Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 1 Woche

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Hallo Jungs, ich bin's. Könnt ihr euch den Bäcker nochmal vornehmen, bitte?
00:04Warten Sie.
00:06Augenblick. Ich ruf gleich zurück, ja?
00:10Was haben Sie mit Simon vor?
00:13Es liegt bei Ihnen.
00:16Henning, ich bin schon so lange nicht mehr wirklich glücklich.
00:21Und manchmal frage ich mich, ob es nicht ein schrecklicher Fehler war, als ich dich weggeschickt habe und ob...
00:28Was, Luisa?
00:34Henning, ich will zu dir zurück.
00:37Ich weiß, das kommt jetzt plötzlich.
00:42Aber du hast doch selbst gesagt, dass ich dir immer noch viel bedeute.
00:46Und mir geht's genauso.
00:49Henning, müsst du mich heiraten?
01:00Hey, what you looking for?
01:06No one has the answer.
01:09They just want more.
01:14Hey, who's gonna make it right?
01:20This could be the first day of my life.
01:30Das ist jetzt ein schlechter Scherz, oder?
01:32Glaub mir, ich hab lange darüber nachgedacht.
01:34Ich will dich heiraten.
01:36Wirklich.
01:37Was soll das, Luisa?
01:39Du liebst Simon, das hast du mir immer wieder gesagt.
01:41Ich bin für dich nicht mehr als ein guter Freund.
01:44Ich, ich hab mir einzureden versucht, dass du mir nichts mehr bedeutest, aber, aber jetzt...
01:50Du warst immer für mich da.
01:52Du wärst für mich ins Gefängnis gegangen.
01:54Du hast mir das Hotel abgekauft, damit ich die Beckers finanziell unterstützen kann.
01:57Du hast...
01:57Und als Dankeschön willst du mich heiraten, oder wie soll ich das hier verstehen?
02:00Nein, mir ist einfach klar geworden, wie viel du mir bedeutest.
02:04Bitte, Henning, gib uns eine Chance.
02:07Heirate mich.
02:24Sie haben langsam Zeit.
02:26Sie können nicht erwerben, dass ich jedes Mal springe, wenn Sie anrufen.
02:30Dann sorgen Sie doch dafür, dass Ihre Schwester endlich den Reichenbach heiratet.
02:33Dann ist unser Geschäft erledigt und dann rufe ich gar nicht mehr ein.
02:36So einfach ist das leider nicht.
02:37Ist mir doch egal, ob das einfach ist.
02:40Die Zeit wird knapp.
02:41Die Zeit? Oder Ihr Geld?
02:43Sie wollen doch nur so schnell wie möglich den Beckeritvertrag,
02:45den meine Mutter mit Herrn Becker abgeschlossen hat, oder nicht?
02:48Wissen Sie was? Ich bringe Geschäfte gern zügig zu Ende.
02:56Wom dringen Sie denn so?
02:58Sie können meine Mutter doch sowieso nicht erpressen,
03:00solange sie bewusstlos im Krankenhaus liegt.
03:02Was geht Sie denn das an?
03:04Ich habe Zeit, im Gegensatz zu Ihrem lieben Simon Becker.
03:09Was wollen Sie damit sagen?
03:13Sehen Sie, der Gerichtstermin steht kurz bevor.
03:16Es gilt als erwiesen, dass Herr Becker den Anbruch in die Manufaktur begangen hat
03:19und die schwere Körperverletzung an Frau Annabelle von Weiden.
03:23Wenn er erst mal vor Gericht steht, dann kann ich nichts mehr für ihn tun.
03:26Es ist so weit, darf es aber nicht kommen.
03:28Simon darf nicht verurteilt werden.
03:30Richtig.
03:31Sie machen das hier alles nur aus Liebe.
03:34Sie wollen den geliebten Simon für sich.
03:37Man stört das Gefängnis, natürlich.
03:39Sind Sie fertig mit Ihrer Analyse?
03:42Sorgen Sie einfach dafür, dass Ihre Schwester den Reichenbach heiratet,
03:45dann ist unser Geschäft erledigt und dann kriegt jeder von uns, was er will.
03:57Das haben wir aber lange nicht mehr gemacht.
04:00Einen gemeinsamen Spaziergang, stimmt.
04:02Das letzte Mal haben wir die Kutsche genommen.
04:05Gemeinsam shoppen gehen.
04:07Ach so.
04:07Früher hast du immer gesagt, du würdest lieber die ganze Firma kaufen als nur ein Schmuckstück.
04:12Ich denke eben immer etwas größer.
04:16Setzen wir uns einen Moment.
04:30Ist das für mich?
04:33Ach so.
04:34Ja, ja.
04:42Richard.
04:43Ist hier schön.
04:46Ich dachte, dass dir das besser gefällt als dein ganzes Unternehmen.
04:53Lass, ich leg's dir an.
05:01Und womit hab ich das verdient?
05:04Brauchst du einen Grund?
05:10Weißt du, in den letzten Wochen lief, nicht alles ganz so, wie ich es mir gedacht habe.
05:16Es ging immer nur um Annabelle und unsere Scheidung, ihren Schlaganfall.
05:20Ich möchte einfach, dass du weißt, wir sind echt die Liebe.
05:24Auch wenn Annabelle leider weiterhin ein Teil meines Lebens bleibt.
05:29Genießen wir einfach die Ruhe, die wir vor ihr haben, solange sie im Krankenhaus ist.
05:38Danke.
05:45Entschuldigung.
05:51Frau Norag, was kann ich für Sie tun?
05:53Ich war gerade im Krankenhaus.
05:55Wie geht's, Annabelle?
05:57Haben Sie mit ihr über den Becker-Rät-Vertrag sprechen können?
05:59Nein, leider.
06:00Sie haben mich nicht zu ihr gelassen, weil ich kein Familienangehöriger bin.
06:04Ah, ich verstehe.
06:06Frau von Weidens Arzt hat mich gebeten, Ihnen etwas auszurichten.
06:11Annabelle ist noch immer nicht bei Bewusstsein und es müssten einige medizinische Entscheidungen getroffen werden.
06:19Und das soll ich jetzt machen?
06:21Ja, noch sind Sie Ihr Ehemann.
06:23Häufig stellen sich Ehepartner gegenseitig für so einen Fall eine Vollmacht aus.
06:28Ja, das haben wir auch damals gemacht.
06:30Ich habe meinen allerdings inzwischen geändert.
06:32Ich weiß nicht, was mit Annabelle ist.
06:34Könnten Sie das in Erfahrung bringen und sich dann an die Erste wenden?
06:37Ja, natürlich.
06:39Danke für den Anruf.
06:41Wiederhören.
06:43Das hört wohl nie auf.
06:49Hagen, es tut mir leid.
06:51Ich habe nur meine restlichen Sachen zusammengepackt und ich bin auch gleich wieder weg.
06:56Kein Problem.
06:59Sag mal, habe ich das gerade richtig gehört?
07:01Richard hat immer noch eine Vollmacht von Annabelle, die besagt, dass er sich um alles kümmert, falls sie geschäftsunfähig wird?
07:07Eventuell, ja.
07:09Du weißt schon, was das bedeutet, oder?
07:11Dass du dich schon wieder in meinen Fall einmischt.
07:15Können wir auch vernünftig miteinander reden.
07:17Nein.
07:18Nicht, wenn du schon wieder anfängst, mich zu belehren.
07:24Du hast doch selbst gesagt, dass du mich liebst.
07:27Das tue ich ja auch.
07:29Aber ich verstehe nicht ganz, wo plötzlich dein Haltungsumschwung herkommt.
07:35Bis gestern war Simon noch die Liebe deines Lebens.
07:38Und von heute auf morgen bin ich es.
07:41Nicht von heute auf morgen.
07:42Ich habe schon lange wieder Gefühle für dich.
07:45Die hast du aber gut versteckt.
07:47Ich habe versucht, sie zu ignorieren.
07:49Ich war mit Simon zusammen.
07:51Bis gestern wolltest du ihn noch heiraten.
07:53Das war ein Fehler.
07:56Ich habe mir mit Simon etwas vorgemacht.
07:59Er ist nicht der, für den ich ihn immer gehalten habe.
08:02Weil er im Gefängnis sitzt?
08:05Er hat in den letzten Wochen Dinge getan, die ich ihm nicht zugetraut hätte.
08:09Du glaubst doch nicht plötzlich, dass er Annabelle niedergeschlagen hat?
08:12Nein.
08:14Aber er ist in die Manufaktur eingebrochen.
08:16Er versucht wie verbissen zu beweisen, dass Annabelle Haralds Unterschrift unter dem Beckeritvertrag gefälscht hat.
08:22Simon hat für das Recht seines Vaters gekämpft.
08:25Aber zu welchem Preis?
08:28Er schreckt nicht einmal mehr von illegalen Aktionen zurück.
08:33Weißt du, wie das hier auf mich wirkt?
08:36Wie eine Flucht.
08:39Du und Simon, ihr musstet so sehr für eure Beziehung kämpfen.
08:42Und jetzt gibt es wieder Probleme.
08:46Das macht dir Angst, oder?
08:50Es tut mir leid, dass ihr es so schwer habt.
08:53Ich will dir helfen, wo immer ich kann.
08:57Aber ich kann nicht jemanden heiraten, für den ich nur zweite Wahl bin.
09:01Henning, du bist nicht die zweite Wahl.
09:07Luisa, sei ganz ehrlich.
09:10Liebst du Simon noch?
09:16Damit ist wohl alles gesagt.
09:35In welcher Straße?
09:37Goethe Straße.
09:38Morgen.
09:38Morgen.
09:41Sag mal, ich dachte, das hätte ich weggeworfen.
09:45Äh, hast du ja auch.
09:47Ich wollte nur noch mal ganz kurz gucken, ob Sebastian wirklich recht hatte,
09:50dass ich die Karte im Fallschrung gehalten habe.
09:52Aha, und?
09:55Ja, er hatte recht.
09:57Also, der Ort, an dem die Kelten ihre Sonnen-Vent-Partys gefeiert haben,
10:01ist tatsächlich da, wo die Manufaktur steht.
10:03Und laut deinem Buch, der beste Ort, um ein Baby zu zeugen.
10:06Ja, wenn man daran glaubt.
10:08Natürlich nur, wenn man daran glaubt.
10:11Ja, dann muss ich jetzt wohl gleich los.
10:12Ja.
10:13Der Leut, nehmen wir erst in der letzten Sekunde ein, will, wie wichtig ihr Auftrag ist.
10:16Beschwer dich doch nicht.
10:17Ich bin froh um jeden Auftrag, den wir haben.
10:20Elsa, wir müssen zahlen.
10:22Ich dachte, ihr wolltet noch frühstücken.
10:23Ja, es fällt leider aus.
10:24Wir haben gerade einen Auftrag reingekriegt.
10:26Ich zahle für euch mit.
10:27Danke.
10:28Oh, danke.
10:29Dann zahle ich aber das Mittagessen.
10:31Ihr geht heute Mittag zusammen essen?
10:33Ja, wieso?
10:34Wollt ihr vielleicht mitkommen?
10:36Nee, nee, nee.
10:37Ich dachte nur, ihr hättet ein Catering in der Manufaktur.
10:40Ja, aber auf Dauer sind belegte Brote auch langweilig.
10:43Dann geht ihr also heute Mittag zusammen aus?
10:45Ja.
10:46Tschüss.
10:46Ciao.
10:47Tschüss.
10:49Konrad, denkst du gerade das, was ich denke, was du denkst?
10:53Was denkst du denn, was ich denke?
10:55Dass wir heute einen kleinen Ausflug in die Manufaktur machen?
11:00Naja.
11:01Immerhin wüssten wir dann, dass das der richtige Ort ist.
11:07Sophie, jetzt gib doch bitte zu, dass dein Stolz ist, dir nicht erlaubt, Hilfe anzunehmen.
11:11Gib doch lieber zu, dass du mich notorisch unterschätzt.
11:18Ich unterschätze dich nicht.
11:21Ich bin sicher, du weißt ganz genau, was Annabels Vollmacht für Richards Scheidung gemacht hat.
11:27Vor allem weiß ich, dass es noch nicht einmal sicher ist, ob Richard überhaupt eine solche Vollmacht besitzt.
11:42Ich, mein Lieber, schaffe nämlich zuerst Fakten, bevor ich irgendwelche Spekulationen anstelle.
11:47Ich wollte überhaupt nicht spekulieren.
11:48Aber ich wollte lediglich höfliches Interesse an deinem Fall bekommen.
11:51Ich brauche dein geheucheltes Interesse für meinen Fall nicht.
11:55Du hast mir oft genug deutlich gemacht, was du von meiner Arbeit hältst.
11:59Sophie, ich halte nur das Allerbeste von deiner Arbeit.
12:01Ich halte nur nichts an, wenn du es übertreibst.
12:02Siehst du?
12:03Und genau das ist der Punkt, an dem ich nicht mehr mit dir diskutieren möchte.
12:06Wir haben uns getrennt, ich bin ausgezogen.
12:08Also geht es sich auch nichts mehr an, wenn ich es mit meiner Arbeit übertreibe.
12:15Ja, du hast recht, es geht mich nichts mehr an.
12:19Gut.
12:20Dann haben wir das ja jetzt geklärt.
12:25Ähm, ich komme die Sachen dann in den nächsten Tagen abholen.
12:31Ich muss jetzt arbeiten.
12:33Viel Erfolg.
12:54Machen wir doch mal, dass ihr mir recht hat.
12:59Henning hat recht.
13:00Ich liebe nicht ihn, sondern Simon.
13:04Und trotzdem, ich muss Henning dazu bringen, mich zu heiraten.
13:07Ich muss Annabels und Delbrücks Forderung erfüllen.
13:10Simon ist ihnen im Gefängnis hilflos ausgeliefert.
13:14Beim letzten Mal ist er nur verprügelt worden.
13:16Ich darf gar nicht daran denken, was ihm noch passieren könnte.
13:22Ich wünschte, ich könnte Henning die Wahrheit sagen.
13:25Und ihm von der Erpressung erzählen.
13:28Aber wenn Delbrück davon etwas mitbekommt, wird Simon bestraft.
13:32Ich kann das nicht riskieren.
13:37Ich muss Henning einreden, dass meine Liebe zu ihm wieder erwacht ist.
13:41Wir waren früher schon einmal glücklich zusammen.
13:44Und Henning liebt mich noch immer.
13:47Ich muss ihn überzeugen, mich zu heiraten.
13:51Und Simon aufgeben, wenn ich ihn retten will.
13:59So, drehen Sie sich bitte nochmal nach vorne.
14:04So, Sie können sich anziehen.
14:06Ich werde die Fotos dann dem Direktor übergeben.
14:08Ja.
14:09Ich finde, er sollte erfahren, wie in seinem Gefängnis mit meinem Mandanten umgegangen wird.
14:13Danke, Herr Doktor.
14:14Gerne.
14:16Und ich werde diese Fotos dem Haftrichter vorlegen.
14:18Sind Sie sicher, dass Sie damit etwas erreichen können?
14:21Sie sind in diesem Gefängnis unvermutbaren Bedingungen ausgesetzt.
14:25Ich hoffe, dass ich unter diesen Umständen eine Haftverschonung für Sie erwirken kann.
14:29Mit ein bisschen Glück bekomme ich Sie sogar bis Prozessbeginn frei.
14:33Das sind die besten Nachrichten, die ich seit Tagen höre.
14:35Ja.
14:35Wie lange dauert es denn, bis so ein Antrag stattgegeben wird?
14:38Nun ja, das ist von Fall zu Fall verschieden.
14:40Ein paar Tage werden wir uns gedulden müssen.
14:42Hauptsache, ich komme hier raus.
14:43Ich tue mein Bestes.
14:45Danke, dass Sie sich so für mich einsetzen.
14:47Nicht der Rede wert.
14:49Ich bin Ihre Anwältin.
14:51Ich habe noch eine Frage.
14:52Ja?
14:53Kann es eigentlich sein, dass die Besuchsbestimmungen verschärft wurden?
14:56Nein, nicht, dass ich wüsste.
14:57Warum?
14:57Das heißt, auch Nicht-Familienangehörige können jederzeit einen Besuchsantrag genehmigt bekommen.
15:02Ja, Luisa war doch auch schon hier.
15:04Ein einziges Mal, ja.
15:08Nun ja, ich denke, Luisa wird gute Gründe haben, warum sie bisher erst einmal hier war.
15:13Bestimmt.
15:14Kann sie ihr etwas ausrichten?
15:16Natürlich.
15:17Sagen Sie ihr, dass ich an sie denke und dass ich sie über alles liebe.
15:22Und dass ich hoffe, dass es ihr gut geht.
15:24Das mache ich gern.
15:26Wiedersehen, Herr Becker.
15:27Wiedersehen.
15:34Ja, danke für die Auskunft.
15:36Wiederhören.
15:38Und?
15:40Annabels Anwalt sagt, dass das Dokument noch existiert.
15:43Für den Fall, dass sie etwas zustößt und sie geschäftsunfähig ist, überträgt sie sämtliche Vollmachten auf mich.
15:49Das kann nicht wahr sein.
15:52Er hat alles genau geprüft.
15:53Ich bin nicht nur für die Geschäfte verantwortlich, sondern auch für ihre Gesundheit.
15:57Und das heißt?
15:59Das heißt, dass ich jetzt ins Krankenhaus muss, um mit den Ärzten die weitere Behandlung abzusprechen.
16:05Und wieder einmal hat sie es geschafft, dass du dich um sie kümmerst.
16:10Findest du nicht, dass du jetzt ein bisschen übertreibst?
16:12Annabelle hatte nicht mit Absicht einen Schlaganfall.
16:14Nein.
16:15Aber sie hat mit Absicht die Vollmacht nicht geändert, weil sie nämlich nie vorhatte, dich freizugeben.
16:19Es ist doch vollkommen egal, was sie vorhatte.
16:21Ich werde mich von ihr scheiden lassen.
16:23Solange Annabelle im Krankenhaus ist, wird sie weiter dafür sorgen, dass die Scheidung verschoben wird.
16:27Elena, ich kann ja verstehen, dass du auf Annabelle nicht gut zu sprechen bist, aber...
16:31Ja.
16:31Sie ist nämlich dafür verantwortlich, dass Hagen mich fast erschossen hätte.
16:36Ich...
16:37Ich weiß.
16:38Ja, und trotzdem willst du dich um sie kümmern?
16:40Aber was soll ich denn machen?
16:41Die Verantwortung ablehnen?
16:43Richard, jeder hätte Verständnis dafür nach allem, was sie unserer Familie angetan hat.
16:47Elena, Annabelle ist schwer krank.
16:50Und ich weiß noch nicht einmal, ob sie bleibende Schäden davon tragen wird.
16:53Du machst dir doch nicht etwa Sorgen um sie.
16:55Sie ist immer noch meine Frau.
16:58Ihr lebt in Trennung, Richard.
17:00Niemand erwartet von dir, dass du an ihrem Krankenbett sitzt.
17:02Das habe ich auch nicht vor.
17:04Aber ich werde genauso wenig sie dort hilflos liegen lassen und mich aus der Pflicht stehlen.
17:10Das heißt also, du übernimmst die Verantwortung?
17:14Das heißt, dass ich jetzt ins Krankenhaus fahren werde und mir erst einmal über Annabelles Gesundheitszustand einen Überblick verschaffen werde
17:20und was zu entscheiden ist.
17:22Und dann sehen wir weiter.
17:25Ich hoffe, du weißt, was du tust.
17:36Ich habe es gewusst.
17:50Guten Tag, das ist die Mailbox von Sophie Nowak.
17:53Bitte hinterlassen Sie mir Ihre Nachricht nach...
17:54Daneben nicht.
18:03Hallo Elena, ich müsste mit Richard und dir was besprechen.
18:06Können wir uns treffen?
18:07Richard ist gerade auf dem Weg zu Annabelle ins Krankenhaus.
18:09Aber heute Mittag ist er sicher wieder da.
18:12Hat sich das mit der Vollmacht geklärt?
18:14Annabelle hat die Vollmacht nicht geändert.
18:16Sehr gut.
18:17Was soll daran bitte gut sein?
18:19Das sage ich euch, wenn wir uns sehen.
18:21Mit ein bisschen Glück können wir die ganze Situation zu euren Gunsten nutzen.
18:25Bis später.
18:35Hallo.
18:36Ich habe dich schon gesucht.
18:37Können wir auch später reden.
18:38Ich muss los.
18:38Wieso?
18:39Willst du denn hin?
18:39Zu Frau Nowak.
18:40Ich erzähle ihr von der Erpressung.
18:42Bist du verrückt?
18:43Im Gegenteil.
18:44Ich tue endlich das einzig Richtige.
18:46Diese Erpressung ist doch Wahnsinn.
18:48Frau Nowak ist Anwältin.
18:49Sie weiß, wie man sowas umgeht.
18:50Denkst du dabei auch nur eine Sekunde an Simon?
18:52Ich denke dabei die ganze Zeit nur an Simon.
18:55Wenn rauskommt, dass du Frau Nowak von der Erpressung erzählt hast.
18:57Wer weiß, was die ihm antun werden.
18:59Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll.
19:04Komm, dann mach Henning einen Heiratsantrag.
19:08Der wird dich sofort heiraten.
19:11Er hat Nein gesagt.
19:13Was?
19:14Ich habe ihm heute Morgen einen Heiratsantrag gemacht.
19:17Er glaubt mir nicht, dass ich ihn liebe.
19:19Dann musst du überzeugender sein.
19:21Das hat doch alles keinen Sinn.
19:23Ohne Henning kann ich die Erpressung nicht erfüllen.
19:25Das muss einen anderen Weg geben, Simon zu helfen.
19:27Und was bringt es, Simon, wenn du ihn weiter in Gefahr bringst?
19:31Das darf einfach niemand erfahren,
19:33dass ich Frau Nowak von der Erpressung erzählt habe.
19:35Und was ist mit Delbrück?
19:37So viel ich weiß, sind Frau Nowak und er doch befreundet.
19:40Sie vertraut ihm.
19:42Was glaubst du, wer in ihren Augen glaubwürdiger ist?
19:44Der Kommissar, den sie seit Jahren kennt?
19:46Oder du?
19:51Aber ich sage die Wahrheit.
19:52Du kannst es nicht beweisen.
19:55Mach es nicht.
19:56Das Risiko ist zu groß.
19:58Damit machst du alles nur noch schlimmer.
20:08Herr Schönfeld, Henning Reichenbach hier.
20:11Sie haben gerade versucht...
20:13Genau.
20:15Ja, das stimmt.
20:17Frau von Weiden ist momentan aus gesundheitlichen Gründen verhindert.
20:22Natürlich findet der Termin trotzdem statt.
20:24Ja, Moment.
20:27Heute Nachmittag, genau.
20:30Als leitender Geschäftsführer
20:32regle ich selbstverständlich persönlich
20:33den Lizenzverkauf der Bekreditformel.
20:36Ja, ich bin mir auch sicher,
20:38dass wir uns handelseinig werden.
20:40Sie werden von der Glasur begeistert sein.
20:43Ja, dann also bis später.
20:47Ja, auf Wiederhören.
20:55Konrad, lass uns lieber wieder nach Hause gehen.
20:56Wir sind ja noch nicht mal richtig angekommen.
20:58Hallo.
20:58Hallo.
21:06Ich kenne ja alle Mitarbeiter,
21:08wenn wir erwischt werden.
21:09Sag mal, rein faktisch gehört doch der Fahrstuhl
21:12auch schon zur Manufaktur, oder?
21:15Und hier sind wir vollkommen ungestört.
21:17Ja, wenn man ignoriert,
21:18dass wir sämtliche Mitarbeiter und Kunden
21:19ständig an- und aussteigen.
21:22Na, es gibt doch immer so einen Nothaltknopf.
21:29Ja, der Fahrstuhl hält hier offensichtlich auch von ganz allein.
21:35Konrad, Elsa.
21:36Marianne.
21:37Hallo, Frau Becker.
21:38Das ist ja eine Überraschung.
21:39Was macht ihr denn hier?
21:41Wir wollten gerade...
21:43Maike besuchen.
21:43Ja.
21:44Die ist gerade zur Mittagspause.
21:45Dann müsst ihr euch beeilen.
21:46Machen wir, danke.
21:48So viel zu deinem Fahrstuhl.
21:50Macht ja nichts.
21:52Na, wir sind ja nur hier, um Maike zu besuchen.
21:54Wenn sie nicht schon in der Mittagspause ist.
21:56Sag mal, wenn Maike schon in der Mittagspause ist,
21:59dann ist ja ihr Büro frei.
22:03Konrad!
22:11Öl?
22:12Oh, Gesundheit.
22:13Danke.
22:15Und Hagen hat nicht gesagt, worum es geht?
22:16Nein, nicht direkt, aber es hat etwas mit deiner Vollmacht
22:19für Annabels Geschäfte zu tun.
22:20Ah, ja.
22:22Darf ich Ihnen was zu trinken bringen, Herr Ritter?
22:24Nein, vielen Dank, Katharina.
22:27Hallo, Hagen.
22:28Richard, Lena.
22:29Setz dich.
22:30Danke.
22:33Wie war es im Krankenhaus?
22:35Wie geht's Annabelle?
22:37Unverändert.
22:38Die Operation ist ja sehr gut verlaufen,
22:40aber sie wurde stark sediert,
22:41um die Gefahr eines weiteren Schlaganfalls zu minimieren.
22:45Das heißt, sie ist ohne Bewusstsein?
22:48Ja.
22:50Hat man dir eigentlich nicht sagen können,
22:52wie lange sie noch im künstlichen Koma bleibt?
22:54Man muss noch diverse Tests abwarten,
22:56um eine abschließende Prognose stellen zu können.
22:59Also wirst du bis auf Weiteres für sie
23:00nicht nur die medizinischen,
23:01sondern auch die geschäftlichen Entscheidungen treffen, richtig?
23:05Ja.
23:06Es muss doch eine Möglichkeit geben,
23:08diese Vollmacht außer Kraft zu setzen.
23:10Und genau das solltet ihr euch gut überlegen.
23:12Wie ich am Telefon schon gesagt habe,
23:14gibt es da eine sehr interessante Möglichkeit.
23:16Ich war mir am Anfang nicht so sicher,
23:18aber so wie es aussieht,
23:20könnten wir die Vollmacht zu Richards Gunsten nutzen.
23:22Was soll ich machen?
23:24Annabels Geschäfte auf mich überschreiben lassen?
23:26Nein, ich rede nicht von Geschäftlichen.
23:28Ich rede von eurer Scheidung.
23:29Die Annabelle ja erfolgreich immer weiter hinaus zögert.
23:32Ja, bis jetzt.
23:34Aber diese Vollmacht gäbe Richard das Recht,
23:35als Annabelles gesetzlicher Vertreter
23:37die Scheidungspapiere in ihrem Namen zu unterschreiben.
23:46Sag mal, bist du jetzt völlig durchgeknallt?
23:49Hallo, Nora.
23:50Natürlich habe ich Zeit für dich,
23:52wo du doch so höflich gefragt hast.
23:53Luisa macht dir einen Antrag und du lehnst ab.
23:55Ich dachte, du liebst sie.
23:57Das hätte ich mir ja denken können,
23:59dass du hier noch auftauchst.
24:00Natürlich.
24:00Ich bin ja jetzt auch diejenige,
24:02die sie trösten muss,
24:02nachdem du ihr das Herz gebrochen hast.
24:04Doch dein Melodrama kannst du dir sparen.
24:05Wir wissen doch beide,
24:06dass es dir nicht um Luisa,
24:07sondern um Simon geht.
24:09Du willst, dass ich Luisa heirate,
24:11damit du freie Bahn bei Simon hast.
24:12Pass mal auf, es geht hier nicht um mich,
24:13sondern um dich, Henning, ja?
24:14Du liegst mir monatelang in den Ohren,
24:17dass du Luisa zurückhaben willst
24:18und dann lehnst du einfach ihren Antrag ab.
24:20Ich erkläre dir jetzt mal etwas, Noah.
24:22Es gibt leider Menschen wie dich,
24:25für die bedeutet Liebe nur,
24:26den anderen zu besitzen,
24:27egal was es kostet.
24:28Und es gibt leider Menschen wie dich,
24:30die so übertrieben moralisch sind,
24:32dass sie ihre eine Chance,
24:33die Liebe ihres Lebens zurückzuerobern,
24:34einfach verstreichen lassen.
24:36Was glaubst du,
24:37wer von uns beiden am Ende glücklicher sein wird?
24:38Das werden wir ja irgendwann herausfinden.
24:41Gut.
24:44Weißt du, Henning,
24:45wenn du schon nicht an dich selber denkst,
24:47dann denk wenigstens an Luisa.
24:50Sie leidet mich wirklich darunter,
24:51dass du ihren Antrag abgelehnt hast.
24:52Sie leidet darunter,
24:53dass Simon im Gefängnis sitzt.
24:55Ach ja?
24:55Sie liebt ihn und nicht mich.
24:57Und warum hat sie dir
24:58einen Heiratsantrag gemacht?
25:00Das weiß ich nicht,
25:01aber nicht, weil sie mich liebt.
25:02Vielleicht täuscht du dich ja.
25:04Vielleicht hat sie ja tatsächlich
25:05ihre Gefühle für dich wiederentdeckt.
25:07Das ist doch absurd.
25:12Henning,
25:13ihr habt euch doch mal geliebt.
25:15Warum sollte das denn nicht wieder so werden?
25:20Ich habe jetzt wirklich Besseres zu tun,
25:22als mir dein Gerede anzuhören, Noah.
25:23Machst du bitte die Tür zu?
25:26Von außen.
25:43Maike?
25:48Keiner da?
25:50Wir haben das ganze Büro für uns.
25:52Aber wir wissen doch gar nicht,
25:53wie lange sie überhaupt Mittagspause macht.
25:55Naja.
25:56Ich weiß nicht.
25:58Privatsphäre habe ich mir
25:59irgendwie anders vorgestellt.
26:12So, jetzt haben wir Privatsphäre.
26:15Konrad?
26:16Ja?
26:17Denkst du wirklich,
26:18das hier ist der richtige Ort,
26:19um ein Baby zu zeugen?
26:22So steht es in dem Buch.
26:28Zumindest laufen wir diesmal nicht Gefahr,
26:29unsere Klamotten zu verbrennen.
26:33Es wird ja auch gerade ganz schön warm.
26:35Ja.
26:41Oh.
26:43Äh, was macht ihr denn hier?
26:46Was machst du denn hier?
26:50Ja?
26:52Frau Malwald?
26:55Hallo, haben Sie kurz Zeit für mich?
26:57Ja, natürlich setzen Sie sich.
26:59Danke.
27:04Ich komme gerade aus dem Gefängnis.
27:07Wie geht es, Simon?
27:09Naja, um ehrlich zu sein,
27:11nicht so gut.
27:13Er hat nach Ihnen gefragt.
27:16Ich wollte ihn ja gerne besuchen,
27:17aber ich habe es nicht geschafft,
27:19so viel zu tun.
27:21Er hat mich gebeten,
27:22Ihnen etwas auszurichten.
27:25Er hat gesagt,
27:26dass er an Sie denkt
27:27und dass er Sie über alles liebt
27:29und dass er hofft,
27:30dass es Ihnen gut geht.
27:32Frau Malwald,
27:33ich möchte Ihnen wirklich
27:34nicht zu nahe treten,
27:35aber
27:36wenn Sie Simon helfen wollen,
27:39dann besuchen Sie ihn.
27:41Ich würde ihn gerne besuchen.
27:44Aber
27:45Ja, was aber?
27:48Frau Nowak,
27:50ich weiß,
27:51das hört sich...
27:53Frau Nowak,
27:55Guten Tag,
27:55was machen Sie denn hier?
27:57Ja, ich hatte eine Nachricht
27:58von Herrn Becker
27:59an Ihre Schwester.
28:01Was denn für eine Nachricht?
28:03Ich wollte gerade
28:04mit Ihrer Schwester
28:04darüber sprechen.
28:05Ich habe die Verletzungen
28:06Ihres Verlobten
28:07begutachten und fotografieren lassen.
28:09Mein Gott,
28:09sind das die Fotos?
28:11Ja.
28:12Ich habe einen Antrag
28:13auf Haftverfüllung gestellt.
28:15Ich hoffe,
28:17dass die Fotos
28:18die Gefängnisleitung überzeugen
28:19und dass Simon
28:19bis zum Prozess
28:20freikommen wird.
28:22Das ist möglich.
28:23Na ja,
28:23mit ein bisschen Glück.
28:24Es kann aber auch sein,
28:26dass er im Gefängnis bleiben muss,
28:27oder nicht?
28:27Ja,
28:28auch diese Möglichkeit besteht.
28:31Und wie wollen Sie verhindern,
28:32dass so etwas wie hier
28:33nochmal passiert?
28:35Ich habe
28:36Herr Kommissar Delbrück gebeten,
28:37ein Auge auf ihn zu haben.
28:39Mehr kann ich im Moment
28:40leider nicht tun.
28:43Und Sie glauben,
28:44dass Kommissar Delbrück
28:45da helfen kann.
28:47Ich kenne ihn schon
28:48so viele Jahre.
28:49Wenn er irgendetwas
28:50für Simon tun kann,
28:51dann wird er das machen.
28:58Hi.
28:59Hi.
28:59Hi.
29:00Hey.
29:00Hey, was macht ihr denn hier?
29:01Das könnte ich euch fragen.
29:03Habt ihr meine Nachricht
29:03nicht gekriegt?
29:05Ich kann leider nicht
29:06mit zum Essen kommen.
29:07Ich muss arbeiten.
29:08Zum Glück
29:09sind wir ein Kurierdienst
29:10und die Bäckersboten
29:11haben das Essen einfach
29:12für dich hergebracht.
29:13Wir essen einfach hier.
29:14Ach, das ist ja toll.
29:15Super.
29:16Ja, dann hole ich mal eben
29:17Besteck aus dem Catering.
29:18Gut.
29:20Hä?
29:21Warum ist denn die Tür blockiert?
29:26Ah.
29:28Wie?
29:29Ah.
29:30Ach, ähm, nichts.
29:32Wir können doch einfach
29:33im Catering essen.
29:34Na klar, warum nicht?
29:37Wollt ihr nicht mitkommen?
29:38Wir haben genug für Fünfter.
29:39Ach, äh, wir wollen
29:40euch nichts wegessen.
29:41Ich glaube, die beiden
29:42haben Appetit
29:43auf was ganz anderes.
29:45Ah.
29:46Sag ich doch.
29:46Komm.
29:46Viel Spaß.
29:51Tolle Privatsphäre.
29:53Ganz großes Kino.
29:58Moment, Moment,
29:58Moment, hab ich das
29:59richtig verstanden?
30:00Ich kann allein
30:01den Zeitpunkt bestimmen.
30:02Dass ich bestimme,
30:04ob und wann
30:05die Scheidung vollzogen wird.
30:06Ganz genau.
30:08Und das kann ich machen,
30:09während Annabelle
30:10nicht bei Bewusstsein ist.
30:12Das heißt,
30:12sie merkt überhaupt gar nicht,
30:14wie wir geschieden werden.
30:17Richard, das Gesetz
30:17will mit diesem Artikel
30:18die Rechte der Angehörigen schützen.
30:21Es ist niemandem zuzumuten,
30:24mit einem Menschen
30:24verheiratet zu bleiben,
30:25der für den Rest
30:26seines Lebens im Koma liegt
30:28oder psychisch unzurechnungsfähig
30:29oder geschäftsuntüchtig ist.
30:31Das heißt,
30:33also ich kann mich
30:34in Ihrem Namen scheiden lassen.
30:37Aber es kann doch sein,
30:38dass Annabelle bald wieder aufwacht.
30:40Helena, es kann sein,
30:40es kann auch nicht sein,
30:41wer weiß das so genau.
30:42Das Einzige,
30:43was wir im Moment sicher wissen,
30:44ist, dass Annabelle
30:44zum jetzigen Zeitpunkt
30:45weder geschäfts-
30:46noch prozessfähig ist.
30:47Das heißt,
30:48die Scheidung könnte sich
30:48über Jahre hinziehen.
30:52Welche Schritte
30:53würden auf mich zukommen?
30:55Sophie hat die Scheidung
30:56ja schon eingereicht
30:56und sie hat auf Härtefall plädiert,
30:57weil ja Annabelle
30:58eure gemeinsame Tochter Nora
30:59über Jahre vorenthalten hat.
31:01Du müsstest im Grunde genommen
31:03einfach nur die Scheidungspapiere
31:04unterschreiben.
31:04Das wär's.
31:13So, also ich muss jetzt los.
31:15Ich hab noch einiges zu erledigen.
31:17Danke, dass Sie sich
31:17so um Simon kümmern.
31:19Ich tu, was ich kann.
31:21Wir bekommen ihn schon
31:22aus dem Gefängnis.
31:23Er ist unschuldig
31:24und das werden wir auch beweisen.
31:27Und Sie denken noch mal drüber nach,
31:29ob Sie Simon nicht
31:30vielleicht doch besuchen wollen.
31:32Das mache ich.
31:34Gut.
31:35Wiedersehen.
31:38Wiedersehen.
31:43Ich dachte,
31:44wir sind uns darüber einig,
31:45dass es nichts bringt,
31:46von Nowak in die Erpressung
31:47einzuweihen.
31:49Habe ich auch nicht.
31:50Aber du warst kurz davor.
31:53Ich will Simon helfen.
31:57Luisa,
31:59ich verstehe ja,
32:00dass du dir Sorgen um ihn machst.
32:01Die mache ich mir auch.
32:04Aber
32:05ich sehe im Moment
32:06nur eine Möglichkeit,
32:07ihm zu helfen.
32:10Ich muss Henning heiraten.
32:13Ja.
32:15Wenn es das ist,
32:15was Annabelle und Delbrück
32:16fordern, um ihn freizulassen.
32:18Du willst doch auch,
32:19dass er freikommt, oder nicht?
32:20Ja, natürlich will ich das.
32:23Aber ich weiß nicht,
32:24was ich machen soll.
32:26Henning will mich nicht heiraten,
32:27ich kann ihn doch nicht dazu zwingen.
32:29Dann musst du ihn überzeugen,
32:30dass du es wirklich willst.
32:31Dass du ihn liebst.
32:32Aber wie soll ich das machen?
32:34Er glaubt mir nicht.
32:35Dann müssen wir ihn dazu bringen,
32:36dir zu glauben.
32:40Ich habe auch schon eine Idee.
32:45Und von Sebastian
32:46soll ich dich auch ganz herzlich grüßen.
32:48Er vermisst dich sehr.
32:49So wie wir alle.
32:51Wie geht es, Vater?
32:54Unverändert.
32:56Ich bin jeden Tag bei ihm.
33:02Er liegt zwar im künstlichen Koma,
33:04aber
33:06vielleicht spürt er ja,
33:07dass ich da bin.
33:08Ganz sicher.
33:12Er soll einfach wissen,
33:14dass ich,
33:15egal was passiert,
33:17immer für ihn da bin.
33:18Und das gilt auch für dich.
33:20Simon, du bist doch mein Sohn.
33:22Wir stehen das hier gemeinsam durch.
33:25Danke.
33:28Wenn ich irgendetwas für dich tun kann.
33:31Hast du in der letzten Zeit
33:33mit Luisa gesprochen?
33:35Nein, schon seit längerem nicht mehr.
33:38Wieso?
33:39Ist irgendwas?
33:40Das wüsste ich auch gern.
33:42Sie hat mich seit Tagen nicht besucht.
33:45Habt ihr euch gestritten?
33:47Oder ist irgendwas passiert?
33:49Nein.
33:50Das ist es ja.
33:51Weißt du, das letzte Mal hier
33:52war aber noch alles gut.
33:53Sie hat gesagt,
33:53dass sie mir helfen will
33:54und dass sie mich liebt.
33:57Dann hast du wahrscheinlich
33:58keine Besuchserlaubnis bekommen.
34:00Dich haben sie doch auch
34:01zu mir gelassen.
34:02Ich bin ja auch deine Mutter.
34:04Und Luisa ist meine Verlobte.
34:08Es gibt sicher einen logischen Grund dafür,
34:10dass sie seit einer Weile nicht hier war.
34:13Ja.
34:15Ich habe letzte Nacht von ihr geträumt.
34:18Sie hat mich um Verzeihung gebeten.
34:22Um Verzeihung? Wofür?
34:24Das weiß ich nicht.
34:27Aber ich werde das Gefühl nicht los,
34:28dass irgendetwas nicht stimmt.
34:33Was geht los?
34:34Ich kann es nicht.
34:35Doch, du kannst das.
34:36Du musst doch noch ein bisschen lügen.
34:44Benin möchte einfach nicht
34:45die zweite Wahl sein.
34:49Das ist er ja auch nicht.
34:52Ich habe es heute Morgen
34:53versucht, ihm zu erklären.
34:55Ja, aber du kannst ihm doch nicht vorwerfen,
34:57dass er Zweifel hat.
34:58Nach dieser ganzen Nummer mit Simon
35:00und der großen romantischen Liebe,
35:01die keiner trennen kann.
35:02Ich bitte dich.
35:03Da ist es doch kein Wunder.
35:04Immer geht es nur um Simon.
35:06Warum, warum denken denn alle,
35:08dass sich mein ganzes Leben
35:09nur um ihn dreht?
35:10Was hat es in den letzten Wochen?
35:13Ja.
35:15Leider.
35:17Und dabei habe ich den Menschen verloren.
35:21Den ich wirklich liebe.
35:28Henning.
35:32Und deine Gefühle für Simon
35:34sind einfach so weg.
35:36Nein, nicht einfach so.
35:39Ich habe einfach gemerkt,
35:41dass er nicht der ist,
35:43für den ich ihn gehalten habe.
35:44Als der Unfall mit seinem Vater passiert ist,
35:47da hat er mir das Gefühl gegeben,
35:49dass er mich fallen lässt.
35:52Und wo du ihn am meisten gebraucht hast?
35:54Da ist er auf Abstand gegangen.
35:59Aber dann seid ihr doch wieder zusammengekommen.
36:01Ja, wir haben es versucht,
36:02aber es hat nicht mehr funktioniert.
36:06Sonst hätte er mir ja auch nicht unterstellt,
36:08dass ich eine Affäre mit Henning habe.
36:10Er hat mir zugetraut,
36:12dass ich ihn hintergehe.
36:14Und dabei warst du ihm treu.
36:16Ich hätte ihn nie angelogen.
36:20Aber er hat mir versprochen,
36:22dass er nicht in die Manufaktur einbricht.
36:26Und er hat es doch gemacht.
36:29Ich kann ihm einfach nicht mehr vertrauen.
36:33Okay, er hat einen Fehler gemacht,
36:35aber das sieht er ja nicht mal ein.
36:38Als ich ihn im Gefängnis besucht habe,
36:40hat er seine Aktion noch verteidigt.
36:42Er sieht überhaupt nicht ein,
36:43warum ich mich so aufrege.
36:45Ja gut,
36:46wer will schon einen Freund im Knast?
36:50Nein, das ist es nicht.
36:52Wir haben uns gestritten, Nora.
36:53So etwas habe ich noch nie erlebt.
36:59Das ist nicht der Mensch,
37:01den ich liebe.
37:04Und bei Henning bist du dir da ganz sicher,
37:10so sicher war ich mir noch nie in meinem Leben.
37:18Danke, Hagen, für deine Hilfe.
37:20Jederzeit.
37:20Lass mich wissen, wenn du dich entschieden hast.
37:22Das mache ich.
37:23Okay.
37:23Tschüss, Hagen.
37:24Tschüss.
37:27Ja, das ist doch wunderbar.
37:29Wenn du willst,
37:30dann bist du vielleicht schon nächste Woche geschieden.
37:32Also, bei diesen Aussichten,
37:33da kann ich dir natürlich nur raten,
37:35weiterhin als ihr gesetzlicher Vormund zu fungieren.
37:37Hm.
37:39Findest du das Ganze nicht auch ein bisschen geschmacklos?
37:42Ich meine,
37:43ich soll als Annabelles gesetzlicher Vormund
37:45in ihrem Interesse entscheiden
37:47und willige in eine Sache ein,
37:48von der ich hundertprozentig weiß,
37:49dass sie sie nicht will?
37:50Du hast moralische Bedenken?
37:53Der Frau gegenüber,
37:54die unsere Tochter auf dem Gewissen hat
37:56und die mich umbringen lassen wollte?
37:58Helena,
37:59nur weil Annabelle unmoralisch ist,
38:00müssen wir es doch nicht sein.
38:01Das kann man auch nicht miteinander vergleichen.
38:07Das Gesetz
38:07gibt dir jedes Recht,
38:09dich scheiden zu lassen.
38:10Du musst es nur wollen.
38:13Helena,
38:13ich möchte die Scheidung genauso wie du.
38:16Ich bin mir noch nicht sicher,
38:17ob ich sie unter diesen Umständen will.
38:34immer geht es nur um Simon.
38:36Warum,
38:37warum denken denn alle,
38:38dass sich mein ganzes Leben nur um ihn dreht?
38:40Was hat es in den letzten Wochen?
38:42Ja,
38:44leider.
38:46Und dabei habe ich den Menschen verloren,
38:49den ich wirklich liebe.
38:51Und bei Henning bist du dir da ganz sicher.
38:55Ja.
38:57So sicher war ich mir noch nie in meinem Leben.
39:04Wie kann ich einen Menschen
39:05nur so belügen und manipulieren?
39:08Ich hätte nie gedacht,
39:09dass ich zu so etwas einmal fähig bin.
39:13Aber mir bleibt keine andere Wahl.
39:16Nicht,
39:16wenn ich Simon helfen möchte.
39:21Ob Henning geglaubt hat,
39:22was ich gesagt habe?
39:24Selbst wenn,
39:25wie geht es weiter?
39:27Kann ich ihm wirklich jeden Tag
39:29in die Augen blicken
39:29und ihn belügen?
39:31Fast wünschte ich,
39:33er würde mir nicht glauben.
39:34Er würde den Antrag ablehnen.
39:40Aber was wird dann aus dir?
39:44Es gibt keinen anderen Weg.
39:47Unser Schicksal liegt in Hennings Hand.
40:01Wo bist du nur, Luisa?
40:32Ich habe mir über unser Gespräch
40:35heute Morgen Gedanken gemacht.
40:38Ja, ich mir auch.
40:41Mir ist vieles durch den Kopf gegangen.
40:49Du weißt,
40:50dass ich es seit unserer Tennung
40:52nie geschafft habe,
40:53dich ganz zu vergessen.
40:55Ich habe es versucht,
40:56aber umsonst.
41:01als ich nach Falkenthal kam,
41:03hatte ich von Anfang an
41:04die Hoffnung,
41:04dich wieder zurückzugewinnen.
41:08Bis ich dich mit Simon
41:09zusammen erlebt habe.
41:10Das ist schon in Ordnung,
41:11wenn du mich nicht heiraten lässt.
41:12Lass mich ausreden.
41:16Ich habe wirklich fest geglaubt,
41:17ihr beide seid füreinander bestimmt.
41:22Aber vielleicht habe ich dich
41:23zu früh aufgegeben.
41:27Vielleicht hast du recht
41:28und wir beide haben noch eine Chance.
41:39Ich liebe dich, Luisa.
41:43Ja, ich möchte dich heiraten.
41:53Die Hochzeit wird in wenigen Tagen
41:54stattfinden.
41:55Gut.
41:57Dann wird Simon Becker
41:58in wenigen Tagen
41:59auf freien Fuß gesetzt.
42:00Sie kennen das ja.
42:00Je schneller sie heiraten,
42:02umso schneller kommt er frei.
42:03Macht dir denn irgendjemand Druck?
42:04Annabelle von beiden vielleicht,
42:06weil sie sich immer noch
42:06an mir rächen will.
42:07Nein, das glaube ich nicht.
42:09Annabelle von beiden
42:09ist nach wie vor völlig hilflos.
42:12Er sitzt im Gefängnis
42:13und du verlobst dich
42:14mit einem anderen Mann.
42:14Ich hoffe, ich kann es dir
42:16eines Tages erklären.