- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:34Glauben Sie, wir haben ihn umgebracht?
00:38Ist nicht zu fassen. Ruft einfach die Polizei.
00:41Warum lassen Sie Schwiegervater nicht die letzte Ruhe?
00:45Mein Gott, er hatte schon mal einen Herzinfarkt.
00:47Es ist schön, dass Sie endlich da sind.
00:49Dr. Walter Speck, Hausarzt.
00:51Hochverkriminalpolizei.
00:53Hier ist der Tote.
00:57Das ist Will Gutt, mein Maler.
01:00Tom Burkhardt, sein Schwiegersohn.
01:02Robert Kolmar, Rechtsmedizin, mein Bein.
01:03Burkhardt.
01:04Frau Hofer, Zweite Mordkommission.
01:05Darf ich Sie bitten, einen Moment den Raum zu verlassen?
01:08Nein, das dürfen Sie nicht. Sie dürfen hier überhaupt nicht.
01:10Beherrschen Sie sich, bitte.
01:13Seine Krankengeschichte, die war leer.
01:17Abgesehen von einem leichten Infarkt vor vier Monaten
01:20und dass er letzte Woche über Rückenschmerzen klagte.
01:22Der war vital.
01:24Es war ein weiser Feinschmecker und lebensruglich noch dazu.
01:27Ich verstehe das nicht. Der Will war...
01:29Sie wollen mir sagen, dass Sie Selbstmord ausschließen?
01:31Ja.
01:33Sie waren befreundet?
01:34Sehr.
01:36Und ich hoffe, mich hat mich geirrt.
01:39Ich hoffe sehr.
01:41Falls Sie irgendwelche Fragen haben, hier ist meine Karte.
01:44Danke, Herr Kollege.
01:44Auf Wiedersehen.
01:45Auf Wiedersehen.
01:45Auf Wiedersehen.
01:48Walter.
01:52Glaub mir, ich habe deinen Vater sehr geliebt.
01:56Komm.
01:57Das ist der Schöpfer.
02:09Mein Beileid, Frau Borken.
02:24Todesursache?
02:25Nun, lass mich Ihnen das mal ansehen.
02:27Ich frage mich, wozu ich dich überhaupt mitnehme.
02:30Ich brauche die Körpertemperatur.
02:32Dazu muss ich seine Lage verändern.
02:35Keine Anzeichen für einen Raubüberfall?
02:37Kein Abschiedsbrief?
02:39Hat er äußere Verletzungen?
02:42Im Kopfbereich?
02:45Nein.
02:47Wo bleibt denn die PTO?
02:48Also, ich doch nicht.
02:51Willgütt.
02:53Sag mal, sagt dir der Name was?
02:55Ist der berühmt als Maler?
02:57Nein.
03:00Ich kenne nur einen großen Schwarzmaler.
03:03Kriminalkommissare neigen selten zu Optimismus.
03:06Vielleicht ist es einfach das, wonach es aussieht.
03:09Ein natürlicher Tod.
03:10Ja, dann wären wir ja nicht hier.
03:12Vielleicht sind wir ja umsonst hier.
03:15Da ist gelbe Farbe an seinen Fingern.
03:19Daneben liegt ein Pinsel mit Gelb.
03:21Aber auf dem Bild ist kein Gelb.
03:24Sondern nur auf seinen Lippen.
03:26Ja, wahrscheinlich als Mischfarbe.
03:29Mischfarbe?
03:29So.
03:31Naja, das werden wir alles prüfen.
03:34Schön, dass die Herren schon kommen.
03:36So pünktlich im Zeittakt der Behörde.
03:39Morgen.
03:40Wir sind in der Phase, wo man entweder heiratet oder sich trennt.
03:43Ja, bitte, dann tu's doch.
03:45Du darfst sie nicht ernst nehmen.
03:46Auch wenn es aussieht, als würde ich's tun.
03:47Ich muss.
03:48Ich bin ihre Tochter.
03:49Mutter, du bist kindisch.
03:50Königin Mutter.
03:51Das ist meine Art, jung zu bleiben.
03:52Hör nicht auf, sie heiratet und sei trotzdem glücklich.
03:54Ich hasse dich.
03:55Ich adoptiere dich.
03:57Schwesterchen, komm, spiel mit mir.
03:58Robert, ich möchte, dass du mein Trauzeuge bist.
04:01Machst du's?
04:02Ich hab dich gern, im Unterschied zu deiner Tochter, die nur dein Bestes will.
04:05Kohl, Mann, ich erwürge dich.
04:07Frau Grünenbein.
04:09Oh, Entschuldigung.
04:10Oh, bitte, kommen Sie nur rein.
04:11In der Besenkammer ist ja noch Platz.
04:12Ich renne sowieso gleich schreiend und mit aufgelösener Handis Haus.
04:15Hallo, Frau Helena.
04:16Hallo, Herr Professor.
04:18Darf ich Sie einladen?
04:19Am Freitag Sie alle zu meinem Polterabend?
04:22In meine Wohnung?
04:23Sie würden mir und meinem zukünftigen Mann...
04:26...Helena und Paares Troja in Flammen...
04:28...eine große Ehre erweisen.
04:30Was weiß denn diese autistische Single-Generation schon von dem gefährlichen und herzzerreißenden Abenteuer, das wir Ehe nennen?
04:38Naja, ich würde Sie herzzerreißend gerne auf eine Tasse Kaffee einladen, wenn Ihre Hochzeitsvorbereitungen Ihnen dazu noch Zeit lassen.
04:46Ja, meine Tochter sieht sowieso gerne, wenn ich gehe.
04:49Also, meine Lieben, bis Freitag.
04:51Bis Freitag.
04:53Ich könnte hören.
04:54Ich hab's gern, wenn Frauen weinen.
04:56Wer meinen Todesfall will, Güttern mal.
04:58Da muss ich nicht kennen.
04:59Keine Anhaltspunkte für Selbst- oder Fremdtäterschaften.
05:01Nur Joe mit einem unguten Gefühl und fragwürdigen Hypothesen.
05:04Was ging da gerade vor?
05:06Was war hier los?
05:07Bin ich verrückt geworden?
05:08Ich müsste die Körperflüssigkeit reservieren.
05:10Aber ich hab einen Termin mit einem Wohnungsmakler und, äh, Judith.
05:16Was?
05:17Ja.
05:18Ja.
05:19Ja.
05:20Ich beeil mich auch.
05:23Oh, der Chef ist nicht hier.
05:25Wir feiern Hochzeit schon gehört.
05:27Oh, ich hab's ja immer gewusst.
05:31Ihr zwei seid.
05:35Tolma, ich hasse dich.
05:38Hier hin.
05:44Stark gegelbter Firne, sehen Sie.
05:48Liegt wie schmutziger Nebel über den Farben.
05:52Pastosität, Tiefenpinselduktus.
05:54Das sind Pfandemeringen.
05:55Nuancen, Stofflichkeit, Materialität, weg.
06:00Alles weg.
06:02Das Bild wirkt flach wie ein Farbdruck.
06:05Mein Vater hat auch angefangen, hier den ganzen Firnes abzunehmen.
06:08Oder sehen Sie doch dieses frische Gelb, was hier durchkommt.
06:10Ja, ja, aber die Farbwerte sind verschoben.
06:12Sehen Sie, sehen Sie.
06:15Blaue Farbpartien sind zu grün geworden.
06:17Rote zu braun.
06:19Weiße zu gelb.
06:21Wer weiß, ob das nur am Firnes liegt.
06:23Manchmal zersetzen sich Farben.
06:24Lichteinfluss, Lichteinfluss, Lufteinfluss.
06:27Außerdem ist schon mal retuschiert worden.
06:29Wie viel?
06:31Die Dublierlein wird es auch gerissen.
06:33Schäden in den Bildecken.
06:35Beulen, weil der Kairam keine Spannung mehr hat.
06:38Wo haben Sie das her?
06:39Mein Vater hat viel für Sie getan.
06:41Ich war krank.
06:42100.
06:43Wir reden über das Geschäft, nicht über Gefühle.
06:50Aber...
06:50Bar, sofort.
06:52Ich denke, Sie brauchen das Geld.
06:55150.000.
07:00Überleg es mir.
07:02Ich müsste Kontakte machen.
07:05Heiße Ware.
07:06Ist nicht leicht.
07:07Nicht leicht.
07:08Lassen Sie es hier.
07:11Vielleicht zeige ich es jemandem.
07:15Ich rufe Sie an.
07:17Wiedersehen.
07:34Ich bin's.
07:34Karl.
07:37Ich habe einen Phantymerigen.
07:40Aber wir hatten das noch vorgesprochen.
07:42Sie sagten, Sie gehen auf 12 Mark pro Quadratmeter runter.
07:45Da haben Sie mit meinem Bruder gesprochen.
07:47Ach so.
07:48Ja, das erklärt natürlich die Ähnlichkeit.
07:50Nicht unbedingt.
07:51Wir haben verschiedene Eltern.
07:52Wir beide, Herr Brüde.
07:53Sie und ich.
07:54Wir haben völlig verschiedene Eltern.
07:56Trotzdem sehe ich nicht aus wie Ihr Bruder.
07:58Also, was ist jetzt mit dem Rabatt?
07:59Was? Wie 10 Prozent, ja?
08:02Festgeklopft.
08:03Schließlich wollen wir aber nun zwei Wohnungen.
08:04Das heißt...
08:05Papa, kann ich dich mal kurz sprechen?
08:08Sag mal.
08:11Jetzt.
08:13An diesem hochsensiblen Punkt meiner Verhandlungsführung.
08:16Ich habe ihn gerade in einen Verwirrtheitszustand hineingeschlussfolgert.
08:19Was ist?
08:20Geht die Welt wieder mal unter?
08:21Wenn ja, warum ausgerechnet jetzt?
08:22Ich habe mich von Philipp getrennt.
08:24Gestern.
08:26Er hat ins Gras gebissen?
08:28Philipp?
08:31Das tut deinem Vater natürlich schrecklich leid.
08:36Kleinen Moment, ja?
08:38Ja, wir sparen.
08:41Herr Brühle, diese zweite Wohnung, die könnte kleiner sein.
08:45Wir nehmen...
08:46Die kleinere.
08:47Ja, bitte.
08:49Bitte.
08:57Die kleinere.
09:38Ja, hallo?
09:39Will, hallo, ich hab das Kleid jetzt bekommen, es ist fertig.
09:42Ich hab mich doch für den rosa Taft entschieden, es ist total schön geworden.
09:44Wir sehen uns doch hier bei Aschen um 21 Uhr, ja?
09:47Will?
09:47Ich bin...
09:49Oh, meine Wein kommt. Bis dann, ich freu mich, ciao.
09:52Hallo, hören Sie mich?
10:12Wie oft soll ich Ihnen eigentlich noch sagen?
10:14Ich bin heute Morgen zu ihm reingekommen, kurz vor sieben, so wie ich manchmal zu ihm reinkam.
10:21Will war Frühaufsteher.
10:23Er hat es geliebt, beim Morgenlicht zu malen.
10:27Was wollen Sie eigentlich?
10:28Wollen Sie mir einen Mord anhängen?
10:30Und das Bild stand morgens früh, schon auf der Staffelei.
10:34Ja?
10:35Und Sie haben nichts weggenommen.
10:36Keine Farbtuben, keine Dosen, keine Büchsen.
10:38Nein, nein!
10:40Aber Herr Burkhardt, ich befrage Sie doch hier als Zeugen, okay?
10:46Sie können jederzeit aufstehen und rausgehen.
10:51Wo war Ihre Frau um diese Zeit?
10:52Wo meine Frau war?
10:54Ja, Ihre Frau.
10:55Ja, im Bett, wo soll sie sonst gewesen sein?
10:58Ja, das weiß ich doch nicht, ist doch Ihre Frau.
10:59Frau, entschuldigen Sie einen Moment.
11:04Dein Tom Burkhardt da drunter steht finanziell ziemlich unter Druck.
11:07Er hat in der Stadtrandsiedlung investiert, die leer steht.
11:09Jetzt müsste er Geld nachschießen, was er aller Wahrscheinlichkeit noch nicht hat.
11:13Die andere Sache ist die, sein Schwiegervater Will Gutt hat ein kleines Haus in Irland
11:17und hat in der Gesellschaft gegründet, wohin er sich seine Honorare beweisen lässt,
11:20weil Künstler zahlen da weniger Steuern.
11:22Ja, und?
11:23Na ja, ich habe da so eine kleine Privatstrecke abgefragt bei den Kollegen da drüben.
11:27Ziemlich inoffiziell.
11:28Du, das habe ich überhaupt nicht gehört, ja?
11:29Oh, oh, oh, oh, oh, oh.
11:31Der Gutt, der ist Millionär, mindestens.
11:34Konnten bei verschiedenen Banken, eins in Dublin, eins in Jersey.
11:37Siehst du, da haben wir doch das Motiv.
12:00Ich hätte gerne noch einen Espresso kalt.
12:05Entschuldigung, heißen Sie Johannin?
12:09Mein Name ist Robert Kollmer.
12:11Kommst du bitte mal.
12:12Warten Sie bitte.
12:14Der Maler Will Gutt ist tot.
12:19Ich dachte, das sollten Sie wissen.
12:21Ich war vorhin am Telefon.
12:23Kann ich behilflich sein?
12:24Danke, schon gut.
12:31Wie ist das passiert, Herr?
12:35Ja.
12:47Gib Sie mir rein.
13:01Oh Gott!
13:05Warten Sie nicht.
13:08Ups!
13:12Da versucht man, seine Trauer zu ertränken
13:15und sie schwimmt immer obendrauf.
13:18Auf jedem Glas, das man trinkt, immer obendrauf.
13:26Darf ich Sie nach Hause bringen?
13:30Will war der einzige Mensch, mit dem ich reden mochte, verstehen Sie?
13:33Ich meine wirklich reden.
13:36Im Gespräch mit ihm war ich irgendwie...
13:41mutiger und fantasieverlarm.
13:47Anders, als ich jetzt bin.
13:51Er hat mir immer das Gefühl gegeben, so...
13:55na ja, halt da zu sein.
14:01Ach, blöd, jetzt habe ich meine Tasche vergessen.
14:03Aber das macht doch nichts.
14:05Ich kann Sie ja holen.
14:06Danke.
14:13Taxi!
14:20Was ist los?
14:22Ich komme hier rein, ausgeschlafen, mit dem Kopf kühl und klar,
14:26wie ein Forellenbecken voller Ideen und Einfälle.
14:29Ein Beamter, wie ihn der Polizeipräsident ganz oben auf seiner Wunschliste hat.
14:33Und was höre ich?
14:34Es gibt ein Problem.
14:36Er hat ein Problem.
14:37Er hat ein Problem.
14:41Deine Leute, die haben das Handy des Toten übersehen.
14:45Judith hat es gefunden, in der versteckten Tasche seiner Hose,
14:48drüben im Kühlraum und hat es in den Asservatenbeutel getan.
14:51Als ich kam gestern Abend, hat es geklingelt, es war eine Frau dran und
14:54ich war so überrascht, dass ich mich mit der Frau getroffen habe.
14:58Junge, bist du wahnsinnig.
15:01Hör auf, dich in die Ermittlungen einzumischen.
15:03Das kann uns den ganzen Fall kaputt machen.
15:05Ich kann ja das doch nicht am Telefon sagen.
15:08Das kann ich doch nicht machen.
15:10Warum rufst du denn nicht mich an?
15:13Wie ist der Name der Frau?
15:15Sie war plötzlich weg.
15:20Auf jeden Fall stand sie ihm sehr nahe.
15:23Wir haben überhaupt gar nichts weiter beredet.
15:27Ich werde doch keine Ermittlungsergebnisse ausplaudern.
15:30Das glaubt ja jeder Richter.
15:31Wo ist denn das Handy?
15:32Ja, im Kühlraum.
15:35Ich wusste.
15:39Habt ihr sonst noch was?
15:41Ja.
15:42Die Todesursache.
15:44Akutes Nierenversagen.
15:46Wir haben bei der toxikologischen Untersuchung eine Nitratverbindung angewiesen.
15:51Und?
15:53Ein Lungenödem.
15:54Willst du das mal sehen?
15:55Das kann man ganz toll sehen.
15:56Schau mal hier.
15:58Das ist aber vermutlich die Folge einer Linksherzschwäche.
16:01Also er ist an einer Nitratvergiftung gestorben?
16:05Einnahmeform?
16:05Per Oral.
16:07Und wie kommt man an das Zeug ran?
16:10Chemielabor, Fotolabor.
16:12Vergiftete Lebensmittel.
16:13Es wird zum Pögel benutzt.
16:13Es hat sich schon in den Körperorganen abgesetzt.
16:15In der Leber, der Niere.
16:17Es ist ihm wahrscheinlich schon über längeren Zeitraum zugeführt worden.
16:20Oder hat er sich selber zugeführt?
16:21Der Hausarzt erzählte, er klagte über Rückenschmerzen.
16:24Das waren keine Rückenschmerzen.
16:26Das war Beginn des Nierenversagen.
16:27Wir haben es mit einem Vergiftungstol zu tun.
16:31So, hol mal das Handy.
16:33Ja.
16:37Dieser Tom Burkhardt stammt aus dem tiefsten Osten.
16:39Er hat termingemäß ein paar Grundstücke geerbt und sich wacker hochgerappelt in unserer westlichen Hochkultur.
16:45Zu seinen besten Zeiten hat er da ein bis zwei Millionen auf dem Konto oder zumindest zwischengelagert.
16:49Hörst du mir überhaupt zu?
16:51Du hast was von Hochkultur gesagt.
16:53Hör mal, das nennt man Distanzverlust.
16:55Das passiert jedem mal.
16:57Wichtig ist, wie man damit umgeht.
16:58Wie sieht es denn aus?
16:59Sie hat eine Nase.
17:00Du überhitzt dich nicht an den Details.
17:02Und vor allem bringe nie jemand zu viel Mitleid entgegen, der in einem Fall verwickelt ist.
17:07Hoffers Leitsätze der Polizeiarbeit ungedruckt.
17:10Sie sitzt an der Bahn.
17:11Sie dreht sich um.
17:14Und du fängst an, dich einen Rauch aufzulösen.
17:17Und vor allem kein Mitleid, das voll ist von Begegnügen.
17:20Lass dich nicht davon.
17:23Hörst du?
17:23Du bist verheiratet.
17:24Du lüg mich nicht an.
17:27Wir brauchen sämtliche Farben aus dem Atelier.
17:29Sämtliche Tuben, Dosen, Gläschen.
17:32Die Lebensmittel.
17:33Wurst, Pökelfleisch, wenn vorhanden.
17:35Dosen, Konservendosen, Reinigungsmittel.
17:37Pinsel.
17:37Alles.
17:38Einfach alles.
17:38Ja, ich schicke jemanden bei den Burkhards vorbei.
17:42Ach, ganz wichtig.
17:44Das letzte Bild, an dem dieser Will Gütke arbeitet.
17:46Ja, ja.
17:50Als Kind war ich auf einer Menge Hochzeiten.
17:54Meistens war meine Mutter die Braut.
17:57Immerzu saßen meine Schwester und ich auf irgendeiner Kirchenbank.
18:01Das kann nicht das Bild sein.
18:04Dann guckten wir zu, wie immer ein anderer Mann meiner Mutter den Ring an den Finger steckte.
18:09Aber es hielt nie lange.
18:10Was ist mit den Farbtuben?
18:11Haben wir alle Hersteller abgefragt?
18:12Nichts.
18:13Keiner verwendet Nitrate.
18:15Robert, hast du nachher ein Stückchen Zeit für mich?
18:18Ich muss noch Bier einkaufen, die Wohnung aufräumen.
18:20Dann will sie das Brautkleid probieren.
18:22Ja, ja, klar.
18:22Auf dem Bild ist kein Gelb.
18:24Er hatte aber an den Fingern Gelb.
18:26Wir haben einen Pinsel, an dem Gelb ist.
18:27Die kürzeste Ehe dauerte 20 Minuten.
18:29Sie ohrfeigten sich schon, da streuten wir noch die Blumen.
18:32Erklärt alles deine Bindungsscheu.
18:34Die PTU hat den Traps deines Abflusses untersucht.
18:37Da war Gelb.
18:37Er hatte Gelb auf der Zunge, weil er immer einen Pinsel leckt.
18:39Gelb.
18:40Überall Gelb.
18:40Nur auf diesem Bild, das er angeblich bis zuletzt bearbeitet hat, ist kein Gelb.
18:44Da hat wohl jemand den Tatort manipuliert.
18:47Das Bild ausgetauscht, die Farbe beseitigt.
18:50Und was sagt uns das?
18:51Klügste aller Rechtsmediziner?
18:54Tja.
18:57Warum, warum?
18:59Ja?
18:59Für eine Vergiftung mit Nitraten genügen Kleinstmengen.
19:03Robert?
19:04Ja?
19:04Für dich.
19:05Wir müssen vor allem dieses Gelb untersuchen.
19:07Kolmar!
19:09Ja?
19:14Ja?
19:17Ja.
19:29Judith, das mit diesem Bier könnten wir das eventuell auf morgen verschieben.
19:34Also nur wenn es geht.
19:36Sicher geht das?
19:40Ja.
19:41Kein Problem.
19:42Überhaupt keins.
20:08Wer sind Sie?
20:09Was wollen Sie?
20:12Er will das Bild zurück.
20:13Wo ist das?
20:14Was für ein Bild?
20:15Wer?
20:16Wo ist Ihre Frau?
20:18Ja, meine Frau.
20:21Wo ist das Bild?
20:23Es sind genug Bilder.
20:24Bitte bedienen Sie sich.
20:28Ein Mann, der so gerne liebt wie Sie.
20:30Sie leben doch gerne, oder?
20:32Moment.
20:34Ich hole den Schlüssel.
20:36Ich hole den Schlüssel.
21:08Weg.
21:08Mit seinem Auto.
21:10Ja, der hat das Bild.
21:12Oder er trifft sich mit seiner Frau.
21:42Ich sollte nicht hier sein.
21:45Ich sollte auch nicht hier sein.
21:46Ich sollte auch nicht hier sein.
22:13Sofort.
22:14Tom.
22:14Ich hole den Schlüssel.
22:15Kaller.
22:16Tom, was ist?
22:27Frau Burkhardt?
22:27Ja?
22:28Ihr Mann gegen das Bild.
22:29Ich möchte bitte mit meinem Mann sprechen.
22:30Sie haben doch das Bild.
22:31Lassen Sie mich bitte mit meinem Mann sprechen.
22:33Sie bekommen das Bild.
22:35Ja.
22:35Fahren Sie ins Parkhaus Andreasstraße.
22:37Alles weitere folgt.
22:38Hallo.
22:39Hallo.
22:41Wir haben beide Geschosshülsen und einen dunkelbraunen Lacksplitter, der wahrscheinlich von einem
22:46der Täterfahrzeuge herrührt.
22:48Der Motor ist noch warm.
22:50Aber du stinkst nach Bett.
22:51Du hast getrunken.
22:54Ich bin nicht im Dienst.
22:56Ich habe nicht mal Rufbereitschaft, Herr Hauptkommissar.
23:00Hast du dich mit ihr getroffen?
23:02Du weißt doch, wer sie ist.
23:04Du hast sie doch die Handyverbindung geben lassen, oder?
23:07Und wenn ich es weiß, ändert das was?
23:12Das würde ich nicht so fassen.
23:17Keine Ausdrittswunde.
23:19Tom Burkhardt hat von innen durch die Frontscheibe geschossen und seinen Mörder von hinten durch
23:23die Heckscheibe.
23:24Wir haben es also mit zwei Tätern zu tun, die wahrscheinlich seinen Wagen mit zwei anderen
23:30Wagen von links und rechts eingekeilt haben.
23:32Jo.
23:33Schaut mal auf.
23:34Wir haben zwei übereinstimmte Zeugen was sagen.
23:36Demnach war höchstwahrscheinlich einer der Wagen ein Jeep, dunkelbraun gespritzt.
23:40Könnte also mit unserem Lackspitter übereinstimmen.
23:42Der andere Wagen war ein Mercedes, aber da gehen die Zeugenaussagen auseinander.
23:45Wie?
23:45Zwei Leute haben einen dunkelbraunen Jeep gesehen?
23:47Ja, unabhängig voneinander.
23:49Na gut, dann gib eine Sofortfahndung raus, dunkelbrauner Jeep.
23:52Fahrer- und Insassenkontrolle, aber auf Eigensicherung achten.
23:55Und wir brauchen sämtliche Halteanschriften, auch aus dem Umland.
23:58Ja, gut, ist kein Problem, der Wagen ist ein ungewöhnliches Modell.
24:01Moin, moin.
24:02Was?
24:03Wer hat denn nun zuerst geschossen?
24:04Tom Burkhardt, oder?
24:05Ja, wahrscheinlich, wobei wir bei Kopfschüssen schon Überlebenszeiten von Stunden, sogar Tagen hatten.
24:13Eigentlich müsste ich eine Meldung machen. Ist dir das klar?
24:17Wenn das zum Prozess kommt, klatscht uns jeder Verteidiger an die Wand.
24:23Wieso brechen wir den Kofferraum auf?
24:25Warum schießt der durch die Frontscheibe?
24:28Woher hat der überhaupt die Pistole? Seine Frau ist nicht zu Hause. Wo ist die?
24:32Johoffer, Sofortfahndung nach Karla Burka, Dissertstraße 36.
24:35Hör zu, ich nehm den Fall weg.
24:37Hast du verstanden?
24:37Schluss, aus, du bist draußen.
24:39Es ergeht folgende Personenbeschreibung.
24:47Hallo?
24:48Drehen Sie sich um.
24:50Oder Sie sehen Ihren Mann nie wieder.
24:52Was haben Sie meinem Mann gemacht?
24:55Bitte.
24:57Sagen Sie doch was.
25:00Hallo.
25:09Entschuldige, ich bin zu spät, aber ich bin eben von gestern noch ein bisschen übrig geblieben.
25:14Habe ich was verpasst?
25:15Bei dem Projektil, das Tom Burka getötet hat, handelt es sich um ein Teilmantelgeschoss,
25:19vermutlich Kaliber 9 mm.
25:21Projektil und aufgefundene Hülse lassen sich zwanglos zuordnen.
25:24Das Geschoss wurde mit großer Wahrscheinlichkeit aus einer Pistole abgefeuert.
25:29Könntest du ein bisschen beiseite gehen?
25:30Zwei bis drei Kilometer würden mir reichen.
25:33Todeseintritt war nach der Körpertemperaturmessung zwischen 23 und 24 Uhr.
25:37Und wenn man jetzt noch die Abkühlzeit des Motors hinzunimmt,
25:40dann wird der tödliche Schuss gegen 23.30 Uhr gewesen sein.
25:43Die PTU hat herausgefunden, dass an dem Geschoss, das Tom Burka abgefeuert hat,
25:47dunkelbraune Lackpartikel waren.
25:49Der Lackspitter vom Tatort stammt also von einem der Täterfahrzeuge.
25:54Und die Abgleichung mit der Lacksammlung des BKA hat ergeben,
25:57dass es sich um einen Jeep handelt.
25:58Der magische Rocky-Baujahr 1990.
26:01Ich...
26:01Die haben den Kofferraum des Wagens aufgebrochen,
26:04weil sie nach dem letzten Bild gesucht haben, das Will Gutt gemalt hat.
26:07Das ist wahrscheinlich nicht die einzige Erklärung, aber die nächstliegende.
26:09Ich möchte euch etwas zeigen.
26:11Im Labor.
26:14Hat hier jemand was gesagt?
26:16Soll ich euch vielleicht zwei Minuten allein lassen?
26:31In dieser gelben Farbe hier, der steckt das Gift.
26:34Der Maler ist tot, weil er am Pinsel geleckt hat.
26:39Ich rede von einem sehr starken Gift und ich rede von Mengen im Mikrogramm-Bereich.
26:44Angenommen, Will Gutt hat etwa eine Woche lang immer mal wieder diesen Pinsel in den Mund genommen.
26:51Das würde erklären, dass...
26:53Jemand könnte ja das Zeug auch in die Tube getan haben.
26:56Jemand, der wusste, dass er immer...
26:58...an seinem Pinsel rumleckt.
27:01Ja, also wir haben alle Farben auf der Palette...
27:04...untersucht.
27:05Alle Farbtuben.
27:06Die Mal-Substanzen neben der Staffelei.
27:09Nichts.
27:10Und vielleicht hat er die präparierte Tube mitgenommen.
27:12Zusammen mit dem Bild, weil er wusste, das Gift ist auf dem Bild nachweisbar.
27:16Wäre doch denkbar.
27:17Tja, man müsste halt an das Bild ran, an dem man tatsächlich zum Schluss gearbeitet hat.
27:20Ja, das müsste man.
27:21Ja.
27:23Was denn los?
27:24Du sagst gar nichts.
27:26Freust du dich nicht, dass wir zusammenziehen?
27:28Genie noch die Wohnung.
27:31Wir fangen neu an, wir zwei.
27:34Ganz alleine.
27:35Keine fremden Frauen?
27:38Keine fremden Männer.
27:42Weißt du, Kleines, manchmal ist dein Vater ein...
27:47...ein Idiot.
27:49Da sind wir doch alle mal.
27:51Hat deine Triebsteuerung wieder mal versagt?
28:01Komm, wir gehen Möbel kaufen.
28:03Ja.
28:03Ja.
28:11Ich habe gehört, wie er beschossen wurde.
28:17Sagt Ihnen der Name Johanna Siebauer etwas?
28:23Nein.
28:28Frau Bocardt, irgendjemand hat im Atelier Ihres Vaters etwas verändert, nachdem er schon tot war.
28:37Das Bild, das auf der Staffelei stand, kann nicht das Bild gewesen sein, an dem er zuletzt gearbeitet hat.
28:43Wo ist dieses Bild?
28:45Wo ist dieses Bild?
28:45Mein Vater ist tot.
28:47Mein Mann ist tot.
28:51Frau Bocardt, es könnte möglich sein, dass beide Männer wegen dieses Bildes gestorben sind.
28:59Wo ist dieses Bild?
29:09Wer war das?
29:11Sieht ihr das an, Johanna?
29:12Die Farben.
29:16Da, wo der Firnis weggenommen wurde, mit herrliches Leuchten.
29:23Wunderbar.
29:25Und Rande Mehring, woher hast du die?
29:27Farben haben eine Seele, weißt du?
29:30Farben haben Charakter.
29:32Was ist eigentlich deine Lieblingsfarbe?
29:35Rot.
29:38Alte Männer haben keine Angst mehr vor der Zukunft, weißt du?
29:44Das ist das Gefährliche am Alter.
29:48Ja, rot.
29:51Blutrot.
29:54Ich hab ihn.
29:56Der Typ ist Sammler.
29:58Hat über die Jahre eine Menge Arbeiten bei diesem Willgut erworben.
30:01Zuletzt vier großformatige Bilder.
30:03Und jetzt hör zu, für sage und schreibe 120.000 Mark.
30:07Hast du diese Johanna Sidor aufgetrieben?
30:09Der stammt aus dem Ruhrgebiet, wo seine Eltern ein Stahlwerk hatten, was sie in den 60ern verkauft haben.
30:13Vor der Rezession.
30:15Seitdem ist der Kunstsammler.
30:16Da betalte sie in diesen Aktien.
30:18Und jetzt, warte mal.
30:20Warte mal, hab ich deine Aufmerksamkeit?
30:21Ich brauche alles, was du hast.
30:24Der ist Sidor.
30:25Karl Friedrich.
30:28Ach.
30:30Johanna Sidor ist seine Tochter.
30:37Andrasche?
30:41Danke, Max.
30:44Danke, Max.
30:47Allerdings, ich halte Willgut für einen ganz großen Maler.
30:51Ich garantiere Ihnen, eines Tages ist der ganze Ort...
30:54Wissen Sie, an welchem Bild er zuletzt gemalt hat?
30:56Nein, wir hatten nur sehr sporadisch Kontakt miteinander.
31:00Ich bin gehbehindert.
31:01Meine Tochter wird Ihnen die Bilder zeigen.
31:04Kommen Sie.
31:04Sein Schwiegersohn ist letzte Nacht erschossen worden.
31:07Wir nehmen an, dass es den Tätern um ein bestimmtes Bild ging.
31:10Guten Tag, Joe Hofer, Zweite Mordkommission.
31:12Ja, na, Sie doch.
31:13Guten Tag.
31:14Das ist sehr freundlich von Ihnen.
31:15Wer ist getötet worden?
31:16Der Schwiegersohn von Willgut.
31:19Kanntest du ihn?
31:19Nein.
31:21Nein.
31:22Kommen Sie.
31:23Bitte schauen Sie sich um.
31:37In diesen Bildern liegt eine Leidenschaft, die man spüren kann.
31:43Herr Hofer, spüren Sie sie auch?
31:47Ja, es ist eine Menge Leidenschaft hier im Raum.
31:52Und du, meine Liebe, du fühlst sie doch auch, die Leidenschaft, nicht?
31:58Ich mag die Bilder nicht.
32:00Und den Maler?
32:02Ich meine, kannten Sie den?
32:05Ja, flüchtig.
32:08Nein, im Grunde nicht.
32:11Ich rauche nicht.
32:12Ich trinke nicht.
32:14Ich kann schon seit Jahren nicht mehr richtig gehen.
32:19Aber diese Augen hier, die leben noch.
32:23Die füttern mein Gehirn.
32:25Verstehen Sie?
32:27Anschauen, erinnern, abwägen, genießen.
32:34Deine Versunkenheit wie ein Gebet.
32:40Ja.
32:42Sammeln.
32:44Das ist das Einzige, das mich je wirklich erregt hat.
32:51Robert, guck mal.
32:52Der Film, da ist so ein Krisseln drauf.
32:54Entweder ist die Kamera kaputt oder der Film ist fehlbelichtet.
32:59Sind das die Aufnahmen der Schusswunde?
33:01Ja.
33:01Oh.
33:03Zeig mal her.
33:10Merkwürdig.
33:12Ach, ich hab das schon mal gesehen.
33:14Wo war der Film?
33:16Ich meine, bevor er im Labor war.
33:19Drüben.
33:21Und, äh, wo genau?
33:27Hier.
33:28Neben dem Asservatenglas.
33:30Hier.
33:39Was machst du da?
33:46Was füllt das?
33:50War sie begeistert von dir?
33:51Oder warst du zu fasziniert von ihr, um das festzustellen?
33:55Ach, Affären sind etwas Rauschhaftes und dienen dazu, Gedächtnis und Verstand für einige Zeit auszublenden.
34:00Ah, das wusste ich nicht.
34:03Radioaktiv.
34:04Das Nierengewebe von Willgütt ist radioaktiv.
34:07Was bedeutet das?
34:09Deswegen ist dieser Film fehlbelichtet.
34:10Das bedeutet, das bedeutet, dass wir was übersehen haben.
34:13Das bedeutet das.
34:13Die Hypothese ist, jemand hat die gelbe Farbe mit Nitrat versetzt, um
34:20Um Willgütt umzubringen.
34:22Jetzt finden wir radioaktives Material.
34:25Nitrate sind akut toxisch.
34:27Wozu denn die Verstrahlung?
34:28Das ist ein völlig unnötiger Aufwand.
34:30Warum sollte jemand...
34:30Ein strahlendes Gelb.
34:32Im doppelten Wurzeln.
34:33Doppelt toxisch.
34:35Das Ödem in der Lunge.
34:36Klar, natürlich.
34:37Das ist nicht die Folge seiner Herzinsuffizienz, sondern das ist die Folge von...
34:41Ja.
34:42Nee.
34:43Doch.
34:44Weißt du was?
34:44Es gibt eine zweite Möglichkeit.
34:46Eine furchtbare.
34:52Was ist?
34:55Warum starrst du mich so an?
34:58Glaubst du, ich wusste nicht, dass du ein Verhältnis mit Will hattest?
35:04Dieser von dem Mehring, den du hier stehen hattest,
35:08das Bild hat doch Will restauriert, oder?
35:10Wo ist es denn jetzt?
35:11Komm, lenk jetzt nicht ab.
35:13Lass es übrigens mit diesem Rechtsmediziner.
35:15Ich fass es nicht.
35:17Du lässt mich überwachen.
35:19Was heißt eigentlich, lenk nicht ab?
35:22Papa, du beantwortest mir jetzt endlich einmal eine Frage.
35:24Einmal beantwortest du mir jetzt eine Frage!
35:27Wo ist das Bild?
35:28Wenn du irgendwas mit dem Tod waren willst, du das...
35:30Was dann?
35:31Was dann?
35:33Schlägst du dann einfach alles aus?
35:35Ja?
35:35Die ganze Erbschaft?
35:37Willst du etwa von selbstverdientem Leben?
35:40Du?
35:42Vergiss bitte nie, dass du meine Tochter bist.
35:44Ich sage dir eine Sache.
35:45Es gibt Grenzen.
35:46Und über die gehe ich nicht.
35:49Johanna!
35:56Jo, hör mal.
35:57Es gibt einen Farbstoff.
35:59Ganz leuchten gelbe Pigmente, den Maler früher verwendet haben.
36:01Die chemische Bezeichnung ist Oranylnitrat.
36:04Den Meistern war er als gelbes Salz bekannt.
36:07Und jetzt kommt es...
36:07So fass mal auf.
36:08Erstens habe ich gerade einen Anruf bekommen von deiner Freundin Johanna Sidor.
36:12Ihr Vater hat das Bild, an dem Will Güt zuletzt gemalt hatte.
36:15Es ist ein Van de Meeringen.
36:16Viel Geld, weil...
36:18...und dann ist das Heizenfeld.
36:19Zweitens hat eine Zivilstreife das Täterfahrzeug im Mordfall Burkhard ermittelt.
36:24Der Fahrer hatte eine 9mm Pistole bei sich.
36:26Er ist mehrfach vorbestraft wegen Kunstdienststahl.
36:28Am dritten habe ich hier einen Durchsuchungsbeschluss.
36:31Max, hörst du die?
36:32Nee.
36:35Für die Wohnung Sidor.
36:37Und weil ich das jetzt alles habe, habe ich überhaupt keine Zeit.
36:41Und am wenigsten für dich.
36:47Johanna, warum tust du das?
36:51Ich verstehe dich nicht.
36:52Was soll das?
36:56Johanna, alles hier ist doch dein.
37:02Lieber Gott, ich bin ein alter Mann.
37:03In ein paar Jahren wird dir das alles gehören.
37:05Alles hier, die Bilder, alles.
37:10Warum tust du das?
37:14Es tut mir leid.
37:16Das Bild ist nicht da.
37:17Ich verstehe es nicht.
37:17Es ist nicht da.
37:21Gottmänner, wir hören auf.
37:30Nicht.
37:33Johanna.
37:37Nein.
37:39Bitte nicht, Johanna.
37:42Bitte nicht.
37:44Bitte nicht.
38:07Max.
38:09Vorsicht.
38:09Ja.
38:13Mein Gott.
38:15Warum?
38:17Herr Sidor, bitte kommen Sie mit.
38:34Das Bild ist diebesgut.
38:37Der alte Sidor hat die Beschaffung des Bildes in Auftrag gegeben und das Bild anschließend an Will Gutt weitergereicht, der
38:43solche Sachen für ihn restauriert hat.
38:45Dafür hat Sidor den Maler fürstlich belohnt.
38:49Dass er ab und zu ein paar Originale von Gutt gekauft hat, hatte nur noch mit zu tun, um diese
38:54Zahlungen zu legalisieren.
38:56Niemand hat Will Gutt umgebracht.
38:59Du, halt dich da raus, hörst du.
39:01Du existierst faktisch überhaupt nicht.
39:05Dann haben sich die beiden in die Haare gekriegt.
39:08Wegen Geld oder weil Sidor gemerkt hat, dass seine Tochter ein Verhältnis mit Gutt hat oder warum man sich auch
39:14immer in die Haare kriegt, falls man noch welche hat.
39:17Warum strafst du mich so an?
39:19Er hat recht.
39:20Sidor hat nicht nur Will Gutt umgebracht, er hat auch Tom Burkhard umdringen lassen, weil er nämlich gedacht hat, der
39:24hätte das Bild von der Staffel eingenommen.
39:26Er will es nicht wissen.
39:28Dieses leuchtende Gelb besteht aus hochgiftigen Uranylnitraten.
39:32Ja, das haben wir schon alles durchgekommen.
39:34Sidor wusste, dass Will Gutt an seinem Pinsel leckt.
39:38Er wusste, dass er eine Menge Gelb für dieses Bild braucht.
39:42Also hat er ihm eine präparierte Tube untergeschoben.
39:44Es gibt keine vergiftete Farbtube, es gibt keinen Mörder.
39:48Es gibt nur eine alte Farbe, die die Maler früher gelbes Salz nannten.
39:53Eine Verbindung aus Uranoxiden und Nitraten.
39:57Hier.
40:04Und wie haben frühere Maler das überlebt?
40:06Gutt war extrem kurzsichtig.
40:09Er musste ganz nah ran ans Bild, um den Fernis aufzunehmen.
40:12Dazu hat er ein Lösungsmittel verwendet, das in der alten Farbe Giftstoffe freigesetzt hat, die er dann inhaliert hat.
40:17Also er hat nicht nur das Gift vom Pinsel abgeleckt, das Entscheidende war, dass er das Gift eingeatmet hat.
40:24Und was ist mit der Strahlung da?
40:26Die ist schwach und nahezu unschädlich, als wenn man ihr nicht länger ausgesetzt ist.
40:30Oder sie mit den Farbpartikeln in den Körper kriegt.
40:33Joe, es tut mir leid, diese ganze Geschichte. Ich möchte...
40:35Moment mal.
40:37Du sagst jetzt, das Bild hat Will Gutt umgebracht.
40:42Ja.
40:46Da ist er ja wieder mal Hellseher der Woche.
40:50Joe, ich möchte...
40:51Ich schleppe mich hier raus.
40:53Wie ein zusammengebrochener Generalstreik.
40:57Aber pass mal auf, du, dass die Geschichte so endet, das entschuldigt überhaupt nicht, dass du, ne?
41:04Was bildest du hier eigentlich ein?
41:07Wenn's dir in den Kram passt, dann hängst du die große Moral raus.
41:11Robert Kolmar, das leibhaftige Weltgewissen.
41:13Und wenn's dir nicht in den Kram passt, dann redest du dich auf die Eigenbewegung in deiner Unterbrose raus.
41:19Das ist doch wahr.
41:31Es ist bestimmt nicht wegen mir, aber denkst du bitte an den Polterabend?
41:36Ja.
41:42Danke.
41:49Ich fange an, von mir selber einer dritten Person zu reden.
41:52Der Joe Hoffer hat das und das gemacht.
41:54Ist doch bedenklich, findest du nicht?
41:56Ich bin schon mal auf den Bahnhof gegangen und hab mich selber ausrufen lassen.
41:59So?
42:00Mhm.
42:00Verstehe.
42:02Carla Buckert hat gerade ein Geständnis abgelegt.
42:05Sie hat heute Morgen ihren Vater zum Frühstück holen wollen.
42:07Da lag er bereits tot vor der Staffelei.
42:09Sie hat gesehen, dass er an dem Van de Meringen gearbeitet hat.
42:11Sie hat ihn ausgetauscht, um ihn zu verkaufen.
42:14Tja.
42:15Sie wollte ihrem Mann helfen.
42:17Was hat er mit erreicht?
42:19Dass er umgebracht wurde.
42:21Ja, ist eine richtige Tragödie, nicht?
42:22Wir haben sie in eine Klinik einliefern lassen, weil sie jetzt suizidgefährd sind.
42:29Wie ist die Stimmung schon am Siegel?
42:30Mama!
42:31Der Haustehen hängt schief.
42:33Mama, mach die Tür auf!
42:35Das ist meine Wohnung!
42:38Mama!
42:39Gelegen sich keine Treppenstufe, aber sein Ziel nie.
42:43Bedenklich, mein Lieber.
42:44In der Tat.
42:45Hallo, Wind.
42:46Hallo.
42:47Guten Abend.
42:48Guten Abend.
42:49Ich bin nur ein armer Wandergesell.
42:53Gute Nacht, liebes Mädel.
42:56Gute Nacht.
42:56Ja, das geht in die analen Eingang.
42:58Da dünn ist mein Hand und da dick ist mein Fell.
43:02Gute Nacht, liebes Mädel.
43:05Guten Abend.
43:06Guten Abend.
43:07Ich freue mich, dass Sie alle gekommen sind.
43:09Leider hat es mit dem Bräutigam nicht so geklappt, wie ich gehofft habe.
43:12Und ja, ich habe ihn weggeschickt.
43:17Aber im Grunde genommen ist mir nicht nur eine Hochzeit erspart geblieben, sondern auch eine Scheidung.
43:23Ja, und deswegen, ja, wisst ihr was, Kinder?
43:29Das feiern wir jetzt.
43:30Jetzt fängt die Party erst richtig an.
43:32Kommen Sie, Professor, zeigen Sie Leidenschaft.
43:42Lasst euch das eine Warnung sein.
44:10Ich weiß nicht, ob ich heulen oder lachen soll.
44:12Das ist doch das Schöne am Leben, dass es immer noch eine andere Möglichkeit gibt.
44:20Und du?
44:21Was bist denn du überhaupt für ein Typ? Kannst du mir das mal sagen?
44:26Ich mag halt Betten gern.
44:31Und Frauen.
44:32Schrecklich, ja, ich weiß.
44:36Ich meine, ich habe mich sonst immer ganz ordnungsgemäß verliebt.
44:42Ich habe meine Großmutter geliebt, meine Mutter, die Mutter meiner Tochter.
44:46Dann habe ich mich auch mal in meine Kollegin verliebt.
44:51Ganz doll.
44:53Aber die ist dann nach Amerika gegangen.
44:57Aber die kam doch wieder zurück.
45:02Aus Amerika.
45:03Ja.
45:07Musik
45:34Musik
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