Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen
Der Gemüsehändler Heinz Schlichting meldet die Entführung eines „Bullen“. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hier nicht um einen Polizisten, sondern um ein prämiertes Kaninchen handelt. Kurz darauf wird der Autohändler Walter Markreiter in seiner Werkstatt ermordet. Hat Schlichting seinen alten Rivalen aus dem Kaninchenzüchter-Verein im Affekt getötet? Auch die Freundin des Ermordeten, Sabine Peschel, hatte ein Motiv, ihren Gefährten umzubringen: Hatte Markreiter doch vor seinem Tod eine hohe Lebensversicherung zu ihren Gunsten abgeschlossen, obwohl sie sich erst seit wenigen Wochen kannten. Und welche Rolle spielt Schlichtings Schwester Martha in dem Fall, die ihrem Bruder auffällig schnell ein Alibi gibt?
Marie bewirbt sich für den Stadtrat, was Korbinian gar nicht recht ist, befürchtet er doch, dass im Fall der Wahl seiner Schwester mehr Arbeit auf dem Hof an ihm hängen bleibt. Sein Vorhaben, Maries Plan heimlich zu hintertreiben, erweist sich jedoch als wenig hilfreich. Währenddessen üben Mohr und Stockl gemeinsam für eine Flirtschule, was die Kollegen auf sehr fatale Weise einander näher bringt. (Text: ZDF)

Kategorie

📺
TV
Transkript
00:01Der Radio ist übrigens eine Entwicklung aus dem letzten Jahrhundert.
00:05Dabei werden akustische Wellen in elektrische Wellen umgewandelt.
00:08Danke, Herr Professor.
00:10Ich kandidier schließlich für den Stadtrat.
00:12Und als moderne Politikerin muss man die Medien nutzen.
00:14Da muss ich dir eigentlich recht geben, Schwesterherz.
00:17Vielleicht kann ich dir sogar behilflich sein dabei.
00:20Ja?
00:20Ich kenne nämlich jemand beim Radio.
00:22Echt?
00:23Ja, der Niederleitner macht immer den Polizeibericht im Lokalfunk.
00:26Aha.
00:28Ja, danke.
00:30Sag einmal, du wolltest doch gar nicht, dass ich für den Stadtrat kandidiere,
00:33weil du Angst hast, dass meine Arbeit am Hof bei dir hängen bleibt.
00:36Das stimmt.
00:38Der Stall ist doch immer ein zweites Herzig.
00:41Also fast.
00:43Du hast bis jetzt aber gut versteckt.
00:44Ja, du hast behauptet, es wird nicht mehr Arbeit für mich.
00:47Du, ich kann dich beruhigen.
00:49Da will mein Ding.
00:49Bernd hat gesagt, das schaffe ich alles locker nebenbei.
00:52Schauen wir mal.
00:56Ich schätze, du spekulierst darauf, dass die Mama ja das Interview beim Radio verhaut.
01:00Sag einmal, hältst du deinen Onkel für so hinterfotzig?
01:02Eigentlich nicht.
01:03Aber Schlawiner bist du schon, gell?
01:05Manchmal.
01:19Ja, Bulli-Mäckleiner, du bist doch der Beste.
01:22Ja.
01:24Ja.
01:29Servus, Lichting.
01:31Was willst du denn?
01:32Ich finde, wir sollten wieder vernünftig miteinander reden.
01:35Was meinst du?
01:37Über was denn?
01:39Grundsätzlich.
01:39Über den Verein.
01:40Weißt du schon.
01:41Ha!
01:42Du willst doch noch alles an dich reißen, wenn du mal Vollstand bist.
01:44Aber das lass ich nicht zu.
01:53Aua!
01:54Au!
01:55Aua!
01:57Bist du denn was?
01:58Was soll denn das?
02:00Er schweigt sofort von meinem Hof.
02:01Oder er ruft die Polizei.
02:04Das bereust du auch.
02:06Das schwöre ich mir mit deine scheiß Viecher.
02:09Du meinst du dich an unschuldige Tiere vergreifst?
02:10Ich sag das.
02:12Du bist doch wahnsinnig, bist du.
02:15Was ist das mit dem Grünfutter für den Bullen?
02:17Das hol ich jetzt dann gleich.
02:18Mach zu!
02:19Ich muss noch weg nachher.
02:40Dann mach ich das klar mit dem Interview.
02:42Mhm.
02:44Schatz, wie der Ulrich kommt.
02:50Sheriff is back in town.
02:53Sie wollten doch erst morgen kommen.
02:54Haben Sie die Kollegen in New York nicht mehr haben wollen?
02:56Oder haben Sie es ohne mich nicht mehr ausgehalten?
02:59Die haben mich nicht mehr haben wollen.
03:01Servus Vincent.
03:04Servus Marie.
03:05Hallo.
03:06Tja, so was Schönes gibt es in Amerika nicht.
03:09Oh.
03:11Der Ulrich immer noch der alte Chauffeur.
03:15Da würde ich ja sagen, immer noch der alte Dampfplagerer.
03:17Bist du bes.
03:18Wieso?
03:21So.
03:25Was ist denn da drin?
03:27Wenn der Onkel Ulrich aus der großen, weiten Welt zurückkommt, dann noch nicht an die Geschenke,
03:30Vincent.
03:31Ja.
03:32Super.
03:35Also, Vincent.
03:36Auf geht's.
03:37Eins, zwei, drei.
03:43Ich glaube, das muss ich nur üben.
03:47F 서.
04:00Sie liefert bei uns.
04:01Sie liefert.
04:02Sei es nicht so, ich bin aber auch der Bet existe.
04:03Sie sind immer nur ein paar Abonnieren.
04:03Sie machen die Masse.
04:04Sie liefert.
04:05Sie liefert haben Sie.
04:07Sie liefert.
04:08Sie liefert haben Sie?
04:41Die Schule des Lächelns, ist das was aus China?
04:45Nein, das ist eine Flirtschule.
04:47Aha, was lernt man da?
04:51Jetzt, pass mal auf, Michi.
04:54Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, dass Sie wunderschöne Augen haben?
04:59Sagen wir uns jetzt wieder Sie?
05:00Das ist ein Rollenspiel.
05:02Ach so, das war gar nicht ernst gemeint.
05:04Nicht wirklich.
05:05Aber das ist wirklich super, was ich in dieser Schule schon alles gelernt habe, obwohl ich erst im ersten Semester
05:09bin.
05:10Sag einmal, du bist doch auch ein Single. Mach doch mit, dann können wir zusammen üben.
05:13Ja, gerne. Warum will ich dich nicht?
05:17Gut, fangen wir an.
05:19Erstes Kapitel, ganz wichtig, erste Kontaktaufnahme.
05:22Was?
05:23Jetzt? Hier.
05:25Ja, warum denn nicht? Es tut eh nichts los.
05:27Hello.
05:29Herr Sartori, Sie sind wieder da.
05:31Dann sage ich, welcome back und ein herzliches Grüß Gott.
05:34Danke, Frau Stockl, ich habe Sie wirklich vermisst. Für Sie.
05:39Danke.
05:39Frau Stockl, kann es sein, dass Sie in der an meiner Abwesenheit noch schöner geworden sind?
05:43Ist der auch auf Ihrer Schule?
05:45Nein, der Herr Sartori, der hat das im Blut.
05:48Und immer, alles klar auf den Straßen von Rosenheim.
05:51Ja, schon. Und wer nicht spurt, der fährt ein.
05:54Super. Dann können Sie die sicher gut gebrauchen.
05:58Super. Originalamerikanische. Danke.
06:01Kripo Rosenheim, Apparat Stockl, grüß Gott.
06:04Okay, ja, in Ordnung. Wir kommen.
06:09Also, Herr Sartori, bitte Sie.
06:12In den Straßen von New York muss man immer auf der Hut sein.
06:14Einmal nicht aufgepasst, man ist tot.
06:17Und da waren Sie drei Monate lang.
06:18Er hat sehr überlebt, Frau Stockl.
06:20Also, schön, dass Sie wieder bei uns sind, Herr Sartori.
06:24Die Kollegen werden dafür sorgen, dass Sie sich schnell wieder eingewöhnen.
06:27Gell, Herr Hofer?
06:29Keine Angst, dafür sorge ich schon.
06:31Ja, es gibt auch schon Arbeit. Ein Kollege ist entführt worden.
06:34Wer?
06:35Was?
06:36Ja, der Mann hat sich nicht besonders fein ausgedrückt. Er sprach von einem Bullen.
06:46Das Kaninchen.
06:47Der daten Polizist ist entführt worden.
06:50Hab ich nicht gesagt.
06:52Hab ich nur gesagt, der Bulle ist weg.
06:53Der Bulle ist ein Kaninchen.
06:54Die Stockl.
06:56Der Bulle ist nicht irgendein Kaninchen.
06:57Der Bulle hat schon viele Preise gewonnen.
06:59Unter anderem den zweiten Platz in seiner Klasse bei den Weltmeisterschaften in Amerika.
07:03Super.
07:05Ramle, WM in den USA.
07:06Haben Sie da auch mitgemacht?
07:07Ich weiß auch, wer da dahinter steckt.
07:08Da will mich nicht mehr einer erpressen.
07:10Erpressen?
07:11Ja, Schlichting, für Erpressung sind wir leider nicht zuständig.
07:13Für Kaninchen auch nicht.
07:14Da müssen Sie sich bitte an die entsprechenden Kollegen wenden.
07:17Wiederschauen.
07:18Bitte sehen.
07:18Das ist ja allerhand.
07:19Wie kann man denn so herzlos sein?
07:21Der kleine Kerl, der steht im Moment Todesängste aus.
07:23Der nächste kommt mit einem Flohzeug aus der Herr.
07:25Der Mausierendirektor.
07:30So, Michi, jetzt probieren wir es aus, wie es da drinnen steht.
07:33Alles recht, dann gehen wir hinaus, damit ich wieder reinkommen kann.
07:36Ja, das machst du.
07:45Seit wann rauchst du denn, du?
07:47Michi, wir sind hier in einer Bar, da rauchen die Leute.
07:50Die meisten jedenfalls.
07:51Und außerdem, wir kennen uns noch gar nicht.
07:54Ach so, stimmt ja, erste Kontaktaufnahme.
07:57Kleine Arme.
08:05Entschuldigen Sie, ist hier noch frei?
08:08Bitte.
08:09Danke.
08:16Einen Whisky-Sauer, bitte.
08:21Ein sehr schöner Tag heute, nicht wahr?
08:24Ja.
08:25Ich liebe es, wenn die Sonne scheint.
08:28Ja, und ich finde, die Sonne scheint vor allem hier herinnen.
08:35Nicht einmal der Herrinnen hat mir seine Ruhe.
08:38Dabei ist gerade das erste Kapitel, Kontaktaufnahme mit einem Unbekannten.
08:41Total wichtig.
08:47Krippe Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
08:52Ja, wir kommen.
08:54Es gab ja der Leich.
08:56Ach nein, gerade jetzt, wo wir so schön drin waren.
08:59Ja, so schade eigentlich.
09:01Ja, hilft nichts.
09:02Die Pflicht ruft.
09:03Ja, schade.
09:05Wir waren wirklich gut drinnen.
09:06Dann sage ich mir den anderen Bescheid.
09:08Was heißt das?
09:08Am besten, wir verlegen unsere Flirtschule nach Dienstschluss.
09:12Ja, das ist eine gute Idee.
09:13Heute Abend im Rosentreu, ausgemacht?
09:15Ausgemacht.
09:17Ich wünsche Ihnen bis dahin noch einen schönen Tag.
09:22Schmarrer!
09:32Sind Sie mich auch schon da?
09:34Ja, sehr wohl die Höhe.
09:35Schau mal, die Ersten werden die Letzten sein.
09:38Wie meinst du denn das?
09:38Das darfst du schon sehen.
09:42Oh mein Gott!
09:44Ist das ja angehört, Herr Hübing?
09:45Nein, das ist der Besitzer der Tatwaffe.
09:48Aha.
09:50Er hat dann eine Bremse und Gas verwechselt.
09:52Also, der ermordet, der ist von dem Wagen an der Wand quasi zerquetscht worden.
09:57Ich hab schon gedacht, das wäre die kühle Figur.
09:59Gefahren haben kann den Wagen übrigens ja jeder.
10:01Die lassen einen Zündschlüssel im Auto stecken.
10:03Wer hat den auch hier gefunden?
10:04Der Wagenbesitzer?
10:05Nein, der ist ja gerade erst gekommen.
10:08Gefunden hat ihn seine Freundin.
10:10Eine gewisse Sabine...
10:13Sabine Peschel.
10:1427 Jahre alt, Studentin.
10:16Da drin ist...
10:18Das mach ich.
10:20Hey.
10:21Schau, schau, schau, schau, schau, was interessant ist?
10:23Nein.
10:24Das hol mir die nicht.
10:25Haben Sie irgendwas gesehen, Frau Peschel?
10:27Nein.
10:28Und auch nichts gehört?
10:29Nein.
10:30Sie haben also weder etwas gesehen noch gehört?
10:32Ja, mein, man kann doch gleichzeitig etwas sehen und hören.
10:35Und von daher zieh ich die Frage zurück.
10:38Sehr gut, Michi.
10:39Wie war denn Ihr Verhältnis zum Herrn Markreiter?
10:42Das habe ich doch schon gesagt.
10:43Die Frau Peschel war seine Freundin.
10:44Ja, nur bitte.
10:46Ja, das stimmt.
10:46Ich war seine Freundin.
10:48Wir wollten heiraten.
10:50Haben Sie eine Idee, wer ihn umgebracht haben könnte?
10:53Nein, keine Ahnung.
10:55Wir kannten uns erst seit sechs Wochen.
10:57Seit sechs Wochen?
10:57Da haben Sie sich aber beeilt mit der Hochzeit.
10:59Naja, sowas gibt's.
11:00Liebe auf den ersten Blick.
11:01Michael, du wirst jetzt sämtliche Nachbarn und sämtliche Leute, die hier spazieren gehen
11:05und auch deren Hunde eingehend vernehmen.
11:07Und zwar, ob irgendjemand etwas gehört oder gesehen oder gleichzeitig gehört und gesehen hat.
11:13Horst mich.
11:13Ja.
11:14Gut.
11:16Frau Peschel, was können Sie uns denn über einen Freund erzählen?
11:18Was wollen Sie denn wissen?
11:19Zum Beispiel, ob Sie eine Vorgängerin hatten.
11:21Nein.
11:22Walter hat seit seines Lebens auf die richtige gewartet und die war ich.
11:25Naja, man kann auch aktiv warten.
11:27Wie meinen Sie das?
11:28Vergessen Sie es.
11:29Wir hätten es dann soweit.
11:31Vielen Dank.
11:31Wir melden uns.
11:32Wiederschauen.
11:36Wissen Sie, was ich bei den Amis am meisten vermisst habe, Herr Hofer?
11:38Nein, was?
11:40Weißwürstin.
11:41Und dann trocknen Rotwein.
11:42Einen Rotwein zu die Weißwürst.
11:44Sind Sie krank?
11:56Wo warst du?
11:58Einkauft habe ich.
11:59Im Supermarkt.
12:00Hat dich irgendein Bekannter gesehen?
12:02Nein.
12:03Du warst hier zusammen mit mir die ganze Zeit, ja?
12:06Martha, merkt ihr das?
12:07Es ist sehr wichtig.
12:11Das ist sehr wichtig.
12:17Was heißt kein Geld für eine Kindertagesstätte?
12:20Da müssen die Mütter halt mal selber anpacken.
12:22Das geht schon.
12:23Und was ist mit den Vätern?
12:25Ach, hören Sie mal mit Männern auf.
12:26Freiwillig macht da doch keiner was.
12:28Aber denen täte ich schon in die Schlappschuh helfen, wenn ich im Stadtrat wäre.
12:31Geht aber ganz schön ran.
12:32Ganz meine Schwester.
12:33Das waren deutliche Worte von Marie Hofer, die für die morgige Wahl zustande sind.
12:36Wie daheim.
12:37Sie nimmt kein Blatt vor den Mund.
12:38Aber ob sie so gewählt wird, das ist hier die Frage.
12:45Ah, meine Herren, ich möchte Sie davon in Kenntnis setzen, dass Sie ab heute eine neue Kollegin haben.
12:50Oh yeah.
12:51Das ist ja, ja.
12:52Es handelt sich um unsere neue Rechtsmedizinerin.
12:55Rechtsmedizinerin.
12:57Ich glaube, der Kollege wird andeuten, dass aufgrund des Berufes die Dame wahrscheinlich nicht so ganz aus seinem Geschmack sein
13:02wird.
13:03Na ja, kennen Sie eine attraktive Rechtsmedizinerin? Also ich nicht.
13:06Ich trage noch alle Nickelbrille und rieche noch Formalien.
13:08Jetzt bleiben Sie mal ein bisschen sachlich, meine Herren.
13:11Und was macht dieser Entführungsfall?
13:15Entführungsfall?
13:16Was für ein Entführungsfall?
13:18Ach der, den gibt's nicht.
13:20Ja, aber Sie waren doch bei dem Schlichtigen wegen dieser Entführung.
13:23Ja, aber jetzt einmal im Mord.
13:24Oh Gott, das Entführungsopfer ist getötet worden?
13:27Bei dem Entführungsopfer handelt es sich um ein prämiertes Kaninchen, das hoffentlich noch lebt.
13:32Ja, und der Tod ist ein gewisser Walter Markreiterbesitzer einer Autowerkstatt.
13:36Ah, der aus dem Verein?
13:36Was für Verein?
13:38Kaninchenzüchterverein. Ich kenne da ein paar.
13:39Ja, bitte gehen Sie bei Ihren Ermittlungen diskret und sensibel vor.
13:45Deine Kaninchenzüchter?
13:46Ja.
13:47Die spenden jedes Jahr eine nicht unbeträchtliche Summe für unseren Weihnachtsbasar.
13:53Na dann, selbstverständlich.
13:56Ja, Marie.
13:58Hallo.
13:59Herr Schwächsherr, was machst du denn? Tu da? Ist was passiert?
14:02Ich bin nicht wegen dir da. Das ist halt mehr ein politischer Besuch, falls ich in den Stadtrat gewählt werde.
14:07Nett, Frau Hofer, dass Sie sich hierher bemüht haben.
14:09Was hat sie jetzt bemühten?
14:10Und Ihr engagiertes Interview im Radio, Frau Hofer, das hat mich auf die Idee gebracht, dass wir uns einmal über
14:16das Thema Frauen bei der Polizei unterhalten können.
14:19Bitteschön, Herr Baltersa. Ich finde es ganz toll, dass da jemand einmal einen Finger drauf hält. Wir werden nämlich hier
14:24behandelt wie Sklaven.
14:25Ich habe gedacht, Sklaven müssen was arbeiten.
14:27Gibt es denn hier schon eine Frauenbeauftragte?
14:30Ich würde mich sofort melden.
14:31Das ist fein verstockend. Dann können Sie in Ihrer Eigenschaft als Frauenbeauftragte gleich einmal bei der Frau Franzelin anrufen und
14:38fragen, wo der Bericht von der Spurensicherung bleibt.
14:39Gehen?
14:40Sklaventreiber.
14:42Die gibt es in der Tat noch nicht. Und auch die Frauenquote hat gerade bei der Kripo eher Defizite, die
14:48ich gern beheben würde.
14:49Und ich wäre froh, wenn der Stadtrat diese Entwicklung, wie soll ich sagen...
14:54Unterstützen würde. Verstehe schon, Herr Baltersaar.
14:57Wenn noch, bist du dann mit dem Stadtrat.
14:58Das kann sich aber ab morgen schon ändern, Bruderherz.
15:01Kann.
15:01Denken Sie doch einmal perspektivisch, Herr Hofer.
15:05Komm uns, Frau Hofer, wir unterhalten uns dann in meinem Büro weiter.
15:10Herrlich.
15:11Ja, will ich Ihnen das sagen.
15:12Servus.
15:13Servus.
15:14Gut, dass Sie kommen. Der Herr Mohr hat interessante Neuigkeiten.
15:18Aus meiner Sicht ist der Fall gelöst.
15:20Schau.
15:21Ein gewisser Heinz Schlichting ist der Täter.
15:24Es gibt nämlich zwei Zeugen, die ihn kurz nach der Tatzeit in der Nähe der Werkstätte gesehen haben wollen.
15:28Was heißt toll, Michi? Haben Sie ihn gesehen oder haben Sie ihn nicht gesehen?
15:31Ja, mei, 100 Prozent. Sicher sind Sie sich natürlich nicht.
15:34So oder so, Herr Mohr. Motiv brauchen wir auch.
15:36Das haben wir. Der Markreiter und der Schlichting waren seit langem verfeindet.
15:41Der Markreiter hat dem Schlichting gerichtlich untersagt, dass er mit seinen Gemüselaster über Markreiter seinen Grund drüber fährt.
15:47Und jetzt muss der Schlichting einen riesen Umweg machen mit seinem frischen Gemüse.
15:51Ja, Zeit ist Geld. Eh klar.
15:52Mit der Zeit ist es noch schlimmer geworden. Beide wollten Vorsitzende vom Kaninchenzüchterverein 08 e.V. werden.
15:59Die haben sich ein bisschen aufs Blut bekämpft.
16:01Hast du das gesehen, Michi, oder hast du das gehört?
16:04Nur Gerüchte. Aber war es trotzdem.
16:14Kuhfladen.
16:15Beim nächsten Mal lassen Sie ihn in den roten Teppich auslegen.
16:18Das finde ich angemessen.
16:19Das würde Ihnen so passen.
16:20Das ist gut, Herr Schlichting.
16:22So, haben Sie sich eines Besseren besonnen?
16:24Hören Sie sich der Sache jetzt endlich an?
16:26Na ja, wie man es nimmt.
16:28Herr Schlichting, dann sagen Sie mal, wann haben Sie den Herrn Markreiter zum letzten Mal gesehen?
16:31Das wollte ich Ihnen heute in der Früh schon sagen.
16:32Der Mann war hier und hat mich bedroht. Das war kurz bevor er die Entführung beging.
16:37Müssen wir nur noch wissen, ob das vor oder nach seinem Tod war.
16:39Der ist nämlich ermordet worden, der Markreiter.
16:42Ermordet?
16:43Ja.
16:44Das ist ja schrecklich.
16:45Ganz genau. Und wenn Sie nicht aufs Geist gestiegen werden, dann wird er nur leben.
16:48Was redet er da?
16:49Herr Schlichting, wir müssen Sie bitten, mit uns aufs Kommissar herzukommen.
16:52Das ist ein Justizherzum. Was willst du denn mit der Anhänger?
16:54Also, auf geht's.
16:55Keinen Schritt weiter.
16:57Herr Mann, machen Sie das bitte.
16:58Ja, nicht.
16:59Macht's doch kein Schmarrung.
17:01Schlichting, machen Sie jetzt keinen Fehler.
17:06Lasst du mir aus.
17:06Ich hab deine Arten. Stopp.
17:09Was machst du mir im Glauben?
17:11Ja.
17:12So gut, glaube ich, wie Sie sind, Herr Hofer, da wundert man sich, dass Sie ab und zu einen Fall
17:15lösen.
17:16Aber ich glaube, das liegt eher an Ihrem Partner.
17:17Ich hab' mir gleich noch mit.
17:20Nee, bist fertig mit dem Wasserspiele?
17:22Dann bringen Sie das Kommissariat, gell?
17:24Jawohl.
17:25Jetzt gehen wir.
17:26Gut.
17:27Dann muss ich der Zeuge eben geirrt haben.
17:29So.
17:30Es waren aber mehrere Zeugen.
17:31Das ist eine Verschwörung.
17:32Dann haben Sie eben mehr geirrt.
17:34Ja, kann das vielleicht nicht sein?
17:37Ich schwör Ihnen, ich war zu Hause.
17:39Sie können meine Schwester fragen.
17:41Die kann das bezeugen.
17:42Ja, das werden wir gleich sehen.
17:43Wir haben Sie nämlich herbestellt, Ihre Schwester.
17:45Herr Schlichting, Sie und Herr Markreiter waren angeblich nicht unbedingt die besten Freunde.
17:49Und das ist allgemein bekannt.
17:51Es ist schon schlimm, wenn Sie ein Gemüselast, der den Umweg fahren muss gehen.
17:55Das stimmt allerdings.
17:56Da hat man sauber's geradeaus geschüttet.
17:57Das verstehe ich.
17:58Aber bitte schön, da haben Sie es ja.
18:00Ja, aber deswegen bringen wir doch nicht jemanden gleich um.
18:02Bloß weil man sich nicht richtig versteht miteinander.
18:04Naja, das kommt auf die Umstände an, gell?
18:08Die Frau Schlichting wird es da.
18:10Danke, Frau Stockel.
18:11Na gut, dann kann ich auch wieder gehen, oder?
18:13Sitzen bleiben.
18:17Frau Schlichting, mein Name ist der Tori.
18:21Ja, ja.
18:22Bitte, haben Sie Platz.
18:27Hofer, verbildet ihr.
18:28Frau Schlichting, wo waren Sie heute Morgen zwischen neun und halb elf?
18:33Daheim.
18:34Allein?
18:35Nein, mein Bruder, der war auch da.
18:39Moin, wo holen Sie hin?
18:41So, was ist jetzt?
18:42Ihre Schwester hat die Alibi gerade bestätigt.
18:45Aha.
18:45Und wollen Sie sich vielleicht bei mir entschuldigen?
18:47Ich wüsste nicht, warum.
18:49Besonders überzeugt haben Sie das Alibi nämlich nicht.
18:52Alter, was hast du dir nicht gesagt?
18:55Sie!
18:56Zeugenbeeinflussung mögen die beiden Herren hier überhaupt nicht.
18:58Was heißt da Zeugenbeeinflussung?
19:00Ich wäre hier unschuldig festgehalten.
19:03Einen Mord soll ich begangen haben, wo ich nicht der kleinsten Kreatur irgendwas treten kann.
19:07Man wäre ja noch beschimpft und beleidigt.
19:10Grusiot, äh, Altersau, Polizeidirektor.
19:13Dem Himmel sei Dank, dass Sie kommen.
19:15Sie müssen mir helfen.
19:16Die wollen mich hier festhalten, obwohl ich unschuldig bin.
19:19Ich bin gleich bei Ihnen.
19:21Auf Sekunde, die Herren.
19:23Sie entschuldigen uns.
19:26Ich gehe gleich weiter.
19:30Ich möchte die Herren nur kurz in Ihrer Arbeit stören,
19:33dass ich Ihnen Ihre neue Kollegin aus der Gerichtsmedizin vorstelle,
19:36Frau Dr. Ursula Kern.
19:37Äh, Frau Kern, das sind unsere beiden Hauptkommissare.
19:39Herr Hofer, Herr Satori.
19:41Hofer, angenehm.
19:43Freut mich.
19:44Freut mich sehr.
19:46Hallo.
19:48Ehrlich gesagt habe ich Sie mir ganz anders vorgestellt.
19:50Mit Nickelbrille und Formaliengeruch?
19:53Das erkläre ich Ihnen vielleicht bei einer Tasse Kaffee.
19:55Ja, dazu wird es doch reichlich Gelegenheit geben.
19:58Wie wäre es denn gleich mit nachher?
19:59Ich hoffe, das Angebot gilt nicht nur für heute.
20:01Ich habe nämlich schon ein Rendezvous.
20:03Ach so.
20:03Mit meinen Umzugskartons.
20:07Ich denke, wir haben alle noch genug zu tun.
20:09Das hätte ich doch jetzt fast vergessen.
20:11Hier, äh, das Adressbuch des Ermordeten von der Spurensicherung.
20:15So, Frau Dr. Kern, wir müssen weiter.
20:17Kommen Sie.
20:18Viel Erfolg.
20:19Danke.
20:21Dass die Spurensicherung was findet, ist ein Wunder.
20:24Ja, die Ausnahme bestätigt die Regeln.
20:26Ich wette, noch irgendwas übersehen.
20:30Hm.
20:31Auffällig viele Frauen haben Sie da drin.
20:33Dann wird die Auswertung dieser Spur Ihnen ja Spaß machen.
20:35Ja, das hoffe ich doch.
20:36Ich bin schuldig, dass Sie beschränken Sie jetzt nur noch auf Pathologinnen.
20:39Solange Sie immer so aussehen.
20:43Und dann kommen Sie zurück.
20:46Gut, dann probieren wir es morgen noch mal.
20:48Wiederhören, danke.
20:52Wir telefonieren seit drei Stunden, sind gerade einmal bei dir.
20:55Dann machen wir nächsten Mal noch bis an, oder?
20:58Schau mal, Bruderherz.
21:02Sonnenuntergang.
21:03Wenn die Sonne hinter den Bergen versiegt, ist der künftig unsensibel.
21:09Rutsch.
21:09Ach, da schon her.
21:11Marie Hofer, Bayerns Frauen für Freiheit und Fortschritt.
21:15Richtig, gell?
21:16Erscheint morgen überall meine allererste Anzeige.
21:18Gratuliere.
21:19Was ist mit Bayerns Männern?
21:21Hier kommt es bestimmt nicht zu kurz.
21:22Dafür sorgt sie schon.
21:23Na ja.
21:24Ach, Marie, ich fand dein Interview vorhin übrigens sehr überzeugend.
21:27Ja, danke.
21:28Und du?
21:29Ja, schon.
21:31Ja?
21:32Ich glaube, du hoffst, dass ich nicht gewählt werde,
21:34weil ich ein bisschen was Unangenehmes gesagt habe.
21:36Schon mal, um die fußt da drauf.
21:37Die war total toll.
21:39So, ich bin stolz auf die.
21:40Ja.
21:42Haben wir noch Bier?
21:43Bier ist leider außer.
21:44Das ist blöd.
21:46Und vor allem in den Rosenbräu, oder?
21:48Ich hab eh schon wieder Hunger.
21:49Hey, hey, hey, und was ist mit den Kühen?
21:52Sag nur eins, Schwesterherz.
21:54Freiheit für Bayerns Männer.
21:56Bitte.
21:57Schauen wir.
22:01Wissen Sie, was ich mir besonders gut gefallen habe?
22:05Nein.
22:06Bei dem Sommerfest.
22:08In dem roten Seidenkleid.
22:10Wenn du dann gekommen bist, dann denkst du,
22:14dass man ganz schön die Luft weggebleibt.
22:16Ehrlich?
22:18Schon.
22:21Ja, aber Michi, das mit dem Sommerfest, das gilt eigentlich gar nicht.
22:23Wir haben gesagt, wir kennen uns seit einer Woche.
22:25Das ist unser erstes Date.
22:26Deswegen kannst du mich auf dem Sommerfest gar nicht gesehen haben.
22:29Ja, das stimmt schon.
22:31Aber trotzdem geht's.
22:33Wieso?
22:36Da war's ja hier, die zwei Turtel-Täubchen.
22:39Das ist ja was im Busch, ne?
22:41Kannst du dir nicht vorstellen, dass man mit Kollegen weggeht?
22:44Ja, Mann, jetzt tun Sie mir aber Unrecht, gell?
22:46Ja, der Herr Hofer geht nämlich heute mit mir weg.
22:49Das ist ja wieder mal von Mecken gedrückt.
22:51Sieh bei mir das an.
22:52Das ist ja wieder mal typisch.
22:52Und die Marie bleibt mit der ganzen Arbeit der Leute hoch.
22:54Ja, Frau Stockl, das war nur ein Scherz.
22:56Natürlich hab ich die Kühe gemolten.
22:58Ist da noch frei?
23:00Nein.
23:02Kabinien, das tut mir jetzt sehr leid.
23:04Aber ich find, seit ihr jetzt da seid, ist die Stimmung ein bisschen ungut.
23:09Ich glaub, das ist keine gute Idee, wenn wir jetzt zusammensitzen.
23:13Na gut, bitte.
23:14War nur eine Idee, Entschuldigung.
23:21Du, war das jetzt der Krop?
23:22Ja, Michi, das war super.
23:23Das braucht ihr öfters.
23:32Morgen.
23:33Morgen.
23:34Morgen.
23:36Morgen.
23:37Morgen.
23:38Was ist weltvoll?
23:39Wahlplakate für meine letzte Veranstaltung vor der Wahl.
23:41Drückt mir mal die Daumen.
23:42So, möchtest du es sehen?
23:43Freilich.
23:44Heute.
23:49Da schau her.
23:50Ich würde dich sofort wählen.
23:53Schönes Foto von dir.
23:54Aber ich bin echt ein bisschen frisch hin.
23:55Schaut sich ein bisschen dick aus.
23:56Okay.
24:12Seit drei Monaten nichts mehr gehört.
24:15Entschuldigt die Störung.
24:16Wiederhören.
24:18Herrschaftszeiten.
24:19Jetzt kann man irgendwie nicht weiter.
24:22Dass die ja nur das Adressbuch gefunden haben.
24:24Tolle Spuren sich herum.
24:26Wissen Sie was?
24:27Seien Sie nett.
24:27Machen Sie weiter.
24:28Ich fahre nur mal zu der Automobilwerkstatt.
24:30Was denn?
24:30Den Rest soll ich allein machen, oder was?
24:32Sie haben doch eh die bessere Telefonstimme.
24:35Sie scheinheiliger Uhu.
24:36Wieso?
24:38Wieso?
24:38Ist ehrlich gemeint?
24:40Die schönere Singstimme haben Sie auch.
24:49Das war aber nett gestern.
24:51Total nett.
24:53Und was kommt als nächstes?
24:54Jetzt kommt auch ein ganz wichtiges Kapitel.
24:56Der Tag nach dem ersten Date.
24:58Wie erwähnt, zuerst anruft.
24:59Also ich verstehe, dann sollte ich eigentlich gar nicht da sein.
25:02Nein, eigentlich nicht.
25:04Das dauert aber lang, bis man sich näher kommt.
25:06Gut, den will Weile haben.
25:12Seid das die vom Satori?
25:14Jawohl, die aus New York.
25:18Toll.
25:18Magst du mal probieren?
25:19Weiß nicht.
25:22Huch.
25:23Zack.
25:27So hängen wir zusammen.
25:28Und was machen wir, wenn jemand kommt?
25:30Ich wollte es dir nur zeigen.
25:31Ich mache es eh gleich wieder auf.
25:34Du sag mal, wo habe ich denn einen Schlüssel?
25:36Du willst ihn doch wohl nicht daheim haben.
25:38Ich weiß auch nicht.
25:42Nehmen wir den der Welt.
25:50Der passt nicht.
25:51Michi, das macht man jetzt.
25:54Super.
26:07Frau Peschel?
26:16Frau Peschel?
26:40Sorge mal, da klappt es nicht.
26:46So viel zum Thema Spurenseicherung.
26:48Sehr schön.
26:52Frau Rosenmüller, dann können Sie mir doch sicher auch sagen, auf wen der Herr Markreiter
26:54die Versicherung abgeschlossen hat, oder?
26:58Da, schau her.
26:59Gut, das war es dann schon.
27:00Danke.
27:02Du hast eine sexy Stimme, ja?
27:06Vielleicht kann man sich ja mal treffen.
27:07Wieder, Herr.
27:08Danke.
27:09Grüß Gott, ich habe etwas sehr Interessantes.
27:12Ich auch.
27:13Sie zuerst.
27:15In dem Adressbuch ist die Telefonnummer von einer sehr netten Versicherungsagentin.
27:18Da, schau her, wann treffen Sie sich?
27:20Das geht Sie gar nichts an.
27:22Na gut.
27:23Der Markreiter hat kurz vor seinem Tod noch eine Lebensversicherung abgeschlossen.
27:27Sonst liegt auf die Peschel.
27:28Genau, auf die.
27:29Und warte noch auf den Fax mit der Police.
27:31So, und jetzt Sie.
27:32Na ja, das Liebesleben von Markreiter war wohl etwas bewegter, als es uns die gute Frau Peschel
27:37hat weismachen wollen.
27:39Diese Liebesbriefe hat er in seinem Spind versteckt gehabt.
27:42Na, vielleicht sind Sie ja von der Peschel.
27:44Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.
27:45Vielleicht ist noch jemand anderes im Spiel.
27:48Wenn wir das Fax haben, dann wissen wir mehr.
27:50Vielleicht ist nämlich die Unterschiede auf der Police die gleiche, wie die auf den Liebesbriefen.
27:54Dann spricht alles für die Peschel.
27:57Genau, Kombinatorik.
28:02Das bringt gar nichts.
28:05Da gibt es nur eines.
28:07Einen Flex.
28:08Na, Michi, das kannst du nicht machen.
28:10Das ist viel zu gefährlich.
28:12Pass mal auf.
28:14Nehmen.
28:16Die, das habe ich mal im Film gesehen.
28:26Die müssen früher härtere Haarnadeln gehabt.
28:31Guten Tag zusammen.
28:32Grüß Gott, Herr Balthasar.
28:34Die Herren sind da?
28:35Ja, ja, ja.
28:38Ach, hätten Sie vielleicht einen Kaffee für mich, Frau Stockl?
28:41Ach, Beispiele, der ist gerade fertig.
28:43Wir müssen Sie ja nur nehmen.
28:45Na, sonst ist es so nett und bringen Sie mal rein.
28:48Ja.
28:49Da hat wirklich auch die Bekünstigte unterschrieben.
28:52Und hat die Herren?
28:53Servus.
28:55Na, wie schaut es aus?
28:57Na ja, also für den Herrn Schlichting schaut es inzwischen besser aus.
29:00Das Fax haben wir gerade bekommen.
29:01Der Herr Markreiter hat kurz vor seinem Tod noch eine Lebensversicherung auf seine Lebensgefährtin Sabine Peschel abgeschlossen.
29:07Und Alibi hat die auch keins.
29:08Na, haben wir es doch.
29:10Wie hoch war er versichert?
29:12Bitte schön, Ihr Kaffee, Herr Balthasar.
29:15Dankeschön.
29:20Können Sie mir noch bitte schön einen Zucker bringen?
29:22Ja.
29:23Ach, und der Herr Mohr soll die Frau Peschel herbringen?
29:26Selbstverständlich.
29:28Bitte mal einen Zucker.
29:30Also wie hoch war die Versicherungssumme?
29:32500.000 Euro.
29:34Noch.
29:35Der Zucker, Herr Balthasar.
29:40Ja, dann kommen wir es doch rein.
29:41Wir beißen nicht.
29:43Also zumindest der Herr Sartore und ich nicht.
29:48Jetzt hat es gerade geklopft, gell?
29:49Entschuldigung.
29:52Was machen wir denn jetzt?
29:54Versteck dich hinter der Tür.
29:58Grüß Gott.
30:01Grüß Gott.
30:02Ich möchte eine Aussage machen.
30:04Ja, komm ins Reihen.
30:06Grüß Gott.
30:07Grüß Gott.
30:09Es dauert noch einen Moment, Terl.
30:12Sie können den Herrn Schlichting nicht länger festhalten.
30:15Ich meine, die Sachlage ist ja jetzt vollkommen anders.
30:17Sie war aber nicht die einzige Frau im Leben von Herrn Markerreiter.
30:20Ach, Sie meinen die Briefherren?
30:22Ich habe ein bisschen nach dem Moment geschaut.
30:24Sie muss wirklich eine sensible Person sein.
30:25Sie spricht eher gegen die Peschel.
30:28Außerdem hat er eine ganz andere Handschrift.
30:31Naja, Sie sind auf jeden Fall von einer Frau, mit der der Markerreiter längere Zeit was gehabt haben muss.
30:36Und immer noch gehabt hat.
30:38Ja, Frau Stöckel, bitte.
30:44Frau Schlichting.
30:46Grüß Gott.
30:48Ihr müsst eine ganz wichtige Aussage machen.
30:51Ja.
30:52Ich habe gelogen.
30:54Mein Bruder, der war gar nicht auf dem Hof.
30:57Also zur Tat seid man nicht.
30:59Was war es denn mit dem Alibi vom Schlichting?
31:01Jetzt haben wir jedenfalls mehrere Verdächtige.
31:03Das wollten sie doch.
31:10Wir können doch die Frau Peschel nicht zu zweit abholen.
31:12Was soll ich machen?
31:15Kommen wir halt.
31:17Nein, das ist so spannend.
31:18Ja, das hat doch gesagt.
31:19Ja.
31:20Weißt du was?
31:21Ich gehe zuerst rein und du kommst nach.
31:23Ja.
31:25Du sagst, kannst du mir einen Gefallen teilen?
31:27Was denn?
31:28Mein Autoschlüssel ist in der rechten Hosentasche.
31:30Und da komme ich zu schwer.
31:31Und wenn du willst, da ist ja...
31:34Entschuldige.
31:35Bitte.
31:36Okay.
31:36Bitte.
31:39Hey!
31:40Nicht so schnell!
31:41Entschuldige.
31:42Moment.
31:43Aua.
31:47So.
31:48Aber schnell.
31:50Geht's?
31:57Was machst du denn?
31:59Ich wollte doch nur einen Rückspiegel verstellen wegen meiner Frisur.
32:01Stockl, mit der linken Hand darfst du jetzt gar nichts machen, sonst sind wir hin.
32:08Herr Schlichting, Ihre Schwester hat doch schon zugegeben, dass sie mit dem Alibi gelogen hat.
32:13Aber ich war das nicht.
32:15Vielleicht ist das Auto ja auch ganz von alleine losgefahren.
32:17Das wäre auch noch eine Möglichkeit.
32:19Schauen Sie, Herr Schlichting, wir haben Zeit.
32:20Wir können uns gerne den ganzen Tag unterhalten.
32:22Also.
32:24Na gut, ich gebe es zu, ich war bei der Werkstatt.
32:26Ja, weil ich den Bullen gesucht habe.
32:28Ja, aber da war doch der Markreiter schon längst tot.
32:31Ich schwöre es.
32:31Und warum haben Sie Ihre Schwester dann zu einer falschen Aussage angestiftet?
32:34Da verstehen Sie denn das nicht.
32:36Das haben doch alle gewusst, dass ich mit dem Markreiter verfeindet bin.
32:39Ja, und?
32:40Ja.
32:41Ich habe Angst gehabt, dass ich unschuldig verurteilt werde.
32:44Herr Schlichting, das sind doch alles Märchen.
32:46Sie haben den Markreiter umgebracht.
32:48Und Ihre Schwester hat es zu einer falschen Alibi gezwungen.
32:50Wie können Sie nur so etwas sagen?
32:53Wie können Sie nur glauben, dass ich meiner Schwester so etwas antun könnte?
32:56Diesen sensiblen und künstlerischen Wesen.
33:01Sensibel und künstlerisch.
33:03Ja, richtig.
33:04Sie entschuldigen mich für einen Augenblick.
33:07So, schlicht denn.
33:08Und wir fahren jetzt nochmal von vorne an.
33:10Aber ich war es nicht.
33:17Ja, Marie, ich bin's.
33:19Du, pass auf, du könntest mir einen riesen Fallen tun.
33:22Und zwar dieses Wochenblatt, wo deine Anzeige dröhnt ist.
33:26Ja, könntest du mir das ganz schnell vorbeibringen, bitte?
33:29Das war total drügend, jetzt gleich.
33:32Das war doch gar nicht so gemeint.
33:34Freilich unterstütze ich dich bei der Frauenbeauftragten.
33:38Sicher, ja.
33:40Also danke, servus, gell, für dich.
33:42Weib.
33:50Weib.
33:54Au!
33:55Entschuldige.
33:58Man vergisst immer drauf.
34:00Ich muss schon seit einer Stunde aufs Klo.
34:03Nein.
34:04Das tut mir alles so leid.
34:06Ja, ist ja nicht so schlimm.
34:07Ja.
34:08Ist ja irgendwie ganz nett, oder?
34:10Du, was sagen wir jetzt der Dame, warum wir nicht voneinander lassen können?
34:13Frau Böschel, wir möchten Sie bitten, mit uns mit aufs Kommissariat zu kommen.
34:17Wir hätten dann noch ein paar Fragen an Sie.
34:19Nehmen Sie mich jetzt fest.
34:20Nein, aber wir würden Ihnen nahe liegen, keinen Ärger zu machen, weil wir sonst gezwungen
34:25werden, Gewalt anzureden.
34:28Genau.
34:30Das sind echt amerikanische Handschellen.
34:34Ah ja.
34:35Wir machen nämlich gerade einen Dauertest und überlegen, ob wir diese Handschellen bei
34:39der oberbayerischen Polizei einführen sollten.
34:43Das ist jedenfalls sehr bequem.
34:45Hört Sie vielleicht einmal.
34:46Nein, danke.
34:47Ich komme freiwillig mit.
34:48Sehr gut.
34:50Gehen wir mal.
34:52Der ist fast.
34:55Da.
34:56Danke.
34:57Sag einmal, zerst du es zu, als wenn dich meine Anzeige nicht interessiert.
35:00Und dann darf ich dir das Blattloch Halbrosenheim hinterherfahren.
35:02Wozu brauchst du denn das so dringend?
35:04Nein, mir ist halt eingefallen.
35:06Also, ich möchte dir ein bisschen angeben mit dir und deiner tollen Anzeige bei der
35:10Stockel und bei den Kollegen und so.
35:12Geh, geh, geh, das glaubst du doch selber nicht.
35:14Doch.
35:15Jetzt muss ich wieder rein, gell.
35:17Also, danke dir nochmal.
35:18Du bist halt einfach die beste Schwester der Welt.
35:19Meine Lieblingsschwester.
35:21Eine andere hast du ja auch nicht.
35:24Für dich.
35:24Frau Peschel.
35:26Der Herr Markreiter hat kurz vor seinem Tod noch eine Lebensversicherung zu Ihren Gunsten abgeschlossen.
35:30Ja, und?
35:31Das ist doch der beste Beweis, dass er nichts mit einer anderen war.
35:34Er hat nur mich geliebt.
35:35500.000 Euro sind auch kein schlechtes Motiv.
35:38Die Versicherung beruhte auf Gegenseitigkeit.
35:40Wir hätten beide davon profitiert.
35:42Das ist doch gar nichts.
35:43Wir haben Liebesbriefe gefunden bei Herrn Markreiter.
35:46Unterschrieben mit S.
35:47Haben Sie eine Idee, für wen dieses S stehen könnte?
35:50S.
35:51Für saublöde Frage.
35:53Woher soll ich das wissen?
35:54Für Sabine jedenfalls nicht.
35:59Herr Hofer, meinen Sie wirklich, ist der richtige Zeitpunkt, Ihren Schreibtisch aufzuräumen?
36:03Ich hoffe es ja schon.
36:04Also, pass uns auf.
36:06Jede Nacht liege ich wach und denke an dich, wie deine Hände mich berühren.
36:12So was Schwülstiges würde mir nicht mal im Traum einfallen.
36:17Herr Kollege, kommen Sie mal her.
36:19Ich muss Ihnen was zeigen.
36:23Was ist denn jetzt?
36:24Wir haben was zu besprechen.
36:26Augenblick.
36:27Erinnern Sie sich?
36:28Wenn die Sonne hinter den Bergen...
36:30Hofer, bitte ersparen Sie mich mit dir.
36:31Und schauen Sie, wer die Kolumne schreibt.
36:35Martha Schlichting.
36:37S.
36:38Ich meine, die Briefe hat die Schlichting geschrieben.
36:40Künstlerisch unsensibel.
36:42Die Schlichting?
36:43Das glauben Sie aber selber nicht.
36:45Mit der Herr Markreiter und die Frau Schlichting haben Sie sich immerhin gekannt.
36:48Ah.
36:48Vor einer Woche hat er Sie rausgeschmissen und Sie hat ihn wüst beschimpft.
36:51Das war zwischen den beiden.
36:53Und wie hat er das erklärt?
36:54Er hat gesagt, es ging um Ihren Bruder.
36:56Mit dem war er ja verkracht.
36:57Ich lasse den Schlichting noch mal vorführen.
37:02So eine Büroklammer ist doch eigentlich härter wie eine Haunadel.
37:06Ja und?
37:08Eigentlich.
37:11Herr Mohr, wir vernehmen es noch mal den Herrn Schlichting und dann fahren wir zu seiner Schwester.
37:14Sagen Sie bitte dafür, dass die Frau Peschler einen Kaffee kriegt und das Büro nicht verlässt.
37:18Gerne, dass er durchs Selbstverständlich ist.
37:21Servus.
37:21Servus.
37:24Was machen wir denn jetzt?
37:25Ich glaube, da gibt es noch eine Möglichkeit.
37:27Ja?
37:28Der Flex.
37:29Na bitte mich nicht.
37:32Halt.
37:32Wo wollen Sie hin?
37:33Ich gehe jetzt.
37:35Oder meinen Sie, ich warte ewig?
37:36Na, von wegen.
37:37Sie bleiben hier.
37:37Ich denke ja gar nicht dran.
37:38Ich habe einen wichtigen Termin.
37:41Ah.
37:42Kinoi.
37:42Nein.
37:44Jetzt ist eh weg.
37:46Der Flex.
37:47Der Flex.
37:48Der Flex.
37:51Der Flex.
38:04Ich kenne die Schrift meiner Schwester nicht.
38:06Könnte sein, könnte aber auch nicht sein.
38:08Hat Ihre Schwester noch einen Zweidnamen, außer Martha?
38:11Nein, nur Martha.
38:12Spitznamen, große Namen.
38:14Sie ist eine alte Romantikerin.
38:15Sie hat sie immer Sissi genannt.
38:17In der Schule war das schon so.
38:19Sissi im S-Punkt.
38:20Sie erklärt einiges.
38:22Allerdings.
38:29Hat sich doch wieder was mit Ihnen angefangen.
38:31Obwohl ich es ja ausdrücklich verboten gehabt habe.
38:33Was haben Sie Ihrer Schwester verboten?
38:35Na ja, sie war einmal mit dem Markreiter liegert.
38:38Das habe ich aber schnell unterbunden.
38:39Das dürfen Sie mir glauben.
38:41Fahren wir.
38:41Ja.
38:42Zipas läuft den Herrn auf.
38:44Kommen Sie.
39:16Frau Schlichting.
39:18Frau Schlichting.
39:19Frau Schlichting, hör einfach auf damit.
39:29Das wird schon wieder gut.
39:43Ich habe ihn geliebt.
39:45Ich habe immer gekauft, dass wir einmal zusammen weggehen.
39:47Und warum haben Sie Ihr Verhältnis zum Markreiter so lange geheim gehalten?
39:53Weil ich Angst gehabt habe vor meinem Bruder.
39:55Der wollte es doch nicht.
39:56Marta, warum hast du uns das angetan?
39:58Du meinst wohl, warum ich dir das angetan habe.
40:01Lass mir mal Ruhe.
40:03Geh mal.
40:07Herr Schlichting, Sie können gehen.
40:14Ah, Gratulation, Herr Hofer.
40:16Danke, Paltas.
40:17Aber ich muss sagen, dass der Kollege Sartori auch einen bescheidenen Anteil hat an der Lösung des Falles.
40:21Danke, sehr freundlich.
40:22Passt schon.
40:22Das meine ich gar nicht.
40:24Ich habe gehört, Ihre Schwester ist in den Stadtrat gewählt worden.
40:26Ach so, das ist ja super.
40:28Ich habe gleich gewusst.
40:29Die schafft das.
40:31Hofer.
40:31Ja, gute Beziehungen nach oben.
40:34Das ist ja nie verkehrt.
40:37Für Freiheit und Fortschritt.
40:39Da bin ich ja gespannt, wie sich das auf Ihr Engagement in Stall und Haushalt auswirkt, Herr Hofer.
40:43Wie soll sich das schon auswirken?
40:45Die Marie hat gesagt, das bleibt alles beim Alten.
40:50Kamerippe vom Teufel.
40:52Marie!
40:52Kopinian, stell dir vor, ich habe es geschafft.
40:54Ja, der Paltas hat es gerade erzählt.
40:56Gratuliere dir.
40:56Du, ich muss aber jetzt gleich los zu einer Stadtratssitzung und du musst die Kühe melden, gell?
41:00Was?
41:01Also, ich muss los.
41:01Pferdi, Bussi.
41:04Pferdi.
41:07Was passiert?
41:08Nein.
41:10Ja, dann können wir jetzt auch vom Bier gehen, oder?
41:13Nein, ich fahre lieber nach Hause, möchte ich die Kühe.
41:16Bleibt also doch nicht alles beim Alten.
41:18Das muss doch irgendwie gehen.
41:21Das gibt es doch nicht.
41:22Servus.
41:23Servus.
41:25Ja, was macht ihr denn da?
41:27Fesselspiel am Arbeitsplatz.
41:28Ach, ich meine, ich kann den richtigen Schlüssel nicht mehr finden.
41:31Ach so.
41:32Ja, dann habe ich ja irgendwo.
41:33Was?
41:34Wie lange seid ihr denn schon so?
41:35Beinahmt?
41:36Seit heute in der Früh.
41:38Das ist ja alle Traum.
41:39Hm, nein, das kann man so nicht sagen.
41:42Ich hätte schon noch länger ausgekaltet.
41:43Das hast du aber jetzt nicht gesagt.
41:47Ach so.
41:48Ja, wenn das so ist, dann wollen wir ja am Glück nicht im Weg stehen.
41:51Schön feiern.
41:53Frühstürteln.
41:53Ciao, ciao.
41:54Nein, nein, das war nicht so gemeint.
41:56Nein, das war ein Missverständnis.
41:58Nein, nein, das war nicht so gemeint.

Empfohlen