- vor 5 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:05Musik
00:32Hallo, bleiben Sie bei mir. Können Sie mich hören? Was ist passiert? Hallo?
01:02Emilio.
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02:21Ich bin zufällig vorbeigekommen und habe gesehen, wie er auf der Brücke zusammengebrochen ist.
02:26Ich möchte einfach nur, dass du ihn dir kurz anschaust.
02:29Wieso? Was vermutet denn der Notarzt?
02:33Lungenversagen.
02:34Bitte?
02:39Bruno?
02:44Jetzt tu mir doch den Gefallen, bitte.
02:48Ich kümmere mich drum.
02:51Okay, danke dir.
02:55Was ist denn hier passiert?
02:57Ein Passant ist zusammengebrochen. Bitte, setzen Sie sich wieder in Ihren Bauch.
03:01Kann ich ihn ganz kurz sehen, bitte?
03:03Ich arbeite im Sonnenhof, zum Pflegeheim hier um die Ecke.
03:06Und einer unserer Bewohner hat sich selbstständig gemacht.
03:09Johannes Lombardi.
03:20Was war für ein Mann?
03:23Er war ein herrlicher Mensch.
03:27Charmant und warmherzig.
03:32Kurz bevor er gestorben ist, hat er von einer Emilia gesprochen.
03:38Ja, das ist seine Frau.
03:43Das klang so, als wollte er ihr noch was sagen.
03:47Herr Lombardi war dement.
03:51Deshalb bin ich ja auch sofort los, um ihn zu suchen.
03:58Du lagst auf jeden Fall richtig, er ist keines natürlichen Todes gestorben.
04:01Ich habe in seinem Blut Spuren von Natrium pentobarbital gefunden.
04:05Es wird in der Schweiz unheilbar kranken Patienten gegeben, die sterben wollen.
04:09Aber aktive Sterbehilfe ist bei uns doch verboten.
04:13Wie wird dieses Natrium...
04:15Pentobarbital?
04:16Wie wird es verabreicht?
04:17Na, die Substanz wird üblicherweise aufgelöst und getrunken.
04:21Danach fallen die Sterbewilligen innerhalb von wenigen Minuten in einen komatösen Zustand.
04:27Er lag aber nicht im Koma.
04:28Er hat ja mit mir geredet.
04:30Wollte jemandem was sagen?
04:31Die Ausnahme bestätigt die Regel.
04:34Letztendlich kommst du gegen die letale Dosis nicht an.
04:36Das vegetative System wird komplett runtergefahren und eine Lähmung der Atmung führt dann unweigerlich zum Tod.
04:42Und wieso hat er nichts gemerkt?
04:44Ist das Zeug geschmacksneutral?
04:47Man kann den Geschmack des Barbiturats abmildern, wenn man das Medikament zum Beispiel mit Kakao vermischt.
04:52Dann hatte er keine Ahnung, was er dazu sich nahm.
05:25Untertitelung des ZDF für funk, 2017
05:43Mein Mann hat die Luftschlösser gebaut, die ich entworfen habe.
05:47Wir haben zusammen Lombardibau auf die Beine gestellt.
05:50Er als Ingenieur, ich als Architektin.
05:54Und da hat er Ihnen gerade einen Heiratseintrag gemacht?
05:58Ja.
06:03In seinem Blut haben wir Natrium Pentobarbital gefunden. Wissen Sie, was das ist?
06:08Das ist das Mittel, das wir für Papa besorgen sollten.
06:12Ihr Vater wollte, dass Sie Sterbehilfe leisten?
06:15Er wollte, dass wir ihm dieses Zeug geben, wenn er nicht mehr denken kann.
06:18Und? Haben Sie es besorgt?
06:21Nein. Wir haben darüber geredet, haben uns ausgetauscht, informiert, aber letztendlich haben wir uns dagegen entschieden.
06:28Johannes wusste doch gar nicht mehr, um was er uns da gebeten hat.
06:36Kurz bevor er gestorben ist, wollte er Ihnen noch was sagen.
06:41Haben Sie eine Ahnung, was das sein könnte?
06:45Das wusste er vermutlich selber nicht mehr.
06:50An manchen Tagen wusste er nicht mal mehr, wer wir waren.
06:54Er hat uns angeschrien, er wollte uns gar nicht mehr sehen.
06:56Das war nicht er, das war die Krankheit.
06:59Ja.
07:00Mein Vater hat sich immer um meine Mutter gekümmert, hat ihr geholfen.
07:05Hat ihr 40 Jahre lang jeden Wunsch von den Lippen abgelesen.
07:09Aber er konnte auch ein richtiges Arschloch sein.
07:20Das Wandel, das Wandel, das Wandel,
07:26Das Wandel, das Wandel, das Wandel, das Wandel.
07:37Vom Wasser haben wir's gelernt, vom Wasser haben wir's gelernt, vom Wasser.
07:48Das Wandel, das Wandel, das Wandel, das Wandel, das Wandel, das Wandel, das Wandel.
08:15Amen.
08:45Amen.
09:17Wo ist Herr Lombardi?
09:22Mein Name ist Schumann, LKA. Und wer sind Sie?
09:26Ganz oben.
09:27Leiter der Abteilung Planung und Ökonomie im Ministerium für Erzbergbau, Metallurgie und Kali.
09:39Worüber wollten Sie mit Herrn Lombardi reden?
09:43Ich bin nicht befugt, interne Vorgänge ohne Einverständnis des Genossenminister mit Dritten zu besprechen.
09:52Herr Lombardi ist tot.
09:57Das ist ja schrecklich.
10:02Er wurde ermordet.
10:08Was meinen Sie?
10:10Warum würde ihm jemand was antun?
10:16Die Wände haben hier Ohren.
10:19Genosse Granzhoff?
10:21Bitte.
10:30Bitte.
10:34Er wollte alles rausposseln.
10:38Ich habe ihn gewarnt, Lügen in die Welt zu setzen.
10:47Was für Lügen.
10:49Von wegen, sie singt falsch.
10:54Trappala prapp.
10:56Böswillige Westpropaganda.
11:10Wir würden ja niemals, never ever, nie im Leben jemand aktive Sterbehilfe leisten.
11:15No way.
11:17Das würden die natürlich auch einfach so zugeben, ist klar.
11:19Ich habe erstmal die Unterlagen aller Sterbefälle des letzten Jahres angefordert.
11:23Gut.
11:24Gut.
11:27Bist du?
11:29Ja, komm schon.
11:31Woher wusstest du, dass da was faul ist?
11:37Man kann's Polizeiarbeit.
11:39Sollst du vielleicht auch mal versuchen?
11:42Du bist wirklich nicht normal, weißt du das?
11:47Die einen sagen so, die anderen so.
11:52Unter den Erfolgreichen in den nächsten drei Monaten.
11:55Jürgen Markus.
11:5620. Platz, meine Damen und Herren.
11:57Wir kommen zum nächsten Kolin.
11:59Wir kommen zum...
12:00Räubleck von 0 auf 20.
12:360 auf 20.
12:38Wir kommen zum nächsten Mal.
12:448.
12:45Aber das ist für Datcode.
12:46Mal ein ...
12:4620.
12:470 auf 20.
12:481.
12:492.
12:490 auf 1.
13:00Sagen Sie, Frau Beffert, was hat das eigentlich mit all diesen Zeichnungen auf sich?
13:05Das fing vor zwei Monaten an. Er hing nur noch über den Zeichenblock.
13:09Herr Granzo und Herr Lombardi, kannten Sie sich von früher?
13:13Nee, die haben sich hier kennengelernt.
13:15Und es gab auch kein Geheimnis, dass Herr Lombardi umtrieb.
13:19Nee.
13:20Nicht, dass ich wüsste.
13:25Vielleicht hat sich Lombardi das Zeug in die Flasche gekippt.
13:28Kann sein.
13:30Bruno, was war da genau los an der Brücke?
13:37An dieses Natrium-Pentobarbital kommt man in Deutschland wirklich so gut wie gar nicht ran.
13:42Und zwar hat das Bundesverwaltungsgericht 2017 entschieden, dass in extremen Ausnahmefällen dieses tödliche Medikament doch verschrieben werden darf.
13:50Tatsächlich wurde dieser Rechtsspruch aber noch nie ausgenutzt.
13:55Ich glaube, die einzige Chance legal an das Mittel zu kommen ist in der Schweiz.
13:58Stimmt.
13:59Wir haben keinerlei Hinweise, dass Frau Lombardi oder ihr Sohn oder beide in der Schweiz gewesen sind.
14:07Also keine Kreditkartenabrechnung oder EC-Kartenabbuchung.
14:12Ihre Handys waren auch nicht in der Schweiz eingenommen.
14:13Wir haben auch nicht in der Schweiz.
14:19Wir haben nicht in der Schweiz gecheckt.
14:32Wir haben nicht in der Schweiz gecheckt.
14:36Wir haben nur noch einem Jahrhundert gecheckt.
15:10Untertitelung. BR 2018
15:33Ja, alles okay? Ja, danke.
15:37Sind Sie der Chef hier? Ja.
15:42Mein Name ist Schumann, LKA. Darf ich hin?
15:49Ich ermittle im Fall Johannes Lombardi.
15:53Peter Meffert.
15:55Sind Sie mit Carola Meffert?
15:57Das ist meine Mutter.
16:00Johannes hat den Pflegeplatz nur bekommen, weil meine Mutter sich dafür eingesetzt hat.
16:02Der Sonnenhof hat eine extrem lange Warteliste.
16:05Sie standen ihm sehr nah?
16:06Ich habe direkt nach der Uni bei ihm in der Firma angefangen.
16:13Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich heute bin.
16:18Hat er Sie auch zum Geschäftsführer berufen?
16:23Er hat mir die Firma übertragen, als er nicht mehr konnte.
16:27Das war eine Riesenüberraschung.
16:30Johannes war wohl davon überzeugt, dass ich den nötigen Biss habe, um die Firma weiter nach vorne zu bringen.
16:37Im Gegensatz zu seinem Sohn?
16:40Ja, das war hartfohlig.
16:45Ich hatte übrigens nie Ambitionen, den Laden hier zu übernehmen.
16:48Die Diskussion mit den Bauherren, die Bürokratie, das ist mir viel zu viel Stress.
16:53Ihr Vater war ein Arsch, das sagten Sie schon.
16:57Ja, war ja auch ein Arsch.
16:59Egal, was ich getan habe, es war ihm nie gut genug.
17:01Aber deswegen bringe ich niemanden um.
17:03Före mich, es tut mir so leid.
17:06Ja, ja, danke.
17:07Danke.
17:07Geh lang.
17:13Auch ein Kaffee?
17:22Danke.
17:36Wer ist das?
17:40Das sind meine Eltern.
17:42Und das ist Dieter Zott, der ehemalige Geschäftspartner von meinem Vater.
17:46Der Verlobte, der Ihre Mutter sitzen gelassen hat.
17:50Ja.
17:50Hat das Firmenkonto leergeräumt und sich nach Brasilien abgesetzt.
17:55Klingt so, als wäre Ihr Vater nicht der einzige Arsch hier gewesen.
17:59Vielleicht was im Wasser.
18:03Ihr Vater muss sehr wütend auf ihn gewesen sein.
18:06Dann gehe ich mal raus, ja.
18:11Trotzdem hängt dieses Bild hier.
18:15Wird es heute damals nicht abgehauen, wenn meine Eltern nicht zusammengekommen sind?
18:18Und mich hätte es nie gegeben.
18:21Ihr Vater hat seinen alten Geschäftspartner nicht aus dem Kopf gekriegt.
18:25Woher wissen Sie eigentlich so genau, dass er sich nach Brasilien abgesetzt hat?
18:30Weil er meiner Mutter ab und zu eine Postkarte geschickt hat.
18:34Wollten wir doch eigentlich irgendwas zeigen, oder?
18:45Diese Zeichnung hat Ihr Vater kurz vor seinem Tod gemacht.
18:48Wie gesagt, er war die letzten Monate nicht mehr er selbst.
18:51Ich denke, das ist die Sternbergbrücke.
18:59Dann ist das vielleicht das Auflagelager.
19:02Es könnte ein Teil vom Tragwerk sein und das sind die beiden Pfeiler.
19:10Lombardibau hat diese Brücke errichtet?
19:12Ja.
19:14Und der Verlobte Ihrer Mutter, hätte der damals was damit zu tun?
19:16Meine Mutter hat die Brücke entworfen.
19:18Und Zott und mein Vater haben sie zusammengebaut.
19:21Und zwar 1978.
19:22Das war ihr letztes gemeinsames Projekt.
19:24Ihr Vater ist ganz in der Nähe dieser Brücke gestorben.
19:27Was wollte er da genau?
19:28Woher soll ich denn das wissen?
19:31Das brauchst du bitte bis morgen fertig, ja?
19:36So.
19:38Gibt es noch Bauunterlagen von dieser Brücke?
19:40Ja, aber die sind im Keller.
19:41Und ich weiß auch nicht, was das mit dem Tod von meinem Vater zu tun hat.
19:43Suchen Sie bitte diese Unterlagen raus.
19:44Einer meiner Mitarbeiter wird sie abholen.
20:01Der Mann heißt Dieter Zott.
20:031978 hat er sich angeblich mit dem Firmenvermögen nach Südamerika abgesetzt.
20:07Check doch bitte mal, was du über ihn rausfinden kannst.
20:10Hat er sich tatsächlich ein neues Leben in Brasilien aufgebaut?
20:13Oder ist er womöglich hier in Berlin?
20:16Ja.
20:24Herzlichen Glückwunsch, dein Dieter.
20:28Herzlichen Glückwunsch, dein Dieter.
20:32Ja.
20:33Jedes Jahr eine.
20:36Pünktlich zum Geburtstag.
20:39Und die haben Sie alle aufbewahrt?
20:41Ja.
20:45Sie haben Dieter Zott sehr geliebt.
20:48Ach, das ist lange her.
20:53Warum hat er Sie verlassen?
20:55Ich weiß es nicht.
20:57Er ist einfach verschwunden von einem Tag auf den anderen.
21:01Haben Sie ihn nach ihm gesucht?
21:02Oder ihn als vermisst gemeldet?
21:03Tod, unglücklich war ich.
21:06Ich habe die Welt nicht mehr verstanden.
21:08Aber dann hat mich Johannes aufgefangen.
21:10Er hat immer gesagt, ich soll dem Dieter nicht nachweinen.
21:13Er sei es nicht wert.
21:16Und wann haben Sie das letzte Mal was von Ihrem Verlobten gehört?
21:21Es war vor zwei Jahren.
21:23Und seitdem nichts mehr.
21:26Kein Geburtstaggruß.
21:42Herr Kanzler, ich grüße Sie.
21:46Woher kennen Sie meinen Namen?
21:48Mein Name ist Schumann.
21:49Wir haben beide gestern...
21:51Das kann warten.
21:53Ich muss ins Ministerium.
22:05Frau Meffert, was machen Sie denn da?
22:12Was?
22:16Ja, was mache ich eigentlich hier?
22:22Frau Lombardi wollte das Zimmer rollen morgen und...
22:27Ja, da dachte ich...
22:31Herr Lombardi war mehr für Sie als ein Patient.
22:35Ja, klar.
22:36Hat meinem Sohn seine Firma vermacht.
22:41Hat ihm so geholfen.
22:43Sie kannten Herrn Lombardi, bevor Sie ihm dieses Zimmer hier vermittelt haben.
22:46Oh, flüchtig.
22:48Mein Sohn hatte mir vor ein paar Jahren vorgestellt.
22:51Ich...
22:51Ich bin totmüdig.
22:53Ich muss ins Bett.
22:54Ich hatte Nachtschicht.
22:58Ich bin totmüdig.
23:00Der ist nicht so...
23:15Ich bin totmüdig.
23:30Was machen Sie hier?
23:32Darf ich reinkommen?
23:35Ja.
24:05Er ist der Vater Ihres Sohnes.
24:07Wer weiß davon?
24:10Niemand.
24:13Also außer uns drei.
24:17Aber es ist nicht, wie Sie glauben.
24:18Aber es ist, wir waren schon zusammen, bevor Emilia überhaupt kennengelernt hat.
24:26Wir haben uns auf einer Demo kennengelernt.
24:28Wir waren oft auf Demos.
24:33Ja, sofort gefunkt.
24:34Eigentlich war seine Krankheit ein Segen für Sie.
24:37Ihr Sohn hat dafür gesorgt, dass er zu Ihnen in den Sonnenhof kommt.
24:40Endlich hatten Sie ihn ganz für sich.
24:42Er hat Sie geliebt.
24:44Aber er hat Emilia geheiratet.
24:46Warum?
24:48Ich weiß es nicht.
24:52Warum hat er seine Frau nach all den Jahren nicht verlassen?
24:55Ich weiß es nicht.
25:02Er hat immer nur gesagt, er könnte das Emilia nicht antun.
25:07Und in den letzten Jahren haben Sie immer versucht, das zu thematisieren?
25:12Ja, natürlich.
25:12Hat seine Demenz schlimmer geworden?
25:13Er hat aber nichts gebracht.
25:15Überhaupt nichts.
25:17Ich habe mir davon angefangen und er hat nicht reagiert oder hat gelacht oder irgendwelche blöden
25:22Witze gemacht oder ist abgehauen.
25:24Einmal hat er so geschrien, hat einen hochroten Kopf gekriegt.
25:27Ich dachte, der geht gleich um, aber es kam nichts raus.
25:31Gar nichts.
25:32Ich saß immer da wie so ein Idiot.
25:35War halt so.
25:39Ja, war so.
25:40War mein Leben.
25:46Ich muss Sie bitten, mit aufs Präsidium zu kommen.
26:10Jan, kommst du bitte mal?
26:17Das ist mein Kollege Jan Michalski.
26:20Hallo, Frau Meifert.
26:22Danke.
26:23Sie haben vor vier Wochen online eine Autobahnvignette für die Schweiz gekauft?
26:29Ja, ich hatte ein paar Tage Urlaub.
26:35Und Sie hatten kein Problem damit, Herrn Lombardi allein zu lassen?
26:38Nö, ich brauchte eine Auszeit.
26:40Ich war wandern in den Bergen.
26:45Naja, Sie waren genau einen Tag in der Schweiz.
26:47In Zürich.
26:49Zumindest laut.
26:50Ihrem Kreditkartenauszug.
26:54Was uns interessiert ist
26:57eine Überweisung an einen Herrn Doktor Neuenried.
27:03523 Schweizer Franken.
27:06Was hat das auf sich?
27:09Herr Doktor Neuenried ist bekannt dafür, ziemlich lax zu sein
27:14bei der Verschreibung von Natrium pentobarbital.
27:19Herr Lombardi hat seine Ehefrau gebeten, ihn zu töten.
27:23Und die Frau, die er liebt, die fragt er nicht?
27:29Doch, er hat mich beschworen, sein Leben zu beenden, wenn ich merke, dass er nicht mehr weiß, was er sagt.
27:35Er hat mich beschworen.
27:39Und ich musste es schwören.
27:41Ich musste schwören, dass ich es tun würde.
27:44Und ich wollte es auch tun.
27:46Aber ich konnte nicht.
27:50Was er vor mir saß und mich so ansah, ging nicht.
27:56Ich habe ihm das Medikament nicht gegeben.
28:07Sie waren in der Schweiz und haben das Natrium pentobarbital beschafft.
28:12Herr Lombardi ist an Natrium pentobarbital gestorben.
28:17Ich weiß nur, dass ich es ihm nicht gegeben habe.
28:19Was ist denn das Medikament jetzt, das Sie besorgt haben?
28:21Das weiß ich nicht.
28:28Also es war so, ich saß in Johannes' Zimmer.
28:31Ich hatte das Medikament in der Hand.
28:36Und dann rief eine Kollegin, weil eine Patientin gestürzt war, schwer gestürzt.
28:42Und dann habe ich dieses Medikament idiotischerweise einfach unter seiner Bettdecke versteckt.
28:50Ja, dann bin ich los.
28:54Lassen Sie mich raten.
28:56Als Sie wiederkamen, da war das Natrium pentobarbital verschwunden?
29:00Ja, genau. Es war weg.
29:03Es klingt absurd, aber es ist so.
29:06Ich habe das ganze Zimmer durchsucht.
29:08Ich habe es nicht gefunden.
29:09Wie lange waren Sie denn weg?
29:11Es hat alles ewig gedauert.
29:13Sie können sich ja vorstellen, was ich mir für Vorwürfe gemacht habe.
29:22Ich wollte Johannes helfen, sein Leben zu beenden.
29:25Ich wollte es wirklich.
29:27Aber ich konnte nicht.
29:31Selbst wenn er nicht mehr selber war.
29:33Selbst wenn er mich kaum noch erkannt hat.
29:37Selbst wenn er immer nur diese blöde Brücke im Kopf hatte.
29:40Ich habe es nicht geschafft.
29:43Er hat Ihnen von der Brücke erzählt?
29:44Nur, dass sie...
29:46Wirres Zeug.
29:48Hat er vielleicht gesagt, dass sie falsch singt?
29:55Woher wissen Sie das?
29:58Was könnt ihr denn damit gemeint haben?
30:03Ich bin so blöd.
30:04Ich meine, warum habe ich es da liegen lassen?
30:07Ich hätte es ja auch mitnehmen können, oder?
30:14Sie können gehen.
30:23Frau Meffert, kommen Sie noch mal eben?
30:28Bräuchte hier noch eine Unterschrift.
30:37Danke.
30:39Sie gibt doch Zugesgift, besorgt zu haben.
30:41Und du lässt sie laufen, weil eine Brücke sinkt?
30:43Hier ist eine Brücke sinkt.
30:44Oder brummt oder rattert.
30:46Das hängt doch einfach nur von der Fahrbahnbeschaffenheit ab.
30:50Weißt du,
30:51wenn sie die Liebe ihres Lebens getötet hätte,
30:54dann würde sie es auch zugeben.
30:56Er wollte, dass sie ihn tötet,
30:58wenn er nicht mehr weiß, was er sagt.
30:59Wahrscheinlich hatte er Angst davor,
31:00so verwirrt zu sein,
31:01dass er irgendwann die Wahrheit rausposaute.
31:03Und er hatte eine zweite Familie
31:04und wollte vermutlich nicht, dass das rauskommt.
31:07Aber was, wenn Ulrich Lombardi herausgefunden hat,
31:10dass Peter Meffert sein Halbbruder ist?
31:12All die Jahre hat er gedacht,
31:13er sei nicht gut genug,
31:14um die Leitung der Firma zu übernehmen.
31:16Und dann kommt raus,
31:18nee, sein Vater hatte einfach einen geheimen zweiten Sohn,
31:21den er irgendwie mehr geliebt hat
31:22und dem er die Firma übergeben hat.
31:25Carola Meffert hat versprochen,
31:26ihm das Gift zu besorgen.
31:27Ja, und das hat sie getan.
31:28Ja, sie hat sie ihm gegeben.
31:31Was meinst du?
31:34Mir geht der Zott nicht aus dem Kopf.
31:37Was hat denn jetzt der ehemalige Geschäftspartner von Lombardi
31:39damit zu tun,
31:40ob seine Pflegerin uns anlöchte oder nicht?
31:42Sag du es mir.
31:43Du recherchierst doch über Zott.
31:45Ja, aber sie hat das Gift unter die Bettdecke gelegt.
31:48Und jetzt?
31:50Hat's jemand anders gefunden?
31:51Oh, cool.
31:53Na, Trium, Bento, Parvital.
31:54Damit vergifte ich ihn jetzt mal eben schnell.
31:58Klar.
32:03Mein Mann und Frau Meffert?
32:10Ihr Mann hatte nicht nur ein Verhältnis mit Frau Meffert.
32:14Die beiden haben auch ein Kind zusammen.
32:19Peter.
32:28Peter ist sein Sohn?
32:37Ihr Mann war mit Carola lange zusammen,
32:39bevor er sie kennengelernt hat.
32:43Ja, ich wusste, dass er...
32:45Ich wusste, dass er damals eine Freundin hatte.
32:48Irgendjemand aus Moabit.
32:51Das war's.
33:00Ihr wart.
33:06Ja, ich wusste, dass er sich nicht auf encima der Tür leben assurent hat.
33:07Jangan lupa, dass er sein soll.
33:10Ich wusste, dass er sich nicht aufmerksam ist.
33:11Ein PaarELL mal wieder.
33:13Ich wusste, dass er sich nicht aufgehaktet hat.
33:13Das war's.
33:13Was ist ein PaarELL?
33:15Das war's.
33:18Erich, wenn ich aufgehaktet.
33:27Ulrich, ich bin's.
33:33Nach hinten, nach unten, sonst kannst du so viel scheuer.
33:36Du bist doch bescheuert.
33:38Du bist doch bescheuert.
33:39Du bist doch bescheuert.
33:41Du bist entlassen.
33:42Du Spinner, du bist entlassen.
33:44Ich alle, Mann.
34:00Nein, antique.
34:05Entschuldigung!
34:17Mert Libby ist eine Nachricht.
34:34Eine Zweitfamilie, einen zweiten Sohn, den Ihr Vater Ihnen dann auch noch als Chef vor die Nase setzt.
34:40Ich wusste, dass er ein Arsch war. Aber das, verdammter Dreckskerl.
34:48Das tut weh.
34:50Ich hab ihn nicht ermordet.
34:53Ich kann verstehen, wenn Sie es gerne getan hätten.
34:56Das hätte ich auch. Aber ich hatte keinen Schimmer, was los ist.
35:07Scheiß auf das alles.
35:08Scheiß auf ihn!
35:13Sie können gehen.
35:25Eine zweite Familie zu haben, ist ja völlig okay. Aber dem unehelichen Sohn die komplette Firma zu überschreiben und dem
35:34Erstgeborenen einfach mal gar nichts, ist irgendwie uncool.
35:37Lombardi muss seinen zweiten Sohn mehr geliebt haben als seinen ersten.
35:42Und die Mefa hat mehr als Emilia.
35:46Ja.
35:47Ja.
35:48Ja.
35:59Ja.
36:02Ja.
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36:42Ja.
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36:50Ja.
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37:07Ja.
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38:00Ja.
38:01Ja.
38:13Ja.
38:15Ja.
38:23Ja.
38:30Ja.
38:46Ja.
39:45Untertitelung des ZDF, 2020
39:51Die Kollegen von der Spurensicherung sollen sich mal die Brücke anschauen. Die Messstellen.
39:55Was ist denn jetzt mit ZDF? Kommt ihr da endlich in die Pötte?
39:58Gibt es denn jetzt drauf?
39:59Ja oder nein?
40:00Die Kollegen haben sich die Postkarten angeguckt.
40:02Zeig mal her.
40:07Da ist eine große Ähnlichkeit zur Vergleichsprobe auf. Das heißt, sie gehen davon aus, dass alle Karten von ZDF geschrieben
40:12wurden.
40:12Ja, aber die Vergleichsprobe ist über 40 Jahre alt und die Schrift eines Menschen verändert sich im Laufe der Jahre.
40:17Was ist mit den brasilianischen Behörden?
40:19Es gibt in Rio de Janeiro dieses Baubüro hier. Warte mal.
40:25Hier.
40:30Zott Construzio.
40:31Ja, es wurde 1980 gegründet, Inhaber Dieter Zott.
40:34Ich habe dort angerufen ohne Erfolg. Handynummer gibt es auch nicht.
40:38Und auf die E-Mail kam sofort Server unavailable zurück. Den Typ gibt es nicht mehr.
40:58Dann sag es mir.
41:01Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass du damit durchkommst.
41:05Du wirst mich nicht ruinieren.
41:07Hast du mich gehört?
41:09Hast du mich verstanden?
41:19Einer unserer Subunternehmer glaubt, er könnte von heute auf morgen seine Preise verdoppeln.
41:23Ihr Subunternehmer? Denken Sie, ich bin bescheuert?
41:27Waren Sie das?
41:29War ich was?
41:30Haben Sie mich in der Brücke niedergeschlagen?
41:33Ich weiß wirklich nicht.
41:34So, es reicht.
41:36Ihr Vater stirbt an der Brücke, die er 1978 erbaut hat.
41:39Zusammen mit seinem Geschäftspartner Dieter Zott.
41:41Der plötzlich verschwindet.
41:43Ich werde an der Brücke niedergeschlagen.
41:47Ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden.
41:50Und ich weiß auch nicht, was Dieter Zott damit zu tun haben soll.
41:53Was hat es mit diesen Messinstrumenten auf sich?
41:56Lombardi-Bau macht das Monitoring für ein Dutzend Brücken in Berlin.
41:59Auch für die Sternberg-Brücke.
42:01Alles in Ordnung?
42:02Ja.
42:03Es gibt also keine auffälligen Messwerte?
42:05Das hätten wir sofort den zuständigen Behörden gemeldet.
42:07Wie oft kontrollieren Sie die Brücke denn?
42:09Einmal im Monat.
42:10Auch heute Mittag?
42:11Nein.
42:13Die nächste reguläre Messung mache ich in zwei Tagen.
42:15Haben Sie die Messprotokolle hier?
42:18Ich kann sie Ihnen gerne ausdrucken, wenn Sie möchten.
42:23Ja, okay. Danke.
42:25Die Messwerte liegen alle im Normbereich, sagt die Gutachterin von der TU.
42:30Das kann doch gar nicht sein.
42:32Lass es bitte nochmal von einem Zweitgutachter prüfen.
42:34Also in den Bauunterlagen stand auch nichts Auffälliges.
42:37Außer Stress wegen der Kosten.
42:39Was genau?
42:40Das erste Angebot wurde vom Senat abgelehnt.
42:43Zu teuer.
42:45Und daraufhin hat Lombardi-Bauer den Preis gesenkt?
42:48Um ein Viertel.
42:49Was aber auch nichts Ungewöhnliches bei einem Projekt von solcher Größe.
42:54Geht denn irgendwie aus den Unterlagen hervor, wie der Preis gedrückt wurde?
42:59Nee.
43:03Ich muss nochmal mit ganzer reden.
43:10Oh Gott, ich sehe aus wie Tante Gisela.
43:12Da fehlt ja auch noch eine Kleinigkeit.
43:20Na okay, die ist ganz schick.
43:23Das ist eine Original-VEB-Textilwerke Mösen.
43:26Also gut drauf aufpassen.
43:28Alles bereit?
43:30Perfekt.
43:30Und bei mir?
43:31Da muss man nichts machen.
43:52Herzlich willkommen.
43:53Herzlich willkommen, Genosse Granzow.
43:56Genosse Granzow, dies ist eine kleine Aufmerksamkeit unserer Abteilung für Sie.
44:01Bitte schön.
44:06Bitte schön.
44:10Der Genosse Major ist gleich bei Ihnen.
44:27Genosse Granzow, danke, dass du die Zeit gefunden hast.
44:32Kennen wir uns?
44:34Major Schumann, Hauptabteilung 2 HVA.
44:37Wieso bin ich hier?
44:39Als Auskunftsperson im Rahmen einer operativen Maßnahme.
44:43Genosse Granzow, du bist Leiter der Abteilung Planung und Ökonomie im MEMK.
44:50Das ist korrekt.
44:51Und du hattest im Rahmen deiner ministerialen Tätigkeit Westkontakte?
44:55Gelegentlich.
44:56Hast du in letzter Zeit mit Personen aus West-Berlin gesprochen?
45:03Johannes Lombardi.
45:06Er war bei mir im Ministerium.
45:09Worüber hast du mit Herrn Lombardi gesprochen?
45:19Der Genosse Granzow, die Revanchisten in Bonn versuchen, mit subversiven Mitteln und Lügen unser sozialistisches Vaterland zu zerstören.
45:27Das dürfen wir nicht zulassen.
45:48Lombardi hatte einen Brief geschrieben.
45:52Er wollte die Organe der BRD über angebliche Qualitätsmenge im Kombinat Eisenhüttenstadt informieren.
46:05Lombardi hat Stahl aus Eisenhüttenstadt für den Bau seiner Brücke in West-Berlin verwendet?
46:10In dem Brief waren Kaufbelege der Koko und Materialgutachten, die das belegen sollten.
46:28Und Lombardi behauptet, der Stahl aus Eisenhüttenstadt sei minderwertig?
46:33Ich habe ihm natürlich kein Wort geglaubt.
46:37Das ist imperialistische Propaganda.
46:42Genosse Granzow, weißt du vielleicht, wo sich dieser Brief jetzt befindet?
46:53Im Tresor.
46:55In meinem Büro.
46:59Ich habe ihn an mich genommen.
47:06Gut, dann sagen Sie bitte meinem Fahrer, wir sind hier fertig.
47:17Herr Rhein?
47:20Genosse Granzow,
47:23Ihr Wagen steht für Sie bereit.
47:39Und jetzt übernehme ich hier.
47:42Herr Minister Elm für Erzberg, Baum, Metallurgie, Volkale.
47:47Genosse Granzow, vielen Dank für deine Hilfe.
47:50Ich habe Hunger.
47:51Herr Kranzow, wieder die Kanne stehen lassen.
47:54Habe ich den Kaffee wieder zu stark gemacht?
47:55Warte.
48:15Kommen Sie.
48:17Vielleicht gibt es Abendbrot.
48:19Gehen wir erst mal aufs Zimmer.
48:28Das lag im Genosse Granzow's Tresor, beziehungsweise Nachtschrank.
48:32Ein handgeschriebener Brief, eine Art Selbstanzeige.
48:35Bisschen wirr teilweise.
48:37Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Johannes Lombardi.
48:40Ich bin Inhaber der Lombardi-Bau und gesamthaftend verantwortlicher für den Bau der Sternbergbrücke.
48:47Nicht lesbar.
48:49Wurde beim Bau der Sternbergbrücke qualitativ minderwertiger Stahl?
48:56Entspricht nicht der Dienen.
49:00Strukturelle Integrität ist gefährdet und deshalb darf nicht noch jemand sterben.
49:06Er hatte Angst, dass die Brücke einstürzt.
49:07Wahrscheinlich wollte er den Preis der Brücke drücken
49:10und hat dann billigen, volkseigenen Stahl aus Eisenhüttenstadt beschafft.
49:14Und ihn umdeklariert, damit keiner was merkt.
49:17Aber weshalb bringt ihn 40 Jahre später jemand um?
49:21Dann brauchen wir noch die Kurschritte von den Fundamenten hier.
49:24Das heißt, den Kundenangeneers abziehen, dann geht das so aus.
49:28Gut, Arbeit.
49:29Gut, Arbeit.
49:45Wir haben Ihre Messprotokolle gegengecheckt.
49:49Sieht nicht gut aus für Sie.
49:51Die Sternbergbrücke ist marode, nicht wahr?
50:00Der Stahl hat einen zu hohen Kohlenstoffanteil, den nie verwendet werden durften.
50:05Seit wann wussten Sie davon?
50:07Eine Zeit hat es mir erzählt, als er mir die Firma übertragen hat.
50:10Doch dann wurde er dement.
50:12Er fing an davon zu reden, dass er der Bauaufsicht alles gestehen müsse.
50:18Ich habe ihm gesagt, dass ich alles unter Kontrolle habe, aber...
50:23Sie sind nicht mehr zu ihm durchgedrungen.
50:26Und dann hat er von dem Brief erzählt.
50:28Wenn die Wahrheit rausgekommen wäre, hätte man Ihre Firma für die Sanierung in Haftung genommen.
50:32Das hätte sie Millionen gekostet.
50:34Deswegen musste Ihr Vater sterben.
50:36Das ist doch Unsinn.
50:37Ja, die Messwerte liegen außerhalb des Normbereichs, aber die Brücke ist nicht akut einsturzgefährdet.
50:41Selbst wenn das stimmt, Ihre Firma wäre trotzdem ruiniert gewesen.
50:47Ich habe ihn nicht umgebracht.
50:50Das war mein Vater.
50:54Mit wem haben Sie vorhin wirklich telefoniert?
50:57Mit Ulrich.
51:01Er weiß von der Brücke.
51:06Er will die Hälfte der Firma für sein Schwein.
51:22Verena?
51:24Lade bitte Ulrich Lombardi vor.
51:31Haben Sie lange Weile oder was?
51:39Sie waren das.
51:43Ja, tut mir leid.
51:46Sie waren in der Brücke, um sich die Messdaten zu beschaffen.
51:50Ich will nur, was mir zusteht.
52:07Sie haben lange genug zurückgesteckt.
52:12Seit wann wissen Sie, dass die Brücke marode ist?
52:17Zehn Jahre.
52:21Ich habe meinen Vater damals erwischt, als er die Daten manipuliert hat.
52:25Und versucht, sich rauszureden.
52:30Angeblich hat er einen Messfehler korrigieren wollen.
52:40Das Arschloch hat mir nie vertraut.
52:44Im Gegensatz zu Ihrem Halbbruder.
52:48Dem hat er die Wahrheit gesagt.
52:50Sie hat er gar nicht erstgenommen.
52:53Er hat sie einfach mit einer billigen Ausrede abserviert.
52:59Und ich habe es im Himmel machen lassen.
53:02Sie haben ihn gedeckt.
53:03Trotz allem.
53:05Arschloch, hin oder her?
53:06Da war doch mein Vater.
53:13Sein einziges Motiv wäre die Zweitfamilie seines Vaters.
53:16Und davon weiß er erst seit gestern.
53:18Sonst hätte er seinen Halbbruder schon viel länger erpresst.
53:21Er ist nicht unser Täter.
53:30In seinem Brief eines Bauamts schreibt Lombardi,
53:33er möchte verhindern, dass noch mehr Menschen wegen der Brücke sterben.
53:37Okay.
53:38Noch mehr? Was meint er damit?
53:40Vielleicht glaubt Lombardi eher der Schuld daran,
53:43dass schon mal jemand bei der Brücke gestorben ist.
53:47Dieter Zott.
53:48Kann ja sein, dass der damals gar nicht einfach abgetaucht ist.
53:52Ich habe eben jemanden in Brasilien erreicht.
53:56Und zwar gibt es da laut Behörde kein Büro namens Zott Konstruktion.
54:02Und die Adresse von dem Büro gibt es auch nicht.
54:05Alles fake.
54:06Und was ist mit den Postkarten?
54:08Die sagen, dass es in den 80ern mal einen Hype gab,
54:11wo Leute, die kein Geld für den Urlaub haben,
54:13einfach ihren Verwandten Postkarten schicken lassen aus dem Haus an.
54:17Also Lombardi fälscht Zott's Schrift und bezahlt jemanden in Brasilien,
54:21der die Dinger einmal im Jahr abschickt, oder wie?
54:25Krass.
54:26Das würde heißen, er hat 40 Jahre lang dafür gesorgt,
54:29dass seine Frau glaubt, dass Dieter Zott noch lebt.
54:37Warum wollten Sie mich hier sprechen?
54:47Ihren Mann hat es immer wieder hierher gezogen.
54:50An den Ort seiner Schuld.
54:56Der Mann, den er getötet hat,
55:00der hätte ihn einfach nicht in Ruhe gelassen.
55:10Eigentlich wollte Ihr Mann ihn damals schon über Halt sagen.
55:14Aber er hat es nicht über sich gebracht.
55:16Stattdessen hat er Ihnen einen Heiratsantrag gemacht.
55:19Aber mit der Krankheit kam seine Erinnerung wieder hoch.
55:23Ihr Mann hat seine Tat wieder und wieder durchlitten.
55:28Oder irgendwann hat er Ihnen die Wahrheit gesagt.
55:3140 Jahre.
55:3440 Jahre hat er Ihnen vorgetäuscht,
55:37dass Dieter Zott in Brasilien lebte.
55:39Aber ihr Verlobter hat West-Berlin niemals verlassen.
55:44Hier liegt er begraben, nicht wahr?
56:03Für einen Moment war er völlig klar.
56:10Da hat es mir erzählt.
56:13Es ging um den DDR-Stahl, den sie verbaut hatten.
56:16Sie hatten sich gestritten.
56:20Da hat ihn Johannes einfach vom Baugerüst gestoßen.
56:30Ich hatte so einen Harz auf ihm.
56:33Ich habe es in seine Trinkflasche gekippt und bin gegangen.
56:49Ich habe es nicht damals kw пром Combinexik и in die Verband heshet werden.
56:52Oh Gott, ich habe es nur Attention.
56:54Ich habe es nicht.
56:55Ich habe es nicht.
56:57Du meinst mir zum Daumen nachrunken.
57:00Das war wohl...
57:05Ich habe es nicht.
57:06Ich hab dich gesehen,هulos
57:35Untertitelung. BR 2018
57:39Bidou.
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