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Das Motiv für den Mord an dem Bauunternehmer Albert Wagenbach gibt Hauptkommissar Siska erhebliche Rätsel auf. Steht die Bluttat etwa im Zusammenhang mit krummen Geschäften? Staatsanwalt Decker, der seit Jahren gegen Wagenbach und dessen Firma ermittelt, bisher allerdings erfolglos, vermutet dies. Oder lassen sich Gründe für den Mord finden, die im privaten Umfeld des Toten liegen? (Text: ZDF)
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00:00Ja.
00:05Danke.
00:10Das ist für mich der schönste Abend seit lang, Susanne, ehrlich.
00:14Vielleicht ist er deshalb so schön, weil ich nicht selbst gekocht habe.
00:20Habe ich alles fertig eingekauft.
00:22Darf ich trotzdem mal die Küche sehen?
00:24Na klar, ich zeige dir das ganze Haus, komm.
00:30Und es gehört sicher auch, dass wir die Männer mal allein lassen.
00:43Ich habe gehört, Sie suchen Arbeit.
00:46Gehört.
00:47Von wem?
00:50Na, von meiner Frau.
00:52Und sie weiß es von Ihrer Frau.
00:53Deswegen sind Sie doch beide hier, oder?
00:56Ja, ich suche was.
01:00Ich habe auch gehört,
01:03dass es da ein Problem gibt mit Ihrem Führungszeugnis.
01:07Ja, das gibt es.
01:10Was haben Sie angestellt?
01:14Das ist was Privates.
01:16Ja, wollen Sie Arbeit, ja oder nein?
01:20Körperverletzung.
01:23Da war mal einer, der... der wollte was von Tina.
01:26So ein aufdringlicher Typ.
01:28Da habe ich ein bisschen...
01:31Da habe ich ihr geholfen.
01:33Können Sie noch was anderes außer Frauen helfen?
01:36Was man mir zu tun gibt.
01:39Na schön.
01:40Wir reden weiter morgen um zehn in meinem Büro.
01:52Na ja, das lief doch richtig gut.
01:53Ich habe alles mitgekriegt, ja?
01:55Alles.
01:55Was?
01:56Wie du ihn angesehen hast und wie er dich angesehen hat.
01:58Gernot, fang nicht wieder damit an.
02:00Ja, ich fang wieder damit an.
02:00Wer sonst?
02:01Man schaut sich zwischendurch meins Gesicht,
02:03wenn man am gleichen Tisch sitzt.
02:04Es geht doch gar nicht anders.
02:10Da war doch mehr.
02:11Da war nicht mehr.
02:12Komm jetzt, wir sind spät dran.
02:18Wie gefällt dir meine Freundin?
02:21Hm.
02:23Hätte sich einen anderen Mann suchen sollen.
02:34Kann ich dir da so viel Glück haben, wie ich?
02:39Ja, da ist recht.
02:46Kommst du mit nach oben?
02:48Hab noch zu tun.
02:50Was denn?
02:51Arbeit.
02:52Kannst ja schon mal vorgehen.
02:54Nimm ein Bad.
02:55Vielleicht schaue ich später noch mal zu dir rein.
03:17Und geh gleich schlafen, damit du morgen frisch bist, ja?
03:20Mir ist nicht noch schlafen.
03:21Dann nimm eine von deinen Tabletten.
03:23Dazu sind sie ja da.
03:28Muss das jetzt wirklich noch sein?
03:30Du weißt, dass wir das Geld brauchen.
03:32Außerdem ist es ja nur eine Drei-Stunden-Schicht.
03:34Fahr nach Hause.
03:35Die schlafen, bitte.
03:37Ach.
03:44Wo, wo, wo ist denn, wenn du ihn?
03:56Schlafen, bitte.
03:56Dann först du mich crumbs.
03:58Bro.
04:06Er schauieux auch mal an.
04:07Der Budget 밀 ist denn so lifespan?ixon
04:07Consensiv. autobahger
04:07her
04:33Hallo, hier ist Susanne Wagenbach.
04:37Sie haben gesagt, ich könnte jederzeit anrufen.
04:40Haben Sie vielleicht einen Moment Zeit?
05:30Ich bin sicher, ich bin sicher, ich bin sicher, ich bin sicher.
05:55Ich bin sicher, ich bin sicher, ich bin sicher.
06:22Ich bin sicher, ich bin sicher, ich bin sicher.
06:26Ich bin sicher, ich bin sicher, ich bin sicher.
07:03Ich bin sicher, ich bin sicher, ich bin sicher, ich bin sicher.
07:16Morgen.
07:17Er ist nicht da.
07:18Das will ich lieber selber sehen.
07:28Er war die ganze Nacht nicht daheim.
07:30Wo ist er?
07:32Wie kommen Sie darauf, dass ich das weiß?
07:34Das wäre das erste Mal, dass Sie was nicht wissen.
07:37Ich warte auf ihn.
07:42Er wird sich aber freuen.
07:55Guten Morgen, Siska.
07:56Der Tote heißt Albert Wagenbach.
07:59Guten Morgen, Herr Ahnen.
08:00Er wohnt in der Fichtingstraße.
08:03Das ist nicht gerade in der Nachbarschaft.
08:05Doc, er wurde erstochen.
08:07Hallo, Siska.
08:09Drei Stiche insgesamt, alle dicht nebeneinander.
08:11Einer ging in die Rippe, zwei ins Herz.
08:13Wie lange liegt er hier schon, was denken Sie?
08:15Schwer zu sagen, die Nacht war kühl.
08:17Auf jeden Fall acht bis zehn Stunden.
08:19Also seit gestern am späten Abend.
08:21Ja.
08:21Brieftasche?
08:22Ja, hier war aber nicht viel drin.
08:24Diesen Autoschlüssel hat er ein Stecken.
08:27Der dazugehörige Wagen ist vorne an der Straße geparkt.
08:30Unversehrt.
08:31Tatwaffe haben wir keine.
08:33Ich kann nur sagen, es war ein Messer mit glattem Schliff und langer Klinge.
08:37Der Täter könnte es in den Müll geworfen haben.
08:40Und er ist jetzt im Wagen.
08:42Wisst ihr, was ich jetzt brauche?
08:44Einen Freiwilligen.
08:50Und er heißt Lessmann.
08:51Danke, dass du dich so spontan bereit erklärst.
08:54Wirklich.
08:57Arne, in sein Auto haben Sie schon reingeschaut?
08:59Ja, das ist sauber gepflegt.
09:01Nichts Privates drin.
09:03Finden Sie doch bitte raus, ob der Mann irgendwelche Angehörigen hat.
09:06Danke.
09:18Lessmann, wenn du hier fertig bist, dann gehst du bitte in das Lokal rein, erkundigst dich.
09:22Vielleicht war der ermordete ja ein Gast.
09:23Unter Umständen hat jemand was gesehen.
09:24Viel Spaß hier.
09:25Und schon weiß ich wieder, warum ich meinen Beruf so liebe.
09:42Es wird aber Zeit.
09:43Du hast dich ja nicht mal rasiert.
09:45Na und?
09:47Ein guter Eindruck am ersten Tag, das ist wichtig.
09:51Ich überleg's mal noch, ob ich da überhaupt hingehe.
09:53Gernot.
09:56Ja, ja, ja, das habt ihr euch richtig fein ausgedacht.
09:58Du machst diesem Schwein schöne Augen und dafür stellt er mich ein.
10:01Und ich soll da mitspielen.
10:03Du brauchst die Arbeit.
10:05Zieh die Schuhe nochmal aus.
10:06Ich putze dir.
10:07Und trink deinen Saft.
10:09Oh, trink deinen Saft, trink deinen Saft.
10:11Das Zeug schmeckt widerlich.
10:13Dafür hat's jede Menge Vitamine.
10:15Dräng mich nicht.
10:17Gernot.
10:17Dräng mich bloß nicht.
10:19Ich dräng dich nicht, aber die Zeit läuft.
10:22Ich will dir helfen.
10:23Susanne will dir helfen.
10:24Ich kann mir selber helfen.
10:26Ist das klar?
10:28Ich kann mir selber helfen.
10:30Dann hast du aber noch nicht damit angefangen.
10:34Na gut, ich fahr ja hin.
10:36Ich bin ja schon weg.
10:37Zufrieden?
11:01Keiner zu Hause.
11:04Wagenbach, Albert Wagenbach.
11:06Mir dämmer da was.
11:08Ja, was denn?
11:09Sein Name kommt mir bekannt vor.
11:11Ich glaube, der Mann ist Bauunternehmer.
11:13Ich hab da neulich was im Wirtschaftsteil über ihn gelesen.
11:17Ja, was denn?
11:18Ich weiß das nicht mehr so genau.
11:19Es war spät abends im Bett und ich bin darüber eingeschlafen.
11:23Aber ich denke, es ging um irgendeine Auftragsvergabe
11:26und man munkelte.
11:28Es wäre dabei nicht sauber zugegangen.
11:31Das finde ich schön.
11:32Was?
11:33Dass Sie noch so ein Wort kennen wie munkeln.
11:36Wir kümmern uns mal um seine Geschäftsadresse.
11:49Wenn Sie nicht länger warten wollen, ich kann das verstehen.
11:52Ich hätte gerne einen Kaffee.
11:53Sie wissen, wo die Küche ist.
11:56Haben Sie noch mal versucht anzurufen?
11:59Er wird sich melden.
12:00Er ist sein eigener Herr.
12:02Und ich bin nur seine Frau, oder?
12:04Was?
12:05Frau Wagenbach?
12:15Herr Wagenbach, ist das der Ausweis Ihres Mannes?
12:20Ja.
12:22Ihm ist was passiert?
12:23Was ist mit ihm?
12:26Wer sind Sie, bitte?
12:28Ingrid Pohl, seine Sekretärin.
12:30Was ist los?
12:32Herr Wagenbach wurde heute früh tot aufgefunden.
12:40Unser Beileid.
12:42Danke.
12:52Und?
12:54Was genau ist ihm passiert?
12:57Dürften zunächst wir ein paar Fragen stellen?
13:01Wann haben Sie beide zuletzt Herrn Wagenbach gesehen?
13:06Gestern Abend, gegen sechs, bevor er hier wegging.
13:09Da ging es ihm gut.
13:11Und Sie?
13:12Wann haben Sie Ihren Mann zuletzt gesehen?
13:15Das war zu Hause.
13:17Gegen halb elf.
13:18Ich ging und nahm ein Bad.
13:19Als ich zurückkam, hat er das Haus verlassen.
13:22Ohne Ihnen etwas zu sagen?
13:25Er hat mir nie was gesagt.
13:30Wissen Sie, was er vorhatte?
13:37Ja, mir hat er auch nicht immer alles gesagt.
13:41Was haben Sie denn unternommen, als Ihr Mann nicht wieder nach Hause kam?
13:48Nichts.
13:51Ich ging davon aus, dass er im Büro übernachten wollte.
13:54Warum sollte Ihr Mann nachts um elf das Haus verlassen, um dann im Büro zu übernachten?
14:00Das kam schon mal vor.
14:02So. Und warum kam das vor?
14:05Weil er da drin die Couch gelegentlich benutzte, um...
14:12...zur Vertiefung von vorübergehenden Bekanntschaften.
14:17Verstehe.
14:20Trifft das zu?
14:22Letzte Nacht war niemand da, das wüsste ich.
14:24Na ja, aber die Tatsache trifft die zu.
14:27Du lieber Himmel, ja, er war ein Mann.
14:29Würden Sie endlich sagen, was passiert ist?
14:32Der Mann wurde ermordet.
14:34Ermordet?
14:36Wo?
14:37Wo war er denn?
14:38In der Innenstadt, in einem Hinterhof.
14:40Wulfstraße 14.
14:42Wulfstraße?
14:43Vorne in dem Haus ist ein Lokal.
14:45Café Treibhaus.
14:48Sie kennen das Lokal?
14:51Ja.
14:53Ich kann es.
15:01Entschuldigung?
15:03Betreiben Sie das Lokal hier?
15:05Schön wär's.
15:06Ich mach nur sauber, bevor der Betrieb losgeht.
15:09Warum ist denn die Polizei da?
15:11Und dann wurde tot aufgefunden, hinten im Hof.
15:14Doch nicht was mit Drogen.
15:15Es fehlte noch.
15:17Es war Mord.
15:18Mord?
15:20So was.
15:22Und Sie suchen gerade den Täter?
15:24Ja.
15:24Lesmann, Kriminalpolizei.
15:26Ihren Namen bitte.
15:28Tina Hensch.
15:30Waren Sie gestern Abend im Lokal?
15:32Aber ja.
15:33Ich putze nicht nur, ich bediene auch.
15:35Ich hab mal ausgefülltes Leben.
15:37Ist Ihnen da vielleicht irgendwas aufgefallen?
15:39Irgendwelche Vorgänge im Hof?
15:41Sie denken, ich hab Zeit zum Rauschauen?
15:43Außerdem gibt es da hinten keine Fenster.
15:45Das war nur eine Frage.
15:45Tut mir leid.
15:49Was für ein toter Mann.
15:51Ein Yoga?
15:52Nein, Geschäftsmann.
15:53Mittleres Alter.
15:57Ach, das sagt Ihnen was.
15:59Die Welt ist voll von Geschäftsleuten im mittleren Alter.
16:02Aber die liegen nicht alle tot hinter dem Lokal, in dem Sie arbeiten.
16:05Tina Hensch.
16:07Ja, ich ging mit dir zur Schule.
16:10Und Sie arbeitet in ausgerechnet diesem Lokal?
16:14Seit ein paar Monaten.
16:16Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass da ein Zusammenhang besteht.
16:20Na, Ihr Mann fuhr dorthin unmittelbar, nachdem Ihre Freundin bei Ihnen zu Hause zu Gast war.
16:24Das würde mich schon sehr wundern, wenn da kein Zusammenhang bestünde, aber...
16:29Das war's erst mal.
16:31Sie wollen nach Hause?
16:33Ich habe einen Therapeuten, den werde ich jetzt aufsuchen.
16:36Dann bringe ich Sie noch nach unten.
16:38Äh, mein Kollege müsste einen Blick in die persönlichen Papier...
16:41Ahne!
16:42Moment, nicht ohne mich.
16:44Aber darum hätte ich Sie ohnehin jetzt gebeten.
16:46Kommen Sie.
16:49Mein Mann.
16:50Er hat mich nie vervollgenommen.
16:52Er hatte ein schönes Haus, dazu wollte er eine passende Einrichtung.
16:55Mich.
16:58Ich wäre gern mehr gewesen für ihn, aber er ließ es nicht zu.
17:00Das hat mir wehgetan.
17:03Ich bin nicht dumm.
17:05Das glaube ich gern.
17:05Wie heißt denn Ihr Therapeut?
17:07Herr Dr. Schmelcher, Sie finden ihn im Tal, falls Sie das wissen müssen.
17:11Muss ich, ja.
17:13Ich weiß gern so viel wie möglich.
17:14Danke.
17:15Eigentlich hätte mein Mann eine Behandlung gebraucht, um mal zu lernen, wie andere Menschen fühlen.
17:20Aber das hätte er nie im Leben über sich gebracht.
17:22Das wäre ja ein Eingeständnis gewesen.
17:24Von Schwäche.
17:25Wie möchtet Sie, Herr Wagenbach? Ich bin angemeldet.
17:27Hentsch.
17:28Wer ist der Mann?
17:31Garnot.
17:32Garnot Hentsch.
17:33Tinas Mann.
17:35Danke, Frau Wagenbach.
17:37Das war's dann erst mal.
17:40Herr Hentsch, kann ich Sie mal kurz sprechen?
17:44Siska, Kriminalpolizei.
17:46Ich hab einen Termin.
17:48Na, den haben Sie jetzt mit mir.
17:50Sie wollen zu Herrn Wagenbach, ja?
17:51Ja.
17:53Warum?
17:54Das geht nur Ihnen und mich was an.
17:55Nein, das geht nicht nur Sie und Ihnen etwas an, das geht auch mich etwas an, Herr Wagenbach.
18:01Ist tot.
18:03Typisch.
18:05Was ist das denn für eine Reaktion?
18:07Typisch, wofür denn?
18:08Für mein Pech.
18:10Kaum bietet mir eine Arbeit an, schon fällt er tot um.
18:14Herr Wagenbach wurde aber ermordet.
18:16Schön.
18:17Schön.
18:18Dass auch mal ein anderer Pech hat.
18:22Sie kannten also den Toten?
18:25So halbwegs.
18:27Kennengelernt hab ich ihn doch erst gestern, als wir da zu Besuch waren.
18:31Haben Sie eine Ahnung, warum er sich letzte Nacht hinten im Hof aufjiehlt?
18:37Frau Hentsch.
18:40Ahnung ist gut.
18:42Ich weiß es.
18:43Ja, und, was wollte er ja?
18:46Mich treffen.
18:48Bei diesem Besuch gestern, da hat er mich beiseite genommen und gesagt, dass er meinem Mann Arbeit gibt.
18:54Aber nur wenn ich, wenn ich mit...
18:58Sie können es sich ja wahrscheinlich denken.
19:00Ja, Sie müssen es mir trotzdem sagen.
19:04Wenn ich ihm dafür ein paar schöne Stunden mache.
19:06So hat er sich jedenfalls ausgedrückt.
19:08Und deshalb haben Sie sich mit ihm verabredet?
19:12Ich habe ihm gesagt, wo ich arbeite.
19:14Er wollte mich hier abholen.
19:15Um elf Uhr an der Hintertür.
19:17Ich hätte mich dann vom Dienst entschuldigt und wir wären irgendwo hingefahren.
19:20Das heißt, Sie haben ab elf Uhr an der Hintertür auf ihn gewartet?
19:23Nicht die ganze Zeit, wir hatten zu viel Betrieb hiervon.
19:26Ich bin alle paar Minuten nach hinten, um zu sehen, ob er da war.
19:29Aber er kam nicht.
19:31Dachte ich.
19:32Und dabei lag er die ganze Zeit schon hinten bei den Kisten, oder?
19:37Vermutlich.
19:39Sahen Sie sonst noch irgendwelche Personen an der Hintertür?
19:42Nein, da war sonst kein Mensch.
19:45Was haben Sie denn gemacht, als Wagenbach nicht erschien?
19:48Einfach nur meine Schicht fertig gemacht.
19:50Ich bin dann um ein Uhr heimgegangen.
19:54Sie lieben Ihren Mann wohl sehr?
19:56Wieso?
19:57Na, wenn Sie sich seinetwegen mit einem anderen einlassen wollten.
20:00Ach was.
20:01Ich will einfach nicht, dass er mal bloß daheim rumhockt und Bierflaschen zählt.
20:05Das tut keinem von uns gut.
20:08Als die letzte Nacht nach Hause kamen, war Ihr Mann auch schon da?
20:11Er lag im Bett und schlief.
20:15Ich meine...
20:16Ich denke, dass er schlief.
20:18Manchmal tut er auch nur so.
20:22Ich habe meine Frau abgesetzt und bin heimgefahren.
20:25Sofort, auf direkten Weg. Ohne jeden Aufenthalt.
20:27Ich kenne das Lokal doch.
20:28Warte, schicke Bubis mit protzigen Schlitten müssen sich nie um irgendwas Sorgen machen.
20:31Da passe ich einfach nicht hin.
20:32Entschuldigung, sofort.
20:34Ja, Lesmann, was gibt's?
20:37Zieh mal einen an.
20:41Das ist ja interessant.
20:44Ja.
20:45Ja, nein, nein, nein, nein, nein.
20:46Fahr zurück ins Büro.
20:47Ich komme auch gleich.
20:48Okay, danke, Lesmann.
20:50Was ist das?
20:52Haben Sie eine Waffe?
20:54Was?
20:55Das ist eine einfache Frage.
20:56Haben Sie eine Waffe, haben Sie ein Messer?
20:58Ja.
21:00Wo?
21:03Im Auto.
21:04Im Handschifffach.
21:06Können Sie es mal sehen?
21:08Das tun Sie nicht so, als dürfte ich Nein sagen.
21:15Ich weiß nicht, ich kenne nicht viele Leute, die mit Messer im Auto durch die Gegend fahren.
21:19Ich habe es einfach gern dabei, wenn ich unterwegs bin.
21:22Fühle ich mich sicherer.
21:23Ist ja nicht verboten, oder?
21:29Na, Moment, bitte.
21:42Das kann ich behalten, nicht wahr?
21:44Jetzt reicht es aber.
21:45Ja, mir auch.
21:46Das Messer ist beschlagnahmt und Sie kommen mit mir mit.
21:51Die Bilanzen sind gut.
21:53Ja, natürlich sind die Bilanzen gut.
21:56Ich sehe aber auch jede Menge juristischen Schriftverkehr.
21:59Wie kommt das?
22:01Es gibt da so einen gemütskranken Staatsanwalt.
22:04Der versucht immer wieder, uns was anzuhängen.
22:06Was denn?
22:09Bestechung, Schmiergelder.
22:11Und so weiter.
22:12Das ist alles wieder eingestellt.
22:14Mangels Tatverdacht.
22:16Der Mann ist einfach nicht richtig im Kopf.
22:19Wie heißt er denn?
22:21Decker.
22:23Ein Staatsanwalt namens Achim Decker.
22:30Darf ich Ihnen was anbieten?
22:31Ja, einen Kaffee.
22:32Gern.
22:34Bei Ihnen merkt man aber, wenn Sie jemanden mögen.
22:37Oder wenn Sie ihn nicht mögen.
22:39Danke.
22:41Die Frau von Ihrem Chef mögen Sie nicht.
22:44Warum?
22:45Sie ist der einzige Fehler, den er je gemacht hat.
22:48Wieso Fehler?
22:51Wissen Sie, ich kann ja verstehen, dass ein normaler Mann ab und zu so ein, ja, so was braucht.
23:01Aber es war ja nicht nötig, dass er so eine auch gleich zu seiner Frau macht.
23:04Sie hätten ihm eine ebenbürtige Partnerin gewünscht.
23:09Ja.
23:09Sie sind von Anfang an mit dabei, haben diese Firma gemeinsam mit ihm aufgebaut.
23:16Danke.
23:17Das habe ich.
23:21Sie wären eine gute Chefin geworden.
23:29Sonst noch Fragen?
23:31Das hier ist das, sein Terminkalender?
23:34Ja.
23:35Mal sehen, was für gestern darin vermerkt ist.
23:42Da wurde was ausradiert.
23:44Das kam vor.
23:46Termine ändern sich nun mal.
23:49Deshalb hat er ja immer mit Bleistift geschrieben.
23:52Aber die ausradierte Stelle betrifft ausgerechnet 23 Uhr.
23:57Ach.
24:04Da stand was?
24:05Ja, sehen Sie.
24:07Die Schrift hat sich ein wenig durchgedrückt.
24:10An dieser Stelle stand einfach nur ein großes K.
24:13Was sagt Ihnen das?
24:17Wenn er es ausradiert hat, dann...
24:20wird es nicht vom Belang gewesen sein.
24:23Frau Pohl, wollen Sie, dass der Mörder Ihres Chefs gefasst wird?
24:27Ja, natürlich will ich das.
24:29Also, dann bitte erklären Sie mir, was dieses K bedeutet.
24:35Ja, da müsste ich nachdenken.
24:37Ich glaube nicht, dass Sie das müssten.
24:40Aber tun Sie es trotzdem.
24:44Ich hätte gerne eine Erklärung für diese Flecken hier, Herr Hentsch.
24:50Ich halte das für getrocknetes Blut.
24:52Das kann sein.
24:54Ich habe mit dem Ding was Dix geschnitten.
24:56Wann?
24:58Ist schon länger her.
25:00Das geht ins Labor.
25:02Morgen früh werden wir dann wissen, um welche Art von Blut es sich handelt und wie alt es ist.
25:09Herr Hentsch, Sie bleiben dabei.
25:12Sie sind vor diesem Lokal gar nicht erst ausgestiegen.
25:15Wie oft soll ich das noch sagen?
25:17Wir nehmen Ihre Abdrücke.
25:18Und wenn wir im Hinterhof vom Lokal auch nur eine einzige Spur von Ihnen finden, dann sind Sie dran.
25:23Ist Ihnen das überhaupt klar?
25:30Sie wollen was sagen?
25:33Ja, ich war dort.
25:34In dem Hinterhof.
25:36Vorgestern.
25:37Vorgestern?
25:37Und warum?
25:39Ich habe Kisten rausgeschleppt.
25:41Kleiner Nebenjob, nie ist bezahlt, aber ich muss alles nehmen, was kommt.
25:44Dann wird es doch jede Menge Spuren von Ihnen geben.
25:46So wird es wohl sein.
25:48Ja?
25:51Danke.
25:57Ihre Akte, Herr Hentsch.
25:59Sie wissen, was drinsteht?
26:00Ich kann es mir denken.
26:02Sie sind vorbestraft.
26:05Sie haben einen Mann tätlich angegriffen, weil Sie dachten, dass er Ihre Frau verführen will.
26:09Ja.
26:10Sie sind mit einem Messer auf ihn los.
26:12Das hätte ich nehmen sollen, einen Zahnstocher.
26:14Das freut Sie jetzt, ja?
26:17Unter Freude verstehe ich was anderes, Herr Hentsch.
26:20Ja, Siska?
26:22Ah, Hane.
26:25Ja, ja.
26:26Hier gibt es was Neues.
26:27Bei Ihnen auch?
26:27Es gibt da einen Staatsanwalt namens Decker, der sich mit den Geschäften hier näher befasst hat.
26:33Mit dem würde ich natürlich gerne reden.
26:35Ja, fein.
26:36Gut.
26:36Sehen Sie zu, dass Sie mehr darüber rausfinden.
26:38Ja, danke.
26:41Kommen Sie bitte.
26:47Sie dürfen parteiisch sein, Frau Pohl.
26:49Ich nicht.
26:50Ach ja, was wirkt denn jetzt aus der Firma?
26:53Wer erbt denn das alles?
26:54Oh.
26:56Ich glaube nicht, dass er ein Testament gemacht hat.
26:59Er hat immer angenommen, dass er ewig lebt.
27:02Gibt es noch Angehörige außer seiner Ehefrau?
27:06Nein.
27:07Na ja, wenigstens ist die Rechtslage dann eindeutig.
27:10Auf Wiedersehen.
27:11Wiedersehen.
27:12Ach, und nicht das Nachdenken vergessen über das K.
27:59Herr Staatsanwalt Decker.
28:02Hane, Kriminalpolizei.
28:03Auf ein Wort, bitte.
28:06Na schön, wenn es wirklich nur eins ist.
28:08Ich komme gerade aus der Firma Wagenbach.
28:10Ich habe Papiere dort gesichtet.
28:12Wagenbach.
28:13Sagen Sie bloß, es liegt was vor.
28:15Das hört sich an, als kennen Sie ihn gut.
28:17Er lenkt sich so gut, wie es nötig wäre für eine stichfeste Anklage.
28:20Wir ermitteln seit Jahren gegen diesen Mann.
28:22Was hat die Kripo bei ihm gesucht?
28:24Hinweise auf seinen Mörder.
28:27Wagenbach ist tot.
28:29Ja.
28:30Seit letzter Nacht.
28:33Wo ist das passiert? Bei ihm zu Hause?
28:36In der Innenstadt.
28:38In einem Hinterhof.
28:40Da kommt eine Menge Arbeit auf Sie zu.
28:42Warum?
28:44Kein Topf, wo er nicht seine Finger drin hatte.
28:47Kein krummes Ding, das er ausließ.
28:48Kein Feind, den er sich nicht gemacht hat.
28:50Aber anscheinend auch keine Lücke, durch die er nicht geschlüpft ist.
28:54In seinem Terminkalender gab es einen Vermerk.
28:57Er wollte letzte Nacht möglicherweise sich mit jemandem treffen,
29:00dessen Namen er mit einem großen K abgekürzt hat.
29:03Sagt Ihnen das etwas?
29:06Nein.
29:07Jedenfalls nicht auf Anhieb.
29:09Hören Sie, ich bin hier gerade zwischen mehreren Sitzungen.
29:12Ich lasse Ihnen ein paar Akten zukommen, wenn Sie wollen.
29:14Oh ja, ja. Danke.
29:16Vielen Dank.
29:19Herr Staatsanwalt.
29:24Frau Wagenbach.
29:25Könnte ich Sie sprechen?
29:27Ja, sicher.
29:29Ja.
29:35Ungestört.
29:36Natürlich.
29:36Kommen Sie.
29:44Ich habe gehört, der Mann ist tot.
29:46Ach ihm.
29:51Ich komme gerade von meinem Therapeuten.
29:54Er sagt, ich brauche jetzt alle meine Freunde.
29:56Verstehe.
29:57Ich habe aber keine.
29:59Außer dir.
30:02Susanne.
30:07Tröste mich.
30:08Ich brauche dich jetzt.
30:36Ich habe mir schon fast gedacht, dass ich Sie noch mal treffe.
30:39Warten Sie schon lange?
30:41Ja.
30:47Halb so schlimm für jemanden, der so viel Geduld hat, wie Sie.
30:50Was gibt es denn?
30:52Geschäftliches?
30:55Sie können mir denken, dass Sie momentan lieber nichts davon hören wollen.
30:59Sie denken falsch.
31:01Ich will was hören.
31:16Es wird nicht möglich sein, den Betrieb aufrechtzuerhalten ohne ein paar zügige Entscheidungen.
31:24Und ich weiß ja, wie sehr Sie Entscheidungen lieben.
31:27Ich würde mich bereit erklären, die noch laufenden Projekte zu Ende zu führen.
31:31Aber das geht natürlich nicht ohne mein Einverständnis.
31:37Das ist eine Formsache.
31:40Sie sind ja offenbar die Alleinerbin.
31:46Also ich hoffe, Sie haben nichts dagegen.
31:49Warum sollte ich?
31:51Machen Sie fertig, was angefangen ist.
31:54Danke.
31:56Ich kümmere mich dann schon mal um den Verkauf.
32:02Den Verkauf? Von was?
32:04Den Verkauf der Firma.
32:07Nach Lage der Bilanzen dürften sich wohl genügend Interessenten finden.
32:14Aber...
32:15Aber...
32:17Sie glauben doch wohl nicht im Ernst,
32:20dass Sie in der Lage sind, solche Verkaufsgespräche zu führen.
32:24Ich denke schon.
32:26Bei sowas kommt es ja nicht nur auf das Alter an.
32:34Ihr Mann hat ein...
32:35Er hat ein Leben lang an dieser Firma gearbeitet.
32:39Ein Leben lang, das jetzt vorbei ist.
32:41Das muss man klar sehen bei aller Erschütterung.
32:44Auf Wiedersehen.
32:46Die Firma Verkauf.
32:52Und das noch, bevor er kalt ist.
32:55Kalt?
32:56War ja schon, seit ich ihn kannte.
33:05Na?
33:08Ihr habt den Täter?
33:09So gut wie.
33:10Sieht so aus, als wäre es einer der einfachsten Fälle seit langem.
33:12Na sowas.
33:14Und dieser Staatsanwalt meinte schon, da käme eine Menge Arbeit auf uns zu.
33:17Weil er dachte, der Mord hätte was mit Wagenbachs Geschäften zu tun.
33:19Aber es hatte mit seinem Privatleben zu tun.
33:21Und das ist übersichtlich.
33:23Mord aus Eifersucht?
33:24Ja, Sie hätten den Mann mal vorhin erleben sollen, Hane.
33:26Er ist genau der Typ dafür.
33:28Ich sag's jetzt mal kurz und schmerzlos.
33:30Wir haben den Täter,
33:32die Waffe
33:32und ein Motiv.
33:34Und Sie haben einen ausradierten Buchstaben im Terminkalender.
33:36Also, da muss man nicht lange überlegen, was mehr Sinn macht.
33:39Hm.
33:40Dann fragt sich nur, warum Sie gar nichts sagen.
33:43Äh, ich hör zu, Hane.
33:45Außerdem glaube ich ja, Lessmann hat in vielen Punkten ganz recht.
33:48Ja, wie wär's denn mit, Lessmann hat in allen Punkten recht?
33:50Hm, nicht ganz.
33:52Lessmann hat ein wichtiges Wort vergessen.
33:54Möglich.
33:55Wir haben nur einen möglichen Täter,
33:56ein mögliches Motiv, eine mögliche Waffe.
33:59Er kann's einfach nicht ertragen, wenn Fall mal so leicht ist.
34:01Aber da kommt er schon noch drüber hinweg.
34:02Ja, mir ist der ganze Fall einfach zu simpel, Lessmann.
34:05Ich möchte mehr über diese Leute wissen.
34:07Wir gehen morgen früh sofort zu dem Therapeuten von Susanne Wagenbach, okay?
34:10Morgen früh ist morgen früh.
34:12Also, manche würden jetzt sagen, der Tag ist gelaufen.
34:15Ja.
34:17Bis morgen haben wir vom Labor den Befund für das Messer.
34:19Jede Wette, dass das Blut darauf von Wagenbach stammt.
34:22Ja, und danach können wir zur Abwechslung mal wieder an den nächsten Urlaub denken.
34:26Ich hab ja schon ewig lang nicht mehr geschnorchelt.
34:29Frau Pohl?
34:30Kaschnick.
34:31Bitte?
34:31Der Vermerk im Terminkalender.
34:34Das K.
34:35Das steht für Kaschnick.
34:45Erwin Kaschnick.
34:47Er ist der Abteilungsleiter im Stadtbeamt.
34:49Und Ihr Chef schmierte diesen Beamten, um Aufträge zu halten, ja?
34:53Herr war Geschäftsmann.
34:54Er nutzt nun die Möglichkeiten, die sich bieten.
34:58Kaschnick erhielt regelmäßige Zahlungen von uns und verhielt sich entsprechend, danke, firmenfreundlich.
35:05Also bedeutet das kein Terminkalender, dass Ihr Chef sich letzte Nacht mit diesem Herrn Kaschnick treffen wollte?
35:11Anzunehmen.
35:11Wo trafen sich die beiden?
35:13Das wechselte.
35:14Wenn einer den anderen treffen wollte, schickte er ihm gewöhnlich eine Postkarte.
35:18Ein paar Tage vorher.
35:20In der Regel eine Ansichtskarte von einem beliebigen Gebäude hier in der Stadt.
35:24Und das war dann der Treffpunkt.
35:27Auf der Rückseite standen nur noch das Datum und die Uhrzeit.
35:30Wo fand denn das Treffen gestern statt?
35:33Das weiß ich nicht.
35:34Wieso gab es denn nicht die übliche Postkarte bei der Verabredung?
35:37Haben Sie die nicht gesehen?
35:39Nein.
35:41Kaschnick schickte sie dem Chef immer an seine Privatadresse.
35:44Moment mal.
35:45Wenn das die einzige Verbindung zwischen Ihrem Chef und Kaschnick war, das bedeutet,
35:50er hatte für diese Treffen das Schmiergeld immer dabei.
35:53Ja, sicher.
35:55Er gab das Geld Kaschnick grundsätzlich nur persönlich und im Bar.
35:58Wie viel ungefähr?
36:00Oh, das war unterschiedlich.
36:02Es konnten bis zu 100.000 sein.
36:04Ja, hat die Ihr Chef vorher vom Konto abgehoben?
36:07Nein, das hätte ja auffallen können.
36:11Er nahm das Geld aus dem Safe.
36:13Er hatte gern viel Geld im Safe.
36:17Wo ist der Safe? Im Büro?
36:19Ja.
36:19Können Sie ihn öffnen?
36:20Natürlich.
36:22Ich kenne die Kombination.
36:24Er und ich.
36:26Und sonst niemand.
36:28Nicht mal seine Frau?
36:30Die war nie zuständig, wenn es um was Wichtiges ging.
36:34Die hielt er sich doch bloß zum Vergnügen.
36:37Frau Pohl, stellen Sie bitte so schnell wie möglich fest, ob Ihr Chef das Geld...
36:40Das habe ich bereits.
36:41Er hat.
36:42Es fehlen 80.000 aus dem Safe.
36:46Alles deutet auf eines dieser üblichen Treffen hin, ja?
36:49Richtig.
36:51Haben Sie eine Erklärung dafür, warum Ihr Chef dann den Vermerk für das Treffen wieder ausradierte?
36:56Nein.
36:58Aber vielleicht fragen Sie das besser Herrn Kaschnig persönlich.
37:02Richtig.
37:03Danke, Frau Pohl.
37:04Bitte.
37:08Äh, Frau Pohl.
37:09Wenn diese Bestechungsaffäre publik wird, dann werden die Aufträge für Ihre Firma aber drastisch zurückgehen.
37:15Oh ja.
37:16Und ich fürchte, auch der Verkaufswert wird gewaltig sinken.
37:20Aber mein Gewissen ließ mir keine Ruhe.
37:23Ja.
37:25Ja, ja, so ein Gewissen wie Sie haben nicht viele.
37:27Wiedersehen.
37:30Diesen Kaschnig werden Sie jetzt kaum noch im Amt antreffen.
37:33Hier ist seine Privatadresse.
37:35Oh, Arne.
37:36Das war jetzt aber überdeutlich.
37:38Sie wollen nach Hause?
37:39Ja.
37:40Ja, dürfen Sie auch.
37:41Gute Nacht.
37:41Danke.
37:42Gute Nacht.
37:42Gute Nacht.
37:44Ich nicht?
37:45Ja, ich auch nicht.
37:46Tröste dich.
38:09Sie wollen zu Kaschnig?
38:11Ja.
38:12Der ist nicht da.
38:14Und der kommt doch so bald nicht wieder.
38:16Nach allem, was man so hört.
38:18Was hört man denn?
38:20Das kann ich Ihnen doch im Kolredor nicht erzählen.
38:22Kommen Sie mal rein.
38:36Das ist Kaschnig.
38:38Ein Schädelbruch wie aus dem Bilderbuch.
38:42Wollen Sie die Fotos sehen?
38:44Hm, nicht unbedingt.
38:47Wie lange liegt er denn schon hier?
38:49Seit zwei Wochen.
38:50Und wie ist das passiert?
38:52Beim Gleitscheinfliegen.
38:54Er war leichtsinnig.
38:56Er landete zu steil
38:58und prallte an einem Felsen.
39:02Danke.
39:08Also, wenn der Mann kein Alibi hat,
39:10dann weiß ich nicht, was ein Alibi ist.
39:11Ja, mit dem Mord.
39:13Dankeschön.
39:14Kann der Mann nicht viel zu tun haben.
39:16Klar.
39:16Na, wenigstens hat sich damit die Sache
39:18mit dem Terminkalender erledigt.
39:19Die beiden hatten ein Treffen geplant,
39:21aber irgendwie erfuhr Wagenbach von diesem Unfall
39:23und radierte den Termin wieder aus.
39:24Ja, da bin ich mir nicht ganz sicher.
39:25Herr Lestmann, du hast ja seine Sekretärin gehört.
39:27Diese Treffen wurden immer nur wenige Tage vorher
39:30und per Postkarte vereinbart.
39:31Der Mann da drin hat sicher die letzten 14 Tage
39:34keine Postkarte mehr geschrieben.
39:35Ach, bitte nicht.
39:36Du denkst doch schon wieder viel zu viel.
39:37Ich kenne doch diesen Blick.
39:38Warum stellst du dich nicht einfach den Tatsachen?
39:40Ja, und die wären?
39:40Die ganze Sache mit Kaschnik betrifft uns gar nicht,
39:43weil sie überhaupt nicht stattfand.
39:44Ach ja.
39:44Wagenbach fuhr stattdessen zu diesem Café Treibhaus,
39:46um Tina Hensch zu treffen.
39:48Gernot Hensch war aber noch dort
39:49und er sah Wagenbach kommen,
39:51begriff, was er vorhatte und er stach ihn.
39:52Okay, und warum hat Wagenbach dann 80.000 Euro
39:55aus seinem Self genommen?
39:56Wir haben dafür nur das Wort seiner Sekretärin.
39:58Und der glaube ich.
39:59Die sagt aus blankem Hass die reine Wahrheit.
40:02Lestmann, wir fahren jetzt nochmal in dieses Lokal.
40:05Victor, das ist eine Edelkneipe, ja?
40:07Ich war heute zwei Stunden lang im Müll.
40:08Ich will jetzt einfach nur noch eine Dusche sehen.
40:10Ja, gut, gut.
40:11Dann kommst du nicht mit.
40:12Aber Lestmann, da ist keine Tür.
40:23Ich glaube nicht, dass Tina Hensch heute da ist.
40:26Zu der will ich auch gar nicht.
40:28Also eins sage ich dir gleich,
40:29ich trinke nur Mineralwasser.
40:31Das kostet mich ohnehin schon ein halbes Monatsgehalt.
40:34Was nimmst du?
40:35Was?
40:36Nichts.
40:37Ich gehe wieder.
40:38Wie bitte?
40:40Ich habe gefunden, was ich wollte.
40:44Jeder bessere Laden an solche Postkarten.
40:46Das weiß ich.
40:47Aber ich wollte es ganz genau wissen.
40:49Ja, warum?
40:51Lestmann, jetzt stell dir mal vor.
40:52Du nimmst so eine Postkarte,
40:53schreibst auf die Rückseite das Datum von gestern und die Uhrzeit.
40:5623 Uhr.
40:56Und dazu vielleicht noch das Wort Hinterhof.
40:59Und schickst diese Postkarte an Wagenbach.
41:01Wagenbach denkt, es geht um ein geheimes Treffen mit Kaschnik.
41:05Er kommt.
41:0680.000 Euro in der Tasche.
41:08Du wartest auf ihn, bringst ihn um und nimmst das Geld.
41:10Sag mal, ist dir auch nur annähernd klar, wie viel da nicht zusammenpasst?
41:13Wieso, was passt denn alles nicht?
41:14Ja, zum einen wissen wir bereits, warum Wagenbach herkam.
41:16Er wollte sich mit Tina Hensch treffen.
41:18Alter, was noch?
41:18Die Verbindung zwischen Wagenbach und Kaschnik war geheim.
41:21So eine falsche Nachricht hätte ihm doch nur jemand schicken können, der darüber Bescheid wusste.
41:24Aha.
41:25Und?
41:25Was noch?
41:25Ja, was noch?
41:26Wenn Wagenbach in dem Glauben war, sich mit Kaschnik zu treffen,
41:29warum hätte er den Vermerk im Terminkalender ausradieren sollen?
41:32Lässt man das doch ganz klar, warum er das ausradiert hat?
41:34Ja, dann sag's mir.
41:36Also, Wagenbach war...
41:38Nee, ich will jetzt, dass du selber draufkommst.
41:40Ich weiß, ich war dein Ausbilder.
41:41Trotzdem hast du für heute Nacht was zum Grübeln.
41:43Und morgen früh treffen wir uns vor der Praxis von Susanne Wagenbachs Therapeuten.
41:46Glaube ja nicht, dass ich das vergessen habe.
41:48Gute Nacht.
41:49Gute Nacht.
42:03Na ja, wenigstens haben sie dich wieder gehen lassen.
42:06Sie werden mich bestimmt bald wieder abholen.
42:10Das klopft immer noch so.
42:12Du darfst dich nicht so viel aufregen, Gernot.
42:15Versuch zu schlafen.
42:16Versuch zu schlafen, versuch zu schlafen.
42:18Ist das der einzige Spruch, den du drauf hast?
42:21Aber ich werde es dir schon noch zeigen.
42:23Ich werde es dir in allen noch zeigen.
42:25Aber ja, sicher.
42:27Du weißt es doch ganz genau.
42:30Es ist immer nur wegen dir.
42:33Wegen mir?
42:34Ja.
42:35Weil du nicht glaubst, dass ich noch was wert bin.
42:38Und das macht mich krank.
42:40Das macht mich richtig krank.
42:41Warum sollte ich sowas glauben?
42:43Weil du einen anderen willst, dich spürst.
42:45Jeden anderen.
42:47Solang es nur nicht ich bin.
42:49Ich bin müde.
42:50Ich gehe ins Bett.
42:58Tina!
43:00Tina!
43:04Wo sind die Tabletten?
43:05Meine Schlaftabletten, wo sind die?
43:07Ich habe sie genommen.
43:08Was?
43:09Die fehlen alle.
43:10Ich hatte viele schlechte Nächte.
43:12Und ich habe gedacht, du nimmst sie sowieso nicht.
43:14Mach das nie wieder!
43:15Sonst zeige ich dir, was die Hölle ist.
43:19Das weiß ich längst.
43:34Sie haben Fragen zu einer Patientin?
43:38Victor Siska.
43:39Ja, zu Susanne Wagenbach.
43:41Ja, ja.
43:42Das dachte ich mir.
43:44Und ich weiß auch schon genau, was Sie wollen.
43:46Ja?
43:47Dann wissen Sie mehr als wir.
43:49Was wollen wir denn?
43:51Frau Wagenbach war gestern bei mir und erzählte mir von dem Mord an Ihren Mann.
43:58Da war mir klar, dass Sie früher oder später vorbeikommen werden, um sich meine Bestätigung zu holen.
44:04Bestätigung wofür?
44:05Na ja, die Bestätigung dafür, dass sie vorgestern Nacht auch wirklich mit mir telefoniert hat.
44:11Das ist uns neu, aber das trifft sich ja gut.
44:14Frau Wagenbach hat also in der Mordnacht mit Ihnen telefoniert.
44:17Wann genau?
44:18Ja, so gegen halb elf.
44:22Sie hatte mitbekommen, dass ihr Mann bald wieder ohne ein Wort aus dem Haus gegangen war.
44:26Und da rief sie mich an, um sich mit mir darüber auszusprechen.
44:30Wie lange dauerte denn das Gespräch?
44:31Na ja, so an die 50, 60 Minuten.
44:35Eine ganze Stunde?
44:37Ich bin immer für meine Patienten da.
44:39Und das wäre ich gerne auch jetzt.
44:43Ja, ja, wir kamen auch nur hierher für ein paar ganz allgemeine Auskünfte.
44:48Nämlich?
44:51Frau Wagenbach litt sehr unter der extremen Gefühlskälte Ihres Mannes. Ist das richtig?
44:57Ja, unter anderem.
44:58Sie fühlte sich grundsätzlich unausgeglichen und unausgefüllt mit Ihrem Leben.
45:04Und was für eine Therapie haben Sie angewendet?
45:07Ich habe nichts angewendet.
45:09Ich habe Sie lediglich dazu ermuntert, sich neue Bereiche zu erschließen und neue Interessen zu suchen.
45:15Und? Fanden Sie welche?
45:16Ja.
45:17Die Beschäftigung mit anderen Menschen und anderen Schicksalen.
45:21Sie geht mittlerweile gerne ins Gericht und hört sich dort Verhandlungen an.
45:25Und Sie entschuldigen jetzt bitte meine Patientenbarten.
45:33Na, zufrieden? Du hattest dein Gespräch und jetzt wissen wir auf jeden Fall, dass die Frau ein Alibi hat.
45:37Und zwar ein ausgesprochen passendes.
45:39Lässt man Fahrt zum Gericht, erkundige dich, ob man die Frau da überhaupt kennt.
45:41Wie oft sie da ist, in welche Verhandlungen sie geht.
45:44Manchmal kannst du richtig nerven, weißt du das?
45:46Ja, ich weiß.
45:56Jetzt wird es eng für Gernot Hentsch.
45:58Das Messer, der Befund ist da.
46:00Bei den Flecken handelt es sich um menschliches Blut, keine zwei Tage alt.
46:05Wagenbachs Blutkoppe.
46:06Richtig.
46:07In 14 Tagen ist die DNA-Analyse da und dann wissen wir es genau.
46:14Ach, das tut mir aber leid, wenn das Ihren Erwartungen nicht entspricht.
46:18Im Gegenteil.
46:19Es macht Sinn.
46:20Gestern dachten Sie aber noch anders.
46:22Gestern wusste ich noch nicht genug.
46:28Ja, Siska?
46:29Ah, Lässt man, das ging aber fix.
46:33Ich musste gar nicht lang fragen, man kennt Susanne Wagenbach hier.
46:36Der Pförtner sah sie mehrmals im Gespräch mit nem Staatsanwalt.
46:39Dann stell doch mal fest, wie der Staatsanwalt heißt.
46:41Das hab ich schon.
46:42Der Mann heißt Decker.
46:44Staatsanwalt Decker.
46:45Den Namen hören wir hier nicht zum ersten Mal.
46:47Hast du doch schon rausgefunden, wo der sich gerade aufhält?
46:50Na klar hab ich das.
46:51Er ist grad hier im Haus.
46:52Lässt man, wir sind sofort da.
46:55Hanne, kommen Sie mit.
46:57Zu Staatsanwälten gehe ich am liebsten mit Verstärkung.
46:59Na, mach ich doch gern.
47:02Entschuldigen Sie noch eine kurze Frage.
47:05Sind Sie denn zufrieden mit dem Urteil?
47:08Oh ja, ich bin sehr zufrieden.
47:10Es war dringend erforderlich, dass hier auf die Höchststrafe erkannt wurde.
47:14Ein mildes Urteil hat in solchen Fällen ja immer eine verheerende Signalwirkung.
47:18Bestechlichkeit muss endlich als das Verbrechen begriffen werden,
47:21und dass es nun mal ist.
47:23Sie wollen zu mir?
47:25Meine Kollegen Hauptkommissar Siska, Kommissar Lesmann.
47:29Entschuldigen Sie.
47:30Danke.
47:33Worum geht's?
47:34Ach ja, der Fall Wagenbach.
47:38Hätten Sie mal Zeit für ein offenes Gespräch?
47:40Ja, sicher.
47:41Da drüben sind wir ungestört.
47:44Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie Schwierigkeiten haben, Wagenbachs Geschäfte zu durchschauen.
47:49Es gibt da unendlich viele Verflechte.
47:51Unsere Ermittlungen gehen momentan mehr ins Private.
47:54Mit seinem Privatleben war ich nicht sonderlich vertraut.
47:56Mit seinem vielleicht nicht.
47:57Mit dem seiner Frau?
48:00Ach so.
48:01Das meinten Sie mit einem offenen Gespräch.
48:05Wir haben herausgefunden, dass Sie mit Frau Wagenbach bekannt sind.
48:07Das ist richtig.
48:08Welche Art ist diese Bekanntschaft?
48:11Sie wollen Klarheit und die sollen Sie kriegen.
48:14Ich habe ein Verhältnis mit Susanne Wagenbach.
48:16Seit wann?
48:18Seit drei Monaten.
48:20Wie haben Sie sich denn kennengelernt?
48:22Sie war hier im Gericht als Zuhörerin.
48:24Ich erkannte sie als Wagenbachs Frau und sprach sie an.
48:26Die Frau des Mannes, gegen den Sie seit Jahren vergeblich ermittelten.
48:30Ja.
48:31Und daraus ergab sich so ganz plötzlich ein Verhältnis.
48:34Fast ohne mein Zutun.
48:36Sie war dankbar für meine Aufmerksamkeit und wollte mehr davon.
48:39Sie hofften wirklich dadurch einen tieferen Einblick in Wagenbachs Geschäfte zu erhalten.
48:44Was hätten Sie denn getan?
48:46Ich hatte das Gefühl, dass ich mir da eine einmalige Gelegenheit bot.
48:50Dieser Mann hätte endlich mal vor Gericht gehört.
48:54Jede Information wäre von unschätzbarem Wert gewesen.
48:57Und es hätte sich ja was ergeben können.
48:59Und? Ergab sich was?
49:00Nein, sie war völlig unbedarf, was seine Geschäfte anging.
49:04Nichts weiter als eine einsame Hausfrau mit viel zu viel Freizeit.
49:07Mit anderen Worten, Sie bekamen nicht, was Sie wollten, hatten dafür aber eine verliebte Frau am Hals.
49:13Sie müssen in dieser Richtung nicht weiter ermitteln.
49:16Diese Beziehung ist für mich beendet.
49:17Herr Staatsanwalt, darf ich Ihnen einen Rat geben?
49:19Sagen Sie es nicht mir. Sagen Sie es ihr.
49:24Aber bringt uns das nicht immer weiter weg von unserem Fall?
49:27Im Gegenteil. Ich habe jetzt ein Gesamtbild.
49:30Ich glaube, man hat uns jede Menge Lügen erzählt, damit wir einen ganz bestimmten Verdacht fassen.
49:34Das Beste wird sein, wir lügen zurück.
49:37Ja, aber was war es so, ein Raubmord oder ein Mord aus Eifersucht?
49:40Weder noch.
49:40Weder noch?
49:42Es war ein Auftragsmord.
49:44Die 80.000, die Wagenbach bei sich trug, die hat der Täter gleich behalten als seine Bezahlung.
49:49Aber das war nur der erste Teil des Plans.
49:51Beim zweiten Teil ist was schiefgegangen.
49:54Was soll denn schiefgegangen sein?
49:57Achim, es gab einen Toten zu wenig.
50:05Wieso nicht?
50:07Wieso kommst du nicht, Achim?
50:09Aber so eine Verhandlung geht doch nicht bis in die Nacht.
50:12Akten lesen.
50:14Das kannst du auch hier.
50:16Achim, ich habe ja ein Haus für dich.
50:19Ich habe ja ein ganzes Haus für dich.
50:22Morgen, Achim.
50:24Du kommst doch morgen, oder?
50:27Was?
50:31Was brauchst du?
50:36Abstand?
50:38Sag nicht Abstand.
50:41Alles, bloß nicht Abstand.
50:44Ich weiß nicht viel, aber ich...
50:47Ich weiß ganz genau, was Abstand heißt.
50:49Achim, ich...
50:51Achim?
51:03Das war ein Spaß.
51:06Das war ein Spaß.
51:10Ach, nee.
51:12Herr Siska?
51:14Frau Wagenbach, schön, dass Sie da sind.
51:15Können wir Sie im Moment sprechen?
51:16Wir hätten eine kurze Frage.
51:18Ja, kommen Sie.
51:20Danke.
51:24Kommen Sie bitte.
51:29Setzen Sie sich.
51:30Oh nein, nicht nötig.
51:31Frau Wagenbach,
51:33hat Ihr Mann in den letzten Tagen eine solche Postkarte erhalten?
51:37Eine Karte davon?
51:38Ja.
51:40Ausgeschlossen.
51:40Das wüsste ich.
51:42Ja?
51:42Ja.
51:44Danke.
51:44Das war's.
51:47Äh, Frau Wagenbach,
51:49wir werden sicher in den nächsten Tagen noch öfter vorbeikommen.
51:51Der Fall gestaltet sich schwieriger, als wir dachten.
51:55Ach.
51:56Ja, wir hatten einen Verdächtigen, aber...
51:59... es hat sich erledigt.
52:00Erledigt?
52:01Seine Frau hat ihn entlastet.
52:05Ja, ja, danke.
52:09Bitte.
52:12Wiederschauen.
52:13Wiedersehen.
52:32Victor, Rekord für die kürzeste Wartezeit.
52:45DIN
52:45Rekord für die kürzeste Wartezeit.
52:46DIN
53:02DIN
53:25Keine Treffen fürs Erste. So was ausgemacht.
53:27Wir begegnen uns beim Spazierengehen. Hier kriegt schon jemand was mit?
53:30Tina, warum bist du nicht ehrlich?
53:34Was soll das? Du bist jetzt Witwe, du bist reich, du bist frei für deinen Freund und da sagst du,
53:39ich bin nicht ehrlich?
53:40Wieso lebt dein Mann denn noch?
53:42Blöde mich bloß nicht an, ich hab ihn selbst gesehen gestern.
53:44Wieso lebt er noch?
53:46Es ging schief. Ich hab 15 Schlaftabletten aufgelöst in seinem Saft zum Frühstück. Aber er hat nicht getrunken.
53:52Mach was. Und zwar schnell. Du weißt genau, wie es aussehen muss.
53:55Mord aus Eifersucht, Selbstmord des Täters, Fall geschlossen. Solange er noch lebt, ist nichts geschlossen.
54:01Wann stirbt er?
54:02Er ist gerade beim Arzt. Er kriegt wieder Tabletten. Morgen ist er tot.
54:09Susanne, ich habe deinen Mann für dich getötet. Ich habe den Verdacht auf Gernot gelenkt.
54:14Ich habe endlich etwas Geld für mich selbst. Denkst du, ich mach jetzt Schluss auf halbem Weg?
54:19Du bist jetzt frei. Und ich will auch frei sein.
54:24Wir sehen uns wieder, wenn alles vorbei ist, ja?
54:52Das ist kein Zufall?
54:54Vermutlich die gleiche Art von Zufall wie Ihr Treffen gerade da oben mit Ihrer Freundin.
54:59Frau Wagenbach, sehen Sie mal auf Ihrer Tasche. Da, ja. Unten.
55:04Wir haben Ihr Gespräch gerade mitgehört und aufgezeichnet.
55:10Deswegen sind Sie vorhin bei mir auf dem Flur stehen geblieben.
55:14Und Sie haben mich abgelenkt.
55:17Das ist schäbig.
55:18Schäbig.
55:19Das Wort aus Ihrem Mund, Frau Wagenbach.
55:22Ich nehme Sie vorläufig fest, wegen Verdacht zur Anstiftung und Beihilfe des Mordes an Albert Wagenbach.
55:28Sie wussten ja tatsächlich nichts von den Geschäften Ihres Mannes, aber Sie bekamen mit, dass er regelmäßig Postkarten erhielt für
55:34irgendwelche geheimen Treffen und dass er dazu sehr, sehr viel Bargeld mitnahm.
55:38Also fassten Sie gemeinsam mit Ihrer Freundin diesen Mordplan und schickten ihm eine von diesen Postkarten hier.
55:45Er fuhr darauf hin zu diesem Lokal.
55:47Aber er hatte keine Ahnung, dass Tina Hinnstadt arbeitet und auf ihn gewartet hat, um ihn zu töten.
55:52Die Postkarte haben Sie natürlich vernichtet.
55:54Und um die letzte Spur zu beseitigen, fuhren Sie gestern in die Firma Ihres Mannes und radierten dieses K aus
56:02dem Kalender.
56:04Ah, Ihre Komplizin.
56:20Sie sagte vorhin ganz richtig, Sie sehen sich wieder.
56:24Und alles ist vorbei.