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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Jetzt schauen Sie doch nicht zu grimmig.
00:02Kann doch mal passieren, dass eine Flasche Wein nicht hinüber ist.
00:05Das ist gar nicht die letzte.
00:07Ein Weißbier zur Abwechslung wird sich schon nicht umbringen.
00:09Im Gegenteil.
00:10Da sind wertvolle Mineralstoffe drin.
00:12Das ist quasi isotonisch. Prost!
00:14Stopp! Stopp! Stopp!
00:15Ich muss hier gerade einmal so bleiben.
00:19Lächeln.
00:23Merci.
00:24Was ist an uns so interessant?
00:25An euch? Nix.
00:27Das war gerade die reinste Postkarten, die Fülle.
00:29Die Landschaft.
00:30Zwei Menschen, die den Sonntag genießen.
00:32Was ich euch beneide.
00:34Was jetzt seit Herner?
00:37Geht leider nicht.
00:38Ich muss heute noch auf eine Veranstaltung.
00:40Tja, was hast du jetzt von deiner Politik?
00:42Die ganzen Sonnen- und Feiertagsfrüh shoppen, da reinste Stress.
00:45Da haben sie mich schon ein bisschen ruhiger.
00:53Hallo.
00:56Ja.
00:56Ja.
00:58Ja.
00:58Wieso sind wir da hin?
01:01Aha.
01:02Wo ist das?
01:05Aha.
01:06Ist gut.
01:07Wir kommen uns drum.
01:08Aus ist mit der Ruhe.
01:09Um was geht's denn?
01:10Um ein totes Schwein.
01:12Tja, ist das Blut?
01:15Farbe.
01:16Wahrscheinlich von einem Filzstift.
01:18Sieht aus wie eine Formel.
01:20Sagt denn die was, Frau Doktor?
01:24Leider nein.
01:26Ja, es ist der dritte Fall innerhalb einer Woche.
01:29Alle Schweine haben dieses Zeichen auf der Brust.
01:32Sie können uns doch sicher sagen, woran die Schweine gestorben sind.
01:36Ihre Kollegen von der Rechtsmedizin würden wahrscheinlich sagen,
01:39Einwirkung auf die Schädeldecke durch einen stumpfen Gegenstand.
01:44Da war irgendwas Ungewöhnliches, irgendwas Verdächtiges in letzter Zeit. Anrufe, Drohungen.
01:49Es gab natürlich immer wieder Protestaktionen. Flugblätter von Tierversuchsgegnern.
01:53Und das Internet ist natürlich voll von Pamphleten.
01:56Herr Doktor, Sie sagten, die Schweine sind eine spezielle Züchtung.
01:59Naja, wir gehören zu einem Schweizer Pharmakonzern,
02:02und wir züchten die Tiere zur Gewinnung von Herzklappen.
02:05Herzklappen?
02:05Ja, um die kranken Menschen zu implantieren.
02:08Ah ja?
02:09Ja, ich weiß, es ist eine komische Vorstellung,
02:11Organteile von Tieren im eigenen Körper zu tragen.
02:13Allerdings.
02:14Ja, aber glauben Sie mir, das verliert sich ganz schnell.
02:17Und gegen mögliche Abstoßungen gibt's ja Medikamente.
02:20Tja, mein Herrschaften ist alles sehr interessant.
02:24Aber eigentlich handelt es sich hierbei um einen Fall von Sachbeschädigung.
02:28Und das ist nicht wirklich unser Wieso.
02:29Also, es hat mich sehr gefreut.
02:31Schönen Tag noch, Wiederschauen.
02:33Wir werden natürlich trotzdem schauen, was wir für Sie tun können.
02:36Wiederschauen, Frau Doktor.
02:37Herr Doktor.
02:38Ja, Wiederschauen.
02:41Was ist denn los?
02:42Wir haben Sie auf einmal so eilig.
02:44Und Sie ganz schön viel Zeit.
02:46Für die nette Frau Doktor.
02:48Rufen wir die Spurensicherung.
02:49Ich würd schon sagen.
02:50Die Sau schickt man in die Rechtsmedizin.
02:52Die arme Frau Doktor Kerns.
02:54Das Gesicht würd ich gern sehen.
02:55Haben Sie schon eine Theorie?
02:57Na ja, die Tiere sind alle auf die gleiche Art und Weise getötet worden.
03:01Und dieses komische Zeichen auf der Brust.
03:03Vielleicht haben wir's mit einem Psychopathen zu tun.
03:05Haben Sie sich wieder mal zu viel mit Ihren Profiler-Programmen beschäftigt?
03:08Herr Hofer, schon mal was von Stellvertreter-Morden gehört.
03:11Versucht Sie einer zuerst an Tieren und anderen Menschen?
03:14Da gibt's in den USA haufenweise Untersuchungen dazu.
03:16Okay.
03:17Sie schauen einfach zu viel Fähren sind.
03:19Das wird's sein.
03:24Tja, je früher der Abend, desto später der Moor.
03:32Entschuldigung, ich hab grad erst meine Mailbox abgehört.
03:35Ich war nämlich fischen.
03:37Heute war so schönes Wetter und hab mir gedacht, fahrst du mal raus an den Weiher.
03:40Ja, Michi, ist ja gut.
03:41Heute ist Sonntag.
03:42Hast du übrigens was gefangen?
03:43Ja, logisch.
03:45Einen Bachsabrik, eine Forelle und ein besonders schönes Exemplar.
03:48Herr Maas, so genau wollten wir's gar nicht wissen.
03:50Herr Lisa Turi, geben Sie mir bitte meine Spuren sicher.
03:53Ja, ich hab die gemacht.
03:56Da schau mal her.
03:57Du hast einen kleinen Fehler gemacht.
03:59Michi, das ist kein Wunder, wenn ich von hinten dauernd abgelenkt werde.
04:04Servus, guten Morgen, die Damen.
04:06Du, jetzt pass ich mal auf.
04:07Michi, jetzt muss ich die verwechselt haben, tut mir leid.
04:10Morgen.
04:11Morgen.
04:11Frau Stockl, hat jemand von mich angerufen?
04:14Spurensichern oder das Veterinärmedizinische Institut?
04:16Wegen der toten Sau?
04:18Nein, aber wir tippen grad Ihren Bericht her so doll.
04:23Fleißig.
04:24Diese armen Viecher.
04:26Wer macht denn sowas?
04:28Vielleicht waren sie Aktivisten.
04:29Was für welche?
04:31Jetzt hätte ich was gesagt, der Tierschützer, aber das wär ja Schmarrn, weil die bringen
04:35die Viecher ja nicht umgehen.
04:37Sehr richtig, Michi.
04:39Herr Hofer, Ihre Schwester wartet drüben bei Ihnen im Büro.
04:41Was, die Marie?
04:42Was will denn die schon tun?
04:44Sie hat gesagt, Sie sind offizieller Mission hier.
04:47Vielleicht glanz in unserer bescheidenen Hütte.
04:49Grüß euch.
04:50Servus, Marie.
04:51Servus.
04:53Magst du einen Kaffee?
04:54Ja.
05:01Achem.
05:04Ja.
05:05Wir, also der Stadtrat, wir machen uns echte Sorgen.
05:09Um tote Zuchtschweine.
05:11Ach, ihr redet nicht von toten Zuchtschweinen, aber wir, ich meine der Stadtrat, wir befürchten,
05:14dass dieser Vorfall Kreise zieht.
05:16Eine Schweizer Firma, der in Deutschland sowas passiert.
05:19Das ist gar nicht gut für den Standort Rosenheim.
05:21Und du sollst du jetzt deine verwandtschaftlichen Beziehungen spielen lassen.
05:26Na, so direkt kann man das jetzt nicht sagen.
05:28Aber der Bürgermeister bittet darum, den Fall äußerst diskret zu behandeln, gell?
05:34Das kennen wir schon, Schwesterherz.
05:36Woher?
05:36Von unserem Chef.
05:39Aber du gefällst mir in der Rolle ehrlich gesagt wesentlich besser, Marie.
05:42Bitte.
05:43Danke.
05:44Danke für die Blumen.
05:46Vielleicht könnt ihr mir dann auch verraten, ob ihr schon Näheres über den Fall wisst?
05:49Einen Unterschied gibt's noch zwischen dir und dem Herrn Balthasar.
05:53Und der wäre?
05:54Dass wir dir über laufende Ermittlungen nix erzählen dürfen.
05:57Und den Herren vom Stadtrat schon gleich überhaupt nicht.
05:59Das werde ich mal merken, Bruderherz.
06:02Ulrich.
06:04Herr Hofer.
06:06Marie?
06:07Ja?
06:17Herr Hofer.
06:19Was?
06:20Herr Schaft.
06:22Ja, wir kommen gleich.
06:24Servus.
06:25Schon wieder ein totes Schwein?
06:26Nein.
06:27Der ist die tote Mensch.
06:32Morgen, Frau Doktor.
06:34Die Herren Kommissare.
06:36Habe ich die Ehre?
06:37Ja.
06:38Warte mal.
06:47Können Sie schon was über Ursachen und Zeitpunkt des Todes sagen?
06:51Ich gehe von einer Hirnblutung aus, verursacht durch die Splitter der Schädeldecke, die durch einen stumpfen Gegenstand verletzt wurde.
06:57Der Tod dürfte unmittelbar eingetreten sein, etwa gegen Mitternacht.
07:01Plus minus.
07:03Frau Doktor, tun Sie mir einen Gefallen?
07:08Da kann ich ja wohl nicht nur Ihnen sagen.
07:10Rufen Sie doch bitte beim Veterinärmedizinischen Institut an. Wir haben da gestern eine Tierleiche zur Untersuchung hingeschickt.
07:16Ich werde die Verletzungen auf Ähnlichkeiten hinpulten.
07:19Und weil Sie hier sind, so schnell wie möglich.
07:22Danke.
07:23Mit den Ärztinnen können Sie es irgendwie.
07:29Also guck, jetzt.
07:31Fußaufdrücke gibt es hier jede Menge, vorwiegend von Gummistiefeln.
07:35Schleifspuren haben wir noch keine entdeckt.
07:36Deswegen vermute ich, dass der Fundort der Leiche zugleich auch der Tatort war.
07:41Wahrscheinlich wollte das Opfer noch einmal nach den Schweinen schauen oder hat er etwas Verdächtiges bemerkt.
07:45Und dabei hat er den Täter erwischt.
07:49Schön, weil Sie auf die Tat verfahren wollen.
07:51Danach wird fieberhaft gesucht.
07:53Fieberhaft.
07:54Wer hat den Tod empfunden?
07:55Eine gewisse Produkte Arendt.
08:03Wer hat den Ärzte in den Konnis?
08:07Dass der Fall so eine Wendung nimmt.
08:10Schrecklich.
08:11Sie haben die Farm also gestern gegen halb zehn verlassen.
08:15Ich hatte noch eine Verabredung.
08:17Und Ihre Kollegen?
08:18Wo waren die zu dem Zeitpunkt?
08:19Die waren alle nicht mehr hier auf dem Gelände.
08:21Bis auf Dr. Spirk eben.
08:23Aber der ist ohnehin immer der Letzte, der die Runde macht und nach den Tieren sieht.
08:29Sie waren heute Morgen die Erste, die den Dienst angetreten hat.
08:33Der Wagen von Dr. Spirk stand auf dem Parkplatz.
08:36Aber er war nicht in seinem Büro.
08:38Also machte ich mich auf die Suche nach ihm.
08:41Und da lag er dann.
08:44Bei den Schweinen.
08:45Hat er das auf der Feinde?
08:48Feinde?
08:50Ja, unter den Kollegen oder außerhalb.
08:53Glauben Sie denn nicht, dass dieser Schweinemörder der Täter ist?
08:58Das ist noch eine Möglichkeit von vielen.
09:00Wie viele Leute arbeiten hier?
09:02Der wissenschaftliche Stab besteht aus einem Chemiker, einem Biologen, einem Veterinärmediziner und mir.
09:07Dr. Spirk leitete die Farm.
09:09Ansonsten gibt es da noch eine Crew von Pflegern, Stahlarbeitern und so weiter.
09:13Das sind insgesamt noch mal fünf. Fünf Leute.
09:16Und wie finanziert sich das Ganze?
09:19Die Produkte, also die Herzklappen, werden von unserem Schweizer Mutterkonzern vermarktet.
09:31Dr. Spirk erwähnt ja, dass es auch politische Gegner der Farm gibt. Bitte.
09:35Danke.
09:36Ich kann Ihnen gerne eine Aufstellung zukommen lassen.
09:40Mit wem waren Sie denn verabredet?
09:44Ein Vorschlaghammer.
09:46Was?
09:47Ich meine so einer, mit dem man die Pflöcke von einem Gelände in den Boden reinhaut.
09:52Was ist damit?
09:53Das wäre doch eine mögliche Tat drauf hin.
09:56Ja, ja.
09:57So einer fehlt nämlich einem von den Arbeitern.
09:59Was?
10:00Ein Vorschlaghammer.
10:01Einem von den Arbeitern fehlt ein Vorschlaghammer.
10:04Das ist ja interessant.
10:05Das sag ich doch.
10:07Die sollen das ganze Gelände da noch abschauen.
10:09Am besten gleich die ganze Umgebung.
10:10Ausrecht.
10:11Und los.
10:14Na?
10:15Halten Sie noch fest an Ihre Theorie mit dem Stellvertreter-Mörder?
10:18Logisch.
10:19Erst versucht er sich an Tieren und dann an Menschen.
10:21Sie müssen zugeben, so falsch liege ich mit meiner Theorie nicht.
10:24Und wie wollen der Herr Doktor jetzt vorgehen?
10:27Vielleicht ganz Rosenheim und Umgebung einer Psychoanalyse unterziehen?
10:30Ich möchte ja nicht wissen, was bei Ihnen da rauskommen würde, Herr Hofer.
10:33Nein, nein, ich schaue jetzt erst mal, wer bei uns als Tierquelle aktenkundig ist.
10:39Haben wir das euch damals zu Protokoll gegeben, wie Sie meine beste Legehände überfahren haben?
10:48Ja, was eine Brotzeit nicht gebracht?
10:50Mein super, was denn?
10:51Rippein.
10:53Rippein.
10:54Hallo.
10:54Vom Schwein.
10:56Michael, du bist sowas von geschmacklos.
11:00Wieso?
11:00Ja, nachdem wir jetzt wissen, was diese Tiere für den Menschen leisten.
11:03Sie retten Leben.
11:05Ja, schon.
11:06Aber wenn jetzt beispielsweise jemand dann verwungen ist, dann retten sie dem auch das Leben.
11:10Schweine sind zum Schlachten da, das waren für immer.
11:12Vielleicht sollte ich doch Vegetarierin werden.
11:16Was mit den armen Pflanzen?
11:17Ich mein, dann fragst dich doch auch, ob so eine Pflanze sonderlich erbaut ist, weil du dir auf einmal den
11:21Kohlrabi unterhackst.
11:22Du bist unnötig.
11:24Ja, dann isst du den Kartoffelsalat.
11:25Selber essen.
11:26Ich esse Kekse.
11:28Machzeit.
11:31Machst du den Ripperl?
11:32Ist allerdings vom Schwein.
11:35Nein, danke.
11:36Ist jetzt der Todi da?
11:37Ja.
11:39Machzeit.
11:40Machzeit.
11:42Und?
11:43Wie schaut's aus?
11:45Bei uns sind tatsächlich ein paar Tierquäler registriert.
11:48Der Herr scheint mir besonders interessant zu sein, Tobias Sappel.
11:52Zweimal vorbestraft wegen Tierquälereien.
11:54Einmal 1993, einmal 1994.
11:57Beide Male wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.
12:01Arbeitet in Rosheim auf dem Schlachthof.
12:03Das ist ja das optimale Betätigungsfeld.
12:06Sollte mal vorbeischauen.
12:07Vielleicht finden wir dann ja auch eine Erklärung für dieses geheimnisvolle Zeichen auf der Brust.
12:12Ich hab das übrigens einem Mathematiker gezeigt.
12:15Der konnte auch nix damit anfangen.
12:18Und bei Ihnen?
12:19Was hat die solide Polizeiarbeit gebracht?
12:21Solide Ergebnisse.
12:24Der Mann lebte ziemlich zurückgezogen, hatte kaum Freunde.
12:28Ging mal völlig in seiner Arbeit auf.
12:29Ja.
12:30Da kenn ich noch jemanden.
12:32Sie?
12:33Dass ich nicht lach.
12:35Na ja.
12:36Als Mediziner und Forscher muss der Typ jedenfalls sein Ast gewesen sein.
12:39Der Erfolg dieser Herzklappen ist wohl allein sein Verdienst.
12:43Vielleicht war jemandem zu erfolgreich.
12:45Ich hab mit dem Vorstand in der Schweiz telefoniert.
12:48Die Konkurrenz in der Branche ist wohl ziemlich hart.
12:50Sabotage ist da nicht auszuschließen.
12:52Ich glaub, wir sollten noch mal rausfahren zur Farmen und uns erkundigen, wer da mit wem Profit macht.
12:55Na ja, aber das können Sie allein, da brauchen Sie mich nicht unbedingt.
13:00Wieso?
13:00Ich dachte, Matthias, das ist Ihr Ding, Herr Hofer.
13:03Ja, im Kleinen.
13:04Aber so eine Tierfabrik, das geht mir irgendwie auf den Nerven.
13:07Das tut meinem Herzen weh.
13:08So.
13:09Na ja, gut.
13:11Dann mach's ich.
13:12Das ist nett.
13:14Dann halt ich dabei die Stellung.
13:17Sie fahren zum Schlachthof.
13:19Viel Spaß.
13:22Zum Tierquäler.
13:30Irgendwie hat der Sappel geschlagen mit einer gewissen Lust betrieben. Verstehen Sie?
13:35Nicht wirklich.
13:36Wie meinst du das genau?
13:37Na ja, Lust trifft es auch nicht hundertprozentig.
13:42Spaß.
13:43So die Macht, die er gehabt hat über die Viecher. Blöd natürlich.
13:47Allerdings.
13:48Er hat ja diese Grausamkeit auch auf Menschen übertragen oder auf Kollegen.
13:53Eigentlich nicht.
13:54Er hat seine ganze Wut an die Viecher auslassen.
13:56Deswegen haben sie noch abgezogen von der Schlachterei.
13:58Was macht der jetzt?
13:59Er fährt aus.
14:00Aha.
14:01Wissen Sie, wo der heute unterwegs ist?
14:03Was haben wir denn heute?
14:04Mittwoch.
14:05Mittwoch.
14:06Da müsst ihr da die Rosenheimtour machen.
14:09Die Lokale in der Stadt.
14:10Alte Post, Wildpark, Rosenbrei.
14:13Rosenbrei.
14:14Da macht er auch meistens Mittwoch.
14:15Ah ja.
14:16Sagen Sie mal, kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?
14:22Was schaut aus, was da da ist?
14:23Ich mein, das Zeichen da.
14:25Ach so, nein.
14:26Nicht?
14:26Nein.
14:27Kann das nicht so eine Zeugung sein, wie Sie dahin meinen?
14:30Nein.
14:31Ein paar Kollegen vielleicht?
14:32Nein.
14:33Nicht?
14:33Nein.
14:34Wer verdient denn hauptsächlich an den Herzklappen?
14:37Zunächst wir.
14:38Dann aber die Schweizer, die die Herzklappen mit entsprechendem Aufpreis an die Kliniken weiterverkaufen.
14:43Das Geschäft lohnt sich also für beide Seiten.
14:45Allerdings, der Bedarf ist groß.
14:47Menschliche Organe sind nun mal nicht in der Menge verfügbar, in der wir sie bräuchten.
14:51Das heißt, die Konkurrenz in dem Geschäft ist ziemlich groß.
14:53Oh ja, unter den Konzernen, da geht es um die Marktherrschaft.
14:57Sie meinen, der Tod von Dr. Spöhr könnte was damit zu tun haben?
15:02Das kann ich mir nicht vorstellen.
15:04Bei uns wird zwar mit harten Bandagen gekämpft, aber mit solchen Mitteln?
15:08Mord?
15:10Unwahrscheinlich, oder?
15:11Ganz Sinn.
15:13Frau Doktor, was sind eigentlich Ihr spezielles Aufgabengebiet?
15:16Ich erforsche die Verträglichkeit, beziehungsweise Unverträglichkeit von Transplantaten.
15:22Abstoßungsreaktionen auf Fremdorgane.
15:24All diese Dinge.
15:25Großes Problem?
15:27Zunehmend weniger.
15:28Die Medikamente werden immer besser.
15:30Ach, hätte ich fast vergessen.
15:31Das sind die Unterlagen, um die Sie mich gebeten haben.
15:33Danke.
15:34Das sind vorwiegend Flugblätter, Hinweise für Informationsveranstaltungen von Tierschützern,
15:39Gegnern der Genforschung.
15:40Spontis, mehr oder weniger Militant.
15:43Wir haben uns bemüht, das nicht besonders ernst zu nehmen.
15:46Vielleicht war das ein Fehler.
15:48Ja, schon möglich.
15:49Vielen Dank erstmal.
15:51Wiederschauen.
15:52Wiederschauen.
15:54Frau Doktor, eine Frage noch.
15:57Gibt es eine schöne Nachfolge für Dr. Spirk?
16:00Ich bin im Gespräch.
16:15Ja, grüß die Kabinian.
16:17Grüß die Lose, gut, dass du da bist.
16:19Dankeschön.
16:19Und du?
16:20Lässt die Hand ja blicken.
16:21Seit meine Schwester im Stadtrat ist, habe ich nicht einmal mehr Zeit für ein gepflegtes Weißbierweig.
16:25Amai, du Ärmster.
16:27Allerdings.
16:27Was magst du denn für eins?
16:28Blei frei.
16:29Ja, ich bin ja im Dienst.
16:31Und zum Essen?
16:33Grüßbier und was Feines von der Tageskarte.
16:36Aber nichts Schweines.
16:36Das habe ich schon genug gehabt.
16:37Feinlich.
16:40Was ist die Sappel?
16:41Was hättest du denn gern?
16:45Was deftigst?
16:47Da ist die Zahn, gell?
16:51Was gibt's denn?
16:53Kalbsbries, Lüngerl, Wollwürst, Schweinskopf in Aspik.
16:57Frisch der Schlange vom Schweinemörder.
16:59Was hat's denn alle mit eurem Schweinemörder?
17:01Ja.
17:02Die Zeitungen sind voll davon.
17:08Stark.
17:10Na ja.
17:12Dann kann ich mir schon vorstellen, was der Hofer von dir holt.
17:15Hofer?
17:15Da drüben.
17:20Frau Doktor?
17:23Frau Doktor?
17:26Frau Doktor?
17:33Guten Morgen.
17:34Morgen.
17:35Na, wie immer, ein Schluck Wasser?
17:37Schnaps wär mir lieber.
17:40Ich wollte nur fragen, ob Sie schon was rausgefunden haben.
17:42Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich das auch.
17:47Egal, um was es sich handelt.
17:49Schön.
17:51Also in Kürze.
17:53Meine erste Diagnose war richtig.
17:55Dr. Spirk starb an einer Hirnblutung infolge der Verletzung der Schädeldecke.
18:01Was im Übrigen auch beim Schwein der Fall war.
18:04Wobei dort die Verletzungen an anderer Stelle zu lokalisieren waren.
18:08Aber das ist ja auch ganz logisch.
18:11Andere Größenverhältnisse.
18:13Andere Einschlagwinkel.
18:16Und die Tatwaffe?
18:18Ein stumpfer Gegenstand aus Metall.
18:21Jedenfalls habe ich keine Holzspitter oder Ähnliches gefunden.
18:24Ein Vorschlaghammer?
18:25Wird ein Vorschlaghammer zu der Verletzung passen?
18:28Also.
18:31So gut, würden nicht mal wir zusammenpassen.
18:36Aha.
18:38Klar kenne ich die Schweinefahnen da draußen.
18:40Aber wenn ich mich wirklich abreagieren wolle,
18:42werde ich's zum Schlachthof näher.
18:44Nur, dass man sich dort das Metzgermesser nicht mehr schwingen lässt.
18:47Das liegt nur an dem Damschen Hauser.
18:49Hört mich eh auf den Kicker.
18:50Das hat er wohl Gründe.
18:52Was immer der Erna auch erzählt hat, das ist alles übertrieben.
18:56Dem ist der wichtig.
18:58Also, noch einmal.
19:00Wo waren Sie letzte Nacht der Mitternacht?
19:03Zuhause.
19:04Allein.
19:06Ich hab Fernsehen geschaut.
19:07Super, Alibi.
19:08Was haben Sie da angeschaut?
19:10Video.
19:11Carrie.
19:13Hier geht's um einen Teenie, von der die Mutter...
19:15Schauen Sie mich.
19:16Wollt sie erinnern essen oder draußen?
19:19Servus.
19:20Servus.
19:30Interessant?
19:31Blau.
19:32Schauen wir mal ein paar.
19:34Dürfte ich mal reinschauen.
19:36Gleich.
19:40Die Farbe von der Formel ist definitiv von einem Filzstift.
19:44Und zwar von der Firma Delillo.
19:47Aber es ist die Marke schlechthin.
19:49Die gibt's in jedem Büro.
19:50Die haben wir doch auch, oder?
19:51Ja.
19:52In allen Regenbogenfarben.
19:54Mit Farben von Delillo, da wird das Leben bunt.
19:59Aber wir haben noch eine Farbe gehabt.
20:00Auf der Brust von Dr. Spirk und auf der Brust von die Schweinderl.
20:04Signalrot.
20:05Ja, und die Schrift?
20:06Ja, auch die Särbel.
20:08Nein, davon haben sie nichts geschrieben.
20:10Ja, in wofür gibt's Grafologen?
20:12Grafologen? Ich mach so.
20:13Ach so!
20:29Moment!
20:31Halt mich mal schnell.
20:32Halt mich hoch auf der Krippe.
20:34Ich muss ja mal schnell was schauen.
20:36Kannst du das Bettchen noch halten?
20:38Okay.
20:42So schön, Herr.
20:43Ich glaub, das brauche ich.
20:45So, so.
20:46Ja, ja.
20:48Wo man überall die Sachen fehlt.
20:53Out in the west, Texas town.
20:56I fell in love with a Mexican girl.
21:00Schauen Sie mal.
21:01Ein Aufruf gegen die Vermarktung von Tierorkanen.
21:04Gegen die Verpflanzung.
21:05Im Besonderen, da soll nächste Woche eine Protestaktion stattfinden.
21:09Hier in Rosenheim.
21:10Das leider kann man den Namen jetzt verantwortlich nicht gescheit lesen.
21:13Voll.
21:14Der Mann heißt Volker Naumann und hat einen Buchladen im Zentrum.
21:18Sollen Sie erzählen Sie ja wohl?
21:19Leider nicht.
21:20Ich hab Unterlagen von der Frau Dr. Arendt.
21:22Und da ist dieser Naumann ziemlich prominent vertreten.
21:25Das gleiche im Grün.
21:26Ich glaub, den sollten wir uns mal vornehmen.
21:28Allerdings.
21:29Und Sie?
21:30Ich hab mir den Herrn Sappel vorgenommen.
21:33Ein ziemlich seltsamer Typ.
21:35Angeblich war er zur Tatzeit zu Hause allein.
21:38Dann haben wir ja schon zwei Verdächtige.
21:40Herr Konzert.
21:41Und wie war das bei Ihnen so, der Besuch bei der Frau Dr. Arendt?
21:46Naja, ich bin jetzt quasi Spezialist für die Vermarktung von Schweineherzen.
21:50Falls Sie also mal Interesse haben, Herr Hofer.
21:52Nein, danke.
21:53Und sonst?
21:54Die Frau Dr. Arendt wird wohl die Nachfolgerin von Dr. Spirk.
21:58Na, da schau, von der Stellvertreterin zur Chefin.
22:00Das war doch ein Motiv, oder?
22:02Das hab ich mir auch gedacht.
22:03Aber Sie hat ein Alibi.
22:05Sie waren dem Abend mit einem Kollegen zusammen, Dr. Gerhard Schulze aus Frankfurt von der
22:09Rössl AG.
22:10Ich hab's überprüft.
22:12Stimmt.
22:13Tja.
22:14Dann bleibt nur der Herr Naumann, Verdächtiger Nummer zwei.
22:18Alles gut.
22:19Wir suchen einen Herrn Naumann.
22:22Ja, das bin ich.
22:23Hofer, Kripo Rosenheim, das ist mein Kollege Satori.
22:26Das Ganze.
22:27Haben Sie dieses Plakat verfasst?
22:29Ja, warum?
22:30Sie sind kein Freund von Tiertransplantaten, oder?
22:32Ich bin sogar ein entschiedener Gegner dieser Methode.
22:35Und die Schweinezuchtfarben hier in der Nähe hat Ihnen besonders gestunken.
22:38Nein.
22:39Vor der eigenen Haustür sollten wir anfangen, oder?
22:41Sie wissen, dass es auf dieser Farm zu Gewaltakten gekommen ist.
22:44Die toten Schweine?
22:46Ja, ich hab davon gelesen.
22:48Nein, es werden halt immer mehr Menschen sensibel für diesen Missbrauch.
22:52Was für ein Missbrauch?
22:57Missbrauch der Natur.
22:59Aha.
23:06Was ist jetzt schon wieder los?
23:08Das ist ein Käsesentwitz, rein vegetarisch.
23:11Ja.
23:12Das sehe ich.
23:13Mit einem Schinkenbladl drauf.
23:16Wo?
23:17Also das da ist eine Tomate.
23:19Höhöhöhöh.
23:21Da.
23:22Eine Tomate.
23:23Wenn auch eine Fleisch-Tomate.
23:25Schluckl.
23:26Der Mensch ist ein Jäger.
23:27Das ist uns einprogrammiert.
23:29Und gelegentlich, da braucht er mal ein Stückchen Fleisch.
23:31Ja.
23:32Und zum Jagen fährt er in die Metzgerei.
23:35Krippe Rosenheim-Apparat-Stockl.
23:36Grüß Gott.
23:38Nein, die beiden Herren sind außer Haus.
23:40Aber ich kann Ihnen den Herrn Mohr geben.
23:42Der ist hier auch für alles zuständig.
23:44Danke.
23:45Gerne.
23:47Mohr.
23:49Ach so.
23:51Wo denn?
23:53Ja, ich bin gleich da, gell.
23:55Danke.
23:57Was ist?
23:58Stell dir vor, die haben die Tatwaffe gefunden, die mutmaßliche.
24:02Draußen in einem Weiher, gleich in der Nähe von einer Schweinefarm.
24:04Ich geh einmal nachschauen, gell?
24:06Bitte.
24:10Da.
24:11All diese Untersuchungen von den verschiedensten Experten
24:14kommen zu ein und demselben Ergebnis.
24:17Dass nichts Gutes dabei rauskommt,
24:19wenn der Mensch der Natur ins Handwerk pfuscht.
24:21Auf Erste sind sie scheinbar nicht gut zu sprechen.
24:23Zumindest nicht auf die, die glauben, sie könnten Gott spielen.
24:27Was haben Sie denn konkret gegen Herzklappen von Tieren?
24:29Sie sind gut.
24:31Wer kann denn ausschließen, dass sich darüber Krankheiten verbreiten?
24:34Im menschlichen Körper.
24:36Er hat das an diesen typischen Tierkrankheiten erkrankt.
24:39Rotlauf, Schweinepest, Brüllhusten.
24:41Also meines Wissens nach ist es bisher noch nicht vorgekommen.
24:44Und was ist mit BSE?
24:46Hat auch keiner für Möglichkeiten.
24:47Und trotzdem haben wir jetzt damit zu kämpfen.
24:50Ja, mit diesen Schweineherzen, da wird es uns nicht anders ergehen.
24:55Ihre unreinen Zellen werden sich vermehren in unseren Körpern.
24:58Und ausbreiten bis in unsere Hirne.
24:59Sie fürchten also, dass irgendwann mal einem Menschen wegen dieser implantierten Schweineherzen sowas wächst wie ein Ringenschwänzchen?
25:09Sie machen sich lustig.
25:12Aber genau das ist der Punkt.
25:15Das ist das große Problem, das wir in Zukunft haben werden.
25:19Chemierenbildung.
25:21Ja, die Bildung von Mischwesen.
25:23Es werden Wesen entstehen, die weder Mensch noch Tier sind.
25:27Monster.
25:29Na ja, zumindest Dr. Spirk haben Sie jetzt nicht mehr zu fürchten.
25:33Warum?
25:34Bei der Todesernamen.
25:36Erschlagen wie seine Schweine.
25:38Damit habe ich nichts zu tun. Absolut überhaupt nichts.
25:40Das werden wir noch sehen, Herr Naumann.
25:42Wo waren Sie gestern um Mitternacht?
25:45Da war ich daheim. Im Bett.
25:47Zeugen?
25:49Leider nein.
25:51Irgendwie schwarz.
25:55Ein komischer Vogel.
25:57Wovon gibt es einige in Rosenheim?
25:58Natürlich kann ich neu dazu.
26:00Also Mörder ist er, wenn Sie mich fragen, nicht.
26:02Womit wir wieder bei Ihrem Serienmörder werden.
26:05Das ist eigentlich mit dem Alibi vom Sappel.
26:07Angeblich hat sich der zu Hause ein Video angeschaut.
26:09Cary oder so.
26:11Cary?
26:12Ich glaube, den kenne ich.
26:13Da gibt es eine Szene, wo einer ein paar Schweine den Schädel einschlägt.
26:16Ziemlich brutal.
26:17Zu mir hat er gesagt, das ist ein absoluter Lieblingsfilm.
26:20Sie haben doch selbst gesagt, dass Cary ein Lieblingsfilm ist.
26:23Blödsinn.
26:24Wieso?
26:25Scherz.
26:26Es war Scherz.
26:27Moment.
26:27Reicht es mir aber, Kommissariat, warte.
26:29Hey, hey, hey, hey, hey!
26:32Los jetzt, ja?
26:35Hey, lass das!
26:38Ist das Ihr Vater?
26:39Was geht denn Sie das an?
26:41Lass uns gefälligst meinen Vater aus dem Spiel.
26:42Du bist ja gut, Herr Sappel.
26:44Ich habe mit den Geschichten auf der Schweinefarm nichts zu tun.
26:46Ja, das werden wir sehen.
26:47Herr Sappel, Sie sind im Fahrläufig festgenommen.
26:52So, Herr Sappel, bitte.
26:55Servus.
26:56Servus.
26:57Gibt es immer ein schönes Zimmer?
26:59Machen wir.
26:59Gehen wir.
27:03Ah, ja.
27:05Da seid ihr.
27:06Schaut mal her.
27:09Was ist denn das?
27:10Sein Vorschlaghammer.
27:11Tatsächlich?
27:12Das ist die wahrscheinliche Tatwaffe.
27:14Ein paar Kinder, die gefunden in einem Weiher ganz in der Nähe von der Schweinefarm.
27:17Ist das der, den der Arbeiter vermisst hat?
27:20Ja, genau.
27:20In einem Weiher?
27:21Schon komisch.
27:23Wenn das wirklich die Tatwaffe ist, dann frage ich mich, warum der Täter sich dreimal mitnimmt
27:27und beim vierten Mal wegschmeißt.
27:29Tja, das ist das große Mysterium in dem Fall.
27:32Gibt es sonst was, Michi?
27:33Ja, schon.
27:34Deine Schwester hat angerufen und hat gefragt, wie das mit dem Fall jetzt ist.
27:37Und da habe ich ihr gesagt, ihr habt alle Hände voll zu tun, was ja auch kein Fehler ist.
27:40Aber wenn ich gewusst hätte, dass ihr jetzt schon eine Festnahme gemacht habt, dann...
27:43Ist gut, Michi.
27:43Das hast du sehr gut gemacht.
27:45Ja, dann bringe ich das einmal zur Spülensicherung.
27:47So sperren wir die von der Nasen zu, gell?
27:49Ach, so spät ist schon.
27:50Dann muss ich noch mal in die Wienothek.
27:52Hat Ihnen mein Bier nicht geschmeckt?
27:53Nichts gegen Ihre Isotone, Herr Hofer, aber ein guter Roter ist mir lieber.
27:57Ist übrigens gut fürs Herz.
27:58In Maßen natürlich.
28:13Ich hoffe, jetzt machen wir es aus dem Ding aus.
28:23Hey, was soll denn das machen?
28:24Können Sie es nicht wann anders machen?
28:26Schauen Sie mal auf die Uhr, es ist nach sieben.
28:27Ich wüsste nicht, dass wir die Hofordnung hätten, wo das verboten war.
28:30Dann gibt es es jetzt.
28:31Dann fahren Sie nie wieder Ihren Schlitten unter mein Schlafzimmerfenster in der Nacht.
28:34Hofer, schauen Sie mal in Ihren Mietvertrag rein, da steht ganz genau drin.
28:36Ja, was steht da drin?
28:38Unterhaltet ihr euch dienstlich oder privat?
28:40Wo weiß man es?
28:41Beides.
28:42Bitte, dass ich noch was aufschnappe, was nicht für meine Ohren bestimmt ist.
28:45Da pass ich mich schon auf.
28:47Übrigens, der Vincent hat gerade angerufen aus dem Schullandheim.
28:50Und was sagt er?
28:51Dass es in Fahrt ist.
28:53Tja, Marie.
28:54Das sag doch nur, damit du dir keine Sorgen machst.
28:57Schullandheim, das ist durch meine Riesengaudi, oder?
29:00Ja.
29:02Was sprichst du da aus Erfahrung, Ulrich?
29:05Ist ja was, morgen kommt er eh wieder.
29:08Allerdings kann ich leider nicht abholen.
29:11Könntest du das für mich machen, Kopinen, ha?
29:13Am Busbahnhof, hol wir eins, bitte.
29:14Ich bitte doch kein Schattelservice.
29:16Stell dir nicht so an.
29:18Du kriegst auch ein Regulasch mit Knödel.
29:21Aber mit selber gemacht ich.
29:22Logisch.
29:23Du kriegst auch was.
29:28Und sonst?
29:29Wie läuft es so bei euch?
29:31Meist du es dienstlich oder privat?
29:34Na, wie wohl?
29:35Seid schon weitergekommen wegen dem Schweinemörder, meine ich.
29:37Ja, es gibt da ein paar Verdächtige, aber nichts Konkretes mache ich.
29:41Und mehr, meine liebe Schwesterlein, dürfen wir dir leider nichts sagen.
29:44Du geil, wenn du es zu weitermachst, gibt es das Regulasch ohne Knödel.
29:48Und du kriegst auch nichts.
29:57Und ich sag's dir, Stockel, die Spur von dem Mörder führt zurück in die Schweinefangen.
30:03Bist du sicher?
30:03Ganz bestimmt.
30:06Mhm.
30:07Und woher weißt du das?
30:08Ich spür das.
30:10Herr Schmarrn, der Hofer hat eine Andeutung gemacht, wegen der Dr. Arendt.
30:14Die soll nämlich die Nachfolgerin werden vom Spürg.
30:17Und?
30:17Was hat das zu bedeuten?
30:19Ich fahr da noch einmal raus und schau mich um.
30:22Und zwar so, dass mich keiner kennt.
30:25Inkognito?
30:25Ganz genau.
30:28Inkognito.
30:28Du.
30:29Ja, warum nicht?
30:30Ey, Mann.
30:32Ist das nicht ein bisschen gefährlich?
30:33Bestimmt.
30:36Machst du gleich Zeugen um mich?
30:41Ich meine, wie willst du das denn machen auf der Farm, sodass dich keiner erkennt?
30:45Na, ich hab schon so eine Idee.
30:49Das ist Used.
30:50It deuterolut von Geistung.
31:13Ich hoffe, ich hoffe.
31:14Ich komme sehr.
31:45Untertitelung. BR 2018
31:58Da hinten waren auch noch ein paar Holmen.
32:01Was machen Sie denn da in meiner Wiese?
32:04Ich bin von den grünen Männchen.
32:06Das ist eine Art freiwillige Feuerwehr für die Landwirtschaft.
32:11Ich habe die Schweine nicht erschlagen.
32:13Und den Leiter der Farm?
32:14Auch nicht.
32:15Was ist das für ein Zeichen?
32:17Kenn ich nicht, habe ich nicht gesehen. Sie müssen mir glauben.
32:21Herr Sappel, Ihr Vater ist vor zwei Monaten gestorben.
32:23Ja und?
32:24Kurz zuvor ist ihm eine Herzklappe implantiert worden, von einem Schwein.
32:29Mein Vater wäre so oder so gestorben. Mit oder ohne Herzklappe. Ich war es nicht.
32:34Aus den Akten nehme ich, dass Sie das erlebt haben, was man im Allgemeinen eine harte Kindheit nennt.
32:39Ihr Vater war nicht sehr zimperlich.
32:40Ja und? Kann ich was dafür?
32:42Herr Sappel, Sie sind mehrfach vorbestraft. Wegen Tierquälerei.
32:46Ja, verdammt nochmal. Das tut mir auch leid.
32:49Bei mir brennt es halt zwischendrin durch.
32:52Dann habe ich mich einfach nicht mehr unter Kontrolle.
32:54Und genau das ist Ihnen auf der Schweineform passiert?
32:57Dann hat es so lange. Das stimmt schon.
32:59Aber ich bin kein Mörder wirklich nicht. Glauben Sie was halt.
33:01Wir werden es versuchen, Herr Sappel. Aber so lange bleiben Sie in Untersuchungshaft.
33:06Didi, bringst du ihn auf seine Zelle.
33:11Herr Hofer, ihr Nächste.
33:13Der Vincent. Ist schon so spät.
33:16Eigentlich nicht. Der Bus ist früher gekommen. Nur Markus, seine Mutter hat mich heimgefahren.
33:20Servus, Vincent. War schön.
33:23Ja, war schon recht langweilig.
33:28Was hast du denn da für ein Smiley?
33:29Ein Smiley?
33:31Weißt du nicht, was ein Smiley ist?
33:32Das ist so ein künzender Aufkleber, oder?
33:34Schmarrn.
33:35Smiley sind Zeichen, die wo mit dem Handy oder mit dem Computer verschickt werden.
33:40Und wenn man es dann am nächsten gerade dreht, dann hat man ein Gesicht.
33:43Daher.
33:44Das zum Beispiel ist fröhlich.
33:49Und das ist beleidigt.
33:51Das ist das für eins.
33:53Das ist Frankensteins Monster.
33:56Frankensteins Monster.
33:57Denken Sie, das Gleiche, was ich denn?
33:59Der Naumann.
34:00Das ist mir bescheuert.
34:02Allerdings.
34:03Wenn es jetzt so barbelt, wirst du mal spitze Kamin aller.
34:09Wo ist denn da ein Monster, bitte?
34:11Das ist die Schädel, Dicke.
34:13Das sind die Anghöhlen, das ist die Nasen und das ist mein.
34:16Was?
34:17Das Unterkiefer.
34:20Sag mal, kennst du das nicht?
34:21Nein.
34:23Du tschettest doch ab und zu.
34:25Und da gibt es manche Seiten, da kommt man nur mit den Zeichen weiter.
34:28Woher weißt denn du, dass ich im Chat bin?
34:30Ach, haben wir da Angrüssen erzählt.
34:32So, so.
34:33Hat er das.
34:41Da ist die ganze Palette.
34:42Da haben Sie die Anregung her für Ihr Zeichen, dass Sie dem Dr. Spirk und den Schweinen auf die Brust
34:47geschmiert haben.
34:48An den passenden Filzstiften mangelt es auch nicht.
34:52Herr Naumann, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des drübenen Talvertrags Dr. Spirk gemordet zu haben.
34:57Das lasse ich mir nicht anhängen.
34:58Ich habe mit dem Mord nichts zu tun.
34:59Leben Sie Wert der Fahnschäle?
35:01Na, also.
35:03Bitte, Herr Naumann.
35:04Gehen wir.
35:06Ja.
35:09Ich wollte halt ein bisschen die, ja, werben für meine Kundgebung.
35:14Meinetwegen auch die Stimmung anheizen, wenn Sie das so nennen wollen.
35:18Dafür habe ich die Schweine geopfert.
35:23Geopfert ist gut.
35:25Ja, für die Sache.
35:27Ja.
35:29Aber der Mord an dem Arzt, davon muss ich mich eindeutig distanzieren.
35:33Herr Naumann, ich habe da eine ganz andere Theorie.
35:35Ich glaube, dass Sie gerade dabei waren, das vierte Schwein zu opfern.
35:39Und da sind Sie von Dr. Spirk überrascht worden.
35:40Das ist nicht wahr!
35:42Scheiße, zur Umzeigerin.
35:44Entschuldigung, die Störung.
35:46Dreißer.
35:49Erstens, Spurensicherung.
35:50Herr Moor, das nächste Mal klopfen Sie an.
35:52Ja, ist recht.
35:54Der Vorschlaghammer, den wir gefunden haben, ist eindeutig die Tatwaffe im Mordfall Dr. Spirk.
35:58Ich habe aber meine Tatwaffe noch.
36:03Zweitens.
36:04Herr Moor, Moment.
36:06Seid, würdest du den Herrn Naumann bitte ins Nebenzimmer führen?
36:08Könntest du da einen Weinkaffee trinken?
36:10Kommen Sie mit.
36:15Sagt ihr mir, der ist doch verdächtig.
36:17Was ist denn, wenn der Stock rumbringt?
36:19Der Sepp kann Karate.
36:23Das Zweite ist das grafologische Gutachten, das Sie bestellt haben.
36:30Herr Moor, meinst du, ich könnte einen Blick reinwerfen?
36:32Ja, danke.
36:33Es gibt nämlich tatsächlich Abweichungen im Schriftbild von diesem Smiley.
36:37Ich meine den Achter auf der Brust von Dr. Spirk.
36:40Der ist um einen Tick anders, wie der bei den Schweinen.
36:43Das heißt, die Handschrift ist die von jemand anderem.
36:45Was ist er von wem?
36:47Ich bin ja kein Hellseher.
36:48Aber das Dritte, was ich euch sagen wollte, die Frau Dr. Arendt hat sich mit diesem Herrn getroffen.
36:55Komischer Mann, oder?
36:56Das ist ein Autokennzeichen.
36:58Tatsächlich.
36:59Wenn Sie mich fragen, geht es da um eine heiße Affäre.
37:03Kommen Sie da rauf?
37:04Ich habe das gesehen, Herr Professor Thurie.
37:06Ich habe meine eigenen Augen.
37:08Wir fragen uns besser mich nicht, wo und wie ihr das gesehen habt.
37:11Geben wir hin.
37:13Selbstständige Polizeiarbeit.
37:17Steffi, ja, servus.
37:18Hier ist der Ulrich.
37:20Ich habe mal wieder eine Halterüberprüfung.
37:22FDH-213.
37:23Also ich glaube, dass der Mann aus Frankfurt der Geliebte von der Dr. Arendt ist.
37:27Sie hat ihn mit dem Spirk betrogen und deswegen hat der Mann aus Frankfurt den Spirk umgebracht.
37:31Aus Eifersucht.
37:32Und die Schweinenmichel, hat er die auch aus Eifersucht umgebracht?
37:36Ach so, ja.
37:38Wie?
37:38Nein.
37:39Die hat er dann wohl nicht umgebracht.
37:42Das war nämlich der Herr, den du gerade gesehen hast, ja?
37:46Interessant.
37:47Gut.
37:47Danke.
37:47Bis dann.
37:48Ciao.
37:50So.
37:52Der Wagen gehört einem gewissen Dr. Schulze aus Frankfurt von der Rössl AG.
37:57Naja, und ich nehme an, das ist der gleiche Dr. Schulze, von dem die Frau Dr. Arendt die Alibi hat.
38:01Warum treffen die sich dann auf so konspirative Art und Weise?
38:05Würde mich auch interessieren.
38:07Ich glaube, es wäre gut, wenn wir nochmal zu der Farm rausfahren.
38:10Kommen Sie ja ausnahmsweise mit.
38:12Nichts sein muss.
38:14Ja, aber was ist jetzt mit dem Schweinepriester da drin?
38:17Der soll das Geständnis zu Protokoll geben, dass er die Schweine auf dem Gewissen hat.
38:21Und dann kann er nach Hause gehen.
38:22Gell, bitte.
38:24Und schlaf nicht ein.
38:25Ein.
38:27Stockl!
38:33Es kommt ja ganz viel teuer, sich mit dem Hähn in den Sittanet einzuwählen.
38:36Der Balthasar hat uns erst geschimpft wegen unseren hohen Telefonkosten.
38:40Besondere Situationen erfordern, besondere Mittelhofer.
38:42Und ich habe auch eines gefunden.
38:44Die Rössler agieren, unsere Freunde aus der Schweiz, sind seit Jahren erbitterte Konkurrenten.
38:48Vor allem bei der Erforschung von Medikamenten gegen die Abstoßung von Transplantaten.
38:53Da steht sogar was von den Gerichtsverfahren wegen Patentrechtsverlenzungen.
38:57Ich frage Sie es bloß, wollen die die Arendt abwerben oder mauscht die die Anarbeit mit der Konkurrenz?
39:04Ach, Sie meinen Industrie-Spionage?
39:08Ich glaube, ich rufe diesen Schulz noch einmal an, in dem Alibi für die Arendt.
39:13Noch ein Gespräch.
39:15Der arme Balthasar.
39:30Wo müssen Sie denn hin, Frau Dr. Arns?
39:32Frau Dr., Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts Dr. Spirk ermordet zu haben.
39:39Geht es Ihnen gut?
39:40Danke, ausgezeichnet.
39:43Abgesehen davon, dass es eine absurde Unterstellung ist, was sollte das Motiv sein?
39:47Dass ich scharf auf seinen Posten war?
39:48Ach, das wäre ein bisschen einfach.
39:50Sie haben geheime Forschungsergebnisse an die Konkurrenz weitergeleitet.
39:53Und das nennt man, glaube ich, Betriebsspionage, ja?
39:56Das glauben Sie doch nicht im Ernst.
39:57Oh, doch, das glauben wir ganz im Ernst.
39:59Und der Dr. Spirk ist Ihnen auf die Schliche gekommen und wollte den Fall offenlegen.
40:04Und da kamen die Anschläge auf die Farm gerade recht.
40:07Sie mussten bloß noch den Tatshergang imitieren und schon würde alle Welt glauben,
40:10dass der verrückte Schweinemörder auch Herrn Dr. Spirk auf dem Gewissen hält.
40:14Und das nennt man im Fachjargon Trittbettfahrer.
40:19Ich bin gespannt, wie Sie diese absurden Hirngespinste beweisen wollen.
40:22Können Sie einfach mit den Unterlagen in Ihrem Wagen.
40:26Und dann werden wir noch ein paar Mitarbeiter der Firma Rössel AG in Frankfurt befragen.
40:30Mal schauen, ob die so weit gehen, einen Mord zu tolerieren.
40:33Dr. Schulze zum Beispiel hat schon einen Rückzieher gemacht.
40:36Er hat das Alibi, das er gegeben hat, zurückgezogen.
40:38Was beweist das schon?
40:40Dass Sie gelogen haben und dass Sie dachten, ein Alibi zu brauchen.
40:45Ja, und letzte Sicherheit wird uns das grafologische Gutachten bringen.
40:48Sie haben nämlich beim Aufmalen der Ziffer 8 auf die Brust von Dr. Spirk eine Kleinigkeit übersehen, Frau Doktor.
40:52Gehen wir.
41:06Ich meine, eigentlich sind Sie doch nicht so falsch gegenüber der Theorie.
41:10Wenn Sie ein bisschen Wohlwahn betrachtet, kann man das ja doch Steffelspeter-Mord nennen, oder?
41:16Tschö.
41:28Der Standort Rosenheim ist ja jetzt gerettet.
41:30Ich hoffe, ihr seid jetzt alle zufrieden im Stadtrot.
41:32Ganz toll.
41:33Wirklich, war noch toller was gewesen.
41:35Ihr hättet mich ein bisschen besser informiert.
41:37Aber Schwamm drüber.
41:38Immerhin brauche ich euch beide noch.
41:40Für was denn?
41:43Ihr seid's nämlich...
41:45Wir sind was?
41:46Das Titelbild für den neuen Prospekt vom Fremdenverkehrsamt.
41:51Ja, setze ich vor, alle im Stadtrot haben gesagt, das Bild und wir beide drücken genau das aus, was wir
41:56von unserer Heimat präsentieren wollen.
41:58Eine lebensbejahrende, zupackende Gemütlichkeit.
42:02Ja, das Ganze müsste jetzt noch einmal professionell gemacht werden von einem richtigen Fotografen, der das rechte Licht einfängt und
42:06die Berge und so weiter.
42:08Ja, und was machen wir bei der Sache?
42:12Wenn wir da sitzen und Weißbier trinken.
42:15Weißbier?
42:16Ja, könntest gleich schon mal anfangen zu üben.
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