- vor 1 Woche
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:00In die Manufaktur. Annabelle hat die Sitzung vorgezogen.
00:03Was, so kurzfristig?
00:04Ja, sie hat nur wenig Zeit.
00:05Ich hab versprochen, Simon zu wecken.
00:07Dann weg ihn.
00:08Aber er könnte jetzt noch eine Stunde schlafen, er hat die ganze Nacht gearbeitet.
00:11Ist das jetzt wirklich unser Problem? Wir müssen los.
00:14Es ist nicht unser Problem, aber er muss in einer Stunde wach sein, weil er die Engel fertig kriegen muss.
00:19Können Sie pünktlich liefern oder nicht?
00:21Nein, kann ich nicht.
00:23Geben Sie mir noch eine Stunde.
00:25Und auch wohl nicht wahr sein.
00:27Sie haben mir versprochen, dass Sie pünktlich liefern werden.
00:29Sie wussten, wie wichtig mir die Angelegenheit war.
00:31Ja, ich weiß.
00:33Eine Frau hat diese Kirche geliebt, wissen Sie?
00:36Jansi, es tut mir fürchterlich leid.
00:37Geben Sie mir noch eine Chance.
00:39Sie hatten Ihre Chance, Herr Becker.
00:41Das war der letzte Auftrag, den Sie je von mir erhalten haben.
00:57Das war der letzte Woche.
01:19Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.
01:21Ich habe die ganze Nacht daran gearbeitet, die Figuren fertig zu bekommen.
01:23Sie sind aber nicht fertig.
01:24Dann geben Sie mir noch eine Chance, meinen Fehler wieder gut zu machen.
01:28Das können Sie nicht.
01:30Und wissen Sie, das alles bestätigt nur meine Meinung über Sie, Herr Becker.
01:34Wie darf ich das denn jetzt bitte verstehen?
01:37Sie haben sich auf meinem Grund und Boden eingenistet.
01:40Sie haben meinem Neffen die Ehefrau ausgespannt.
01:42Sie haben meine Tochter manipuliert, dass ich Ihnen eine Chance gebe, die Engel zu restaurieren.
01:46Das stimmt so nicht.
01:47Also ich will Ihre Ausflüchte nicht hören.
01:49Ich will überhaupt nichts mehr von Ihnen hören. Verstehen Sie?
01:51Sie wollen, dass ich Ihren Grund und Boden verlasse.
01:53Das würde ich gerne tun, aber leider fiel mir dazu die Mittel,
01:55woran Ihr Neffe Henning nicht ganz unschuldig ist.
01:58Wassen Sie Henning aus dem Spiel.
02:00Wenn er Ihnen etwas schuldet, dann wird er ganz bestimmt dafür gerade stehen.
02:03Sind Sie sich da sicher?
02:04Wie viel wissen Sie eigentlich über Ihren Neffen?
02:06Es geht hier nicht um Henning.
02:08Es geht allein um Ihre Unzuverlässigkeit.
02:11Und was meine Geduld und mein Wohlwollen betrifft,
02:14beides haben Sie gründlich überstrapaziert.
02:17Guten Tag.
02:25Guten Tag.
02:26Guten Tag.
02:34Guten Tag.
02:37Guten Tag.
02:39Guten Tag.
02:40Guten Tag.
02:40Guten Tag.
02:41Guten Tag.
02:42Guten Tag.
02:43Guten Tag.
02:43Guten Tag.
02:44Guten Tag.
02:45Guten Tag.
02:45Guten Tag.
02:46Guten Tag.
02:47Guten Tag.
02:47Guten Tag.
02:47Guten Tag.
02:49Ich könnte mich schwarz ärgern, dass ich nicht schon gestern Abend die Farbe geholt habe.
02:53Das hat auch nichts mehr geändert.
02:55Doch, dann hätte ich mehr Zeit gehabt, eine neue zu holen oder eine neue anzumischen.
02:59Das sieht doch schon ganz gut aus.
03:01Ach, bist du farbenblind? Das ist chromgelb und nicht gold.
03:04Und wenn du ein bisschen was von diesem Glanzzeug dazu gibst?
03:06Nein. Ohne diesen Goldstaub, da kann ich die Prüfung vergessen.
03:11Warum muss eigentlich ausgerechnet ein Tag vor meiner Prüfung her eine Kindergruppe durchgeschleust werden,
03:15und die nichts Besseres zu tun hat, als meine Farben mitzunehmen?
03:18Also, so wie ich das verstanden habe, wollte der die Farbe nicht klauen, sondern der wollte sie einfach nur benutzen,
03:21um...
03:24Was machen wir jetzt?
03:26Aufgeben.
03:28Ja. Ohne die Farbe kann ich die Prüfung nicht machen.
03:30Kannst du nicht einfach eine andere Farbe nehmen?
03:34Nein. Das ganze Dekor ist auf Gold abgestimmt.
03:36Und ich kann nicht hergehen und einfach alles improvisieren.
03:39Ja, so wie es aussieht, wirst du das jetzt müssen.
03:42Ach. Gleich fängt sowieso die Prüfung an.
03:45Jetzt ist sowieso alles zu spät.
03:46Warte mal. Du stehst hier vor dem Mann mit dem schnellsten Kurier in der Stadt.
03:49Also, komm. Frag deine Sachen.
03:50Es ist immer noch besser, zu versuchen und zu scheitern, als gleich den Kopf in den Sand zu stecken. Komm.
03:54Okay. Versuchen wir es.
04:07Haben Sie mir ein Kostüm für den Gedenkgottesdienst für Frau Bernstein herausgelegt?
04:11Es liegt auf Ihrem Bett.
04:13Danke, Herr Adam.
04:15Mit Ihrer Erlaubnis fahre ich inzwischen den Wagen vor.
04:19Tun Sie das.
04:20Ach, Herr Adam.
04:21Ja, bitte.
04:22Das Kostüm ist schwarz.
04:25Jawohl. Ein schwarzes Kostüm für den Gedenkgottesdienst.
04:28Ähm.
04:30Bringen Sie mir ein anderes. Ein farbiges.
04:32Ein farbiges?
04:33Es war der ausdrückliche Wunsch von Frau Bernstein, dass keine Trauer getragen wird.
04:37Ja, sehr wohl.
04:39Wenn schon nicht im Leben, möchte ich wenigstens im Tode Ihren Wunsch respektieren.
04:44Eine weise Entscheidung, wenn ich das bemerken darf.
04:46Ich kümmere mich sofort darum.
04:49Danke, Herr Adam.
04:51Richard soll sehen, dass ich Frieden schließen will.
04:57Ich werde mit Helenas Mörderin in der Kirche sitzen müssen.
05:01Richard, ich weiß, wie schwer das für dich ist.
05:04Aber es ist eine einzigartige Gelegenheit, Annabels Vertrauen wieder zu gewinnen.
05:11Ich kann nur hoffen, dass ich das durchstehe.
05:14Richard, du bist ihre Achillespasse.
05:16Sie will dir vertrauen.
05:18Sie glaubt, dass du ihr guttust.
05:19Annabels Anwesenheit im Gutshaus vergiftet meine ganze Familie.
05:23Sobald sie einen Fehler macht und sich verrät, ist es vorbei.
05:25Dann bringen wir sie mit dem Mord an Helena in Verbindung und dann ist es aus.
05:29Nein.
05:31Und bis dahin spiele ich dieses Theater.
05:35Wie läuft's denn mit Lissi?
05:38Das ist die einzige gute Nachricht.
05:40Lissi hat ihren Kampf gegen Annabelle vorläufig eingestellt.
05:44Wie das?
05:46Delbrück hat ihr versichert, dass Annabelle unschuldig ist.
05:50Und es war wohl auch in seinem Interesse, dass Lissi nicht weiter nachgeforscht hat.
05:54Damit ist wenigstens sie aus der Schusslinie.
05:58Mein ganzes Leben ist einem gefährlichen Balance ab geworden.
06:07Sophie, bitte komm auch zur Feier.
06:10Das ist aber offiziell zerstritten, Richard.
06:13Wenn Annabelle uns beide zusammen sieht, dann schafft sie doch sofort Verdacht.
06:15Wir können dabei bleiben, dass wir uns wegen deiner Anschuldigung überworfen haben.
06:20Deine Freundschaft zu Helena würde deine Anwesenheit rechtfertigen.
06:24Mir scheint das Risiko zu hoch.
06:26Sophie, bitte.
06:29Ich muss meine Freunde anlügen.
06:30Meine Verwandten, meine Töchter.
06:32Es würde mir helfen, wenn wenigstens ein Mensch im Raum wüsste,
06:35warum ich diese Frau in der Nähe meiner Familie dolde.
06:49Gut, du bist wach.
06:51Ich habe versucht, dich anzurufen.
06:53Ich weiß.
06:54Annabelle hat den Termin für die Sitzung vorverlegt.
06:56Deshalb musste ich früher weg.
06:58Verstehe.
07:01Müssen die Engel nicht längst in der Kirche sein?
07:03Ja, müssten sie, wenn sie fertig wären.
07:07Du hast verschlafen.
07:11Ich habe das Telefon extra an dein Bett gelegt, weil ich dich wecken wollte.
07:14Aber dann war die Sitzung.
07:17Es musste alles ganz schnell gehen, weil Annabelle weg wollte.
07:19Ich musste noch mit Henning sprechen.
07:20Du hast es vergessen.
07:24Jetzt bist du sauer auf mich.
07:26Nein, ich bin sauer auf mich, weil ich überhaupt geschlafen habe.
07:31Ich wusste genau, wie wichtig es ist, diesen Auftrag zu erledigen.
07:34Ich habe es vermasselt.
07:40Es tut mir wirklich leid, Simon.
07:43Aber beim nächsten Auftrag kannst du bestimmt alles wieder gut machen.
07:46Es gibt keinen nächsten Auftrag.
07:49Wie? Was?
07:50Herr von Weiden war vorhin hier und hat mir eindeutig zu verstehen gegeben,
07:54dass ich nie wieder für ihn oder für Helena Bernsteins Denkmalschutzprogramm arbeiten werde.
07:59Ich könnte wetten, Annabelle taucht in voller Trauermontur hier auf, gemein, wie sie ist.
08:03Du ehrst dich, Lissi.
08:05Ich will hier niemanden mehr provozieren.
08:07Na, herzlichen Glückwunsch.
08:08Das macht dich aber auch nicht zu einem besseren Menschen.
08:10Bitte.
08:11Lasst uns wenigstens heute nicht miteinander streiten.
08:13Das wünsche ich mir auch.
08:15Frau Nowak, guten Morgen.
08:17Frau Nowak, wollen Sie uns begleiten?
08:19Ja, es ist mir wichtig, Helena, diese Ehre zu erweisen.
08:24Ich kann es Frau Nowak schlecht verbieten.
08:26Auch wenn wir Differenzen haben, vor allem was die haltlosen Vorwürfe dir gegenüber angeht.
08:31Schon gut.
08:31Ich bin mir sicher, Frau Nowak und ich werden heute gut miteinander auskommen.
08:35Entschuldige bitte, du fährst, wie du dich kleidest. Langsam und bieder.
08:38Das gleiche gilt für dich. Aufdringlich und provokant. Ich werde fahren.
08:42Wenn ihr euch nicht einigen könnt, in meinem Wagen ist noch Platz.
08:46Du hast gewonnen, Schatz.
08:48Du fährst.
08:53Sophie, kann ich bei dir mitfahren?
08:54Ja, natürlich.
08:58Tja, dann würde ich vorschlagen, du fährst in meinem Wagen mit.
09:03Gern. Sehr gern, Richard.
09:12Ich werde mich nie an diese Dinger gewöhnen können.
09:14Genau wie Harald.
09:15Kein Wunder, war ja auch mein Bruder.
09:18Wir Beckers lassen uns nämlich gerne Fesseln anlegen.
09:21Und genauso stur.
09:23Lernest du dich an die Beerdigungsfeier, als Annabelle Gravenberg in vollem Trauernaht aufgetaucht ist?
09:28Ich bin gespannt, was uns heute erwartet.
09:29Ich hätte nie gedacht, dass sie überhaupt zu diesem Gottesdienst eingeladen wird.
09:34Richard von Wein verschließt einfach die Augen davor,
09:36dass sie irgendetwas mit Helenas Unfall zu tun haben könnte.
09:39Und jetzt sollen wir gemeinsam mit Annabelle in der Kirche Helena gedenken.
09:43Also ich finde das unerträglich.
09:46Bleiben wir hier?
09:48Nein.
09:50Ich denke, wir sollten Helena Bernstein die letzte Ehre erweisen.
09:53Ja, sehe ich genauso.
09:56Aber die bleibt hier.
09:59Geh.
10:02Vielleicht gibt es ja doch noch eine Chance für Folgeaufträge.
10:05Wenn sich Richard erstmal beruhigt hat.
10:07Wir brauchen es uns nicht schönzureden.
10:09Es wird keine Nachfolgeaufträge mehr geben.
10:12Jetzt hör auf, dir Vorwürfe zu machen.
10:14Du warst totmüde, du musstest schlafen.
10:17Ich hätte mir ja auch einen Wecker stellen können.
10:19Und ich hätte daran denken müssen, dich zu wecken.
10:20Habe ich aber nicht.
10:22Ich werfe dir das ja auch überhaupt nicht vor.
10:24Alles ist nur passiert, weil ich früher weg musste.
10:27Nicht mal auf Henning gehört.
10:29Wieso auf Henning?
10:31Als er mich abgeholt hat, meinte er, ich soll dich sofort wecken.
10:34Aber ich wollte dir die eine Stunde mehr Schlaf gönnen.
10:37Was soll's?
10:40Passiert ist passiert.
10:45Ist es überhaupt bei dir gelaufen?
10:50Eigentlich ganz gut.
10:52Zuerst hatte ich Angst, Annabelle könnte die neue Stiftungsidee kippen.
10:56Aber jetzt ist sie ganz begeistert davon, Waisenkinder zu fördern.
11:01Und wozu dann der ganze Stress mit der Sitzung?
11:03Naja, sie wollte wahrscheinlich in die Entscheidung mit einbezogen werden.
11:06Schließlich gehört die Manufaktur ihr.
11:09Das heißt, du hast jetzt schon bei Annabelle Grafenberg ein Stein im Brett?
11:12Aber sie bei mir noch lange nicht.
11:18Du wirst auch wieder einen neuen Auftrag bekommen.
11:21Ja.
11:23Niederlagen sind gut für die Motivation, es beim nächsten Mal besser zu machen.
11:28Ich liebe dich dafür, dass du nie aufgibst.
11:31Ich könnte schwören, dass Henning heimlich davon träumt, diese Worte auch aus deinem Mund zu hören.
11:37Da kann er aber lange warten.
11:51Was muss man noch alles in diesem Haus erleben?
11:54Ich verstehe nicht, das war doch eine freundliche Geste.
11:57Mit der Frau, die Helena Bernstein das Leben zur Hölle gemacht hat.
12:01In einem Wagen zu ihrer Gedenkfeier zu fahren.
12:04Das ist alles andere als eine freundliche Geste.
12:07Es ist endlich an der Zeit, dass Sie Ihre Haltung zu Frau Grafenberg gründlich überdenken.
12:12Er friert die Hölle zu.
12:15Sie bemüht sich nur, es allen recht zu machen.
12:17Der einzige Mensch, dem Annabelle Grafenberg versucht, gerecht zu werden, ist Annabelle Grafenberg selber.
12:23Sie täuschen sich. Frau Grafenberg ist ein mitfühlender Mensch.
12:27Sie bedauert den großen Verlust, den Herr van Weyden erleiden musste, sehr.
12:31Herr Adam, ich respektiere, dass Sie Ihre Arbeitgeberin verteidigen.
12:34Aber bitte erwarten Sie nicht von mir, dass ich ihr mit dem gleichen Respekt begegne.
12:38Die Feierlichkeiten haben wir gerade begonnen.
12:41Ich kann nur hoffen, dass alles friedlich verläuft.
12:43Jede der Herrschaften hat genügend Anstand und Respekt vor der Verstorbenen, um persönliche Gefühle zurückzustellen.
12:51Ich hoffe nur, dass diese gewisse Person genug Anstand hat, nach den Feierlichkeiten nicht noch mit ins Lanzino zum Essen
12:57zu gehen.
13:07Egal, was Richard gesagt hat, ich finde die Figuren wunderschön.
13:11Das sind sie. Es ist nur schade, dass sie niemand bei dem Gedenkgottesdienst zu Gesicht bekommt.
13:16Sie werden die nächsten Jahrzehnte für alle Welt zu sehen sein.
13:19Das ist wahr.
13:21Das muss der Fahrer sein, der die Skulpturen abholt.
13:24Dann packe ich die Sätze mal ein.
13:25Ja.
13:26Oh, ähm, entschuldigen Sie bitte den Überfall, aber man hat uns gesagt, dass wir Frau Maywald hier antreffen würden.
13:31Ja, Sie müssen die Heimleiterin sein. Kommen Sie doch rein.
13:34Hallo, Luisa.
13:36Hallo.
13:37Hallo.
13:38Hallo.
13:42Hallo, Luisa. Wie haben die was gebastelt?
13:45Für mich?
13:47Das ist ja nett. Wie komme ich zu der Ehre?
13:49Sie wollten sich unbedingt bei Ihnen bedanken. Als ich Ihnen erzählt habe, was Sie mit Ihrer Stiftung vorhaben, da waren
13:55Sie ganz aus dem Häuschen.
13:56Hier, mach auf. Da ist die Überraschung drin.
14:06Es kommt nicht oft vor, dass sich jemand so für Sie einsetzt.
14:12Ein goldenes Herz. Das ist ja eine tolle Idee. Danke.
14:19Da hast du ja schon wieder ein Herz erobert.
14:24Danke.
14:26Du schaffst es schon.
14:28Ja, wenn jetzt ein Wunder geschieht und es noch Goldstaub vom Himmel regnet...
14:31Vergiss das Konzept mit der Goldfarbe. Du bist gut genug, um dir was Neues anfallen zu lassen.
14:35Natürlich kann ich mir irgendwas einfallen lassen. Aber die Goldfarbe ist einfach nicht zu toppen.
14:39Und die Bestnote und die Auszeichnung, die kann ich dann auch vergessen.
14:43Egal. Hauptsache, du bestehst.
14:45Dabei hatte ich mir schon so Hoffnung gemacht, zur Chefdesignerin befördert zu werden.
14:49So wie Henning Reichenbach mir das versprochen hat.
14:51Jetzt mach dich nicht verrückt.
14:53Du machst jetzt einfach alles so gut, wie du kannst.
14:55Was steht denn als erstes an?
14:56Die theoretische Prüfung.
14:58Dann habe ich wenigstens noch Zeit, mir über das Dekor für die praktische Prüfung Gedanken zu machen.
15:02Na siehst du. Und die Theorie schaffst du mit links.
15:06Oh nein. Ich glaube, ich habe das Gefühl, dass ich alles vergessen habe.
15:10Um wie viel Prozent schrumpft das Porzellan beim...
15:12Beim...
15:12Garbrand.
15:13Garbrand?
15:14Um 15 Prozent.
15:15Na siehst du. Du kannst es.
15:17Gut. Ich gehe da jetzt rein, ja?
15:19Viel Glück.
15:20Danke.
15:21Danke.
15:27Wenn das mal gut geht.
16:00Du entschuldigst mich. Ich will mich nur etwas frisch machen.
16:02Ich komme zurecht.
16:06Lissi, hier ist noch ein Platz frei.
16:09Sophie, ist der noch frei?
16:11Ja, natürlich.
16:18Der Gedenkgottesdienst war wirklich ergreifend.
16:22Leider ließen manche Gäste zu wünschen übrig.
16:25Ich weiß nicht, was du meinst.
16:27Naja.
16:28Man konnte sich einfach nicht so sicher sein, ob sie um Helena trauern oder sich insgeheim über ihren Tod freuen.
16:34Ich habe noch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass Helena und ich uns nicht besonders mochten.
16:40Wie wahr.
16:42Was machst du denn eigentlich hier?
16:44Lissi, lass gut sein.
16:46Das hat doch jetzt keiner Sinn.
16:47Danke, Frau Nowak.
16:49Alles, was sich Richard heute wünscht, ist, dass es keinen Streit gibt.
16:54Da hätte ich schon eine gute Idee.
16:56Du gehst und alle sind glücklich.
16:59Wer hätte gedacht, dass wir mal einer Meinung sind, Lissi?
17:02Will dir da bloß nicht zu viel drauf einschätzchen.
17:04Lissi, du hattest mir doch etwas versprochen für heute.
17:10Es tut mir leid, Papa, aber solange diese Intrigantin am Tisch sitzt, kann ich das wohl nicht einhalten.
17:14Schönen Tag noch.
17:19Danke, dass wir am Gedenkgottesdienst teilnehmen dürfen, Herr von Weiden.
17:22Ich freue mich, dass Sie gekommen sind.
17:24Warum bleiben Sie nicht noch ein bisschen?
17:27Tut mir leid, aber ich denke, es ist besser, wenn wir jetzt gehen.
17:29Auf Wiedersehen.
17:30Auf Wiedersehen.
17:31Auf Wiedersehen.
17:32Da waren es nur noch fünf.
17:34Seltsam, wo immer Mutter auftaucht, verschwinden die Menschen plötzlich.
17:39Nora.
17:51Was ist das?
17:53Birkenrindentee.
18:03Gesund?
18:04Gut gegen Sommersprossen.
18:09Haben wir uns lange nicht gesehen.
18:11Ja, wurde mal wieder Zeit.
18:12Allerdings.
18:14Ist einiges passiert in der Zwischenzeit.
18:18Willst du darüber reden?
18:21Nicht wirklich, nein.
18:23Du?
18:27Ich habe heute Morgen meinen Auftrag verloren.
18:30Oh.
18:31Ist aber nicht gut.
18:33Ich hatte einen Abgabetermin und den habe ich leider verschlafen.
18:36Das ist ja richtig schlecht sogar.
18:39Wenn ich den Auftrag gut erledigt hätte, dann hätte ich weitere Aufträge bekommen.
18:42Und ich hätte Geld verdient.
18:43Gutes Geld.
18:45Geld, mit dem Luisa und ich irgendwann unser Hotel zurück hätten kaufen können.
18:49Wieso hast du überhaupt verschlafen?
18:50Hast du dir keinen Wecker gestellt?
18:53Luisa wollte mich rechtzeitig wecken.
18:55Wie und das hat sie nicht gemacht und deswegen hast du verschlafen?
18:57Sie hatte einen wichtigen Termin mit Henning und hat es vergessen.
19:01Mit Henning?
19:04So.
19:04Na, jetzt verstehe ich auch, warum du sauer bist.
19:08Richard will Simon wegen der Verspätung keinen Auftrag mehr geben?
19:12Es war ihm einfach sehr wichtig, dass die Engel zum Gedenkgottesdienst fertig sind.
19:15Ja, das stimmt, aber Simon deswegen gleich zu kündigen.
19:19Aber wundert dich das?
19:20Richard denkt, dass ich Henning wegen Simon habe sitzen lassen.
19:23Er weiß ja nicht, dass wir nur geheiratet haben, weil Annabelle uns verpresst hat.
19:26Und dass Henning das Hotel verspielt hat, weiß er auch nicht.
19:29Dann sollte es ihm vielleicht mal jemand sagen.
19:31Das würde doch wie eine nachgeschobene Rechtfertigung aussehen.
19:34Ja, und wie geht Simon damit um?
19:38Den stornierten Auftrag können wir schon verkraften.
19:41Aber ich denke, er fühlt sich nicht sehr wohl, dass ich jetzt die Einzige bin, die Geld verdient.
19:46Hat er das gesagt?
19:47Nein, das würde Simon nicht sagen.
19:49Aber ich sehe doch, dass was in ihm arbeitet.
19:54Vielleicht gibt er dir doch die Schuld daran, dass er verschlafen hat.
19:59Das glaube ich nicht.
20:00Oh, schließlich warst du bei Henning, als du ihn vergessen hast.
20:03Aber Simon weiß, dass es keinen Grund zur Eifersucht gibt.
20:06Du denkst auch, dass ich eifersüchtig bin, ne?
20:08Nein, nein.
20:10Bin ich nämlich auch nicht.
20:14Naja, vielleicht ein bisschen.
20:17Aber sagen wir es mal so, es macht die Sache nicht einfacher,
20:19dass Luisa ausgerechnet mit Henning mal zusammen war.
20:23Sind die sich denn jetzt häufiger?
20:24Nein, in letzter Zeit wieder.
20:26Aber nur beruflich.
20:27Luisa leitet jetzt die Harald-Becker-Stiftung.
20:30Die Stiftung deines Vaters?
20:31Sie hat sie von Grund auf reformiert.
20:36Die Stiftung kümmert sich jetzt um benachteiligte Waisenkinder.
20:39Das wurde heute beschlossen.
20:40Aber das ist doch gut.
20:42Ja, sicher.
20:43Damit hat sie jetzt ja einen Job und verdient Geld.
20:46Ja, mit dem ihr dann irgendwann euer Hotel zurückkaufen könnt.
20:49Was ist denn dann dein Problem?
20:51Ja, sie hat einen Job und ich nicht.
20:53Zu schade, dass Herr Becker die Engel nicht rechtzeitig fertigstellen konnte.
20:57Ja, wo er doch sonst so zuverlässig ist.
21:00Entschuldigt mich kurz.
21:07Entschuldige, ich muss noch ein wichtiges Telefonat führen.
21:10Sicher, ich laufe ja nicht weg.
21:14Entschuldigst du mich auch einen Moment, Liebling?
21:16Aber nur sehr ungern, Schatz.
21:18Du weißt, wie ich jede Sekunde mit dir genieße.
21:26Und? Genießt du deinen Auftritt?
21:28Was ist das für ein Gefühl mit einem Mann, um dessen Frau zu trauern?
21:32Ein Mann, den du zum Witwer gemacht hast?
21:35Ich sag dir was, auch wenn dich kein Gericht der Welt belangt,
21:39gesellschaftlich steckst du in Isolationshaft.
21:43Richard, ich muss.
21:44Wir müssen uns sprechen. Am Hausboot?
21:46Ja.
21:52Danke für die Einladung, Richard, aber ich weiß, wenn ich unerwünscht bin.
21:58Ich rufe dir ein Taxi.
21:59Danke, ich warte draußen.
22:15Danke.
22:17Danke.
22:37Kommissar Bellbrück, was machen Sie denn hier?
22:40Wollen Sie zu mir?
22:42Nein, ich...
22:44Ich wollte nur in Ruhe einen Kaffee trinken.
22:46Das können wir ja zusammen machen, wenn Sie Lust haben.
22:49Ja, warum nicht?
22:54Wie geht's Ihnen?
22:56Ganz gut.
22:57Abgesehen davon, dass ich gerade von der Gedenkfeier meiner Stiefmutter vertrieben worden bin.
23:01Ach ja, und von wem?
23:04Von wem schon.
23:06Annabelle natürlich.
23:08Wie hat sie das denn geschafft?
23:10Sie war einfach nur da, das hat gereicht.
23:14Sagen Sie, Sie glauben immer noch, dass Frau Grafenberg irgendwas mit dem Tod von Frau Bernstein zu tun hat, stimmt's?
23:20Nein, Sie haben mich überzeugt, dass es diesmal nicht war.
23:23Aber das macht Sie trotzdem noch nicht zu einem besseren Menschen.
23:25Tja, niemand ist perfekt.
23:30Ein Milchkaffee bitte noch.
23:32Und Sie?
23:34Nein, dann krieg ich nichts.
23:36Wie, aber ich dachte, wir trinken jetzt ein Kaffee.
23:37Ja, nein, das ist ja...
23:38Machen wir ein andermal.
23:39Ich hab nur gesehen, es ist schon später und ich muss los.
23:41Sie kennen das ja, Dienst ist Dienst.
23:42Och, und wenn ich Sie einlade?
23:49Hm.
23:50Es ist ja jetzt nicht so, dass ich mich nicht gern von einer schönen Frau zum Kaffee einladen lasse, aber...
23:54Aber?
23:56Ich glaub, ich kann es nicht verantworten, dass Sie Ihr Taschengeld für meine Pause opfern.
24:00Ach, was kommt denn da zu lachen?
24:02Also, ich brauch schon lange kein Taschengeld mehr.
24:05Erstens hab ich meine eigene Firma...
24:06Und zweitens?
24:10Was trinken Sie nun?
24:13Kaffee schwarz vielleicht?
24:18Gut, wenn Sie mich so charmant einladen, sage ich nicht nein.
24:22Eine Bedingung.
24:23Sie verraten mir das Geheimnis Ihres Wohlstands, okay?
24:27Vielleicht.
24:30Was ist denn los? Ich bin mitten in der Prüfung.
24:32Und, wie ist es bisher gelaufen?
24:34Die theoretische ganz gut, jetzt fehlt nur noch die praktische.
24:36Das ist gut.
24:37Was denn daran gut?
24:38Außerdem, warum sollte ich mich aus der Prüfung rausschleichen?
24:41Ich wollte ja noch was mitgeben für die Prüfung.
24:43Das ist ja süß, aber deine Küsse helfen mir jetzt auch nicht mehr weiter.
24:45Nee, das meinte ich nicht.
24:46Ich meinte eigentlich das hier.
24:49Das sind die Materialien zum Anmischen meiner Farbe.
24:52Bingo.
24:53Aber ich habe dir doch heute Morgen schon gesagt, ohne den Goldstaub bringt mir das alles nichts.
24:58Was ist denn das?
25:02Goldstaub?
25:04Aber das reicht auch nicht.
25:06Was haben wir denn da?
25:10Wo hast du das alles her?
25:11Bin ich Kurierfahrer oder bin ich Kurierfahrer?
25:13Ich weiß nicht, auf jeden Fall.
25:14Bist du ein Zauberer?
25:15Komm, jetzt geh rein, du musst die Farben nachher anmischen.
25:17Ja, mache ich.
25:18Ich liebe dich.
25:20Richtig auch.
25:22Hau sie um!
25:41Simon macht mir zwar keine Vorwürfe, aber er ist trotzdem geknickt.
25:45Die Arbeit als Restaurator hat ihm großen Spaß gemacht.
25:49Und jetzt gibt ihm Richard keine neuen Aufträge mehr.
25:52Wenn ich nur etwas für ihn tun könnte.
25:55Dummerweise lässt mir die Arbeit für die Stiftung kaum Zeit.
26:03Das ist es.
26:05Wieso bin ich da nicht viel früher drauf gekommen?
26:23Hast du überhaupt eine Ahnung, was für ein Glück du hattest, diesen Mann an deiner Seite zu haben?
26:34Ja, du wusstest es.
26:39Du kanntest das Glück.
26:44Und ich habe es so stört.
26:49Frau Grafenberg, Sie sind schon zurück?
26:52Ja, es ist doch noch sehr anstrengend für mich, den ganzen Tag in Gesellschaft zu sein.
26:56Haben gnädige Frau noch irgendeinen Wunsch?
26:58Nein, danke.
27:01Ich werde mir noch etwas frische Luft gönnen.
27:03Wie Sie meinen.
27:11Was habe ich getan?
27:14Was... was habe ich dir nur angetan, Richard?
27:19Richard?
27:23Sie sind schon wieder.
27:31Wir sehen uns.
27:32Ich würde mich, wenn er eine Ahnung ist.
27:34Wir sehen uns!
27:34Wir sehen uns.
27:35Wir sehen uns.
27:41Wir sehen uns.
27:57Helena Bernstein, du bist meine Freundin gewesen, meine Partnerin und eine Vertraute.
28:03Willst du nun wieder auch meine Frau sein?
28:07Bitte sag ja.
28:08Ja, ich liebe dich über alles und ich kann mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen.
28:16Ja, ja, ich will wieder deine Frau sein.
28:39Ich wünsche mir so sehr, dass es euch gut geht, dass ihr glücklich seid.
28:52Ich kann nur mit dir wirklich glücklich sein.
28:55Aber wir beide werden uns doch wiedersehen eines Tages.
29:02Ja, es ist nicht so bald, wie ich da war.
29:11Irgendwann.
29:15Verzeih mir.
29:19Ist das wirklich der richtige Weg, deinen Tod zu söhnen?
29:22Kann das sein?
29:26Kann ich dieser Frau wirklich vorspielen, dass ich mich ihr in irgendeiner Weise verbunden fühle?
29:35Oder gibt es noch einen anderen Weg?
29:40Warum nicht einfach Schluss machen?
29:43Dass Frau Enversaden begonnen hat.
29:45Sie einfach töten.
29:52So wie sie dich getötet hat.
29:59So wie sie dich getötet hat.
30:31Lisa.
30:33Danke, dass du gleich Zeit haben willst.
30:35Ist doch klar. Worum geht es denn?
30:37Ich wollte jemanden für die Schriftung einstellen.
30:39Und dazu brauche ich deine Einwilligung.
30:42Natürlich.
30:43Sobald du ein Profil der auszuschreibenden Stelle erarbeitet und einen Antrag ausgeführt hast?
30:48Ich weiß, das wäre der normale Weg.
30:50Aber dir schwebt etwas anderes als der normale Weg vor?
30:54Ich würde dem Kandidaten gerne sofort ein Anruf machen.
30:57Sofort?
30:58Warum so eilig?
31:02Simon hat heute Morgen seinen Auftrag verloren.
31:06Tut mir leid, das zu hören.
31:08Du weißt doch, ich hatte versprochen, ihn zu wecken, damit er die Engel fertig machen kann.
31:12Ja, du wolltest ihn anrufen.
31:14Ja, und dann kamen die Sitzungen dazwischen.
31:15Vor lauter Aufregung habe ich vergessen, anzurufen.
31:18Und jetzt will Richard ihm keine weiteren Aufträge mehr geben.
31:21Aber das kann er dir doch nicht zum Vorwurf machen.
31:23Du hattest eine wichtige Sitzung.
31:24Es ging um die Zukunft der Stiftung.
31:27Simon macht mir auch keine Vorwürfe.
31:29Ich wollte eigentlich nur dir erklären, dass wir uns eine solche Gelegenheit nicht hingehen lassen dürfen.
31:34Welche Gelegenheit?
31:35Dass wir einen so begabten Designer für die Stiftung gewinnen können.
31:39Du willst Simon einstellen?
31:40Ja, er könnte als Kunstherzieher für die Stiftung arbeiten.
31:45Na ja, er hat keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet.
31:48Du weißt genau, dass Simon für einen solchen Job ausreichend qualifiziert ist.
31:53Und du weißt auch, warum es so wichtig ist, dass wir beide Geld verdienen.
31:57Ja, ich weiß, ich schulde euch was.
31:59600.000 Euro oder ein Hotel.
32:02Und genau deshalb schuldest du uns auch einen Gefallen.
32:05Ich muss das natürlich alles mit Annabelle besprechen.
32:08Wie gesagt, ich würde Simon gerne heute ein konkretes Angebot machen.
32:14Gut.
32:16Mach ihm ein Angebot.
32:17Ich nehme das auf meine Kappe.
32:20Danke.
32:22Ich wusste, dass ich auf dich zählen kann.
32:26Ihre Stiefmutter muss sie sehr gemocht haben.
32:29Ja.
32:30Es hat mich trotzdem sehr überrascht, dass sie mich als Erwin eingesetzt hat.
32:35Dann gehört Ihnen jetzt die Hälfte eines Weltkonzerns.
32:39Eines der 50 erfolgreichsten Unternehmen weltweit.
32:43Was machen Sie dann hier?
32:45Wo soll ich sonst sein?
32:47Da fällt mir einiges ein.
32:49Auf alle Fälle gehört er nicht dazu, mit dem Polizisten hier sitzen und Kaffee trinken.
32:53Bereuen Sie, dass ich Sie überredet habe?
32:55Nein, nein, auf keinen Fall überhaupt nicht.
33:00Sagen Sie,
33:02haben Sie eigentlich vor, in die Fußstapfen Ihrer Stiefmutter zu treten?
33:07Ja, schon.
33:09Aber erst mal muss ich mein Abi machen.
33:10Das habe ich meinem Vater und auch Helena versprochen.
33:12Das ist vernünftig, ja. Und dann?
33:15Dann noch einige Erfahrungen sammeln.
33:16Also ich meine, mit dem Kurierdienst habe ich ja schon ein bisschen Erfahrung gesammelt,
33:19aber das reicht eben nicht.
33:22Das ist bewundernswert.
33:25Wie? Dass ich keinerlei Ausbildungen absolviert habe?
33:29Nein, nein, das meine ich nicht.
33:30Ich meine die Ernsthaftigkeit, mit der Sie das alles anpacken.
33:33Sie, wie soll ich das sagen, Sie wirken auf mich sehr, sehr,
33:38Sie wirken sehr reif für Ihr Alter.
33:42Toller Witz.
33:43Nein, ich meine das ernst. Gucken Sie mal.
33:45Sie könnten jetzt auch einfach losgehen, irgendwo hin, alles stehen und liegen lassen.
33:49Nee, das ist aber überhaupt nicht meine Art. Also nicht mehr.
33:52Und genau das meine ich. Sie sind verantwortungsbewusst. Genau.
33:56Außerdem kann ich meinen Vater jetzt unmöglich alleine lassen mit Annabelle im Haus.
34:02Wollen Sie Frau Grafenberg immer noch vertreiben?
34:06Allerdings. Ich habe es letztens schon wieder versucht.
34:10Hm, jetzt machen Sie mich neugierig. Erzählen Sie.
34:13Das wollen Sie gar nicht wissen.
34:14Nee, doch, doch.
34:14Ziemlich kindisch.
34:15Nein, nein, doch raus. Komm, erzählen Sie.
34:18Ich habe ihr letztens eine riesige Menge Salz in den Kaffee getan.
34:24Hat sie ihn getrunken?
34:26Ich hoffe doch.
34:30Großartig.
34:31Sie lachen?
34:33Ja, das finde ich witzig.
34:35Das ist genau mein Humor.
34:37Ich stelle mir jetzt nur Ihr Gesicht vor.
34:41Ihr Freund ist wirklich zu beneiden.
34:44Ich habe gar keinen Freund.
34:46Ja, wirklich?
34:52Komm.
35:21Hallo.
35:22Hallo.
35:23Hallo.
35:27Ich habe noch mal über heute Morgen nachgedacht.
35:30Lass uns einfach nicht mehr darüber sprechen, okay?
35:32Simon, ich habe dir einen Vorschlag zu machen.
35:34Du magst auch Kinder.
35:37Luisa, beim besten Willen.
35:38Ich glaube nicht, dass das gerade der geeignete Zeitpunkt ist, um über Familienplanung zu reden.
35:42Ich meinte eigentlich keine eigenen Kinder.
35:44Nichts?
35:46Die Harald-Becker-Stiftung möchte dir eine Stelle als Kunstpädagoge anbieten.
35:51Ich soll für die Stiftung arbeiten?
35:53Ja.
35:54Du würdest sozusagen im Namen deines Vaters Kindern die Möglichkeit geben, ihre künstlerischen Talente zu entdecken.
35:59Und sie fördern.
36:01Ich habe auch schon mit Henning darüber gesprochen.
36:03Mit Henning?
36:04Ja.
36:04Und er hat mir grünes Licht gegeben.
36:06Du musst nur noch Ja sagen.
36:08Das meinst du ernst, oder?
36:09Wir würden ab und zu zusammen arbeiten.
36:13Du freust dich nicht.
36:15Darüber soll ich mich freuen?
36:16Über einen Job, der nicht mal anernd adäquat zu der Stelle passt, die ich gerade verloren habe?
36:20Was soll das sein?
36:20Ein Almosen von Henning?
36:22Okay.
36:23Du bist also doch sauer auf mich.
36:25Nein, bin ich nicht.
36:25Ich bin arbeitslos.
36:26Woran du mir die Schuld gibst.
36:27Das habe ich nicht gesagt.
36:29Aber gedacht.
36:29Sag mir nicht, was ich denke.
36:32Ja, ich bin sauer.
36:33Stinksauer.
36:40Hallo.
36:41Hi.
36:42Oh, hallo.
36:43Hallo, hallo.
36:44Ich bin der Jan.
36:45Jan Delbrück.
36:46Maike Hansen, hallo.
36:47Sebastian, hi.
36:49Bist du gar nicht auf der Gedenkfeier?
36:50Ach, sprechen wir nicht davon.
36:52Annabelle war da.
36:53Verstehe.
36:54Du darfst Maike übrigens gratulieren.
36:56Sie hat bestanden.
36:57Was?
36:59Deine Gesellenprüfung.
37:00Habe ich ganz vergessen.
37:01Und?
37:02Bestnote.
37:03Echt?
37:03Ja, aber ohne meine Goldmarie hätte ich das bestimmt nicht so gut geschafft.
37:08Goldmarie?
37:09Muss ich jetzt nicht verstehen, oder?
37:11Nee, aber wir wollen ein bisschen feiern.
37:12Können wir uns da zusetzen?
37:13Aber wir wollen die beiden doch gar nicht sterben.
37:17Herzlichen Glückwunsch.
37:20Danke.
37:23Ja, hat mich gefreut, Herr Delbrück.
37:25So, und jetzt wird gefeiert.
37:27Und wie?
37:30Im engsten Kreisen.
37:35So, jetzt nochmal zurück.
37:36Der Rollstuhl, wie war das genau?
37:38Ich habe den Stecker gezogen, damit der Akku nicht aufgeladen wird.
37:42Das heißt, sie kann jetzt jederzeit irgendwo stehen bleiben, oder?
37:45Ja, und ich hoffe, das passiert mitten im Nirgendwo.
38:17Oh nein, bitte nicht.
38:24Oh nein, bitte nicht.
38:48Oh, Richard.
38:52Oh, Richard, ich brauch dich.
38:54Aber du wirst ja wohl nicht abstreiten, dass du mit Henning zusammen warst, als du mich vergessen hast.
38:57Wir waren in einer Arbeitsbesprechung, nicht im Kino.
39:00Ich dachte wirklich, wir hätten diese Eifersuchts nochmal hinter uns.
39:03Das hab ich dir ja überhaupt nicht vorgeworfen, aber dass du ausgerechnet mit deinem Jobangebot von Henning Reichenbach kommst.
39:08Ich wollte dir damit eine Freude machen.
39:10Ich hätte nicht gedacht, dass du wegen Henning immer noch auf dem Kriegspfad bist.
39:13Das ist doch wirklich das Letzte, was wir jetzt noch gebrauchen können.
39:15Ja, das weiß ich auch.
39:17Warum hast du mir nicht gesagt, dass dich was stört?
39:20Weil ich wusste, dass du mir sagen würdest, dass ich dazu keinen Grund habe.
39:23Und weil ich das ja selbst schon wusste, hab ich es einfach nicht mehr gesagt.
39:28Ich weiß, dass diese Stiftung sehr wichtig für dich ist und dass es dir viel bedeutet.
39:32Aber ich werde den Job nicht annehmen.
39:34Gut.
39:36Und für die Zukunft, sag mir bitte gleich, wenn ich was ehrlich bin.
39:41Ja, das werde ich.
39:44Frieden?
39:45Frieden.
39:49Frieden.
39:50Dann lass uns doch mal anfangen.
39:56Weißt du, was mich schon die ganze Zeit an dir gestört hat?
40:00Dass du nachts immer deine kalten Füße unter meine Bettdecke schiebst.
40:06Gut.
40:10Und weißt du, was mich schon die ganze Zeit an dir gestört hat?
40:12Ja, das kann ja nicht viel sein.
40:13Das glaubst auch nur du.
40:15Du nimmst zum Beispiel immer das letzte Stück Schokolade.
40:17Weil das mir zustillt.
40:18Und mit welchem Recht?
40:19Weil ich der Mann bin.
40:20Dann sollte der doch auch das Geld verdienen.
40:26Ich glaube, wir sollten noch ein paar Tage warten, bis wir darüber Witze machen.
40:32Okay.
40:34Tut mir wirklich leid.
41:03Ich muss...
41:06Lass du mich nicht aufgiften.
41:10Du bist meine Rettung.
41:19Sophie, ich kann dieser Frau nicht vorspielen, dass ich sie liebe.
41:21Aber...
41:22Ich werde es nicht tun, Sophie.
41:24Ich habe einen guten Einfluss auf ihre Genesung und das kann ich ausnutzen, aber...
41:28mehr nicht.
41:31Du hast seine Frau umgebracht.
41:32Ich glaube nicht, dass es eine stabile Basis für Normalität ist.
41:36Vielleicht freut ich das ja.
41:38Aber deine Worte verletzen mich tatsächlich.
Kommentare