einen Helm?
07:21Logisch.
07:22Seht's gut?
07:22Auch.
07:39Absahnen hätte ich mich auch können.
07:41Machst du nicht oft genug.
07:44Hören Sie mich?
07:45Jawohl, laut und deutlich.
07:49Ich sehe hier so trichterförmige Vertiefungen, das könnten die Einschusslöcher sein.
07:55Moment, hier steckt sogar ein Projektil.
07:57Sieht nach einem Großkaliber aus.
07:59Ganz wieder hier selbst.
08:01Bitte?
08:03Nix.
08:04Du, frage mal mal, woher der Schuss gekommen ist.
08:08Haben Sie es gehört?
08:09Ja, ich glaube, von da drüben, von dem Hügel.
08:13Bist du auch wer geschossen?
08:16Ich habe Sie nicht verstanden, was?
08:17Nix.
08:19Danke, Roger Ober.
08:21Machst du es doch gar nicht so schlecht für ein Flachland, Tiroler.
08:25Sie sind ausgebucht, ja?
08:28Da stehe.
08:28Danke.
08:32Da werden Sie Pech haben, Herr Lindh, in Rosenheimische Landwirtschaftsmesse.
08:36Was mache ich jetzt?
08:37Haben Sie Ihre Zaunbürste dabei?
08:39Ich habe mein ganzes Gepäck dabei.
08:42Dann übernachten Sie halt auch bei mir.
08:43Fahren Sie mal nach.
08:47Und, was sagst du meiner Hütte?
08:50Nicht schlecht.
08:53Haben Sie einen Tisch?
08:55Bitte was?
08:56Ob es was zum Trinken geben?
08:59Hätten Sie gerne einen Trink.
09:00Feuer.
09:01Gerne, danke.
09:02Also, auf geht's.
09:18Stimmt, Sie sind hierher strafersetzt worden?
09:20Eigentlich nach München.
09:22Aber irgendwelche höheren Mächte haben mich nach Rosenheim umgeleitet.
09:26Naja, es wird sich bestimmt bald aufklären und dann bin ich hier auch wieder weg.
09:30Dabei ist die Gegend so schön.
09:35Ah, da kommt mein Schwesterherz.
09:37Das ist meine kleine Schwester, die Marie.
09:40Marie, mein neuer Kollege, Christian Lindh.
09:46Angenehm.
09:48Auch?
09:50Marie, ich glaube, das Kartoffelwasser bricht an, ne?
09:53Warum seid Sie strafersetzt worden?
09:57Ich habe mit der Schwester meines Chefs geflirtet.
10:04Schau's, da hat man dann elektrisches Licht, seitens der Simmerfurcht, Air Condition.
10:09Ja, und wenn Sie noch in die Pool wollen, einfach immer die Frische noch.
10:13Ja, schlafen Sie gut.
10:15Träumen Sie sich.
10:15Gute Nacht.
10:16Danke, gute Nacht.
10:18Danke.
10:48Die Pumpe ist kaputt.
10:50Kinex.
10:57Kinex.
11:02Kinex.
11:04Kinex.
11:10Kinex.
11:17Kinex.
11:47Untertitelung. BR 2018
12:17Untertitelung. BR 2018
12:23Jesus.
12:26Hier.
12:29Hier.
12:30Hier.
12:32Hier.
12:34Hier.
12:36Hier.
12:38Hier.
12:39Hier.
12:43Hier.
12:45Hier.
12:49Hier.
12:55Hier.
13:24So ein Saustell, also ich kann's ja nicht, gell.
13:27Und der Kaktus ist genauso dick wie er.
13:39Tut mir leid, ich wollte Sie nicht erschrecken. Machen Sie ruhig weiter.
13:49Frau Stockel, tut mir leid. Christian nimmt.
13:57Ich bin der Neue.
14:02Irgendwas hat mit meiner Hotelbuchung nicht geklappt und dann waren plötzlich alle Zimmer ausgebucht.
14:07Ach so.
14:09Ja, dann mach ich Ihnen jetzt einmal einen ganz starken schwarzen Kaffee, dann geh ich zum Meierbeck und dann kaff
14:15ich ein paar Krapfen.
14:16Oder wollen Sie lieber Auszug nicht haben?
14:19Sie sind kein Süßer. Gut, dann kaff ich ein paar Butterbritzen.
14:24Danke.
14:35Guten Morgen.
14:37Sag einmal, wie kannst denn du den Neuen auf dem Bodenschlaf verlassen?
14:41Was, ich?
14:42Ja, wenigstens ein Luftmatratzen hättest du dir mal aufblasen können.
14:45Sag mal, was redest du denn? Du, wie ein Schmarrn da hier.
14:48Wir waren mit dem am Berg oben und da haben ihn beim Kabinien zurückgelassen.
14:50Mehr weiß ich nicht.
14:52Luftmatratzen aufblasen.
14:53Das ist ein Unsinn.
14:54Was, dass du mir aufblasen kannst?
14:56Ein Schuh.
14:57Und du gehst jetzt sofort zum Meierbeck und kaufst ein paar Brezen.
15:00Butterbrezen?
15:01Ja!
15:10Frau Dr. Kern?
15:11Ja.
15:12Christian Lind, wir haben telefoniert.
15:14Hallo.
15:15Hallo.
15:16Wie war die Nacht am Büro?
15:18Das spricht sich aber schnell rum.
15:20Rosenheim.
15:22Haben Sie denn schon was für kommende Nacht?
15:25Vielleicht finde ich ja eh noch ein Plätzchen.
15:31Der Tote hat keine Schussverletzung, aber sehen Sie hier.
15:35Das sind aber keine Wunden, die durch den Sturz hervorgerufen wurden, oder?
15:38Genau.
15:40Das Gesicht und die Hornhaut der Augen weisen dieselben Verletzungen auf.
15:45Als ob man ihn mit Steinsplittern bombardiert hätte.
15:50Das könnte von den Einschüssen stammen.
15:52Also entweder war es ein extrem schlechter Schütze oder...
15:55Ja, oder ein verdammt guter.
15:58Der ihn mit gezielten Schüssen zum Absturz gezwungen hat.
16:01Ja, um es wie einen Unfall aussehen zu lassen.
16:03Der perfekte Mord.
16:04Und was ich dir noch sagen wollte, das ist jetzt schon das dritte Mal in der Woche,
16:07dass du spät zur Arbeit kommst.
16:08Wenn das noch einmal passiert hat, fliegst du raus und zwar schneller, als du dich umschauen kannst.
16:11Verstehen wir uns.
16:13Schwierig, Frau Ernstberger.
16:20Haben Sie die Frau Ernstberger herbestellt?
16:22Ja, freilich.
16:23Ja, die ist draußen.
16:24Dann sollst du reinkommen.
16:28Frau Ernstberger.
16:30So, ich mach den Schloss.
16:32Du kommst allein zurück, ne?
16:33So, ja.
16:33Okay, ja.
16:36Okay, ja.
16:37Okay, ja.
16:48Herr Schäfer kann ja ganz schön zickig sein.
16:50Das können Sie laut sagen.
16:52Ach so, rümpfig, verstehst.
16:53Ich soll immer in einem Pugel runterrutschen.
16:55Ich bin ja nicht der, ich ein Depp.
17:00Hauptkommissar Ernst.
17:01Würzinger Lorenz.
17:02Grüß Sie an.
17:04Mit Ihrem Mann ist es sich bestimmt nicht so angesprungen.
17:08Aber da war ja das vorher ein Scheißdrett dagegen.
17:10Ach, nein.
17:11Der Hausing hängt bei denen schon ewig schief.
17:13Aber sauber, mein Lieber.
17:15Und warum?
17:16Das weiß ich nicht.
17:18Aber bei denen flühen Fetzen jeden Tag, dass der Rauch davon geht.
17:22Das kann einer schiefstlich gehen.
17:24Wer mordet?
17:25Schaut ganz so aus.
17:27Ich nehme jetzt Platz.
17:29Freilichensberger.
17:33Ist Ihr Mann oft in die Kesselwand eingestiegen?
17:36Jeden Tag, bei jedem Wetter.
17:38Wer hat davon gewusst?
17:40Jeder.
17:40Gibt es vielleicht Schwierigkeiten mit Kunden?
17:44Überhaupt nicht.
17:45Wen haben Sie beliefert?
17:48Unterschiedliche Leute.
17:50Privatleute, Firmen, Kongresse.
17:51Das Geschäft lief also gut.
17:53Ja.
17:55Und Ihre Ehe?
17:59Auch gut.
18:04Dass Sie so gut klettern können.
18:06Der Michi hat mir alles verzeiht.
18:08Nicht der Rede wert.
18:09Ist doch nicht da so flach, wo Sie herkommen.
18:11Nein, wir haben auch Erhebungen.
18:13Also ich kann das nicht.
18:14Mir wird ja schwindelig werden.
18:17Ich verrate Ihnen mal was.
18:19Mir auch.
18:20Okay.
18:21Ich wollte mir nur von den Hofer keine Blöße geben.
18:23Vorm Hofer?
18:24Die kommt ja nicht einmal auf den Stuhl hinauf.
18:30Um was geht's, Frau Stuckel?
18:31Ah, nix.
18:32Um Stühle.
18:34Also, auf geht's.
18:35Wohin?
18:36Katmandu.
18:38Im Tagungszentrum von Toni Reisinger.
18:40Woher wissen Sie das schon wieder?
18:46Der Fahrer vom Catering Service.
18:48Er hat erzählt, dass Ernst Bergers Schwager, also sprich Toni Reisinger, auch so ein begeisterter Kletterer ist.
18:53Und dass Sie schon etliche Achthausender zusammen bestiegen haben.
18:57Reisinger hat daraus eine Karriere gemacht.
18:59Ach so, ein berühmteser geworden, weil er an einem Tag im Free-Climbing-Stil wie drei Zinnen erklommen hat.
19:04Alle drei?
19:05Ja.
19:06Außerdem sagt er, dass er immer in irgendwelchen Talkshows auftritt.
19:10Der weiß, wie man sich verkauft.
19:11Er hat mich umsonsten seine Seminare immer ausgebucht.
19:14Für einen Manager und so, oder?
19:15Ja, Manager.
19:16Extrem.
19:22Grüß Gott, Entschuldigung.
19:24Wir würden gerne den Herrn Reisinger sprechen.
19:26Der ist im Tagungssaal.
19:27Danke.
19:29Aber der nimmt gerade Lehrvideo auf.
19:32Das macht nix.
19:33So, das wär's fast schon für heute.
19:36Aber bevor wir die Lektion Grenzerfahrung, vierter Teil, für heute schließen, noch was Persönliches.
19:46Ich habe meinen Schwager verloren.
19:49Ein erfahrener Bergsteiger, mit dem ich etliche Achttausende erklommen habe.
19:56Jetzt ist er aus der Kesselwand gefallen.
20:00Meine Überzeugung nach ist er nicht abgestürzt, weil er einen Fehlgriff begangen hat.
20:05Wir machen keine Fehlgriffe.
20:08Sondern er ist abgestürzt, weil er etwas Neues ausprobieren wollte.
20:13Wir wollen immer über unsere Grenzen hinausgehen.
20:16Und dafür nehmen wir Risiken in Kauf.
20:19Das Risiko ist das A und O jeder Grenzerfahrung.
20:24Und wer bereit ist, die äußerste Grenze, den Tod, als Möglichkeit in Kauf zu nehmen,
20:31der kann im Leben alles meistern.
20:34Es gibt noch eine Möglichkeit, Herr Reisinger.
20:36Ihr Schwager hat keinen Fehlgriff getan.
20:38Er wollte auch nichts Neues ausprobieren.
20:41Es hat ihn ganz einfach jemand aus der Kesselwand rausgeschossen.
20:57Es ist immer wieder furchtbar, einen Bergkameraden zu verlieren.
21:00Schauen Sie doch nur, wo wir überall waren.
21:03Mount Everest, 1985.
21:07Annapurna, im Jahr darauf.
21:10Nangapabat, das war herrlich.
21:11Da haben wir enormes Glück mit dem Wetter gehabt.
21:14Der K2.
21:15Unsere größte Herausforderung, finde ich persönlich, wenn er auch nicht der höchste ist.
21:18Aber Höhe ist eben nicht alles.
21:23Entschuldigung, die Tisch wäre jetzt da.
21:26Soll es sich gleich in die Aula?
21:28Ja, in die Aula. Dankeschön, Hubsi.
21:30Der gute Geist des Hauses.
21:32Hubsi hat geschwindet.
21:34Auch seine Geschichte.
21:35Damals hat es seinen Sohn erwischt, den Albin.
21:37Ein guter Freund von mir.
21:39Vor 15 Jahren.
21:40Abgestürzt und verschollen.
21:41Ich habe mich natürlich gleich um den Hubsi gekümmert und ihm einen Job gegeben,
21:44als es bei mir wieder aufwärts gegangen ist.
21:48Herrlich.
21:49Die Eiger Nordwand.
21:50Das war fantastisch.
21:57Ach so, eine Frage hätte ich noch.
21:59Und zwar zu Ihrer Schwester.
22:02In der Ehe soll es gekriselt haben?
22:04Ja, mein Gott.
22:05Der Hari war ein Getriebener.
22:07Der wollte immer zu neuen Gipfeln.
22:08Der hat quasi nicht nur Berge bestiegen.
22:10So ein Eroberungstyp halt.
22:12Sprechen Sie von Frauen?
22:13Von Gämsen gewesen nicht.
22:15Meine Schwester hat natürlich fürchterlich darunter gelitten,
22:17aber das ist halt der ewige Kampf der Geschlechter.
22:19Das werden auch wir drei nicht ändern.
22:21Ich muss jetzt.
22:24Sagen Sie mal, was halten Sie jetzt von dem?
22:27Ziemlich freundlich für den Bayern.
22:29Ja, aber so sind wir hier.
22:30Freundlich durch und durch.
22:31Das habe ich schon gemerkt.
22:32Gell?
22:33Aber wie der Reisinger jemand einseift,
22:35das ist nicht mehr bayerisch, das ist professionell.
22:38Das ist ja genau richtig in seinem Job.
22:45Aha, die Ernstbergerin.
22:48Sie meinen die schwarze Erika.
22:50Nein, die ist blond.
22:51Nein, schwarz.
22:52Weil sie nämlich immer ins Schwarze getroffen hat,
22:54beim Schirrsten im Biertel.
22:56Und die hat mir für uns Bronze gewirkt.
22:58Tja, und so was wissen Sie?
23:00Biertel ist in.
23:05Also, das sind die Vermögensverhältnisse
23:08vom Harald Ernstberger,
23:10zusammen mit den Kontobewegungen
23:12und die ballistischen Untersuchungen.
23:17So, und das sind die Ergebnisse der Ballistik.
23:21Es ist nämlich so, dass die Patronenhülse,
23:24die ich gefunden habe,
23:25vom Kaliber her identisch ist
23:26mit der Patrone, die Sie, Herr Lind,
23:28aus der Kesselwand heraus...
23:31gepult.
23:32Genau, gepult haben.
23:34Und diese Patrone stammt von einem Biathlon-Gewehr.
23:37Allerdings von einem alten,
23:39vor 1978.
23:40Weil nach 1978 kam sie bekanntlich umgesteht,
23:43auf Kleinkaliber.
23:44Respekt.
24:02Am Anschlag musst du noch arbeiten, Vincent.
24:05Du ziehst leicht nach rechts.
24:07Was machst du da, Vincent?
24:10Schüss, Mann.
24:11Wie weißt das deine Mama?
24:12Ja, logisch.
24:15Trifft da wenigstens was?
24:16Ja, steht noch am Anfang.
24:19Vincent, du schleichst jetzt etwas zu besprechen
24:21mit der Frau Ernstberger.
24:23Drück die Kundschaft.
24:25Für dich.
24:26Für dich.
24:27Für dich.
24:32Und Sie trainieren also den Nachwuchs?
24:34Ja, in meiner Freizeit.
24:37Wir haben gerade mit dem Vereinswag gesprochen.
24:40Der hat uns erzählt,
24:41dass im Museumsschrank eine alte Biathlon-Waffe fehlt.
24:44Möglicherweise die Waffe,
24:45mit der auf Ihren Mann geschossen wurde.
24:49Sie verdächtigen noch nicht etwa mich?
24:51So gut, wie Sie behaupten, war Ihre Ehe doch nicht.
24:55Ihr Mann ist öfters mir gerne aus der Spur gelaufen.
24:57Ja, und?
24:58Was kommt in der besten Ehe vor?
25:01Mord auch?
25:03Ich bin Sportlerin.
25:05Ich schieß nicht auf Menschen.
25:06Mhm.
25:07Ihr Mann war sehr vermögend.
25:10Kaum ist er einen Tag tot,
25:11überweisen Sie 500.000 Euro von seinem Konto
25:13auf das Konto Ihres Bruders.
25:15Ja, der Harry wollte es so.
25:17Fragen Sie auch den Toni.
25:18Herr Reisinger, wozu brauchen Sie so viel Geld?
25:21Mein Gott, zum Überleben.
25:23Ich habe mich total verspekuliert.
25:25Heißer Börsentipp von einem dieser Finanzgutzis.
25:29Der Schuss ist prompt nach hinten losgegangen.
25:30Jetzt stehen die Banken vor der Tür.
25:33Der Harry war meine letzte Rettung.
25:36Danke.
25:38Aber der gute Harry hat das Geld nicht überwiesen, oder?
25:40Aber es war komplett in seinem Sinn,
25:42Herr Kommissar.
25:44Wir haben das quasi schon so abgesprochen gehabt.
25:47Ja?
25:54Ah, der Herr von der Polizei.
25:56Ich hätte noch ein paar Fragen an Sie.
25:59Und ich hätte ein paar Weißwurst für Sie.
26:01Kommt.
26:11Jungfrau?
26:13Wassermann.
26:14Nein, ich meine die Weißwurst.
26:16Ist es die erste?
26:18Nein, nein.
26:19Meine Mutter hat mir schon öfter welche gebraten.
26:20Um Gottes Wille.
26:22Die werde gekocht.
26:23Und dann wäre sie zuzelt.
26:26Zuzelt.
26:27Machen Sie mir das einfach nach.
26:47Elastisch.
26:49Aha.
26:50Schauen Sie mal.
26:52Wie war denn so das Verhältnis zwischen dem Harry Ernstberger und dem Tony Reisinger?
26:57Schäbert hat's.
26:58Wegen dem dauernden Seidesprung von dem Harry.
27:01So kannst du mit meiner Schwester nicht umgehen, hat der Tony immer wieder gesagt.
27:06Und trotzdem wollte er ihm aber helfen, als der Tony in finanzielle Schwierigkeiten kam.
27:10Was?
27:11Im Gegenteil.
27:12Der hat sich revanchiert, indem er ihm keinen einzigen müden Euro hat zukommen lassen wollen, als er Tony ihn dumm
27:19gebetet hat.
27:21Das ist interessant.
27:24Selber geschossen?
27:28Nein, da war er nur jung.
27:30Sie oder er?
27:31Beide.
27:35Schön langsam gewöhnen Sie sich an das hiesige Tempo.
27:39Ist nicht gut, ich habe ein bisschen fett gegessen.
27:41Die Gästen haben Sie auch schon?
27:43Ja, beim Geschwend.
27:45Er hat übrigens behauptet, dass der Ernstberger dem Reisinger das Geld nicht versprochen hat.
27:49Das heißt, das saubere Geschwisterpaar lügt.
27:51Das steckt vermutlich nur unter einer Decke.
27:53Was haben Sie gegessen?
27:55Weißwürste.
27:56Also, beide haben ein Motiv, ja?
27:59Und sie kann gut schießen.
28:00Wie viel?
28:02Fünf.
28:03Sauber.
28:04Waren es vermutlich schlecht, ne?
28:06Die Würste.
28:07Tja, freilich.
28:09Wer nach zwölf eine Weißwurst isst, landet noch vor dem Abendessen auf dem Tisch von Frau Dr. Kern.
28:16Grüß euch.
28:18Moment, ich mache das schon.
28:19Ach, danke schön.
28:21Wo soll der hin?
28:21In die Küche.
28:22Ich habe gedacht, Ihnen ist schlecht.
28:24Echt?
28:25Das geht schon wieder.
28:26Ah, so.
28:27Du, mein Jugendzentrumsprojekt ist jetzt durch.
28:30Das ist schön für dich.
28:31Kannst du deinen Sohn auch gleich anmelden?
28:33Wieso?
28:34Weil er heimlich mit dem Gewehr schießt.
28:36Was, mit einem Gewehr?
28:38Ja, weißt du, Mama, ich bin jetzt bei so einem Biathlon-Club eintreten.
28:42Macht mir nicht viel Spaß, die ganze Sache.
28:44Ohne mir was zu sagen?
28:46Ja.
28:46Wann denn?
28:47Mich hat auch angelogen.
28:49Du solltest dich ja doch öfters hier blicken lassen, weißt?
28:52Das ist jetzt aber ganz schön unter der Gürtellinie.
28:54Wer hat denn all die Jahre die Drecksarbeit hier gemacht, ha?
28:57Damit der Herr Kriminaler seine Karriere machen kann, ha?
28:59Der Hans ist doch noch dabei.
29:00Und jetzt bin ich einmal dran.
29:02Und Korsa kümmert sich um mich.
29:04Du, da täuscht dich nicht, Bürscherl.
29:05Du bist gleich nach dem Kabinien dran.
29:07Sag ihn jetzt noch einmal zu dir, Freienterl.
29:09Jetzt passen wir auf.
29:10Mama.
29:10Was ist denn?
29:11Der ist zaubergelebt.
29:13Was?
29:20Mein Gott.
29:21Nein, der hat sich beim Weißwürstessen den Magen verringt.
29:25Da lässt du ihn die schweren Kästen schleppen.
29:27Er wollte da mit dem Kabinier spielen.
29:29So, das ist für Sie.
29:32Ja.
29:33Runter damit, das ist Medizin.
29:35Das hilft Ihnen wieder auf die Beine.
29:37Schließlich sind noch drei Kästen im Auto.
29:39Kabinian.
29:40Ein Scherz.
29:41Jetzt runter mit Mut.
29:42Der macht müde meiner Mund und munter meiner Mächtig.
29:48Na also, das wird die Lebensgeister.
29:50Morgen sind sie wieder auf den Damm.
30:04Reisinger?
30:05Ja, Hofer hier.
30:06Grüß Gott.
30:06Ah, Herr Hofer.
30:07Herr Reisinger, Sie haben uns angelogen.
30:10Ihr Schwager wollte Ihnen das Geld gar nicht geben.
30:13Ja mei, da habe ich wieder ein bisschen geflunkert.
30:15Weil es hätte natürlich schon saublöd ausgeschaut, wenn der Harry mir das Geld verweigert und fällt dann plötzlich aus der
30:19Wand raus.
30:20Das schaut jetzt aber immer noch saublöd aus.
30:23Schon, aber ich weiß nicht.
30:25Das müssen Sie mir glauben, Herr Kommissar.
30:27Alibi haben Sie aber keines.
30:30Das kann ich natürlich nicht ändern.
30:32Aber ich muss jetzt, Herr Kommissar.
30:34Ich glaube, ich bin.
30:36Birschel, dir will helfen.
30:41Toni, magst du deinen Helm nicht lieber aufsetzen?
30:44Wo bleibt denn da die Grenzerfahrung?
30:46Ah, Hupsi.
30:47Morgen haben wir den Empfang für die Manager.
30:50Vergiss nicht, bis dahin muss die Satellitenschüssel auf dem Tag sein.
31:20Na ja, das war schon eine recht brenzlige Situation.
31:23Auf jeden Fall war das ein glasklares Attentat, ja?
31:25Im Übrigen können Sie das ruhig so schreiben.
31:27Und jetzt entschuldigen Sie mich, aber ich muss da hinein und das zur Anzeige bringen.
31:30Oh nein, was soll das?
31:31Oh nein, Mensch, komm.
31:33Ja, komm, geh mal.
31:35Auf mich ist geschossen worden.
31:37Was?
31:37In der Kaiserschlucht.
31:40Das Moped liegt da drunten.
31:42Ich war auf dem Rückweg von Kufstein und plötzlich, peng, ein Schuss in den Vorderreifen.
31:46Das nenne ich Glück.
31:48Gibt es Zeugen?
31:50Dort?
31:51Halt wirklich nicht.
31:52Dieser Schuss kann auch das Platzen des Reifens gewesen sein.
31:56Ich glaube, ich spinne.
31:57Jemand wollte mich umbringen.
31:59Beruhigen Sie sich, Herr Reisinger.
32:00Wir werden das herausfinden, wenn Sie dabei draußen warten wollen.
32:03Bitteschön.
32:11Was halten Sie davon?
32:12Ich glaube das nicht.
32:13Für mich hat der das ganze Kasper Täter inszeniert.
32:16Der hat den Ernstberger umgebracht, weil er das Geld nötig gehabt hat.
32:20Und mit diesem vorgetäuschten Anschlag will er den Verdacht von sich ablenken, oder?
32:24Theoretisch könnte es auch stimmen.
32:26Theoretisch könnten Sie auch mein Schwager werden.
32:28Warum nicht?
32:29Moment.
32:31Zwei Anschläge.
32:33Zweimal dieselbe Macher, nämlich was wie ein Unfall aussehen zu lassen.
32:35Zweimal ist geschossen worden aus der Distanz.
32:37Nein.
32:38Informierst die Spurensicherung, fahren Sie mit dem Reisinger zur Schlucht, lassen Sie das
32:42Motorrad zur KTU bringen, dann sind wir weiter.
32:44Wenn was ist...
32:45Sie sind auf dem Hof.
32:46Richtig.
32:47Sie lernen geschwind, Herr Lind.
32:49Sag einmal, Vincent, wie oft gehst du eigentlich in dein Training?
32:52Oft.
32:56Ist dir da mal irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
32:59Was denn?
33:01Zum Beispiel, ob deine Lehrerin so ein altes Bier hat, wie wir ihn in der Hausnummern hat?
33:06Meine Lehrerin?
33:07Nein.
33:08Nein.
33:09Nicht.
33:13Frau Stottel?
33:15Herr Mian, grüß Gott, Herr Hofer.
33:17Der Herr Dr. Hebt, der wird gern wissen, wo Sie gerade sind.
33:22Wieso?
33:22Weil er vermutet nämlich, dass Sie auf dem Hof sind.
33:26Und?
33:27Ja, ich hab gesagt, ich kann das kaum glauben.
33:30Sie werden bestimmt irgendwo ermitteln.
33:32Ja, mach ich auch.
33:34Und wo?
33:35Auf meinem Hof.
33:40So geht das nicht, Herr Hofer.
33:42Sie können nicht während der Dienstzeit Ihren Privatgeschäften nachgehen.
33:44Tue ich auch gar nicht.
33:45Ich hab gerade einen wichtigen Zeugen befragt.
33:47Herr Hofer.
33:49Und zwar meinen Neffen.
33:51Ihren Neffen?
33:52Meinen Neffen.
33:53Der hat eine wichtige Aussage gemacht und jetzt müssen Sie mich leider entschuldigen,
33:56sonst brauche ich heute überhaupt nicht mehr ins Beruf an.
33:58Auf Wiederhören.
34:01Das lass ich mir nicht bitten.
34:02Sagen Sie ihm das.
34:07Wissen Sie, auch wenn Ihre Leute keine Kugel gefunden haben, das sagt noch lang nichts.
34:12Das war ein Schuss eindeutig.
34:15Wollen Sie was trinken?
34:17Nein, danke.
34:19Ich würde mich gern ein wenig mit Ihrer Vergangenheit beschäftigen.
34:22Vielleicht gibt es ja doch irgendeinen Zusammenhang zwischen Ihnen und Ihrem Schwager, der uns weiterbringt.
34:27Na super.
34:29Sie glauben mir also, ja?
34:31Ich will nichts ausschließen.
34:39Staatsanwaltschaft München 1.
34:40Was wollen denn die von uns?
34:41Uns das erwarten kann man.
34:45Oh, verdascheher.
34:48Lebenslauf Lindh-Christian 63, Göttingen, ledig.
34:57Begründung der Strafversetzung von Christian Lindh.
35:02Was machst du denn da?
35:04Nix.
35:06Stockl, wenn du mir nicht gleich sagst, was du da machst, dann...
35:10Dann rufst du vielleicht die Polizei?
35:12Nein.
35:13Dann sag ich dem Korbinian, dass du in seine Akten reinschust.
35:19Kripo Rosenheim, Apparat Stetl, Stockl, Riesgott.
35:21Ja, ich bin's, der Hofer.
35:22Haben wir schon was von der KTU?
35:24Äh, das weiß ich nicht.
35:25Jetzt steh auf, Misti.
35:26Was?
35:27Ob wir schon was haben?
35:29Misti!
35:30Äh, jawohl, wir haben schon etwas von der KTU.
35:33Riesgott, steh auf.
35:35Hopp.
35:35Auf geht's.
35:37Äh, die haben einen Einschuss entdeckt am Vorderreifen von dem Motorradl.
35:40Äh, danke.
35:55Herr Hofer?
35:56Geh, die schmeckt dir die Hand, ey.
35:58Herr Hofer?
35:59Sie ist der ganze Brau, bitte.
36:01Ja.
36:03Ich hab was sehr Interessantes in Ernstberg aus den Reisingerns Vergangenheit gefunden.
36:08Die beiden waren dabei, als Albert Geschwendt den tödlichen Unfall hatte.
36:11Der Sohn vom Hausmeister?
36:13Ja, genau.
36:14Aber da war noch ein vierter Mann im Bunde, ein Berthold Golwitzer.
36:18Der Reisinger hat zwar keinen Kontakt mehr zu ihm, weil er offenbar nach Köln geheiratet hat,
36:22aber ich finde, wir sollten mehr über diesen Unfall rausfinden.
36:24Hör, das machen wir gleich mal früh als erstes.
36:28Na.
36:30Vor einer Woche.
36:33Mein herzliches Beileid, Frau Golwitzer.
36:39Nein, Krebs ist nicht schön.
36:41War er daheim, oder?
36:45In welcher Klinik?
36:48Aha.
36:50Frau Golwitzer, hat er noch Kontakt gehabt zu seinen Bergkameraden?
36:56Also keinen.
36:59Danke, Frau Golwitzer.
37:01Ich will Sie auch nicht weiter stören.
37:04Auf Wiederhören.
37:05Und alles Gute, gell?
37:06Auf Wiederhören.
37:11Für Golwitzer.
37:13Ja, ja, ich hab's mitgehört.
37:19Herr Ressrott, Hauptkommissar Hofer, Kriminalpolizei Rosenheim.
37:22Ich hätte gern, dass Sie mir eine Liste der Telefonate faxen, die der Patient Golwitzer-Berthold geführt hat.
37:31Also die Presse hat sich am Anfang sehr auf Reisinger eingeschossen.
37:36Schließlich war er der Expeditionsleiter und man wollte ihm die Schuld an dem Unfall geben.
37:41Dann gab's eine staatsanweifliche Untersuchung und nach den Aussagen der anderen wurden die Anschuldigungen haltlos.
37:50Tja, dann ist die Presse umgeschwenkt und Reisinger wurde quasi zum Helden stilisiert.
37:55Und jetzt ist er ein Mann wie ein Berg.
37:57Wann war das gleich wieder?
37:59August 1990.
38:02Schauen Sie mal, mit wem der Golwitzer als letztes telefoniert hat.
38:07Mit Hubert geschwemmt?
38:09Schon komisch.
38:10Drei Tage nachdem der Golwitzer mit dem alten Geschwemmt telefoniert, wird der Ernstberger aus der Kesselwand geschossen.
38:16Weitere zwei Tage später wird auf den Reisinger geschossen.
38:21Vielleicht haben die auch nur öfter miteinander telefoniert und wollen sich verabschieden oder...
38:26Laut Witte Golwitzer hat er keinen Kontakt mehr gehabt zu seinen alten Bergkameraden.
38:34Stimmt.
38:35Sie haben recht.
38:39Mal angenommen, Sie liegen im Sterben, was würden Sie tun?
38:43Mei.
38:46Würden Sie nicht Ihre alten Freunde anrufen?
38:48Ja schon, freilich.
38:50Und vielleicht würden Sie sich auch ein paar Dinge von der Seele reden.
38:53Dinge, die Sie belasten.
38:56Sie meinen, der Golwitzer wollte es im Gewissen erleichtern.
39:00Hat ja nichts mehr zu verlieren.
39:02Könnte schon sein, dass er dem Geschwemmt erzählt hat, wie sich der Unfall mit dem Albi wirklich zugetragen hat.
39:07Deshalb hat sich der Reisinger so rührend um den alten Geschwemmt gekümmert.
39:11Den Vater von Albi.
39:15Rache.
39:25Franz, grüß dich.
39:26Wo sind Sie denn?
39:27Grüß dich.
39:51Hallo, Goldwitzer?
40:02Was hat denn der Berti zu dir gesagt, bevor er gestorben ist?
40:06Was meinst du?
40:09Er hat dir alles erzählt.
40:10Er hat erzählt, wie er den Albi im Stich gelassen hat.
40:13Wir haben ihn nicht im Stich gelassen.
40:15Wir wollten ihn auf dem Rückweg wieder mitnehmen.
40:18Und da war er aber schon abgestürzt.
40:19Das war verantwortungslos.
40:33Er hat mir jahrelang ins Gesicht gelogen.
40:35Herr Gschwind!
40:36Ihr habt ihn alle eingelassen.
40:38Und dafür hat er mit seinem Leben büßen müssen.
40:42Er reagiert nicht.
40:43Und dafür musst du jetzt auch mit deinem Leben büßen.
40:46Machst du keinen Blödsinn!
40:55Herr Reisinger!
40:56Hier, Herr Kommissar!
40:59Hier oben!
41:01Das passt schon, Herr Kommissar!
41:03Jetzt geht es ein Stück zur Seite.
41:04Nicht, dass Ihnen noch was auf dem Kopf fällt!
41:18Herr Reisinger!
41:19Haben Sie uns irgendwas zu sagen?
41:24Ich stehe zu meiner Schuld, von der ich mich leider nicht reinwaschen kann.
41:29Aber eines kann ich tun.
41:31Mich um Albi's Andenken kümmern.
41:33Zwar hat sein Vater nach meinem Leben getrachtet und dadurch seinerseits Schulden auf sich genommen.
41:39Aber, ob Sie es glauben oder nicht, auch dafür habe ich Verständnis.
41:44Aber wie heißt es in der Bibel?
41:46Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.
41:50Jetzt müssen wir die Bibel umschreiben.
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