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  • vor 4 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Frederik, ich bin dir nach einer Antwort schuldig.
00:04Als du mich vorhin gefragt hast, was ich von deiner und Julias Hochzeit halte.
00:10Ich wünsche euch aufrichtig alles Gute und ich freue mich für euch.
00:15Ist es wirklich das, was du denkst?
00:19Erinnerst du dich an unser Gespräch im Gefängnis?
00:22Als du mir gesagt hast, dass ich Julia immer wieder Unglück gebracht habe,
00:26sie immer wieder verletzt und zurückgewiesen habe.
00:28Ja, aber das war eine sehr angespannte...
00:30Nein, du hast völlig recht gehabt.
00:34Ich hatte meine Chance mit Julia und ich habe sie vertan.
00:38Was willst du mir eigentlich sagen?
00:40Dass du Julia nicht mehr liebst?
01:20Ich würde lügen, wenn ich sagte, ich liebe sie nicht mehr.
01:26Und obwohl du sie immer noch liebst, willst du das wie heiraten?
01:30Gerade weil ich sie liebe, wünsche ich ihr den richtigen Mann an die Seite.
01:33Und das bist du.
02:02Die Porzellankugeln aus deinem Büro?
02:05Papas Foto?
02:07Du verlässt die Manufaktur?
02:09Frag Daniel, er wird dir das erklären müssen.
02:12Hat Daniel etwa ein Machtwort gesprochen?
02:15Das tut er doch nicht so scheinheilig.
02:17Du weißt es doch schon längst.
02:18Was weiß ich schon längst?
02:20Dass Daniel mich nach 30 Jahren Dienst in der Manufaktur einfach vor die Tür gesetzt hat.
02:26Seit bloß der Holdekronprinz hat die böse Königin endlich durchschaut.
02:30Bitte, Patricia, erspar mir deine Schadenfreude.
02:33Das tut mir so leid.
02:35Warum hast du dir nichts gesagt?
02:36Ich hätte dir so gern geholfen.
02:38Beim Packen.
02:40Ich hab dir das schon mal gesagt.
02:42Freu dich nicht zu früh.
02:43Und wenn ich mich recht erinnere, hab ich gesagt, du kannst mir nicht mehr drohen.
02:48Ich hab dich einfach zu sehr verwöhnt.
02:50Das war ein Fehler.
02:52Du warst auch schon mal schlagfertiger.
02:54Aber ich verstehe natürlich, dass du nicht richtig in Form bist.
02:58Es muss wehtun, wenn der erklärte Liebling sich so offensichtlich gegen die eigene Mutter stellt.
03:15Und? Ist alles korrekt?
03:20Weiß ich nicht so genau.
03:21Aber ja, ich denke schon.
03:22Ich meine, das sind ja auch meine ersten Scheidungspapiere.
03:28Ähm, möchte jemand von euch einen Tee?
03:30Ich kann nur keine machen.
03:31Oh ja, das ist eine gute Idee.
03:37Mama, geht's dir gut?
03:40Ja, klar.
03:44Was denn?
03:45Hast du gedacht, ich breche jetzt zusammen?
03:47Ich weiß nicht.
03:49Vielleicht.
03:51Hey, freu dich doch für deine Mutter.
03:54Mach dir keine Sorgen, mein Großer.
03:56Es ist alles in Ordnung.
03:58Wirklich.
04:00Und wisst ihr was?
04:02Wir trinken keinen Tee.
04:04Wir trinken heute Sekt.
04:06Für besondere Anlässe habe ich immer ein Fläschchen kaltgestellt.
04:09Und das ist doch ein besonderer Anlass, oder nicht?
04:13Die Einstellung finde ich gut.
04:15Wenn man eine Hochzeit verhält, kann man schließlich eine Scheidung aufweihern.
04:18Ja, und vielleicht ist das in diesem Fall vielleicht sogar der bessere Grund.
04:24Hm?
04:25Kolja.
04:26Los, komm, wir stoßen an.
04:33Ey, was ist denn los?
04:36Kolja.
04:37Kolja.
05:02Sogar beim Salat machen siehst du unwiderstehlich aus.
05:06Wie machst du das eigentlich?
05:08Harte Arbeit, Willenskraft und viel, viel frische Luft.
05:12Ich meine das ehrlich.
05:13Ja, ich auch.
05:15Mach dich lieber nützlich.
05:17Wir brauchen nur Salatsauce.
05:19Eva kommt gleich mit den Kräutern aus dem Garten.
05:21Da stehen Essig und Öl und der Senf ist im Kühlschrank.
05:28Ähm, hat eigentlich Daniel mit dir gesprochen?
05:32Nein, wieso?
05:33Er war gerade vor allem in meinem Zimmer.
05:37Tja, und wieso tust du da so geheimnisvoll?
05:40Tue ich doch gar nicht.
05:41Ähm, ich wollte nur wissen, ob er dir auch schon gesagt hat, dass er aus der Villa ausziehen will.
05:46Wirklich?
05:47Daniel zieht aus.
05:48Warum?
05:49Er möchte sich verändern.
05:51Und ich glaube, dass ihm Annabelle ziemlich auf die Nerven geht.
05:54Verstehe.
05:57Ich finde es gut.
05:59Ich bewundere Daniel, dass er alles so vielstörlich angeht, seitdem er aus dem Gefängnis ist.
06:05Ist wirklich Annabelle der Grund, warum Daniel auszieht?
06:09Oder geht er wegen Frederik und mir, damit wir unsere Beziehung in Ruhe leben können?
06:16Er trägt er es nicht, uns zusammenzusehen?
06:20Schatz, hörst du mich?
06:22Ja.
06:23Welches ist der richtige Sinn für die Salatsoße?
06:27Eva nimmt immer.
06:36Wofür war der?
06:37Ach, ich hatte gerade das gefühlte Verdienst an.
06:48Du warst auch schon mal Gespräche, ja?
06:51Kann sein.
06:54Ich weiß, Väter, die einen Gespräch aufzwingen wollen, nerven total.
07:01Stimmt.
07:02Ja, aber zum Glück mache ich das ja nicht.
07:05Nee, zum Glück.
07:09Sag schon, was ist los?
07:15Ich verstehe Patricia nicht.
07:17Hat er euch gestritten?
07:18Ja, sie findet es völlig normal, dass sie Silke rausgeschmissen haben.
07:23Patricia ist eben anders aufgewachsen.
07:26Sie sieht das aus Unternehmersicht.
07:30Und was ist mit der sozialen Verantwortung?
07:32Man kann doch eine schwangere Frau nicht einfach feuern.
07:36Ich weiß, die Entscheidung war hart, aber es ist aber nicht meinetwegen, oder?
07:45Woher kommst du denn darauf?
07:47Na, ich bin auch gekündigt worden.
07:50Nein, es geht ums Prinzip.
07:53Dass bei Patricia einfach so keinsherzig ist.
07:56Nico, ich möchte nicht, dass ihr euch meinetwegen streitet.
07:59Papa, es war nicht deinetwegen.
08:01Hey, hey, hey, streitet ihr?
08:04Nein.
08:05Nein.
08:07Okay, wir gehen rein.
08:09Was ist eigentlich mit deiner Feier zum 18. Geburtstag?
08:12Wolltest du nicht mit Papa darüber reden?
08:15Nee, eigentlich nicht.
08:17Ich habe nämlich sowieso nicht vor zu feiern.
08:19Wie, du willst dein 18. Geburtstag nicht feiern?
08:22Ich glaube, das wird mir zu stressig.
08:24Einen Kaffee trinken reicht mir.
08:26Na, überleg es dir nochmal.
08:27Nicht nötig.
08:30Machen Sie sich darum mal keine Gedanken.
08:31Ich kümmere mich um die Party.
08:39Ich weiß jetzt, warum ältere Menschen oft Probleme in ihrem Beruf haben.
08:43Tatsächlich.
08:46Sie sind einfach nicht mehr flexibel genug.
08:48Nehmen wir dich mal als Beispiel.
08:50Du hast doch auch gerade deinen Job verloren.
08:53Versuch nicht, mich zu beleidigen.
08:56Das gelingt dir sowieso nicht.
08:58Ich will dich doch nicht beleidigen.
09:00Ich will dich nur an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen.
09:03Wenn mich deine Meinung interessiert, dann lasse ich es dich wissen.
09:06Ansonsten verschone mich bitte.
09:08Du hast deinen Job verloren, weil du die Zeichen der Zeit nicht erkannt hast.
09:13Und Daniel fällt offensichtlich auch nicht mehr auf deine emotionale Erpressung herein.
09:17Und anstatt deine Taktik zeigen...
09:18Ich habe alles im Griff.
09:19Warum gehst du nicht in den Garten und redest mit einem Baum?
09:22Vielleicht hört der dir zu.
09:24Unflexibel und leider auch nicht teamfähig.
09:27Zu dumm.
09:28Denn wenn ich dich daran erinnern darf,
09:30wir haben leider keine Möglichkeit, mehr Geld aus der Firma abzuziehen.
09:35Dann tu du doch endlich mal was.
09:40Vielleicht muss ich das wirklich.
10:02Ich will mich gar nicht streiten.
10:04Ach, und wieso tust du es dann?
10:06Weil das, was du sagst, einfach nicht richtig ist.
10:09Weißt du was?
10:10Ich finde es einfach cool, wie deine Mutter mit der Trennung von deinem Vater umgeht.
10:13Na und?
10:14Aber sie hat uns die ganze Zeit was vorgemacht, damit wir uns keine Sorgen machen.
10:18Hast du das nicht gemerkt?
10:19Mein Gott, ihr Männer können es echt nicht ab, wenn eine Frau mal stark ist, oder?
10:22Darum geht es doch gar nicht.
10:24Außerdem kenne ich meine Mutter viel besser als du,
10:26weil sie ist immerhin meine Mutter.
10:30Weißt du, was ich glaube?
10:31Was du ablenkst.
10:32Ach ja, und wovon?
10:34Von dir.
10:36Kann es vielleicht sein, dass du dir so viele Gedanken um Birgit machst,
10:38weil du keine Lust hast, über deine eigenen Gefühle nachzudenken?
10:41Vielen Dank für die Analyse, Frau Hobby-Diplom-Psychologin.
10:45Mann, so war das doch überhaupt nicht gemeint.
10:47Aber wie kann es sein, dass die Scheidung deiner Eltern dich so kalt lässt?
10:50Aha, bei meiner Mutter findest du es cool und bei mir ist es komisch, ja?
10:54Ja, deine Mutter hat auch lange genug getrauert, im Gegensatz zu dir.
10:57Na und, mir macht das eben nicht so viel aus.
11:02Okay, lass uns drüber reden.
11:15Und jetzt?
11:18Jetzt nehmen wir uns in den Arm und vertragen uns wieder.
11:22Okay?
11:24Ach, Mann, was ist denn los?
11:27Ich hab früher überhaupt nicht mitbekommen, dass meine Eltern sich nicht verstanden haben.
11:32Und jetzt fühle ich mich irgendwie betrogen.
11:35So, als hätten sie mir die ganze Zeit was vorgelogen.
11:38Verstehst du das?
11:40Ja, das verstehe ich.
11:42Und trotzdem glaube ich, dass meine Mutter vorhin, dass sie vorhin nicht so gut drauf war.
11:48Sie hat nur so getan.
11:53Okay, an dem Punkt könntest du vielleicht recht haben.
12:01Hm.
12:03Hm.
12:07Hm.
12:38Schade.
12:40Hm.
12:45Hm.
13:15Untertitelung des ZDF, 2020
13:30Daniel, was machst du denn hier?
13:32Kathi, ich wollte eine Kleinigkeit aus dem Kühlschrank.
13:37Das ist mir jetzt peinlich, wenn ich gewusst hätte, dass noch jemand wach ist.
13:40Dann hätte ich mir was angezogen.
13:43Müsstest du meinen Bademantel haben?
13:45Gerne.
13:53Jetzt mache ich die Umstände, dabei wollte ich mir nur ein Glas Wasser holen.
13:55Nein, nein, setz dich ruhig, ich gieße uns was ein.
14:05Ich liebe dieses große Haus, das nachts plötzlich ganz still ist.
14:09Das ist fast wie verzaubert.
14:11Ja, obwohl als Kind habe ich mich davor gefürchtet.
14:15Ich war nicht daran gehundert, nachts aufzustehen und von Eva's Schokoladenpudding zu naschen.
14:19Und dabei musste ich immer aufpassen, dass ich nicht auf die siebte Stufe der Wohnzimmertreppe trete.
14:24Die hat nämlich geknarzt.
14:26Täusche ich mich oder war da eben ein bisschen Wehmut dabei?
14:31Kann sein.
14:33Es wäre schön, wieder ein Kind zu sein, oder?
14:37Ich weiß nicht.
14:38Na klar.
14:39Völlig frei von Verantwortung.
14:41Ganz unbelastet ins Leben starten.
14:45Ohne Fehler zu machen.
14:47Ja, natürlich.
14:48Sonst würde es ja keinen Spaß machen.
14:52Wenn ich meine Fehler vermeiden könnte, dann würde ich es tun.
14:55Oh.
14:57Da scheint jemand ganz schön daneben gehauen zu haben.
15:01Aber genug von den alten Fehlern.
15:03Wie wäre es mit ein paar neuen?
15:07Du meinst...
15:08Ja, nicht das, was du jetzt meinst.
15:09Ich rede von Evas Schokoladenpudding.
15:12Oder glaubst du, eine Frau geht nachts in die Küche, weil sie ein Glas Wasser trinken will?
15:17Ich rede von Evas Schokoladenpudding.
15:56Na Eva, alles erledigt.
15:58Der Blumenkübel steht an seinem Wornherz.
16:01Und das Teil war wirklich scheißschwer, also.
16:04Oh, entschuldigen Sie vielmals.
16:06Darf ich euch als Dankeschön zu einem Frühstück einladen?
16:09Klar.
16:10Wir haben jetzt echt leider keine Zeit.
16:12Wieso, was gibt es denn Wichtiges?
16:14Meine liebe kleine Schwester will ihren Geburtstag nicht feiern.
16:17Jetzt müssen wir ran.
16:19Stichwort Überraschungsparty.
16:20Sie will nicht feiern.
16:21Ist doch aber ihr 18.
16:25Ja, aber das kostet eine Menge Kohle und mein Vater hat jetzt echt keinen Job.
16:30Das ist sehr rüchtig, Frau Schöne.
16:33Was uns aber die Möglichkeit gibt, ihr eine Überraschungsparty zu organisieren, die sie so schnell nicht vergessen wird.
16:41Eva?
16:42Hast du Orangensaft im Haus?
16:44Frisch gepressten, meine ich?
16:46Steht auf dem Tisch.
16:52Und jetzt ab in den See.
16:55Das nenne ich ein Frühstück.
17:00Was ist los, Jungs?
17:01Nichts zu tun?
17:07Hast du gesagt, wie sie mich angeguckt hat?
17:10Ich glaube, sie will was von mir.
17:13Jungs, was ist denn nun mit euren Erledigungen?
17:16Frau Landmann hat recht.
17:17Wir müssen dringend los.
17:19Vielleicht sollten wir lieber in einen Geschwinn gehen, hä?
17:46Guck mal, Birgit.
17:47Hab dich eben gar nicht gesehen.
17:49Sitzt du schon lange hier?
17:51Nee, ja.
17:54Dann ist alles in Ordnung.
17:55Bist du völlig durchgefroren.
17:57Oh, ja, aber der Sonnenaufgang, der hat mich für alles entschädigt.
18:03Ja.
18:05Danke.
18:06Ist irgendwie ein besonderer Grund?
18:09Dafür, dass ich mich wie so ein Teenager benehme und hier fast in Kältetod sterbe.
18:13Ja, so ungefähr.
18:14Ja, den Grund gibt es.
18:16Ich habe heute Nacht gedacht, mich rettet nur noch ein Sonnenaufgang.
18:19Und?
18:20Hat es funktioniert?
18:22Einermaßen.
18:24Obwohl, die Jacke ist auch ganz gut.
18:28Und ich, äh, habe heute Nacht meine Scheidungspapiere unterschrieben.
18:35Verstehe.
18:38Das tut weh, hm?
18:41Ja, tut weh.
18:44Und irgendwie erleichtert es auch beides.
18:50Für mich hat es sich damals hauptsächlich wie eine große Niederlage angefühlt.
18:55Ist es doch auch, oder?
18:57Keine Ahnung.
18:58Vielleicht schon.
19:00Allerdings haben ihn und ich auch zu einer Zeit geheiratet, als wir beide wohl noch gar
19:05keine Ahnung davon hatten, was es heißt, eine Beziehung zu führen.
19:09Ja, man hätte irgendwie gedacht, es reicht, verliebt zu sein.
19:13Und da wachst du nach ein paar Jahren auf und stellst fest, dass dich mit dem Menschen,
19:18mit dem du zusammenlebst, gar nicht mehr verbindet als ein Bausparvertrag.
19:25Und die Kinder.
19:26Und die Kinder natürlich.
19:29Sag mal, glaubst du, dass man im Alter klüger wird?
19:35Also, wenn ich mich so betrachte, meine Beziehung zu Jules Mutter war eine Katastrophe.
19:41Ich bin arbeitslos und die Kinder werden langsam flüge.
19:45Also, es sieht nicht so aus, als ob man viel klüger werden würde.
19:51Aber ich finde, im Alter macht man sich nicht mehr so viel vor.
19:54Insofern, das Erkenntnis doch der erste Schritt zur Besuchung, oder?
19:59Tja, hoffen wir es.
20:02Spiegelei, Weitze, bitte zu braten.
20:04Oh ja, sehr gerne.
20:09Ist doch eigentlich ganz schön.
20:11Was meinst du?
20:14Na ja, dass wir jetzt richtig viel Zeit haben, gemeinsam zu frühstücken.
20:19Ja, richtig.
20:22Wir lassen uns einfach nicht mehr um.
20:28In dieser scheiß Schlumpfküche kann man doch nicht mal richtig kochen hier.
20:32Jetzt reg dich doch nicht so auf, du machst mir ja Angst.
20:41Ich mach mir einfach nur Sorgen.
20:43Jetzt haben wir nicht mal mehr Geld, um uns eine neue Küche zu kaufen.
20:54Entschuldige, Säge, das war mir so gemeint.
20:57Wir schaffen das auch so, okay?
21:01Komm.
21:12Das wäre eigentlich unser Hochzeitsfrühstück gewesen.
21:17Ja, Mann, das ist doch beiden klar, das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um zu heiraten, oder?
21:27Ja, klar.
21:29Hör zu, ich bekomme bald wieder einen Job und dann holen wir das nach.
21:33Das verspreche ich dir.
21:36Willst du nicht doch noch mal zu Frederik gehen?
21:38Nein, das geht nicht.
21:40So wie wir auseinandergegangen sind.
21:43Aber, hör mal, vielleicht stellt er dich ja wieder ein.
21:46Er ist doch eigentlich ganz umgänglich.
21:49Wie kannst du das sagen, nachdem er dich gekündigt hat?
21:52Obwohl du schwanger bist.
21:56Na ja, aber, weißt du, es wäre schon sehr wichtig, dass wenigstens einer von uns einen Job hat.
22:03Aber wenn du nicht willst, klar, wir schaffen das auch so.
22:12Ich muss dann los.
22:14Bleibst du, wenn Termine um zwölf Uhr im Standes sind?
22:17Ja, klar, war ja auch so abgemacht.
22:20Ihr wollt doch nicht etwa heimlich heiraten.
22:23Ach, nein.
22:24Wir suchen nur einen Termin in den nächsten Wochen.
22:28Ich hab das zwar so noch hier gesagt, aber ich wünsch euch beiden wirklich alles Gute.
22:32Danke, Daniel.
22:33Ich verspreche euch, dass wir für euch hier in der Wille ein rauschendes Fest ausrichten werden, nicht wahr, Eva?
22:39Ja, natürlich.
22:41Ein liebend Herz, ein trautes Heim soll immer euch beschieden sein.
22:49So viele, wie wir wünsche.
22:51Was für ein schöner Hochzeitspruch.
22:54Geschmackvoll.
22:55Ich passe mich nur hier dem allgemeinen Niveau an.
22:59Ich wünsche euch jedenfalls auch viel Glück.
23:02Das ist sehr nett.
23:03Aber es ist ja noch gar nicht so weit.
23:05Wir suchen wirklich nur noch einen passenden Termin.
23:07Das ist ja alles ganz entzückend hier.
23:09Aber ich muss jetzt leider weg.
23:11Kathi, würdest du mich kurz begleiten?
23:12Du weißt doch, wir wollten noch etwas Wichtiges besprechen.
23:15Wollten wir das?
23:16Ja, das wollten wir.
23:17Ah, ja.
23:18Jetzt fällt es mir wieder ein.
23:20Ja, entschuldigt uns.
23:27Was fällt dir eigentlich ein?
23:28Wie bitte?
23:29Ich verstehe dich nicht.
23:30Du sprichst so leise.
23:31Sei leise oder sollen uns alle hören.
23:32Ist das dein Dank dafür, dass ich gerade die Situation gerettet habe?
23:36Du die Situation gerettet und dass ich nicht lache.
23:38Wenn du weiterhin gegen unser ach so glückliches Verlobungspaar stänkst, dann werden deine Karten bei Daniel immer schlechter.
23:44Ich lasse mir nicht von dir den Mund verbieten.
23:46Ist das klar?
23:47Jetzt beruhige dich.
23:47Du bist doch sonst nicht so zinterlich.
23:53Und außerdem finde ich es eine wunderbare Idee, dass du für notleidende Kinder in Afrika spenden willst.
23:59Sie spenden, Annabelle?
24:00Oh nein.
24:03Jetzt haben Sie es gehört.
24:05Wir haben uns gerade über euer Hochzeitsgeschenk unterhalten.
24:09Äh, ja.
24:10Ich, ähm, ich wollte...
24:13Ich wollte eine beträchtliche Summe für die Afrika-Hungerhilfe spenden.
24:18Für euch.
24:19Als Hochzeitsgeschenk.
24:21Das sieht dir gar nicht ähnlich.
24:22Was ist los mit dir?
24:24Wie blöd von mir, dass ich Annabelles Idee verraten habe.
24:27Das ist mir jetzt echt peinlich.
24:29Das muss es nicht.
24:30Wir haben sowieso mit keinem Hochzeitsgeschenk gerechnet.
24:32Aber die Idee ist ganz toll.
24:34Na schön.
24:35Dann bleibt es dabei.
24:37Auch wenn es jetzt keine Überraschung mehr ist.
25:10Dann bleibt es dabei.
25:21Gut, dann warte ich hier.
25:23Du, ich drück dir die Daumen.
25:25Oh, Herr Gravenberg, Herr Krill für Sie.
25:27Das sehe ich. Danke, Frau Herrmann.
25:28Bitte.
25:29Hallo, Andreas.
25:37Also, ich bin gekommen, äh...
25:40Das brauchen Sie nicht zu tun, Annabelles.
25:43Was brauche ich nicht tun?
25:45Sie brauchen mich nicht darum zu bitten, dass Sie Ihren Job wiederbekommen.
25:50Also, eigentlich, ähm...
25:51Wenn Sie wieder für uns arbeiten wollen, dann begrüßen wir das.
25:55Darum ging es doch, oder?
25:57Ja, im Großen und Ganzen schon.
25:59Naja, dann haben wir das ganz schnell und unbürokratisch gelöst, oder?
26:03Ich freue mich, dass Sie wieder bei uns sind.
26:05Danke.
26:07Sie brauchen sich auch nicht zu bedanken.
26:09Ich wäre ja doof, wenn ich einen so fähigen Mitarbeiter,
26:12der auch noch Rückgrat hat, gehen lassen würde.
26:32Ich staune ja nur, dass du noch nicht in der Firma bist.
26:38Da kannst du wenigstens sicher gehen, Mutter nicht zu begegnen, was?
26:42Ja, das stimmt.
26:44Ey, was ist los?
26:47Sprich mit mir.
26:49Ich werde aus der Villa ausziehen.
26:52Das ist nicht dein Ernst.
26:54Doch.
26:55Allerhöchste Zeit, dass ich mir was eigenes suche.
26:58Ein Haus bauen, Baum pflanzen und so?
27:01Okay, verstehe.
27:03Es ist ernst.
27:05Ja, das ist es.
27:08Und warum willst du ausziehen?
27:15Also doch, Julia.
27:17Wenn man so betrachtet, ist deine Entscheidung genau richtig.
27:21Ja, das ist sie.
27:24Und eigentlich ist es ja auch gar nicht so schlimm,
27:26wenn jemand mit Anfang 30 aus seinem Elternhaus auszieht.
27:30Ich sag Eva einfach, sie soll dein Kinderzimmer so lassen, wie es ist.
27:34Da kannst du immer nach Hause kommen und mit deinem Teddy schmusen.
27:39Das ist echt der Sinn, aber Patricia.
27:53Was für eine unangenehme Situation vorhin am Frühstückstisch.
27:57Was Annabelle zynisch auf Friedrichs in meiner Hochzeit reagiert, war ja klar.
28:02Aber Daniel sah einfach nur traurig aus, als er versprochen hat, dass wir ein großes Fest in der Villa feiern.
28:08Obwohl seine Glückwünsche sicher ehrlich gemeint waren.
28:12Ich weiß jetzt, was ich mache.
28:15Was?
28:16Ich werde ehrlich sein und es ihr einfach sagen.
28:20Schön.
28:21Wem nochmal?
28:23Silke.
28:24Natürlich, Jan, das finde ich richtig.
28:28Ich werde ihr sagen, dass ich für sie und das Kind da sein werde.
28:34Gut, dann schaffst du wenigstens klare Verhältnisse.
28:37Ja, ja.
28:38Genau.
28:40Hallo Julia.
28:42Jan, ich muss mal ganz kurz mit dir sprechen.
28:46Was gibt's denn?
28:47Ich hab meinen Job wieder.
28:50Oh, wow, gratuliere.
28:53War das schwierig?
28:54Nein.
28:55Also, Frederik hat's mir sehr einfach gemacht.
28:58Übrigens, sagst du mir bitte nochmal Danke, Julia?
29:01Das mach ich gerne.
29:04Du, ähm, da ja jetzt sozusagen wieder alles Gute ist, steht dir noch was anderes an.
29:10Und dazu brauch ich deine Hilfe.
29:13Danke.
29:26Hallo.
29:27Ja, Birgit.
29:28Ja, ich dachte, ich schau mal nach dir.
29:30Ja.
29:31Darf ich reinkommen?
29:32Ja klar, komm doch rein.
29:34Musst du, musst du gar nicht arbeiten?
29:36Mittagspause.
29:37Oh.
29:38Möchtest du was essen oder was trinken?
29:40Nein.
29:41Du, ich, ähm, wollte dich eigentlich abholen.
29:44Wozu denn?
29:45Ich dachte, wir gehen ein bisschen in die Stadt.
29:47Bisschen shoppen, bisschen bummeln.
29:51Nee.
29:53Ich kann nicht shoppen gehen.
29:55Wenn's einem nicht gut geht, soll man sich ruhig mal was kennen.
29:58Ich warte auf Andreas.
30:01Er müsste jeden Moment wiederkommen.
30:02Du?
30:03Andreas ist schon groß.
30:04Ich glaube, der findet alleine nach Hause.
30:07Aber weißt du, er wollte sich nach einem Job umgucken.
30:10Und vielleicht hat er was gefunden.
30:12Ja.
30:12Und wenn, dann bist du bestimmt die Erste, die es erfährt.
30:15Also komm jetzt.
30:18Ich, ich kann nicht shoppen gehen.
30:21Ach so, meinst du?
30:23Hm?
30:24Ja, wir zahlen zwar mein Gehalt weiter, aber das muss halt erst mal für uns drei reichen.
30:29Okay, mach dir keine Gedanken.
30:31Wir gehen zur Kosmetik.
30:34Ach ja.
30:35Und die ist umsonst.
30:36Nein, aber die Kosmetikerin ist eine Freundin von mir.
30:39Die macht uns einen guten Preis.
30:40Na los.
30:44Okay.
30:47Jawohl.
30:48Und ab mit dir.
31:06Was machst du denn hier?
31:10Willst du lieber alleine sein?
31:15Kein besonders guter Tag für dich heute, was?
31:20Kein Problem, ich kann auch mal kurz den Alleinunterhalter spielen.
31:32Es ist wirklich schön hier.
31:35Ja.
31:39Ein besonderer Ort.
31:42Mit besonderen Erinnerungen, nehme ich an.
31:45Entschuldige, ich bin heute keine besonders gute Gesellschaft.
31:49Mach dir um mich keine Sorgen.
31:50Wenn mir langweilig wird, dann haue ich einfach wieder ab.
31:55Ich dachte, ich könnte darüber stehen, aber ich schaffe es einfach nicht.
31:59Jedes Mal, wenn ich sie mit Frederik sehe, dann zerreißt es mich fast.
32:03Julia.
32:06Da konnte ich nur so dumm sein und meiner Mutter mehr glauben als ihr.
32:11Tut mir leid, aber dazu kann ich dir ehrlich gesagt nicht viel sagen.
32:15Das habe ich auch gar nicht erwartet.
32:20Wie war denn das mit Julia?
32:23Warst du mal richtig in sie verliebt?
32:27Ja.
32:30Ich habe mich in Julia verliebt.
32:34Und dann habe ich mir eingeredet, sie nicht mehr zu lieben.
32:40Und dann war ich wirklich sicher, dass ich sie nicht mehr liebe.
32:48Und jetzt...
32:51Jetzt weiß ich...
32:54Dass ich sie die ganze Zeit geliebt habe.
33:00So viel Liebe müsste doch eigentlich alles klar sein.
33:04Das müsste es eigentlich.
33:06Aber das ist das ganze und gar nicht.
33:13Was ist denn hier los?
33:14Keine Gäste?
33:15Nee, siehst du welche?
33:16Ich nicht.
33:17Warum nicht?
33:19Du, das erzähle ich dir später.
33:21Ich muss jetzt los.
33:23Ja, toll.
33:23Was mache ich jetzt?
33:24Ich weiß, es ist noch mal besser nicht dein Job, aber würdest du mal ausnahmsweise...
33:29Oh, nee.
33:30Eben noch Bedienung, jetzt Putzfrauen.
33:32Was kommt morgen?
33:33Keine Ahnung.
33:34Ich habe auch gerade keine Zeit mehr darüber Gedanken zu machen.
33:37Ach, da hast du dich.
33:40Okay.
33:41Jan?
33:41Jan?
33:42Ist alles in Ordnung?
33:44Klar.
33:50Ja, nee.
33:51Klar.
33:52Bis nachher.
33:56Gott, ist diese Geschichte mit Julia tragisch.
33:59Und ich hätte das alles verhindern können.
34:02Ihr wart sogar verlobt.
34:04Ja, wir wollten sogar zusammen weggehen.
34:07Aber dann ist Marie schwanger geworden, beziehungsweise...
34:10Komm, lass uns nicht mehr darüber sprechen.
34:12Fakt ist, ich hätte dieses ganze Unglück verhindern können, wenn ich einfach nur ein bisschen kritischer meiner Mutter gegenüber gewesen
34:18wäre.
34:21Weißt du eigentlich, dass mir mal was ganz Ähnliches passiert ist?
34:25Ich war auch mal unsterblich verliebt.
34:28Er hieß Oliver.
34:29Ja.
34:31Ehrlich gesagt, du erinnerst mich ein bisschen an ihn.
34:34Ach ja?
34:35Ja, er kam auch aus gutem Hause.
34:36Ein Kiessohn.
34:38Er hat auch immer versucht, alles richtig zu machen.
34:41Beruflich wie privat.
34:43Und das erinnert dich an mich.
34:48Warum hat es nicht funktioniert?
34:51Er war verlobt.
34:53Deine anderen.
34:54Ich verstehe.
34:57Ich denke immer noch an ihn.
35:00Eigentlich jeden Tag.
35:04Genug der alten Geschichten.
35:05Wie sieht es aus?
35:06Springen wir in den See?
35:07Ich weiß nicht.
35:08Klar.
35:09Es wird dir gut tun.
35:10Du kriegst den Kopf wieder frei.
35:12Okay.
35:18Dafür wirst du dich schon ausziehen müssen.
35:30Du bist gekommen, hier zu gratulieren?
35:33Wozu?
35:34Wozu?
35:36Du hast doch jetzt alles, was du wolltest.
35:39Einen Chefposten in der Manufaktur.
35:42Die Frau, die du liebst, an deiner Seite.
35:44Und ich, ich bin gekündigt.
35:49Wo bleibt das dicke Ende?
35:52Was meinst du?
35:54Anderberg, wir müssen uns wirklich nichts vormachen.
35:58Was wirst du denn damit sagen?
36:00Du bist doch nicht gekommen, hier zu gratulieren ohne einen Hintergedanken.
36:04Ach, Frederik.
36:04Du bist viel zu misstrauisch.
36:07Ich an deiner Stelle hätte...
36:10Du bist aber nicht an meiner Stelle.
36:12Nein.
36:14Das stimmt.
36:14Das bin ich nicht.
36:18Annabelle, ich bin nicht dein Feind.
36:20Und ich habe auch kein Interesse zu triumphieren.
36:24Das wundert mich, ist ehrlich gesagt.
36:28Lass uns doch die alten Geschichten begraben.
36:30Ich bin nicht hierher gekommen, um einen Kampf zu kämpfen.
36:33Jetzt spiel doch mal nicht den Pazifisten.
36:34Du hast doch auch zu den Wacken gegriffen.
36:36Und das nicht zu knapp.
36:38Weil du mich dazu gezwungen hast.
36:42Das sehe ich anders.
36:45Und du hast es geschafft.
36:48Dass mein Sohn das auch so sieht.
36:55Anna, bin ich.
36:59Lass du gut sein, Frederik.
37:02Du hast gewonnen.
37:14Die Gesichtsmassage, das war einfach ein Traum.
37:16Na siehste, dann hat es dir doch gut getan.
37:19Oh ja, das hat mir richtig gut getan.
37:21Du hast mir sozusagen das Leben gerettet.
37:23Nein, jetzt übertreibst du aber.
37:26Nein, wirklich nicht.
37:28Ach, weißt du, Silke, du hast mir so oft geholfen.
37:30Ich bin wirklich froh, wenn ich dir mal was zurückgeben kann.
37:33Aber wegen dieser einen Sache, du...
37:36Du hast mir das ganzes Kleid.
37:37Nein, das ist wirklich ein Traum.
37:38Das wäre Sünde gewesen, es nicht zu kaufen.
37:43Du hast ja recht, es ist wirklich wunderbar.
37:46Aber du hättest mir nicht so ein teures Geschenk machen müssen.
37:50Doch.
37:50Und weißt du was?
37:52Jetzt machen wir einmal Probe tragen.
37:53Wir düsen jetzt nach Hause und dann gehen wir mit dem Kleid irgendwo einen Kaffee trinken.
37:58Vielleicht ein Kussi?
38:00Meinst du wirklich?
38:01Na klar, los, komm.
38:02Okay, du bist wirklich eine fabelhafte Freundin.
38:06Und, Herr Kussgetan, oder?
38:07Ja, sehr erfrischend.
38:09Ich habe einen richtigen Gedanken gekauft.
38:12Ja, irgendwie schon.
38:14Irgendwie schon?
38:16Das ist aber nicht genug, dann müssen wir noch was machen.
38:18Was willst du denn da machen?
38:20Wasser schmacken.
38:21Hör auf, sag mal.
38:22Hör auf.
38:22Hör auf.
38:23Warte, ich kriege dich.
38:24Ich geh jetzt mal zufrieden.
38:26Hör auf.
38:34Keine Angst.
38:36Es ist alles in Ordnung.
38:38Alles ist gut.
39:00Du, ich glaube, es ist geschlossen.
39:01Es ist ja ganz dunkel.
39:02Ach, was?
39:04Kann doch gar nicht sein.
39:08Überraschung!
39:11Überraschung?
39:11Für wen?
39:12Ja, für wen denn wohl?
39:18Andreas?
39:29Silke Mertens?
39:31Hiermit frage ich dich.
39:33Willst du meine Frau werden?
39:44Als Marketingleiterin hat sie immer hervorragende Arbeit gelöstet.
39:46Ja, wenn sie nicht gerade dabei war, irgendeine gemeine Intrige einzufädeln?
39:49Du musst was unternehmen.
39:51Sorg dafür, dass dein Sohn wieder auf andere Gedanken kommt.
39:54Wie bitte sehr soll ich das machen?
39:56Du könntest ihm zum Beispiel das Liebste, was er auf der Welt besitzt, zurückbringen.
40:03Vielleicht wäre Julia ja doch die richtige Frau für dich gewesen.
40:07Ich möchte nicht mehr darüber sprechen.
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