- vor 18 Stunden
Die Rosenheim-Cops (596) Staffel 25 Folge 18 - Gesucht und gefunden
Die Rosenheim-Cops (596) Staffel 25 Folge 18 - Gesucht und gefunden
Die Rosenheim-Cops (596) Staffel 25 Folge 18 - Gesucht und gefunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Und Frau Hofer, was sind heute Ihre Pläne?
00:03Ich helfe zur Zeit, dem Dr. Baumgartner Bilder für eine Ausstellung zusammenzustellen.
00:08Und zwar vom Rosenheimer Künstler Edgar Leininger.
00:12Edgar wie viel?
00:14Leininger.
00:15Nie gehört.
00:16Also der malt ja schon viele, viele Jahre, hat aber erst in den letzten Jahren Furore gemacht.
00:21Inzwischen sind seine Bilder heiß begehrt, manche sind zigfach weiterverkauft worden.
00:25Und ja, wir versuchen halt jetzt die ausfindig zu machen, das ist vielleicht gar nicht so leicht.
00:35Guten Morgen, Herr Dr. Baumgartner.
00:38Grüße, Frau Hofer.
00:39Gerade eben habe ich erfahren, dass Edgar Leininger eines seiner besten Frühwerke, nämlich ohne Titel 4,
00:44vor fünf Jahren der Musikakademie als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat.
00:49Da schau her, in der Musikakademie hängt auch ein Leininger.
00:52Und da Sie den Leiter der Musikakademie so gut kennen, dachte ich, es wäre vielleicht sinnvoll, wenn Sie...
00:59Freilich, Herr Dr. Baumgartner, gar kein Problem. Da frage ich den den 80er einfach, ob er es uns leihen wird.
01:04Gell, ohne Titel 4, haben Sie gesagt?
01:08Ohne Titel 4.
01:09Vielen Dank, Frau Hofer.
01:11Gerne.
01:11Wiederhören.
01:13Frau Hofer, frage ich.
01:15Hm?
01:16Ohne Titel 4, wieso hat das Pudel keinen gescheiten Namen?
01:18Äh, das machen viele Künstler so, damit sich der Betrachter quasi selber was dabei denken soll, wenn er es anschaut,
01:24wissen Sie?
01:25Nein, ist das so? Schon wieder was gelernt.
01:32Morgen, Frau Stockel, was gibt's denn?
01:34Guten Morgen, Herr Stadler.
01:35Herr Stadler, es gab ein Leich, und zwar beim Bauernhof Obermüller.
01:40Hm, den kenn ich.
01:41Ich fahr gleich los.
01:41Stadler, Ende.
01:42Bis dann.
01:44So, weg.
01:51Morgen, mein Abt.
01:52Guten Morgen.
01:53Guten Morgen, Herr Stadler.
01:54Also, das schaut ja ganz schön modern aus, das alles.
01:57Ja, toll, Starrer, der Hof ist über 200 Jahre alt und vor 15 Jahren alles er abbrennt.
02:02Also, deswegen.
02:03Mhm, ganz alte Holz, der Dachstuhl, alles komplett runter und dann haben Sie ihn wieder aufgebaut.
02:08Haben wir auch was zum Toten?
02:10Ja, freilich. Also, der Tote war der Herr Lukas Liesentfeld, 48 Jahre alt und nur geworden.
02:16Er war hier der Betriebsleiter und der Lebensgefährte von der Hofinhaberin, von der Theresa Obermüller.
02:21Die Frau Obermüller ist ein bisschen älter wie er, so eine gute 50erin, und die haben gemeinsam gewohnt in dem
02:27Heißel da rum.
02:28Aha.
02:29Die Todesursache ist ein bisschen ungewöhnlich, weil er ist nämlich von einer Gabel erschlagen worden.
02:34Was?
02:35Einer Gabel.
02:37Da war natürlich keine Gabel zum Essen, sondern es ist mir nicht so aufgeschrieben.
02:40Es ist ein Aufsatz mit Schwerlastzinken an einem Frontlader.
02:46Und der Frontlader, der steckt vorne drauf bei einem Traktor.
02:49Aha. Ja, gut. Und wer hat die Tod empfunden?
02:51Das war der Xaver Kohlmann. Der Xaver Kohlmann arbeitet hier als landwirtschaftliche Fachkraft.
02:56Also, wie er ihn gefunden hat, ist ihm furchtbar schlecht geworden.
02:58Da habe ich gesagt, wie ist denn was? Ich komme in die Zelsen, sind ja irgendwo hin. Ich gebe sie
03:01dann rein.
03:03Trotzdem, da hat ich sagen, schon mal erst zum Tatort.
03:05Das war er da drüben.
03:07Übrigens, die Frau Dimas ist schon weg. Die hat ganz einen wichtigen Termin in Minger gehabt, aber der Vizzi weiß
03:12Bescheid.
03:15Vizzi!
03:16Ah?
03:17Tada.
03:20So.
03:22Morgen.
03:23Morgen.
03:25Also, laut Frau Dimas haben wir folgendes.
03:28Multiple Traumata am Kopf und am Thorax.
03:31Ja, und das kommt wahrscheinlich durch das Licht von der Gavi, die hat sie ihm nämlich draufgekaut.
03:36Hat sie auch einen Todeszeitpunkt bestimmt?
03:38Ja, zwischen halbe achte und halbe neine.
03:41Und das Handy war in seiner Jacke.
03:45Gut, Herr Maul, dann bringen Sie es bitte in die KTU.
03:48Das ist für alles recht.
03:49Wie können wir denn sicher sein, dass es kein Unfall war?
03:53Die Gabel kann man anscheinend nur aus dem Inneren der Kabine bedienen.
03:57Moment einmal.
03:58Wie soll denn das gehen?
03:59Ich weiß, einerseits ist er draußen vor der Gabel, andererseits in der Kabine drin.
04:03Gehe ich ja nicht?
04:04Nein.
04:05Ich weiß der Kohlmann, wie es geht.
04:06Ja, mit dem unterhalten wir uns ja sowieso gleich.
04:08Danke.
04:09Bitte.
04:11Servus.
04:15Entschuldigung, sind Sie der Herr Kohlmann?
04:18Ja.
04:19Grüß Gott, Schanz.
04:21Mein Name ist Stadler Tripo Rosenheim.
04:24Das ist meine Kollegin, die Frau Beck.
04:25Herr Kohlmann, wir hätten ein paar Fragen an Sie.
04:28Haben Sie denn eine Idee, wie das Ganze passiert sein könnte?
04:34Also, für mich persönlich schaut es so aus, als hätte der Lukas Heu gestapelt.
04:40Dabei muss einer der Ballen geplatzt sein.
04:42Deshalb ist er wahrscheinlich raus.
04:44Und bestimmt hat er auch nur den Motor laufen lassen, weil er dachte, gleich stapelt er weiter.
04:48Und in der Zeit ist jemand rein und hat die Gabel gelöst.
04:50Wodurch sie dann natürlich hochartig, zack, runtergefallen ist.
04:55Braucht man da irgendeine besondere Kenntnis, um dieses Steuergerät in der Kabine umzubedienen?
05:00Nein, also besonders kompliziert ist das nicht.
05:03Ja, äh, wie viel Uhr haben Sie genau den Herrn Lissenfeld gefunden?
05:07Kurz nach halb neun.
05:09Kurz nach halb neun.
05:10Ja.
05:11Ist Ihnen denn sonst irgendwas aufgefallen oder kam Ihnen auf dem Hof irgendwas komisch vor?
05:17Nein, nichts.
05:21Ja?
05:23Grüß Sie, Frau Stockl.
05:25Frau Hofer.
05:26Ich bin gerade auf dem Sprung zu meinen 80er wegen einem Bild vom Edgar Leininger.
05:30Edgar Leininger?
05:31Ein Rosenheimer Künstler.
05:33Und was hat der 80er mit dem Bild zu tun?
05:35Äh, das hat der Maler vor fünf Jahren der Musikakademie als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
05:43Und ja, jetzt möchte es sich der Dr. Baumgartner gerne leihen, weil es demnächst eine Ausstellung von diesem Leininger geben
05:48soll.
05:49Also ich bin mir sicher, dass Sie der Herr 80er dabei unterstützen wird.
05:52Das glaube ich auch, bis später, Frau Stockl, gell?
05:54Bis später.
05:55Hallo.
05:58Ein Bild von Edgar Leininger.
06:01Na, jetzt müssen Sie uns mal kurz auf die Sprünge helfen.
06:04Ohne Titel 4 heißt es eine Dauerleihgabe.
06:07So ungefähr vor fünf Jahren.
06:09Ja, ja, ja.
06:11Dunkel.
06:13Das müsste im Archiv sein.
06:15Wir können ja nicht alle Bilder gleichzeitig aufhängen.
06:18Ja, freilich nicht, Herr 80er.
06:20Also dann müssen wir es ja einfach nur abholen, gell?
06:23Mhm.
06:26Oder wollen Sie es uns nicht geben?
06:28Doch, doch, selbstverständlich.
06:30Ach, wissen Sie was?
06:31Ich leite alles Nötige in die Wege und melde mich da rein.
06:36Wunderbar, Herr 80er.
06:38Ja, Wiederschauen, danke.
06:40Wiederschauen, Frau Hofer.
06:49Guten Morgen, Herr Hubschmidt, 80er hier.
06:51Folgendes, wir hatten doch vor ein paar Jahren einen Wasserschaden im Archiv.
06:56Wissen Sie noch, wo die Sachen hingebracht wurden?
07:00Herein?
07:02Nein, nein, ich bin im Wesentlichen auf der Suche nach einem Bild.
07:08Ach, hier bei uns, im Keller vom Polizeipräsidium.
07:12Ja, dann werde ich da mal nachschauen lassen.
07:15Ja, vielen Dank, Herr Hubschmidt.
07:16Wiederhören.
07:18Herr Donato.
07:19Herr 80er, gibt es Probleme?
07:22Ach, nein, nein, nein.
07:23Ich bin auf der Suche nach einem Bild,
07:25das wegen einem Wasserschaden mal ausgelagert werden musste
07:28und sollte danach wieder zurückgebracht werden.
07:30Aber dann hat sich wohl niemand mehr drum gekümmert.
07:34Sie werden es sicher finden, Herr 80er.
07:37Schambombe.
07:40Ja?
07:42Ach, Frau Hofer, und hilft Ihnen der Herr 80er?
07:46Er hat gesagt, er will sich drum kümmern,
07:48aber irgendwie habe ich den Eindruck gehabt,
07:51dass es ihm eigentlich gar nicht so recht ist.
07:52Ganz komisch.
07:53Nein, vielleicht gefällt ihm das Bild er selber so gut
07:56und deswegen will er es nicht rausrücken.
07:58Wie auch immer, Frau Stockel, wir sehen uns, gell?
08:00Für gut.
08:01Für gut.
08:02Wie war denn Herr Liesenfeld als Chef?
08:05Haben Sie sich gut verstanden?
08:07Bestens.
08:08Der war immer sehr korrekt zu mir.
08:10Wie war denn sein Verhältnis zur Teresa Obermüller?
08:15Also, wir haben ja gehört, dass die beiden ein paar waren.
08:22Also, ja, da war seit zwei Tagen dicke Luft, hatte ich den Eindruck.
08:27Ich weiß aber nicht, wieso.
08:28Ich meine, das geht mir ja auch nichts an.
08:31Haben Sie eine Ahnung, wie ein Chef das angetan haben könnte?
08:35Oder vielleicht Streit mit jemandem gehabt und Ärger?
08:38Gestern Nachmittag, da habe ich ihn mit dem Sattler streiten sehen.
08:43Wer ist das?
08:44Burkhard Sattler, unser Landmaschinenhändler.
08:47Worum ging's?
08:48Er konnte ich leider nicht hören.
08:50Na ja, jetzt erst einmal eine reine Routinefrage.
08:52Wo waren denn Sie heute Morgen inzwischen?
08:54Halb acht und halb neun.
08:56Ich hab so lange es ging geschlafen und dann bin ich mit dem Moppetier hergefahren.
09:04Herr Rhein.
09:06Sie wollen mit sprechen, Herr Achtziger?
09:08Ja, Herr Winkler.
09:10Nimm uns doch bitte den Platz.
09:12Ja, äh, folgendes.
09:15Mir ist aufgefallen, dass es an der Zeit ist, unseren Keller auszumisten.
09:18Da hat sich im Laufe der Jahre sicher so einiges angesammelt.
09:23Du hast recht, es ist wirklich einiges.
09:25Und ich möchte Sie bitten, alles, was wir noch brauchen können, schriftlich zu archivieren.
09:31Also, möbeltechnische Geräte, Kunstwerke und so weiter.
09:38Na ja, eigentlich wissen wir jetzt nur so viel, dass praktisch jeder, der ein bisschen ein technisches Verständnis hat,
09:43diesen Frontlader hätte auslösen können und somit ein bisschen fetter Schlangen.
09:47Jetzt brauchen wir noch ein Motiv.
09:50Herr Moor, sagen Sie bitte der Frau Stockl Bescheid.
09:53Sie soll einen gewissen Burkhard Sattler einbestellen.
09:56Die betreibt hier in der Gegend einen Landmaschinenhandel.
09:59Und wir?
10:00Ja, wir unterhalten uns jetzt mit der Lebensgefährtin, mit der Teresa Obermüller.
10:06Wie gesagt, unser aufrichtiges Beileid, Frau Obermüller.
10:10Erst vor 18 Jahren mein Moor und jetzt der Lukas.
10:14Irgendwie habe ich einfach kein Glück mit den Männern.
10:17Seit wann kannten Sie sich?
10:19Ich habe ihn nach dem Brand bei mir eingestellt.
10:22Der Lukas hat Agrarwissenschaften studiert gehabt und inseriert, dass er eine Stell sucht.
10:27Und seit wann waren Sie ein Paar?
10:31Das hat sich halt so mit der Zeit entwickelt.
10:35Wie sah denn Ihre Zusammenarbeit hier auf dem Hof aus?
10:38Er war Betriebsleiter und ich die Geschäftsführerin.
10:41Das heißt, er hat halt die ganzen praktischen Entscheidungen getroffen und ich die finanziellen.
10:45Wir haben gehört, dass es in der letzten Zeit zwischen Ihnen beiden Spannungen gegeben hat.
10:54Wir haben eine Diskussion gehabt, wegen so einem Mähdrescher, so einem sauteirigen Ding, wo er kaufen wollte.
11:01Ich bin dagegen gewesen und er wollte ihn halt unbedingt haben.
11:04Wie haben Sie sich da geeinigt?
11:06Ich habe letztendlich zugestimmt und ihm das Geld bewilligt.
11:09Wie immer. Und das auch zu Recht.
11:12Schließlich hat er aus dem Hof das gemacht, was er heute ist.
11:16Er hat die ganzen modernen Maschinen gekauft, alles digitalisiert und so weiter.
11:21Sie haben ihm also viel zu verdanken?
11:23Ich weiß gar nicht, dass ohne Ärm jetzt aus dem Hof werden soll.
11:29Und aus mir.
11:37Was machst du da?
11:38Ich misse deinen Keller aus. Auftrag von Herrn Achtziger.
11:42Es ist Zeit geworden, dass da drunten nochmal aufgeräumt wird.
11:45Jetzt hätte ich sonst nichts zu tun.
11:47Und dann soll ich auch noch das, was wir behalten, archivieren.
11:51Und bei den Kunstwerken soll ich sogar den Künstler und den Titel aufschreiben.
11:55Seit wann hat ein Polizeipräsidium Kunst im Keller liegen?
11:58Schon immer, Frau Lange.
11:59Die sind als Dekoration für Büros oder die Gänge gedacht.
12:03Wer mag, kann sich da was aussuchen.
12:04Echt?
12:06Herr Winkler, das bleibt vielleicht auch nicht stehen, gell?
12:08Nein, das bringe ich später zum Spammel.
12:14Angeblich soll ihr Lebensgefährte gestern mit einem Burkhard Sattler gestritten haben.
12:20Ach so.
12:21Davon weiß ich nix.
12:23Aber vielleicht ist der auch um die Mähdrescher gegangen.
12:25Der Lukas, der hat immer hart verhandelt, um den Preis zu drücken.
12:30Was anderes war Wahnsinn heute noch früher zwischen halb acht und halb neun.
12:34Ja, im Haus.
12:36Das Wäscher machen.
12:38Gut, danke, Frau Obermüller.
12:40Jetzt kommt gleich noch ein Kollege und nimmt Fingerabdrücke von Ihnen, ja?
12:44Danke.
12:49Und, was halten Sie von Frau Obermüller?
12:51Ja, Lippi hat es jedenfalls keins.
12:53Aber Motiv sehe ich jetzt da erst einmal auch keins.
12:56Weil schließlich hat er sich nicht nur ihren Lebensgefährten verloren,
12:58sondern auch den Mann, der ihren Betrieb erfolgreich geleitet hat.
13:02Ja, aber das mit den Spannungen zwischen den beiden, wer weiß, was da wirklich war.
13:05Herr Mohr?
13:06Ja, bei der Arbeit.
13:07Herr Mohr, Sie kümmern sich bitte einmal drum.
13:09Wir brauchen einen Computer, Geschäftsunterlagen, alles ins Büro.
13:11Sehr gut.
13:12Schaut es mal, ich habe da schon was.
13:14Das ist am Schreibtisch gelegen.
13:15Aha, Verträge, Hof.
13:18Das wird das gewesen sein, wo der als letztes da gesessen ist, ja?
13:21Wahrscheinlich.
13:22Kann interessant sein, oder?
13:23Super, danke, Fitzi.
13:24Gerne.
13:25Und den Rest packen wir auch neu.
13:26Ah, und wir brauchen bitte noch die Fingerabdrücke von der Theresa Obermüller.
13:31Wo ist die?
13:32Ja, da drum.
13:33Wo genau?
13:35Da rauf, da rum.
13:37Ja.
13:39Herr Mohr, Sie bleiben bitte hier, falls die Kollegen noch irgendwas interessieren.
13:42Das finde ich.
13:43Jawohl.
13:44Und wir sind im Kommissariat.
13:46Dann auch, dann auch.
13:52Ja?
13:54Frau Stockel, ich bin jetzt zur Hälfte durch mit dem Keller.
13:57Dürfte ich mir bei Ihnen kurz einen Kaffee schnauen?
13:59Selbstverständlich.
14:03Was machen Sie eigentlich im Keller?
14:06Ausmisten und alles, was da bleibt, archivieren.
14:09Auftrag von Herrn Achtziger.
14:10Die Möbel habe ich schon durch.
14:13Als nächstes kommen die Kunstwerke dran.
14:16Und wie müssen Sie die Kunstwerke archivieren?
14:19Name vom Künstler, Titel, wie man das halt so macht.
14:23Verstehe.
14:30Hallo, Frau Stockel.
14:32Frau Hofer, ich glaube, ich weiß jetzt, was der Achtziger für ein Problem mit dem Bild
14:37vom Herrn Leininger hat.
14:38Nämlich?
14:39Er weiß nicht, wo es ist.
14:41Was?
14:42Ja, der Herr Winkler war gerade bei mir und wollte sich einen Kaffee holen und hat gesagt,
14:46dass er im Keller ist und Kunstwerke archivieren muss.
14:50Im Auftrag vom Herrn Achtziger.
14:52Anscheinend soll das keiner mitkriegen, weil nicht einmal mir hat der Herr Achtziger davon
14:56was gesagt.
14:57Aber es sollte das Bild im Keller vom Polizeipräsidium sein.
15:03Können Sie sich an den Wasserschaden vor ein paar Jahren in der Musikakademie erinnern?
15:09Stimmt, das wird es sein.
15:11Genau, er hat es in Sicherheit bringen lassen und hat vorher nicht gewusst, wohin.
15:15Mei.
15:16Aber von mir haben Sie es nicht, gell?
15:17Nein, nein, freilich nicht, Frau Stockel.
15:19Ich halte Sie aber trotzdem auf dem Laufenden.
15:21Dankeschön.
15:22Sehr gerne.
15:24Ja, glaubst du es?
15:25So, hallo, Miriam.
15:27Das gab es beieinander.
15:28Hast du schon was für uns?
15:29Ja, ich habe hier die Bankunterlagen von unserem Opfer und das werden die Bankunterlagen vom
15:34Bauernhof Obermüller.
15:37Telefonliste dauert leider noch ein bisschen.
15:38Perfekt, danke dir.
15:40Dann würde ich sagen, erst Kaffee, dann Unterlagen.
15:42Das ist ja ein guter Plan.
15:44Ja.
15:46Grüß Gott.
15:47Grüß Gott.
15:48Sattler mein Name, ich soll mich hier melden.
15:50Ah, der Herr Sattler, wunderbar, dass Sie da sind.
15:52Das ist meine Kollegin, die Frau Beck, mein Name ist Stadler.
15:55Gehen wir doch ein bisschen gleich rüber.
15:57Gut.
16:02Der Liesenfeld von der Gabel da schlagen.
16:05Wie konnte denn das passieren?
16:07Da hat offensichtlich jemand nachgeholfen, Herr Sattler.
16:12Sie meinen Mord?
16:13Wir haben gehört, dass Sie gestern Nachmittag mit ihm heftig gestritten haben.
16:16Warum ist er da gegangen?
16:18Ich verstehe.
16:20Sie glauben, ich bin's gewesen.
16:22Also?
16:24Der Liesenfeld war an dem Maya Multi 3000 interessiert.
16:28Das ist ein Traktor mit GPS und Witterungssensor.
16:31Ein Kostenpunkt, 400.000 Euro.
16:34Ich bin 50.000 runtergegangen wegen Frühkaufaktion.
16:37Aber er wollte nochmal 40.000 runter und darüber habe ich mich aufgeregt.
16:40Heftig aufgeregt?
16:44Ja, meinetwegen heftig aufgeregt, ja.
16:46Aber ich habe ihn nicht umgebracht.
16:49Wo waren Sie heute Morgen zwischen halb acht und halb neun?
16:52Daheim.
16:54Ich mache um neu mein Geschäft auf.
16:56Kunde Sie mal bezeugen?
16:58Nein.
16:59Meine Frau besucht gerade ihre Eltern in Wien.
17:02Gut, dann bräuchten wir bitte noch Ihre Fingerabdrücke.
17:04Wenn Sie da bitte in die KTU gehen würden, befindet sich im Untergeschoss.
17:10Für den Schaden.
17:11Bitte schön.
17:13Wiedersehen.
17:13Widerschauen.
17:17Ja?
17:18Frau Stockel, ich habe jetzt noch einen Außentermin.
17:21Ist recht.
17:22Ah, übrigens, der Herr Winkler ist fast fertig im Keller.
17:24Ah ja, schön.
17:25Ich habe ihn gebeten, da unten ein bisschen auszumisten.
17:28Sie suchen ein Bild vom Edgar Leininger, gell?
17:31Woher wissen Sie denn das schon wieder?
17:34Na ja, was frage ich überhaupt?
17:36Also, wenn Sie schon Bescheid wissen, dann nimmst du das Bild bitte an sich, sobald er es gefunden hat.
17:40Das Bild heißt Ohne Titel 4.
17:43Ohne Titel 4, ich kümmere mich drum.
17:54Ah, Herr Winkler, wenn Sie fertig sind im Keller, dann bringen Sie mal doch die Liste mit den Kunstwerken.
17:59Das ist eine Anordnung vom Herrn Achtziger.
18:02Ja, danke.
18:05Also, der Hof hatte im letzten Jahr einen Umsatz von knapp 350.000 Euro.
18:10Scheint mir jetzt kein schlechter Umsatz zu sein.
18:13Ansonsten kann ich hier nichts Auffälliges finden.
18:15Wie schaut es mit den privaten Finanzen von Lukas Liesenfeld aus?
18:20Der hatte ein monatliches Gehalt von knapp 2.800 Euro, wurde ihm auf ein eigenes Konto überwiesen.
18:26Kaum Ausgaben, Kost und Logis waren ja quasi inbegriffen.
18:30Also auch nichts Auffälliges.
18:32Und Theresa Obermüller hat sich monatlich knapp 4.000 Euro auf ein Konto bei der OBB-Bank überwiesen.
18:39Da haben wir aber keine Kontoauszüge.
18:42Moment.
18:46Miriam, könntest du uns bitte die Kontoauszüge von Theresa Obermüller bei der OBB-Bank besorgen?
18:51Das mache ich. Danke.
18:54Haben Sie denn was Auffälliges?
18:56Ja, das kann man durchaus so sagen.
18:58Also, da sind jetzt erst einmal die Verträge vom Safer Kohlmann und dann vom Lukas Liesenfeld,
19:04der übrigens vor 15 Jahren ausgestellt wurde.
19:08Vor genau 15 Jahren?
19:09Nein, vor 14 Jahren und 6 Monate.
19:13Also ein halbes Jahr nach dem Brand.
19:15Apropos Brand.
19:16Da habe ich jetzt die Brandschutzversicherung gefunden.
19:21Die wurde vor 17 Jahren geändert.
19:23Also zwei Jahre vor dem Brand wurde sie neu aufgesetzt.
19:27Bei Verlust von Gebäuden und Inventar 1,5 Millionen Euro.
19:32Wie hoch war die Versicherung, so haben wir davor?
19:34Das ist eine gute Frage.
19:35Moment, wo war das?
19:36So war das.
19:39Nur halb so hoch.
19:40Auf jeden Fall sind eineinhalb Millionen eine ziemlich gute Grundlage für den Neuaufbau.
19:45Ja, aber die Versicherung hat dem zugestimmt.
19:48Und kein Verdacht auf Brandstiftung.
19:54So, Fingerabdrücke werden mit denen von der Fahrerkabine verglichen.
19:58Henny und Lettop vom Toten sind bereits in der KTU.
20:00Und das sind noch die Unterlagen aus seinem Büro.
20:03Bitte schön.
20:04Dankeschön.
20:05Herr Moin, frage ich, wo sind wir denn da?
20:07Das ist nichts.
20:08Das sind noch so ein paar Quittungen aus dem Handschuhfach von Herrn Liesenfeld.
20:12Aha, dann schauen wir mal.
20:13Okay, so, Sushi-Platte für zwei Personen, vorgestern Abend.
20:20Frau Obermüller und Sushi.
20:21Die schaut mir jetzt nicht nach Sushi aus.
20:24Dann, was haben wir noch?
20:26Vier Cocktails in einer Cocktailbar.
20:29Selber Abend, ein bisschen später.
20:32Und dann, oh, eine Übernachtung im Doppelzimmer.
20:36Hotel Edler Rosenheim.
20:37Alles barbezahlt.
20:38Recht nach Affäre.
20:41Herr Moin, Herr Stadler, fragst du dich da mal bitte nach, mit wem der Herr Liesenfeld
20:45da übernachtet hat?
20:46Dann fahren wir hin und fragen doch wieder zacka-zacka, gell?
20:50Yes.
20:51Jetzt habe ich fast was vergessen.
20:53Ich erzähle, das war ein Papierkorb von Herrn Liesenfeld.
20:57Das ist ein Kündigungsschreiben an Herrn Kohlmann.
21:00Datum von gestern.
21:02Der hat anscheinend Geld gestohlen aus der Kasse für die Saisonarbeiter.
21:06Und deswegen wollte Herr Liesenfeld ihn entlassen und anzeigen.
21:11Und der Herr Kohlmann hat uns das wohlweislich verheimlicht.
21:14Vielleicht ist er heute früh in die Arbeit, um seinen Chef aus dem Weg zu räumen.
21:19Sehen Sie, Frau Beck?
21:20Das habe ich mir auch gedacht.
21:21Und deswegen sitzt der Herr Kohlmann jetzt gerade bei uns im Vernehmungsraum.
21:24Herr Mohr?
21:25Frau Beck.
21:27Beeindruckend.
21:28Ach, Mann.
21:30Ich fahre jetzt ins Hotel Edler.
21:34Herr Kohlmann, Sie haben uns ja gar nicht erzählt, dass sich der Lukas Liesenfeld gestern entlassen hat.
21:40Wer sagt das?
21:41Diese schreiben hier. Er hat ihn gekündigt, weil Sie Geld gestohlen haben und er wollte sie anzeigen.
21:47Somit wären Sie vorbestraft gewesen. Und dann ist es nicht mehr so leicht, eine Stelle zu bekommen.
21:52Und um das zu verhindern, sind Sie früher in die Arbeit und haben Ihren Chef ermordet.
21:58Nein. Nein, nein, nein, nein, nein. So war das nicht.
22:01Wir hatten uns gestern Abend geeinigt, dass ich die Schulden abarbeiten werde. Das waren nur ein paar Hunderter.
22:06Und ja, die Kündigung hat er vor allem gelassen.
22:08Und das sollen wir Ihnen jetzt einfach so glauben?
22:10Ja, so war es auch. Also der Lukas war fair und wollte mir noch eine zweite Chance geben.
22:18Außerdem kann ich es gar nicht gewesen sein, weil ich ja erst um halb neun auf dem Hof eingetroffen bin.
22:24Vielleicht sind Sie schon ein bisschen früher am Hof eingetroffen.
22:27Nee, ich habe auf dem Weg zur Arbeit noch einen Abstecher in die Bäckerei Simmerle gemacht. Wie jeden Morgen.
22:32Das war so kurz vor acht.
22:36Hätten Sie da vielleicht eine Quittung oder sowas?
22:39Nee, aber Sie können gerne die Leni fragen. Die arbeitet da und mit der habe ich noch mindestens 20 Minuten
22:46geratscht, bevor ich weiter zur Arbeit bin.
22:48Gut, Herr Kohlmann, wir werden das überprüfen.
22:51Danke, das war's.
22:53Wiederschauen.
22:54Zulass Wiederschauen.
22:57Ja?
22:59Frau Stockl, können Sie bitte für uns überprüfen, ob der Xaver Kohlmann heute Morgen gegen kurz vor acht in der
23:07Bäckerei Simmerle eingekehrt ist und wie lange, dass er da drin war?
23:10Selbstverständlich. Ich habe aber auch was für euch. Und zwar habe ich vorhin endlich jemanden bei der OBB-Bank erwischt.
23:16Aha.
23:17Stellt euch vor, die haben einen neuen Mitarbeiter und der sagt, ohne Beschluss rückt er nichts aus.
23:22Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht? Frau Stockl, bleiben Sie da bitte dran.
23:26Das mache ich. Oh, ich habe aber noch was für euch. Und zwar habe ich festgestellt, dass die OBB-Bank
23:31laut Telefonliste selber mit dem Obermüllerhof vorgestern telefoniert hat.
23:36Und der Mitarbeiter hat gesagt, ohne Beschluss sagt er mir nichts.
23:40Ja, dann schauen wir uns halt nochmal die Kiste mit den Bürosachen an.
23:44Ja.
23:45Hälfte nichts, gell?
23:46Ja.
23:51So, nur Fuhre.
23:54Boah, da hat sich ja ganz schön viel angesammelt da unten.
23:56Das kannst du laut sagen.
23:58Was ist denn mit der Leinwand, Herr Winkler? Wollen Sie die wegschmeißen?
24:01Du hast ja nichts drauf.
24:03Ja, kann man ja nun bemalen. Also ich würde da jemanden wissen.
24:07Wenn es so ist.
24:08Echt?
24:10Bitte schön.
24:11Ha, da wird sich die Frau Nährlinger freuen. Die malt nämlich neuerdings. Blumen aus dem Schrebergarten.
24:17Hm, wow.
24:19Stört Sie das, wenn ich das bis morgen da stehen lasse?
24:22Äh, nein.
24:23Ich gehe nämlich noch zum Einkaufen und da möchte ich das sperrige Ding nicht mitschleppen.
24:27Ja, das kann ich verstehen.
24:29Danke, Herr Winkler.
24:30Gern geschenk.
24:32So, ich glaube, wir finden hier nichts mehr, oder?
24:34Das glaube ich auch.
24:37So, und jetzt wissen wir auch, mit wem der Lukas Liesenfeld vor zwei Tagen im Hotel Edler übernachtet hat.
24:44War ja nicht ganz leicht.
24:45Ein Anruf genügt und ich habe eine Dame am Telefon gehabt, und zwar die Luisa.
24:49Luisa Schwingkötter aus Düsseldorf.
24:51Ja, Herr Mohr, und was hat sie gesagt?
24:53Mit wem der Herr Liesenfeld da übernachtet hat, und zwar mit einer gewissen Hanna Sattler.
24:59Die waren da öfter in dem Hotel, also manchmal hat sie bezahlt, dann hat aber wieder er bezahlt.
25:03Und deswegen hat die Luisa ja auch den Namen gewusst, Hanna Sattler.
25:07Ist das die Frau vom Burkhard Sattler?
25:09Herr Luisch!
25:10Also hatte unser Opfer eine Affäre.
25:12Und vielleicht ist ja auch die Frau Obermüller dahinter gekommen.
25:15Ja, nicht nur vielleicht, sondern ganz sicher.
25:18Wie nämlich der Liesenfeld gestern Morgen aus dem Hotel ist, hat sich eine Dame auf ihn gestürzt und hat ihm
25:24eine Szene gemacht.
25:25Also richtig, vom Allerfeinsten.
25:27Ist schon schön laut, also ja, jeder alles hört.
25:30Und der Beschreibung nach war das die Theresa Obermüller.
25:34Dann hat die Motiv.
25:35Und der Burkhard Sattler auch, wenn er von der Affäre gewusst hat.
25:38Vielleicht ist ja der Streit um seine Ehefrau gegangen.
25:41Und nicht um den Mayer Multi 2000.
25:45Drei tausend.
25:47Ja, oder auch viertausend.
25:49Frau Stockl?
25:50Ja?
25:51Wir fahren jetzt noch zur Theresa Obermüller.
25:54Ist recht.
25:57Ja?
26:00Die Listen ist fertig, Frau Stockl.
26:02Ah, geben Sie mal her.
26:04Ah, da.
26:05Aha.
26:07Ja, da stehen jetzt vier Bilder vom Leininger drauf.
26:12Und wie heißt denn die?
26:13Das weiß ich nicht, da war keine Signatur drauf.
26:16Und woher wissen Sie dann, dass die Bilder vom Leininger sind?
26:19Na, in der Ecke, wo die Bilder gestanden sind, da war ein Zettel auf dem Boden, wo Leininger drauf gestanden
26:24ist.
26:25Und dann bin ich davon ausgegangen, dass der Zettel runtergefallen ist und alle vier Bilder von dem Maler sein müssten.
26:31Ja, das macht Sinn.
26:32Herr Winkler, bringen Sie mir doch bitte mal die vier Bilder nach oben.
26:36Ja, aber nicht, dass ich es gleich wieder runter tragen muss.
26:38Herr Winkler.
26:39Wenn dann, wie es ausst.
26:47Grüße, Frau Stockl.
26:49Frau Hofer, folgendes. Wir haben die Bilder vom Leininger gefunden.
26:53Ah, wunderbar.
26:54Es sind allerdings vier Stück ohne Signatur und ohne Titel.
26:59Aber ich denke mal, dass der Herr Achtziger das wissen wird.
27:01Das Blöde ist nur, der ist gerade aushäusig.
27:04Ja, Sie, ich sage aber trotzdem gleich dem Dr. Baumgartner Bescheid, dass es da ist.
27:08Also der wird sich freuen.
27:09Vielen lieben Dank, Frau Stockl, für Ihre Hilfe. Mal wieder.
27:13Sehr gern. Aber in diesem Fall gebührt der Dank dem Herrn Winkler.
27:21Baumgartner?
27:22Herr Dr. Baumgartner, gute Nachrichten. Das Bild ohne Titel 4 steht zur Abholung bereit.
27:29Fantastisch.
27:30Ja, anscheinend war es durch, sagen wir mal, diverse Umstände im Keller vom Polizeipräsidium gelandet.
27:36Wie auch immer, dort hole ich es morgen ab, gell?
27:40Ähm, wissen Sie was, Frau Hofer? Ich hole es selber ab.
27:43Dann kann ich mich gleich bei Herrn Achtziger persönlich bedanken.
27:45Äh, sind Sie sicher?
27:47Das ist doch das Mindeste, was ich für so eine großherzige Geste tun kann.
27:51Einverstanden, Herr Dr. Baumgartner. Dann überlasse ich das gerne Ihnen.
27:55Wiederhören.
28:11Frau Obermüller, Sie haben uns gar nicht erzählt, dass Herr Liesenfeld eine Affäre mit Frau Sattler hatte.
28:19Ja und?
28:20Vielleicht haben Sie ihn aus Eifersucht ermordet.
28:22Ach.
28:27Die Affäre, die ist ja schon wieder vorbei gewesen.
28:30Seit wann?
28:33Seit vorgestern. Da hat er es beendet.
28:36Also quasi gleich, nachdem Sie dahinter gekommen sind?
28:39Ja.
28:41Wir haben uns ausgesprochen und dann auch wieder verdrangen.
28:44Dann hat er Schluss gemacht mit der Sattlerin.
28:47Und das sollen wir Ihnen glauben?
28:50Der Lukas, der hat mir hoch und heilig geschworen, dass das nichts Ernstes gewesen ist.
28:55Und außerdem wollte er auch nicht das kaputt machen, was wir uns da miteinander aufgebaut haben.
29:00Und der Burkhard Sattler? Hat der von der eine Affäre gemüsst?
29:05Wollte ich nicht.
29:06Ja, immerhin war das seine Frau, ne?
29:12Ja?
29:13Frau Stockl, ich bin wieder zurück.
29:15Das ist schön, Herr Achtziger. Und wir haben die Bude gefunden.
29:17Ach, das ist ja wunderbar.
29:19Schaut's. Eins von denen muss es sein.
29:23Na.
29:26Ja, aber der Herr Winkler hat im Keller bei den Bildern einen Zettel gefunden mit Edgar Leininger.
29:32Schaut's doch nochmal genauer hin.
29:33Frau Stockl, das brauche ich nicht.
29:35Diese Bilder sind die Schenkung der Frau von einem Cellisten, die sich einmal hobbymäßig auf der Leinwand probiert hat.
29:42Ja, aber mehr Bilder gibt's nicht.
29:45Das ist bitter.
29:58Frau Stöckl, das ist jetzt blöd.
30:02Aber wir haben das Bild doch nicht.
30:05Mei, jetzt hab ich dem Dr. Baumgartner schon Bescheid gesagt.
30:08Und er will's morgen auf dem Präsidium abholen.
30:11Was machen wir denn jetzt?
30:13Also, ja, dann geh ich jetzt einfach nochmal zum Herrn Achtziger und klär das ab.
30:17Ja, und dann, dann schauen wir.
30:18Alles klar.
30:20Wiederhören.
30:21Das gibt's ja nicht.
30:23Ja?
30:25Gut, dass ihr da seid.
30:27Eine gewisse Leni hat mir bestätigt, dass der Herr Kohlmann heute früh gegen 8 Uhr in der Bäckerei Simmerle war
30:32und sie bis ca. 8.20 Uhr von der Arbeit abgehalten hat.
30:35So was kenne ich allerdings auch.
30:38Gut, also von der Bäckerei bis zum Hof will man da brauchen.
30:41Keine Ahnung.
30:42Aber doch mindestens 10 Minuten, wenn man streng fährt, oder?
30:44Dann hat er ein Alibi.
30:46Ja, und hier wär der Beschluss für die OBB-Bank, aber der erwisch ich heute keinen mehr.
30:51Danke.
30:52Und jetzt muss ich geschwind zum Herrn Achtziger.
30:58Gut, mein Hischi hier.
31:00Ja, du bist jetzt schon.
31:03Liebe Grüße aus der KTU.
31:05Die Fingerabdrücke in der Fahrerkabine gehören dem Herrn Kohlmann, dem Herrn Liesenfeld und der Obermüllerin.
31:10Und die haben alle regelmäßig diesen Traktor benutzt.
31:12Genau.
31:13Und dann haben wir da noch Fingerabdrücke, da wissen wir es nicht so genau.
31:16Das können jetzt natürlich Saisonkräfte sein, aber auch der Täter.
31:20Es könnte aber auch sein, dass der Täter Handschuh dran hat.
31:23Stimmt.
31:24Auf jeden Fall sind die Fingerabdrücke eher für die Katze.
31:27Wie weit ist denn die IT mit dem Handy und den Computern von Herrn Liesenfeld?
31:31Kriegen wir morgen in der Früh.
31:32Dann machen wir jetzt Feierabend.
31:34Nein, Herr Mauer.
31:36Wenn Sie bitte mit diesem Beschluss morgen in der Früh zur OBB-Bank gehen, wir brauchen
31:41alle Kontotauten und fragen Sie nach, warum die vorgestern beim Obermüllerhof-Ograf waren.
31:46Ist recht, wird erledigt.
31:48Machen wir jetzt Feierabend.
31:49Gern.
31:50Na.
31:51Na.
31:51Ja, bitte schön.
31:53Danke, Frau Fräulein.
31:55Schon morgen will der Dr. Baumgartner das Bild bei mir persönlich abholen.
31:59Leider, Herr Achtziger, leider.
32:01Ja, dann rufe ich am besten nochmal den Hausmeister von der Musikakademie an.
32:07Ja, Herr Hubschmid, Achtziger nochmal.
32:10Sie haben mir doch gesagt, die Bilder seien im Keller vom Polizeipräsidium.
32:14Ja, aber jetzt fehlt eins.
32:17Ja, das fällt Ihnen jetzt aber früh ein.
32:20Dann sandst du gut und schicken mir die Adressen umgehend zu.
32:24Danke.
32:26Also, es gibt noch zwei weitere Adressen, wo das Bild sein könnte.
32:30Wissen Sie was, Herr Achtziger?
32:32Ich kümmere mich drum, Sie leiten mir die Adressen weiter und vielleicht finden wir das Bild ja noch bevor der
32:37Dr. Baumgartner kommt.
32:39Na, ihr wart in Gottes Ohr.
32:50Guten Morgen, grüß dich.
32:52Folgendes, ich komme gerade von der OPP-Bank und da habe ich mit diesem neuen Mitarbeiter gesprochen, mit dem Justin
32:58-Heinz-Hinteräcker.
32:59Und der hat mir Folgendes erzählt.
33:01Bei diesem Anderen von vor drei Tagen, da ging es um eine Rücküberweisung, die nicht verbucht werden konnte.
33:07Warum?
33:08Weil das Empfängerkonto aufgelöst worden ist.
33:11Und weiß man auch, warum dieses Empfängerkonto aufgelöst wurde?
33:14Eben nicht.
33:15Und deswegen hat der Justin beim Obermüllerhof angerufen.
33:19Da war zuerst Liesenfeld am Apparat und der hat die Obermüllerin hergeholt.
33:22Er hat gesagt, aber wir wollen, kommen wir mal her.
33:24Warum?
33:25Weil das Konto ja auf Ihren Namen läuft.
33:28Also das Konto, wo das Geld zuerst weg ist und dann wieder hin, weil das Empfängerkonto war ja aufgelöst.
33:32Aha.
33:33Gut, dann schauen wir es uns mal genauer an.
33:36Bitte sehr.
33:37Danke.
33:37Und ich gehe geschwind zum Fondsen und schaue, was der Liesenfeld so im Internet getrieben hat mit seinen Recherchen.
33:46Dieses aufgelöste Konto war von einem Jakob Schleicher und dem hat Frau Obermüller monatlich per Dauerauftrag 500 Euro von ihrem
33:56privaten Konto überwiesen für landwirtschaftliche Beratung.
33:59Was? Für was haben die eine landwirtschaftliche Beratung gebraucht, wo der Lukas Liesenfeld doch sein Profi war?
34:04Und wieso haben die ihn nicht vom Geschäftskonto bezahlt?
34:08Dann sollten wir uns einmal schlau machen über diesen Bierhautokasten.
34:11Jakob Schleicher.
34:12Genau, über den sollten wir uns jetzt einmal schlau machen.
34:14Ich sage Miriam Bescheid.
34:15Gut.
34:16Ah, wissen Sie was?
34:18Kommen Sie gleich mit.
34:19Also bei Ihnen ist kein Bild gelagert.
34:22Gut.
34:23Wiederhören, Herr Jürgens und danke, gell?
34:24Ja.
34:25Miriam, könntest du dich bitte über einen Jakob Schleicher erkundigen?
34:29Der macht irgendwas mit landwirtschaftlicher Beratung.
34:32Mache ich sofort.
34:32Danke.
34:35Also.
34:36Auf dem Handy von unserem Opfer befindet sich ein sehr interessanter Chatverlauf mit der Hanna Sattler.
34:42Also schon lang und richtig tschakachaka.
34:44Und der endet mit seinen Worten, Theresa hat es rausgekriegt, wir müssen uns trennen.
34:51Also stimmt es, dass er die Affäre beendet hat?
34:53Und dann schreibt sie zurück, Burkhard weiß auch Bescheid.
34:56Also hat Burkhard Sattler ein Motiv?
34:59Genau, wie wir gesagt haben.
35:00Frau Stockel, ihm stellen wir uns nochmal ein, gell?
35:02Mache ich.
35:03Was wollt man?
35:04Kaffee.
35:06Herr Sattler, Sie haben von der Affäre gewusst.
35:09Und deswegen ist Ihre Frau vorgestern zu Ihren Eltern nach Wien abgereist.
35:14Weil sie nämlich diesbezüglich selber gescheppert hat in Ihrer Ehe.
35:17Sie sind dann zu Herrn Liesenfeld und haben ihm gesagt, er soll die Finger von Ihrer Frau lassen.
35:21Er war anscheinend uneinsichtig.
35:24Und deswegen sind Sie gestern in der Früh bei ihm am Hof vorbeigefahren und haben ihn umgebracht.
35:28Und mit der Technik von unserem Frontlader sind Sie ihr bestens vertraut.
35:33Klingt logisch, aber so war es nicht.
35:36Wenn, dann hätte ich das gleich bei unserem ersten auf einander Treffen gemacht.
35:40Wie war es dann?
35:44Meine Frau hat mir versichert, dass das mit dem Liesenfeld ein reines Abenteuer war.
35:50Ohne Bedeutung.
35:52Ich war, bin und bleib der Mann an Ihrer Seite.
35:54Hat sie gesagt?
35:56Hat sie gesagt.
35:57Und das haben Sie ihr geglaubt?
35:59Wir haben uns ausgesprochen.
36:01Anschließend ist sie dann zu Ihren Eltern nach Wien gefahren.
36:03Und wie es weg war, bin ich zum Liesenfeld und habe ihm gesagt, dass das aus ist mit der Affäre.
36:08Und wieso haben Sie uns das nicht gleich erzählt?
36:12Weil ich nicht unnötig Staub aufwirbeln wollte.
36:17Außerdem würde ich nie einen Menschen umbringen und schon gar nicht mit draus von meinen Maschinen.
36:22Gut, und was sagen Sie dazu, Frau Kollegin?
36:25Also ganz unglaubwürdig hat er ja nicht geklungen.
36:28Einen Alibi hat er trotzdem nicht.
36:29Das stimmt.
36:30So, pass auf.
36:32Ich habe jetzt herausgefunden, wer dieser Jakob Schleicher ist bzw. war.
36:36Der ist nämlich vor drei Monaten gestorben.
36:38Das erklärt das aufgelöste Konto.
36:40Der ist 82 Jahre alt geworden und von Beruf war er Versicherungsmakler.
36:45Was?
36:46Versicherungsmakler.
36:47Also nichts mit landwirtschaftlicher Beratung?
36:50Na, überhaupt nicht.
36:53Aha.
36:54Ja, dann sollten wir uns die Versicherungssachen vom Hof nochmal genauer anschauen.
36:57Wo sind?
36:57Also die sind bei mir gleich, gell?
36:58Ja.
36:59Da sind sie.
37:08Grüß Gott.
37:08Grüß Gott, Herr Dr. Baumgartner.
37:11Äh, da ist es ja schon.
37:12Was denn?
37:13Das Bild vom Edgar Leininger ohne Titel 4.
37:15Ich gehe noch rasch hoch, um mich bei Herrn 80er zu bedanken.
37:18Passen Sie gut drauf auf.
37:21Also, was soll denn das für ein Bild sein?
37:24Da ist ja überhaupt nichts drauf.
37:26Ich glaube, wenn man genau hinschaut, sieht man Linien.
37:28Was denn für Linien?
37:31Also, ich sehe nichts.
37:33Herr 80er, ich habe jetzt die Adressen abtelefoniert.
37:36Das Bild ist wie vom Erdboden verschluckt.
37:39Tja, dann müssen wir dem Dr. Baumgartner die Wahrheit sagen.
37:44Einen schönen guten Morgen zusammen.
37:47Grüß Gott, Herr Dr. Baumgartner.
37:49Wie wunderbar, dass Sie das Bild schon für mich bereitgestellt haben, Herr 80er.
37:52Ich wollte mich dennoch persönlich bei Ihnen bedanken, bevor ich es mitnehme.
37:56Bereitgestellt?
37:58Ja.
38:01Was für ein Werk.
38:03Nochmals vielen herzlichen Dank, Herr 80er.
38:05Nach der Ausstellung bekommt es die Musikakademie natürlich wieder.
38:08Ja, ja, das passiert nicht.
38:10Nur, wie transportiere ich das Bild jetzt bloß?
38:13Aber so schwer ist es doch gar nicht.
38:16Das meine ich ja gar nicht.
38:17Aber das muss doch beim Transport irgendwie geschützt werden.
38:19Wissen Sie was, Herr Dr. Baumgartner?
38:21Wir gehen zu unserem Herrn Winkler.
38:23Der hat bestimmt die passende Verpackung dafür.
38:25Sehr gerne, Frau Stockl.
38:26Dann auf Wiederschauen und nochmals vielen Dank.
38:29Ja, ja, Wiederschauen, Herr Dr. Baumgartner.
38:32Kommen Sie mit.
38:32Ja.
38:39Wie sieht's aus?
38:41Ja, ich hab wirklich was gefunden.
38:43Also, die Theresa Obermüller, oh, vielen Dank, hat tatsächlich mit dem Jakob Schleicher
38:48zusammen die neue Versicherung abgeschlossen.
38:51Und nach dem Brand hat er das Schadensgutachten für den Hof unterzeichnet und die 1,5 Millionen
38:57Euro bewilligt.
38:58Und anschließend zahlt sie ihm jeden Monat Geld?
39:02Ja, das schmeckt doch total nach Bestecher, oder?
39:04Absolut.
39:04Wie ist der Brand entstanden?
39:06Einen Moment, das war da.
39:08Ein Blutzeinschlag.
39:09An dem Tag hat es scheinbar ein heftiges Gewitter gegeben.
39:12Da hat sie wohl ein bisschen nachgeholfen, hm?
39:14Mhm.
39:15Also das wird der Dealgewinn sein.
39:17Sie rechnen beide zusammen die Versicherungssumme hoch, warten zwei Jahre und brennen alles nieder.
39:22Und sie kassiert dann die 1,5 Millionen Euro von der Versicherung und zahlt ihm monatlich
39:28500 Euro bis an sein Lebensende.
39:33Frühlinges.
39:35Mir hat das keine Ruhe gelassen.
39:37Jetzt hab ich mir nochmal den Laptop von unserem Mordopfer angeschaut.
39:41Und der Liesenfeld hat vor zwei Tagen auffällig häufig über Agrarversicherungen recherchiert.
39:47Vielleicht auch zufällig über einen gewissen Jakob Schleicher?
39:52Wieso wissen Sie das?
39:56Das haben Sie ja geschickt eingefädelt, Frau Obermüller, das mit dem Hofbrand.
40:02Zwei Jahre im Voraus.
40:04Wie man das denn jetzt?
40:06Jakob Schleicher hatte mit Ihnen einen Versicherungsbetrug eingefädelt und Ihnen so eineinhalb Millionen Euro verschafft.
40:12Und im Austausch dafür haben Sie ihm monatlich 500 Euro gezahlt.
40:17So ein Schmarrn.
40:20Erstens stimmt das nicht.
40:21Und zweitens wisst ihr nicht, was das mit dem Tod von Lukas zum Tor haben soll.
40:26Alles hat das damit zu tun.
40:28Sie haben nämlich Ihren Lebensgefährten den Seitensprung keineswegs verziehen.
40:32Im Gegenteil, Sie wollten ihn vom Hof jagen, stimmt's?
40:35Und das wollte er sich nicht bieten lassen.
40:37Wahrscheinlich kam ihm diese hohe Versicherungssumme schon immer merkwürdig vor.
40:41Dann kam der Anruf von der OBB-Bank wegen des Dauerauftrags und zack, wurde ihm bewusst, dass da irgendwas faul
40:47ist.
40:47Und dann hat er ein bisschen über diesen Herrn Schleicher recherchiert.
40:50Das Gutachten haben wir angeschaut und eins und eins zusammengezettelt.
40:54Was hat er von Ihnen verlangt?
40:57Dass Sie mit ihm zusammenbleiben?
41:00Ein Geld hat er haben wollen.
41:01Der Sauhund der.
41:03Eine halbe Million.
41:04Sonst würde er den Versicherungsbetrug anziehen.
41:08Und das hätte üble Konsequenzen für Sie haben können.
41:11Hohe Schadensersatzforderungen.
41:13Vielleicht sogar Gefängnis.
41:15Deswegen haben Sie ihn gestern in der Früh mit der Frontlader gar widerschlagen.
41:22Lass mich doch nicht von so einem Fertigmacher.
41:28Frau Obermüller, Sie sind vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts,
41:33Herrn Lukas Liesenfeld ermordet zu haben.
41:35Sonja, bitte.
41:39Bitte.
41:42Von so einem lass ich mich nicht Fertigmacher.
41:53Herr Stadler?
41:54Hm?
41:55Hätten Sie nicht auch mal Lust, mit so einem Frontlader-Traktor rumzufahren?
41:59Ich will es einmal so sagen, Frau Kollegin.
42:02Ein Toter genügt.
42:03Vielen Dank.
42:04Ha ha ha ha!
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