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  • vor 4 Monaten
Die Rosenheim-Cops (583) Staffel 25 Folge 5 - Ein Diener zweier Herren
Die Rosenheim-Cops (583) Staffel 25 Folge 5 - Ein Diener zweier Herren
Die Rosenheim-Cops (583) Staffel 25 Folge 5 - Ein Diener zweier Herren
Die Rosenheim-Cops (583) Staffel 25 Folge 5 - Ein Diener zweier Herren
Die Rosenheim-Cops (583) Staffel 25 Folge 5 - Ein Diener zweier Herren

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Kurzfilme
Transkript
00:00Morgen, Frau Lange.
00:01Morgen, Frau Grasäcker.
00:02Ausgeschlafen.
00:03Morgen, die Damen.
00:04Guten Morgen, Herr Mohr.
00:06Sie, was sagen Sie zu der Geschichte mit der Frau Stockel gestern?
00:08Das ist doch unglaublich, oder?
00:10Was ist denn für ein Geschichte?
00:12Haben Sie das gar nicht mitbekommen?
00:13Ich weiß von nichts.
00:14Ich war auf Fortbieter und Straubing.
00:16Ach, stimmt.
00:16Das hat die Frau Stockel sogar gesagt.
00:18Ich sag's Ihnen, das war ein Drama.
00:20Die Frau Stockel hat doch eine dreiwöchige Reise nach Australien gebucht.
00:23Das weiß ich.
00:24Und eigentlich hätte es übermorgen erst losgehen sollen.
00:27Dann hat aber gestern der Reiseleiter bei der Frau Stockel angerufen
00:30und gesagt, dass sie heute schon fliegen muss.
00:31Wegen dem Vulkanausbruch.
00:34Was denn für ein Vulkanausbruch?
00:36Also dieser Tucker...
00:37Haier?
00:38Ja, der da in der Südsee, der spuckt schon.
00:41Angeblich.
00:41Und jetzt kommt's.
00:42Der vernebelt anscheinend demnächst die komplette Atmosphäre.
00:46Ja, um Gottes Willen.
00:48Und jetzt?
00:49Ja, deswegen wurde die Frau Stockel und ihre Reisegruppe auf den früheren Flug gebucht.
00:54Mach ich noch, Frau Gras.
00:56Und das hat sie gestern erst davon.
00:58Ja, das ist ja das Unglaubliche.
01:00Stellen Sie sich einmal vor, die Frau Stockel hätte nicht einfach so zwei Tage früher fliegen können.
01:05Dann wäre die ganze Reise geplatzt.
01:07Ja.
01:07Ja, Katastrophe.
01:08Die hat sich schon so gefeilt.
01:09Auf die Koala-Beeren.
01:10Ja, und auf die Strände in Sydney.
01:12Ist ja alles gut gegangen.
01:14Der Herr Achtziger hat ja die zwei Tage freigeben.
01:16Ah, und die Urlaubsvertretung von der Frau Stockel kann auch zwei Tage früher anfangen.
01:20Gott sei Dank, weil das hätte dem Herrn Achtziger nicht gefallen, wenn das Büro von der Frau Stockel zwei Tage
01:24nicht besetzt gewesen wäre.
01:25Puh, was ist denn auch jetzt?
01:27Aber jetzt muss ich schon einmal fragen, wer ist denn die Urlaubsvertretung?
01:29Ja, der Herr Mais.
01:38Guten Morgen.
01:39Guten Morgen, Manuela.
01:40Guten Morgen, Herr Mais.
01:41Guten Morgen, Herr Weinrich.
01:42Chef noch gar nicht, oder?
01:44Nee, Herr Oberhauser hat noch die ganze Woche auf der Großvorstelle in Rohrdorf zu tun.
01:49So, klasse, hier ist eure Tour für heute.
01:52Okay.
01:53Wo fangen wir an?
01:54Als erstes geht's zur Frau Reichelt in die Lenaustraße, Wasserschalde.
01:58Und dann geht's weiter zu einem Herrn Steinacher in die Prinzengasse.
02:02Er hat kein Warmwasser mehr in der Dusche.
02:03Und so weiter, und so weiter.
02:05Boah, sie fängt den ganzen Tag unterwegs.
02:08Ja, und ich halte die Stellung für euch.
02:11Servus, Herr Mais.
02:12Servus.
02:42Hallo?
02:45Hallo?
02:52Grüß Gott.
02:53Da drin liegt jemand.
02:55Hä?
02:55Kommen Sie.
03:06Komm Sie.
03:08Um Gottes Willen, das ist ja der Herr frei.
03:10Hey, dann müssen wir sofort die Polizei rufen.
03:20Ja, wo bleibt er denn, der gute Dominik?
03:22Der wird doch sonst auch immer so überpünktlich.
03:25Ah, da ist er ja.
03:26Servus.
03:27Servus.
03:27Wir haben uns gerade schon gefragt, wo du bleibst.
03:30Ja, ich muss da noch was erledigen.
03:32Schön, dass du mal wieder da bist.
03:33Wie geht's dir denn?
03:34Wir haben uns ja schon länger nicht mehr gesehen.
03:36Viel zu tun.
03:36Ich mache praktisch einen Job nach dem anderen.
03:39Dann können wir ja froh sein, dass du zwei Tage früher bei uns anfangen konntest.
03:42Ja.
03:43Gehst du schon mal hinauf?
03:44Der Herr Moor ist schon da.
03:45Alles klar.
03:46Und wir zwei Ratschen später.
03:47Das machen wir.
03:53Genau, Herr Winzerer.
03:54Fassen Sie nichts an.
03:55Wir kommen.
03:56Ja, gut.
03:58Servus.
03:59Herr Mais, schön, dass Sie da sind.
04:01Hallo, Herr Moor.
04:02Passen Sie auf, gerade hat ein gewisser Herr Winzerer angerufen.
04:05Der hat einen David Frey-Tod aufgefunden.
04:08Ich fahre jetzt dorthin und Sie sagen mit den Kollegen Bescheid.
04:10Okay, gut.
04:15Herr Moor, wohin sollen Sie kommen?
04:17Also, David Frey, Talblick 7 im Wildham.
04:21Gut, Herr Mais, da mache ich mich gleich auf den Weg.
04:23Ja, wir sehen uns ja dann im Kommissariat.
04:25Gut, danke, Stadler, Ende.
04:28Habe ich das gerade richtig gehört?
04:30Der David Frey ist ermordet, aufgefunden worden.
04:33Ja, wieso haben Sie den gekannt?
04:34Äh, nur vom Seng, aber ich kenne vor allem die Vivien Rosenthaler.
04:38Aha, und wer ist jetzt die Vivien Rosenthaler?
04:41Das ist die Witwe vom Georg Rosenthaler, alter Rosenheimer Geldadel.
04:45Ihr Mann ist vor circa 10 Jahren gestorben, seitdem lebt sie von ihrem Erbe.
04:49Gut, und was hat jetzt die wiederum mit dem David Frey zu tun?
04:53Die zwei sind seit drei, vier Jahren zusammen.
04:55Also, jetzt natürlich waren, ähm, er war, ich schätze mal, mindestens 15 Jahre jünger wie Sie, ähm, offiziell war er
05:03Geschäftsmann.
05:04Und inoffiziell?
05:05Hat sie ihren jugendlichen Liebhaber durchgefüttert.
05:08Er hat auch bei ihr gewohnt in ihrer Villa im Eschenweg.
05:11Aber, was man so hört, hat er hinter ihm Rücken jede Menge Affären gehabt.
05:15Aha, und jetzt hat sie sich an ihm gerecht.
05:18Herr Stadler, das sind ja nur Gerüchte.
05:20Also, ob da was dran ist, müsst ihr schon selber rauskennen, gell?
05:23Wiederschauen, Frau Hofer.
05:25Wiederschauen.
05:27Guten Morgen.
05:28Morgen.
05:29Morgen.
05:30Ach, Herr Moor.
05:30Ja.
05:31Wo gehen Sie denn mit dem Paket hin?
05:33Ach so, das ist das Paket, was die Frau Birl da lassen wollte.
05:36Aha, und wer ist jetzt diese Frau Birl?
05:38Hey, Birl Sabine, die Paketbote.
05:41Die wollte dieses Paket abgeben für den Herrn Frey.
05:43Da ist der Herr gekommen, da hat sie her, da hat sie gesagt, die Tür ist offen, ist reingegangen
05:48und da ist er dann gelegen, der Frey.
05:49Moment, ich dachte, Sie haben Herrn Mais gesagt, dass sein Herr Winzerer den Toten gefunden hat.
05:53Nein, nein, nein, das habe ich nicht gesagt.
05:55Ich habe gesagt, der Herr Winzerer kommt dann später dazu.
05:58Aber das kann ich alles selber erzählen, der Wart schon reicht.
06:00Ah, Herr Winzerer!
06:02Na, Moment, Herr Moor, wo ist denn die Frau Birl jetzt?
06:05Ah, die ist wieder daheim.
06:06Aber wir haben alles, wir haben ihre Aussage, wir haben ihre Personalien, alles.
06:10Herr Winzerer, dafür bekannt machen Sie meinen Kollegen.
06:12Grüß Gott.
06:13Grüß Gott.
06:15Lothar Winzerer.
06:16Stadler, Hauptkommissar Klippel Rosenheim.
06:19Beck, mein Name, hallo.
06:21Kannten Sie Herrn Frey?
06:22Ja, war ja quasi mein Nachbar.
06:26Wissen Sie, ich bin der erste Vorsitzende vom Verein Freunde der Berge.
06:31Und unser Vereinsheim ist ein Stückchen oberhalb, da am Berg.
06:36Ja, Entschuldigung, Herr Winzerer, haben Sie gesagt.
06:39Ja.
06:40Könnten wir uns vielleicht ein bisschen später unterhalten, weil wir müssten jetzt eigentlich
06:44sagen, dass ich erst, ähm, bis später, Herr Winzerer.
07:13Jetzt, weil ich, äh, und nicht bloß eine Chance, sondern auch als Beweismittel sicher, ja?
07:19Da hat ja was Wichtiges drin sein, oder?
07:21Eben.
07:26Mais, hallo?
07:29Nein, nein, nein, nein, Sie sind schon richtig.
07:31Ihr Sanitärfirma Oberhauser.
07:32Worum geht's denn?
07:35Ach, Frau Reichelt.
07:37Wie, die Kollegen sind noch nicht da.
07:39Die sind vor einer Stunde losgefahren.
07:42Gut, ich klär das und melde mich.
07:44Wiederhören.
07:45Grüß Gott, Herr Mais.
07:47Herr Achtziger.
07:48Ja, schön, dass Sie zwei Tage früher kommen konnten.
07:51Und ich hab mich noch gar nicht bedankt bei Ihnen.
07:53Sie sind ja quasi unser Retter in der Not.
07:56Herr Achtziger, gar kein Thema.
07:58Man hilft, wo man kann.
08:02Äh, ich hab grad gehört, wir haben einen neuen Fall.
08:05Ja, ja, ein gewisser Herr, äh, Herr Frey ist in einer Berghütte in Wildham tot aufgefunden
08:12worden.
08:13Und die Kollegen sind doch gar nicht am Tatort.
08:15So lange braucht man doch gar nicht, bis wir in Wildham.
08:17Wissen Sie was?
08:18Ich kümm mich drum und Sie trinken derweil in Ruhe Ihren Kaffee.
08:32Ja, hallo, Herr Weinrich.
08:34Wo bleibt ihr?
08:35Die Frau Reichelt hat gerade angerufen und fragt, wo ihr seid.
08:39Ja, äh, wir waren schon da, aber dann muss ich nochmal zurück zur Firma.
08:42Weil wir haben vergessen, die Muffen aufzufüllen.
08:45Wo sind Sie denn?
08:47Ich bin kurz beim Bäcker, mir einen Frühstück holen.
08:49Hab das Telefon im Büro so lange auf mein Handy umgestellt.
08:51Alles klar, wir fahren dann jetzt los, ja?
08:53Ja, bis bald.
09:03Ah, das ist ja der 80er.
09:05Also da muss ich hingehen.
09:06Ja.
09:07Hallo, Julia.
09:08Hallo, Elmer.
09:09Äh, Entschuldigung.
09:10Nein.
09:12Morgen, Herr 80er.
09:13Grüß Gott, Herr Stadler.
09:15Sagen Sie, Sie sind noch gar nicht am Tatort?
09:19Wir behaupten sowas.
09:21Ja, es gab da einen Anruf beim Herrn Mais.
09:23Nein, das muss ein Irrtum sein.
09:25Wir sind ja alle schon fleißig am Ermitteln.
09:27Tatsächlich?
09:27Also das wird es merkwürdig.
09:29Wissen Sie was, Herr 80er?
09:30Ich kann Ihnen sehr gerne den Herrn Mohr geben.
09:32Der kann das dann amtlich bestätigen.
09:35Nein, um Gottes Willen.
09:36Ich glaube es Ihnen auch so.
09:38Ja, dann nix für ungut.
09:40Wieder an, Herr Stadler.
09:42Ja, wiederhören, Herr 80er.
09:44Was Sie denn wollen?
09:46Irgendjemand hat beim Herrn Mais angerufen und behauptet, wir waren noch gar nicht da.
09:50Ja, schöner Schmarrn.
09:51Naja, vielleicht hat sich der Herr 80er da ein bisschen täuscht.
09:57So, die Damen.
10:00Herr Stadler.
10:02Also, Herr Frei wurde gestern Abend zwischen 20 und 21 Uhr erschlagen.
10:07Elena vermutet mit einem Schürhaken.
10:09Ja, es gibt Schaufel und Besen und Zange, aber eben kein Schürhaken.
10:13Das wird der Täter weggenommen haben.
10:16Dann hat es ihm so pressiert, dass er die Tür nicht so gemacht hat, deswegen ist es heute offen gestanden.
10:21Wo ist das?
10:23Und das hatte er bei sich.
10:25Diverse Schlüsse, ein Geldbeutel mit Personalausweis, Geldkarten und etwas Bargeld.
10:31So, das war der Herr David Frei, geboren in Rosenheim, 38 Jahre alt ist er noch mal.
10:36Er war ledig und er war gemeldet.
10:39Es schon wegen, er war 23.
10:41Ah, stimmt.
10:42Da hat er zusammen mit der Frau Vivian, nicht sagen, Rosenthaler.
10:47Und das war seine Lebensgefährtin, das hat mir Frau Hofer gesagt.
10:50Die Frau Hofer?
10:51Ja, die hat das halt heute in der Früh mitgekriegt, dass wir den Toten da auffanden haben.
10:56Die kannte den?
10:57Ja, ihn nicht, aber halt die Frau Rosenthaler, aber das kann ich Ihnen ja später sagen.
11:01Haben wir irgendwelche Abwehrspuren?
11:03Ja.
11:04Äh, also nein, Fehlanzeige.
11:06Herr Frei hat sich offenbar nicht gegen seinen Angreifer gewehrt.
11:09Was ich dafür sprechen würde, dass Täter und Opfer sich gekannt haben.
11:13Er wollte es mal schauen?
11:15Das Backel hätte man aufgemacht.
11:16Ich bin schon so gespannt.
11:19Was?
11:20In dem Backel war bloß ein Kulturbackel?
11:23Na ja, mit dem üblichen Toilettenzeigl, Zusammenhaltszeigl, Reziere.
11:27Ja, soviel zum Thema wichtige Beweise.
11:31Den wird er halt in Wien im Hotel liegen lassen haben.
11:33Mhm, jetzt ist er da.
11:35Ja, aber warum haben die den da hergeschickt und nicht an den nächsten Weg?
11:39Wird schon seinen Grund gehabt haben.
11:40Naja, sei es drum.
11:42Wisst ihr was, schaut euch hier weiter in der Hütte um.
11:45Und wir, wir unterhalten uns mit dem Herrn Wanderer.
11:57Was wollten Sie mir eigentlich noch zur Frau Rosenthaler sagen?
12:00Was?
12:00Ach so, ja genau.
12:01Also die Frau Rosenthaler und der Herr Frei waren angeblich seit drei oder vier Jahren ein Paar.
12:06Sie ist sehr vermögend, lebt von ihrem Erbe.
12:10Er, um ein gutes Jünger wie er sie, lebt ebenfalls von ihrem Erbe.
12:14Sie meinen, er hat sich von ihr aushalten lassen?
12:17Offiziell war er Geschäftsmann.
12:18Angeblich hat er regelmäßig irgendwelche Affären gehabt, von denen sie nichts gewusst hat.
12:22Alles nur Gerüchte.
12:23Nichts Genaues weiß man nicht.
12:25Naja, aber wenn sich das mit den Affären bestätigt...
12:28Hat die Frau Rosenthaler ein Motiv.
12:33Ja, worum geht's in der Pfingst?
12:35Servus!
12:38Ja, jetzt.
12:41Der Wasserhahn in der Küche tropft.
12:44Gut, dann schauen wir doch gleich mal, wann unsere Ronteure Zeit haben.
12:48Wie wär's denn mit nächsten Dienstag um 8 Uhr?
12:50Perfekt!
12:51Ihre Daten haben wir, oder?
12:52Auf Wiedersehen!
12:54Was war das?
12:56Das war mein zweiter Job bei der Firma Oberhauser.
13:00Du hast zwei Jobs?
13:02Parallel?
13:03Naja, ich musste halt zwei Tage früher anfangen.
13:05Und bei der Firma Oberhauser muss ich halt noch heute und morgen arbeiten.
13:08Ich hab ja schließlich einen Arbeitsvertrag.
13:11Aber das ist alles kein Problem.
13:14So, jetzt, Herr Winzerer.
13:16Sie sind also der erste Vorsitzende des Vereins.
13:20Freunde der Berge, haben Sie gesagt.
13:21Ja, wir treffen uns halt manchmal zu einem geselligen Abend.
13:25Oder wir gehen miteinander wandern.
13:28Also da kommen Sie ja zwangsläufig da auch öfters vorbei, oder?
13:31Ja, immer mal wieder.
13:33Vor circa drei Monaten hab ich den Herrn Frey hier zum ersten Mal gesehen.
13:37Ich hab gesagt, der wäre ein Geschäftsmann aus Rosenheim
13:39und hätte die Bärküte gekauft wegen der schönen Aussicht.
13:44Vermutlich nicht nur wegen der Aussicht.
13:47Hat er da einen Damenbesuch auch da gehabt?
13:49Das weiß ich nicht.
13:51Ich mein, ich hab den Herrn Frey so alles in allem vielleicht drei oder vier Mal gesehen.
13:55Und da war er allein.
13:58Wann haben Sie ihn denn das letzte Mal gesehen?
14:00Vor vier Tagen.
14:02Also genau genommen hab ich gar nicht den Herrn Frey gesehen,
14:05sondern nur sein Auto.
14:07Wo waren denn Sie gestern zwischen 20 und 21 Uhr?
14:11Ich?
14:11Ja?
14:13Ja.
14:14Ja, daheim.
14:14In meinem Garten.
14:16Mit meiner Frau.
14:18Wiederschauen.
14:19Ja, tschüss.
14:20Danke.
14:21Wiederschauen.
14:23So schnell kann es gehen.
14:26Und das Telefon hab ich von der Firma Oberhauser halt auf mein Handy umgestellt.
14:30Ach, du hast Nerven.
14:31Oh, das ist die Frau Reichelt.
14:34Wasserschaden in der Lenaustraße.
14:36Ey, wenn das der Herr Achtziger erfährte.
14:39Ja, hallo Frau Reichelt.
14:41Und?
14:41Sind die Kollegen schon da?
14:43Super.
14:44Dann weiß ich Bescheid, Frau Reichelt.
14:46Auf Wiederhören.
14:47Herr Achtziger.
14:48Frau Lange.
14:50Frau Reichelt?
14:51Ja, Frau Diana Reichelt.
14:55Die wollte eine Aussage machen.
14:57Genau.
14:58Sie hat den Herrn Frey ganz gut gekannt.
15:00Und warum ruft sie sich auf ihrem privaten Handy an?
15:04Das war so, sie hat zuerst unten an der Information angerufen,
15:08und dann wollte ich sie natürlich nach oben durchstellen,
15:10aber beim Dominik war die ganze Zeit besetzt.
15:11Genau.
15:12Ich hatte den Hörer falsch aufgelegt.
15:14Tut mir leid.
15:15Ja, und da hab ich ihr seine private Handynummer gegeben.
15:19Und wer hat da vorhin angerufen und fälschlicherweise
15:22behauptet, die Kollegen seien noch nicht am Tatort?
15:25Ja, das hatte ich total falsch verstanden, Herr Achtziger.
15:28Es betraf gar nicht unseren Fall, sondern die Kollegen vom Diebstahl.
15:32Vom Diebstahl?
15:32Mhm.
15:33Ja gut, das sind die Unterlagen für Herrn Donato.
15:36Ach, die kann ich ihm ja gleich geben.
15:39Wunderbar.
15:40Herein.
15:41Ah, grüß Gott.
15:42Bein Hand.
15:43Frau Hofer.
15:44Frau Hofer.
15:44Frau Hofer.
15:45Ach ja, Herr Mais.
15:46Frau Hofer, ich und Dr. Baumgartner sind nachher noch bei einer Besprechung im Stadtrat.
15:51Okay.
15:51Ein bisschen Zeit ist ja nur drum, Hobby.
15:53Man denkt, Herr Achtziger, wir könnten uns vorher noch kurz besprechen.
15:56So machen wir es.
15:57Ja.
16:03Das war jetzt nicht optimal.
16:06Du sagst es.
16:09Ach, ist der Herr Mais einmal wieder im Lande.
16:11Sie sind wahrscheinlich heilfroh, dass er zwei Tage früher für Frau Stockl einspringen konnte,
16:16gell?
16:16Ja, sicher.
16:19Aber irgendwie wirkt der Herr Mais heute ein bisschen überfordert.
16:23Na, kein Wunder.
16:24Allein schon gleich am ersten Tag.
16:27Äh, übrigens, ich hab mich schon mit dem Herrn Stadler über den Herrn Frey unterhalten
16:31und ich hab ihm auch schon einen ganz heißen Ermittlungstipp gegeben.
16:35Sind wir so den Herrn Frey gekonnt?
16:37Ihn weniger, aber dafür seine Lebensgefährtin.
16:39Die Frau Reichelt.
16:41Äh, wer bitteschön ist denn die Frau Reichelt?
16:44Der Herr Frey war doch mit der Vivian Rosenthal alliiert.
16:47Ach, mit dieser Millionenerbin.
16:50Das hab ich nicht gewusst.
16:51Nein, nein, die Frau Reichelt hat grad vorhin erst angerufen.
16:56Sie will eine Aussage zum Herrn Frey machen.
16:59Gell.
17:00Das wird eins seiner Gspuse gewesen sein.
17:03Hm, die hat Nerven.
17:07Hammer, Hammer, Hammer, Hammer.
17:09Entschuldigung, Moment.
17:10Äh, da fragst du auch noch mal, gell?
17:11Nein.
17:12Danke dir.
17:12Was sagt denn der Winzer da?
17:14Äh, der hat Herrn Frey hier nur ein paar Mal gesehen.
17:16Das erste Mal vor drei Monaten.
17:18Und diese Zeitraum hat der Herr Frey etwa die Berghütte gekauft.
17:21Angeblich nur wegen der schönen Aussicht.
17:23Aber wir haben den Verdacht, dass er da hier und da auch mal ein Schäferstündchen gehalten hat.
17:28Naja, Frau Hofer hat gerüchteweise gehört, dass er Affären hatte.
17:32Ja, aber sicher nicht da.
17:33Die Kleidenschenke sind alle leer.
17:35Der Kühlschrank ist leer.
17:36Und die Bad ist nicht einmal zusammenbürstelt.
17:38Ja, dann ist vielleicht noch nichts dran an diesen Gerüchten.
17:40Na ja, schauen wir mal.
17:42Herr Mohr, wissen Sie was?
17:43Wir fahren jetzt das erste Mal zur Frau Rosenthaler.
17:45Ja, ist recht.
17:46Und ich gehe Nachbarn befragen.
17:47Also Auerhahn und Co.
17:49Wunderbar.
17:49Bis dann.
17:50Tschüss.
17:50Tschüss.
17:56Tut mir leid, Herr Höfner.
17:57David ist nicht da.
17:58Hat er mich versetzt?
17:59Grüß Gott.
18:01Hallo.
18:02Grüß Gott.
18:02Mein Name ist Stadler.
18:05Rippo Rosenheim, das ist meine Kollegin, die Frau Beck.
18:08Sind Sie Frau Rosenthaler?
18:10Ja.
18:11Und Sie sind bitte wer, wenn man fragen darf?
18:13Tim Höfner von Beaumarchais.
18:15Das ist ein Restaurant in München.
18:18Worum geht es denn?
18:19Es geht um Herrn Frey.
18:21Zu David wollte ich gerade.
18:23Eigentlich waren wir miteinander verabredet.
18:25Aber wie ich höre, ist er nicht da.
18:26Der Herr Frey ist heute Morgen leider tot in seiner Berghütte aufgefunden worden.
18:33Wie bitte?
18:34Offensichtlich ermordet.
18:36Das ist ja furchtbar.
18:39Herr Höfner, seien Sie bitte so freundlich und kommen nachher zu uns aufs Kommissariat.
18:43Wir würden uns jetzt sehr gerne mit der Frau Rosenthaler allein unterhalten.
18:47Ja, klar.
18:49Mein Beileid.
18:54Wann ist das denn passiert?
18:55Gestern Abend allerdings wurde er erst heute Morgen von einer Paketbotin gefunden.
19:00Ja, und ein Wanderer ist da auch nur dazugekommen.
19:03Haben Sie schon einen Verdacht?
19:05Noch nicht.
19:06Das wäre jetzt unsere Frage an Sie gewesen.
19:08Er war ja Ihr Lebensgefährte.
19:10Ja.
19:11Seit vier Jahren.
19:13Seit zwei Jahren hat er auch bei mir gewohnt.
19:16Gab es denn in der letzten Zeit vielleicht einen Streit oder hat er Feinde gehabt oder sowas?
19:20Nein.
19:20Ich weiß von nichts.
19:23Wann haben Sie ihn denn zuletzt gesehen?
19:26Gestern Nachmittag, so gegen 17 Uhr.
19:31Ich bin dann nochmal in die Stadt gegangen, um ein paar Besorgungen zu machen.
19:35Und als ich zurückkam, also so gegen 19 Uhr, war David weg.
19:42Ich habe ihn dann am Handy angerufen.
19:45Und er hat mir gesagt, er sei auf dem Weg zur Berghütte und würde sich danach bei mir melden.
19:49Und wie ist es dann weitergegangen?
19:51Er hat sich nicht gemeldet.
19:53Ich bin davon ausgegangen, dass er dort übernachtet.
19:57Wo waren Sie denn gestern Abend?
20:00Ich war den ganzen Nacht hier.
20:02Also allein.
20:04Gut, Frau Rosenthaler, bevor wir jetzt gehen, dürfen wir vielleicht noch einen kurzen Blick ins Büro oder ins Arbeitszimmer vom
20:11Herrn Frey werfen.
20:11Ja, klar.
20:13Kommen Sie.
20:17Ach, was wollte denn Herr Höfner vorhin von Herrn Frey?
20:20Die beiden hatten noch einen Termin beim Architekten.
20:23Kommen Sie.
20:28Ja, Frau Marie, grüß Ihnen.
20:30Herr Michi, grüß Gott.
20:31Lachen Sie g'sehen, gell?
20:33Herr Mohr, weil ich Sie gerade sehe, ist die Frau Reichelt schon vernommen worden?
20:38Kleine Frage, wer ist die Frau Reichelt?
20:39Oh mein, wenn Frau Stockl nicht da ist.
20:41Augenblick, Frau Hofer.
20:43Also, Freundes, die Frau Reichelt ist die mutmaßliche Geliebte vom Herrn Frey.
20:49Sie hat angerufen und möchte eine Aussage machen.
20:53Also, davon weiß ich gar nichts. Und die Kommissare sind gerade bei der Frau Rosenthaler.
20:57Ja, da könnten Sie doch in der Zwischenzeit zur Frau Reichelt fahren.
21:01Ich weiß doch nicht einmal, wo die Frau wohnt.
21:03Ich gehe mal davon aus, hier in Rosenhalm. Diana Reichelt.
21:08Danke, Herr Ochziger.
21:10Diana Reichelt, die finde ich nie.
21:13Diana Reichelt, Lederstraße 47.
21:16Kommen wir die Lederstraße.
21:19Was?
21:21Der Herr Frey wollte ein Gourmi-Restaurant eröffnen.
21:24Zusammen mit Herrn Höfner.
21:26Und zwar genau da, wo sich jetzt noch die Berghütte befindet.
21:30Ach, dann hat er die Berghütte nur gekauft, um sie abzureißen und was komplett Neues hinzubauen?
21:35Das Blue Mountain.
21:36Ein Restaurant der Extraklasse.
21:38Mitten in der Natur.
21:40Ist das nicht eine großartige Idee?
21:42Naja, also gut, das kann man jetzt so oder so sehen.
21:44Wenn ich jetzt Naturfreund war, wäre ich da natürlich nicht so begeistert.
21:48Querulanten gibt es immer.
21:49Ich weiß noch, wie David und Herr Höfner mir zum ersten Mal davon erzählten.
21:53Ich war total überzeugt.
21:55Und das Einzige, was ihnen fehlte, war ein Finanzier.
21:59Und das wären Sie gewesen?
22:00Ich habe ihnen gesagt, macht euch um Geld keine Sorgen.
22:03Ich kläre das mit den Banken.
22:05Und damit die beiden schon mal loslegen können,
22:07habe ich ihnen ein Grundkapital zur Verfügung gestellt.
22:10Und seit wann gibt es dieses Projekt?
22:12Seit fünf Monaten.
22:14Inzwischen ist sehr viel passiert.
22:16David hat die Hütte gekauft
22:17und Herr Höfner hat einen Businessplan in Auftrag gegeben.
22:21Ach, und heute hätte es einen Termin mit dem Architekten geben sollen.
22:24David hat ständig Termine.
22:26Mal mit, mal ohne Herrn Höfner.
22:28Was wollte er denn eigentlich in Wien?
22:30Hat er das auch mit seinem Restaurantplan zu tun?
22:33Wien?
22:34Ja, also die Paketbotin, die den Herrn frei gefunden hat,
22:37die hat ein Backel, also ein Päckchen für ihn gehabt.
22:42Und zwar vom Hotel Kaiser Kroni in Wien.
22:46Und folglich muss er kürzlich in Wien gewesen sein.
22:49David war letzte Woche in Dortmund.
22:51Auf einer Fachmesse für Küchentechnik.
22:54Mit Herrn Höfner.
22:56Aha.
22:57Na ja, gut.
22:58Eine Frage noch.
23:00Dürften wir uns eventuell diesen Businessplan mitnehmen?
23:04Den Rest holt dann die Spurensicherung.
23:08Danke.
23:09Bitteschön.
23:12Also da stimmt doch was nicht, oder?
23:13Wenn Herr frei mit Herrn Höfner in Dortmund war,
23:16wieso kommt dann der Kulturbeutel aus Wien?
23:18Ja, und warum lässt er sich den an seine Berghütten schicken
23:21und nicht an den Eschen weg?
23:22Das haben wir von Anfang an, wenn man das schon denkt.
23:23Ja, dann sollten wir der Spur auf jeden Fall nachgehen.
23:26Und auf alle Fälle sollten wir uns noch mit diesem Wanderfreund,
23:29den Herrn Winzerer, vornehmen.
23:31Weil, wenn der gewusst hat, was der Herr Frei da vorhat.
23:35Na ja, der war bestimmt begeistert.
23:37Ein Schickimicki-Restaurant in seinen geliebten Bergen.
23:39Gestern Abend kamst du zum Streit und?
23:41Zack.
23:43Dann zieh dich mitnehmen.
23:45Okay.
23:46Ja.
23:46Dann probier ich jetzt alles auf.
23:52Also, Herr Winzerer geht nicht ans Telefon
23:54und die Mailbox ist auch nicht eingeschaltet.
23:56Wissen Sie, was er meint?
23:57Um den Herrn Winzerer soll sich der Herr Mohr kümmern.
23:59Den ruf ich jetzt gleich an.
24:00Aber noch was anderes.
24:01Der Herr Frei hat heute Morgen ein Paket bekommen
24:04vom Hotel Kaisergrone in Wien.
24:06Okay, ich frag mal nach.
24:08Und dann bräuchten wir sonst auch noch ein paar Infos zu Herrn Frei, bitte.
24:11Ja, die Anruflisten hab ich Ihnen schon geschickt
24:13und die Bankauskunft ist beantragt.
24:16Optimal.
24:16Nein, das macht ja nicht zum ersten Mal der Herr Mohr, gell?
24:27So, Kaisergrone.
24:31Perfekt.
24:33Also, es gibt's ja nicht.
24:34Der Herr Mohr muss ja da schon längst vom Tatort zurück sein.
24:37Außer, er befragt wirklich Auerhahn und Co.
24:40Ja, Herr Mohr, wo sind Sie denn?
24:42Ich bin direkt vom Haus von der Frau Reichelt.
24:45Was?
24:46Er ist vor dem Haus von einer Frau Reichelt.
24:49Moment, Herr Mohr, ich steu auf laut.
24:52So.
24:53Wo?
24:54Wo?
24:54Da oben.
24:56Ah, da unten.
24:56Hallo, Herr Mohr, wer bitte ist denn diese Frau Reichelt?
25:00Die Frau Reichelt?
25:01Das ist jetzt ein Gespuse vom Herrn Frei.
25:04Ja, aber da wissen wir ja noch gar nichts davon.
25:06Das weiß ich alles von meinem Achtziger.
25:08Und woher weiß das der Herr Achtziger?
25:10Das weiß ich nicht.
25:11Es hat nicht geheißen, ist so eine Frau Diana Reichelt befragen.
25:14Und das wollte ich jetzt gerade machen.
25:15Was gibt's denn bei euch nichts?
25:16Ja, bei uns geht's um den Herrn Winzerer.
25:19Herr Mohr, wissen Sie was?
25:20Das sage ich Ihnen, wenn Sie im Präsidium sind.
25:22Danke, Stadler, Ende.
25:23Ja, äh, Mohr auch.
25:24Servus.
25:28Seit wann mischt sich denn Herr Achtziger in die Ermittlungen ein?
25:31Ja, die siehst du gut, die Frau Reichelt.
25:34Also, ich habe gerade mit einem Mitarbeiter vom Hotel Kaiserkrone telefoniert.
25:38Er selbst weiß von keiner Paketsendung, aber er fragt nach.
25:41Aha.
25:42Wir haben jetzt gerade mit Herrn Mohr telefoniert.
25:44Und der sagte, Herr Achtziger hätte ihn zur Geliebten vom Herrn freigeschickt.
25:48Davor haben sie uns ja gar nichts gesagt.
25:50Ich weiß von nichts.
25:51Ich habe Herrn Mohr seit heute Morgen nicht mehr gesehen.
25:53Und Herr Achtziger ist vor ca. einer Stunde außer Haus.
25:56Zu dem Termin mit Dr. Baumgartner.
25:58Zusammen mit der Frau Hofer.
25:59Mit der Frau Hofer?
26:00Jetzt wird es interessant.
26:02Die hat mir ja von dem Gerücht erzählt, dass der Herr Frey diverse Affären gehabt hätte.
26:07Oh, Entschuldigung.
26:10Mei, vielleicht hat es ja nicht nur mir das erzählt, sondern auch Herrn Achtziger.
26:15Ja, aber wie kommt denn Herr Achtziger auf diese Frau Reichelt?
26:19Ja, hallo Herr Weinreich.
26:20Und?
26:21Wie schaut's mit dem Wasserschaden aus?
26:25Wie hier könnte ich weitermachen?
26:31Polizist bei der Frau Reichelt?
26:33Ja?
26:35Gut, die Befragung bitte wohl nicht ewig dauern.
26:37Ich sage dem Herrn Steinacher Bescheid, dass er später kommt.
26:39Ja?
26:41Servus.
26:42Also dieser Businessplan ist wirklich höchst interessant.
26:45Da werden alles bis ins kleinste Detail durchgegeben.
26:48Zum Beispiel die Anzahl der Gäste oder wie viel Gewürz das im Jahr eingekauft wird.
26:55Jetzt frage ich Sie, für was braucht man bitte, wo steht da?
26:5810 Kilo brasilianischen Korinba-Pfeffer.
27:02Und Cuisine halt.
27:04Ah, ist das da so?
27:06Jedenfalls hätten Sie die Investitionskosten innerhalb von zehn Jahren amortisiert und das
27:12Blue Mountain hätte nur noch schwarze Zahlen geschrieben.
27:14Klingt nach Goldgrube.
27:15Und deswegen wollte er auch da die Frau Rosenthaler investieren.
27:19Was sagt denn die Anrufliste?
27:20Also, gestern Nachmittag um 16.34 Uhr hat Herr Frey mit einer Festnetznummer in Frankfurt telefoniert.
27:27Frankfurt sagen Sie?
27:28Ja.
27:29Das wird die Firma gewinnt, die den Businessplan gestellt hat.
27:33SO24.
27:35Die hat ihren Sitz in Frankfurt.
27:38Da.
27:38Schauen Sie.
27:41Ja, tatsächlich, die Nummern sind identisch.
27:43Und kurz danach um 17.07 Uhr hat er eine Handynummer angerufen, die hat er öfter gewählt.
27:48Das waren seine beiden letzten Telefonate.
27:50Mhm.
27:51Dann wird er erst mit der Firma telefoniert haben, die den Businessplan erstellt hat.
27:54Und dann, danach, vermutlich mit dem Herrn Höfner.
27:59Und den können wir jetzt gleich selber fragen.
28:02Ah, da kommt die Kollegin schon.
28:04Herr Höfner, hallo.
28:06Sie dürfen bitte gleich mitkommen.
28:09Bitte.
28:11Da scheint sie ja.
28:17Herr Weinrich?
28:18Und?
28:20Ist die Polizei weg?
28:23Gut.
28:24Dann könnt ihr ja weiterarbeiten.
28:29Warum nicht?
28:34Die Polizei ist weg, aber dafür ist der Ehemann von der Frau Reichelt da.
28:38Okay?
28:41Was?
28:42Und der macht Stress, weil die Polizei da war?
28:44Ich...
28:45Herr Weinrich, ich bekomme gerade einen Anruf rein.
28:47Wir telefonieren, ja?
28:57Krippe Rosenheim, Dominik Meis, hallo.
28:59Ja, Hotel Kaiserkrone.
29:01Ich habe Ihren Anruf schon erwartet.
29:03Ja, das stimmt.
29:05David, also Herr Frey hat mich gestern Nachmittag noch angerufen.
29:08Er hatte eine Frage im Zusammenhang mit dem Businessplan.
29:10Laut Frau Rosenthaler soll er danach zu seiner Berghütte gefahren sein.
29:14Wissen Sie zufällig wieso?
29:16Wollte er jemanden treffen?
29:17Also mir hat er nichts gesagt.
29:19Wie lange kannten Sie eigentlich den Herrn Frey schon?
29:22Seit ungefähr drei Jahren.
29:24Frau Rosenthaler und Herr Frey waren Stammgäste bei mir im Beaumarchais.
29:28Ihrem Restaurant in München?
29:30Irgendwann habe ich wohl mal erzählt, dass ich einen zweiten Laden aufmachen möchte.
29:34Und dann hat David einen Tipp gekriegt, dass es eine Berghütte zu kaufen gäbe,
29:37die auf einem Gewerbegrundstück steht.
29:38Früher war da sogar mal eine Jausenstation.
29:41Ach so, und das hat Sie beide auf die Idee gebracht, dort ein Restaurant zu errichten,
29:46also beziehungsweise dann ja auch zu eröffnen.
29:49Frau Rosenthaler war sofort begeistert von der Idee.
29:52Sie ist quasi die Dritte im Wunder, kümmert sich ums Finanzielle.
29:56Wie geht's jetzt weiter? Ohne Herrn Frey?
29:59Das ist noch völlig offen.
30:01Vielleicht mit einem anderen Geschäftsführer.
30:04Das werde ich wohl die nächsten Tage mit Frau Rosenthaler besprechen.
30:07Herr Höfner, haben Sie eine Ahnung, wer an Herrn Frey das angetan haben könnte?
30:13Wo waren denn Sie gestern zwischen 20 und 21?
30:16Am Herd von Beaumarchais, so wie jeden Abend.
30:19Ja.
30:20Die Rückmeldung vom Hotel Kaiserkrone ist da.
30:23Ha, wunderbar. Wenn Sie uns einen kleinen Moment entschuldigen.
30:29So, jetzt auch.
30:31Also, Herr Frey war wohl die ganze letzte Woche im Hotel Kaiserkrone.
30:34Den Kulturbeutel hat er dort liegen lassen.
30:36Also doch, genau wie wir vermutet haben.
30:39Und den Beutel hat er sich einfach nachschicken lassen.
30:41Richtig.
30:41Und zwar ausdrücklich nicht in den Eschenweg, sondern an die Adresse seiner Berghütte.
30:46Und wie kann er in Wien gewesen sein, wenn er laut Frau Rosenthaler mit den Hüften in Dortmund war?
30:50Fragen wir.
30:51Mhm.
30:52Danke.
30:53Gerne.
30:55Die Reise zur Küchenmesse in Dortmund haben wir abgesagt, weil ich keine Zeit hatte.
31:00Und alleine wollte David auch nicht fahren.
31:03Offenbar hat der Herr Frey dann der Frau Rosenthaler nichts davon gesagt
31:07und es ist stattdessen klang heimlich nach Wien gefallen.
31:11Äh, was anderes. Sagt Ihnen der Name Diana Reichelt was?
31:16Wer soll das sein?
31:17Die mutmaßliche Geliebte von Herrn Frey.
31:20Also, ich weiß von nix.
31:21Er soll ja öfter Affären gehabt haben.
31:24Zutrauen würde ich es ihm.
31:26Da wird mir klar, Frau Rosenthaler war letzte Woche mit einer Freundin in Beaumarchais.
31:31Und da hat sie sie gesehen?
31:33Ja, irgendwie war sie überrascht, als sie mich gesehen hat.
31:36Jetzt weiß ich auch warum.
31:38Sie dachte, ich wäre mit David in Dortmund.
31:42Hallo Herr Meigs.
31:43Herr Bohr.
31:47Wie war es bei der Geliebte von Herrn Frey?
31:48Na, das war ein Reinfall.
31:50Warum?
31:52Weil die Frau Reichelt den Herrn Frey überhaupt nicht kennt.
31:55Wo waren sie?
31:57Bei der Frau Reichelt.
32:04Also, Herr Frey vergnügt sich mit seiner Geliebten dieser Frau Reichelt in Wien im Hotel und vergisst dort sein Kulturbeutel.
32:12Und sein Lebensgefährtin lässt er ihm glauben, dass er mit dem Höfner in Dortmund ist.
32:16Aha, und damit die nicht bemerkt, dass er gelogen hat, lässt er seinen Kulturbeutel zu seiner Bergkötze schicken.
32:21Nichts ahnimmt, dass sich in der Zwischenzeit die Frau Rosenthaler und der Herr Höfner in München begegnet sind.
32:26Die hat doch gewusst, dass er sie betrügt.
32:29Also, die Frau Rosenthaler wird ordentlich sauer gewesen sein.
32:31Nur dazu, was sie da in dieses Restaurantprojekt investiert hat.
32:34Ich bestell sie ein.
32:37Was haben denn Däts vor da drüben so eifrig miteinander zu diskutieren?
32:50Ja, hallo, Frau Rosenthaler-Beck, hier Kripo Rosenheim.
32:52Wir müssen Sie nochmal sprechen.
32:56Was? Dann war die Frau Reichelt gar nicht die Geliebte.
33:00Ach, hallo, Herr Mohr.
33:01Hallo.
33:02Äh, Frau Rosenthaler kann erst morgen um neun.
33:05Was war denn jetzt eigentlich bei Frau Reichelt?
33:08Alles offenbar nur ein großes Missverständnis.
33:11Die Frau Reichelt hat mit dem Herrn Frey nicht das Geringste zu tun.
33:15Aber sie hat einen Schaden. Also, Wasserschaden.
33:20Ja, guten Abend, Herr Mais. Wo kommen Sie denn jetzt her?
33:22Ich habe mir noch schnell was zum Abendessen besorgt.
33:24Macht ja nix, wir haben doch gerne gewartet.
33:26Wie lief's bei euch? War noch was?
33:28Die Reichels haben sich geweigert, den Handwerkerbericht zu unterschreiben.
33:31Weil Sie meinen, wir hätten niemals so lang gebraucht, wenn der Polizist nicht aufgetaucht wäre.
33:36Ja, aber wer zahlt das jetzt?
33:37Die Reichels auf jeden Fall nicht.
33:39Unbezahlte Rechnungen.
33:40Lieb der Chef.
33:42Schönen Feierabend, Herr Mais.
33:44War gut heute.
33:46Was?
33:53Okay, jetzt weiter, Herr Stadler.
33:54Die Frau Reichelt hat überhaupt nix mit dem Herrn Frey zu tun.
33:59Oh, mei, mei, mei.
34:00Und ich erzähl noch dem Herrn Achtziger, sie wär die Geliebte vom Frey.
34:03Und damit haben Sie den Herrn Achtziger komplett aufs falsche Gleis gesetzt.
34:07Und der Herr Achtziger den Herrn Mohr.
34:09Aber das weiß der Herr Achtziger Gott sei Dank nicht.
34:11Und, Frau Hofer, er weiß auch nicht, dass der Herr Mais heute und morgen noch für die Firma Oberhauser arbeitet.
34:19Sieh, von mir wird niemand was erfahren.
34:21Ich sag am besten ab sofort gar nix mehr.
34:23Wunderbar.
34:24Dann ist jetzt das Thema Frau Reichelt erledigt.
34:35Ja.
34:37Guten Morgen allerseits.
34:38Guten Morgen, Herr Stadler.
34:39Guten Morgen, Herr Stadler.
34:40Guten Morgen, Herr Stadler.
34:41Die Frau Kollegin auch schon da?
34:43Ja, ja.
34:43Ich hab der Frau Beck schon alles erzählt.
34:45Also wegen Herrn Winzerer.
34:47Winzerer.
34:47Auch das war unser Naturfreund gestern am Tatort.
34:50Genau.
34:50Also der Herr Winzerer hat ein Alibi für die Tatzeit.
34:53Er hat nämlich gegrillt.
34:54Bei sich daheim im Garten.
34:55Er hat halt einen wunderschönen, großen Garten.
34:57Und dabei ist gewesen seine Frau und der Hubsi-Bayer-Straßer.
35:01Der Hubsi-Bayer-Straßer, das ist ganz ein lieber Nachbarn.
35:03Herr Mohr, wissen Sie auch, wo es zum Essen gegeben hat?
35:06Na ja, verschieden.
35:06Einen Scherz.
35:08Und von meiner Seite gibt es auch was Neues.
35:10Die Bankauskunft von Herrn Freyester.
35:12Ja.
35:14Guten Morgen, die Herren.
35:15Herr Mohr, wie war's denn gestern bei der Frau Reichelt?
35:21Ähm, bei der Frau Reichelt?
35:23Ja, also die, äh, die Dings, die Frau Reichelt, die war jetzt letztendlich dann doch nicht die
35:29Geliebte vom Herrn Frey.
35:30Das war so eine klassische...
35:32Das war eine Fehlspur.
35:33Fehlspur war's, genau.
35:34Aber Gott sei Dank, dass wir das Ganze schon, ähm...
35:37Das muss überhaupt nicht tun.
35:38Ja.
35:39Na ja, wie der Herr Stadler gerade gesagt hat, dann war's ja vielleicht doch nicht so
35:43schlechter Singfonser.
35:44Ha, ha, ha.
35:45Herr Mais, ich bin in meinem Büro.
35:47Ja.
35:52Das war aber gerade so, gell?
35:54Telefon.
35:55Ja.
35:56Das ist mein anderer Chef, Herr Oberhauser.
35:59Ja, fragt Sie bloß, wie lange das noch gut geht.
36:02Ich bin beim Fonser und ich bin drin.
36:07Grüß Gott, Herr Oberhauser.
36:08Morgen.
36:09Herr Reichelt hat bei Ihnen angerufen.
36:11Was?
36:14Die Polizei soll seine Rechnung bezahlen?
36:17Herr Oberhauser, da findet sich bestimmt eine andere Lösung.
36:20Ja, doch, doch, bestimmt.
36:21Ich bin in 10 Minuten da.
36:23Ja?
36:27Die Spurensicherung hat übrigens gestern Abend noch die Unterlagen von Herrn Frey vorbeigebracht.
36:31Ja, pfiert die gut.
36:34Ich müsste kurz was erledigen.
36:35Okay.
36:37Herr Oberhauser.
36:38Ja, von mir aus, aber wiederkehme, gell?
36:41Ja.
36:44Wo wollen wir stehen?
36:49Aha.
36:52Ah, äh.
36:53Ich bin im Stress.
36:57Firma Oberhauser?
36:59Ich sag dann nichts dazu.
37:01Grüß Gott.
37:02Grüß Gott.
37:02Kann man Ihnen helfen?
37:03Vivien Rosenthaler mein Name.
37:05Ah, Sie müssen zu den Kommissaren.
37:07Richtig.
37:07Sie werden schon erwartet.
37:09Treppe hoch und dann rechts.
37:11Danke.
37:18Achtziger?
37:20Wer ist da bitte?
37:23Grüß Gott, Herr Oberhauser.
37:25Um was geht's denn?
37:29Nein.
37:30Nein.
37:30Nein.
37:30Nein, davon weiß ich nichts.
37:34Ach, Herr und Frau Reichelt.
37:37Ja.
37:38Ja.
37:39Ein Kollege von uns war gestern dort.
37:42Ja, aber was hat das jetzt bitte mit Ihrer Sanitärfirma zu tun, Herr Oberhauser?
37:55Aha.
37:58Ja, Herr Frei hat mich betrogen.
38:00Und wohl auch nicht das erste Mal.
38:02Aber deswegen habe ich ihn auch nicht umgebracht.
38:05Wissen Sie, wie die Frau heißt, mit der er in Wien war?
38:08Das hat mich nicht interessiert.
38:10David meinte nur, es sei eine unbedeutende Affäre.
38:15Wann hat er Ihnen das gesagt?
38:16Als er aus Wien zurückkam.
38:19Ich habe ihn zur Rede gestellt.
38:21Ich habe ihm gesagt, dass wir in Zukunft getrennte Wege gehen.
38:24Privat.
38:26Ich wollte, dass er bei mir auszieht.
38:29Und geschäftlich?
38:30Sie haben sich doch sicherlich den Businessplan angeschaut.
38:33Dann wissen Sie, das Blue Mountain ist eine Goldgrube.
38:36Ich wollte, dass David mit Herrn Höfner zusammen das Projekt durchzieht.
38:39Das können Sie ja jetzt auch noch, also ohne den Herrn Frei.
38:42Ja, aber es war Davids Idee.
38:44Er hat dafür gebrannt.
38:46Und ich finde, er hat seine Sache als Geschäftsführer ganz gut gemacht.
38:52Noch mal zurück auf den Businessplan.
38:58Entschuldigung.
38:59Wir wissen, dass der Herr Frei 80.000 Euro dafür gezahlt hat.
39:04Finden Sie das nicht maßlos überteuert?
39:07Fragen Sie dazu Herrn Höfner.
39:09Die Firma SO24 hat auch den Businessplan für seinen Beaumaché in München gemacht.
39:14Der Kontakt lief über ihn.
39:20Ist Herr Oberhauser gar nicht da?
39:27Hallo?
39:30Ich bin auf Baustelle in Rohrdorf.
39:37Oberhauser.
39:43Herr Mays.
39:46Überrascht?
39:47Äh.
39:48Ich denke, wir sollten uns unterhalten.
39:55Also, und Sie wissen wirklich voll nichts?
39:59Das ist ja interessant.
40:01Ja, gut.
40:02Ja.
40:03Danke.
40:03Vielen Dank, wiederherrn.
40:06Also, die Firma, die angeblich diesen Businessplan erstellt hat, weiß von nichts.
40:12Stellt sich mir die Frage, woher ist dieser Businessplan?
40:15Vor allen Dingen, wer hat jetzt die 80.000 Euro vom Herrn Frei?
40:19Die Frau Rosenthal hat doch gesagt, dass der Kontakt über Herrn Höfner lief.
40:23Hä?
40:24Und sie meinte doch auch, dass Herr Höfner für sein Beaumachés in München einen Businessplan hatte.
40:30Ach so, und Sie glauben jetzt, er hat seinen alten Businessplan aus dem Schublad rausgezogen, hat ihn ein bisschen überarbeitet
40:35und dann den Herrn Frei für 80.000 Euro verkauft.
40:40Na, dann schauen Sie mal hier, Herr Stadler.
40:43Hier ist eine Kontonummer.
40:46Die ist aber nicht identisch mit der vom Businessplan.
40:49So24 wird hier zusammengeschrieben und die ganzen Zahlen sind komplett anders.
40:55Dann sollten wir jetzt mal schauen, wen die Kontonummer vom Businessplan gehört.
41:01Herr Höfner, Sie haben Herrn Frei betrogen und er ist dahinter gekommen.
41:05Und wenn wir die DNA-Spuren vom Tatort mit den Ihren abgleichen, und das werden wir tun.
41:12David wollte mich anzeigen.
41:14Dabei war es doch nicht mal sein Geld, sondern das von Frau Rosenthaler.
41:18Was war in der Tatnacht?
41:22Wir haben uns gestritten auf der Berghütte.
41:26Und dann habe ich die Nerven verloren.
41:28Und da die Frau Rosenthaler noch nichts von dem Betrug wusste, hätten Sie dieses Restaurantprojekt mit ihr weiterverfolgt.
41:37Was ist mit der Tatwaffe?
41:40Den Schürhaken habe ich im Wald vergraben.
41:43Gut, Herr Höfner, Sie sind hiermit vorläufig festgenommen, weil Sie im dringenden Tatverdacht stehen,
41:48Herrn David freigetötet zu haben. Herr Mohr, bitte abhören.
41:51Herr Höfner, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:58Okay, alles klar. Danke, Herr Reichelt. Auf Wiederhören.
42:04Also, Herr und Frau Reichelt haben sich endlich beruhigt und werden die Rechnung bezahlen.
42:10Herr Meis, ein Glück, dass wir Sie haben.
42:14Manchmal muss man einfach nur miteinander reden.
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