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Die Rosenheim-Cops (585) Staffel 25 Folge 7 - Der Steg ist weg
Die Rosenheim-Cops (585) Staffel 25 Folge 7 - Der Steg ist weg
Die Rosenheim-Cops (585) Staffel 25 Folge 7 - Der Steg ist weg
Die Rosenheim-Cops (585) Staffel 25 Folge 7 - Der Steg ist weg
Die Rosenheim-Cops (585) Staffel 25 Folge 7 - Der Steg ist weg

Kategorie

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Kurzfilme
Transkript
00:06Was zum?
00:22Scott?
00:24Frau Knoll, guten Morgen.
00:25Entschuldigen Sie die Störung, aber ich habe Sie doch gestern gefragt,
00:28ob ich meine Ruderboote über Nacht an Ihrem Steg festbinden dürfte.
00:31Ja, gibt es ein Problem? Ist das Boot etwa weg?
00:35Ja, auch, aber nicht nur das Boot. Der ganze Steg ist weg.
00:40Wie meinten Sie das?
00:43Hier war doch gestern noch ein Steg.
00:46Dieser Mistkerl.
00:48Wer?
00:49Mein Mann, also Ex-Mann.
00:52Beziehungsweise noch Ehemann und hoffentlich bald für immer Ex-Mann.
00:57Lorenz. Das kann nur er gewesen sein.
01:00Der hat meinen mobilen Steg geklaut.
01:02Ach, das war ein mobiler Steg?
01:04Den kann man im Winter aus dem Wasser ziehen und einlagern.
01:08Und Lorenz, seit er vor ein paar Wochen ausgezogen ist,
01:13macht er mir das Leben zur Hölle.
01:15Dabei ist er weich gelandet, auf der anderen Seeseite, bei seiner neuen.
01:18Sie meinen, er hat den Steg auf die andere Seeseite gebracht?
01:23Ja.
01:25Letzte Woche hat er mich angerufen und behauptet, er hätte den Steg angeschafft.
01:30Und er möchte ihn zurückhaben.
01:32Das heißt, dass mein Boot jetzt vielleicht auch auf der anderen Seeseite ist.
01:42Herr Maus, wo bleiben Sie denn?
01:44Ihr Boot ist weg.
01:45Ja, das ist blöd.
01:47Aha, ja, aber so kommen Sie raus, gell?
01:49Ja, gut. Ende. Servus.
01:52Bitte.
01:55Morgen, 80er.
01:56Morgen, Herr Maus.
01:58Ist der Herr Maus noch gar nicht da?
02:01Der Herr Maus, der ist quasi unterwegs.
02:04Ah, dann wird ja auch langsam Zeit, ne?
02:06Ja, alles, alles.
02:07Herr Autzinger, kaufen wir mal ein Ziertel?
02:09Danke, später vielleicht.
02:12Boot ist weg.
02:15Boot ist weg.
02:46Herr Maus?
02:47Hier liegt ein Mann.
02:49Und ich bin mir ziemlich sicher, dass er tot ist.
02:52Die Adresse ist an der Seeleiten 42, direkt am Ufer.
02:57Ich warte hier.
03:00Tut mir leid, Sie können jetzt hier nicht vorbeilaufen.
03:03Zufällig befinde ich mich hier aber auf meinem eigenen Grund und Boden.
03:06Ja, das mag sein.
03:08Was haben Sie hier überhaupt zu suchen?
03:13Lorenz?
03:18Morgen, Herr Maus.
03:19Also, Sie machen ja Sachen.
03:22Morgen, Dominik.
03:24Alles okay bei mir?
03:25Ja, ja, danke.
03:26Ich habe mich vom ersten Schrecken schon erholt.
03:29Zum Glück konnte ich die Frau Habermann beruhigen.
03:30Sie hat nichts angefasst.
03:31Aha, und wer ist die Frau Habermann?
03:33Linda Habermann.
03:34Sie wohnt da hinten.
03:35Das Seegrundstück gehört ihr.
03:36Sie hat den Toten gleich erkannt.
03:38Ihr Lebensgefährte, Lorenz Knoll.
03:40Was machst du eigentlich hier?
03:42Also, gestern nach Feierabend habe ich mir das Ruderboot von der Bettina ausgelegen.
03:46Bettina?
03:46Ja.
03:47Also, das ist eine Bekannte von mir.
03:49Die wohnt da hinten.
03:50Aber ich bin zu weit gerudert und es wurde dunkel.
03:52Da habe ich einen Steg gesehen und die Besitzerin angesprochen,
03:54ob ich das Boot über Nacht dort festbinden dürfte.
03:56Aber heute Morgen, als ich das Boot meiner Bekannten zurückgudern wollte,
03:59war das Boot weg, mitsamt dem Steg.
04:01Und die Frau Knoll ist überzeugt, dass ihr Mann in diesem Steg gestern Nacht gestohlen hat.
04:05Gut, schon langsam verstehe ich es.
04:07Du bist also hierher gefahren, um dein Boot zu suchen?
04:09Genau.
04:10Aber hier lag nur der mobile Steg.
04:12Und der Tote.
04:13Okay, gut.
04:14Ich würde sagen, wir gehen erst mal zu Elena.
04:16Mhm.
04:19So geht's.
04:20Er wurde von hinten erschlagen und diese gezackte Wunde deutet auf einen eher unebenen Gegenstand hin.
04:27Und was käme jetzt da in Frage? Stein beispielsweise.
04:30Ja, das könnte sein.
04:32Wenn die Tatperson schlau genug war, hat sie den Stein anschließend in den See geworfen.
04:38Wann genau ist denn das Ganze passiert?
04:40Ich habe mir die Temperaturschwankungen der letzten Nacht auf einer Wetter-App angeschaut
04:45und im Abgleich mit der Körpertemperatur gestern Abend zwischen 23 Uhr und Mitternacht.
04:51Aha.
04:52Hier hätten wir auch noch was.
04:53Und zwar einmal aus der linken Hosentasche ein Handy.
04:57Aha.
04:57Den Geldbeutel mit Karten und 40 Euro Bargeld.
05:00Und dann hätten wir einen Ausweis ausgestellt auf Georg Buchner, 43 Jahre alt.
05:05Und in Eging, das ist ein bisschen Landeinwert.
05:07Wo ist Georg Buchner?
05:08Ich dachte, unser Toter heißt Lorenz Knoll.
05:13Hat aber durchaus große Ähnlichkeit mit dem Ausweisbild.
05:16Dönen Sie das einmal halten, Frau Kollegin?
05:19Ja.
05:19Die Frau Dings, die...
05:21Habermann.
05:22Die Frau Habermann, richtig.
05:24Die soll uns jetzt einmal den Toten identifizieren.
05:27Die wird ja wohl wissen, wie ihr Lebensgefährte ausgeschaut hat.
05:32So, einmal so.
05:34Ah, guten Morgen.
05:36Folgendes, ich wollte gerade ein bisschen Anwohner befragen, aber da sind keine Anwohner.
05:39Also auch keine Zeugen?
05:40Nein.
05:41Das Einzige, was wir wissen, schaut mal her, der Traktor da drüben mit dem Anhänger,
05:45der ist gemeldet auf einen gewissen Georg Buchner.
05:48Ja, das ist vielleicht auch unser Toter.
05:50Moment.
05:51Ich dachte, er heißt Lorenz Knoll.
05:54Ja, Herr Meist, das klären wir jetzt noch mit der Frau Habermann.
05:57Wissen Sie was, fahren doch Sie schon mal ins Kommissariat.
06:00Und wenn wir irgendwas mitkriegen, dann melden wir uns bei Ihnen.
06:02Okay.
06:17Frau Habermann?
06:18Ja.
06:19Guten Tag, Beck.
06:21Mein Name ist Krepo Rosenheim.
06:23Das ist mein Kollege, Hauptkommissar Stadler.
06:25Alles gut.
06:26Ich kann es noch gar nicht fassen.
06:28Was ist mit Lorenz passiert?
06:29Ja, Sie müssten uns jetzt erst einmal den Toten eindeutig identifizieren, schauen Sie.
06:39Aber das ist Herr Georg.
06:42Georg Buchner?
06:43Ja, ein Bekannter von Lorenz.
06:46Er wohnt ganz allein auf einem großen Bauernhof in Egging.
06:50Aber...
06:51Dann können wir Ihnen Gott sei Dank mitteilen, dass es sich bei dem Toten nicht um Ihren Lebensgefährten,
06:57also nicht um den Lorenz Knoll handelt.
07:00Ja, da bin ich aber erleichtert.
07:03Bitte.
07:04Danke.
07:05Ihr Kollege hatte mir ja nicht erlaubt, näher heranzugehen.
07:08Und die Lederjacke, die Georg, Herr Buchner, trägt, ist die Lieblingsjacke von Lorenz.
07:14Deswegen die Verwechslung.
07:16Ja.
07:16Danke.
07:20Der Mord ist ja gestern Nacht da hinten auf Ihrem Grundstück basiert.
07:25Ja.
07:26Aber wir waren alle beim Seefestival.
07:28Da gibt es Essensstände und Bühnen mit Musik und Reden.
07:33Georg und Lorenz sind vor mir gegangen.
07:35Wann genau, weiß ich allerdings nicht.
07:37Wie lange waren Sie dort?
07:39Mindestens bis Mitternacht.
07:41Ich war weniger zum Vergnügen dort.
07:43Ich bin selbstständige PR-Managerin und habe unseren Bürgermeisterkandidaten Konrad Freiberg betreut.
07:48Er hat dort eine Rede gehalten.
07:50Und wie Sie dann nach Hause gekommen sind, wo waren da Ihr Lebensgefährte, also sprich der Lorenz Knoll?
07:56Ich gehe davon aus, im Bett.
07:59Wenn es bei mir so spät wird, dann übernachte ich im Gästezimmer.
08:02Ich will ihn nicht wecken.
08:04Er ist Immobilienmakler und musste auch heute ganz früh zu einer Hausbesichtigung.
08:08Eine Frage noch, Frau Habermann.
08:10Na, das ist drum, da dieser, wie sagt man da, mobiler Steg, der da hinten auf Ihrem Grund liegt, der
08:17gehört Ihnen?
08:18Nein, den hat Lorenz angeschafft, als er noch mit Regina Knoll zusammen war.
08:22Kann es sein, dass den der Lorenz Knoll gestern Nacht von seiner Nach-Ehefrau gestohlen hat?
08:28Und zwar mit Hilfe von Georg Buchner und dessen Traktor.
08:32Also von Stehlen kann ihm wirklich keine Rede sein.
08:34Wenn, dann hat er sich geholt, was ihm zusteht.
08:38Regina Knoll allerdings traue ich so einen Mord durchaus zu.
08:42Äh, äh.
08:51Dominik, ich hab's schon gehört, du hast einen Toten gefunden.
08:54Mei, du Ärmster.
08:55Also mir ist das ja auch einmal übersiert.
08:57Es war folgendes, ich war beim Brauturstwettbewerb.
09:00Naja, jetzt kümmern sich ja die Kollegen um alles.
09:03Was hast du denn eigentlich am Tatort gemacht?
09:06Das Ruderboot meiner Bekannten gesucht.
09:07Es wurde nämlich vermutlich gestohlen.
09:09Aber stattdessen habe ich eine Leiche gefunden.
09:13Das ist furchtbar.
09:16Nachdem Herr Buchner die Jacke von Herrn Knoll anhatte, bleibt die Frage, wem von beiden der Mord galt.
09:21Ja, aber unser Toter ist definitiv der Georg Buchner.
09:24Und deswegen rufe ich jetzt gleich den Herrn Mais an.
09:27Er soll schon mal alles über ihn zusammensuchen.
09:30Aber Herr Stadler, schön gemütlich, der ist halt fertig mit der Welt.
09:34Natürlich einmal.
09:34Und das Ex-Ehepaar Knoll soll er uns bitte auch gleich einbestellen.
09:38Noch Ehepaar, noch.
09:40Ja, Herr Mais.
09:41Und wenn ihr hier fertig seid, könnt ihr bitte zu Herrn Buchner nach Eggen fahren und seinen Bauernhof genau ansehen.
09:46Machen wir.
09:47Super.
09:47Kann ich das vielleicht mitfahren? Ich habe ich keine Zeugen.
09:50Ja, freilich.
09:51So, gut.
09:51Fürzeih, servus.
09:52Tschüss.
09:54So, der Herr Mais weiß Bescheid.
09:57Gut, dann ab aufs Kommissariat.
09:59Ab aufs Kommissariat.
10:04Ja?
10:06So, Herr Mais und alles wieder im grünen Bereich.
10:10Danke.
10:11Ich konnte mich mit Arbeit gut ablenken.
10:13Und wegen eines Testaments warte ich noch auf den Rückruf vom Notar.
10:17Aha.
10:17Vorstrafen hatte Georg Buchner jedenfalls nicht gehabt. Und seine Kontoauszüge sehen ziemlich normal aus.
10:23Aha.
10:23Bescheidenes Auskommen, keine großen Ausgaben und sein Kontostand ist Ende des Monats immer ausgeglichen.
10:29Ja, da hat er mal eine größere Ausgabe gehabt. Anzahlung, Kreuzfahrt, 3.500 Euro.
10:36Ist jetzt auch keine Unsumme.
10:37Ja, aber ist ja auch erst eine Anzahlung für die Kreuzfahrt. Was kostet denn so eine Kreuzfahrt überhaupt?
10:42Kommt drauf an, wohin es geht.
10:44Richtig. Und wie lange es dauert.
10:46Ich ruf mal bei Herrn Mohr an. Der ist doch gerade bei ihm auf dem Ruf. Vielleicht findet ihr irgendwas
10:50für diese Kreuzfahrt.
10:51Du, das könnte ich machen. Ich wollte Herrn Mohr sowieso gerade anrufen.
10:54Gut. Was ist denn eigentlich mit diesem Ex-Ehepaar Knoll?
10:57Sind einbestellt und müssten jeden Moment eintreffen.
10:59Wunderbar.
11:15Lorenz, du hast mir gerade noch gefehlt.
11:17Ich bin auch ganz entzückt, dich hier zu treffen.
11:20Dir ist schon klar, dass du wegen Diebstahls meines Stegs dran bist.
11:23Das ist mein Steg.
11:24Und das Ruderboot?
11:26Welches Ruderboot?
11:28Es tut nicht so.
11:30Es trägt die Aufschrift Rudi und war an meinem Steg festgemacht.
11:33Und du hast es gestohlen.
11:35Hab ich nicht.
11:36Ich habe es sorgsam an deinen Ufer gezogen.
11:39Da war es heute Morgen aber nicht.
11:42Du warst noch nie besonders gut im Suchen von Sachen.
11:45Ich bin mir sicher, wenn du im Gebüsch an deinem Ufer suchst, dann findest du es.
11:51Du hast es versteckt.
11:59Wer ist eigentlich dieser Rudi, nachdem das Boot benannt ist?
12:02Warte.
12:04Das geht dich gar nichts mehr an?
12:06Grüß Gott, Regina Knoll.
12:07Ich soll mich bei den Kommissaren Stadler und Beck melden.
12:09Ich auch. Und ich hätte es eilig.
12:11Ich auch.
12:12Und wie ist Ihr Name?
12:14Lorenz Knoll.
12:16Ist das Zufall oder sind Sie...
12:18Zufall.
12:18Absolut.
12:22Dominik.
12:23Du, ich hätte hier eine Regina Knoll und einen Lorenz Knoll.
12:27Die müssten beide zu den Kommissaren.
12:30Dringend.
12:31Gut, ich schicke es rauf.
12:33Danke.
12:33Servus.
12:35Dann müssten Sie den ersten Stock rechts zum 104.
12:38Danke.
12:43Wir können ja nicht gleichzeitig rein.
12:46Ja, dann kannst du ja so lange draußen warten.
12:50Ja.
12:51Guten Tag.
12:52Hallo, Herr Meis.
12:53Hallo.
12:56Gute Nachricht.
12:58Das Ruderboot Ihrer Bekannten liegt im Gebüsch an meinem Ufer.
13:01Ja, toll. Sehr gut.
13:03Sie können es sich jederzeit abholen.
13:05Ach, ich kann nur leider jetzt hier unmöglich weg.
13:08Vielleicht kann Ihre Bekannte sich's ja einfach selbst holen.
13:11Ja.
13:13Fragen schadet nichts.
13:15Sie können schon mal rüber gehen.
13:23Hey, Bettina.
13:25Du, ich hab da eine etwas ungewöhnliche Bitte wegen deinem Ruderboot.
13:30Gestern Abend war er noch bestens aufgelegt.
13:33Sie meinen, als Sie mit ihm zusammen gestern Abend den mobilen Steg von Ihrer Noch-Ehefrau
13:38gestellt haben?
13:39Also gestohlen ist wirklich das falsche Wort.
13:42Erstens mal hab ich den Steg angeschafft und bezahlt und zweitens war das Ganze ja nur
13:46eine kleine, ja, Retourkutsche.
13:49Wofür?
13:50Ich hab gestern Abend beim Seelfestival meine Ex getroffen, Regina, und die hat behauptet,
13:56sie hätte gesehen, wie sich der Georg und meine neue Freundin heimlich hinterm Würstelstand
14:01geküsst haben.
14:02Was?
14:03Die Frau Habermann und der Herr Buchner haben eine Töchtel-Mächtel gehabt?
14:07Nein, natürlich nicht.
14:09Sie wollte einfach nur Zwietracht säen.
14:11Haben Sie die beiden denn nicht mit dieser Behauptung konfrontiert?
14:14Doch.
14:16Aber die Linda war so beschäftigt, sich um den Auftritt unseres Bürgermeisterkandidaten
14:20zu kümmern, dass sie einfach abgewunken hat.
14:22Und Herr Buchner?
14:23Der war ziemlich sauer.
14:25Und um der Regina die Lüge heimzuzahlen, haben wir uns diese kleine Sache mit dem Steg
14:31ausgeheckt.
14:32Wie lange hat denn diese Sache mit dem Steg gedauert?
14:35Also, wir haben erst mal beim Georg den Traktor mit dem Hänger geholt und dann bei der Regina
14:40den Steg verladen und so gegen 23 Uhr dann den Steg bei mir wieder ausgeladen.
14:47Und was haben Sie dann gemacht?
14:49Wir waren todmüde.
14:51Und dem Georg war kalt.
14:52Ich habe ihm da meine Jacke für die Heimfahrt geliehen und ich bin direkt ins Bett.
14:56Und von dem Mord wollen Sie nichts mitgekriegt haben?
14:59Nachdem Herr Buchner Ihre Jacke trug, hätte der Mord genauso gut Ihnen gelten können.
15:04Und Frau Knoll war ja offensichtlich sehr sauer auf Sie.
15:10Also das Ganze war ja nur eine kleine Spaßaktion.
15:15Und ganz ehrlich, der Georg, der war bei niemandem so wirklich beliebt.
15:20Herr Buchner hat eine Kreuzfahrt angezahlt.
15:23Wissen Sie zufällig, wovon er sich das leisten konnte?
15:26Keine Ahnung.
15:28Also er wollte zwar einen kleinen Teil seiner Weidewiesen verkaufen und mich als Immobilienmakler
15:33damit betrauen, aber ich meine, ich bin im Luxussegment.
15:36Und ganz ehrlich, für die Wissen interessiert sich kein Mensch.
15:42Bettina hat gerade ihr Ruderbrot aus dem Gebüsch geholt und rodert es jetzt zu sich zurück.
15:46Dann ist ja nochmal alles gut gegangen.
15:48Ja.
15:50Sie haben nicht vielleicht eine Idee, was ich der Bettina als Entschuldigung schenken könnte?
15:54Ich kann ja mal drüber nachdenken.
15:56Cool.
15:57Frau Knoll.
15:59Bitte.
16:00Danke, Herr Meis.
16:01Gerne.
16:02Ach, sag mal, Lorenz.
16:04Sei doch so lieb und hol das Ruderbrot aus dem Versteck und leg es an meinen Ufer.
16:08Bitte, kannst du das nicht selber machen?
16:10Nein, das kann ich nicht.
16:12Ich löffel doch nicht die Suppe aus, die du mir eingebrockt hast.
16:16Also Entschuldigung, Herrschaften, hätten wir es dann bei mir dann doch gern weitermachen.
16:20Hä?
16:22Frau Knoll, bitte.
16:26Liebe Herr Meis, das tut mir sehr nett, aber auf dem Grundstück von der Frau Habermann haben wir ihren Ruder
16:31nicht gefunden.
16:32Ich weiß, das Ruderbrot ist wieder aufgetaucht und wahrscheinlich bereits zurück bei der Bettina.
16:37Super.
16:39Herr Moor, wissen Sie vielleicht, was ich der Bettina als Entschädigung schenken könnte?
16:43Na ja, was könnten Sie uns nicht auch schenken? Blumen vielleicht? Oder eine Flasche Leierliquia?
16:49Ja, Frau Knoll, ich bin gleich da, gell?
16:51Gut.
16:51Ja.
16:53Frau Knoll, nein.
16:57Georg Buchner gehören die Wiesen oberhalb meines Grundstücks.
17:00Seit mein Mann ausgezogen ist, fährt er jedes Mal zufällig Gülle aus, wenn ich Besuch habe.
17:06Und das nur, um mir mit dem beißenden Geruch den Abend zu verderben.
17:11Dann hatten Sie wohl eine ziemliche Wut auf ihn, zumal Sie ihn bei Ihrem Ex-Mann angeschwärzt haben, er hätte
17:16eine Affäre mit Frau Habermann.
17:19Ich habe mitbekommen, dass die beiden sich hinterm Würstelstand geküsst haben.
17:23Und ich fand, dass Lorenz ein Anrecht darauf hat, die Wahrheit zu erfahren.
17:27Wie lange waren Sie denn auf diesem Seefestival?
17:31Bis zum Schluss, um ein Uhr morgens, zusammen mit einer Freundin.
17:34Dass der Steg weg ist, das habe ich erst heute früh gemerkt, als Ihr Kollege bei mir geklingelt hat.
17:42Gut, Frau Knoll, dann brauchen wir bitte die Telefonnummer und die Adresse von Ihrer Freundin.
17:47Also sprich den Kontakt. Und wenn wir Glück haben, funktioniert der Stift. Bitte.
17:53Danke für die Info. Wiederhören.
17:59Bitteschön.
17:59Ich habe gerade mit dem Notar telefoniert. Georg Buchner hatte zwar kein Testament, aber er hatte vor einer Woche einen
18:05Notartermin.
18:06Er hat einem gewissen Konrad Freiberg ein Vorkaufsrecht für einige seiner Wiesen eingeräumt. In Höhe von 150.000 Euro.
18:14Konrad Freiberg? Das ist doch der Bürgermeisterkandidat, für den die Frau Habermann da beim Seefestival die PR gemacht hat. Oder
18:21da ist ich mich da?
18:22Nein, nein, genau. Vielleicht hat Herr Buchner daraufhin die Kreuzfahrt geplant.
18:27Na ja, gut. Also ein Vorkaufsrecht ist noch kein Kaufvertrag.
18:31Wissen Sie was, Herr Meist, pflegen Sie uns den Herrn Freiberg einmal ein?
18:34Gut, mache ich.
18:36Hallo.
18:38Ja, der Herr Mohr.
18:40Ja, richtig.
18:42Vorher ist es, ich habe gerade mit der Spuse telefoniert und ich habe erzählt, dass Sie an der Kellertüre vom
18:48Herrn Buchner frische Einbruchspuren entdeckt haben, aber leider keine Fingerabdrücke.
18:52Wurde was gestohlen?
18:54Das wissen wir nicht. In dem Haus ist ein furchtbarer Saustall. Wir haben es länger nicht aufgekannt.
18:59Also kann man gar nicht sagen, ob was fehlt.
19:01Ich würde sagen, es fehlt der Laptop. Warum? Also Laptopkabel ist noch da, aber der Laptop nicht. Aber die Kollegen
19:07suchen weiter.
19:09Herr Mohr, haben Sie eventuell Unterlagen für eine Kreuzfahrt vom Herrn Buchner gefunden?
19:14Herr Stadler, das ist so ein Verhau bei denen. Da findest du überhaupt nichts mehr. Aber ich habe den Kollegen
19:19gesagt, bitte alles Verdächtige einsammeln und hierher bringen.
19:23Gut, vielleicht finden die auch irgendwas zum Verkauf von Wiesen.
19:26Ah. Und der Herr Mohr müsste uns bitte noch das Alibi von der Frau Knoll überprüfen. Sie war, danke, angeblich
19:35bis 1 Uhr beim Seefestival und zwar mit dieser Freundin. Können Sie es lesen?
19:40Freilich, Emilia Fester. Wird erledigt.
19:49Ja, wo ist denn jetzt mein Ruderboot übrigens?
19:52Ich habe es ganz sicher da hinten deponiert. Hier. Ja, und jetzt ist es weg.
20:00Du warst ja schon immer Weltmeister im Verlegen von Sachen.
20:04Ja, dann suchst du einfach selber.
20:07Tut mir leid, Lorenz, aber zum Glück bin ich nicht mehr für deine Unordnung verantwortlich.
20:12Und jetzt sieh zu, wie du das Ganze wieder in Ordnung bekommst.
20:28Ja, grüß Gott, Lorenz Knoll hier. Ich möchte gerne einen Diebstahl melden.
20:32Wieder.
20:33Wieder muss ich persönlich zur Polizei kommen?
20:36Ja, tut mir leid. Von der Freundin von der Frau Knoll hat sie bisher nur die Mailbuchse erreicht.
20:42Ja, und Herr Knoll lag angeblich zur Tatzeit im Bett, was natürlich leider niemand bestätigen kann.
20:48Also können wir jetzt erst einmal mit den Alibis nicht weiter.
20:51Vielleicht kommen wir mit der Handyauswertung vom Herrn Buchener weiter.
20:55Der hat sich nämlich in letzter Zeit mit der Frau Habermann einige Nachrichten geschickt.
20:59Und ich würde einmal sagen, durchaus, tschakka tschakka.
21:01Ich bin ganz verrückt nach deinen heimlichen Küssen.
21:04Es haben die zwei doch ein Verhältnis gehabt.
21:07Und Herrschaften, somit hat der Lorenz Knoll ein Mordmotiv.
21:11Hier, die letzte Nachricht von Frau Habermann klingt allerdings nicht mehr so harmonisch.
21:16Dass du mich auf dem Seefestival unbedingt küssen musstest, war wirklich dumm.
21:20Am besten, wir lassen das Ganze bleiben.
21:22Daraufhin hat Herr Buchner nicht mehr geantwortet.
21:25Daraufhin sollten wir uns noch einmal mit der Frau Habermann unterhalten.
21:29Hier hat Herr Buchner noch eine andere Nummer auffällig oft in letzter Zeit gewählt.
21:35Und wer eine?
21:35Habe ich schon recherchiert.
21:37Konrad Freiberg.
21:39Ah, gut, dass wir den Scheib steht haben.
21:45So sagen wir, Herr Meismann, kommt denn der Herr Freiberg?
21:48Der ist gerade in einem wichtigen Meeting und könnte frühestens in einer Stunde da sein.
21:53Also in einer Stunde erst?
21:54Dann fahren wir zur Frau Habermann.
21:58Ja, moi, wir sind kurz vor.
22:00Ja, Oshry.
22:01Ah, Herr Meils?
22:02Ja?
22:03Und was ist jetzt das?
22:04Ja, das sind die Unterlagen aus dem Haus von Herrn Buchner.
22:07Die wurden geliefert.
22:08Um Gottes Willen, dann brauche ich wieder 100 Jahre, bis ich da fertig bin.
22:11Naja, zu zweit geht es schneller.
22:14Was?
22:14Ja.
22:15Das ist ja nett.
22:19Ach, Lorenz, weißt du, es ist mir völlig egal, worüber sich Regina wieder alles aufregt.
22:23Wenn du mit deiner Ex noch nicht durch bist, dann sag's doch einfach.
22:29Entschuldigung?
22:31Was wollen Sie denn schon wieder?
22:33Mit Ihnen über Ihre Beziehung zu Herrn Knoll sprechen.
22:37Beziehungsweise über Ihre Beziehung zum Herrn Buchner.
22:39Und vermutlich hat das eine mit dem anderen zu tun.
22:42Was wollen Sie damit sagen?
22:43Dank Handy-Auswertung von Herrn Buchner wissen wir, dass Sie eine Affäre hatten.
22:49Georg und ich sind uns in den letzten zwei Wochen ein wenig näher gekommen.
22:52Aber das war nichts Ernstes.
22:53Ich wollte mich einfach nur ein bisschen ablenken, weil Lorenz gedanklich ständig um seine Ex kreist.
22:59In Ihrer letzten Nachricht an Herrn Buchner wollten Sie das Ganze aber beenden, weil Frau Knoll Sie beide zusammen gesehen
23:05hat.
23:05Vielleicht kam es gestern Nacht zum Streit zwischen Ihnen und Herrn Buchner?
23:09Nein.
23:10Die Sache war für mich damit abgehakt.
23:12Und wie gesagt, ich war mit der Wahlkampagne von Herrn Freiberg auf dem Seefestival beschäftigt.
23:16Gutes Stichwort.
23:18Der Herr Freiberg hat in der letzten Zeit auch regelmäßig mit Herrn Buchner telefoniert.
23:21Ging es da um das Vorkaufsrecht für Herrn Buchners Wiesen?
23:25Ich weiß nichts von einem Vorkaufsrecht.
23:27Aber es würde mich nicht wundern.
23:28Herr Freiberg wirbt für das Anlegen von Blühwiesen und will da natürlich mit gutem Beispiel vorangehen.
23:33Sie meinen, Herr Freiberg wollte Grund von Herrn Buchner kaufen, um da Blühwiesen anzulegen?
23:38Das würde zumindest erklären, warum die beiden gestern länger diskutiert haben.
23:42Ich habe das allerdings nur aus der Ferne beobachtet.
23:45War es das?
23:46Danke.
23:48Danke.
23:55So, wir sind durch.
23:57Ja, schnell sind wir gewesen.
23:58Dankeschön, Herr Meis.
24:00Ja, pfiert dich Gott.
24:01Was ist denn da kaputt?
24:03Wir haben gerade ein bisschen Ordnung in die Papiere von Herrn Buchner gebracht.
24:06Ordnung.
24:06Aber Kaufvertrag haben wir leider keinen gefunden.
24:09Entschuldigung.
24:10Ui, das ist ein bisschen privat.
24:12Herr Meis, darfst du das übernehmen?
24:13Klar, aber dafür haben wir einiges über die Kreuzfahrt im Angebot.
24:17Also, Herr Buchner hatte ja eine zweiwöchige Kreuzfahrt entlang der italienischen Küste gebucht.
24:22Die hat er auch angezahlt.
24:23Aber vor ein paar Tagen, da hat er umgebucht.
24:27Drei Monate Luxus-Cruising im Mittelmeer.
24:30Zum schlappen Preis von 9.999 Euro pro Woche.
24:34Was pro Woche? Das wären ja dann 120.000 Euro.
24:40134.998, um genau zu sein.
24:42Und die Anzahlung von 50.000 Euro wäre heute fällig gewesen.
24:46Ja, aber selbst die Anzahlung hätte er nicht von seinem Konto leisten können.
24:52Marianne.
24:54Alles klar. Ich sag Bescheid.
24:57Herr Freiberg ist auf dem Weg nach oben.
24:59Endlich.
25:00Ach, Herr Moor. Was ist denn eigentlich mit Frau Knolls Alibi?
25:03Ah, ja. Ihre Freundin hat sich noch nicht bei mir gemeldet, aber soll ich es noch mal probieren?
25:08Ja, bitte.
25:13Der Herr Freiberg.
25:14Grüß Gott.
25:15Grüß Gott.
25:16Mein Name ist Stadler, das ist meine Kollegin, die Frau Beck.
25:19Ja.
25:20Nehmen Sie doch bitte Platz.
25:22Ja, Dankeschön.
25:26So.
25:28Darf ich Ihnen erfahren, worum es hier geht?
25:30Ja, natürlich.
25:32Georg Buchner wurde letzte Nacht ermordet.
25:36Ach du meine Güte.
25:37Sie haben in der letzten Zeit häufiger mit ihm telefoniert.
25:40Worum ging es denn da?
25:42Ging es da vielleicht um das Vorkaufsrecht für seine Wissen?
25:47Ich wollte zwei Hektar seines Weidelandes erwerben, um Blühwiesen anzulegen.
25:51Aber der Herr Buchner ist, war ein harter Verhandler.
25:56Aufbau haben Sie sich ja letzte Woche geeinigt.
26:00Ja, aber nur, weil ich nachgekommen habe.
26:03Gestern Abend auf dem See-Festival hatten Sie angeblich eine längere Diskussion mit Herrn Buchner.
26:08Ging es da auch um diese Wissen?
26:10Der Herr Buchner wollte wissen, wann wir den endgültigen Kaufvertrag aufsetzen.
26:14Angeblich hat er eine Kreuzfahrt gebucht und braucht das Geld für die Anzahl.
26:19Allerdings bin ich gerade noch dabei, den Kredit mit meiner Bank zu verhandeln.
26:23Wie lange waren Sie denn auf dem See-Festival?
26:25Oh meh, viel zu lang.
26:27Ich glaube, ich bin so gegen ein Uhr früh nach Hause gekommen.
26:30Kann das jemand bezeugen?
26:32Das tut mir leid, meine Frau ist zurzeit auf Kur.
26:35Und Ihre PR-Beraterin, die Frau Habermann, war die auch die ganze Zeit bei Ihnen?
26:40Also sprich, bis zum Schluss.
26:42Also meine Rede, die ging so bis ca. 22 Uhr.
26:47Und danach habe ich mich dann auf den Rat von Frau Habermann hin unters Volk gemischt.
26:53Und da habe ich es dann aber aus den Augen verloren.
27:01Entschuldigung, ich suche das Dezernat für Diebstahl.
27:05Ich möchte gerne den Diebstahl eines Ruderboots anzeigen.
27:08Ihnen ist auch ein Ruderboot gestohlen worden?
27:09Wie, auch?
27:11Ein Kollege war gerade auch auf der Suche nach einem gestohlenen Ruderboot.
27:14Vielleicht ist das ja ein Seriendieb.
27:16Ein Grund, mehr Anzeige zu erstatten.
27:18Zweiter Stock, Zimmer 211.
27:23Aber was ich mich frage, warum bucht der Georg Buchner so eine sündhafte Greizfahrt,
27:29wenn er es sich nicht leisten kann?
27:31Na ja, so wie ihn alle beschreiben, war er wohl ein ziemlicher Hitzkopf.
27:35Ja, aber zahlen hätte es ja trotzdem irgendwann müssen.
27:38Folgendes, ich habe vorhin mit der Freundin von der Frau Knoll telefoniert und die hat mir
27:42erzählt, dass sie gegen ein Uhr gemeinsam das Seefeste überall verlassen haben.
27:47Also können wir Frau Knoll als Verdächtige ausschließen?
27:50Nein, können wir nicht, weil sie sich gegen 23.30 Uhr aus den Augen verloren haben.
27:55Für eine gute Stunde.
27:57Der Mord ist zwischen 23 und 24 Uhr passiert.
28:01Jetzt einmal angenommen, die Frau Knoll fährt heim, entdeckt den Diebstahl von ihrem Steg,
28:07fährt zur Seeleiten, begeht den Mord und kehrt dann wieder zurück aufs Seefestival.
28:11Also in einer Stunde.
28:13Knappe Messen, aber möglich wär's.
28:16Na ja, ich weiß nicht.
28:18Herr Mohr, vielleicht finden Sie ja Zeugen, die Frau Knoll zur Tatzeit auf diesem Seefestival
28:23gesehen haben.
28:23Jawohl.
28:24Herr Mohr, und wenn Sie eh schon dabei sind, dann fragen Sie nach, ob irgendjemand die Frau
28:28Habermann gesehen hat, also zumindest bis 24 Uhr.
28:31Das trifft sich ausgezeichnet.
28:33Ich gebe mich heute sowieso zum Seefestival.
28:35Warum?
28:35Da gibt es die besten Bratwurst, die es gibt.
28:37Ja, Herr Mohr, bevor Sie mir meinen Mund jetzt noch restlosweißerig machen, dann verabschiede
28:42ich mich lieber in den Pfeuerabend.
28:43Wiederschauen beieinander.
28:44Wiederschauen.
28:45Ich ebenso.
28:46Tschüss.
28:47Servus.
28:49Ah, Herr Mess, sagen Sie mal.
28:51Ja?
28:51Möchten Sie Ihre Freundin nicht aufs Seefestival einladen, als Dankeschön?
28:55Herr Mohr?
28:56Das ist doch mal eine gute Idee.
28:58So ist er.
29:00Viel Spaß.
29:06Hey, Bettina.
29:08Du, wie wäre es, wenn ich dich heute Abend zum Seefestival einlade?
29:16Ja, Frau Hofer, gingen Sie heute noch weg?
29:18Ja, ich treffe mich ganz spontan mit einer Freundin beim Seefestival.
29:21Da spielt heute eine super Band.
29:23Aha, und ich habe mir gedacht, man geht auf dieses Seefestival bloß wegen der legendären Bratwurst.
29:28Das natürlich auch.
29:29Gut, dann schau halt ich, was sonst noch so im Kühlschrank drin ist.
29:33Oh, ich fürchte, es ist ziemlich leer.
29:35Wollen Sie vielleicht mitkommen, Herr Stadler?
29:37Würstel, Würstel, Würstel.
29:38Nein, Frau Hofer, bei aller Liebe, aber tausend lustige Menschen um mich rum,
29:43da hätte ich selbst mit den Bratwürstchen keine Freude.
29:45Na dann, servus.
29:47Viel Vergnügen.
30:00Guten Morgen, Herr Mess.
30:01Guten Morgen.
30:02Guten Morgen.
30:02Mein Mann, da ging es am Frühling bei dem Seefestival.
30:05Und wenn ich alles getroffen habe, denn alle Pflüger, mein Spätzl aus der Volksschutzzeit,
30:09die Frau Hofer habe ich getroffen, deine Fonsi habe ich getroffen,
30:12nur mir zuerst erst nicht begegnet.
30:14Stimmt, nicht nur wir.
30:15Der Bettina bin ich auch nicht begegnet.
30:17Okay.
30:18Habt ihr keinen Treffpunkt ausgemacht?
30:19Na doch, am Bratwurststand.
30:22Aber da ist sie nie aufgetaucht.
30:24Und ans Handy ist sie auch nicht gegangen.
30:26Sie hat mir nur so eine kryptische Nachricht gesendet.
30:28Stress hier wird heute nichts.
30:30Sorry.
30:31Okay.
30:31Das tut mir aber leid.
30:33Aber das wird schon wieder.
30:35Morgen.
30:36Guten Morgen.
30:37Ich bin gleich auf.
30:38Morgen.
30:38So.
30:48Hey, Bettina.
30:50Du, was war denn gestern Abend los?
30:55Was?
30:56Die Polizei hat ein Ruderbot konfisziert.
30:59Und alles sage ich gleich.
31:00Die besten Bratwürstel auf der ganzen Welt gibt es bei unserem See-Festival.
31:05Und wenn ich da alles getroffen habe, der Albert Pflüger, das war mein bester Spätzl in der Volksschule, die Frau
31:11Hofer.
31:11Ja, ähm, Herr Moer, vielen Dank für Ihre Ausführung.
31:15Danke.
31:16Aber haben Sie vielleicht auch jemanden getroffen, der die Frau Knoll zur Tat seit dort gesehen hat?
31:21Nein.
31:23Aber ich habe mir in Herbert Hummelbrunner geredet.
31:25Das ist der Backplatzwächter.
31:26Und der wiederum kennt die Frau Knoll.
31:28Und der hat mir erzählt, dass sie um 23.30 Uhr das Fest verlassen hat.
31:33Womit Ihr Alibi geplatzt wäre.
31:35Weshalb ich die Frau Knoll bereits einbestellt habe.
31:40Ich müsste was Dringendes im Haus erledigen.
31:43Ja, soll ich aber die Stellung halten?
31:45Ja.
31:46Wenn das ging.
31:47Ja, ging, ging.
31:48Ja, äh, was ist mit Frau Habermann?
31:51Ja, ist das die Frau Habermann?
31:53Äh, ja, die Frau Habermann hat vorgestern um Mitternacht das Fest verlassen.
31:58Und bis dahin hat sie Festwerbung gemacht für ihren Bürgermeisterkandidaten.
32:01Und hat auch Flyer verteilt.
32:04Einen habe ich mitgebracht.
32:05Du hast schon Zeit?
32:07Viel Spaß.
32:07Danke.
32:09Dann können wir zumindest Sie alles verdähten, die Streicher.
32:12Ich sag es durch die Blume.
32:17Was haben Sie denn da?
32:19Samen für Wildblumen.
32:25Sag mal, wo ist nochmal das Dezernat für Diebstahl?
32:28Im zweiten Stock.
32:30Willst du jetzt das Ruderboot von deiner Bekannten als gestohlen melden?
32:33Nein, das Ruderboot haben wir gestern Nachmittag wieder gefunden.
32:35Aber gestern Abend ist plötzlich die Polizei bei meiner Bekannten aufgetaucht
32:39und hat sie beschuldigt, dieses Ruderboot gestohlen zu haben.
32:42Ihr eigenes Ruderboot?
32:44Naja, leider hat es von ihrem Opa geerbt und konnte es deswegen nicht nachweisen.
32:47Und im Dezernat für Diebstahl ist gestern eine Anzeige eingegangen,
32:51dass genau dieses Boot namens Rudi gestohlen wurde.
32:55Ah, also gestern war auch dieser Herr Knoll hier
32:58und der wollte auch wissen, wo das Dezernat für Diebstahl ist,
33:01um ein Ruderboot als gestohlen zu melden.
33:04Entschuldigung.
33:05Frau Knoll.
33:06Ich muss zu den Kommissaren.
33:09Habe ich das gerade richtig verstanden?
33:11Lorenz hat ein Ruderboot als gestohlen gemeldet.
33:14Vermutlich handelt es sich dabei um das Boot Rudi.
33:17Von meiner Bekannten.
33:19Die Polizei war gestern bei der Bettina und hat das Boot konfisziert.
33:23Ach du meine Güte.
33:25Ich glaube, das ist ein großes Missverständnis.
33:28Ich rufe Lorenz gleich an und kläre das.
33:31Herr Maas, weil ich Sie gerade sehe,
33:33ich habe da noch ein paar Briefe, die dringend raus müssen.
33:36Am besten kommen Sie gleich mit.
33:37Ja.
33:41Lorenz?
33:41Ja, du, ähm, sag mal, hast du zufällig das Ruderboot Rudi als gestohlen gemeldet?
33:52Ja, verstehe.
33:56Nee, ich glaube, ich habe da eine Dummheit begangen.
34:01Ja, gut.
34:02Ferti, danke, servus.
34:05Folgendes.
34:05Das war der Seppi von der Spurensicherung.
34:07Und der hat mir erzählt, dass sie nach dem Bauernhof von Georg Buchner
34:10auch seine Scheune durchsucht haben.
34:12Und da haben sie mitten im Kaufzuter für die Kühe, haben sie was gefunden.
34:16Den Laptop.
34:17Nein, den Laptop suchen wir noch einen USB-Stick.
34:20Das Problem ist, dieser USB-Stick, der ist sehr gut kodiert.
34:24Und jetzt ist er gerade in der KTU, damit wir hoffentlich die Daten herunterladen können.
34:28Oh, Herr Maas, da haben Sie es aber gut gemeint.
34:30Ist fein, gell?
34:32Ja, bitte.
34:36Ach, hallo.
34:39Wo ist denn der Herr Mais?
34:41Der ist nicht da.
34:42Ah, Frau Knoll, bitte.
34:47Ach so, ja.
34:52Sie haben vorgestern gegen 23.30 Uhr das See-Festival für etwa eine Stunde verlassen.
35:03Ich bin zu Georg Buchners Bauernhof gefahren.
35:07Ich weiß, dass er die Schlüssel von seinem Traktor immer im Zündschloss stecken lässt.
35:12Und nachdem ich ihn beim See-Festival gesehen habe, dachte ich, ich nutze die Gelegenheit, um die Schlüssel an mich
35:18zu bringen.
35:19Aus Rache für seine Schikanen mit der Gülle?
35:22Nein, um seine Schikanen zu unterbinden.
35:26Für den nächsten Tag hatte ich Freundinnen eingeladen.
35:29Und ich wollte verhindern, dass er wieder Gülle oberhalb meines Grundstücks ausfährt.
35:35Aber der Traktor war diesmal gar nicht auf dem Hof von Herrn Buchner gestanden, sondern auf dem Grundstück von der
35:41Frau Habermann.
35:42Das konnte ich ja nicht wissen.
35:44Als ich gesehen habe, dass der Traktor weg ist, wollte ich wieder gehen.
35:47Und dann habe ich jemanden aus dem Haus schleichen sehen.
35:52Wen?
35:53Das war in der Dunkelheit nicht zu erkennen.
35:55Ich weiß nur, dass diese Person eine große schwarze Tasche trug.
35:58Und was haben Sie dann gemacht?
36:02Ich bin dann wieder zurück zu meiner Freundin und habe versucht, den Abend zu genießen.
36:08Ja, gut, oder?
36:10Frau Knoll, dann dürfen Sie jetzt gerne wieder gehen.
36:13Ich müsste noch ganz kurz mit dem Herrn Mays sprechen.
36:16Ja, bitte.
36:19Bitte schön.
36:24Also, die Person mit der großen schwarzen Tasche, das war da bestimmt der Einbrecher mit dem Laptop, oder?
36:30Wie weit ist der Bauernhof von Herrn Buchner eigentlich vom Tatort entfernt?
36:34Von Ecking bis zur Seeleiten.
36:37Also, wenn man streng fährt, eine halbe Stunde.
36:39Und vom Seefestival nach Ecking ebenfalls.
36:42Also hätte Frau Knoll in der halben Stunde niemals den Mord begehen können.
36:46Dann müssen wir es wohl oder übel als tapfertächtige Streicher.
36:53Ich hatte Lorenz in dem Glauben gelassen, das Ruderboot würde mir gehören und wäre verschwunden.
36:58Ja, aber Frau Knoll, warum?
37:01Naja, schließlich hat er meinen Steg geklaut.
37:05Ich konnte ja nicht an, dass er gleich losrennt und das Ruderboot als gestohlen meldet.
37:09Gut.
37:10Und wie bekommen wir das Ganze jetzt wieder in Ordnung?
37:15Lorenz müsste gerade im Dezernat für Diebstahl sein, um die Anzeige zurückzunehmen.
37:20Okay.
37:21Dann rufe ich Bettina an und versuche ihr das mit Engelszungen beizubringen.
37:28Dürfte ich Sie zusammen mit Ihrer Bekannten als Wiedergutmachung heute Abend zum Grillen einladen?
37:35Klar, ja.
37:37Das wird Sie bestimmt gnädig stimmen.
37:4019 Uhr bei mir?
37:41Sehr gerne.
37:43Gut.
37:51Bettina, ja.
37:53Tolle Neuigkeiten.
37:55Du bekommst deinen Rudi zurück und Bratwürstchen gibt es obendrauf.
37:59Ja.
38:02Alles erledigt.
38:06Rudi wird seiner rechtmäßigen Besitzerin zurückgegeben.
38:11Da bin ich wohl ein bisschen zu weit gegangen.
38:16Na ja, ich habe da vielleicht auch ein wenig übertrieben mit dem Steg.
38:24Ich habe übrigens Herrn Mais und seine Bekannte als Wiedergutmachung zum Grillen heute Abend eingeladen.
38:29Super Idee.
38:33Ich kann helfen.
38:36Ich bin ja nicht nur Weltmeister im Verlegen von Sachen, sondern auch im Würstelgrillen.
38:42Da hätte deine Freundin sicher was dagegen.
38:45Ex-Freundin.
38:48Wir haben uns einvernehmlich getrennt.
38:52Ach so?
38:55Und warum?
39:00Weil es auf deiner Seesatte einfach viel schöner ist.
39:09Dann bring doch heute Abend meinen Steg mit, wenn du kommst.
39:12Meinen Steg?
39:14Unseren Steg.
39:19Was sich liebt.
39:24Wenn's meiner.
39:29Liebe Grüße aus der KTU.
39:32Ganz frisch die Auswertung vom US-B-Stick vom Herrn Buchner.
39:36Dann schauen wir mal.
39:43Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Seniorenresidenz.
39:50Oh, schön ist was anderes.
39:56Ah, da waren wahrscheinlich verschiedene Standorte angedacht.
40:03Ha, und der hier ist besonders interessant.
40:09Herr Freiberg, Sie hatten niemals vor, aus Herrn Buchners Wiesen Blühwiesen zu machen.
40:16Vielmehr haben Sie sich das Vorkaufsrecht sichern lassen, falls aus diesem Grundstück der neue Standort der Seniorenresidenz werden sollte.
40:27Und dann wären die Wiesen plötzlich nicht mehr 150.000, sondern Millionen Euro wert gewesen.
40:32Gehören Sie doch rauf.
40:34Das sind ja völlig haltslose Behauptungen, die Sie da aufstellen.
40:37Der Parkplatzwächter vom Seefestival hat ausgesagt, dass Sie bereits um 22 Uhr weggefahren sind.
40:42Direkt nach Herrn Buchner.
40:44Und nach dem Mord ist ins Haus von Georg Buchner eingebrochen worden und da ist ein Laptop entwendet worden.
40:50Und diesen Laptop, auf dem übrigens die Machbarkeitsstudie von dieser Seniorenresidenz drauf ist, haben wir in Ihrem Haus sichergestellt.
41:01Ich habe meiner PR-Beauftragten, Frau Habermann, Unterlagen aus dem Rathaus überlassen, damit sie mir eine Rede schreibt.
41:10Ich konnte ja nicht ahnen, dass dieser Georg Buchner bei Ihrem Rumschnüftel und die Machbarkeitsstudie entdeckt.
41:17Und der Streit da am Seefestival mit dem Georg Buchner hat er sich gepresst, stimmt's?
41:22Dieser Mistkerl, der holt 500.000 Euro von mir, sonst hätte er alles publik gemacht.
41:30Da hätte ich meine Bürgermeisterkandidatur vergessen können.
41:33Herr Freiberg, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts Herrn Georg Buchner erschlagen zu haben.
41:39Herr Mohr.
41:40Jawohl.
41:41Herr Freiberg, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:50Frau Kollegin.
41:52Eine Frage, dieses Seefestival, das ist aber heute Abend schon.
41:56Ja, wieso?
41:58Wenn mir diese Bratwürste immer aus dem Kopf gingen.
42:01Heute ist aber Veggie Day.
42:02Was ist da heute?
42:04Scherz.
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