- vor 1 Tag
Ole Jacobi haut ab. Die Ansage seiner Mutter, Dr. Anna Jacobi, mit ihrem Freund Nils Meermann zusammenziehen zu wollen, ist zu viel für ihn. Er fürchtet, künftig keine Rolle mehr in ihrem Leben zu spielen. Jetzt treibt er sich mit einer Jungendgang durch Hamburg. Nils und Anna sind Ole und der Gang auf der Spur. Sie haben Angst um ihren Jungen. Zu Unrecht? Denn eigentlich fühlt sich Ole in der Gruppe wohl. Was er nicht weiß: Gangleaderin Paula hat Krebs und mit ihrem Leben abgeschlossen. Bei ihrer Flucht durch Hamburg bringt sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Jungs ihrer Gang in tödliche Gefahr, denn Paula will Selbstmord begehen!
Parallel bearbeiten die Polizisten Boje und Franzi einen heiklen Fall. Die
29-jährige Anja Fischer hat ihren Ex-Freund wegen Vergewaltigung angezeigt. Der leugnet die Anschuldigungen mit Nachdruck. Boje misstraut Anja Fischer, die sich ganz offensichtlich an ihrem Ex-Freund rächen und dessen anstehende Hochzeit verhindern will. Vieles spricht gegen Anja Fischer, doch Franzi glaubt ihr. Was ist an dem Vorwurf tatsächlich dran? Liegt die junge Polizistin mit ihrer weiblichen Intuition richtig? Oder irrt sie sich gründlich? (Text: ZDF)
Parallel bearbeiten die Polizisten Boje und Franzi einen heiklen Fall. Die
29-jährige Anja Fischer hat ihren Ex-Freund wegen Vergewaltigung angezeigt. Der leugnet die Anschuldigungen mit Nachdruck. Boje misstraut Anja Fischer, die sich ganz offensichtlich an ihrem Ex-Freund rächen und dessen anstehende Hochzeit verhindern will. Vieles spricht gegen Anja Fischer, doch Franzi glaubt ihr. Was ist an dem Vorwurf tatsächlich dran? Liegt die junge Polizistin mit ihrer weiblichen Intuition richtig? Oder irrt sie sich gründlich? (Text: ZDF)
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00:00Musik
00:33Carlotta, das ist gefährlich. Der Opa hat gesagt, wir sollen immer draußen warten.
00:37Du musst draußen warten. Du passt nämlich gar nicht da.
00:41Na gut, die Arbeiter machen eh gerade Pause.
00:43Opa, Opa, wir wollen dich überraschen.
00:48Wenn ich da runtersause, nützt mir der auch nichts mehr.
00:51Ja, Paulus.
00:53Sie wissen doch, das Baureferat greift hart durch, wenn jemand gegen die Vorstellung vorstellt.
00:57Ach, der Dr. Reinicke, hier. Nehmen Sie ihn auch noch.
01:00Ihr vom Amt sichert euch doch gern doppelt ab.
01:04Das kommt weg und das kommt weg.
01:06Hier ziehe ich euch den Kinokomplex hoch. Erlebt eine Schwimmbad mit Saunalandschaft.
01:10Hier, meine Damen, meine Herren, kommen Sie, kommen Sie.
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01:30Mama, Mama, guck mal, ich kann auch was machen.
01:34Carlotta, ich hab gesagt, du sollst bei Mama bleiben.
01:37Mama, Mama, guck mal.
01:39Aus!
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02:01So, jetzt gehen wir alle ordentlich was essen.
02:10Ja, ich höre.
02:13Mein Gott, ist ja eine Katastrophe.
02:15Was?
02:18Lauter, ich kann nicht.
02:21Wer ist im Haus?
02:25Robert, schnell den Wagen!
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03:14Wir brauchen alle Personalien, auch von denen, die sich jetzt lieber verkrümeln würden.
03:18Illegale?
03:18Soll ich hervorkommen, Herr Faustel.
03:24Nein.
03:26Der Brand ist wohl in der Pause ausgebrochen.
03:28Trotzdem sind noch Personen im Gebäude, Hauptkommissar.
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03:38Oh, mein Gott.
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03:49Carlotta!
03:56Carlotta!
03:57Carlotta!
03:58Seien Sie vorsichtig!
04:00Carlotta, was ist mit ihr? Was hat sie?
04:04Carlotta!
04:09Egon! Egon!
04:13Was macht Carlotta im Haus?
04:16Sie war im Keller. Das hat sie gerettet. Aber die Mutter...
04:33Der Brand sollte als Bauunfall getarnt werden.
04:37Das war aber eindeutig Brandstiftung, ja?
04:39Der Experte vom LKA meint, das war eine Mischung aus professioneller Vorbereitung und Dilettantismus.
04:46Auf der Baustelle wurde mit entzündlichen Chemikalien gearbeitet.
04:50Wie gesagt, wir sollten an einen Unfall glauben und dass eine defekte Stromleitung die ganze Sache in die Luft gehen
04:54ließ.
04:57Hier, der Kanister, der lag in der Nähe des Brandherdes, stammt aus uralten Entfahrenbeständen.
05:02Und diese Zange, mit der wurde die Stromleitung präpariert.
05:06Keiner der Arbeiter hat so eine Zange benutzt.
05:08Also ist er überrascht worden?
05:09Moment mal, wieso ihr?
05:11Die überwiegende Zahl der Brandstiftung geht auf Männer zurück.
05:15Ja und?
05:15Ihr spielt eben einfach lieber mit dem Feuerschätzchen.
05:19Ein kleines Mädchen, kaum fünf, wurde bei dem Brand schwer verletzt. Und die Mutter, die ist verbrannt.
05:30Keiner wusste, dass die beiden im Haus sind. Das kleine Mädchen wurde durch Zufall vom Hausmeister gefunden.
05:38Aha. Und die Kleine kann nicht gezündelt haben.
05:42Das schließt das LKA mit absoluter Sicherheit aus. Das Mädchen ist übrigens die Enkelin des Bauherrn. Konrad Paulus.
05:51Meint mal der Investor. Dem gehört doch halb Leipzig.
05:54Also los, an die Arbeit.
05:56Das Kirchenhaus ist seit längerem für den Publikumsverkehr gesperrt.
06:00Da wurde mit großem Aufwand restauriert, haben die Arbeiter gesagt.
06:03Was ist diese Bruch, Uwe?
06:06Glücklicherweise gibt es in dieser Stadt einige Leute, die mehr von alten Gebäuden verstehen als du, du alte Pappnase.
06:12Ihr lasst euch vom Hausmeister durchs Gebäude führen.
06:14Ja, durch das, was davon übrig ist. Der Hausmeister heißt Frisch, das ist unser Hauptzeuge. Er hat auch ganz schön
06:20was abgekriegt.
06:20Ich war in die Klinik. Der Paulus soll die ganze Nacht bei seiner Enkelin gewesen sein.
06:27Was macht der Jan heute eigentlich?
06:30Freier Tagsfreier Tagschef.
06:31Ja, wurde auch nicht.
06:34Ich weiß, dass du da einen freien Tag hast, Jan. Aber das ist eine schlimme Sache. Ich brauch dich.
06:40Familientragödie.
06:41Ein kleines Mädchen ist schwer verletzt.
06:46Jan?
06:50Schon unterwegs.
06:53Das Kind hat zum Glück keine Verbrennungen, aber eine schwere Rauchintoxikation.
06:58Vergiftung.
07:01Lebensgefahr?
07:01Nein, wohl nicht mehr.
07:03Aber die Folgeschäden können wir kaum abschätzen.
07:05Sich bloß Kohlenmonoxid sind eine Menge unbekannter Chemikalien verbreitet.
07:08Und es wurde gesagt, jeder Restaurator benutzt seine eigene Mischung.
07:12Da waren zig Leute an dem Bau beteiligt.
07:14Auch Spezialisten aus Polen, die wir nicht mehr fragen können.
07:17Polen? Wer hat Ihnen das gesagt?
07:18Ach, reden Sie doch nicht.
07:19Das Büro von Paulus.
07:21Was heißt hier ausreichend gesichert?
07:23Meine verdammte Baustelle war angeblich auch ausreichend gesichert.
07:25Ich will eine Überwachungskamera.
07:27Er stellt den ganzen Betrieb auf den Kopf.
07:29Alles bloß für seine Enkel.
07:29Hören Sie doch aus.
07:30Sie können ja alles erzählen.
07:32Immerhin hat er seine Tochter bei dem Unfall verloren.
07:34Ich übernachte hier.
07:36Aber was für nicht einschlafen?
07:37Ich baue euch hier eine Kamera ein.
07:39Geld spielt keine Rolle.
07:47Wenn sich hier recht fest sich ja anders vorgestellt, oder?
07:51Na, der Keller wirkt ja noch relativ intakt.
07:55Das Feuer ist oben ausgebrochen.
08:06Na, interessierst du dich für Kunstgeschichte oder Liza Motiv?
08:09Guck mal, das sieht doch komisch aus.
08:11Das war die Kleine.
08:14Hier habe ich sie gefunden.
08:16Herr Frisch?
08:17Schön, dass Sie kommen konnten.
08:18Mein Name ist Zimmermann und das ist mein Kollege Kommissar Albares.
08:23Wieso gab es eigentlich einen Hausmeister, bevor das Haus fertig war?
08:26Herr Paulus hat ja mehrere Objekte.
08:29Ich erledige hier so dies und das für ihn.
08:32Dies und das, ja.
08:34Ich war hier für die Sicherheit zuständig.
08:36Aber leider, weil das ist ja dann doch passiert.
08:44Was ist da los?
08:46Ich kümmere mich drum.
08:47Okay.
08:50Und, wo waren Sie jetzt, als das Feuer ausbrach?
08:53Ich?
08:55Gleich hier im Nebenraum.
08:56Und Sie haben nichts Auffälliges bemerkt?
08:59Ich habe die Kleine gehört.
09:01Es war doch streng verboten, den Bau zu betreten.
09:29Herr Paulus.
09:30Soko Leipzig.
09:31Hauptkommissar Trautschle.
09:33Das ist mein Kollege Jan Maybach.
09:34Wir würden Sie gerne sprechen.
09:38Glauben Sie wirklich, ich meine Enkelkinder leiden lasse?
09:44Herr Paulus, es wäre sicher besser für Ihre Enkele, wenn wir uns draußen unterhalten.
09:58Der Vater, abgehauen, vor zwei Jahren. Ausgestiegen.
10:04Nach Spanien, glaube ich.
10:06Der Name, Proforma.
10:08Paul Gärtner.
10:09Hat in meiner Firma gearbeitet.
10:11Und Sie haben meine Tochter ran gemacht.
10:13Ich will den Schweinehund nie mehr sehen.
10:16Wir wissen mittlerweile, dass es Brandstiftung war.
10:22War die Auswahl des Gebäudes nur Zufall?
10:24Oder wollte Ihnen da absichtlich jemand was antun?
10:28Konkurrenten? Neider?
10:31Mich interessiert nur, dass mein Enkelkind wieder gesund wird.
10:35Alles andere interessiert mir den Scheißdeck.
10:37Waren Sie mit Ihrer Tochter im Haus verabredet?
10:38Nein! Nein!
10:40Ich war auf einer ganz anderen Baustelle.
10:42Das Kirchenhaus war abgesperrt und viel zu gefährlich.
10:45Aber Ihre Familie dachte offensichtlich, sie seien dort.
10:49Könnte irgendjemand Sie absichtlich in das Gebäude gelockt haben?
10:53Was?
10:55Wieso sollte jemand so etwas...
10:57Um Sie zu treffen.
11:01Kann ich jetzt wieder reingehen?
11:03Das reicht für Sie erst einmal.
11:05Danke.
11:08Da vorne.
11:11Da haben wir die Leiche der Mutter gefunden.
11:13Hier.
11:15Nach den Ermittlungen unserer Kollegen ist das Feuer direkt nebenan ausgebrochen.
11:20Und Frau Paulus, haben Sie nicht um Hilfe schreien gehört?
11:22Ich war im Keller. Ich habe nur die Kleine gehört.
11:28Tja.
11:29Eine tödliche Falle.
11:32Auch das Treppenhaus brannte.
11:36Nicht mal die Mutter, die ihr Kind suchte, hat sich da reingestürzt.
11:39Man hätte schon ein Held sein müssen.
11:42Ja.
11:43Oder man hätte wissen müssen, wie weit sich das Feuer schon ausgebreitet hatte.
11:51Jungs.
11:51Hey, hey.
11:53Das ist eine polizeiliche Absperrung.
11:55Die haben Anweisungen von der Stadt.
11:57Während einer laufenden Ermittlung bin ich hier die Stadt.
12:00Also bitte.
12:01Wenn du meinst, machen wir Feierabend?
12:02Ja, Feierabend.
12:12Na?
12:13Jetzt geht's zurück nach Polen.
12:15Ja.
12:17Ich bin auch aus der Branche, aber ich habe die Finger gelassen von dieser alten Scheune.
12:23Wusste doch jeder, die war die Mühe nicht wert.
12:26Euer Boss wollte sie von Anfang an hochgehen lassen.
12:30Was habt ihr denn eigentlich hier gemacht?
12:31Ihr habt ja nicht wirklich renoviert.
12:34Du kannst dich bei mir melden, wenn du einen Job willst, okay?
12:42Danke.
12:44Ich habe schon einen.
12:48Was meinen Sie da mit der Biber nicht wirklich renoviert?
12:51Na ja.
12:54Wissen Sie, bei den Bausubventionen läuft ja einiges falsch in dieser Stadt.
12:59Na ja.
13:02Was denn?
13:05Sehen Sie, es sind über vier Millionen von der Stadt hineingepumpt worden.
13:08Schauen Sie sich den Kasten doch mal an.
13:10Wo sind die denn geblieben?
13:11Sie meinen, alles wegen vier Millionen?
13:14Sind doch Peanuts für Paulus.
13:16Klar.
13:16Das Areal rundherum ist eine wahre Goldsgrube.
13:19Da könnte man einiges hochziehen.
13:21Aber da war eben das denkmalgeschützte Haus im Weg.
13:24Aber jetzt?
13:25Herr Biber.
13:28Sie sollten Ihre Vorwürfe auf dem Revier wiederholen.
13:32War am Mittag?
13:33Das war nur so eine Vermutung.
13:37Wir sehen uns, 14 Uhr, okay?
13:4014 Uhr.
13:51Ich hasse Beamte.
13:56Diese Baufutzis im Rathaus, die, die mauern, als ob ich Ihnen ein Zeitungsabo verkaufen will.
14:01Das Baureferat gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellungnahme ab.
14:05Aha, dafür lassen Sie aber zum derzeitigen Zeitpunkt die Ruine schön sauber fliegen.
14:09Bitte?
14:10Also das würde mich interessieren, wer das veranlasst hat.
14:13Da kriegt doch jemand kalte Füße im Rathaus.
14:20Was ist denn das?
14:21Das sind echte alte Bie...
14:24Gebübel.
14:24Gebübel.
14:25Sag ich's doch, ist wahnsinnig interessant.
14:28Absolut.
14:29Ich mach die Biegel.
14:33Und du warst Nachtschicht an deinem freien Tag.
14:36Was mit Benni?
14:38Der übernachtet bei einem Freund.
14:39Außerdem wollte ich mich schon immer mal mit den historischen Bauten von Leipzig beschäftigen.
14:43Das Schlimme ist, du meinst das ernst?
14:45Ist Ida schon weg?
14:47Überprüft die Aussage von Frisch.
14:49Hat sie anscheinend nicht überzeugt.
15:14Also hier brannte es und hier.
15:17Von der Seite ins Gewölbe zu gelangen war absolut unmöglich.
15:20Der Hausmeister lügt.
15:22Er hat sich genau hier am Brandherd aufgehalten, als er Carlotta hörte.
15:26Und nicht im Keller, wie er gesagt hat.
15:29Du meinst, Frisch hat den Brand gelegt und die Kleine kam ihm dazwischen?
15:32Ja, genau.
15:33Dann wurde er vom Brandstifter zum Helden, wenn er die brennende Treppe runter ist, wie du sagst.
15:37Ja, warum sonst hatte er Brandverletzung und das Kind nicht?
15:41Der stammt übrigens aus einer Zeit, in der der gute Herr Frisch bei der NVA war.
15:45Und ich hab noch was.
15:48Hier.
15:50Frisch hat nach der Wende einen kleinen Laden aufgemacht im Kirchner Haus.
15:54Und Paulus hat den Laden sofort nicht gemacht, als er das Gebäude übernahm.
15:58Lache als Motiv. Das glaub ich nicht.
16:05Noch kein Haftbefehl.
16:09Hajo, das ist doch nicht dein Ernst. Frisch war als einziger am Tatort.
16:13Der Kanister belastet ihn, seine Verletzungen belasten ihn und er hätte ein Motiv.
16:17Ja, gut. Aber was ist mit diesem Biber, der Miguel am Tatort angequatscht hat? Und warum hält sich die Behörde
16:25so bedeckt?
16:26So, da hätte ich was. Schau dich das mal an.
16:29Das heißt, du lässt frisch laufen?
16:31Natürlich nicht. Aber ich will noch ein paar andere Leute unter die Lupe nähen, bevor ich ihn verhafte.
16:35So, Ina, deine Fotos. Ich hab gestern Nacht.
16:39Leute, ich hab was.
16:41Das haben andere schon gedacht.
16:44Bibers Firma, die steht kurz vor der Pleite. Baustopp auf drei Baustellen.
16:47Und es gab ein Übernahmeangebot von Paulus.
16:51Das heißt, Biber hat selbst ein Motiv, Paulus zu schaden.
16:53Und dieses ganze Restaurierungsgelaber, das ist ein Ablenkungsmanöver.
16:56Hä? Ist es nicht?
16:59Darf ich es mal?
17:02Dieser Biber hat recht. Die ganze Restaurierung ist vorgetäuscht.
17:06Hier. Die Fresken, die Stuckarbeiten, alles viel gröber als im Original.
17:10Hier zum Beispiel. Im alten Kirchenhaus befand sich genau an dieser Stelle eine Margrunitärflung von 1905.
17:16Aber auf Ina's Fotos ist das eine glatte Gipswand.
17:20Versteht ihr? Da sollte überhaupt nicht restauriert werden.
17:22Das heißt, die sogenannten Restauratoren, das waren gar keine.
17:27Ich ruf meinen Freund bei der polnischen Kripo an.
17:29Er wird rausfinden, ob diese Restauratoren Strohmänner waren.
17:32Das ist doch verrückt. Ein Patjomkinsches Haus?
17:35Genau. Patjomkin. Alles nur Fassade.
17:38Moment mal. Dieser Patjomkin, ist das ein neuer Verdächtiger oder was?
17:45Ja, was ist?
17:53Ja, was ist das?
17:57Das ist sehr.
17:57Ich bin so drauf.
18:04Na, ich bin so drauf.
18:05Oh.
18:07Oh.
18:07Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
18:39Es tut mir leid, dass ich Sie auch hier belästigen muss.
18:42Sie belästigen mich nicht mehr als die anderen.
18:45Wir wollen jemanden leiden sehen, vor dem Sie vorher gekuscht haben.
18:49Da glauben Sie Ihren Mitgefühl.
18:54Den hier vermisst vielleicht Ihre Enkelin.
18:59Herr Paulus, wir haben Ihre polnischen Spezialisten überprüft.
19:03Ihre Diplom und Kalkulationen waren gefälscht.
19:05Das waren alles ungelernte Arbeiter.
19:07Die hätten niemals das Haus fachgerecht restaurieren können.
19:13Wurden Sie betrogen, Herr Paulus?
19:16Oder haben Sie betrogen?
19:20Ich habe Sie mir nicht einmal mehr ansehen können.
19:23Meine Tochter.
19:28Nur noch eine Frage, Herr Paulus.
19:33Bei der Restaurierung hatten Sie mit Behörden zu tun.
19:36Wer im Baureferat hat das Projekt betreut?
19:40Wer hat die Fördermittel bewilligt und überprüft?
19:44Er ist nicht da.
19:46Hat wohl Besseres zu tun heute.
19:48Der Doktor Clemens Reinicke.
19:54Sie sind gut in Ihrem Job.
19:56Sie werden die Wahrheit schon herausfinden.
20:10Bitte, betreten Sie doch mal.
20:15Ja, ich bin natürlich erschüttert.
20:18Ich habe Herrn Paulus schriftlich mein Beileid zukommen lassen.
20:21Obwohl wir kennen uns ja nur umherflächlich.
20:24Paulus hat mir bestätigt,
20:25dass die die Restaurierung des Kirchenhauses betreut haben.
20:30Ich verstehe ja nichts davon.
20:31Aber es heißt doch,
20:32Sie haben den Einsatz der städtischen Subventionen kontrolliert.
20:36Naja.
20:37Sie sehen ja selbst,
20:37mit wie vielen Projekten ich hier so betraut bin.
20:44Kirchenhaus, ja.
20:49Ich ziehe gerade um in ein neues Büro.
20:50Es ist gut möglich,
20:51dass die Akten schon unterwegs sind.
20:54Ich lasse Ihnen alles zukommen, was ich habe.
20:57Soweit ich weiß,
20:58steht eine abschließende Prüfung ja noch aus in dieser Sache.
21:00Prüfen Sie doch gleich hier.
21:07Wir gehen mittlerweile davon aus,
21:09dass es sich bei der Restaurierung
21:11um einen groß angelegten Betrug handelt.
21:14Na, das...
21:16Also das wäre ja unglaublich.
21:18Ein Kollege von Paulus,
21:20ein gewisser Biber vermutet,
21:22hier sollte warm saniert werden,
21:24damit das Areal erschlossen werden konnte.
21:26Biber.
21:27Bert Biber.
21:29Na,
21:30der soll erstmal dafür sorgen,
21:31dass seine eigenen Häuser in Ausbung sind.
21:33Die Stadt hat ihm nämlich
21:34die Zwangsvorsteigerung angedroht.
21:35Hier bitte.
21:37Die lautesten Informanten
21:38sind leider nicht immer die zuverlässigsten,
21:40meine Herren.
21:41Wie schön,
21:42dass diese Akte noch nicht
21:43in Ihrem neuen Büro ist.
21:47Übrigens, Herr Dr. Reinecke,
21:49haben Sie Aufräumarbeiten
21:51in der Ruine in die Wege geleitet,
21:53noch bevor die polizeiliche Untersuchung abgeschlossen war?
21:56Ich hatte doch keine Ahnung.
21:58Wenn dort Kunstschätze auf dem Rum liegen,
22:00dann musste ich doch schließlich handeln.
22:01Ja?
22:03Ja.
22:04Sagen Sie dem Herrn Bürgermeister,
22:05ich bin gleich bei Ihnen.
22:06In fünf Minuten.
22:08Okay.
22:09Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
22:11Lassen Sie mir die Fotos hier.
22:13Ich überprüfe die ganze Angelegenheit
22:15und dann setze ich mich mit Ihnen in Verbindung.
22:17Das ist doch ein Schlierenkommendant,
22:18dieser Reinecke.
22:19Das sage ich ja,
22:19der hängt da ganz sicher noch drin.
22:21Er versucht Zeit zu gewinnen
22:22durch das Manöver mit den Akten.
22:23Wir brauchen schnell die Suchungsbefehle.
22:25Frau Kommissar Trautschke.
22:27Wenn man vom Teufel spricht.
22:29Ja?
22:30Darf ich fragen,
22:30warum Sie in Fall Kirchenhaus
22:31keine Verhaftung durchführen?
22:34Ihre Kollegin Art Zimmermann
22:36hat mir eindeutiges Belastungsmaterial
22:38gegen den Hausmeister vorgelegt.
22:41Stattdessen tauchen Sie im Rathaus auf
22:42und geben wilde Verschwörungstheorien von sich.
22:44Wir hatten uns abgesprochen,
22:46mit der Verhaftung noch zu warten,
22:47um die Hintermänner,
22:48die sehr wahrscheinlich...
22:48Frau Staatsanwältin,
22:50Paulus wollte gar nicht restaurieren.
22:52Der wollte bauen.
22:53Der wollte das ganze Areal bebauen.
22:55Ohne ein lästiges,
22:56denkmalgeschütztes Haus drauf.
22:58Das war der Grund für die Brandstiftung.
23:00Dieser Frisch war höchstens Befehlsempfänger.
23:01Ja, immerhin.
23:02Ich erwarte seine Verhaftung,
23:03und zwar noch heute Mittag.
23:06Das Rathaus arbeitet übrigens großartig
23:08mit uns zusammen in dieser Frage,
23:09und ich habe keine Lust,
23:10mir die Zusammenarbeit durch einen
23:11übertriebenen Ehrgeiz eines Ermittlers
23:13kaputt machen zu lassen.
23:14Frau Staatsanwältin,
23:15ich verabscheue übertriebenen Ehrgeiz
23:18genauso wie Sie.
23:26Fragensversteigerung.
23:28Das wäre aber schade,
23:29wenn es hier für Sie nicht weitergehen würde,
23:31Herr Biber.
23:31Die Stadt fühlt sich für Ihre heimischen Unternehmer
23:33besonders verantwortlich.
23:35Na ja,
23:36habe ich gar nicht bemerkt,
23:36Herr Reinecke.
23:39Das wäre auf der Not
23:40den großen Investoren,
23:40die Kohl hinterher.
23:41Und ich könnte mir durchaus vorstellen,
23:43dass in der nächsten Zeit
23:44bei der Auftragsvergabe
23:45neue Prioritäten gesetzt werden.
23:47Das soll ja nicht alles brachlegen hier.
23:50Nur,
23:51nachdem der Täter
23:52in dieser Brandsache endlich gefasst wurde,
23:54da muss auch wieder Ruhe einkehren in Leipzig.
23:57Und jeder sollte seine Arbeit nachkennen.
23:59Herr Biber,
24:03ich sehe, wir haben uns verstanden.
24:11Erkennen Sie den wieder?
24:18Sie haben das Mädchen gerettet, Herr Frisch.
24:20Alles andere ist doch nebensächlich.
24:22Auch vor Gericht.
24:26Also,
24:26wen wollen Sie durch Ihr Schweigen schützen?
24:34Und?
24:35Er schützt den Mann,
24:37von dem seine Existenz abhängt.
24:39Glaubt Ihnen er noch an Rache?
24:40Im Gegenteil.
24:42Frisch wurde er als Brandstifter ausgewählt,
24:44weil er absolut loyal ist.
24:47Offenbar wird das honoriert.
24:48Die Kaution wurde bestellt.
24:54Danke,
24:54dass Sie mich gleich angerufen haben.
24:55Ist doch selbstverständlich,
24:57Herr Paulus.
25:09Kaution wurde bestellt.
25:10Das ist mein kleines Job,
25:12wenn ich mitgebracht habe,
25:13den Jojo.
25:17Sie ist im Berg.
25:18Wir können Sie jetzt von der Intensivstation nehmen.
25:21Kleines,
25:21jetzt bleibst du bei mir für immer, ja?
25:25Jetzt klären Sie mich mal auf, Herr Biber.
25:27Sie waren neulich so gesprächig
25:28und jetzt wollen Sie keine Aussage mehr machen.
25:30Tja,
25:33Sie hatten doch Ihren Feuerteufel.
25:35Wieso hatten Sie den wieder laufen lassen?
25:38Der Hausmeister steht zwar unter Verdacht,
25:40Herr Biber,
25:41aber solange er nicht verurteilt ist,
25:43gilt er als unschuldig.
25:44Tja,
25:45Entschuldigung.
25:47Ich habe einen Neubau fertigzustellen.
25:49Sie gehen,
25:50wenn wir Sie entlassen,
25:50ist das klar?
25:52Herr Biber macht sich zwar
25:54durch sein Schweigen verdächtig,
25:56aber auch erst
25:57als unschuldig zu betrachten.
25:59So lange,
25:59bis wir ihm das Gegenteil beweisen.
26:04Okay,
26:05gehen Sie.
26:06Sie können gehen.
26:19Leute,
26:20ich habe Biber und Reinicke
26:21an Bibers Baustelle gesehen
26:22und ganz plötzlich,
26:23ganz plötzlich läuft es bei dem wieder,
26:25obwohl der schon am Ende war.
26:26Mann,
26:26die haben ja was getreten,
26:27das ist doch offensichtlich.
26:29Tja,
26:29sieht ganz so aus.
26:31Das Baureferat braucht normalerweise
26:32viel länger
26:32für die Zuteilung von Mitteln.
26:37Die Staatsanwaltschaft
26:38hat die Durchsuchung
26:38bereinigt und verweigert.
26:42Angeblich bereitet das Rat
26:43aus eigener Untersuchungen vor.
26:45Tja,
26:47man sollte nie
26:48einen Gegner unterschätzen.
26:49Das ist ein gerissener Hund,
26:50dieser Reinicke.
27:03Kornat?
27:16Kornat?
27:19Kornat?
27:22Du warst nicht
27:23bei Beertes Beerdigung.
27:25Ich muss aufpassen,
27:26wo ich mich blicken lasse.
27:29Es tut mir leid.
27:33Hier,
27:33für deine Enkeltochter.
27:44Warum hast du die Kaution
27:45für diesen Frisch bezahlt?
27:47Die treue Seele,
27:48der hätte doch niemals
27:49gegen dich ausgesagt.
27:50mir geht es nicht mehr
27:52um Taktik.
27:53Was soll das?
27:55Du kannst nicht
27:56Tag und Nacht
27:56hier rumsitzen.
27:57Wir müssen etwas unternehmen.
27:59Das Feuer
28:00ist zu früh gelöscht worden.
28:01Was?
28:03Die haben das
28:04mit der Restaurierung
28:05beschaut.
28:06Konrad,
28:06die Polizei ermittelt
28:07längst nicht mehr
28:08nur wegen Brandstiftung.
28:10Guter Mann.
28:11Der Trautschke.
28:13Und du hast
28:13ihm meinen Namen gegeben.
28:15Ich werde ihm
28:16noch mehr geben.
28:17Ich gebe ihm die Akten
28:18aus meinem Büro.
28:20das kannst du nicht machen.
28:22Meine Existenz.
28:24Mein Leben
28:25ist dort verbrannt.
28:29Raus, jetzt raus.
28:33Raus, raus.
28:36Ich habe keine Angst
28:37vor einer Ermittlung.
28:39Ich habe keine Angst
28:39um mein Geld.
28:40Tonrad.
28:41Ich werde der Polizei
28:42alles zuleiten,
28:43was ich habe.
28:44Ich muss das tun.
28:45Für Beate,
28:46für Carlotta
28:47und für mich.
29:09Schlaf schön.
29:11Opa ist gleich zurück.
29:13Jetzt wird alles anders.
29:41Ich habe keine Angst.
29:46Ich habe Paulus auf dem Friedhof erlebt. Der beginnt sich zu eröffnen, nennt Verbindungsleute, stellt die Koalition für den Brandstifter.
29:55Ich wüsste gern wissen, warum. Kommst du mit ins Krankenhaus?
30:00Ach du, das ist schon der zweite Abend, an dem ich, was für Benni wartet.
30:06Ach so, ne, verstehe ich.
30:10Ach komm, was soll's? Liegt ihr auf dem Weg.
30:52Egon? Hab ich dich geweckt? Tut mir leid. Ich bräuchte dich kurz hier.
31:00Ich hasse die seltslosen Krankenhauslure. Je länger du gehst, desto größer die Angst, du kommst zu spät.
31:08Paulus geht dir nahe, was?
31:10Ich glaub, ich kapier den allmählich.
31:14Guten Abend. Ist der Paulus noch wach?
31:16Ach, der ist gerade gegangen. Ich weiß nicht, der wollte wohl seine Enkelin mich schlafen lassen.
31:25Tja.
31:29Benni wartet. Morgen ist auch noch ein Tag.
31:31Du bist der Schiff.
31:32Du bist der Schiff.
31:37Du bist der Schiff.
31:39Wir würden das.
31:41Wart duw?
32:01Wir würden das.
32:19Verehrter Herr Kommissar Trautschke, meine Schuld ist zu groß.
32:24Ich kann so nicht weitermachen.
32:26Ich habe Abhängige gezwungen, das Feuer zu legen.
32:29Das Schicksal hat meine Gier schwerer bestraft, als irgendein Richter das.
32:35Hier bricht der Brief ab, keine Unterschrift.
32:42Seltsamer Abschiedsbrief.
32:44Also nie und nimmer war das Selbstmord.
32:46Tja, aber es ist eine Waffe.
32:47Und wir haben keine Anzeichen für den Einbruch.
32:50Die Tür ist aufgeschlossen worden, Schlüssel war in der Mancheltasche.
32:53War ja Kunstton.
32:56Na, man muss schon recht gelenkig sein, um sich in der Haltung erschießen zu können.
33:00Er hängt da, als hätte er sich zu Türen gedreht und wäre dann wieder rückwärts in den Sessel gefallen.
33:05Ich denke, jemand hat komplett seine Position verändert.
33:09Hier.
33:10Die Stellung dieses Arms.
33:12Und der Arm.
33:14Man hat ihn in Position geschoben.
33:16Hier.
33:17Die Tinte war noch nicht trocken.
33:21Und hier am Kopf.
33:25Bis zum Einschussloch verläuft eine Schürfung.
33:28Als ob jemand den Lauf mit Gewalt an die Schläfe geführt hätte.
33:32Näheres dann nach der Laborunterzugung, Freunde.
33:35Danke.
33:37Wir müssen herausfinden, was Paulus hier wollte.
33:40Und warum er das Krankenhaus verlassen hat.
33:42Und wer ihn zuletzt gesehen hat.
33:44Ja.
33:45Und wir müssen Carlottas Vater finden.
33:47Ist Jan aus dem Krankenhaus?
33:49Jan?
33:51Sag das nochmal.
33:54Jan hat eine Zeugin.
33:56Komm.
34:12Carlotta, ich hab meinen Freunden erzählt, wie toll du malen kannst.
34:15Und jetzt möchten sie natürlich unbedingt dein Bild sehen.
34:19Darf ich mal?
34:31Das hast du gestern gemeint, oder?
34:33Als du aufgewacht bist.
34:36Und das hier, das ist dein Opa, richtig?
34:41Aber der andere Mann hier mit dem Mantel, war der gestern auch da?
34:50Und dein Opa hat sich mit dem anderen Mann gestritten.
35:01Das ist gut.
35:02Das ist gut.
35:02Das ist gut.
35:03Das ist gut.
35:04Das ist gut.
35:06Das ist gut.
35:09Das ist gut.
35:11Das ist gut.
35:11Das ist gut.
35:11Das ist gut.
35:11Die Bürger von Leipzig wollen doch endlich die Wahrheit erfahren.
35:14Ich habe dem Bürgermeister die Einrichtung einer Untersuchungskommission vorgeschlagen.
35:18Und ich selbst werde den Vorsitz übernehmen.
35:20Na, vielleicht verhaftet er sich auch selbst.
35:23Die Stadt ist schließlich der Hauptleidtragende.
35:25Wir sind um mehrere Millionen Mark betrogen worden.
35:28Hauptleidtragende ist dieses Kind, du Schwein.
35:31Er war im Krankenhaus, wir wissen es.
35:33Aber das Bild ist juristisch gesehen natürlich höchstunfähigbar.
35:36Ja, ich hab's der Staatsanwälte gar nicht erst gezeigt.
35:38Und lassen Sie mich in diesem Zusammenhang durchaus noch ein kritisches Wort zur bisherigen Polizeiarbeit sagen.
35:43Die zuständige Soko hätte, wenn sie denn sauber ermittelt hätte,
35:47doch die Schuld von Herrn Paulus wesentlich früher erkennen können.
35:49Dann hätte man doch ihn vor sich selber beschützen und diesen tragischen Selbstmord möglicherweise verhindern können.
35:55Und lassen Sie mich noch eins sagen.
35:57Das ist doch unglaublich.
35:58Der größere Tag.
36:01Ich geh zur Ausschusssitzung.
36:03Ich will diesen Kerl ins Gesicht sehen und nicht durch die Mattscheibe.
36:06Apropos sauber ermitteln.
36:08Die Spurensicherung spricht voller Hochachtung von Paulus' Mörder.
36:12Er hat keine verwertbaren Spuren hinterlassen.
36:14Aber dafür legt sich die Gerichtsmedizin jetzt fest.
36:17Paulus kann sich unmöglich selbst erschossen haben.
36:20Todeszeit war so zwischen 11 Uhr abends und 1 Uhr morgens.
36:22Und kurz nach 10 hat er die Klinik verlassen.
36:25Noch was?
36:26Ja, wir haben ein Geständnis.
36:30Als ich erfuhr, er hat Schluss gemacht, da dachte ich, jetzt musst du alles sagen.
36:40Ich war's.
36:43Der Chef hat mir damals aus der Patsche geholfen.
36:47Ich war gleich nach der Wende pleite mit meinem Laden im Kirchnerhaus.
36:53Um das Haus fand ich's schade, aber der Chef sagte, es stört ihn nur.
36:58Obwohl er das ganze Geld für die Renovierung erhalten hatte.
37:03Sie haben das Haus angezündet, aber Sie wissen nichts über die Hintergründe.
37:07Sie wissen nicht, ob jemand aus dem Baureferat beteiligt war.
37:11Entschuldigung, ich kann's gar nicht glauben.
37:20Er wollte doch für seine Kleine da sein.
37:25Und als er mich gestern Abend anrief...
37:28Paulus hat Sie angerufen?
37:29Er hatte seinen Schlüssel verlegt.
37:32Er hatte einen eigenen Aufzug zu seinem Büro.
37:36Und den Zweitschlüssel habe nur ich.
37:40Sie haben jemanden in den Schlüssel gebracht und sind gleich wieder gefahren?
37:44So gegen 11 Uhr.
37:48Der Chef wirkte eigentlich ganz entspannt, wie jemand, dem eine Last von der Schulter gefallen war.
38:07Herr Bürgermeister, ich bin gleich bei Regen.
38:20Bivorensalibi habe ich schon überprüft.
38:22Und?
38:23Wasserdicht!
38:25Er hat sich die ganze Nacht mit Gewerkschaftsleuten rumgestritten wegen Lohndumping.
38:29Die hassen ihn alle, aber alle haben bestätigt, dass er da war.
38:33Habt ihr Carlottas Vater erreicht?
38:35Er ist Jan dran. Er kämpft sich noch die Spanien durch.
38:42Herr Hauptkommissar, ich dachte, Sie wären erst für heute Nachmittag geladen.
38:47Ich interessiere mich mal für das Theater.
38:49Ja, es hat wirklich was von der antiken Tragödie hier.
38:53Ach, ich liebe so mehr Kriminalstücke, wo man glaubt, der Täter entkommt
38:57und dann ganz kurz vor Schluss überführt in der Kommissar doch.
39:01Naja, für die Bedürfnisse des einfachen Volkes.
39:05In Wirklichkeit sind die Bösewichtiger meist intelligenter als die Kommissare.
39:10Aber das wissen Sie ja selbst.
39:13Wo waren Sie gestern Nacht zwischen elf und zwei?
39:16Herr Trautschke, ich stelle hier die Frage.
39:19Unter anderem nach der Seriosität Ihrer Ermittlungen.
39:21Sie wissen doch, dass Sie mir sämtliche Unterlagen zukommen lassen müssen?
39:24Hier wäre schon die erste.
39:28Sie waren gestern Abend im Krankenhaus und haben sich gestritten.
39:35Wissen Sie was?
39:37Hier können Sie sich einrahmen und übers Bett hängen.
39:40Gleich neben Ihrer Entlassungsruhrrunde und mit den Bissspuren meines Anwalts drauf.
39:44Damit Sie jetzt nicht so dämlich dastehen, ich war gestern Abend zu Hause.
39:48Ich habe mich durch den Fall Kirchner Haus gewühlt.
39:50Unter anderem durch neue Unterlagen, die mir aus dem Büro von Paulus überstellt wurden.
39:53Und Sie werden gleich sehen, ich bin sehr gut vorbereitet.
39:59Und was macht Ihre Arbeit?
40:02Haben Sie diesmal wenigstens den Tatort sichern können?
40:04Ja, wir haben Hinweise auf einen Kampf.
40:07Aber keine Hinweise auf einen möglichen Täter?
40:10Gut.
40:11Muss wirklich frustrierend sein, Ihr Job.
40:13Das dauert ja nicht mehr lang.
40:15Man sieht sich.
40:16Ach, unsere Ansatzesorganisation.
40:34Dr. Heinecke, um den Ausschussvorsitz mussten Sie wir auch sehr kämpfen.
40:38An Ihrem Mantel.
40:40Fehlt ein Knopf?
40:54Was macht er denn jetzt?
40:56Er geht zu seinem Mantel.
40:58Wo ist denn das, Chef?
41:02Vielleicht ist der Kommissar doch schlauer als der böse Licht.
41:26Es geht los.
41:35Wer kommt?
41:58Ja, hat ihn.
42:01Ja, hat ihn.
42:28Ja, hat ihn.
43:03Ich weiß ja nicht, was Sie da suchen.
43:05Aber ich hätte gern den Schlüssel, den Sie gestern Herrn Paulus abgenommen haben.
43:23Ich sagte, die Nummer mit dem Knopf war heikel juristisch gesehen.
43:26Mensch, kapier das doch mal mit deinem Juristenkorb.
43:28Die Nummer mit dem Knopf, das war doch bloß wie eine Täuschung mit der linken und was dann zählt, ist
43:33der Treffer mit der rechten.
43:34Verstehst du?
43:34Ja, verstehe ich.
43:36Ja, jedenfalls war der Schlüssel ein glasklarer Beweis, juristisch gesehen.
43:39Ja, genau.
43:41Da ist er.
43:43Und?
43:44Da ist er.
43:46Kann doch das, Papa.
43:49Gut, dass du ihn noch erreicht hast, Jan.
44:08So, Schnullerwacke.
44:12Dein Papa ist gekommen, um dich abzuholen.
44:15Na los.
44:25Hallo.
44:28Hallo, mein Schatz.
44:38Hast du dich mächtig reingehängt, was?
44:40Ich kann dir sagen, wenn meine Telefonrechnung kommt, da bin ich kalt, oder?
44:47Und ich lade euch jetzt zum Frühstück ein, auf Kosten der Stadt.
44:50Schließlich sparen die an uns einen teuren Untersuchungsausschuss.
44:52Genau.
44:52Oh.