- vor 5 Monaten
Nach dem Tod seines Bruders Peter wird Victor Siska neuer Hauptkommissar. Er sieht sich mit einer Reihe rätselhafter Morde konfrontiert, die sich als Serienmord entpuppen. (Text: SF1)
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00:06:07Guten Morgen.
00:06:09Guten Morgen, Herr Siska.
00:06:11Kollege Lessmann?
00:06:13Morgen.
00:06:14Was dachte ich mir?
00:06:15Was?
00:06:16Dass Sie hier der Kollege mit der Uhr sind.
00:06:18Alter Reflex lässt sich nicht mehr abstellen.
00:06:20Sieh mal einer an, Victor.
00:06:21Büro mit Zentralheizung.
00:06:23Das hatten wir schon lange nicht mehr.
00:06:24Und keine einzige Tarantel an der Decke.
00:06:28Ich sitze hier?
00:06:29Ja.
00:06:38Gutes Licht.
00:06:40Mein Hobby.
00:06:41Sie müssen aufpassen.
00:06:42Mit einem geht's los und plötzlich sind Sie überall.
00:06:52Das war sein Büro?
00:06:57Ja.
00:07:21Ah, Sie haben mir die Akte schon hingelegt.
00:07:36Sie wollen allein sein.
00:07:46Sie wollen allein sein.
00:07:59Ich bin nicht mehr.
00:07:59Ich bin nicht mehr.
00:08:09Aber ich bin nicht mehr an.
00:08:25Ich will ihn sehen.
00:08:28Sie meinen heute noch?
00:08:33Jetzt.
00:08:43Und worüber wollen Sie mit ihm reden?
00:08:46Das weiß ich selber nicht.
00:08:49Das wird sich ergeben.
00:08:52Warum sind Sie hier?
00:08:54Ich bin der Bruder des Mannes, den er getötet hat.
00:09:07Da ist er.
00:09:16Ich bin der Bruder des Mannes, den er getötet hat.
00:09:28Ich bin der Bruder des Mannes, den er getötet hat.
00:09:56Ich bin der Bruder des Mannes, den er getötet hat.
00:10:03Ich bin der Bruder des Mannes, den er getötet hat.
00:10:12Nein.
00:10:13Nein.
00:10:25Nein.
00:10:29Nein.
00:10:31Nein.
00:10:39Oh, komm mal her.
00:10:43Kommst du wieder?
00:10:46Ja.
00:10:49Jetzt komm, lauf rein, lauf rein.
00:10:54Oh, verdammt.
00:11:21Ja, Hanen, was ist denn?
00:11:24Wir haben einen Mord, Wilfbachstraße 2.
00:11:43Guten Tag.
00:11:44Das Einzige, was dieses Haus noch schöner machen könnte, ist eine Abrissbirne.
00:11:48Ach, finden Sie.
00:11:50Na, warten Sie, bis Sie drin sind.
00:11:56Der alleinige Bewohner, ein Mann namens Erwin Kohler, er hing dort oben an der Treppe.
00:12:03Unser Arzt.
00:12:05Der Mann war bereits tot, als er hochgezogen wurde. Da bin ich mir sicher.
00:12:08Erstmal guten Tag, Viktor Siska. Sie meinen also vorgetäuschter Selbstmord. Wie starb er denn wirklich?
00:12:13Grüße Sie.
00:12:14Herr Drosselt, gestern wahrscheinlich am späten Abend.
00:12:17Der Täter dachte wohl, dass der Strick alle anderen Spuren überdecken würde.
00:12:21Bis morgen haben Sie alles korrekt vom Labor.
00:12:23Danke.
00:12:31Na, was sagt die Nachbarschaft?
00:12:33Die nächsten Häuser stehen leer. Weiter oben an der Straße wohnt allerdings eine ältere Frau. Sie hatte Angst vor ihm.
00:12:39Angst? Warum?
00:12:40Er war ein komischer Kauz. Hasste alles und jeden. Sprach auch nicht mit den Leuten.
00:12:44Wieso hat man ihn dann so schnell gefunden? Ich meine, der hätte ja wochenlang ja unbemerkt hängen können.
00:12:49Genau das hat sich sein Mörder vermutlich auch erhofft. Aber da kam heute der Gerichtsvollzieher.
00:12:55Da gibt es nämlich einen ganzen Haufen unbezahlter Rechnungen. Und der ließ aufbrechen.
00:13:00Der Mann muss ein Optimist sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier was zu fänden gibt.
00:13:04Zu fänden vielleicht nicht. Zu sichten. Jede Menge.
00:13:06Er hat einen Brief geschrieben.
00:13:08Lass mal an!
00:13:11Das da ist Sprengstoff und das ist eine Briefbombe.
00:13:15Das überlassen wir aber besser den Kollegen vom LKA.
00:13:16Ja. Danke.
00:13:19Ihr geht jetzt bitte raus hier.
00:13:21Bitte.
00:13:23Bitte.
00:13:46Nein, nein, nein, nein, nein. Da muss ich Ihnen vehement widersprechen. Lassen Sie mich das mal auf einen Punkt bringen.
00:13:52Es ist doch so. Gesetze sind hauptsächlich für Dumme da. Leute mit Verstand helfen sich selbst.
00:14:01Also, ich glaube, das war jetzt doch ein bisschen überspitzt.
00:14:04Es stimmt aber trotzdem. Ein paar Gesetze weniger und freie Menschen könnten sich freier entfalten.
00:14:12Axel, ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie sich von jemand an Ihrer Entfaltung hindern lassen.
00:14:18Es gibt genug, die es versuchen.
00:14:30Simone.
00:14:33Die Leute fragen sich, wo du bleibst.
00:14:36Nein. Nein, das tun sie nicht. Außerdem bin ich sicher, saugt deine Mutter schon für die richtige Stimmung.
00:14:41Schließlich sind es ja Ihre Gäste.
00:14:43Aber es ist dein Haus.
00:14:50Was stimmt denn nicht?
00:14:52Es wäre besser, wenn du das selber siehst.
00:15:07Guten Abend, Frau Werner, ich grüße Sie.
00:15:11Guten Abend, Dr. Scholz.
00:15:13Guten Abend.
00:15:17Axel Pittrich.
00:15:19Na, das nenne ich eine Überraschung.
00:15:24Ich sehe, Sie amüsieren sich.
00:15:25Ja, ich fühle mich wie zu Hause.
00:15:28Schön.
00:15:28Dagmar, entschuldige. Kann ich nicht kurz sprechen?
00:15:39Was macht Pittrich hier?
00:15:40Das hast du doch eben selbst gesagt. Er amüsiert sich.
00:15:43Hast du ihn eingeladen?
00:15:45Ich habe mit ihm telefoniert. Er hatte Zeit.
00:15:47Dagmar, der Mann war mein Mandant.
00:15:49Und?
00:15:49Ich will ihn nämlich sehen, nicht in unserem Haus.
00:15:53Ich hatte keine Ahnung, dass er sich wirklich interessiert, wen ich einlade.
00:15:58Dagmar, du kannst natürlich machen, was du willst.
00:16:02Aber ich habe angenommen, dass du noch einen Rest von Anstand hast.
00:16:09Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll.
00:16:11Du hast den Mann verteidigt. Er wurde freigesprochen.
00:16:14Was hast du gegen einen unschuldigen Menschen im Haus?
00:16:17So naiv bist du nicht.
00:16:18Wenn es der Richter glaubt, warum sollte ich es nicht glauben?
00:16:22Jeder hier mag ihn.
00:16:24Dagmar.
00:16:27Woher kennst du ihn?
00:16:28Durch dich natürlich.
00:16:29Wie bitte?
00:16:31Ich sah ihn vor Gericht.
00:16:33Du hast es doch so gerne, wenn ich bei deinen Auftritten im Saal sitze.
00:16:37Da fiel er mir auf.
00:16:39Ich mochte seinen Stil.
00:16:40In Ordnung, Dagmar. Und jetzt?
00:16:43Schick ihn weg.
00:16:47Ich denke nicht daran.
00:16:56Bei dir auch nichts?
00:16:57Keine Angehörigen, keine Bekannten, kein Schriftverkehr.
00:17:00Der Mann lebt in seiner eigenen Welt.
00:17:03Und zwar in einer ohne Seife.
00:17:06Die Kollegen haben jetzt den Sprengstoff sichergestellt. Brauchen wir sie noch?
00:17:10Eins, zwei nicht. Danke.
00:17:12Wir telefonieren.
00:17:14Gute Nacht.
00:17:14Gute Nacht.
00:17:15Gute Nacht.
00:17:16Äh, Hane?
00:17:20Hat sich noch etwas ergeben zur Person?
00:17:23Kohler war dreimal vorbestreift.
00:17:24Dreimal wegen solcher Briefbomben.
00:17:27Ja.
00:17:27An wen schickt der denn diese Briefe?
00:17:29Vorzugsweise an Behörden. Einmal auch an eine hiesige Sparkasse.
00:17:33Er war da nicht wählerisch. Er hasste alle.
00:17:36Kam denn mal jemand zu Schaden dabei?
00:17:39Bei dem Brief an die Sparkasse wurde jemand schwer verletzt.
00:17:42Trotzdem kam er bei Gericht milde davon. Ich vermute, er hatte einen guten Anwalt.
00:17:46Und wohin sollte die Post diesmal gehen?
00:17:48In die Stadtwerke.
00:17:50Ja.
00:17:50Die hatten ihn mehrfach angemahnt.
00:17:53Das nahm ihn wohl übel.
00:17:56Sie machen das Licht aus.
00:17:57So, dann fassen wir mal zusammen, wie viele brauchbare Spuren haben wir denn bis jetzt?
00:18:02Null?
00:18:03Genau. So weit habe ich auch schon gezählt.
00:18:05Sie fahren jetzt ins Hotelkoffer auspacken?
00:18:09Bei mir gibt es nicht allzu viel auszupacken.
00:18:12Ah, Moment.
00:18:18Das hier habe ich schon die ganze Zeit bei mir im Wagen.
00:18:28Das Kühl von meinem Bruder.
00:18:31Damit nahm er immer eine Auszeit zum Nachdenken.
00:18:36Also, bis morgen.
00:18:48Wo hat er denn gespielt?
00:18:57Na, du lieber Himmel, Sie können es ja wirklich.
00:19:00Ja, wir hatten denselben Vater.
00:19:05Also, wo setzt man an bei einem Opfer, das überhaupt kein soziales Umfeld hat?
00:19:08Bei den Fakten.
00:19:10Das heißt in dem Fall bei all dem, was sich schon mal mit höchster Wahrscheinlichkeit jedenfalls ausschließen lässt.
00:19:17Raubmord war es wohl keiner.
00:19:18Der Mann besaß gerade mal das, was er zum Leben brauchte.
00:19:21Wenn man überhaupt Leben sagen kann zu sowas.
00:19:23Gläßmann.
00:19:24Na, ist doch wahr.
00:19:25Es ist jedenfalls sehr unwahrscheinlich, dass sein Mörder in dem Haus nach irgendetwas gesucht hat.
00:19:28Der Staub lag überall fingerdick.
00:19:30Die Spurensicherung hätte sicher irgendetwas entdeckt.
00:19:32Nein, nein, ich denke...
00:19:34Die Tat geschah im Flur.
00:19:36Der Täter kam gar nicht erst bis ins Wohnzimmer.
00:19:38Im Grunde entfallen hier sämtliche zwischenmenschliche Motive.
00:19:42Abgehr, Neid, Eifersucht.
00:19:44Deswegen haben wir auch keinen Ansatz.
00:19:45Ich sage Ihnen, wo wir ansetzen.
00:19:50Bei den beiden Leuten, die Sie vorhin erwähnt haben.
00:19:52Was?
00:19:53Wie, ich habe zwei Leute erwähnt?
00:19:56Ja, Sie sagten bei den Briefbomben, da gab es einen Schwerverletzten.
00:19:58Wir sollten feststellen, was aus ihm wurde.
00:20:00Läßmann, das ist schon mal deine Aufgabe.
00:20:02Alles klar.
00:20:03Ach, Sie denken an Rache als mögliches Motiv.
00:20:05Na, besser als gar keins.
00:20:07Und wen habe ich noch erwähnt?
00:20:09Sie sagten, Cola müsste einen ausgezeichneten Anwalt gehabt haben.
00:20:15Ich wüsste gern, wie heißt der Mann.
00:20:17Das lässt sich machen.
00:20:18Ich komme ja sowieso nicht zum Spielen.
00:20:21Ich komme ja sowieso nicht zum Spielen.
00:20:46Ich komme ja sowieso nicht zum Spielen.
00:20:48Ich komme ja sowieso nicht zum Spielen.
00:20:51Ich komme ja sowieso nicht zum Spielen.
00:21:06Ich komme ja sowieso nicht zum Spielen.
00:21:20Kohlers Anwalt ist der Scholz, Dr. Philipp Scholz.
00:21:24Der Name sagt Ihnen offenbar was.
00:21:26Ja, das ist ein Strafverteidiger von Rangen, kein Unbekannter.
00:21:32Sie wollen mitkommen?
00:21:33Oh, das sehe ich so aus.
00:21:35Ja.
00:21:36Lestmann ist unterwegs zu dieser Sparkasse?
00:21:38Natürlich.
00:21:39Der ist aber fix.
00:21:41Lestmann war auf einer internationalen Polizeischule.
00:21:44Und er hatte einen hervorragenden Ausbilder.
00:21:47Sie?
00:21:52Gut, gut.
00:21:56Entschuldigung, können Sie mir sagen, ob ich Frau Pfahl finde?
00:21:58Ja, hier drüben, bitte.
00:21:59Danke.
00:22:09Frau Pfahl?
00:22:10Ja?
00:22:11Mein Name ist Lestmann.
00:22:13Bitte.
00:22:14Kriminalpolizei.
00:22:16Mir wurde gesagt, dass Sie die Person sind, die hier vor fünf Jahren in einem Anschlag zum Opfer fiel?
00:22:21Ja, das bin ich.
00:22:22Die Person.
00:22:24Entschuldigung.
00:22:24Ist schon okay.
00:22:26Sie öffneten damals eine Briefbombe, richtig?
00:22:28Nein, das war mein Kollege.
00:22:30Als er begriff, was es war, da konnte er sie gerade noch wegwerfen.
00:22:33Dummerweise war es in meine Richtung.
00:22:36Sie wurden schwer verletzt.
00:22:39Ich lag ein halbes Jahr im Krankenhaus.
00:22:41Aber ist lange her.
00:22:45Was haben Sie vorgestern Abend gemacht?
00:22:47Vorgestern Abend?
00:22:49Da war ich schwimmen in der Ruppe.
00:22:50Wie lange?
00:22:52Bis bald nach Mitternacht.
00:22:54Wieso fragen Sie?
00:22:55Der Mann, der den Brief schickte, kam letzte Nacht ums Leben.
00:22:58Ich kannte ihn nicht.
00:23:00Wollten Sie ihn denn nie kennenlernen und wissen, was er für ein Mensch ist?
00:23:03Wozu denn?
00:23:04Es hätte mich alles nur wahnsinnig aufgeregt.
00:23:06Und außerdem hatte er nichts gegen mich persönlich, sondern er hatte was gegen die ganze Welt.
00:23:12Wissen Sie, ich habe mich einfach damit abgefunden und weitergelebt.
00:23:16Sie haben sich bemerkenswert gut erholt.
00:23:18Danke.
00:23:19Naja, solange ich nicht darüber nachdenke, dass ich mal Beine hatte.
00:23:28Das Leben läuft vorwärts.
00:23:29Nicht rückwärts, Herr...
00:23:31Lessmann.
00:23:39Mordkommission mit 20 Minuten eine Verhandlung.
00:23:42Oh, wir können uns kurz fassen.
00:23:43Dann tun Sie es bitte.
00:23:45Das ist meine Tochter, sie macht ihr ihr Praktikum.
00:23:47Also, worum handelt es sich?
00:23:50Um einen ehemaligen Mandanten von Ihnen, Erwin Kohler.
00:23:53Er verschickte Briefbomben.
00:23:56Ach ja, der.
00:23:57Ja, was ist mit ihm?
00:23:59Er starb vorletzte Nacht.
00:24:01Wie?
00:24:01Mein Freund, er hängt.
00:24:04Und warum kommen Sie zu mir?
00:24:06Sie sind vermutlich der Einzige, der ihn näher erkannte.
00:24:08Näher?
00:24:09Sie haben kaum mehr als zehn Worte miteinander gewechselt.
00:24:11Er war der schweigsamste Mann dann, den ich je hatte.
00:24:13Trotzdem hatten Sie einen Einblick in seine Persönlichkeit.
00:24:16Da gab es nicht viel zu blicken.
00:24:18Der Mann lebte völlig zurückgezogen, ohne jeglichen Bezug zur Realität.
00:24:21Wirr!
00:24:21Aber nicht wirr genug für eine geschlossene Anstalt.
00:24:24Hatten Sie denn einen besonderen Grund, seine Verteidigung zu übernehmen?
00:24:27Das war eine Herausforderung.
00:24:29Eine Herausforderung reizt mich immer.
00:24:31Die Art von Fallen, mit denen man sich einen Namen macht.
00:24:34Das schadet nie.
00:24:35Ich konnte dem Gericht glaubhaft machen, dass mein Mandant aus einem Gefühl der Verzweiflung
00:24:40herausgehandelt hatte.
00:24:41Wenn Sie meine persönliche Meinung wissen wollen.
00:24:43Ja.
00:24:45Kohler war genau die Art von Mensch, die früher oder später zum Strick greift.
00:24:48Aber warum gehen Sie dem Fall nach?
00:24:54Sieht ganz so aus, als hätte er kurz vor seinem Tod Besuch bekommen.
00:24:59Also, das wage ich zu bezweifeln.
00:25:01Wieso?
00:25:02Kohler empfing grundsätzlich niemanden in seinem Haus.
00:25:05Nicht mal Sie.
00:25:06Nicht mal mich.
00:25:08Kannten Sie den Mann?
00:25:12Wie käme ich dazu?
00:25:13Meine Tochter ging damals noch zur Schule.
00:25:15Also, was soll das?
00:25:15Ersparen Sie uns unnötige Fragen.
00:25:17Noch was?
00:25:17Hane, Sie wissen doch sicher, wo sich das Grundbuch abbefindet.
00:25:33Willst du noch was haben?
00:25:34Champagner?
00:25:36Nein, danke.
00:25:38Ich ruf dich an, ja?
00:25:41Ruf mich nicht mehr an.
00:25:44Ruf mich nie wieder an.
00:25:46Warum nicht?
00:25:49Weil ich genau weiß, warum du wirklich hier bist.
00:25:51Oha!
00:25:52Vorhin war vorhin.
00:25:53Vorhin war vorhin.
00:25:55Du willst nur eins.
00:25:56Du willst deinem Mann wehtun.
00:25:58Und du denkst, ich bin der nützliche Idiot, der dir dabei hilft.
00:26:00Was?
00:26:01Du willst ihm erzählen, wo du gewesen bist.
00:26:03Du willst zuschauen, wie er sich abquält.
00:26:05Wie er langsam kaputt geht.
00:26:07Ruf mich los!
00:26:11Komm nie wieder.
00:26:13Für solche Spielchen will ich nicht zu haben.
00:26:17Und mach die Tür leise zu.
00:26:42Und mach die Tür leise zu.
00:26:45Unwahrscheinlich lässt man.
00:26:46Unwahrscheinlich.
00:26:47Ausgeschlossen ist ein Begriff, den man sich in unserem Job ziemlich bald abgewöhnt.
00:26:50Glaub mir.
00:26:51Unwahrscheinlich ist diese Frau mit der Sache was zu tun hat.
00:26:54Somit sind wir dann noch keinen Schritt weiter.
00:26:57Wie man es nimmt, ich war mit Hane bei diesem Anwalt Scholz und da die Tochter.
00:27:02Die Tochter von diesem Anwalt.
00:27:03Die war ausgesprochen nervös.
00:27:04Warum?
00:27:06Hane war noch unterwegs?
00:27:07Ja, ich habe ihn aufs Grundbuchamt geschickt.
00:27:09Hane geht sehr gerne auf Ämter.
00:27:11Wir haben eine Entwicklung, eine ämste Entwicklung.
00:27:14Schön, dass Sie es so spannend machen.
00:27:16Das Gelände draußen, wo Kohlers Haus steht, ist projektiert für eine Neubausiedlung.
00:27:21Der Grund wird bald eine Menge wert sein.
00:27:23Das ist dann gut für die Stadt, oder?
00:27:24Wenn es keine Erben gibt, fällt sowas doch an die Stadt.
00:27:27Das ist es ja.
00:27:28Es gibt einen Erben.
00:27:29Wen?
00:27:31Wir kennen ihn bereits.
00:27:40Sie wollen das nicht anders.
00:27:42Es ist immer das Gleiche.
00:27:43Die wollen doch alle nur dasselbe.
00:27:44Das ist nun wirklich das allerletzte, was Sie sagen sollten.
00:27:47Ich empfehle dringend, Sie lassen mich reden.
00:27:50Zu mir?
00:27:51Ja.
00:27:53Noch was in der Sache Kohler?
00:27:55Ja.
00:27:56Moment, warten Sie.
00:27:58Und was?
00:28:01Wir haben festgestellt, dass Kohlers Grundstück an seinen Anwalt fällt.
00:28:04Also an Sie.
00:28:06Das ist richtig.
00:28:07Stadthonorar.
00:28:07So war die Abwachung.
00:28:08Kohler konnte ja nie seine Rechnung bezahlen.
00:28:10Aber das ist doch sicherlich nicht so wichtig, dass Sie mich hier im Gericht...
00:28:13Doch.
00:28:13Doch.
00:28:14Ich bitte Sie, Kohlers Zeug da draußen ist völlig wertlos.
00:28:16Ganz falsch.
00:28:17Sie kennen das Projekt Siedlung am Wildpark?
00:28:20Das soll demnächst dort entstehen.
00:28:22Sie wundern sich, dass wir das wissen?
00:28:24Nein.
00:28:25Ich wundere mich nur, dass ich das nicht weiß.
00:28:28Aber Ihnen ist doch klar, was das bedeutet.
00:28:30Das Gelände ist nicht wertlos.
00:28:32Nein, ganz und gar nicht.
00:28:33Das konnte aber damals keiner von uns beiden vorhersehen.
00:28:36Damals vielleicht nicht, aber Tatsache ist, das Grundstück gehört jetzt Ihnen.
00:28:38Wo waren Sie vorgestern Abend?
00:28:40Mit meiner Kanzlei.
00:28:42Allein.
00:28:43Allein.
00:28:43Hören Sie, was soll das?
00:28:44Denken Sie, ich hätte Kohler dazu gebracht, sich aufzuhängen?
00:28:46Er wurde zuvor erdrosselt.
00:28:52Dann bin ich der Einzige, der aus seinem Tod einen Vorteil hat.
00:28:55Sie bringen Sie auf den Punkt, Herr Dr. Scholz.
00:28:56Das war schon immer meine Stärke.
00:28:59Hören Sie.
00:29:00Ich hatte keine Ahnung von diesem Wildparkprojekt.
00:29:02Das können Sie mir jetzt glauben oder nicht, das liegt ganz bei Ihnen.
00:29:04Jedenfalls lasse ich keinen Richter warten.
00:29:06Das ist schlechter Stil.
00:29:07Guten Tag, die Herren.
00:29:10Hane, Sie kennen doch sicher ein paar Leute hier.
00:29:14Zwangsläufig in all den Jahren.
00:29:16Wird bestimmt einer dabei sein, der uns ein bisschen mehr erzählen kann
00:29:18über diesen sehr freundlichen Anwalt.
00:29:20Der Gerichtsreporter vom Abendblatt, der stand vorhin irgendwo rum.
00:29:23Ja, dann reden Sie mit dem Mann, machen Sie sich ein Bild von diesem Scholz.
00:29:27Und Sie?
00:29:28Ich rufe Lessmann an und wir machen uns ein Bild vom Rest der Familie.
00:29:38Guten Tag.
00:29:39Guten Tag.
00:29:39Siska, Kriminalpolizei.
00:29:41Es tut mir leid, mein Mann ist nicht zu Hause.
00:29:43Er ist im Büro.
00:29:43Das ist Pech.
00:29:44Dürfen wir trotzdem kurz reinkommen?
00:29:50Ja.
00:29:54Warum geht es?
00:29:56Wir führen eine Ermittlung durch im Umfeld Ihres Mannes.
00:29:59Dann kommen Sie hierher.
00:30:01Arbeitet er viel?
00:30:02Ja.
00:30:04Er lebt in dem Wahn, dass sein Leben einen Sinn hat.
00:30:09Simone, du bist hier.
00:30:11Wir können auch ins Esszimmer.
00:30:13Sie nehmen es nicht so genau mit Ihrem Praktikum.
00:30:15Ich kam früher heim.
00:30:17Ich habe noch was zu studieren.
00:30:19Und Sie?
00:30:20Was wollen Sie hier?
00:30:21Mehr über Ihren Vater wissen.
00:30:23Das wollen wir.
00:30:24Warum?
00:30:26Wir ermitteln.
00:30:27Da sind Sie ja falsch.
00:30:29Gehen Sie in seine Kanzlei und fragen Sie seine Mitarbeiter.
00:30:31Das machen wir ohnehin.
00:30:32Wir befragen immer das gesamte Umfeld.
00:30:34Freunde, Familie.
00:30:38Entschuldigung, ich muss immer lachen, wenn ich das Wort Familie höre.
00:30:41Wieso?
00:30:43Wie groß ist Ihre Familie denn?
00:30:46Wir sind die Familie.
00:30:48Mehr gibt es nicht.
00:30:49Verzeihung, wenn ich da widerspreche, aber ich zähle hier bis vier.
00:30:56Wer ist der junge Mann?
00:30:59Wolf, mein Sohn. Unser Sohn.
00:31:01Und er wohnt nicht mit Ihnen hier im Haus?
00:31:03Nein.
00:31:05Sondern?
00:31:06Südfriedhof.
00:31:07Dritte Reihe links vom Eingang.
00:31:10Entschuldigung.
00:31:11Es tut mir wirklich leid.
00:31:13Ich...
00:31:16Wann starb er denn?
00:31:17Vor 17 Monaten.
00:31:20Unter welchen Umständen?
00:31:22Ein Unfall.
00:31:23Er ist von Auto gelaufen.
00:31:25Gebt das ein bisschen präziser, bitte.
00:31:28Er stand unter Drogen, lief im Rausch auf der Straße rum und wurde überfahren.
00:31:33Na, haben wir öfter mal Drogen?
00:31:34Er suchte einen Ersatz.
00:31:37Wie das so ist, wenn Kinder keinen Vater haben.
00:31:40Das war ein Schwachsinn.
00:31:41Natürlich hat er einen Vater.
00:31:43Einen Vater, der Tag und Nacht geschuftet hat, damit er seiner Familie was bieten kann.
00:31:47Er hat Tag und Nacht geschuftet, weil ihm das Schuften lieber war als seine Familie.
00:31:51Ach komm.
00:31:52Wenn er wirklich so gewesen wäre, dann hättest du ihn doch gar nicht erst geheiratet.
00:31:58Ich hatte ja keine Ahnung, wozu er mich braucht.
00:32:02Wozu braucht er sie denn?
00:32:06Als Puppe.
00:32:08Die immer bei seinen Auftritten im Saal sitzt.
00:32:12Immer hübsch angezogen.
00:32:14Schick und schön.
00:32:16Mit der neuesten Frisur.
00:32:19Damit die Presse was zu schreiben hat über die Frau an seiner Seite.
00:32:24Und ich hab's mitgemacht.
00:32:31Noch Fragen?
00:32:35Nein.
00:32:38Lässt man?
00:32:47Sag mal, warum lässt sie sich nicht einfach scheiden?
00:32:49Dann wär ja der Spaß vorbei. Diese Frau will leiden.
00:32:52Am liebsten ist es ihr, alle anderen leiden gleich mit.
00:32:54Ich hoffe, Sie haben das gerade richtig verstanden.
00:32:57Gab's denn was falsch zu verstehen?
00:32:59Naja, das Weltbild meiner Mutter, das ist völlig verzerrt.
00:33:02Sie hat meinen Bruder maßlos geliebt.
00:33:04Und seit er...
00:33:06Naja, seit er nicht mehr da ist, da hasst sie meinen Vater ebenso maßlos.
00:33:10Ein ganz simples psychologisches Muster.
00:33:13Danke.
00:33:17Man könnte natürlich sagen, in Ihrem Fall ist das psychologische Muster genauso simpel,
00:33:21aber das wissen Sie vermutlich selbst.
00:33:31Ja.
00:33:31Na, war's das jetzt, oder kommt da noch was?
00:33:33Ja.
00:33:34Die Rechnung.
00:33:35Tag, Herr Bauch.
00:33:39Schoss, veranführen Sie es mir die Liebsten.
00:33:41Das hat was von Unterhaltungswert.
00:33:44Da hab ich schnell ein paar Zeilen voll.
00:33:46Das heißt, er beißt jeden raus.
00:33:48Er ist ein Fachmann für Formfehler.
00:33:50Inwiefern?
00:33:51Ja, er findet sie.
00:33:52Bei den anderen.
00:33:53Es gibt eine Menge Staatsanwälte, die wären glücklich, wenn sie ihn nie kennengelernt hätten.
00:33:57Also, ich denke, der hat mehr Paragraphen im Kopf, als irgendein anderer Mensch auf der Welt.
00:34:03Unermüdlich im Kampf für die Gerechtigkeit.
00:34:05Nein, das auch wieder nicht.
00:34:07Im Grunde geht's dem Mann immer nur um eins.
00:34:09Zu gewinnen und der Beste zu sein.
00:34:11Die Gerechtigkeit zählt ja nur am Rande.
00:34:12Und manchmal bleibt sie völlig außen vor.
00:34:21Bessmann, Harne, kommt ihr mal?
00:34:27Mann fiel vom Vacant.
00:34:29Mann starb bei Wohnungsbrand.
00:34:32Alles in den letzten Wochen, alles Mandanten von Scholz.
00:34:34Alles Unfälle, sozusagen.
00:34:36Das hier ist von heute.
00:34:38Mann erhängt aufgefunden.
00:34:39Wenigstens in dem Fall wissen wir's besser.
00:34:42War in diesen beiden Fällen irgendwas verdächtig?
00:34:44Nicht unmittelbar, nein.
00:34:46Warum waren sie Mandanten von Scholz?
00:34:48Was hatten sie angestellt?
00:34:49Und aus welchem Grund trittst du ständig von einem Bein aufs andere?
00:34:52Die Läden schließen gleich.
00:34:54Ich wollte noch schnell was zu Essen kaufen für die nächsten Wochen.
00:34:57Dann mach mal.
00:34:59Essen einkaufen.
00:35:01Einen Haufen Dosen vermutlich.
00:35:03Nicht nur. Meistens nehme ich auch was in Tüten.
00:35:05Das geht noch schneller.
00:35:10Also, der Tote bei dem Wohnungsbrand hieß Otto Henrichs.
00:35:14Zwei Verfahren wegen Brandstiftung.
00:35:17Man nimmt an, dass er seiner eigenen Zündelei zum Opfer fiel.
00:35:21Und der andere?
00:35:21Richard Wechsler fiel betrunken nachts von seinem Balkon.
00:35:27Er wurde gerade renoviert. Es gab keine Brüstung.
00:35:30War der Mann allein zu Hause?
00:35:32Seine Frau war im Urlaub und er allein mit zwei Flaschen Tequila.
00:35:37Aber warum brauchte er diesen Scholz als Anwalt?
00:35:40Er war ein notorischer Raser, mehrfach vorbestraft.
00:35:44Es stand gerade ein Verfahren bei ihm an, wegen Unfall mit Todesfolge, da zu Fahrerflucht.
00:35:50Wer kam denn zu Tode?
00:35:52Eine junge Frau.
00:35:54Ich weiß, was Sie jetzt denken.
00:35:56Ein Racheakt von Angehörigen.
00:35:58Negativ.
00:36:00Ihr Ehemann und ihr Bruder wären in Frage gekommen.
00:36:03Beide wurden überprüft, beide hatten eine Alibi.
00:36:05Es könnte sich eben tatsächlich um ganz alltägliche Todesfälle gehandelt haben.
00:36:10Könnte.
00:36:11Hätte, hätte man auch im Fall von diesen Briefbomben im Fall Cola gedacht.
00:36:16Hanne, eins sollten wir auf jeden Fall feststellen.
00:36:18Ob dieser Anwalt irgendeinen Vorteil davon hat.
00:36:23Danke.
00:36:38Hallo!
00:36:40Ach, hallo!
00:36:42Sie sind aber nicht, äh…
00:36:43Nein, nein.
00:36:44Ich bin mit einer Freundin hier vom Sportverein.
00:36:46Sie besorgt gerade was.
00:36:47Und Sie?
00:36:49Wie läuft es so mit Ihrem Fall?
00:36:51Wie ermitteln.
00:36:53Ah ja.
00:36:54Lernt man das so in der Ausbildung?
00:36:56Was denn?
00:36:57Na, der Blick und dann die Worte, wie ermitteln.
00:37:01Das hört sich so aufgesagt an.
00:37:03Das interessiert mich ehrlich gesagt nicht wirklich.
00:37:05Es ist nur, ähm…
00:37:06Naja.
00:37:08Mir fällt nichts Besseres ein.
00:37:12Ah, Katja, hast du schon wieder einen neuen Verehrung?
00:37:16Was wollen Sie denn hier?
00:37:17Gar nichts.
00:37:18Ich bin zufällig hier.
00:37:19Ach, zufällig.
00:37:20So wie vorhin bei uns daheim.
00:37:22Nein, zufällig zufällig.
00:37:23Sie beide sind also im gleichen Verein?
00:37:26Ja.
00:37:26Ich weiß nicht, was Sie daran so seltsam finden.
00:37:29Kennen Sie sich schon lang?
00:37:31Gerade zwei Jahre, seitdem wir Sport machen.
00:37:33Und das haben Sie auch letzten Dienstag gemacht?
00:37:35Den ganzen Abend lang?
00:37:38Zusammen mit 15 anderen.
00:37:41Ihre Gedanken sind ein bisschen durchsichtig.
00:37:43Und außerdem völlig abwegig.
00:37:47Duschen Sie öfter mal kalt.
00:38:03Und das hat sich immer wieder in die nächste Zeit.
00:38:04Ja, bei uns Bedingungen zerbrechen.
00:38:04Dann bin ich noch recht.
00:38:10Das ist gut neu.
00:38:10Aber ich werde nicht lange mit Holland
00:38:11Und wir werden das ganze Zeit.
00:38:11Sie sind zurück und das ganze Zeit.
00:38:11Ich werde niemals nach unten drauf.
00:38:11Puh!
00:38:28Na, zurück vom Sport.
00:38:30Polizei. Überall ist halt Polizei.
00:38:32Ja, ja, es gibt so Tage.
00:38:34Dreimal schon haben sie mir ihre Fragen gestellt.
00:38:37Das ist ihre Aufgabe.
00:38:38Wenn sie dich was fragen, dann antworte.
00:38:40Es gibt keinen Grund, nichts zu antworten.
00:38:44Und du willst gar nicht wissen, was sie gefragt haben?
00:38:48Komm, mach dir keine Gedanken.
00:38:49Ich mach sie mir aber.
00:38:51Simone.
00:38:55Du bist jung, siehst du, dass du lebst.
00:38:57Alles andere kommt von selbst.
00:39:00Solange ich da bin, sorg dich um nichts.
00:39:07Warum sagst du das?
00:39:10Mami ist gerade danach.
00:39:15Dagmar geht's nicht gut.
00:39:17Ist ja ganz was Neues.
00:39:19Ja, ich glaube, es geht ihr noch schlechter als sonst.
00:39:42Dagmar?
00:39:44Dagmar?
00:39:46Dagmar?
00:39:53Wie viel hast du denn diesmal genommen?
00:39:56Nein, nein.
00:40:02So kann das doch nicht weitergehen.
00:40:06Diese Rollstuhlfahrerin Katja Pfahl und Simone Scholz sind also befreundet?
00:40:09Vielleicht ist sie ja doch in irgendwas verwickelt.
00:40:10So oder so ist ihr Verhalten nicht ganz stimmig.
00:40:12Wieso nicht?
00:40:13Na, sie sind an ihr vorbei.
00:40:15Aber die junge Frau hat sie angesprochen.
00:40:18Wenn sie in was verwickelt wäre, dann hätte sie sich doch bestimmt nicht bemerkbar gemacht.
00:40:22Fest steht, die beiden kennen sich und jeder hat am Rand was mit dem Fall zu tun.
00:40:26An sehr unterschiedlichen Rändern, Lessmann.
00:40:29Trotzdem, da frage ich mich doch, ob nicht irgendein tieferer Zusammenhang besteht.
00:40:32Jetzt frag dich mal weiter und wenn du gleichzeitig noch Auto fahren kannst, dann kommst du jetzt mal mit.
00:40:35Ich möchte noch ein paar Details klären über den Mann, der vom Balkon fiel.
00:40:38Sie, Hane.
00:40:38Ich versuche mal festzustellen, wie es bei Scholz um die Finanzen steht und ob er diese Erbschaft von dem Grundstück
00:40:43überhaupt nötig hat.
00:40:46Schön.
00:40:55Muss es gewesen sein.
00:40:57Eine schöne Strecke.
00:40:59Wenn ich mir sowas vorstelle, dann kriege ich sofort so eine Art so ein bisschen Höhenangst, Lessmann.
00:41:04Wir sehen mal, ob die Witwe zu Hause ist. Komm.
00:41:13Ja, bitte.
00:41:14Frau Wechsel, guten Tag. Polizei, Hauptkommissar Siska, mein Kollege Lessmann.
00:41:18Morgen.
00:41:19Können wir bitte kurz hochkommen?
00:41:20Ja.
00:41:22Danke.
00:41:36Sie kommen beruflich, fürchte ich.
00:41:39Es geht um Ihren verstorbenen Mann.
00:41:40Das dachte ich fast.
00:41:42Kommen Sie doch bitte rein.
00:41:44Danke.
00:41:47Ja, Sie auch.
00:41:52Tja, so ist das Leben.
00:41:54Kaum heilen die Wunden, schon reißt sie jemand wieder auf.
00:41:59Das ist Nico.
00:42:00Für Sie nicht von Belang.
00:42:01Wir kennen uns erst seit vorgestern.
00:42:03Nico, zieh dir was an.
00:42:07Ich wusste gar nicht, dass immer noch Fragen offen sind.
00:42:10Doch.
00:42:11Dürften wir die Unfallstelle in Augenschein nehmen.
00:42:13Bitte sehr. Nehmen Sie.
00:42:27Danke.
00:42:38Vor fünf Wochen war hier nur ein provisorisches Geländer.
00:42:41Man nimmt an, er beugte sich zu weit vor und verlor das Gleichgewicht.
00:42:51War Ihr Mann denn so leichtsinnig?
00:42:53Je nach Promille.
00:42:54Passiert ist es abends gegen zehn.
00:42:56Da stand sein Pegel meist auf 1,5.
00:42:59In den Akten steht, Sie waren zum Zeitpunkt des Unfalls verreist.
00:43:03Ja, ich war im Urlaub.
00:43:04Wissen Sie, ich lebe nicht gern auf einer Baustelle.
00:43:07Wo waren Sie denn im Urlaub?
00:43:09Marbea. Nachweislich.
00:43:11Ich gehöre immer zu den Leuten, an die man sich erinnert.
00:43:14Und während Sie weg waren, war Ihr Mann hier ganz allein?
00:43:17Das ist anzunehmen.
00:43:18Wir kamen nie Besuch.
00:43:19Ich schätze, er holte sich hin und wieder Gesellschaft ins Haus.
00:43:22Er konnte nicht allein sein.
00:43:24Bitte sehr.
00:43:25Welche Art von Gesellschaft?
00:43:27An jeder Ecke stehen x Damen herum, die gerne mal in ein schnelles Auto steigen.
00:43:33Näheres wissen Sie nicht darüber.
00:43:35Ach, das war seine Sache.
00:43:36Wir waren beide nicht kleinlich.
00:43:39Unsere Beziehung stand über solchen Details.
00:43:42Könnten Sie sich nicht setzen?
00:43:44Oh, Entschuldigung.
00:43:45Demnach könnte Ihr Mann an dem betreffenden Abend Besuch gehabt haben.
00:43:50Ihre Kollegen haben nichts dergleichen festgestellt.
00:43:53Suchen Sie keine Geheimnisse, wo keine sind.
00:43:56Er war allein, er trank zu viel und stürzte in die Tiefe.
00:44:00Sie erben das hier alles ganz allein?
00:44:02Das können Sie sich gerne notieren.
00:44:04Keine Zahlungen mehr offen?
00:44:06Wie Zahlungen?
00:44:07Na ja, vielleicht kriegt so ein Anwalt ja noch irgendwas.
00:44:09Ja, der bestimmt nicht.
00:44:11Wieso bestimmt nicht?
00:44:13Gegen meinen Mann lief ein Verfahren.
00:44:15Und da hätte sein Anwalt natürlich eine Stange Geld gemacht.
00:44:18Und jetzt kommt es ja nicht mehr dazu.
00:44:20Ist auch besser so.
00:44:22Anwälte verdienen sowieso zu viel.
00:44:23Kennen Sie den Anwalt Ihres Mannes?
00:44:26Juristen.
00:44:27Juristen waren noch nie mein Fall.
00:44:28Beamte übrigens auch nicht.
00:44:32Aber wir könnten gerne mal über eine Ausnahme sprechen.
00:44:37Ich bin sehr alleine mit meinem Kummer.
00:44:40Der spendet auch nicht viel Trost.
00:44:44Danke für die Einladung.
00:44:57Damit ist doch schon mal was geklärt.
00:44:59Und was?
00:45:00Der Anwalt hat nichts mit der Sache hier zu tun.
00:45:02Ja.
00:45:02Es wäre doch unsinnig, jemanden umzubringen, bevor man Geld von ihm kriegt.
00:45:05Ja.
00:45:05Dann war es eben doch bloß ein Unfall.
00:45:07Ja.
00:45:08Sag mal, kann es sein, dass du mir gar nicht zuhörst?
00:45:10Ja.
00:45:10Nein, doch, Lessmann, ich muss gerade ganz was anderes denken.
00:45:13Dein Gespräch gestern am Supermarkt mit Simone Scholz.
00:45:15Irgendwas macht da keinen rechten Sinn.
00:45:16Kannst du es noch mal wiedergeben?
00:45:18Wörtlich oder was?
00:45:19Ja, streng dich an, tut dir gut.
00:45:20Nimm jungen Menschen, es ist Training fürs Gehirn.
00:45:21Mach mal.
00:45:23Also, sie hat gesagt, was wollen Sie von mir.
00:45:25Daraufhin habe ich gesagt...
00:45:26Ja.
00:45:27Aha, nein.
00:45:28Es gibt zweierlei.
00:45:29Erstmal das weniger Interessante.
00:45:31Scholz braucht tatsächlich Geld.
00:45:33Er ist vielleicht ein guter Jurist, aber ein lausiger Spekulant.
00:45:37Es ging ihm was mit Aktien, geweiht sich daneben.
00:45:39Das war das weniger Interessante?
00:45:41Ja.
00:45:42Es gibt schon wieder mal einen Todesfall.
00:45:45Wieder ein Mandant von Scholz.
00:45:47Richtig.
00:45:48Wieder ein Unfall.
00:45:49Keiner von den üblichen.
00:45:52Nein, ich fürchte, wir sind in nächster Zeit voll ausgebucht.
00:45:55Ja, natürlich, ich werde Ihre Anfrage weiterleiten, aber ich will Ihnen keine großen Hoffnungen machen.
00:46:01Ja, danke. Wiederhören.
00:46:05Das war doch richtig so.
00:46:07Du nimmst doch niemanden mehr.
00:46:07Ja, einfach richtig so.
00:46:18Stimmt was nicht?
00:46:26Simone, mir fehlen ein paar Akten.
00:46:28Welche?
00:46:30Unterlagen von Mandanten.
00:46:32Was für Mandanten?
00:46:34Simone, weißt du es oder weißt du es nicht?
00:46:38Sag mal, welche Mandanten, dann weiß ich es vielleicht.
00:47:05Grüß dich, mein Schatz.
00:47:06Was machst du denn hier?
00:47:08Dein Vater hat mir einen Zettel hinterlassen.
00:47:11Ich sollte vorbeikommen, wenn ich mich besser fühle.
00:47:14Aber ich fürchte, das wird noch eine Weile dauern.
00:47:17Ist er da?
00:47:19Was will er denn von dir?
00:47:20Das weiß ich selbst nicht.
00:47:22Aber lass dich nicht stören.
00:47:24Ich glaube, ich kenne noch den Weg.
00:47:31Ja, bitte.
00:47:32Ja, bitte.
00:47:55Er liegt hier wohl seit gestern früh.
00:47:57Seine Zugefrau fand ihn vor circa einer Stunde.
00:48:01Axel Pittrich, das war eine ziemlich große Nummer.
00:48:04Lange Liste, von Geldwäsche bis Waffenhandel.
00:48:07Erst im April stand er wieder mal vor Gericht.
00:48:10Es endete mit Freispruch, manges Beweisen.
00:48:14Dank Anwalt Scholz.
00:48:15Hallo, Doc.
00:48:16Hallo, Saskia.
00:48:17Dank Anwalt Scholz.
00:48:18Auf jeden Fall ist es diesmal eindeutig Mord.
00:48:21Wie man es nimmt.
00:48:22Der Mann steckte im organisierten Verbrechen.
00:48:24Da gilt sowas schon mal als normaler Betriebsunfall.
00:48:28Eine Abrechnung unter Brüdern?
00:48:29Könnte man denken.
00:48:31Oder jemand will, dass wir das denken.
00:48:34Einer wie Pittrich, das ist doch ein wachsamer Mann.
00:48:36Trotzdem lässt er seinen Mörder in die Wohnung.
00:48:38Falls die anderen Fälle ebenso Morde waren,
00:48:40ließen all diese Leute den Mörder in die Wohnung.
00:48:43Lippenstift.
00:48:45Pittrichs letzte Nacht.
00:48:47Eine Frau war hier, so viel steht fest.
00:48:50Aber das ist noch nicht alles, was feststeht.
00:48:53Hier, das ist der letzte Anruf seines Lebens.
00:48:56Vorgestern Nachmittag.
00:48:58Axel, hallo, hier ist Dagmar Scholz.
00:49:00Ich hoffe, Sie haben nicht vergessen.
00:49:02Heute Abend um acht.
00:49:03Wir freuen uns sehr.
00:49:10Ach, ich dachte mir schon, dass man Sie bald mal wieder sieht.
00:49:14Womöglich mit Vollmacht.
00:49:15Suchen Sie was Bestimmtes?
00:49:17Ja.
00:49:18Ihre Mutter.
00:49:19Meine Mutter?
00:49:20Na, bei Ihnen zu Hause antwortet niemand.
00:49:23Ja, die ist tatsächlich hier.
00:49:24Ist das erste Mal seit Jahren.
00:49:25Wo ist sie denn?
00:49:26Na, da drin bei meinem Vater.
00:49:28Danke.
00:49:29Ja, aber...
00:49:30Moment, Sie können doch da nicht einfach...
00:49:31Doch, können wir.
00:49:35Ich kenne niemanden, der so stören kann wie Sie.
00:49:37Ja, das gehört zum Beruf.
00:49:38Tut mir wahnsinnig leid.
00:49:41Wir sehen uns später.
00:49:43Mhm.
00:49:44Nein, wir wollen ja gar nicht zu Ihnen.
00:49:46Wir wollen zu Ihrer Frau.
00:49:48Fragen stellen?
00:49:49Genau.
00:49:50Dann machen Sie es hier.
00:49:51Ich bin Ihr Anwalt.
00:49:52Simone, bist du bitte so lieb und wartest draußen?
00:50:00Frau Scholz, wo verbrachten Sie die vorletzte Nacht?
00:50:06Ich war bei einem Mann namens Axel Pittrich.
00:50:09Wann gingen Sie von da weg?
00:50:11Ich hatte keine Uhr um, aber ich schätze, es war so gegen zehn.
00:50:15In welcher Verfassung befand sich der Mann, als Sie von ihm fortgingen?
00:50:20Es ging ihm gut.
00:50:22In der Zeit, in der Sie bei ihm waren, gab es da irgendwelche Anrufe, Besuche oder Störungen
00:50:25irgendwelcher Art?
00:50:27Nein.
00:50:28Hat er denn erwähnt, dass er Besuch erwartet?
00:50:30Nein.
00:50:31Der Grund für diese Fragen, bitte.
00:50:34Axel Pittrich wurde gestern Vormittag ermordet.
00:50:40Ähm.
00:50:42Ja, es tut mir leid, ich kann Ihnen da nicht weiterhelfen.
00:50:46Als ich wegging, war er noch am Leben.
00:50:49Sehr sogar.
00:50:51Herr Dr. Scholz,
00:50:54wo waren Sie gestern Vormittag, so gegen zehn?
00:50:59Ich war hier, sprach mit Ihnen.
00:51:02Ich glaube kaum, dass Ihr Gedächtnis so kurz ist.
00:51:04Danke, aber anschließend?
00:51:05Hatte ich einen Termin bei Gericht, auch das dürfte Ihnen nicht entgangen sein.
00:51:09Fuhren Sie allein zu diesem Termin?
00:51:10Ja.
00:51:12Bittrichs Wohnung liegt auf halber Strecke von hier zum Gericht.
00:51:15Sie hätten nicht mal einen Umweg fahren müssen.
00:51:16Und Sie wussten ja sicher, wo Ihr Mandant wohnt.
00:51:19Ich wäre ein schlechter Anwalt, wenn ich das nicht wüsste.
00:51:34Also jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr.
00:51:36Gestern noch so viel Hass und heute ein Herz und eine Seele.
00:51:40Den Grund dafür wüsste ich wirklich gern.
00:51:43Na ja, wenigstens die Tochter war wie immer.
00:51:46Na ja, weil da weiß ich jedenfalls, woran ich bin.
00:51:54Jetzt weiß ich's.
00:51:55Jetzt weiß ich, was keinen Sinn machte bei deinem Gespräch gestern mit Simone Scholz.
00:51:59Dass ich öfter mal kalt duschen soll?
00:52:00Nee, das macht Sinn.
00:52:01Ich meine was anderes.
00:52:05Du hast sie doch gefragt, ob sie auch am Dienstagabend mit ihrer Freundin da beim Sport war.
00:52:13Und sie hat darauf geantwortet?
00:52:15Meine Gedanken wären zu durchsichtig.
00:52:21Sie konnte gar nicht wissen, was du denkst.
00:52:24Es sei denn...
00:52:25Es sei denn, sie wusste, dass es um Mord ging.
00:52:28Und dass ich sie nach ihrem Anibi gefragt habe.
00:52:42Wo ist Simone Scholz?
00:52:43Sie hat einen Anruf bekommen und musste dringend weg.
00:52:59Und das bleibt jetzt alles so?
00:53:02Ja, das bleibt so.
00:53:03Eigentlich wollte ich ja noch mal feucht durchwischen.
00:53:06Ich fürchte, das muss warten.
00:53:08Wenn das erstmal richtig eintrocknet,
00:53:11dann bringt man es überhaupt nicht mehr weg.
00:53:24Ich weiß nicht, ob das wichtig ist,
00:53:26aber eine Frau war gerade da in einem Auto.
00:53:29Ja und?
00:53:30Sie wollte wissen, was passiert ist.
00:53:32Sie haben mir sicher wahrscheinlich gesagt.
00:53:34Aber ja und wie.
00:53:36Sie war richtig geschockt.
00:53:39Und wollte zweimal wissen,
00:53:41ob er auch wirklich tot ist.
00:53:43Was war das für ein Auto?
00:53:45Ein Taxi.
00:53:46Und ich glaube, es fährt gerade weg.
00:53:51Ich hätte das doch früher sagen sollen.
00:54:01Das war schön.
00:54:07Ich weiß, dass Sie mir nicht mehrmals20 Meter überstehen.
00:54:09Der Lecker war das感じ,
00:54:09das war so sehr schön.
00:54:16Aber wenn du das hier an independently fädest,고
00:54:19ça va was lernen, ich
00:54:20bin lecker und püro w reducken von es. Ich
00:54:22bin Treaty 18 frust円, aber
00:54:27Musik
00:55:17Polizei war auch da. Ja. Und du hast sie gefragt, ja? Du bist dir ganz sicher? Ja, dann ist sie
00:55:23doch da. Er ist tot. Ich kann es einfach nicht glauben. Sprechen Sie ruhig weiter. Frau
00:55:28Pfahl nehme ich an. Das ist ein privates Gespräch. Mit Ihnen rede ich ja auch noch nicht. Frau
00:55:34Pfahl, was suchten Sie eben vor der Wohnung von Axel Pietrich? Das muss ich nicht sagen.
00:55:42Also entweder du redest jetzt oder ich tu's.
00:55:48Simona hat letzte Woche in der Kanzlei eine seltsame Entdeckung gemacht. Sie hat die Ablage
00:55:53neu sortiert. Die Akten von einigen Mandanten waren nicht am Platz. Sie fand sie in einem
00:55:58separaten Fach. Vier Akten von vier Mandanten. Sie fand heraus, dass zwei von denen gerade
00:56:04erst verstorben waren.
00:56:05Wechsler und der Ennerichs? Und die zwei anderen Akten?
00:56:12Die eine war von Kohle. Mit dem hatten wir seit fünf Jahren nichts mehr zu tun gehabt.
00:56:17Ich fuhr hin und er war ebenfalls tot.
00:56:22Und die vierte war die Akte von Pietrich, nicht?
00:56:25Deswegen bin ich vorhin kurz vorbeigefahren. Und da habe ich dann auch gehört, dass er nicht
00:56:29mehr lebt.
00:56:29Sie wollen damit sagen, jemand hat diese Akten aussortiert und beiseite gelegt, noch bevor
00:56:35die Mandanten tot waren.
00:56:41Vielleicht sind ja Fingerabdrücke drauf.
00:56:42Ich habe die Akten vernichtet.
00:56:44Was? Warum?
00:56:46Weil sie geglaubt hat, ihr Vater war's.
00:56:50Und glauben Sie das immer noch?
00:56:52Ich weiß noch nicht mehr, was ich glauben soll.
00:56:56Vier Akten. Vier Menschen, die jetzt tot sind.
00:56:59Ja.
00:57:02Außer einer bei uns zu Hause.
00:57:04Bitte?
00:57:06Die Akte Rauch. Das ist der Mandant, den mein Vater gestern frei bekommen hat.
00:57:11Er macht gerade seine Abschlussnotizen.
00:57:19Fest steht, der Schlüssel zu all den Todesfällen liegt in der Kanzlei Scholz.
00:57:24Der Sohn.
00:57:25Bitte?
00:57:26Der Sohn von Scholz starb bei einem Autounfall.
00:57:29Der Mann, der vom Balkon fiel, war vorbestraft als notorischer Raser.
00:57:33Du denkst an Zusammenhang?
00:57:35Da schaue ich doch gleich mal nach.
00:57:37Dann könnten wir es wenigstens abhaken, ja. Danke.
00:57:40Du gehst jetzt also davon aus, dass es sich in allen vier Fällen um Mord handelt?
00:57:43Eigentlich ja.
00:57:44Dann sag mir ein Motiv, das auf sämtliche Fälle passt.
00:57:46Arne, das ging aber schnell.
00:57:47Ja, weil es nichts festzustellen gibt.
00:57:50Der Todesfahrer wurde damals nicht ermittelt.
00:57:56Schluss für heute?
00:57:57Im Gegenteil, der Abend wird noch lang.
00:57:59Ich sage euch jetzt, was ich denke.
00:58:02Ich habe da eine Idee.
00:58:04Dann wird sehr lang.
00:58:11Nee, nicht setzen, Hane.
00:58:13Sie stellen jetzt zunächst einmal fest, wo sich dieser Rauch gerade auffällt.
00:58:16Der letzte Freispruch von unserem Anwalt Scholz.
00:58:18Lessmann, komm.
00:58:29Komm, Lessmann.
00:58:31Ja.
00:58:39Ich hoffe, wir entspannen.
00:58:44Schantal, komm mal her.
00:58:54Und, was ist?
00:58:58Ist das alles?
00:59:00Ja.
00:59:04Und, was ist das?
00:59:10Machst du was nie wieder?
00:59:13Und jetzt geh raus und mach weiter.
00:59:18Soll noch mal einer sagen, ich habe es leicht.
00:59:21Trinkst du es mit?
00:59:22Gerne.
00:59:22Noch ein Glas.
00:59:33Lass dir mal fünf Euro für ein Drink.
00:59:36Kennst du mein Gehalt?
00:59:37Kennst du meins?
00:59:38Nein.
00:59:39Eben.
00:59:55Hey.
00:59:57Hier ist aber kein Eingang.
01:00:00Kriminalpolizei, ich muss sofort Herrn Rauch sprechen.
01:00:01Würden Sie den bitte schnell holen?
01:00:03Ja, kleinen Moment, bitte.
01:00:06Ja?
01:00:08Lessmann?
01:00:10Ja?
01:00:12Ja, ist ja genau, wie wir erwartet haben.
01:00:14Bleib auf deinem Posten.
01:00:18Bis später.
01:00:19Alles klar.
01:00:26Ja, bleib mal ruhig, Lessmann.
01:00:28Ich melde mich gleich wieder.
01:00:30Ja, bis gleich.
01:00:37Guten Abend, Herr Rauch.
01:00:39Guten Abend.
01:00:39Was wollen Sie?
01:00:41Ich will Ihnen einen Vorschlag machen.
01:00:44Und worum geht's?
01:00:46Um Ihr Leben.
01:01:15Guten Abend.
01:01:16Guten Abend.
01:01:17Frau Schulz?
01:01:18Ja?
01:01:19Hane, Kriminalpolizei.
01:01:20Ich hätte gerne Ihren Mann gesprochen.
01:01:22Er ist nicht hier.
01:01:23Wissen Sie, wo er ist?
01:01:24In seiner Kanzlei, ja.
01:01:27Sind Sie sicher?
01:01:28Ich bin ganz sicher.
01:01:30Ich habe eben mit Ihnen telefoniert.
01:01:32Das glaube ich Ihnen nicht.
01:01:34Wie bitte?
01:01:35Ihr Mann ist nicht in der Kanzlei.
01:01:37Sie sagen das, um ihm ein Alibi zu geben.
01:01:40Er hat Ihnen heute erzählt, was er wirklich macht.
01:01:42Und deshalb stehen Sie jetzt zu ihm.
01:02:02Er ist nicht in der Kanzlei.
01:02:29UNTERTITELUNG
01:02:58Hallo Oskar, hier ist Karin. Warum meldest du dich nicht? Ruf doch einen Faden.
01:03:10Sie?
01:03:11Ja.
01:03:15Herr Dr. Scholz, ich nehme Sie vorläufig fest wegen versuchten Mordes und Verdacht des Mordes.
01:03:22In vier Fällen.
01:03:25Er stört nur zu, Ed.
01:03:27Na, Mord im Milieu.
01:03:30Kein Kümmerz.
01:03:32Akte geschlossen.
01:03:34Sie haben eine eigene Art, Ihre Akten zu schließen.
01:03:37Ich habe meine Fehler korrigiert.
01:03:39Ich empfand das als gerecht.
01:03:43Der erste von diesen Fehlern war Wechsler, nicht wahr?
01:03:49Vor ein paar Wochen, da sollten Sie ihn wieder mal verteidigen wegen Unfallflucht und...
01:03:54Dabei fanden Sie heraus, dass er es war, der Ihren Sohn zu Tode gefahren hatte, nicht wahr?
01:04:01Fahrzeugtyp, Unfallzeit, Verhaltensweisen.
01:04:03Alles passte auf ihn.
01:04:05Ich ging zu ihm, sagte es ihm ins Gesicht, er gab es zu.
01:04:09Er stand auf dem Balkon, er war betrunken, Sie stießen ihn hinunter.
01:04:12Zwei Wochen vor Rolfs Tod hatte ich ihn frei bekommen. Wussten Sie das?
01:04:18Hätte ich es nicht getan.
01:04:20Mein Sohn wäre noch am Leben.
01:04:23In Fortan galt nur noch Ihr eigenes Recht.
01:04:25Sie drehten Ihr Leben um, töteten weitere Mandanten,
01:04:29Henrichs, diesen Brandstifter.
01:04:31Zwei Kinder starben durch ihn und er hätte es wieder getan.
01:04:34Und was war mit Cola?
01:04:35Jedes Mal, wenn meine Tochter ihre Freundin ins Haus brachte,
01:04:38sah ich, was seine Briefbombe angerichtet hatte.
01:04:40Und Pittrich?
01:04:41Ach, der Mann hatte doch kein Gewissen.
01:04:43Der bereute nie etwas. Das konnte ich nicht zulassen.
01:04:47Sie alle gehörten bestraft. Alle!
01:04:49Und die Gesetze dazu waren da.
01:04:51Nur...
01:04:54Durch mich, durch mich sind Sie eben alle freigekommen.
01:04:59Das waren alles meine Fehler.
01:05:08Bitte.
01:05:09Bitte.
01:05:12Bitte.
01:05:44Steigen Sie bitte ein.
01:05:46Sie wissen so gut wie ich,
01:05:47Gerechtigkeit
01:05:49ist ein leeres Wort.
01:05:51Nicht immer.
01:05:53Oft genug.
01:05:54Oft genug.
01:05:55Ist nicht immer.
01:05:58Ist nicht immer.
01:06:28ich bin.
01:06:33Wir müssen.
01:06:46Ich habe ihn nicht odermachen.