Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Wesen sein.
00:03Dafür zahlt sie jetzt nur einen Preis.
00:06Ja.
00:17Genau wie wir.
00:19Genau wie wir.
00:33Oh, ich hab sie gar nicht kommen hören.
00:37Dafür habe ich umso mehr gesehen.
00:41Sie haben einen falschen Eindruck.
00:42Julia und ich sind gute Freunde.
00:46Ich nehme an, sie haben noch ein paar Fragen an mich.
00:49Wir haben neue Erkenntnisse gewonnen.
00:52Dann bin ich also wirklich verdächtig?
00:54Julia, hören Sie zu.
00:57Frau Schilling, wir müssen noch mal mit Ihnen sprechen.
01:00Dann kann ich ja schon mal ein paar Sachen zusammenpacken, oder?
01:05Bin ich jetzt verhaftet?
01:42Zumindest stehen Sie unter dringendem Tatverdacht.
01:45Sind das Ihre neuen Erkenntnisse?
01:47Frau Schilling, ich möchte Sie um eine Schriftprobe bitten.
01:50Um eine Schriftprobe?
01:52Ja, bitte.
01:53Was geht hier eigentlich vor?
01:54Setzen Sie sich und schreiben Sie bitte Ihren vollen Namen auf.
02:06Sie sind Linkshänderin, Frau Schilling.
02:11Und nun zu Ihrer Frage, Herr Gravenberg.
02:13Unsere neuen Erkenntnisse bestehen darin,
02:15dass Marie Vermond von einem Rechtshänder angegriffen wurde.
02:19Sie sind somit vorerst entlastet.
02:24Ich würde Ihnen gern noch ein paar Fragen stellen.
02:27Ja, sicher.
02:29Könnten Sie uns...
02:31Natürlich.
02:44Hey.
02:45Hey.
02:46Du hast gepackt?
02:48Ja, ich will die nächsten Tage in der Villa verbringen.
02:52Okay.
02:53Hey, das hat nichts mit dir zu tun, okay?
02:56Ich habe einfach das Gefühl,
02:57dass wenn ich in der Villa bin,
02:58näher an Marie dran bin,
02:59wenn man irgendwas ist.
03:00Das verstehst du doch.
03:01Ja.
03:02Natürlich.
03:06Danke.
03:07Dafür?
03:09Dafür, dass du für mich da bist.
03:12Guck mal.
03:12Ich habe uns was gekocht.
03:15Das ist artig.
03:17Das ist lieb, aber ich muss...
03:19Ich muss nochmal zu Marie.
03:20Du warst doch vorhin schon da.
03:22Ja, aber sie wird heute von der Chirurgischen
03:24und die Neurologie verlegt
03:25und dann wollte ich nochmal nach ihr sehen.
03:27Verstehe, aber trotzdem
03:29solltest du vorher eine Kleinigkeit essen,
03:30sonst gibst du mir noch um.
03:33An dir ist ein guter Krankenpfleger verloren gegangen.
03:38Und wenn ich mitkomme?
03:42Meinst du wirklich?
03:43Mhm.
03:52Was für eine Beziehung haben Sie zu Julia Schilling?
03:56Wir sind Freunde.
03:58Auch wenn das vorhin vielleicht für Sie anders ausgesehen haben mag.
04:01Aber Sie haben sich einmal sehr nahe bestanden.
04:04Ja.
04:07Wir waren mal ein Paar.
04:08Warum haben Sie sich getrennt?
04:12Weil Marie...
04:14Weil sie vorgab, schwanger zu sein.
04:18Wann haben Sie erfahren, dass das eine Lüge war?
04:22An dem Tag, als sie niedergeschlagen wurde.
04:24Hat Marie Vermont es Ihnen gestanden?
04:28Wie haben Sie reagiert?
04:31Ich war fassungslos.
04:33Wie haben Sie Marie Vermont gegenüber reagiert?
04:39Ich war wütend, ich war verzweifelt
04:41und dann bin ich gegangen.
04:43Sind Sie ihr gegenüber handgreiflich geworden?
04:45Nein.
04:47Das heißt...
04:50Als ich gehen wollte, da...
04:53Als ich versucht, mich festzuhalten,
04:54da habe ich sie zurückgestoßen.
04:55Wie zurückgestoßen?
04:57Sie ist gestürzt, aber das wollte ich nicht.
04:59Und dann?
05:01Dann bin ich ins Kosi gegangen.
05:03Wo Sie sich betrunken haben.
05:06Und an alles Weitere können Sie sich nicht erinnern.
05:09Das Einzige, woran ich mich noch erinnern kann,
05:11ist, dass ich am nächsten Morgen
05:12im Bootshaus aufgewacht bin.
05:13Sie haben also kein Alibi
05:15für die Zeit nach 22.30 Uhr.
05:19Herr Grafenberg,
05:20Sie haben sich an jenem Abend
05:21in einer Extremsituation befunden,
05:23aus sehr verständlichen Gründen.
05:26Könnte es nicht sein,
05:27dass Ihnen einfach mal
05:28die Nerven durchgegangen sind?
05:30Nein.
05:31Nein.
05:33Nein.
05:39Julia.
05:42Falls du deine Zweifel hattest,
05:43ich war es nicht.
05:46Natürlich nicht.
05:48Eben, dann hattest du es ja in Betracht gezogen.
05:52Ich habe mich nur gewundert,
05:53dass du in deinem Kladern geschlafen hast.
05:56Ich wollte der Polizei keine Möglichkeit geben,
05:58dich zu verdächtigen.
06:00Es tut mir leid.
06:06Die Polizei hat festgestellt,
06:07dass ich es gar nicht gewesen sein kann.
06:09Sie haben dich entlastet?
06:11Der Täter hat mit rechts zugeschlagen.
06:13Ich bin ja Linkshänderin.
06:14Ach, ich bin so froh.
06:17Ich auch.
06:21Als ich vorhin in der Küche stand,
06:22dachte ich, die würden mich mitnehmen.
06:24Ich hatte wirklich Angst.
06:30Es ist vorbei.
06:35Jetzt verhören Sie Daniel.
06:39Kreis wird enger.
06:41Wie meinst du das?
06:43Das ist Daniel,
06:44das wahrscheinlich der Hauptverdächtige ist.
06:47Nur weil er Marie gefunden hat?
06:50Weil sie ihn maßlos verletzt hat.
06:52Weil er sich berechtigt über sie geärgert hat
06:54und weil er so viel getrunken hat,
06:55dass er nicht mehr weiß, was...
06:56Hör auf, Daniel hat mit der Tat genauso wenig zu tun wie ich.
06:58Ich rede nur von einer Möglichkeit.
07:00Außerdem weiß ich,
07:01wohin das führen kann,
07:02wenn man auf jemand richtig wütend ist.
07:03Hör auf zu spekulieren,
07:04das bringt überhaupt nichts.
07:26Dann bin ich wieder.
07:28Ich dachte,
07:28du bist mit Tim unterwegs.
07:30Ja, war ich auch bis eben.
07:31Was ist los?
07:32Stress?
07:34Nee.
07:35Wenn man nicht ständig aufeinander hockt,
07:37heißt das noch nicht leicht,
07:37dass man Stress hat, oder?
07:39Das sind ja ganz neue Töne.
07:41Blöd, Mann.
07:43Wo ist Papa?
07:45Telefoniert.
07:46Dann werde ich unserem alleinerziehenden Vater
07:48mal bei der Hausarbeit helfen.
07:50Ey, ich mach dann eh die große Wäsche,
07:52also beschwer dich nicht.
07:57Papa, was ist?
08:00Eva war am Telefon.
08:01Sie hat gesagt,
08:02dass die Polizei Julia verhört hat.
08:04Sieht ganz so aus,
08:05als würde man sie verdächtigen.
08:07Was?
08:08Julia?
08:09Das kann doch gar nicht sein.
08:11Sie hat kein Alibi
08:12und außerdem ein Motiv.
08:14Kurz zuvor hatte sie sich
08:15mit Marie gestritten.
08:16Und deshalb schlägt sie
08:18Marie gleich halb tot.
08:20Unsere Julia.
08:21Das ist doch absurd.
08:23Ja, hoffentlich sieht das
08:24die Polizei genauso.
08:27Wollen wir Julia mal anrufen?
08:29Nein, sie wird sich schon melden.
08:31Was ist,
08:31wenn sie Julia schon festgenommen haben?
08:33Hätte sie sich auch schon
08:34längst gemeldet.
08:35Oder Frederik.
08:36Keine Sorge.
08:37Eva hätte es bestimmt mitbekommen.
08:46Julia.
08:48Es tut mir leid,
08:49wenn ich dich verletzt habe.
08:51Das war bestimmt nicht meine Absicht.
08:54Ist schon gut.
09:02Ich gehe jetzt erst mal zu Tobias.
09:04Der weiß noch gar nicht,
09:04was alles passiert ist.
09:05Natürlich.
09:07Grüß ihn von mir.
09:08Mache ich.
09:10Bis später.
09:12Julia.
09:15Ich hoffe,
09:16es steht nichts zwischen uns.
09:19Ich möchte nicht,
09:20dass diese Situation
09:20unsere Beziehung belastet.
09:25Das wünsche ich mir
09:26genauso sehr wie du, Frederik.
09:51Es wäre sehr hilfreich,
09:52wenn Sie sich erinnern könnten.
09:53Je eher, desto besser.
09:54Ich weiß.
09:55Ich kann Ihnen aber nichts versprechen.
09:56Ja.
09:57Ach, wir wollten noch eine Schriftprobe machen.
09:58Das wird nicht nötig sein.
09:59Ich bin Rechtshänder.
10:01Was soll das heißen?
10:03Schriftprobe?
10:04Rechtshänder?
10:05Das wird Ihnen Ihr Sohn
10:06sicherlich erklären können.
10:08Ach, aber Frau Grafenberg,
10:09da Sie schon mal da sind,
10:10ich habe ja Sie gar nicht gefragt,
10:11wo Sie an jenem Abend waren.
10:13Nun, ich habe den ganzen Abend
10:16zu Hause vor dem Kamin verbracht,
10:18bis ich dann irgendwann ins Bett gegangen bin.
10:20Gibt es dafür Zeugen?
10:22Ich habe sicher mit Familienmitgliedern
10:25oder Angestellten gesprochen,
10:27aber so genau kann ich mich
10:28natürlich nicht daran erinnern.
10:31Komisch.
10:31Irgendwie kann sich hier scheinbar
10:33niemand mehr an irgendetwas erinnern.
10:35Ich danke Ihnen für die Zeit,
10:36Herr Grafenberg.
10:37Ich fürchte,
10:37dass ich noch mal auf Sie zurückkommen muss.
10:38Dani, du sagst jetzt nichts mehr
10:39ohne unseren Anwalt.
10:41Ja.
10:41Besorgen Sie sich einen Rechtsbeistand,
10:43Herr Grafenberg.
10:43Sie werden ihn brauchen.
10:44Auf Wiedersehen.
10:47Das ist ja unglaublich,
10:48was diese Person sich herausnimmt.
10:50Was hast du ihr erzählt?
10:52Die Wahrheit.
10:54Dass ich mich an nichts mehr erinnern kann.
10:57Was soll das bedeuten?
10:59Rechtshänder, Schriftprobe.
11:01Die Polizei hat festgestellt,
11:03dass der Schlag gegen Marie mit rechts
11:04ausgeführt wurde.
11:07Und was heißt das?
11:09Dass ein Linkshänder als Täter
11:11nicht in Frage kommt.
11:12Julia zum Beispiel.
11:14Julia ist Linkshänderin?
11:17Sie hat eine Schriftprobe abgegeben
11:19und wurde daraufhin entlastet.
11:21Was sind denn das für Methoden?
11:23Ausschlussverfahren.
11:25Und anstatt Julia
11:26wirst du jetzt verdächtigt?
11:29Es sieht ganz danach aus.
11:31Ach, das ist doch absurd.
11:33Absurd war es,
11:34Julia überhaupt zu verdächtigen.
11:50Es tut mir leid,
11:51dass ich dir nicht geglaubt habe.
11:56Ich hätte nie gedacht,
11:57dass du dir so etwas
11:57mit einer Schwangerschaft
11:58ausdenken könntest.
12:00Hallo.
12:03Du musst so verzweifelt gewesen sein
12:06und ich habe nichts bemerkt.
12:12Stattdessen wollte ich lieber glauben,
12:15dass du verrückt bist.
12:23Bitte, Marie.
12:27Mach wieder auf.
12:29Wie soll ich denn
12:30ohne dich weiterleben?
12:42Ich hätte dich lockerlassen dürfen.
12:46Ich hätte dich überreden müssen,
12:48von dir wegzugehen.
12:55Mama,
12:57du rastest nicht zu spät.
13:01Lass du mal ganz mal vorne anfangen.
13:04Ganz weit weg von hier.
13:08Du musst dann nur wieder gesund werden.
13:26Ich habe selbst gesehen,
13:27wie Daniel Marie
13:28zu den Bäckers gebracht hat.
13:29Er wollte nur eins Marie helfen.
13:32Ich...
13:34Ich habe dann sofort
13:35den Krankenwagen gerufen.
13:36Das beweist leider gar nichts.
13:38Aber ich kenne meinen Bruder.
13:39Er wäre nie zu sowas fähig.
13:42Wie hätte reagiert,
13:43als er erfuhr,
13:43dass ihr Onkel,
13:44Frederik Gravenberg,
13:45für die vermeintliche Fehlgeburt
13:46verantwortlich war?
13:49Er war wütend,
13:51traurig,
13:53verzweifelt.
13:54Wie man eben reagiert,
13:55wenn man sein Kind verliert.
13:57Oder glaubt,
13:58verloren zu haben.
14:00Ist er ihrem Onkel
14:01gegenüber handgreiflich geworden?
14:08Daniel hat sich mit Frederik geschlagen.
14:10Ist auch kein Wunder
14:11in so einer Situation.
14:12Eben.
14:13In so einer Situation.
14:14Das beweist auch,
14:15dass ihr Bruder in Extremsituationen
14:17durchaus zur Aggression neigt.
14:20Daniel musste davon ausgehen,
14:21dass Frederik für den Tod
14:22seines Kindes verantwortlich ist.
14:24Wer würde denn in so einer Situation
14:25die Ruhe bewahren?
14:28Haben Sie denn Ihren Bruder
14:29nochmal gesehen?
14:30An dem Tag,
14:31als er erfuhr,
14:32dass die Schwangerschaft
14:32nur vorgetäuscht war?
14:35Ich war zu dem Zeitpunkt
14:36in der Manufaktur.
14:38Und später war ich
14:39mit Nico Becker zusammen.
14:41Einen schönen Beruf haben Sie.
14:43Was machen Sie da gerade?
14:46Ich mische Farben,
14:47um den optimalen Farbton zu finden.
14:49Darf ich mal sehen,
14:50wie Sie das machen?
14:58Das ist schön.
14:59Ich danke Ihnen
15:00für das Gespräch von Ravenberg.
15:03Egal wie sehr Marie
15:04ihn belogen hat,
15:05Daniel wäre niemals fähig,
15:07ihr das anzutun.
15:19Was sieht die Polizei aber anders?
15:22Daniel wird verdächtigt?
15:24Das kann ich mir nicht vorstellen.
15:26Daniel kann doch
15:26so etwas gar nicht tun.
15:28Natürlich hat es Daniel
15:29nicht getan.
15:31Sie wissen ja,
15:31die Polizei braucht
15:32immer einen Schuldigen.
15:34Je schneller,
15:34desto besser.
15:36Immerhin hat die
15:37Julia ein Motiv.
15:40Marie war ihre Konkurrentin.
15:43Die Polizei wollte Sie doch
15:45morgen auch noch einmal verhören.
15:47Zumindest wurde das gesagt.
15:49Dann werden Sie ja schnell merken,
15:51dass die Fragen der Kommissarin
15:52immer in eine Richtung zielen.
15:55Nämlich gegen Daniel.
15:57Dabei wissen wir doch beide,
15:58Daniel kann nicht mal
15:59in der Fliege etwas zu leide tun.
16:01Und Sie wissen,
16:02wie sehr ich Daniel liebe.
16:03Schließlich habe ich ihn
16:04mit großgezogen.
16:05Dann sind wir uns ja einig.
16:07Ich werde der Polizei sagen,
16:09was ich weiß.
16:10Und das ist sowieso nicht viel.
16:13Natürlich, Eva.
16:21Du machst tatsächlich die Wäsche
16:23und das völlig freiwillig?
16:24Klar.
16:25Nichts mehr im Schrank habe.
16:28Mist.
16:30Was ist das?
16:33Was ist das?
16:36Was ist das?
16:37Das ist ein von Daniel Grafenberg.
16:39Wie kommt das in unsere Wäsche?
16:43Als Daniel Marie hergetragen hat,
16:46hat er es anschließend ausgezogen.
16:48Es war voller Blut.
16:50Maries Blut.
16:52Wer kann sowas nur getan haben?
16:54Ja, Julia bestimmt nicht.
16:57Natürlich nicht.
16:58Es ist völlig unsinnig,
16:59Sie überhaupt zu verdächtigen.
17:01Ja, bestimmt wird die Polizei
17:02das auch bald ansehen.
17:03Hoffentlich.
17:06Was machen wir jetzt damit?
17:07Ich werde es entsorgen.
17:11Ich glaube nicht,
17:11dass Daniel das Hemd
17:12noch wieder haben will.
17:14Das kriegt man bestimmt
17:15sowieso nicht mehr sauber.
17:32Und du kannst dich wirklich
17:33an nichts mehr erinnern?
17:34Ich wünschte,
17:35ich könnte es.
17:37Das Einzige,
17:38was ich noch weiß,
17:38ist, dass ich
17:39hier gesessen habe
17:40und
17:42unheimlich viel getrunken habe
17:43und dann...
17:46Ich wollte dich überreden,
17:47mit zu mir zu kommen
17:48und in Ruhe über alles zu reden,
17:49aber du wolltest nicht.
17:51Und dann?
17:53Du wolltest immer mehr
17:54und immer mehr trinken
17:55und irgendwann habe ich mich
17:55geweigert,
17:56dir auszuschenken.
17:57Dann bist du...
17:59Was?
18:01Na ja,
18:01du bist ziemlich lautstark geworden
18:03und hast die Gäste angepöbelt.
18:05Es tut mir leid, Jan.
18:08Bitte erzähl mir alles,
18:09was du weißt.
18:10Du warst eben
18:11total sauer auf Marie
18:12und hast dich lautstark
18:13über sie aufgeregt.
18:15Was habe ich gesagt?
18:17Alles Mögliche.
18:19Und du hast dir gewünscht,
18:21dass...
18:22Jan,
18:23was habe ich gesagt?
18:26Du hast gesagt,
18:27ich wünschte,
18:28Marie wäre tot.
18:32Was ist dann passiert?
18:35Ich wollte dich
18:36in ein Taxi setzen,
18:36was dich nach Hause bringen,
18:37aber du wolltest nicht.
18:38Du hast gesagt,
18:38du hast noch was vor.
18:40Und dann bist du gegangen.
18:41Aber besser gesagt,
18:42rausgetorkelt.
18:43Was hatte ich denn vor?
18:45Das hast du nicht gesagt.
18:48Ist das alles?
18:53Das habe ich doch
18:53bestimmt nicht ernst gemeint.
18:54Ich meine,
18:55dass ich mir wünschte,
18:56Marie wäre tot.
18:58Das könnte ich jedoch
18:59niemals antun.
19:02Natürlich nicht.
19:11die Beziehung zwischen
19:13Daniel Gravenberg
19:13und Marie Wermond
19:14verlief ja nicht
19:15besonders harmonisch.
19:16Was wissen Sie denn
19:17darüber?
19:19Also,
19:20Daniel und Marie
19:22haben sich sehr geliebt.
19:23Naja,
19:24natürlich gab es da
19:25ab und zu Probleme.
19:26Welche Art
19:26waren die Probleme?
19:32Daniel glaubte,
19:34dass sein Onkel
19:35die Fehlgeburt
19:36verursacht hat.
19:38Und dann
19:38erfährt er,
19:40dass es gar kein Kind gab.
19:44Marie ist
19:45psychisch
19:46etwas labil
19:47und
19:47für Daniel
19:48ist es nicht einfach,
19:49damit klarzukommen.
19:51Wie hat er denn reagiert,
19:52als er erfahren hat,
19:53dass die Schwangerschaft
19:53nur vorgetäuscht war?
19:55Ich habe nur gehört,
19:56dass es in seinem Zimmer
19:57sehr laut wurde.
19:58Und dann ist
19:59Daniel aus dem Haus
20:00gestürmt.
20:01Und Marie Wermond?
20:03Die lag
20:04in Daniels Zimmer
20:05und hatte sich
20:05den Arm geprellt
20:06und ich habe mich
20:07um sie gekümmert.
20:08Daniel Gravenberg
20:09ist also handgreiflich
20:10geworden?
20:10Er hat sie
20:11geschubst
20:12im Affekt.
20:13Also,
20:15doch nicht mit Absicht.
20:16Da kann man doch
20:17nicht von handgreiflich
20:17reden.
20:18Na, die Formulierung
20:19müssen Sie schon
20:19uns überlassen.
20:22Und nachdem
20:23er aus dem Haus
20:23gerannt war,
20:24kam er nicht
20:25mehr wieder.
20:26Erst am nächsten Tag.
20:29Wie hat er sich
20:30denn in letzter Zeit
20:30so verhalten?
20:33Er war etwas
20:34angespannt.
20:35Es ist ja auch
20:36viel passiert
20:37in letzter Zeit.
20:38Sein Großvater
20:39ist gestorben,
20:40dann die vermeintliche
20:42Fehlgeburt,
20:43dann hat er sich
20:43mit seinem Onkel
20:44überworfen
20:45und dann noch
20:46der Druck
20:46in der Manufaktur.
20:47Ja,
20:48danke Frau Leibmann.
20:49Ich danke Ihnen.
20:50Jetzt möchte ich Ihnen
20:52aber auch etwas sagen,
20:53Frau Kommissarin.
20:56Ich kenne Daniel
20:58seit seiner Geburt
20:59und ich weiß,
21:01dass Daniel
21:02zu einer
21:02so grausamen Tat
21:04nie fähig wäre.
21:06Sie sind nicht die Erste,
21:07die mir das sagt.
21:08Trotzdem
21:09müssen wir unsere
21:10eigenen Schlüsse ziehen.
21:11Auf Wiedersehen.
21:23Hallo, Nico.
21:26Ich habe geklopft,
21:27aber die Tür war offen
21:28und weil niemand kam,
21:30habe ich...
21:31schön dich zu sehen.
21:33Ich musste einfach
21:34mit jemandem reden.
21:37Was ist passiert?
21:41Die Polizei war da
21:43und hat mich verhört.
21:46Und was wollten die wissen?
21:48Alles, was Daniel
21:49belasten könnte.
21:51Sieht ganz so aus,
21:52als wäre er jetzt
21:53die Hauptverdächtiger.
21:54Na ja,
21:55aber du glaubst
21:55doch nicht, dass...
21:56Natürlich nicht.
21:58Aber ich ärgere mich
21:59darüber,
21:59dass ich wahrscheinlich
22:00noch Öl ins Feuer
22:00gekippt habe.
22:02Wie das denn?
22:04Indem ich von dem Streit
22:05von Daniel
22:06und Frederik erzählt habe.
22:07Als Daniel
22:08sich mit Frederik
22:09geschlagen hat.
22:11Das glaubt die Polizei.
22:14Daniel wäre gewalttätig.
22:15Die zählen doch jetzt
22:16eins und eins zusammen.
22:18Aber...
22:19sich mit einem Mann zu prügeln
22:20ist doch etwas völlig anderes,
22:21als seine Verlobtheit
22:22totzuschlagen.
22:23Ja, allerdings.
22:29Jedenfalls...
22:31hoffe ich,
22:32dass ich Daniel
22:32jetzt nicht
22:32in Schwierigkeiten gebracht habe.
22:35Das hast du bestimmt nicht.
22:38Die Polizei wird
22:39bald den Warnentäter finden
22:40und dann
22:40ist Daniel sowieso entlastet.
22:43Hoffentlich hast du recht.
22:46Was dagegen,
22:47wenn ich dich
22:47auf andere Gedanken bringe?
22:49Wie denn?
22:51Na klar,
22:51und spritzt du auf dem Motorrad.
22:54Nee.
22:56Nix dagegen.
23:22Charlotte,
23:24warst du bei Marie
23:25im Krankenhaus?
23:28Ja.
23:32Sie liegt einfach nur so da.
23:36Sie regnet sich überhaupt nicht.
23:39Als ob sie jetzt schon...
23:40Nein, das...
23:41das darfst du nicht denken.
23:43Die Ärzte sagen doch,
23:45dass sie jeden Moment
23:46aufwachen kann.
23:49Ja.
23:50Oder in einem Monat.
23:52Oder in ein paar Jahren.
23:53Ja.
23:54Oder vielleicht überhaupt nicht mehr.
23:55Das darfst du dir nicht einreden.
23:59Selbst wenn sie aufwacht,
24:01man weiß überhaupt nicht,
24:02was für Schäden zurückbleiben können.
24:04Die Ärzte geben ihr Bestes.
24:09Ich hätte ihr glauben müssen.
24:12Als sie mir gesagt hat,
24:13dass die ganze Schwangerschaft
24:14nur gelungen war,
24:15ich...
24:15ich hätte ihr einfach glauben müssen.
24:17Wer hätte denn so etwas
24:18auch glauben können?
24:20Wenn ich ihr geglaubt hätte,
24:22dann hätte ich gesehen,
24:22dass die Beziehung zu Deine
24:23überhaupt keinen Sinn hat
24:24und dann hätte ich sie
24:24von ihr weggebracht.
24:25Es ist nicht deine Schuld.
24:28Wir alle haben es
24:28so spät bemerkt.
24:30Selbst ich,
24:31obwohl ich hier mit ihr
24:32unter einem Dach gelebt habe.
24:37Ich hätte lieber glauben,
24:38dass sie verrückt ist.
24:41Ich habe ihren Hilferuf
24:43einfach nicht gehört.
24:45Du hast viel
24:46für deine Schwester getan.
24:47Mehr konntest du nicht tun.
24:50Ist es jetzt die Strafe
24:52für ihre Lüge?
24:53Nein, ganz bestimmt nicht.
24:55Zwischen Maries
24:56vorgetäuschter Schwangerschaft
24:57und dieser grausamen Tat
24:59gibt es ganz bestimmt
25:00keinen Zusammenhang.
25:04Aber wer konnte
25:05sowas tun?
25:08Ich weiß es nicht.
25:12Ich hoffe,
25:13sie finden dieses Schwein.
25:17ganz bestimmt.
25:19Da bin ich mir sicher.
25:27Julius?
25:30Hallo.
25:31Julia.
25:32Ich dachte,
25:32ich besuche dich mal.
25:35Komm,
25:35setz dich.
25:36Danke.
25:36Magst du einen Tee?
25:37Ja, gerne.
25:39Ach, das ist schön,
25:40dass du gekommen bist.
25:41Wir haben schon
25:42solche Sorgen gemacht.
25:43Sorgen?
25:43Wieso das denn?
25:45Ich hatte erzählt,
25:45dass du verhört worden bist.
25:47Ja, und dass die Polizei
25:48glaubt, dass du...
25:49Weil ich angeblich
25:49ein Motiv hatte
25:50und kein Alibi.
25:53Ja, und jetzt?
25:54Jetzt bin ich entlastet,
25:55weil ich ja
25:56Linkshänderin bin
25:57und die Tat
25:57mit rechts ausgeführt wurde.
25:58Ah.
26:02Ja, aber davon abgesehen
26:03war es doch wohl
26:04vollkommen abwegig,
26:05dich zu verdächtigen.
26:06Und jetzt
26:07traf ja die Polizei
26:08früher oder später
26:08sowieso gekommen.
26:12Das noch was,
26:14Ja, es ist wegen Daniel.
26:16Ich befürchte,
26:16dass er jetzt
26:17der Hauptverdächtige ist.
26:19Daniel?
26:20Du meinst, dass er...
26:21Ich meine,
26:21dass er zu Unrecht
26:22verdächtigt wird.
26:22Er war es
26:23auf gar keinen Fall.
26:25Und das
26:25weißt du ganz genau?
26:26Ich kenne ihn, Tobias.
26:28Die Polizei
26:29hat den Falschen.
26:31Dann wird sich
26:32dieses Irrtum
26:32doch wohl
26:33bald aufklären,
26:34so wie bei dir.
26:35Das hoffe ich.
26:39Wie viel Zeit
26:40hast du eigentlich?
26:43Ich sehe dich
26:44doch nur noch
26:44so selten.
26:46Vielleicht hast du ja Lust,
26:47heute zum Essen zu bleiben.
26:48Oder sogar über Nacht.
26:50Hier bei euch?
26:50Na klar.
26:52Ich überlege es mir.
26:59Arme Marie.
27:01Wir wollten dir doch
27:02eigentlich einen Blumenstrauß kaufen.
27:05Glaubst du,
27:05die bekommen da noch was mit?
27:07Koma-Patienten
27:08bekommen mehr mit,
27:09als man denkt.
27:10Das habe ich mal
27:11irgendwo gelesen.
27:13Wir könnten ja morgen
27:14in der Belegschaft sammeln
27:15und ihr dann
27:16einen riesigen
27:17Blumenstrauß kaufen.
27:18Und den nimmt dann
27:19Daniel mit ins Krankenhaus.
27:21Das ist eine gute Idee.
27:23Ich würde aber trotzdem
27:24gerne wissen,
27:25was die Polizei
27:25heute von Patrizia wollte.
27:28Die Polizei war da?
27:29Ja.
27:30Ja, seit wir herausgefunden haben,
27:32dass das mit Marie
27:32doch kein Unfall war.
27:34Was sagst du da?
27:37Na, ich dachte,
27:38das hast du mitbekommen.
27:39Nein, da muss ich wohl
27:41gerade draußen gewesen sein.
27:43Das heißt,
27:43jemand hat Marie mit Absicht?
27:48Wer macht denn sowas?
28:02Ja?
28:04Frederik, ich bin's, Julia.
28:05Hallo, Schatz.
28:06Schön, dass du anrufst.
28:07Bist du noch bei Tobias?
28:09Ja, und er hat mich
28:09zum Abendessen eingeladen.
28:11Gut.
28:12Ihr habt sicher eine Menge zu reden, hm?
28:14Es wird sicher spät.
28:16Soll ich nachher abholen kommen?
28:18Nein, das brauchst du nicht.
28:21Ich werde hier übernachten.
28:24Ah, ja, ich verstehe.
28:29Wir sehen uns dann ja morgen.
28:33Ja.
28:35Also dann...
28:37Ah, Julia, warte einen Moment.
28:39Ja?
28:41Ist alles in Ordnung?
28:43Ja, natürlich.
28:46Julia, ich möchte wirklich nicht,
28:48dass irgendetwas zwischen uns steht.
28:50Frederik, mach dir bitte keine Sorgen.
28:53Okay.
28:55Dann wünsche ich dir eine gute Nacht.
28:57Wünsche ich dir auch.
29:07Ich möchte nicht,
29:08dass meine Beziehung mit Frederik belastet wird.
29:11Ich bin noch glücklich mit ihm.
29:20Trotzdem merke ich,
29:21dass ich etwas Abstand brauche.
29:23Nach allem, was passiert ist.
29:29Mit Marie.
29:34Und mit Daniel.
29:36Julia, das ist uns fertig.
29:38Ich komme.
29:48Ich bin es, Daniel.
29:57Ich begreife immer noch nicht,
29:58wie du mich so lange belügen konntest.
30:05Du wolltest mich an dich binden.
30:10Aber um jeden Preis.
30:18Egal, was du getan hast.
30:22Das hier hast du nicht verdient.
30:34Bitte, Marie, du musst aufwachen.
30:38Du musst mir sagen,
30:39wie ich dir das angetan habe.
30:44Bea.
30:48Ich war es nicht.
30:51Ich kann es nicht gewesen sein.
30:57Ich kann dir doch sowas nicht antun.
31:28Julia ist also entlastet.
31:30Na ja, das ist ja wohl nicht allzu verwunderlich.
31:32Wieso nicht?
31:34Sie hatte kein Alibi und ein Motiv.
31:38Aber wer hat das gemacht?
31:40Wer hat meine Schwester dann bitte so gehasst?
31:43Wahrscheinlich war es irgendein Dieb,
31:45den Marie auf frischer Tat ertappt hat.
31:47Klar.
31:48Weil es im Bootshaus ja so viel zu holen gibt.
31:51Dich hat die Polizei doch gestern auch verhört.
31:55Mhm.
31:56Und?
31:57Was und?
31:59Was haben Sie gefragt?
32:02Sie haben mich vor allem über Daniel ausgefragt.
32:05Ob ich ihn an diesem Tag nochmal gesehen habe.
32:08Sonst nichts?
32:10Ich glaube nicht, dass das der richtige Zeitpunkt ist,
32:12um das zu besprechen.
32:13Ihr braucht mir nichts zu verheimlichen.
32:16Mann, als ob ich mir nicht denken könnte,
32:17was mit Daniel los war.
32:19Charlotte, du hast ja noch gar nichts angerührt.
32:21Möchtest du nicht etwas essen?
32:22Nein.
32:26Und der Appetit ist mir auch vergangen.
32:30Daniel, ich habe ihn schon gefragt, wo du steckst.
32:32Hast du im Krankenhaus übernachtet?
32:34Ja.
32:38Wie geht's Marie?
32:41Unverändert.
32:43Was war denn jetzt mit Charlotte los?
32:45Sie leidet, weil Marie im Koma liegt.
32:56Wenn Daniel sich bloß erinnern könnte.
33:00Oft kommt das Gedächtnis ja stückchenweise wieder.
33:03Meinst du?
33:04Mhm.
33:07Solange er der Polizei nichts sagen kann,
33:09bleibt er der Hauptverdächtige.
33:10Ja, es sei denn, der wahre Täter wird gefunden.
33:12Das wird aber schwierig,
33:13wenn sich die Polizei nur auf Daniel konzentriert.
33:15Jetzt mach dir nicht so viele Gedanken.
33:17Sie haben doch gar keine Beweise.
33:19Ich rede nochmal mit ihm.
33:20Tu das.
33:24Und, Frederik?
33:25Was meinst du?
33:28Euch ist doch hoffentlich alles in Ordnung.
33:31Ja.
33:32Ja?
33:35Ja?
33:37Frederik!
33:38Wenn man vom Teufel spricht.
33:39Ihnen auch einen schönen guten Morgen.
33:42Morgen, Frederik. Möchten Sie einen Kaffee?
33:43Gerne.
33:44Hallo.
33:45Ich...
33:46Ich war auf dem Weg in die Manufaktur
33:47und wollte wissen, ob du mitkommst.
33:49Gerne.
33:54Was ist, wenn Marie nicht mehr...
33:56Nein, Daniel.
33:58Marie wird ganz bestimmt wieder gesund.
34:03Ich könnte mir das nie verzeihen.
34:09Daniel, es ist nicht deine Schuld.
34:13Woher willst du das wissen?
34:15Was ist, wenn ich...
34:16So etwas darfst du nicht mal ansatzweise denken.
34:19Dazu wärst du niemals imstande.
34:21Und glaub mir,
34:22niemand weiß das besser als ich.
34:26Ich habe zu viel getrunken.
34:27Ich habe...
34:29Ich habe randaliert.
34:30Ich habe in Cosi rumgepübelt.
34:33Ich war stinksauer auf Marie.
34:35Lass dir nichts einreden.
34:36Wir alle sind uns sicher,
34:37du warst es nicht.
34:39Das sah eben aber anders aus.
34:42Ach, Charlotte ist im Moment sehr sensibel.
34:47Ich gehe jetzt duschen
34:48und dann fahre ich in die Hürde.
34:50Sehr gut.
34:52Die Arbeit wird dich auf andere Gedanken bringen.
34:55Und übermorgen fliegst du ja sowieso zu Saito,
34:57nach Tokio.
34:59Das wird dir etwas Abstand verschaffen.
35:02Vielleicht hast du recht.
35:03Ist doch selbstverständlich.
35:05Wenn ich irgendetwas für dich tun kann.
35:09Danke.
35:18Daniel Gravenberg hat sich also immer weiter betrunken?
35:21Ja, bis ich mich geweigert habe,
35:24ihm weiter auszuschenken.
35:26Und was taten Sie dann?
35:29Ich wollte ihm ein Taxi rufen,
35:30aber er wollte nicht.
35:33Er sagte...
35:35Ja, was?
35:35Herr Schönke, bitte sagen Sie uns alles,
35:37was Sie wissen.
35:39Er sagte, dass er noch was vorher hatte.
35:40Aber er sagte nicht was.
35:43Und Sie können sich auch nicht denken,
35:44was er damit gemeint hat.
35:45Nein.
35:47War Daniel Gravenberg denn die ganze Zeit alleine hier?
35:50Ja, Julia Schilling war kurz bei ihm.
35:52Sie hat versucht, mit ihm zu reden
35:53und ihn vom Trinken abzuhalten,
35:55aber ohne Erfolg.
35:56Und was tat sie dann?
35:58Sie ging bald.
36:00Und was tat Daniel Gravenberg,
36:01nachdem Julia Schilling gegangen war?
36:03Dasselbe wie vorher.
36:04Er hat sich betrunken und rumgeschimpft.
36:07Wie? Rumgeschimpft?
36:08Na, das ist offenes Zeug eben.
36:10Was genau hat er denn gesagt?
36:11Na ja, so Sachen eben,
36:13die jeder Betrunkene von sich gibt.
36:14Schwach sind.
36:15Herr Schilling,
36:16was hat Daniel Gravenberg gesagt?
36:18Er war eben total sauer
36:20auf seine Verlobte.
36:22Das ist ja wohl verständlich,
36:24nach dem, was sie ihm angetan hat.
36:26Was hat Daniel Gravenberg gesagt?
36:31Er sagte, dass...
36:34Also, ich wünsche, dass Marie...
36:36Was?
36:41Tod wäre.
36:43Das ist alles?
36:46Ja.
36:48Ja, danke, Herr Schünke.
36:49Damit habe ich Sie uns sehr geholfen.
36:50Vielen Dank.
36:52Hören Sie,
36:53das, was Daniel da gesagt hat,
36:54das ist ihm nur so rausgerutscht.
36:56Das sagt doch jeder mal.
37:02Wie geht's, Charlie?
37:05Nicht gut.
37:07Ich war mit ihr im Krankenhaus.
37:10Marie liegt da wie tot,
37:11an lauter Geräte angeschlossen.
37:14Charlie hat mit ihr geredet.
37:17Ich kann's kaum ertragen,
37:19so leid hat sie mir getan.
37:20Die Arme.
37:22Für mich geht's Marie
37:23bald wieder besser.
37:26Wenn Charlotte jetzt auch noch
37:27ihre Schwester verliert,
37:28nach den Eltern.
37:33Aber es hilft dir bestimmt schon,
37:34dass du da bist.
37:37Hier ist euer Kaffee.
37:38Oh, danke, Herr Schatz.
37:40Die Blumen hier haben wir
37:41für Marie gekauft.
37:42Wer sich beteiligen möchte,
37:43ist herzlich eingeladen.
37:45Natürlich, gute Idee.
37:48Na ja, hoffentlich hat sie
37:49auch was davon.
37:51Also, Kummerpatienten
37:52sollen angeblich viel mehr mitbekommen,
37:53als man denkt.
37:55Frag mal Silke.
38:03Und du kannst dich wirklich
38:04an gar nichts erinnern?
38:06Nein.
38:08Es kommen nicht mehr
38:09kleine Erinnerungsstückchen zurück?
38:11Nein, gar nichts.
38:12Wäre ich bloß bei dir
38:13im Kusi gewesen.
38:14Jo, du bist die Letzte,
38:15die sie Vorwürfe machen müsste.
38:16Ich bin eigentlich alt genug,
38:17um auf mich selbst aufzupassen.
38:19Eigentlich.
38:20Aber jetzt verdächtigt
38:20die Polizei doch dich.
38:23Sie hat doch ihre Gründe, oder?
38:25Daniel, du warst es nicht.
38:27Red dir das gar nicht erst ein.
38:28Jan hat mir gesagt,
38:29dass sie mich an dem Abend
38:29total über Marie aufgeregt hat.
38:31Du warst sehr wütend
38:31auf sie, zu Recht.
38:33Das heißt doch noch lange nicht,
38:34dass...
38:34Marie liegt jetzt da.
38:35Sie ist halbtot.
38:37Ja, bitte.
38:41Guten Tag, Herr Gravenberg.
38:42Ich hätte da noch einen gefragt,
38:43wenn sie...
39:01Ich hätte da noch einen gefragt,
39:12ich hätte da noch einen
39:35schlafen.
39:36Schnell.
39:38Du wirst mich hier nicht sterben lassen.
39:40Du musst Hilfe holen.
39:41Was tust du?
39:43Anna will.
39:43Anna will nicht!
39:53Alles, was ich getan habe,
39:58habe ich für die Familie getan.
40:01Sie haben gegen 22.30 Uhr das Kurs übern verlassen.
40:04Der Schlag gegen Marie-Vermont fand wahrscheinlich gegen 24 Uhr statt.
40:08Wann sind Sie im Bootshaus angekommen?
40:10Das kann ich Ihnen nicht sagen.
40:11Herr Grafenberg, Sie verschweigen uns so etwas.
40:13Ich kann mich nicht erinnern, das habe ich Ihnen doch schon mal gesagt.
40:15Sie haben für die Tatzeit kein Alibi.
40:17Wir wissen, dass Sie auch früher schon zu aggressiven Verhalten leigten unter Alkoholeinfluss.
40:21Wir haben eine Zeugenaussage, die beweist, wie groß Ihr Hass auf Marie-Vermont war.
40:25Sie haben also ein starkes Motiv.
40:27Ist das alles?
40:29Sie planen übermorgen nach Japan zu fliegen, ist das richtig?
40:32Ja.
40:33Unser langjähriger Kunde, Herr Saito, erwartet mich in Tokio.
40:37Ich fürchte, daraus wird leider nichts.
40:39Damit bestimmt die Fluchtgefahr.
40:43Was wollen Sie damit sagen?
40:51Hier, für Maries Blumen.
40:54Dankeschön.
40:56Möchtest du auch was dazugeben?
40:58Oh, ja, natürlich.
40:59Tu mal rein.
41:02Gib mir so ein bisschen ein Thunfisch-Sandwich und ein Mineralwasser.
41:06Sehr gerne.
41:10Daniel kann den Strauß ja dann mit ins Krankenhaus mitnehmen.
41:13Wir können hier schließlich nicht alle auf der Intensivstation aufkreuzen.
41:18Julia?
41:20Julia?
41:20Julia?
41:22Julia?
41:24Julia?
41:24Na planets?
41:31Ja.
41:33T Thai, ma questions.
Kommentare