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  • vor 21 Stunden
Die Stimmung innerhalb der Lurzer Belegschaft ist sehr gereizt. Als ein Zehn-Mark-Schein bei Frau Wespe offensichtlich spurlos verschwindet, eskaliert die schlechte Stimmung. Belegschaftsmitglieder verdächtigen sich gegenseitig. Von Niederbach und Rothenbaum gelingt es, über einen Trick das Betriebsklima wieder positiv zu verändern. Allerdings nur für kurze Zeit, bis sich Thieme und Wespe wieder in den Haaren liegen. (Text: EinsFestival)

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Transkript
00:00Ich bin doch nicht jetzt entwollt.
00:02Du siehst doch, was ich zu dir habe.
00:04Ich mach dir die Tür auf.
00:07Moment, den Augenblick.
00:13Meine Herren, was hat das zu bedeuten?
00:16Bei längerem Nachdenken kommen Sie schon drauf, Meister.
00:27Waren Sie das?
00:28Ich muss das easy machen in meiner Eigenschaft als Leiter der Revisionsabteilung und als
00:33Sicherheitsbeauftragter habe ich Anspruch darauf, vor dem Einsatz durch Friedhelm Pensionals,
00:38oder man hätte nicht vorher informieren müssen, ich meine gerade mich in meiner Eigenschaft
00:43als Leiter der Revisionsabteilung, in meiner Eigenschaft als Leiter der Revisionsabteilung.
00:45Probleme angeordnet, bei uns waren wir auch schon.
00:49Alvin Thieme, Leiter der Revisionsabteilung.
00:52Wie meinen Sie das, Herr Direktor Brunnelkamp?
00:56Ach, die Aufstellung sind doch nicht mehr.
00:59Ja, aber ich habe doch sämtliche Unterlagen aus der Registratur geholt.
01:07Ja.
01:09Alles wieder zurück, Timi?
01:11Ja, ich helfe dir natürlich.
01:14Um darauf zurückzukommen, was ich dir sagen wollte, Timi, das hätte der Herr Lehmann
01:20mir vorher sagen müssen.
01:24Und Kaugummi auf dem Boden, das hat es in all den Jahren bei der Lotza KG noch nie gegeben.
01:31Ich bin der Kippt.
01:33Verstehst du, geteiltes Risiko bei erhöhten Gewinnchancen.
01:36Ich meine, ideal wäre doch nicht das Vollsystem, aber das ist einfach zu teuer.
01:39In dem VEW-System könnten wir, wenn zum Beispiel zehn Leute mitmachen, 250 in der Woche, pro Kopf, verstehst du
01:44das?
01:45Ich verstehe nicht, warum ich immer übergangen werde.
01:48Sogar in Sicherheitsfragen.
01:50Timi, Timi, Timi, mach die Tür auf, komm.
01:51Komm, es ist nicht so was.
01:54Huch!
01:57Du, mach doch mal einer die Tür zu!
02:00Sie schon wieder.
02:02Ja, ja, immer dieselben, die arbeiten.
02:04Immer dieselben, die Wind machen.
02:10Das eine sage ich Ihnen.
02:13Kaugummi wird hier nicht gekaut.
02:17Und schon gar nicht auf den Boden gespuckt.
02:20Hast du eine Ahnung, was der graue Pante eigentlich will?
02:23Regen Sie sich ab. Es gibt noch andere, die Kaugummi kauen.
02:26In der Lotzakage ist noch nie gekaut worden.
02:32Wird auch nicht gekaut.
02:38Wird auch nie gekaut werden.
02:40Sei da nicht so sicher, Timi.
02:41Tür zu, zum Donnerwetter.
02:46Ruhm ich, dass er nicht zuerst bei Ihnen war.
02:48Ja, er will eine Tippgemeinschaft kommen, sagt er.
02:50So was gäbe es überall nur bei uns nicht.
02:53Er hat sogar ein System.
02:55Mit 71 Prozent Gewinngarantie.
02:58Aber das mit den 71 Prozent, das glaube ich nicht.
03:01Da hätte man ja bei doppeltem Einsatz über 140 Prozent Gewinngarantie.
03:06Nee.
03:11Frau Schneider.
03:14Wollen Sie etwa zu mir?
03:15Ja, Direktor Bommelkamp.
03:16Ich muss Sie dringend sprechen, an der Sicherheitsangelegenheit.
03:19Wie ich soeben feststelle, werden betriebsfremde Personen als Fensterputzer eingesetzt,
03:23ohne dass ich in meiner Eigenschaft als Sicherheitsbeauftragter auch nur...
03:25Besprechen Sie das mit Herrn Lehmann.
03:27Frau Schneider, bitte zum Diktat.
03:33Was soll ich denn jetzt machen?
03:36Wir haben ja nicht meinen gültigen Hausausweis.
03:45Alles, was recht ist, Herr Lehmann.
03:46Aber so geht das nicht.
03:48Nee, so geht's wirklich nicht.
03:50Seit fünf Minuten labern Sie hier rum, weil die Fenster geputzt werden.
03:53Mann, ich hab zu tun.
03:54Ich bin voll im Stress.
03:54Würden Sie bitte Ihrer Mitarbeiterin klar machen, dass ich als Sicherheitsbeauftragte...
04:01Die kaut ja auch.
04:03Mein Gott, Herr Thiem, im Prinzip haben Sie natürlich recht.
04:06Ich hätte Sie vorher informieren müssen.
04:09Nicht, dass ich mich irgendwie beschweren wollte, aber...
04:12Herr Bommelkamp hat nämlich ausgerechnet,
04:14dass der Einsatz eines speziellen Reinigungsunternehmens billiger wird,
04:17als wenn, wie bisher, das von unseren Putzdamen mitgemacht wird.
04:20Ach ja?
04:21Aha. Also, wenn es sich um eine Anordnung von Herrn Direktor Bommelkamp handelt.
04:26Also, ich wollte mich in keiner Weise irgendwie beschweren,
04:29um das bei dieser Gelegenheit nochmal festzustellen.
04:32Hier wird nicht gekaut.
04:35Das ist bei der Lotser KG nicht üblich.
04:38Vielen Dank.
04:41Da kann ganz schön nerven, der Opa.
04:52Bis später.
04:54Tschüss.
04:55Er kaut nicht mehr.
04:58Wahrscheinlich hat er das Zeug außen an den Fensterrahmen geklebt.
05:02Stehen wir jetzt bleiben auf dem Teppich, ja?
05:03Was soll denn das Affentheater?
05:05Herr Kölnke, den Ausdruck Affentheater weise ich aufs Schärfste zurück.
05:08Ach!
05:09Geht's denn jetzt schon wieder los?
05:11Da fehlt einer.
05:16Was gucken Sie mich so an?
05:19Na, keine Aufregung.
05:20Da hängt er ja.
05:22Den meine ich nicht.
05:24Außerdem müssen's neun sein.
05:25Sie können ja selber nachzählen.
05:27Nur acht.
05:30Registratur Förster.
05:32Ja, gerne.
05:34Sage ich ihm, Frau Schneider.
05:36Frau Schneider sagt, Herr Brömmelkamp will die Aufstellung jetzt doch haben.
05:39Bis morgen Mittag.
05:41Oh Gott.
05:42Bis morgen Mittag.
05:43Wie soll ich das denn aussehen?
05:44Was hat denn das ganze Grünzeug hier zu suchen?
05:47Ach so.
05:48Was will denn der Brömmelkamp plötzlich für ne Aufstellung haben?
05:51Meine Privatangelegenheiten gehen Sie ja wohl nichts an, Herr Thieme.
05:55Eine Blutzenaufwandanalyse für die letzten zwei Jahre.
05:58Für seine Privatangelegenheiten während der Bürostunden.
06:01Das kannst du doch gar nicht, Thieme.
06:02Du bist doch für den Aufwand zuständig, für Spesen.
06:05Da kenn ich noch ganz andere, Herr Thieme, die ihre Bürostunden für private Dinge verwerten.
06:10Zum Beispiel den Wagen zum Ölwechsel bringen.
06:14Wollen wir nicht lieber gemeinsam den 10-Mark-Schein suchen?
06:16Ja, das würde ich auch kommen.
06:17Ich habe mich damals bei Herrn Lehmann ordnungsgemäß abgemeldet.
06:20Ich brauche jetzt sämtliche Akten.
06:22Das sehen Sie doch.
06:25Sie haben doch gehört.
06:27Ein sehr persönlicher und eiliger Auftrag durch Herrn Direktor Brunnekamp.
06:32Und was ist denn meinem 10-Mark-Schein?
06:36Der kann doch irgendwo dazwischen gerutscht sein.
06:41Eine Aufwand-Nutzen-Analyse für die letzten zwei Jahre.
06:45Der war doch erst neulich.
06:46Lass ihm ja nicht zu.
06:49Ich wette, der will die Verkaufsgesieke schon wieder neu ordnen.
06:51Na, von mir aus, dann bekomme ich in Zukunft bestimmt den größten Bezirk.
06:55Weil mein Aufwand ist mit Abstand am höchsten.
06:59Ja, da vorne links.
07:03Sag mal, was macht denn deine Tipp-Gemeinschaft?
07:07Halt bloß auf.
07:08Ich wette mir die Hacken ab, aber keiner hat Zeit.
07:11Du machst doch mit, oder?
07:12Ja, klar.
07:12Wo willst du denn hin? Es ist halb fünf.
07:15Gleitzeit.
07:16Ich entgleite heute eben ein bisschen früher.
07:18Ciao, Eddie, babe.
07:19Ciao, Sivi, Baby.
07:26Tut mir leid, Herr Thieme.
07:27Mir hat niemand etwas von einer Aufwand-Nutzen-Analyse gesagt.
07:31Aber wenn Sie wollen, stelle ich Ihnen gerne meine Verkaufsstatistiken zur Verfügung.
07:37Da finden Sie alles, was Sie brauchen.
07:39Es handelt sich um eine ausdrückliche Anordnung von Herrn Direktor Brömmelkamp.
07:44Kommst du, Mari?
07:46Kommen Sie, Frau Rotenbaum.
07:50So, auf Wiedersehen.
07:54Ja, was ist, Herr Thieme? Nehmen Sie die Statistiken nun mit, oder nicht?
07:56Ich sehe gar nicht ein, wieso ich das ganz allein...
07:58Also ganz alleine mache ich das nicht.
08:01Obwohl es sich um eine Anordnung von Herrn Brömmelkamp handelt?
08:07Das ist nämlich für meinen Nachbarn.
08:09Er hat mir die Wohnung neu gestrichen.
08:11Aber er wollte kein Geld nehmen.
08:13Nur die Farbe habe ich bezahlt.
08:15Und da habe ich mir gedacht, wenn ich ihm heute Abend ein Geldbäumchen vorbeibringe...
08:20Das kann er ja nicht gut ablehnen, oder?
08:23Verstehe. Bar auf die Kralle, aber durch die Blume.
08:27Ein bisschen Wärme zwischen den Menschen.
08:30Das ist es doch, was einem heutzutage so fehlt.
08:33Auch hier im Betrieb ist das Klima kälter geworden.
08:38Konsequenz der Transparenz.
08:42Nehmen Sie den bis morgen, Frau Weste.
08:44Heute Abend soll das Gemüse ja schließlich komplett sein.
08:46Danke.
08:47So, der Geldschirm ist also wieder da.
08:50Das ist nicht meiner.
08:52Den hat mir Herr Forster nur geliehen.
08:54Ich brauche jetzt all diese Unterlagen.
08:57Der Auftrag von Herrn Direktor Brömmelkamp hat absoluten Vorwarn.
09:02Und Sie tragen die 10-Mark-Scheine einfach so los in der Tasche rum, wie?
09:13Was?
09:15Oh nein.
09:17Ausgerechnet heute, wo ich dir den Nudelauflauf gemacht habe, den du so gerne magst.
09:22Rega, du kannst dir nicht vorstellen, was hier heute im Büro los war.
09:25Fremde Fensterputze im Haus und noch dazu ohne Hausausweis.
09:29Na ja, du kannst dir ja vorstellen, wie leichter...
09:32Auf...
09:34Du kannst dir ja vorstellen, wie leichter...
09:37Irgendwann was weggucken, wenn wir bei Frau Weste sind.
09:40Bei Frau Weste sind auch vor um 10 Mark verschwunden.
09:44Ach, und die sucht ihr jetzt?
09:47Nein, darum geht's nicht.
09:50Ein spezieller Auftrag von Herrn Direktor Brömmelkamp persönlich.
09:52In Sicherheitsfragen?
09:54Wegen der Hausausweise.
09:56Nein, nein.
09:58Es geht um eine Überprüfung in der, äh, Verkaufsabteilung.
10:02Eivin, ich habe das Gefühl, du lässt dich wieder mal ausnutzen.
10:08Verkaufsabteilung, sagst du?
10:11Da arbeitest du wahrscheinlich mit Frau Rotenbaum zusammen.
10:15Ist noch jemand da?
10:16Nein, außer mir ist niemand da.
10:19Na ja, weißt du, Helgelein, Herr Direktor Brömmelkamp setzt sein volles Vertrauen in mich.
10:27Und, weißt du, ich denke, das darf man einfach nicht.
10:34Und voll, entschuldige Helgelein.
10:44Und dann hat er ganz spitz gefragt, guck zu, Sie tragen wohl Ihre 10 Markenscheine immer so lose in der
10:50Tasche herum.
10:51Mots, ich mich verkügt doch tatsächlich an, weil ich einen Kaugummi im Mund habe.
10:55Mann, da hat er doch ein Ei auf dem Dach.
10:57Hi, Angie.
10:58Guten Morgen, Herr Becker.
10:59Hi.
10:59Erzähl ruhig weiter, Vera.
11:00Also.
11:02Guten Morgen.
11:05Es soll schön werden am Wochenende, haben die im Fernsehen gesagt.
11:08Und da dachte ich, wir können eine Fahrradtür machen.
11:10Morgen, Herr Beck.
11:11Schön, haben Sie es jetzt hier, nicht?
11:14Also, ich gehe dann schon mal.
11:16Ja, entschuldige, Helgelein.
11:16Ich komme dazu da rein.
11:18Was ich Sie fragen wollte, Herr Beck.
11:20Sagen Sie, hätten Sie nicht Lust, so nebenbei so ein paar Hunderter zu verdienen?
11:24Oder vielleicht auch ein paar Tausender, Herr Beck?
11:28Mir geht das schon die ganze Zeit im Kopf rum.
11:30Im Grunde genommen kommen ja nur vier Leute in Frage.
11:33Pass mal auf.
11:34Das ist der Förster, der Kalink und die beiden Fensterputzer.
11:37Ach, und wofür kommen die in Frage?
11:39Mensch, Brögele, der hat 10-Mark-Schein.
11:41Und was ist mit der Wespe?
11:42Na, die klaut sich doch nicht selber 10 Mark.
11:44So, aber den anderen traust du zu, ja?
11:46Sind ja nicht alle übergeschnappt.
11:47Mann, ich meine nur rein theoretisch.
11:50Wer weiß, vielleicht hat sich die Wespe auch verzählt.
11:52Und es waren von Anfang an nur 9 Scheine.
11:54Frau Brögele, das muss ich mir nicht von Ihnen bieten lassen.
11:58Ich kann durchaus noch bis 10 zählen.
12:00Aber ich weiß ja, hier sind immer alle gegen mich.
12:03Aber Frau Wespe, ich wollte doch nur sagen...
12:05Da rackert man sich Tag für Tag ab,
12:06reibt sich als Betriebsrätin für euch auf.
12:09Und das ist der Dank.
12:13Herr Thieme, ich wollte Sie fragen.
12:15Ach, du liebe Güte, was ist denn hier los?
12:18Hier, Schneider.
12:18Das fragen Sie noch.
12:20Sie haben doch abgelehnt, mich zu unterstützen.
12:23Alvin Thieme, Leiter der...
12:24Hallo?
12:26Hallo?
12:30Na ja, Sie machen sich aber auch viel zu viel Arbeit.
12:32Na, alles, was Sie brauchen, ist für jeden Verkaufsbezirk die Relation von der Summe aller Spesen zu den Verkaufsergebnissen.
12:38Und das für zwei Jahre.
12:40Das macht acht Zahlen.
12:42Acht Zahlen?
12:42Ja, Herr Rohr war doch im vorigen Jahr noch gar nicht bei uns.
12:45Der hat doch noch gar keine Relation.
12:46Ich meine, so einfach kann man...
12:49Alvin Thieme, Leiter der Revisionsabteilung.
12:51Ja, Frau Schneider.
12:53Ach, bitte sagen Sie doch, Herr Direktor Brömmel kam...
12:56In etwa einer Stunde bin ich fertig.
13:05Also, ich finde das einfach nervig.
13:07Wegen zehn Mark.
13:08Was ist denn das schon heutzutage?
13:11Zehn Mark sind schließlich auch Geld.
13:14Manche Leute müssen mit jedem Groschen rechnen.
13:17Wollen Sie damit sagen, bei uns in der Firma jetzt jemand so nötig, dass er zehn Mark klaut?
13:23Nein, die Sache meine ich nicht.
13:25Ich mische mich in sowas nicht ein.
13:27Ich sage nur, dass zehn Mark zehn Mark sind.
13:31Jedem sitzt das Geld nicht so locker.
13:33Na ja, Sie waren eben eine Weile arbeitslos.
13:36Da sieht man solche Dinge vielleicht anders.
13:38Eine Weile?
13:40Drei Jahre, Herr Becker.
13:42Wissen Sie, was das für eine Familie heißt?
13:44Da darf im Haushalt nichts kaputt gehen.
13:47Kein Föhn und kein Staubsauer und um Gottes Willen nicht der Kühlschrank.
13:51Da lernten wir, dass zehn Mark wert sind, Herr Becker.
13:54Na ja, natürlich, Herr Rohr.
13:56Aber das ist ja jetzt vorbei.
13:58So schnell ist das nicht vorbei.
14:01Wir hatten gerade die Wohnung gekauft.
14:04Da musste ich zweimal umschulden.
14:07Jetzt zum Beispiel.
14:10Unsere Susi braucht dringend Nachhilfe in Latein, damit sie nicht hängen bleibt.
14:13Aber wo soll ich es denn hernehmen?
14:17Entschuldigung.
14:18Ich wollte sie gar nicht mit meinen Sorgen beherrlichen.
14:20Na ja, ich verstehe das schon.
14:26Wegen der Nachhilfe.
14:27Da hätte ich vielleicht eine Idee.
14:30Ja?
14:31Helmer, es war nur so.
14:32Ich meine, ich sehe den Beck da stehen und denke...
14:35Ach, Helmer, bitte, jetzt sei nicht gleich wieder sauer, ja?
14:37Ach, du, Helmer, sag mal, du wolltest mir nicht einen Vorschlag machen fürs Wochenende?
14:40Ach, vergiss es.
14:41Du sitzt doch sowieso bloß wieder da und machst deine Zahlenspielereien.
14:43Helmer, es sind keine Spielereien.
14:45Das geht ja um enorme Summen.
14:46Also, wenn man schon Geld einsetzt, sollte man aus den gezogenen Zahlen die Wahrscheinlichkeit berechnen,
14:50dass diese Zahlen dann wieder die...
14:52Ja, überhaupt, Helmer, also, so eine Tippgemeinschaft ist sehr gut fürs Betriebsstehen.
14:55Das hört man immer wieder.
14:57Das wäre auch dringend nötig.
14:58Helmer, was wäre dringend nötig?
15:00Was fürs Betriebsklima zu tun.
15:02Ja, da merkst du gar nicht, was hier los ist.
15:04Nein, Helmer, nein, ich weiß nicht, was du meinst.
15:07Mein Gott, das musst du doch mitgekriegt haben.
15:09Die spielen doch alle verrückt.
15:11Nur weil die 10 Mark von der Wespe weg sind.
15:13Und der Thieme, der soll auch ganz komische Andeutungen gemacht haben,
15:16weil der Förster gestern 10 Mark schon aus der Hosentasche gezogen hat.
15:18Ach, Helmer, die Geschichte kenne ich doch.
15:19Das war gar nicht so gemeint.
15:21Der Thieme hat doch diesen Auftrag vom Brömmelkopf am Hals.
15:23Und deswegen ist er so mit Nerven runter.
15:25Und die andere Geschichte kennst du auch?
15:27Den Streit zwischen der Wespe und der Brögele.
15:30Das ist ja jetzt immer.
15:31Aber von mir hast du nicht, klar?
15:33Nein, nein, nein.
15:35Ich habe es als sicherer Quelle, Frau Brögele.
15:38Nur vier Leute kämen in praktischen Fragen, haben Sie gesagt.
15:40Und eine davon wäre ich.
15:42Das lasse ich nicht auf mir sitzen.
15:43Nicht mit mir, Frau Brögele.
15:44Halt, Ingrid, bleib hier.
15:46Herr Kalinke, bevor Sie sich noch weiter aufregen,
15:47wollen wir erst mal hören, was Frau Schmelzer dazu sagt.
15:50Die war nämlich dabei.
15:51Wie war das, Ingrid?
15:52Hast du gehört, dass jemand gesagt hat,
15:53es kämen praktisch nur vier Leute in Frage?
15:56Theoretisch, habe ich gesagt.
15:57Und nicht praktisch.
15:59Ach, Sie waren das?
16:00So ein dicker Hund.
16:01Was haben Sie eigentlich dabei gedacht?
16:03Gar nichts, Herr Kalinke.
16:05Wie immer, wenn jemand eine Bemerkung macht,
16:07die nicht böse gemeint ist.
16:09Also, ich käme noch nie auf die Idee, dass Sie, Herr Kalinke,
16:12was jedenfalls nicht 10 Mark.
16:14Ach, nee.
16:15Bei 100 Mark hätten Sie es mir zugetraut, ja?
16:17Oder war das wieder nicht böse gemeint?
16:19Ich glaube, ihr habt alle einen an der Waffel, ey.
16:22So ein beschissenes Betriebsklima wie hier
16:24geht es so schnell nicht nochmal.
16:28Wo sie recht hat, hat sie recht.
16:30Das sind doch nur atmosphärische Störungen, oder?
16:33Nennen Sie das, wie Sie wollen, Frau Schmelzer.
16:38Aber das eine sage ich Ihnen.
16:39Wenn Sie nochmal andeuten, dass ich lange Finger mache,
16:42dann kracht's, Frau Schmelzer.
16:48Also, wenn du mich fragst,
16:49ich finde das einfach zu blöde,
16:51so ein Zwergenaufstand wegen 10 Mark.
16:54Aber es wäre doch vielleicht ganz hübsch,
16:55wenn man da noch ein bisschen Wirbel machen würde.
16:57Was meinst du, wie der Team mit anrotiert?
16:59Also, keine Konturen, ja?
17:01Ach, wo bloß ein kleiner Geldtransfer.
17:03Hör zu, ich wette, die Idee gefällt dir.
17:31Ja, das muss ja auch mal sein, Herr Thieme.
17:35Ich habe mir das übrigens nochmal durch den Kopf gehen lassen.
17:37Also, wenn es Ihnen recht ist,
17:38dann würde ich Ihre Verkaufszahlen
17:40anhand meiner Unterlagen nochmal gegenchecken.
17:41Also, wenn Sie sich wirklich die Mühe machen wollen,
17:44das würde ich natürlich gegenüber
17:46Herrn Direktor Brommelkamp ausdrücklich erwähnen.
17:48Es kann sich ja mal ein Fehler einschleichen.
17:50Na, bei Ihnen doch nicht, Herr Thieme.
17:52Ich betrachte das als reine Formsache.
17:55Wären Sie so nett, mir die Tür aufzuhalten, ne?
17:58Ja.
18:01Oh, Herr Thieme.
18:02Kommen Sie doch mal her.
18:05Ja, aber das ist völlig ausgeschlossen.
18:09Ich habe sämtliche Akten durchgesehen.
18:10Tja, offenbar doch nicht.
18:12Merkwürdiger Zufall, hm?
18:14Ja, und was machen wir jetzt?
18:16Also, ich würde vorschlagen,
18:18Sie gehen zu Frau Wespe
18:18und teilen ihr die erforderliche Neuigkeit mit.
18:21Wenn Sie mich freundlicherweise begleiten würden.
18:24Ich meine, sozusagen als neutraler Zeuge.
18:27Aber natürlich, Herr Thieme.
18:29Mit einem Kollegen muss man sich doch behilflich sein.
18:32Vielen Dank.
18:38Er lag mitten zwischen den Akten, Frau Wespe.
18:40Also, wenn ihn Frau Rotenbaum nicht zufällig gefunden hätte,
18:43nicht wahr, Frau Rotenbaum?
18:44Na dann, schönen Dank fürs Ausladen.
18:48Es war nämlich wirklich seiner.
18:49Daran habe ich nicht eine Sekunde gezweifelt.
18:51Und, äh, diese missverständliche Bemerkung gestern,
18:55also, nichts lag mir ferner, als etwa andere...
18:58Geschenkt, Herr Thieme, geschenkt.
18:59Geschenkt, Herr Thieme, geschenkt.
19:29...gegen geprüft worden.
19:57Herr Thieme, darf ich?
20:01Herr Thieme, ich hatte gleich so ein komisches Gefühl.
20:04Und da habe ich mit Herrn Förster noch mal alle Akten durchgeblättert,
20:07die vorher bei Ihnen waren.
20:09Jetzt sehen Sie, ich hatte recht.
20:12Wie meinen Sie das?
20:14Ich kenne Sie schon so lange.
20:16Mir können Sie nichts vormachen.
20:18Sie haben doch nur so getan, als ob Sie das Geld gefunden hätten.
20:20Nein, sagen Sie jetzt nichts.
20:22Ich weiß doch, dass Sie es gut gemeint haben.
20:24Nein, zu Herrn Förster habe ich gesagt, Herr Förster habe ich gesagt.
20:28Unser Herr Thieme ist einer von den Nettesten.
20:37Das haben Sie gesagt, Frau Vespel.
20:39Das finde ich aber nett von Ihnen.
20:41Ach, wissen Sie, wir haben doch so etwas wie eine gemeinsame Kaffeekasse.
20:48Habe ich es nicht gesagt.
20:51Sie sind einer von den Nettesten.
20:58Ich habe es von Karl Linke.
20:59Ich nehme an, dem hat es der Niederbach erzählt.
21:01Der Thieme ist voll drauf reingefallen.
21:05Also nochmal, der Niederbach hat dem Thieme den 10 Markschein zwischen die Akkulischmucke?
21:08Ob es der Niederbach war, weiß ich nicht.
21:10Irgendjemand, auf jeden Fall, hat der Thieme die 10 Mark ganz großzügig für die Kaffeekasse gespendet.
21:16Das ist ja ein Ding.
21:18Sag mal, und die Wespe hat ihren eigenen 10 Markschein wiedergefunden?
21:21Also, das verstehe ich überhaupt nichts.
21:23Mensch, Ingrid.
21:25Herr Thieme, Ihre großzügige Spende.
21:30Mit fremdem Geld kann jeder Gutes tun.
21:33Aber, liebe Frau Wespe...
21:35Ich bin nicht Ihre liebe Frau Wespe.
21:42Passen Sie doch auf.
21:43Entschuldigung, Herr Direktor Brommelkamp.
21:45Ich wollte nur...
21:47Ich meine, wollten Sie zu mir...
21:49Naja, sonst wäre ich ja nicht reingekommen.
21:51Es geht um diese Aufwand-Nutzen-Analyse.
21:53Sehr fleißige Arbeitertheme, aber viel zu detailliert.
21:56So kann man keinen Überblick gewinnen.
21:57Halbes Dutzend Zahnarzt habe ich mir vorgestellt, mehr nicht.
22:00Merkendricht-Theme.
22:00Nur das Einfache schafft Klarheit.
22:21Frau Kraft, wir sind ein anständiges Haus.
22:23Hier wird nicht gekaut.
22:25oder die Aufwand-Nutzen-Analyse.
22:28Das ist ein, dauerkund der Aufwand-Nutzen-Analyse.
22:32Vielen Dank.

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