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KurzfilmeTranskript
00:04Musik
00:39Musik
01:2120 Jahre Fiakerkönig, jetzt ist sie tot.
01:25Mich wundert's nur, dass ihr Sohn sie nicht schon längst vermisst.
01:29Warum sollte der? Ist ja selber gar nicht da.
01:31Tja, alles Fotos von ihm.
01:34Das ist schon komisch, dass die zwei noch immer zusammen wohnen, oder? Findest nicht?
01:42Mutter?
01:44Hallo?
01:46Hallo?
01:47Herr Kratke?
01:48Ja, hat meine Mutter Sie reingelassen?
01:49Sagen Sie, wo stecken Sie denn? Wir suchen Sie seit Stunden. Warum haben Sie Ihr Handy nicht eingeschalten?
01:53Ich wüsste nicht, was Sie das angeht.
01:56Herr Sutter?
01:57Ja, Entschuldigung.
01:59Wer sind Sie überhaupt?
02:01Chefinspektorin Schnell.
02:03Chefinspektor Franicek.
02:05Wollen Sie sich nicht niedersetzen, Herr Kratke?
02:08Ich will wissen, was Sie hier machen.
02:13Ihre Mutter tut uns sehr leid.
02:15Ja, wirklich sehr, sehr leid.
02:45Blutunterlaufungen am Hals.
02:46Und dann legt er Sie da her und dann legt er ihr die Schuhe noch so hin.
02:49Schaut Sie die Schuhe auf jeden Fall nach Fingerabdrücken an und die Tasche auch, ja?
02:56Und wann?
02:56Heute Nacht zwischen eins und drei ungefähr.
02:59Es schaut nach einem Raubmord aus.
03:02Hat Ihre Mutter viel Geld bei sich gehabt?
03:04Und woher soll ich das wissen?
03:06Apropos wissen, ich würde ganz gerne wissen, wo Sie die ganze Nacht waren.
03:08Ich?
03:09Also Entschuldigung, rede ich undeutlich?
03:11Ja, Sie, Herr Kratke, Sie.
03:16Haben Sie eine schwere Nacht gehabt?
03:17Ich war halt unterwegs.
03:19Alleine?
03:20Zuerst mit einem Freund und dann mit einer Frau, die ich kennengelernt habe.
03:25Mit einer Frau, also.
03:27Und mit der waren Sie dann auch die ganze Nacht zusammen mit dieser Frau?
03:29Ja, bis jetzt?
03:31Ja, mehr oder weniger.
03:34Mehr oder weniger?
03:37Ich weiß nicht, vielleicht haben Sie es ja noch nicht ganz verstanden, aber Ihre Mutter
03:41ist ermordet worden.
03:42Und wir beide, wir versuchen so schnell wie möglich den Mörder zu finden.
03:45Ja.
03:46Ich bin ...
03:48Also, ja, diese Frau und ich, wir haben was getrunken am Bahnhof.
03:53Und dann waren wir noch in einem Beisel in der Nähe.
03:56Dann noch in einem Spielsalon im Elften.
03:59Dann noch in zwei, drei Bars.
04:01Und am Ende in einem Hotel beim Prater.
04:04Na schon.
04:05Es geht doch.
04:07Bräuchte man nur noch den Namen von der Dame.
04:13Jenny.
04:14Jennifer.
04:17Jenny, Jennifer.
04:18Und wie weiter?
04:23Wie ist denn der Name des Hotels, Herr Gratke?
04:26Blue Inn, glaub ich.
04:30Und wann haben Sie Ihre Mutter das letzte Mal gesehen?
04:33Gestern auf der Jubiläumsfeier, so um halb neun.
04:37Warum sind Sie denn da eigentlich so früh weggegangen?
04:39Weil ich einen Freund zum Bahnhof gebracht habe, der ist mit dem Nachzug nach Kroatien.
04:42Und dann sind Sie aber nicht mehr zurück zur Feier, obwohl es die Feier der eigenen Firma war.
04:46Ja?
04:46Die Firma gehört meiner Mutter und der Abend war ganz allein Ihre Show.
04:50Naja, aber sie wird ja nicht ganz alleine gefeiert haben, oder?
04:52Nein, natürlich nicht.
04:53Fragen Sie bitte die Joe, die das alles zusammen mit meiner Mutter organisiert und war sicher bis zum Schluss dort.
04:58Die Joe.
04:58Und wo finden wir die Frau?
05:00Frau Blahatschek.
05:00Josefine Blahatschek.
05:02Sie wollte heute zu uns ins Büro kommen.
05:04Sie hilft uns mit der Buchhaltung.
05:06Danke.
05:26Sie hat wirklich über 50.000 auf ein Sparkonto.
05:31Da.
05:37Das gehört jetzt zur Hälfte dir.
05:46Hallo.
05:49Bist du schon einmal für Acker gefahren?
05:50Gib bitte, das ist was für Touristen.
05:52Was?
05:53Also ich stell mir das eigentlich sehr vergnüglich vor.
05:55Genau, mit zwei PS-Tour im Stadtverkehr sehr vergnüglich.
05:57Nein, danke.
05:58Na ja, so in einer Kutschen sitzen.
06:01Das geklappert der Hufe auf dem Asphalt.
06:10So, schneller.
06:12Boah.
06:13Haben Sie es gleich gefunden?
06:15Tag.
06:15Alles Gott, Blahatschek.
06:17Chefinspektor, jetzt schnell.
06:18Chefinspektor Franitschek, brauchst du den Taschentuch?
06:20Nein.
06:20Es ist so furchtbar, was passiert ist.
06:22Wissen Sie schon?
06:23Zunächst einmal wollen wir gerne wissen, wann die Frau gerade...
06:26König, bitte.
06:28Die Sisi hat viel Wert auf ihren Kunstnamen gelegt.
06:30Ja.
06:31Gut.
06:32Wann die Frau König die Jubiläumsfeier verlassen hat?
06:35So, gegen halb elf.
06:36Ich hab sie leider nicht davon abhalten können.
06:38Wieso?
06:39Hat sie noch was vorgehabt?
06:40Sie war frustriert, weil der Abend nicht so gelaufen ist, wie sie es sich gewünscht hat.
06:44Warum ist es denn nicht so gelaufen?
06:45War doch ausschließlich ihre Show, oder?
06:47Haben Sie mit Leo geredet?
06:49Ich mein, äh, was hat er denn gesagt?
06:50Ist mit dem Leo alles in Ordnung?
06:52Das ist die Lena, die Freundin von Leo.
06:54Hallo.
06:54Sie.
06:54Und die einzige Kutscherin beim Ferkerkönig.
06:56Ist das mit Leo?
06:58Es ist ihm nichts passiert.
07:00Ähm, hat die Frau Kratke, also die Frau König, die Feier alleine verlassen?
07:05Soweit ich das mitgekriegt hab.
07:06Du?
07:07Mhm.
07:08Gut, äh, wir brauchen die Namen von allen Gästen.
07:11Ja.
07:12Natürlich.
07:13Ah, entschuldigen Sie bitte.
07:14Haben Sie vielleicht eine Idee, warum die Frau...
07:17König.
07:17Ja, mitten in der Nacht, in der Nähe von der Kärntenstraße unterwegs war?
07:21Eigentlich nicht.
07:23Außer, wenn es schlecht drauf war, ist sie gern ins Casino gegangen.
07:26Ah ja.
07:26Glück ist der Ausgleich für die Ungerechtigkeiten des Lebens, hat's oft gesagt.
07:30Na gut, also wenn man gewinnt, stimmt das vielleicht.
07:33Aber wenn man verliert?
07:34Äh, die Frau König hat öfter gewonnen als verloren, das können Sie mir glauben.
07:36Ah ja?
07:37Ja.
07:37Aber auslassen hat sich nicht was davon.
07:39Lena!
07:40Ist doch wahr, sonst hätten wir hier noch viel mehr machen können.
07:42Wie war denn eigentlich das Verhältnis zwischen dem Leo Kratke und seiner Mutter?
07:45Sehr gut.
07:46Ja.
07:46Warum fragen Sie?
07:47Ja, nein, ich wundere mich nur, dass er um halb neun die Jubiläumsfeuer verlässt
07:52und dann die ganze Nacht durchmacht mit einer Frau, deren Namen er gar nicht weiß.
07:59Ah!
08:01Hörfen!
08:03Doch ein Taschentuch?
08:04Nein.
08:05Tja, mit wem auf der Gästle-Liste soll ich denn anfangen?
08:09Mit dem Herrn Kommerzialrat Rosen oder mit Frau Stadträtin Fischer?
08:13Das ist mir wirklich ziemlich egal.
08:15Mich interessiert hauptsächlich, was zwischen Mutter und Sohn vorgefallen ist auf dieser
08:18Feier.
08:19Was ist eigentlich mit ihrem Mann?
08:21Du hast doch gesagt, sie ist verheiratet, oder?
08:22Ja, mit Eberhard Gratke, jetzt Frühpensionist.
08:26Früher war er Geschäftsführer bei Vieracker König.
08:29Aber das ist schon ziemlich lang her.
08:31Seit Ende der 90er wohnte er in einer Gemeindebauwohnung im 21.
08:36Eine Trennung ohne Scheidung offenbar.
08:39Also wenn wir davon ausgehen, dass es kein Raubmord war, dann haben genau zwei Menschen
08:42was davon.
08:43Und zwar der Sohn und der Ehemann.
08:48Wir haben sie nicht gefunden.
08:49Wo?
08:50Hauptsache, er ist es, oder?
08:53Hat er in der Halle wirklich alles gesehen?
08:54Der lügt nicht.
08:55Das Problem ist nur, wenn irgendjemand mitkriegt, das wird es sein.
08:58Lass uns jetzt meine Sorge sein.
08:59Zuerst muss ich hören, was er sagt.
09:09Hallo, Spatzfreund.
09:10Bitte, ich hab Durst.
09:12Und ich will wissen, was ihr mit dem Video gemacht habt.
09:13Und ich will wissen, was ihr mit dem Video gemacht habt.
09:14Hallo, Spatzfreund.
09:14Ich weiß nicht.
09:16Der Dennis hat einfach draufgehalten bis...
09:18Und wo ist das Handy?
09:20Und die Aufnahme?
09:22Du willst mir doch nicht ernsthaft einreden, dass ihr kein Backup gemacht habt.
09:26Das Handy war vom Dennis.
09:28Der war total high nach der ganzen Nummer mit den Schüssen.
09:32Und das Video...
09:34Aber der, der geschossen hat.
09:36Kannst den wenigstens beschreiben.
09:39Ja, ich hab sie gesehen.
09:41Alle beide.
09:42Es waren zwei.
09:44Das Mädel hat ihn angestachelt.
09:46Und...
09:46Und er hat geschossen.
09:48Zweimal.
09:49Wie hat er ausgeschaut?
09:51Du sollst ihn beschreiben.
09:53Ja...
09:54Nee, sie war blond.
09:55Und...
09:56Arschloch!
09:58Du sollst ihn beschreiben!
10:00Ah!
10:00Ah!
10:01Du...
10:02Was ist, wenn der sich später identifiziert hat?
10:07Ich will seine Aussage auf Video.
10:12Raus.
10:14Osse!
10:16Die Sisi König war tatsächlich im Casino.
10:19Aha.
10:20Wie sie die Blachatschek vermutet hat.
10:21Und zwar war sie dort genau von 22.45 Uhr bis 0.30 Uhr.
10:26Und jetzt halte ich fest, genau in dieser Zeit hat sie über 10.000 Euro gewonnen.
10:30Wow!
10:31Ich hab mit ein paar von den Gästen von dieser Feier gesprochen.
10:34Und die haben alle erzählt, dass der Leo Kartki mit seiner Mutter einen festen Streit gehabt hat.
10:37Wegen seinen Schulden?
10:38Nein, wegen seinem Vater.
10:40Der ist nämlich dort aufgetaucht.
10:41Offenbar unerwünscht von der Gastgeberin.
10:43Aha.
10:44Weil wenn es um die Finanzen vom Leo Kartki geht, dann...
10:47Hallo Harald!
10:47Hallo!
10:48Hallo Flora!
10:49Frau Schnell, wir haben einen da dort gefunden.
10:52Eine Wechselbau von einem Spielautomaten.
10:53Was hat das mit unserem Fall zu tun?
10:56Na ja, nach aktueller Spurenlage gehen wir davon aus, dass der Angriff vorm Haus stattgefunden
11:00hat.
11:01Das heißt, der Täter hat sie ins Haus gedrängt und beim Stiegenaufgang muss sie gestürzt
11:04sein.
11:05Wir haben dort Blut gefunden.
11:06Und der Bahn ist direkt daneben gelegen.
11:0722.40 Uhr vom Tatabend von GSMBH.
11:10Ja, so eine Automatengesellschaft.
11:12Der Automat zum Bahn steht im 11. und das war die Adresse.
11:16Aha, danke.
11:17Bitte.
11:17Wie steht's mit Fingerabdrücken?
11:20Leider nix brauchbares.
11:21Und die Schuhe vom Tatort?
11:22Die sind definitiv vom Opfer.
11:24Wir haben auch fremde Fingerabdrücke drauf gefunden, die sind noch nicht identifiziert.
11:28Gut, danke.
11:29Na dann.
11:30Ciao.
11:31Danke.
11:31Ciao, ciao.
11:36Was schaust du?
11:38Schau ich?
11:39Ja, du schaust.
11:40Mhm.
11:41Wolltest du mir nicht was über die Finanzen vom Gratke erzählen?
11:44Sehr gerne.
11:46Der Gratke Junior hat nämlich einen Kreditlaufen, zu dem ein sehr überzogenes Konto.
11:51Das heißt, er könnte 10.000 Euro sehr gut gebrauchen.
11:54Weil seine liebe Frau Mama hat ihm nur 900 Euro bezahlt im Monat für seine Arbeit als Kutscher.
12:00Mhm.
12:00Und der Gratke sei nur als Frühpensionist.
12:02Wohnt in einer Gemeindebauwohnung und hat nix.
12:05Während seine noch Ehefrau über 50.000 Euro auf einem Sparkonto hat.
12:09Zudem noch fünf Geschäftslokale in ganz Wien, alle untervermietet.
12:13Da gibt's ja wirklich was zu erben, außer ein paar Pferde.
12:15Ja.
12:16Und beide Gratkes können's gut gebrauchen.
12:18Weißt du, was sie noch brauchen können?
12:20Ein Alibi.
12:21Sag einmal, warst du schon in dem Hotel in diesem Blue Inn, wo der mit der Jenny Jennifer war?
12:25Wann denn?
12:26Nee.
12:27Ja.
12:28Und, was machen wir jetzt mit dem Bon?
12:31Du kannst dich ja drum kümmern.
12:32Also ich meine natürlich nur, wenn du Zeit hast.
12:34Ja, das mach ich.
12:37Bitte schön.
12:39Danke.
12:40Bitte schön.
13:06Danke.
13:21Junge.
13:21Ah, Herr Kratke?
13:24Chefinspektorin Schnell.
13:24Ja.
13:25Der Leo hat mich gleich in der Früh angerufen.
13:27Bitte schön.
13:27Komm bitte schön.
13:29Bitte schön.
13:31Grüß Sie.
13:33Ah!
13:35Hallo, das...
13:36Das sollte mich jetzt offensichtlich nicht überraschen.
13:40Wir glauben, es ist gescheiter, wenn Sie es von uns erfahren, als von den anderen.
13:43Das ist sehr vernünftig.
13:45Die Frau Gratke, also die Frau König, hat die gewusst, dass Sie beide zusammen sind?
13:49Sie hat immer so getan, als wüsste es nicht.
13:51Aber es war ja nur recht.
13:53Sie hat wenigstens gewusst, was ich immer so treibe.
13:55Obwohl sie mir den Besuch am Hof verboten hat und den Kontakt zum Feier.
13:59Ja, offensichtlich wollte sie sich bei der Firmenfeier auch nicht dabei haben, nicht?
14:03Ich hätte es wissen müssen.
14:04Sie konnte mir einfach nicht verzeihen.
14:06Ich habe mir gedacht, nach 20 Jahren, immerhin war es früher dem Eberhard zu unternehmen.
14:11Aber der Leo, sie ist ein ganzer Braver.
14:15Der hat sich immer viel mehr hergesetzt bei ihr.
14:17Entschuldigen Sie, wenn ich das so frage, aber was hat Ihnen denn die Königin nicht verzeihen können?
14:24Der Eberhard hat getrunken.
14:26Ah, früher.
14:28Naja, sie hat mir das Geschäft aus der Hand nehmen müssen, sonst hätte ich es versopfen.
14:32Sie hat den Konkurs abgewendet, die Schulden bezahlt und der Firma einen neuen Namen gegeben.
14:38Damit nichts mehr von dem Dreck übrig bleibt, den du uns hinterlassen hast.
14:43Sie war schon sehr hart.
14:45Naja, auf der anderen Seite schaut das Geschäft aus.
14:4814 Räser, restaurierte Kutschen, schwarze Zollen.
14:52Das haben wir alles der guten Sissi zu verdanken.
14:54Ja, und jetzt gehört der Betrieb wieder Ihnen, nicht?
14:57Hm.
14:58Was mich zu der Frage bringt, wo waren denn eigentlich Sie beide gestern in der Nacht zwischen eins und drei?
15:05Ja, also ich bin nach Hause nach dem Gach.
15:09Mhm.
15:09Und Sie?
15:10Ich war bis zum Ende auf der Feier, ich habe abgerechnet und dann bin ich nach Hause zu mir.
15:16Da war es vielleicht eins, halb zwei.
15:19Gibt es da Zeugen?
15:22Entschuldigen Sie.
15:23Ja, Franny?
15:27Ja gut, okay, ich bin am Weg.
15:29Danke dir.
15:30Sagen Sie, Ihre Ex-Frau, Frau, haben Sie gewusst, dass die gespielt hat?
15:35Ja.
15:36Damit hat sie das Geschäft gerettet.
15:38Ah, und wie schaut es da bei Ihrem Sohn aus?
15:40Der Leo spielt nicht.
15:42Niemals.
15:43Das hätte die Sissi nie erlaubt.
15:49Tommi, mach auf, ich bin's.
15:54Die Polizei war im Hof.
15:56Und?
15:56Die Verdächtigen den Leo, du musst was tun.
15:59Komm mal rein.
16:05Entschuldige, aber ich kann ja nichts dafür, wenn ich noch arbeiten muss.
16:08Was gibt's denn so Wichtiges?
16:09Wie lange brauchst du noch?
16:10Du, was weiß ich.
16:12Fangt einfach ohne mich mit dem Essen an, okay?
16:13Er beeilt sich halt.
16:15Ja, gut, bis dann.
16:18Ja, sie braucht noch ein bisschen.
16:20Ich hoffe, ihr seid nicht am Verhungern.
16:22Nein.
16:28Brauchen wir noch?
16:29Nein, danke für mich nicht.
16:30Also wenn es noch lang so weitergeht, dann dreh ich durch, wirklich.
16:33Was machen wir da?
16:35Schau, im Hotel hat den Kratky keiner gesehen.
16:37Auch nicht in der Bar, in der er angeblich war mit dieser Jenny Jennifer.
16:40Aber er hat ja auch noch erzählt, dass er in einem Spielsalon war.
16:43Und da habe ich mir diesen Bon vom Tatort, den uns die Flora gebracht hat, noch einmal
16:48angeschaut und festgestellt, dass er genau von diesem Spielsalon ist.
16:51Na, was für ein Glücksfall.
16:54Ja.
16:56Du oder ich?
16:58Ich glaube, du hast mehr Glück.
17:07Guten Abend.
17:08Guten Abend.
17:09Guten Abend.
17:12Bitteschön, was kann ich für Sie tun?
17:14Ich bräuchte eine Wertkarte für mein Handy.
17:16Keine Kartenkarte.
17:17Die Maschine ist kaputt.
17:17Okay.
17:19Ist nicht so tragisch.
17:36Alles legal.
17:37Mhm.
17:43Bitteschön, kannst du loslegen.
17:44Viel Spaß.
17:45Danke.
17:46Ah, ah, ah.
17:47Danke.
17:49Ist der übrigens von da?
17:51Weiß ich nicht.
17:53Na, es steht aber drauf, oder?
17:57Jetzt muss ich sagen, tut mir leid, keine Brille.
18:00Ah, ja, verstehe.
18:02Und der hier, war der gestern da?
18:04Und jetzt sagen Sie bitte nicht, Sie wissen es nicht.
18:06Der hat 200 Euro verspielt.
18:08War er allein?
18:09Man spielt am besten alleine.
18:11War sicher keine Frau dabei?
18:13Allein ist allein.
18:14Wie lange war er denn da?
18:16Circa eine Stunde.
18:19Hey.
18:21Ihr habt gewonnen.
18:23Ihr habt 20 Euro gewonnen, unglaublich.
18:26Der wollte uns loswerden.
18:28Du kannst denn auch jede Freude verderben.
18:30Naja, weil es wahr ist.
18:32Scheiße.
18:33Was ist?
18:34Ich muss jetzt wirklich nach Haus.
18:36Und dann fahr.
18:37Okay, ciao.
18:39Gratuliere.
18:41Danke.
18:42Ciao.
18:58Bitte, ich muss so Gitterkattungen machen.
19:01Gitterbombe.
19:02Entschuldigt bitte.
19:03Angelika, na endlich.
19:05Hallo.
19:05Hey.
19:06Hallo.
19:07Na?
19:12Na?
19:24Und, willst du mir das jetzt erklären?
19:26Na ja, der Jan hat sie mitgebracht, was hätte ich denn machen sollen?
19:29Na ja, rausschmeißen vielleicht.
19:31Und in Jahren gleich dazu, oder was?
19:32Ja, wenn es sein muss, ja.
19:33Nein, das mache ich bestimmt nicht.
19:35Außerdem haben wir so die Situation besser im Blick.
19:38Besser im Blick, besser im Blick, ich brauche nichts besser im Blick haben, ich weiß ganz
19:41genau, wer oder was diese Frau ist.
19:42Pass auf, du könntest dich ein bisschen zusammenreißen, schon allein wegen dem Jan.
19:47Ich soll mich zusammenreißen, ja?
19:48Ich soll mich zusammenreißen?
19:50Sag mal, spinnst du?
19:51Die Frau hat unserem Sohn einen Mörder gemacht.
19:54Stefan, einen Mörder.
19:55Ich will die nicht in meinem Haus haben.
19:57In unserem Haus.
19:58Und abgesehen davon, vielleicht solltest du nicht so viel trinken.
20:02Ich trinke so viel ich will.
20:04Und überhaupt, was ist mit meiner Leiche?
20:06Was für eine Leiche?
20:07Die Fiakerkönigin.
20:08Na ja, da bin ich noch nicht dazugekommen.
20:12Ach so, warum denn nicht?
20:12Weil du hier einen auf Heiler Familie spielen musst, ja?
20:15Ja Gott, noch einmal, weil es in Wien vielleicht auch noch andere Todesfälle gibt.
20:19Und verdammt noch einmal, warum muss das alles immer nach deinem Kopf gehen?
20:22Stefan, das geht so nicht.
20:23Verstehst du das nicht?
20:24Wir können das so nicht machen.
20:26Wir können die nicht in unser Haus lassen.
20:28Die Frau ist böse.
20:29Wirklich böse.
20:31Pass auf.
20:32Ich würde sagen, du gehst jetzt schlafen und wir reden morgen drüber, wenn du wieder
20:36ein bisschen klarer bist im Kopf.
20:38Hm?
20:41Vater, du bist ein Arschloch.
20:49Angelika!
20:56Was ist los?
21:00Die Mama muss nur einmal ins Berg.
21:03Das kennen wir eh.
21:07Ist es okay, wenn die Anna heute da schläft?
21:12Bist du sicher?
21:13Ich meine, ob das gescheit ist?
21:16Die Ermittlungen gegen sie laufen immer noch und du bist auch noch nicht wirklich aus dem Schneider.
21:21Papa, wir können's haben.
21:23Dann müsst ihr euch gewöhnen.
21:34Oh, ich muss nicht.
21:40Amen?
21:45Ah!
21:50Neues!
21:52Oh!
21:53Oh!
21:53Oh!
21:54Oh!
21:54Oh!
21:54Oh!
21:54Die sind die Schmerzenheil.
21:54Die sind die 12 Jahre
22:18Gut, brav.
22:36Hallo.
22:37Morgen, Joe.
22:38Ich bin's, der Leo.
22:40Servus, was gibt's?
22:41Ich wollte dich fragen, ob du vorbeikommen könntest im Büro.
22:43Da sind so viele Rechnungen und Papiere.
22:45Ich hab da nicht ganz den Überblick.
22:48Warte mal, in einer Stunde könnte ich bei dir sein.
22:51Super, danke.
22:51Okay.
22:52Okay, bis später.
22:53Danke.
22:54Tschau.
22:55Servus, Leo.
22:58Tomi.
22:59Hallo.
23:00Gut, dass du da bist.
23:01Es tut mir viel leid, Leo.
23:03Warum rufst du nicht zurück?
23:06Sobald ich deine Nachricht bekommen hab, bin ich losgefahren.
23:11Ich weiß wirklich, was ich tun soll.
23:14Das Büro und das Begräbnis.
23:16Wie das jetzt weitergeht mit den Pferden und unserem Plan.
23:19Ja, komm, jetzt beholt dich erst einmal.
23:21Gehen wir zum Carlo auf einen Kaffee.
23:23Du musst der Polizei von der Frau am Bahnhof sein.
23:25Die glauben mir nicht.
23:26Och, keine Sorge.
23:27Aber jetzt erst einmal außer da.
23:29Ich glaub, dann musst du wirklich überlegen, ob du das so weitermachen willst.
23:34Du, ich hab ein super Grundstück für uns gefunden.
23:36Mit 100 Meter eigenem Strand.
23:38Super, oder?
23:39Das wär doch perfekt für unseren eigenen Bootsverleih.
23:42Du, ich hab echt gerade andere Sorgen.
23:46Na geh.
23:47Ich muss dir nicht auf andere Gedanken bringen, oder?
23:57Morgen.
23:58Morgen.
24:00Du schaust aus, als könntest du ein Espresso brauchen.
24:03Einen.
24:04Einen zehnfachen mindestens.
24:05Gern.
24:07Morgen.
24:08Oh, Kemal.
24:09Morgen.
24:09Dich hab ich schon vermisst.
24:11Ja?
24:11Ja.
24:12Also, euer Opfer hat am Abend vor ihrem Tod drei Anrufe gehabt.
24:16Einen um kurz nach acht, einen um halb zehn und einen um zehn.
24:20Okay.
24:20Alle von einem Gerald Schranz.
24:22Im dritten hat er dann auf die Mailbox gesprochen.
24:25Schranz hier.
24:26Morgen gehen Sie nicht ans Telefon.
24:27Wir müssen reden.
24:29Dringend.
24:30Rufen Sie mich an.
24:31Egal wann.
24:32Sie hat ihn um 12.36 Uhr zurückgerufen.
24:35Also nachdem sie aus dem Casino raus ist.
24:37Na und wer ist der Gerald Schranz?
24:38Der betreibt einige Handyshops und Internetcafés.
24:41Drei von seinen Geschäftslokalen hat er von der Sisse König gemietet.
24:44Lass mich raten.
24:44Eins davon ist im Elften.
24:46Ja?
24:46Woher weißt du das?
24:48Sollen wir ihn herbestellen?
24:49Ja.
24:49Was ist eigentlich mit dem Freund, den der Kratki zum Bahnhof begleitet hat?
24:53Tomislav Milovic.
24:54Ja.
24:54Sein Handy ist aus seit gestern kurz nach zehn.
24:57Letzter Login war in Wien.
24:58Müsste dich zu Lex in Kroatien sein?
25:01Ich check das.
25:04Morgen.
25:05Hey.
25:06Servus, Stefan.
25:08Der Obduktionsbericht von der Fiaker Königin.
25:11Zeig einmal her, bitte.
25:14Danke dir.
25:15Kriege ich meinen zehnfachen?
25:17Sofort.
25:18Danke.
25:22Na, du bist aber heute früh aufgestanden, hm?
25:25Ja, und ich frag mich, wo du heute übernachtet hast.
25:30Irgendwas Ungewöhnliches?
25:33Die tun über das Sturz und nicht das Würgen.
25:36Mhm.
25:36Also ein Unfall.
25:38Ja, sie hat außer am Hals noch zahlreiche Hämatome an den Armen gehabt.
25:43Er muss also sehr fest zugepackt haben.
25:46Und vielleicht hat er sie gestoßen, dass sie da bei der Treppe gestolpert ist.
25:49Mhm.
25:50Erhöhter Alkoholspiegel.
25:54Können wir reden wie zwei vernünftige Menschen?
25:56Ich wüsste nicht worüber.
26:00Angelika, wenn wir sie nicht akzeptieren, dann ist der Jan weg.
26:03Ja, dann red mit ihm und mach ihm klar, dass sie ganz, ganz schlecht ist für ihn.
26:07Möste, der Jan hört mir zu?
26:09Das war deine Idee mit dem Haus.
26:11Schau, wir machen das doch alles nur, damit er uns zuhört, oder?
26:17Ja.
26:18Ich versuch's.
26:20Ich werd das versuchen.
26:32Hallo?
26:34Ist alles in Ordnung mit dir?
26:36Das war wirklich die beschissenste Idee von mir, dass ich mich auf dieses Hausprojekt eingelassen
26:41hab.
26:43Na, dann hör auf damit.
26:45Na, was sag ich dem Jan?
26:47Dass ich's nicht aushalt, wenn ich ihn seh?
26:50Dass ich nicht zuschauen kann?
26:51Ja, aber was soll's sonst machen?
26:54Ja, eh.
26:56Gestern hat er die Moser mit nach Hause gebracht.
26:59Wie bitte?
27:00Nach Hause?
27:00Zu euch?
27:01Ja, zu uns, in dieses beschissene Haus.
27:03Sitze da, im Garten, am Tisch mit der Familie, isst dein Steak, als ob's das Normalste
27:08der Welt wär.
27:09Dann schmeiß sie raus.
27:12Aber dann geht der Jan auch?
27:14Nein.
27:15Der Jan wird nicht gehen.
27:17Der ist nicht blöd.
27:18Der weiß ganz genau, was für ihn auf dem Spiel steht.
27:21Weißt du, der Jan, der redet nicht mit uns.
27:24Der Stefan, der kommt damit irgendwie besser klar.
27:27Aber ich, ich will so gern verstehen, warum er das gemacht hat.
27:31Franzi, weißt du warum?
27:32Ja.
27:33Warum hat er das gemacht?
27:37Entschuldige bitte.
27:38Nein, nein, kein Problem.
27:39Das ist nur irgendwie so eine komische Allergie.
27:41Ganz blöd, so ein Staub oder so.
27:43Was gibt's denn?
27:45Ähm, ja, wegen dem Tommi Milowitsch.
27:48Ja.
27:48Ich hab mit seinem Bruder in Zagreb geredet.
27:51Er ist bis jetzt nicht bei der Familie auftaucht.
27:54Er hat aber ein SMS an seine Mutter geschickt.
27:56Gut.
27:56Danke.
27:58Danke, Kemal.
28:05Oh, mein Zehnfacher.
28:06Den kann ich jetzt gut brauchen.
28:25Ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich dir einen neuen Schlüssel gegeben habe.
28:31Magst du was trinken?
28:33Du hast noch immer nichts Gefühl, ich könnte irgendwie sauerhaftig sein.
28:36Warum?
28:37Vielleicht sogar böse oder wütend.
28:39Du wirst mich nicht noch einmal schlagen.
28:41Natürlich nicht.
28:43Das könnte man dann ja sehen.
28:44Deinem Gesicht.
28:46Wenn du zur Polizei gehst.
28:50Aber du wirst nicht zur Polizei gehen.
28:55War's das?
28:57Ich will wissen, warum mein Sohn hat sterben müssen.
29:01Wie kommst du drauf, dass ich das weiß?
29:03Du Scheiße, da lag ich ja völlig falsch an, mein Schatz.
29:06Ich weiß, was in der Halle passiert ist.
29:08Und ich weiß, dass du den Jan schnell aufgestachelt hast.
29:11Was willst du dann noch von mir?
29:13Ich will es hören.
29:15Von dir hören.
29:16Wie es gewesen ist.
29:18Wie der Nico gestorben ist.
29:20Was?
29:25Und dass er es dann wahr sein wird.
29:32Hat er nicht gesagt, der kommt um vier?
29:33Wie der Fieri?
29:36Wie der Fieri?
29:37Ach Gott, nein.
29:38Geh mal rein.
29:40Wenn Sie Hilfe brauchen?
29:42Na, danke.
29:42Wir überlegen noch.
29:44Hell muss er sein.
29:45Findest du nicht?
29:48Eiche.
29:49Eiche, vielleicht Eiche.
29:49Eichen haben mir immer sehr gut gefallen.
29:51Früher.
29:53Sorry.
29:55Ich hab schon was ausgesagt.
29:57Haben wir nicht gesagt, Fieri.
29:59Der schaut doch gut aus, oder?
30:02Na ja, deine Mutter wollte eigentlich immer ein bisschen was Eleganteres.
30:05Ich will jetzt nicht über sie reden.
30:07Was ist mit dem?
30:08Pappel.
30:09Eine sehr gute Wahl.
30:10Ist der nicht sehr teuer?
30:12Ah, apropos Geld.
30:14Was machen wir denn jetzt mit den Fiackeln?
30:18Was heißt, was machen wir jetzt mit den Fiackeln?
30:21Ich hab mir gedacht, was hältst du davon, wenn wir alles verkaufen?
30:24Sag einmal, deine Mutter ist noch nicht einmal unter der Erde und du redest...
30:27Du hast dich ja 20 Jahre nicht fürs Geschäft interessiert.
30:29Das ist überhaupt nicht wahr.
30:31Jetzt schieb nicht wieder alles meiner Mutter in die Schuhe.
30:32Dein Vater...
30:33Ich möge überhaupt nichts deiner Mutter in die Schuhe.
30:35Sie wollte nicht, dass ich mitarbeite und sie wollte auch nicht, dass wir miteinander Kontakt haben.
30:39Sie war wirklich unversöhnlich.
30:41Das ist ja rührend, ihr zwei.
30:43Jetzt seid ihr zu deiner Ewigkeit zusammen und jetzt könnt ihr auch noch ihr Geschäft übernehmen.
30:47Habt ihr drauf gewartet, oder?
30:48Du kannst mir übrigens gern meine Hälfte abkaufen.
30:51Ich hab kein Geld.
30:52Dann besorg dir eins.
30:54Vielleicht gehst du mal was arbeiten.
30:55Leo.
30:56Sag einmal, spinnst du?
30:57Das ist ja wahr, jetzt ist immer nur leicht gemacht.
30:59Habst du da was drunken?
31:00Ja sehr.
31:01Jetzt grad nicht leicht.
31:03Deswegen braucht ihr nicht schon am Vormittag saufen.
31:18Wenn du in der Natur kommst, dann brwu ich das.
31:19Hat die Drei.
31:28Wenn du da war, sagst du.
31:44Was machen Sie da?
31:46Ich möchte mit Ihnen reden.
31:47So schaut das aber nicht aus.
31:49Sie haben ein Problem, Herr Gratke. Sie haben kein Alibi für die Tatzeit.
31:53Ich war im Blue Inn beim Prater. Das habe ich Ihrem Kollegen aufgeschrieben.
31:58Ja, nur leider kann sich dort niemand an Sie erinnern.
32:01Und auch nicht an die Jenny Jennifer. Ich glaube, diese Frau gibt es überhaupt nicht.
32:04Die hat sich am Bahnhof zu uns gesetzt. Frank St. Tommi, der war dabei.
32:07Ja, das würde man so gern, aber der ruft uns nicht zurück.
32:10Wahrscheinlich, weil er total fertig ist. Er ist die ganze Nacht durchgefahren, nachdem er meine Nachrichten abgehört hat.
32:16Sagen Sie, kennen Sie eigentlich einen Gerald Schranz?
32:18Ja, nein, nicht wirklich. Er hat ein paar Lokale von meiner Mutter gemietet.
32:22Die hat ihre Mutter nämlich dreimal angerufen am Abend ihres Todes. Haben Sie eine Ahnung warum?
32:28Nein.
32:29Ihre Mutter hat übrigens über 50.000 Euro am Konto.
32:33Das höre ich heute zum ersten Mal.
32:35Ah ja. Sie hingegen haben ein sattes Minus am Konto. Und Sie spielen. Unter anderem beim Gerald Schranz.
32:43Ich weiß nicht, was Sie das angeht.
32:45Na komm, das ist aber wirklich nicht so schwer, oder? Es ist ein Motiv und deswegen geht es mich sehr
32:50wohl was an.
32:51So, den Ordner nehme ich mit.
32:52Machen Sie, was ich will, ich muss wie so zum Standplatz.
32:55Ah, ah, ah, ah, ah. Sie fahren heute nirgendwo hin. Außer natürlich mit mir aufs Kommissariat. Sind Sie fertig? Ja?
33:02Gut, dann gehen wir.
33:08Das Bier gleich ins Resto. Die Rose zeigt euch, wo. Das war es erst einmal dort.
33:13Wohin?
33:13Ins Lager.
33:14Alles klar, liebe Frau.
33:16Na, aber siehs. Brauchst du eine extra Einladung?
33:19Sag mal zuerst, was du machen wirst.
33:21Kein nix würde ich machen.
33:23Gerald, bitte. Wieso kann die Rose nicht einfach aussagen?
33:25Und, was stand?
33:27Na ja, so wie das jetzt ist, das läuft ja alles komplett falsch. Ich meine, dass Sie den Leo verdächtigen.
33:31Ich finde, das läuft total richtig.
33:33Aber der Leo, wieso kann die Rose nicht einfach sagen, dass sie in der Nacht mit einem zusammen war?
33:37Und dann? Willst du dann den Hauptverdächtigen spielen?
33:42Geht's Haus, Tommy.
33:43Kümmert dich drum, dass der Leo die Kündigung zurücknimmt. Und zwar schriftlich.
33:47Aber wie sie das macht.
33:48Hey, hau an, bevor ich mir's anders überleg.
33:51Und was ist mit meinem Geld?
33:52Pass auf, dass du am Leben bleibst.
34:06Du, der Kemal hat grad angerufen.
34:08Mhm.
34:08Die SMS vom Tommy Willowitsch an seine Familie ist mit Sicherheit aus Wien abgeschickt worden.
34:14In der Tatnacht um kurz nach halb zwölf. Von einem nicht registrierten Handy.
34:19Da sollte der doch schon längst im Zug nach Zagreb sitzen.
34:21Ja, der Kemal checkt eh grad die Aufnahmen vom Hauptbahnhof.
34:24Der Gratke Junior hat ja gesagt, dass der Tommy erst seit heute früh wieder in Wien ist.
34:28Mhm.
34:28Leider hat er's noch nicht für nötig befunden, sich bei uns zu melden.
34:31Na, dann schick mir meine Streife vorbei mit einer persönlichen Einladung.
34:35Ja, das ist gut. Mach das. Und wir nehmen uns in der Zwischenzeit den Schrantz vor.
34:38Schrantz, das ist einer von den Mietern von der König, gell?
34:41Ja, ganz genau. Sie hat sich mit ihm angelegt wegen illegalem Glücksspiel. Das ist von der Finanzbehörde.
34:45Mhm.
34:45Es hat mit einem Lokal begonnen, das hat er von ihr gemietet und dann hat er einen illegalen Spielsalon drinnen
34:49eröffnet.
34:50Was der König sicher nicht recht war.
34:52Nein, ganz und gar nicht. Vor drei Monaten bei einer Razzia, da haben sie ihm so zehn Automaten beschlagnahmt,
34:56hat sie ihm dann mit der fristlosen Kündigung gedroht. Und die Drogen hat sie jetzt wahrgemacht.
35:01Interessant ist aber, dass der Gratke Junior in der Mordnacht genau in einem von seinen Lokalen gespielt hat.
35:07Das ist wirklich interessant.
35:08Mhm.
35:10Ihr habt Schulden, das stimmt schon. Bei der Bank und beim Schrantz. Über 9000.
35:15Und der Schrantz wollte sie meiner Mutter dazu bringen, seine Verträge zu verlängern.
35:18Sie hätte ihnen ja auch das Geld geben können.
35:20Sie hat meine Mutter nicht gekannt. Die hat mich so sauer gemacht, wenn ich das erfahren hätte.
35:24Ich hätte sie niemals danach gefragt.
35:25Na ja, darum haben sie sich dann eben abgenommen, ne? Was?
35:29Na ja, ihre Mutter hat am Abend ihres Todes 10.000 Euro bei sich gehabt.
35:33Und Leute sind schon für weniger umgebracht worden.
35:35Gut, aber jetzt ist die Mutter.
35:37Ich hab meine Mutter nicht umgebracht.
35:40Meine Mutter war furchtbar. Ja, okay, sie war hart, aber sie war meine Mutter.
35:47Grüß Sie.
35:49Ich habe die Ehre.
35:50Chefinspektorin Schneidl.
35:51Chefinspektor Franitschek.
35:52Zu viel Ehre habe ich ja gar nicht gerechnet.
35:55Zum Wohl.
35:57Danke.
35:58So.
35:58Was ist das?
35:59Das ist von den Kollegen von der Finanzpolizei.
36:02Einen schönen Gruß soll ich Ihnen ausrichten.
36:03Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Sie wieder erwischen.
36:06Ich hab aber niemanden umgebracht.
36:08Aber es ist schlecht fürs Geschäft, wenn dauernd eine Streife vor Ihren Spielsalons steht, oder?
36:12Was wollen Sie von mir?
36:14So ein Automat spielt pro Monat 10.000 Euro ein, haben uns die Kollegen verraten.
36:19Wenn das wirklich so war, war ich schon längst auf die Bahamas.
36:22War ein harter Schlag für Sie, dass Sie denn die Frau König die Geschäftsräume gekündigt hat, oder?
36:26Sie war eben eine impulsive Person, die liebe Sissi, aber wir hätten uns schon wieder geeinigt.
36:3010.000 Euro pro Automat sind aber ein ziemliches Motiv, Herr Schranz.
36:36Die Geschäftspartner, also die, die Ihnen die Geräte liefern, die sind sicher nicht zimperlich.
36:41Also ich stelle mir das so vor, die setzen Sie unter Druck und Sie setzen dann die Frau König unter
36:45Druck.
36:46Die Sissi war, wie soll ich mir sagen, ich hab ihr wirklich eine gute Miete gezahlt für Ihre angrenzten Lokale.
36:52Und Sie?
36:54Naja, jetzt wo sie tot ist, können Sie direkt mit Ihrem Sohn verhandeln.
36:57Das dürfte Ihnen beidaus leichter fallen, oder?
36:59Hören Sie, bis vor kurzem hab ich nicht einmal gewusst, dass sie tot ist.
37:01Sie waren aber der Letzte, der mit ihr Kontakt gehabt hat.
37:04Ja, wenn Sie mich mitten in der Nacht anruft, ein bisschen antudelt was auch, wenn Sie mich fragen.
37:08Und wahrscheinlich ist dann mit dem Falschen mitgegangen.
37:11Sie haben sich nicht zufällig noch mit ihr getroffen, oder?
37:14Doch nicht mitten in der Nacht. Außerdem hab ich ja ein Alibi für die Tatzeit.
37:19Na, schau her, ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich, äh, gesagt hab, wann die Tatzeit war.
37:23Hab ich?
37:26Nein, hab ich's nicht.
37:28Na ja, ich mein, wie ich mit ihr telefoniert hab, hat's ja noch gelebt.
37:33Das war so Viertel vor eins.
37:35Ah ja.
37:36Und ich war in einem Lokal im Zweiten.
37:39Dort bin ich auch blieben bis, äh, bis mindestens fünf in der Früh.
37:43Mhm, und da gibt's sicher jede Menge glaubwürdige Zeugen, nicht?
37:47Darauf können Sie reden.
37:48Ja.
37:56Angeblich hat er den Nachtzug um kurz vor halb elf genommen.
37:59Hm.
38:00What?
38:01Ich hab das vorhin schon probiert.
38:08Das ist die Nummer, in der das SMS und seine Familie geschickt worden ist.
38:12Hey, du solltest Inspektor werden.
38:14Na, okay.
38:15Ich kann dich doch nicht im Stich lassen.
38:18Übrigens, der Tommy hat Schulden, ne?
38:21Fünftausend Mieser bei der Bank.
38:23Danke dir.
38:25Schön, Herr Milovic, dass Sie's doch noch geschafft haben, bei uns vorbeizuschauen, hm?
38:29Ja, ich weiß aber nicht, was Sie von mir wollen.
38:31Wie war denn Ihr Kurztrip nach Kroatien?
38:33Rücken so ein Stück.
38:34Ja, vor allem kurz.
38:35Was soll die Frage?
38:36Na ja, das stelle ich mir sehr anstrengend vor.
38:38Die ganze Nacht hin, dann wieder zurück.
38:41Ja, hallo?
38:41Der Leo, dem geht's grad nicht gut und der braucht einfach meine Unterstützung.
38:44Hm, ich bin schon gespannt, wie's ihm dann geht,
38:46wenn er draufkommt, dass sein guter Freund ihn angelogen hat.
38:49Soviel zu Ihrem Alibi.
38:51Hm?
38:52Sie haben ihn überhaupt nicht verlassen.
38:53Aber wem erzähl ich das?
38:54Sie wissen das ja, hm?
38:55Wo sind's denn hin, nachdem Sie den Bahnhof verlassen haben?
38:58Sofort in die Stadt, in den elften Bezirk, in einen Spielsalon oder gleich zum Gerald Schranz?
39:01Zu wem?
39:02Könnte ich ein Handy haben, bitte?
39:03Dürfen Sie das überhaupt?
39:04Mhm.
39:06Ja, sehe aus.
39:06Da, ah, andere Tasche, anderes Handy.
39:09Wertkarte.
39:10Danke.
39:19Was anderes.
39:20Wie war das mit dieser jungen Frau, die der Leo Kratky und Sie am Bahnhof getroffen haben?
39:24Was soll mit ihr gewesen sein?
39:25Ah, aber Sie haben ihn getroffen.
39:28Ja, verdammt, aber ich hab keine Ahnung, wie sie heißt.
39:30Und wer könnte das wissen?
39:31Der Gerald Schranz vielleicht?
39:33Jetzt kommen Sie an Milowitsch, hm?
39:35Gerald Schranz, illegales Glücksspiel.
39:37Pferdewetten, hm?
39:38Spielen Sie?
39:39Jeder hat irgendwelche Wünsche, oder?
39:42Diesen Bon haben wir am Tatort gefunden.
39:44Und der ist aus einem Spielsalon vom Gerald Schranz.
39:47Ja, und was hat das mit mir zu tun?
39:48Wir glauben, dass der Täter die Frau König gar nicht umbringen wollte.
39:52Wir glauben, er wollte sie nur einschüchtern.
39:53Aber sie hat keine Angst gehabt.
39:55Ist das richtig?
39:56Sie hat sich gewehrt, der Täter hat ihm ein Heftiger zugepackt.
39:59Und irgendwann ist sie dann gestolpert und ist mit dem Kopf aufgeschlagen.
40:02Nein, war es nicht so? Wie war es denn dann?
40:05Haben Sie die 10.000 Euro in Ihrer Tasche gefunden, sind Sie gierig geworden?
40:10Herr Milowitsch, die Frau König hat ihre Schuhe verloren,
40:13wie der Täter sie zu den Mistköbeln geschleift hat.
40:16Und der Täter hat diese Schuhe aufgehoben.
40:19Und auf den Schuhen drauf sind die Fingerabdrücke vom Täter.
40:31Der Leo und ich, wir wollten unseren Traum verwirklichen.
40:34Das ist mir einfach passiert.
40:36Was ist Ihnen passiert?
40:37Ja, das ist mir einfach passiert.
40:39Aber der Schanz ist schuld.
40:41Das war alles seine Idee.
40:43Ja, natürlich.
40:44Schuld sind immer die anderen.
40:53Geh mal.
40:55So, geht's schon, ich schlafe.
40:57Guten Abend.
40:58Guten Abend.
41:00Hallo, hallo, hallo.
41:01Angelika Schnell.
41:03Und Sie sind die Frau Rosi.
41:04Rosi, hallo.
41:06Und, ist sie das?
41:08Ist das die Dame, die mit dem Leo gerade im Spielsalon war?
41:10Ja?
41:13Hallo, ob sie das ist, wollen wir von Ihnen wissen.
41:15Wollt ihr die Goschen da?
41:18Er hat gesagt, er gibt mir 500, wenn ich sage, dass der Typ allein ich war.
41:22Dann hat er mich mit 50 Euro abgespeist.
41:25Verstehe.
41:26Und Herr, ähm...
41:27Kalitsch.
41:28Genau, danke.
41:29Ist das auch die Frau, die den Wechselbohr mitgenommen hat?
41:32Der sollte unbedingt zwischen 10 und 11 Ausdruck sein müssen.
41:35Tja.
41:37Wer so schlau sein wollte, der Herr Schrantz, oder?
41:40Ihr Kibere kennt mir gar nichts.
41:41Ich hab niemanden umgebracht.
41:42Ach, Herr Schrantz, Sie haben den Herrn Milowitsch zur Erpressung angestiftet.
41:46Das reicht für eine Anzeige.
41:47Darf ich jetzt gehen?
41:49Abgesehen davon, glaube ich, hat mir die Frau Rosi auch noch ein bisschen was zu erzählen.
41:53Also vor allem, wenn ich ihr verspreche, dass ich beim Staatsanwalt ein gutes Wort für Sie einlege.
41:57Stimmt's, Frau Rosi?
42:01Ja.
42:01Na, bitte.
42:03Jetzt dürfen Sie.
42:05Dankeschön.
42:06Schönen Abend noch.
42:08Wiederschauen.
42:26Wiederschauen.
42:51Wiederschauen.
43:01Musik
43:23Eigentlich schön, wenn man so seine letzte Reise antritt.
43:27Na, ich weiß es nicht.
43:34Helft der Gott.
43:36Danke, ich werde es ihm bei Gelegenheit ausrichten.
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