- vor 15 Stunden
Die Rosenheim-Cops (599) Staffel 25 Folge 21 - Jagd auf Stockl
Die Rosenheim-Cops (599) Staffel 25 Folge 21 - Jagd auf Stockl
Die Rosenheim-Cops (599) Staffel 25 Folge 21 - Jagd auf Stockl
Die Rosenheim-Cops (599) Staffel 25 Folge 21 - Jagd auf Stockl
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KurzfilmeTranskript
00:02Ja, geht schon.
00:11Schönen guten Morgen.
00:12Morgen.
00:13Guten Morgen, Frau Stockl.
00:15Sie sagen, es war lustig gestern bei Ihrer Afterwork-Party.
00:18Ich sag's Ihnen, wir tun jetzt noch die Füße weh vom Tanzen.
00:22Die Australier wissen, wie man sich zur Musik bewegt.
00:26Australier?
00:27Besser gesagt, ein Australier.
00:30Aha.
00:31Und was macht so ein Australier in Rosenheim?
00:35Das kann ich Ihnen nicht sagen.
00:37Tanzen?
00:38Da haben Sie noch mal einen ausgetauscht.
00:40Verlange, der wohnt in Melbourne.
00:46Guten Morgen, Michi.
00:48Morgen, Stockl.
00:48Kaffee ist fertig.
00:49Möchtest du anhaben?
00:50Unbedingt.
00:51Heute muss er nicht schmecken.
00:53Heute muss er stark sein.
00:54Stockl, da bist du bei mir genau richtig.
00:57Ist gestern ein bisschen länger geworden.
01:00Kippo Rosenheim, Apparat, Stockl, grüß Gott.
01:04Ja.
01:05Wer?
01:08Ja, hab ich.
01:09Und wo?
01:12Hotel Talhofer.
01:14Ja.
01:15Ja, bitte bleiben Sie ganz ruhig, fassen Sie nichts an, wir kommen.
01:20Michi, stell dir vor, es gab ein Leich, und zwar ein gewisser Konrad Metz gefunden, hat ihn ein Zimmermädchen im
01:26Hotel Talhofer.
01:27Du hast ja gehört, Hotel Talhofer, das ist doch da, wo du gestern bei der Afterwork-Party gewesen bist.
01:34Ja, ja, ganz genau.
01:35Aber ich war nicht im Hotel, sondern ich war nur in der Hotelbar.
01:39Das ist sehr gut, dann kommst du nämlich als Zeugin wohl kaum in Frage.
01:42Wohl kaum.
01:43Weißt du was, ich ruf die Kommissare an.
01:46Kalt ist er.
01:48Ah, Michi.
01:51Danke.
01:55Zorala.
01:57Ja, wow, Herr Kaya, das schaut ja wirklich toll aus.
02:01Wir haben uns ja einen guten Start in den Tag verdient, Frau Hofer.
02:04Ja, schauen wir erst einmal, was der Tag so bringt, gell.
02:08Oh, oh.
02:12Miriam, was bringt der Tag?
02:13Guten Morgen, Kilian.
02:14Der Tag bringt der Leich und zwei im Hotel Talhofer.
02:18Der Michi und der Herr Hansen sind schon unterwegs.
02:20Gut, dann mach ich mich lieber auch gleich auf den Weg.
02:22Besser ist es. Bis später.
02:25Jetzt sind wir.
02:29Jetzt stehen wir hier.
02:31Der Kaya hat wieder auf dem Hof in Ruhe gefrühstückt.
02:33Sie sind wirklich zuerst hergekommen.
02:35Ja, das war ein schöner Spaziergang, bei dem Wetter.
02:37Ach so, Frühsport.
02:40Ah, guten Morgen, die Herren.
02:41Guten Morgen.
02:42Auch schon da?
02:43Pünktlich wie immer.
02:45Also, unser Opfer ist ein Hotelgast gewesen?
02:47Ja, das ist der Herr Konrad Metz, 38 Jahre alt.
02:50Ist er leider nur geworden, hat keine Kinder gehabt.
02:52Aber Frau, Diana Lena, ebenfalls Metz.
02:54Und die ist gerade auf dem Weg von Wasserburg hierher.
02:57Wasserburg?
02:57Ist doch bloß eine halbe Stunde entfernt.
02:59Ja, da wohnt das Ehepaar Metz.
03:00Also jetzt nur mal die Frau Metz.
03:02Aber da haben wir schon mal eine Überwachungskamera.
03:03Das ist doch gut.
03:05Ja, das ist allerdings die einzige Überwachungskamera.
03:07Weil drinnen wird überhaupt nichts überwacht.
03:09Das ist schade.
03:11Mitkommen.
03:12Gut.
03:15Übrigens, die Frau Lebeudel von der Rezeption.
03:18Tag.
03:18Grüß Gott.
03:19Hat mir verraten, dass der Herr Metz gestern am Abend im Hotelrestaurant mit einem anderen
03:23Gast zu Abend gegessen hat.
03:25Aha.
03:25Und haben wir da auch einen Namen?
03:26Ja.
03:27Also laut Passkopie ist es ein gewisser Thomas Ritter gebürtig aus München.
03:31München.
03:32Aha.
03:32Gut, schicken Sie uns diese Passkopie bitte aufs Handy.
03:35Ja, ist recht.
03:35Ja.
03:36Und würden Sie uns diesen Herrn Ritter bitte ausführlich machen?
03:38Ja, ist recht.
03:39Und dann denkst du auch noch an die Auswertung von der Überwachungskamera.
03:41Lass ich mir zeigen.
03:42Und die Frau Dimos, die findet sie auf Zimmer 103.
03:45Ja, ist recht.
03:46Hm?
03:46Hm?
03:47Hm.
03:49Hm.
03:50Hm.
03:52Hm.
03:52Eine kleine Frage.
03:53Ja, servus.
03:54Guten Morgen.
03:55Na ja.
03:56Moin Elena.
03:57Ah, guten Morgen.
03:58Esmin.
03:59Hallo.
03:59Guten Morgen.
04:00Und, was hast du Zeit für uns?
04:02Ja, dank der konstant laufenden Klimaanlage im Abgleich mit der Körpertemperatur kann ich
04:07den Todeszeitpunkt auf letzte Nacht zwischen 22 und 23 Uhr eingrenzen.
04:12Und die Todesursache?
04:14Ein Schlag gegen den Kehlkopf.
04:18Ich vermute, dass die Halsschlagader dadurch verletzt wurde, was zum Herzstillstand führte.
04:24Muss ein ziemlich heftiger Schlagwesen sein.
04:26Ja, ich tippe auf einen flachen Gegenstand mit einer eher scharfen Kante, aber nicht so
04:31scharf, dass er schneiden würde.
04:33Aha.
04:36Genau, Miriam.
04:37Testament.
04:37Bankauskunft.
04:39Bankauskunft.
04:40Das übliche heute.
04:41Gut.
04:42Dankeschön.
04:43Pirti.
04:44Folgendes, der Herr Ritter ist nicht im Hotel, aber sein Zimmer ist bis morgen in der
04:48Früh gebucht.
04:49Ah, tipp.
04:50Haben Sie seine Handynummer?
04:51Na, logisch.
04:53Ich hab mir schon eine Nachricht hinterlassen, weil sein Handy ist nämlich gerade aus.
04:56Okay, haben wir schon was von der Überwachungskamera da draußen?
04:59Weiß ich nicht.
05:00Wird in Haus gespielt.
05:01Der Mord ist übrigens zwischen 22 und 23 Uhr passiert.
05:04Aha.
05:06Ja, dann ...
05:07Wir werden mal schauen, wer in der Zeit so aus und eingegangen ist.
05:09Und dann ...
05:10Ratsche ich noch ein bisschen mit dem Hotelpersonal.
05:13Und, was macht ihr so?
05:15Wir sollten uns mal mit der Ehefrau des Toten unterhalten.
05:18Mei, die anderen, die da melden, die müssen jetzt schon längst da sein.
05:20Aber?
05:21Ja, Wasserbrück halt.
05:22Ähm.
05:30Grüß Gott, kann ich helfen?
05:32Äh, grüß Gott.
05:34Thomas Ritter, ich hatte eine Nachricht auf meiner Mailbox.
05:36Ich soll mich hier melden bei den Kommissaren ...
05:38Hansen und Kaya?
05:39Ja.
05:39Die sind leider noch unterwegs.
05:42Aber wenn Sie warten möchten, die Treppe hoch, dann rechts, Zimmer 104.
05:45Mhm.
05:47Danke.
05:48Sehr gern.
06:01Tom.
06:02Ja, das ist ja ein Zufall.
06:05Moment mal.
06:06Du sprichst ja Deutsch.
06:08Du ja auch.
06:08Und offensichtlich gar nicht mal so schlecht.
06:10Hehe.
06:11Sehr witzig.
06:12Äh, ich dachte, du kommst aus Australien.
06:14Du hast mich gestern Abend nur gefragt, wo ich herkomme.
06:17Und als ich gesagt habe, Melbourne, hast du automatisch Englisch mit mir gesprochen.
06:20Aha.
06:20Interessante Masche.
06:21Interessant.
06:22Machst du das auf jeder Afterwork-Party so?
06:25Das war meine erste Afterwork-Party.
06:27Und außerdem lebe ich schon seit über 20 Jahren in Australien.
06:30Aber was machst denn du überhaupt hier?
06:33Arbeiten?
06:35Davon hast du mir gestern gar nichts erzählt.
06:37Ich hätte dir davon erzählt, wenn wir uns auf Deutsch unterhalten hätten.
06:41Perhaps.
06:42Ach, Frau Stocke.
06:44Wie weit sind Sie mit der Unterschriftenmappe?
06:46Bring ich Ihnen gleich, Herr 80er.
06:48Danke.
06:52Was machst du eigentlich hier?
06:54Ich?
06:55Ja, du.
06:56Äh, ich glaube, mir wurde meine Geldbörse gestohlen.
06:59Diebstahl ist ein Stock weg.
07:01Hör.
07:02Ach.
07:12Meer am Stocke.
07:13Polizei Rosenheim.
07:17So ein Mist.
07:24Ja, Herr Ritter.
07:25Wollen Sie schon wieder weg?
07:27Die Kommissare sind bestimmt gleich da.
07:29Ich, äh, ich komme später nochmal.
07:31Ich habe einen dringenden Termin reinbekommen.
07:36Frau Metz, wann haben Sie ihn mal zuletzt gesehen?
07:39Gestern früh, als wir beide zur Arbeit aufgebrochen sind.
07:42Konrad ist, war, Ingenieur bei der Rosenheimer Firma Labaro.
07:46Labaro?
07:47Das steht für Landmaschinenbau Rosenheim.
07:50Die bauen Traktoren und Mähdrescher und sowas.
07:53Dann ist der Mann also täglich zwischen Wasserburg und Rosenheim hin und her gependelt?
07:56Ja.
07:57Und hat er öfter hier in Rosenheim übernacht?
07:59Nein, aber gestern Abend sollte er hier einen wichtigen Kunden treffen.
08:03Der hat ihm auch die Unterkunft bezahlt.
08:05Konrad wollte heute Morgen vom Hotel direkt in die Arbeit fahren.
08:09Hier ist der Kunde zufällig Thomas Ritter.
08:13Den Namen hat er nicht erwähnt.
08:15Nichts.
08:16Äh, Frau Metz, wo haben Sie den gestrigen Abend verbracht?
08:20Ich bin Steuerberaterin in Wasserburg.
08:23Meine letzte Kundin ist gegen 18 Uhr gegangen.
08:26Dann habe ich abgeschlossen und dann bin ich auch heimgefahren.
08:28Allein?
08:29Natürlich.
08:30Mein Mann war ja hier im Hotel.
08:34Herr Kaya?
08:35Ja?
08:36Kann ich hier den Schlüssel laden, dann nehme ich Sie auch mit.
08:38Nein, Quatsch.
08:38Kann ich mitfahren?
08:39Wollen Sie an Soraya, Herr Klaffer?
08:41Och, bitte, bitte.
08:42Moin Sie wirklich fahren?
08:44Na, tausch mal lieber.
08:47Ja, hier ist Thomas Ritter.
08:49Ich spreche damit näher am Schottel.
08:50Äh, ja?
08:51Kennen wir uns?
08:52Ich bin Headhunter und ich würde Sie gerne in einer beruflichen Angelegenheit sprechen.
08:58Entschuldigung, Sie wollen mich abwerben?
09:00Das würde ich Ihnen lieber bei einem persönlichen Treffen erläutern.
09:03Ja, aber wollen Sie mir nicht erst einmal sagen, um was es eigentlich geht?
09:06Das geht leider nur persönlich.
09:08In Ihrer Mittagspause?
09:09Also, ich bin heute unabkömmlich.
09:13Wenn Sie doch noch Zeit finden, rufen Sie mich an?
09:16Äh, Moment.
09:17Die Nummer, die da auf dem Display steht?
09:19Ja, genau.
09:20Unter der Nummer.
09:21Ich freue mich auf Ihren Anruf.
09:22Auf Wiederhören.
09:23Wiederhören.
09:27Headhunter.
09:29Na, wir haben einen Mord verheiratet, bitte.
09:33Hallo, Frau Grasseker.
09:35Ah, grüß Gott, die Herren.
09:37Sie, ein gewisser Thomas Ritter war vorhin für Sie da.
09:41Ah, sehr gut.
09:41Mit dem müssten wir sprechen.
09:42Der ist leider schon wieder weg.
09:44Irgendein dringender Termin.
09:45Aber er hat versprochen, dass er später nochmal vorbeikommt.
09:48Versprochen?
09:48Dann hoffen wir mal, dass es später bald ist.
09:51Danke, Frau Grasseker.
09:52Sehr gerne.
09:53Einen schönen Tag.
09:55Ihnen auch.
10:01Wunderschönen guten Morgen, Frau Stockel.
10:03Wunderschönen guten Morgen.
10:04Sie strahlen ja so.
10:06Miriam, du hast doch bestimmt schon was über den Herrn Metz rausgefunden.
10:09Ja, zum Beispiel, dass er kein Testament gemacht hat.
10:12Ah, dann erbt seine Frau aus.
10:14Ah, laut Ehevertrag geht sie leer aus.
10:17Was ziemlich schade ist, wenn man auf den Kunterauszug schaut.
10:20Aha.
10:21Oh, scheint so, als hätte er wirklich gut verdient und gewirtschaftet.
10:24Gut, gut.
10:26Ah, Moment, Herr Hansen.
10:28Herr Hansen, ich war gestern zufällig bei einer After-Work-Party im Hotel Talhofer.
10:33Ach.
10:34Du bist während der Tatzeit dort gewesen?
10:36Ja, also von der Straße aus kann man da in die Bar gehen.
10:39Also man muss da nicht durchs Hotel.
10:41Aha.
10:41Kann man denn von der Bar aus direkt ins Hotel?
10:44Also das Hotel und die Bar sind mit einem Flur verbunden.
10:48Dann könnte es doch sein, dass der Täter oder die Täterin von der Bar aus direkt ins Hotel rübergegangen ist.
10:53Mhm.
10:53Ist Ihnen denn gestern Abend jemand verdächtig vorgekommen?
10:56Vielleicht so zwischen 10 und 11 Uhr?
10:58Herr Hansen, da habe ich getanzt.
11:00Ah.
11:06Herr Moor.
11:07Hallo.
11:08Grüß dich.
11:10Also, im Hotel hat keiner nichts gesehen und nichts gehört.
11:13Und bei der Videoauswertung hat dann ich nichts gekriegt und nichts gehört.
11:16Da war nämlich Schweigen im Walde.
11:18Schade.
11:19Ja.
11:19Michi, folgendes.
11:20Das Hotel ist über einen Flur mit der Hotelbar verbunden.
11:23Die kann man von der Straße aus direkt betreten.
11:26Weißt du zufällig, ob der Eingang A-Video überwacht ist?
11:29Weiß ich nicht.
11:30Aber wir können noch mal fragen.
11:31Zeigst du Sicherheit?
11:32Mach das bitte.
11:33Das wäre nett.
11:34Und rufen Sie bitte mal diesen Thomas Ritter an und fragen ihn, wann er denn gedenkt hier aufzukreuzen.
11:39War der noch gar nicht da?
11:40Doch, aber da waren wir noch nicht da.
11:42Ja, klar.
11:45Danke übrigens für den Kaffee.
11:48Da nicht für.
11:49So, ich habe jetzt hier die Telefonliste von unserem Opfer und mir ist nicht wirklich was aufgefallen.
11:54Aha, zeigen Sie mal.
11:56Keine heimliche Geliebte, die er ins Hotel eignet hat?
11:58Nein, zumindest nicht per Handy.
12:01Also um 18.07 Uhr hat er seine Ehefrau angerufen und um 21.45 Uhr hat er einen Anruf bekommen
12:07und zwar von einem gewissen Simon Krause.
12:09Simon Krause habe ich schon recherchiert, der arbeitet in derselben Firma wie unser Opfer.
12:13Ach so, dann bestellen Sie uns diesen Simon Krause doch bitte mal ein.
12:16Das mache ich.
12:17Danke.
12:20So, jetzt haben wir den Herrn Ritter erreicht.
12:22Schon.
12:23Er hat aber keine Zeit für uns.
12:24Warum nicht?
12:25Er ist im Hotel Talhofer beim wichtigen Geschäftstermin.
12:27So, so.
12:28Dann starten wir da mit einem Ritter doch ganz frechen Besuch ab.
12:32Du musst nicht gleich mitkommen.
12:33Also freilich, da kann ich nicht gleich fragen wegen der Willenüberwochen.
12:36Es ist nämlich ja so, wenn die Kamera da oben...
12:40Frau Stockl, wir sind im Hotel Talhofer.
12:43Ja, ist recht, Herr Hansen.
12:44Beim Herrn Krause geht nur die Mailbox hin.
12:46Sie bleiben dran.
12:48Selbstverständlich.
12:49Danke.
12:52Ja.
12:53Hallo, Frau Stockl.
12:54Ah, Frau Hofer.
12:56Sie haben einen Termin beim Herrn Achtziger, gell?
12:58Holst du mal einen Kaffee?
12:59Sehr gerne.
13:00Und?
13:02Gibt's was Neues?
13:03Äh, ja.
13:05Steuern Sie einen vor, Frau Hofer.
13:06Mich hat ein Headhunter angerufen.
13:10Okay, wollte er Sie vielleicht abwerben?
13:12Sowas in der Art hat er gesagt.
13:14Aber ich frage mich, wie kommt der auf mich?
13:16Ich...
13:17Sie sind halt eine Spitzenkraft, Frau Stockl, ja?
13:20So was spricht sich freilich rum.
13:22Also, er wollte mich jetzt in der Mittagspause treffen, aber ganz ehrlich, wir haben einen Fall.
13:27Ich komme hier nicht weg.
13:28Aber warum?
13:29Sind doch alle ausgeflogen.
13:30Und ich bin jetzt gleich eine Zeit lang mit meinen Achtziger beschäftigt.
13:33Mindestens eine gute Stunde.
13:35Ja?
13:36Äh, Frau Stockl.
13:38Ja?
13:39Ah, ich habe noch ein Einschreiben von Herrn Achtziger.
13:42Das können Sie mir geben.
13:43Ich muss eh gleich zu ihm nüben.
13:44Aber Frau Lange, äh, sagen Sie, hätten Sie, also könnten Sie vielleicht kurz den Schreibtisch von der Frau Stockl hüten?
13:52Ah, klar.
13:52Die Frau Stockl hat einen ganz, ganz wichtigen Termin.
13:55Äh, ja, klar.
13:57Also, können Sie das der Frau Grasecker erklären?
14:01Ja, also gut, ich beeil mich.
14:04Meine Jungen rei, Frau Hofer.
14:07Also, wirklich.
14:08Danke.
14:12Herr Ritter, wir sehen uns gleich im Times Square.
14:15Ja, wiederhören.
14:16Frau Grasecker, ich bin noch mal kurz weg.
14:18Und Sie haben Ihr Telefon auf mich umgestellt?
14:21Äh, die Frau Lange hütet meinen Schreibtisch.
14:23Also, wenn es Ihnen passt.
14:25Ach so, ja.
14:26Meinen Sie, da muss ich mal raufschauen?
14:28Zur Not waren Sie ja da.
14:29Ja, das stimmt.
14:31Sie, ich möchte ja nicht neigierig sein, aber treffen Sie sich zufällig mit diesem Australier.
14:37Der Australier ist überhaupt kein Australier.
14:40Der hat mich ein bisschen auf den Arm genommen.
14:42Okay.
14:43Ja, aber keine Sorge, Frau Grasecker, es ist alles gut, so wie es ist.
14:46Na dann.
14:48Ich bring den Kaffee, um Herrn Achtziger gleich direkt selber, dann merkt er gar nicht, dass die Frau Stockl nicht
14:53da ist, gell?
14:54Mhm.
14:54Äh, und das Einschreiben nicht vergessen?
14:56Mhm, danke.
14:59Äh, ui, Herr Achtziger.
15:01Frau Hofer.
15:02Frau Lange?
15:03Ich will gerade zu Ihnen.
15:04Schau, uns Kaffee.
15:05Wunderbar.
15:06Äh, wo ist denn die Frau Stockl?
15:09Die muss nur ganz kurz was erledigen.
15:11Aha.
15:12Ja, und ich halte so lange die Stellung.
15:14Ah ja, verstehe.
15:16Ja gut, Frau Lange.
15:18Geben Sie diese Mappe bitte der Frau Stockl und richten ihr aus, es ist alles unterschrieben.
15:22Je ein Exemplar muss abgeheftet werden, das andere geht in die Post.
15:26Aha, richtig aus.
15:27Gut.
15:31Danke.
15:32So, bis später.
15:35Danke, Frau Lange.
15:37Gerne.
15:44Hey, stehen bleiben.
15:47Zwei Sachen.
15:48Erstens, die Bar ist nicht videoüberwacht, innern nicht und draußen schon gar nicht.
15:52Ja, wie gesagt, schade.
15:54Und dann habe ich noch mit dem Barkeeper geredet, mit dem Kevin Magdlbauer.
15:57Und der hat mir erzählt, dass er letzte Nacht überhaupt nichts mitgekriegt hat, weil bei
16:01ihm in der Bar der Teufel los war.
16:02Ja, Afterwork-Party, ist klar.
16:05Und ihr?
16:05Schon fertig mit dem Thomas Ritter?
16:07Hören Sie auf, mit dem haben wir noch gar nicht angefangen.
16:09Was?
16:10Ja, in der Rezeption wurde uns erzählt, er hätte das Hotel kurz vor uns verlassen.
16:13Also, durchblechen.
16:14Ja, und so können wir alle unverdichtete Dinge wieder ins Kommissariat fahren.
16:18Das machen wir jetzt auch.
16:32Ja, Miriam, hast du heute ein Mittags-Date?
16:35Ciao, ich habe sozusagen ein Blind-Date.
16:39Aha.
16:44Das gibt es ja nicht.
16:46Ja, was hast du denn so schlecht, dass es dir auch nicht ist?
16:49Moment.
16:54Tom, was machst du denn hier?
16:57Auf dich warten.
16:58Sehr witzig.
16:59Ich bin leider verabredet.
17:02Mit einem Thomas Ritter?
17:04Ja.
17:08Du...
17:08Hey, Tante.
17:10Deswegen ist mir die Stimme so bekannt vorgekommen.
17:13Ich kann dir alles erklären.
17:15Setz dich doch erst mal.
17:16Äh, ja, dann bin ich jetzt aber gespannt.
17:28Also, in meinem Beruf gibt es ganz klare Regeln.
17:31Vor einem ersten Treffen muss die Zielperson auf jeden Fall telefonisch kontaktiert werden.
17:36Und auf gar keinen Fall darf man bei ihrer aktuellen Arbeitsstelle aufkreuzen.
17:40Ja, ja, das habe ich schon verstanden.
17:41Du bist Headhunter.
17:43Und auf dich angesetzt.
17:45Und deswegen war unsere Begegnung heute Morgen im Kommissariat ein ziemlich dummer Zufall.
17:51Und gestern erst recht.
17:53Ja.
17:54Aber es war sehr schön, mit dir zu tanzen.
18:03Hallo, Frau.
18:04Hallo.
18:05Was ist, wo ist, äh...
18:07Achso, ähm, ich vertrete nur kurz die Frau Stockel.
18:09Aha.
18:09Und die ist jetzt wo?
18:11Die kommt gleich wieder.
18:12Gut.
18:14Ähm, dann richten Sie doch bitte aus, dass Sie sich über einen Tatverdächtigen schlaumachen soll.
18:20Ähm, die Passkopie habe ich da und schick sie gleich aufs Handy, ja?
18:23Ja, dann mache ich doch kurz ein Foto davon und gebe ihr das, wenn sie wieder da ist.
18:29Ja.
18:29Gut.
18:30Hm?
18:31Gut.
18:34Ha.
18:36Thomas Ritter.
18:39Ich bin im Auftrag verschiedener australischer Firmen in ganz Europa unterwegs, um fachkräftig abzuwerben.
18:46In ganz Europa unterwegs und landes ausgerechnet in Rosenheim.
18:51Hm, hm, ich wurde explizit hierher geschickt.
18:55Erinnerst du dich noch an Outstanding-Tours?
18:58Ja, das ist die Agentur, wo ich meinen Outback-Trip in Australien gebucht habe, wie ich da Urlaub gemacht habe.
19:04Ich sag's dir, das war vielleicht ein Chaotenhaufen.
19:08Bis du kamst.
19:09Ja, also, ich hab letztendlich ein paar Zimmer umgebucht.
19:13So, zweimal Mittags-Special.
19:16Guten Appetit.
19:17Danke.
19:17Danke, Joe.
19:18Du hast mit deinem außerordentlichen Organisationstalent und deiner hervorragenden Menschenkenntnis die gesamte Tour gewuppt.
19:25Für jeden Schlamassel gibt's eine Lösung.
19:28Genau.
19:30Genau deswegen wollen die dich unbedingt als Tourmanagerin einstellen.
19:35Die meinen das wirklich ernst.
19:37Also, die Frau Jones, die Chefin von der Agentur, hat mir das ja damals in Australien schon angeboten.
19:42Und vor ein paar Wochen hat sie mir eine sehr, sehr, sehr nette Karte geschickt.
19:49Tja.
19:50Und jetzt haben sie mich geschickt.
19:55Ich soll dir ihr neues Angebot höchstpersönlich überreichen.
20:05Das ist wirklich ein sehr lukratives Angebot.
20:12Das du unbedingt annehmen solltest.
20:18Ich wandere doch nicht nach Australien aus.
20:20Das hab ich damals auch gesagt.
20:22Und jetzt lebe ich mittlerweile seit über 20 Jahren dort und bin glücklich.
20:25Schön ist das schon.
20:28Und glücklich war ich dort auch.
20:34Aber das war Urlaub.
20:45So, das sind die Unterlagen aus dem Büro vom Herrn Metz.
20:49Computer ist schon in der KTU.
20:51Ach, gut.
20:52Was haben Sie noch so rausgefunden bei der Firma Labaro?
20:54Drei Sachen.
20:55Erstens einmal, der Herr Metz war ein Klugscheißer.
20:58Zweitens, Mengen hat denn überhaupt keiner.
21:00Und drittens, er hat sein Büro geteilt mit einem gewissen Simon Krause, ebenfalls ein Ingenieur.
21:05Von dem haben wir schon gehört.
21:06Den hab ich ja nicht erreicht, der war gerade unterwegs.
21:09Schade.
21:09Super.
21:10Noch einer, der bisher nicht auftaucht ist.
21:12Ja, eigentlich wollte Frau Stockl dranbleiben, aber die ist ja genauso abgezaucht.
21:15Ach so.
21:20Genau wie der Thomas Ritter.
21:21Wieso?
21:22Ich weiß ja nicht, ob er beim Labaro hat niemanden, der Thomas Ritter gekannt.
21:25Und er war definitiv kein Kunde.
21:26Was für ein Durcheinander.
21:28Und sein Handy ist auch schon wieder aus.
21:30Für dich.
21:31Ja, danke für die Verwirrung.
21:32Gerne, schicken.
21:35Ah, ich hab mal kurz beim Einwohnermeldeamt in München angerufen, wegen Ihrem Tatverdächtigen.
21:40Und?
21:40Der Thomas Ritter hat seine letzte Meldeadresse in Deutschland vor fast zehn Jahren abgemeldet.
21:45Aha.
21:46Und wo ist Erhitzung?
21:47Das wusste die Meldebehörde leider auch nicht.
21:49Ah, gut.
21:50Ja.
21:50Gut, danke erstmal, Frau Lange.
21:52Sagen Sie, wo treibt sich Frau Stockl eigentlich so lange rum?
21:55Die kommt wirklich gleich wieder.
21:57Ja?
21:57Mhm.
21:58Okay.
21:58Danke.
22:01Vielleicht ist der Thomas Ritter ja mit einem quälschten Ausweis unterwegs und heißt in Wirklichkeit gar nicht so.
22:06In dem Fall könnten Sie sich vielleicht in seinem Hotelzimmer Hinweise auf seine wahre Identität finden.
22:19Ah, ah.
22:20Frau Lange, Entschuldigung.
22:21Jetzt hat es doch ein bisschen länger gedauert.
22:23War was Wichtiges?
22:24Äh, der Herr Achtziger hat seine Unterschriftenmappe vorbeigebracht.
22:27So, um Gottes willen hat er sich nicht gewundert, dass ich nicht am Platz bin.
22:30Hm, ich habe gesagt, ich halte kurz die Stellung und die Ablage habe ich auch gleich gemacht.
22:33Frau Lange, Sie überraschen mich.
22:36Und die Briefe sind für die Post.
22:38Aber schauen Sie lieber nochmal drüber.
22:39Danke.
22:48Hälfte, Hälfte.
22:49Aha.
22:51Ja.
22:52Entschuldigung an die Störung, ich hätte hier einen Durchsuchungsbeschluss für das Hotelzimmer vom Herrn Ritter.
22:56Sehr gut, Herr Moir.
22:57Dann klemm Sie sich doch bitte gleich mal die Spusi unter den Arm und statten im Hotelzimmer mal einen Besuch
23:01ab.
23:02Viel Erfolg.
23:02Danke.
23:05Also, hier habe ich auch ein provisorisches Patent zu einer hochfesten Schraube mit einer Zugfestigkeit von 1200 MPa.
23:15MPa.
23:15Mega Pascal.
23:17So, so.
23:18Also hier haben wir gleich einen ganzen Stapel provisorischer Patentanmeldungen.
23:21Hier, sensorisches Antikippsystem.
23:26Doppelgetriebe.
23:28Modularer Hubschwenkkonverte für asymmetrische Lastzyklen.
23:31Lastzyklen, klar, das braucht man.
23:32Muss man das verstehen?
23:33Also, ich würde es Ihnen gerne erklären, wenn ich könnte, aber eigentlich müssen wir nur verstehen, dass unser Toter scheinbar
23:37auf Firmenkosten Patente angemeldet hat.
23:40Provisorische Patente.
23:41Hören Sie mal.
23:43Provisorische Patente gelten für ein Jahr.
23:45Innerhalb von dieser Zeit muss man das Patent fertiggestellt haben.
23:48Nur dann kann man die Erfindung endgültig als Patent anmelden.
23:52Ah, der Simon Krause wäre jetzt da.
23:54Hallo, Frau Stöckler.
23:55Sie sind scheinbar auch wieder da.
23:56Ja, schaut's aus.
23:57Ja, und wie.
24:00Muss man das verstehen?
24:06Herr Krause, da Sie sich mit Konrad Metz das Büro geteilt haben, wissen Sie doch bestimmt auch etwas über seine
24:11provisorischen Patentanmeldungen.
24:14Ständig ist Konrad Metz was angeblich Bahnbrechendes zu irgendwelchen Einzelteilen bei landwirtschaftlichen Maschinen eingefallen.
24:21Aber eigentlich hat er sich nur verzettelt.
24:23Verzettelt hat er sich? Auf Firmenkosten.
24:26Die Firma hat vor dem nicht Stellen abzubauen und ich fürchte, dass Konrad Metz auf der Abschlussliste stand.
24:33Deshalb wollte ich ihm helfen.
24:35Und wie?
24:36Vor ein paar Tagen hat mich ein Headhunter angerufen. Thomas Ritter.
24:41Moment, Thomas Ritter ist Headhunter?
24:43Ja, aus Australien.
24:44Herr Ritter wollte mich für eine Firma in Melbourne abwerben, die landwirtschaftliche Maschinen herstellt und deutsches Know-how braucht.
24:51Aber Australien, das ist nichts für mich.
24:55Stattdessen habe ich meinen Kollegen Konrad Metz empfohlen.
24:57Und wissen Sie, ob Konrad Metz dazu bereit war, nach Australien auszuwandern?
25:01Offenbar war es ein Volltreffer.
25:03Wir haben nach seinem Termin mit dem Headhunter telefoniert und da war er ganz euphorisch.
25:08Okay. Seine Frau wusste allerdings nichts von einem Headhunter.
25:12Das wundert mich nicht.
25:13Die beiden haben am Telefon immer nur gestritten.
25:17Ich glaube, das wäre für Konrad Metz die Gelegenheit gewesen, endlich seine Frau zu verlassen.
25:25Routinefrage, Herr Krause.
25:26Wo waren Sie denn gestern Abend zwischen 10 und 11 Uhr?
25:29Zu Hause.
25:31Kann das jemand bezeugen?
25:32Nein, ich war allein.
25:40Der Herr Mohr.
25:42Herr Mohr, was...
25:43Aha.
25:45Ah ja.
25:47Ah was.
25:48Sieh mal eine an.
25:50Gut, dann sorgen Sie bitte dafür, dass der Ritter bis zu unserem Eintreffen schön im Hotel bleibt, ja?
25:56Gut, danke. Bis später.
25:59Ja.
26:00Herr Ritter ist gerade im Hotel eingetroffen und fassungslos über seine Zimmerdurchsuchung.
26:04Und? Ist irgendwas Auffälliges gefunden worden?
26:06Ja, mehrere Bumerangs.
26:08Flacher Gegenstand mit scharfer Kante, klingelt's?
26:10Ja, Bumerang als Tatwaffe.
26:11Also die Dinger sollten so schnell wie möglich in die KTU und wir sollten schnell mal ins Hotel Talhofer fragen.
26:16Bevor uns der Ritter wieder entwischt.
26:18Ganz richtig.
26:24Herr Ritter, warum entziehen Sie sich seit heute Morgen unsere Befragung?
26:29Ich hab den ganzen Tag Termine gehabt. Außerdem wusste ich ja gar nichts von der Ermordung von Herrn Metz.
26:34Sie haben gestern, kurz vor seinem Tod, noch mit ihm hier zu Abend gessen.
26:38Ja. Ich bin Headhunter. Er wurde mir als sehr erfahrener Ingenieur empfohlen.
26:42Von seinem Kollegen Simon Krause.
26:46Ja, war aber keine so gute Empfehlung.
26:48Er hatte völlig übersteigerte Gehaltsvorstellungen und hat die ganze Zeit den teuersten Champagner bestellt, auf meine Kosten.
26:54Ich achte natürlich auf solche Details.
26:56Das klingt jetzt so, als hätten Sie ihm doch kein Jobangebot gemacht.
26:59Nein, ich hab das Essen sehr schnell beendet und ihm gesagt, dass er nicht in die engere Auswahl kommt.
27:05Aha. Und wie viel Uhr war das?
27:0821 Uhr.
27:0921 Uhr. Was haben Sie dann gemacht?
27:12Dann war ich noch in der Hotelbar. Da war eine After-Work-Party und da hab ich mich noch ein
27:16bisschen amüsiert.
27:17Und wie lange haben Sie sich da noch amüsiert?
27:19Also mindestens bis Mitternacht.
27:21Gibt's Zeugen?
27:23Äh, vielleicht hat der Barkeeper mich tanzen sehen.
27:28Der Barkeeper?
27:29Herr Ritter, in Ihrem Zimmer ist ein Bumerang sichergestellt worden. Was hat's damit auf sich?
27:34Das sind Mitbringsel aus Australien für meine Jobkandidaten.
27:36Ah, so.
27:38Gut, bis unsere KTU mit diesen Mitbringseln durch ist, bleiben Sie bitte für uns erreichbar.
27:43Ja gut, ich versuch's.
27:45Nein, nein, diesmal wirklich.
27:46Na?
27:50Hast du das?
27:56Ja, hallo Frau Stockel.
27:59Frau Hofer, Frau Hofer, ich wollte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie mir beim Herrn Achtziger den Rücken freigehalten haben.
28:04Gern geschehen.
28:05Und sagen Sie, wie war denn Ihr Termin mit dem Headhunter?
28:09Äh, ah, Frau Hofer, einen Moment, bleiben Sie kurz dran.
28:13Mhm.
28:16Tom?
28:18Ja?
28:21Ja?
28:23Oh.
28:25Gut, dann sehen wir uns später.
28:28Ja?
28:29Ciao.
28:33Frau Hofer, das war jetzt der Headhunter.
28:35Der möchte mich heute Abend zum Essen einladen.
28:39Er möchte mich ins Times Square entführen.
28:41Ach, und Sie nennen ihn Tom?
28:43Äh, Frau Hofer, das ist ein bisschen eine längere Geschichte.
28:46Die ich mir sehr, sehr gern anhöre, liebe Frau Stockel.
28:52Ja, vielleicht ist ja der Herr Metz mit dem Herrn Ritter wegen der Absage in Streit geraten.
28:56Und zack, hat ihm der Herr Ritter eins mit dem Bumerang verpasst.
29:00Na gut, die KTU-Auswertung der Bumerangs bekommen wir nicht vor morgen früh.
29:03Aber der Herr Mohr könnte ja schon mal den Barkeeper fragen, ob der den tanzenden Herrn Ritter gesehen hat.
29:07Oder die tanzende Frau Stockel, die hat sich ja gestern Arbeiterparty vergnügt.
29:11Ja, so sehr, dass sie nichts mitbekommen hat.
29:13Ja.
29:14Die Witwe vom Toten sollten wir uns auch nochmal vorknöpfen.
29:16Ja, gleich morgen früh.
29:18Geben Sie Herrn Mohr Bescheid wegen dem Barkeeper?
29:20Mach ich, aber das ist dann meine letzte Amtshandlung für heute.
29:22Ja, ja, jetzt ist Feierabend.
29:33Naja, jedenfalls hat das Tanzen wieder total gut getan.
29:40Apropos Tanzen.
29:41Weißt du, bei uns im Büro ist nämlich immer so viel los.
29:44Also, jetzt ist in der Personalabteilung schon wieder der Computer abgestürzt.
29:48Und wo landet das Ganze bei mir?
29:49Wo dann läutet das Telefon, weil wir einen neuen Fall haben?
29:52Also, ich bin ständig am Recherchieren.
29:54Wahnsinn.
29:54Du arme.
29:56Grüß dich schon.
29:57Ja, servus Sven.
29:58Sag bloß, du bist deswegen da, um den zwei Turtel-Täubchen den Spaß zu verderben.
30:03Welche Turtel-Täubchen?
30:05Hm?
30:05Ach, das gibt's ja nicht.
30:08Aber Moment einmal.
30:10Was wolltest du eigentlich von mir?
30:12Ist es eher beruflich oder privat?
30:17Hm.
30:17Es ist ein bisschen komplizierter.
30:19Frau Stockel.
30:21Herr Hansen.
30:23Wie kommt denn das, dass Sie sich hier mit einem Mordverdächtigen treffen, bitte?
30:27Was?
30:28Ja.
30:29Genau darüber wollte ich mit dir sprechen.
30:31Ich glaube, es ist besser, Sie reden gar nicht mehr mit meiner Kollegin, ja?
30:34Der Herr Ritter ist in unseren aktuellen Mordfall verwickelt.
30:37Wussten Sie das etwa nicht?
30:38Nein.
30:40Davon habe ich keine Ahnung gehabt.
30:43Aber ich weiß jetzt auch, warum du dich mit mir treffen wolltest.
30:46Du wolltest mich aushorchen.
30:50Aber nicht mit mir.
30:53Schönen Abend.
30:58Ja.
31:00Herr Ritter.
31:03Jetzt mal Butter bei der Fischer, wie man bei uns sagt.
31:04Was wollten Sie von unserer Frau Stockel?
31:09Also mal abgesehen davon, dass Sie mir gerade mein Date vermasselt haben,
31:14ist Ihre Frau Stockel mein Alibi.
31:45Ja, Frau Hofer.
31:47Guten Morgen, Frau Stockel.
31:50Ich bin neugierig.
31:51Ich wollte mal hören, wie Ihr Abend mit dem Headhunter war.
31:54Ich sag auch nix.
31:55Frau Hofer, das war ein Reinfall.
31:57Gell.
31:58Aber, aber Sie waren doch so begeistert von ihm.
32:02Mei, so schnell wendet sich das Blatt.
32:04Frau Hofer, muss Schluss machen.
32:05Ich erzähl's Ihnen ein anderes Mal, gell?
32:07Wiederhören.
32:09Schönen guten Morgen, Frau Stockel.
32:10Guten Morgen, Herr Hansen.
32:12Wegen gestern Abend, da müssen wir was klären.
32:14Herr Hansen, bevor Sie anfangen.
32:16Das mit dem Herrn Ritter.
32:17Der Herr Ritter, sehen Sie, gutes Stichwort.
32:20Folgendes.
32:20Haben Sie vorgestern Abend auf dieser Afterwork-Party in der Bar vom Hotel Talhofer mit ihm getanzt?
32:28Ich schwöre Ihnen, Herr Hansen, das war reiner Zufall.
32:32Aha.
32:32Von wann bis wann war denn das so Zufälle?
32:35Mei, das war so zwischen 21 Uhr und Mitternacht.
32:39Ich meine, ich habe nicht wissen können, dass ich mit unserem Tatverdächtigen tanze.
32:43Frau Stockel, das haben Sie auch nicht.
32:44Sie haben nämlich gerade eben sein Alibi bestätigt.
32:47Ja?
32:48Ja.
32:48Äh, echt jetzt?
32:50Echt, ja.
32:51Und zu Ihrer Beruhigung, das scheint ein netter Typ zu sein.
32:55Ja.
32:57Passt.
33:00Moin, moin, Herr Kollege.
33:02Ah, nett, dass Sie mir auch einen Kaffee mitgebracht haben.
33:04Ja, da nicht für.
33:08Grüß euch.
33:09Moin.
33:10Da ist ein KTU-Bericht hätte dabei.
33:12Ja, damit keiner von den zehn bumerangslosen Zimmern vom Herrn Ritter hat Verdächtige gesprochen.
33:17Dann sehen Sie, das wundert dich nicht, weil der Herr Ritter hat ja auch ein äußerst stichhaltiges Alibi.
33:22Das stimmt.
33:24Der Kevin, der Bargeber, der hat mir nämlich erzählt, dass der Herr Ritter bis um mindestens
33:28um Mitternacht mit einer ausgesprochen feschen Dame getanzt hat.
33:32Aber so richtig getanzt.
33:35Wieso wissen Sie das eigentlich?
33:37Weil diese fesche Dame niemand anders war als unsere liebe Frau Stockl.
33:40Was?
33:41Und das erfahren wir erst jetzt?
33:44Times Square-Besucher wissen mehr.
33:46Jedenfalls können wir ihn als Tatverdächtigen ausschließen.
33:48Aha.
33:48Ja, Moment.
33:50Hier steht, dass die Form von den Bumerangs ziemlich gut auf die Wunde von dem Toten passt.
33:54Naja, vielleicht hat ja der Ritter dem Herrn Metz einen der Bumerangs geschenkt und wer auch
33:58immer damit zugeschlagen hat, hat ihn dann entsorgt.
34:01Na, dann muss wer auch immer, aber baldmöglichst gefunden werden.
34:05Hast du eigentlich schon mit der Frau Metz geredet?
34:07Ja, mit der wir gekriegt, die wir einbesteht, die müssen jetzt schon längst da sein, aber...
34:11Was aber bereit.
34:14Ja?
34:16Morgen, Frau Stockl.
34:17Guten Morgen, Herr Achtziger.
34:18Frau Stockl, Sie haben ja gestern die Ablage gemacht.
34:21Ich bräuchte jetzt nochmal den Korrespondenzordner zum Buchstaben L.
34:25Moment.
34:27Ah, haben wir hier.
34:29Und da müsste alles drinnen sein.
34:31Vielen Dank, Frau Stockl.
34:32Ah, Herr Achtziger, der Dank gebührt nicht mir, sondern der Frau Lange.
34:36Wie das?
34:37Die Frau Lange hat gestern die Ablage gemacht.
34:40Ich war nämlich in einem wichtigen Termin.
34:42Es ging um das Alibi von einem Tatverdächtigen.
34:44Sie ermitteln im Mordfall?
34:46Na, na, um Gottes Willen, Herr Achtziger.
34:48Ich habe nur dafür gesorgt, dass der Tatverdächtige von der Liste gestrichen wurde.
34:53Und keine Sorge, die Kommissare waren im Bilde.
34:56Alles klar.
34:58Frau Metz, wüssten Sie, dass Ihr Mann nach Australien auswandern wollte?
35:01Und wovon reden Sie?
35:03Na ja, er hat sich vorgestern mit einem sogenannten Headhunter im Hotel Talhofer getroffen
35:07und er wollte ihn für eine Firma nach Australien abwerben.
35:10Das ist ja absurd.
35:12Finden Sie?
35:13In Ihrer Ehe hat es wohl ziemlich oft Streit geben und im Falle einer Scheidung hätten
35:17sie nichts von seinem Vermögen abgeregt.
35:19Ich bin Steuerberaterin.
35:21Also war ich nie auf Konrads Geld angewiesen.
35:24Abgesehen davon war ich es, die die Scheidung wollte.
35:27Ach so, Roma.
35:28Aha.
35:29Hat Ihr Mann davon gewusst?
35:30Ich habe es ihm vor ein paar Tagen gesagt.
35:32Und er hat gemeint, das sei ihm nur recht.
35:35Ist beim Telefonat vorgestern mit ihm darum gange?
35:38Mehr oder weniger.
35:40Er hat mir mitgeteilt, dass er demnächst mit einem Patentstein reich werde.
35:44Und dass er mir keinen Cent davon abgeben würde.
35:47Aber ich kenne diese Leier schon seit Jahren.
35:51Aus Konrads abstrusen Ideen ist noch nie was geworden.
35:54Vielleicht ist es ihm diesmal geglückt.
35:56Und außerdem kann ja Alibi von niemandem bezeugt werden.
36:02Ich hatte Besuch von meinem Liebhaber.
36:06Er ist die ganze Nacht geblieben.
36:09Ja, Fieger.
36:10Die Damen, ach äh, Frau Lange, ich habe gerade erfahren, dass Sie all die Sachen, die ich der Frau Stockel
36:19hingelegt habe, selber erledigt haben.
36:22Äh, ja, ähm, gibt es ein Problem?
36:25Nein, im Gegenteil.
36:27Alles korrekt.
36:28Das war jetzt auch nicht so kompliziert.
36:30Na ja, also, in der kurzen Zeit und dafür, dass Sie das noch nie gemacht haben, Respekt, Frau Lange.
36:38Danke.
36:44So, ich bin mit meinem Teil jetzt auch durch.
36:47Und?
36:48Diese provisorische Patentanmeldung ist gestern tatsächlich abgelaufen.
36:52Aha, was haben wir denn da?
36:54Scharespitze.
36:55Aha.
36:56Leicht zügiger durch glatten Übergang zwischen Spitze und Streichblech vor der Teil.
37:01Was?
37:02Und damit wollte der reich werden.
37:04Okay.
37:05Tja, ich rufe mal den Patentanwalt an, vielleicht weiß der ein bisschen mehr.
37:08Gute Idee, hier.
37:11Grüß Gott.
37:12Hallo.
37:13Kommissar Kilian Kaya, Kripo Rosenheim.
37:15Emma.
37:16Herr Hansen.
37:17Sie müssten bitte ein Alibi überprüfen.
37:19Na schon.
37:19Ja.
37:20Und zwar war der Liebhaber von der Frau Mett zur Tatzeit angeblich bei ihr.
37:23Ja, ist okay.
37:24Wie heißt denn der?
37:26Ah, Entschuldigung.
37:26So heißt er.
37:27Entschuldigung.
37:28Viel Glück.
37:30Dankeschön.
37:32Wo war ich stehen geblieben?
37:33Ah.
37:36Ja.
37:40Tom.
37:44Hallo Miriam.
37:47Für dich.
37:50Bestechung?
37:53Na ja.
37:53Das ist ja zum Glück nicht mehr nötig, nachdem du mein Alibi bestätigt hast.
37:56Ich wollte mich einfach dafür entschuldigen, dass du wegen mir Stress hattest.
38:01Halb so wild.
38:03Ich reise übrigens heute ab.
38:07Nach Australien?
38:09Nee.
38:10Erstmal nach Wien.
38:11Meine Europatour ist noch nicht beendet.
38:13Und ich wollte dir vorher noch das neue Angebot von Outstanding Tours übergeben.
38:21Hast du denen nicht gesagt, dass Australien für mich auf gar keinen Fall in Frage kommt?
38:26Doch.
38:28Die wollen dich offenbar um jeden Preis.
38:30Die haben nun mal ordentlich was draufgelegt.
38:37Stopp.
38:38Noch nicht öffnen.
38:40Das hier ist dein aktueller Arbeitsplatz.
38:43Also bitte erst öffnen, wenn ich wieder weg bin.
38:46Silberne Headhunter-Regel.
38:47Und was ist die Gold, ne?
38:51Ach.
38:52Herr Ritter.
38:54Entschuldigung.
38:55Hätten Sie vielleicht kurz einen Moment?
38:56Ähm.
38:57Gleich?
38:58Gut.
39:02Es war meine Freude, Miriam.
39:05Mir auch.
39:06Gute weiter Reise.
39:14Ach.
39:16Die Goldene Headhunter-Regel hätte ich übrigens beinahe gerade gebrochen.
39:27Herr Ritter, ich hätte eigentlich nur eine kurze Frage.
39:30Haben Sie zufällig Konrad Metz allen Ihrer Bumerangs geschenkt?
39:35Natürlich nicht.
39:36Wollte ich mir keine falschen Hoffnungen machen.
39:37Ah.
39:39Gut, das war's dann eigentlich auch schon.
39:40Dann können Sie jetzt wieder zu Frau Stockel gehen, wenn Sie wollen.
39:43Danke, aber von ihr habe ich mich schon verabschiedet.
39:45Oh.
39:46Auf Wiedersehen.
39:47Wiedersehen.
39:50Sag, grüß Gott, Herr Ritter.
39:52Auf Wiedersehen.
39:53Biederschein.
39:54Lieber Herr Hansen.
39:55Lieber Herr Mohr.
39:55Die Frau Metz hat wirklich Besuch gehabt von ihrem Geliebten, und zwar zur Tatset.
40:00Ah ja.
40:00Dann können wir jetzt wieder jemanden vom Tatverdacht ausschließen.
40:03Jetzt wird's dünn.
40:07Also, soeben ist jemand beim Patentanwalt gewesen und hat er dauerhaft das Patent angemeldet.
40:11Und jetzt ratet es am Mai, wer das gewesen ist.
40:15Herr Krause, diese Scharspitzen ist eins von den provisorischen Patenten, die Konrad Metz angemeldet gehabt hat.
40:21Nur dieses Mal hat er sich nicht verzettelt.
40:24Kaum zu glauben, aber mit so einem einfachen Metallteil kann man richtig reich werden.
40:28Weil jeder Pflug Scharspitzen braucht.
40:30Damit wäre höchstens die Firma reich geworden.
40:32Es sei denn, Konrad Metz hätte das dauerhafte Patent unter seinem eigenen Namen eintragen lassen.
40:37Nur ist er davor leider ermordet worden.
40:40Stattdessen haben Sie heute die Scharspitze beim Patentanwalt abgegeben und unter Ihrem persönlichen Namen zum Patent angemeldet.
40:46Das war mein Recht. Ich habe ein ganzes Jahr damit zugebracht, eine funktionierende Scharspitze zu entwickeln.
40:51Die Idee stammt allerdings von Konrad Metz.
40:53Sie haben es eben gestohlen und er ist in der Hinterkammer.
40:55Und so wie es der Zufall will, passt die Form von der Scharspitzen genau zur Wunde vom Toten.
41:01Herr Krause, egal wie gut Sie das Teil abwischt haben, die KTU wird den Arschbund von Ihnen oder vom Toten
41:07drauf finden.
41:09Konrad Metz hat die Scharspitze aus meinem Büroschrank gestohlen.
41:12Ich habe ihm im Hotelzimmer nur um die Herausgabe gebeten, aber er ist völlig ausgerastet.
41:17Ich wollte das nicht.
41:18Wenn Sie das nicht wollten, wieso haben Sie dann das Hotel über die Bar betreten,
41:22die im Gegensatz zum offiziellen Hoteleingang nicht videoüberwacht war?
41:27Ja, genau.
41:29Gut.
41:30Herr Krause, Sie sind vorläufig fest, nun mal wegen des dringenden Tatverdachts Konrad Metz ermordet zu haben.
41:35Michi.
41:35Ja.
41:37Herr Krause, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:56So, Miriam.
41:59Ah, stimmt.
42:01Du hast ja einen neuen Verehrer.
42:02Zum Glück hat der Headhunter nur Privatjagd auf Sie gemacht.
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