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00:02Actually, I wanted to talk about the dangers of the summer summer.
00:06Because the Krebs takes world to.
00:10Especially in Australia.
00:12You can see it here like this.
00:16Even at the same time.
00:19But then I'm going to go to the research from Scotland.
00:23That sunlight should change our blood.
00:26And we can't change our blood.
00:26And so we will be able to reduce the blood.
00:31How does this mean?
00:34Are we talking about the sun?
00:39That's why I'm looking for a whole world's life.
00:43I am about to realize that this is the same time.
01:01She had never fear before the sun.
01:04Now she has a severe gang in her face.
01:09We had a change in her face.
01:11At the same time, she was about her.
01:13She took a test.
01:15She was sent to Regina in the Uniklinik Freiburg.
01:19Verdacht auf Hautkrebs.
01:25I meet Regina, um her Geschichte zu hören.
01:30She knows, she has very empfindable Haut.
01:35Deshalb hält sie sich heute mit dem Sonnenbaden zurück.
01:40War das früher anders? Warst du früher mehr in der Sonne?
01:44Wir haben z.B. als Kinder ins Schwimmbad laufen müssen.
01:48Und das war ein ewig langer Weg.
01:50Da hast du eigentlich schon einen Sonnenbrand gehabt,
01:54bis man im Bad angekommen ist.
01:58So wie Regina ging es fast einer ganzen Generation.
02:02Sonnenschutz war zu dieser Zeit kein Thema.
02:05Im Gegenteil.
02:06Je brauner, desto besser.
02:12Und mit Sonnencreme.
02:14Ich kann mich gar nicht erinnern,
02:15dass mein Bruder mich jemals mit Sonnencreme angekrebt hat.
02:19Wüsste ich nicht.
02:22Präsentiert ihr das Leben dafür jetzt die Rechnung Jahrzehnte später?
02:27Die betroffene Stelle ist zudem sehr dicht am Ohr.
02:30Sollte sie tatsächlich operiert werden müssen,
02:33könnte Regina einen Teil davon verlieren.
02:37Am Kopf, das ist mir irgendwie zu spät.
02:41Das macht mir ein wenig Angst am Kopf.
02:46Drei Tage später in der Dermatologie der Uniklinik Freiburg.
02:50Jeden Tag werden hier sehr viele Hauttumore entfernt.
02:54Ein Team aus Spezialisten versucht dabei,
02:56so schnell wie möglich zu klären,
02:58wie gefährlich die Hautveränderungen sind.
03:02Dermatologe Frank Mais leitet die Abteilung.
03:05Hier wird auch Regina operiert.
03:08Und wie geht's dir?
03:09Ja, ich bin ein bisschen nervös und auch vom Ergebnis,
03:15was da rauskommt.
03:26Regina möchte, dass ich während der OP dabei bin.
03:28Und ich versuche ihr, ein wenig die Angst zu nehmen.
03:32Gleich mehrere Stellen am Kopf sollen untersucht werden.
03:37Okay, also Frau Pietsch, wir haben uns jetzt die Stellen angeschaut.
03:40Ja.
03:40Wir würden dann also hier eine Probe nehmen,
03:42da eine Probe und da hinten eine Probe.
03:44Ja.
03:44Einfach um da Gewissheit zu bekommen,
03:46ob es sich wirklich um weißen Hautkrebs handelt,
03:48ob wir da größer operieren müssen oder nicht.
03:51Wenn ja, wie oder ob wir es von selbst haben.
03:53Darauf war Regina vorbereitet.
03:57Und das hier, da sind wir uns sehr, sehr sicher, dass das Hautkrebs ist.
04:03Dass das hier Hautkrebs ist, ja.
04:05Okay.
04:06Und das würden wir gleich komplett entfernen.
04:08Okay.
04:09Mit so einer schnellen und unerfreulichen Diagnose hat Regina nicht gerechnet.
04:14Aber noch ist offen, was das für sie bedeutet.
04:18Beim weißen Hautkrebs ist das Risiko von Metastasen normalerweise eher gering.
04:23Es sei denn, es handelt sich um ein Plattenepithelkarzinom.
04:27Eine Unterart des weißen Hautkrebses.
04:29Dann liegt das Risiko, dass der Krebs streut, bei fünf Prozent.
04:35Weißer Hautkrebs kann sehr unterschiedlich aussehen.
04:39Leicht verwechselt man ihn mit Narben.
04:41Misstrauisch sollte man immer dann werden,
04:43wenn Hautveränderungen nicht verschwinden oder sogar größer werden.
04:48Achtung, jetzt kommt die Abdeckung.
04:50Genau.
04:50Ich unterpolster das auch so ein bisschen.
04:53Alles gut soweit?
04:54Ja.
04:55Das Team nimmt an vier weiteren verdächtigen Stellen an Reginas Kopf Pröden.
05:03Noch während die OP läuft, untersucht eine Spezialistin diese Biopsien
05:07in einem ersten Schnellverfahren.
05:09Wenn sie Hinweise auf Krebs findet, müssen auch diese Stellen herausgeschnitten werden.
05:17Der Operateur beginnt damit, den großen Tumor zu entfernen.
05:21Auch der muss weiter untersucht werden.
05:23Denn noch ist ja nicht klar, um welchen Typ weißen Hautkrebs es sich handelt.
05:30Nach einer halben Stunde ist die OP vorbei.
05:35Okay, dann haben Sie jetzt alles, was weh tut, geschafft.
05:38Jetzt nehme ich Ihnen einmal das Abdecktuch weg.
05:41Alles okay?
05:42Hallo.
05:43Super.
05:44Sehr gut.
05:46Regina hat die Operation überstanden.
05:48Wie schlimm es wirklich um ihre Haut steht,
05:50hängt jetzt vom Ergebnis der pathologischen Untersuchung ab.
05:54Die Schnelluntersuchung soll für Klarheit sorgen.
05:57Um welchen Krebstyp handelt es sich?
05:59Und wurde der Tumor wirklich komplett entfernt?
06:02Ja.
06:04Okay.
06:04Doch der Fall ist nicht ganz eindeutig.
06:07Jetzt kannst du dich ein bisschen erholen, ne?
06:10Ja.
06:12Regina muss einen weiteren Tag warten, bis sie Gewissheit hat.
06:17Mensch.
06:21Nach der OP spreche ich mit Frank Mais.
06:24Reginas Situation gibt mir wirklich zu denken.
06:29Das ist ja schon sehr tückisch.
06:31Ganz lange sieht man nichts.
06:32Es geht immer alles irgendwie wieder zurück.
06:34Und dann kann es doch ganz schnell dramatisch werden.
06:36Ja, genau.
06:37Vielleicht sieht man den Sonnenbrand.
06:39Den merkt man schon.
06:40Aber was diese Sonneneinstrahlung nachher für Spätfolgen hat,
06:44das nimmt man nicht direkt wahr.
06:46Sondern es kommt erst mit Verzögerung, wenn das Sonnenkonto voll ist.
06:49Mein häufig genutztes Bild dafür.
06:53Erst dann sieht man es.
06:54Und dann ist der Tumor dort.
06:59Hautkrebs entsteht in der obersten Hautschicht.
07:03Bis in die Zellkerne dringen die UV-Strahlen dort ein
07:05und können das Erbgut verändern.
07:09Nur kurzes, ungeschütztes Sonnenbaden im Sommer reicht dafür aus.
07:17Die meisten dieser Fehler kann der Körper wieder reparieren.
07:21Aber eben nicht alle.
07:24Und so summieren sich die Fehler im Erbgut über die Jahre mit jedem Sonnenbad
07:29und vor allem mit jedem Sonnenbrand.
07:37Bis einzelne Zellen zum Krebs entarten,
07:40den man dann auf der Oberfläche der Haut erkennen kann.
07:48Anders als beim weißen Hautkrebs ist schwarzer Hautkrebs dunkler.
07:52Er unterscheidet sich von Muttermalen
07:55durch seine unterschiedlichen Färbungen und unregelmäßigen Ränder.
08:01Also sicherlich ist der schwarze Hautkrebs
08:04die Hautkrebsart, die wir am ernstesten nehmen müssen.
08:07Auch wenn der Tumor nicht groß erscheint oder nicht groß ist,
08:11wissen wir, dass schon frühzeitig diese Tumore metastasieren können,
08:15also Tochtergespülze bilden können in Lymphknoten und in Organen.
08:20Die Hautkrebszahlen steigen seit Jahren.
08:22Beim schwarzen Hautkrebs sind es heute in Deutschland
08:26jedes Jahr ca. 8000 Fälle mehr als noch Anfang der 2000er Jahre.
08:31Der weiße Hautkrebs ist insgesamt häufiger.
08:34Hier haben sich die Zahlen in der gleichen Zeit fast verdoppelt.
08:40Wenn das so weitergeht, was kommt da auf uns zu?
08:48Die Suche nach einer Antwort bringt mich hierher.
08:51Gold Coast in Queensland, Australien.
08:54Ein Paradies für Sonnenbegeisterte, fast das ganze Jahr über.
09:02Die Kehrseite, Hautkrebs ist hier fast fünfmal so häufig wie bei uns.
09:08Auf den ersten Blick scheinen zumindest am Strand
09:10die meisten dieses Risiko zu ignorieren.
09:15Und wie sieht's bei den Profis aus?
09:18Ich treffe eine Gruppe von Lifeguards.
09:21Sie müssen jeden Tag draußen in der Sonne sein.
09:24Wie schützen sie sich?
09:30Das ist meine Sonnencreme.
09:34Lichtschutzfaktor 50 plus.
09:36Ich schmiere die auf Beine, meine Arme, meinen Nacken
09:40und ganz besonders auf meine Ohren.
09:43Mein Dad hat mir beigebracht, vergiss nie die Ohren.
09:46Die meisten Leute vergessen die Zone auch hinter den Ohren.
09:51Bist du überall eingecremt?
09:52Ja, und vergiss nicht die Füße, vor allem wenn du auf den Sand gehst.
09:58Und ne Sonnenbrille.
10:04Tom nimmt die Gefahr durch die Sonne also wirklich ernst.
10:07Aus gutem Grund.
10:09Wenn es darauf ankommt, muss er einsatzbereit sein
10:12und schnell raus aufs Meer, um Surfer und Schwimmer zu retten.
10:15Heute üben sie zum Glück nur.
10:21Bei diesem Job gibt es kein Entrinnen vor der Sonne.
10:26Auch deshalb trägt Tom immer ein langärmliges UV-Schutz-Shirt.
10:39Einerseits beneidenswert. Da arbeiten, wo andere Urlaub machen.
10:44Andererseits ziemlich gefährlich wegen der Sonne.
10:47Wie sieht Tom das mit dem Hautkrebsrisiko?
10:52Für mich ist es keine Frage, ob ich irgendwann Hautkrebs bekomme,
10:57sondern wann und wie schlimm es dann ist.
11:00Ich lasse das also regelmäßig untersuchen.
11:03Ob ich einen Melanom oder einen weißen Hautkrebs habe.
11:06Wenn du es früh feststellst, kann man es rechtzeitig entfernen,
11:10bevor es im Körper zum Metastasen kommt.
11:16Und das sagt Tom Barrett, der gerade mal Anfang 20 ist.
11:22Dass er nicht übertreibt, wird mir hier in Australien schnell klar.
11:27Zwischen ganz normalen Geschäften überall Hautkrebskliniken.
11:34Fast in jedem Einkaufszentrum.
11:40In den Supermärkten und Drogerien.
11:43Sonnenschutzcreme unter 50 plus gibt's hier gar nicht.
11:47Dagegen sind Literflaschen ganz normal.
11:58In einer dieser Hautkliniken
12:00bin ich mit dem Dermatologen Christopher Weatherall verabredet.
12:04Wie sieht sein Alltag hier aus?
12:10Schon mit dem ersten Patienten heute Morgen
12:12bekomme ich eine Ahnung davon,
12:14wie groß das Problem in Australien ist.
12:20Chris markiert die Stellen, die jetzt herausgeschnitten werden sollen.
12:30Alle meine Freunde im gleichen Alter haben das.
12:34Ich komme deshalb alle drei Monate zur Untersuchung.
12:38Siehst du das häufiger,
12:39dass die Patienten gleich mehrere Stellen entfernt bekommen müssen?
12:45Es ist häufig so in Australien.
12:47Wenn die Leute einen Tumor bekommen, bekommen sie noch mehr.
12:50Das ist die Regel.
12:54Chris beginnt mit dem Tumor im Augenwinkel.
12:56Auch für den Patienten scheint das Routine zu sein.
13:03Schon nach 15 Minuten sind beide Tumore raus und alles ist vernäht.
13:08Aber es geht noch weiter.
13:13Das sind Krebsvorstufen, Keratosen.
13:16Die müssen wir nicht rausschneiden.
13:18Wir können die mit der Eispistole entfernen.
13:21Wie genau funktioniert das, Chris?
13:24Die Zellen erfrieren.
13:26Das ist flüssiger Stickstoff, ungefähr minus 196 Grad.
13:30Die Tumorzellen erfrieren
13:32und werden dann wieder durch normale Hautzellen ersetzt.
13:41Und direkt weiter zur nächsten Operation.
13:45Eine Patientin mit weißem Hautkrebs am Fußgelenk.
13:53Auch sie nimmt die Prozedur sehr gelassen.
13:56Chris entfernt den Tumor direkt komplett und lässt ihn im Labor untersuchen.
14:02Wie ist es zu dem Hautkrebs gekommen?
14:07Wir haben nie Sonnenschutz verwendet.
14:10Nur Kokosöl, um braun zu werden.
14:15Die Box für den Pathologen wird heute Vormittag noch voll werden.
14:20Wie erklärt sich Chris die hohen Hautkrebszahlen in seinem Land?
14:27Es ist ein Umweltproblem für uns Australier.
14:30Eine Menge der Sonne, die wir abbekommen, kommt nicht vom Sonnenbaden,
14:33sondern vom Gang zum Auto oder in die Geschäfte.
14:36Der Sport ist draussen. Die Sonne ist einfach immer da.
14:43Hautkrebs ist für viele seiner Patienten eine chronische Krankheit.
14:48Sie geht nicht mehr weg.
14:51Du liebst die Sonne und hast die Art von Haut, die Schottland nie hätte verlassen dürfen.
14:59Es ist wirklich schwer, hier ein gutes und gesundes Leben zu haben ohne Sonne, was?
15:13Queensland, Australien. Ein ständiger Spagat zwischen Sonne genießen und Hautkrebs-OPs.
15:20Denn da, wo viel Sonne ist, gibt es auch viel ultraviolette Strahlung oder kurz UV-Strahlung.
15:28Und in der steckt enorm viel Energie. Deshalb ist sie so gefährlich.
15:34Ab wann man aufpassen muss, zeigt der UV-Index.
15:38Schon bei einer Stärke von 5 kann es gefährlich werden.
15:42Die Schäden in der Haut bemerkt man allerdings, außer beim Sonnenbrand, meist erst nach Jahrzehnten.
15:52Vielleicht ist das ja eine Erklärung für die steigenden Hautkrebszahlen.
15:56Sind die UV-Strahlen der Sonne stärker geworden?
16:01Aggressiver?
16:07Die Antwort auf diese Frage suche ich zu Hause in Deutschland.
16:11In einer Forschungsstation des Deutschen Wetterdienstes.
16:16Hohen Peißenberg.
16:18Die Station liegt nicht weit entfernt von der Zugspitze, auf fast 1000 Metern Höhe.
16:23Hier beobachtet man die Erdatmosphäre sehr genau. Auch die UV-Werte.
16:29Der Zustand der Atmosphäre ist entscheidend dafür, wie viel UV-Strahlung auf der Erde ankommt.
16:35Wichtig ist dabei das Gas Ozon.
16:38Es wirkt wie ein riesiger Filter, der einen großen Teil der gefährlichen UV-Strahlung abhält.
16:43Vorausgesetzt, es gibt genug Ozon.
16:48Ich kann bei einer Ozonmessung in der Atmosphäre dabei sein.
16:53Es gibt aber wenige, die so oft Ozonsonden fliegen.
16:56Ja.
16:58Das Team von Wolfgang Steinbrecht untersucht hier oben regelmäßig den Zustand der Atmosphäre.
17:03Also auch die Ozonkonzentration.
17:08Da wandert er dann gleich rein.
17:10Der Behälter enthält die Messinstrumente dazu.
17:13Gleich soll er mit einem Wetterballon auf eine Höhe von 30 Kilometern aufsteigen.
17:20Aber das Ganze ist eigentlich ein Raumfahrzeug, weil in 30 Kilometern ist so wenig Luft,
17:25da ist es dann himmelschwarz, es ist saukalt, das ist im Prinzip weltall.
17:32Die Wetterballons des Teams würden eine Abnahme des Ozons in der Atmosphäre messen und melden.
17:39Weniger Ozon würde bedeuten, dass die UV-Strahlung tatsächlich aggressiver geworden ist.
17:44Und das könnte die steigenden Hautkrebsraten erklären.
17:48Es sieht windstill aus.
17:51Der zieht aber ordentlich nach oben.
17:53Das ist eine Sündersache.
17:55So, jetzt lasse ich ihn so hängen.
17:58Dann, guten Flug!
18:05Und weg ist er!
18:15Der Messballon steigt nach oben und misst auf seinem Weg ununterbrochen den Gehalt an Ozon in der Luft.
18:23Diese Messwerte sendet der Ballon an die Messstation.
18:26Dort werden sie aufgezeichnet.
18:31Die Ausschläge nach rechts zeigen, wie viel Ozon auf der jeweiligen Höhe vorhanden ist.
18:37Das meiste befindet sich in der oberen Atmosphäre.
18:42Wenn der Ballon den oberen Rand der Ozonschicht erreicht hat, platzt er.
18:47Und die Messung ist abgeschlossen.
18:51Ohne Ozon in der Atmosphäre würde alles Leben auf der Erde regelrecht verbrennen.
18:57Und genau diese Gefahr war in den 80er Jahren tatsächlich ganz real.
19:02Die lebenswichtige Ozonschicht ist auch über der nördlichen Erdhalbkugel weit stärker geschädigt als bisher angenommen.
19:11Grund für die Ozonabnahme waren die FCKW-Gase aus Spraydosen und Kühlschränken.
19:17Schnell wurde klar, dass die Zerstörung aufhören muss.
19:22Und tatsächlich schafft es die internationale Gemeinschaft, die FCKW-Gase zu verbieten.
19:27Mit dem sogenannten Montrealer Protokoll.
19:31Der Trend war gestoppt.
19:33Das war vor mehr als 30 Jahren.
19:36Und wie sieht es mittlerweile mit unserer Ozonschicht aus?
19:40Das checken Wolfgang und sein Team seit vielen Jahren.
19:43Auch mit speziellen UV-Messgeräten auf dieser Plattform auf dem Dach.
19:50Hat sich jetzt im Laufe der Zeit irgendwas so verändert, dass man sagt, die Haut reagiert jetzt auch anders?
19:59Also es hat sich nichts massiv geändert.
20:01Ein paar Prozent drauf runter vielleicht.
20:04Im Wesentlichen im Rahmen der natürlichen Schwankungen.
20:07Das heißt, eigentlich sind die UV-Werte vergleichsweise stabil hier?
20:11Ja, also da ist nichts Dramatisches passiert, dank dem Montrealer Protokoll.
20:16Ohne das Montrealer Protokoll, wenn das Ozon stark ausgedünnt worden wäre weiter, dann hätten wir eine massive Änderung.
20:23Aber so sind wir mit Änderungen, die man vielleicht sehen kann, aber die nicht mehr massiv sind und die eigentlich
20:29im Rahmen von dem sind, was die natürliche Schwankung ist.
20:33Trotzdem kann die UV-Strahlung gerade im Sommer gefährlich für uns werden.
20:39Wolfgang erklärt mir, dass es dabei vor allem darum geht, wie hoch die Sonne am Himmel steht.
20:44Denn je senkrechter die Sonne von oben auf die Erde scheint, desto kürzer ist der Weg ihrer Lichtstrahlen durch den
20:50Ozonfilter.
20:52Das ist im Sommer vor allem in der Mittagszeit der Fall.
20:55Dann klettern die Werte auf der UV-Skala bis in den gefährlichen roten oder violetten Bereich.
21:02Steht die Sonne dagegen tief, müssen ihre Lichtstrahlen einen langen Weg durch die Ozonschicht zurücklegen.
21:08Das schwächt sie stark ab. Deshalb sind die UV-Werte morgens, abends und vor allem im Winter eher unbedenklich.
21:21Die Messungen vom Hohen Peißenberg zeigen eindeutig, dass die UV-Strahlung bei uns nicht aggressiver geworden ist.
21:28Wir haben, wahrscheinlich durch den Klimawandel, lediglich ein paar zusätzliche wolkenfreie Sonnentage bekommen.
21:37Hautkrebs nimmt aber trotzdem zu. Zurück in Freiburg. Regina Pietsch wartet noch auf ihre Diagnose.
21:45Wieso gibt es immer mehr Fälle wie Regina?
21:53Frank Mais beobachtet die Zahlen seit Jahren. Seine Erklärung ist eindeutig.
22:01In den 60er, 70er Jahren, das sind die sogenannten Sonnenbrandjahrgänge, wo wir jetzt erst die Folge dieser unkritischen Sonnenexposition sehen,
22:11in Form von Hautkrebs.
22:13Auch unsere Patientin hier, die berichtet es ja, die ist zum Schwimmbad gelaufen und die war noch nicht im Schwimmbad,
22:19da hat sie eigentlich schon fast einen Sonnenbrand gehabt.
22:25In dieser Zeit wird braune Haut zum Schönheitsideal.
22:29Sonnencremes mit ausreichenden Lichtschutzfaktoren, Fehlanzeige.
22:34Viele haben so ihr Sonnenkonto nicht nur gefüllt, sondern überfüllt.
22:45Bis 2040, 2015 gehen wir davon aus, dass all diese Jahrgänge noch mit hohen Hauttumorzahlen hier hinkommen und auch wir
22:54diesen Trend nicht stoppen können.
22:58Regina Pietsch gehört zu diesen Sonnenbrandjahrgängen.
23:01UV-Schutz, so wie er heute empfohlen wird, kannte sie nicht.
23:05Reginas Haut hat darunter gelitten. Einige auffällige Stellen sollten bis heute im Labor abgeklärt werden.
23:12Was hat denn der Arzt gesagt?
23:15Eben, dass alle drei, alle drei auch kleine Femore sind und dass halt alles so gut wie möglich, also alles
23:28rausgeschnitten wird.
23:29Und auch an dem, was sie gestern schon operiert haben, werden sie auch noch mal schneiden müssen, weil sie da
23:37nicht alles erfasst haben.
23:40Eine bittere Diagnose. Aber immerhin, Betastasen bildet ihre Krebsart nicht.
23:49Ich werde auch den Urlaub absagen mit meiner Tochter. Ich habe überhaupt keine Luft mehr auf Sonne.
23:58Reginas Frust kann ich gut verstehen. Und ihre Konsequenzen auch. Aber ist keine Sonne die Lösung?
24:08Dort, wo die Sonne deutlich weniger scheint, sieht man das anders.
24:12Ich bin unterwegs in Schottland. Hier erforschen Wissenschaftler, wie sich zu wenig Sonne auf unsere Gesundheit auswirkt.
24:21Ich weiß, dass der Körper für die Vitamin-D-Bildung unbedingt Sonne braucht. Aber das scheint längst nicht alles zu
24:28sein.
24:31Unterwegs ein kurzer Blick auf die UV-Werte. In Australien liegen die, selbst im Winter, bei ungefähr fünf bis sechs.
24:41Es scheint die Sonne, so ein bisschen zumindest. Aber UV-Index unter eins.
24:47Gefahr durch zu viel Sonne droht hier im Moment nicht. Im Gegenteil. Hier herrscht eher UV-Mangel.
24:55Und der könnte drastische Folgen haben. Darauf deuten gleich mehrere Untersuchungen hin.
25:02Forschende sind auf ein spannendes Phänomen gestoßen.
25:06Je südlicher die Menschen in Großbritannien leben, desto seltener erkranken und sterben sie an den großen Volkskrankheiten Herzinfarkt oder Krebs.
25:16Woran liegt das? Gesundheitszustand, Einkommen oder Lebensstil konnten die Forschenden als Ursachen ausschließen.
25:23Am Ende blieb nur eine Erklärung. Die UV-Dosis. Denn die ist im Süden viel höher als im Norden.
25:33Kann das wirklich sein?
25:43Sterbedaten aus Ländern mit unterschiedlich sonnigen Jahreszeiten zeigen einen ähnlichen Zusammenhang.
25:50Die Menschen sterben überproportional häufig in den sonnenarmen Monaten.
26:00Sicher, Menschen sterben auch im Sommer, aber die meisten eben im Winter.
26:06Woran liegt das? Ist Sonnenmangel etwa so ungesund?
26:17Ich habe Glück und erreiche Edinburgh nicht bei Nebel und Regen, sondern bei strahlendem Sonnenschein.
26:30Die positiven Effekte der Sonne hat an der Universität Edinburgh ein Wissenschaftler in vielen Studien erforscht.
26:39Ausgerechnet ein Hautarzt.
26:42Und nicht irgendeiner, sondern der Präsident der Dermatologen in Schottland.
26:49Richard Weller.
26:52Anstatt mir seine Forschungen lang und breit zu erklären, nimmt er mich einfach direkt mit zu einem seiner aktuellen Experimente.
27:02Mitten in der dunklen Jahreszeit verteilt Richard Solarien an Testpersonen.
27:07Damit will er den Effekt der UV-Strahlung untersuchen.
27:13Seine These, UV-Licht kann das Risiko für viele Krebsarten senken.
27:23Nicht benutzen, bevor wir morgen die Hautprobe bei dir genommen haben, okay?
27:27Über einen Zeitraum von zwei Wochen wird Cormac mit den Lampen seine UV-Dosis täglich steigern.
27:34Vorsichtig.
27:35Denn einen Sonnenbrand soll er dabei auf jeden Fall vermeiden.
27:44So, der Stecker hier.
27:47Also, dann bis morgen, wir sehen uns.
27:55Wir haben an diesem Abend noch weitere Lampen auszuliefern.
28:00Ich bin beeindruckt von dem Enthusiasmus, mit dem Richard und sein Team zu Werke gehen.
28:10Die Testpersonen sind von den UV-Lampen begeistert.
28:15Super, kostenlose Bräunung.
28:18Und weiter geht's zur nächsten Adresse.
28:23Bis in den obersten Stock?
28:27Du veräppelst mich.
28:31Wissenschaft kann so anstrengend sein.
28:35Aber wortwörtlich auch erhellend.
28:39Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie das hier weitergeht.
28:49Zwölf Stunden später.
28:50Ich darf mit in die Dermatologie der Uniklinik.
28:56Hier treffe ich auch Cormac von gestern Abend wieder.
29:00Heute sollen ihm Haut- und Blutproben entnommen werden.
29:05Wie wird das UV-Licht Cormacs Proben beeinflussen?
29:10Richard und sein Team vermuten, dass sich die weißen Blutkörperchen in Cormacs Blut durch die Bestrahlung verändern werden.
29:21Und zwar so, dass sie mögliche Krebszellen besser unschädlich machen können.
29:32Diese Proben sollen zeigen, ob das wirklich stimmt.
29:40Genieß es, exakt.
29:42Können UV-Strahlen das Risiko für viele Krebsarten, außer natürlich das von Hautkrebs, tatsächlich senken?
29:50Nach zwei Wochen Solarium wollen Richard und sein Team erneut Proben nehmen und sie mit den von heute vergleichen.
29:57So, jetzt kannst du mit der Lampe beginnen.
30:02Fang mit vier Minuten an, schau, was passiert, und dann kannst du langsam hochgehen.
30:06Bei Hautrötung pausierst du einfach einen Tag.
30:11Bei der Ergebnisauswertung will ich unbedingt dabei sein.
30:15Wenn UV-Licht wirklich die Abwehrzellen gegen Krebs stärken sollte, wäre das eine kleine Sensation.
30:24Die meisten seiner Dermatologenkollegen, sagt Richard, sprechen im Zusammenhang mit der Sonne immer nur von der Hautkrebsgefahr.
30:33Ihm ist das zu einseitig.
30:35Er vergleicht das Hautkrebsrisiko deshalb mit anderen Gesundheitsrisiken.
30:42Jede Zigarette verkürzt dein Leben im Durchschnitt um vier Minuten.
30:46Ist dein Blutdruck um zehn Einheiten zu hoch, steigt dein Herzinfarktrisiko um 30 Prozent.
30:53Aber bei Sonnenlicht gibt es keinen Beweis dafür, dass dadurch das Leben verkürzt wird.
30:59In Nordeuropa haben wir sogar festgestellt, dass die Leute umso länger leben, je mehr Sonne sie abbekommen.
31:07Kurzer Check. Wo steht eigentlich Hautkrebs im Vergleich zu anderen Todesursachen?
31:13Durchblutungsstörungen im Herz sind in Deutschland und vergleichbaren Ländern die Nummer eins der Todesursachen.
31:19Gefolgt von Lungentumoren, sonstigen Herzerkrankungen und Schlaganfall.
31:25Hautkrebs liegt bei den Todesursachen dagegen weit abgeschlagen im hinteren Feld.
31:35Wir müssen grundsätzlich alle Krankheiten nach ihrem Sterberisiko beurteilen und vergleichen.
31:41Ich kann mich deshalb als Hautarzt nicht nur für Hautkrebs interessieren,
31:46sondern muss immer die allgemeine Gesundheit meiner Patienten im Auge behalten.
31:54Wenn Richard Weller recht hat, könnte die richtige Dosis Sonnenlicht das Leben verlängern.
32:04Aber was ist die richtige Dosis?
32:09In Brisbane, in Australien, gibt es immerhin doppelt so viele Sonnenstunden wie in Edinburgh.
32:14Also Sonne satt.
32:20Und tatsächlich, die Menschen leben hier im Schnitt fast drei Jahre länger als in Schottland.
32:26Und das, obwohl es fünfmal häufiger Hautkrebs gibt.
32:30Dennoch, die tägliche Dosis Sonne ist für viele hier einfach zu hoch.
32:37In Brisbane treffe ich einen der wichtigsten Epidemiologen des Landes.
32:42Er will mir zeigen, wie ernst man die Bedrohung durch die Sonne nimmt.
32:48Du hast einen Hut auf. Soll ich auch einen aufsetzen?
32:52Ich denke schon. Und bist du eingecremt?
32:56Ja, bin ich. Und ich ziehe den Hut auf.
33:01Noch habe ich gut lachen. David wird mir später allerdings noch zeigen, dass hier beim Sonnenschutz jede Minute zählt.
33:13Die Schattenkonstruktionen überall sind mittlerweile ein wichtiger Bestandteil im Stadtbild von Brisbane geworden.
33:19Und da, wo es sie gibt, nutzen die Menschen sie automatisch.
33:25Bänke stehen in Queensland natürlich im Schatten. Und wo immer möglich, entsteht der auch durch Bepflanzung.
33:33Vor allem Kinder sollen vor den UV-Strahlen geschützt werden.
33:40David macht mich darauf aufmerksam, dass die städtischen Gärtner spezielle UV-Schutzkleidung tragen.
33:52Die großen Arbeitgeber und Behörden haben Sicherheitsauflagen für das Arbeiten in der Sonne einzuhalten.
34:02All das, weil sich Hautkrebs in Australien zu einer echten Epidemie ausgewachsen hat.
34:07Mehr als eine halbe Milliarde Euro kostet den Staat die Behandlung. Pro Jahr.
34:19Mit solchen Spots will man die Menschen dazu bringen, sich zu schützen.
34:26Jeder in Australien kennt sie.
34:31In seinem Institut will mir David zeigen, warum das alles so dringend nötig ist.
34:37Sein Team hat es geschafft, die Veränderungen in der Haut, die durch UV-Strahlen entstehen, sichtbar zu machen.
34:51Dazu werden Hautproben zuerst mit UV-Licht bestrahlt, dann hauchdünn geschnitten und unter Mikroskop ausgewertet.
35:05Was ich dann zu sehen bekomme, überrascht mich wirklich.
35:15Dieser Hautschnitt zeigt eine Probe vor der Bestrahlung mit UV-Licht.
35:22Nach nur sieben Minuten Bestrahlung sieht das Ganze so aus.
35:27Die vielen gelben Punkte markieren Hautzellen, die durch die kurze Bestrahlung einen Gendefekt erlitten haben.
35:39Das sind echt viele.
35:43Und so sieht es nach 15 Minuten aus. Die Gendefekte haben massiv zugenommen.
35:53Würde meine Haut auch so aussehen?
35:56Ja, würde sie. Die Dosis entspricht dem UV-Index 8. Das ist ungefähr so wie 15 Minuten Sonne im deutschen
36:04Sommer.
36:08Die Haut kann sich gegen diese Gefahr schützen. Mit einem Trick, den wir alle kennen. Sie wird dunkler.
36:16Die UV-Strahlung löst im Inneren der Haut die Bildung dunkler Farbpigmente aus. Die wandern in die oberen Zellschichten.
36:27Dort wirken sie wie ein Schutzschild für die Gene vor den gefährlichen Strahlen.
36:37Aber jede Haut ist anders.
36:41Je weniger Pigmente sie bilden kann, desto besser muss sie geschützt werden.
36:46Durch Kleidung oder sehr viel Sunblocker.
36:50David und sein Team haben deshalb intensiv daran geforscht,
36:54welche Personengruppen ein besonders hohes Risiko für Hautkrebs haben.
37:01Manche werden schneller braun als andere. Die haben ein geringeres Risiko.
37:06Rothaarige und blonde und Menschen mit vielen Sommersprossen haben dagegen ein höheres Risiko.
37:13Es gibt eine Menge solcher Merkmale, die wir zusammenfassen,
37:16um das individuelle Risiko von jedem für schwarzen Hautkrebs zu berechnen.
37:21Das ist hilfreich, um dann konkrete Vorschläge für den Schutz und die Vorsorge zu machen.
37:29Vorerkrankungen, Medikamente, Genetik.
37:33Viele solcher Faktoren bestimmen unser individuelles Hautkrebsrisiko.
37:37Aber warum ist das Risiko für Hautkrebs ausgerechnet unter den Australiern so extrem hoch?
37:44David hat eine ganz einfache Erklärung dafür.
37:50Die Menschen hier haben die falsche Hautfarbe für dieses Klima.
37:53Die Ureinwohner sind mit ihrer Haut optimal an die Sonne angepasst.
37:57Aber die Briten, die im 17. Jahrhundert hierher kamen, die haben eine zu helle Haut.
38:04Das ist die eigentliche Ursache für Australiens Hautkrebsproblem.
38:08Die vielen hellhäutigen Menschen.
38:10Ihre Haut ist der starken Sonne einfach nicht gewachsen.
38:16Nur, wenn die helle Haut so entscheidende Nachteile hat, welchen Sinn hat sie denn dann überhaupt?
38:28Bei der Entstehung des modernen Menschen in Afrika vor ungefähr 300.000 Jahren war dessen Haut eindeutig dunkel.
38:42Über Jahrtausende änderte sich daran nichts.
38:46Während der Eiszeiten und Warmzeiten.
38:50Während Kontinente sich veränderten und der moderne Mensch sich bis nach Australien und später nach Europa immer weiter ausbreitete,
38:58die Haut blieb dunkel.
39:04Erst vor ca. 8000 Jahren setzt sich im sonnenarmen Norden überraschend schnell die helle Haut gegen die dunkle durch.
39:13Warum? Und warum erst so spät?
39:22Diese Frage führt mich zurück nach Schottland.
39:25Auf den Orkne-Inseln ganz im Norden leben zu dieser Zeit Menschen mit heller Haut.
39:31In solchen Siedlungen waren sie sesshaft.
39:36Gelebt haben sie von Ackerbau und Viehzucht. Damals eine neue Lebensform mit vielen Vorteilen.
39:43Aber auch Nachteilen. Sie brachte Infektionen mit sich.
39:49Eine Theorie besagt, dass hellhäutige Menschen widerstandsfähiger gegen diese neuen Krankheiten waren.
39:55Warum, erklärt mir Richard Weller.
40:01Wir glauben, dass das Sonnenlicht die Abwehrprozesse gegen Infektionen im Körper förderte.
40:07Als dann Infektionskrankheiten zum Problem wurden und nur wenig Sonnenlicht vorhanden war,
40:13hatte die blasse Haut einfach den Vorteil, dass sie die Immunprozesse besser unterstützt.
40:19Weil das Licht besser in die helle Haut rein kann?
40:22Ja, genau. Die Sonne kann die biologischen Prozesse so besser in Gang setzen.
40:27Die Sonne unterstützt unsere Immunabwehr. So die Theorie.
40:33Durch die Pigmentierung reguliert die Haut, wie viel UV-Strahlen in den Körper kommen.
40:39Viel Pigment bei einem Überangebot an Sonne.
40:44Bei UV-Knappheit verschwindet der braune Schutzschild wieder.
40:50Diese aufwändige Regulation verhindert also auch den Mangel an UV-Strahlen.
40:55Demnach müssen sie wichtig für uns sein.
40:58Wie wichtig will Richards Team mit den UV-Röhren herausfinden?
41:03Die Antwort darauf, ob UV-Licht vielleicht sogar das Krebsrisiko senken kann, steht ja noch aus.
41:10Mittlerweile hat das Team die Proben der ersten fünf Testpersonen ausgewertet.
41:15Das ist das Blut deiner Studenten.
41:17Das ist das Blut meiner Studenten, ganz genau.
41:20Hier ist der Moment, wo die Wissenschaft beginnt.
41:23Auch Richards Co-Autorin Thiaye Gu ist sehr gespannt auf die Ergebnisse.
41:30Haben sich die Immunzellen im Blut der Testpersonen durch die UV-Bestrahlung wirklich so verändert, dass sie Krebszellen wirkungsvoller abwehren
41:39können?
41:41Die ersten Ergebnisse liegen jetzt vor.
41:46Bei jeder einzelnen Testperson konnten wir diese Veränderungen feststellen.
41:51Da war mir klar, oh, da haben wir wirklich was gefunden.
41:56Bei allen Testpersonen lösten die UV-Strahlen auf der Haut eine Veränderung der Blutzellen aus.
42:05Die weißen Blutkörperchen veränderten sich tatsächlich so, dass sie unter Laborbedingungen Krebszellen wirkungsvoller bekämpfen können.
42:16Für das Team ein Beweis dafür, wie wertvoll Sonnenlicht für unsere Gesundheit ist.
42:24Wie ist es für dich, solche Ergebnisse zu haben?
42:28Es ist fantastisch. Die Ergebnisse sind absolut solide.
42:34Wir haben hier einen neuen Mechanismus gefunden, der unserer Meinung nach zeigt, wie Sonnenlicht das Krebsrisiko senkt.
42:43Das ist wirklich spannend.
42:48Das würde bedeuten, dass das gleiche Sonnenlicht, das einerseits Hautkrebs verursacht, auf der anderen Seite das Risiko für andere Krebsarten
42:56senkt.
42:57Ergebnisse, die noch für viele Diskussionen sorgen werden.
43:04Sicher ist, bei der Sonne gibt es kein Entweder-Oder.
43:07Es geht nicht nur darum, sich möglichst gut vor ihr zu schützen.
43:11Viele der positiven Eigenschaften erforschen wir gerade erst.
43:15Ob die Sonne unserer Gesundheit gut tut oder sie gefährdet, kommt auf die Dosis an.
43:21Und was für Australien gilt, muss nicht für Schottland gelten.
43:26Zu viel Sonne kann uns schwer krank machen.
43:29Zu wenig aber vielleicht auch.
43:33Wichtig ist deshalb, das eigene Risiko zu kennen und sich richtig zu verhalten.
43:41Für Regina ist es leider nicht bei einer Operation geblieben.
43:44Erst nach der dritten war der Tumor endlich komplett entfernt.
43:48Das Ohr konnte sie zum Glück behalten.
43:52Die Forschung wird uns hoffentlich dabei helfen, Hautkrebs noch besser in den Griff zu bekommen.
44:02Wenn wir vernünftig mit der Sonne umgehen, kann sie uns viel Gutes tun.
44:08Aber an Tagen wie diesen müssen wir uns einfach echt vor der Sonne in Acht nehmen.
44:13Das Ohr.
44:15Das Ohr.
44:27Das Ohr.
44:29Das Ohr.
44:31Das Ohr.
44:33Das Ohr.
44:34Das Ohr.
44:37Das Ohr.
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