- vor 16 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:49Spielcasino, Sekretariat Dr. Deven?
00:52Nein, tut mir leid, Herr Deven ist schon vor zwei Stunden nach Hause.
00:56Ganz genau, wegen der Konzessionsvergabe in Brandenburg, ja.
01:01Anfang nächster Woche wieder.
01:03Ganz bestimmt.
01:05Wiederhören.
01:07Der Dauerregen pisst einem die Seele zu.
01:10Wer war das, Krüger oder Schulte Ebert?
01:12Schulte Ebert.
01:13Hm, Schulte Ebert.
01:14Die stillen Teilhaber fangen langsam an, ihr Maul aufzureißen.
01:19Haben Sie die Kesselauswertung von gestern Abend gesehen?
01:23Tisch drei war mal wieder mit 69.000 DM unter Durchschnitt.
01:27Sieben Kropiers, 35 Handwechsel, liebe Scheißen, was das Zeug hält.
01:33Immer die gleichen Namen.
01:35Tischchef Tiefenport und Saalchef Linzer.
01:43Was war das?
01:44Ihre Nerven, Kanterchen, Ihre Nerven.
01:46Kommen Sie, machen wir Schluss für heute.
01:48Morgen ist ein anderer Tag, vielleicht hört ja auch dieser Regen auf.
01:53Ausgerechnet jetzt, wo mir die Hände gebunden sind.
01:55Wir wissen ganz genau, dass ich den Staatsanwalt nicht einschalten kann, solange wir den Zuschlag für Brandenburg nicht in der
02:00Tasche haben.
02:01Vielleicht geht es doch nicht ums Geld.
02:03Auch wenn es nicht ums Geld geht, geht es ums Geld. Es geht immer ums Geld.
02:23Da draußen ist noch was.
02:27Sagen Sie, sind eigentlich die Einladungen für den 13. schon raus?
02:30Ja, schon vor einer Woche.
02:35Frau ist jetzt bei einem 24-jährigen Verkäufer aus einem Modegeschäft gekommen. Wussten Sie das? Sehr romantisch.
02:42Ja, ich habe ein paar Restaurantbestellungen für Sie, Herr Lindy.
02:47Hallo? Ja, hier spricht Eben. Das, ja, ist in Ordnung. Das Fenster in meinem Büro schließt nicht richtig.
02:53Könnten Sie jemanden vorbeisch... Ja, möglichst bald.
02:56Die Tür ist abgeschlossen. Moment, ich höre gerade die Tür ist ab...
03:13WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
03:42WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
04:14WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
04:16WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
04:26WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
04:28WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
04:36WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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04:51WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
04:58WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
05:01WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
05:05WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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05:08WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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05:31WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
05:33WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
05:39Entschuldigen Sie mich.
05:59Carole, bitte.
06:01Hey.
06:05Hey.
06:05Hey.
06:08Na?
06:10Wie fühlen Sie sich?
06:17Fühlen.
06:18Ich fühle gar nichts mehr.
06:26Aber Sie weinen doch, hm?
06:29Ich habe schon ganz lange nichts mehr gefühlt.
06:45Ich hole die Hausmädchen, ja?
06:50Herr Dr. Kollmer, hiermit erteile ich Ihnen Hausverbot.
06:53Wenn ich Sie noch einmal auf dieser Station antreffe, mache ich eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch.
07:08Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden.
07:16Meine liebe Institut für Rechtsmedizin, Sekretariat.
07:21Ach, die Frau und Nachbarin, bedaucher Frau Grünbein ist nicht im Zimmer, aber wenn Sie irgendein Gerücht hinterlassen möchten.
07:26Ganz verständlich, Herr Burz.
07:28Grünbeinchen, gerade hat Ihre Busenfreundin angerufen.
07:31Die Schulzen, was wollte sie denn so?
07:33Das wollte sie so nicht sagen.
07:34Ich habe heute sowieso keine Zeit zu telefonieren.
07:36Hat jemand Dr. Kollmer gesehen?
07:39Ist unten im Sektionstracht mit Hoffer.
07:41Und wo rennt denn der neuerdings dauernd hin?
07:43Zum Amtsgericht, zur Sozialfürsorge.
07:46Seine Haushälterin ist in der Psychiatrie gelandet.
07:48Und jetzt ist er dabei, sie wieder frei zu boxen.
07:51Ich wusste gar nicht, dass er so ein enges Verhältnis zu seiner Haushälterin hat.
07:54Frau Grünbein, kann ich meinen Obduktionsplan?
07:56Ja, bitte.
07:58Es ist die einzige Frau, die er wirklich braucht.
08:01Er hat vor lauter Trauer schon die ganze Woche denselben Anzug an.
08:04Aber wenn jemand Dr. Kollmer trifft, seine Tochter lässt ausrichten,
08:08dass sie eine halbe Stunde später zum Essen kommt, irgendwas in der Schule.
08:18Ach, ich habe heute sowieso keine Zeit zum Telefonieren.
08:22Ja, Schulzen, was gibt's denn?
08:24Hier ist der Obduktionsbericht von Devins Sekretärin.
08:27Im Grunde nichts Neues.
08:29Tod durch großflächige Verbrennung des montierten Gras.
08:33Wusstest du eigentlich, dass bei schlechtem Wetter dreimal mehr Morde passieren als bei Sonnenschein?
08:41Und dass 95% aller Mörder morgens früh beim Rasieren noch nicht wissen, dass sie abends jemanden umbringen werden?
08:48Das Wetter geht denen einfach aufs Gemüt und dann...
08:52Zack!
08:53Was bevorzugst du im Moment eigentlich von Wagentabletten?
08:56Ich frage dich da auch nicht nach deinen Potenzmitteln.
09:00Ja, hier ist eine Sache, die ist, äh, ein bisschen akkulig.
09:05Was?
09:06Na, hier bei der chemischen Analyse.
09:09Ilse Kanter hat infalldienstmäßig viel Quecksilber im Urin gehabt.
09:15Ungefähr das 20-fache vom normalen Spiegel.
09:17Ja, und was will uns das sagen?
09:19Das sagt uns noch gar nichts.
09:22Es ist zu wenig, um akut toxisch zu sein.
09:24Aber da sie das Zeug noch im Urin hatte, kann sie es unmittelbar vor ihrem Tod aufgenommen haben.
09:30Und das hieße, sie muss in Devins Büro mit Quecksilber in Kontakt gekommen sein.
09:33Der Mörder wusste, dass außer Devon und seiner Sekretärin niemand mehr im Haus war.
09:39Er kannte die Räumlichkeiten, er hat sich schnell und unauffällig bewegt.
09:44Hier, guck dir mal die Zündschmarrer.
09:48Schwarzpulver mit Klebeband umwickelt.
09:50Mit Benzin gedrängt und anschließend in flüssiges Kerzenwachs gelegt, damit das Benzin nicht verdunstet.
09:56Das war so eine umständliche Konstruktion.
10:00Und sehr störanfällig, jeder Kanister, die Zeit, die er sich gelassen hat, ist viel zu großes Risiko.
10:08Tisch 3 war mal wieder weit unter Durchschnitt.
10:10Und das passiert ausgerechnet, wenn Sie Sandschiff sind und Tiefenbord am Tisch ist.
10:13Nur in der Kombination, das ist doch merkwürdig, finden Sie nicht?
10:16Devon, hören Sie auf, den Saubermann zu spielen.
10:18Wenn hier Geld verschwindet, dann meinen Sie es den Leuten in die Parteikasse pumpen, die Sie ja zum Chef gemacht
10:23haben.
10:23Damit Sie es denen in die Parteikasse pumpen.
10:25Ich warne Sie. Oh mein Gott, Sie sind ja betrunken.
10:28Glauben Sie, ich weiß nicht, dass Sie mit International Entertainment verhandeln?
10:31Kommen Sie mal her, ich zeige Ihnen mal was.
10:33Selbst wenn, in dem Geschäft hat doch keine Kräde an deinem Auge aus.
10:37Nicht wahr, Herr Devon?
10:39Es gäbe ja ein Massensterben.
10:41Ich beurlaube Sie.
10:43Devon, Ihr Büro ist abgebrannt. Die Kripo macht Ihre Spaziergänge durchs Haus.
10:47Sie haben nicht so viel Rückhalt in der Belegschaft.
10:50Devon, Ihr Stern ist nicht nur im Fallen.
10:52Erst kurz vorm Aufschlagen.
10:55Raus.
11:10Ich habe ein Menschenrecht auf meine Mittagspause.
11:13Hör mal, es geht um meine Haushälterin. Sie hat sie völlig sediert, in den Winterschlaf gespritzt sozusagen.
11:21Sie hat Schürfwunden im Gesicht.
11:24Geschlagen?
11:25Nein, das glaube ich nicht, aber gefallen wahrscheinlich.
11:29Entscheidungen über Zwangsanweisungen trifft das Amtsgericht.
11:33Diese Oberärztin, diese Dr. Gisela Haarmann, ich habe mich da mal umgehört.
11:36Vor einem halben Jahr hat sie einen zufrieden als gesund entlassen und der hat eine ältere Dame umgebracht.
11:41Jetzt zittert sie davor, jemals wieder einen Patienten laufen zu lassen.
11:44Keine Kommunikation, nothing.
11:48Der zuständige Amtsrichter heißt Dr. Schiller.
11:52Schiller?
11:53Er hat es aber weit gebracht, noch dazu bei seiner defizitären Intelligenz.
11:57Dann kannst doch sogar du mit ihm reden.
11:58Ha, ha!
12:02Ich bin Staatsanwalts am Landgericht, sozusagen Vertreter einer großen heiligen Institution.
12:07Ich denke drüber nahe.
12:09Schürfwunden.
12:11Wenn jemand bezeugen könnte, dass...
12:13Ach so, du meinst?
12:14Herr Lieberhoff, Verzeihung bieten zum Erlaubnis, Mann.
12:16Was rede ich da?
12:17Ich gehe mit strammen Schritten auf den Oberstatt zum Beispiel.
12:19Nein, du wirst es schon machen irgendwie, ja?
12:21Du, da gibt es noch was im Fall Devin.
12:22Die Sekretärin hatte Quecksilber im Urin und im Blut.
12:25Das bedeutet...
12:26Ich habe den Fall abgegeben.
12:27Du hast den Fall abgegeben?
12:28Warum?
12:28Ich habe mit dir geschlafen.
12:31Mit wem?
12:33Mit Janine Devin.
12:34Und es war...
12:37Ah!
12:41Mama!
12:43So, ciao!
12:47Guten Tag!
12:48Hallo!
12:49Oh, das ist ja mein schönes Kleid!
12:51Können Sie mir das in Größe 34 zeigen?
12:53Na ja, gut, vielleicht auch in 6.
12:56Stefan, ich mache das.
12:58Ja, dann kann ich Ihnen vielleicht was anderes zeigen?
13:00Oh, ja!
13:01Bitte, zeigen Sie mir was anderes!
13:04Hier?
13:05Das ist aber sehr gebar.
13:06Bier?
13:06Das mache ich gerne.
13:15Oh, mein einzig Geliebter.
13:21Nein, Herr Doktor Devin, Sie kooperieren nicht.
13:24Und ich will Ihnen auch sagen, warum.
13:27Weil Sie nicht wollen, dass wir unsere verrotzten Bullennasen
13:29in Ihr feines Spielcasino stecken.
13:31Weil Sie Angst haben, ins Gerede zu kommen.
13:34Weil Sie Konzessionen beantragt haben
13:35für die Eröffnung von drei neuen Spielcasinos
13:38in den neuen Bundesländern.
13:39Weil Sie sich im Moment keine schlechte Presse leisten können.
13:42Und weil Sie Angst haben, dass die Konkurrenz den Zuschlag erhält.
13:47Das heißt, der Devin will drei neue Ställe
13:49und kann seinen Halten nicht mal sauber halten.
13:51Stimmt.
13:52Vielleicht.
13:53Wissen Sie, wenn das nur um Ihren zerkratzten Hintern
13:58oder um Ihr zerbeultes Büro ginge,
14:01dann wäre mir das scheißegal.
14:03Aber hier geht es um Mord.
14:05Um Mord an einer jungen Frau, Hölzermann.
14:07Lied mal vor.
14:10Der Geschäftsführer der Deutschen Geton GmbH,
14:12Herr Walter Devin,
14:13hat am 6.05. bei der Regierung des Bundeslandes Brandenburg
14:16den Antrag auf die Erteilung von Konzessionen
14:18für die Errichtung von drei neuen Spielcasinos beantragt.
14:20Sie gehen jetzt oder ich rufe meinen Anwalt.
14:25Verzeihung, ich wusste nicht.
14:31Laut Finanzamt hat Ihr Spielcasino in letzter Zeit
14:34große Einnahmeverluste.
14:35Sie stehen unter Druck.
14:37Ist es denkbar, dass einige Ihrer Mitarbeiter
14:39die Situation ausnutzen und in die eigene Tasche wirtschaften?
14:43Ist es vorstellbar, dass man Sie einschüchtern will?
14:47Wissen Sie, vorstellbar ist alles.
14:49In meinem Geschäft geht es um sehr viel Geld.
14:53Hier geht ganz schön die Flatter, ne?
14:54Ja, irgendjemand soll den Deppen weghaben.
14:57Wenn wir den haben, der an den Spieltischen manipuliert,
14:59dann haben wir auch denjenigen, der die Anschläge durchgeführt hat.
15:01Ruhiglich, ja.
15:02Wie können die manipulieren?
15:03Wird alles streng kontrolliert.
15:04Hast du eine bessere Idee?
15:05Nee, Kopfschmerzen.
15:06Ich kenn doch vielleicht jemanden, der uns helfen kann.
15:16Ich liebe dich.
15:17Hey Süße, ganz cool.
15:19Was ist los, ne?
15:24Hallo?
15:25Was darf es sein?
15:26Wasser?
15:26Wasser jetzt.
15:27Ja, danke.
15:30Was ist mit der Schule passiert?
15:32Papa, ich brauch dich ganz doll.
15:35Was ist schlimmer?
15:36Schlimmer.
15:37Ist viel schlimmer.
15:39Warte mal.
15:44Pass auf.
15:46Paul und Marc, die sind abgehauen.
15:48Und zu Hause, vor zwei Wochen.
15:51Über am verdammen Madrid nach Casablanca.
15:54Und heute war Pauls Vater in der Schule.
15:57Und der hat uns gesagt, dass die tot sind.
16:01Ein Unfall.
16:03Der hat geweint.
16:04Er kam gestern erst aus Casablanca zurück.
16:08Und übermorgen werden die Sergi überfühlt.
16:12Mann, die war doch mal erst 18.
16:16Verstehst du?
16:16Die haben es einfach nicht mehr ausgehalten zu Hause.
16:19Pauls Vater, der ist Offizier.
16:21Und sie haben seine Pistole mitgenommen.
16:23Woher weißt du das?
16:24Ich hab einen Brief bekommen.
16:26Gestern.
16:27Aus Marokko von der Deutschen Botschaft.
16:30Ich?
16:32Und?
16:33Hast du dich mit dem Vater in Verbindung gesetzt?
16:35Soll ich dir dabei helfen?
16:37Warte mal.
16:40Das ist ja Reiseteilterbuch, ne?
16:41Ich will dir was vorlesen.
16:43Nur eine Seite. Die letzte.
16:49Komischerweise haben wir jetzt kurz vor unserem Tod keine Angst mehr.
16:54Wir liegen im Bett und reißen Witze.
16:57Es ist jetzt genau 0 Uhr.
17:00Mark hat sich die Pistole an die Schliefka.
17:03Ich bin gespannt natürlich.
17:06Jetzt ist es 0 Uhr 13 und Mark ist tot.
17:10Sie sind halt blut.
17:12Ich bin fix und fertig.
17:15Gleich werden sie kommen. 0 Uhr 14.
17:18Schade euch alle nicht, wir wieder uns passen.
17:22Anna, Anna, Anna.
17:25Warte mal.
17:28Da ist noch ein PS.
17:30An die Polizei von Casablanca.
17:32Die deutsche Botschaft.
17:33Bitte schicken Sie dieses Tagebuch an Anna von Leverzo Berlin.
17:49Felix?
17:51Machst du bitte die Musik leiser?
17:54Felix!
17:55Ich stehe überall bei ihr auf eins.
17:57Weißt du warum?
17:58Ich drück mir ab und zu mal so ein arschgriffenes Dich an ein.
18:00Ich habe das Gefühl, dass das gerade so passt.
18:02Wo musst du es machen?
18:04Ich bin gebeten, die Musik leiser zu machen.
18:07Wie oft?
18:08Wie oft?
18:09Es tut mir leid, ich habe die nicht gehört.
18:12Wo ist deine Mutter?
18:13Keine Ahnung.
18:15Alles normal passiert, dann gibt es Musik.
18:18Musikverbot.
18:19Hörst du?
18:19Einen Tag.
18:20Zwei Tage.
18:21Geometrische Reihe, ist das klar?
18:27Was meint der mit geometrische Reihe?
18:29Ach, das war alles kompletter Scheiß.
18:30Der redet doch aus dem Arsch.
18:32Oral aufgenommen ist Quecksilber unschädlich.
18:34Hauptsache bei Quecksilbervergiftungen sind die Dämpfer.
18:38Frage.
18:39Bitte schön.
18:40Wenn Sie auf die Idee kämen, jemand mit Quecksilber zu vergiften,
18:42wie würden Sie ihm das Quecksilber beibringen?
18:44Unauffällig, natürlich.
18:46Ja, aber bei Quecksilbervergiftungen sind ja die Symptome viel zu auffällig.
18:49Kolik, Erbrechen, Iremie, Diarrhoe.
18:52Dabei kann er ja keinen Löffel abgeben.
18:54Na, dort aufs Klo muss.
18:57Ich gucke davon aus, dass der Täter kein Profi ist.
19:00Ich muss das wissen, ich bin nämlich verheiratet.
19:02Das heißt, jemand, der etwas tut, dessen Ergebnis er nicht kalkulieren kann.
19:09Quecksilberdämpfer.
19:10Ah, der knurrt der Magen.
19:12Ich könnte einem Hund den Knochen klauen.
19:14Vielleicht hat ja jemand Ilse Kanters Zigaretten mit Quecksilber manipuliert.
19:18Ilse Kanter war nicht Raucherin.
19:21Moment mal.
19:23Elementares Quecksilber verraucht in Tabak?
19:26Der überwiegende Teil des Quecksilbers geht in den Nebenrauch.
19:29Ich glaube, bis zu 97 Prozent.
19:32Sie meinen, die Kanter könnte das Quecksilber schon durch Passivrauchen aufgenommen haben?
19:37Soviel ich weiß, lebte sie allein.
19:42Wie sind denn die Symptome bei einer chronischen Quecksilber vergiftet?
19:45Mattigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Hypersalivation, Stimmungslabilität, Angst, Stimmatitis Mercurialis.
19:53Da müsste der ein Raucher sein.
19:56Er ist. Sie gerne rauchen.
20:03Könnten Sie mir nicht ein bisschen Mut machen?
20:05Ich Ihnen Mut? Wozu?
20:09Ich würde Sie gerne zum Essen einladen. Es gäbe Wickelklöße mit Sauerkraut.
20:14Morgen?
20:16Würden Sie mir bitte nicht so auf die Beine starren?
20:19Ich nehme an.
20:25Du kannst den Roulette-Tisch in Schrägstellung bringen.
20:29Du kannst im Kessel die Fächer mit kleinen Plättchen bekleben.
20:33Du kannst die Seitenränder der Fächer leicht anschrägen und schon fallen gewisse Zahlen öfter.
20:40Oder aber ein Spieler hat ein Gummiband im Ärmel und schnippt damit sein Jeton nach der Absage noch auf den
20:51Tisch.
20:52Voilà.
20:54Das heißt also, die Groupiers stecken mit unter der Decke?
20:57Na ja, das ist Voraussetzung.
21:00Und zwar alle vier am Tisch, sonst läuft da nichts.
21:03Dazu der Tischchef, der kontrolliert und der Saalschef, der die Tische einteilt.
21:07Und wenn die Jungs sich einig sind, dann hat die Bank ein kleines Problem.
21:13Und noch eine andere Möglichkeit?
21:15Computeruhren. Das sind Handgelenk-Computer, die Christo unterfreunden für 26.000 Mark.
21:23Damit stoppst du unauffällig die Zeit, die die Kugel braucht, um die Stärke von A nach B zurückzulegen.
21:31Und der Computer rechnet dir dann aus, welche Zahl wahrscheinlich fällt.
21:34Ja, aber nach der vierten Umdrehung darf doch nicht mehr gesetzt werden.
21:37Grau ist eine Theorie, mein lieber Freund, aber in der Praxis, da blüht die Ausnahme.
21:41Zum Beispiel, ich annonciere beim Groupier.
21:46Das heißt, ich bitte ihn, für mich eine bestimmte Zahl zu setzen.
21:50Ja, und wenn er nicht rechtzeitig meinen Jeton platzieren kann, dann macht er das eben nach der Absage.
21:55Das ist so usos.
21:57Morgen, Herr Sitz. Entschuldigung, ich habe die ganze Nacht hier umgesetzt.
22:00Und, was gewonnen?
22:02Ja, Erfahrung.
22:05Hölzermann, Kriminalhauptkommissar.
22:06Eugen Fiedler, Zocker und Betrüger, Anine.
22:09Wir sind mal zusammen Streife gegangen.
22:11Jetzt macht er hier einen Immobil-Lift.
22:13Ich könnte Ihnen Sachen von ihm erzählen.
22:15Nee, nee, nee.
22:16Ja, auf jeden Fall.
22:17Mauen die Jungs hier.
22:1880 Prozent der Bissow sind Stammspieler.
22:20Als ich gestern hier war, wussten die sofort, wer ich bin.
22:23Wir müssen ein Gesicht reinschicken des Unverbrauchtes.
22:26Sag mal,
22:29Du schuldest mir doch noch einen Gefallen, oder?
22:32Geht leider nicht.
22:33Ich bin gesperrt.
22:35In allen Casinos Europas.
22:37Also nicht, dass es mich wundert, aber warum?
22:41Weil ich ein Kesselgucker bin.
22:43Du bist was?
22:43Ein Kesselgucker, die 13 fällt.
22:47Was ist ein Kesselgucker?
22:49Das ist jemand, der voraussagen kann, auf welche Zahl die Kugel fällt.
22:53Davon gibt es nur ein halbes Dutzend in Europa.
22:57Man muss im Training sein und Glück haben.
23:00Und das halte ich zum Schluss nicht mehr.
23:07Männer, ich...
23:09Ich habe hier eine...
23:11eine Glückstraße.
23:15Sag mal, wenn Ihr es schaffen würdet,
23:17dass meine Sperre aufgehoben wird...
23:2140 Prozent für Euch.
23:23Ha?
23:25Vorfinanzierung würde ich selbstverständlich übernehmen.
23:31Ey Felix, was läuft denn so?
23:33Ach, nichts Besonderes. So der übliche Kran.
23:36Du kommst ins Internat, stimmt das?
23:38Ja. Nächste Woche gucken wir es uns an.
23:40Mann, hast du Glück.
23:42Na dann, halt die Ohren steil.
23:44Ja.
23:47Ist das hier bei Devin?
23:48Ja, Sie haben Glück gehabt. Sie sind sogar zu Hause.
23:51Gut, danke.
23:52Zehn Minuten, ja.
23:59Guten Tag, ich bitte...
24:00Oh, Verzeihung. Ich dachte, das wäre mein Sohn.
24:05Hallo, wir kennen uns.
24:06Ja, der Brand im Casino.
24:09Sie sind von der Polizei?
24:11Nein, der Gerichtsmediziner.
24:13Genau der. Stimmt.
24:15Hübsches kleines Nichts, das Sie da beinahe anhaben.
24:17Ja, ich wollte gerade ins Bad. Aber Sie wollen sicher zu meinem Mann. Kommen Sie doch bitte rein.
24:23Walter! Walter, Besuch für Dich!
24:25Das geht ihm leider gerade nicht so gut.
24:29Felix!
24:30Kommen Sie bitte rein.
24:33Walter Devin.
24:34Oh, guten Tag.
24:35Sie wollen mich sprechen?
24:37Bitte.
24:38Ja.
24:39Kommen Sie bitte.
24:42Wer war denn das? Polizei?
24:44Ja.
24:44Nun, nein.
24:45Ein Gerichtsmediziner.
24:48Gehst du heute noch raus?
24:49Also, erst will ich Deine Schularbeiten sehen.
24:52Einverstanden, Großer?
24:53Ja.
24:54Aber ohne Deine Musik heute, ja?
24:56Ja.
24:56Ja, wir machen was.
24:58Nach unserem Befund kann Sie das Quecksilber überwiegend erst gestern aufgenommen haben.
25:02Also Stunden vor Ihrem Tod, im Spielcasino.
25:06Hatten Sie in letzter Zeit Probleme mit Ihrem Zahnfleisch?
25:09Eine wunde Stelle.
25:10Ja, mit dem Zahnfleisch, seit ein paar Tagen.
25:13Ach, und sonst irgendwie Mattigkeit, Übelkeit?
25:16Nein, nein, nein.
25:17Ja, das ist schwer zu sagen.
25:20Ich leide seit Jahren unter Herzrhythmusstörungen und bin physisch nicht unbedingt stabil.
25:26Sie sind leidenschaftlicher Zigarren.
25:28Oh, ja.
25:29Darf ich mal?
25:30Also, Sie sind nicht verpflichtet, mir das zu zeigen.
25:32Nein, nein, bitte.
25:33Ich bin weder Kriminalist noch starker, weil wir eine bewahren.
25:36Wie viel rauchen Sie denn?
25:38Höchstens eine.
25:39Das kann ja wohl nicht so gefährlich sein.
25:41Ja, ja, das ist das beste Stück.
25:44Ja, ja, ja.
25:45Wahnsinn.
25:46Hm.
25:48Ähm, Sie sollten das mal...
25:52Könnte ich mir die mal mitnehmen?
25:53Aber bitte sehr.
25:55Es gibt da so einen Verdacht, wissen Sie.
25:57Und Sie würde ich bitten...
26:02Könnten Sie das vielleicht noch mal ganz kurz, danke.
26:05Wissen Sie, es gibt...
26:06Ich würde Sie bitten, mal zu Ihrem Hausarzt zu gehen.
26:08Ja, das ist mein Laster.
26:10Oh je.
26:11Zum Hausarzt zu gehen und ihm zu sagen, es gibt einen Verdacht auf einen erhöhten Quecksilberspiegel im Blut.
26:18Hier, das ist meine Telefonnummer. Der soll mich einfach mal anrufen.
26:22Muss das sein?
26:23Ich finde es schon gut.
26:27Danke.
26:28Bitte sehr.
26:30Wahnsinn.
26:31Eine Frage.
26:34Die kann Sie eigentlich nur beleidigen, aber...
26:36Nein, nein, nein, nein. Fragen Sie nur, fragen Sie nur.
26:38Aber ich fühle mich heute sowieso nicht besonders gut.
26:42Vertrauen Sie Ihre Frau?
26:43Ja, völlig.
26:47Was veranlasst Sie?
26:49Vergessen Sie es.
26:51Moment mal, was heißt, vergessen Sie es?
26:53Zuerst stellen Sie mir diese unverschimmte Frage und dann sagen Sie ver...
26:58Sie meinen, weil sie fremd geht.
27:01Ja.
27:02Ich meine, weil sie fremd geht.
27:04Hm.
27:07Ich habe nichts dagegen, dass sie fremd geht.
27:10Jetzt krümmen Sie Ihre Mundwinkel vor Entsetzen.
27:12Ich kann sehen, was Sie denken. Es ist nicht schwer.
27:15Aber wer will mir denn eigentlich vorschreiben, wen ich zu lieben habe da draußen?
27:18Diese Spießbürger vielleicht?
27:20Oder Sie?
27:21Sie wollen, dass Ihre Frau fremd geht.
27:24Ja.
27:28Unser Sexualleben ist durch meine Krankheit gleich null. Verstehen Sie?
27:33Zero.
27:35Nichts geht mehr.
27:36Rien aber blü.
27:39Das tut mir leid.
27:42Gehen Sie jetzt, bitte, ja.
27:50Hm.
27:54Also doch.
27:56Quecksilber.
27:58Abgefüllt wie eine Praline.
28:05So ein edler Stumpen.
28:08Kleiner unter 80 Mark.
28:11Barbar.
28:14Ich fixe aus.
28:211,5 Gramm.
28:23Ich habe den Stichkanal.
28:27Da.
28:28Könnte die Kanüle einer Spritze gewesen sein.
28:31Hm.
28:36Vielleicht ist der Ansatz falsch, den Täter ausschließlich im Casinomilieu zu suchen.
28:40Oh, mir wäre lieber, wenn du das lassen könntest.
28:43Mein Mann mag nicht, wenn hier geraucht wird.
28:44Vielleicht will ich ja unbewusst so eine Ehe ruinieren.
28:47Komm mal.
28:49Bitte lass das.
28:53Ich finde, dass eine Frau, deren Ehe in meinen Händen liegt, vielleicht etwas verzweifelter klingen sollte.
28:58Hm?
29:00Du weißt doch gar nicht, wovon du sprichst.
29:03Aber ich möchte, dass du weißt, wovon ich spreche.
29:07Ich liebe dich.
29:08Du bist nicht schön.
29:11Ich will dich ganz.
29:13Herr Doktor Denton!
29:14Kann ich Sie einen Moment sprechen?
29:17Ich möchte Sie gerne unter Polizeischutz stellen.
29:19Jedenfalls so lange, bis die Konzessionen vergeben sind.
29:21Sie würden uns die Arbeit sehr erleichtern.
29:23Kein Bedarf.
29:24Falls Sie es vergessen haben, auf Sie wurden gerade zwei Mordanschläge verübt
29:27und Ihre Sekretärin ist bereits tot.
29:28Vielen Dank.
29:29Ich bin alt genug, um mich zu beehren.
29:31Ist es richtig, dass jetzt auch die International Entertainment Group
29:33eine Bewerbung für Brandenburg abgegeben hat?
29:36Ist es richtig, dass diese Gruppe in Moskau ein Spielcasino betreibt?
29:39Sie erlauben.
29:40Und ist es richtig, dass auf Ihre Gesellschaft Druck ausgeübt wurde,
29:43Ihre Bewerbung zurückzuziehen?
29:45Ist es richtig, dass Ihr Kollege Linzer,
29:48falls diese Gruppe den Zuschlag erhält, die Spielcasinos in Brandenburg führen soll?
29:52Ja, warte noch mal, ich rede mit Ihnen!
29:54Soviel ich weiß, haben Sie eine Bewerbung abgegeben.
29:58Ja, Sie betreiben in Moskau ein Casino.
30:00Nein, es wird kein Druck ausgeübt.
30:03Im Übrigen trage ich seit 15 Jahren eine Waffe und glauben Sie mir,
30:05ich weiß, damit umzugehen.
30:08Also entweder Sie sind die Ruhe selbst oder Sie sind überhaupt schon tot.
30:13Genau. Ich lehne Ihren Schutz dankend ab.
30:17Setzen Sie sich doch. Dorthin, bitte.
30:23Paul hat mir viel von Ihnen erzählt. Sie sind zwei Jahre nach, ist ja nicht wahr?
30:28Hilde, gehst du mal Kaffee ein?
30:31Und für dich einen Saft.
30:33Danke.
30:33Danke.
30:37Wie ich Ihnen bereits am Telefon sagte, meine Tochter Anna hat einen Brief bekommen.
30:42Und wir möchten gern...
30:43Er hat hier alles gehabt.
30:45Ich zeige Ihnen sein Zimmer. Ich meine, wenn Sie wollen.
30:49Lauter Elektronik, Radio, Fernseher, Computer.
30:54Warum nur?
30:59Ich habe hier das Tagebuch, das die beiden geschrieben haben.
31:02Und ich finde, Sie als Eltern haben auch ein Recht darauf, es zu lesen.
31:06Was denn für ein Tagebuch?
31:11Sie sollten es wirklich lesen. Da steht alles drin.
31:14Warum Sie weg sind und das von Ihrem Tod.
31:16Ich verstehe nicht.
31:19Wovon spricht Sie denn?
31:20Sie müssen ja keine Angst haben. Ich werde es doch nicht weitererzählen.
31:26Entschuldigen Sie bitte. Ich glaube, dass wir vielleicht doch...
31:29Ich glaube, es war etwas unüberlegt.
31:32Anna, bitte, kommst du.
31:36Entschuldigen Sie bitte.
31:43Warum haben Sie das getan? Warum? Warum?
31:45Hey!
31:47Oh ja!
31:48Oh! Oh! Oh! Oh! Oh! Oh!
31:52Manchmal, da habe ich große Angst vor dem Leben.
31:56Das geht...
31:57Vorbei, ich weiß.
31:59Bloß bei Paul und Marc, da geht es nicht vorbei.
32:02Ja, manchmal geht es nicht vorbei.
32:04Ja.
32:11Mir hat mal ein anderer Mann gesagt,
32:15wenn du Angst hast im Leben,
32:16klemm dir rechts und links eine Portion Hundescheiße unter den Armen,
32:19setz dich in einen Bus und fahr bis zum Stadtrand.
32:21Wenn du das überstanden hast,
32:22ist nichts mehr, was du nicht überstehen kannst.
32:24Und?
32:25Ob ich es gemacht habe? Ja.
32:27Schon ein paar Mal.
32:30Kommst du trotzdem mit?
32:31Zur Beerdigung?
32:33Versprochen.
32:37Mama, warum sagst du mir nicht, dass du verreist?
32:40Oh Felix, weil du mir nie zuhörst.
32:46Komm mal hier.
32:48Ich habe dir schon ein paar Mal gesagt,
32:50dass die Oma Geburtstag hat.
32:52Hm? Schon vergessen?
32:54Und wann kommst du wieder?
32:56Du kennst sie doch.
32:58Übermorgen, wenn ich es schaffe, mich loszuweisen.
33:01Och Baby, komm nicht traurig sein.
33:06Mama, weißt du noch, wie wir mal im Fenster saßen
33:09und auf die Autos geguckt haben, die unten vorbeigefahren sind?
33:13Ja, das weiß ich noch. Das war schön.
33:18Mama?
33:20Ja.
33:23Noch nichts.
33:28Frau Grünbender hat mich gewarnt,
33:30sie würden ohne ihre Haushälterin nicht zurechtkommen.
33:32Und hier sehe es aus wie vier Wochen nach der Explosion einer Bombe in einem Misthaufen.
33:35Ich werde das nicht kommentieren.
33:38Wickelklöße mit Sauerkraut.
33:40Geheimrezept meiner Mutter.
33:42Das Wichtigste ist, dass man für das Sauerkraut
33:46die Brühe vom Eisbein nimmt, sah.
33:53Und das Ganze einen Tag vorher ansetzen.
33:56Rotwein? Weißwein?
33:59Rotwein.
34:01Rotwein.
34:03Ich freue mich.
34:06Ich freue mich auch.
34:28Ich freue mich auch.
34:34Und wie habe ich so ein flaues Gefühl im Magen.
34:36Aber was soll denn passieren?
34:38Die Entscheidung fällt noch heute.
34:40Sie haben mich nicht klein gekriegt.
34:45Spätestens drei Tagen
34:46und dann schmeiße ich die Bande raus.
34:55Walter.
34:56Ja?
34:57Du bist der einzige Mann, auf den ich mich verlassen kann.
35:01Ich weiß.
35:04Ich weiß.
35:18Es war eine ungute Konstellation.
35:20Ich war Chirurg in der Klinik meines Schwiegervaters.
35:22Und ich habe überall reingerochen.
35:25Forschungsgelder und Privattaschen.
35:26Hier, totgeschwiegen Kunstfehler, da.
35:29Schließlich der Exitus im Tabula eines Kindes.
35:32Weil der Oberarzt wohl nicht ganz nüchtern war.
35:34Nein, er war einfach betrunken.
35:37So wurde die Sache zum Geruchsproblem.
35:39Mir stank da einfach zu viel.
35:42Darüber ging dann wohl auch meine Ehe kaputt.
35:46Warum ausgerechnet in die Gerichtsmedizin?
35:49Da draußen wird jeden zweiten Tag ein Mensch umgebracht.
35:51Und so ein Toter gehört in der Regel nicht zu denen, die eine große Lobby haben.
35:55Vielleicht ein ewig überarbeiteter Kriminalkommissar.
35:58Sie sehen hinreißend aus. Ich kann nicht mehr.
36:00Vielleicht ein zynischer Staatsanwalt.
36:04Und uns.
36:05Und uns.
36:09Ich würde gern du zu ihnen sagen.
36:18Du hast es mir nicht leicht gemacht.
36:24Ich bin Judith, Rosa, Viktoria, Hedwiger, Irmtrott, Sommer.
36:29Du kannst Judith zu mir sagen.
36:31Judith und Robert.
36:34Judith und Holofernes.
36:38Judith tötet Holofernes.
36:48Du zitterst davor, oder willst du es doch?
36:50Ich zittere nicht.
36:52Es ist die Angst, verführt zu werden.
36:53Die Angst, einen Teil von sich aus der Hand zu geben.
36:56Versteck nicht die Frau hinter der Kollegen.
36:58Es war ein schöner Abend, aber ich gehe jetzt.
37:00Warum?
37:02Warum wirst du gehen?
37:04Sag mir die Wahrheit.
37:05Die Wahrheit.
37:06Vielleicht habe ich keine Lust, als Nummer 394 im Bett des Gerichtsmediziners Robert Kolmer zu landen.
37:12Nein, ich glaube, du hast Angst vor deinem Gefühl.
37:14Das ist deine Wahrheit.
37:17Und du vögelst in der Gegend rum, aus Angst davor, eine wirkliche Beziehung einzugehen.
37:20Das ist deine Wahrheit.
37:22Männer braucht ihr doch nur noch, weil ihr euren Vibrator zu Hause nicht als Schwiegersohn vorstellen könnt.
37:31Entschuldige.
37:32Entschuldige.
37:33Entschuldige.
37:33Entschuldige.
37:33Es tut mir lang.
37:34Entschuldige, bitte.
37:36So gut.
37:37Ich gehe es nicht anders.
37:57Mark und Paul sind tot.
38:00Bevor sie auf diese letzte Reise gegangen sind, auf die Reise zu Gott, ihrem Schöpfer, sind sie zu einer langen
38:08Reise in die Welt aufgebrochen.
38:10Heimlich.
38:12Nachts.
38:14Sie haben ihr Elternhaus verlassen.
38:16Sie haben uns verlassen.
38:18Gäuble.
38:27GER familiar.
38:44GER epidurch.
38:47GER DFIT
39:02Mark und Paul sind weggegangen von uns, weil sie der Meinung waren, dass es zu Hause nicht mehr schön ist
39:09und dass wir, ihre Eltern, Freunde, Lehrer und Bekannte nicht so sind, wie sie wünschten, dass wir sein sollen.
39:38Felix!
39:42Felix!
39:43Felix!
39:45Ja, wir haben Geld für unsere Kinder, aber haben wir auch Zeit für sie?
39:52Ja, wir erklären ihnen die Welt, aber erklären wir ihnen auch unser Herz?
39:57Ja, wir sprechen mit ihnen, ja, aber hören wir auch auf das, was sie sagen?
40:12Ja.
40:20Ja.
40:21Ja.
40:24Ja.
40:26Ja.
40:29Ja.
40:31Ja.
40:32Ja.
40:33Ja.
40:35Ja.
40:43Ja.
40:50Ja.
40:57Ja.
40:59Ja.
40:59Ja.
41:00Ja.
41:00Ja.
41:01Ja.
41:01Ja.
41:03Ja.
41:03Ja.
41:04Ja.
41:04Ja.
41:05Ja.
41:06Ja.
41:06Ja.
41:06Ja.
41:08Ja.
41:08Ja, nee.
41:53Wir betten, ob die Serie mit ungeraden oder ungeraden Zahl endet, okay?
41:58Ja, also jetzt.
42:00Was gerade? Du hast es mir gerade gezeigt.
42:03Nicht?
42:04Ungerade.
42:05Nein. Weißt du überhaupt, wie wir den Jungen gefunden haben?
42:09Im Heizungskeller mit dem Sack über dem Kopf und gewinselt hat er wie so ein junger Hund.
42:16Ungerade.
42:17Ach.
42:20Devin wird morgen entlassen, hat nochmal Glück gehabt.
42:23Ich verstehe das Ganze nicht.
42:25Walter Devin ist ein Stiefvater und sehr streng.
42:28Die Devens lebten sehr beengt und Walter Devin wollte nicht, dass der Junge mit in die Wohnung einzieht.
42:32Er hat damals noch als Coupier gearbeitet und musste tagsüber schlafen.
42:37Also wuchs Felix bei den Großeltern auf.
42:40Seine Mutter ging jeden Vormittag hin, jeden Abend wieder weg und der Junge heulte jeden Tag.
42:45Und jetzt sollte er ins Internat.
42:47Der Psychologe meint, das könnte der Auslöser gewesen sein.
42:50Er liebt seine Mutter abgöttisch und jetzt sollte er sie wieder verlieren.
42:55Also hat er zuerst versucht, seinen Stiefvater mit Quecksilber zu vergiften und ihr dann in die Luft zu sprengen.
43:00Und zum Schluss?
43:04Ja?
43:07Hallo?
43:13Ich habe gehört, du hast nochmal Glück gehabt.
43:17Nein, ich wollte sogar von einer zarten Hand obduziert werden.
43:22Kennen die beiden eigentlich die Geschichte von einem Gerichtsmediziner, der seine eigene Frau obduzierte?
43:28Nachdem er sie aufgeschnitten hatte, sagt er, da lebt man nur zwölf Jahre zusammen und man weiß gar nicht, was
43:33für einen Schatzkästlein man an seiner Seite hat.
43:38Gibt es hier irgendwo eine Bade?
43:40Einmal Specken.
43:45Robert?
43:48Hallo.
43:49Wie geht's?
43:55Hallo, Joe.
43:57Hallo, Irina.
44:00Darf ich vorstellen, Frau Dr. Judith Sommer, eine Kollegin.
44:04Irina von Levitso?
44:05Ja, Joe, kennst du mich.
44:07Gleich zwei schöne Frauen.
44:10Ich muss auch mal an eine Kugel rennen.
44:15Wo ist eigentlich Anna?
44:16Ich soll ihr ausrichten, sie kommt später.
44:22Nein.
44:23Ich muss auch mal an die Kugel, die Töter zu stricken.
44:46Ich muss auch mal an, die Töter zu kommen.
44:47Ich muss auch mal an die Kugel.
44:48Ich muss auch mal an die Kugel.
44:51Musik
45:22Musik
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