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  • vor 1 Jahr
Die Rosenheim-Cops (561) Staffel 24 Folge 7 - Ganz schön vermessen
Die Rosenheim-Cops (561) Staffel 24 Folge 7 - Ganz schön vermessen
Die Rosenheim-Cops (561) Staffel 24 Folge 7 - Ganz schön vermessen
Die Rosenheim-Cops (561) Staffel 24 Folge 7 - Ganz schön vermessen
Die Rosenheim-Cops (561) Staffel 24 Folge 7 - Ganz schön vermessen

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Frau Krassecker, es war doch ganz einfach.
00:02Schon ist Ihre erste Verkaufsanzeige online.
00:05Danke, Frau Lamil, Sie sind ein Schatz.
00:07Also ohne Sie hätte ich die Fotos von den Puppenmöbeln nie da reingekriegt.
00:11Ja, ich helfe, wo ich kann.
00:13Meine Frau Hans hat sich echt Mühe gegeben mit den Bildern.
00:16Die sind richtig schön geworden.
00:19Sind schon Gebote da?
00:21Äh, nein.
00:23Schade.
00:24Naja, Frau Krassecker, also wir haben das ja jetzt gerade eben erst online gestellt
00:28und das dauert jetzt ein bisschen, aber das wird schon.
00:32Naja, wenn Sie das sagen.
00:33Immerhin war es ja Ihre Idee.
00:35Ja, ich habe ja auch immer tolle Ideen, ne?
00:39Morgen, die Damen.
00:40Morgen.
00:40Guten Morgen.
00:41Was ist denn für eine tolle Ideen, Frau Lange?
00:43Ah, die Frau Krassecker steigt jetzt professionell in den Online-Handel ein.
00:46Was?
00:47Nein, ganz so ist es nicht, Herr Moor.
00:49Also, ich verkaufe ein paar Puppenmöbel von meinem Speicher
00:52und die Frau Lange hat mir jetzt gezeigt,
00:54wie man so eine Kaufanzeige auf diese Seite kriegt.
00:57Also, die Seite heißt Rosenheimer Schätze.
01:00Online.
01:01Ja, nett.
01:02Aber, kleine Frage, zahlt sich das überhaupt aus?
01:05Ja, das wird sich noch rausstellen.
01:07Wir hoffen das Beste, gell, Frau Lange?
01:09Da hoffe ich mit.
01:10Stürt euch.
01:11Servus.
01:13So, jetzt könnt langsam ein Gebot kommen, finde ich.
01:16Ja.
01:21Ja?
01:23Moin, Stuckel.
01:24Guten Morgen, Michi, wie geht's dir heute?
01:26Oh, am liebsten gut.
01:28Du, kleine Frage, gab es vielleicht schon einen Kaffee?
01:31Ist gerade durchgelaufen.
01:32Na schon.
01:34Hm, das ist ja verliebt.
01:36Hat ja Geburtstag.
01:37Ja, mein Patenkind, die Rosa, die wird fünf Jahre alt und sie liebt Schmetterlinge.
01:42Mei, fünf, das ist ein besonders schönes Alter.
01:46Weißt du, ist mir schon so ein bisschen anspruchsvoll und so?
01:48Hm, das kannst du laut sagen.
01:49Jetzt habe ich hier eine wunderbare Verpackung, aber ich finde kein Geschenk mit Schmetterlingen.
01:54So, dann hat der kleine Puppenstube.
01:57Ich glaube schon.
01:57Da habe ich was für dich.
01:59Pass auf, die Frau Grassiker verkauft gerade einen Puppen-Ess-Tisch mit Stühle.
02:03Und jetzt kommt's.
02:04Auf die Stühle sind Bezüge drauf und auf die Bezüge Schmetterlinge.
02:08Findest alles im Internet.
02:09Rosenheimer Schätze.
02:11Entschuldige, und woher weißt du das jetzt?
02:13Hm, ich weiß sowas halt.
02:15Nein, von der Grassiker selber.
02:17Michi, das ist eine spitzen Idee, da schrei ich gleich einmal nach.
02:24Kippe Rosenheimer Apparat, Stockel, grüß Gott.
02:27Ja?
02:28Wo?
02:30Ja.
02:31Bitte bleiben Sie ganz ruhig, fassen Sie nichts an, wir kommen.
02:35Michi, es gab wieder leicht.
02:37Hm, wo?
02:38Chin-Destillerie-Schaller.
02:39Die kennen Sie, die sind da Richtung Eisengloss, gell?
02:42Mhm, ganz genau.
02:44So, das war jetzt alles besser.
02:47Bitte.
02:47Bis später.
02:58Grüß dich, Miriam.
02:59Guten Morgen, Kilian.
03:00Folgendes ist gab er der Laich, und zwar ein gewisser Erich Schaller von der Gin-Destillerie,
03:05der ist tot aufgefunden worden.
03:06Und wo?
03:07In seiner Gin-Destillerie.
03:08Und das ist am Maisfeld Nummer 14.
03:10Ich sag auch gleich dem Herrn Hansen Bescheid.
03:11Gut, ich bin unterwegs.
03:12Bitte.
03:13Frau Hofer, ich muss gleich los.
03:16Hm, wenn die Arbeit ruft.
03:19Das stimmt.
03:21Dann heute für unterwegs.
03:23Danke.
03:24Oh, Beate, ich bin's.
03:34Ich hab dir grad einen Link geschickt.
03:36Puppenmöbel.
03:36Schau dir das doch bitte mal an und sag mir Bescheid, ob das was für die Rosa wäre als
03:40Geschenk zum Geburtstag.
03:42Bis später.
03:43Ciao.
03:43Hm.
03:43Moin, Herr Kaya.
03:54Grüß Sie, Herr Hansen.
03:57Aha.
03:58So schaut Eiswarte-Destillerie aus.
04:00Ja, und es ist nicht nur irgendeine Distillerie, es ist die beste in der ganzen Gegend.
04:04Hier wird ein hervorragender Rosen-Gin hergestellt.
04:07Ist ein echter Verkaufsschlager, sage ich Ihnen.
04:10Lügner.
04:11Bitte was?
04:11Steht da am Fenster.
04:13Ach, ja genau, vielleicht hat das was mit dem Mord zu tun.
04:16Guten Morgen, Herr.
04:17Grüß Sie, Michi.
04:18Moin, Herr Moa.
04:19Und, haben Sie schon heiße Infos für uns?
04:21Freilich.
04:22Also, der Tote ist der Herr Erich Schaller, Inhaber von dem gleichnamigen Gin-Geschäft Schaller
04:27mit Destillerie.
04:29Wissen wir schon.
04:30Sehr gut.
04:31Mit wem war er verheiratet?
04:32Mit Frau Schaller.
04:34Genau, mit der Margot.
04:35Und dann hat er aber noch einen Bruder gehabt, das ist der Schaller Rudi.
04:38Und ist der auch?
04:39Nein, der ist nicht, der hat mit Schnaps überhaupt nichts zu tun.
04:42Das ist nämlich ein Landschaftsgärten aus Rosenheim.
04:44Und wer hat die Leiche gefunden?
04:46Die Luisa Schrader, eine von den Angestellten, heute am 8. in der Früh in der Brennerei.
04:51Die war da vielleicht drin im Geschäft und die Ehefrau ist auch schon unterwegs.
04:55Gut.
04:55Ist etwas gestohlen worden?
04:56Nein, keine Endbuchspuren und sogar das Geld ist noch in der Kasse.
05:01Aha.
05:02Michi, was ist denn das da?
05:05Das weiß ich nicht, aber die Frau Schrader hat gesagt, gestern auf die Nacht war das noch
05:09nicht da.
05:10Gut, Michi, die Spurensicherung soll sich mal in die Schmiererei anschauen und du hörst
05:13dich mal in der Nachbarschaft um.
05:14Vielleicht hat ja irgendeiner irgendwas gesehen.
05:17So machen wir das.
05:18Gut.
05:18Und wir sehen uns mal in den Tatort dann.
05:20Servus.
05:23Aha.
05:24Schaut schon gut aus.
05:25Ja, ich sag ja.
05:26Ach, Servus.
05:27Tag, Frau Schrader.
05:28Ja.
05:29Krippe Rosenheim, Hansen, mein Kollege Kaya.
05:32Sagen Sie, wo geht es hier zur Brennerei?
05:34Die Tür da hinten.
05:35Ah ja, danke.
05:36Wir kommen gleich zu Ihnen.
05:45Ah, wie heißt die Elena?
05:46Elena, moin.
05:47Ah, guten Morgen.
05:49Gut, hast du schon etwas Interessantes für uns?
05:52Ja.
05:52Also, das Opfer wurde mit einem stumpfen Gegenstand von hinten seitlich an der Schläfe getroffen.
05:59Das hat eine epidurale Blutung verursacht, die sofort zum Tod führte.
06:03Das Opfer ist also mit dem Rücken zum Täter gestanden.
06:06Ähm.
06:06Ja, von hinten.
06:08Sag dich das nicht bereits.
06:10Na, jedenfalls gibt es keine Anzeichen von einem Kampf oder Abwehrspuren.
06:14Gut.
06:14Dann haben Täter und Opfer sich möglicherweise gekannt, hä?
06:17Und was ist mit der...
06:20Ach, ist er damit...
06:21Diese Klarglasflasche hier.
06:23Die wurde gründlich abgewischt.
06:25Es gibt zwar keine Fingerabdrücke, aber wir haben Blutreste des Opfers daran gefunden.
06:29Okay.
06:30Was ist mit dem...
06:31Todeszeitpunkt liegt bei 23 bis 24 Uhr.
06:35Gut, dann danke, Elena.
06:37Bitte.
06:38Und wir unterhalten uns jetzt mit der Angestellten?
06:40Gute Idee.
06:42Dann?
06:42Schönen Tag noch.
06:53Können wir mir einer helfen?
06:57Hey, ich hab halt denkt, jetzt wo alles vorbei ist, da stecken immer Flaschen zur Erinnerung ein.
07:01Wieso sollte jetzt alles vorbei sein?
07:04Naja, der Herr Schaller war der einzige Brennmeister, der den Rosenzschinn komplett in Eigenregie hergestellt hat.
07:09Ohne er würde es keinen Rosenzschinn mehr geben.
07:14Wenn der Herr Schaller alles allein gemacht hat, was war denn Ihre Aufgabe?
07:18Naja, ich hab mir um den Verkauf gekümmert.
07:21Inventur, Online-Versand, also eigentlich um alles außer uns brennen.
07:25Aha.
07:26Sagen Sie mal, wie war denn Ihr Verhältnis zu Herrn Schaller?
07:29Ganz gut soweit?
07:30Ja.
07:32Können Sie uns was zu der Schmiererei sagen?
07:34Also gestern Abend war der noch nicht da.
07:38Vielleicht war es deine Frau.
07:39So eine Frau?
07:40Wie kommen Sie auf sowas?
07:42Naja, die haben gestern ganz schön gestritten.
07:45Er hat einen Hochzeitsdok vergessen.
07:47Wann genau war das?
07:48Äh, gestern Nachmittag, so um vier.
07:51Haben Sie gehört, um was es ging?
07:52Na, die sind dann hinter in Brennerei und haben Tür zugemacht.
07:55Und hat die Frau Schaller den Laden wieder verlassen?
07:57Ja, so zehn Minuten später.
08:00Wissen Sie, mich hat das echt nicht weiter gewundert.
08:02Die haben so oft gestritten.
08:04Oft?
08:04Aha.
08:05Aber sagen Sie mal, wo waren denn Sie gestern zwischen 23 und 24 Uhr?
08:10Ähm, ich war auf einer kleinen Geburtstagsfeier.
08:13Mindestens bis orens.
08:14Gut.
08:15Dann würde ich Sie bitten, alle Kontaktdaten von den Gästen an diese E-Mail-Adresse zu senden, ja?
08:21Ja, natürlich.
08:22Und die Ginflasche, die Sie da haben, die stellen Sie bitte wieder hin.
08:24Das ist ja ein Tatort, ja?
08:25Schon verstanden.
08:27Wiedersehen.
08:28Servus.
08:34Also, ich glaube, dass Frau Schrader da etwas voreilig ist.
08:37Der Schaller wird davon irgendwo das Rezept für den Rosengin haben.
08:40Damit lässt sich der Gin dann auch nach seinem Tod von einem Brennmeister weiterherstellen.
08:45Ja, da erbt die Frau Schaller richtige Goldgruben, he?
08:47Ja, vorausgesetzt, dass sie auch wirklich die Erbin ist, ne?
08:50Das können wir Sie direkt einmal selber fragen, nämlich er hat doch gemeint, dass sie auf dem Weg daher ist.
08:54Aha.
08:55Davor gebe ich aber nur der Miriam Bescheid.
08:56Gute Idee.
08:58Und der Herr Mohr soll sich um das Alibi von Frau Schrader kümmern.
09:02Grüß dich, Miriam.
09:04Du, und zwar bräuchte man einen kompletten Hintergrundcheck von unserem Toten, dem Herrn Erich Schaller.
09:09Telefonverbindungen, Kontodaten.
09:10Ja, Kilian, ich kümmere mich drum.
09:12Und dann nur bitte unbedingt beim Gericht nach am Testament nachfragen, ja?
09:15Danke dir.
09:16Mach ich, bis später.
09:19So, Beate, entschuldige bitte, jetzt bin ich wieder dran.
09:21Hast du die Seite schon aufgerufen?
09:23Geht, die Möbel passen perfekt, gell?
09:25Ja, super.
09:26Ja, die sind von einer Kollegin und da gehe ich jetzt gleich mal runter und kläre das.
09:30Mei, diese ewige Warterei, das bringt doch nichts, Frau Lange.
09:33Frau Grasek, ich habe Ihnen doch erklärt, Sie müssen ein bisschen Geduld haben.
09:38Frau Grasek, hätten Sie einen Moment für mich?
09:41Freilich, was gibt's?
09:42Folgendes.
09:42Und der Herr Mohr hat mir gesagt, dass Sie Puppenmöbel verkaufen.
09:46Ja.
09:47Mein Patenkind, die Rosa, hat Geburtstag und ich würde die gerne schenken.
09:50Also Ihre Mama hat die schon im Internet gesehen und hat gesagt, dass die Rosa total auf Schmetterlinge steht.
09:55Aber das passt ja hervorragend.
09:56Wissen Sie, Frau Stockel, dieses Online-Geschachere ist sowieso nichts für mich.
10:00Was würden Sie denn zahlen?
10:01Ich habe überlegt, 20 Euro.
10:0320 Euro? Gut.
10:05Ja, großartig. Soll ich Ihnen das Geld gleich online überweisen?
10:07Nein, das machen wir zwar unter uns aus. Bietet doch sowieso keiner.
10:11Ja, noch keiner, Frau Grasek.
10:14Wissen Sie was, ich bring Ihnen das Geld dann gleich runter.
10:16Und ich bring Ihnen morgen die Möbel mit.
10:18Frau Grasek, Sie sind wirklich mal eine Rettung für mich.
10:22Und Sie meine.
10:23Ja.
10:25So, wie kriege ich denn das da jetzt alles wieder gelöscht?
10:29Uh, jetzt habe ich eine neue Nachricht gekriegt.
10:31Von einem Interessenten namens Allgeier.
10:35Und, was will er?
10:37Wenn die Möbel echt Nussbaum sind, dann darf er für Tisch und Stühle 300 Euro zahlen.
10:44Ich dachte, dieses Online-Ding ist nichts für Sie.
10:47Aber 300 Euro sind ja mehr als 20, ne?
10:50Ja.
10:51Und, ist es Nussbaum?
10:53Das weiß bloß mein Franz und den da beschehe ich jetzt nicht.
10:57Der Hannes könnte es wissen.
11:01Sind Sie von der Polizei?
11:10Kripo Rosenheim, richtig.
11:12Kommissar Kilian Kaya und das ist mein Kollege Hauptkommissar Sven Hansen.
11:15Tag.
11:15Tag.
11:16Sie sind die Frau Schaller?
11:17Ja.
11:19Ähm, können Sie mir sagen, was das ist?
11:21Ja, das wollten wir eigentlich Sie fragen.
11:23Warum mich?
11:25Naja, Sie haben doch gestern den Streit mit Ihrem Mann gehabt.
11:28Diesen heftigen, weil er den Hochzeitstag vergessen hat.
11:31Das war kein Streit.
11:32Das war eine kleine Meinungsverschiedenheit wie in jeder Ehe.
11:36Aber deshalb verschandele ich doch nicht das Schaufenster vom Geschäft meines Mannes.
11:39Wissen Sie, wer das sonst gewesen sein könnte?
11:41Ja, Sie glauben, das könnte was mit dem Mord zu tun haben?
11:45Wer weiß.
11:46Ist möglich, ne?
11:47Ich hab leider keine Ahnung.
11:49Der Erich hat nicht viel erzählt über sein Geschäft.
11:51Ich weiß nur, dass es sehr gut lief in letzter Zeit und er viel gearbeitet hat.
11:54Da darf man sich als Ehefrau schon mal vernachlässigt fühlen, ohne gleich eines Mordes verdächtig zu werden.
12:00Wie geht's denn jetzt mit dem Laden weiter?
12:02Haben Sie das Geschäft?
12:04Ja, natürlich.
12:04Gibt's irgendwas Schriftliches, ein Testament?
12:07Nein, ein Testament hat's nicht, aber wir haben natürlich einen Ehevertrag, der alles geregelt hat.
12:11Und sagen Sie mal, kennen Sie sich mit Gin aus?
12:13Ich überhaupt nicht.
12:15Ich bin Kosmetikerin.
12:18Außerdem hat der Erich sowieso niemanden an seinen Gin herangelassen.
12:22Haben Sie denn das Rezept für den Gin?
12:24Ich meine, das ist immerhin ein wertvolles Dokument.
12:26Jeder könnte damit den Gin nachbrennen.
12:29Keine Ahnung, wo das ist.
12:30Irgendwo wird's schon sein.
12:32Frau Schaller, wo waren denn Sie gestern oft nachts?
12:34Zwischen 23 und 24 Uhr.
12:37Ich hab den Sekt von unserem Hochzeitstag allein ausgetrunken und bin dann ins Bett gefallen.
12:50Herr Winkler?
12:52Ja?
12:53Sie, ich hätte eine Frage.
12:55Verstehen Sie was von Holz?
12:57Das kommt ganz drauf an.
12:58Ist was kaputt?
12:59Nein, nein, nein, nein.
13:01Ein Herr Allgeier würde mir ein paar Puppenmöbel abkaufen, aber nur, wenn Sie aus Nussbaumholz sind.
13:07Sie könnten sich die Anzeige bei Rosenheimer Schätze anschauen.
13:11Also mein Konto ist m.g.minus Rosenheim.
13:16Finden Sie es?
13:20Nein.
13:21Super.
13:22Und was meinen Sie?
13:23Ach, die schauen ja nicht aus.
13:25Ich kenn einen Tischler, den könnt ich fragen.
13:27Dann hätten Sie was gut bei mir, Herr Winkler.
13:29Schau, was ich machen kann.
13:30Super, danke.
13:31Bitteschön.
13:32Servus.
13:33Servus.
13:36Drei Sachen habe ich euch.
13:38Und zwar erstens, die Nachbarn haben nichts mitgekriegt, nichts vom Schmierer und nichts vom Mörder.
13:42Zweitens, das Alibi von der Frau Schrader wurde von allen drei Geburtstagskästen bestätigt.
13:47Also von der Carola Schlote Kammerlander, von der Waltraud Birnbaum Wumme und von Seppi Neuschützer.
13:53Das ging ja ruckzuck, Herr Mohr.
13:55Ja, freilich.
13:56Und das Dritte, keine Fingerabdrücke auf der Schmierasch.
13:59Das dachten wir uns schon, hingesprüht.
14:01Klar.
14:02Ich habe aber noch was für euch.
14:04Und zwar, die Mitarbeiter haben mir erzählt, dass der Herr Schaller letzte Woche eine Anzeige gemacht hat wegen Sachbeschädigung gegen einen gewissen Herrn Bernhard Krötz.
14:12Und wer ist dieser gewisse Bernhard Krötz?
14:15Der Bernhard Krötz hat einen Spirituosen-Lagen gleich hier um die Ecke.
14:18Und der soll wirklich letzte Woche, soll er eines von den Werbeplakaten für den Rosenschenen mit Farbe angeschmiert haben.
14:25Dann sprechen wir doch gleich mal mit diesem Herrn Krötz.
14:27Das habe ich befreit.
14:31Aha.
14:33Richtig charmant.
14:34Wohnen tut er hier auch. Schauen Sie mal.
14:39Gin en rose.
14:40Wohl eher Gin en rose.
14:42Oder so.
14:43Sieht schon aus wie ein Konkurrenzprodukt zum Rosengin.
14:46Finden Sie nicht?
14:46Jetzt wird es interessant, Herr Hansen.
14:49Wollen wir, Herr Kaya?
14:55Guten Tag.
14:56Grüß Gott.
14:58Das kann ich für Sie tun.
14:59Hauptkommissar Hansen, Kripo Rosenheim, mein Kollege Kommissar Kaya.
15:03Grüß Gott.
15:03Sie sind Herr Krötz, ja?
15:06Ja, da bin ich.
15:08Kommissare.
15:09Also hat mich der Schaller wieder angezeigt.
15:13Ja, genau deswegen sind wir hier.
15:16Was war denn da los?
15:18Das habe ich Ihren Kollegen schon gesagt.
15:19Dann sagen Sie es uns bitte nochmal.
15:22Also der Schaller hat überall herum erzählt, dass ich vor zwei Wochen sein Schild beschmiert habe.
15:27Der wollte mir meinen Gin en rose madig machen.
15:29Und der Gin en rose ist Ihre Erfindung?
15:33Ja, mein Rezept.
15:35Und der wird hier gemacht?
15:37Nein, das ist zu glor.
15:39Hergestellt wird er in der Großbränderei.
15:41Seit wann verkaufen Sie Ihren Gin?
15:44Seit drei Wochen.
15:45Und wie läuft's?
15:46Super?
15:47Ja.
15:48Ich glaube ja nicht, dass der Gin eine echte Konkurrenz für den Rosen-Gin ist.
15:51Wieso sollte ein Herr Schaller Lügen über Sie erzählt haben?
15:54Weil der Schaller immer zu seinem Vorteil lügt.
15:56Aha, das ist ja interessant.
15:58Herr Krötz, gestern auf Nacht hat nämlich irgendeiner Lügner aufs Schaufenster vom Herrn Schaller gesprüht.
16:07Ja, das wundert mich jetzt nicht.
16:09Der Schaller tritt vielen auf die Füße.
16:11Aber wem genau, wissen Sie nicht.
16:13Schade.
16:15Der Herr Schaller ist nämlich gestern Nacht ermordet worden.
16:21Was?
16:21Ja.
16:22Das hat Sie doch bestimmt ziemlich wütend gemacht, dass der Herr Schaller Lügen über Sie erzählt, hm?
16:28Glauben Sie etwa, ich war's?
16:30Wo waren Sie denn gestern auf Nacht zwischen 23 und 24 Uhr?
16:35Wir werden zum 10 rum von einem Spaziergang heimkommen und dann vom Fernseher eingeschlafen.
16:39Kann das wer bezeugen? Ihre Frau, Freundin, sonst wer?
16:45Meine Nachbarin vielleicht.
16:47Hat die auch einen Namen?
16:48Ja, Mirtens.
16:49Vorname?
16:50Hannelore, ja. Hannelore Mirtens. Aber die ist gerade nicht da. Ihr Fenster ist zu.
16:55Aha.
16:55Gut, oder?
16:57Herr Krötz, dann geben Sie uns bitte Bescheid, falls Ihnen noch was einfallen sollte, ja?
17:02Ich hab schon alles gesagt.
17:03Ich sag ja, falls Ihnen noch was einfallen sollte. Danke, Wiedersehen.
17:10Also, der Schmierfing könnte natürlich gewesen sein, aber der Mörder, ich weiß nicht.
17:15Also, einer von beiden lügt auf jeden Fall. Frau Schaller oder der Herr Krötz. Den Herrn Schaller kennen wir ja leider nicht mehr fragen.
17:21Tja, dieser Gin en Rose ist auf keinen Fall ein Konkurrenzprodukt für Herrn Schaller gewesen. Der Krötz steht ja damit doch ganz am Anfang.
17:26Ja, aber wieso hat Sie dann der Herr Schaller so sehr auf den Herrn Krötz eingeschossen?
17:30Sehen Sie, genau das ist die Frage. Zwischen den beiden muss noch irgendwas anderes vorgefallen sein.
17:35Dann finden wir jetzt erst einmal heraus, ob der Herr Krötz überhaupt unser Schmierfing ist oder die Wahrheit sagt.
17:40Und jetzt rufe ich erst einmal den Michi an.
17:42Machen Sie das. Und ich spring mal rüber zu Frau Mirtens, der Nachbarin. Vielleicht ist sie doch zu Hause.
17:47Danach Kommissariat?
17:48Gut.
17:56Hey, Leon, was ist denn?
17:58Grüß dich, Michi. Ist die Schwurensicherung noch vor Ort?
18:01Warte, schau mal.
18:02Ja, du, die sind gerade fertig. Aber Unterlagen, Laptop, Handy, alles haben sie dabei.
18:06Ich würde mal sagen, das geht direkt in die KTU.
18:08Gut, dann schickst du dich bitte direkt zum Spirituosenladen, Krötz.
18:12Die sollen sich einmal hier umschauen, ob sie irgendwelche Fahrbrüste finden, die eventuell zu unserer Schmirage am Fenster passen würden.
18:18Ja, das recht. Ihr seid jetzt eh gleich am Säck, gell. Äh, ist sonst noch irgendwas?
18:22Äh, ja, und zwar müsstest du später noch die Frau Hannelore Mirtens befragen.
18:27Die Hannelore.
18:28Ja, das ist die Nachbarin vom Herrn Krötz direkt gegenüber.
18:32Vielleicht hat sie ihn ja an dem Abend daheim gesehen und kann sein Alibi bestätigen.
18:35Die ist aber jetzt gerade nicht daheim.
18:37Ja, ja, ich kenne mich aus, gell.
18:39Gut, dann bis nachher im Kommissariat.
18:47Frau Grasegger, jetzt hat es doch ein wenig gedauert. Ich habe halt so viel zu tun.
18:51Aber mein Kollege hat die Anzeige gesehen und er geht schwer davor aus, dass es massives Nussbaumholz ist.
18:57Massiv? Das sind ja wunderbare Nachrichten. Vielen Dank, Herr Windler.
19:02Dann kann ich das gleich immer in den Allgäer schreiben.
19:04Kein Thema. Wiederschauen, die Dame.
19:06Servus.
19:07Tschüss.
19:07Ah, ich habe sowieso gerade eine neue Nachricht von ihm gekriegt.
19:12Ah, jetzt braucht er nur die Maße von den Möbeln.
19:14Stimmt. Das haben wir vergessen, reinzuschreiben.
19:16Mhm. Ich meine, da muss ich schnell heim und ausmessen. Aber jetzt schreibe ich ihm zuerst noch, dass es massiv Nussbaum ist.
19:22Machen Sie das.
19:24Äh, und sollten Sie nicht der Frau Stockel mal Bescheid sagen?
19:29Ja, Sie haben ja recht, Frau Lange. Aber jetzt warte ich noch, wer weiß, was heute noch alles passiert.
19:35Stimmt.
19:35Ja, Frau Kassecker.
19:40Ah.
19:42Sie haben uns aber eilig.
19:43Ich muss ganz schnell heim und die Puppenmöbel ausmessen.
19:45Ah, die von heute in der Früh?
19:46Ja, das ist eine längere Geschichte.
19:48Stellen Sie sich vor, ich habe einen Interessenten, der bietet 300 Euro.
19:53300 Euro?
19:54Ja, jetzt braucht er nur die Maße.
19:56Ja, wie jedenfalls.
19:57Also nichts für Ungut, Herr Maher, ich muss.
19:59Ich glaube, Gott.
20:00Entschuldigung.
20:01Ja, gut.
20:02Kannst du mir vielleicht sagen, wo ich die Kommissare Kaya und Hansen finde?
20:04Ah, die müssten jeden Augenblick da sein.
20:07Worum geht's denn?
20:08Rudi Schaller mein Name.
20:09Ah.
20:09Mein Bruder wurde ermordet und ihre Kollegen haben aus der Distillerie wichtige Unterlagen mitgenommen.
20:14Und die bräuchte ich jetzt dringend.
20:16Ja, mein Weiler, der Schaller, aber das ist Beweismaterial.
20:19Das darfst du jetzt einfach mitnehmen.
20:21Ja, das würde ich gerne mit den Kommissaren selbst besprechen.
20:23Ah, das glaube ich auch.
20:24Kommen wir uns einmal mit.
20:28Herr Stockel, grüß dich.
20:29Grüß dich, Michi.
20:30Guten Tag.
20:30Bei Bekanntmachen, das ist der Herr Rudi Schaller.
20:33Das ist der Bruder von unserem Opfer.
20:35Der hätte gern mit unserem Herrn Hauptkommissar gesprochen.
20:37Soll er bitte im Büro drüben warten?
20:39Ja, kommen Sie mit.
20:40Wollen Sie vielleicht einen Kaffee oder Wasser?
20:42Nein, danke.
20:43Gut, setzen Sie ihn hin.
20:47So.
20:48Aber ich brauche jetzt einen Kaffee.
20:50Steht direkt vor dir.
20:51Du und Michi noch einmal vielen Dank für den Tipp mit den Puppenmöbeln.
20:55Ich habe da jetzt richtig zugeschlagen.
20:57Oh, Herr Stockel, ich fürchte, da muss ich dich enttäuschen.
20:59Die Frau Krasseker scheint die wohl schon anderweitig verkauft zu haben.
21:04Die ist gerade heim zum Abmessen.
21:06Die hat das mir fest zugesagt.
21:08Nein, Herr Stockel.
21:09Das ist euch.
21:10Hallo, Frau Stockel.
21:11Wer steht denn da bei uns im Büro?
21:13Das ist der Rudi Schaller.
21:14Aha.
21:15Der Bruder des Toten, okay.
21:17Die hat mich vom Kommissariator abgepasst und wollte unbedingt Unterlagen haben, die die
21:21Spur sind natürlich schon längst eingesammelt da.
21:23Aha.
21:24Das soll er uns mal erklären.
21:25Ja, deswegen sei da.
21:26Gut.
21:27Ah, ich habe auch noch was für euch.
21:29Dieser Rosen-Chill ist wirklich gut gelaufen.
21:31Wo sind jetzt die Bankunterlagen da?
21:33Auffällig, sind nur 50.000 Euro.
21:35Die hat der Rudi Schaller seinem Bruder vor zwei Wochen aufs Geschäftskonto überwiesen.
21:39Was?
21:40Ja.
21:41Gut, das ist das.
21:42Und jetzt sucht er nach den Unterlagen.
21:44Da scheint jemand Angst um sein Geld zu haben.
21:46Tja.
21:47Hast du sonst noch was für uns?
21:49Nein, alles andere dauert noch.
21:51Gut.
21:51Herr Mohr, denken Sie bitte an die Frau Mürtens, die Nachbarin von Herrn Krötz, und ob sie
21:55sein Alibi bestätigen kann.
21:57Mal, Frau Mürtens, auf die habe ich ganz vergessen.
21:59Geh, hol dir mal.
22:00Bitte, ey.
22:01Ja.
22:01Oh.
22:02Ach Gott.
22:05Später.
22:05Ja.
22:07Wie geht's?
22:12Guten Tag, Herr Schaller.
22:13Guten Tag.
22:14Hauptkommissar Hansen, mein Kollege Kommissar Kaya.
22:16Grüß Gott.
22:16Grüß Gott.
22:17Was können wir für Sie tun?
22:18Es geht um die Unterlagen meines Bruders.
22:20Besser gesagt, um den Laptop meines Bruders.
22:22Und den bräuchte ich jetzt.
22:24Ja, der Laptop ist Beweisstück in einem Mordfall.
22:28Der wird gerade von der KTU untersucht.
22:29Den können Sie nicht einfach mitnehmen.
22:31Und was ist denn auf dem Laptop überhaupt drauf, was Sie so dringend brauchen?
22:34Na ja, da ist halt das Rezept für den Rosencimn drauf.
22:37Und das bräuchte ich jetzt.
22:39Wieso bräuchten Sie das?
22:40Also meine Schwägerin hat mich darum gebeten, ihr zu helfen, das Geschäft im Laufen zu halten.
22:44Und dazu brauchen wir das Rezept.
22:46Ohne Rosencimn geht's nicht weiter.
22:49Hm, verstehe.
22:50Woher wissen Sie, dass das Rezept auf dem Laptop drauf ist?
22:54Das vermute ich nur.
22:56Aber Erich war da mal sehr sorgfältig.
22:58Ah, Frau Lange, sagen Sie mal, der Michi hat mir gerade gesagt,
23:04dass die Frau Grasecker die Puppenmöbel an jemand anderen verkaufen will.
23:07Stimmt das?
23:09Das müssten Sie vielleicht die Frau Grasecker selber fragen.
23:11Aber dann sagen Sie doch bitte, Sie möge mich dringend anrufen,
23:14weil ich schon gern wissen darf, was mit den Puppenmöbeln für mein Patenkind passiert.
23:18Mhm, mache ich.
23:19Danke.
23:23Sie suchen also das Rezept für Ihre Schwägerin?
23:25Ja, genau.
23:26Oder hat es eher was mit den 50.000 Euro zu tun,
23:30die Sie Ihrem Bruder vor zwei Wochen überwiesen haben?
23:32Ja.
23:34Ja, wo haben Sie denn so viel Geld her?
23:36Ich meine, Sie sind Landschaftsgärtner.
23:39Ich habe einen Kredit dafür aufgenommen.
23:41Aber wofür hat Ihr Bruder das Geld gebraucht?
23:43Das mit dem Gin ist doch super klaffer.
23:45Erich wollte expandieren und hat eine neue Abfüllanlage gebraucht,
23:48weitere Lagerräume.
23:50Und dafür habe ich Ihnen das Geld geliehen.
23:52Warum Sie?
23:53Ich meine, er hätte ja auch einen Kredit aufnehmen können.
23:55Das war meine Idee.
23:57Und er hat mir im Gegensatz Anteile im Wien-Rosen-Ching-Geschäft versprochen.
24:01Ah.
24:02Und gibt es dazu was Schriftliches?
24:04Nein, das wollten wir eigentlich in den nächsten Wochen alles erledigen.
24:06Aber ich bin mir sicher, Erich hat schon was aufgesetzt.
24:08Und das müsste auf den Laptop sein.
24:10Also geht es Ihnen jetzt ums Rezept oder um die Anteile?
24:12Um beides.
24:13Könnte ich jetzt den Laptop bitte haben?
24:15Na, können wir es nicht.
24:17Aber Sie können uns vielleicht sagen,
24:18wo Sie gestern zwischen 23 und 24 Uhr gewesen sind.
24:22Verdächtigen Sie mich jetzt etwa?
24:23Das ist erst mal reine Routine, Herr Schaller, also.
24:27Ich kam kurz nach neun vom Joggen nach Hause und dann bin ich ins Bett.
24:30Ich muss immer früh aufstehen.
24:31Kann das jemand bestätigen?
24:33Nein.
24:34Nicht.
24:35Gut, dann melden wir uns, wenn der Laptop wieder freigegeben ist.
24:38Bitte, Sie können gehen.
24:41Dankeschön.
24:46Oh, Frau Kreisäger, da sind Sie ja endlich wieder.
24:49Die Frau Stockl hat mich vorhin wegen den Puppenmöbeln gefragt.
24:52Die war jetzt vom Herrn Allgäuer.
24:54Woher denn?
24:54Von mir nicht, vom Herrn Mohr.
24:57Ich glaube, jetzt sollten Sie wirklich mal mit ihr reden.
24:58Also, ich kläre jetzt die Maße mit dem Herrn Allgäuer und dann rede ich mit der Frau Stockl.
25:04Nachher passen die Möbel gar nicht und dann ist das ganze Drama umsonst.
25:09Der Gute steht ja ganz schön unter Druck.
25:11Kein Rezept, kein Rosengin.
25:13Und seine 50.000 sieht er auch nicht wieder.
25:15Ja.
25:16Vielleicht ist er ja hinter was anderem her.
25:18Aber jetzt schauen wir doch mal, was die Kollegen auf dem Laptop finden.
25:20So, die Kollegen rufen ab.
25:23Hansen?
25:25Kilian, pass auf.
25:28Ich habe hier den Ehevertrag von den Schallers und in dem Fall erbt die Frau Schaller alles.
25:34Tatsache.
25:35Nur im Falle einer Scheidung war es leer ausgegangen.
25:38Soll ich nicht mal so rosig zwischen den beiden ausgeschaut haben.
25:40Das weiß ich nicht.
25:42Ich hätte aber noch was.
25:43Und zwar war der Herr Schaller ein hervorragender Schütze.
25:46Der war sogar mehrmals Schütze im Königsterherr.
25:49Nein, das brauchen wir nicht.
25:51Warte mal.
25:53Ist das der Herr Krötz?
25:55Kenn ich nicht.
25:56Okay.
25:57Gut.
25:57Danke euch.
25:59So, das war die Spusi.
26:02Die haben im Müll von Herrn Krötz eine Spraydose gefunden.
26:05Jetzt raten Sie mal, die Farbe passt zu der am Tatort.
26:07Er war also doch unser Schmierfink.
26:09Dann schauen Sie sich jetzt mal das an.
26:14Schaller und Krötz?
26:16Die beiden sehen ja aus wie die besten Freunde.
26:18Dann schauen wir doch mal, wie er uns das erklärt.
26:20Da bin ich gespannt.
26:24Ja?
26:25Frau Stockl, hätten Sie eine Sekunde.
26:29Hat er Ihnen die Frau lange Bescheid gegeben?
26:31Ja, und deswegen bin ich da.
26:33Mit einem schlechten Gewissen.
26:35Ich habe jetzt einen Käufer gefunden, der zahlt 300 Euro.
26:38Was?
26:39300 Euro?
26:40Ja, schauen Sie, das war so.
26:42Ich wollte die Anzeige gerade rausnehmen, dann kam diese Nachricht.
26:45Dann wollte er noch einiges wissen über die Möbel und jetzt hat er es gekauft.
26:50Ja, hätte ich wahrscheinlich auch gemacht.
26:53Nichts für ungut.
26:58Ich habe kein Geschenk.
27:03Herr Krötz, unsere Kollegen sind fimmig geworden.
27:05Sie sind also unser Schmierfink.
27:07Und spätestens jetzt sollten Sie uns die Wahrheit sagen.
27:09Und zwar die ganze Wahrheit, bitte.
27:12Schauen Sie mal hier.
27:13Auf dem Foto sehen Sie und Herr Schaller schon sehr vertraut aus.
27:16Also, was ist zwischen Ihnen und dem Herrn Schaller vorgefallen?
27:19Ja, das mit dem Fenster war ich.
27:24Ja, aber nur, was der Erich auch verdient hat.
27:27Wissen Sie, wir waren mal ziemlich beste Freunde.
27:30Aber das ist vorbei, seitdem er mich mit dem Rosengin über den Tisch gezogen hat.
27:32Was hat denn das Ganze mit dem Gin zu tun?
27:36Vor ungefähr einem Jahr, da hatten wir die Idee, einen neuen und großartigen Gin zu entwickeln.
27:42Und dann kamen wir nicht weiter.
27:43Bis ich dann die Idee mit dem Rosengin hatte.
27:46Das Grundrezept, das ist von mir.
27:47Ja, und dann war Funkstille.
27:50Und urplötzlich macht der seinen eigenen Laden auf.
27:53Na ja, was ist dann passiert?
27:55Ja, das, was immer passiert, wenn der Erich Geld gekrochen hat.
27:58Über den Tisch hat er mich gezogen und den Gin in Eigenregie auf den Markt gebracht.
28:01Tja, wann genau haben Sie die Scheibe beschmiert?
28:04So um halb zehn.
28:07Oder war der Erich noch im Leben?
28:09Oder wollen Sie das wissen?
28:10Ja, weil ich abgewartet habe, bis er nach hinten in die Brennerei gegangen ist und die Tür zugemacht hat.
28:13Und dann sind Sie ihm hinterher und haben ihm im Ärger Luft gemacht.
28:17Schmarrn.
28:17Herrschaftszeiten.
28:19Ich habe das draufgesprüht und dann bin ich abgekauen.
28:21Und dann war ich auch gleich daheim.
28:23Und das ist die Wahrheit.
28:24Wissen Sie, was ich für die Wahrheit halte?
28:25Sie wollten sich an Herrn Schaller für den Verrat rächen, ganz einfach.
28:28Und Ihr Alibi ist bisher auch nicht bestätigt worden.
28:30Und was soll das jetzt heißen?
28:31Herr Krötz, das heißt, dass Sie jetzt vorläufig festgenommen sind,
28:34wegen des dringenden Tatverdachts Erich Schaller ermordet zu haben.
28:37Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder?
28:38Aber sowas von, Herr Krötz.
28:40Sie begleiten uns jetzt mit aufs Kommissariat, ne?
28:43Gemma, wie man hier so schön sagt.
28:44Also das heißt, du kriegst die Puppenmöbel definitiv nicht?
28:55Nein, definitiv nicht.
28:56Und bis morgen finde ich ja nichts mehr.
28:58Oh, ein Stockl, schau mal.
29:00300 Euro.
29:01Das hättest du ja auch gemacht, oder?
29:03Ja, das habe ich der Frau Grasegger auch gesagt.
29:05Trotzdem stehe ich jetzt mit leeren Händen da.
29:09Oh, mir doch, hast du Kopfschmerzen?
29:12Hä?
29:13Nein, ich habe kein Geburtstagsgeschenk für mein Patenkind.
29:16Die Frau Grasegger hat die Möbel weggegeben.
29:19Was denn für Möbel?
29:20Puppenmöbel, die hat die für 300 Euro verkauft.
29:23Oh, okay.
29:24Ja, wenn es Sammlerstücke sind, kein Wunder.
29:26Wenn ich die Möbelthematik kurz unterbrechen darf.
29:29Michi, hast du was für uns?
29:30Ja, freilich.
29:31Ich habe Neuigkeiten von der Frau Mirtens.
29:33Ah ja, und?
29:33Ich habe mit ihrer Nachbarin geredet, mit der Annelies Lobmeister.
29:37Und die hat mir erzählt, die Frau Mirtens ist heute in Brinam-Chiemsee,
29:40bei ihrer Schwester, bei der Frau Hartens, kommt aber morgen zurück.
29:43Morgen?
29:44Oh.
29:44Haben Sie es am Handy versucht?
29:46Ja.
29:46Und?
29:47Ausgeschaltet.
29:48Schade.
29:48Braucht sie mich noch?
29:49Äh, wir nein, oder?
29:51Ja, dann würde ich sagen, schönen Feierabend.
29:54Jeder weiß.
29:55Ja, toll.
29:55Und ich darf jetzt meine Freundin anrufen und ihr sagen, dass ich nichts habe.
29:58Stucki, du schaffst es.
30:01Komm, komm, komm.
30:03Na, also, wie gesagt.
30:07Ja, das war jetzt.
30:09So, ich nehme auf jeden Fall den Fenchelsalat und dazu den trockenen Nobile.
30:21Ja.
30:21Dann magst du überhaupt nichts verkehrt.
30:23Gut.
30:25Guten Abend, die Herren.
30:26Daniel.
30:28Ja, Sven?
30:30Kein Gin zum Abendessen?
30:31Daniel, davon haben wir gerade genug.
30:33Habe ich schon gehört.
30:34Kommissar müsste man sein.
30:35Dann könnte man jeden Tag Gin verkosten.
30:39Ähm, Joe, ich hätte gerne...
30:41...die Tagessuppe und einen Chianti.
30:44Kommt zu fahren.
30:44Danke dir.
30:45Na, du könntest dir auch jetzt einen Gin gönnen.
30:48Nach so einem Tag in München bleibe ich lieber bei einem kräftigen Rotwein.
30:51Diese endlosen Sitzungen schlagen mir auf den Magen.
30:54Na, siehste, wie bei meinem Fall.
30:55Deswegen bleibe ich beim Nobile.
30:56So was jetzt zum Wohle, die Herren.
30:58Dankeschön.
30:59Gern.
30:59Na dann.
31:17Hoffentlich haben sie halt mehr Zeit wie gestern.
31:19Das hoffe ich auch.
31:21Was ist denn das?
31:23Rosengelee.
31:24Was ganz was Feines.
31:26Mir gelangt es mit Rosen.
31:27Ich nehmt wurscht.
31:29Guten Morgen, Miriam.
31:34Guten Morgen, Kilian.
31:35Folgendes, die KTU hat den Rechner von Erich Schaller geknackt
31:38und hat einen sehr interessanten E-Mail-Verkehr zwischen den Brüdern gefunden.
31:43Und was steht in den E-Mails?
31:44Ich bring dich um, du Misskerl.
31:46Oha.
31:47Ja, da geht's hauptsächlich um die 50.000 Euro und um die Anteile.
31:51Ja, wenn das mal nicht eine klare Morddrohung ist.
31:54Miriam, sag einem Michi, er soll den Herrn Schaller direkt aufs Kommissariat bringen.
31:58Ich bin schon unterwegs.
31:59Bis gleich.
32:00Okay.
32:00Wir müssen jetzt schon wieder los.
32:02Arbeit ist die beste Diät, Frau Hofer.
32:04Schönen Tag noch.
32:05Ihnen auch.
32:07Servus.
32:08Dankeschön.
32:10Diät.
32:11Was geht's, Herr Aufziger?
32:19Morgen, Herr Mohr.
32:21Schauen Sie sich das an.
32:22Der blockiert ja alles.
32:23Ja, da sagen Sie aber was.
32:25Ich selber, ich stehe da ganz hinten.
32:27Hier kann man doch nicht einfach parken.
32:28Das ist Behinderung der Polizeiarbeit.
32:30Jawohl.
32:31Ach, Herr Mohr.
32:33Sind Sie da so gut und notieren Sie die Nummer und geben Sie es an die Frau Stockel weiter.
32:36Herr Aufziger, sehen Sie, die Sache ist erledigt, dann.
32:41Danke, Herr Mohr.
32:43Frau Stockel, guten Morgen.
32:44Guten Morgen, Michi.
32:45Guten Morgen, Herr Schaller.
32:47So, Herr Schaller.
32:48Mitkommen, hineinsetzen, auf die Kommissare warten.
32:51Kennt er sich schon.
32:51Danke.
32:56Kaffee ist gerade durchgelaufen, Michi.
32:58Gott sei Dank.
32:58Du, ich kann dauernd vertragen.
33:01Ich bin gestern Abend noch durch die Stadt gelaufen und habe nach einem Geschenk gesucht.
33:05Aber ich habe nichts gefunden.
33:07Mei, jetzt wird es halt ein Gutschein.
33:09Ein Gutschein?
33:11Ja, um Gottes Willen, das Geschenk ja auspacken.
33:13Das ist ja das Allerschönste, gerade wenn man fünf wird.
33:16Also, du bist mir wirklich eine große Hilfe.
33:18Immer wieder gerne.
33:21Geh, na, das gibt es doch nicht.
33:23Schau mal.
33:24Nein, schaut nicht gesund aus.
33:26Die Druckerpatrone ist leer und ich habe keine mehr.
33:30Jetzt muss ich wohl oder übel den Winkler urheufe.
33:32Äh, ich habe auch noch was für dich und zwar im Auftrag von Herrn Achtziger.
33:36Schau her, bitte Zulassungsstelle anrufen und herausfinden, wem dieses Auto da kehrt.
33:41Der steht großartig, direkt für uns am Eingang.
33:43Geh, das gibt's ja nicht.
33:47Wer ist die Medium?
33:48Guten Morgen.
33:49Guten Morgen, allerseits.
33:51Verstanden, bevor ich es vergesse, wir bräuchten den E-Mail-Verkehr zwischen Erich Schaller
33:55und seinem Bruder und er ist auch schon...
33:57Bitte.
33:58Danke.
33:58Und Michi, du bist schon bei der Nachbarin vom Herrn Krötz gewesen?
34:01Nein, aber der ist Schaller-Rotter-Fäch.
34:04Ach, sieh meine an, sehr gut.
34:06Schauen Sie mal, ist doch eine klare Morddrohung hier.
34:09Ja, ist durchaus möglich, dass er seinen Bruder vor lauter Wut erschlagen hat.
34:16So aus dem Kontext gerissen, klingt das ziemlich hart.
34:19Also Kontext hin oder her, es ist eine Morddrohung.
34:21Deswegen wollten Sie auch unbedingt den Laptop haben.
34:23Die E-Mails löschen, bevor wir sie lesen.
34:25Ja, das stimmt schon, aber nicht, weil ich meinen Bruder umgebracht hab.
34:28Ich wusste nur, wie verdächtig mich diese E-Mails raussehen lassen.
34:32Ich hab den Bruder auf ihn gehabt.
34:34Aber jetzt brauch ich das Rezept.
34:36Warum genau waren Sie so sauer auf Ihren Bruder?
34:40Erich hat mich mit den Anteilen betrogen.
34:43Ich bin Landschaftsgärtner und kein Investor.
34:45Ich kenn mich damit nicht aus.
34:47Ich hab ihm vertraut und...
34:48ihm das Geld überwiesen und...
34:51vor allem hör ich nichts mehr von ihm.
34:53Irgendwann sagt er, ohne den Vertrag gibt's keine Anteile.
34:56Und dann haben sie die E-Mails geschrieben.
34:58Was soll ich denn machen?
34:59Er hat mich komplett blockiert.
35:00Warum haben Sie uns das alles nicht vorher erzählt?
35:04Mir peinlich war, dass ich so naiv war.
35:06Herr Schaller, es schaut ja so aus.
35:08Sie haben Ihren Bruder für Ihr Geld geliehen und dafür nichts gekriegt.
35:11Dann sind sie im Streit miteinander und nachdem er tot ist,
35:13könnten Sie Ihre Anteile von Ihrer Schwägerin kriegen.
35:16Was würden Sie denn an unserer Stelle denken?
35:17Ja, ehrlich gesagt, ich würde mich auch für den Mörder halten,
35:20aber ich war's nicht.
35:22Ich hatte nur eine Mordswut auf ihn.
35:23Das nennt sich Motiv.
35:25Das hat doch jeder, der mal mit Erich zu tun hatte.
35:31Richtig, Stockl, mein Name.
35:32Ja, Herr Krautwickler, schön, dass Sie zurückrufen.
35:34Folgendes, es geht um den Mieter von dem Lieferwagen
35:36mit dem Kennzeichen RODP 498.
35:39Ja, ich warte.
35:45Ah ja, Allgäier mit zwei L und A I.
35:49Ja, ganz herzlichen Dank, Herr Krautwickler.
35:51Wiederhören.
35:54Herr Winkler, das hätte ich doch auch selber machen können.
35:57Aber herzlichen Dank.
36:00Gern geschehen, Frau Stockl.
36:01Dafür bin ich ja da.
36:02Schönen Tag noch.
36:03Ihnen auch.
36:04Du, Christine, sagt dir der Name Allgäier was?
36:11Seid ihr Frau Stockl in der Oma gesagt hat,
36:12geht er mir nicht mehr aus dem Kopf.
36:13Ah, Allgäier ist der Käufer von dem Puppenmöbel.
36:16Ist nur kurz zur Bank.
36:17Ist der wirklich mit dem Lieferwagen da?
36:20Ich glaub so, ich weiß das.
36:22Ja, sei keiner.
36:26Ach, meine Herren, gut, dass ihr da seid.
36:28Ich hab was für euch.
36:29Immer her damit.
36:30Das sind die Bankunterlagen von der Frau Schaller.
36:32Ja, die Frau Schaller ist jeden Mittwoch im Hotel Lendenhof abgestiegen.
36:37Das ist so ein Wellnesshotel ein bisschen außerhalb.
36:40Immer Doppelzimmer, immer Frühstück für zwei Personen.
36:43Mit ihrem Ehemann?
36:44Also, Herr Hansen, das ist ja nicht ersichtlich.
36:46Ich weiß nur, dass sie gestern Abend in der Mordnacht nicht da war.
36:51Und es gab auch keine Abbuchung.
36:52Was, was, was?
36:53Obwohl die beiden ihren Hochzeitstag hatten?
36:56Naja, da waren sie ja auch im Streit.
36:57Aber trotzdem merkwürdig,
36:59dass uns die Frau Schaller nichts von dem Wellnesshotel verzählt hat.
37:01Ja, und sie hätte auch zum Beispiel alleine hinfahren können,
37:04statt zu Hause zu sitzen und Sektchen zu trinken.
37:07Es sei denn...
37:08Sie ist mit einem anderen hin.
37:10Vielleicht eine Affäre?
37:12Ja, möglich.
37:13Wir sollten mal ganz direkt im Hotel nachfragen,
37:15mit wem Frau Schaller da ein- und ausgegangen ist.
37:18Mhm, das macht's.
37:19Ja, grüße Sie, Herr Allgeier.
37:36Hier ist die Frau Stockl aus dem Kommissariat folgendes.
37:38Ihr Lieferwagen versperrt bei uns die Einfahrt
37:41und müsste dringendst weggefahren werden.
37:42Ja.
37:43Was finden Sie ab?
37:47Möbel?
37:48Verstehe.
37:51Und da sind Sie sich ganz sicher?
37:54Gut.
37:55Dankeschön.
37:55Wiederhören.
37:57Und?
37:58Also, die Frau Schaller ist immer mit demselben Herrn in das Hotel gegangen
38:01und hat das Zimmer immer auf sich und ihren Ehemann gebucht.
38:05Und lassen Sie mich raten,
38:06der hat das Hotel noch nie von innen gesehen.
38:07Und jetzt raten Sie mal weiter,
38:09auf wen die Beschreibung von einer männlichen Begleitperson passen darf.
38:12Kleiner Tipp, wir haben ihn schon mal vernommen.
38:14Rudi Schaller?
38:16Falsch.
38:18Es scheint so, als hätte die Frau Schaller eine Affäre mit dem Bernhard Krötz.
38:23Also, Herr Allgeier, es tut mir wirklich sehr leid.
38:26Tja, mei.
38:28Wiederschauen.
38:28Wiederschauen.
38:29Alles Gute.
38:30Frau Grasecker.
38:32Wie haben Sie denn den gefunden?
38:33Ach so.
38:35Also, ein Lieferwagen hat widerrechtlich in der Einfahrt gepackt
38:38und der Herr Achtziger wollte, dass ich den Halter rausfinde.
38:40Was, der Herr Achtziger weiß auch Bescheid.
38:43Frau Grasecker, jetzt hat sich doch alles geklärt.
38:45Der Herr Allgeier hat gedacht, es wären große Möbel.
38:48Er hat gemeint, in der Annonce wäre nichts vom Puppenmöbel gestanden.
38:50Ich verstehe es nicht.
38:51Ich habe ihm ja die Maße geschickt.
38:53Aber in welcher Maßeinheit denn?
38:55Ähm, ich glaube, ohne.
38:58Hm.
38:59Ja, dann meinten Sie Millimeter
39:01und der Herr Allgeier hat an Zentimeter gedacht.
39:03Das Ganze war einfach ein großes Missverständnis.
39:06Aber jetzt einmal Butter bei die Fisch.
39:07Die Puppenmöbel sind doch wieder zum Hamm, oder?
39:09Freilich.
39:11Das passt jetzt schon so.
39:13Die Damen.
39:14Ach, nein.
39:15Frau Stockl, ich sehe gerade Sie,
39:17hat sich das jetzt geklärt mit dem Lieferwagen?
39:19Herr Achtziger, die Einfahrt zum Kommissariat
39:21ist jetzt wieder frei befahrbar.
39:23Ja, sehr gut.
39:24Wurde auch langsam Zeit.
39:25Ich bin jetzt beim Bürgermeister und Frau Stockl.
39:28Danke, dass Sie sich darum gekümmert haben.
39:30Sehr gerne.
39:32Viel Erfolg.
39:33Danke.
39:40Meine Herren, es tut mir leid,
39:42den Krötz müssen wir laufen lassen.
39:43Was, warum?
39:45Ich habe doch mit der Schwester von der Frau Hartens gesprochen,
39:47mit der Frau Mirtens.
39:48Und die hat mir erzählt,
39:49dass der Krötz zur Tatzeit beim Fernsehen eingeschlafen ist.
39:53Beim offenen Fenster und dem Fernseher so laut aufgetreut.
39:56Und das hat sich gestört
39:57und sie hat sich die Uhrzeit aufgeschrieben.
39:59Das war zwischen 22.30 Uhr und 1 Uhr in der Früh.
40:03So, und ich habe jetzt endlich die Telefonliste von unserem Opfer
40:06und der hat vorgestern Abend mehrmals mit seinem Anwalt telefoniert.
40:11Aha.
40:11Was wollte er von dem?
40:13Der Anwalt hat zu mir gesagt, die Scheidung wegen Untreue.
40:16Das heißt, er hat von der Affäre seiner Frau gewusst.
40:19Mhm.
40:22Sie haben eine Affäre mit Bernhard Krötz?
40:23Und?
40:27Mein Mann war nie zu Hause
40:29und der Bernhard hat mir immer schon gefallen.
40:31Ist das jetzt ein Verbrechen?
40:33Nein, das ist kein Verbrechen.
40:35Aber Mord schon.
40:37Schauen Sie mal, was wir hier haben.
40:40Ihr Mann hat vor seiner Ermordung
40:41ziemlich oft mit seinem Scheidungsanwalt telefoniert.
40:44Anscheinend hat er von Ihrer Affäre gewusst.
40:46Darum ging es bei Ihrem Streit gestern Nachmittag.
40:49Deswegen hat Ihr Mann den Hochzeitstag auch ausfallen lassen.
40:52Da haben Sie auch die Verabredung mit dem Krötz abgesagt,
40:54weil Sie für gewöhnlicher Mittwochs ihn treffen.
40:59Ich wollte mich nicht scheiden lassen.
41:01Ich hätte den Erich nie verlassen.
41:03Ja, Sie wollten nicht auf das Geld verzichten.
41:05Deswegen sind Sie nachts nach dem Streit
41:06auch nochmal in die Destillerie gefahren.
41:09Hat der Krötz von Ihrem Vorhaben gewusst?
41:10Nein, er hat natürlich nichts davon gewusst.
41:14Und ich bin in die Destillerie gefahren,
41:15weil ich den Erich umstimmen wollte,
41:17weil der ist ja völlig durchgedreht.
41:19Völlig.
41:19Der hat mir gedroht, dass er mir alles wegnimmt.
41:22Da muss ich ja was tun.
41:27Ja, das haben Sie auch.
41:29Indem Sie ihn hinterrücks erschlagen haben.
41:33Gut.
41:35Frau Schaller, Sie sind vorläufig festgenommen
41:36wegen des dringenden Tatverdachts,
41:38Ihren Ehemann, Erich Schaller, ermordet zu haben.
41:41Ingrid, bitte.
41:46Bitte.
41:46Na dann, Prost Mahlzeit.
41:58Sie meint wohl Chin Chin.
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