- vor 18 Stunden
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Die Rosenheim-Cops (163) Staffel 9 Folge 9 - Tödliche Gier
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:01Musik
00:49War doch gut, dass ich dich gleich angerufen habe.
00:51Ja, der Lind hat sich auch gefreut, dass ich mitten und am Tag weg bin.
00:54Die Make-Maschinen läuft wieder, das ist die Hauptsache.
00:57Ja, das sage ich dann am Achtziger, wenn ihr mich fragt.
01:00Ja, muss das nicht los.
01:02Die hängt die Mittagspause noch dran.
01:04Beamter.
01:06Das habe ich vielleicht gehört, gell?
01:09Bitte, Bruderherz.
01:15Herr Stockl, was ist denn?
01:16Wo sind Sie denn, im Biergarten?
01:18Ich bin bei der Arbeit.
01:20Es gab halt nämlich ein Laich.
01:23Und wo?
01:25Auf dem Kirchparkplatz und das ist zwischen Färbergasse.
01:28Alles gut, ich weiß, wo das ist.
01:29Gibt es der Lind schon unterwegs?
01:30Ja, der ist schon unterwegs.
01:33Alles gut, bis dann.
01:34Servus.
01:35Wiederhören.
01:37Beim Arbeiten.
01:39Außer Ausweis.
01:40Zeug mich her, wie weißt du denn?
01:42Dr. Robert Rand.
01:44Na, schau, schau.
01:51Alles gut, meine Hand.
01:52Das ging ja schneller als gedacht.
01:55Fast pünktlich.
01:57Zum Glück gibt es Dinge, die sich nicht ändern.
01:59Ich glaube, Sie vermissen mich recht oben im Norden bei der Fischkipp.
02:02Sie würden staunen, wie ähnlich die Arbeitsbedingungen da sind in mancher Hinsicht.
02:04Ja.
02:05Frau Doktor, können Sie schon was sagen?
02:08Ähm, erschlagen mit einem stumpfen Gegenstand.
02:10Die Tat war verfehlt, leider.
02:12Wissen Sie, wer das ist?
02:14Robert Randl.
02:15Dr. Robert Randl.
02:17Niedergelassener Zahnarzt, der hat die Praxis in der Ludwigstraße.
02:21Können Sie was zum Todeszeitpunkt sagen, Frau Doktor?
02:23Das ist noch nicht lang her, so ein, zwei Stunden zwischen neun und zehn.
02:27Genaueres dann später.
02:28Wer werden die Toten gefunden?
02:30Die Sissi.
02:31Die Sissi?
02:32Ja, schau mal her.
02:34Das ist die Sissi und das ist der Herr Bankhofer.
02:36Franz Josef.
02:38Gut.
02:38Das ist gut.
02:38Ein Gassige, gell?
02:40Da ist irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen.
02:42Nein, nix.
02:43Okay, danke.
02:45Entschuldige.
02:46Spuren?
02:47Nein.
02:48Ja, eine Tankmittlung über 73,66 Euro von vorgestern.
02:52War neben der Leiche gegangen.
02:54Okay, ist gut.
02:55Untersuchung.
02:56Zeugen haben wir auch keine.
02:57Nein.
02:58Das ist irgendwie wenig.
03:00Ja, ich würde sagen, wir schauen uns mal die Zahnarztpraxis an.
03:03Ja.
03:03Das geht nicht.
03:05Machen wir erst um 13 Uhr auf.
03:07Woher ich das habe?
03:07Das habe ich recht.
03:08Auf geht's.
03:08Weiter machen.
03:10Hallo.
03:17Hallo.
03:18Grüß Gott.
03:21Herr Hofer?
03:22Ja?
03:23Wegen meiner Notiz.
03:24Ja.
03:25Meine Notiz?
03:26Welche meinst du jetzt?
03:28Ich hatte Ihnen einen Zettel auf den Schreibtisch gelegt.
03:30Heute Morgen.
03:31Ach so.
03:32Für die muss ich gerade übersehen.
03:35Es ging um den Abschlussbericht im Fall Schüsseler.
03:37Der Staatsanwalt hat da wohl schon nachgefragt.
03:39Aha.
03:40Soweit ich weiß, soll die Verhandlung da bald eröffnet werden.
03:42Und ich muss den Bericht aber noch durchsägen.
03:44Die Laborkosten waren da ungewöhnlich hoch.
03:46Na ja, stimmt.
03:47Es wäre schön, wenn Sie mir den Bericht zukommen lassen würden.
03:50Möglichst bald.
03:52Freilich.
03:53Gerne.
03:53Ich schaue gleich mal.
03:55Danke.
03:57Herrschaftszeiten.
03:58Wo kriege ich jetzt den damischen Abschlussbericht her?
04:00Was für einen Abschlussbericht?
04:02Den, den es so gar nicht gibt.
04:04So, jetzt haben wir alles benannt.
04:07Dr. Robert Rantl, 40 Jahre alt, ledig, Zahnarzt, wissen wir.
04:10Aber in Gemeinschaftspraxis mit einem Herrn Dr. Berthold Balzer.
04:15Was ist mit Raubüberfall?
04:16Nein, das glaube ich nicht.
04:18Portemonnaie, Rammel voll, 450 Euro, Kreditkarten, alles dabei.
04:23Wenn die heute erst um 13 Uhr aufmachen, dann war die Praxis zur Tatzeit praktisch dicht.
04:28Das ist korrekt.
04:30Aber jetzt nicht mehr.
04:36Grüß Gott.
04:39Keiner da?
04:41Hallo.
04:42Moment.
04:49Entschuldigung, bin anscheinend noch alleine.
04:52Wir haben gerade erst aufgemacht.
04:54Grüß Gott.
04:54Grüß Gott.
04:56So.
04:58Ihre Karte bitte.
05:00Hofer, Kripo Rosenheim.
05:01Das ist mein Kollege Lind.
05:04Aha.
05:05Sie sind Herr Balzer?
05:06Ja.
05:08Berthold Balzer.
05:10Wollen Sie zu mir?
05:11Sie führen doch die Praxis mit Herrn Rantl.
05:14Ja.
05:15Ist was mit Herrn Rantl?
05:16Ja, es ist was mit Herrn Rantl.
05:18Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass der Herr Rantl tot ist.
05:21Wie tot?
05:22Der Robert.
05:23Er war erschlagen.
05:25Erschlagen?
05:26Mhm.
05:26Nein, ich habe heute...
05:29Das ist ja furchtbar.
05:32Bitte.
05:38Wissen Sie, was er heute Morgen vorhatte?
05:41Er wollte ein Geschenk besorgen.
05:42Nehmen Sie doch Platz.
05:44Danke.
05:45Für wen wollte er ein Geschenk besorgen?
05:47Seine Freundin, Frau Langer.
05:49Steffi Langer.
05:49Ich wollte es nicht mit ihr verloben.
05:52Haben Sie vielleicht die Rates?
05:53Scheiße.
05:54Die wohnt in London.
05:56Das ist ja der nächste Weg.
05:59Arbeitet da bei der Bank.
06:00Kannten Sie ja seit ein paar Wochen.
06:03Und schon verlobt.
06:05Wie muss man sich das vorstellen?
06:06Sind die immer hin und her flogen, oder wie?
06:08Ja, meistens ist er geflogen.
06:11Er war sehr verliebt.
06:15Wissen Sie, welche Art von Geschenk er besorgen wollte?
06:19Nein.
06:20Wo ist es denn genau geschehen?
06:24Die Daten.
06:26Achso, auf dem Kirchparkplatz.
06:28Auf dem Kirchparkplatz?
06:30Nein.
06:31Das ist ja schrecklich.
06:34Frau Frey, unsere Sprechstunde.
06:38Frau Frey?
06:43Frau Frey?
06:48Tut mir leid, ich habe Sie gar nicht bemerkt.
06:52Ja, das sind die Herren, äh...
06:53Hofe, Linz, Krippel, Rosenheim, Gisgut.
06:57Verdächtigen Sie mich, dass ich hier Zahngold unterschlagen habe?
07:01Robert ist tot.
07:03Wie tot?
07:04Wie tot?
07:05Tot, tot halt.
07:06Wurde er erschlagen.
07:07Auf dem Kirchparkplatz, ne?
07:09Mhm.
07:10Das ist ja der Hammer.
07:12Wie?
07:13Was Besseres fällt Ihnen dazu nicht ein?
07:17Was wollen Sie, dass ich hier auch so eine verheuchelte Trauermine umsetze wie Sie?
07:22Das verbitte ich mir, ja?
07:23Vorher wissen Sie eigentlich, dass Robert auf dem Kirchparkplatz erschlagen wurde?
07:27Wie?
07:28Verdächtigen Sie Herrn Balzer?
07:30Ja.
07:31Deswegen bleibe ich auch nicht länger hier.
07:34Ich kündige.
07:36Das ist ja unglaublich.
07:37Ich sage Ihnen, ich könnte Ihnen hier Sachen sagen.
07:39Ja, könnte.
07:40Was denn?
07:40Ich habe ja einiges zu erzählen.
07:41Ja, bitte.
07:42Natürlich könnte ich das.
07:43Wir wissen doch...
07:44Stopp!
07:45Ich denke, es ist besser, wenn Sie beide uns jetzt aufs Kommissariat begleiten, ja?
07:49Sehr gerne.
07:51Ich bin immer für die Großreitigkeit.
07:53Das ist ja...
07:54Entschuldigung.
07:55Gut, dass Sie da sind, ich habe was für euch.
07:57Äh, Martina, bring doch die Frau Frey wird in unser Büro.
08:00Mach ich.
08:01Bitte.
08:02Na ja, und Sie warten, bitte.
08:04Fulgen ist, das Dankzittert vom Tatort, das ist vom Randl.
08:08Er hat mit der EC-Karte bezahlt und die Nummernstimmen überein.
08:12Bringt uns das weiter?
08:13Das könnte schon sein, weil die spust es ab, dass die Innentasche vom Randl seine Jacke
08:17eingerissen gewesen ist.
08:19Aber jetzt kommt's.
08:20In der rechten Hosentasche vom Randl haben wir eine Quittung gefunden.
08:23Der Randl hat ein Schmuckstück gekauft.
08:26Aha.
08:26Und was für uns?
08:27Ein Diamanten-Kollier um 45.000 Euro.
08:3145.000?
08:33Hallo?
08:33Wer sich eine Freundin in London leistet?
08:35Ja.
08:36Er hat's heute in der Früh gekauft, kurz vor dem Mord, beim Juwelier Eigelsberger.
08:41Dann hat der Täter mit einiger Wahrscheinlichkeit den Schmuck aus der Innentasche gestohlen.
08:45Womit wir einen zweiten Ermittlungsansatz hätten.
08:48Und der heißt, schwerer Raub mit Todesfolge ohne persönliches Motiv.
08:51Ich für meinen Teil wird erstmal bei dem persönlichen Motiv bleiben, weil so wie die
08:54zwei sich angegriffen haben, ich glaub, da könnten einiges ans Licht kommen.
08:58Tja, wie Sie wollen.
09:00Herr Mord, dann schauen Sie doch bitte mal in der Datenbank, ob Sie ähnliche Raubüberfälle
09:04in der Vergangenheit finden.
09:06Herr Lind, kann dir das der Frau Stockel sagen?
09:08Die kann das viel besser.
09:19Frau Stockel, suchen Sie mir doch bitte in die Akte Schüssel raus.
09:24Da fehlt nur der Abschlussbericht und die liebe Frau Ortmann muss wieder wegen der Kostenrumschaft
09:28hin.
09:28Herr Hofer, ich hab zu tun, ich recherchiere für den Herrn Lind.
09:32Raubüberfälle der letzten Monate, hat was mit Ihrem Fall zu tun?
09:35Ja, das ist schön, aber meins passiert mehr, sonst haben wir bald einen Staatsanwalt am
09:38Ja, aber im Schüsselerser Akte ist schon archiv.
09:41Ja, damit ist Zeit, dass Sie sich nun vor Feierabend auf dem Weg machen, auf geht's.
09:45Das ist ja entsetzlich.
09:48Dr. Randler hat ein Schmuckstück bei Ihnen gekauft.
09:51Ja.
09:53Ein Collier, ein ganz besonderes Stück.
09:56Ganz besonders teuer.
09:58Gerobene Kategorie, ja.
10:00Für seine Verlobte, wie er mir sagte.
10:02Haben Sie vielleicht ein Foto von dem Collier?
10:05Da müsste ich hinten schauen.
10:06Dann tun Sie das doch bitte.
10:12Ja.
10:13Bitte sehr.
10:13Danke.
10:15Herr Lind?
10:17Hm?
10:21Sehr gut.
10:27Zwischen Ihnen und Dr. Balzer hat's wohl nie gestimmt mit der Chemie, was?
10:30Nein.
10:31Aber er hätte sicher sehr gerne seine Chemie bei mir prüfen wollen.
10:35Wie darf ich das verstehen?
10:37Dass er liebend gern an mir herumlaboriert hätte.
10:41Hat er sie belästigt?
10:42Der Mann ist eine einzige Belästigung.
10:44Sie hörten wirklich allein gar nichts von ihm.
10:47Das dürfte es gut.
10:49Und was haben Sie von Dr. Randl erhalten?
10:52Dr. Randl war nicht nur bei mir wesentlich beliebter als Herr Balzer, sondern auch bei den Patienten.
11:02Hier.
11:04Danke.
11:06Darf ich die Wahrheit?
11:07Bitte.
11:08Sagen Sie, gibt's für das Collier eine Art Expertise?
11:12Ja, natürlich schon allein für die Versicherung.
11:15Und die Steine?
11:17Das ist ein Solitär.
11:19Lupenrein, 1,3 Karat Navett-Schliff, flankiert von zwei kleineren, je 0,5 Karate Brillant-Schliff.
11:25Genau.
11:28Und die Steine haben die einen Herkunftsnachweis?
11:31Ja, ja, das versteht sich wohl selbst.
11:33Schön, dann hätten wir den gern auch, bitte.
11:35Sicher.
11:36Herr Lien, die Kamera.
11:38Ja, ja, Moment.
11:39Als Herr Randl das Collier gekauft hat, war da noch jemand im Laden.
11:45Nein.
11:46Oder gab's in letzter Zeit noch andere, die sich für das Collier interessiert haben?
11:50Nein.
11:53Haben Sie Angestellte?
11:55Schon länger nicht mehr.
11:56Ja.
11:57Gut, dann war's das fürs Erste.
11:59Herr Lien hat das...
12:00Ach so, ja, wir bräuchten die Aufzeichnung.
12:02Wie bitte?
12:03Da, von der Kamera.
12:04Ach so, ach nein, da muss ich Sie leider enttäuschen, meine Herren.
12:07Die ist nicht echt, die dient nur zur Abschreckung.
12:09Meine Kunden würden das sicher nicht schätzen, wenn sie beim Auswählen gefilmt würden.
12:13Schade eigentlich.
12:15Wissen Sie vielleicht noch, wann Herr Randl das Geschäft ungefähr verlassen hat?
12:18Ja, genau um 9.30 Uhr.
12:21Wieso wissen Sie denn das so genau?
12:22Weil Madame Pompadour geschlagen hat.
12:24Wer hat's geschlafen?
12:26Die Uhr Madame Pompadour.
12:28Ach so, jetzt.
12:29Ja, danke, Herr Eggelsberger.
12:31Äh, sagen Sie, könnten Sie die Sachen vielleicht mit Diskretion behandeln?
12:36Soweit es uns möglich ist.
12:38Das Geschäft ist hart genug.
12:39Ich möchte nicht, dass die Kunden den Laden mit der Vorstellung betreten, womöglich überfallen zu werden.
12:44Wenn sich das rumspricht, dann kann ich mal zumachen.
12:47Verstehe ich.
12:48Also.
12:49Bühne schon.
13:14Was hat sie gesagt?
13:16Was glauben Sie?
13:18Dass ich ein Motiv hätte.
13:21Im Streit mit Robert.
13:25Bitte. Ich würde gerne Ihre Vision hören.
13:28Okay. Robert und ich werden Streit.
13:31Weil immer mehr Patienten zu ihm rübergewechselt sind, vor allem Privatpatienten.
13:34Aber da steckt dann natürlich nur die Frei dahinter.
13:37Sie wollen damit sagen, dass die Frau Frei dem Doktor Rampel ihre Patienten zugeschustert hat?
13:43Die musste dann nur behaupten, dass bei mir alle Termine belegt sind und schon bin ich ein Los.
13:47Warum sollte sie das tun?
13:51Weil sie mit ihm was gehabt hat.
13:54Hat sie ihn nicht erzählt?
13:56Der Robert hat ihn mächtig aufs Kreuz geweckt.
13:59Sie hat sich ein paar Monate mit ihr amüsiert, hat sie dann eiskalt abserviert.
14:03Ich kann ihn verstehen, so eine Bankerin macht natürlich nicht mehr.
14:07Das ist allerdings an der Tatsache, dass Sie einen Motiv haben.
14:10Wenn alle Ihre Patienten servus sind, dann geht es um Ihre Existenz.
14:13Doch Dr. Randels Tod sind alle wieder bei Ihnen.
14:17Wo waren Sie jetzt im Morgen zwischen 9 und 10?
14:19Da fahre ich laufen.
14:21Wo?
14:21Aushalt.
14:24Im Inntal.
14:25Gibt's Zeugen?
14:27Ich war alleine.
14:28Ende!
14:29Haben Sie zufällig eine Stoppohr parat?
14:32Freilich.
14:33Wieso?
14:34Super.
14:35Wir müssen mal die Gehzeit stoppen.
14:37Und zwar von hier bis zum Parkplatz vor.
14:39Verstehe.
14:40Die Tatsache wird eingegrenzt und wir dann pumpen und müssen um ein.
14:44Richtig.
14:45Was macht die Recherche wegen der Raubüberfälle?
14:47Ich habe gerade mit der Stocke telefoniert, aber da läuft noch nicht viel.
14:50Aha.
14:52Aber Herr Lind, die Zeit läuft.
14:56Ja.
14:57Na dann.
14:57Wohin?
14:58Parkplatz.
14:59Hier.
15:05Danke, Martina.
15:06Frau Frey.
15:07Frau Frey, hallo.
15:11Warum haben Sie mir nicht gesagt, dass Sie Patienten vom Dr. Balzer zum Dr. Landl rüber geschoben haben?
15:16Ach nee.
15:18Hat das der Balzer gesagt?
15:19Mhm.
15:20Der leidet darunter Paranoia.
15:22Der ist einfach ein verlogener Totalversager.
15:25Die Frau, die den einmal abbekommt, die kann einem jetzt schon leid tun.
15:27Haben Sie Patienten rüber geschoben oder nicht?
15:29Natürlich nicht.
15:31Tja, es wäre jetzt besser für Sie gewesen, wenn Sie das zugegeben hätten.
15:35Dann hätte nämlich der Dr. Balzer ein Motiv für den Mord.
15:37So haben Sie ein Motiv.
15:42Was für ein Motiv sollte ich denn bitte haben?
15:44Rache.
15:46Weil der Dr. Randl ein Verhältnis mit Ihnen gehabt hat und sie nun wegen seiner neuen Flamme in London absolviert
15:51hat.
15:53Sagt der Balzer.
15:55Schau, Frau Frey.
15:56Dass sich eine Zahnarzthelferin ihren reichen Chef angeln will, das ist nichts Neues.
16:02Das hat es schon oft gegeben.
16:04Nur geht sie diesmal leer aus und das schöne Verlobensgeschenk, das fliegt nach England.
16:09So was tut weh.
16:17Der Balzer ist einfach ein missgünstiger Neidhammel, der es nicht ertragen kann, dass sein Partner zehnmal mehr hermacht.
16:23Hatten Sie ein Verhältnis mit Dr. Randl?
16:28Nein.
16:29Und ich habe ihm auch keine Patienten zugeschoben.
16:35Aber dass der Balzer am laufenden Bahn Patienten an den Randl verloren hat, das kann ich bezeugen.
16:40Der stand wirklich vor dem Aus.
16:42Und er hatte furchtbare Angst bald ganz ohne Patienten dazustehen.
16:45Das ergriff er zu so haltlosen Unterstellungen.
16:51Aber zwischen mir und dem Herrn Randl, da lief nichts.
16:56Rein gar nichts.
16:59Und das, Herr Hofer, das ist die Wahrheit.
17:03Die Wahrheit.
17:05So, so.
17:07Wo waren Sie heute Morgen um 10?
17:13Im Bett?
17:14Allein.
17:15Nein, mit Boris.
17:17Ihrem Freund?
17:18Mein Kater.
17:24Herr Hofer.
17:25Ja?
17:26Haben Sie den Bericht?
17:27Äh, reicht's ab dem Morgen?
17:29Kleiner Früh?
17:30Gut.
17:31Aber letzter Termin.
17:33Einen Saft vielleicht?
17:34Danke.
17:41Und?
17:41Wie geht's der Raubtheorie?
17:43Äh, ja.
17:44Danke der Nachfrage.
17:44Dir geht's gut.
17:45Lebt und ist putzmunter.
17:46Und bei Ihnen?
17:47Ach, da seid ihr, meine Herren.
17:49Ich hab den Fall quasi gelöst.
17:52Okay.
17:54Carlo Greisinger.
17:55Verurteilt zu fünf Jahren Gefängnis wegen Raubüberfall beim Juwelier Hader.
18:01Was finden wir daran interessant?
18:03Frau Stoffel, bitte.
18:05Der ist vor vier Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden.
18:08Ja, genau.
18:08Und wird gleich wieder rückfällig.
18:10Ja, schauen Sie mal, wie der schaut.
18:11Der Mann traut euch alles zu.
18:12Ja, mal bringen Sie den Mann doch mal her.
18:15Und wo?
18:17Das ist die Adresse, da ist er seit drei Wochen gemeldet.
18:20Greisinger.
18:20Carlo.
18:21Ja.
18:22Gut gemacht, Frau Stoffel.
18:25Und was ist mit der Akte Schüssler?
18:28Welche Akte Schüssler?
18:30Frau Stockl.
18:31Herr Hofer, die liegt selbstverständlich bei Ihnen auf dem Schreibtisch.
18:35Na, dann ist es ja noch mit gut.
18:37Danke.
18:38Bitte.
19:01Da braut sich was zusammen.
19:04Na, schon kommst du aus.
19:05Du kannst doch das noch schnell in deinen Laptop tippen.
19:08Schreibst du einen Liebesbrief?
19:09Ja, an die Frau Ortmann.
19:11Nein, das ist der erste Teil von einem Abschlussbericht.
19:14Wow.
19:14Okay.
19:16Machen wir schnell in den Stall.
19:17Und dann können wir essen.
19:18Alles gut.
19:3645.000 Euro für ein kleines glitzerndes Ketter.
19:40Und das nur um eine kleine Frage feierlich zu untermalen.
19:44Willst du meine Frau werden?
19:47Und jetzt hast du natürlich auch schon Bammel, oder?
19:49Ich Bammel, wieso?
19:51Wegen deiner Braut aus Hamburg?
19:53Die steht nicht auf so materielle Liebesbeweise.
19:55Okay.
19:57Verdient hier ungefähr dreimal so viel wie ich.
19:59Das ist ja furchtbar.
20:01Mein männliches Selbstwertgefühl steht nicht in Proportion zum Kontostand.
20:05Auch nicht.
20:07Und die zahlt wirklich alles selber.
20:12Vielleicht soll ich den Mannheimse Hamburgern umschauen.
20:14Viel Glück mit dem Jungen.
20:24Herr Hofer, haben Sie mich jetzt erschreckt?
20:27Jetzt übertreiben Sie aber.
20:28Was machen Sie eigentlich um die Uhrzeit im Büro?
20:30Gell, da schauen Sie.
20:31Ist was passiert?
20:33Der blöde Bericht für die Frau Ortmann.
20:35Da war ich gestern Abend endlich damit fertig und dann hat ihn der Wind mitgenommen.
20:39Der Wind?
20:41Der hat der Wind.
20:42Vom Winde verweht.
20:45Stehen Sie mir heute keine Telefonanrufe durch, gell?
20:47Herr Hofer, um die Uhrzeit glaubt eh keiner, dass Sie erreichbar sind.
20:59Ein Laborbericht vom 2. Juni wird derzeit von mir überprüft, der Ortmann.
21:04Ja, dann.
21:09Der ist schon da.
21:11Mei, was soll ich machen?
21:13Ich kann nicht anders.
21:14Workaholic halt.
21:16Der war gut.
21:18Ich sag's euch, mit dem Greisinger stinkt was nicht.
21:22Ist das von einem Vernehmungsamt?
21:23Der ist gar nicht daheim gewesen.
21:24Aber der wohnt in einer Villa.
21:26Vorm Fenster.
21:28Hast du dich da nicht in der Adresse geirrt?
21:30Nee?
21:30Nein.
21:31Der muss ja Geld haben.
21:32Na, aber der hat doch den Schmuck gar nicht so schnell zu Geld machen können.
21:35Ja, aber scheinbar ist er untergetaucht.
21:37Wie noch immer.
21:38Sein Haus wird beobachtet und wenn er kommt, dann haben wir ihn.
21:41Genau.
21:42Ich glaub, Frau Oppmann sucht den Bericht.
21:45Mengens.
21:47Ja, ich bin nur zu Herrn Hofer und da kommt er auch schon.
21:51Grüß Gott, die Damen.
21:53Grüß Gott.
21:54Guten Morgen, Herr Hofer.
21:55Haben Sie den Abschlussbericht für die Akte Schüssler?
21:58Ja, da gibt's ein kleines Problem.
22:01Was denn?
22:01Der Laborbericht fehlt.
22:03Der wurde, ja, quasi entwendet.
22:06Wie bitte?
22:07Hm.
22:08Schauen Sie selber.
22:13Dann hab ich den Laborbericht.
22:15Mhm.
22:16Schaut ganz aus.
22:18Und ohne den kann ich natürlich schlecht den Abschlussbericht fertigstellen.
22:22Aber ich bin mir fast sicher, dass ich ihn abgeheftet hab.
22:24Fast sicher oder sicher?
22:27Ja, das wird schon Frau Oppmann.
22:29Vielleicht ist er ja auf Ihrem Schreibtisch in der falsche Ablage gewünscht.
22:32Ich schau mal nach.
22:34Entschuldigen Sie mich.
22:35Freilich.
22:35Und Frau Oppmann, viel Erfolg.
22:39Bitte schön, Frau Oppmann.
22:41Bitte schön.
22:43Frau Stockel, Sie haben mir gefallen da.
22:46Ja, bitte.
22:47Schauen Sie mal in die Akten vor und nach dem Fallschüssler.
22:50Ja, und warum?
22:51Vielleicht finden Sie den Laborbericht.
22:53Vielleicht hat die Frau Oppmann den ja aus Versehen falsch abgeheftet.
22:56Ja.
22:56Gut, mach ich.
22:57Danke.
22:58Bitte.
22:59Ah ja.
23:00Und wenn Sie den Laborbericht finden, dann kommen Sie zuerst zu mir damit.
23:04Nicht gleich zu Oppmann gehen, gell?
23:05Aha.
23:06Damit Sie länger in Ihrem vom Winde verweht Bericht sitzen können, gell?
23:09Genau.
23:13Gut, Frau Langer.
23:14Und danke für Ihren Anruf, ja?
23:16Danke.
23:16Wiederhören.
23:20So, die sind mal.
23:21Aha.
23:23Übrigens, ähm, hatte ich gerade die Verlobte von Randl am Telefon, die aus London.
23:27Sie hat immerhin bestätigt, dass er und Balter sich über die Patientenverteilung gestritten
23:31haben.
23:32Sonst noch was?
23:34Nein.
23:35Danke, dass Sie so aufopferungsvoll für mich tätig waren.
23:38Obwohl Sie ja ausschließlich von Raubmut ausgehen.
23:41Gut, hat sich da was geändert.
23:42Nein, Carlo Kreisinger ist die heiße Spur.
23:46Aber, ein bisschen kollegiale Hilfe kann ja nicht schaden, hm?
23:49Lindert den Schmerz, wenn Sie erfahren, dass Sie falsch liegen.
23:52Jetzt haben Sie das aber schön gesagt.
23:55Das ist das Handy vom Dr. Rankel.
23:58Die KTU hat den Code von der Mailbox geknackt und jetzt haben wir eine gespeicherte Nachricht.
24:05Erste gespeicherte Nachricht.
24:07Robert, du hast Nerven.
24:09Hier hat gerade so eine Tussi angerufen.
24:10Sie sagt, sie sei deine Verlobte.
24:12Du mieser Heuchler.
24:14Du hast mir die ganze Zeit was vorgemacht, ja?
24:16Und mich benutzen?
24:17Das wirst du bereuen.
24:19Das ist doch die Sprechstundenhilfe.
24:21Allerdings.
24:22Und sie hat doch was mit ihm gehabt.
24:24So.
24:25Es gab einen Überfall in der Innenstadt.
24:28Und jetzt holt's euch fest wo.
24:30Ums Eck vom Juwelier Eigelsberger.
24:32Ja.
24:33Tja.
24:34Dann kümmern Sie sich mal um Ihre Sprechstundenhilfe.
24:36Und wir geben Kreisinger zur Fahndung aus.
24:38Fahndung ausgeben, jawohl.
24:39Und dann fahren wir zum Juwelier.
24:40Aber zuerst Fahndung ausgeben.
24:41Natürlich.
24:42Dann bleib ich ja doch.
24:43Moment, ich brauche hin.
24:44Zu spät.
24:45Frau Stockl.
24:47Zu spät.
24:48Frau Stockl.
24:49Herr Hofer.
24:51Was darf sein?
24:53Sein zu gut und bestell mir die Frau frei hierher, ja?
24:57Gerne.
25:05Herr Liebts?
25:06Ja?
25:07Ich hab jetzt grad mit dem Sanitäter telefoniert.
25:11Das Opfer lebt, ist aber in der Klinik.
25:13Vernehmungsfähig?
25:13Nein, bewusstlos und außerdem der deutschen Sprache nicht mächtig.
25:17Das haben Sie sicher mal den gewissen Herren noch nicht.
25:20Hi.
25:22Kobayashi aus Japan.
25:24Geschäftsmann.
25:24Japan.
25:25Ich hab ihn nachgefragt.
25:27Der ist gestern Abend im Hotel Rosenheimer Hof abgestell.
25:30Gibt's irgendwelche Kontakte?
25:32Den kennt doch niemand.
25:33Aber jetzt raten Sie mal, was der vor dem Überfall gemacht hat.
25:37Schmuck eingekauft.
25:38Treffer?
25:38Beim Juwelier Eigelsberger.
25:40Und versenkt.
25:41Ich sag's, dafür suchen ein Juwelendieb.
25:42Carlo Greisinger, die Fahndung läuft.
25:44Der armer Hofer will es einfach nicht wahrhaben.
25:49Das ist doch nicht zu fassen, oder?
25:52Nicht zu fassen.
25:53Kommen Sie nach hinten.
25:55Schleinabend.
25:58Was hat der Herr aus Japan eigentlich gekauft?
26:01Ein wunderschönes Collier.
26:02Für seine Frau.
26:05Schweineteuer, oder?
26:07Preislich im oberen Segment.
26:09Können Sie vielleicht etwas konkreter werden.
26:1338.000 Euro.
26:15Was?
26:19Moment.
26:2538.000 Euro.
26:28Er sprach englisch und sagte, dass er geschäftlich hier sei, nur für ein paar Tage.
26:34Vielleicht überfällt er ja irgendwann mal mich.
26:36Haben Sie denn diesmal jemanden gesehen?
26:39Nein.
26:41Aber ich bin wirklich sehr beunruhigt.
26:42Was ist, wenn noch ein Überfall geschieht?
26:44Machen Sie sich mal keine Sorgen.
26:45Wir tun schon, was wir können.
26:47Gut, Herr Eigelsberger.
26:48Ja.
26:52Bitte schön.
26:55So.
26:55Haben Sie was gefunden?
26:56Diesen hier finde ich wunderschön.
27:02Sie haben mich von vorne bis hinten anglob.
27:04Jetzt übertreiben Sie mal nicht so.
27:06Ja, ich hatte was mit dem Randl.
27:08Und ich war stinksauer, als sie mich abserviert hat.
27:11Nämlich bitte Sie gleich umbringen.
27:12Und dann so.
27:14Das traue ich Ihnen in den Loch dazu.
27:16Sie werden verdammt gut austeilen.
27:17Mit Ihnen konnte der Randl nicht so umspringen wie mit dem Balzer.
27:22Das ist ein Schmuckstück, ein Schmerzenskind.
27:24Das würden Sie auf keinen Fall verachten.
27:28Und gerade wenn ich so bin, wie Sie mich hinstellen,
27:31werde ich mir doch meine Zukunft nicht wegen so einem kleinen Rückschlag verbauen.
27:35Es gibt noch mehr Randls auf dieser Welt.
27:41Frau Stockl, vorhin bei dem Überfall war das wieder auch von Kunden von Eigelsberger?
27:46Ja.
27:50Herr Hofer.
27:52Ja?
27:53Ich habe übrigens den Laborbericht gefunden.
27:56Echt?
27:57Der war tatsächlich in einem falschen Orten abgelegt.
28:00Und?
28:01Was jetzt?
28:02Ja, zurückhalten, bis ich grünes Licht gebe.
28:03Na, Herr Hofer, das ist gemein, das mache ich nicht.
28:06Ja, bloß bis morgen, dann habe ich den Bericht fertig.
28:07Damit will ich nichts zu tun haben.
28:13Ich habe noch mal mein ganzes Büro auf den Kopf gestellt. Ich finde ihn einfach nicht.
28:19Ist das...
28:21Ach, Herr Hofer, Sie sind ein Engel. Haben Sie extra für mich gesucht? Danke, vielen Dank.
28:25Ich kann, Frau Ortmann.
28:27Dafür haben Sie was gut bei mir. Und lassen Sie sich mit dem Abschlussbericht ruhig bis morgen Zeit.
28:31Danke, Frau Ortmann.
28:36Sie sind ein Engel.
28:39Nein.
28:42Der, den Sie überfallen haben, das war auch ein Kunde.
28:45Ja, mich danke. Das ist auch schon bei mir angekommen.
28:47Nein, hat Frau Frey gestanden?
28:49Nein, das hat es noch nicht. Deshalb habe ich mich hiermit beschäftigt.
28:53Moment. Das ist der Akte Kreisinger. Ach, nein. Achtung.
28:59Mei, der schaut vielleicht rein.
29:01Mei, vielleicht war das, ja.
29:04Ja, sag mal, schwenkst du jetzt vielleicht um?
29:05Möglich ist alles. Das hier, Herr Lind, ist besonders interessant.
29:09Vor fünf Jahren hat der Carlo Kreisinger den Juwelier hart überfallen.
29:12Wissen wir doch schon. Ich weiß, dass Sie das wissen.
29:15Aber der Kreisinger hat beim Prozess behauptet, dass der Juwelier mehr Schmuck als gestohlen angegeben hat,
29:21als der Kreisinger in Wirklichkeit gestohlen hat.
29:24Es ist bei der Beute dann tatsächlich weniger Schmuck gefunden worden, als die Versicherung bezahlt hat.
29:29Er kann ja behauptet haben, dass Schmuck unterschlagen wurde, aber das glaubte mir eh keiner.
29:33Er ist aber trotzdem bei der Geschichte geblieben.
29:36Wo ist der Punkt?
29:38Der Punkt ist, Herr Lind, dass der Angestellte beim Jubiläer Harder, der damals überfallen worden ist,
29:44Eichelsberger heißt.
29:45Na.
29:46So schaut's aus.
29:47Ich war damals Angestellter im Jubiläerladen Harder.
29:50Da gab's diesen Überfall. Ein professioneller Juwelendieb.
29:54Mit der Waffe in der Hand hat er mich gezwungen, den Schmuck aus allen Vitrinen in einen Sack zu räumen.
30:00Waren Sie da allein im Laden?
30:02Ja.
30:03Meine Kollegen waren zu Mittag.
30:06Haben Sie ihm den gesamten Schmuck gegeben?
30:08Ja. Natürlich.
30:10Weil laut Prozessakten hat er behauptet, weniger Schmuck gestohlen zu haben, als angegeben wurde.
30:16Ich weiß.
30:18Nimmst du bitte den Platz.
30:19Danke.
30:21Dann ließen Sie ihn noch, wie der Mann heißt.
30:23Carlo Greisinger, den Namen vergesse ich nie.
30:26Er ist vor vier Wochen entlassen worden.
30:28Ach.
30:29Ja?
30:30Wussten Sie das nicht?
30:32Nein.
30:33Er stand in der Rosenheimer Zeitung.
30:35So?
30:36Hm.
30:38Sie lesen doch die Rosenheimer Zeitung.
30:40Zumindest habe ich einige Ausgaben bei Ihnen liegen sehen.
30:42Ja, ja.
30:43Aber ich schaue mich jeden Tag rein.
30:45Was unterstellen Sie mir da?
30:47Dass Sie damals vielleicht doch ein paar Juwelen unterschlagen haben.
30:51Und jetzt rächt sich Greisinger dafür?
30:53Indem er Ihre Kundschaft ausraubt.
30:55Ich bitte Sie.
30:56Warum raubt er denn dann nicht gleich mich aus?
30:58Weil, wenn er Sie ausrauben würde, Herr Eggelsberger, Sie das Geld von der Versicherung zurückbekommen.
31:05Und wenn er meine Kundschaft ausraubt, dann hat die schon bezahlt.
31:08Wo ist denn also mein Schaden?
31:10Der Schaden besteht darin, und das haben Sie ja selbst gesagt, dass niemand mehr bei Ihnen
31:14kauft, wenn sich herumspricht, dass speziell Ihre Kundschaft ausgeraubt wird.
31:17Und sogar ermordet wird.
31:19Da kommt überhaupt keine mehr.
31:21Dazu müsste aber ein Grund für diese Rache vorhanden sein.
31:25Womit wir wieder beim Anfang wären.
31:29Haben Sie damals Schmuck unterschlagen?
31:32Nein, habe ich nicht.
31:34Ja, Kevin, ich habe den Greisinger nicht angetroffen.
31:38Haus leer, Garten leer.
31:40Im Pool war auch keiner.
31:42Und die Nachbarn haben mich auch nicht gesehen.
31:44Schon seit Tagen nicht.
31:45Ende.
31:47Ein Greisinger seine Villa hat sogar einen Swimmingpool.
31:50Das Geld muss aus dem damaligen Raubzug stammen.
31:53Anscheinend hat der Greisinger es geschafft, dass er einen Teil der Juwelen auf die Seite kommt.
31:59Das heißt, der Eigelsberger sagt die Wahrheit.
32:01Da können wir die Rache-Theorie begraben.
32:03Aber nicht, wenn der Eigelsberger lügt.
32:05Dann hätte Greisinger einen Grund, sich zu rechnen.
32:07Ja, aber ...
32:07Ich weiß schon, woher sein Vermögen stammt, kann ich Ihnen auch nicht sagen.
32:10Vielleicht hat er ja im Lotto gewonnen.
32:11Es wird Zeit, dass wir mit dem Greisinger reden.
32:13Ja, erst einmal so einen finden.
32:15Das schafft er mich schon.
32:16Ja, Schatz.
32:17Na ja, sicher.
32:18Ja, aber das habe ich doch gesagt.
32:20Schau.
32:21Grüß dich schon.
32:22Ja, Michi.
32:22Servus.
32:23Schau mal hin.
32:23Vielleicht kannst du uns helfen.
32:25Der ist zur Fahndung ausgeschrieben.
32:28Juwelenraub und vielleicht auch Mord.
32:30Gefährliche Geschichte.
32:31Aha.
32:32Und du?
32:33Im Berlimo?
32:34Nein, ich bin im Dienst.
32:35Vierte!
32:35Okay.
32:37Zahlen, bitte.
32:38Ja.
32:40Schau, mein Enkel, wenn du willst, bin ich in zwei Minuten bei dir.
32:45Ja, das Einzige, was ich von dir brauche, ist ein klares Ja.
32:47Ein klitzekleines Ja.
32:50Da bin ich auch schon da.
32:55Stimmt so.
32:56Danke.
32:56Ja, ich tue alles für dich.
32:58Nur das Entscheiden kann ich dir nicht abnehmen.
33:00Klar.
33:01Also soll ich jetzt kommen oder nicht?
33:04Ja, natürlich habe ich dich lieb.
33:07Also ich setze mich ins Auto und komme rüber.
33:09Ja?
33:10Gut, bis bald.
33:13Ja, du?
33:14Dein Verdächtiger ist da.
33:16Was?
33:18Ja, der von dem Fahndungsfoto.
33:20Bist du sicher?
33:22Ja, Freilich bin ich sicher. Jetzt komme ich her.
33:24Halt ihn auf, ich bin gleich da.
33:27Wie denn?
33:40Einen Moment noch bitte.
33:42Was denn?
33:46Ja, ich hätte noch einen Digestiv für Sie.
33:49Wir sind des Hauses Cognac.
33:52Sehe ich.
33:53Vielen Dank.
33:54Schaut.
33:54Das ist der teuerste Cognac der Welt.
33:59Cognac Le Pan.
34:017000 Euro die Flasche.
34:03Ehrlich werden nur 785 Flaschen davon abgefüllt.
34:10Er stammt aus einem einzigen 100 Jahre alten Holzfass.
34:15Den man noch desinteressiert?
34:23Auf wie wohl?
34:25Ein langes Leben und viel Geld.
34:30Exquisit.
34:31Was sag ich doch.
34:35Guter Service.
34:37Ja, man tut was man kann.
34:40Wir hätten auch noch einen guten Krepper.
34:45Das nächste Mal.
34:56Herr Kreisinger, bleiben Sie stehen.
34:58Sie sind verhaftet.
35:00Hallo.
35:01Sie sind verhaftet.
35:02Das habe ich schon verstanden.
35:04Geht ihr auf die Kühlhaube?
35:06Geschwind.
35:10Passt. Hinten einsteigen.
35:17Äh, ja.
35:19Festnahme Kreisinger erfolgt.
35:22Super, wo war er?
35:23Im Times Square.
35:24Und wie er raus ist, da wieder zugeriffen.
35:28Raubmord.
35:29Raubmord.
35:30Ist ja furchtbar.
35:32Schlimme Sache, aber was habe ich damit zu tun?
35:35Die beiden Personen, die überfallen wurden, haben ihre Ware beim Juwelier Eigelsberger gekauft.
35:39Muss ich den kennen?
35:40Ja, den müssten Sie kennen.
35:42Von damals.
35:43Ihr Überfall sehnen sich.
35:45Ach, der Eigelsberger.
35:46Genau der Eigelsberger, der Sie angeblich damals übers Ohr gehackert hat.
35:51Was hast du damals behauptet?
35:53Das behaupte ich immer noch.
35:55Er hat die Juwelen, die man mir damals angehängt hat, unterschlagen.
35:59Und seineswege müssen Sie eine verschärfte Haftstrafe antreten.
36:02Na und?
36:03Ach so.
36:04Sie glauben, ich habe seine Kunden überfallen, quasi aus Rache.
36:08Wäre doch möglich.
36:11Leute, ihr müsst ganz schön in Not sein mit eurem Täter, wenn ihr so abstruse Theorien aufstellt.
36:16Ich riskiere doch nicht mein neues, gutes Leben wegen dieser alten Kamelle.
36:20Dann sagen Sie es doch mal, wie Sie Ihr neues, gutes Leben finanzieren.
36:25Gerne.
36:28Ich habe im Gefängnis mit dem Schreiben begonnen.
36:30Krimis.
36:32Krimis?
36:33Das ist irgendwie mein Fach.
36:35Mein erster war ein guter Erfolg, der zweite wurde ein Bestseller.
36:41Bei so einer Einnahmequelle will ich kaum Leute auf der Straße ausrauben.
36:47Bodo Faust.
36:49Unter dem Pseudonym soll er schreiben?
36:51Ja.
36:52Das klingt sehr nach Fantasieprodukt.
36:55Ja, aber diese Fantasieprodukte verkaufen sich ausgezeichnet.
36:59Carlo Greisinger ist wirklich Bodo Faust.
37:02Bodo Faust hat zwei erfolgreiche Krimis geschrieben.
37:04Millionär.
37:06Meine Herren, vielleicht ergibt sich ja ein neuer Ermittlungsansatz.
37:10Sie halten mich auf dem Laufenden.
37:12Ja.
37:13Das machen wir.
37:18Bis jetzt?
37:20Jetzt sind wir ja da, wo wir waren.
37:22Sprich am Anfang.
37:27Vielleicht nicht ganz.
37:29Wir haben da noch unseren Juwelier in den Eigelsberger.
37:33Mal angenommen, also nur mal angenommen.
37:36Er liest die Rosenheimer Zeitung.
37:38Er erfährt irgendwie, dass Greisinger wieder auf freiem Fuß ist.
37:42Und der denkt sich, das könnte ich doch für meine Zwecke nutzen.
37:46Nicht so direkt, das wäre vielleicht ein bisschen plump, aber der hat uns doch ständig darauf hingewiesen, dass er sein
37:50Geschäft bald zumachen könnte, wenn das mit den Überfällen so weitergeht.
37:54Und damit hat er uns ganz indirekt und dezent.
37:57Seine Wache-Theorie untergejubelt, genau.
37:59Er erlaubt seine Kundschaft selber aus und präsentiert uns den Greisinger durch die Blume als Täter.
38:05Schon möglich.
38:06Nur blöd, dass er nicht gewusst hat, dass der Greisinger mittlerweile zu Geld gekommen ist und nicht mehr rauben muss.
38:11Künstler bin ich.
38:13Ich würde sagen, wir brauchen einen Durchsuchungsbeschluss.
38:16Die kriegen wir doch nie, wir haben doch nichts in der Hand.
38:19Dann machen wir es doch mit der hinreichenden Verdachtnummer.
38:24Warum soll ich den Tresor eröffnen?
38:25Weil wir den gestohlenen Schmuck darin vermuten.
38:27Wie bitte?
38:29Wie kommen Sie jetzt da ab?
38:30Machen wir es einfach auf und was sagen Sie denn?
38:35Wo ist Ihr Durchsuchungsbefehl?
38:37Brauchen wir so etwas?
38:39Ohne Durchsuchungsbefehl fassen Sie mir hier nichts an.
38:42Dann haben Sie offensichtlich etwas zu verbergen.
38:45Wer so vehement unkooperativ ist wie Sie, der wird seine Gründe haben.
38:48Und das genügt uns vollkommen als hinreichender Verdacht.
38:51Es wird kein Problem sein, den Durchsuchungsbefehl zu bekommen.
38:54Also, wollen wir das Ganze nicht etwas abkürzen?
38:57Nicht? Gut.
38:59Herr Polizeiobermeister Mohr, bitte sind Sie gut und rufen Ihnen Dr. Schröder an und erläutern Ihnen den Fall.
39:04Sehr gerne.
39:05Wäre Dr. Brenninger nicht besser?
39:06Herr Linzi, Sie haben vollkommen recht. Der Dr. Brenninger ist voll mehr auf den Sack.
39:10Stimmt. Danke, Herr Kollege.
39:11Dr. Brenninger, bitte.
39:13Ja.
39:15Ja, und morgen, Kreper Rosenheim, ich hätte gerne mit Herrn Dr. Brenninger gesprochen, bitte.
39:20Also, gut.
39:21Hat sich erledigt, danke.
39:25Bitte.
39:26So.
39:28Wir hätten hier Ringe.
39:33Und dann hätten wir hier Coraline.
39:38Und hier.
39:52Tja, wie Sie sehen, meine Herren, keine Colliers.
39:56Im Tresor befanden sich keine Colliers, nur einzelne Steine.
40:00Aber dabei war auch ein Solitär-Lupen rein und im Norwetschliff, wie uns der Eilsberg erklärt hat.
40:05Ja, und der war flankiert von zwei etwas kleineren, im Brillantschliff.
40:10Und, äh, was denken Sie?
40:12Wir denken, dass die Steine aus den geraubten Colliers stammen.
40:15Ja.
40:16Und bei einem der beiden können wir es vielleicht sogar beweisen, da uns der Herr Eilsberg ein Foto davon gegeben
40:20hat.
40:21Oh, das hätte er wohl nicht machen sollen.
40:23Schau ganz aus. Ein Fachmann vergleicht gerade die Steine mit dem Foto.
40:27Gut.
40:28Ja?
40:32Und?
40:33Die Steine stammen eindeutig aus dem Collier, das dem Herrn Randl gestohlen worden ist.
40:37Na, also.
40:39Und dann habe ich noch was gemacht.
40:40Ich habe den G-Stock vom Eilsberger zur KTU gegeben, weil ich mir gedacht habe, das wäre doch eine wunderbare
40:46Schlagwaffe.
40:47Gut, Herr Mor, gut. Das ist ja fast eine Beförderung wert.
40:51Wirklich, wahr?
40:52Äh, fast.
40:55Wir haben DNA-Spuren von Herrn Randl und Herrn Kobayashi an ihrem Stock gefunden.
41:01Und diese Fotos, die Sie meinen Kollegen gegeben haben, beweisen, dass diese Steine aus diesem Collier stammen.
41:08Das Collier, das dem Herrn Randl geraubt worden ist.
41:10Ja, das mit den Fotos war ein Fehler.
41:12Mhm.
41:13Allerdings.
41:13Ich glaube, es wird Zeit für die Geständnis.
41:16Sie wissen ja schon alles.
41:18Wir wollen es trotzdem hören.
41:21Das Geschäft läuft schlecht, ich brauchte Geld.
41:24Da las ich, dass Kreisinger entlassen worden ist und dachte mir, naja, dass ich das vielleicht irgendwie verbinden könnte.
41:30Hätten Sie ja auch fast geschafft.
41:34Ich wollte Herrn Randl nicht töten und niederschlagen.
41:37Ja, ja.
41:38Sonderlich beeindruckt waren es aber von seinem Tod nicht, sonst hätten Sie sich am nächsten Tag gleich wieder zuschlagen.
41:44Ich musste doch meinen Plan vollenden.
41:46Genau.
41:47Sie tun mir so leid.
41:49Machen Sie einen Planungszwang, Sie auch noch mal.
41:51Abführen.
41:52Kommen Sie bitte mit.
41:55Schon interessant, was so kleine Steine so viel wert sind.
42:00Wenn man bedenkt, dass es eigentlich nur Kohle ist.
42:02Es geht doch immer nur um Kohle.
Kommentare